Thüringen im Fokus - Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH

leg.thueringen.de

Thüringen im Fokus - Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH

10/ 2011

Thüringen im Fokus

INTERVIEW

Im Gespräch: Ralph Dausch von der Geschäftsleitung

der Kaufl and Fleischwaren

GmbH über die Entscheidung, ein hochmodernes

Fleischzentrum in Thüringen

zu errichten.

Warum haben Sie sich bei der Suche nach

einem geeigneten Standort für Thüringen

und Heilbad Heiligenstadt entschieden?

„Eine Standortentscheidung ist immer verantwortungsvoll

und mit großer Sorgfalt

und Weitsicht zu treffen. Bei dem von uns

angestellten Standortvergleich spielten

vielfältige Faktoren eine Rolle: Neben der

vorhandenen logistischen Infrastruktur

waren für Kaufl and auch bestehende Autobahnanbindungen,

Personalverfügbarkeit

oder die Grundstückseignung ausschlaggebend.

Mit Heiligenstadt haben wir einen

Standort für unseren Fleischbetrieb gefunden,

der all diese Kriterien erfüllt.“

Am 10. September haben Sie mit dem

symbolischen Spatenstich den Baubeginn

des neuen Fleischbetriebes besiegelt.

Bereits für 2013 ist die Inbetriebnahme

des Werks geplant. Kann dieser Termin

eingehalten werden?

„Die Bauarbeiten werden bis Ende 2012 abgeschlossen

sein. Mit der Fertigstellung der

einzelnen Bauabschnitte wird parallel die

technische Einrichtung installiert und getestet.

Im Frühjahr 2013 wollen wir dann

mit der Produktion der rund 250 täglich

frisch hergestellten Artikel beginnen.“

Wie viele Mitarbeiter werden Sie in Ihrem

neuen Kaufl and-Fleischbetrieb beschäftigen?

„Am Standort Heiligenstadt werden rund

400 neue Arbeitsplätze entstehen.“

Bleibt es bei einer Investitionssumme von

85 Millionen Euro?

„Wir werden sogar noch etwas darüber liegen

und circa 90 Millionen Euro inverstieren.“

Nicht nur bei der Kaufl and-Gruppe eine gefragte Adresse: Thüringen belegt den ersten Platz im Länderranking

von „Site Selection“ und zählt damit zu den Top-Investitionsstandorten in Europa.

US-Magazin „Site Selection“:

Thüringen ist top

Im Ranking der besten Investitionsstandorte

belegt Thüringen zum dritten Mal die Spitzenposition

und rückt damit weiter in den Fokus

der Großunternehmer.

Thüringen ist bester Investitionsstandort

Deutschlands und Westeuropas. Zu diesem Ergebnis

kommt das US-amerikanische Magazin

„Site Selection“ in seiner Studie „The 2010 Global

Best to Invest Ranking“. Innerhalb Deutschlands

belegt Thüringen zum dritten Mal in

Folge den ersten Platz, aktuell vor Nordrhein-

Westfalen. Das nach Unternehmerangaben

führende Printmedium im Bereich „Location

Management“ wertete mehrere Datenquellen

zur wirtschaftlichen Attraktivität von über

1.000 Standorten aus.

Kriterien waren unter anderem die Anzahl von

Neuansiedlungen und die Zahl der neu geschaffenen

Arbeitsplätze.

Thüringen hat Unternehmen mit

seinen guten Investitionsbedingungen

viel zu bieten.“

Matthias Machnig, Thüringens Wirtschaftsminister

Auch für die Spitzenposition im nächsten

„Site Selection“-Ranking hat Thüringen bereits

Anlauf genommen: Unter anderem wird die

Bosch GmbH in Eisenach ein Kompetenzzentrum

zur Entwicklung von Lithium-Ionen-Batterien

für maritime Einsatzmöglichkeiten mit

zunächst 80 Arbeitsplätzen errichten. (td/kö)


THÜRINGEN MOSAIK

Daimler AG investiert in Thüringen

Schon bald steckt ein weiteres Stück Thüringen

in den Fahrzeugen der Daimler AG. Kündigte

doch der Weltkonzern im September den

Bau einer neuen Fertigungsstätte im Industriegebiet

„Erfurter Kreuz“ nahe Arnstadt an.

Rund 90 Millionen Euro will der Automobilhersteller

in die Errichtung seines neuen Werks

investieren, in dem bereits 2012 Motorenkomponenten

für Pkws vom Band laufen sollen.

