2001 - Frei weg

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2001 - Frei weg

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Inhaltsverzeichnis

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Vorwort . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 5

Grußwort des 1. Vorsitzenden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Grußwort des Bürgermeisters . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Festprogramm auf der Landesgartenschau in Oelde . . . . . . . . . . . . . . . 8

Veranstaltungen im Jubiläumsjahr . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 9

1926-2001 · Chronik . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 10

Frei weg“ Lette heute . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 24

Die Jugendausbildung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Ausflüge 2000 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Ausbildungsausflüge . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 31

Musikalischer Frühschoppen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 34

Unser Schützenfest . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 36

Karnevalsumzüge 2001 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Instrumentenvorstellung . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40


4

Impressum

Herausgeber: Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V.

Text und Ausarbeitung: Melanie Kliewe

Karsten Schulten

Peter Hartmann

Andrea Harwardt

Silvia Hidalgo

Judith Uphus

Doris Vennewald

Layout und Satz: Karsten Schulten

Titelbild: Wolfgang Luckardt

Druck: Graphische Betriebe E. Holterdorf, Oelde

Auflage: 2000 Exemplare

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Vorwort

Im Jahre 1926 gründete sich aus dem Mandolinenverein „Lautenklänge“ das „Trommlerkorps

des Mandolinenvereins“. Der zweite Weltkrieg zwang unsere Kameraden zu

einer mehrjährigen Spielpause. 1956 wurde der Spielmannszug wieder neu ins Leben

gerufen. Heute trägt er den Namen Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V..

Aus einem reinen Männerverein bildete sich im Laufe der Jahre eine junge, gemischte

Musikergruppe.

Die Wahrung des Musikgutes und die Pflege der Kameradschaft sind noch immer die

Grundlagen unserer Vereinstätigkeit.

Dieses Jubiläumsheft ist eine Danksagung an die Gönner und Mitglieder unseres Vereins.

Alle Berichte wurden von den Verantwortlichen nach besten Wissen und Gewissen

erstellt.

Wir, die Verfasser dieser Festschrift, möchten Ihnen die Geschichte des Spielmannszuges

Frei weg“ Lette näher bringen. Gleichzeitig geben wir Ihnen aber auch einen Einblick in

das heutige Vereinsleben. Wir wünschen Ihnen beim Lesen dieser Lektüre und bei den

Festveranstaltungen viel Spaß und Freude.

Ihr Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

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GRUUSSSWORTE

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Grußwort

Peter Hegemann

1. Vorsitzender

75 Jahre Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V. – das ist ein bedeutender und würdiger

Anlass zum Rückblick und zum Feiern.

75 Jahre Vereinsleben bedeutet immer eine wechselvolle Geschichte, angefüllt mit vielen

Ereignissen sowie die Erinnerung an Menschen, die den Verein in dieser Zeit mitgestaltet

haben.

Viel hat sich in diesen Jahren verändert, eines jedoch ist gleich geblieben. Ohne die

Bereitschaft aller aktiven Mitglieder einen Teil ihrer Freizeit in den Dienst des Vereins zu

stellen, könnte keine Gemeinschaft funktionieren.

Dafür möchten wir uns an dieser Stelle bei allen Spielmannszugkameradinnen und

-kameraden sowie bei deren Familien recht herzlich bedanken.

Wir würden uns freuen, Sie bei einer unserer Jubiläumsveranstaltungen begrüßen zu

dürfen. Insbesondere möchten wir hier auf unser großes Freundschaftstreffen am 13. Mai

in der Landesgartenschau in Oelde hinweisen.

Allen Gästen und Spielmannszugangehörigen wünschen wir bei unseren Jubiläumsveranstaltungen

angenehme und frohe Stunden.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Grußwort

Helmut Predeick

Bürgermeister

In diesem Jahr feiert die Spielmannstradition in Lette ihr 75-jähriges Jubiläum. Hierzu

gratuliere ich sehr herzlich.

Seit Gründung des Spielmannszuges waren und sind die Pflege und Weiterführung der

Spielmannszugmusik sowie die Förderung des Nachwuchses ein wichtiges Anliegen des

Spielmannszuges. Heute ist der Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V. auf dem Letter

Feuerwehrfest und auf der Vituskirmes nicht mehr wegzudenken.

Hier sorgt der Verein stets für gute Stimmung und beste Unterhaltung. Dafür danke ich

den Aktiven des Spielmannszuges.

Ein attraktives Freizeitangebot in unserer Stadt ist ohne die aktive Vereinsarbeit vieler

Mitbürgerinnen und Mitbürger nicht denkbar. Nur die vielfältigen Angebote der einzelnen

Vereine bilden die Grundlage für eine breit gefächerte Palette zu einer interessanten

und sinnvollen Freizeitgestaltung. Der Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V. trägt seit vielen

Jahrzehnten durch seine aktive Vereinsarbeit hierzu bei.

Die Vereinsmitglieder setzen viele Stunden ihrer Freizeit, insbesondere auch an Wochenenden,

für Übung und Auftreten ein, um uns alle mit ihrem Musikangebot zu erfreuen.

Dem gebührt besondere Anerkennung.

Als Schirmherr wünsche ich den Jubiläumsveranstaltungen zur Spielmannstradition gutes

Gelingen mit frohen und heiteren Stunden.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

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DAAS FEESTPPRROOGRAMM

8

Das Festprogramm

auf der Landesgartenschau Oelde am Sonntag, 13. Mai 2001

12.30 Uhr

Treffen der Gastvereine an den Eingängen Süd (Pott’s Brauerei), Stadtmitte (Stromberger

Tor) und Schützenhof.

13.00 Uhr

Beginn des Sternmarsches durch das Gelände der Landesgartenschau zur Waldbühne

13.45 Uhr

Ansprache durch den 1. Vorsitzenden Peter Hegemann und des Schirmherrn

Bürgermeister Helmut Predeick

14.00 Uhr

Gemeinsames Spiel der Gastvereine vor der Waldbühne unter der Leitung des

Tambourmajors Peter Hartmann

14.15 Uhr

Beginn der Musikschau

19.00 Uhr

Ende der Musikschau und Übergabe der Gastgeschenke

Die Gastvereine

1. Spielmannszug Freckenhorst 1892 e.V.

2. Thron-Bläser Herzebrock

3. Musikzug Glockenland Oelde

4. Spielmannszug Marienfeld

5. Spielmannszug Edelweiß Oelde

6. Spielmannszug „Rote Husaren“ Telgte e.V.

7. Spielmannszug „Gebrasa“ Sassenberg

8. Spielmannszug Beelen e.V.

9. Feuerwehr-Spielmannszug Neuenkirchen

10. Spielmannszug Greffen

11. Spielmannszug „St. Sebastian“ Wiedenbrück

12. Spielmannszug Clarholz-Heerde

13. Spielmannszug „Semper talis“ Beckum

14. Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Oelde

15. Spielmannszug Harsewinkel

16. Spielmannszug Rheda

17. Spielmannszug der St. Antonius Schützenbruderschaft Benteler e.V.

18. Spielmannszug Enniger-Vorhelm e.V.

19. Spielmannszug SG Sendenhorst

20. Spielmannszug Herzebrock

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Weitere Veranstaltungen im

Jubiläumsjahr 2001

Schützenfest auf dem Hofe Johannsohn

am 25. und 26. August 2001

Am 25. und 26. August 2001 findet das alljährliche

Schützenfest des Spielmannszuges auf dem

Hofe Johannsohn in Lette statt.

In diesem Jahr haben wir nach langer Pause wieder

Gastvereine eingeladen. Das Blasorchester

Heimatland Greffen und der Spielmannszug

Ostenfelde werden uns musikalisch unterhalten.

Die Ehrengarde von „Frei weg“ Lette wird unseren

König Joachim I. mit seiner Königin Melanie I.

sowie die Jugendkönigin Julia II. aus Lette abholen

und zum Festplatz begleiten. Nachdem der

neue Jugendkönig durch Vogelschießen mit dem

Luftgewehr ermittelt wurde, erwarten wir wieder

ein spannendes Schießen um die Königswürde,

bei dem sich alle aktiven und passiven Mitglieder

beteiligen können.

Nach der Proklamation des neuen Regentenpaares

und des Jugendkönigs, beginnt um 20 Uhr der

Festball mit „Fire-Flash“.

Am Sonntagmorgen wird das neue Paar vom

Spielmannszug „Frei weg“ Lette zum Frühschoppen

in die Festscheune abgeholt, in der noch

bis in die späten Nachmittagsstunden gefeiert

wird.

Jubiläumsball im Hotel Hölscher

am 10. November 2001

Am 10. November 2001 möchten wir zusammen

mit unseren aktiven und passiven Mitgliedern

und der Letter Bevölkerung das Jubiläumsjahr

ausklingen lassen.

Um 20 Uhr wird die „Miami Dance Band“ den

Festball in unserem Vereinslokal Hölscher eröffnen.

Ein buntes Programm voller Überraschungen

erwartet Sie. Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

Karten für diese Veranstaltung können Sie ab sofort

für 8,– DM bei allen aktiven Mitgliedern

des Spielmannszuges oder an der Abendkasse

für 10,– DM erwerben.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

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9


1926 -2001 ·· CHRONIK

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Ein Rückblick auf 75 Jahre

Spielmannszug „Frei weg“ Lette

Die Anfangsjahre

Im Jahre 1926 entschlossen sich die Mitglieder

des Mandolinenvereins „Lautenklänge“,

einen Spielmannszug zu grün-

Der Spielmannszug im Gründungsjahr 1926. Oben: Franz Becker, Bernhard Große-Coosmann,

Theo Mense, Bernhard Johannwille, Bernhard Mense, Theodor Kottenstede, Eberhard

Vennewald, Franz Kokemper, Berhard Berheide. Unten: Wilhelm Linneweber, Josef

Kuhlmann, Franz Mense, Heinrich Brand.

den, den es in der näheren und weiteren

Umgebung noch nicht gab.

Die ersten Übungsstunden des Vereins

wurden in Beelen abgehalten. Mit einem

Repertoire von zwei Märschen

und dem Mut, sich der

Öffentlichkeit zu zeigen, wurde

der erste Auftritt auf dem

Sportfest des Turnvereins Lette

im Gründungsjahr 1926 absolviert.

Bald darauf folgten

auch die ersten Angebote, auf

sogenannten „Holskenbällen“

aufzuspielen. Bei den ersten

Vorstandswahlen im Jahre

1927 wurde Franz Mense

zum 1. Vorsitzenden, Bern-

hard Johannwille zum Kassierer und Wilhelm

Linneweber zum Schriftführer gewählt.

Erster Tambourmajor des neugegründeten

Spielmannszuges wurde Franz

Becker. Eine der ersten Amtshandlungen

des neu gewählten Vorstandes war die Einführung

eines Monatsbeitrags. Dieser betrug

pro Spieler und

Monat 0,50 RM.

Des Weiteren wurden

auch Strafgelder

eingeführt.

Spielleute, die zu

Übungsabenden

und Versammlungen

zu spät erschienen,

mussten 0,50

Reichsmark Strafe

bezahlen und für

völliges Fehlen wurde

1 RM berechnet.

Einigen Mitgliedern

erschienen diese

Strafen zu hoch,

und sie traten aus.

