Verhaltenskodex - Bilfinger SE

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Verhaltenskodex - Bilfinger SE

Ermittlungen und interne Untersuchungen von Verdachtsfällen können den Geschäftsbetrieb erheblichbeeinträchtigen und interne Ressourcen unproduktiv binden.Hinweisen auf mögliche Gesetzesverstöße innerhalb des Konzerns geht Bilfinger aktiv nach, schaltetgegebenenfalls die zuständigen Behörden ein und kooperiert mit diesen.3.2 Ethisches VerhaltenDer Anspruch von Bilfinger geht über das bloße Einhalten der Gesetze und sonstigen verbindlichenRegelungen hinaus. Wir erwarten von unseren Mitarbeitern ethisches Verhalten bei ihrer geschäftlichenTätigkeit und in allen damit zusammenhängenden Situationen.Vorgesetzte müssen ihrer Vorbildfunktion gerecht werden. Wer für Bilfinger nach außen auftritt, trägtVerantwortung als Repräsentant des Konzerns.Zum ethischen Verhalten gehört es auch, sich nach dem erkennbaren Sinn unserer internen Vorgaben zurichten und nicht zu versuchen, sie mit formalistischen Begründungen zu umgehen.4. Wichtige Einzelaspekte unseres Handelns4.1 Bekämpfung von Korruption und GeldwäscheKorruption hat weltweit verheerende Auswirkungen auf Gesellschaft, Märkte und Unternehmen undkann auch Bilfinger erheblich schädigen. Deshalb bekämpfen wir Korruption und vermeiden – vor allemdurch Transparenz –, dass auch nur der Eindruck korruptiven Verhaltens entsteht.Die unredliche Einflussnahme auf Entscheidungen durch die Gewährung von Vorteilen gleich welcherArt ist verboten. Das gilt im In- und Ausland sowohl gegenüber Amtsträgern wie auch gegenüberMitarbeitern anderer Unternehmen und Institutionen.Wegen ihrer möglichen Verknüpfung mit korruptivem Verhalten unterliegen Zuwendungen von und anGeschäftspartner(n) (Einladungen, Geschenke, Spenden etc.) besonderen Vorgaben. Diese finden sich inder Integritätsrichtlinie.Bilfinger bekämpft verbotene Geldwäsche und achtet darauf, nicht in Geldwäschehandlungenverwickelt zu werden. Auch hierzu finden sich in der Integritätsrichtlinie nähere Hinweise.4.2 Fairer WettbewerbBilfinger bekennt sich zu fairem Wettbewerb. Wir überzeugen Kunden durch die Qualität unsererLeistungen und bieten diese zu wettbewerbsfähigen Preisen an. Unzulässigewettbewerbsbeschränkende Vereinbarungen lehnen wir ab.Weitere Hinweise und Handlungsanweisungen zum Wettbewerbsverhalten finden sich in derWettbewerbsrichtlinie.Seite 4 / 7


