Latücht Nr. 10 - de-latuecht.de

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Latücht Nr. 10 - de-latuecht.de

Inhaltsverzeichnis:

Gruß den Schützen Seite 3

Weichdach-Decken Seite 4

Die Tracht Seite 5

Ein Wahrzeichen Seite 6

Die Hower Mühle Seite 6

Steine am Heerweg Seite 7

Dolidier-Weg Seite 7

Termine Seite 8

Such bild Seite 8

Liederabend Seite 9

Kirchwerders Orgel Seite 9

Naturschutzgebiet Seite 11

Schützen-Chronik Seite 12

Öber de Schützen Seite 14

Das Titelbild dieser Ausgabe

zeigt die Ehrenpforte am

Neuengammer "Schützenhof",

gezeichnet von Willy F.

H. Schweitzer

Bezug der "Latücht" ist für Nichtmitglieder

auf schriftliche Anforderung

möglich. Bezugskosten zur Zeit: jährlich

11,20 DM zuzügl. 4,00 DM Porto

Impressum:

Herausgeber:

Kulturkreis-Verband

Vierlande von 1987 e. V.

(KKVV)

Redaktion:

Carsten Timm, Rolf Wobbe,

Hellmuth Bierkarre, Hermann

Timmann, Pet er von Essen

Anzeigen:

Rolf Wobbe

Druck:

Bergedorfer Buchdruckerei

Bankverbindung des KKVV:

Vierländer Volksbank e. G.

Vereins-Konto 17000

Sonderkonto "Latücht" 17027

BLZ 201903 01

Anschrift der Redaktion:

Rolf Wobbe

Neueng. Hinterdeich 139a

2050 Hamburg 80

Tel. 7 23 19 02

Redaktionsschluß für die

nächste Ausgabe:

1. November

Helmut Küster

Lebensmittel

Spirituosen

Weine

Hamburg-Curslack

Curslacker Deich 133

Telefon 7 23 11 64

I

Unsere Schützen:

400 Jahre jung

Vom 4. bis 6. September feiert

die "Vierländer Schützengesellschaft"

ihr 400jähriges Bestehen.

Hierzu herzliche Glückwünsche

und Grüße vom "Kulturkreis­

Verband Vierlande" . Für die

Treue, Kameradschaft und Einsatzfreude

Eurer Mitglieder gebührt

Euch Dank und Anerkennung.

Damit habt Ihr das Kulturleben

in den Vierlanden und

darüber hinaus mitgestaltet und

geprägt.

Wie fast überall in Deutschland

Schützen-Gilden und -Gesellschaften

die ältesten Verbände

sind, so kann auch die "Vierländer

Schützengesellschaft" auf

ein langes Bestehen zurückblikken.

Es ist nicht von der Hand zu

weisen, daß die Schützenvereine

von jeher eine politische Bedeutung

hatten. Stets sah man in

einem Schützen einen patriotisch

gesinnten Mann, der im

Falle der Not mit der Büchse sein

Land zu verteidigen wußte.

Die "Vierländer Schützengesellschaft"

ist der älteste Verein

Vierlandens. Seit der Gründung

im Jahre 1592 werden die besten

Schützen ausgezeichnet und geehrt

mit einer Königs-Plakette.

Dieser traditionelle Brauch

pflanzte sich fort und entwickelte

sich schließlich zu einem

Schützenfest.

Das erste Schützenfest in der

Art, wie wir es heute kennen,

feierte man vor 86 Jahren, am 12.

August 1906, auf dem neu geschaffenen

Festplatz beim

Schützenhof Pahl am Neuengammer

Hausdeich.

Aus der kleinen Gemeinschaft

von Männern, die das Schießen

zu ihrem "Sport" erkoren hatten,

war ein rechtlicher Verein geworden,

der - so geht es aus den

Protokollen hervor - nach Bedeutung

im Vierländer Vereinsleben

strebte.

Nicht nur nebenbei hatte man

große Anstrengungen unternommen,

um zu diesem Ziel zu

gelangen. Man war sich damals

durchaus bewußt, daß ganze

Hingabe und ganze Arbeit erforderlich

waren, die Tradition aufrechtzuerhalten,

in dem damals

noch unter altem Namen bekannten

"Neuengammer Schützenverein"

- und daß die "Neue

Zeit" andere Anforderungen

stellte. Man mußte ihr gerecht

werden. Die Jugend dachte auch

damals schon wesentlich anders

als die Alten. Sie stand bereits

unter dem Eindruck der ersten

Großveranstaltungen.

Ein Heimatverein, der etwas

gelten wollte, mußte zeigen, daß

er imstande war, echte "moderne"

Volksfeste, an denen alle

Bürger teilhaben konnten, auf

die Beine zu stellen.