Auf der Jahreshauptversammlung

vom 9. Januar 1932

war ein Kassenbestand von 434,46 RM zu

verzeichnen, mit einem darin enthaltenen

Überschuss von 160,26 RM. Aufgrund dieses

guten Ergebnisses wurde der Monats-

Beim Wettstreit in Heil konnte der noch junge Spielmannszug schon einige

gute Erfolge aufweisen. Dieser Zeitungsartikel erschien 1928.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


eitrag sofort auf 0,30

RM herabgesetzt. Am

13. September 1931

sollte das Trommlerkorps

unentgeltlich

für die Deutsche Jugendkraft

auf dem

Heidplatz musizieren.

Die Spielleute waren

damit nicht einverstanden

und forderten

pro Person drei

Glas Bier, um nicht in

Unkosten zu geraten.

Auf dem Tambourwettstreit 1932

in Heil errang man diese handgemalte

Urkunde.

Der Neuanfang

Nach den Jahren des zweiten Weltkriegs wurde

das Trommlerkorps des Mandolinenvereins am

24. Juli 1956 neu ins Leben gerufen. Franz Kokemper

hatte sich in besonderer Weise dafür eingesetzt.

Die ersten Mitglieder opferten je 50 DM

für die Ausrüstung, damit der Neubeginn ermöglicht

werden konnte. Auf der konstituierenden

Versammlung wurde ein Vorstand gewählt, der

sich aus folgenden Personen zusammensetzte:

1. Vorsitzender Bernhard Hanhoff, 1. Schriftführer

Wilhelm Linneweber, 1. Kassierer Bernhard

Der Spielmannszug im Jahre 1958. Oben: Ernst Wulfheide, Heinz

Siemer, Herbert Levejohann, Alois Ossenbrink, Hans-Werner

Brand, Heinrich Schojohann, Anton Schmitfranz, Theo Große-

Coosmann, Wilhelm Pelzer. Unten: Rudolf Marke, Hans-Dieter

Gössling, Hans-Dieter Nauschütt, Heinrich Höner, Anton

Stockamp, Bernhard Koch.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

1926

Aus dem Mandolinenverein „Lautenklänge“

wurde das „Trommlerkorps des Mandolinenvereins“

gegründet.

Zum 1. Vorsitzenden wählte man Franz

Mense.

1956

Wiederaufnahme des Spielbetriebes

nach dem 2. Weltkrieg unter dem neuen

Namen „Trommler- und Pfeifferkorps Frei

weg“.

Bernhard Hanhoff wurde auf der konstituierenden

Versammlung zum 1. Vorsitzenden

gewählt.

1957

Die vorläufige Uniform wurde festgelegt:

dunkler Rock, schwarze Krawatte, weißes

Hemd und Hose sowie eine grüne

Mütze.

Der ehemalige und erste Tambourmajor

Franz Becker wurde zum Ehrenmitglied

ernannt.

1958

Der Spielmannszug erhielt seine neuen

dunkelblauen Uniformen.

König auf dem ersten Vereinsschützenfest

auf dem Gasthof Jungmann in Hoetmar

wurde Heinrich Wallmeyer.

1959

Ernennung von Franz Kokemper zum Ehrenmitglied

für seine Verdienste bei der

Wiederaufnahme des Spielbetriebes

nach dem 2. Weltkrieg.

1960

Tambourmajor Ernst Wulfheide errang

beim Wettstreit in Marienfeld den ersten

Platz in der Klasse III.

11


1926 -22001 ·· CHRONIK

12

Das Feuerwehrfest in Möhler im Jahre 1957. Hier absolvierte das „Trommler- und

Pfeifferkorps Frei weg“ einen seiner ersten Auftritte nach der Wiedergründung.

Johannwille, sowie den Beisitzern Franz

Kokemper, Josef Kuhlmann, Bernhard

Mense, Emil Nauschütt, Franz Juchmann

und Hans-Werner Brand.

Auf vielfachen Wunsch wurde auch eine

Namensänderung des Vereins vorgenommen.

Die neue Bezeichnung sollte in Zukunft

„Trommler- und Pfeifferkorps Frei

weg“ sein. Der Vorstand traf sogleich einige

wichtige Entscheidungen für den jungen

Verein: Als Vereinslokal wurde die

Gaststätte Hanhoff in Lette festgelegt.

Übungsstunden wurden jeweils dienstags

und freitags abgehalten. Passive Mitglieder

sollten eine Aufnahmegebühr von

2 DM und einen Monatsbeitrag von fünfzig

Pfennig bezahlen. Außerdem wurde

für die aktiven Spielleute, die zu spät oder

gar nicht zu den monatlichen Versammlungen

am Samstag erschienen, ein Strafgeld

eingeführt.

Bei der Generalversammlung am 5. Januar

1957 wurde die vorläufige Uniform

festgelegt. Sie bestand aus einem dunklen

Rock, einer schwarzen Krawatte, einem

weißen Oberhemd, einer weißen Hose

und einer grünen Mütze.

Der ehemalige und erste Tambourmajor

des Spielmannszuges Franz Becker wurde

von der Versammlung

zum Ehrenmitglied ernannt.

Die ersten Auftritte hatte

der neu gegründete Spielmannszug

am 1. Mai

1957 beim Maigang durch

die Gemeinde und beim

Festumzug der Freiwilligen

Feuerwehr Möhler.

Der erste Schriftführer

Wilhelm Linneweber hatte

in der Zeitung gelesen,

dass der Schützenverein

Rheda bei seinem Festumzug

zwei Blaskapellen einsetzen

wollte. Mit einem freundlichen

Bewerbungsschreiben fragte er an, ob der

Spielmannszug gegen einen geringen Unkostenbeitrag

spielen dürfte. Bereits nach

wenigen Tagen erhielt er eine Zusage.

Am 8. September 1957 konnte der Spielmannszug

erstmalig am Letter Feuerwehrfest

teilnehmen. Das Fest wurde am

Samstagabend mit dem Zapfenstreich eröffnet.

Der Sonntagmorgen begann um

fünf Uhr mit dem Wecken durch den

Spielmannszug, nachmittags fand der

Festzug beim Feuerwehrfest 1957 in Lette. Erstmals gestaltete

Frei weg“ die Feierlichkeiten.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Festzug statt, der zusammen mit der Feuerwehrkapelle

Oelde gestaltet wurde. Abends spielte

man zur Polonäse auf.

Im Oktober des Jahres trafen sich die Flötisten

erstmals zum Übungsabend in der Volksschule,

bisher fanden die Proben im Vereinslokal Hanhoff

statt. Hauptlehrer Rehborn hatte sich bereit erklärt

den Flötisten Notenunterricht zu erteilen

und ihnen die Grundbegriffe zu erklären. Im Laufe

des Jahres wurde beschlossen, die vorläufigen

Anzüge durch eine richtige Dienstkleidung zu ersetzen.

Zum Jahreswechsel trafen die neuen dunkelblauen

Uniformen dann ein. Zur Finanzierung

wurde ein Preisschießen veranstaltet, das durch

Sachspenden der Letter Firmen unterstützt wurde.

Zum Ende des Jahres 1957 erhielten die Flötisten

eine gründliche Notenausbildung bei Herrn

Musiklehrer Schulte.

Am 11. Mai 1958 nahm „Frei weg“ zum ersten

Mal an einem Wettstreit teil, der vom Spielmannszug

Stromberg ausgerichtet wurde. Der

Tambourmajor des Spielmannszuges „Semper talis“

Beckum, Herr Dümpel, erklärte sich bereit,

vor Beginn des Wettstreits einige Male nach Lette

zu kommen, um die notwendigen Kenntnisse

zu vermitteln.

Im gleichen Jahr wurde die Anschaffung eines

Vereinsabzeichens vorgeschlagen. Es sollte ein auf

der Spitze stehendes Viereck mit dunkelblauem

Rand sein. Auf dem mittleren weißen Feld sollte

eine Trommel mit einem Tambourstab in Gold

eingraviert werden. Das Abzeichen sollte folgende

Aufschrift tragen: „Spielmannszug ‘Frei weg

1926 Lette“. Im Juli wurde ein Ausflug mit allen

aktiven und passiven Mitgliedern nach Münster

unternommen. Zum Abschluss kehrte man im

Gasthof Jungmann in Hoetmar ein. Hier wurde

das erste Vereinsschützenfest ausgetragen. Die

Königswürde errang das passive Mitglied Heinrich

Wallmeyer.

Der Verein bestand 1958 aus sechszehn aktiven

und dreizehn passiven Mitgliedern sowie einem

Ehrenmitglied.

Auf Antrag der Versammlung wurde Franz Kokemper

bei der Generalversammlung am 17. Ja-

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

1961

Das 5-jährige Bestehen des Spielmannszuges

Frei weg“ Lette nach dem Neubeginn

wird mit einem Kameradschaftsabend

gefeiert.

1964

Probleme bei allen öffentlichen Auftritten

mit der Besetzung, da „fast alle Kameraden

im heiratsfähigen Alter waren“.

1966

Die Spielmannszugkameradschaft in Lette

feierte ihr vierzigjähriges Jubiläum.

Außerdem waren zehn Jahre seit der

Wiederaufnahme des Spielbetriebes vergangen.

1967

Der 1. Vorsitzende Bernhard Hanhoff

verstarb plötzlich und unerwartet.

1968

Auf der Generalversammlung wurde

Theo Große-Coosmann zum neuen Vorsitzenden

gewählt. Des Weiteren hatte er

das Amt des Schriftführers und des Flötenausbilders

inne.

1970

Beim Wettstreit aus Anlass des 70-jährigen

Jubiläums des Spielmannszuges

„Edelweiß“ Oelde konnte in der Klasse III

ein 2. Platz erreicht werden.

1972

Bernhard Johannwille trat nach 45-jähriger

Tätigkeit als Kassierer aus Altersgründen

zurück und wurde mit der Ehrenmitgliedschaft

gewürdigt.

Tambourmajor Ernst Wulfheide übernahm

das Amt des 1. Vorsitzenden von

Theo Große-Coosmann.

13


1926 --22001 ·· CHRONIK

14

Rosenmontagsumzug in Beckum Anfang der 60er Jahre.

nuar 1959, aufgrund seiner Bemühungen

um das Wiederaufleben des Spielmannszuges

sowie seine Ausbildungserfolge,

einstimmig zum Ehrenmitglied ernannt.

Erstmals nahm der Spielmannszug am

9. Februar 1959 in bunten Kostümen am

Rosenmontagsumzug in Beckum teil. Am

7. November wurde ein Antrag an die Gemeinde

Lette auf Bezuschussung einer

neuen Lyra gestellt. Auch der Beitragssatz

für passive Mitglieder wurde von 0,50 DM

auf 1 DM erhöht um aktive und passive

Mitglieder in Zukunft gleichzustellen. Die

Beitragserhöhung trat zum 1. Januar des

nachfolgenden Jahres in Kraft.