4.3 Sozialverhalten im KonzernWir sind den Prinzipien eines respektvollen, fairen und loyalen Umgangs miteinander verpflichtet. AllenMitarbeitern werden bei der Einstellung und ihrer weiteren persönlichen Entwicklung im Konzerngleiche Chancen geboten. Jegliche Diskriminierung ist untersagt. Insbesondere darf niemand wegenseiner Herkunft, seines Geschlechts, seiner sexuellen Orientierung, seiner Religion oderWeltanschauung, einer Behinderung oder seines Alters benachteiligt oder belästigt werden. Wirerwarten von allen Mitarbeitern, dass sie durch einen toleranten, höflichen und rücksichtsvollenUmgang miteinander zu einem produktiven Arbeitsumfeld beitragen.4.4 Faire BeschäftigungBilfinger bekämpft jede Form der illegalen Beschäftigung und der Ausbeutung von Arbeitnehmern.Illegale Beschäftigung untergräbt den Arbeitsmarkt und die sozialen Sicherungssysteme unseresGemeinwesens. Damit werden legale Arbeitsplätze gefährdet und die Schaffung neuer Arbeitsplätzeverhindert. Die Ausbeutung von Arbeitnehmern und Kinderarbeit sind mit unseren ethischen Wertenunvereinbar.4.5 Vermeidung von InteressenskonfliktenDer Erfolg von Bilfinger kommt der Gesamtheit der Mitarbeiter zugute. Er setzt voraus, dass der einzelneMitarbeiter im Sinne des Konzerns handelt. Private Interessen dürfen nicht zu Lasten des Konzernsverfolgt werden.Mögliche Interessenskonflikte müssen durch die Betroffenen selbst gegenüber ihren Vorgesetztenoffengelegt und überprüft werden. Einzelheiten hierzu sind in der Integritätsrichtlinie geregelt.4.6 Verantwortungsvoller Umgang mit Konzernvermögen und vertraulichen Informationen,TransparenzDas Konzernvermögen dient dem Wohl des ganzen Konzerns. Es ist vor Missbrauch zu eigenen undfremden Zwecken zu schützen. Bilfinger erwartet von seinen Mitarbeitern einen verantwortungsvollenUmgang mit den Vermögenswerten des Konzerns.Sorgfalt und Verantwortung sind auch im Umgang mit vertraulichen Informationen erforderlich, dieMitarbeiter im Rahmen ihrer Tätigkeit erhalten. Sie dürfen nicht zum eigenen Nutzen missbraucht oderunzulässig an Dritte weitergegeben werden. Personenbezogene Daten aller Art sind – auchkonzernintern – sorgfältig vor unbefugtem Zugriff und Missbrauch zu schützen.Wer Insiderinformationen in Bezug auf Bilfinger besitzt, muss Regelungen desWertpapierhandelsgesetzes beachten. Insiderinformationen sind nicht öffentlich bekannte Umstände,die geeignet sind, im Fall ihres öffentlichen Bekanntwerdens den Kurs unserer Aktie erheblich zubeeinflussen. Konkrete Zweifelsfragen zu diesem Komplex beantworten die Mitarbeiter des CorporateOffice der Bilfinger SE.Größe und dezentrale Struktur des Konzerns stellen besondere Anforderungen an Transparenz undWahrhaftigkeit der internen Berichterstattung.Seite 5 / 7


