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E_1934_Zeitung_Nr.051

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18 AUTOMOBIL-REVUE

18 AUTOMOBIL-REVUE 1934 - 51 Unter unserer kleinen Terrasseninsel, senkrecht unter uns, schimmert rötliches Licht in der Vorhalle des Kellers, durchs dichte Laubgitter alter Buchsbäume blicken wir hinab. Messing blinkt dort freudig am Lampenlicht, ein Hörn hegt auf den Knien eines Mannes, der die kleine Weintasse vor sich stehen hat. Er setzt das Hörn an. Einer neben ihm, nur halb sichtbar, nimmt die Basstrompete, und wie sie zu spielen anfangen, klingt auch noch eine dritte Stimme mit, ein zartes Holzinstrument, an das Fagott erinnernd. Sie spielen sachte, zurückhaltend, klug, wohl wissend, dass sie in kleiner, enger Vorhalle sitzen und wenig Zuhörer habon. Ihr gedämpftes Spiel ist ländlich, frohmütig, herzlich, nicht ohne Rührung und auch nicht ohne Humor, im Takt vollkommen sicher, ja beschwingt, die Stimmung aber nicht völlig rein. Diese Musik ist eben \on derselben Art wie der Wein, den wir trinken: gut, unschuldig, ländlich, zuverlässig, ohne heftige Reize und ohne Tücken. Kaum haben die Klänge uns erreicht, kaum haben wir auf unserem schmalen Bankbrett uns umgewendet, um alle hinabzuschauen, so sind schon Tänzer da. In dem Rest von Tageslicht, der auf dem Plätzchen vor dem Kellereingang noch zögert, in dem Rest von Lampenlicht, der aus der Vorhalle sickert, tanzen drei Paare. Wir sehen sie durch das dichte Gitter der Buchsbäume, das sie oft ganz verdeckt. Das erste Paar sind zwei kleine Mädchen eine Zwölfjährige und eine Siebenjährige. Die Grössere ist ganz schwarz, schwarze Strümpfe, schwarze Schürze, schwarze Schuhe. Die Kleine ist ganz hell, weisse Schürze, blosse Beine, blosse Füsse. Die Zwölfjährige tanzt sehr richtig, taktstreng und gewissenhaft; sie kann es gut, unfehlbar schreitet sie im Takt, eilt und zögert am rechten Ort, ernst ist ihr Gesicht, ganz ernst, wie ein bleiches Blumenblatt schwimmt es, kaum kenntlich, in der feuchten lauen Dunkelheit vom Abend und Wald. Die Siebenjährige kann noch nicht richtig tanzen, sie will es erst lernen, ihre Schritte sind feierlich lang; sie blickt unverwandt auf die Füsse ihrer Partnerin, die sie leise unterweist, die volle Unterlippe hält sie leicht mit den Zähnen emporgezogen. Beide Mädchen sind von Ernst und Glück erfüllt, kindliche Würde atmet ihr Tanz. Das zweite Paar besteht aus zwei Jünglingen, Zwanzigjährigen. Einer, der grössere, ist barhaupt und hat kurze, krause Locken, der andere trägt den Filzhut schiefgerückt auf dem Kopfe. Beide lä- Heller Tag Von Otto Michel. Manchmal ist das Leben einfach, heiter, klar. Manchmal strahlt die Sonne vom blauen Himmel und alle Dinge gehen leicht und gelingen. Man hat keine schweren Stunden, alle Welt ist gut zu uns. Wir sitzen in einem netten Garten mit herrlichem Anblick auf Wiesen und Berge. Der Wein_ schmeckt ausgezeichnet. An den Tischen sitzen Liebende. Eine kleine Kapelle spielt duftige Weisen. Alles ist sauber, und frisch. Sogar der Kellner mit den viel zn.dikken Fingern und dem rundlichen Bauch, der so gar nicht in diese sanfte, glückliche Welt passt, geniert wenig. Auch er versinkt in dem goldenen Tag. gleiche Attacke mit der selben Sinnlosigkeit Golden sind die Berge in der Ferne, die zu beginnen. Felder stehen wogend und der Fluss zieht Nur manchmal blitzt ein freundlicher Blick, rasch beschwingt dahin. Wie schön ist die zuckt ein Lächeln auf, glimmt ein Fünkchen Erde! Wie namenlos beglückend. Der Wind Hoffnung. Manchmal fliesst Erinnerungsgold fährt sacht einher. in den dürftigen Alltag. Hauch und Glanz einer anderen, froheren Welt. Was wäre Man geniesst, man