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E_1930_Zeitung_Nr.008

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ß Auto in Uebersee

ß Auto in Uebersee Konkurrenz zwischen Auto und Eisenbahn auch schon In Indien. Von der indischen Eisenbahnverwaltung ist kürzlich ein spezieller Bericht.über die durch den gesteigerten Kraftfahrzeugverkehr geschaffenen Wettbewerbverhältnisse veröffentlicht worden. Aus demselben geht u. a. hervor, dass mit Bezug auf die Qreat Indian Peninsula Railway die vom Automobil ausgehende Konkurrenz sich zur Zeit mit einer Ausnahme noch auf den kurzstreckigen Verkehr beschränkt. Die Ausnahme stellt der Verkehr auf der von Nasik nach Poona führenden Strecke dar, wo die Eisenbahnlinie einen Umweg macht und eine Länge von 170 engl. Meilen aufweist,, während die Autostrasse nur 130 engl. Meilen lang ist. Alle Anzeichen deuten darauf hin, dass namentlich auch der Automobilomnibusverkehr auf massige Entfernungen im Wettbewerbskampf mit der Eisenbahn einen ständigen Bodengewinn buchen kann. Um dieser rasch wachsenden Konkurrenz nach Möglichkeit zu begegnen, haben die Eisenbahngesellschaften bereits verschiedene Massnahmen vornehmlich in Richtung einer Verbesserung des Fahrplanes und Ermässigung der Fahrpreise getroffen. Besonders stark tritt neuerdings die vom Omnibusverkehr im Bezirk der Central Provinces Railways ausgehende Konkurrenz zutage, die das Betriebsergebnis dieser Linie bereits im verflossenen Jahre sehr ungünstig beeinflusst hat. Die Automobilstrassen sind in diesen Gegenden in besonders guter Verfassung und gewähren nicht selten eine unmittelbarere und daher mehr oder weniger erheblich abgekürzte Verbindung zwischen den einzelnen Zentren Auch im Bereich der Bombay, Baroda and Central India Railway sind bereits einige Bezirke durch die Konkurrenz des Automobils in ihren Einnahmen sehr benachteiligt worden, während die Qegenmassnahmen der Eisenbahn in Gestalt von Einlegung zusätzlicher Züge, Beschleunigung der Fährzeit und komfortabler Ausgestaltung "der Inneneinrichtung der Waggons sich* bislang als unzureichend erwiesen haben. Desgleichen macht sich auf der Madras and Southern Mahratta Railway ein schnell zunehmender Wettbewerb des Automobils fühlbar, was namentlich für die Distrikte Madras, Belgaum nnd Poona gilt. Die Verbindung namentlich von an der Küste AUlOMUBlL-khvUE liegenden Städten wie beispielsweise zwischen Karwar und Vengurla lässt sich heute auf direktem Wege mit dem Kraftfahrzeug wesentlich rascher herstellen als mit der Eisenbahn. Infolgedessen bewegen sich die Einnahmen der Southern Indian Railway in besonders scharf absteigender Linie, was nicht nur hinsichtlich der Personenbeförderung mit der ersten Klasse gilt, sondern auch auf die übrigen Klassen zutrifft, da auch der Omnibusverkehr dort ausserordentlich stark um sich greift. , Ganz ähnlich liegen die Dinge in dieser Hinsicht in fast allen anderen Teilen des Landes. Um diesem von Tag zu Tag schärfer werdenden Wettbewerb des Automobils mit Aussicht auf Erfolg entgegenzutreten, bleibt den indischen Eisenbahngeseilschaften nichts anderes mehr übrig, als selbst Omnibuslinien in Dienst zu stellen, was seitens