für Witikon und Umgebung - Quartier-Anzeiger Archiv - Quartier ...

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Weniger Passagiere im Witiker-Bus

«Malaise im öffentlichen Verkehr» von QV-Präsident Balz Bürgisser im QA 4/2012

Die Fahrgastzahlen der Buslinie 34 hätten

im vergangenen Jahr um 1,9 Prozent

abgenommen, meldeten die VBZ

dem Quartiervereinspräsidenten Balz

Bürgisser. Der Grund für diese Entwicklung

seien die fehlende direkte

Busverbindung zum Hauptbahnhof und

die entsprechend unattraktive Fahrzeit,

lautete dessen Erklärung.

Ich bin ein grosser Befürworter der umsteigefreien

Fahrt zum Hauptbahnhof.

Denn für eine Fahrt mit dem öffentlichen

Verkehr z.B. nach Olten muss ich

Mehr Pünktlichkeit bitte?

«Mehr Pünktlichkeit bitte!» Leserbrief im QA 4/2012

Einmal mehr beanstandet ein Meckerer

im Quartier-Anzeiger vom Juni 2012 die

Pünktlichkeit unserer Buschauffeure. Sie

würden an der Endstation Kienastenwies

nicht pünktlich abfahren, so dass am

Klusplatz der Anschluss an das Tram Nr.

3 nicht gewährleistet sei. Das stimmt

schlicht und einfach nicht und ich frage

mich, ob der Kritiker nicht das Tram

Nr. 3 mit dem Tram Nr. 8 verwechselt.

Zur Ehrenrettung der kritisierten Buschauffeure,

die weiss Gott keinen einfachen

Job haben, muss ich festhalten,

dass diese an der Endstation wenn nicht

sekunden- so doch mindestens minutengenau

abfahren. Auch die übrigen Haltestellen

werden (von verkehrsbedingten

Störungen abgesehen) immer pünktlich

bedient. Noch nie habe ich den Anschluss

vom Bus auf das Tram Nr. 3 verpasst.

Problematisch wird es allerdings,

wie bereits angetönt, mit dem Anschluss

45 Minuten vor der 30minütigen Zugfahrt

das Haus verlassen. Aufwand für

hin und zurück: 60 Minuten Zugfahrt,

aber 90 Minuten für Fussmarsch/Reserve/Busfahrt.

Dies mache

ich nur, weil ich ein Generalabonnement

habe und meinen Hybrid-Kleinwagen

wenig benutze. Oder, mit andern

Worten: Ich finde die Nutzung des öffentlichen

Verkehrs sinnvoll.

Ich bin mir heute aber nicht mehr so sicher,

ob eine direkte Buslinie zum

Hauptbahnhof wirklich so viel mehr

an das Tram Nr. 8. Meistens fährt es am

Klusplatz genau dann ab, wenn der Bus

aus Witikon in die Tramendstation einbiegt.

Fahrplantechnisch ist das wohl in diesem

komplizierten verkehrstechnischen

Netzwerk nicht anders zu lösen. Auch

die Überlandbusse bringen bekanntlich

viele Fahrgäste zum Klusplatz. Es ist

wohl auch für den Laien verständlich,

dass die Tram Nr. 3, 8 und 15 nicht immer

genau auf die einfahrenden Busse

warten können, denn sie müssen auch

wieder auf andere Anschlüsse Rücksicht

nehmen.

Wir Witiker haben allen Grund, mit der

verkehrsmässigen Erschliessung unseres

Quartiers mit dem Bus Nr. 34 zufrieden

zu sein. Ob die bisherige Pünktlichkeit

und Zuverlässigkeit mit einem Direktbus

zum Hauptbahnhof für die Fahrgäste

weiterhin gewährleistet wäre, bezweifle

Rundumschläge gegen eine Wohnüberbauung

«Das Bauprojekt Glockenacker kommt wieder in Fahrt», QA 4/2012

Das Projekt ist für Witiker Verhältnisse

eher gross und die Auswirkungen im

Glockenackerquartier sind massiv. Da erstaunt

es sehr, dass der Bericht im QA

oberflächlich und insgesamt verharmlosend

ist.