Am 8. Mai 1960 nahmen die Letter Spielleute

am Wettstreit in Marienfeld teil. Den

größten Erfolg verzeichnete Tambourmajor

Ernst Wulfheide. Er ging in der Einzelwertung

der Klasse III als Sieger hervor.

Am 12. September starb das Ehrenmitglied

Franz Kokemper. Mit ihm verstarb

eine prägende Person der Vereinsgeschichte.

Am 29. Juni 1961 konnte der Spielmannszug

auf sein 5-jähriges Bestehen nach der

Neugründung zurückblicken. Der Vorstand

und die Aktiven des Vereins hatten

sich zu einem Kameradschaftsabendzusammengefunden,

um sich die

schönsten Erlebnisse des

Vereinslebens in Erinnerung

zu rufen.

Am 6. Mai 1962 beteiligte

sich „Frei weg“ am Wettstreit

des Spielmannszuges

„Semper talis“ Beckum.

Dort konnte ein

ausgezeichneter 2. Platz

in der Klasse III erreicht

werden.

Während der Generalversammlung

am 15. Februar

1963 wurde das Problem

des stellvertretenden Tambourmajors diskutiert,

um auch im Ernstfall auftrittsfähig

zu sein. Es wurde nach geheimer Wahl

Heinz Siemer zum 2. Tambourmajor bestimmt.

1966 konnte gleich ein Doppeljubiläum

gefeiert werden. Vierzig Jahre waren vergangen,

seitdem in Lette der Spielmannszug

gegründet wurde und zehn Jahre, seit

sich die Spielmannszugkameradschaft erneut

zusammengefunden hatte, um diese

Tradition fortzusetzen. Die Feierlichkeiten

begannen am 12. März mit einem Kameradschaftsabend,

zu dem alle ehemaligen

aktiven Musiker des alten Spielmannszuges

eingeladen waren. In großer Zahl

war man der Einladung gefolgt, um nach

vielen Jahren ein Wiedersehen zu feiern.

Am 14. Mai begann das Festwochenende.

Zum Auftakt marschierte der Fanfarenzug

Rheda mit klingendem Spiel durch die

Gemeinde. Der Sonntagmorgen begann

mit dem Hochamt für die verstorbenen

und gefallenen Kameraden. Nach dem

Gottesdienst ging es zur Gaststätte Hölscher,

wo die Blaskapelle Stromberg und

der Spielmannszug „Semper talis“

Beckum ein Platzkonzert gaben. Am

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Nachmittag fand ein großes Freundschaftstreffen

statt, an dem sechszehn Spielmanns- und Fanfarenzüge

teilnahmen. Nach einem Sternmarsch

ging es in zwei Gruppen zum Schulhof. Es nahmen

ca. dreihundert Spielleute am Umzug teil.

Der Abend klang mit einem Festball im Saale Hölscher

aus.

Für den 22. Juli 1967 war ein vereinsinternes

Schützenfest geplant. Da jedoch am 17. Juli plötzlich

und unerwartet Bernhard Hanhoff, der seit

1956 Vorsitzender des Spielmannszuges „Frei

weg“ Lette war, verstarb, wurde das Schützenfest

abgesagt. Im September feierte die Freiwillige

Feuerwehr Lette ihr Stiftungsfest in der Gaststätte

Hartmann. Bei dieser Gelegenheit konnten acht

jugendliche Nachwuchsspielleute der Öffentlichkeit

vorgestellt werden.

Am 3. August 1968 wurde das vereinsinterne

Schützenfest auf dem Schießstand von Paul Nienkemper

in Oelde-Ahmenhorst durchgeführt. Insgesamt

hatten sich zwanzig Kameraden versammelt,

um einen Schützenkönig zu ermitteln. Nach

einem spannenden Wettkampf gelang Manfred

Berheide der Königsschuss.

Im Jahre 1969 wurde beschlossen, den Probenabend

von Donnerstag auf Dienstag zu verlegen,

Beim Feuerwehrfest 1967 in Lette absolvierten acht Neulinge ihren

ersten Auftritt, hier beim Vorbeimarsch an der Gaststätte Hölscher.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

1974

Erstmalige Aufnahme von Mädchen in

den Spielmannszug.

1976

Frei weg“ Lette feierte sein 50-jähriges

Vereinsjubiläum mit einem Wettstreit und

einem Freundschaftstreffen.

Die neuen Uniformen wurden der Öffentlichkeit

präsentiert.

1977

Ernst Wulfheide erklärte nach 21 Jahren Tätigkeit

als Tambourmajor seinen Rücktritt.

Nachfolger wurde Hans-Dieter Gössling.

Das vereinsinterne Schützenfest fand

erstmals auf dem Hofe Johannsohn statt.

1978

Aufstieg in die Klasse A beim Kreispokalwettbewerb

vom Spielmannszug „Semper

Talis“ Beckum.

Erster Auftritt des Letter Jugendspielmannszuges

mit 22 Aktiven auf dem Letter

Feuerwehrfest.

1980

Erster Auftritt der Ehrengarde des Spielmannszuges

beim vereinsinternen Schützenfest.

Herbstfest der Spielleutegemeinschaft

Lippe-Ems im Vereinslokal Hölscher.

1981

Theo Große-Coosmann, Bernhard Koch,

Hans-Dieter Nauschütt, Rudolf Marke

und Heinz Siemer wurden für ihre 25jährige

Vereinstreue mit einer Urkunde

und einer Medaille ausgezeichnet.

1982

Schallplattenaufnahme von „Frei weg

Lette in der Realschule Oelde. Die Märsche

„Mars der Medici“ und „Herz-

Schmerz-Polka“ wurden aufgenommen.

15


1926 -2001 ·· CHRONIK

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Der Gasthof Hölscher, hier eine Aufnahme aus den 20er Jahren, ist seit dem Jahre

1970 das Vereinslokal des Spielmannszuges „Frei weg“ Lette.

u. a. wegen besonderer Fernsehsendungen

am Donnerstagabend. Die Planungen

für das Schützenfest liefen auf Hochtouren.

Es wurde ein eigener Schießstand errichtet

und beim Gastwirt Ernst Westhoff

auf dem Heidplatz aufgestellt. Am 5. Oktober

1969 nahm der Spielmannszug erstmals

am Festumzug der Erntedankgemeinschaft

Clarholz-Sundern teil.

Im Jahre 1970 wurde die Verlegung des

Vereinslokals von der Gaststätte Hanhoff

ins Lokal Hölscher einstimmig beschlossen.

Auch der Probenraum der Trommler

wurde in die Volksschule verlegt, in der die

Flötisten bereits seit 1957 probten.

Während der Generalversammlung 1972

erklärte der 1. Kassierer Bernhard Johannwille

aus Altersgründen seinen Rücktritt. Er

hatte dem Verein fünfundvierzig Jahre als

Kassierer gedient. Für diese außergewöhnliche

Leistung wurde er einstimmig

zum Ehrenmitglied ernannt. Im gleichen

Jahr erklärte der 1. Vorsitzende Theo Große-Coosmann

seinen Rücktritt, da er

gleichzeitig auch 1. Schriftführer und Ausbilder

der Flötisten war. Zum neuen Vorsitzenden

wurde Tambourmajor Ernst

Wulfheide gewählt. Neuer 1. Kassierer

wurde Bernhard Koch, neuer 2. Tambour-

major bestimmte man

Hans-Werner Brand. Er erhielt

einstimmig das Vertrauen

der Versammlung.

Am Pfingstmontag des Jahres

gab der Verein erstmals

ein Platzkonzert in der

Siedlung „Auf dem Kampe“.

Dort hatte sich eine

Pfingstkranzgemeinschaft

gebildet, die altes Brauchtum

neu belebt hat.

Der Spielmannszug bestand

1972 aus siebzehn

aktiven Spielleuten, zweiunddreißig

Passiven und

zwei Ehrenmitgliedern.

Beim Freundschaftstreffen im Jahre 1973

in Enniger erlebte der Spielmannszug

Frei weg“ Lette eine Sternstunde. Bei der

Ausspielung der Kreispokale konnte ein

hocherfreuliches Ergebnis erzielt werden.

Ein zweiter Platz hinter Roland Beckum

war ein riesiger Erfolg.

Der Pfingstenkranz „Auf dem Kampe“ in Lette. Seit 1972

sorgt „Frei weg“ für die musikalische Unterhaltung am

Pfingstmontag. Dieses Bild entstand im Jahre 1982.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Am 17. Juli 1973 trugen die Kameraden das Ehrenmitglied

Bernhard Johannwille zu Grabe. Er

zeichnete sich durch seine aktive Vereinstreue aus

und war als passionierter Spielmann bekannt, der

sich um den Verein verdient gemacht hatte.

Ein besonderer Höhepunkt im Jahre 1974 war die

Aufnahme von Mädchen in den Spielmannszug.

Bisher gab es nur männliche Mitglieder. Zitat: „In

Ermangelung männlichen Nachwuchses, sind wir

dabei, junge Mädchen als Flötisten auszubilden.

Frei weg“ Lette im Jubliläumsjahr 1976.

Ein erstes, aber noch nicht abschließendes Urteil

fällt positiv aus“. Diese acht neuen Flötistinnen

wurden erstmals beim Letter Feuerwehrfest 1975

der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das Jahr 1976 stand ganz im Zeichen des 50-jährigen

Vereinsjubiläums. Die Feiern begannen mit

einem Festakt am 24. April, in dessen Verlauf man

die Gründungsmitglieder ehrte und die neuen

Uniformen vorstellte. Am Festwochenende im

Mai fand ein Spielmannszugwettstreit statt, an

dem neun Vereine aus dem Kreis Warendorf teilnahmen.

Der Spielmannszug „Frei weg“ Lette erreichte

den 3. Platz und Ernst Wulfheide gewann

die Einzelwertung bei der Tambourmajorkonkurrenz.

Der Abend klang mit einem großen Festball

im Saale Hölscher aus. Am Sonntag trafen sich

zweiundzwanzig Spielmanns- und Fanfarenzüge

in Lette zum großen Festumzug. Anschließend

fanden auf dem Schulhof die Bühnenspiele statt,

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

1983

Frei weg“-König Ludger Rohe ersteigerte

bei der Auktion am Vitusmontag ein

Schwein, das zum Abschluss seines Regentenjahres

im Kreise des Vereins verzehrt

wurde.

1984

Teilnahme des Spielmannszuges beim

Umzug zur 850-Jahr-Feier Clarholz-Lette.

Zu diesem Ereignis wurde eigens ein

Festwagen gebaut.

1985

Beim Wettstreit in Neubeckum erreichten

Hans-Dieter Gössling und die

erst zehnjährige Jugendtambourmajorin

Monika Lanwehr jeweils den ersten Platz

bei den Stabführern.

Erstmals wurde auf dem vereinsinternen

Schützenfest auch ein Jugendkönig ermittelt.

Jörn Berheide erwählte Sandra

Nitschke zu seiner Mitregentin.

1986

Feierlichkeiten zum 60-jährigen Bestehen

von „Frei weg“ Lette mit einem Discoabend,

einem großen Festumzug und einem

Kameradschaftsabend.