Aus diesen bewußt gewordenen

Gedanken entstand am Neuengammer

Hausdeich die Idee des

Schützenfestes, des großen,

sommerlichen Volksfestes. Wie

realistisch dieser Gedanke und

seine Verwirklichung waren, das

zeigt sich heute: Das Vierländer

Schützenfest ist seit jeher der

Höhepunkt aller Vierländer

Sommerfeste geblieben.

Jede Generation hat die Pflicht,

das Erworbene zu erhalten und

zu fördern. Durch Generationswechsel

wurden neue Perspektiven

gesetzt. So entstand aus dem

Traditions-Schießen ein Sport­

Schießen auf einem modernisierten

Schießstand mit dem

neuesten Stand der Technik. So

waren die Vierländer Schützen

immer bemüht, mit der Zeit

Schritt zu halten.

Mit dem "Wilhelm-Jone-Pokal­

Schießen" wurde das Schützenfest

um einen weiteren Wettkampf

ergänzt, zu Ehren des

langjährigen 1. Vorsitzenden

Wilhelm Jone. Alle Vierländer

Vereine haben hier die Möglichkeit,

mit einer Mannschaft teilzunehmen

und so ihre Verbundenheit

zu dokumentieren.

Für die Zukunft wünschen wir

vom "Kulturkreis-Verband

Vierlande" der "Vierländer

Schützengesellschaft" alles Gute

und ein langes Fprtbestehen,

und daß wir weiterhin schöne

Schützenfeste feiern können,

zum Wohle für unser schönes

Vierlanden.

Auf das Schützenwesen ein dreifaches "Gut Schuß"

vom KKVV-Vorstand

Carsten Timm

Vorsitzender

3


Die für die Vierländer so typische

Tracht mag gegen Ende des 17.

Jahrhunderts entstanden sein. Getragen

wurde sie vor allem von

Anfang bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts.

Auf dem Markt in Harn burg

galt sie als Gütezeichen für die

Produkte aus den Vierlanden, für

Frische und Qualität. Die Skulptur

einer Vierländerin in Tracht zierte

auch den Markt-Brunnen auf dem

Meßberg. Sie hat heute nach einigen

Irrwegen ihren Platz auf dem Hopfenmarkt

bei der Ruine der Nikolai­

Kirche gefunden.

Zur Tracht der Vierländer gehört ein

reichhaltiger Silberschmuck. Aus

diesem Schmuck konnte man auf die

Wohlhabenheit des Besitzers schließen.

Doch auch Mägde und Knechte

sparten sich von ihrem kargen Lohn

mühsam das Geld für Trachtenkleidung

zusammen, um dadurch an

Ansehen zu gewinnen.

Wer heute noch eine alte Vierländer

Tracht besitzt, weiß wohl um ihren

Wert und verwahrt sie entsprechend

in Truhen und Schränken. Nur bei

ganz besonderen Anlässen wird sie

hervorgeholt. Heute bemühen sich

die Trachtengruppen, Landfrauengruppen

und "Häkelbüdelclubs", diese

Trachten nach den Original-Vorlagen

wieder entstehen zu lassen.

Genaue Unterlagen und Darstellungen

verdanken wir hauptsächlich

dem Maler Hermann Haase. In seinem

Buch" Tracht, Haus und Hof der

Vierländer, Beiträge zur Kulturgeschichte",

erschienen in Hamburg im

Jahre 1910 im Verlag Alfred Janssen,

beschreibt er die Tracht genau und

hat sie auf etwa 700 Tafeln in seiner

präzisen Aquarell-Technik in allen

Details dargestellt.Auch andere

Künstler wie Christoffer Suhr haben

auf ihren Bildern die Vier länder in

ihrer Tracht der Nachwelt vermittelt.

Die Kleiderordnung war in den

Vierlanden ungeschriebenes Gesetz.

An der jeweiligen Tracht konnte man

erkennen, zu welchem Anlaß sie

getragen wurde. Ob z. B. zur Trauer,

zur Taufe, Beichte oder zum Gottesdienst,

ob zum Abendmahl oder nur

zu einem Besuch. Es mußte immer

seine Richtigkeit haben.

Vierländerin mit "Krei"

Die Vierländer Thacht

Von Hellmuth Bierkarre

Vierländerinnen in 'fracht um 1830 auf dem Markt in Hamburg

Bei der Vier länder Männertracht

wird das Hemd am Hals und auch die

Manschetten mit Silberknöpfen abgeschlossen.

Die bunte Weste über

dem Hemd war mit zwei Reihen

flacher Silberknöpfe, die Jacke mit

silbernen Kugelknöpfen verziert. Die

Hose, eine Bundhose, war mit einer

Hosenklappe versehen, die mit drei

dicken, silbernen Knöpfen verschlossen

und hinten an den Knien geschnürt

wurde. Dazu trug man Kniestrümpfe

und braune oder auch

schwarze Schuhe. Als Kopfbedekkung

trug man den Zylinder. Da

dieser in den engen Kirchenbänken

schlecht unterzubringen war, kamen

die erfinderischen Vierländer auf die

Idee, sich von ihren Dorfschmieden

schmiedeeiserne Hutständer anfertigen

zu lassen. Diese Schmuckstücke

alter Handwerkskunst werden noch

heute in den Vierländer Kirchen

bewundert.