Beispiel Nr. 1: Fotorealistische Bilder

zeigen die Bauten in einem Umfeld von

prächtigen Bäumen. Das wirkt beruhigend,

war doch die bestehende Siedlung

seit nahezu 60 Jahren umgeben von üppigem

Grün. Doch wer die Pläne zu lesen

weiss und ausserdem mit dem Ort vertraut

ist, der erkennt, dass mit Ausnahme

einer Fichte alle Bäume fallen müssen

und die Visualisierungen täuschen.

Die Umgebungsgestaltung kann ganz

und gar nicht auf einer Ergänzung des

Baum- und Strauchbestandes aufbauen,

wie der QA berichtet. Im talseits gelegenen,

nordorientierten Gelände finden

massive Geländeumschichtungen statt.

Der Freiraum wird wesentlich ver-

schmälert. Da bleibt vor und neben den

5-geschossigen(!) Neubauten kein Raum

mehr für Bäume, umsomehr als die geringe

Überdeckung der Unterniveaugarage

keinen ausreichend tiefen Wurzelraum

bietet.

Beispiel Nr. 2: Das dem Baugesuch vom

März 2011 zu Grunde liegende Projekt

erfüllte wegen der unzureichenden Grösse

des Grundstücks die Anforderung für

eine Arealbebauung nicht. Im Juni 2012

erfolgte eine zweite Publikation des Baugesuchs

mit Verweis auf Austauschpläne.

Was ist neu daran? Das Projekt ist, abgesehen

von den Details, unverändert geblieben.

Neu hingegen ist die Grösse des

Grundstücks. Ihm wurde ein «Blätz» von

231m2 aus der Nachbarliegenschaft zugeschlagen.

So konnte das geforderte

Minimalmass von 6000m2 erreicht, ja

sogar um wenige m2 überschritten werden.

Allerdings erwächst dem Projekt durch

Buspassagiere bringen würde, wie Balz

Bürgisser darlegt. Damit die VBZ uns

Witikerinnen und Witikern endlich das

geforderte bessere Angebot bereitstellen

würden, müssten wir möglicherweise

10 bis 20 Prozent mehr Fahrgäste auf

dem 34er Bus haben. So viele, dass in

den Stosszeiten gar nicht mehr alle einsteigen

könnten!

Dann müssten die VBZ die Angebotsqualität

für das Quartier Witikon völlig neu

überdenken! Das wäre wünschenswert.

Paul Hofer

ich. Nicht für alle Fahrgäste liegt das

Fahrziel in der Richtung zum Hauptbahnhof.

Konrad Kuoni-Hürlimann

Sorry, Natacha!

Sie nahm es jedenfalls mit Humor: Einige

Kolleginnen hätten ihr per SMS

schon zur Hochzeit gratuliert... Die Witiker

Eisläuferin der

Starlight Juniors

heisst aber noch immer

Natacha Widmer

(im Bild rechts)

und nicht Weidmann,

wie der QA in der

letzten Ausgabe irrtümlich

schrieb. Die

Hochzeitsglocken müssen noch warten.

Der Redaktor

die Einverleibung des neuen Grundstückes

wegen dessen Form und Lage

keinen Nutzen, weder für die Gestaltung

der Bauten noch die Aktivitäten der

zukünftigen Bewohner. Die «Vergrösserung»

des untermässigen Grundstücks

zur Erlangung des Arealbonus (=erhöhte

Ausnützung) auf die beschriebene Weise

ist ein Versuch, das Gesetz zu unterlaufen,

was deutlich missbilligt werden

muss.

Bruno Müller-Hiestand

Anmerkung des Redaktors:

Der Leserbriefschreiber hat nicht darauf

hingewiesen, dass er das von der Stadt

begrüsste Siedlungsprojekt im Quartier

als Anwohner behinderte. Damit wurde

der Bau von Dutzenden Wohnungen in

Witikon für Familien und Einzelpersonen

unnötig verzögert. Andernorts haben sich

derartige Aktivitäten auch schon nachteilig

auf die Mietzinsen ausgewirkt.

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