einer grösseren Anzahl von ihnen in jüngster Zeit auch schon geschehen ist. Britisch-Ostafrika als Automobilmarkt. Als Absatzgebiet für Personen- wie Lastautomobile spielen die britisch-ostafrikanischen Kolonial- bzw. Mandatsgebiete in letzter Zeit eine rasch wachsende Rolle. Die sich für unsere Industrie ergebende Notwendigkeit, neue Abflusskanäle ausfindig zu machen, und ihre Fähigkeit, Automobile hervorzubringen, welche den seitens der dortigen Kundschaft gestellten Anforderungen durchaus entsprechen, die immer günstiger werdenden Bedingungen, unter welchen sich die verkehrstechnischen Möglichkeiten in jenen Gebieten gestalten, sind zusammen mit den ausgezeichneten Aussichten für die Entwicklung des dortigen Automobilverkehrs Faktoren, welche geeignet erscheinen, die Aufmerksamkeit unserer Automobilfabrikanten m weit stärkerem Masse auf den britischostafrikanischen Markt, und zwar insbesondere auf Kenya, Uganda und Tanganyika, zu lenken, als es bisher der Fall gewesen ist. Noch vor zwei Jahrzehnten gab es in jenen uegeheuer ausgedehnten Gebieten ausser den Maultieren kein anderes Beförderungsmittel. Die erste Strasse, welche diesen Namen verdient, ist im Jahre 1903 zwischen Nairobi und Kyambu, kaum zwölf Meilen lang, erbaut worden- Das erste Automobil ist im Jahre 1907 eingeführt worden. Erst viel spater ist der Strassenbau auf breiter Basis aufgenommen worden, und Hand in Hand damit hat der Automobilismus einen unverhältnismässig raschen Aufschwung genommen, mit der Folge, dass heute auf fast jeden zweiten erwachsenen Weissen, der in jenen Kolonien ansässig ist, ein Automobil entfällt. Besonders grosse Fortschritte sind in letzter Zeit mit der Motorisierung von Kenya und Uganda erzielt worden, wo die Anzahl der im Verkehr befindlichen Kraftwagen im Verlaufe der letzten drei Jahre eine Verdoppelung erfahren hat. Zur Zeit sind in jenen Kolonien ungefähr 8000 Automobile im Gebrauch, zu welcher Ziffer noch die zahlreichen Lastkraftwagen und Zugmaschinen hinzukommen, welche lediglich auf den grossen Plantagen zur Verwendung gelangen und welche die öffentlichen Strassen nicht befahren. In diesem "Zusammenhang sei erwähnt, dass die Aufnahmefähigkeit für Lastautomobile lind Traktoren gerade in der Kolonie Kenya besonders gross ist, woselbst weit mehr und bedeutend umfangreichere Pflanzungen anzutreffen sind als in irgend einem anderen Teil von Britisch-Ostafrika, wie genannte Kolonie auch die relativ stärkste Kaufkraft aufzuweisen hat. In ziemlich weitem Abstande folgt Tanganyika hinsichtlich der Bedeutung als Automobilmarkt an zweiter Stelle unter den britisch-ostafrikanischen Besitzungen und in weiterem Abstande Zansibar an dritter Stelle. Die Befriedigung der britisch-ostafrikanischen Nachfrage nach Automobilen erfolgt gegenwärtig in der Hauptsache durch die Vereinigten Staaten und Kanada, während die europäische Automobilindustrie dortselbst bislang nur sehr schwach vertreten ist, indem in ganz Britisch-Ostafrika nur wenige europäische Marken anzutreffen sind, und zwar in der Hauptsache einige englische, deutsche und französische. Das gesamte, für Kraftwagen passierbare Strassennetz von Britisch-Ostafrika beläuft