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E_1934_Zeitung_Nr.051

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AUTOMOBIL-REVUE

AUTOMOBIL-REVUE 1934 - N» 51 Das Netz der schweizerischen Hauptstrassen mit Vortrittsrecht. Mit RücksWhl auf die «anlxcichen Neuabonnenten und den Wunsch um Nachlieferung der obigen Strassenkarte, publizieren wir di«s« i im Zusammenhang mit dem Lettartikel noch! einmal. als fiauptstrasse gekennzeichneten Strasse daherkommenden nicht motorisierten Fahrzeug, indem — wie bereits erwähnt — der Wortlaut von Alinea 2 des Art. ZI des Automobilgesetzes den Vortritt ausschliesslich auf das Motorfahrzeug beschränkt Sinngemäss gelten natürlich die Bestimmungen des Vortrittsrechtes auch für Radfahrer, Fahrzeuge mit Tierbespannung, Handkarren und Zugwagen, sowie für Reiter und Viehherden untereinander, nicht aber, wenn eine der hiervon genannten Kategörieri von Strassenbenützern mit einem Motorfahrzeug konkurriert. Das Rundschreiben des eidg. Justiz- und Polizeidepartementes vom 27. März 1934 vertritt allerdings den Standpunkt, dass ein aus einer Nebenstrasse in die Hauptstrasse einfahrendes Motorfahr-, zeug einem Handwagen oder einer Viehherde den Vortritt zu lassen hat. »Diese Auffassung ist aber, weil mit dem Wortlaut von Art. 27 des Automobilgesetzes unvereinbar, rechtsirrtümlich. Sie steht auch, soweit bis heute feststellbar, mit der Gerichtspraxis in Widerspruch. Es bleibt nun abzuwarten, wie sich die Einführung von Hauptstrassen, die Freigabe des Vortrittsrechtes für diese und die gleichzeitige Einschränkung desselben in den Ortschaften und die dadurch bedingte Signalisierung auswirken werden. Erweisen sich die Auswirkungen vom Standpunkte des Strassenverkehrs als verkehrsfördernd, haben sie ihren Zweck erfüllt. Andernfalls werden sie eben nur eine Zwischenstufe zu einer einfachem und damit auch bessern Lösung und damit einen noch ungebrochenen Weltrekord aufgestellt hatte, spiegelte sich in Felixens Draufgängerseele eher wie eine unverantwortliche Kulturtrödelei als wie eine zielweisende Mannestat. Man sieht daraus, dass für unsern energiegeladenen Felix noch recht viel zu tun übrig blieb. Es kam Felixen zustatten, dass er unter Vorweisung seiner Planpausen in verhältnismässig kurzer Zeit einige flugfiebrige Opfer erweichen und mit diesem Geld sofort an die Arbeit gehen konnte. Jeder dieser freundlichen Geldgeber verknüpfte selbstverständlich seinen Zuschuss mit der Erwartung, im Felix'schen Erfolgsfall in einem Atem, mit dem himmelstürmenden Piloten genannt zu werden. Das allein war schon eine weitausholende gönnerliche Geste wert. Um ungestört schaffen und ausprüfen zu können, mietete Felix am Waldrand einen Landstreifen, der ihm ausreichenden Anlauf gestattete. Ausserdem stand günstigerweise am einen Ende des Platzes ein alter Schafstall von bedeutenden Ausmassen, in dem er die Werkstätte einrichtete und dessen südliche Wand durch Schiebevorrichtungen seinen Absichten angepasst wurde. Es ist nun völlig einleuchtend, dass Felix das Flugzeug nicht ohne jede fremde Handreichung bauen konnte, und so zog «r denn gelegentlich Stundenarbeiter bei, die er ganz sein: einem allgemeinen Vortrittsrecht der Hauptstrasse ohne Beschränkung desselben in den Ortschaften und einem Vortrittsrecht von rechts ausschliesslich nur in denjenigen Fällen, in denen Zweifel über die Haupt« strassenqualität bestehen können, wie z.Bf bei Strassen gleicher Breite. Dr, R. von Stürler..' ' Schweizerische Rundschau Besteuerung ausländischer Kraftfahrzeuge