Vorstellung der neuen Uniformen und

sechs neuen Spielleuten auf dem Feuerwehrfest

in Möhler.

1988

Es wurden einige Änderungen an der Satzung

vorgenommen, um die Gemeinnützigkeit

zu erlangen.

1990

Bei einer Nachwuchsaktion im Herbst begannen

vierzehn Jugendliche eine Ausbildung

zum Flötisten.

17


1926 -2001 ·· CHRONIK

18

Ernst Wulfheide (rechts) übergab nach 21 Jahren den

Tambourstab an seinen Nachfolger Hans-Dieter Gössling.

bei denen jeder Verein Kostproben seines

Könnens preisgab.

Im Herbst des Jahres 1977 erklärte der

langjährige Tambourmajor und Vorsitzende

Ernst Wulfheide den Rücktritt von seinen

Posten. Er war seit der Wiedergründung

im Jahr 1956 Tambourmajor und

seit 1972 1. Vorsitzender des Spielmannszuges.

Hans-Dieter Gössling wurde einstimmig

zum neuen Tambourmajor gewählt.

Er gehört dem Verein seit 1958 an

und war darüber hinaus auch als Ausbilder

tätig. Im August 1977

feierte der Spielmannszug

sein vereinsinternes Schützenfest

erstmals auf dem

Hofe Johannsohn in Lette.

Einen großen Erfolg brachte

die Nachwuchsaktion.

Es wurden vierzehn Flötisten

und elf Trommler in

die Ausbildung übernommen.

Auf der Generalversammlung

1978 wurde Hans-

Dieter Gössling zum neuen

Vorsitzenden gewählt.

Im April richtete der Spielmannszug

„Semper talis“

Beckum den Kreispokalwettbewerb aus.

In der B-Klasse errang man den 2. Platz,

was den Aufstieg in die A-Klasse bedeutete.

Beim alljährlichen Feuerwehrfest in

Lette trat erstmals ein eigener, zweiundzwanzig

Personen starker Jugendspielmannszug

auf. Dieser erreichte sogleich

beim Kreispokalwettstreit in Beckum-Roland

den achten Platz von dreizehn Vereinen.

Das Schützenfest im Jahre 1980 hielt eine

Besonderheit für die Gäste bereit. Das Königspaar

Hans-Werner und Margret Brand

wurden von den ehemaligen Aktiven, der

„Ehrengarde des Vereins“, die sich in

schmucke Uniformen geschmissen hatten,

mit Musik zum Festplatz auf dem Hofe

Johannsohn geleitet. Dort bewiesen sie

mit ein paar flotten Märschen, dass sie

nichts verlernt hatten.

Anlässlich des 55-jährigen Jubiläums des

Vereins fand am 10. Mai 1981 der Wettstreit

der Lippe-Ems-Gemeinschaft in Lette

statt. Zur großen Freude konnte der

1. Platz in der B-Klasse belegt werden.

Auch in der Konzertklasse konnte ein guter

3. Platz erreicht werden. Die Jugendgruppe

belegte ebenfalls den 3. Platz.

Im Jahre 1978 konnte „Frei weg“ einen eigenen Jugendspielmannszug vorstellen.

Heute sind noch Klaus Wenker (Tambourmajor), Andreas Siemer (6. v. r.

oben), Dietmar Ortkras (4. v. r. oben) und Christian Heyland (4. v. r. Mitte) im Verein

aktiv.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Im Jahr 1982 konnte der Spielmannszug ein weiteres

Jubiläum feiern. Bereits zum 25. Mal nahm

man am Festumzug der Feuerwehr Möhler teil.

1983 erspielte sich der Spielmannszug „Frei weg

Lette beim Wettstreit der Lippe-Ems-Gemeinschaft

in Enniger den 1. Platz in der B-Klasse. Dies

bedeutete erneut den Aufstieg in die A-Klasse.

Beim Festzug der Freiwilligen Feuerwehr Möhler

im Mai 1984 marschierten erstmals zwölf ju-

Einen ihrer ersten Auftritte absolvierten die Neulinge beim Erntedankumzug

in Clarholz im Jahre 1978. Auf diesem Bild führte der

2. Tambourmajor Heinz Siemer (links) den Spielmannszug an.

gendliche Flötisten und ein Lyraspieler nach einer

Ausbildungszeit von nur einem Jahr mit.

In den folgenden Maitagen stand der Wagenbau,

anlässlich der 850-Jahr-Feier der Gemeinden Lette

und Clarholz, im Mittelpunkt. Ein alter Milchwagen

wurde zum Festwagen umfunktioniert.

Das Motiv lautete: „Die Gründungsmitglieder der

Mandolinengruppe von 1926 vor dem Vereinslokal

Hölscher“. Anhand eines Fotos aus den 20er

Jahren wurde die Hausfront des Hotels naturgetreu

nachgebildet. Die Vereinswirtin Betty Hölscher

erklärte sich bereit, neben den Gründungsmitgliedern

Bernhard Berheide, Bernhard

Kaasmann, Theo Kottenstede, Wilhelm Linneweber,

Franz Becker, Bernhard Rose, Josef Kuhlmann

und Theo Mense auf dem Wagen mitzufahren.

Am 20. Mai startete der historische Festumzug

von Lette nach Clarholz. Bei herrlichem Wetter

konnte der Festzug mit zwei Letter Spielmanns-

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

1992

Der 1. Vorsitzende Hans-Dieter Gössling

stellt sein Amt zur Verfügung. Die Nachfolge

trat Reinhard Helmig an.

Bernhard Koch wurde für seine langjährigen

Verdienste um den Spielmannszug

zum Ehrenmitglied ernannt.

Erstmalig präsentierten sich die Damen in

den neuen Uniformjacken anstatt der bisher

gewohnten Umhänge.

1994

Austragung des Schützenfestes auf dem

Hof des Ehrengardenmitglieds Ludger

Rohe. Ausnahmsweise wurde der König

durch Schießen mit der Armbrust ermittelt.

1995

Hans-Dieter Gössling erklärte seinen

Rücktritt vom Posten des Tambourmajors,

den er achtzehn Jahre innehatte. Seine

Position übernahm Klaus Wenker.

1996

Rücktritt von Reinhard Helmig als 1. Vorsitzender.

Andreas Siemer wurde sein

Nachfolger.

Im Mai feierte man das 70-jährige Vereinsjubiläum

mit einem dreitägigen Festwochenende.

1997

Theo Große-Coosmann wurde als Dank

für seine langjährige Arbeit im Verein und

für vierzig Jahre aktive Mitgliedschaft zum

Ehrenmitglied ernannt.

Die Jahreshauptversammlung beschloss

die Eintragung ins Vereinsregister. Der

Vereinsname lautet seit dem „Spielmannszug

Frei weg’ Lette e.V.“.

1998

Peter Hegemann wurde zum 1. Vorsitzenden

gewählt. Andreas Siemer trat aus

beruflichen Gründen zurück.

19


1926 -2001 ·· CHRONIK

20

Anlässlich des 55-jährigen Jubiläums wurde auf dem Letter Schulhof ein Wettstreit

der Spielleutegemeinschaft Lippe-Ems durchgeführt. Bei der abschließenden

Siegerehrung konnte Jugendtambourmajor Klaus Wenker (4. v. r.) den Pokal

für den 3. Platz in der Jugendklasse entgegennehmen.

zügen, der aktiven Truppe und der Ehrengarde,

angeführt werden. Viele tausend

Zuschauer ließen sich dieses Spektakel

nicht entgehen und säumten

dichtgedrängt die Straßen.

Im Mai 1985 ging es zum Wettstreit der

Lippe-Ems-Gemeinschaft nach Neubeckum.

Vor den strengen Augen und Ohren

der Preisrichter erreichte der Spielmannszug

in der B-Klasse den 1. Platz vor

„Semper talis“ Beckum. Auch der Jugendspielmannszug

hatte großen

Erfolg. Er erreichte in

der Schülerklasse den

3. Platz. Herausragend

waren auch die Erfolge

der Stabführer. Hans-Dieter

Gössling erreichte mit

seiner Erfahrung den

1. Platz. Aber besondere

Freude kam auf, als die

erst zehnjährige Monika

Lanwehr den 1. Platz in

der Schülerklasse belegte.

Im Jahre 1986 konnte das

60-jährige Bestehen des

Spielmannszuges gefeiert

werden. Das Fest, das auf

dem Schulhof der Norbertschule

veranstaltet

wurde, begann mit einem

Discoabend. Während

des Kaffeetrinkens für die

älteren Letter Mitbürger

am Samstag wurden die

Gründungsmitglieder für

ihre Dienste im Spielmannszug

geehrt. Die

Feierstunde untermalte

der Männergesangverein

„Lyra“ Lette. Höhepunkt

des Festwochenendes war

der große Umzug am

Sonntag, an dem fünfunddreißig

Gruppen, darunter

neunzehn Musikvereine, teilnahmen.

Anschließend gaben die einzelnen

Kapellen auf der Bühne des Schulhofs

Kostproben ihres Könnens preis. Das Jubiläumsjahr

endete mit dem Kameradschaftsabend

der Spielleutegemeinschaft

Lippe-Ems im Vereinslokal Hölscher.

Bei der Generalversammlung 1988 wurden

einige Änderungen an der Satzung

vorgenommen, um die Gemeinnützigkeit

des Vereins zu erlangen. Diese nahm die

Im Jubliläumsjahr 1986 konnte der Spielmannszug „Frei weg“ Lette neben seinen

sechs neuen Nachwuchsspielern auch die neue Uniform vorstellen. Diese

Aufnahme entstand vor der Letter Mühle.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Versammlung einstimmig an. Aufgrund einer

Nachwuchsaktion begannen sechs Flötisten und

ein Trommler eine Ausbildung im Spielmannszug.

Während der Generalversammlung 1989 wurden

die Nachwuchsprobleme des Vereins erörtert.

Der Verein benötigte dringend neue Aktive

im Alter von zwanzig bis dreißig Jahren. Kurze

Zeit später erlernten auch schon drei erwachsene

Spielleute das Trommelspiel.

Festumzug zum 70-jährigen Bestehen im Jahre 1996. Zwölf Spielmanns-

und Fanfarenzüge nahmen am Sternmarsch durch die Gemeinde

teil.

Im Herbst 1991 wurde eine weitere Nachwuchsaktion

gestartet. Insgesamt vierzehn Jugendliche

bildete man zum Flötisten aus.

Während der Generalversammlung 1992 erklärte

Hans-Dieter Gössling seinen Rücktritt vom Posten

des Vorsitzenden. Seine Nachfolge trat Reinhard

Helmig an. Neuer 1. Kassierer wurde Peter

Hartmann, der das Amt von Bernhard Koch übernahm.

Dieser gab die Aufgabe nach zwanzig Jahren

ab. Durch den Wechsel innerhalb des Vorstandes

und den Rücktritt von einigen

langjährigen Spielleuten vollzog sich ein Generationswechsel

im Verein.

Bei der Generalversammlung 1996 erklärte Reinhard

Helmig nach zwölf Jahren Vorstandsarbeit

seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender. Seine Nachfolge

trat Andreas Siemer an. Im Mai konnte das

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

1998

Christian (Hugo) Heyland wurde der erste

Kaiser beim Vereinsschützenfest. Nach

der Königswürde im Jahre 1992 gelang

ihm der Kaiserschuss.

