Views
9 months ago

E_1930_Zeitung_Nr.008

E_1930_Zeitung_Nr.008

10 AUTOMOBIL-REVUE

10 AUTOMOBIL-REVUE 1930 — N' 8 die Spannung ihrer gemeinsamen Schliessfeder noch erhöhen. Abbildung beigefügt Die Bremse löste sich durch gehängt werden muss, die sieh aber bei Nichtge- sogenannte Differentialbremse beschrieben gesehen wöhnliche Store zu verwenden, die, wenn man sie zu haben. Diesem Artikel war eine schematische festlegen will, mit dem untern Rand irgendwo ein- Ob die ein Organ, das auf der Bremstrommel eines Rades brauch von selbst aufrollt. Die beistehende Skizze Motorsteuerung der Zukunft lag, von selbst unmittelbar vor dem Gleiten. Sie zeigt, wie man die Arretierungsvorrichtung beispielsweise ausbilden kann. Sie betrifft übrigens nützt die Bremsung stets bis zum Maximum au« eine zwangsläufige Ventilsteuerung sein und passt sich den Adhäsionsverhältnissen an. Sobald ein Rad wieder zu drehen anfängt, so wird eine wirkliche Ausführung. ma. wird, kann heute noch nicht mit Bestimmtheit vorausgesagt werden. Vielleicht wird durch das genannte Organ die Bremse wieder freigegeben. Welcher Leser der c Automobil-Revue » rechnet werden? Im Technischen Sprechsaal las Frage 7514. Wie kann die Bremsleistung be- auch schon vorher der weniger hochtourige kann mir Aufschluss über diese Bremse erteilen? ich eine Antwort auf die Frage t Messung der Dieselmotor oder ein neuer Zweitaktmotortyp zur Oberherrschaft gelangen. Bei Sport- N. in A. sich dann aus der Formel: « ks mal Drehzahl der Zuschriften an die technische Redaktion. Brems-PS». Dort steht, die Berechnung ergebe motoren böten sich aber unzweifelhaft einer Kurbelwelle, dividiert durch 1000. » Aus verschiedenen Gründen ist mir der Aufbau dieser ein- zwangsläufigen Ventilsteuerung heute grosse Frage 7512. Oel-Fett-Mlschung. Wie kann man aue Oel und Fett für das Getriebe und Differential fachen Formel nicht klar, und ich nehme an, dass Aussichten. th. ein Schmiermittel selbst herstellen ? J. J. in A. ausser mir auch andere LeseT Ihnen dankbar wären, wenn Sie diese Rechnung etwas näher aus- Antwort: Mineralöl und Konsistenzfett lassen sich ohne weiteres durch Ineinanderrühren zuführen würden. T«~ci> sammen vermischen. Je nach dem Gehaltanteil von Sie nehmen z. B. einen Hebelarm zu 716 mm Oel wird das Schmiermittel dabei mehr oder weniger dickflüssig. Eine Erwärmung des Fettes ist beim Frage 7491. Zugwindschutz bei Limousinen. an. eine Zahl, die ich auch früher in Aufstellungen Wir ersuchen Sie höfL, in den Frajjekasten folgendes aufzunehmen : 750, die kg-Zahl der Pferdekraft? Oder sind bei Ihrer Zeitschrift fand. Warum diese 716 und nicht Mischen nicht notwendig. at Ist eine Vorrichtung oder ein Patent bekannt, den hohen Futterpreisen die Pferdekräfte schwächer geworden? E. S. in B. •welche« den Zugwind bei Motorfahrzeugen auch bei geöffneten Fenstern ausgchliesst? H. S. Frage 7506. «Swiftwagen» oder Adresse «Swift». Kann miT ein Leaer des Blattes 1 mitteilen, wo sich die Fabrik der englischen Marke cSwift» befindet? Vielleicht kennt auch ein Leser einen hier in der Schweiz zirkulierenden «Swift »-Wagen, in dem noch ein altes «SwifU-Getriebe eingebaut ist. Ich bitte um Antworten durch Vermittlung der technischen Redaktion. Hs. H. in L. Frage 7507. Vierzylindermodell Hanomag. Wir stehen vor dem Wagnis der Anschaffung eines neuen Kleinwagens und möchten, da wir in diesen Dingen noch zu wenig Erfahrung besitzen, anfragen, wie sich der Vierzylinder Hanomae bewährt. Wie eignet eich der Wagen für den Stadtverkehr und wie für den üeberlandverkebr? Sachdienliche Auskünfte aus der Feder eines Hanomag-Fahrers wären mir sehr