Und Signalordnung. Dass der Bundesrat in der Behandlung dieser beiden Geschäfte besonders speditiv vorgegangen sei, kann kaum behauptet werden. Am 30. März 1931' wurden diese Konventionen in Genf unteiy zeichnet, heute — nach etwas mehr als drei Jahren — werden die Botschaften den eidgenössischen Räten vorgelegt, damit auch die Schweiz d'ie endliche, Ratifizierung vor-- nehmen kann. ' . '.. Andere Staaten haben in dieser Angelegenheit rascher gehandelt. Italien, Holland» Spanien, Portugal und Monaco haben die, Signalördnung ratifiziert. Die Ratifizierung des Abkommens über die Besteuerung ausländischer Kraftfahrzeuge haben bis heute" vorgenommen: Dänemark, Portugal, Grossbritannien (mit Rhodesien und Neuseeland), Belgien, Luxemburg, Spanien, Italien, Schweden, Holland (mit Niederländisch-Indien, Surinam und Curacao), Bulgarien, Jugoslavien und Irland. Praktisch allerdings ändert die Annahme der beiden Konventionen für unser Land; nicht viel. Die Signalordtoung ist in der nach Belieben einstellte und wieder entliess. Da er ängstlich an seinem Grundsatz festhielt, sich von keinem technisch geschulten Naseweis in die Karten blicken zu lassen, schritt die Arbeit verständlicherweise nur langsam vorwärts. Aber nicht nur der Umstand, dass er seine Mitarbeiter eigensinnig aus dem Lager der « vollkommen schimmerlosen Laien» rekrutierte, verlangsamte den Flugzeugbau, sondern auch die misstrauisehe und zögernde Ausführung seiner Materialbestellungen. Felix schaffte nach seinem genau gezeichneten Plan, von dem er nicht um Haaresbreite abwich. Und schon beim ersten Entwurf war er davon ausgegangen, die offensichtlichen Konstruktionsirrtümer derWright'- schen Modelle auszumerzen. Aus diesem Grunde führte er eine durchgreifende Verstärkung des ganzen Flugzeuggerippes durch, voraussetzend, damit dem fortwährenden Brechen, Splittern und Verbiegen, den typi- Schweiz seihon beinahe durchgeführt und in der Besteuerung ausländischer Kraftfahrzeuge hatten wir schon 1 lange ein sehr liberales Regime, das allen ausländischen Wagen während drei Monaten. Steuerfreiheit gewährte. Von den angrenzenden Staaten hatte die Schweiz mit; Italien utid Oesterreich schon einen Vertrag auf Gegenseitigkeit, so dass, Schweizer in diesen Ländern keMö Gebühren zu bezahlen hatten. Das gleiche gilt für Belgien. Deutschland hat erst kürzlich für.Automobilisten aller Länder ohne Ausnähme die Steuerfreiheit für 90 Tage eingeführt. Erwähnt sei, dass vor kurzem auch Frankreich seine übersetzten Aufenthaltsgebühren abgeschafft hat, an deren Stelle aber eine Erhöhung des Benzittpreises von. französischen Fr. 0.50 getreten ist. Sicherlich bringt ; däs neue Abkommen manche Erleichterung für den internationalen Touristikverkehr. In allen Staaten, die die Ratifizierung vorgenommen haben, zahlt der Schweizer Fährer in Zukunft keine Gebühren mehr. Ein'; recht überflüssiger Zqpf allerdings ist an dorn Abkommen doch noch hängen geblieben. "Es ist dies der internationale SteuerausweiSr der von den massgebenden Behörden oder einer beauftragten Vereinigung des Heimatlandes ausgestellt werden muss: Dieser Steuerausweis ist bei Eintritt und Austritt bei den Zollämtern vorzuweisen, um die Steuerfreiheit zu erhalten. Die Schweiz freilich verlangt von seinen Gästen diesen absolut überflüssigen Ausweis nicht. schen Kinderkrankheiten dieser ausländischen Flugmaschinen, die Ursache genommen zu haben. Als sich dann das Werk seiner Vollendung näherte, entliess er seine kleine Belegschaft und nahm dafür, wie das jeder prominente Pilot