Umzug von der Grundschule in die

Übungsräume des neu errichteten Letter

Heimathauses.

1999

Erster „Musikalischer Frühschoppen“ am

Heimathaus „Letter Deele“.

Ersteigerung eines Schweins durch den

2. Tambourmajor Peter Hartmann auf der

Vitus-Kirmes.

2000

Klaus Wenker übergab den Posten des

Tambourmajors an Peter Hartmann.

Erster Auftritt beim Schützenfest Westkirchen

anlässlich der Königswürde des passiven

Mitgliedes Josef Westerschlink aus

Lette.

Im August fiel die Entscheidung für die

Landesgartenschau Oelde als Austragungsort

des Freundschaftstreffens zum

75-jährigen Bestehen.

2001

Der Spielmannszug „Frei weg“ Lette e.V.

feiert am 13. Mai sein 75-jähriges Jubiläum

auf der Landesgartenschau in Oelde.

Zwanzig Musikzüge nehmen am großen

Freundschaftstreffen teil.

21


1926 -2001 ·· CHRONIK

22

Frei weg“ Lette im Jubläumsjahr 1996.

70-jährige Jubiläum gefeiert werden. Die

Veranstaltungen fanden diesmal auf dem

Platz vor dem Letter Feuerwehrhaus statt.

Das Festwochenende begann am Freitag

mit einem Discoabend, bei dem „Flashpoint“

für die richtige Musik sorgte. Für

den Festball am Samstagabend konnten

die „Original Lobminger“ aus der Steiermark

verpflichtet werden. Im Verlauf des

Abends ließ der 1. Vorsitzende Andreas

Siemer die Vereinsgeschichte mit einem

Diavortrag Revue passieren. Interessiert

verfolgten die Gäste auch

die Modenschau, bei der

die aktiven Spielleute alle

bisherigen Uniformen

präsentierten. Am Sonntag

fand dann der große

Sternmarsch durch die

Gemeinde statt. Zwölf

Spielmanns- und Fanfarenzüge

hatten sich hierzu

in Lette eingefunden.

Nach dem gemeinsamen

Spiel und den Ansprachen

folgte das Bühnenspiel der

Gastvereine. Die Jubi-

läumsfeierlichkeitenendeten im Juni mit einer

großen Helferparty, denn

ohne die Unterstützung der

vielen Freiwilligen wäre dieses

Jubiläumswochenende

nicht zu so einem großen Erfolg

geworden.

Im Februar des Jahres 1997

nahm der Spielmannszug

erstmals am Rosenmontagsumzug

in Rheda-Wiedenbrück

teil. Während der

Generalversammlung wurde

die Eintragung ins

Vereinsregister beschlossen.

Seit dem lautet der Vereinsname

„Spielmannszug

Frei weg’ Lette e.V.“.

Andreas Siemer gab sein Amt als 1. Vorsitzender

im Jahre 1998 aus beruflichen

Gründen auf. Seinen Posten übernahm

der 2. Vorsitzende Peter Hegemann. Im

März stand zum ersten Mal ein

Übungswochenende im Terminkalender.

Die Fahrt ging zum Landschulheim Wulmeringhausen

ins Sauerland.

Der 1. Kassierer Peter Hartmann stellte

auf der Generalversammlung 1999 seinen

Posten zur Verfügung, um sich ganz der

Die Letter Spielleute am traditionellen Vitusmontag im Jahre 1997 unter der Stabführung

von Klaus Wenker.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Trommlerausbildung zu widmen. Zu seiner Nachfolgerin

wurde Andrea Harwardt gewählt. Im August

des Jahres veranstaltete man den ersten „Musikalischen

Frühschoppen“ im Heimathaus

„Letter Deele“. Das war der Auftakt zu einer Werbeaktion,

durch die dreizehn Flötisten und sieben

Trommler für den Verein gewonnen werden

konnten. Anlässlich des Vitusmontags fand die

Versteigerung eines Spanferkels statt. Sie stand

unter dem Motto „Ein Schwein für das Kosovo“

Der erste „Musikalische Frühschoppen“ am Heimathaus im Jahre

1999 stellte sich als großer Erfolg heraus. Im darauffolgenden Jahr

wurde diese Aktion mit der gleichen Resonanz wiederholt.

und der Erlös wurde der Aktion „Kleiner Prinz“

zur Verfügung gestellt. Der Spielmann Peter Hartmann

ersteigerte es und beim ersten vereinsinternen

Oktoberfest ließ man es sich schmecken.

Im Jahr 2000 wurde zum ersten Mal ein „richtiger“

Maibaum am Heimathaus errichtet, an dem

achtzehn Letter Vereine ihre Enbleme anbrachten.

Für die musikalische Untermalung sorgte

Frei weg“ Lette. Im Oktober feierte der Spielmannszug

sein zweites Oktoberfest in der Letter

Deele. Dieses Fest wurde anstelle des ausgefallenen

Schützenfestes veranstaltet. Eingeladen waren

alle aktiven und passiven Mitglieder.

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Die Vorbereitungen zum 75-jährigen Jubiläum

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„FREI WEG““ LETTTTE HEUTE

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Der Spielmannszug im Jubiläumsjahr 2001. Obere Reihe (v. l.): Guido Stuckstedde, Jörg Westerschlink, Andreas Siemer,

Burkhard Baxheinrich, Frank Petermann, Dietmar Ortkras, Christian Heyland, Oliver Ostarp, Christian Kliewe, 2. Tambourmajor

Klaus Wenker, Karsten Schulten, Tambourmajor Peter Hartmann. Zweite Reihe: 1. Vorsitzender Peter Hegemann,

Andrea Petermann, Sandra Schmitfranz, Judith Uphus, Sabine Boehm, Monika Lanwehr, Andrea Harwardt,

Simone Hilge-Schmett, Kathrin Erlemann, Doris Vennewald, Anke Elkmann, Melanie Kliewe, Christiane Uekötter, Josef

Rembrink. Dritte Reihe: Frank Westerschlink, Jens Breitenstein, Matthias Hartmann, Julia Erlemann, Kirsten Tschapalda,

Anna-Maria Günnewig, Carola Fiege, Silvia Hidalgo, Manuela Scholten, Julia Günnewig. Untere Reihe: Julia Schröder,

Lena Lanwehr, Laura Altefrohne, Sandra Laumann, Linda Pötter, Dorothee Hecker. Es fehlt: Achim Berkenkötter.

Frei weg“ Lette heute

Auch im 75. Jahr seit der Gründung wird

die Spielmannszugtradition in Lette fortgesetzt.

Am 1. März dieses Jahres zählt der

Verein 43 aktive Mitglieder, aufgeteilt in

28 Flötenspieler, darunter die Sopran-,

Alt- und Diskantflöte, 13 Trommler, ein

Paukenspieler und eine Lyraspielerin. Von

diesen Spielleuten befinden sich 15 in der

Ausbildung. Dieser hohe Anteil an Jugendlichen

zeigt, dass die Zukunft unseres

Spielmannszuges in hohem Maße von der

Nachwuchsarbeit abhängt.

Aber auch ein anderer Trend ist deutlich

sichtbar. Waren es früher hauptsächlich

Männer, die das Erscheinungsbild von

Frei weg“ prägten, so hat in den letzten

Jahren der Anteil der weiblichen Spielleu-

Der Vorstand im Jubiläumsjahr 2001. Stehend (v. l.):

2. Schriftführerin Doris Vennewald, 1. Schriftführerin

Melanie Kliewe, 2. Kassierer Karsten Schulten, Tambourmajor

Peter Hartmann. Sitzend: 1. Kassiererin

Andrea Harwardt, 1. Vorsitzender Peter Hegemann,

2. Vorsitzender Frank Westerschlink.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


te deutlich zugelegt. Seit der ersten Ausbildung

von Mädchen im Jahre 1974 ist die Frauenquote

auf heute über 50% gestiegen. Auch im Vorstand

hat sich diese Tendenz fortgesetzt.

Die Ehrengarde

Neben den Spielleuten hat „Frei weg“ Lette

noch 157 passive Mitglieder, die zu einem großen

Teil selbst einmal aktiv mitgewirkt haben. So

auch die Ehrengarde, die sich aus den „Ruheständlern“

des Vereins gebildet hat und im Jahre

1980 gegründet wurde. Zu diesem Kreise

gehören zurzeit 21 Männer, die auch das vereinsinterne

Schützenfest des Spielmannszuges

Die Ehrengarde des Spielmannszuges „Frei weg“ e.V. Lette unter

der Stabführung von Ernst Wulfheide. Diese Aufnahme entstand

beim Vereinsschützenfest 1997 im Garten des damaligen Königs

und Mitglied der Ehrengarde Heiner Schojohann.

mitgestalten. Außerdem werden vereinzelt

Übungsabende abgehalten, um anschließend

auf dem Geburtstag eines „Ehrengardisten“ ein

Ständchen zu bringen.

Die Ausbildung

Die Ausbildung von Kindern, Jugendlichen und

Erwachsenen wird beim Spielmannszug „Frei

weg“ Lette e.V. wieder sehr groß geschrieben.

Nachdem die Jugendausbildung einige Jahre vernachlässigt

wurde, wird seit 1997 wieder intensiv

daran gearbeitet.

Derzeit haben wir drei Flötengruppen mit zehn

Kindern sowie eine Trommlergruppe mit fünf Jugendlichen

in der Ausbildung, die je nach Lei-

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„FREI WEG““ LETTTTE HEUTE

26

stungsstand unterrichtet werden. Näheres

zur Jugendausbildung ist auf den Seiten

28 und 29 zu lesen.

Die Schulung in unserem Spielmannszug

wird von Vereinsmitgliedern ehrenamtlich

durchgeführt. Verantwortlich für die Ausbildung

der Trommler zeichnen sich unser

Tambourmajor Peter Hartmann und Frank

Westerschlink, die Flötisten werden von

Andrea Harwardt,

Melanie Kliewe und

Karsten Schulten

unterrichtet.

Das Heimathaus

Nachdem jahrzehntelang

die Letter

Norbertschule

das Übungsdomizil

des Spielmannszuges

war, zogen wir

im September 1998

in das Letter Heimathaus,

auch

„Letter Deele“ genannt.

Dort halten

wir nun immer

dienstags von 18.30

bis 21 Uhr unsere

Übungsabende ab.

Als ideal stellte sich

auch die große

Deele heraus. Wir

nutzen diese als

Übungsraum für

die Gesamtproben.

Auch unsere jährlicheGeneralversammlung

findet

dort statt. Den

„Musikalischen

Frühschoppen“ veranstalten

wir ebenfalls

am und im Letter

Heimathaus.

Es dient weiterhin als Ausgangspunkt für

alle unsere Auftritte.

Die Auftritte

Der Spielmannszug „Frei weg“ Lette absolviert

in einem Jahr ca. 15 bis 20 Auftritte

in Lette und in den Nachbargemeinden.