sich zur Zeit auf ungefähr 18,000 engl. Meilen, doch ist der :grösste Teil desselben nur während der trockenen Jahreszeit befahrbar. Auf Kenya und Uganda entfallen hiervon ungefähr je 7000 englische Meilen und auf Uganda ungefähr 3500 englische Meilen. Sehr bemerkenswert ist jedoch, dass das Strassennetz von Uganda sich in weitaus bester Verfassung befindet, was offenbar damit in Zusammenhang zu bringen ist, dass Eisenbahn- linien dortselbst besonders spärlich sind und die Tsetse-Fliegenplage daselbst in einem solch starken Grade auftritt, dass sie jede Beförderung mit tierischer Kraft faktisch unmöglich macht. Für das Exportgeschäft mit jenen Kolonien kommen, zunächst ganz allgemein gesprochen, in erster Linie die Kraftwagen in der niedrigen Preislage in Betracht, was sowohl für die Personen- als auch für die Last- und anderen Gebrauchsautomobile gilt. Erfahrungsgemäss kann gesagt werden, dass die dortige Kundschaft nicht geneigt ist, mehr als 200 bis 300 Pfund Sterling für ein Automobil auszugeben. Anderseits erfordern die dortigen Verkehrsmöglichkeiten vornehmlich im Hinblick auf die häufigen und mitunter sehr bedeutenden Höhenunterschiede einen ebenso leistungsfähigen wie stabi'en Kraftwagen. Ein Personnautomobil zum Preise von 250 Pfund Sterling, mit welchem sich auf den gewöhnlichen Strassen bei einer Belastung mit 500 bis 600 kg eine durchschnittliche Stundengeschwindigkeit von 20 bis 25 englischen Meilen erzielen lässt, ohne dass selbst bei erheblichen Höhenunterschieden ein häufiger Wechsel der Gangart erforderlich ist, dürft© allen Anforderungen genügen, welche in jenen Kolonien an einen solchen Personenkraftwagen gestellt werden können. Erforderlich ist ferner, dass der Personenkraftwagen vom offenen Typ ist, dass er mit Magnetzündung ausgerüstet ist und im übrigen ein ziemlich hohes Gerähme aufzuweisen hat. Was die Lastkraftwagen anbelangt, so sind die Wagen mit 3—5 Tonnen Tragfähigkeit am gebräuchlichsten, doch geht neuerdings auch eine beständig zunehmende Nachfrage nach Lastautomobilen mit nur einer Tonne Tragfähigkeit aus. Die britisch-ostafrikanische Nachfrage nach Zugmaschinen richtet sich im allgemeinen auf Maschinen mit 10 bis 45 PS, doch sind die 10—15-PS-Maschinen am häufigsten anzutreffen. Hervorzuheben ist, dass die Absatzverhältnisse für derartige Maschinen sich in allernächster Zukunft besonders günstig gestalten werden. Hüte dich vor dem Ueberholen. bevor da dich vergewissert hast, dass kein zweites Fahrzeug entgegenkommt. Hüte dich davor, dem überholten Fahrzeug zu früh die Fahrbahn zu schneiden. Beachte die Verkehrssignale. Unkenntnis schützt nicht vor Strafe. Hohe Geschwindigkeiten! Willig und ohne Anstrengung arbeitet sein großer Sechszylinder-Motor. Ungewöhnlich ruhiger Lauf durch seine weitgezahnten Getrieberäder und seine speziell verstärkte Achse. Die wundervolle, einteilige Karosserie, fugenlos direkt auf das Chassis genietet, macht jede Verdrehung oder Bewegung in sich unmöglich. 