tat, einen «Mechaniker» in Dienst, denn Felix sah wohl ein, dass er bei den Startversuchen ohne einen solchen nicht auskommen konnte. Mechaniker war nun zwar diese neue Hilfskraft auch wieder nicht, aber der Mann war anspruchslos, legte ein zehn Jahre altes Zeugnis vor, das ihn als zuverlässigen Baggerknecht empfahl und konnte nachweisen, dass er kürzlich ohne eigene Schuld als Friedhofgärtner abgebaut worden war. Mehr durfte Felix, der fremde Meinungen und Ratschläge niemals ertragen konnte, von einem Mitarbeiter auch nicht verlangen. Aus dem Schafstall drangen fast zu jeder Tages- und Nachtstunde Geräusche, die an Seltsamkeit und Tonfülle nichts zu wünschen übrig Hessen; In reicher Abwechslung war es ein langanhaltendes Hämmern und Schnurren, dann wieder ein verhaltenes Schnauben, Aechzen und Stöhnen, bald ratterte es wie eine Dreschmaschine, sang wie eine Kreissäge oder es knallte wie Gewehrfeuer. In weitem Umkreis roch das Erfindergelände nach Benzin, verbranntem Oel und Kalziumkarbid. Aber kein zufällig Vorübergehender hätte daraufkommen können, dass in diesem Stall ein Mensch an seiner Unsterblichkeit zimmerte. Der Raum war erhellt durch zwei Fahrradlampen. Mitten drin stand das «Flugzeug», wie das Ding vom Erbauer etwas voreilig bezeichnet würde, und ringsum an den Wänden häuften sich Räder, Flaschen, Im Abkommen ist auch festgelegt, dass während eines Jahres alles in allem 90 Tag« steuerfrei seien. Auch in dieser Beziehung ist die schweizerische Praxis viel weitherziger, denn bei jedem Eintritt in unser Land beginnt die Frist von 90 Tagen wieder von neuem zu laufen. Für die'ausländischen Fahrer, die hf'die:; Schweiz kommen, ändert also das neue Abkommen nichts an den bestehenden Vorschriften. Die Schweiz ist sogar schon lange weiter gegangen in der Schaffung von Erleichterungen des internationalen Touristikverkehrs. Dagegen wird für Schweizer, die ins Ausland fahren, doch manche Erleichterung resultieren, wenn einmal alle Staaten die Ratifizierung vorgenommen haben. In der Botschaft des Bundesrates an die Bundesversammlung betr. die Ratifikation, des am 30. März 1931 in Genf abgeschlossenen Abkommens über die Vereinheitlichung der Wegzeichen wird die Genehmigung folgendermassen begründet: I. Die Vereinheitlichung der Strassensignalisation ist in der Schweiz zuerst vom Schweizerischen •Städteverband in die Wege geleitet "worden, der ein System ausgearbeitet hat, das vom Internationalen Städteverband angenommen wurde. In der Folge hat sich der Völkerbund mit dieser Frage befasst und die Vorschläge des Internationalen Städteverbands mit einigen Abweichungen allen Staaten zur Einführung empfohlen. Unterdessen hatte die Konferenz der kantonalen Baudireküonen ein Strassensignalisatio^ÄSTstem für den Ueberlandverkehr aufgestellt, jedoch mit zum Teil grundsätzlich abweichenden Signalen« Infolgedessen bestand die Gefahr, dass in der (Fortsetzung Seite 6.) Stangen, Bleche, Drahtknäuel und sonstiges Zeug. Der Motor leistete fünfundzwanzig Pferdekräfte, war allerdings schon ein bisschen ausgeleiert und machte, wenn ihm die Puste nicht vorher ausging, noch gutwillig seine fünfhundert Umdrehungen. Nur wenn Felix an ihm herumfingerte, um mehr herauszuholen, begnügte sich die Maschine auch: schon mit der Hälfte. In langer, aufopfernder Lehrtätigkeit brachte Felix dem Gärtner das Anwerfen des Propellers bei, und nach Monaten unsäglicher Mühen und rastlosen Fleisses kam dann endlich der Tas, wo sich unser Pilot entschloss, den grossen Vogel endlich einmal ans Tageslicht