Cover Augustus.indd - Fleckvieh Nord

fleckvieh.nord.com

Cover Augustus.indd - Fleckvieh Nord

Crossbreed-Fleckvieh magazine

9-2011


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C

Liebe Leser,

Crossbreeding – also die Kreuzung zwischen Rassen– ist in der Rinderzucht weltweit verbreitet. Mir wurde das erst

kürzlich wieder klar aufgezeigt, als ich in Kolumbien auf der Nationalen Fleckviehschau als Preisrichter eingeladen

war. Bei Fahrten durchs Land konnte ich neben sehr guten Fleckvieh-Reinzucht-Betrieben auch verschiedenste

Kreuzungssituationen beobachten. Sehr eindrucksvoll war die Ausnutzung von Fleckvieh bei der Kreuzung auf

einheimische Zebu-Rinder in den tropischen Regionen. Hier wird die natürliche Widerstandsfähigkeit der einheimischen

Rinder mit der sehr guten Leistungsfähigkeit der Fleckvieh-Rinder gepaart, was zu optimalen Ergebnissen führt.

Aber auch in der Milcherzeugung gibt es in Kolumbien sehr gute und vielversprechende Umsetzungen von Kreuzungen

zwischen Milchrassen und Fleckvieh. So konnte ich einen Betrieb in der Savanne von Bogota besuchen, der seit 15 Jahren

Erfahrungen mit der Kreuzung Fleckvieh auf Holsteins hat und dieses mit seinen betriebsindividuellen Daten belegen

konnte. Wir werden versuchen, in einer der nächsten Ausgaben die Philosophie und Erfahrungen dieses Betriebes zu

schildern. Auf den Punkt gebracht hat es der Betriebsleiter mit folgenden Worten: „Die F1-Kreuzungstiere sind in der

Tagesmilchleistung genauso gut wie die Holstein-Reinzucht-Rinder, aber in der Nutzungsdauer um 10–20% überlegen.“

Das führt natürlich auch zu einer deutlich höheren Lebensleistung.

Diese Verhältnisse sind sicherlich nicht 1:1 auf mitteleuropäische Verhältnisse übertragbar, aber sie geben doch die

Richtung vor, wie wir mit der Kreuzung zwischen Fleckvieh und Holsteins entsprechendes Leistungspotenzial nicht nur in

der Milchleistung sondern auch in den funktionalen Merkmalen heben können.

Ihr

Dr. Johannes Aumann

Dear Readers,

Crossbreeding is now common worldwide in cattle breeding. It is a fact I clearly realized again just recently when I had

been invited to judge at Colombia’s National Fleckvieh Show. While driving across the country, I saw not only very good

purebred Fleckvieh herds but also all sorts of crossbred herds. Very impressive was the use of Fleckvieh for crossbreeding

over local Zebu cattle in the tropical regions. That combination of the local cattle’s natural robustness and the Fleckvieh’s

very good production abilities leads to optimum results.

But also in the area of milk production, many very good and promising results have been achieved in Colombia with

crossbreeding of dairy cattle breeds and Fleckvieh. I visited a farm located at the Savanna of Bogotá. They have had

experience with the cross of Fleckvieh over Holsteins for 15 years already, and they could prove that experience with

herd-specifi c data. We’ll try to paint their philosophy and experience in one of our next issues. The herd manager

brought it to the bottom line: ‘When it comes to daily milk production, the F1 crossbreds are as good as the purebred

Holsteins, though for productive life they outmatch the Holsteins by 10–20%.’ And that of course results in a signifi cantly

higher lifetime production.

Those circumstances surely can’t be transferred to Central European conditions, however, they point the way when it

comes to the question of how we could improve not only the milk production potential but also the functional traits by

crossbreeding Fleckvieh over Holsteins.

Sincerely yours,

Dr. Johannes Aumann

Impressum

Crossbreed-Fleckvieh

Ausgabe September 2011

Offi zielle Ausgabe von

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

Verlagsanschrift:

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

Postfach 1220

D-91402 Neustadt a.d. Aisch

Deutschland

Informationen:

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

Karl-Eibl-Str. 17-27

D-91413 Neustadt a.d. Aisch

(Deutschland)

Tel.: (0049) 09161 7870

Fax: (0049) 09161 787 250

info@bvn-online.de

www.bvn-online.de

rossbreed-

Fleckvieh

Titelbild: Bei schönen frühsommerlichen Temperaturen posieren diese leistungsstarke F1-Weinold-Tochter und ihre

junge Freundin für Fotografi n Christine Massfeller.

Cover picture: In lovely early summer weather, this productive F1 Weinold daughter poses together with her young

friend for photographer Christine Massfeller.

Herstellung:

Besamungsverein Neustadt a.d. Aisch e.V.

www.bvn-online.de

&

Holstein International BV

www.holsteininternational.com

Druck:

Drukkerij Veldhuis

Alle Rechte vorbehalten

Obwohl redaktionelle Themen in

Crossbreed-Fleckvieh Magazin sorgfältig

recherchiert sind, lehnt der Herausgeber

jede Haftung für Schäden ab, die die

Folge der Verwendung von Informationen

aus Crossbreed-Fleckvieh magazine sein

könnten.

Die Vervielfältigung oder Verwendung von

Artikeln (oder Teilen davon) in anderen

Veröff entlichungen ohne vorherige Zustimmung

des Heraus gebers ist nicht gestattet.

C

Colophon

Crossbreed-Fleckvieh

Edition September 2011

Offi cial Publication of

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

Publisher:

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

PO Box 1220

D-91402 Neustadt a.d. Aisch

Germany

Information:

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

Karl-Eibl-Str. 17-27

D-91413 Neustadt a.d. Aisch

(Germany)

Tel.: +49 9161 7870

Fax: +49 9161 787 250

info@bvn-online.de

www.bvn-online.de

rossbreed-Fleckvieh magazine

9-2011

INHALT

ANALYSEN

Genomische Selektion

Fleckvieh & Fruchtbarkeit

Fleckvieh & Exterieur

Kreuzungsversuch

ZÜCHTERREPORTAGEN

Riebesehl, Deutschland

VERERBER

Gepard

Herburg

Vanel

Wille

INTERVIEW

Stumpenhusen

Rühmann

NACHRICHTEN

..von EUROGENETIK

CrossBreedsVaria

Production:

Besamungsverein

Neustadt a.d. Aisch e.V.

www.bvn-online.de

&

Holstein International BV

www.holsteininternational.com

Printer:

Drukkerij Veldhuis

CONTENT

ANALYSIS

Genomic Selection

Fleckvieh & Fertility

Fleckvieh & Type

Crossbred Trial

HERD REPORT

Riebesehl, Germany

SIRES

Gepard

Herburg

Vanel

Wille

INTERVIEWS

Stumpenhusen

Rühmann

NEWS

..from EUROGENETIK

CrossBreedsVaria

All Rights Reserved

Even though careful research has been

done to produce Crossbreed-Fleckvieh

magazine, the publisher cannot be held

responsible for any damage due

to the use of any information from

Crossbreed-Fleckvieh magazine.

Any reproduction or use of articles (or

parts thereof ) in other publications

without the prior approval of the

Publisher is prohibited.

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Riebesehl: Fleckvieh war

Riebesehl: fl eckvieh was the right decision

Normalerweise prägen Holstein-Kühe das Landschaftsbild

zwischen Bremen und Hamburg. Aber es gibt Ausnahmen.

Etwa das Dorf Fintel. Hier, ziemlich genau auf halber

Strecke zwischen den beiden norddeutschen Metropolen,

hat sich Carsten Riebesehl eine Art Crossbreed-Refugium

geschaff en. Etwa zur Jahrtausendwende begann er mit

dem Einkreuzen von Fleckvieh auf seine schon damals 200

Holsteins. Heute melkt er eine der attraktivsten Kreuzungsherden

des Landes.

„Im Nachhinein muss ich sagen, dass

wir mit dem Einkreuzung den für

unseren Betrieb idealen Weg gefunden

haben“, erklärt Carsten Riebesehl

gleich zu Beginn. „ Als wir vor elf Jahren

mit dem Einsatz des ersten Fleckviehspermas

und dem Zukauf von je

drei reinrassigen Färsen und Kälbern

gestartet sind, besaßen wir eine durchaus

ansprechende Holsteinherde. Die

Leistung lag mit über 9.300kg im überdurchschnittlichen

Bereich. Damit waren

wir zufrieden, aber trotzdem störte

uns der große Aufwand, um solche

Carsten Riebesehl - „Mit der Einkreuzung

haben wir die Vorteile von

Holstein und Fleckvieh kombiniert.“

Leistungen zu erreichen. Speziell für Fundamentqualität, Eutergesundheit

und Stoff wechselstabilität genügten die Holsteins nicht mehr unseren

Ansprüchen. Sie verursachten mit ihren Defi ziten in diesen Merkmalen

zu viel Arbeit und zu hohe Kosten. Wir wollten diese Mängel so effi zient

und so schnell wie möglich zu beheben. Deshalb kam der Entschluss zur

Einkreuzung. Gegenüber den Holsteins verfügt das Fleckvieh über bessere

Eigenschaften in den Gesundheitsmerkmalen, im Stoff wechsel und auch

im Bezug zum Fundament. Die Leistungssicherheit und Euterqualität ist die

Stärke der Holsteins. Es ging uns darum, die positiven Punkte beider Rassen

miteinander zu kombinieren.“

LANGSAMER START

Wer Carsten Riebesehl als Betriebsleiter und den etwa 2 km außerhalb der

alten Hofstelle im off enen Feld gelegenen Stallkomplex hautnah erlebt, erhält

den Eindruck von Dynamik. Riebesehl hat schon früh auf Wachstum

gesetzt. Er ist kein Typ, der sich von der Masse leiten lässt. Er geht seinen eigenen

Weg. Auch deshalb zählt Riebesehls Betrieb mit den derzeit 240 Kühen

und dem erst wenige Jahre alten Melkhaus zu den größeren und fortschrittlicheren

in dieser Region. Die gesamte Arbeit auf dem 163ha großen

Hof erledigt Carsten zusammen mit seiner Frau Martina, die die Kälber auf

der alten Hofstelle versorgt und die Buchführung erledigt. Daneben sind

zwei Melkerinnen, ein Mann für die Außenwirtschaft sowie ein Lehrling angestellt.

Trotz aller Dynamik war der Entschluss zur Einkreuzung allerdings

kein Schnellschuss. „Um ehrlich zu sein, haben wir uns an das Fleckvieh

Typically, the landscape between the cities of Bremen

and Hamburg is marked by Holstein cows. However,

there are exceptions – for example in the village of

Fintel. Here, almost exactly halfway between those

two Northern German metropolises, Carsten Riebesehl

has created something like a crossbreed sanctuary.

It was at the time around the turn of the millennium

that he started to cross Fleckvieh over the 200 Holsteins

he had at that time. Today, he milks one of the

country’s most attractive crossbred herds.

‘In retrospect I must say that with crossbreeding

we’ve found the the perfect way for our herd,’

explains Carsten Riebesehl. ‘Eleven years ago,

when when we used used the the fi rst rst Fleckvieh sires and

purchased three purebred heifers and calves

respectively, we owned quite an appealing

Holstein herd. At over 9,300 kg, the cows pro-

duced at an an above-average level. We were

satisfi ed with that production average, though

the immense immense eff eff ort that was was necessary to

reach those production records was a disturb-

Carsten Riebesehl: ‘With cross- ing factor. The Holsteins no longer met our

breeding we’ve combined the advantages

of Holsteins and Fleckvieh.’ demand, especially regarding quality to feet

& legs, udder health, and metabolic stability.

Due to their defi cits in those traits, they created too much work

and too high costs. That’s why we decided in favor of crossbreeding.

Compared to Holsteins, the Fleckvieh breed possesses better

properties regarding health traits, metabolism, and also when it

comes to feet & legs. Production reliability and udder quality are

the strong points of the Holstein breed. We aimed at combining

the strong points of the two breeds.’

SLOW START

If you closely experience Carsten Riebesehl in his role as the farm

manager and if you see the set of barns located in the open around

2 km away from the old farmstead, then you get the impression

of dynamics. Riebesehl did believe in growth pretty early already.

He stands out from the crowd, and he cuts his own path. That’s

one reason for the fact that his dairy farm with the 240-cow-herd

and the fairly new milking parlor ranks among the larger-scale

and more progressive operations in that region. Carsten runs the

163-ha farm together with his wife Martina, who takes care of the

calves housed at the old farmstead and the book-keeping. They

employ two female milkers, one man for the work in the fi elds, and

one trainee. In spite of all dynamics, the decision in favor of crossbreeding

has not been rushed. ‘To be honest, we slowly felt our

way towards Fleckvieh. We had no idea what was in store for us. At

the outset, we used just a few semen doses from selected Fleck-


die richtige Entscheidung

Die Hagat-Tochter 1187 stammt aus einer Tochter des schwarzbunten Leistungsvererbers Manat.

Für Riebesehl ist sie ein Idealbeispiel erfolgreicher Kreuzungszucht. Ihre erste Laktation hat sie mit

8.921kg 4.19% 3.28% abgeschlossen.

langsam herangetastet. Wir wussten ja überhaupt nicht, was uns erwartet.

Zu Beginn waren es nur wenige Portionen, die wir von einigen ausgewählten

Fleckviehvererbern genutzt haben. Als wir die ersten Resultate gesehen

haben, wurden es schrittweise immer mehr. Seit etwa drei Jahren besamen

wir zu über 95% mit Fleckvieh. Wir nutzen noch einige Braunviehbullen und

ganz wenige Holsteinvererber, die bei Problemfällen und Kühen mit zu geringer

Leistung eingesetzt werden. Grundsätzlich möchten wir uns die Tür

für den weiteren Einsatz von Holsteins weiterhin off en halten aber derzeit

sieht es so aus, dass alles auf eine echte Verdrängungskreuzung hinausläuft.