Mit der Ansiedlung im Industriegebiet „Erfurter

Kreuz“ wird sich die unter dem Namen MDC

Technology GmbH fi rmierende Neuansiedlung in

bester Gesellschaft befi nden. Denn bereits eine

Reihe anderer Großkonzerne, darunter Bosch,

BorgWarner und Schenker, haben sich seit 2006

Umweltfreundlich: Daimler weitet die Fertigung

treibstoffsparender Motoren am „Erfurter Kreuz“ aus.

auf der von der LEG Thüringen erschlossenen

Industriefl äche angesiedelt.

Der Grundstein für die 12.500 Quadratmeter

große Fabrik soll noch in diesem Jahr gelegt

werden. Ab 2012 werden dann zunächst

80 Mitarbeiter ihre Arbeit aufnehmen und Zylinderlaufbahnen

mittels des Lichtbogen-Draht-

Spritzverfahrens „Nanoslide“ fertigen. Dieses

eigens von Daimler entwickelte Beschichtungsverfahren

trägt der wachsenden Bedeutung umweltschonender

Motoren Rechnung. „Wir sind

stolz darauf, dass ein Weltkonzern wie Daimler

die Fertigungsstätte für eine wegweisende Technologie

in Thüringen ansiedelt“, so Thüringens

Wirtschaftsminister Matthias Machnig.

Daimler hatte bereits im Juli zusammen mit

seinem japanischen Partner IHI den Ausbau

der gemeinsam betriebenen IHI Charging

Systems International GmbH (ICSI) beschlossen.

In dem ebenfalls am „Erfurter Kreuz“

gelegenen Joint-Venture soll die Produktion

von Turboladern ausgebaut werden. „Nach

nur zwei Jahren erfolgreicher Aktivität freuen

wir uns, das Werk Ichtershausen zu erweitern.

Die gute Qualität unserer Produkte sowie die

Attraktivität des Standortes haben unsere

Kunden und Gesellschafter überzeugt“,

begründete Jörg Steins, ICSI-Geschäftsführer,

Mitte Juli die Entscheidung. Für den Ausbau

sind knapp 50 Millionen Euro veranschlagt. (kö)

Neue Agentur im Wettbewerb um die besten Köpfe

Thüringen verstärkt seine Fachkräfteaktivitäten:

Mit der neuen Thüringer Agentur Für Fachkräftegewinnung

(ThAFF) wird seit vergangenem

April um Pendler, Zuwanderer und Absolventen

für den Thüringer Arbeitsmarkt geworben.

„Die ThAFF ist ein fl exibles Instrument,

mit dem wir gezielt Fachkräfte ansprechen

und damit die Fachkräftesicherung für die

Thüringer Unternehmen unterstützen wollen“,

so Thüringens Wirtschaftsminister Matthias

Machnig. Im Fokus stehen jene Zielgruppen,

die noch nicht ausreichend durch andere Institutionen

angesprochen werden, zum Beispiel

Schüler, Azubis, Studenten, Pendler, Rückkehrer

oder Zeitsoldaten. Die ThAFF verfolgt

damit eine strategische Stoßrichtung: Kontakt

zu potenziellen Fachkräften knüpfen und ein

positives Thüringen-Image aufbauen. Im Zentrum

der Aktivitäten steht das Marketing für

den Ausbildungs-, Studien-, Beschäftigungs-

und Wirtschaftsstandort Thüringen.

Seit Beginn ihrer Tätigkeit hat die Agentur

schon bundesweit an Universitäten, auf Messen

und Veranstaltungen um die Fachkräfte

von morgen geworben.

Eine zweite Säule ist die gezielte Ansprache

und Begleitung der Fachkräfte. Geplant ist

daher die Ausrichtung eines Thüringer Absolventenkongresses

im kommenden Dezember.

Der „academix thüringen 2011“ ist der erste

seiner Art im Freistaat und soll sich etablieren

als eine Plattform für Thüringer Firmen,

um Kontakte zu angehenden Fachkräften zu

knüpfen. Auch Kooperationen mit Hochschulen

sind bereits verstärkt geschlossen worden. So

können vor allem Studenten von den Angeboten

der ThAFF erreicht werden. Die dritte Säule

fußt auf einer besseren Vernetzung der Akteure

und Institutionen, die das deutschlandweite

Fachkräftepotenzial für den heimischen

Arbeitsmarkt aktivieren und nutzen wollen.