erwünscht. Zuschriften durch die Redaktion. P. L. in B. Frage 7508. Schiffsschrauben. Als Abonnent Ihres Blattes gestatte ich mir. Ihnen eine Frage vorzulegen, die nicht in Ihr Fachgebiet fällt, in der Hoffnung, es werde ein Leser des Blattes in der Lage sein, mir Auskünfte zu bieten. Sie heisst • Wie arbeiten die heute im Gebrauch stehenden verschiedenen Arten von Schiffsschrauben, sowohl bei den kleinen wie bei den grossen Schiffen ? Zuschriften leitet die technische Redaktion weiter. J. K. in S. Frage 7494. Differentialbremse zur Verhütung des Ueberbremscns. Das Tramonglück an der Gloriastrasse in Zürich hat die Aufmerksamkeit vieler Techniker auf sich gezogen. Die Feststellung, dass der betreffende Tramzug überbremst wurde, ist interessant Nach unserer Auffassung ist für viele Automobilunfälle die Ursache Deberbremsung. Wir fragen uns daher, ob nicht zweckentsprechende Einrichtungen auch beim Automobil von grossem Nutzen wären. Jedenfalls könnten verschiedene Gleitunfälle auf diese Weise verhütet werden. Wir erinnern uns. vor zirka 8 bis 10 Jahren in einer Autofachschrift (c Der Motor», Berlin, oder »La vie automobile » oder in einer andern) eine Zu verkaufen ein schönes Wohnhaus mit Auto-Reparaturwerkstäfte und Laden, gut eingerichtete Werkstätte, m. grossem, ertragreichem Garten, mit grosser Kundschaft, in gross. Ortschaft, an bester Lage Solothurns. Rendite wird nachgewiesen. Benzinverkauf pro Jahr 40 000 Liter. Offert, unt. Chiffre 43395 an die Automobil-Revue, Bern. An Hauptstrasse in Biel istgrössere 43504 D*- Liegenschaft ~*C mit verschiedenen Wohnungen und grossem Garten, welcher sich sehr gut eignen würde zum Bau einer grösseren Garage, ev mit Laden, ferner an Hauptstr. in Interlaken HAUS mit 3 Fünfzimmerwohnungen und grossem Garten, sehr passend zum Bau einer gröss. Garage. Jede weitere Auskunft ert. Jos. Schüler, Münzgraben 5, Bern. 43504 19 fr. dedSbours pour vendre une MAISON avec GARAGE! C'est absolument authentique I Voici ce que nous 6crivait un propri£taire des environs de Zurieb « J'ai fait paraitre. a plusieures reprises une annonce dans divers quotidiens pour tacher de vendre ma maison avec earat f e, malheureusement sans resultat J'ai passö ensuite deuz petites annonces & la Revue Automobile, dix jours plus tard ma maison etait vendue I » Or les frais de ces annonces s'dlevaient a 19 fr.l — Qu'est-ce que cela prouve. sinon que les petites annonces de la R. A sont une garantie de sticcäs pour toutes transactions de ce genre Ceux qui en ont fait l'essai le savent Ecrivez donc aujöurd'hui encore ä la Revue Automobile, 12, Croüt d'Or, Geneve. (Tel St 15.86.) Zu vermieten in altem Gute des Limmattales 43364 ev. mit GARAGE, 4 bis 6 Zimmer, Bad, Terrasse, Zins Fr. 2200—2700. Offerten unter Chiffre Z. 1567 an die Automobil- Revue, Bureau Zürich. Zu verkaufen nahe der industriereichen Stadt Baden neuerbautes IW Zweifamilienhaus, an sonniger u. staubfreier Lage gelegen, ö Min. vom Bahnhof entfernt, komfortabel eingerichtet, mit Garage, gross. Umschwung und flotter Einfriedigung Sehr netter Sitz, günstige Kaufsbedingungen. Ebendaselbst ein im Bau sich befindliches Einfamilienhaus. Wünsche für den Innenausbau könnten noch berücksichtigt werden. — Ebenfalls hübsches Sitzli. Garage. Beide Liegenschaften haben gefälliges Aussehen, erstere könnte sofort bezogen werden. — Kaufsliebhaber belieben sich zu wenden an die Eigent.: Gebr. Friedrich & Cie., Kunst- u. Grabsteingeschäft, Au-Lauffohr b. Brugg. 43394 de reparations ä remeftre. Outillage neuf et moderne. Conviendrait pour agence d'automobiles ou importante maison de commerce d6sirant avoir son atelier de repara.tions. 