ETLICHE VORTEILE

Wenn Carsten Riebesehl in seiner off enen und lockeren Art über die Vorteile

des Fleckviehs spricht, geht es mittlerweile aber nicht mehr nur um

Stoff wechsel, Gesundheit und Fundamente. Die Resultate aus über einem

Jahrzehnt Einkreuzung haben ihm noch andere Vorteile off en gelegt: „Die

Eckpunkte unserer Herde sind so, dass wir wirklich zufrieden sind. Der Eiweißgehalt

ist gestiegen und gleicht den Rückgang der Milchleistung aus.

Außerdem haben wir höhere Schlacht- und Kälbererlöse, kaum Kalbeprobleme,

nur 3% Kälberverluste und einen Besamungsindex bei den Kühen

von 1.5. Mittlerweile verkaufen wir auch etliche Kreuzungsfärsen. Die Remontierungsrate

der letzten Jahre betrug 18-23%. Da denkt man doch,

man ist auf dem richtigen Weg.“

RIEBESEHL IN GERMANY

- Located in Fintel, halfway between Bremen & Hamburg

- Owned by Carsten Riebesehl

- 240 cows (85% Fleckvieh & crossbreds) plus 240 head of

� e dam of Hagat daughter 1187 is a daughter of the black & white production sire Manat.

To Riebesehl she is the perfect example of successful crossbreeding. She completed her 1st

lactation with 8,921 kg 4.19% 3.28%.

vieh sires. After we had seen the fi rst results, we gradually used

more and more Fleckvieh semen. For around three years now,

we do over 95% of all inseminations with Fleckvieh sires. In addition,

we use a few Braunvieh bulls, and we use very few Holstein

sires on problem cows as well as on cows with somewhat lower

production records. Basically, we want to keep the door open for

a further use of Holsteins, however, at present it seems as if the

whole thing results in true predatory breeding.’

NUMEROUS ADVANTAGES

When Carsten Riebesehl now talks in his open-minded and relaxed

manner about the advantages of the Fleckvieh breed, it is

no longer just a matter of metabolism, health, or feet & legs. The

results of more than a decade of crossbreeding revealed further

advantages. ‘The key data of our herd really do satisfy us. Protein

percentages went up and compensate for the decline in milk

production. Moreover, we obtain higher revenues for slaughter

animals and calves, we hardly have calving problems, just 3% calf

losses, and with the cows we have a rate of 1.5 inseminations per

pregnancy. We also sell a number of crossbred heifers. Over the

past few years, the replacement rate was at 18–23%. Those facts

do let me think that I’m on the right track.’

female off spring (100% Fleckvieh & crossbreds)

- Production: 8,860 kg 3.97% 3.57%

- Current sires: Vanstein, Hupsol, Diadora, Watnox,

Watmal & Mertin

Christine Massfeller �

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Genomische Selektion – Mei

Genomic selection – Milestone for the fleckvieh breed

In der Zuchtwertschätzung August 2011 wurde nach dreibis

vierjähriger intensiver Entwicklungsarbeit die genomische

Selektion bei Fleckvieh in Österreich und Deutschland

eingeführt. Dieses Verfahren, bei der neben der verwandten

Information auch direkte Information aus der Typisierung

der Besamungsbullen für die Zuchtwertschätzung verwendet

wird, wurde in den letzten Jahren entwickelt. Jetzt ist

es praxisreif.

Dabei hatten die Zucht- und Besamungsorganisationen hohe finanzielle Aufwendungen

zu tragen, obwohl diese Vorhaben auch vom Bundesministerium

für Forschung konsequent unterstützt wurden. Der erhebliche Aufwand,

den die Zucht- und Besamungsorganisationen in die Entwicklung der genomischen

Selektion investiert haben, zeigt auch, dass sie sich dadurch für die

Rinderzucht einen deutlichen Fortschritt erwarten.

In Österreich und Deutschland ist weltweit die erste Fleckvieh-Population, die

mit dieser Methode arbeitet. Das Verfahren basiert auf einer Lernstichprobe

von über 6.000 Bullen, von denen sowohl die genomischen Informationen als

auch die Nachkommenschaftsprüfergebnisse vorliegen. Damit werden Sicherheiten

von ca. 0,55 bis 0,70 erreicht.

ANWENDUNG

Für den Einzelbetrieb stellt sich nun die Frage: „Wie gehe ich damit um?“ Bei der

Beantwortung dieser Frage muss man sicherlich differenziert vorgehen und

dies von der Strategie des zu betrachtenden Betriebes abhängig machen: Ein

spezialisierter Fleckvieh-Zuchtbetrieb, der einen deutlichen Anteil seiner Erlöse

über den Verkauf von Bullen für die Besamung oder den Natursprung erzeugt,

ist die Sachlage anders als für einen kommerziellen Milchproduzenten.

Der Züchter braucht, um auch in Zukunft gute Produkte anbieten zu können,

eine hohe genetische Variabilität in seiner Herde. Zusätzlich muss er sich im

Bulleneinsatz immer auf möglichst aktuelle Besamungsbullen konzentrieren,

da von den älteren Bullenvätern bereits genügend Söhne an den Besamungsstationen

eingestallt wurden. Die spezialisierten Zuchtbetriebe werden sich

somit stärker mit der genomischen Selektion auseinandersetzen müssen als

Produktionsbetriebe.

Egal ob in Reinzucht oder Kreuzung, der Schwerpunkt der Produktionsbetriebe

liegt in einer möglichst homogenen Herde, und sie verlangen von den eingesetzten

Bullen ein hohes Maß an Sicherheit, damit die daraus entstehenden

weiblichen Nachkommen auch in die Herde integriert werden können.

Daher spricht vieles dafür, dass in der Zuchtstufe dosiert genomisch selektierte

Vererber von höchster Qualität eingesetzt werden, allerdings in der Produktionsstufe

nach wie vor auf hohe Sicherheit und nachkommenschaftsgeprüfte

Bullen gesetzt wird.

ERFAHRUNG SAMMELN

Im Verlauf des nächsten Jahres können dann sicherlich wertvolle Informationen

gesammelt werden, wie gut die Übereinstimmung der genomischen

With the August 2011 proof round, genomic selection

has been introduced in the German and Austrian

Fleckvieh industry. With that method, not only

pedigree information is used for the calculation of

breeding values but also direct information resulting

from genomic testing on the AI sires. After three or

four years of extensive development work, genomic

selection has been put into practice.

The breeding organizations had to cope with high expenses although

the project had been heavily supported by the German

Federal Ministry of Research and Technology. The fact that the

breeding organizations have invested considerable funds in the

development of genomic selection also shows that they expect

significant progress within the cattle breeding industry.

Austria and Germany are the first countries worldwide to use that

method for their Fleckvieh populations. The method is based on

a reference group of over 6,000 bulls for which genomic information

as well as progeny-test results are available. With that, reliabilities

of 0.55 to 0.70 are being obtained.

USE

For each herd manager the question is: ‘How do I deal with it?’

When answering that question, the approach must be sophisticated

and depends on the strategy of the particular dairy farm:

For a specialized Fleckvieh breeder generating a significant share

of his revenues by selling AI bulls or herd bulls, the situation is different

than for a commercial milk producer.

To be able to offer good products in the future, a breeder must

have a high genetic variability in his herd. Moreover, when selecting

sires, he must always focus on the most current AI bulls, since

the AI studs do have a sufficient number of sons of older sires of

sons in their barns already. Thus, specialized breeders must tackle

more extensive use of genomic selection than will commercial

milk producers.

Regardless whether the herd is purebred or crossbred, commercial

milk producers focus on a herd as homogenous as possible,

and they demand a high degree of reliability from the bulls they

use so that they can integrate the resulting female progeny in

their herds.

Thus, all the evidence seems to indicate that breeders will use a

certain number of top-quality genomic sires, while milk producers

will continue to go for high reliability and progeny-tested bulls.

GAIN EXPERIENCE

In the course of 2012, valuable information certainly can be gathered

on the question as how well the genomic proofs of the 2007


lenstein für die Fleckviehzucht

Deutschland und Österreich arbeiten seit August 2011 als einzige Fleckviehnationen weltweit mit

der genomischer Selektion.

Zuchtwerte der Jahrgänge 2007 und 2008 mit den Ergebnissen der Nachkommenschaftsprüfung

ist. Wenn diese Fragen positiv geklärt sind, dann könnte

sich auch für Produktions- und Kreuzungsbetriebe die Frage stellen, ob manche

hoch vorgeschätzte genomische Bullen auch bei ihnen eingesetzt werden

können. In diesem Zusammenhang ist es immer günstiger, zunächst Erfahrungen

über einen Sachverhalt zu sammeln und dann zu entscheiden, und nicht

die Entscheidung an den Anfang der Entwicklung zu stellen. Sicherlich werden

hierzu auch die mitarbeitenden Zucht- und Besamungsorganisationen ihre

Ratschläge abgeben. Generell tendieren die meisten Organisationen in Österreich

und Deutschland dazu, die Bullen weiterhin einer Nachkommenschaftsprüfung

zu unterziehen. Das bedeutet, dass auch in Zukunft genügend Material

vorliegt, um das System der genomischen Selektion gut weiter zu führen.

HÖHERE QUALITÄT

Die große Aufgabe, die auf die Zucht- und Besamungsorganisationen zukommt,

ist, dass sie die Auswahl der Jungbullen wesentlich stärker von Linienkriterien

abhängig machen müssen als bisher. Sicherlich wird auch die

Qualität der eingestellten Bullen in den nächsten Jahren steigen. Dies bedeutet,

dass damit zu rechnen ist, dass in Zukunft weniger Söhne eines Vaters

in den Prüfungseinsatz an Besamungsstationen gestellt werden, dass aber

die Palette der Bullenväter sicherlich größer werden muss, als dies in der Vergangenheit

war. Damit kann dann immer eine ausreichend große Anzahl

von guten Vererbern über die Besamungsorganisationen bezogen werden.

Somit könnte im Zusammenspiel zwischen Zuchtbetrieb und Zucht- und

Besamungsorganisation ein optimales System für die Umsetzung der genomischen

Selektion in der Rinderzucht gefunden werden. Und dieses optimale

Zusammenarbeiten von Zuchtbetrieben und Zucht- und Besamungsorganisationen

wird dann entscheidend für den Erfolg der Zuchtprogramme sein.

As of August 2011, Germany and Austria are the only Fleckvieh nations worldwide to

make use of genomic selection.

and 2008 age groups comply with the results of progeny testing.

Once we have positive answers on those questions, milk producers

and crossbreeders can ask themselves whether they can use

some high genomic bulls in their herds as well. In that regard it

is always better to gain experience on an issue for a while before

coming to a decision instead of making a decision at the outset

of a development process. Of course the breeding organizations

will give their advice, too. Generally, most Austrian and German organizations

tend to continue to do progeny testing on bulls. This

means that also in the future there will be suffi cient material available

to successfully continue the method of genomic selection.

BETTER QUALITY

The major task for breeding organizations now is to make the selection

of young bulls signifi cantly more dependent on bloodline

criteria than before. The quality of the bulls housed at AI studs certainly

will improve over the coming years. As a result, it is to be

expected that – compared to the past – the number of sons of a

sire sampled through AIs will decrease, and that the sire line-up

must increase in numbers. In this way, a suffi ciently large number

of good sires will be available via the breeding organizations. Thus,

due to the interaction between breeders and breeding organizations,

an optimal system for the implementation of genomic selection

within the cattle breeding industry can be found. And that

optimal cooperation of breeders and breeding organizations will

then be decisive for the success of the breeding programs.

Dr. Johannes Aumann�/ Christine Massfeller �

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Fleckvieh Newcomer

Gepard – Leistung & Fitness / Production and fi tness

Mit Gepard erhält die Fleckviehzucht Zugang zu einem alternativ gezüchteten

Allrounder mit starken Leistungswerten, hoher Nutzungsdauer und

solidem Exterieur. Als Sohn des wenig genutzten Gebal-Sohns Gebalot

vertritt Gepard die alterwürdige Geha-Linie in der neuesten Generation.

Außerdem ist er über seine Mutterlinie auf Malf ingezogen.

Seine Mutter ist eine leistungsstarke Madera-Tochter

aus der berühmten Malf-Tochter Resl

aus dem Stall Bürger in Bad Windsheim. Gepard

vererbt viel Milch mit leicht unterdurchschnittlichen

Inhaltsstoff en (1.067kg -0.09% -0.13%). Sein

hoher Fitnesswert (118) stützt sich vor allem auf

eine beachtenswerte Nutzungsdauer (113), gute

Kalbeeigenschaften (111) und überdurchschnittliche

Werte in beinahe allen weiteren wichtigen

Merkmalen. Gepard züchtet exzellente Fundamente

(112), solide, durchschnittlich hoch aufgehängte

Euter (107) und ordentliche Körper (Rahmen 102; Bemuskelung

101). Auch sein Fleichwert (105) liegt über dem Mittel. Er kann sowohl zur

Erzeugung einer F1 wie F2 Generation genutzt werden.

+ STÄRKEN / STRONG POINTS

Leistung / Production

Nutzungsdauer / Longevity

Herburg - Hohes Eiweiß / high protein

Seine guten Eiweißprozente sind eines der Markenzeichen, mit denen

Herburg von sich Reden macht. Aber der Neustädter Vererber, der wie

Gepard ein Enkel der Malf-Tochter Resl ist, hat noch weitere Pluspunkte

zu bieten, die ihn als idealen Vererber auf F1-Kreuzungen

entlarven. Da ist etwa die Tatsache, dass er

als Herich-Sohn durchaus als Blutalternative verstanden

werden kann. Herburg realisiert zudem

einen schönen Mittelweg aus guten Leistungseigenschaften

(621kg -0.13% +0.10%) und hohem

Fleischwert. Ein idealer Doppelnutzungsvererber.

