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E_1934_Zeitung_Nr.051

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AUTOMOBIL-REVUE

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8&w&is&ij3ü*B$wmmep Bern, Freitag, 22. Juni 1934 IV. Blatt der „Automobil-Revue" Nr. 51 Kleine Liebesgeschichte am Wasser. Die Sonne stieg über die Wipfel des Kiefernkranzes. Sie war mit einer weissen glasigen Wolkenschicht bedeckt und legte tausend winzige Glühpunkte auf die Wellen des Sees, der von kleinen Windstössen gekraust wurde. Im Schilf quakte ein Rudel Frösche, und von der Halbinsel, deren Spitze durch die Wurzeln einer Eiche ins Wasser gedämmt war, quarrte ein anderes Rudel Antwort, gedämpfter und um einige Töne tiefer. Die Wärme frass den Nachttau aus den Kelchen, die Blätter waren morgendlich kühl. Die Schilfköpfe schwankten und das Gras zitterte, mit winzigen Schaumzungen leckte das Wasser die Bucht. weit davon in der Mitte des Sees. Schnaufen kam durch das Schilf, das Gras wurde zertreten, eine feuchte witternde Schnauze schob sich durch die Halme : ein Hund. Der weisse Schaum rann ihm aus den Maulwinkeln, er keuchte, setzte die Pfote ins Wasser, zog sie schnell zurück, erschreckt von der Kälte. Dann reckte er sich, wandte suchend den grauen Schädel, schaute wieder mit wütendem Blick nach den Vögeln, die ihn nicht mehr beachteten, und jetzt begann er schallend zu bellen. Bei jedem Laut warf er den Kopf hoch, ein Echo kam von der Waldwand am andern Ufer. «Banjo, Banjo, wo bist du ? » rief eine Stimme. Banjo winselte leise, legte sich auf Das Tummeln im sonnenwarmen Wasser ist das etete Entzücken der Kinder. Die hübsche Anlage des Strandbades Küsnächt am Zürichsee. Plötzlich waren die Frösche still, als hielten sie den Atem an. Ein grosser Vogel schoss schreiend aus dem Schilf, und nun gingen mehrere hoch, ein halbes Hundert, kreischten und kreisten wirbelnd in der Luft, streiften das Wasser und Hessen sich nieder, F E U I L L E T O N Der fliegende Heuwender. Heitere Kurzgeschichte von Hermann Ryser. (Fortsetzung von Seite 21 des «Autler-Feierabend».) Die Sprungschanze mass jetzt genau anderthalb Meter Kantenhöhe, und sie war es auch, die den Erfolg am sichersten verbürgte. Nirgendwo in der Fachliteratur hatte bisher jemand dieses so einfache, aber durch und durch geniale Hilfsmittel beschrieben. Aber noch heute sollte dieses « Felixbrett» seinen Siegeszug in alle Welt antreten und den Ruhm des Erfinders allerorten künden. Was dann geschah, war allerdings ein bisschen programmwidrig, aber unser Held Felix muss nichtsdestoweniger ein für allemal als der eigentliche Vorläufer und Begründer der Flugakrobatik in die Annalen eingehen. Zweimal verfehlte Felix das Sprungbrett, aber der dritte Start verlief glänzend. Nach dem Anwerfen krakeelte der mutige Pilot zunächst ein Weilchen auf dem Rasen umher, kam dann aber endlich in die Richtung und schoss in wundervollem Spurt auf das Hindernis zu. Mit beispielloser Anmut wurde die Schanze genommen. Und jenseits durfte der kühne Luftritter eine volle Sekunde lang das prickelnde Erleben auskosten, die Erdenschwere überwunden zu haben. Freilich darf nicht verschwiegen werden, dass vergleichsweise ein Schneepflug oder eine Ackerwalze vermutlich mit ebensoviel Schneid über das Brett gekommen wären. Die Tatsache, dass der Eindecker « schwebte » und der Umstand, dass er fast gleichzeitig auf der andern Seite zu Boden krachte, waren so innig miteinander verknüpft, dass eigentlich bloss Felixen die Trennung der beiden flughistorischen Phasen zum Bewusstsein kam. Die Kutsche machte einen prächtigen Kopfstand, schob sich unter Splittern» und Krachen wie ein Harmonikabalgen zusammen und budelte sich mollig in das Erdreich. Felix war augenblicklich von seinem Sitz gedrängt worden und schlug in der würzigen Morgenluft mehrere wohlgelungene Purzelbäume. Fünfzehn Meter von der Schanze kam er mit einiger Benommenheit zum Stillstand, und es gelang ihm nach einiger Uebung, sich im taufrischen Rasen in sitzende Stellung zu bringen, während sich Mädchen auf einem Rade. Am Wasser sprang sie ab und: suchte. Der Hund drehte sich um, die Dogge, mächtig wie ein Panther, tat einige Sätze, und schmiegte sich schweifwedelnd an das Mädchen. Auf der Halbinsel hielten sie, das Mädchen lehnte das Rad an den Eichenstamm und schnallte den Koffer V« Leg