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^8 - 1950 AUTOMOBIL-REVUE Praxis des Fahrers Schmierölprüfung durch den Fahrer? Die Qualität des Schmieröls hängt von verschiedenen chemischen und mechanischen Eigenschaften ab, so dass eine wirklich zuverlässige Beurteilung seines Schmierwertes nur dem Chemiker möglich ist. Grössere Werke haben ja meist ihre eigenen chemischen Laboratorien; kleinere Betriebe müssen sich schon in Ermangelung solcher Einrichtungen an eine anerkannte vertrauenswürdige Spezialfirma halten; bei grösseren Oelbestellungen lassen wohl auch die Lieferanten zuweilen eine chemische Untersuchung des Oels auf ihre Kosten vornehmen. Dann gibt es besondere Versuchsanstalten, die die Untersuchung des Oels und Fetts nach jeder gewünschten Richtung hin vornehmen. Immerhin aber wird es nötig sein, wenn der Verbraucher, wie ein Fachmann in den «Fortschritten der Technik» Schreibt, wenigstens als Notbehelf einfache Methoden kennt, die eine ungefähre Beurteilung des Schmiermaterials ermöglichen, wie etwa die folgenden: Schlüpfrigkeit des Oels. Soll untersucht werden, welches Oel am schlüpfrigsten ist und sich am besten verteilt, so stellt man eine glatte Schwarzblechtafel in schräger Richtung auf und lässt einige Tropfen der betreffenden Oelproben darauf fallen. Das brauchbarste Oel wird die längste Zeit flüssig bleiben und sich am weitesten ausbreiten. Verhalten bei höheren Temperaturen. Zu diesem Zweck muss eine entsprechende Erwärmung der Platte eintreten, die in waagrechter Richtung immer bei einem gewissen Hitzegrad, den man messen kann, mit verschiedenen Tropfen der einzelnen Proben versehen wird. Güte des Mineralöls. Das zu untersuchende Mineralöl wird mit dem gleichen Teil rauchender Salpetersäure gemischt. Nach einigen Stunden geht brauchbares Oel in dieser Mischung in eine fast konsistente, nicht mehr fliessende Mischung über; unreines Oel dagegen wird nicht konsistent Säurefreiheit des Oels. Die Reinheit des Oels hinsichtlich der Säuren bestimmt man durch Verdampfung (langsam) in einer, flachen, blanken Blechschale. Zeigen die Rückstände (übriggebliebene Beständteile) eine rötliche Farbe, so kann auf Säure geschlossen werden. Reinheit des Oels. Die sonstige Reinheit des Oels lässt sich bei der eben bezeichneten Verdampfung an den vorhandenen Rückständen erkennen, d. h. sind keine Rückstände zu finden, so ist das Oel rein. Säaregehalt des Mineralöls. Nach Dr. Wiederholt erfolgt diese Prüfung dadurch, dass man einer Oelprobe in einem kleinen Qlasgefäss etwas Kupferoxyd zusetzt. Nach rund 20 Minuten erhält säurehaltiges Mineralöl eine lichtgrüne bis graugrüne Farbe der Mineralöle variiert von hellgelb bis bieibt. Statt des Kupferoxyduls kann auch die bekannte Kupferasche aus den Kupferschmieden benützt werden. Bemerkt sei, dass die Farbe der Mineralöle variiert von hellgelb bis zu dunkelgrün und schwarz im normalen Zustand. Der Flammpunkt schwankt zwischen 150 und 345 Grad; das spezifische Gewicht innerhalb 0,875 und 0.95. Mit der chemischen Zusammensetzung ändern sich auch gewisse Eigenschaften des Mineralöls. Es wird daher ein Oel nicht immer zu allen Zwecken Verwendung finden können. Auch ist bei der Wahl des Oels nicht nur dessen relative Güte, sondern auch sein Verwendungsgebiet zu berücksichtigen. Spvetfa Anfrage 871. Verjährung von Gerichbkostin. Mein Wagen wird von meinen beiden