In den Fitnessmerkmalen züchtet er im Mittel

oder leicht darunter. Das sollte beachtet werden.

Obwohl seine Töchter ausgezeichnete Abkalbeeigenschaften

zeigen, ist der direkte paternale Abkalbewert

unterdurchschnittlich. Deshalb sollte er

nicht direkt als erste Kreuzungsgeneration auf Holsteins zum Einsatz kommen.

Beim Exterieur fallen die guten Fundamente sowie die von einem

starken Zentralband gehaltenen Euter auf – ein Erbe seiner berühmten

Romel-Mutter Royal, der ehemaligen VFR-Siegerkuh.

+ STÄRKEN / STRONG POINTS

Eiweiß / Protein

Fundament / Feet & legs

Gepard: Gebalot x Madera

Herburg: Herich x Romel

With Gepard, the Fleckvieh industry gains access to an all-rounder

with a somewhat diff erent pedigree. He features strong production

fi gures, good productive life, and solid conformation. Sired

by Gebal son Gebalot, who had limited use, Gepard represents

the latest generation of the time-honored Geha

family. Moreover, via his maternal line he is linebred

on Malf. His dam is a high-producing Madera

daughter out of famous Malf daughter Resl

of the Bürger herd in Bad Windsheim, Bavaria.

Gepard sires lots of milk (1,067 kg) with slightly

below-average components (–.09% fat, –.13%

protein). His high fi tness proof (118) above all

is based upon remarkable productive life (113),

good calving abilities (111), and above-average

fi gures for virtually all other important traits.

Gepard leaves excellent feet & legs (112), strong

medial-highly attached udders (107), and a sound body (102

frame, 101 muscularity). His beef index (105) too is above average.

He can be used for the production of both F1 and F2 generations.

- BEACHTEN / PROTECT FOR

Eiweiß-% / Protein-%

Strichlänge / Teat length

High protein percentages are one of the trademarks Herburg gets

into the news with. Just like Gepard, a grandson of Malf daughter

Resl, the BVN sire has further advantages to his credit, making him

a perfect sire to be used on crossbreds. There is

for example the fact that – as a Herich son – he

absolutely can be seen as a blood alternative.

In addition, Herburg off ers a nice combination

of good production traits (621 kg –.13% +.10%)

and a high beef index: A perfect dual-purpose

sire. He is average or slightly below average for

the fi tness traits. That should be kept in mind.

Herburg daughters demonstrate excellent

calving abilities, however, his direct proof for

paternal calving ease is below average. Thus,

he should not be used directly on Holsteins for

the production of the fi rst crossbred generation. When it comes

to conformation, the good feet & legs and the udders with their

strong udder cleft stand out – an inheritance from his famous

Romel dam Royal, the former VFR champion cow.

- BEACHTEN / PROTECT FOR

paternale Kalbigkeit / Sire calving ease

Eutergesundheit / Udder health (94)


Rinderzuchtverband

Mittelfranken

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-11-

Wille: Wille: Winnipeg’s best son!

Winnipegs Bester!

Er ist einer der neuen Stars der Fleckvieh-Szene. Er kombiniert

Leistung und Fitness mit einem interessanten

Pedigree und ansprechendem Exterieur. Gemeint ist Wille,

Winnipegs bester Sohn.

Wille wurde von Familie Dangelmaier aus Aalen in Baden-Württemberg

aus deren bekannter L-Familie gezüchtet. Neben einem hervorragenden

Exterieur zählen besonders die hohen Eiweißprozente zu ihren Stärken.

Willes Mutter, die Humlang-Tochter Liesl, steht kurz vor ihrer siebten Abkalbung

und hat bereits über 70.000 kg

4,16% 3,61% produziert. Wille’s Großmutter,

die Horrder-Tochter Lemone,

war eine elegante Kuh mit ausgezeichnetem

Fundament und perfektem Euter.

Lemone wurde genau wie ihre Mutter

Leonie als „Miss Baden-Württemberg“

ausgezeichnet. Und diese Leonie, eine

Paradefl eckviehkuh, kennt wohl jeder.

Sie geht auf die starken Exterieurvererber

Hodscha und Morwel zurück. Ihre

Vererbungskraft dokumentierte sie vor

allem mit den Söhnen Aleon und Leon.

Beide Stiere zählen zu den besten geprüften

Söhnen von Strovanna und

Lotarry und wurden in der gezielten Paarung

eingesetzt.

Wille ist nicht zuletzt auch wegen seines Muttersvater Humlang der etwas

andere Winnipeg-Sohn. Er ist ein eleganter Stier moderner Prägung

mit viel Länge, breiter Brust und starker Vorhand. Er ist gut im Rahmen

und in der Flankentiefe. Er kombiniert Leistung, inklusive überdurchschnittlicher

Eiweißprozente, und Fitness auf höchstem Niveau. Ein Vererber

ohne echte Schwächen. Hervorzuheben ist besonders die Persistenz

und Melkbarkeit. Die durchschnittliche Zellzahl seiner laktierenden

Töchter ist trotz der hohen Leistungsbereitschaft sensationell niedrig.

Die Töchter von Wille überzeugen durch ihre Einheitlichkeit, ihr Durchhaltevermögen,

den feinen Knochenbau und ihre guten Euter. Wille

bringt lange Schenkeleuter mit gut ausgeprägtem Zentralband. Die

Sprunggelenke sind trocken, die Fesselung straff und die Klauentrachten

hoch. Manchmal zeigen Wille-Töchter etwas mehr Winkel. Wille

empfi ehlt sich zur Anpaarung auf Töchter der Malf-, Redad-, oder Romenlinien.

Der Stier wurde auch im Zuchtprogramm stark eingesetzt

nachdem er eine der besten Nachzuchtgruppen zeigte, die viele Fleckviehzüchter

bisher je gesehen haben.

+ STÄRKEN / STRONG POINTS

Leistung / Production

Fitness / Fitness

Wille: Winnipeg x Humlang

He is one of the new stars of the Fleckvieh scene. He

combines production and fi tness with an interesting

pedigree and appealing conformation. We are talking

about Wille, the best son of Winnipeg.

Wille was bred by the Dangelmaier family of Aalen, Baden-Württemberg,

and is from their famous “L” family. Besides outstanding

conformation, especially high protein percentages are among his

strong points. The dam of Wille, Humlang daughter Liesl, will soon

give birth to her 7th calf and has a

lifetime production of over

70,000 kg 4.16% 3.61% to her

credit. Wille’s 2nd dam, Horrder

daughter Lemone, was a stylish

cow with extraordinary feet &

legs and a perfect udder. Just like

her dam Leonie, Lemone has

been awarded “Miss Baden-Würt-

temberg”. And virtually everybody

knows that Leonie cow, a

showpiece of the Fleckvieh

breed. She traces back to the

strong conformation sires Hodscha

and Morwel. She demondemonstrated her breeding power especially

through her sons Aleon and

Leon. Used for selective matings, those two bulls are among the

best progeny-proven sons of Strovanna and Lotarry respectively.

Partially due to his maternal grandsire Humlang, Wille is a somewhat

diff erent Winnipeg son. A stylish bull of the modern kind, he

sires a lot of length through the body, good width to the chest,

and a strong front-end. He combines good production fi gures, including

above-average protein deviations, with fi tness of the

highest level – a sire without any real weak points. Especially worthy

of mention are persistency and milking speed. Despite their

extreme will to milk, his milking daughters feature a sensationally

low average cell count.

Wille daughters convince through their uniformity, durability,

fi ne bones, and good udders. Wille makes long fore udders and

a deep udder cleft. Daughters feature clean hocks, strong pasterns,

and a steep foot angle. Wille daughters sometimes show

somewhat more set to the leg. He is recommended for matings

on daughters of the bloodlines of Malf, Redad, or Romen. Wille

has received heavy use in the breeding program following a

progeny group display that many Fleckvieh breeders rated as

the best they had ever seen.

- BEACHTEN / PROTECT FOR

Fett-% / Fat %

Strichlänge / Teat length

Dr. Josef Miesenberger�


-12-

Stumpenhusen: Stumpenhusen: ‘Fleckvieh is sought-after

worldwide for crossbreeding’

Fleckvieh als

Das Unternehmen Spermex ist für die internationale

Vermarktung von Sperma und Embryonen verschiedener

deutscher Rinderrassen verantwortlich. Eines der wichtigsten

Zugpferde im Programm ist vor allem Fleckvieh. Crossbreeds

im Interview mit Spermex-Geschäftsführer Frank

Stumpenhusen.

Herr Stumpenhusen, Sie sind seit 10 Jahren Geschäftsführer

von Spermex. Stellen Sie uns Ihr

Unternehmen kurz vor.

Stumpenhusen: ‚Die Spermex besteht bereits

seit 40 Jahren, aber erst seit 2001 agiert sie eigenständig

als Exportvermarktungsunternehmen.

Heute zählen 7 Besamungsorganisationen

aus dem süddeutschen Raum sowie die

ADR zu den Gesellschaftern. Da Fleckvieh mit

Abstand die stärkste Rasse bei den Spermex-

Stationen stellt, unterscheiden wir uns im Angebotsspektrum

klar von den Global Playern

im internationalen Spermamarkt. Unsere Vermarktungsstrategie

beruht auf Langfristigkeit,

sowohl in Punkto Genetik als auch in unseren

Geschäftsbeziehungen. Als vergleichsweise

kleine Organisation müssen wir nicht dem

kurzfristigen Geschäft hinterherlaufen, sondern

konzentrieren uns auf unsere Stärken in

Angebot und Service.’

Mit welchen Partnern arbeiten Sie international

zusammen?

‚Wir haben mittlerweile in etwa 50 Ländern

feste Partner. Das sind zum Teil ortsansässige

Besamungsstationen, sehr häufi g aber auch private Partner. Hauptkriterium

ist für uns, dass der Geschäftspartner vollends von unserer Genetik

überzeugt ist und sich bei uns und unseren Stationen laufend weiterinformiert.

Nur so ist gewährleistet, dass der Landwirt als Endkunde eine

entsprechend gute Beratung erhält.’

Welche Bedeutung besitzt Fleckvieh in ihrem Angebot aus dem Blickwinkel

der Kreuzungszucht?

‚Als weltgrößter Anbieter von Fleckviehgenetik spielt für uns natürlich

auch der sich immer stärker entwickelnde Kreuzungsmarkt eine große

Rolle. In unseren Empfehlungen achten wir auf die spezielle Eignung als

Anpaarungspartner bei unterschiedlichen Rassen und in der Unterscheidung

als F1- bzw. als F2/F3-Kreuzungsbulle.’

Frank Stumpenhusen

Spermex is the company in charge of the international

marketing of semen and embryos from diff erent

German cattle breeds. Fleckvieh is one of the major

draws in their program. Crossbreeds speaks with

Frank Stumpenhusen, general manager of Spermex.

Mr Stumpenhusen, you have been

the general manager of Spermex for

ten years now. Please tell us about the

company.

Stumpenhusen: ‘Spermex has existed

for 40 years already. However, it was

not until 2001 that the organization

began to operate as an independent

export marketing company. Today,

seven Southern German AIs and the

ADR (German Cattle Breeders Federation)

are among the associates. When

it comes to our range of products, we

clearly diff er from the global players

on the international semen market,

since Fleckvieh is by far the strongest

breed at the Spermex AIs. With regard

to both genetics and business relations,

our marketing strategy is longterm

based. A comparatively small

organization, we don’t have to chase

after the short-term deals but focus

on our strong points in the area of ge- genetic

products and services.’

What business partners do you work with internationally?

‘By now we have permanent partners in around 50 countries.

Among them are not only local AIs but also many private partners.

To us the main criterion is that our business partners are absolutely

positive about our genetics and that they continuously inform

themselves through Spermex or our AIs. This is the only way

to make sure that the farmer as the end customer receives good

expert advice.’

How important is Fleckvieh in your line-up from the crossbreeding

point of view?

‘To us as the worlds biggest supplier of Fleckvieh genetics, the

steadily growing crossbreeding market of course plays a large role,

too. When recommending a bull, we pay attention to his specifi c

qualifi cations as a mating partner with diff erent breeds and to the

distinction as F1 and F2/F3 crossbreeding bull respectively.’


Kreuzungsrasse weltweit gefragt“

Gab es auf den internationalen Zuchtmärkten in den letzten Jahren Entwicklungen,

die Sie überrascht haben?

‚Der zunehmende Trend zur Kreuzungszucht ist nicht so überraschend,

wenn man bedenkt, dass bei vielen Milchrassen die Inzucht- und Fitnessproblematik

deutlich zugenommen haben.

Die Einführung der genomischen Zuchtwerte hat zuletzt für viel Gesprächsstoff

gesorgt. Beim Fleckvieh wurden im August erstmals offi ziell

genomische Zuchtwerte berechnet. Dieses neue Instrument ist sehr

wertvoll. Trotzdem werden wir unseren Anspruch an Sicherheit und

Zuverlässigkeit dadurch nicht zurücknehmen. Vielmehr werden wir jetzt

noch gezielter auf die Bedürfnisse der Züchter eingehen können, egal ob

sie auf genomische Jungbullen oder Wiedereinsatzvererber setzen.’

In welchen Ländern besitzen Sie Ihre wichtigsten Märkte?

‚Neben den westeuropäischen Märkten sind wir traditionell sehr stark in

Osteuropa sowie in Süd- und Mittelamerika vertreten. In Asien und Afrika

sind wir dagegen nur in einzelnen Märkten präsent. Ein wichtiger

Wachstumsmotor wird auch in den kommenden Jahren der Markt für

Kreuzungszucht sein.’