Ohnehin setzt die ThAFF stark auf das Internet,

Podcasts und Social-Media-Angebote, um in

den Fokus junger Menschen zu gelangen. (td)

Nachrichten

Erfurt – Am 5. Oktober kamen

Thüringer Unternehmer und Vertreter

des LEG-Projektes „Kinder-

Betreuung24“ auf einer Fachtagung

zusammen. Im Mittelpunkt

des Treffens stand die Frage, wie

sich die Betreuung von Kindern,

deren Eltern im Schichtsystem

arbeiten, fl exibilisieren und somit

verbessern lässt. Neben Modellprojekten

wurden mit Best-Practice-

Beispielen konkrete Umsetzungen

aufgezeigt, und das Potenzial

derartiger Projekte als Standortvorteil

im Wettbewerb um Fach-

und Führungskräfte diskutiert.

Frankfurt am Main – Zum ersten

Mal präsentierten sich vom 12. bis

16. Oktober 2011 zehn Thüringer

Unternehmen der Verlags- und

Medienbranche mit einem Gemeinschaftsstand

auf der Frankfurter

Buchmesse. Das im Auftrag des

Thüringer Wirtschaftministeriums

von der LEG Thüringen organisierte

Gemeinschaftsprojekt bot insbesondere

kleineren und jungen

Thüringer Verlagshäusern Gelegenheit,

ihre Publikationen auf der

größten deutschen Buchmesse

vorzustellen.

Termine

> 02.11.2011 – 04.11.2011

AIRTEC – Internationale Zuliefermesse

für Luft- und Raumfahrt,

Messe Frankfurt

> 16.11.2011 – 19.11.2011

MEDICA - Messe der Medizinbranche

Messe Düsseldorf

> 29.11.2011 – 02.12.2011

Pollutec Horizons – Internationale

Fachmesse für ökologische und

energetische Herausforderungen

der Zukunft, Paris, Nord Villepinte

> 14.12.2011

academix thüringen – 1. Thüringer

Absolventenkongress, Messe Erfurt


THÜRINGEN INTERNATIONAL

Kontakte knüpfen auf drei Kontinenten

Südkorea, Vietnam, Tschechien, Norwegen

und Brasilien – Auslandsmärkte in diesen

fünf Ländern stehen aktuell im Fokus der

Thüringer Aktivitäten zur Außenwirtschaftsförderung.

Die LEG, die Firmen mit Delegationsreisen

den Zugang zu fernen Märkten

erleichtert, hat für den Herbst 2011 entsprechende

Aktivitäten geplant.

Den Schwerpunkt bildet vom 7. bis 11.

November eine Reise unter Leitung von

Wirtschaftsminister Matthias Machnig nach

Seoul (Südkorea). Vor allem Firmen aus

den Branchen Medizintechnik, Optik und

Erneuerbare Energien sind hier beteiligt.

Besuche bei koreanischen Unternehmen, die

Besichtigung von Hochtechnologieprojekten

in der koreanischen Hauptstadt und Kooperationsgespräche

mit asiatischen Unternehmern

bilden Inhalte der Reise.

Vom 24. bis 28. Oktober 2011 beteiligen

sich Thüringer Unternehmen in Kooperation

mit „Germany Trade and Invest” an einer

Reise nach Vietnam. Kontaktbörsen und

Unternehmensbesuche stehen auch hier auf

dem Programm und werden dazu beitragen,

langjährige Kontakte zu vertiefen.

Eine Premiere schließlich bildet die Reise vom

8. bis zum 13. November 2011 nach

Außenwirtschaftstag

gibt Impulse

Im Fokus stehen mit Russland, Südkorea,

Frankreich, Tschechien und Norwegen fünf

attraktive Auslandsmärkte, der Thüringer

Wirtschaftsminister sowie hochrangige

Vertreter aus Politik und Wirtschaft der fünf

Partnerländer sind unter den Referenten,

rund 200 Unternehmen werden als Gäste

erwartet – auch der 5. Thüringer Außenwirtschaftstag

am 20. Oktober 2011 von 9 bis

17 Uhr in Weimar verspricht ein informativer

Event für die Außenwirtschaft des Freistaates

zu werden.

Die Tagung wird moderiert von Andreas Krey,

Geschäftsführer der LEG, welche die Veranstaltung

gemeinsam mit den Industrie- und

Handelskammern (IHK) organisiert. In diesem

Jahr startet das Thüringer Wirtschaftsministerium

mit der neuen Außenwirtschaftskonzeption

das Programm „Thüringen International“,

welches die Aktivitäten zur Außenwirtschaftsförderung

weiter ausbaut. Zielstellung und

Aufgaben werden auf dem Außenwirtschaftstag

von LEG-Abteilungsleiter Dr. Arnulf Wulff

vorgestellt. (hw)

Die LEG Thüringen pfl egt enge Kontakte in aller Welt. Bereits 2008 besuchte eine koreanische Delegation

Solarhersteller in Arnstadt. Nun reisen Thüringer Unternehmen nach Korea.