dich hin, Banjo, einen bessern Platz gibt* es nicht!» befahl sie. Die Eiche hatte knorplige Aeste, bis weit über das Wasser gestreckt, ihre Blätter bildeten ein Zelt, durch das nur wenige Sonnentupfen auf den Sandboden fielen. Der Hund schaute mit die Lauer und Hess das Auge nicht von den feuchten Augen zu, wie jetzt die Herrin Enten. Schuhe und Socken abtat und das weisse «Banjo, hast du mir den Badeplatz ausgesucht? Mitten im Schilf? Du bist ein schlech- Tatzen auf die Zehen des Mädchens und Kleid über die Schultern streifte. Er legte die ter Quartiermacher! » Damit kam sie vor-schnauftesichtig über Wurzeln und Nadelboden — ein Sie wurde rot und drehte sich plötzlich um. jetzt vor seinen Augen der Schafstall und der ganze Wald überkugelte. Aber das dauerte nicht lange, und sobald diese Sinnestäuschung vorüber war, begann ihn wieder die Wirklichkeit zu fesseln. 'Mitten im Trümmerhaufen zeigte sich zuerst ein schmächtiges Räuchlein, das sich aber rasch zu einer dichten Fahne aufblähte. Und plötzlich war die Gegend, wo sich der mächtige Vogel niedergetan hatte, in eine schwarze blitzdurch-zuckte Wolke gehüllt. Zwischenhinein gab's noch einen heftigen Knall, und eine hohe prasselnde Feuerlohe verzehrte in ganz kurzer Zeit den Monoplan samt der Sprungschanze. Noch lange sass Felix da und rechtete mit dem Geschick. Wenn die Kiste auch wenig Neigung zum Fliegen verraten hatte, so konnte man ihr doch ehrlicherweise die Bewährung als neuzeitlicher Heuwender nicht absprechen. Ein Heuwender brauchte, genau genommen, überhaupt nicht zu fliegen. Wie nun, wenn er sich nochmals an dieses Problem, das für ihn eigentlich schon gar keines mehr war, heranmachte? Waren da nicht auch Ehren zu holen? Zwang er da nicht den gesamten Bauernstand vor seine Füsse? Und brachten die Patente und Lizenzen nicht überhaupt mehr ein als diese ganze öde Sportfliegerei? Hm, aber so eine Neukon- 28. Juni bis 1. Juli 1934 auf dem Areal der EPRA « Wirst du wegschauen, Banjo ! Was fällt dir ein ! Ist das üblich, dass man hinschaut, wenn eine junge Dame sich auszieht ? » Der Hund gähnte verlegen und wandte den Kopf angestrengt nach dem Wasser. « Gut so. Du bist ein braves Tier», sagte sie. Schon stand sie entkleidet, schaute zufrieden an ihren langen braunen Beinen herunter, warf die Arme in den Nacken, schüttelte das gelbe Haar und schlüpfte in den wollenen Schwimmanzug. Die Sonne war höher gestiegen. Die Wolkenschicht löste sich in strähnige Fetzen, auf Augenblicke war der Sand hell beleuchtet und die Bäume warfen lange Schatten über das Wasser. Das Mädchen begann einen wilden Tanz. Sie sprang mit grossen Sätzen durch die Luft, wälzte und rollte sich am Boden, streckte die Beine kerzengerade in die Höhe, lief auf struktion kostete auch wieder eine schöne Stange Geld! Etwas bedrückten Herzens meldete Felix seiner Braut den Brajidfall und tönte gleichzeitig die goldenen Aussichten als Heuflieger an. Aber ihr Ehrgeiz war leider ganz einseitig in den Luftraum gerichtet und sie wischte Felixens Pläne brüsk unter den Tisch. Als richtiggehende Fliegerbraut wäre sie wohl noch zu weitern Opfern bereit gewesen, aber für so einen elenden Bodenpiloten hatte sie nichts mehr übrig. Sie — und eine Heuwenderbraut? Nein, sie dankte. Und warf ihn hinaus. * Schon längst war Felix wieder bei seinen Leisten und dichtete, um seine unentwegte Verbundenheit mit der Fliegerwelt zu bekunden, Pilotentörtchen und Hangarwaffeln. Und schon umfing ihn wieder der süsse graue Alltag. Da aber wurden nachträglich die fast eingeschlafenen trüb'en Erinnerungen durch einen gemeinen Bussenzettel wieder aufgefrischt, eine Anklage, die ihm zur Last legte, «zu nahe am Wald verbotenerweise ein Feuer angezündet zu haben». (Schluss.) **^ «"* o» & m -» Donnerstag, 28. Juni: 1. Mittlere Dressurprüfung (nationale). II Samstag, 30. Juni: 5. Schwere Dressurprüfung (nationale). 2. Eröffnungspreis (Kat. L.). II 6. Jagdspringen (Kat. M.). Freitag, 29. Juni: 3. Preis vom St. Georg (Internat. Dressurprüfung). 11 Sonntag, 1. Juli: 7. Grand Prix (Internat. Dressurprüfung). 4. Armeepreis (Kat. M.). | | 8. Preis vom st. Georg (Kat. s). . 9, Barrierenspringen (Kat. S.). Vorführungen am Sonntag: Verschiedene Schaunummern. Billett-Vorverkauf: Regie Thun - Tel. 20.76. 28.-30. Juni: halbe Preise. Gedeckte Tribünen (Logen und numerierte Plätze). Bewachter Autopark.