Welche Gründe sprechen aus Ihrer Sicht für die internationale Verbreitung

der Rasse Fleckvieh?

‚Mit der zunehmenden Spezialisierung auf Milch oder Fleisch sind viele

Doppelnutzungsrassen verschwunden. Beim Fleckvieh ist es dagegen

gerade in den letzten 15 Jahren hervorragend gelungen, in Milchleistung

und Euterqualität zuzulegen ohne in der Fleischleistung zu verlieren. Daneben

sind Stoff wechselstabilität und Eutergesundheit große Pluspunkte

beim Fleckvieh.’

Was macht Fleckvieh-Genetik aus Deutschland für internationale Kunden

so interessant?

‚Deutschland ist eindeutig Weltmarktführer bei der Rasse Fleckvieh. Zusätzlich

gibt es in Zucht und Vermarktung enge Beziehungen zu unseren

Partnern in Österreich. Damit sind wir in der Lage, unseren Kunden eine

breite Angebotspalette zu bieten. Datenerfassung und Zuchtwertschätzung

garantieren eine sehr hohe Sicherheit beim Einsatz der Fleckviehgenetik.

Dies schätzen unsere Kunden weitaus höher ein als irgendeinen

heißen neuen Vererber.’

Welche Vererber sind derzeit am gefragtesten?

‚Ein Bulle, der in den letzten Jahren auf der ganzen Welt den guten Ruf der

deutschen Fleckviehgenetik manifestiert hat, ist Humid. Auch mit Vanstein

haben wir insgesamt sehr gute Erfahrungen gemacht, da die leichte

Schwäche in der Fessel bekannt war und in der Anpaarung berücksichtigt

wurde. Aktuell ist Vanel, einer seiner ersten Söhne, stark gefragt. Imposium

gefällt als eiweißstarker Vererber mit guten Töchtern aus dem Wiedereinsatz.

Daneben sind Weburg, Huldig, Ruptal, Wagut, Malhaxl, den es

auch gesext gibt, Homorry, Huascaran, Samba und die Linienalternative

Losam sehr breit gefächert im Einsatz.’

Have there been any trends in recent years in the international genetics

markets that surprise you?

‘The increasing trend in direction to crossbreeding is not that surprising

if you take into account that inbreeding and fi tness issues

have increased signifi cantly in importance for many dairy breeds.

Lately, the introduction of genomic proofs has been quite a topic

of conversation. In August, genomic proofs for Fleckvieh bulls

were calculated offi cially for the fi rst time ever. That new tool is

very valuable. Even so, we won’t reduce our requirements on

safety and reliability. In fact, we will now be able to respond to the

breeders’ needs in an even more targeted way, no matter whether

they go for genomic young bulls or second-crop sires.’

Where are your most important markets?

Besides the Western European markets, we are traditionally very

strongly represented in Eastern Europe as well as in South and

Central America, while in Asia and Africa we are represented just

in specifi c markets. Also within the next few years, the crossbreeding

market will be an important growth engine.’

What reasons explain the international spread of the Fleckvieh

breed?

‘Many dual-purpose breeds disappeared with the increasing specialization

on milk or beef. Especially over the past 15 years, the

Fleckvieh industry by contrast succeeded outstandingly in improving

milk production and udder quality without loosing beef

performance. Moreover, metabolic stability and udder health are

major advantages of the Fleckvieh breed.’

What makes German Fleckvieh genetics interesting for international

customers?

‘Germany clearly is the global market leader for Fleckvieh. In addition,

there are close relations to our partners in Austria regarding

breeding and marketing. With that, we are able to off er a wide

range of genetic products to our customers. Data collection and

the calculation of breeding values ensure a very high reliability

when using Fleckvieh genetics. This is something our customers

see as being a lot more valuable than any new hot sire.’

What sires are currently most sought-after?

‘Humid is a bull that has manifested the good reputation of German

Fleckvieh genetics in recent years throughout the world. In

total, we’ve had very positive experience with Vanstein too, since

his slight weakness in the pasterns was known and has been

taken into account with matings. One of his early sons, Vanel currently

is in strong demand. Imposium impresses as a high-protein

sire with good second-crop daughters. And then, Weburg, Huldig,

Ruptal, Wagut, Malhaxl (also available in the form of sexed semen),

Homorry, Huascaran, Samba, and the outcross sire Losam are very

widely used.’

Christine Massfeller �

-13-


FLECKVIEH AUSTRIA

The Next Step in Crossbreeding

50% Fleckvieh (RAU) - 50% Holstein (PRESCOT)

Production: 8.667kgM 4,29%F 3,34%P (305d)

RAU daughter in the crossbreeding trial with the University Wageningen,

on the trial farm Hendriksen, Netherlands

FLECKVIEH - Crossbreeding with the second largest

dairybreed in the world guaranteed

excellent milk quality: high % of fat and protein, low SCC

- Fleckvieh cows have a higher fertility and, on average,

live longer then HF

- About 20 % lower still births then HF

- Extra income from the sale of bull calves and cull cows

- Ease of management: less mastitis and vet treatments

“Yield is Vanity Profit is Sanity”

Dr. Otmar Föger Strasse 1 | A-4921 Hohenzell | AUSTRIA

Phone: +43 77 52 822 48 81 | Fax: +43 77 52 822 48 5

Email: office@genetic-austria.at | www.genetic-austria.at

pictures supplied by xsires.com

50% Fleckvieh (RUMBA),

50% Holstein (NOORDER DUSTIN)

1 st lact. 8.432kgM 4,88%F 3,85%P cc 20

2 nd lact. 10.973kgM 4,37%F 3,60%P cc 14

50% Fleckvieh (DINOS), 44% HF, 6% MRY

2 nd lact. 8.185 kgM 4.31%F 3.63%P

50% Fleckvieh (RAU), 50% Holstein

2 nd lact. 8.380kgM 4.23%F 3.62%P

GmbH

LIVESTOCK • SEMEN • EMBRYOS


-15-

Crossbreed News weltweit

Crossbreed news worldwide

Tarmstedter Ausstellung

Zum mittlerweile zwölften mal war der BVN mit einem

Messestand anlässlich der Tarmstedter Ausstel-

lung vertreten. Im elften Jahr hintereinander

war man sogar mit

Fleckvieh- und Kreuzungstieren

dabei. Die Tarmstedter Messe, die

jährlich im Juli stattfi ndet gehört

mit weit über 100.000 Besuchern

zu den bedeutendsten Agrarmessen im Norden Deutschlands. Für den

BVN ist sie eine der wichtigsten Veranstaltungen, um die Kreuzungsqualitäten

von Fleckvieh mit der Rasse Holsteins einem breiten Publikum zu

demonstrieren. Etliche Kontakte zu norddeutschen Milchviehbetrieben

wurden hier im Laufe der Jahre geknüpft.

aAa-Codierungen

Die Zahl der Fleckvieh-Vererber, die beim BVN nach

dem amerikanischen Beurteilungssystem Triple-A

(aAa) codiert wurden, nimmt weiter zu. Bis heute wurden

72 Bullen in den Ställen des BVN aAa-codiert. Das

vor allem in der Holsteinzucht

weit verbreitete Anpaarungssystem

dient den Züchtern bei

der individuellen Bullenselektion

als Hilfsmittel zur Ausgleichsanpaarung.

Der BVN war eine der

ersten Fleckvieh-Organisationen,

die ihre Vererber codieren ließen

und die entsprechenden Codes

auch in den jeweiligen Katalogen

veröff entlichte. Speziell bei

Kreuzungsanpaarungen kann

Triple-A eine Hilfe bei der Bullenauswahl

geben.

Imposium

Der Spitzenvererber Imposium

war im vergangenen Jahr der am

häufi gsten genutzte Crossbreed-

Vererber des BVN in den Nie-

Großer Andrang am

Messestand des BVN

bei der Tarmstedter

Ausstellung – und das

seit mittlerweile 12

Jahren.

Imposium – am

stärksten gefragter

Kreuzungsbulle in den

Niederlanden.

derlanden. Der leistungsstarke Regio-Sohn züchtet

mittelrahmige, funktionelle Kühe mit sehr schönen,

drüsigen Eutern. Vor allem der ruhige Charakter der

Imposium-Töchter wird von Kreuzungsbetrieben geschätzt.

Fleckvieh-Termine

22.10.2011 VFR-Tierschau, Schwandorf

20. - 29.01.2012 Grüne Woche, Berlin

01.05.2012 BVN-Bullenparade, Neustadt-Aisch

Tarmstedter Ausstellung

For the 12th time, BVN was represented with

a stand at the fair fair “Tarmstedter Ausstellung”.

In fact it was the 11th

� e BVN stand at

the fair “Tarmstedter consecutive year for BVN

Ausstellung” was very

to take part with both

well frequented – as it

has been for the past Fleckvieh and cross-

12 years.

bred animals. With over

100,000 visitors, this

fair that takes place annually in July, ranks among the major agricultural

fairs in Germany’s north. For BVN it is one of the most

important events to demonstrate the crossbreeding-qualities of

Fleckvieh with the Holstein breed to a broad audience. Quite a few

contacts have been made here over the years.

Triple-A Coding

The number of Fleckvieh sires to be coded at

BVN with the American triple-a (aAa) system

continues continues to to grow. To this this day, a total of 72 bulls

have been aAa-coded in the barns of BVN. Widely

used mainly in the Hol-

Der Randy-Sohn

Vanstein besitzt einen

aAa-Code von 516432.

Sired by Randy,

Vanstein has a triple-a

code of 516432.

stein industry, the mating

system serves breeders at

their individual sire selection

as a tool for corrective

Tabelle – aAa-Codes ausgewählter Fleckvieh-Bullen zur Kreuzungszucht.

matings. BVN was one of

Table – Triple-a codes of selected Fleckvieh bulls used for crossbreeding

the fi rst Fleckvieh organi-

NAME PEDIGREE AAA-CODE zations to let their sires be

Ermut Ergo x Weinox 231 465 coded and to publish the

Hupsol Humid x Romen 534 126 codes in their respective

Imposium Regio x Romen 561 342 catalogues. The triple-a

Mertin Merkur x Rochen 246 351 code can be useful espe-

Vanstein Randy x Malf 516 432 cially when selecting sires

for crossbreeding.

Imposium

Imposium – the Last year, top sire Impo-

most sought-after

sium was the most heav-

crossbreeding bull in the

Netherlands.

ily used crossbreeding sire

in the Netherlands. That high-production Regio

son leaves medium-sized, functional cows with

very beautiful textured udders. Crossbreeding

operations especially appreciate the easy-going

temperament of Imposium daughters.

Fleckvieh Events

22.10.2011 VFR-Tierschau, Schwandorf

20. - 29.01.2012 Grüne Woche, Berlin

01.05.2012 BVN-Bullenparade, Neustadt-Aisch

Christine Massfeller �


-16-

EUROgenetik – Neuer W

EUROgenetik – A new wind in the cattle breeding industry

Pünktlich zum Start der offiziellen genomischen Zuchtwertschätzung

präsentiert EUROgenetik, der größte Fleckvieh-

Besamungsverbund Europas, sein Bullenangebot in einer

neuen Produktpalette. Bewährtes bleibt erhalten, neue

Technologien finden Anwendung, Zuchtprogramme werden

angepasst – es weht ein neuer Wind in der Rinderzucht.

STARKE GRUPPE

Die neue Marke EUROgenetik ist der logische nächste Schritt einer erfolgreichen

Zusammenarbeit der in Abbildung 1 dargestellten Trägerorganisationen.

Man rückt noch enger zusammen und erweitert das Bullenangebot für

höchste Ansprüche. Die Grundlage hierfür bilden 490.000 Herdebuchkühe in

rund 17.000 Zuchtbetrieben und über 1 Million Erstbesamungen in Deutschland

und Österreich. Die Trägerorganisationen von EUROgenetik prägen seit

Jahrzehnten die Fleckviehzucht in Europa und darüber hinaus. Gemeinsam

wird diese Führungsrolle in Zukunft noch weiter ausgebaut. Bewusst besteht

EUROgenetik ausschließlich aus bäuerlichen Organisationen, um die Interessen

der Züchter langfristig zu wahren. Gemeinsam bündeln diese Partner ihre

Kräfte, um Synergien zu nutzen und besten Service zu fairen Preisen weiterhin

für alle Kunden zu verbessern. Die Kennzahlen von EUROgenetik (Tabelle 1)

zeigen eindrucksvoll die lange Geschichte und Tradition der Rinderzucht und

Besamung in den Trägerorganisationen.

GEMEINSAME ZIELE

Neben dem Besitz und der Verwaltung der eingetragenen Marke EUROgenetik

verfolgen alle Partner das gemeinsame Ziel, ihre Mitgliedsbetriebe und

Kunden bestmöglich zu unterstützen und konkurrenzfähige Rahmenbedingung

im Bereich der Rinderwirtschaft zu schaffen. Deshalb hat sich EUROgenetik

gleich eine Vielzahl strategischer Ziele auf die Fahnen geschrieben. Zum

einen ist da die Nutzung möglicher Synergien und Rekrutierung der weltweit

besten Fleckviehgenetik für die Mitgliedsbetriebe und Kunden. Daneben

geht es um die nachhaltige Entwicklung der Rasse Fleckvieh, abgestimmt

auf die Anforderungen der Mitgliedsbetriebe und Kunden. EUROgenetik hat

sich selbst den Anspruch auferlegt, beste Dienstleistungen zum fairen Preis

als Voraussetzung für wirtschaftliche Produktion in den Betrieben zu liefern.

