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E_1934_Zeitung_Nr.051

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m AUTOMOBIL-REVUE

m AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N» 51 STRANDBÄDER- AUTLER WILLKOMMEN Fröhliches Badeleben im .,„ Grosser Tea-Room — Musikalische Unterhaltung Besuchen Sie das malerische Städtchen 1URK EN STRANDBAD i% l m Wocheeiend u. Ferientage im neuzeitlich eingerichteten Strandbad KÜSNACHT am ZÜRICHSEE Prächtiger Strand. Grosse Sport- u. Spielu. Spielgeräten aller Art. wiese mit Turn- SCHATTIGER AUTOPARKPLATZ mit geregelter Zu- und Ausfahrt. Gut geführtes lerrassen-Restaurant Autobus Zürich-Zollikon-Küsnacht. Vermietung von Strand requ isiten aller Art. Eigene Dampfboot-Haltestelle Entspannung und Ruhe finden Sie im Strandbad üb Ml Sjiä ira l^sÄibüsP Ud am Zürichsee, rechtes Ufer •Kein lauter Badebetrieb, sondern Ruhe in ländlicher Abgeschiedenheit. Restaurant, Wechsel - Kabinen, Spielwiese, herrlicher Badestrand bis 80 m in den See hinaus. Wunderbare •Aussicht auf See und Berge am Zürichsee Schwimmunterricht für Mitglieder und deren Gäste, jeweils Mittwoch und Samstag 3 Uhr. Tennisstunden, Gymnastik und Spielanleitung nach telephonischer Vereinbarung. Tel. 929.289 Mannedorf Erstklassiges Strandbad 600 m Strandlänge Grosse Sport- und Spielwiesen Trainer Restaurant — Konzert Herrlicher Naturpark Von der Hauptstrasse Arbon - Romanshorn aus in bequemer Autozufahrt erreichbar. Grosse Rasen- und Spielflächen, Turngeräte, Tischtennis. Modernst eingerichtetes Restaurant. Grosse Terrasse mit unvergleichlicher Rundsicht auf See und Gebirge. 300 Meter Strand, über 15,000 m 2 Rasenfläche. 2LUG./C/* bekannt für QUALITÄT! in Auto- und Sonnen-Brillen Barometer, Thermometer Prismen - Feldstecher Photo - Apparate Kodak - Agfa - Zeiss-Ikon Leica-Kameras Photo-Zubehör wie Gelbfilter, Belichtungsmesser, Stative, Films, Platten etc. Kataloge und Ansichtssendungen I Besucht das neue, reizvoll am See gelegene Grosser Autopark Bahn-, Schiff- und Autoverbindung ab Bahnhof Thun. Alkohol* freies Restaurant. Frühstück, Mittag- u. Abendessen. Tel. 3774

N°51 - 1934 AUTOMOBIL-REVUE Heller Tag im Sommer W. K, In aller Frühe pfiffen die Spatzen Eine stille Lust, zu leben, ergriff sie, - die- Fräulein Julie aus dem Schlaf. Sie erwachte selbe die sie immer wieder am Leben erhielt, ein" wenig verwundert, dass der erste Tag - und brachte sie dazu, dass sie aus den Feihres schönen Urlaubs sie früher aus den dern kroch. Sie hatte im Augenblick nichts Federn treiben wollte, als sie es an den Ta- gegen Abenteuer, im Gegenteil, sie wünschte gen dej Pflicht gewöhnt war. Sie rieb sich sie sogar. Freilich hatte sie die Gewissheit, die Augen, gähnte, murmelte vor sich hin dass ihr auf dem Land nicht so rasch etwas und wandte sich nach der andern Seite. begegnen würde. Aber sie wollte es von sich : Aber •natürlich nützte das nichts. aus versuchen! Da sie bei geöffnetem Fenster zu schlafen Eine halbe Stunde später sass sie in der Pflegte, vernahm sie sämtliche Stimmen, die Sonne, beim Morgenkaffee. An einem Nebenim Umkreis von hundert Schritten wach tisch sass ein junger Mann, der zum Kaffee waren, und es schien ihr, als wärer, diese j n irgendeinem Buche las. Die Wirtin sagte Stimmen besonders laut und deutlich. auf Befragen, es sei ein junger Maler. Zuerst «Es wird die klare Luft sein», dachte sie, erschrack Fräulein Julie etwas; sie hatte sich «die sie so vernehmlich macht». Aber dann so sicher gefühlt. Was würde sie tun? Sie fiel ihr ein, dass sie von der grossen Stadt nahm sich vor, die Gegenwart dieses jungen her an das Lärmen der Strassenbahnen und Menschen nicht weiter zu beachten. Sie nahm Lastwagen gewöhnt war. Vielleicht war