schaut in schöne Ali' gen, lässt den Blick über weisse Segler gleiten, hinauf ins Grün der Kastanien, hinüber zum Zifferblatt der Kirchturmuhr, zur hohen Brücke, zum Himmel. Ja, himmlisch ist dieser Sonntag voll Sonne. Dann zieht man gemächlich durch Blumen am Flussufer entlang heimwärts, lächelt, cheln ein wenig, beide geben sich dem Tanz mit etwas angestrengtem Willen hin und sind sehr bemüht, jede Bewegung nicht nur richtig zu machen, sondern sie auch mit dem irgend Möglichen an Ausdruck und Verzierung zu schmücken. Sie strecken die vereinten Hände weit von sich ab, sie legen die Köpfe weit in die Nacken, sie gehen zuweilen tief in die Knie, und beide machen den Rücken hohl und versuchen das Aeusserste im Schweben und in der Feinheit. Ihr eifriger Tanz befeuert den Bläser des Holzinstrumentes, er spielt zarter, bläst schwellender, schmachtender. Beide Tänzer lächeln: der Grosse hingegeben, selig, in sich selbst und seinen Tanz verliebt, hoch über der Welt; der andere halb schelmisch, auch leicht verlegen, ebenso bereit, sich belächeln zu lassen wie Lob zu ernten. Der Grosse wird glatter durchs Leben gehen. Die zwei Mädchen, die das dritte Paar bilden, sind Luigina und Maria; ich habe sie beide vor zwei Jähren 'noch' in- die Schule gehen sehen. Luigina ist von südlichem Typ, leichl, sehr schlank, sehr'mager, ihre hohen, zarten Beine und der griisst Bekannte, hört dem Gesang der Vögel zu, betrachtet die ersten, eifrigen Schwimmer und eilt mit dem sausenden Wagen in eine unbestimmte Ferne. Nicht immer ist es so. Nicht immer ist der Horizont rein und offen. Nicht immer fällt uns alles spielend zu. Denn bald sitzen wir wieder in irgendeinem Bureau, hacken unser Tagholz voll Zahlen, haben schlechte Geschäfte, Aerger am Telephon, Streit mit der Konkurrenz. Nichts klappt, nichts schlägt ein* Wir schimpfen über die Zeit, nehmen einen Cognak und gehen schlafen, um am nächsten Morgen die schliesslich aller Kampf ums liebelose Dasein, wenn nicht dieses « Manchmal» wäre? Ja, manchmal ist es schön! da zu sein, zu vergessen, mit zuschwimmen im Strome der Freude, glücklich, verliebt. Manchmal ist die Erde ein Paradies und alles darin so einfach, klar und heiter wie am ersten Tag. lange, dünne Hals sind voll herber Lieblichkeit. Anders, weicher und viel schöner, ist Maria, die ich vor kurzem noch geduzt habe und jetzt nicht mehr recht zu duzen wage. Sie hat ein kräftiges Gesicht von frischer Farbe, mit vollem Wangenrot, hellblaue, stählerne Augen, braunes, volles Haar und ist schon voll und jungfrauenhaft in Formen und Bewegungen, scheint etwas träge, hat aber den Blick voll Kraft und Rasse. Wenn ich ein junger Bursch aus dem Dorf wäre, ich würde keine andere nehmen als sie. Sie trägt ein rotes Kleid, immer trägt sie rot oder rosa. Maria tanzt niit Luigina, ihr rotes Kleid erscheint da und dort und verschwindet wieder im Buchsbaumlaube. Diese beiden tanzen sehr schön, sie sind voll von Glück, nicht mehr vom tiefen Ernst der Kindlichkeit gebannt wie die Kleinen, noch nicht losgebunden und eitel wie die beiden Burschen. Zu diesen beiden, zu Maria und Luigina, passt am besten der holde, zärtliche Ton des Bläsers,-die frohe, an Vorschlägen und Kapriolen reiche Musik. Ueber ihre Scheitel 'spielt die grüne Walddämmerung, an ihren Stirnen glänzt ein kleiner LAUSANNE Hotel Beau-Sejour Widerschein Im Zentrum - Ruhiger Privatpark. Hotel I. Ranges. Bescheidene Preise. — Restaurant — Ueberwachsene Sonnenuhr Von Richard von Schaukai. Grünes Leben hat den leeren Stundenkreis erfüllt: Wenn die Schatten wiederkehren, Wandeln sie verhüllt. Hinterm Laub von Wein und Winde Träumt verwunsch'ne Zeit, Bis der Winter still die blinde Schläferin