Um diese Ziele zu erreichen, werden in EUROgenetik gemeinsam Bullen geprüft

und es wird Fleckviehgenetik gemeinsam genutzt und vermarktet. Auch

Tabelle 1 - EUROgenetik in Zahlen

Anzahl Fleckvieh - Erstbesamungen/Jahr 1.075.322

Anzahl Herdebuch - Betriebe Fleckvieh 17.191

Anzahl Herdebuch - Kühe Fleckvieh 492.113

Anzahl ET - Spülungen Fleckvieh/Jahr 474

Anzahl ET - Übertragungen Fleckvieh/Jahr 3.700

Anzahl Jungbullen Fleckvieh/Jahr 300

Anzahl betreute Betriebe GESAMT alle Rassen 35.364

Anzahl betreute Kühe GESAMT alle Rassen 1.062.424

Just in time for the introduction of the official calculation

of genomic proofs, Europe’s largest Fleckvieh

AI network, EUROgenetik, presented its sire line-up

in the form of a new range of products. The tried and

tested remains preserved, new technologies are used,

and breeding programs are being adjusted – a new

wind blows in the cattle breeding industry.

STRONG GROUP

The new trademark EUROgenetik is the most logical step of a successful

cooperation of the member organizations listed in graph

1. They close ranks and expand the sire line-up for greatest demands.

A total of 490,000 herdbook cows in around 17,000 herds

and over one million first-inseminations in Germany and Austria

form the basis. For decades, the EUROgenetik member organizations

have shaped the Fleckvieh industry in Europe and abroad.

That leading role will be extended jointly in the future. EUROgenetik

deliberately consists exclusively of farmer-owned organizations

in order to protect the breeders’ long-term interests. Those

partners jointly bundle their forces to make use of synergies and

to continue to improve top services at fair prices for all customers.

The EUROgenetik key data (see table 1) illustrate impressively the

member organizations’ long history and tradition of cattle breeding

and artificial insemination.

JOINT OBJECTIVES

All partners not only own and administer the registered trademark

EUROgenetik but also pursue the joint objective to support their

member farms and customers in the best possible way and to create

a competitive general framework in the area of cattle breeding.

Thus, EUROgenetik aims at a multitude of strategic objectives.

On the one hand, there is the utilization of potential synergies

and the sourcing of the best Fleckvieh genetics worldwide for the

member farms and customers. On the other hand, the focus is on

the sustainable development of the Fleckvieh breed adjusted to

the requirements of the member farms and customers. EUROgenetik

is eager to offer best possible services at a fair price as

a prerequisite for profitable production on the farms. In order to

Table 1 - EUROgenetik in figures

Number of Fleckvieh first-inseminations per year 1,075,322

Number of herdbook herds Fleckvieh 17,191

Number of herdbook cows Fleckvieh 492,113

Number of ET flushes Fleckvieh/year 474

Number of embryo transfers Fleckvieh/year 3,700

Number of young sires Fleckvieh/year 300

Number of herds served, TOTAL all breeds 35,364

Number of cows served, TOTAL all breeds 1,062,424


ind in der Rinderzucht!

Mit der Gründung der EUROgenetik hat sich der größte Fleckvieh-Besamungsverbund Europas

aufgestellt.

die Erschließung neuer Märkte kann unter Nutzung aller Synergien effi zienter

stattfi nden. Daneben wird EUROgenetik Dienstleistungen für die Trägerorganisationen

erbringen, um Verwaltung zu minimieren und Service für die Mitglieder

zu maximieren. Besonders in den Bereichen IT, Werbung, Fortbildung

und Betriebsmittel arbeiten die Partnerorganisationen in Zukunft enger zusammen.

Innovationen und neue Technologien zur Weiterentwicklung der Arbeit

in Zucht und Besamung können gemeinsam stärker forciert und schneller

umgesetzt werden. Zusammengefasst wird ein gemeinsamer Weg zum gemeinsamen

Ziel. Es sind Vorteile, von denen alle Mitglieder profi tieren werden.

BREIT AUFGESTELLT

Für die Mitglieder und Kunden hat die Zusammenarbeit unter dem Dach

der EUROgenetik den Vorteil, dass sie auf ein sehr großes Bullenangebot zu

fairen Preisen Zugriff haben. Die aktuelle Ausgabeliste beinhaltet eine ganze

Reihe an Spitzenvererbern, die eines gemeinsam haben: Sie sind die jeweils

besten verfügbaren Söhne ihrer Väter in der gesamten Fleckviehzucht und

stehen im Eigentum von EUROgenetik. Neben der Qualität der Spitzenbullen

ist für Mitglieder vor allem die Breite des Angebots von EUROgenetik interessant.

Sowohl bei Vererbungstendenzen als auch bei Linienvielfalt sind die

Möglichkeiten der Bullenauswahl konkurrenzlos. Die angeführte Tabelle der

besten verfügbaren Söhne ihrer Väter beweist, dass EUROgenetik in Sachen Linienvielfalt

den Takt in der mitteleuropäischen Fleckviehzucht vorgibt. Bereits

bisher wurde die genetische Vielfalt stark beachtet. In Zukunft wird das Bul-

� e foundation of EUROgenetik resulted in the formation of Europe’s largest Fleckvieh AI

network.

achieve those objectives, bulls are jointly co-sampled within the

EUROgenetik network and Fleckvieh genetics are used and marketed

jointly. The opening of new markets can take place more

effi ciently as well by making use of all synergies. Besides, EUROgenetik

will provide services for the member organizations to minimize

administration and to maximize the service for the members.

In future, the partner organizations will collaborate closer, especially

when it comes to IT, advertising, vocational training, and resources.

Jointly, innovations and new technologies for the further

development of the breeding and AI work can be speeded up

and realized more rapidly. The partners will jointly pave the way to

achieve a common purpose. These are the advantages all members

will benefi t from.

COMPREHENSIVE

For members and customers alike, the cooperation under the umbrella

of EUROgenetik has the advantage of having access to a

very large number of bulls at a fair price. The current line-up includes

a great many of top sires having one thing in common:

They are the best available sons of their respective sire within the

entire Fleckvieh industry and are owned by EUROgenetik. In addition

to the quality of the top bulls, the wide range of the EU-

ROgenetik line-up is interesting for the members. When it comes

-17-


-18-

Tabelle 2 – Aufl istung attraktiver Vererber aus dem Zuchtprogramm der

EUROgenetik-Gruppe

Table 2 – List of attractive sires from the EUROgenetik breeding program

WILLE best / bester WINNIPEG son / sohn GZW 145

VANEL best / bester VANSTEIN son / sohn GZW 141

IMPOSIUM best / bester REGIO son / sohn GZW 135

WEBURG best / bester WEBAL son / sohn GZW 134

HULKOR best / bester HULOCK son / sohn GZW 134

DISKANT best / bester DINO son / sohn GZW 133

HERBURG best / bester HERICH son / sohn GZW 130

WEINFUR best / bester WEINOLD son / sohn GZW 130

HUPSOL best / bester HUMID son / sohn GZW 128

RUPTAL best / bester RUAP son / sohn GZW 128

ROMARIO best / bester ROMEO son / sohn GZW 127

STRELLAS best / bester STRELLER son / sohn GZW 127

MARBURG best / bester MARTL son / sohn GZW 126

SAMT best / bester SAMUT son / sohn GZW 125

MALHAXL best / bester MALHAX son / sohn GZW 125

HOMORRY best / bester HOSTRESS son / sohn GZW 124

SERANO best / bester SAFIR son / sohn GZW 124

ERMUT best / bester ERGO son / sohn GZW 122

EILMON best / bester EILIG son / sohn GZW 122

HUMBOLDT best / bester HUCKEL son / sohn GZW 121

RENWART best / bester RENTAR son / sohn GZW 119

ROBI best / bester ROMEL son / sohn GZW 119

LOSAM best / bester LOM son / sohn GZW 118

lenangebot von EUROgenetik noch breiter aufgestellt sein. Die Produktionsstandorte

von EUROgenetik in Neustadt, Herbertingen, Wölsau und Hohenzell

arbeiten seit Einführung der künstlichen Besamung auf höchstem Niveau

und sind bekannt für beste Fruchtbarkeiten und hohe Versorgungsdichte. Die

besten Bullen von EUROgenetik leben und produzieren. Das ist die wichtigste

Grundvoraussetzung für Spitzengenetik zum fairen Preis.

PRODUKTLINIEN

Mit der offi ziellen Einführung der genomischen Selektion seit August 2011

präsentiert EUROgenetik sein Bullenangebot in drei neuen Produktlinien.

Unter dem Namen EUROclassic sind Bullen mit bester Vererbung aufgeführt,

deren Zuchtwerte durch Töchter in Milch zusätzlich abgesichert sind. Unter

dem Produktnamen EUROselect wird die neue Generation an Jungbullen mit

genomisch optimierten Zuchtwerten auf höchstem Niveau vermarktet. Und

dann ist da noch die Gruppe der Vererber, die im Segment von EUROpremium

angeboten werden. Hierunter fallen Ausnahmebullen mit herausragender

Vererbungskraft, deren Töchter und Söhne das Zuchtprogramm prägen.

Die Produktlinien garantieren mehr Übersicht in einem vielschichtigen und

hochwertigen Bullenangebot. Durch die Einteilung der Bullen in EUROclassic,

EUROselect und EUROpremium wird dem Kunden der erste Schritt in der Bullenauswahl

schnell und leicht erkennbar erleichtert.

Durch ständige Investitionen in das Zuchtprogramm und neue Technologien

wie die genomische Selektion steigt der Zuchtfortschritt pro Jahr weiter an.

Die Trägerorganisationen von EUROgenetik garantieren zudem langfristige

und nachhaltige Entscheidungen anstatt kurzfristigen Profi t. Züchten heißt

Denken in Generationen. Deshalb muss die züchterische Weiterentwicklung

der Rasse Fleckvieh in bäuerlicher Hand bleiben. Mit EUROgenetik wird dieser

Verantwortung Rechnung getragen und tagtäglich für das einzelne Mitglied

gearbeitet. EUROgenetik steht für Innovation, Verlässlichkeit, Vielfalt, Professionalität

und Qualität. Das ist der Anspruch!

to both the transmitting trends and the variety of bloodlines, the

opportunities to select bulls are unrivaled. The list with the best

available sons of their respective sire (see table 2) proves that EU-

ROgenetik sets the tone in the Central European Fleckvieh industry.

Up to now, the focus has been on genetic variety. In future,

the EUROgenetik sire line-up will be even more comprehensive.

Since the introduction of artifi cial insemination, the EUROgenetik

AIs in Neustadt, Herbertingen, Wölsau, and Hohenzell have been

working at the highest level and are known for top fertility and

a high density of supply. The top bulls of EUROgenetik are alive

and do produce. That’s the major prerequisite for top genetics at

a fair price.

PRODUCT LINES

Simultaneously with the offi cial introduction of genomic selection

in August 2011, EUROgenetik have presented their sire line-up in

the form of three new product lines. Under the name of EUROclassic,

top-transmitting bulls are listed, with their proofs being additionally

confi rmed through milking daughters. Under the product

name of EUROselect, the new generation of young bulls featuring

genomics-supported proofs at the highest level is marketed. And

then there is the group of sires lined-up in the EURO-premium

segment. They include exceptional bulls possessing an outstanding

breeding power, with their daughters and sons determining

the breeding program.

Those product lines guarantee more clarity with respect to a complex

and top-quality sire line-up. The arrangement of the bulls in

the categories EUROclassic, EUROselect, and EUROpremium facilitates

the fi rst step of sire selection for the customers.

Continuous investments in breeding program and new technologies

such as the genomic selection result in an annually increasing

genetic progress. The EUROgenetik member organizations do

guarantee long-term and sustainable decisions instead of shortterm

profi t. To breed means to think in generations. That’s why the

development in terms of breeding must remain in farmers’ hands.

EUROgenetik takes that responsibility into consideration and

works day-to-day for the individual member. EUROgenetik stands

Abb. 1: Die Trägerorganisationen von EUROgenetik prägen seit Jahrzehnten die

for Fleckviehzucht innovation, in Europa reliability, und darüber professionalism, hinaus. Dies zeigen auch and jährlich quality. über 1 Million That’s the

demand!

Erstbesamungen in Deutschland und Österreich.

Abbildung-1: Mitgliedsorganisationen der EUROgenetik-Gruppe

Graph 1 – � e member organizations of the EUROgenetik group

Christian Straif�/ Christine Massfeller �


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-20-

Exterieur beim Fleckvieh:

Conformation with fl eckvieh: breeding for sustainability

Exterieurzuchtwerte von Besamungsbullen sind bekanntlich

wesentliche Selektionskriterien. Dass sich dabei die

Nachkommen eines Bullen im Laufe der Jahre recht unterschiedlich

entwickeln, ist eine biologische Tatsache.

In Bayern wurde deshalb die Zweitbewertung nach dem

dritten Kalb eingeführt. Für die Zucht ist sie mittlerweile

ein zentrales Instrument.

Die Nachzuchtbewerter in Bayern

führen seit 2004 eine systematische

Zweitbewertung nach dem dritten

Kalb durch, um den Zuchtorganisationen

Entscheidungshilfen für die

Durchführung ihrer Fleckviehzuchtprogramme

zu geben. Dabei werden

alle noch lebenden Prüfbullentöchter

aus dem Testeinsatz ein zweites Mal

linear beschrieben, falls der Vater im

Zuchtprogramm eingesetzt wurde.

Die Ergebnisse sollen vor allem den

Stationen Hinweise beim Ankauf der

Jungbullen liefern. Zum Zeitpunkt der

Zweitbewertung sind die Söhne aus

den gezielten Anpaarungen auf den

Auktionen im Angebot.

Die Erfahrung zeigt, dass sich das Exterieur

unterschiedlich entwickeln kann.