Söhnen gesteuert, währerid, ich, als Eigentümer, selbst nicht fahre. Jeder besitzt die Fahrbewilligung und in einem der beiden Büchlein war auch die Verkehrsbewilligung eingeheftet. Im Mai 1926 fuhren wir eines Sonntags im Kanton Bern. Dabei gerieten wir in die cpapierene Kontrolle». Ein Wachtmeister in Uniform verlangte die Fahr- und Verkehrsbewilligung. Alles war da, Internationaler Fahrausweis, Fahrbewilligung, nur die Verkehrsbewilligung nicht, da sich dieselbe im Büchlein des zufällig abwesenden älteren Sohnes befand. Trotzdem in der vorgewiesenen Fahrbewilligung deutlich zu lesen war : fährt mit Automobil Nr des B. St. sowie: gültig für 1926, verzeigte una der betr. Wachtmeister in W. Resultat: Wegen Fahren ohne Verkehrsbewillifung Busse Fr. 5.— sowie Staatskosten Fr. 4.50. Der Zufall wollte es, dass wir kurz darauf die nämliche Kontrolle passierten. Wir machten den Wachtmeister damit bekannt, dass wir eine Busse erhielten. Der Mann war sehr erstaunt, daia wir gebüsst wurden und sagte, dass beim ersten derartigen Vergehen ususgemäss eine Verwarnung erfolge. Gestützt auf diese Aussage bezahlte ich im Juli 1926 die Busse im Betrag von Fr. 5 ein, während ich die Staatskosten beetritt. Heute, nach über 3 Jahren erhalte ich die Anzeige, dass ich für den Betrat von Fr. 4.50 betrieben werde, falls dessen Reglierung nicht binnen 6 Tagen erfolge. Frage: Ist eine polizeiliche • Busse, welche im Mai 1926 ausgefällt wurde, nach 3 Jahren nicht bereits verjährt? Mahnungen sind in der Zwischenzeit keine erfolgt. S. B. Antwort: In Beantwortung Ihrer Anfrage teile ich Ihnen mit, daas im vorliegenden Fall eine Verjährung der Gerichtskosten eingetreten ist. Sie sind unserer Auffassung nach nicht verpflichtet, heute noch die Gerichtskosten zu bezahlen. Die Gerichtskosten bilden einen integrierenden Bestandteil des Strafurteils. Wenn die Strafe verjährt ist, kann ein Strafurteil auch nicht mehr vollstreckt werden. Das seit 1. Oktober 1928 in Kraft befindliche neue Strafverfahren sieht allerdings eine 5jährige Verjährung vor. Das alte Strafverfahren hatte für diesen Fall die Verjährungsfrist auf 2 Jahre festgesetzt. Die Strafkammer des bernischen Ober.- geriebtes hat jedoch beschlossen, dass in Fällen, die noch unter das alte Strafverfahren fallen, die kürzere Frist von 2 Jahren massgebend ist. * Anfrage 872. Verfolgen von Schadenersatzansprüchen. Im Laufe dieses Sommers hielt ich zum Kreuzen mit einem mir entgegen kommenden Automobil meinen Wagen ganz rechts der Fahrbahn an. Die Strasse ist dort, ziemlich übersichtlich und sozusagen eben, dagegen aber sehr schmal. Ich fand es daher ratsam anzuhalten, indem ich ©ine Ausbuchtung in dem neben der Strasse befindlichen Lattenzaun benützte, um so viel wie möglich rechts auszustellen. Der Lenker de« entgegen kommenden Wagens konnte bei seinem übersetzten Tempo sein Auto nicht genügend meistern und beschädigte meinen Wagen beträchtlich. Sein Tempo erhellt aus der gemessenen Bremsspur von 20 in bei guter griffiger Strasse. Obschon sämtliche Zeugenaussagen zu meinen Gunsten lauteten, bekam ich noch grobe Worte zu hören vom fehlbaren Chauffeur, so dass mir nichts anderes übrig blieb als