„Engagement zeigen, Nischen

entdecken – das ist unsere Devise

für wirtschaftlichen Erfolg auf

ausländischen Märkten.“

Dr. Arnulf Wulff, LEG-Abteilungsleiter

São Paulo und Rio de Janeiro, die von LEG-

Abteilungsleiter Dr. Arnulf Wulff angeführt wird.

Diese Reise soll dazu beitragen, erste Erfahrungen

für eine intensive Marktbearbeitung in

Lateinamerika zu sammeln. Die dynamische

Thüringen-Werbung:

Polit-Duo auf USA-Reise

Geht es darum, Investitionen auf Thüringer

Boden anzuregen und Erfolge im internationalen

Ansiedlungsgeschäft zu verzeichnen,

zählen US-amerikanische Akteure aus Politik

und Wirtschaft zu den einfl ussreichsten Partnern

des Freistaates.

Im Gespräch: Thüringens Ministerpräsidentin

Christine Lieberknecht (l.) zusammen mit Wirtschaftsminister

Matthias Machnig (r.) und General Motors Chef

Daniel F. Akerson.

Im Mai reiste Thüringens Ministerpräsidentin

Christine Lieberknecht mit Wirtschaftsminister

Matthias Machnig und einer 20- k ö p fi g e n W i r t -

wirtschaftliche Entwicklung Brasiliens in

den vergangenen Jahren sowie sportliche

Höhepunkte wie die Fußballweltmeisterschaft

2014 und die Olympischen Sommerspiele

2016 bieten gute Voraussetzungen für

Thüringer Unternehmen, ihre wirtschaftlichen

Aktivitäten auf diesem Markt zu verstärken.

Unternehmen vor allem aus den Branchen Umwelt-

und Medizintechnik sind angesprochen, an

dieser Delegationsreise teilzunehmen. (hw)

schaftsdelegation für eine Woche in die Staaten

– mit großen Plänen und vollen Terminkalendern.

Stationen waren u. a. die Metropolen

Detroit und Chicago. Hier trafen sich Thüringer

Politiker und Unternehmer von General Motors

und dem Automobilzulieferer BorgWarner,

diskutierten Trends der Automobilentwicklung

in hochkarätig besetzten Workshops und sprachen

beim Business Dinner mit US-Wirtschaftsexperten

über Investitionen im Freistaat. Auch

ging es darum, für Thüringen als Reiseziel,

Stätte der Hochkultur und Land der Reformation

zu werben, die sich im Jahr 2017 zum 500.

Mal jährt. Zurück in die thüringische Heimat

kehrten die Ministerpräsidentin und der Wirtschaftsminister

mit zwei Kooperationsvereinbarungen

zwischen dem Freistaat und dem

US-Bundesstaat Michigan. Die Fachhochschule

Nordhausen und die Oakland University School

of Engineering and Computer Science sowie

das Thüringer Innovationszentrum Mobilität

(ThIMo) und die Lawrence Technological University

beschlossen, gemeinsame Forschung

in Sachen Elektromobilität und erneuerbare

Energien zu betreiben.


TECHNOLOGIE & INVESTITIONEN

Gefragte Adresse unter Logistikern

Der optimale Mix aus geografi scher Lage,

hervorragender Infrastruktur und erschlossenen

industriellen Großfl ächen macht Thüringen

zum Top-Logistikstandort. Das bestätigen

einmal mehr die jüngsten Entscheidungen

der Redcoon GmbH und der Rhenus-Gruppe,

in Erfurt beziehungsweise in Eisenach-Kindel

neue Logistikstützpunkte zu errichten.