Wenn etwa das Prüfergebnis eines

Stieres eine knapp überdurchschnittliche

Eutervererbung ausgewiesen hat,

ist die weitere Entwicklung sicherlich

noch mit Fragezeichen behaftet. Dabei

gibt es durchaus Fälle, in denen

sich die Euter auch bei mittelmäßiger

Erstbewertung nach drei Abkalbungen

als absolut haltbar erwiesen haben. Natürlich

kann auch der umgekehrte Fall

eintreten. Solche Informationen bringen

eine wertvolle Selektionshilfe beim

Ankauf der nächsten Bullengeneration.

Auswertungen zeigen, dass die Korrelation

zwischen Verbleiberate der Töchter und

Nutzungsdauer-Zuchtwert des Bullen bei

0.6 liegt.

DARSTELLUNG

Das Ergebnis aus der Zweitbewertung wird dem Resultat aus der Jungkuhbewertung

gegenüber gestellt. Dabei wird die Abweichung in den

Hauptmerkmalen angegeben. Lautet etwa beim Bullen Solo das Ergebnis

beim Euter +0,82 , so heißt das, dass die Euterbewertung seiner Töchter

zum dritten Kalb im Vergleich zur Erstbewertung um fast eine Note besser

geworden ist. Der Bewerter berücksichtigt bei der Vergabe der Euternote

Sire proofs for conformation are essential selection

criteria, as everybody knows. It’s a biological fact that

a bull’s progeny will develop and become more varied as

they mature. � at’s why a second conformation assessment

on third-calvers has been introduced in Bavaria.

It has now become a central tool for the Fleckvieh

industry.

Analyses show, that there is a correlation

of around 0.6 between the survival

rate of a bull´s daughters and his proof

for productive life.

Since 2004, classifi ers in Bavaria

do a methodical second assessment

on third-calvers to provide

breeding organizations with decision-supportcision-support

for their Fleckvieh

programs. Within the scope of

that assessment, assessment, a second linear

description is done on all surviving

fi rst-crop daughters of of sires that

have been used in the breeding

program. The results are supposed

to provide especially especially the the AIs with

information for the purchase of of

young young bulls. At the the time of the second

assessment, assessment, the sons having

resulted from selective matings

are consigned consigned to auction auction sales.

Experience shows that conforma-

tion can change as the animal develops.

So, if the the fi rst-crop rst-crop information

on a sire sire has shown a slightly

above-average transmitting transmitting ability

for udders, udders, then there there certainly is

a question mark mark behind the further

development. development. However, However, there

defi nitely nitely are cases where the udders

of third-calvers turned out to

be absolutely durable even after

a moderate fi rst-assessment. Of

course the contrary can arise as

well. This kind of information is a

valuable selection aid for the purchase

of the next generation of

bulls.

PRESENTATION

The results of the second assessment are being compared with

the results of the young-cow assessment, with the deviation in

the major traits being quoted. So, if the sire Solo shows +.82 for


Zucht auf Nachhaltigkeit

das Alter der Kuh und orientiert sich am Populationsmittel. Zweimal im Jahr

werden die neusten Ergebnisse veröff entlicht und auf der Homepage des

Instituts für Tierzucht bereit gestellt ( www.lfl .bayern.de/itz/rind).

Dieses Verfahren ist einmalig in Deutschland und unterstützt die nachhaltige

Vorgehensweise in den Fleckviehzuchtprogrammen. Mittlerweile liegen

Daten von über 15.000 bewerteten Kühen vor. Sie lassen sich auch für weitere

Feineinstellungen im Zuchtprogramm nutzen. Sehr aufschlussreich

ist auch der Anteil an Töchtern, der von den jeweiligen Bullen noch zum

dritten Kalb in den Ställen steht. Die Verbleiberate beträgt im Mittel 58%

und besitzt eine große Varianz. Bullen mit außergewöhnlich langlebigen

Töchtern haben Verbleiberaten von über 70%. Sicherlich sind diese Zahlen

sehr stark vom Management der Betriebe beeinfl usst und müssen deshalb

mit einer gewissen Vorsicht betrachtet werden. Auswertungen zeigen allerdings,

dass die Korrelation zwischen Verbleiberate der Prüfbullentöchter

und dem Zuchtwert des Bullen für Nutzungsdauer bei ca. 0,6 liegt. Somit ist

auch eine gewisse Richtung vorgegeben. Als Beispiele dazu können auch

die Bullen Narr und Weinold dienen, deren Verbleibraten bei 76% bzw. 75%

liegen.

ZUCHTPROGRAMM

Aus den Bewertungsergebnissen lassen sich auch weitere wichtige Eckpunkte

für die Ausrichtung des Zuchtprogrammes ableiten. Die Wichtigkeit

einer guten Fundamentvererbung kommt eindeutig zum Ausdruck,

wenn Betriebe nach Managementkriterien untergliedert werden. Gute

Fundamente bei der Jungkuh bieten beste Voraussetzungen für weitere

Laktationen. In Betrieben mit ordentlichem Management werden die

Jungkühe mit hohen Fundamentbewertungen eher noch besser (bezogen

auf den Populationsdurchschnitt aller Drittkalbskühe). Diff erenzierter ist

das Bild bei der Euterentwicklung. Je höher die Milchleistung in den Betrieben,

desto stärker werden die Euter belastet und müssen somit gute Anlagen

bereits zum ersten Kalb aufweisen. Die starke Konzentration auf beste

Fundamente und gut sitzende aber nicht zu voluminösen Eutern, wird den

Ansprüchen an eine wirtschaftliche Milchviehhaltung voll gerecht. Fleckviehzucht

ist in der Vergangenheit immer mit einer Strategie ohne Extreme

verbunden gewesen.

Gleiches gilt auch für die Substanz einer Kuh. Das Verfahren der Zweitbewertung

zeigt eindeutig, dass Jungkühe mit einem gewissen Fleischansatz

länger im Stall bleiben. Bullennachzuchten, die eher den Umsatztyp verkörpern,

haben deutlich geringere Verbleiberaten. Bullen mit Bemuskelungszuchtwerten

von 100 bis 110 heben sich in diesem Merkmal positiv

ab. Dies gilt auch für die Rahmenentwicklung. Das aktuelle Niveau beim

Fleckvieh (142 – 145 cm Kreuzbeinhöhe bei den Jungkühen) zeigt beste

Voraussetzungen für weitere Laktationen. Tiere mit ca. 150 cm Kreuzhöhe

und mehr gehen tendenziell früher aus dem Stall. Im Zuchtprogramm wird

dieser Sachverhalt mittlerweile berücksichtigt und mittelrahmige Tiere bei

der Selektion bevorzugt. Die Ausgewogenheit im Zuchtprogramm ist der

Erfolg der Rasse Fleckvieh.

udders, then it means that the results of the udder assessment

on his third-calver daughters improved by almost one point compared

to the fi rst assessment. When awarding the udder score,

the classifi er takes the cow’s age into account and is geared to

the population’s average. The latest results are published twice

per year on the website of the Institute of Animal Breeding ( HY-

PERLINK “http://www.lfl .bayern.de/itz/rind” www.lfl .bayern.de/itz/

rind).

That procedure is unique in Germany, and it supports the sustainable

approach within Fleckvieh breeding programs. By now, information

on over 15,000 assessed cows is available. That information

can also be used for further fi ne adjustments in the breeding program.

The percentage of a bulls daughters that are still in the herd

as third calvers is also quite informative. The survival rate averages

at 58% and has a large variance. Bulls with extremely long-lasting

daughters show survival rates of over 70%. Those fi gures certainly

are very strongly aff ected by the farms’ management and thus must

be looked at with some caution. However, analyses show that there

is a correlation of around 0.6 between the survival rate of a bull’s

fi rst-crop daughters and his proof for productive life. With that, a certain

direction is predetermined. With a survival rate of 76% and 75%

respectively, the sires Narr and Weinold could serve as an example.

BREEDING PROGRAM

Further major key points for the alignment of the breeding program

can be derived from the assessment results. The importance of a

good transmitting ability for feet & legs is clearly being expressed as

soon as dairy farms are subdivided by management criteria. Good

feet & legs with young cows are optimum prerequisites for further

lactations. At farms with a sound management, the young cow with

highly assessed feet & legs is even more likely to improve (in relation

to the population average of all third-calvers). When it comes to the

development of the udders, the picture is more involved. The higher

the milk production in the herds, the heavier is the strain on the udders,

so that they must have a good predisposition as fi rst-calvers already.

The strong focus on top feet & legs and well attached though

not too bulky udders fully meets the requirements on profi table

dairy farming. In the past, Fleckvieh breeding has always aimed at a

strategy of avoiding extremes.

The same applies for a cow’s substance. The second-assessment

method clearly shows that young cows with a certain carcass gain

stay longer in the herd. The more dairy-type daughters of a bull feature

signifi cantly lower survival rates. Bulls with proofs for muscularity

of 100 to 110 stand out positively for that trait. The same applies

for frame development. The current level with the Fleckvieh breed

(142–145 cm of stature at the sacrum for young cows) shows optimum

prerequisites for further lactations. Taller cows (around 150

cm) tend to leave the herd earlier. That fact is now considered in

the breeding program, and average-sized animals are favored at the

selection. Balance within the breeding program guarantees the success

of the Fleckvieh breed.

Bernhard Luntz�/ Christine Massfeller �

-21-


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-23-

Vanel: Vanel: All-rounder with lots of potential

Allrounder mit Potential

Im April gab der junge Vanstein-Sohn Vanel sein Debüt

in Deutschlands Topliste und schon jetzt zählt er zu den

begehrtesten Stars innerhalb der Fleckvieh-Spitze. `Crossbreed

Fleckvieh` wirft einen Blick auf den Allrounder, der

tatsächlich fast ohne Fehler auskommt.

Vanel ist einer der interessantesten Vanstein-Söhne

der aktuellen Fleckvieh-Topliste.

Vanel vererbt eine ansprechende

Milchmenge und zeigt zudem ausgeglichene

Eiweißprozente. Speziell in der Eiweißvererbung

scheint er sehr sicher zu

sein. Hier liegt der Bulle 0,13 % über dem

Mittel. 67 Töchter sind inzwischen linear

beschrieben und bestätigen den ersten

positiven Eindruck.

Vanel stammt aus der E-Famile des Betriebes

Katheder, Treuchtlingen. Sowohl die

Romel-Mutter als auch die Weinox-Großmutter

sind gefragte Bullenmütter. Beide

verfügen über gewaltige mittlere Laktationsleistungen

von 12.000kg bis 10.400kg und haben jeweils bereits über

70.000kg Lebensleistung vorzuweisen. Von diesem Potential profi tiert

nun Vanel, der übrigens der beste von sechs weiteren getesteten Brüdern

ist.

Vanel ist ein klassischer Zweinutzungsbulle, der gute Leistungseigenschaften

mit einem positiven Fleischwert kombiniert. Dabei zeigt er sich

neben den überzeugenden Werten für Nettozunahmen auch in der Handelsklasse

sowie der Ausschlachtung überdurchschnittlich. Vanel kann

zur Verbesserung nahezu aller funktionalen Merkmale eingesetzt werden.

Er vererbt deutlich überdurchschnittlich für Persistenz, Nutzungsdauer

und Kalbeverlauf. Außerdem verspricht er eine sehr gute Melkbarkeit.

Vanel-Töchter sind durchschnittlich große Kühe, wie dies aus der Kombination

von Vanstein und Romel zu erwarten ist. Die Töchter zeigen sich

aber mit sehr ausbalancierter Mittelhand und überzeugen durch eine

sehr gut ausgeprägte Rippenstruktur und Tiefe. Die Hinterbeine sind optimal

gestellt und fein im Knochenbau. Die Fesselung ist sehr straff , die

Trachtenhöhe deutlich überdurchschnittlich. Vanel-Töchter bewegen sich

sehr gut und sind zudem sehr umgänglich. Neben den fehlerlosen Fundamenten

fi nden vor allem die Euter Beachtung. Die werden von einem

deutlichen Zentralband gehalten und weisen eine ideale Strichstellung

und Platzierung auf. Die Euterkörper sind sehr kompakt und überzeugen

durch exzellente Vordereuteranbindungen und breite Hintereuter. Die

Strichlänge befi ndet sich im kürzeren Bereich.

+ STÄRKEN / STRONG POINTS

Leistung / production

Nutzungsdauer / longevity

In April, young Vanstein son Vanel made his debut on

the German top list, and by now he is one the most

coveted stars among the Fleckvieh top-fl ight. “Crossbreed

Fleckvieh” takes a look at an almost fl awless

all-rounder.

Vanel is among the most interesting

Vanstein sons on the current

Fleckvieh top list. Vanel transmits

pleasing milk volume and bal-

anced protein percentages. He appears

to be very reliable, especially

when it comes to protein. For that

trait, Vanel is .13% above average.

So far, linear description has been

done on 67 daughters, and they

confi rm the fi rst positive impression.

Vanel: Vanstein x Romel

Vanel is from the “E” family of the

Katheder herd in Treuchtlingen, Bavaria.

His Romel dam as well as his Weinox 2nd dam are soughtafter

bull dams. They both have huge lactation records of between

12,000 and 10,400 kg and over 70,000 kg lifetime production to

their credit. The best among six brothers sampled, Vanel now benefi

ts from that potential.

Vanel is a typical dual-purpose bull, combining good production

traits and a positive beef index. In addition to convincing fi gures for

net gains he is above average for both carcass classifi cation and

carcass yield. Vanel can improve almost all functional traits. He is

clearly above average for persistency, herd life, and calving ease.

Moreover, he promises a very high milking speed.

Vanel daughters are medium-framed cows, as is to be expected

from the Vanstein x Romel cross. However, his daughters display a

very balanced barrel and impress with their very distinctive structure

and depth to the rib. They have a clean quality bone to the

legs, and leg setting rear view is optimal. Pasterns are strong, and

hoof depth is clearly above average. Vanel daughters feature good

locomotion and have a really nice temperament. Besides their

fl awless feet & legs, udders attract interest. Medial ligament is deep,

and both teat setting and placement are perfect. Their square udders

convince through wide rear udders and long fore udders that

blend nicely into the body. Teats are somewhat shorter.