herauszuziehen. Und bei diesem Versuch stellte sich erstmals ein kleines bauliches Versehen störend in den Weg. Es ergab sich nämlich bedauerlicherweise, dass die Flügelspannweite um genau dreissig Zentimeter die Oeffnung der Schiebestalltüre überschritt. Kein Drehen und Wenden half. Stundenlang mühten sich die beiden damit ab, den « Monoplan > an die freie Luft hinauszumorksen. Es ging einfach nicht. Und die Türe Hess sich. auch nicht weiterschieben, weil gewisse Symptome darauf hindeuteten, dass dann der ganze Stall einstürzen würde. (Fortsetzung Seite 21 des «Autler-Feiertbend«».)

N«51 - 4UTOMOBIL-REVUE &•»«»»# in d« Sportnachrichten S«fa"vr' Auftakt zur schweizerischen Bergrennsaison. Nachdem mit dem Grossen Preis von Montreux die Reihe der diesjährigen internationalen Grossereignisse auf schweizerischem Boden vielversprechend eingeleitet worden ist, wird am übernächsten Sonntag auch die diesjährige Saison der nationalen Bergrennen eröffnet. Am 1. Juli findet das Bergrennen Rheineck-Walzenhausen statt, 14 Tage später schliesst sich das Bergrennen von Develier-Les Rangiers an, und dann folgen nach einem zweimonatigen Unterbruch, zwischen dem sich der Klausen und der Grosse Preis der Schweiz befinden, am 16. September das Bergrennen Montreux- Caux und' am 23. September als letzte Veranstaltung das Bergrennen vom Monte- Ceneri. Bekanntlich zählen für die nationale Automobilmeisterschaft 1934 ausser dem bereits gefahrenen Kilometerrennen von Grand- Saconnex alle diese vier Bergrennen, so dass man auch dieses Jahr wieder mit der Beteiligung der Grosszahl der schweizerischen Fahrer rechnen darf. Bergrennen Rheineck-Walzenhausen-Lachen. Das traditionelle ostschweizerische Bergrennen, das auch dieses Jahr wieder von der Sektion St. Gallen des A.C.S. organisiert ist, findet, wie gewohnt, auf der 6,5 km langen Strecke Rheineck-Walzenhausen-Lachen statt. Der stehende Start findet sich beim «Hecht > in Rheineck, 410 m über Meer, und das Ziel beim Dorfemgang Lachen, 843 m ü. M. Die Höhendifferenz beträgt demnach 433 m, die durchschnittliche Steigung 6,7 % und die Maximalsteigung 11 %. Das Rennen ist wie gewohnt für Touren-, Sport- und Rennwagen offen. Die Touren- . und Sportwagen sind in 6 Klassen untergeteilt, und die Rennwagen in 5 Klassen. Bei den Touren- und Sportwagen wird wieder eine separate Klassifizierung der Amateurund der Expertenfahrer vorgenommen. Auf je 3 Fahrzeuge einer Wertungsgruppe entfällt zum mindesten ein Preis. Startet in einer Klasse nur ein Fahrer, so erhält derselbe entsprechend seiner Leistung eine Belohnung. Im weitern sind vorgesehen : Ein Speziaipreis für die beste Zeit des Tages, Speziaipreise für die beste Zeit jeder Kategorie, und endlich ein Speziaipreis für die bestklassierte Dame. Die Anmeldungen sind mit dem Nenngeld von 40 Fr. bis spätestens Donnerstag den 28. Juni 18 Uhr, an das Sekretariat der Sektion St. Gallen-Appenizell, Schützengasse 12, einzureichen. Bis Freitag den 29. Juni, 12 Uhr, werden Anmeldungen zur doppelten Einschreibegebühr entgegengenommen. Das Programm hat gegenüber dem Vorähre einige kleine Abänderungen erfahren. Die Wagenabnahme ist, wohl im Hinblick auf die im letzten Winter bei der N.S.K. eingelaufenen Vorschläge, auf den Sonntag verschoben worden. Das Training ist auf Samstag den 30. Juni von 6—8 Uhr und 1 18—21 Uhr festgesetzt. Am Sonntag vormittag besammeln sich die Konkurrenten um 8 Uhr zur Wagenabnahme auf der Strasse Bauhof- Ebenau, Richtung Ebenau. Um 9.30 Uhr folgt die Vorführung einer Reihe neuer Wagenmodelle. Das