der sich vor, der Sicherheit wegen einen Mor- Mangel dieses Lärms die Ursache. genspaziergang in die Berge zu machen. Die Aber plötzlich schoss sie mit dem Ober- Kapelle würde sie suchen, die irgendwo im körper aus den Kissen empor. Mit entrüste- Blauen stand ... tem Gesicht lauschte sie angestrengt. Dann — — Eine Stunde danach gingen zwei Menverzog sich ihr halbgeöffneter iMund zu ei- sehen nebeneinander dem schmalen Bach nem herablassenden Lächeln. Sie war über entlang aufwärts, der mitten aus den übersolche Dinge natürlich erhaben! grünten Bergen kommt. Ueber der trunkenen An die Vorhänge des Zimmers schien be- Landschaft schwebte ein blauer Himmel, reits die volle Sonne. Auch wenn man noch Und dazu irgendwoher dieses Läuten, dieses In den Kissen lag, konnte man doch die Klar- stete Läuten einer kleinen Glocke, — Vielheit draussen deutlich spüren. Eine merk- leicht droben auf einem Berg! Es war wie würdige Luft, über der unbedingt ein blauer ein Rufen aus der Höhe, der sie entgegen- Himmel schwebte! Und dazu irgendwoher schritten. Ein Rufen aus dem blauen Himmel das Läuten, das stete Läuten einer kleinen heraus. Glocke, — vielleicht droben auf einem Berg. Wunderlich, so in den Kissen liegen zu kön- RßVtXß OLQY nen und vor sich hinträumen zu dürfen und # _ dabei unausgesetzt die Empfindung zu haben, SchWßlZeT StYCLTldbädeT Wer Freund eines grossen Betriebes ist, möge das Strandbad Arbon an einem Sonntag aufsuchen, wo oft einige Tausend Personen den weiten Strand und die Rasenflächen bevölkern. Wer aber mehr Beschauliohkeit vorzieht, wem die Natur mehr zusagt als lautes Getümmel, der komme an einem gewöhnlichen Werktag, sei es vormittags oder nachmittags oder erst am Abend, denn jede Tageszeit hat in dieser Natur und Umgebung einen besonderen Reiz. Nicht umsonst hat das Strandbad Arbon so viele Besucher, die es regelmäseig jede Woche einigomale aufsuohen, um für ein paar Stunden den Alltag zu vergessen. Ganz besonders sind es auch Automobilisten aus der näheren und weiteren Umgebung, die in grosser Zahl — am letzten schönen Sonntag zählte man über 90 Autos zu gleicher Zeit — gerne und oft kommen. Die Wandlung des schüchternen Theobald im Sirandbad. kümmerte sich um sie, niemand quälte sie, möchte. sie brauchte sich über niemanden zu ärgern. , E > m Wunsche der Badegäste nachlebend, ist Und dazu irgendwoher dieses Läuten, dieses tftÄ JoStü^ ^ ÄpÄ „T Stete Läuten einer "kleinen Glocke, — Viel- gewandelt worden; damit umschliessen nun Grünleicht droben auf einem Berg...! Es war ein flächen sowohl das Schwimmbassin wie das Kinder- Rufen aus der Höhe, wie aus dem blauen Planschbecken und die Badenden können hier ungeti- m i t, stört sonnenbaden oder sich der Ruhe hingeben, denn Jiimmei neraus. für gpiel und Sport sind diege Rasenflächen gesperrt; Das Krähen von Hähnen, Gackern von hierfür dient ausschliesslich der östlich ansch'liessende Hühnern, Brüllen von Kühen klang in ihr Sportplatz mit den vielen Spielgeräten und Spielein- Zimmer richtungen (Croquet, Badmington, Ring-Tennis, Wurf- Sie dachte: Es müsste jetzt ganz Schön Sr^, Rundlauf Springhürden usw.) sein, wenn jemand zu mir hereinkäme, einen ^^^^^t^t^T^^Z guten Morgen wünschte, sich zu mir an den schwimmsportliche Anlässe durchgeführt. So steht Bettrand setzte und mit mir plauderte. Ich auf dem Programm eine „Demonstration im Rettungsiwürde wenigstens aufstehen. Aber SO —? schwimmen" für Sonntag, 8. Juli ein Dreiklubkampf •p • . . , , . _ ,, . . für Sonntag, 15. Juli, und ein Schwimm-Meeting um Es ist doch sehr schwer, allein zu sein. die Mcjaterachaften von i n te r laken für Sonntag, Da wehte ein sanfter Wind den Geruch 2. September. h. gebrannten Kaffees zum Fenster herein. Strandbad