Zugpferde und Außenseiter - Tenuta Sarno 1860

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Zugpferde und Außenseiter - Tenuta Sarno 1860

FOTO: ZIEGLER

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www.weinwirtschaft.de

Maximilian Brandner,

GIV Deutschland:

»Ausgerechnet der

typischste Wein der

Basilikata ist extrem

schwer zu verkaufen«

Renè Sorrentino:

»Im Großen und

Ganzen bereitet uns

der Süden Italiens

immer noch eine

Riesenfreude«

Ralf Kastner, Deuna:

»Bei Aglianico und

Falanghina streben

wir einen EVP von

deutlich unter 10 Euro

an«

Stefano Decarli,

Palorino: »Die Weine

aus Kampanien

verkaufen sich sehr

mühselig«

Die neuen Weine, diesmal sind auch Fiano

und Greco mit im Spiel, werden höherwertig

sein und um die 10 Euro EVP kosten.

Fischer & Trezza in Stuttgart führt mit

Vinosia einen kampanischen Produzenten,

der auch einen Teil apulischer Weine abfüllt.

Die Weißweine werden deutlich stärker

nachgefragt als die Roten. Vom Falanghina

zum Gastronomiepreis von 5,88 Euro

gehen 10.000 Flaschen weg, auf 5.000

kommt der Greco di Tufo zu 7,98 Euro, aber

der Fiano schwächelt bei 2.500 Exemplaren

zu 7,58 Euro. Zusätzlich leisten sich die

Stuttgarter das 5-Hektar-Weingut Nugnes

aus der Provinz Caserta, wo der »Römerwein«

Falerno gedeiht. »Nugnes verkaufen

wir super, aber es handelt sich auch um geschliffene,

mineralische Weine zu einem

guten Preis-Leistungs-Verhältnis. Bestseller

ist hier der Falerno Rosso für rund 8 Euro,

aber auch die extraktreiche Falerno Riserva

Caleno für 16 Euro hat sich durchgesetzt«,

so Einkaufsleiter Ingo Keul. Schrittmacher

im Falerno-Gebiet war allerdings die Villa

Matilde, die es dank ihrer Drei-Gläser-Kontinuität

inzwischen auch hierzulande zu einigem

Ruhm gebracht hat. »Aber die Villa

Matilde wird immer noch unterschätzt,

für das was sie leistet. Wir verkaufen zwar

von jeder Sorte etwas, aber das Problem ist

weniger der Preis als die Stimmung in der

Gastronomie. Für die sind derzeit deutsche

Weißweine das Maß aller Dinge«, erklärt

Renè Sorrentino. »Im Großen und Ganzen

bereitet uns der Süden Italiens aber immer

noch eine Riesenfreude. Schließlich ist unsere

Agentur mit der kalabrischen Kellerei

Librandi als erstem Partner sozusagen

geboren worden. Es gibt sicher nicht viele

Weingüter, die nach 17 Jahren im Sortiment

noch ein Wachstum von 10 Prozent erzielen,

wie Librandi in 2012.«

Kalabrien und Basilikata:

Ein bisschen geht immer

Kalabriens Weinsektor scheint zu erwachen.

Vor allem um Cosenza und in Cirò, wo zum

Beispiel Sergio Arturi und Francesco Maria

de Franco, der sein Weingut AʼVita erst

2008 gegründet hat, für frischen Wind sorgen.

Librandi ist zwar immer noch die einzige

handfeste Marke von der Stiefelspitze,

aber einige Importeure haben ihr Sortiment

mit unbekannteren Namen aufgerüstet.

Fischer & Trezza nahm im vergangenen

Jahr die Traditionskellerei Zito aus

Cirò auf, und hat den Schritt nicht bereut.

»Die Weine kommen vor allem in der Gastronomie

gut an. Die Ausstattung stimmt

und sie bieten viel Wein für wenig Geld, vor

allem die Riserva ist ein Bombenwein für

7,18 Euro Gastronomiepreis«, erklärt Ingo

Keul. 7.200 Flaschen Zito-Weine sind im

ersten Jahr verkauft worden. Stoppervini

führt seit vier Jahren das Bio-Weingut I Greco

aus Cirò, das auch tolles und hochprämiertes

Olivenöl herstellt. Antonio Stopper

schwärmt vor allem vom Gaglioppo Rosato.

Eberhard Spangenberg bezieht I Greco-

Wein von Stopper und meint: »Er verkauft

sich nicht donnernd, aber nett.« Palorino

vertritt seit einigen Jahren die Kellerei Ippolito

1845, die ebenfalls in Cirò liegt. »Wir

bieten Weinqualitäten an, die im Fachhandel

knapp unter oder gar über 10 Euro pro

Flasche kosten, also Weine, die Bedarf an

Beratung haben, damit sich der Kunde für

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