Auch bei der Frauentracht wurde

über dem Unterhemd eine bunte

Weste getragen. Bei der Festtags-

Tracht war das Brusttuch zum Teil

aus Goldbrokat gewirkt. Es wurde

durch eine wertvolle Brustkette gehalten.

Ein Tuchrock mit Gürtel und

darüber eine Schürze vervollständigten

die Kleidung. Dazu trugen die

Frauen weiße Strümpfe und braune

oder schwarze Schuhe. Das hervorstechende

Merkmal der Vierländer

Frauentracht ist wohl die eigenartige

Kopfbekleidung. Man trug einen Hut,

aus gespließtem Stroh geflochten.

Dieser wurde auf die "Hüll", die

eigentliche Kopfbedeckung gesetzt.

Darunter trug man "De Huv", die

Haube. Das Eigenartigste aber ist die

Nessel, eine Nackenschleife aus Seide,

die mit Gummi hart und steif

gemacht wurde. Die Nackenschleife

hatte einen Spottnamen: Man nannte

sie "Krei", das heißt. Krähe.

Heute sieht man die Vierländer

Trachten in den Hamburger Museen,

bei Veranstaltungen der Trachtengruppen,

bei Erntedank-Gottesdiensten

oder beim Festumzug zum Ernte

dank in Kirchwerder.

5


Vierlanden um ein Wahrzeichen änner

Das älteste, unter Denkmalschutz

stehende Pegelhaus der Obereibe,

am zollenspieker Fähranleger, ist am

22. Juli 1992 abgerissen worden. Da

der Eigentümer, das Wasser- und

Schiffahrtsamt Lauenburg, sich außer

Stande sah, für die Anfang 1989

veranschlagten Instandsetzungsbzw.

Restaurierungskosten des Pegelhauses

von 50 000 Mark aufzukommen,

wurde es laut Aussage Dr.

Volker Konerding, Abteilungsleiter

im Hamburger Denkmalschutzamt,

in diesem Jahr aus Kostengründen

aufgegeben. Man fand auch keinen

Kaufinteressenten für dieses Kleinod

an der EIbe. Die in Frage kommenden

Behörden der Freien und Hansestadt

Hamburg, wie das Bezirksamt Bergedorf,

die Kultur- oder Finanzbehörde

zeigten kein Interesse an diesem

Objekt. Grund: die Kosten. Das alte Pegelhalls.

Um die Erhaltung zu sichern, wurde

das Pegelhaus mit hölzernem Steg

am 19. Dezember 1989 unter Denkmalschutz

gestellt. Der Senat würdigte

damals die Unter-Denkmalschutz-Stellung

und hob die Bedeutung

des "historischen Ensembles der

baumbestandenen Gesamtanlage"

mit dem Fährhaus, der Hafenanlage,

dem Holzsteg zu dem Pegelhaus und

dem Häuschen hervor.

Das Hamburger Denkmalschutzamt,

das nun einen Erhaltungs- und Restaurierungsplan

hätte erarbeiten

müssen, stimmte stattdessen bedenkenlos

dem Abbruch zu - zum Unverständnis

vieler Vierländer Bürger.

Viele Bürger erinnerten sich an eine

ähnliche "Nacht- und Nebelaktion",

der der nahegelegene Zollenspieker

Bahnhof vor über zwanzig Jahren,

1971, zum Opfer fiel.

Die "Kirchwärder Mühle" in Howe

Von Geerd Dahms

Am Hower Hauptdeich 59 klafft eine Lücke. Hier stand bis

vor wenigen Wochen das Gebäude, die ehemalige von

Rönnschen Kirchwerder Mühle. Es mußte Deich-Sicherungsmaßnahmen

weichen. Errichtet wurde das Fabrikationsgebäude

1898 von einer gerade gegründeten Genossenschaft,

die sich als "Vierländer Frucht- und Gemüsekonservenfabrik

und Verwertungsverein" mit Sitz in

Kirchwärder ins Genossenschaftsregister eintragen ließ.

Die Fabrikation lief im Herbst 1898 an, nachdem im August

die Gebäude für die Fabrik fertiggestellt waren. Hermann

August Witthoefft mit Stellvertreter Jochim Rieck und

Controlleur Adolf Franz Wüsthof leiteten die Genossenschaft.

