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Neuer Bauplatz im Loorenquartier

Die Loorenstrasse wird zur Baupiste.

Oberhalb des Vinzenzareals

ist eine Überbauung mit 22 grossen

Familienwohnungen geplant.

Auf dem 3800 Quadratmeter messenden

Grundstück am Südhang ist ein

dreistöckiger Riegel mit 22 Mietwohnungen

«mit beeindruckendem Aus-

Ein Idyll im Quartier verschwindet. (Foto E.B.S.)

blick» vorgesehen. Dazu kommen 30

Parkplätze in der Tiefgarage. Die Generalunternehmung

Allreal baut im

Auftrag von zwei Privatpersonen, von

denen eine im Quartier wohnt. Das

Projekt stammt von Ken Architekten,

Zürich. Der Überbauung weichen müssen

neben einem neueren Flachdachbau

auch ein pittoresker Stall und eine selten

schöne Tanne.

Das Bauprogramm umfasst 8 Wohnungen

mit 3.5 Zimmern, 13 Wohnungen

Manchmal braucht es mehr als

nur eine Signaltafel am Strassenrand.

Und vor allem viel Geduld.

Gleich an zwei Orten in der Eierbrecht

sind in den letzten Wochen Absperrpfosten

quasi über Nacht aus dem Boden

gewachsen, um dem Strassenverkehrsgesetz

Nachachtung zu verschaffen. Bis

die Bauarbeiter jedoch den Auftrag dazu

erhielten, hatte es ein jahrzehntelanges

Ringen zwischen Anwohnern und

Behörden sowie der Stadt mit sich selber

und ihren Grundsätzen gebraucht.

Willkommener Schleichweg

Auf der unteren Waserstrasse hat die

Stadtpolizei das uralte Fahrverbot durch

den Wald bis zur Burgwies mit zwei Pfosten

unterhalb der letzten Wohnhäuser

definitiv durchgesetzt. Das Steilstück

war immer wieder als willkommener,

wenn auch verbotener Schleichweg benutzt

worden, um den Umweg über die

Schlyfi und die in Spitzenzeiten überla-

mit 4.5 Zimmern und eine 5.5-Zimmer-

Wohnung. Die Wohnflächen liegen

zwischen 110 und 160 Quadratmetern.

Über die Bandbreite der Mietzinsen bestehen

laut einer Allreal-Sprecherin

noch keine Vorstellungen, dafür wird

die Bausumme mit 10 Millionen Franken

angegeben. Geplanter Baubeginn

ist im Herbst 2013 und geplanter Bezug,

falls keine Einsprachen

das Projekt verzögern,

im Frühling 2015.

Rauchsignale für Opposition

aus der Nachbarschaft

gebe es bisher keine.

Raumhohe Fensterfronten,

Wärmegewinnung über

Erdsonden und Wärmerückgewinnung

dank

kontrollierter Lüftung

gehören in diesem Preissegment

heute zum Standard.

Offen ist noch, was

die Stadt mit der schmalen

Loorenstrasse vorhat. Die

Gespräche laufen. (ee)

Die Fernsicht naht. (Visualisierung Allreal)

stete Hofackerstrasse zu umfahren. Zu

diesen Schlaumeiern gehörten nicht nur

Anwohner, sondern auch Auswärtige, die

sich blind auf ihre Navigationssysteme

verliessen, für die der Begriff Fahrverbot

offenbar ein lokales Fremdwort ist.

Wer in den letzten Wochen in der berechtigten

Annahme, nicht angehalten zu

werden, erneut die Direttissima wählte,

hatte wenigstens oberhalb der Sperre

Platz zum Wenden. Wer bergauf wollte,

musste sich eben im Rückwärtsfahren

bergab durch den Wald üben.

Aber auch Streifenwagenpolizisten tun

bei ihren seltenen, dafür umso rasanteren

Blaulichtfahrten auf der Waserstrasse

gut daran, rechtzeitig an die beiden Metallpfosten

beim Waldrand zu denken...

Seit 25 Jahren missachtet

Der zweite Pfosten steht mitten auf dem

Burenweg – nach der Kurve bei der Eierbrechtscheune

– am Anfang des

schmalen Wegstücks in Richtung Waserstrasse.

Für diesen Abschnitt gilt seit

SVP Knatsch

Nach der Fusion zur SVP 7+8 kam es

knüppeldick. Vorvorgänger Theo Toggweiler

zerrte Kreispartei 7-Präsident Urs

Fehr vor den Friedensrichter und verlangte

die Auflösung der Fusion. Dieser

gab zurück und forderte einen Parteiausschluss.

Es schien hoffnungslos,

auch Kantonsrat Claudio Zanetti konnte

den verbitterten 74jährigen nicht umstimmen.

Also blieb auch Fehr hart. Erst

Friedensrichter Robert Schönbächler

(CVP) gelang das Kunststück der Versöhnung

bzw. Toggweiler wieder vom

Kriegspfad herunterzuholen. (ee)

Theo Toggweiler Urs Fehr

Betten für die Slowakei

Das Pflegezentrum Witikon musterte

84 Pflegebetten aus. Sie werden durch

moderne, dreimotorige Betten mit wohnlicher

Holzverkleidung ersetzt. Der in

solchen Dingen erprobte Malteserorden

vermittelte als Abnehmer des Mobiliars

ein Spital in der südslowakischen Stadt

Komarno nahe der ungarischen Grenze.

Ende April stapelten sich die Betten zu

Dutzenden vor dem Pflegezentrum, wie

ein Bild in der Hauszeitschrift «Panorama»

vom Juni zeigt. Nach zwei Tagen

waren sie demontiert, verladen und der

Lastwagen-Konvoi für die Rückfahrt in

die Slowakei bereit. (ee)

Fahrverbot nach einem Vierteljahrhundert durchgesetzt

Juli 1986 ein Fahrverbot mit Ausnahmeregelung

für Anwohner, Güterumschlag

und Personentransporte. Die Vorschrift

wurde jedoch missachtet, seit die Signal -

tafeln montiert sind, was auf dem nur

drei Meter breiten Strässchen ohne Trottoir

schon zu heiklen Situationen führte.

Mit dem Fahrverbot reagierte die Stadtpolizei

seinerzeit auf einen Brief, in

dem alle betroffenen Anwohner am Burenweg

im Februar 1986 – also schon

vor 25 (!) Jahren – verlangt hatten, den

Durchgangsverkehr mit einem Mittelpfosten

zu unterbinden.

Heilige Kühe geschlachtet

Ein elfseitiges Gesuch um eine Sperrung

brachte den Stein 2008 wieder ins Rollen.

Unterdessen hatte der Zahn der Zeit

an den einst ehernen Grundsätzen der

Stadtverwaltung genagt und einige heilige

Zürcher Verkehrskühe waren auf der

Schlachtbank gelandet. Deshalb stand

nach einem vollen Vierteljahrhundert

dem Pfosten nichts mehr im Weg. (ee)

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