43518 Case 233, St-Francols, Lausannt. Infolge kleines HAUS Garage Atelier Auswanderung in verkehrsreich. Ortschaft sofort zu verkaufen: Taxameter- Betrieb mit zwei wagen, zum Spottpreise von Fr. 8500. Schriftliche Offerten sind zu richten unter Chiffre 43520 an die Automobil-Revue, Bern. Frage 7513. Blendschirm. Ich möchte an der Windschutzscheibe meines Wagens einen Blendschinn einbauen, der sowohl gegen die Blendung der untergehenden Sonne wie entgegenkommender Automobile benützt werden könnte. Die übliche Blendschirmform mit vor der Windschutzscheibe befindlicher Scheibe lässt sich jedoch bei meinem Wagen nicht anwenden. Was halten Sie von meiner Idee, hinter der Windschutzscheibe einfach eine der amerikanischen Stören einzubauen, wie sie manchmal beim hintersten Karosseriefenster angewandt werden, die von selbst in jeder gewünschten Lage stehen bleiben, sich aber auch von selbst aufrollen ? C. B. in Z. Antwort: Eine Store eignet sich sehr gut als Blendschirm. Nur möchten wir Ihnen von der Anwendung speziell einer «amerikanischen» Store abraten. Die Stellung, in der sich solche Stören arretieren, kann nie genau zum voraus bestimmt werden. Oft erfordert es auch ein längeres Manipulieren, bis sich die Store, wenn man sie nicht, mehr gebraucht, wieder aufrollt. Beides' könnte Sie, als den Lenker des Wagens, unnütz nervös machen. Ganz abgesehen davon miissten ja ohnehin noch Führungen angebracht werden, damit das untgre Ende der Store nicht baumeln kann. Viel vorteilhafter wird es deshalb seih, eine ge- In dl«ar Rubrik mrötttntlicht« Objekte ranltn eine Gebühr von Fr. 10.- Iflr ein einspaltig« U mm hohes Feld; Doppelterer iwdtpaltlg. Fr. 20.-, dranpintg Fr. 30.-, pttsw* Inserate 45 Ott. pro elmpaltlge 2-mm-Zeile. Bei tfreimallgar Wledernolans dir nämlichen Anteile 10% Rabatt verkaufen: Ualdg wie abgebildet, in Eternit u. Eisenkonstruktion, sehr solid und sohön. Transportabel, nur 2 Jahre in Gebrauch. Grosse 3,60x6 Meter. Preis nur Fr. 1000. Daselbst ist ein starker FIAT-Wagen, 6-Plätzer, 15 PS, geeignet für Händler, zu Fr. 700.— zu verkaufen. Offerten unt. Chiffre 43498 a. d.Automobil-Kevue,Bern. 12 Auto-Boxen und davor liegend 1476 qm Bauland an gepflasterter Hauptdurchgangsstrasse in AARAÜ, sind günstig zu verkaufen Sehr geeignet für den Bau einer Reparaturwerkstätte oder von Verkaufslokalitäten. Auskunft erteilt: R. Hächler, Buchserstrasse 15, Aarau. 43358 Reparatur-Werkstatte- Verkauf! Tüchtigem Mechaniker ist die günstige Gelegenheit geboten, ganz besonderer Umstände halber in grosser Ortschaft an 'bedeutender Durchgangsstrasse des Kts. Zürich eine seit vielen Jahren gut eingeführte Reparaturwerkstätte, mit grosser. ständiger Kundschaft und guter Rendite, zu übernehmen. Raschentschlossene und zur baldigen Uebernahme freie Interessenten, die über ein Kapital von Fr. 12—15 000 verfügen können, wollen sich melden unter Chiffre Z. 1566 bei der 43339 Automobil-Revue, Filiale Zürich. II. Antwort: Die Hebellänjte 716 mm hat mit der PS-Zahl 75 direkt nichts zu tun. Sie ergibt sich aus der Formel 2.w.n.L.P N = 60. 75 der Leistungsformel, die auch geschrieben werden kann: 6,28 N • . n. L. P 4500 oder . n. L . P 716 N bedeutet dabei die Zahl der PS. n die Tourenzahl, L die Länge des Hebelarmes und P die Kraft, in kg gemessen. Macht man nun den Hebelarm 716 mm oder 0,716 m lang, so lautet die Formel: n . 0,716 . P n . 