Im Laufe des ersten Jahres 1898 erhöhte sich die

Zahl der Mitglieder von 51 auf 90. In der Generalversammlung

im August 1899, als der Betrieb ein Jahr gelaufen war,

bezeichneten die Mitglieder die Produkte beim Verkosten

in dem heute noch als Disco bestehenden Gasthof Garbers

in Howe "vorzüglich". Dennoch schien das Produktionsund

Vermarktungs-Konzept nicht aufgegangen zu sein. In

der Generalversammlung am 17. Juni 1901 beschlossen die

Mitglieder, die Genossenschaft aufzulösen. Anschließend

erfolgte die Liquidation des ersten Unternehmens, in dem

Vierländer Produkte industriell vermarktet werden sollten.

In der Folge stand das gesamte Anwesen zum Verkauf.

Durch Schiffer aus Kirchwerder erfuhr der Müller Richard

von Rönn in Boizenburg von' den Verkaufs-Absichten für

die erst wenige Jahre alte Fabrik. Von Rönn, der sich

selbständig machen wollte, war von der väterlichen Mühle

in Caddenberge als Geselle auf die Mühle nach Boizenburg

gegangen und suchte nun ein geeignetes Gebäude für seine

eigene Produktion. Die ehemalige Konservenfabrik in

Howe sagte ihm zu, so daß im Oktober 1904 der Verkaufs­

Vertrag geschlossen wurde. Für Gebäude und Grundstück

zahlte von Rönn 15 600 Mark, für "qie Dampfmaschinen und

alle zur Conservenbranche eingerichteten Maschinen und

Inventar" hatte der Käufer 9400 Mark, also insgesamt

25 000 Mark zu zahlen.

1905 begannen die Umbauarbeiten zur Mühle. Mahlwerke

und Mischmaschinen, auch ein Sack-Aufzug wurden

installiert. Außendeichs legte Richard von Rönn eine

Lösch- und Ladebrücke an. Noch im selben Jahr konnte die

"Kirchwärder Mühle" in Howe in Betrieb gehen. Futtermittel

waren die Hauptprodukte und für sie gab es großen

Absatz. So war zum Beispiel die Herstellung von "Schacks

Patent-Schrot" so erfolgreich, daß dieMühle Tag und Nacht

in Betrieb war. Aber auch besonders weißes Mehl, "Kaisers

Auszugsmehl", das in Leinensäcken verkauft und zu

Klößen verarbeitet auf die Tische vieler Vierländer kam,

produzierte von Rönn in seiner Mühle.

Besonders arbeitsintensiv war das Löschen der Kähne, die

6

am Anleger festmachten. Um das lose Getreide an Bord in

Säcke zu schaufeln, diese mittels der Winde im Windenhaus

auf Höhe der Lösch- und Ladebrücke zu hieven und sie

anschließend auf Sackkarren über den Deich zur Mühle zu

bringen, brauchte der Müller jedesmal kurzfristig mehrere

zusätzliche Arbeitskräfte.

Anfang des Jahres 1911 stellte er deshalb einen Antrag auf

"Ausführung der Anlage einer pneumatischen Transportanlage

über den Elbdeich" bis in seine Mühle. Am 1. Mai

desselben Jahres gestattete ihm die Landherrenschaft

Bergedorf das Vorhaben unter der Bedingung, daß die

Transport-Rohre in einer Höhe von 4.40 Meter den Deich

überquerten. Nun konnte das Getreide mit geringerem

Arbeitseinsatz durch das Saug-Rohr von den Schiffen über

eine Förderlänge von 45 Metern direkt zur Verarbeitung in

die Mühle transportiert werden. Für genügend Saugkraft

sorgte eine KOlbenpumpe mit einer stündlichen Leistung

von 160 Zentnern. In der Mühle zeigte eine automatische

Waage die jeweils geförderte Menge genau an.

Mit dem ersten Weltkrieg kam der Stillstand der Produktion,

Richard von Rönn wurde eingezogen. Nach dem Krieg

mußte die Familie wieder ganz von vorn beginnen. Nur ein

Pferd stand zur Auslieferung zur Verfügung. Einmal in der

Woche kam es zum Einsatz. Mitte der 20er Jahre rüstete

von Rönn seine Mühle vom Gasmotor-Betrieb auf einen

Deutzer Dieselmotor mit 50 PS um. Über das Schwungrad,

das einen Durchmesser von 2,20 Metern hat, trieb er alle

Maschinen in der Mühle an.

1936 ging der Betrieb mit allem Inventar an den Schwiegersohn

des Müllers, Wilhelm Erig, über. Ein Jahr darauf

konnte er vor der Handwerkskammer in Lübeck seine

Meisterprüfung ablegen. Auch der zweite Weltkrieg ließ die

Mahlsteine stillst ehen. Wieder wurde der Müller eingezogen.