geschlossene Motorradrennen beginnt um 10 Uhr und das Autorennen um 10.30 Uhr. Wie gewohnt, schliesst um 13.30 Uhr im «Kurhaus » das Bankett mit Preisverteilung die ganze Veranstaltung ab. An der Spitze des rührigen Organisationskomitees steht wiederum der Präsident der Sektion St. Gallen-Appenzell, Herr Traugott Walser. Als Delegierte der Nationalen Sportkommissioti wurden die Herren Decrauzat, Lumpert und Frei bezeichnet. Bergrennen Develier-Les Rangiers. Auch das 14 Tage später stattfindende Bergrennen von Develier-Les Rangiers, das dieses Jahr zum dritten Mal ausgefahren wird, befindet sich auf gutem Wege. Bereits liegt das Reglement der Veranstaltung vor, die wiederum von der Sektion Les Rangiers des A.C.S. organisiert wird. Die 7 km lange, vorzüglich ausgebaute Rennstrecke findet sich bekanntlich in bestem Zustande. Der Start liegt 500 Meter oberhalb Develier, und das Ziel 300 Meter vor Les Rangiers. Der Höhenunterschied misst 360 Meter, die Durchschnittssteigung 6% und die Maximalsteigung 10%. Auch zu diesem Rennen sind selbstverständlich Touren-, Sport- und Rennwagen zugelassen, wobei die ersteren zwei Kategorien ebenfalls in sechs und die letzte Kategorie in fünf Gruppen untergeteilt sind. Auch hier gilt die gesonderte Bewertung von Amateuren und Experten bei den Touren- und Sportwagen. Auf je drei Fahrer einer Klasse entfällt ein Preis. Zudem sind an Speziaipreisen ausgeschrieben : Speziaipreis für die beste Zeit des Tages, für die beste Zeit jeder Kategorie und für die besten Touren- und Sport- wagen-Amateure, sowie für die schnellste Fahrerin. Die Meldungen sind mit dem Nenngeld von 30 Fr. für Sport- und Tourenwagen und 40 Fr. für Rennwagen bis zum 9. Juli, 17 Uhr, an das Sekretariat der Sektion « Les Rangiers », Delemont, einzusend'en. Ein zweiter Nennungsschluss wurde nicht angesetzt. Die Wagenabnahme geht am Sonntag von 9.30 Uhr an im Schlosshof vor sich. Das Rennen beginnt um 14 Uhr. Die Preisverteilung folgt am Sonntag abend in Delemont. An der Spitze des Organisationskomitees steht Ingenieur Levy, Delemont. Als Sportkommissäre für dieses Rennen fungieren die Herren Töndury, Präsident der N.S.K., Geneux und Dr. Napp. Schweizer Fahrer an der deutschen 2000- km-Fahrt. Die Nationale Sporttkommission orientiert uns von einem Schreiben der obersten nationalen Sportbehörde Deutschlands, worin dem Wunsche Ausdruck gegeben wird, dass auch zahlreiche Schweizer Automobilisten sich an der grossen 2O00-km- Fafort durch Deutschland beteiligen, auf die wir schon kürzlich hingewiesen haben. Die O. N. S. gewährt den Mitgliedern des A. C S. folgende sehr bemerkenswerte Vergünstigungen: 1. Zollfreier Grenzübertritt für das Fahrzeug und 2. kostenlose Unterbringung und Verpflegung in Baden-Baden von Donnerstag, d'en 19. Juli, bis Dienstag, den 24. Juli 1934, und zwar für jeden Fahrer, dessen Beifahrer und gegebenenfalls auch für einen mitgebrachten Mechaniker in guten Hotels. Man darf erwarten, dass die Schweizer Fahrer diese ausserordentliche Geste der deutschen Sportbehöirde zu schätzen wissen und unser Land in erfreulicher Anzahl an dieser hochinteressanten Konkurrenz vertreten. Internationale Alpenfahrt 1934. Das Sekretariat der Nationalen Sportkommission des A.C.S. bittet uns, die Leser daran zu erinnern, dass alle Interessenten für dlie diesjährige Alpenfahrt, die vom 5.