1 . P N = 716 = 1000 oder einfach N = V1000 n . P Die Grundformel 2 ir . n . L . P N 60 .75 stellt eine einfache Umwandlung der Leistungsformel der geradlinigen Bewegung auf die Drehbewegung dar. Bei der geradlinigen Bewegung ergibt sich die Leistung aus der pro Zeiteinheit geleisteten Arbeit. Die Arbeit selbst wird aus Kraft mal Weg bestimmt. In einer Formel ausgedrückt ist hier die Leistung N P.8 -p.i/t Der zweite Teil der loteten Formel ergibt den Geschwindigkeitsbegriff v. Bei der Drehbewegung wird nun an Stelle dieser linearen Geschwindigkeit die Winkelgeschwindigkeit eingesetzt und an Stelle der Kraft 1 üäs « Drehmoment»;- -- -~- ;; ' Vl -• Sans cttte mbrlque IM ot>)«t> sont insMs M prtx « m. 10.- sur ane colonne de 50 mm de haute«, sur deoj eolonnu In. 20.- et sur troll colomws trv 30.-. Annonce! d*ua plus pand formt « Cts. la lip» de 2 mm de haut Ptur tnis parutiom un rabei» de 10% Aus Nachlass zu verkaufen: Wohnhaus mit zwei Wohnungen Bureau und Magazin mechanische Werkstätte 210 qm gross, ganz hell, mit modernen Drehbänken, Universalfräsmaschine, Shapingmaschine, Bohrmaschine, Eeilnutenstossmaschine, 3 Schmirgelmaschinen, komplette Schmiedeeinrichtung mit Elektroventilator, Schweissapparat mit Schweiss- u. Schneidebrennern, Ladestation, Wagenheber «Waever •, < Blak- u. Deker »-Ventilschleifmaschine, Elektromotor mit Transmissionen, Kaltsägemaschine, 5 Werkbänke mit Schraubstöcken, komplettes Werkzeug für Garage und mech. Werkstätte. Alles betriebsfertig eingerichtet. — Ein Anbau mit 3 geräumigen Boxen, grosser Hofraum. Sehr preiswert. — Offerten an Frau Hafner, zur Centralgaraze, in Weinftlden. Für Garage, Auto-Rep.- Werkstatt (Zürich) im innern Seefeld (Autogegend), ca. 600 qm moderne Räumlichkeiten, mit Zentralheizung, Kraftanschluss etc., ganz oder geteilt, per sofort zu vermieten. Offerten unter Chiffre 43510 an die Automobil-Revue, Bern. Das Drehmoment ist bei einer Hebellänge voa L — P. L. und die Winkelgeschwindigkeit 2 wn 60 Zusammengefasst ergibt sich also die Leistung P.L.2rn in m/kg N = oder in PS N - Kleiner Schweizerischer Staatskalendtr 1930. Herausgegeben von Chocolat Suchard. Mit jedem Jahr verbessert und den neuesten Dokumenten entsprechend nachgetragen, enthält der Kleine Schweizerische Staatskalender 1930 alles, was man von der Schweiz und ihren Kantonen wiesen muss« Geographie, Geschichte, politische und Verwaltungs- Einrichtungen, Angabe der Bundesbehörden und der wichtigsten eidg. Anstalten. Auskunft über dia Bundesregale,- Elektrifizierung der S. B. B. etc. Ausserdem findet man in diesem praktischen Büchlein eine Karte der Schweiz, einen kurzen Auszug über jeden der 22 Kantone mit ebenfalls einer Karte, Nationalkostüm und Wappen, sowie einer Ansicht der Hauptstadt oder sonst eines hervorragenden Ortes. Der Staatskalender enthält ferner eine Menge nützlicher Auskünfte, die Liste der diplomatischen und konsularischen Vertretungen im Auslande sowie solche ausländischer Behörden in der Schweiz, Vergleichstahelle der Masse und Gewichte. Münzen, In- Post- Telegraphen- und Telephon-TaTife für und Ausland, Abonnemente der S. B. B. etc. Pneumatik • Reparaturen. Von Hans Struwe. (= Autotechn. Bibl. Bd. 91.) 117 Seiten mit 67 Abbildungen. Berlin 1930. Richard Carl Schmidt & Co. Berlin W. 62. In Ganzleinen RM. 3.— In diesem Buch wird allen Automobilisten erklärt, wie man mit leichter Mühe und geringen Mitteln dem Luftreifen eine längere Lebensdauer geben und damit das Reifenkonto wirtschaftlicher gestalten kann. Es wird dem Autobesitzer oder seiner Hilfskraft der Weg gezeigt, wie ein Reifen ata zweckmäßigsten und wirksamsten zu reparieren ist/ Der Selbstfahrer wird dazu angeleitet, nicht nur kleine Gummiverletzungen, sondern auch grössera Durchschläge ohne Gebrauch kostspieliger Apparate oder Einrichtungen haltbar zu reparieren. Wer nach der in diesem Buche beschriebenen Weise bzw, Methode