- BEACHTEN / PROTECT FOR

Körper / body strength

Beckenneigung / rump angle

Dr. Alfred Weidele�/ Christine Massfeller �


-24-

Fruchtbarkeit – Das entscheiden

Fertility – The decisive criterion for profitability

Beim Einsatz von Fleckvieh zur Kreuzung in Holsteinherden

wird oft mit einer Verbesserung der Fruchtbarkeit in der

Herde geworben, doch was heißt das eigentlich konkret und

wie ist es messbar?

„Jedes Jahr ein Kalb von jeder Kuh.“ In der Tat, eine Zwischenkalbezeit von

365 Tagen ist ein sehr einfaches Kriterium, leicht messbar, aber doch bei

hohen Herdenleistungen kaum mehr erreichbar. Auch die Abkalberate

oder anderes formuliert, der Prozentsatz abkalbender Kühe in der Herde,

hängt damit eng zusammen.

Ein anderes wesentliches Kriterium ist der Besamungsindex, womit die

durchschnittliche Anzahl von Besamungen pro Trächtigkeit gemeint ist.

In die gleiche Richtung geht die Non-Return-Rate (NRR), also der Prozentsatz

der zu einem Stichtag nach der letzten Besamung nicht noch einmal

besamten Tiere.

Inzwischen gibt es mehr und mehr Daten, die belegen, dass im Vergleich

der Rassen Fleckvieh (FL) gegenüber reinrassigen Holsteins (HF) im Vorteil

ist. Das gleiche Ergebnis zeigt sich auch bei den FL x HF-Kreuzungen.

In einem aktuellen holländischen Kreuzungsversuch konnte beispielsweise

eine um 3% höhere NRR 56 beobachtet werden. Unter mittelfränkischen

Bedingungen zeigte Fleckvieh (Summer, 2007) eine um etwa 20

Tage bessere Zwischenkalbezeit gegenüber Holsteins. Kreuzungstiere

lagen nur vier Tage über den reinen Fleckvieh-Tieren. Brade (2010) fand

ebenfalls um 20 Tage bessere Zwischenkalbezeiten bei FV x HF-Kreuzungen

gegenüber reinrassigen Holsteins.

DIFFERENZEN

In der mittelfränkischen Untersuchung lag die Abkalberate von Fleckvieh

bei 92%. Die Raten bei FV x HF-Kreuzungen betrugen 91% und bei reinen

Holsteins 87%. Entsprechend fehlten den reinrassigen Holsteins gegenüber

Kreuzungstieren bei 100 Kühen genau vier Kälber im Jahr. Die Werte

für den Besamungsindex lagen bei 1,70 (FV), 1,72 (FV x HF) und 1,79 (HF).

Dieser nicht recht groß erscheinende Unterschied beinhaltet natürlich

auch die Komponente freiwillige Wartezeit beziehungsweise Rastzeit. In

Holsteinherden wird auch leistungsbedingt länger bis zum ersten Besamungsversuch

gewartet und zusätzlich behandelt. Auch die höheren Samenkosten

spielen eine große Rolle, so dass die Landwirte intensiv auf die

Erstbesamung hinarbeiten. Dies bedeutet in Verbindung mit den sonstigen

Fruchtbarkeitsproblemen aber auch höhere Tierarztkosten (Strotz

2011, persönliche Mitteilung). So ist pro Kuh und Jahr mit mindestens 10

€ höheren Tierarztkosten allein im Fruchtbarkeitsbereich zu kalkulieren –

ebenfalls ein nicht zu unterschätzender Kostenfaktor.

WIRTSCHAFTLICHER GEWINN

Alle diese Beispiele belegen, dass reine Fleckviehtiere und Fleckvieh-Holstein-Kreuzungen

die Fruchtbarkeitslage im Betrieb verbessern. Und das

bringt Geld….

Heute wird ein verlorener Brunstzyklus mit mindestens 80 € bewertet.

An improvement of fertility is often mentioned to

promote the use of Fleckvieh for crossbreeding in

Holstein herds. But what does that mean in practice,

and how is it measurable?

‘One calf per cow per year.’ Indeed, a calving interval of 365 days

is a very basic criterion, easily measurable, though hard to realize

in herds with high average records. The calving rate, or in other

words the percentage of cows to calve in a herd, is closely connected

to production.

Another major criterion is the average number of inseminations

per pregnancy. In the same direction goes the non-return rate

(NRR), thus the percentage of animals that have not had to be inseminated

again until a due date after the last insemination.

By now, more and more data prove the fact that Fleckvieh (FV)

outmatches purebred Holsteins (HF) at a breed comparison. This

result also applies to FV x HF crossbreds. A current Dutch crossbreeding

trial, for instance, reveals a 56-day NRR being 3% better.

Under Central Franconian conditions, the calving interval with

Fleckvieh (Summer, 2007) was around 20 days shorter than with

Holsteins. With crossbred animals, the calving interval was just four

days longer than with purebred Fleckvieh. With FV x HF crossbreds,

Brade (2010) too noticed a calving interval that was 20 days shorter

than with purebred Holsteins.

DIFFERENCES

The Central Franconian study shows a calving rate of 92% for

Fleckvieh. With FV x HF crossbreds the rate was 91%, while purebred

Holsteins had a calving rate of 87%. Accordingly, the purebred

Holsteins had produced exactly four calves less than the

crossbred animals. When it comes to the number of inseminations

per pregnancy, the figures were 1.70 (FV), 1.72 (FV x HF), and 1.79

(HF). This difference does not appear all that significant, but is in

addition to the voluntary number of days to first service. In Holstein

herds they wait longer before trying the first service, because

of the higher production level and treatments. The higher costs for

the semen too play an important role and result in the fact that the

farmers work thoroughly towards the first service. This means that,

in combination with the other fertility problems, the costs for the

veterinarian are higher (Strotz, 2011, personal information). Thus,

in the fertility area alone, the vet costs per cow per year are at least

€10 higher – a cost factor that should not be underestimated.

PROFITABILITY

All those examples give evidence of the fact that purebred Fleckvieh

and FV x HF crossbreds improve the fertility situation in the

herd. And that results in money …

Today, a lost heat cycle is valued for at least €80. If top sires have


de Kriterium für Wirtschaftlichkeit

Fleckvieh ist reinen Holsteins in Punkto Fruchtbarkeit überlegen. Davon profi tieren auch die Kreuzungen

beider Rassen.

Beim Einsatz der besten Besamungsbullen kann dies noch höher sein.

Hier summieren sich die Unterschiede in größeren Herden schnell zu

wirtschaftlich relevanten Beträgen. 20 Tage längere Zwischenkalbezeiten,

also ein ganzer Zyklus, bedeuten bei einer Herde mit 80 Kühen schon

einen wirtschaftlichen Verlust von über 6000 € jährlich.

Auch die höhere Abkalberate in dem oben dargestellten Fall stellen

durchaus einen Wert von jährlich mehr als 1000 € dar. Und, selbst wenn

die Samenpreise im Verhältnis einen geringeren Kostenfaktor darstellen,

durch jede eingesparte Besamungsportion verbleiben jeweils ca. 10 €

mehr im Betrieb. Schließlich kommen die niedrigeren Tierarztkosten hinzu.

Nun könnte man natürlich einige der oben genannten Kriterien auch im

weiteren Sinne dem Management-Komplex zuordnen, doch man darf

es sich dabei auch nicht zu leicht machen. Auch die besten Fleckvieh-

Herden und die besten reinen Fleckvieh- und FV x HF-Kreuzungstiere entsprechen

in ihrem Leistungspotential heute weitgehend der Holsteinelite.

Doch gerade in diesem Top-Segment fi ndet man die erhaltene Fruchtbarkeit

mit guten Zwischenkalbezeiten und niedrigen Tierarztkosten.

Auch die immer wieder festgestellten besseren ET-Ergebnisse dieser

Tiere mögen für die stabile Fruchtbarkeit ein weiteres Indiz sein. Zehn

transfertaugliche Embryonen je Spülung sind das, was Fleckvieh-Zuchtbetriebe

langjährig gewohnt sind - ein Wert, von dem Holstein-Betriebe,

die im Mittel nur die Hälfte erreichen, träumen können. Die Wirtschaftlichkeit

des ET, der ja auf bester Fruchtbarkeit der Spendertiere beruht,

verdoppelt sich dadurch.

Zusammenfassend bedeutet dies, dass die Fruchtbarkeit des Fleckviehs

den Kreuzungstieren weiter gegeben wird. Diese Vorteile summieren

sich sowohl in Geld und erscheinen auch als Management-Erleichterung.

Und das spart am Ende Zeit, das kostbarste Gut in vielen großen Produktionsbetrieben.

When it comes to fertility, Fleckvieh outmatch purebred Holsteins: Crossbred animals of

both breeds benefi t from that fact.

been used, the loss can be even higher. The diff erences in largerscale

herds easily add up to an economically appreciable amount.

If the calving interval in an 80-cow herd is 20 days – or a whole

cycle – longer, then it means an economic loss of over €6,000 per

year.

The higher calving rate in the above illustrated case also represents

a benefi t of more than €1,000 per year. And even if the semen

price is a comparatively low cost factor, each saved semen

dose means a saving of around €10. And not to forget the lower

vet costs.

In the broader sense we could of course assign several of the

above-mentioned criteria to management, though we should

not take things too lightly. Today, the best Fleckvieh herds and

the best purebred Fleckvieh animals as well as FV x HF crossbreds

are equivalent to the elite among the Holsteins when it comes to

their production potential. However, it is exactly that top segment

where the maintained fertility, good calving intervals, and low vet

costs are to be found.

The consistently noticed better embryo transfer results of these

animals probably are further evidence of sound fertility. Ten transferable

embryos per fl ush are common for Fleckvieh breeders

long-term, and that’s something Holstein breeders can only dream

of, since on average they obtain just half that number. Thus, the

profi tability of embryo transfers – a method based on the donors’

superior fertility – doubles.

In summary this means that the fertility of the Fleckvieh breed is

passed down to the crossbred animals. These advantages are expressed

in money and facilitate ease of management. And that

fi nally saves time – the most precious item for many large-scale

milk producers.

Dr. Claus Leiding �/ Christine Massfeller �

-25-


Es weht ein neuer Wind in der

Rinderzucht!

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deren Zuchtwerte durch Töchter

in Milch zusätzlich abgesichert

sind.

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-27-

Rühmann: Exzellente Vermarktungschancen

für Kreuzungen

Ruehmann: Excellent marketing chances for crossbreds

Seit 10 Jahren vermarktet die Viehhandlung Rühmann

sowohl reinrassiges Fleckvieh als auch Kreuzungstiere

im nördlichen Niedersachsen und Schleswig Holstein. Für

Geschäftsführer Sönke Rühmann sind die guten Vermarktungschancen

und der stetig steigende Umsatz keine temporäre

Erscheinung. Sein Kundenstamm unter den konventionellen

Milchviehhaltern wächst permanent weiter.

Herr Rühmann, welche Bedeutung besitzt

der Umsatz mit Fleckvieh und Kreuzungstieren

in ihrem Handel?

Rühmann: ‘Derzeit würde ich den Absatz

von Fleckvieh- und Kreuzungstieren mit

etwa einem Drittel quantifi zieren. Aber er

wächst stetig. Der Anteil konventioneller

Milchviehbetriebe, die auf der Suche nach

komplikationslosen Doppelnutzungstieren

sind, wird immer größer. Alleine in Schleswig-Holstein

gibt es 350 Milchviehbetriebe,

die reines Fleckvieh oder Kreuzungen melken. ‘

Sönke Rühmann

Was suchen diese Betriebe?

‘Hauptsächlich vermarkten wir Deckbullen, aber auch die Nachfrage nach Kälbern,

Zuchtfärsen und Sperma nimmt zu. Unsere Kunden schätzen die Fitness

und Vitalität, den hohen Eiweißgehalt und die Fundamentqualität des Fleckviehs.

Vor allem aber sind die Eigenschaften als Doppelnutzungsrasse gefragt.

Fleckvieh und Fleckviehkreuzungen sind derzeit die einzigen Alternativen,

um Milchleistung und Fleischqualität auf einem adäquaten Niveau zu halten.’

Wie gehen sie bei der Selektion der Tiere vor?

‘Der erste Kontakt zum Fleckvieh kam durch den BVN zustande. Mittlerweile

kaufen wir reinrassige Tiere regelmäßig über die Auktionen in Schwandorf

und Ansbach. Wir vermitteln jährlich etwa 100-150 Zuchtbullen sowie je 50-

100 Kälber und Färsen. Aber unsere Kunden haben hohe Ansprüche. Sie verlangen

Pedigree-Leistungen über 9.000kg, viel Rahmen und Eiweißgehalte

um 3.60%. Außerdem spielt die Farbe eine Rolle. Je roter, umso besser.’

Zusätzlich gibt es eine Hofauktion?

‘Ja, einmal jährlich veranstalten wir eine Hofauktion. Speziell die hat uns in den

letzten Jahren viele neue Kunden gebracht. Die Tatsache, dass die Landwirte

aus einer großen Gruppe an Tieren auswählen oder sich völlig ungezwungen

einen Überblick über die Qualitäten von Fleckvieh machen können, reizt

viele Milchviehhalter. Sie entscheiden selbst, was sie kaufen und was nicht.’

Und wie sieht es mit der Vermarktung von F1-Kreuzungstieren aus?

‘Durch den hohen Anteil reinrassiger Deckbullen nimmt der Anteil an

Kreuzungstieren weiter zu. Aber auch hierfür gibt es exzellente Vermarktungschancen.