—12. August stattfindet, vom Sekretariatssitz, Laupenstrasse 2, Bern, die Reglemente beziehen können. Der A.C.S. nimmt bis zum 10. Juli die Anmeldungen für diese hochinteressante sportlich-touristische Prüfung entgegen. Da die diesjährige Alpenfahrt mitten durch die Schweiz führt, wäre es ausserordentlich zu begrüssen, wenn auch unser Land entsprechend stark vertreten wäre ! II. Schweiz. Auto-Sklmeeting am Rhonegletscher 23./24. Juni 1934. Im Augenblick, da diese Zeilen erscheinen, ist das gefällige Heftchen, in welchem alles Wissenswerte für die Interessenten des Auto - Skimeetings enthalten ist, in den Händen aller Konkurrenten. Das Titelblatt, welches aus der Vogelschau die kunstvollen Strassenschleifen der Purka und Grimsel im obersten Winkel des Rhonetales darstellt, ist so recht geschaffen, um dem Schweizer Alpenfahrer die Vorfreude an der Sternfahrt nach Gletsch zu erwecken. Herr Decrauzat, Vize-Präsident der Nationalen Sportkommission des A. C. S., hat sich die Mühe genommen, für diese Sternfahrt ein Reglement auszuarbeiten, welches die Zuverlässigkeit der konkurrierenden Fahrer auf Probe stellt, ohne durch allzu harte Tücken jene hoffentlich recht zahlreichen Sportbegeisterten abzuschrecken, die nicht zu den schlauen Routiniers solcher Wettkämpfe gehören. • Jede der 6 Zufahrtsstrassen, welche die Sternfahrer nach Gletsch führen: von Visp, Interlaken, Samen, Altdorf, Disentis, Airolo her, wird durch geheime Kontrollposten in 3 Sektoren geteilt, für die das Organisationskomitee verschiedene, erst während der Fahrt bekanntgegebene Durchschnittsgeschwindigkeiten vorschreibt. Das letzte Teilstück soll insofern interessanter gestaltet werden, als der Automobilist hier auf die Hilfe der Messinstrumente seines Schaltbrettes verzichten wird und der Erfolg somit ganz auf seinen eigenen Fahrinstinkt abgestellt ist. Die längste Strecke haben die in Altdorf startenden Fahrer zurückzulegen, nämlich 68 km. Es folgen Interlaken mit 67,8 km, Samen mit 66,9 km, Disentis mit 63,6 km, Visp mit 57 km und Airolo mit 54 km. Der Start erfolgt am 23. Juni zwischen 15 und 17 Uhr, und die Ankunft in Gletsch vor dem Hotel Rhonegletscher schliesst um 19.30 Uhr. Für jeden Streckensektor werden 120 Punkte erteilt. Die Ueberschreitung der vorgeschriebenen Durchschnittsgeschwindigkeit zieht den Abzug von Strafpunkten nach sich. Sisger wird derjenige, der die grösste Zahl von Punkten erreicht. Sämtliche Wagen bilden nur eine Klasse, ohne Rücksicht auf ihren Zylinderinhalt. Die 5 hesten Fahrer erhalten Preise. Zwischen den Sektionen des A. G. S. wird auch ein Wanderbecher ausgetragen. Diejenige Sektion, von der 3 Mitglieder zusammen das beste Gesamtresultat erreichen, wird bis zum folgenden Jahre Inhaberin des Bechers. Wird dieser innerhalb drei aufeinanderfolgender Jahre von der gleichen Sektion wenigstens zweimal gewonnen, so wird sie endgültige Besitzerin. Zwar hat die Eröffnung der Alpenstrassen, und insbesondere der Grimsel und Furka, als deren Auftakt die Sternfahrt gedacht ist, bei dem diesjährigen ausserordentlich warmen Frühlingswetter, bereits in den allerersten Tagen des Juni stattgefunden. Dies soll aber den Charakter der Veranstaltung und insbesondere den skisportlichen Teil des Programmes nicht beeinträchtigen, da der Frühlingsschnee, der gegenwärtig an der Maienwand und an den Hängen des Belvedere dem lauen Winde nicht mehr stand hält, auf der hohen Schneide der Furka und im schattigen Winkel des Gratschlucht-Gletschers seit Menschengedenken erst der Julisonne weicht. So konnte eine Delegation des Organisations-Komitees, welche die Schneeverhältnisse auf den Rennstrecken zu prüfen Jiatte, in diesen letzten Tagen feststellen, dass die Abfahrt von der Höhe des Mutthorns in die Tiefe der 5 Tonnen-Lastwagen mit eingebautem Royal-Schweröl-Vergaser (Brennstoff vorzugsweise Petroleum) Das Interesse Der Prospekt * ; .