Zum dritten Mal in 40 Jahren wurde 1945 von vorn

begonnen. Futtermittel für Kleinvieh, Hühner- und

Schweinefutter waren erneut die Hauptprodukte. Die

Sturmflut von 1962 zerstörte die Getreide-Förderanlage

sowie den Lösch- und Ladesteg. Als die Konkurrenz der

großen Futtermittel-Betriebe zunahm und die Kleinvieh­

Haltung zurückging, stagnierte auch der arbeitsintensive

Betrieb von Wilhelm Erig. Ab 1968 arbeitete er allein mit

seinem Sohn Jürgen, der ebenfalls Müller gelernt hatte, in

der alten Mühle. Drei Jahre später legte die Familie den

Betrieb still und verkaufte das Inventar. Die Räume

wurden als Lager vermietet, bis 1991 der Verkauf an die

Stadt und im Sommer 1992 der Abbruch erfolgte. Mit der

Herstellung der neuen Deichanlage im Herbst dieses

Jahres wird das bei dem Abbruch ausgesonderte Schwungrad

mit der Kurbelwelle des Dieselmotors als technisches

Denkmal aufgestellt werden und damit die Erinnerung an

die alte Mühle wachhalten.


Ein unscheinbares Dasein fristen

zwei Findlinge am Curslacker Heerweg.

Erst bei näherem Hinsehen

erkennt der Wanderer merkwürdige

Buchstaben-Kombinationen auf dem

dunklen Grund der Feldsteine.

Am Fuß einer Hecke zwischen den

Häusern Curslacker Heerweg 11 und

15 ragt noch die Spitze eines Steins

aus dem aufgeschütteten Fußweg

heraus. Die Buchstaben "gTACL"

sind schon teilweise im Boden versunken

und gerade noch zu entziffern.

In den bemoosten Stein, etwa 20

Meter im Rieckweg an der rückwärtigen

Einfahrt zum Haus Curslacker

Heerweg 5, gegenüber vom Rieckweg

2, sind die Buchstaben "WKATg"

eingemeißelt, dabei das "K" seitenverkehrt,

die Spitze des "W" gekreuzt.

Des Rätsels Lösung: Die

Buchstaben sind von der Mitte aus zu

lesen: "ATg" bedeutet "Altengarnrne"

CL" steht für Curslack" und

mit :'KW" ist "Kirchwärder" gemeint,

wobei im Stein am Rieckweg das "K"

mitgespiegelt wurde.

Die Steine sollen die Grenzen der

"Flagen" oder "Pflegen" der Vierländer

Gemeinden für den Curslacker

Heerweg markieren. Der Heerweg,

der gleichzeitig ein wichtiger Teil des

Postwegs aus dem Raum Lübeck

über Zollenspieker ins Lüneburgische

bildete, wurde zwischen 1566

und 1572 erneuert, das bedeutete

damals, daß er praktisch neu gebaut

werden mußte. Dabei teilten sich

Hamburg und Lübeck, die damals

Bergedorf verwalteten, sowie die

Die Inschrift "gTACL" des Steins am

Curslacker Heerweg, der angehoben

werden müßte.

Der Curslacker Heerweg

Steine markierten die Aufgaben der Wege-Pflege

Gemeinden der Vierlande die Kosten

für den Ausbau von der Lauenburger

Landstraße am Geestrand bis nach

Curslack. Die Bezeichnung "Heerweg"

war der im Mittelalter übliche

Ausdruck für eine alte Landstraße.

Solche Heerwege wurden auch "Königsstraße"

genannt, weil sie unter

dem Schutz der Obrigkeit, also des

Königs, standen.

Im Jahre 1603 teilte der Bergedorfer

Amtmann je zwei Teile der Pflegen

Altengammes den Gemeinden Kirchwerder

und Neuengamme zu, Curslack

erhielt einen Teil. Nachdem die

Hufner sechs Jahre lang Hand- und

Spanndienste für den Wegebau geleistet

hatten, glaubten die Altengammer,

von der weiteren Instandhaltung

des Weges befreit zu sein. Sie

machten geltend, sie hätten mit ihrem

eigenen Weg nach Bergedorf, der

"Speckung", genug zu unterhalten.

Jahrelang kamen sie mit ihrem Argument

auch beim Amtmann in Bergedorf

durch. Das verdroß die anderen

Gemeinden. Die Folge war, daß die

Beschaffenheit des Heerwegs immer

schlechter wurde. Nur die Curslucker

sind damals ihren Verpflichtungen

aus der Pflege nachgekommen.

Als dann ein neuer Amtmann ins

Schloß einzog, hatte er nichts Eiligeres

zu tun, als die Altengammer ganz

energisch an ihre Pflichten zu erinnern.