Arbon. Fräulein Julie schnupperte angeregt, wie ein Das seit 1933 bestehende Strandbad Buchhorn- Stallhase. Sie malte sich in Gedanken aus, Arbon frappiert durch die Grosszügigkeit der Anlage. Wie schön es sich drunten, am Haus vor der Sie darf sich ruhig neben den grössten und modernsten Wiese, in der Sonne sitze, bei gutem Kaffee JSSKÄ d£ SS^ÜSh^Ätt Und noch warmen Butterwecken. Kleine Skizze. seiner grossen Terrasse und mit seinen Fensterwänden. Was war die Welt, das Leben, eigentlich, Der Ausbliok auf den See in seiner Breite und Weite Wenn man einmal für sein Geld nicht mehr »* meerähnlich. Die Vorarlberger und Tiroler Alpen, solche Genüsse bekam? Sollte man nicht die £ ^ ^ 1 ^d^oS?Rasen" mit der Welt in Beziehung zu stehen! Die •Glocke, die kleine Glocke, — die Welt ...! -«r-üdbad Intcrlaken. Fräulein Julie breitete die Arme rechts und ... Interiaken hat nicht nur einen der schönsten Kuri;«u«. •,« -u~ v ~t s A v i sa ' e der Srawe:z, auch sein schmuckes Schwimmbad Dass sich das Strandbad Küsnacht mit seinen Strandbad Küsnacht (Zürich). links von ihrem Kopf auf das Kissen und umfangreichen und neuzeitlichen Einrichtungen am ^ der dunki en Harderwaldungen, 3 Minuten dehnte sich: «Die Welt», sagte Sie mit Won- vom'weltbekannten Höheweg entfernt, sucht seineshegefühlen. Natürlich war sie glücklich, dass gleichen. Seit 1. Juni ist die Anlage dem badefreu- Seiten« der Automobilisten einer ganz besonderen Beliebtheit erfreut, beweist die schon seit Jahren zunehmende Besucherfrequenz. Das ist keineswegs sie diesen ersten Tag ihres Urlaubs erleben digen Publikum wieder zugängUch. Unter der tüchj r, tigen Leitung von-Sohwimmlehrer Vollmer wird dort sten im Sommer etwae Schöneres, als in der strah- verwunderlich, denn gibt es für den Automobili- uunte. nicht nur dem Badesport gehuldigt, sondern auch lenden Sonne oder unter schaltenspendendem Es fiel ihr ein Gedicht von Ullland ein, leichtathletische Uebungen und allerlei Rasenspiele Strandschirm seine Mittagsstunde zu verbringen, «Die Kapelle», und Sie Sagte es laut vor sich kommen voll zur Geltung. Eine vorzüglich unterjjjjjlicher Weise bedient werden kann? Für denFussrinne an, der ständig frisches Wasser zugeführt besonders, wenn auch der Gaumen, in vorzügden geschützt ist, legte man ringsum eine 1,2 m breite r haltene Spielwiese wurde eigens hierfür geschaffen 'Sportfreund ist in weitgehender Weise gesorgt. Die wird. In erhöhter Lage über dem Schwimmbecken r>.„i,„.. r.4~u~4 J- is~ .11 und bildet dank ihrer grossen Ausdehnung ein richtiges grosse Spielwiese, sowie alle möglichen Turn- und befindet eich ein halbrundes Planschbecken für Kinder, und je auf einer Seite eine Kopf- und Brust- Droben stehet die Kapelle, Tummelfeld fttr Kinder und Erwachsene. Spielgeräte für gross und Heil} bieten mannigfache Gelegenheit, das vorhandene Bedürfnis nach dusche. Selbstverständlich fehlen auch die Räumlichkeiten für Badezellen, Toiletten und Kindergarde? ; schauet Still ms Tal hinab ... Was das Schwimmbad vor andern besonders aus- . Aber eigentlich, wenn man SO dachte, war zeichnet, das ist sein gepflegter Unterhalt und die sportlicher Betätigung oder unterhaltendem. Spiel zu befriedigen. An AuBkleidungsmöglichkeiten stehen eine grosse Anzahl von verschlossenen Ka- roben nicht, die alle sehr hübsch ausgebaut sind. Die ßs doch ganz vortrefflich, aUSSer Reichweite gewissenhafte Behandlung des Badewassers. Man sieht Anlage kann nachts in Flutlicht getaucht werden, ,•1=0 nu^t^ r,„ o,»:« c u •„ r t-.ui A* r gleioh auf den ersten Blick, dass hier ein Kleinod binen, Kleiderkästchen, eine umfangreiche Garderobe sowie viele offene Kleiderhaken zur Ver- was hübsche Effekte ergibt. Die Gartenanlage ist | B^^H^§PJ %-^^^W-^sfe^^I*"l*