^•fc- •;, •, für unsern Schwerölvergaser steigert sich von Tag zu Tag. gibt ihnen über sämtliche Einzelheiten u. Einbau-Preise eingehend Auskunft. Verlangen Sie denselben heute noch. Toi AA CQQ Tft Dinu A#l *« • w* *« * • A v •* A ^ ^ ^ /i^# Muttbaoh-Station über eine solide sulzige Föhre führt, die an Schnelligkeit und Zügigkeit nichts zu wünschen übrig lässt. Am Slalom-Hang wird sich die Schneedecke vielleicht ein Schönheitsmittelchen gefallen lassen müssen: Herr O. Gurtner, der seit den diesbezüglichen interessanten Versuchen auf der Jugoslavischen Mammut-Schanze von Planika im März dieses Jahres unermüdlich an der Gewinnung einer Ammoniak-Lösung arbeitet, durch welche der nasseste Schnee innerhalb wenigen Stunden in eine trockene und harte Substanz zurückverwandelt werden kann, hat dem Organisations-Komitee bereitwillig seine magischen Künste angeboten. Auch durch dieses in der Schweiz erstmalige Experiment wird die Veranstaltung einen besonderen Reiz erhalten. Die Teilnahme einiger unserer ganz grossen Ski- Kanonen an den Konkurrenzen ist bereits sichergestellt. Der sympathische Otto Furrer, welcher beim letztjährigen Meeting die Siege sowohl im Abfahrtsrennen wie im Slalom mit einem grandiosen Gestus einsteckte, wird wiederum auf der Bildfläche erscheinen. Das charmante Trio der Parsenn-Amazonen Bertsch wird seine letzt jährigen Erfolge von Gletsch wiederholen. Der fröhliche Scheidegger Fritz Steuri und der vom Lehrfilm des S. S. V. her als klassischer Skifahrer bekannte Willy Steuri werden die Oberländer Ski-Elite würdig vertreten. Bereits haben auch die Ski-Gemeinden von.Brig und Meiringen, sowie die S. A. S.ler die Entsendung einer flotten Equipe zugesagt. So ist zu hoffen, dass die Ski-Konkurrenzen zu einem Wettkampf gestaltet werden können, bei dem es hart auf hart geht, und der auch den Automobilisten, welche nicht zur Skifahrer-Zunft gehören, ein spannendes und vergnügsames Schauspiel bietet. X. Internat. Klausenrennen. Die Saison der groesen automobilistischen Bergprüfungen hat begonnen. Am Sonntag wurde in Bayern das Kesselbergrennen ausgetragen. Bei einer gewaltigen Beteiligung wurden von vielen Konkurrenten ausserordentlich gute Leistungen geboten. Auf einem neuen deutschen Rennwagen, einem Produkt der Auto-Union, schlug Hans Stuck, der grosse Meister im Bergfahren, den alten Strekkenrekord und stellte mit einem Durchschnitt von über 80 km/St, eine neue Bestleistung auf, die man vor noch nicht langer Zeit nicht für möglich gehalten hätte. Auch mit dem neuen Mercedes- Rennwagen, von Manfred von BraucMtsch geführt, konnte die Bestzeit des Jahres 1932 unterboten werden. Da sowohl die Auto-Union, wie Mercedes- Benz ihre Teilnahme am Klausenrennen vom 5. August dem A. C. S. bekanntgegeben haben, verdienen diese Ergebnisse des Kesselbergrennens starke Beachtung. Auf die vom Organisationskomitee an die Fahrer .ergangenen Einladungen hin, sind bis heute gegen 150 Zusagen für das Autorennen und Tund 80 Zusagen für das Motorradrennen eingegangen. Da jedoch für die beiden Rennen nur je ca. 50 Fahrer angenommen werden können, wird es leider nicht möglich sein, alle Fahrer zu berücksichtigen. Eines aber steht fest: Das Klausenrennen wird dieses Jahr eine bis anhin nie gekannte qualitativ hochstehende internationale Beschickung erhalten, denn neben einer grossen Zahl bester Einzelfahrer werden alle massgebenden, europäischen Fabriken und Scuderien mit ihren neuesten Maschinen vertreten sein. Die nächsten vierzehn Tage werden die definitiven Engagements der Fahrer bringen, die heute zum grössten Teil vor dem Abechluss stehen. Man nutze daher die Zeit und sichere sich im Vorverkauf bei den Sekretariaten des A. G. S. in Zürich, Basel, Bern, Luzern, St. Gallen, Lugano die günstigen Parkplätze; Preisredüktionen im Vorverkauf von Fr. 5.