Er verlangte sofortige Instandsetzung

des Heerwegs unter Beteiligung

aller vier Gemeinden, "weil

beide Ehrbare Städte an ihrer zollhabenden

Gerechtigkeit in Eßlingen

(Zollenspieker d. Red.) durch die böse

Beschaffenheit des Weges geschädigt

würden". Zwar beriefen sich die

Altengammer darauf wieder auf ihre

früher zugesicherte Freiheit. Aber

der Amtmann pochte auf sein altes

Recht, seine "Untertanen" zu Handund

Spanndiensten aufbieten zu dürfen.

Er deutete an, daß er auch die

Dienste für andere Arbeiten verlangen

könne. Nur widerwillig beteiligten

sich die Altengammer darauf

wieder an der Arbeit. Bald aber

erklärten sie, lieber auf die Benutzung

des Wegs zu verzichten als

weiter noch für seine Unterhaltung

arbeiten zu wollen.

Die Inschrift" WKATg" auf dem Stein

am Rieckweg ist von der Mitte aus zu

lesen.

Im Jahre 1689 mußten die Altengammer

zugeben, den Heerweg dennoch

benutzt zu haben. Darauf verfügten

die "Beiderstädtischen", daß jeder

Altengammer zehn Taler Strafe zu

zahlen habe, wenn er über den

Heerweg fahre. Das Fuhrwerk sei

dabei festzuhalten.Das paßte natürlich

den Bauern auch nicht. So kam

man endlich zu einer Verständigung:

Man einigte sich soweit, daß Kirchwärder

und Neuengamme je ein

Drittel, Curslack zwei und Altengamme

ein Neuntel der Unterhaltungskosten

für den Heerweg zahlen sollten.

Entsprechend dieser festgelegten

Anteile wurde der Heerweg in die

sogenannten "Flagen" oder "Pflegen"

eingeteilt, die die von den

einzelnen Gemeinden zu unterhaltenden

Wegestrecken genau begrenzten.

Als Markierungen dieser Grenzen

dienten die mächtigen Findlinge mit

den Markierungszeichen der Gemeinden,

von denen zwei noch vorhanden

sind. Es wird vermutet, daß

der Stein am Curslacker Heerweg an

seiner alten Stelle steht. Der Stein im

Rieckweg ist wahrscheinlich einmal

versetzt worden. Er bot sich vermutlich

wegen seiner glatten Oberfläche

als Grundstücksmarkierung an.

Aus geschichtlichen Gründen wird

der KKVV den Antrag stellen, diese

Zeugen einer vielhundertjährigen

Kultur unter Denkmalschutz zu stellen

und ihnen wieder ihre alten

Plätze am Heerweg einzuräumen.

Dolidier-Weg wieder Neuengammer Heerweg

Man sollte den alten Namen "Neuengammer Heerweg"

statt "Jean-Dolidier-Weg" für den Abschnitt des alten

Hcerwegs durch die Vierlande von der Geest bis zur EIbe

wieder einführen. Dies ist eine Forderung des Kulturkreis-

Jean Aime Dolidier (1906 bis 1971) kämpfte gegen den

Nationalsozialismus. Der Franzose wurde am 19. Dezember

1939 durch die Nationalsozialisten festgenommen. interniert

vom 16. Juni 1940 bis 23. Mai 1944. Ansch ließend

wurde er ins KZ Neuengamme deportiert. in dem er bis zum

15. Jun i blieb. Er erhielt am 20. Oktober 1950 den Titel eines

politi5chen Flüchtling:> in :>einem Heim


Hier können Vierländer hingehen

SEPTEMBER

3. 19 Uhr: Kommersabend zum 400jährigen Bestehen der

Vierländer Schützengesellschaft für geladene Gäste im

FestzeIt am "Schützenhof".

4. 19 Uhr: Antreten der Schützen zum Ausmarsch über

Odemanns Heck zum "Schützenhof" Neuengamme am

"Corslaker Landhuus".

19.15 Uhr: Laternen-Umzug mit den Schützen ab Odemanns

Heck.

20 Uhr: Jubiläums-Disco der Schützen im FestzeIt.

20 Uhr: Jubiläumsabend der Schützen im "Schützenhof"

von Gerd Pahl.

5. 13 Uhr: Festumzug mit Abholen der Könige ab Gaststätte

"Zur Schiefen Brücke" (Waltraut Hube).

15 Uhr: Kindervergnügen auf dem Schützenplatz.

20 Uhr: Jubiläumsball der Schützen mit den "Raimondos"

im FestzeIt, Vergabe der Wilhelm-Jone-Pokale und -Preise

sowie Mitternachtsshow.

6. 6 Uhr: Weckruf (Reveille) ab Auf der Böge 44.

13 Uhr: Sternmärsche zum 400jährigen Bestehen der

Vierländer Schützengesellschaft ab Neuengammer Hausdeich

382 direkt zum "Schützenhof"; Grashofweg 20 über

Curslacker Heerweg, Curslacker Deich, Odemanns Heck

zum "Schützenhof"; Auf der Böge 44 über Curslacker

Deich, Odemanns Heck zum "Schützenhof"; Neuengammer

Hausdeich 109 über Blaue Brücke, Curslacker Deich,

Eggers-Mindt-Brücke.