Dazu kommen hin und wieder noch einige

Geburtstags- und Hochzeitsständchen.

Das Letter Heimathaus an der Beelener Straße. Das Gebäude wurde im März 1998

fertiggestellt und dient uns seit September des Jahres als Übungsraum und Treffpunkt.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Folgende Auftritte gehören schon seit langem fest

in unseren jährlichen Terminkalender:

Feuerwehrfest in Lette, Feuerwehrfest in Möhler,

Vitus-Montag in Lette, Rosenmontagsumzug in

Rheda-Wiedenbrück, Pfingstenkranz „Auf dem

Kampe“ in Lette, Michaelis-Umzug in Gütersloh,

Erntedankumzug in Clarholz, Hubertus-Schützenfest

in Oelde, Pott´s Brauereifest in Oelde

und das Schützenfest des Spielmannszuges „Frei

weg“ Lette e.V..

Darüber hinaus sind wir auch bei Freundschaftstreffen

von Spielmannszügen in der Umgebung

vertreten.

Aktivitäten

Zum Vereinsleben des Spielmannszuges „Frei

weg“ Lette e.V. gehören neben den Proben und

den Auftritten auch die Ausflüge. Schließlich soll

ja auch der Spaß nicht zu kurz kommen.

Diese Ausflüge werden von den Aktiven selbst organisiert.

Dafür gibt es in unserem Verein drei

Festkomitees, die abwechselnd verschiedene Aktivitäten

organisieren.

Zu diesen zählen der alljährliche Ausflug, die

Nikolausfeier, Wanderungen zu Weihnachtsmärkten,

das vereinsinterne Schützenfest und das

Oktoberfest. Seit einigen Jahren werden auch

Ausbildungsausflüge organisiert, bei denen neben

dem vergnüglichen Teil auch intensiv geprobt

wird. Näheres dazu ab Seite 30.

Unsere Homepage

Da der Spielmannszug auch Neuem immer aufgeschlossen

ist, sind wir seit einiger Zeit mit einer

eigenen Homepage im Internet vertreten.

Dort kann man sich zum Beispiel über unseren

Verein informieren, den aktuellen Terminkalender

einsehen oder eine Anfrage zu einem Auftritt

stellen.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns unter

www.frei-weg-lette.de besuchen.

Nach unserem Freundschaftstreffen am 13. Mai

2001 in der Landesgartenschau Oelde werden

auch aktuelle Fotos der Veranstaltung auf dieser

Internetseite zu sehen sein.

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DIE JUUGENDDAUUSSBILDUNG

28

Die Jugendausbildung

Damit unsere nun 75-jährige Geschichte

fortgeschrieben werden kann, wollen wir

auch weiterhin auf unseren Nachwuchs

bauen. Darum sind wir regelmäßig auf der

Suche nach Jungen und Mädchen, die bei

uns mitmachen wollen – als Flötist/in,

Trommler oder Lyra-Spieler/in. Was auf

die möglichen Interessenten so zukommt,

beschreiben wir hier näher:

Bis zum ersten Auftritt nach ca. eineinhalb

bis zwei Jahren gibt es einiges zu lernen,

aber der Spaß kommt dabei auch nicht zu

kurz. Die erste Übungsstunde ist immer

recht lustig. Da werden die Instrumente

ausgegeben und jeder versucht krampfhaft,

der Flöte einen Ton zu entlocken.

Den wenigsten gelingt es auf Anhieb, man

braucht eben etwas Geduld. Diejenigen,

die es schon einmal probiert haben, wissen

wovon die Rede ist. Aber bis jetzt hat

es noch (fast) jeder geschafft. Noten lesen

können ist keine Voraussetzung. Wer es

schon beherrscht, kann sich zwischenzeitlich

etwas zurücklehnen und der Rest

lernt es – halb so schwer.

Nach den Grundlagen folgt die Praxis.

Zunächst beginnen wir mit leichten

Übungsstücken, bevor wir uns an den ersten

Marsch wagen. Dieser ist dann schon

etwas länger und schwieriger – aber das ist

kein Grund, sich abschrecken zu lassen.

Wir nehmen uns einfach ein wenig mehr

Zeit, was allerdings nicht bedeutet, dass

man zu Hause

nicht üben muss.

Eine Stunde in der

Woche ist sonst einfach

zu wenig.

Wenn der erste

Marsch klappt, treffen

sich alle Musiker

zum gemeinsamen

Spiel. Dann

klingt es erst richtig

gut – genau so, wie

man es auf der Straße

hört. Dafür lohnt

es sich zu üben.

Danach kann es

dann gar nicht

schnell genug mit

den nächsten Stücken weitergehen.

Eine erste Kostprobe ihres Könnens geben

die Jugendlichen auf unserem alljährlichen

„Musikalischen Frühschoppen“.

Der zweite Teil der Praxis bezieht sich auf

das Marschieren und das Zusammenspiel.

Mit welchem Fuß marschiere ich los?

Wann muss ich die Flöte hochnehmen, wie

nehme ich die Trommel über? Wann fange

ich an zu spielen und was mache ich, wenn

wir nicht spielen? Das sind al-les Fragen,

die vor dem ersten Auftritt geklärt und

dann natürlich auch intensiv und regelmäßig

geübt werden. Man will ja schließlich

gut auf die Premiere vorbereitet sein.

Vorher geht es aber noch zur Anprobe.

Die erste Uniform besteht für Mädchen

aus einem dunkelblauen Umhang und einem

Schiffchen. Die Jungen bekommen

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


eine Weste oder Uniformjacke und einen Hut.

Dazu wird ein weißes Hemd und eine weiße Hose

getragen.

Unser Repertoire umfasst zurzeit ca. 40 Musikstücke,

darunter Straßenmärsche, die auswendig,

und Bühnenstücke, die vom Blatt gespielt werden.

Innerhalb von zwei Jahren ist es natürlich

nicht möglich, all das zu lernen. Es soll ja schließlich

eine Freizeitbeschäftigung bleiben. Daher ist

die Ausbildung mit dem ersten Auftritt noch lange

nicht vorbei. Auch bei den „alten Hasen“ tut

sich in der Sache immer etwas. Regelmäßig werden

im Winter neue Stücke einstudiert.

Es wird natürlich nicht nur geübt, auch das Quatschen

kommt nie zu kurz. In diesem Sinne:

Gut Spiel!

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AUUSFLLÜÜGGE 2000

30

Ausflüge 2000

Im letzten Jahr fanden zwei verschiedene

Ausflüge statt. Zum einen unternahmen

wir einen Tagesausflug nach Köln/Düsseldorf

und eine Wanderung zur Kornbrennerei

nach Ostenfelde.

Nach dem Besuch des Schokoladenmuseums gab es am Ufer des Rheins erst einmal

ein Picknick.

Tagesausflug nach „Ups“

Am Samstag, dem 3. Juni fand der Tagesausflug

2000 des Spielmannszuges statt.

Eingeladen waren alle Aktiven mit ihren

Partnern. Punkt 11 Uhr trafen wir uns am

Heimathaus „Letter Deele“, um mit dem

Bus Richtung „Ups“ zu starten. Da das

Festkomitee den Zielort bis zur letzten Minute

geheim halten wollte, wurde dieser

Ort „Ups“ genannt. Nach ein paar Stunden

Fahrt erreichten wir schließlich unser

Ziel: die Domstadt Köln. Dort stand die

Besichtigung des Schokoladenmuseums

auf dem Programm. Natürlich durfte dort

auch probiert werden, der Hunger wurde

dadurch jedoch nicht gestillt. So war es

danach Zeit für eine kleine Stärkung. Am

Kölner Rheinufer wartete ein Picknick mit

Schnitzeln, frischen Salaten, Brötchen

und Kaffee auf uns. Als wir uns alle gestärkt

hatten, ging es weiter Richtung Innenstadt.

Dort nutzten einige die Gele-

genheit, um im Biergarten eine andere

rheinische Spezialität kennen zu lernen:

das Kölsch. Andere erkundeten statt dessen

die Innenstadt und den Kölner Dom.

Gegen Abend trafen wir uns alle am Bus

wieder, wo wir leider von einem Regenschauer

überrascht wurden. Feucht-fröhlich

fuhren wir jedoch

weiter Richtung

Düsseldorf,

wo wir die Altstadt

besuchten. In der

Altstadtkneipe „Zille“

ließen wir den

Tag mit leckerem

Altbier ausklingen.

Am frühen Sonntag

Morgen trafen wir

dann ziemlich erschöpft

wieder in

Lette ein.

Brennereibesichtigung in Ostenfelde

Am 31. Oktober trafen sich alle aktiven

Spielleute mit ihrem Anhang auf dem Gelände

der Kornbrennerei in Ostenfelde.

Die geplante Wanderung dorthin musste

leider wegen Regens ausfallen. Zur Begrüßung

bekamen wir einen ersten „warmen“

Korn ausgeschenkt, der den meisten

allerdings nicht sonderlich schmeckte. Es

wurde uns erklärt, dass ein warmer Korn

bekömmlicher sei als ein eisgekühlter.

Nachdem wir diesen verdaut hatten, lernten

wir in einem Videofilm und der anschließenden

Besichtigung der Brennerei

einiges zur Kornherstellung. Schließlich

wurde es Zeit, diesen in all seinen Variationen

zu probieren. Unser freundlicher

Barmixer zauberte uns unterschiedliche

Longdrinks, die alle aus Korn hergestellt

wurden. Nachdem wir alles getestet hatten,

ging es in den frühen Morgenstunden

dann gut gelaunt Richtung Heimat.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


Ausbildungsausflüge

Im Jahre 1998 führten wir erstmals ein Ausbildungsausflug

durch. Diese Wochenenden sollen

ganz verstärkt der Saisonvorbereitung dienen. Es

werden Proben in unterschiedlichen Gruppen, je

nach Trommlern und Flötisten (aufgeteilt nach den

verschiedenen Stimmen) durchgeführt und auch

Gesamtproben abgehalten.

Ausbildungsausflug 1998

Am 21. und 22. März 1998 stand unser erstes

Übungswochenende auf dem Programm. Die

Fahrt führte uns ins Sauerland nach Wulmeringhausen.

Am Samstag wurden wir von unserem

Busfahrer Michael Boehm sicher ans Ziel gebracht.

Wir richteten uns gemütlich ein und stärkten uns

bei einer guten Suppe für das vor uns liegende

Übungsprogramm. Getrennt nach Flötisten und

Trommlern versuchten wir immer wiederkehrende

Fehler in einigen Musikstücken auszumerzen.

Auch schwierige Passagen wurden immer wieder

geübt. Zwischendurch wurde aber auch eine Pause

eingelegt. Diese nutzten wir für eine kleine Wanderung

durch den Ort. Abends fuhren wir in einen

Nachbarort, wir hatten uns schließlich eine Pizza

verdient. Zurück in Wulmeringhausen gab es bei

Musik noch viel Spiel und Spaß in gemütlicher

Runde. Nach dem Frühstück am nächsten Morgen

folgte die gemeinsame Probe. Nach dem Mittagessen

traten wir die Heimreise nach Lette an. Zwei

interessante, sehr musikalische Tage lagen hinter

uns.

