Эмиль Рудер Типографика - Newsman.tsu.ru

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Ñòðàíèöà ðàäèîïüåñû Ôðèäðèõà Äþððåíìàòòà.

Ðåïëèêè è ðåìàðêè ê ïîñòàíîâêå â äðàìàòóðãè-

÷åñêîì íàáîðå äîëæíû ðåçêî ðàçëè÷àòüñÿ.

Çäåñü ýòî äîñòèãàåòñÿ ïðåæäå âñåãî ñ ïîìîùüþ

áåëîãî. Èìåíà äåéñòâóþùèõ ëèö âûíåñåíû íàðóæó,

à óêàçàíèÿ ê ïîñòàíîâêå äàíû â êâàäðàòíûõ

ñêîáêàõ.

Der Besucher: Kann ich mir denken. Iselhöhebad ist teuer. Für mich katastrophal.

Dabei wohne ich höchst bescheiden in der Pension

Seeblick. [Er seufzt.] In Adelboden war’s billiger.

Der Autor: In Adelboden?

Der Besucher: In Adelboden.

Der Autor: War ebenfalls in Adelboden.

Der Besucher: Sie im Grandhotel Wildstrubel, ich im Erholungsheim

Pro Senectute. Wir begegneten uns einige Male. So bei

der Drahtseilbahn auf die Engstligenalp und auf der Kurterrasse

in Baden-Baden.

Der Autor: In Baden-Baden waren Sie auch?

Der Besucher: Auch.

Der Autor: Während ich dort weilte?

Der Besucher: Im christlichen Heim Siloah.

Der Autor [ungeduldig]: Meine Zeit ist spärlich bemessen. Ich habe

wie ein Sklave zu arbeiten, Herr...

Der Besucher: Fürchtegott Hofer.

Der Autor: Herr Fürchtegott Hofer. Mein Lebenswandel verschlingt

Hunderttausende. Ich kann nur eine Viertelstunde für Sie aufwenden.

Fassen Sie sich kurz, sagen Sie mir, was Sie wünschen.

Der Besucher: Ich komme mit einer ganz bestimmten Absicht.

[Der Autor steht auf.]

Der Autor: Sie wollen Geld? Ich habe keines für irgend jemanden übrig.

Es gibt eine so ungeheure Anzahl von Menschen, die

keine Schriftsteller sind und die man anpumpen kann, daß

man Leute von meiner Profession gefälligst in Ruhe lassen

soll. Und im übrigen ist der Nobelpreis verjubelt. Darf

ich Sie nun verabschieden?

[Der Besucher erhebt sich.]

Der Besucher: Verehrter Meister...

Der Autor: Korbes.

Der Besucher: Verehrter Herr Korbes...

Der Autor: Hinaus!

Der Besucher [verzweifelt]: Sie mißverstehen mich. Ich bin nicht aus

finanziellen Gründen zu Ihnen gekommen, sondern, weil

– [entschlossen] – weil ich mich seit meiner Pensionierung

als Detektiv betätige.

Der Autor [atmet auf]: Ach so. Das ist etwas anderes. Setzen wir uns

wieder. Da kann ich ja erleichtert aufatmen. Sie sind also

jetzt bei der Polizei angestellt?

Der Besucher: Nein, verehrter...

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