5. Umsetzung des Verhaltenskodex5.1 Verantwortung der VorgesetztenCompliance ist eine Aufgabe der gesamten Unternehmensorganisation von Bilfinger. Vorgesetzte habendeshalb neben der Erfüllung ihrer Vorbildfunktion die Aufgabe, mit Unterstützung der Compliance-Organisation dafür zu sorgen, dass den Mitarbeitern in ihrem Verantwortungsbereich derVerhaltenskodex und die zugehörigen Konzernrichtlinien bekannt sind, im Bewusstsein bleiben undbefolgt werden. Dazu sind persönliche Gespräche ebenso notwendig wie organisatorische Maßnahmen.5.2 Aufgabe der Compliance-OrganisationDie Compliance-Organisation, bestehend aus Chief Compliance Officer, Compliance Officern sowieCompliance Managern, bearbeitet alle Compliance-relevanten Vorgänge im Konzern (zum BegriffCompliance siehe auch Ziffer 1., zweiter Absatz). Hierzu gehören insbesondere Entwurf, Schulung undUmsetzung der internen Vorgaben aus Verhaltenskodex und zugehörigen Konzernrichtlinien sowie dieBehandlung einzelner Compliance-Fälle. Die Compliance-Organisation arbeitet eng mit Vorstand,Geschäftsführungen und Führungskräften zusammen, prüft Zweifelsfragen und hilft allen Mitarbeiternvon Bilfinger bei der Einhaltung der internen Vorgaben. Sie wird tätig, wenn ihr durch eine Meldungoder auf andere Weise Anzeichen für einen Compliance-Fall vorliegen. Compliance-Beauftragte in denoperativen Konzerneinheiten wirken bei der Umsetzung des Compliance-Systems mit.Alle Mitarbeiter sind aufgerufen, die Arbeit der Compliance-Organisation uneingeschränkt zuunterstützen.5.3 MeldungenWegen der Bedeutung korrekten Handelns aller Mitarbeiter ist die Einhaltung des Verhaltenskodex undder zugehörigen Konzernrichtlinien eine gemeinschaftliche Aufgabe. Wenn im Konzern Anzeichen füreinen Verstoß vorliegen, erwarten wir von allen Mitarbeitern eine entsprechende Mitteilung an denVorgesetzten, die zuständige Geschäftsführung oder den Compliance Officer. Die Geschäftsführungstellt sicher, dass der Compliance Officer von allen Meldungen Kenntnis erlangt. Der Compliance Officerunterrichtet seinerseits die Geschäftsführung über die bei ihm eingehenden Meldungen. Ergänzendsteht Bilfinger Compliance Communications für Fragen und (auf Wunsch anonyme) Meldungen zurVerfügung.Kein Mitarbeiter, der in redlicher Absicht (mutmaßliche) Verstöße gegen den Verhaltenskodex oder diezugehörigen Konzernrichtlinien mitteilt und sich selbst nichts hat zu Schulden kommen lassen, mussNachteile wegen der Meldung befürchten. Wenn ein Mitarbeiter an Verstößen gegen denVerhaltenskodex oder die zugehörigen Konzernrichtlinien selbst beteiligt war und durch seine freiwilligeMeldung Schaden vom Konzern abgewendet werden kann, wird dies zu seinen Gunsten berücksichtigt.Bewusst falsche Verdächtigungen ziehen Maßnahmen gegen den Urheber nach sich.Um Bilfinger zu schützen, sollen Compliance-Verstöße bei Geschäftspartnern und unlautere Praktikenvon Wettbewerbern der Compliance-Organisation gemeldet werden.Seite 6 / 7


5.4 Zweifelsfragen, EinverständnisFür Zweifelsfragen zu Verhaltenskodex und zugehörigen Konzernrichtlinien stehen als AnsprechpartnerVorgesetzte und Compliance Officer zur Verfügung.Die redlich erlangte Genehmigung des Vorgesetzten sowie die redlich erlangte Freigabe des zuständigenCompliance Officer oder des Chief Compliance Officer für ein bestimmtes Handeln schließenkonzerninterne Sanktionen aus.5.5 Aufklärung von VerdachtsfällenBilfinger klärt Verdachtsfälle vorurteilsfrei auf und schützt Mitarbeiter bestmöglich vor unberechtigtenVorverurteilungen. Eine Freistellung oder temporäre Versetzung während der Prüfung einesVerdachtsfalls kann in Einzelfällen erfolgen und beinhaltet keinen Schuldvorwurf. Wenn Mitarbeiterfalschen Verdächtigungen ausgesetzt sind, stellt sich Bilfinger vor seine Mitarbeiter und ergreift die zuihrem Schutz notwendigen Maßnahmen.5.6 SchulungenDas notwendige Wissen über den Inhalt von Verhaltenskodex und zugehörigen Konzernrichtlinien sowiedas richtige Verfahren in kritischen Situationen sind Gegenstand von Schulungsmaßnahmen undInformationsveranstaltungen.5.7 KontrolleBilfinger kontrolliert die Einhaltung des Verhaltenskodex und der zugehörigen Konzernrichtlinien durchRoutine- und Sonderprüfungen der Konzernrevision und der Compliance-Organisation, falls erforderlichmit externer Unterstützung.6. GeschäftspartnerAuch von seinen Geschäftspartnern erwartet Bilfinger Integrität und gesetzestreues Verhalten. In denGeschäftsbeziehungen mit Lieferanten, Dienstleistern, Nachunternehmern, Vertriebsmittlern und ARGE-Partnern wirken wir auf die Einhaltung unserer dafür geltenden Standards hin. Näheres hierzu ist in derDrittparteienrichtlinie geregelt.7. StandNovember 2012Seite 7 / 7

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