gewissenhaft arbeitet, wird nicht nur allein leicht herstellbare Reparaturen erzielen, sondern er wird bald mit dem Reifen, seiner Pflege und Behandlung eng vertraut sein. Das Buch gehört in die Hände jedes Kraftfahrers. Bei alles, die den Inhalt dieses vortrefflichen Werkchens beherzigen, wird bald die Klage über zu hohes Reifenkonto verstummen. Klare Abbildungen erhöhe* den Wert des Buches. mir. Gißsürechl * Co.. Bern Klrchenfeid Helvetiastrasse 17 Telephon Bollwerk 18.97 an der verkehrsreichen Seestrasse Zürlch-Rapperswil ein freistehendes, massiv gebautes 70 qm Bodenflächt mit beidseitiger bequemer Ejn- und Ausfahrt, sehr günstig gelegen für eine 39" AUTOWERKSTATT. Dazu gehören noch 1200 qm Umgelände und wird dasselbe umständehalber um den billigen Preis von Fr. 45000.— verkauft, Anzahlung Fr 4—5000, Zins- Einnahmen ohne Werkstatt Fr. 2000.—. Offerten unter Chiffre 43437 an die Automobil-Revue. Berit Solidem, tüchtigem Berufsmanne sichere Existenz. —> Auskunft erteilt Rudolf Hirt, Velos, Münchenbuchsee. Sofort zu vermieten AUTO-GARAGE mit Werkstatt Auto- u. mech. Reparatur- Werkstatt mit Garage in Zürich gute Lage, ist m. Wohnung günstigtt zn Fr. 8500 abzugeben. 0. Schlaffer, Zürich, Bahnhofstr. 40. (2334) Zu vermieten HAUS geeignet für PENSION (früher Pension Motta) in TENERO, 4 km von Locarno entfernt (14 Zimmer, Platz für 24 Betten), mit einem in der Nähe gelegenen landwirtschaftl. Häuschen, Gärten und Land, von einer Gesamtfläche von ca, 3000 qm. Eventuell auch als Kurhaus. 43465 Zu verkaufen LAND (ca. 7000

Bern, Dienstag 28. Januar 1930 .Automobil-Revue" No. 8 Im heutigen 9Äutler-Feierabend": 8*ti» Die armen Papageien 11 Im schwedischen Pvradies 11 Nur das Auge eines Chauffeurs 11 Lustspielautoren 11 Eindrücke eines Malers 12 Die Seite der Frau 12 Kosmetik einst und jetzt 12 Tourensprecheaal 13 Unser Kreuzworträtsel 13 Ewiger Rhytmus Unsterblich lebt Dummheit weiter, unsterblich die Wahrheitssehnsucht, und sie kämpfen und sie ringen in der armen Menschheit Seele. (Aas: Der Dichter, von J. S. Machar.) Die armen Papageien... Sie dauern mich; die armen bunten Vögel, die in ihrem fremden Federkleid das Entzücken unserer Kindheit waren und die mit einem Schlag zu gemeingefährlichen Subjekten geworden sind. Verbreiter einer bösen Krankheit — einer Lungenpest. Wie oft schon habe ich an den bunten Jakobli gedacht, der bei meiner seligen Tante , Josephine das Amt eines « Maitre de plaisir » innehatte. Kam ein Bekannter, so schrie Jakobli: «Salü Schatzi!> Kam aber ein Unbekannter, so tönte es feierlich: «Grüss Gott!» Wir Kinder hatten eine — mit ein wenig Misstrauen gemischte — Freude an Jakobli. (Man kann nie wissen: ein Vogel, der spricht!) Jetzt soll in New York eine wahre Papageienbartholomäusnacht veranstaltet worden sein. Tausende von unschuldigen Jakobli mussten ihr Leben lassen. Wer möchte es den Besitzern verargen, die es nicht über sich brachten, den bunten Spassmacher zu töten and ihn einfach fliegen Hessen. Meine selige Tante Josephine hätte dies sicher auch getan. In Hamburg aber werden die ankommenden Matrosen aufs Korn genommen. Wenn Jan einen Papageien bei sich hat, so spricht die Zollbehörde: «Halt! Tod dem Papagei!» Ein Einfuhrverbot hat alle ankommenden Papageien vom Betreten Europas ausgeschlossen. Sogar in der Schweiz — wo die exotischen Vögel nicht so zahlreich sind — hat die Krankheit den Leuten — nicht den Papageien — die Köpfe verwirrt. In der «Neuen Bündner Zeitung» (vom 15. Januar) hat sich so ein Vogel in die Rubrik «Vom Tage» verirrt Er ist einfach hineingeflogen und stellt dort Verheerungen an. «Die Papageienkrankheit auch in der