Ausbildungsausflug 1999

Vom 19. bis zum 21. März 1999 fand zum zweiten

Mal ein Übungswochenende statt. Diesmal

fuhren wir ins Landschulheim Büsum. Da dieses

Übungswochenende mit dem Ausflug verbunden

war, nahmen nicht nur die aktiven Musiker des

Vereins teil, sondern auch Kind und Kegel waren

mit von der Partie. Nachdem das gesamte Gepäck

und natürlich die Verpflegung im Bus verstaut waren,

starteten wir bei bester Laune Richtung Nordsee.

Es war bereits dunkel als wir unser Ziel er-

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AUSBILDUNGSSAAUSFLÜGE

32

Nach der Kutterfahrt mit der „Hauke“ waren alle sichtlich froh, wieder festen Boden

unter den Füßen zu haben.

reichten. Nach der Zimmerbelegung verbrachten

wir den Rest des Abends in gemütlicher

Runde. Einige Teilnehmer nutzten

den Abend noch für die Erkundung des

Ortes und einen ersten Blick auf das Meer.

Natürlich musste auch die heimische Gastronomie

unter die Lupe genommen werden.

Am Samstag Vormittag begannen die

verschiedenen Gruppen mit dem intensiven

Üben einzelner Musikstücke. An diesem

Übungswochenende nahmen auch

unsere Neulinge teil, die sich noch in der

Ausbildung befanden. Auch für sie standen

ausgedehnte Proben auf dem Programm.

Nach dem Mittagessen ging es endlich zum

Meer, denn eine Fischkutterfahrt erwartete

uns. Bei stürmischem und regnerischem

Wetter stachen wir mit der „Hauke“, einem

etwas klapprigen, aber doch wohl

seetüchtigen Kahn, in See. Allerdings

schien uns Landratten der hohe Wellengang

auf den Magen zu schlagen. Oder lag

es eher am vorherigen Abend? Nach der

Hälfte der Fahrt verlangsamte der Kutter

das Tempo, Netze wurden ausgeworfen

und wir konnten den Fischfang beobachten.

Schließlich wendeten wir und fuhren

zurück in den Büsumer Hafen. Alle waren

sichtlich froh, wieder

festen Boden

unter den Füßen zu

haben. Den weiteren

Abend verbrachten

wir mit

Spiel, Spaß und

„Wetten dass“ im

Landschulheim.

Auch am Sonntag

morgen standen

noch einige Übungseinheiten

an. Nach

dem Mittagessen

verstauten wir unser

Gepäck im Bus und

stellten zu unserem

Entsetzen fest, dass der Motor nicht ansprang.

So musste erst die Pannenhilfe her,

bevor wir uns auf den Heimweg nach Lette

machen konnten.

Ausbildungsausflug der

Jugendlichen 2000

von Linda Pötter (12 Jahre)

Einige Mitglieder aus dem Letter Spielmannszug

beschlossen mit uns Kindern

und Jugendlichen ein Übungswochenende

zu unternehmen. Wie gesagt, so getan.

Vom 8. bis zum 9. April 2000 fuhren wir

Kinder und Jugendlichen zusammen mit

unseren Übungsleitern und einer Kochfrau

in eine „Selbstverpfleger-Hütte“ nach Winterberg-Neuastenberg.

Direkt nach der An-

Unser Nachwuchs fühlte sich in der Skihütte ganz

offensichtlich sehr wohl.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


kunft brachten wir das Gepäck in unseren Schlafsaal,

danach stand der ersten Übungsstunde nichts

mehr im Wege. Nach dem Mittagessen fuhren wir

zur Sommerrodelbahn, wo wir alle viel Spaß hatten.

Als wir zurückkamen, liefen einige Kinder in

den nahegelegenen Wald. Dort begannen wir mit

dem Bau einer kleinen Waldhütte. Doch bald wurde

es dunkler und der Abend rückte näher. Zu unserer

großen Freude fuhren wir in eine Pizzeria. Als

wir wieder in der Wochenendhütte waren, setzten

wir uns zusammen und übten mit unseren

Übungsleitern noch einige Märsche. Am späteren

Abend spielten wir in versammelter Runde ein

paar Gesellschaftsspiele, dabei amüsierten sich alle

prächtig. Doch dann wurde es Zeit zum Schla-

fen. Wenn auch etwas trotzig, gingen nun alle Kinder

und Jugendlichen unter 18 Jahren zu Bett. Am

nächsten Morgen übten wir wieder einige Märsche

und spielten Übungsstücke. Als auch diese klappten,

erklärte uns der Tambourmajor Peter Hartmann,

wann wir unsere Flöten, bzw. die Trommeln,

heben sollten. Außerdem erklärte er uns

wann wir still sein müssen und wann wir mit dem

Spielen der Märsche beginnen sollen. Als wir damit

fertig waren, bauten wir an unserer eigenen

Waldhütte weiter. Doch nach dem Mittagessen

mussten wir unsere Taschen packen. Schon kurz

danach machten wir uns auf den Heimweg. Auf

der Rückfahrt unternahmen wir noch einen

Zwischenstopp am Kahlen Asten, wo wir den

Astenturm besichtigten, und an der Biggetalsperre.

Uns Kindern und Jugendlichen hat dieses Übungswochenende

sehr viel Spaß gemacht.

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MUSIIKKAALLISCHER FFRRÜHSSCCHOPPEN

34

Musikalischer Frühschoppen

Am Sonntag, dem 15. August 1999, veranstaltete

der Spielmannszug „Frei weg

Lette e.V. zum ersten Mal einen „Musikalischen

Frühschoppen“ im und um das

Heimathaus „Letter Deele“.

Unser Ziel war es, mit allen Letter Bürgern

einen schönen Tag in einer gemütlichen

Atmosphäre zu verbringen. Wir präsentierten

unser musikalisches Können und

unseren Verein der

Öffentlichkeit.

Außerdem nutzten

wir diesen Tag als

Forum, um mit der

Letter Bevölkerung

und den Vereinen

ins Gespräch zu

kommen.

Auf unserem Festprogramm

stand

ein Konzert, das im

Innenhof der Deele

veranstaltet wurde.

Glücklicherweise

spielte das Wetter

mit, und es blieb

während der gesamten Veranstaltung

trocken.

Im Laufe des Konzerts präsentierten wir

einige unserer beliebtesten und schönsten

Konzertstücke, u. a. „Frei weg“, „Mars der

Medici“, „Robert-Stolz-Parade“, „Mister

Dixie“ und „Hoch Heidecksburg“.

Aber auch während

der Pausen war für

gute Unterhaltung

gesorgt. Vier Flötistinnen

bewiesen,

dass ein Spielmannszug

auch die

leiseren Töne beherrscht.

Manuela

Scholten, Kathrin

Erlemann, Andrea

Harwardt und

Melanie Kliewe trugen

zweistimmig,

ohne Begleitung

der Trommler, das

„Menuett“ von Johann

Sebastian Bach vor.

Während der zweiten Pause schlug die

große Stunde unseres Nachwuchses. Vier

Flötistinnen und drei Trommler, die sich

Der erste Auftritt unseres Nachwuchses. Mit etwas Unterstützung der Ausbilder

erspielten sich die Jugendlichen die Sympathie der Zuhörer.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


In der Deele des Letter Heimathauses präsentierten wir Gegenstände

aus unserer Geschichte und Stellwände über das damalige

und heutige Vereinsleben.

damals noch in der Ausbildung befanden, absolvierten

ihren ersten Auftritt vor Publikum. Mit

zwei Übungsstücken und dem Marsch „Mit Sang

und Klang“ erspielten sie sich die Sympathien der

Zuhörer.

Während des Tages hatten die Besucher die Möglichkeit,

sich im Innern der Deele über den Spielmannszug

zu informieren. Es gab eine Instrumentenausstellung

sowie Stellwände mit Fotos

und Zeitungsberichten vom Vereinsleben, z. B.

von Auftritten, Übungsabenden, Ausflügen und

unserem vereinsinternen Schützenfest.

Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema „Ausbildung“.

Interessierte konnten sich anhand von

Schautafeln umfassend informieren. Gleichzeitig

nutzten wir die Möglichkeit, um Jugendliche als

Flötisten und Trommler zu werben. Die Ausbilder

standen allen Interessierten Rede und Antwort.

Gegen 13 Uhr war das offizielle Programm beendet,

doch die Besucher blieben trotzdem noch einige

Stunden, bestimmt auch deshalb, weil für

das leibliche Wohl gut gesorgt war.

Nach dieser positiven Resonanz veranstalteten

wir am 21. Mai 2000 unseren zweiten „Musikalischen

Frühschoppen“.

Besuchen Sie uns doch einfach auf dem nächsten

„Musikalischen Frühschoppen“ im Jahre 2002,

wir würden uns sehr freuen.

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UNSEER SCHÜÜTTZENFEST

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Unser Schützenfest

Das Schützenfest des Spielmannszuges

Frei weg“ Lette e.V. hat bereits eine lange

Tradition. Schon im Jahre 1958 wurde

der erste König ermittelt. Im Rahmen ei-

1982: Der Vogel ist unten. Der neue Schützenkönig Ludger Rohe wird auf den

Schultern von Heiner Keitemeier und Klaus Wenker zur Theke getragen.

nes Ausfluges wurde am Gasthof Jungmann

in Hoetmar das erste Königsschießen

ausgetragen. Dem passiven Mitglied

Heinrich Wallmeyer gelang damals der

Königschuss.

Im Jahre 1968 fuhr man nach Oelde-Ahmenhorst

zum Schießstand von Paul

Nienkemper, da es in Lette

zu der Zeit keinen gab.

Im folgenden Jahr errichtete

man in Lette eine eigene

Vogelstange, die

beim Gastwirt Ernst Westhoff

auf dem Heidplatz

aufgestellt wurde. Der

Schießstand bestand aus

einem Strommasten mit

einem Kugelfang und einer

Vogelhalterung .

Seit dem Jahr 1977 feiert

der Spielmannszug „Frei

weg“ Lette sein jährliches Schützenfest

auf dem Hofe Johannsohn in Lette.

Eine Ausnahme gab es allerdings. 1994

fand es auf dem Hof unseres Vereinskameraden

Ludger Rohe statt. Dort wurde

mit Armbrust auf Scheiben geschossen.

Der Ablauf des Schützenfestes

hat sich in den letzten

Jahren nicht grundlegend

verändert:

Der Samstagnachmittag

steht ganz im Zeichen des

Vogelschießens. Das amtierende

Königspaar und

der Jugendschützenkönig

werden von der Ehrengarde

des Spielmannszuges

zum Festplatz geleitet.

Nach der Begrüßung beginnt

das Vogelschießen

der Jugendlichen. Steht

dort der König fest, eröffnet

die noch amtierende

Schützenkönigin das Vogelschießen

der Erwachsenen. Da unser

Vogel in den letzten Jahren sehr widerstandsfähig

war, brauchten die Kandidaten

schon ein wenig Ausdauer, bis dieser

am Boden lag.