befreit. vom Lampenlicht der Halle, ihre Beine : ! schreiten taktfest, eng und elastisch. Dort unten, hinterm schwarzen Gewölk der Buchsbäume, fliesst noch Licht, dort fhesst Musik, dort tanzen die jungen Menschen und andere lehnen am Pfeiler der Halle oder am Baumstamm, sehen zu, loben, nicken, lachen. Hier oben im Dunkel aber sitzen wir, wir Fremde und Künstler, in einem anderen Licht, in einer anderen Luft, von einer anderen Musik umflossen. Uns entzückt und begeistert, was jene dort nicht achten: ein Blattschatten auf dem Stein, ein verschossenes Blau an' einer Bluse, der kleine, ernste Knick im Knie der Siebenjährigen. Wir ersehnen und beneiden, was denen drüben wertlos und selbstverständlich ist. Sie aber sehen bei uns kuriose Dinge und Sitten, die sie ebenso beneiden und deren wir längst überdrüssig sind. Wir können, wenn wir Lust haben, zu jenen hinübergehen, durch den Buchsbaumschatten die fünf Schritte; es steht uns frei, es ist uns nicht verboten, uns unter sie zu mischen, uns zu ihrer Musik zu setzen, mit ihnen zu tanzen. Wir bleiben jedoch in unserem Dunkel unter den alten Platanen sitzen, hören die Melodien der drei Bläser, beobachten das süsse, sterbende Licht auf den hellen Gesichtern, lauschen dem Rot Marias, wie es noch im einsinkenden Dunkel klingt und kämpft, atmen dankbar den Zauberhauch der Dämmerung und den holden Frieden einer kleinen, ländlichen Welt, deren Spiel nur unser Auge berührt, deren Not nicht unsere ist, deren Glück nicht unseres ist. Wir schenken rosigen Wein in die blauen Tonschalen, während unten die tanzenden Figuren mehr und mehr zu Schatten wer-r den. Auch dein rotes Kleid, Maria, geht nun unter, ertrinkt in der Finsternis. Auch die hellen, blumenblassen Gesichter der Kinder löschen aus und-sinken dahin. Nur das warme rote Licht in der Vorhalle atmet stärker, und wir gehen davon; ehe auch dieses zerrinnt. .• . .; , Zur. Erfrisch un g ein rassiges »er ki r"wi-»tix*»fci , Weber-Stumpen sind einzigartig!" 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N°51 — 1934 AUTOMOBIL-REVUE 19 Kleine sommerliche Historie Tief sind die Wälder in der Nacht, tief wie ein grundloser See, und du blickst schweigend auf einen Stern über dem Land, denkst an das Wild, das in der Tiefe des Waldes schläft, an den tiefen Schlummer aller und an alles, was niemals in dir zur Ruhe kommt. Lang, endlos lang sind dämmerige Tage; wie oft durchschrittest du die Wälder an solchen Tagen, o Schritte und Erinnerungen ohne Zahl; nie endete dein Schritt, nie die Erinnerung; so lang und tief sind die Wälder der Heimat. Und heut ist ein flammender Sommertag — brennende Lücken sind in den Baumkronen, und des Lichtes Sichel durchfährt die Forste. Von Karel Capek. Wie schimmern silbern die schwanken Aehrchen der Windhalme. Eingewiegt vor Freude oder Langeweile lauscht Johannes dem warmen Summen des Waldes. Geblendet bleibt er am Rande der Lichtung stehen. Da liegt ein Mensch. Er liegt mit dem Gesicht auf der Erde und ohne Regung. Fliegen weiden auf der ausgestreckten Hand, die sie nicht verscheucht. Ist er tot ? Andächtig und mit Grauen bückt sich Johannes über die gereckte Hand, welche noch den alten Schlapphut hält. Die Fliegen lassen sich nicht stören. An dem verblassten Futter sind noch einige Buchstaben leserlich: ...ERTA .EL SOL. Puerta del sol, liest Jo- Die Schweiz ist das ideale Land der Strandbäder. Hier das Strandbad Thun, Schönheit: Wasser, Sonne, Berge... ein DreiUang der Die stillen Reize der heimatlichen Seen: Uferpartie am Bielereee. Ein so klarer Tag blaut, wie wenn ihr schütterer würdet, tiefe Wälder, und vor der Sonne auseinanderträtet. An einem solchen Tag© geht Johannes durch den Wald und die