Schweiz!» In Madretsch sind 4 Personen daran gestorben (an Lungenentzündung). Schuld daran: der Papagei des Coiffeurs. Verwunderlicherweise ist der bunte Vogel nicht einmal erkältet Und gestern im Berner Stadttheater. Da erfasste Beklemmung die Zuschauer, als Arthur Hollitzer in seiner Rolle des Nicholas Snyders mit der bösen Seele so vertraut mit dem Papageien tat. Hat er denn keine Angst vor der Papageienkrankheit? Oder war es vielleicht nur ein ausgestopfter? Nein, er lebte. Und auch die kleine Gyta fürchtete sich nicht. Und Rudolf Ott machte ausnahmsweise keinen faulen "Witz — der doch so nahe gelegen hätte. — Hoch das Berner Stadttheater, es hat die Ehre der Papageien gerettet. Muralto. ImschwedischenParadies Die Kunst, zu leben, ist in Schweden weit und in allen Volksschichten verbreitet, nicht etwa nur unter denen, die die Mittel dazu haben. Auch diejenigen, die es nicht dazu haben, pflegen diese Kunst mit Eifer und Hingabe. Lebenskunst ist, dem nördlichen Klima entsprechend (im alten Russland war es ähnlich), die Kunst, zu essen und zu trinken, gut und viel. Unter «Ausgehen» versteht man, ins Restaurant gehen, und unter Restaurantleben versteht man höchsten und vornehmsten Lebensgenuss, ja man darf beinahe sagen: Lebenszweck. Der Direktor einer Fabrik, der ein Einkommen von 100,000 Kronen versteuerte, deklarierte niemals auch nur eine Oere Vermögenszuwachs. Auf die Aufforderung der Steuerbehörde, sich hierzu zu äussern. antwortete er: «Eine Kapital Vermehrung kommt nicht in Frage. Ich habe das Beim Warten auf die Strassenbahn studierte ich aufmerksam den Horizont: ein Gewitter zog sich zusammen. Würde die Entladung zum Rhein hin- oder von ihm abdrängen? Ich schaute nach einem Anzeichen, nach dem Wind, einer Rauchfahne, einer ziehenden Wolke — da kam ein Auto. Es fuhr schräg über die Strasse auf mich zu. Mit einem Satz war ich über den Rinnstein, aber auch der Wagen hielt mit einem Radpaar in der Rinne. Die Tür ging auf und ein grosser, blonder Chauffeur lachte mich an, sagte meinen Namen und gab mir die Hand. Ich erkannte ihn nicht sofort — dann sah ich: Es war ein ehemaliger Lehrling aus meiner Kesselschmiede. Als er siebzehn Jahre war, bekam ich ihn, einen notorisch Arbeitsscheuen — Gewächs der Nachkriegszeit. Blüte des Proletariats, stark, gesund, verderbt, frech. Eins noch: schön. Er war, das merkte ich nach wenigen Tagen, schöner als er frech, stark und verderbt war. Er gab sich, wie man auf rheinisch sagt: rotzig, respektlos, überheblich. Aber das war nur der Lack, den Strasse, Kneipe und Sportplatz über ihn gestrichen hatten. Er wurde mein Lehrling und lebte in unserer kleinen Familie. Dann trennten wir uns, "nachdem er vier Jahre mit mir gearbeitet hatte. Als kh wieder von ihm hörte, war er als Soldat der Revolution auf die Strasse gegangen — immer da, wo Gefahr war, immer in Waffen, in deT Nähe der Sprengstoffe. Auf welche wunderbare Weise er nun hierhin als Chauffeur eines schweren Luxuswagens gekommen war, blieb mir rätselhaft Aber — er stand mit seinem Wagen vor mir, ein lächelnder, germanischer Apoll, in sauberer Uniform, kam von Berlin, fuhr nach Paris, hatte Herrschaften an den Rhein gebracht. Er lud mich ein, ein Stück spazierenzufahren, ehe ich zum Bahnhof müsse. Ich wollte neben ihm sitzen, aber er öffnete mir den Wagen; ich solle es auch einmal gemütlich haben. Das fremde Fahren in solch einem Wagen, das unerwartete Zusammentreffen Hessen mich die Augen schliessen. Als ich sie wieder öffnete, suchte ich den Jungen: ein Vorhang verdeckte ihn. Ich wollte aufstehen, den Vorhang wegziehen, um ihn sehen zu können —• da sah ich rechts von seiner