die Polizei zuzuziehen. Nachdem letztere auf der Ünfallstelle diesbezügliche Erhebungen notiert hatte, unterzeichnete ich ein damit zusammenhängendes Schreiben auf dem Kantonspolizeiposten. Beim Arjitsgerichtspräsidenten meines Wohnortes hatte ich H Tage später die definitive Klageschrift zu unterzeichnen. Auf Anraten des betreffenden Herrn Gerichtspräsidenten wurden meine Zivilansprüche hier auch berücksichtigt, das heisst mit einbezogen. Verschiß dener Umstände halber musste die Hauptverhandlung vor dem zuständigen Gerichte verschoben werden. Vor ungefähr 2 Monaten trug ich bei der in Betracht kommenden Amtsstelle an. wie weit diese Angelegenheit gediehen sei. Bis heute bin ich aber ohne jede Rückamtwort. Ich habe nun im gleichen Sinne wieder eine Anfrage abgehen lassen; denn nach 6 Monaten wäre es meines Erachten« möglich gewesen, die Angelegenheit zu erledigen damit ich zur Vergütung des Schadenersatzes gelange, "l Welche weiteren Schritte raten Sie mir nun wenn hier der Erfolg wieder ausbleibt t Soll ich, ungeachtet der Strafklage, meine Zivilansprüche direkt eintreiben ? F; Z., Antwort: Nachdem Sie Ihren Schadenersatz bereite im Strafverfahren geltend gemacht haben ist eine besondere Schadenersatzklage nicht notwendig, unter der Bedingung selbstverständlich dass Ihrer Schadenersatzklage im Strafverfahren JFolge gegeben,worden ist. Es,-wunderi-assv-dafes Sie von der Gerichtsbehjjirde,,k^ "haben, und wir würden Ihnen empfehlen, doefi nöchreinmal anzufragen. Sollten Sie nochmals keine Antwort erhalten, würden wir Ihnen empfehlen; die Angelegenheit eisern Anwälte in Bern zu übergeben, damit durch ihn bei den in Betracht fallenden Gerichtsbehörden Nachschau gehalten werden kann. Jedenfalls dürfen; Sie die Angelegenheit nicht auf sich beruhen lassen. Es wäre nicht ausgeschlossen, dass Sie mit. Ihren Zivilansprüchen im Strafverfahren auf den Zivil weg verwiesen worden wären, in diesem Falle müssten Sie dann Ihre Scbadenersatzforderung vor dem Zivilrichter am Wohnsitze der Gegenpartei geltend machen. Bevor dies aber geschehen kann, muss abgeklärt werden ob das Strafverfahren bereits erledigt ist oder in welchem Stadium sich dasselbe befindet. • Handel u. Induxfvie Die Confinentaf-Llcht- und Apparatebau-Gesell »chaft In Döbendorf veranstaltet vom 11. bis 13. Februar 1930 für ihre Kunden und weitere Interes senten neuerdings einen Schweisskurs. lo NeugrOndungen: Reiber & Co.. Automobilvertretungen, Basel Unter dieser Firma haben E. Reiber und K. Stolz, beide in Basel, eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unternehmung ist die Uebernahme von Automobilvertretungen. Domizil: Allschwilerstrasse. Lutz, dipl. lng„ und Noger, Garage Staad, Staad Thal. Unter dieser Firma haben Q. Lutz. dipl. Ing. und W. Noger. Mechaniker, beide in Staad. eine Kollektivgesellschaft eingegangen. Zweck der Unter nehmung ist der Betrieb einer Autoreparatur- und mechanischen Werkstätte. Domizil: Hauptstrasse. Kunz & Co.. Turn-Auto-Vertrieb, Zürich. Unter dieser Firma; haben Ad. Ferrari und' G. R. Brütting eine Kollektivgesellschaft eingegangen, wobei beide Gesellschafter kollektive Unterschrift führen. Zweck der Unternehmung ist der Vertrieb der Turn-Auto- Apparate der OMP in Pinerola. Domizil: Bahnhof strasse. s Geschäftsanderuno: Genossenschaft für Autobedarf, ZDrlch. Unter dieser Firma hat sich eine Genossenschaft gebildet, welche die Uebernahme und die Weiterführung des Geschäftes der Firma Achermann & Abegg zum Zwecke hat. Als einziger Vorstand mit Einzelunterschrift wurde R. Lüthi, Sachwalter, in Zürich, bestellt. Geschäftsdomizil: Talackerstrasse.. Personelles: A.