15 Uhr: Buntes Festprogramm auf dem Schützenplatz.

18 Uhr: Tanz mit den "Fidelen Bauern" im FestzeIt.

19 Uhr: Proklamation des Jugendkönigs auf dem Luftgewehrstand.

19.30 Uhr: Preisverteilung.

20.30 Uhr: Großer Zapfenstreich mit anschließendem

Höhen-Brillant-Feuerwerk und Königsproklamation im

und beim FestzeIt.

11 Einweihung der neuen Unterkunft der Freiwilligen

Feuerwehr Bille in Bergedorf.

12. Tag der offenen Tür bei der FF Bille im Bergedorfer

Feuerwehrhaus Chrysanderstraße.

13. 9 Uhr: Tauziehen für Jugendfeuerwehren bei der

Freiwilligen Feuerwehr Warwisch im Feuerwehr-Stützpunkt

am Durchdeich.

13.30 Uhr: Tauziehen für Erwachsenen-Mannschaften bei

der FF Warwisch.

Die "Ode Kirchenfohrt" wurde früher

durch diesen Stein markiert. Er

lag vor etwa zehn Jahren noch im

Vorland der EIbe in Höhe der ehemaligen

Hower Schule. Am 20. Februar

1982 hat Klaus Harden aus Lohbrügge

ihn dort fotografiert. Inzwischen

ist der Stein verschwunden. Unsere

Fragen: Wer kann sagen, wo der

genaue Standort dieses Steins war?

Weiß jemand etwas über den Verbleib

des Steins zu sagen? Über

meldungen freut sich die "Latücht

Radaktion, p. Adr. Rolf Wobbe, Neuengammer

Hinterdeich 139 a.

Viele' alte Grenzsteine sind durch die

Arbeiten beim NeUbau der Hauptdeiche

verschwunden. Andere wurden

noch später bei Bauarbeiten

entfernt worden, weil man ihre Bedeutung

nicht kannte.

Das Bild, das wir in der vorigen

Ausgabe aus der Samrnlung von

Horst Gladiator zeigten, stellt Martha

Peters, geborene ZöHer aus Curslack

dar. Werner Behncken aus Curslack

hatte seine Tante erkannt. Die

Aufnahme entstand 1924/25 anläßlich

der Aufführung des Theaterstücks

"Vierländer Paradies", zu dem sich

die Akteure in der Groten Stegel von

Hermann Höge fotografieren ließen.

Martha spielte in dem Stück die

Köksch. Sie starb ein Jahr nach ihrer

Hochzeit 1936.

8

14.20 Uhr: KKVV-Vorstandssitzung im "Corslaker Landhuus".

19. Vierländer Liedertag, Ausrichter Liedertafel "Amicitia".

20. Tag der offenen Tür bei der Freiwilligen Feuerwehr

Curslack.

OKTOBER

L 10 bis 16 Uhr: Beginn der Winter-Öffnungszeit dienstags

bis sonntags im Rieckhaus.

4. 14 Uhr: Erntedank-Umzug ab Zollenspieker Marktplatz

über Elbdeich, Kirchenheerweg und Hausdeich zur Kirchwerder

Kirche St. Severini, anschließend Gottesdienst.

10. 20 Uhr: Herbstball der Vierländer Schützengesellschaft

im "Schützenhof" (Gerd Pahl) am Neuengammer Hausdeich.

12. 20 Uhr: KKVV-Vorstands- und Spartensitzung im

"Corslaker Landhuus".

16. 20 Uhr: Liederabend mit Jochen Wiegandt in der

Gaststätte "Lüttenburg" .

17. 19 Uhr: Polizeikonzert des Reichsbunds Curslack­

Neuengamme.

2L 16 bis 20 Uhr: DRK-Blutspendetermin in der Zentralschule

Curslack-Neuengamme, Gramkowweg 5.

24. 18 Uhr: Saalsportfest des Curslacker Radfahrervereins.

25. 10 bis 16 Uhr: Entenschau des Geflügelzuchtvereins im

Club- und BaHhaus Kücken, Neuengammer Hinterdeich 54.

NOVEMBER

7. 17 Uhr: Orgelvorführung durch Kirchenmusikerin Ebba

Wachler in der Kirchwerder Kirche.

Königsbälle der Schießclubs "Diana" und "Vierlandria".

9. 20 Uhr: KKVV-Vorstandssitzung im "Corslaker Landhuus".

14. Königsball des Schießclubs "Tell".

17. 16 bis 20 Uhr: DRK-Blutspendetermin bei den Landfrauen

in der Schule Mittlerer Landweg 48.