Hand, schräg oben, einen schmalen Spiegel. Und in dem Spiegel ein Auge, ein herrlich, strahlend blaues Männerauge. Eine farbige Photographie. Zu meinem Schrecken bewegte sich das obere Lid, als die Hand am Steuer eine Kurve drehte — es schloss sich mit den wirkenden Bremsen, öffnete sich, wenn die Motoren volle Kraft gaben. In brausender Fahrt auf gerader Strecke stand es weit offen, ein Adlerauge, das nie die Qualmniederungen dieser Industriegegend zu durchdringen brauchte. Jetzt erst wusste ich es auf einmal: es war das Auge des Chauffeurs. Nichts war von einem Gesicht zu sehen, nichts von der Stirn, nichts von der Backe. Nur das Auge. Wer hat schon je das Auge eines Menschen so ausserhalb des Gesichtes gesehen? Die gestraffte Haut des unteren Lides, von keinen Pältchen gebrochen, die Lidränder wie aus Alabaster geschnitten, nirgend von unschönem Knick ermüdet? Wir sehen immer das ganze Gesicht, es ist uns vertraut. Aber ein Auge, ein einziges Auge, lebendig, als selbständiges Wesen, ganz unvermittelt, weit ab vom Körper zu sehen: Das war ungewohnt und grausig. Dies Auge gehörte keinem bekannten Gesicht — dazu hatte sich in diesen vier Jahren, in denen ich es nicht gesehen, zuviel in ihm verändert. Immerfort starrte ich nur in das Auge hinein und hatte das Gefühl: dieses Auge gehört nicht mehr zum Menschen, es gehört der Maschine an. Es kniff sieb zusam- Geld rollen lassen», und man kann sicher sein, däss er es hauptsächlich in den Restaurants rollen liess. Eine Aktiengesellschaft verbuchte 33,OOo Kronen für diverse Festessen. Dass sie Pleite machte, ist nicht verwunderlich. Sogar die Toten sind in diesem lebensfrohen Lande spendabel. Eine Witwe, die zwar ein paar tausend Kronen, aber keine Erben hinterliess, hatte angeordnet, dass ihr Andenken durch ein gutes Mittagessen geehrt werden sollte. Ihre langjährige Pflegerin übernahm die Erfüllung dieses letzten Wunsches, und sie nahm ihn sehr ernst. Sie lud 21 Personen ein. Das Gedeck kostete 9 Kronen ohne Getränke. Es wurde Renault vom Jahre 1875 zu 30 Kronen das Fläschchen getrunken, deT Whisky kostete 24 Kronen, der Koknak, Marke Napoleon, 43 Kronen die Buttelje. Die Zigarren für die Herren durften nicht schlechter als 3 Kronen 50 das Stück sein. Das Andenken der Verstorbenen wurde oft und kräftig in verschiedenen edlen Sorten seitens der Gäste getrunken, von denen die meisten die teure Heimgegangene niemals gesehen hatten. Als die ungefähr tausend Kronen betragende Rechnung von der Pflegerin vorgelegt wurde, erkannte die Erbschaftsbehörde sie zum grössten Erstaunen der grosszügigen Dame nicht an und zog ihr beinahe den ganzen Betrag von dem auf sie entfallenden Legat der Erblasserin ab. Nur das Auge eines Chauffeurs Von Heinrich Lersch. Ich habe immer zwischen Maschinen gelebt, und alle Maschinen schienen mir — sei es durch den Glanz des Lichts, welches auf den spiegelblanken Eisenteilen liegt — mit der Sonne, dem Leben verbunden. Nur dem unsichtbaren Motor des Autos fühlte ich mich bisher fremd. Da erschien mir das Auge des Chauffeurs. Durch das menschliche Auge bezeugte mir die Allkraft, dass ich keiner Konstruktion aus Metall und rationalisierter Eruption zwangsläufig einverleibt war — das Wunderwerk des Wagens erschien mir erst in dem Moment vollkommen, als das Auge des Chauffeurs sichtbar vor mir im zitternden Glas über dem Lenkrad, über der Strasse, stand. Seitdem ich dieses Auge sah, sind mir all© Maschinentypen gleichgültig geworden. Ich suche nicht mehr nach der Marke des Wagens. Ich suche nach dem Auge, dem Auge des Chauffeurs. («Berliner Tageblatt».) men, wenn" eine Kurve nahte, schoss sich mit dem