Kreuzungen qualifi zieren nicht für den Export. Trotz des

Fehlens dieser Vermarktungsmöglichkeit ist die Nachfrage momentan

größer als das Angebot.’

For ten years, the cattle trading company Ruehmann

HAS marketed purebred Fleckvieh animals as well

as crossbreds in the north of Lower Saxony and in

Schleswig-Holstein. To general manager Soehnke Ruehmann,

the good marketing chances and the consistently

climbing sales volume are not just a temporary phenomenon.

His clientele among the conventional dairy farmers

continues to grow permanently.

Mr Ruehmann, how important is the sales volume

with Fleckvieh and crossbreds for your business?

Ruehmann: ‘At present, I would say Fleckvieh and

crossbred animals make up about one third of of our

sales volume. But But that share constantly grows. The

share share of conventional dairy herds searching searching for trouble-free

dual-purpose animals is is getting constantly constantly

growing. In Schleswig-Holstein alone, 350 dairy operationsations

are are milking purebred purebred Fleckvieh Fleckvieh or crossbreds.’ crossbreds.’

What do those operations look for?

‘We mainly market herd bulls, though the demand for calves,

breeding heifers, and semen is increasing, too. Our customers appreciate

the Fleckvieh’s fi tness and vitality, the high protein, and

the quality feet & legs. But above all, the dual-purpose characteristics

are sought-after. Fleckvieh and Fleckvieh crossbreds currently

are the only alternative to maintain milk production and beef

quality at an adequate level.’

How do you select the animals?

‘I had my fi rst contact with Fleckvieh through BVN. We purchase

purebred animals on a regular base through the auction sales in

Schwandorf and Ansbach. We annually trade around 100–150

herd bulls as well as 50–100 calves and heifers. Though, our customers

make great demands. They want pedigree production records

of over 9,000 kg, lots of frame, and around 3.60% protein.

Moreover, the color plays a role. The more red the better.’

There is an on-farm sale?

‘Yes, once per year we organize an on-farm sale. In recent years,

that event has brought us many new customers. The fact that

the farmers can choose from a large group of animals and that

they can get an idea on the quality of the Fleckvieh breed without

any constraint appeals to many dairy farmers. They make up their

mind what they’ll buy.’

‘And how about the marketing of F1 crossbred animals?

‘The share of crossbred animals continues to grow due to the

large share of purebred herd bulls. But also in that area, the marketing

chances are excellent. Crossbreds do not qualify for export.

At present, supply can’t meet demand despite the absence of that

marketing opportunity.’

Christine Massfeller �


-28-

Beeindruckende Zahlen – Kreuz

Impressive fi gures – crossing attempt in the Netherlands

Ein Versuch zur Ermittlung leistungsbezogener und ökonomischer

Ergebnisse aus der Kreuzung von reinrassigen

Holsteins mit Fleckvieh läuft derzeit in 8 niederländischen

Betrieben. Der Versuch wird von WUR Livestock Research

unter der Leitung von Wijbrand Ouweltjes durchgeführt

und ist durch Fleckvieh Austria in Kooperation mit Xsires

und Genetic Austria initiiert. Ein Versuch mit beeindruckenden

Resultaten.

15 Rumba-Töchter aus dem Kreuzungsversuch in den Niederlanden.

Zwischen August 2005 und August 2007 wurden in den Ställen der

teilnehmenden Betriebe Holsteinkühe mit entweder Sperma von Fleckvieh-

oder von Holstein-Bullen besamt. Die mit Holstein- oder Fleckvieh

belegten Kühe besaßen ähnliche Leistungsniveaus. Die geborenen weiblichen

Kälber aus diesen Paarungen, die späteren Versuchstiere, wurden

bis Mitte 2012 auf Milchleistung, Gesundheit, Fruchtbarkeit und Abgang

kontrolliert. Bis heute haben fast alle diese Färsen mindestens einmal gekalbt

und die meisten haben ihre erste Laktation beendet. Hier stellen wir

Ihnen nun laufende Ergebnisse aus diesem Versuch vor, die sich besonders

auf Fruchtbarkeit und Milchleistung in den ersten beiden Laktationen

beziehen. Die Daten wurden bis zum 1. November 2010 aktualisiert.

GEBURT BIS 1. KALB

Innerhalb jedes Versuchsbetriebes wurden die reinrassigen und Kreuzungstiere

unter gleichen Bedingungen gehalten. Es gab keine Unterschiede

zu den Gruppen an Tieren, die vor der ersten Kalbung geschlachtet

wurden. Einige Daten von Färsen, die ihre 1.Kalbung abgeschlossen

haben, sind in Tabelle 1 dargestellt. Bei den Besamungen gingen die

An experiment to compare technical and economic

results of crossbreeding purebred Holstein cows with

Fleckvieh sires is running on 8 Dutch dairy herds. � e

experiment is carried out by WUR Livestock Research

under supervision of Wijbrand Ouweltjes and initiated

by Fleckvieh Austria in cooperation with Xsires

and Genetic Austria. A trial with impressive results.

15 Rumba daughters from the crossbreed trial in the Netherlands.

On the participating farms between august 2005 and august 2007

Holsteins cows in the herds were inseminated with semen of either

Fleckvieh or Holstein bulls. Cows inseminated with Holstein

and Fleckvieh had similar production. The heifer calves born from

these matings, the experimental animals, are monitored until mid

2012 for milk production, health, fertility and culling. Currently

nearly all these heifers have calved at least once and most have

fi nished their fi rst lactation. Here a running score is presented that

particularly focuses on fertility and milk production in fi rst and

second lactation. Data were updated until November 1st 2010.

FROM BIRTH TO 1st CALF.

Within each herd the purebred and crossbred heifer calves are

raised under the same conditions. There was no diff erence between

the groups in culling before 1st calving. Some fi gures of the

animals that have had their 1st calving are presented in table 1.

The farmers have applied the same insemination policy for both

purebred and crossbred animals. The fi gures in table 1 show, that


ungsversuch in den Niederlanden

Züchter immer nach dem gleichen System vor. Die Zahlen in Tabelle 1

zeigen, dass die Fruchtbarkeitsdaten vor der 1.Kalbung und das Erstkalbealter

in beiden Versuchsgruppen ähnlich waren. Auch die Geburten waren

ähnlich, bei Kreuzungstieren gab es allerdings weniger Totgeburten.

LEISTUNG

Im nächsten Schritt wurden die Leistungsdaten aus der 1. und 2.Laktation

erhoben. Von allen Tieren mit Abkalbedatum vor dem 1. Januar 2010 wurden

Leistungsdaten gesammelt. Einige Tiere haben ihre 1.Laktation noch

nicht beendet aber die Mehrzahl war vor dem 1. November abgeschlossen.

Um den Einfl uss unterschiedlicher Laktationslängen auf den Versuch

zu minimieren wurden nur 305-Tageleistungen, so wie sie üblicherweise

erhoben werden, berücksichtigt. Darüber hinaus wurden die auf Alter

und Saison korrigierten Einzelleistungen als Prozentzahl mit dem Mittel

der Herde verglichen. Die Ergebnisse sind in Tabelle 2 dargestellt.

Die standardisierten Leistungen beider Versuchsgruppen innerhalb der 1.

Laktation waren ähnlich, allerdings hatten einige Züchter das Gefühl, dass

die Kreuzungen gegenüber Holsteins variablere Leistungen besaßen.

Einige Züchter erwähnten, dass Kreuzungen temperamentvoller sein

könnten. In der 1.Laktation zeigten die Kreuzungen eine um 4% geringere

Milchleistung, aber wie Tabelle 2 zeigt konnte dies durch höhere Fett-

und Eiweißgehalte weitestgehend kompensiert werden. Die Fett- und

Eiweißleistung war nur 1,2% niedriger. Die standardisierte Leistung der

Kreuzungen war weniger als 3% niedriger. Die Zahlen für die 2.Laktation

sind noch vorläufi g, aber vorgeschätzt werden die 305-Tageleistungen

der Kreuzungen das gleiche oder sogar ein höheres Niveau als die Holstein-Vergleichsgruppe

erreichen. Bemerkenswert ist, dass der prozentuale

Fett- und Eiweißgehalt zur 2.Laktation gleichbleibend ist.

WEITERE ZAHLEN

Weitere Ergebnisse aus der 1.Laktation, hauptsächlich für das Merkmal

Fruchtbarkeit, sind in Tabelle 3 beschrieben. Tabelle 3 zeigt, dass die prozentuale

erneute Belegung der Holsteins etwas höher ist. Der Unterschied

wird allerdings nur von einer kleinen Anzahl an Tieren verursacht und ist

wahrscheinlich auf Management-Entscheidungen zurückzuführen. Die

Zahlen in Tabelle 3 zeigen, dass die Fruchtbarkeit der Kreuzungen gegenüber

Holsteins in der 1.Laktation besser ist. Dies resultiert in einer kürzeren

Laktationsdauer, obwohl

einzelne Laktationen noch Tabelle 1 – Zahlen aus der Aufzuchtphase

laufen. Kreuzungen besitzen Table 1 - Figures of the rearing period

zudem niedrigere Zellzahlen,

aber der Unterschied zu Holstein

ist hier gering.

FAZIT

Der erste zu erzielende Gewinn

beim Kreuzen von

Fleckvieh mit Holstein ist

ein um 25€ höherer Preis für

männliche Kälber zur Kalbs-

fertility of both groups of animals before 1st calving were similar

and that the animals calved for the fi rst time at similar age. Calving

ease was also similar, but crossbred on average had less stillbirths.

PRODUCTION

As a next step, mean milk yield of fi rst and second lactations were

calculated. All lactations of experimental animals were included

with calving date before January 1st 2010. Some of these lactations

were still in progress but the majority was fi nished at November

1st. To avoid eff ects of lactation length realized or predicted

305-day yields as calculated by the milk recording agencies were

used for the comparison. Moreover, age and season corrected

standardized productions expressed as percentage of herd mean

were compared. The results are presented in table 2.

Both groups had similar range of standardized productions in 1st

lactation, but some of the participating farmers had the impression

that the crossbreds had a more variable performance than

the Holsteins. Some participants mentioned that crossbreds could

be temperamental. In 1st lactation the crossbreds had a 4% lower

milk production, but as can be seen in table 2 this was largely

compensated by higher fat and protein content such that fat and

protein yield was only 1.2% lower. Standardized productions were


-30-

Kreuzungstiere zeigten vor allem bessere Fruchtbarkeitsergebnise als reinrassige Holsteins.

fl eischproduktion. Der höhere Anteil von Schwergeburten bei Kreuzungskälbern

(10 vs. 4%) muss berücksichtigt werden, da die Trächtigkeit etwa 2

Tage länger ist. Als Jährlinge zeigen Fleckvieh-Holstein-Kreuzungen eine

ähnliche Fruchtbarkeit wie reinrassige Holsteins, aber in der 1.Laktation

sind die Kreuzungen hier wesentlich besser. Kreuzungen besitzen eine

um 4% niedrigere Milchleistung in der 1.Laktation aber eine nur um 1,2%

niedrigere 305-Tageleistung für Fett- und Eiweißmenge aufgrund besserer

Inhaltsstoff prozente. Zu diesem

Zeitpunkt des Versuchs kommt

eine Aussage über Gesundheitsund

Nutzungsdauermerkmale

zu früh, aber für Kreuzungen

werden höhere Schlachterlöse

und geringere Anfälligkeit für

Krankheiten erwartet. Das Experiment

wird bis Mitte 2012

weiterlaufen. Ergebnisse zu Keulung

und Nutzungsdauer werden

entsprechend folgen.

Tabelle 3 – Leistungsunabhängige Kennzahlen der 1. Laktation

Table 3 - Non production index fi gures for 1st lactations

Kennzahlen / Index fi gure FLV HF

% Erneute Belegung / % re-inseminated 86 91

Besamunsindex / Number of inseminations 1.7 2.2

Rastzeit / interval calving – 1st insemination 71 85

Interval 1. bis letzte Besamung / interval 1st – last insemination 26 48

NRR 56 / % non return 56 days 70 54

Laktationslänge / realized or running lactation length 270 308

Mittlere Zellzahl / average weighted SCC 103 119

Crossbred-animals have shown better results especially for fertility than purebred holstein

cows.

production. A slightly higher incidence of diffi cult calvings (10 vs.

4%) from crossbred calves has to be accounted for, because gestation

length for these calves is 2 days longer. As yearling heifers

the fertility of Fleckvieh x Holstein crossbreds is similar to that of

Tabelle 2 – Leistungszahlen aus der 1. und 2. Laktation

Table 2 - Summary of milk production in 1st and 2nd lactation

parity breed No LW* kg milk

305-day yield

kg fat kg prot. %fat %prot. kg f+p

1 FLV 138 100.5 7105 320 254 4.51 3.57 574

1 HF 101 103.3 7401 322 259 4.35 3.50 581

2 FLV 53 102.8 8861 401 321 4.52 3.63 722

2 HF 26 102.9 8639 393 311 4.55 3.59 703

* alters- und saisonbereinigte standardisierte Leistung im Vergleich (in %) zum Herdenmittel * age and season corrected standardized production expressed as percentage of herd mean

purebred Holsteins, but in 1st lactation the crossbreds have considerably

better fertility. Crossbreds have a 4% lower 305-day milk

yield in 1st lactation but only 1.2% lower 305-day fat and protein

production due to higher fat and

protein content. In this stage of

the trial it is too early to assess

diff erences between the groups

for health and culling, but it is expected

that crossbreds will have

higher culling prices and are less

susceptible to health problems.

The experiment is running until

halfway 2012, hereafter results

regarding culling and longevity

will be investigated.

Genetic Austria�/ xsires.com & Christine Massfeller �


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