— bis 10.—, d. h. bis zu 40% pro Parkkarte. Die Anmeldungen zum Grossen Preis für Automobile. Obwohl nicht eine allgemeine Ausschreibung dieses Rennens erfolgte, sondern die Fabriken und Fahrer, an deren Teilnahme das Organisationskomitee ein Interesse hatte, besonders eingeladen wurden, so gingen doch an die Hundert Anfragen ein. Mit der Mehrzahl der in Aussicht genommenen Teilnehmer eind die Vereinbarungen endgültig abgeschlossen worden, während die noch schwebenden Unterhandlungen in den allernächsten Tagen zu einem guten Ende kommen dürften. Schon heute steht aber fest, dass der am 26. August zum Austrag kommende erste Grosse Preis eine hochqualifizierte und durchaus internationale Besetzung aufweisen wird, sind doch durch die bereits gemeldeten Piloten sieben Nationen vertreten. Unter den Einschreibungen für den Grossen Preis dürften am meisten diejenige der Scuderia Ferrari, sowie der Fabrikequipe von Mercedes-Benz interessieren. Die älteste und erfolgreichste italienische Rennfahrerorganisation hat ihre Equipe noch nicht definitiv genannt, doch ist mit grösster Sicherheit mit dem Start von Graf Trossi, Chiron un-d Moll zu rechnen. Als Fahrer bei Mercedes-Benz kommen der nun wiederhergestellte R. Caracciola, von Brauchitsch und Fagioli in Frage. Der Motorrad- und Weltrekordmann Henne wird als Ersatzmann mitkommen. Unter den Einzelfahrern seien vorläufig nur Penn-Hughes, Howe, Hamilton, Zehender, Balestrero, Pietsch und die beiden Schweizer Ruesch und Maag genannt, alles « Leute vom Bau >, die schon aus vielen internationalen Rennen siegreich hervorgingen. Auch für das Rennen der Kleinwagen ist ein unerwartet grosses Interesse vorhanden. Täglich laufen Anfragen und sogar Anmeldungen ein, die aber meistenteils nicht mehr berücksichtigt werden können, da bei der Auswahl der Fahrer um so strenger vorgegangen wird, als höchstens zwanzig Wagen zum Start zugelassen werden. Deren Liste ist fast endgültig abgeschlossen. Es handelt sich hier ausschliesslich um Einzelfahrer von Format. Genannt seien neben dem Schweizer H. Kessler, die Deutschen Kohlrausch, Simon, Briem, Hummel, die Italiener Graf Castelbarco, Malagutti, Piccolb, dann die Franzosen Girod, und Mae Itier, die Engländer Hamilton und Seaman, welche für den amerikanischen Stall von Straight fahren und — last not least — der Tscheche Sojka. Die Reihe der Nennungen dürfte demnächst noch durch höchstens ein halbes Dutzend weiterer bekannter Piloten ergänzt und abgeschlossen werden. Bei dieser Gelegenheit sei noch erwähnt, dasa das da. und dort zirkulierende Gerüeht, als seien bereits alle guten Plätze ausverkauft, nicht den Tatsachen entspricht. Allerdings sind in den wenigen Tagen, seitdem der Vorverkauf offen ist, bereits mehr als die Hälfte der verfügbaren Sitzplätze bestellt worden. Es stehen aber auf allen drei Tribünen und in jeder Preislage noch eine Anzahl Sitzgelegenheiten zur Verfügung. Da nunmehr auch ;chon Bestellungen aus dem Außlande eingehen, so werden die Schweizerischen Sportfreunde, die am 26. August in Bern sein wollen, gut daran tun, sich ihre Billetts rechtzeitig zu sichern.