DEZEMBER

5. 19 Uhr: Vorweihnachtliche Veranstaltung der KKVV­

Sparte "Tanz und Folklore": "Wiehnacht is bald"

14. 20 Uhr: KKVV-Vorstands- und Spartensitzung im

"Corslaker Landhuus".

25. 20 Uhr: Premiere zum Weihnachtsstück der Speeldeel

"Fründschaft" im "Norddeutschen Haus" (Karl-Hermann

Dietrich) in Altengamme.

Ihre Termi ne melden die Vereine bitte bei Peter vo n Esse n, Tel. 72 56 61 48.

Suchbild

Unter dieser Rubrik veröffentlichen wir Bilder aus dem KKVV-Archiv, zu denen

uns die Informationen fehlen. Hier können aber auch Vierländer, die Näheres

über alte Bilder wissen wollen, einen Aufruf starten.


Liederabend mit Jochen Wiegandt

Ein Hamburger Lieder-Sammler

hat sich beim KKVV angesagt.

Jochen Wiegandt (45) sammelt

Lieder Norddeutschlands aus

früheren Zeiten, sammelt auch

Instrumente, auf denen sie damals

begleitet wurden. Er

forscht nach alten Liedern, die

man nicht so leicht in Liederbüchern

findet, schreibt die Texte

und Melodien auf. Teilweise sind

es selbstgedichtete Strophen,

Lieder, die so "mal eben" nebenbei

entstanden sind, die im Familienkreis

gesungen wurden.

Mehr als 200 Fragmente hat er so

bereits zusammengetragen. "Die

meisten Menschen denken, ihre

eigenen kleinen Stücke seien

keine Kultur", sagt er. Wenn er

Jochen Wiegandt sammelt auch längst

vergessene Instrumente wie diese Hamburger

Wald-Z ither.

bei seinen Auftritten musikalisch

die Frage stellt "Kennt ji

noch dat oIe Leed?" kommt bei

manchem Besucher die Erinnerung

an Lieder aus der Kindheit.

So hat er beispielsweise inzwischen

zu den meist bekannten

zwei Strophen des Hamburger

Volkslieds "An de Eck steiht 'n

Jung mit'n Tüdelband" noch

zwölf weitere ausgegraben.

Diese und andere alte plattdeutsche

Lieder trägt er auf alten

Instrumenten am Freitag, dem

16. Oktober, auf Einladung des

KKVV von 20 Uhr an in der

Gaststätte "Lüttenburg" am

Kirchwerder Elbdeich 116 in

Zollenspieker vor.

Kirchwerders Kirchen-Orgel

Kirchwerders Organistin Ebba

Wachler lädt für Sonnabend, den

7. November, zu einer Orgel­

Vorführung in die Kirchwerder

Kirche St. Severini ein. Mehr als

25 Jahre ist Ebba Wachler bereits

als Kirchenmusikerin tätig, seit

1979 in Kirchwerder. Von 17 Uhr

an will sie das 1614 durch Heinrich

Spetern erbaute Instrument

mit seinen zwei Manualen, Pedalwerk

sowie mechanischer

Spiel- und Registraktur erklären.

Nach knapp 70 Jahren taucht in

der Geschichte der Kirchwerder

Orgel der Name des bekannten

Orgelbauers Arp Schnitger auf.

Er wurde 1681 beauftragt, neue

Windladen für das Pedal einzubauen,

die Blasebälge zu erneuern

und alle Pfeifen zu reparieren.

Ins Oberwerk setzte er für

die Schalmeipfeifen ein Zimbel­

Register ein. Es ist nicht mehr

erhalten. Schnitger hat den Orgelprospekt

so geändert, wie wir

ihn noch heute kennen, in Rokoko-Ornamentik

golden verziert.

Zweimal noch kam Schnitger für

Reparaturarbeiten und zum

Stimmen des Instruments nach

Kirchwerder: 1694 und 1701. Die

Orgel stand bis 1785 zur rechten

Seite des Altars, wurde dann

durch die Hamburger Orgelbauer

J ohn Geyicke und Balthasar

Wohlien auf ihren heutige Platz

in der West-Empore gebracht.

Noch heute besitzt das Orgelwerk

alte bemalte Prospektpfei­

fen aus dem Jahre 1641. Die

Register Prinzipal, Oktave, Gedackt

und Mixtur im Hauptwerk

ebenso im Brustwerk. Alle Flötenregister,

die Quinte und die

Posaune im Pedal stammen noch

aus dem 17. Jahrhundert. Die

Ebba Wachler will ihre Orgel erläutern. Foto: Peter von Essen

letzte Instandsetzung hat Paul

Rother im Jahre 1905 vorgenommen.

Zu Beginn der 50er Jahre

übernahm der Hamburger Or-

. gelbauer Rudolf Beckerath Wartung

und Pflege der Orgel. Im

Jahre 1984 wurde ins Brustwerk

ein Tremulant eingebaut.

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