Ghit der Sonne hat alles Erinnern in ihm verbrannt. Breit atmet die Wärme zwischen den Bäumen. Ein Tannenzapfen reisst sich los, er hat sich festzuhalten vergessen, weil es so windstill ist; die Kronen kräuseln sich und überall zittert Licht. Oh, welch schöner, herrlicher Tag. hannes erstaunt, und neigt sich über das Antlitz des Toten. Aber da öffnet dieser die Augen und sagt : « Möchten Sie mir nicht eine Zigarette geben ?» « Recht gern. » Johannes atmet erleichtert auf Ḋer Mensch nimmt die Zigarette, knetet sie sorgfältig, wälzt sich auf die Seite und lässt sich Feuer geben. < Danke », sagt er und bläst den Rauch in die Luft. Er ist nicht jung, hat fast graues Haar, ein breites und unbestimmtes Gesicht; seine Kleider liegen in seltsamen leblosen Falten um seinen magern Leib. Puerta del sol, überlegt Johannes, Tor der Sonne; was hat er nur in Spanien gemacht ? Nach einem Touristen sieht er nicht aus. Vielleicht ist er nicht gesund, weil er so heilige Augen hat. Puerta del sol in Madrid. « Sie waren in Madrid ? » Der Mensch nickte bejahend. Er könnte sagen, wer er ist, denkt Johannes; ein Wort gibt das andere und das übrige errätst du. — Er könnte übrigens sagen : Ja, ich war in Madrid; aber es ist nicht der entfernteste Ort, wo ich gewesen, und es gibt noch schönere Orte und ein wunderbareres Leben. Allerlei könnte er lügen. Ah, jetzt besinnt er sich. Der Mensch winkt leicht mit der Hand, unbestimmt und versonnen. Vielleicht meint er damit: ich sehe, dass sie mich teilnehmend betrachten. Sie haben mich für tot gehalten und sich mitleidig über mich gebeugt. Darum will ich Ihnen die Geschichte meines Lebens erzählen. x. Aber der Mensch raucht schweigend und langsam, die hellen, blicklosen Augen ins Unendliche geheftet. Sicherlich wird er später zu mir sprechen, denkt Johannes, es ist wohl schwer, Worte für eines Lebens Verlauf zu finden. Ich werde warten. Und er legt sich nahe dem andern auf den Rücken ins Gras. Die Sonne schlägt ihm in die Augen, er schliesst sie und' sie dringt durch die geschlossenen Lider hindurch; rote und schwarze Kreise drehen sich und tanzen brennend vor den Augen. Die Wärme atmet in langen, feurigen Wellen und Johannes fühlt sich so wohl, als würde er entführt von den schwarzen und roten Kreisen. Plötzlich wendet er sich um. Ueber die Hand läuft ihm eine helle Ameise, nicht wissend wohin. Auf der allzu grossen Fläche. Auch uns, denkt Johannes, Ameislein auch uns ängstigt die allzu grosse Welt. Warum läufst du so ? Warte, verweile; ich tue dir nichts, wenn ich auch gross bin. Ach, kleiner Abenteurer, ist's nur Verwirrung, die dich so jagt ? Wilde und verzweifelte Verwirrung ? Wo ist denn ein Tor, durch das du entrönnest? Nahe, auf Griffweite nahe, hat sich ein Schmetterling mit weit geöffneten Flügeln auf eine Blume niedergelassen, wiegt sich auf der weissen Dolde und bewegt die leichten Flügel, schliesst sie und breitet sie aus mit einer zauberischen und wohllüstigen Bewegung, berauschend süss... Bleibe, o Lust! Verzaubere mein Herz nicht mit dieser ewigen Gebärde des Entfliehens. Bleib und lass dich schaukeln, Sekunde ohne Schwere. Johannes blickt empor. Wo ist der Schmetterling ? Wo die Ameise ? Wohin entfliegt ihr, Wolken, in zielloser und unermüdlicher Ö II «IIF 4 Stunden von Bern Einfach Fr. 90.— Retour Fr. 153.— £wtä so lidjwoflk braucht auch Ihr Haar. Nehmen Sie dazu Es enthält natürlichen Birkensaft und schützt Sie vor Schuppen und Haarausfall. Nach langer Fahrt eine Friction mit Birkenwasser ist eine Wohltat. Jedes gute Geschäft, das Parfümerie verkauft, führt Dr. Drall6's Birkenwasser. Es ist SCHWEIZER- PRODUKT mit 95 Prozent. 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