-G. Aufontobilvertrefung, Aarau. Die Firma er teilt Kollektivprokura an E Bodmer und W. Lütby Die bisherige Unterschrift des Direktors Hs. Brack ist dagegen erloschen. Nachlassvtrtragt: Lanz & Hubtr, Autoreparaturwerkstatt. Bern Die Stundung wurde am 0. Januar 1930 bewilligt Eingabefrist bis 7. Februar. Versammlung am 20 Februar im Cafe «Watteck«. Verl9naerung der Naehlassstunduna: Garage Monbijou A.-G., Bern, in Liq. Die am 15. Januar 1930 bewilligte Nachlassstundunz wir um zwei Monate, also bis zum 15. März, verlängert Ebenso beliebt beim eleganten Herrn wie bei der modernen Dame TTv IE grosse Popularität, deren sich Che- -L'vrolet erfreut, den unglaublichen Erfolg, den er in der ganzen Welt feiert, und der einen Verkauf von i .200.000 Wagen allein im Jahre 1929 bedingte, istwohl der Gunst zu verdanken, die er ebenso bei Damen wie Herren geniesst. Die Minner, und besonders diejenigen, die für Technik Interesse haben, bewundern seine Zuverlässigkeit, die Sparsamkeit des Chevrolet Motors, welcher genügend Kraft aufbringt um die steilsten Bergstrassen mit Leichtigkeit zu überwinden und spielend 75 Km. per Stunde auf glatter Landstrasse zurückzulegen erlaubt. In der ganzen Welt sind sich die Chevrolet Besitzer einig, dass der Motor ihres Wagens gleichwertig, wenn nicht noch besser sei, als derjenige so vieler andere bedeutend teurer Automobile. Aber noch mehr Enthousiasmus für ihren Chevrolet zeigt die Dame, welche entzückt ist von seiner Eleganz, dem Luxus »•»" der Chevrolet Karosserie, die; von Fisher i 1 ' entworfen und gebaut: isv^.? 01 » Fisher, GENERAL MOTORS. CONTINENTAL S.A, BASEL: Schweizer, W., Central-Garage, Stelnentorstr. 24-28. Tel. Safran 34.58. EMMISHOFEN-KREUZLINGEN: Seitz & Co., Karosseriewerke. Tel. 154. MONTREUX: Garage du Kursaal, D. Monay. Tel 12.49. NAEFELS: Rob. Biland-Knecht, Freihofgarage. Tel. 93. ÖLTEN: Moser, M., & Cie., Baslerstrasse. Tel. 90. RORSCHACH: Garage Steiner, Mech. Werkstätte, kompl. Ersatzteillager. Tel. 34. ST. GALLEN : E. Huber, Leonhardstr. 31. Tel. 47.19. SCHAFFHAÜSEN: C. Bremer & Handschin, Munot-Garage. SION: Ch. Pauli, Garage. Tel. 3. ZÜRICH: « UGA » Utogarage Automobil A.-G., Seefeldquai 1. Tel. H. 60.60. e Wenn Sie eich wegen schwerem Anspringen Ihre« Motors, besonders bei kalter Witterung, nicht .Irgern wollen, dann verwenden -Sie nur "5f 9£SBb«JI«*««w4%aK Vernuwen n. Verölen auf ein Minimum reduziert. Preis der • «•••«lUnQKCl Z6I1 Kerze Fr. 3.50 p. SU Preis d. Zisohhahns SV. 1.60 p. St. J. Pohlers Die steilsten Bergstrassen mt Leichtigkeit überwindend ist Chevrolet der ideale Wagen der Familie CHEVROL Vertreter in der ganzen Schweiz dem im Ktrosseriebau berühmtesten Meister. 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