Gashebel, öffnete sich mit dem Boschhorn und vibrierte im Takt der Zündungen. Lustspielautoren Die Strasse bremste durch das Auge, die Von Gerhard Schake. Weite gab Vollgas, die Kurve drehte durch I. Akt. das Auge die Steuerhand. Jetzt wusste ich: Meier und Kohn sitzen im Cafe. Beide sind der Mensch, der sein Auge der Maschine erfolgreiche Lustspielfabrikanten. Schulze lieh, der war mir nicht Freund, nicht seiner sitzt vor einem Glase Wasser, er ist ein armer Mutter Sohn, nicht Bräutigam der Braut. Kerl, aber er hat Ideen. Schulze zu Meier? Vollkommen aufgegangen war er in Fahrt Können Sie mir zwanzig Mark borgen? Ich und Strasse, in die Maschine. hätte eine Idee für Sie! Welche Geheimnisse dies Auge verbarg Meier: Erst mal erzählen! wusste ich nur zum Teil. Soviel hatten mir Schulze kramt eine fulminante Idee aus. meine Kameraden erzählt, dass er der beste Meier lehnt ab. Kohn drückt ihm stillschweigend zehn Mark in die Hand. Pistolenschütze war. Sicher hatte es sich hinter dem Schuss her geschlossen, um den Fall II. Akt. des Getroffenen nicht zu sehen — denn er Es erscheinen zwei neue Lustspiele, von hatte ein weiches Gemüt, der Junge. Dieses Meier das eine, von Kohn das andere. Jedes Auge, es hatte manchmal durch den Russ und hat eine glänzende Idee. Meier und Kohn ver- Qualm der Kessel auf einen Nietenkopf ge- klagen einander. Schulze pumpt Meier erfolgstarrt, den wir schlugen und verstemmten, hatte tausende Meter von Nähten mit dem autogenen Brenner geschweisst, es hat neben mir auf der Landstrasse durch heulende Schneestürme gestarrt wenn wir vorne auf der Strassenlokomotive standen und Kohlenwägen auf Landtransport in die Städte schleppten. Dies Auge hatte mich oft ange- sehen, wenn wir beim flammenden Schmiedefeuer standen, das Glück aus dem Hammer, Feuer und starkem Arm spürten! Dies Auge zwinkerte begehrlich und trieb wild dem Mädchen zu, flammte einem Nebenbuhler entgegen und sah ergriffen in das Elend der Hinterhöfe und Proletarierhöhlen. Aber: da war das Auge noch im Gesicht, gehörte dem andern, dem gleichen Auge als Teil an — ein brüderliches Paar unter der weissen Stirne und den gelben Haaren: Gesicht eines Menschen. * In dieses Gesicht mich rückerinnernd, vergass ich Fahrt und Chauffeur, fühlte den sanften Ruck des Stehenbleibens und hörte die Stimme: «Es ist etwas lang geworden — da kommt dein Zug schon — ein andermal auf länger!» Händedruck, Bahnsteig, Abfahrt Sie haben nickt weniger Genius, senonen aber bestimmt Inre Gesundheit, wenn Sie künftig Kaffee Hag trinken und den Coffeinwirkungen entgehen. Kaffee Hag ist die glückliche Mischung der von Kennern ausgesuchten, feinen Kaffees, die vom Coffein befreit und dann geröstet werden. Deshalb ist Kaffee Hag so gut und so gesund. reich um zwanzig Mark an. Wegen der Idee. III. Akt. Vorsitzender des Schiedsgerichts: Wessen Idee ist das eigentlich? Meier: Meine! Kohn: Meine! Ein unbekannter Literat, der Zeuge: Die Idee stammt von Schulze, er hat sie für zwan zig Mark angeboten. Schulze wird aufgerufen, wird befragt und bejaht das. Der Sachverständige: Die Idee ist gut, sie ist sogar sehr gut. Aber sie ist nicht von Meier, sie ist nicht von Kohn — Der Vorsitzende: Sie stammt von Schulze, das wissen wir bereits! Der Sachverständige: Nein, sie ist aus einem Stücke von Bernard Shaw! IV. Akt Meier heimst Tantiemen ein. Kohn heimst' Tantiemen ein. Aber mit Schulze sind sie bitterböse. Schulze sieht sich nach neuen Einnahmequellen (und Ideen) um. V. Akt. Der Vorsitzende, der natürlich auch Cust-> spiele schreibt, benutzt das Ganze als Grundlage für ein neues Lustspiel. jLeben Sie cofieinfrei! K A F F E E H A G