Um 20 Uhr findet die Proklamation des

neuen Königspaares und des Jugendkö-

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


nigs statt. Im Anschluss daran wird bis zum frühen

Morgen das Tanzbein geschwungen.

Am Sonntagmorgen holt der Spielmannszug seine

neuen Majestäten zum Frühschoppen ab. Bei

Musik und kühlen Getränken trifft man sich, plaudert

und feiert bis in den Abend.

Die Schützenkönige

1958 Heinz Wallmeyer

1959 Franz Kokemper

1968 Manfred Berheide

1969 Herbert Levejohann

1970 Bernhard Koch

1971 Herbert Schulten

1972 Hans-Dieter Gössling

1973 Theo Große-Coosmann

1974 Anton Schmitfranz

1975 Horst Käufer

1976 Ernst Wulfheide

1977 Alfred Eickhoff

1978 Hans-Dieter Nauschütt

1979 Hans-Werner Brand

1980 Rudolf Marke

1982 Ludger Rohe

1983 Heinz Siemer

1984 Anton Stockamp

1985 Josef Düpjohann

1986 Albert Hilge

1987 Manfred Kornfeld

1988 Josef Rembrink

1989 Heiner Keitemeier

1990 Willi Pelzer

1991 Klaus Wenker

1992 Christian Heyland

1993 Manfred Boeing

1994 Dietmar Ortkras

1995 Peter Hartmann

1996 Heinrich Schojohann

1997 Frank Westerschlink

1998 Kaiser Christian Heyland

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KARNEVALLSSUMZÜGE

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Karneval 2001

Seit 1997 nimmt der Spielmannszug „Frei

weg“ Lette e.V. jedes Jahr am Rosenmontagsumzug

in Rheda-Wiedenbrück teil.

Dieser Auftritt ist eines der Highlights in

unserem Jahresprogramm. Alle Aktiven

freuen sich besonders auf diese Veranstaltung,

obwohl der Umzug sehr, sehr

lang ist.

Zu diesem Anlass tragen wir natürlich

nicht unsere übliche Uniform, sondern

Karnevalskostüme.

In den Jahren 1998

und 1999 konnten

wir Spielleute uns

zu den Oberbegriffen

„Handwerker“

und „Clowns“ ganz

individuell verkleiden.

Damit wir aber ein

einheitliches Erscheinungsbild

auf

der Straße abgeben,

entschieden

wir uns im Jahr

2000 für die Anschaffung

eines

Der Rosenmontagsumzug in Rheda-Wiedenbrück.

Karnevalskostüms. Nach langem Hin und

Her einigten wir uns auf ein „Mexikaner“-Kostüm

mit den landestypischen

Sombreros und Umhängen in bunten

Farben.

Nachdem der Karnevalsumzug in Rheda-

Wiedenbrück seit

einigen Jahren ein

fester Bestandteil in

unserem Jahresprogramm

ist, erhielten

wir in diesem

Jahr eine Anfrage

der Karnevalsgesellschaft

„SK Helau“

aus Sünninghausen.

Da der Umzug in

Sünninghausen bereits

am Sonntag

stattfindet, konnten

wir auch an

dieser Veranstaltung erstmals teilnehmen.

Auch das Wetter an den beiden Karnevalstagen

konnte der Feststimmung und

der guten Laune aller Spielleute nichts

anhaben. Dick verpackt unter den Ver-

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.


kleidungen, trotzten wir den kalten Temperaturen

und dem unangenehmen Wind.

Schließlich war auch für den kleinen Hunger und

den großen Durst zwischendurch ausreichend

gesorgt. Die Jugendlichen des Vereins, die noch

in der Ausbildung sind und daher noch nicht aktiv

mitspielen können, versorgten uns während

des Umzugs mit Getränken und Snacks aus dem

Bollerwagen.

Die Stimmung an den Straßenrändern war auch

in diesem Jahr wieder großartig. Entlang des Umzuges

standen eine Menge Zuschauer, die sehr

Unsere „Verpflegungscrew“. Immer zur Stelle, wenn ein Spielmann

an Hunger oder Durst litt.

gespannt auf die Wagen und die „Kamelle“ warteten.

Unter vielen „Helau“-Rufen spielten wir

unsere Märsche und Musikstücke. Das beliebteste

Stück bei den Zuschauern war ein Medley aus

„Anton aus Tirol“ und „Hände zum Himmel“.

Dieses Stück hatten wir speziell für die Karnevalsumzüge

einstudiert und brachten damit alle

Umstehenden zum Mitsingen und Schunkeln.

Auch die Wagenbauer hatten sich wieder besondere

Mühe gegeben, um den Zuschauern

interessante und lustige Motivwagen zu präsentieren.

Am Ende des Umzugs fuhren wir natürlich nicht

sofort wieder zurück nach Lette, sondern verbrachten

noch einige Stunden in den Festzelten,

wo dann noch kräftig weitergefeiert wurde.

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INSSTTRRUMENTTENVORRSSTELLUNG

40

Die Instrumente unseres

Spielmannszuges

Die Besetzung unseres Spielmannszuges

besteht aus verschiedenen Querpfeifen

(Trommelflöten), Trommeln, der Pauke

und der Lyra.

Diese Instrumente möchten wir im folgenden

näher vorstellen:

Die Trommelflöten

Die Trommelflöten gehören zur Gruppe

der Aerophone, das sind Instrumente in

deren Hohlraum eine Luftsäule in

Schwingungen versetzt wird. Diese Gruppe

wird in verschiedene Untergruppen

unterteilt, u. a. in Holzblasinstrumente

und Blechblasinstrumente.

Die im Spielmannszug verwendeten

Trommelflöten werden auch heute noch

den Holzblasinstrumenten zugeordnet,

obwohl sie schon lange aus Metall hergestellt

werden. Sie wurden früher aus Holz

hergestellt und zählen daher immer noch

zu dieser Gruppe.

Die vier Trommelflöten in den folgenden Stimmlagen:

Diskant, Sopran, Alt und Tenor (von links).

Von den Flötisten im Spielmannszug wird

eine Flöte verwendet, die 7 Grifflöcher

hat. Die gesamte Flöte besteht aus Metall

und ist aus einem Stück angefertigt. Der

obere Teil mit dem Mundloch heißt Kopfstück

und der untere Teil mit den Grifflöchern

wird als Unterstück bezeichnet.

Das Kopfstück ist durch einen verstellbaren

Stöpsel verschlossen, mit dessen Hilfe

die Stimmung der Flöte verändert werden

kann.

Für die ersten drei Löcher (vom Mundstück

ausgesehen) nimmt man Zeigefinger, Mittelfinger

und Ringfinger der linken Hand.

Die unteren vier Löcher schließt man mit

den vier Fingern der rechten Hand.

In dieser Haltung wird die Flöte waagerecht

fest an die Unterlippe gelegt. Die Arme

werden vom Körper abgehoben.

Die Trommelflöten werden je nach

Stimmlage in vier Gruppen unterteilt:

1. Die Sopranflöte

Die Sopranflöte hat einen hellen Klang

und ist für die Melodie zuständig. Mit der

Sopranflöte wird die erste und die zweite,

manchmal auch eine dritte Stimme der

Melodie gespielt. Die Sopranflöte hat eine

mittlere Größe.

Die Ausbildung von jungen Flötisten in

Spielmannszügen beginnt meistens mit

der Sopranflöte, da sie am leichtesten anzuspielen

ist.

2. u. 3. Die Alt- und Tenorflöte

Die Alt- und Tenorflöten sind mit ihrem

dunklen Klang für die harmonische Begleitung

zuständig. Die Tenorflöte ist die

größte der Trommelflöten. Die Alt- und

Tenorflöten eignen sich nicht als Anfängerinstrument,

da die Grifflöcher zu weit

auseinander liegen. Die Kinder haben

Schwierigkeiten die Löcher mit ihrer kleinen

Fingern fest zu verschließen.

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4. Die Diskantflöte

Die Diskantflöte wird ebenfalls zur Begleitung gespielt.

Sie hebt sich mit ihrem hellen Klang sehr

gut von den anderen Flöten ab. Mit ihr lassen sich

besonders gut schnelle Läufe und Verzierungen

spielen. Die Diskantflöte ist die kleinste der

Trommelflöten.

Auch sie ist für Anfänger ungeeignet, da sie

schwierig anzublasen ist.

Die Lyra

Die Lyra ist eine Art Glockenspiel, das mit einem

Schlegel gespielt wird. Den Namen und die schön

geschwungene Form hat das Instrument von dem

griechischen Saiteninstrument.

Ursprünglich bestand das Glockenspiel aus kugeloder

birnenförmigen Glöckchen. Mit der Militärzeit

wurden dann Klangplatten eingeführt. Seit

dem 2. Weltkrieg wird die bestehende Form mit

zwei Klangreihen in Klaviaturform verwendet.

Geschmückt wird die Lyra mit zwei, an den Seiten

befestigten, meist zweifarbigen Schweifen

und einem Adler. Sie wird auch das Schmuckstück

eines Spielmannszuges genannt. Oft gehen

deshalb die Lyraspieler vor den anderen Spielleuten.

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INSSTTRRUMENTTENVORRSSTELLUNG

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Mit ihrem glockenähnlich klingenden Ton

sorgt sie für die Brillanz. Die Lyra spielt

normalerweise die Melodiestimme. In

den neueren Märschen gibt es aber immer

öfter eine eigene Lyrastimme, die das

Instrument noch deutlicher über die Flötenstimmen

hebt.

Für jugendliche Anfänger ist dieses Instrument

eher ungeeignet, da die Lyra sehr

schwer zu tragen ist.

Die Kleine Trommel

Traditionsgemäß ist die Kleine Trommel

das Symbol der Spielleute. Im Spielmannszug

hat sie jedoch, im Gegensatz zu anderen

Musikgruppen, neben der rein

rhythmischen Funktion noch klangfüllende

Aufgaben. Da ein dynamisches Spiel

mit den Trommelflöten schwierig ist, muss

die Kleine Trommel diese Aufgabe in besonderem

Maße übernehmen.

Die Pauke (Große Trommel)

Die Bedeutung der Großen Trommel , im

Volksmund auch Pauke genannt, liegt

nicht allein im rhythmischen, sondern

auch im klanglichen Bereich. Sie ist neben

der Kesselpauke das einzige Instrument,

das tiefe Töne spielen kann.

Die Große Trommel bereichert den Gesamtklang

der Gruppe wesentlich, so ist es

möglich, diese neben einfachen Taktschlägen

effektvoll als Bassinstrument einzusetzen.

Die Becken

Die Kleinen und Großen Trommel lassen

sich jederzeit durch entsprechende Einstimmung

klangtechnisch erheblich verändern.

Anders ist dies dagegen bei den

Becken. Deshalb sollten beim Kauf unterschiedliche

Klangvariationen ausprobiert

und ausgewählt werden. Für den Klang

spielt die Akustik des entsprechenden

Raumes eine beachtliche Rolle. Die Becken

werden beim Marsch im Normalfall

mit der Großen Trommel im Einklang gespielt.

Bei moderneren Stücken werden

sie auch als Soloinstrument eingesetzt.

75Jahre Spielmannszug “ Frei weg“ Lette e.V.

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