Unternehmen wie Dachser, Norma, Schenker

oder IKEA wissen Thüringen bereits

als Logistikstandort zu schätzen. Jetzt ist

auch die Redcoon GmbH, eine Tochter der

Media-Saturn-Gruppe, auf der Suche nach

einem geeigneten Standort in Thüringen

fündig geworden. Bis 2013 will der Internet-

Händler 58 Millionen Euro in den Bau eines

Logistikzentrums im Güterverkehrszentrum

(GVZ) Erfurt investieren. „Wir haben intensiv

gesucht, aber nirgends haben wir derart

optimale Bedingungen für den Versandhandel

vorgefunden wie in Erfurt“, begründet

Redcoon-Geschäftsführer Reiner Heckel seine

Entscheidung, im Freistaat ein Logistiklager

Thüringen ist stolz auf die Unternehmen, die

innerhalb seiner Grenzen verwurzelt sind. Sie

spiegeln nicht nur die wirtschaftliche Attraktivität

des Freistaates wider, sondern auch seine

Stellung auf der Rangliste global agierender

Regionen. Mit dem Projekt „Stark am Markt“

wurden 94 Unternehmen aus dem Freistaat als

Markt- und Technologieführer in Deutschland,

Europa und der Welt klassifi ziert. „Thüringen

im Fokus“ stellt einige von ihnen vor.

„Die genaueste Koordinatenmessmaschine

der Welt“ kommt aus Thüringen. Aus der

Universitätsstadt Ilmenau, um genau zu sein.

Denn hier produziert die SIOS Meßtechnik

mit bis zu 500 Arbeitsplätzen zu errichten.

Während Redcoon mit dem GVZ einen idealen

Ort für seine Niederlassung gefunden hat,

setzt die Rhenus CL Eisenach GmbH & Co. KG

auf den westthüringischen Industriestandort

Eisenach-Kindel. Im September haben die

Bauarbeiten für das 36.000 Quadratmeter

große Logistikzentrum begonnen; ein Zentrallager

ähnlicher Größe betreibt die Tochter

der europäischen Rhenus-Gruppe bereits in

Hörselgau. „Die ideale geografi sche Lage

mit den guten Verkehrsanbindungen und die

Verfügbarkeit von Arbeitskräften stellen für

uns Standortvorteile dar, welche die erneute

Entscheidung für Westthüringen begünstigt

haben“, erklärt Jürgen Kempe, Geschäftsführer

von Rhenus CL Eisenach. „Die positiven

Investitionsentscheidungen von Redcoon,

Rhenus und anderen Unternehmen zeigen,

dass die Region im internationalen Standortwettbewerb

erfolgreich punkten kann“, weiß

LEG-Geschäftsführer Andreas Krey. Und so

darf man gespannt sein, wen es als Nächstes

nach Thüringen zieht. (kö)

Thüringen ist Logistikland: Immer mehr Unternehmen wissen die Vorzüge des Freistaates als Logistikstandort

zu schätzen.

Global genial: Thüringer Firmen als Marktführer erfolgreich

GmbH die weltweit leistungsfähigste und

genaueste Nanopositionier- und Nanomessmaschine,

die NMM-1, – und gehört damit

zu den einhundert innovativsten deutschen

KMUs des Jahres 2008.

Bereits seit der Gründung im Jahr 1991 legt

man bei SIOS Wert auf höchste Qualitätsansprüche

und Genauigkeit: Egal, ob Länge, Winkel,

Kraft, Gewicht oder Schwingung – mit laserinterferometrischen

Präzisonsmessgeräten rückt

man jeder noch so winzigen Messbewegung zu

Leibe und garantiert Präzision bis in den Subnanometerbereich.

Und das weiß man weltweit

vor allem im Eich- und Kalibrierwesen, in der

TECHNOLOGIE-NEWS

Metallbranche trifft sich

Thüringer Metallverarbeiter und

Maschinenbauer blicken nicht

nur auf eine lange Tradition zurück,

ihre Branche nimmt heute

eine Schlüsselposition in der

Thüringer Wirtschaft ein. Und

insbesondere dem Maschinenbau

wird im „Thüringer Trendatlas

2020“ mit einem Wachstum

der Bruttowertschöpfung von

20 bis 27 Prozent eine elementare

Rolle für das weitere wirtschaftliche

Wachsen des Freistaates

attestiert. Damit die Branche

auch in Zukunft gut aufgestellt

ist, trafen sich ihre Vertreter am

8. September auf dem „Thüringer

Branchentag Metall“ in Erfurt.

Mehr als 80 Teilnehmer aus

Wirtschaft, Bildung und Politik

waren der Einladung gefolgt und

diskutierten an diesem Tag über

die aktuelle Situation und künftige

Entwicklungschancen. Der für

diesen Tag angekündigte Beginn

des Roadmap-Prozesses

„Maschinenbau 2020“ und eine

noch engere Vernetzung der

Unternehmen wurden dabei von

den Teilnehmern als unerlässliche

Weichenstellung empfunden

– damit die Branche ihre

Chancen auf den internationalen

Märkten besser nutzen, Arbeitsplätze

sichern und schaffen

kann. (kö)

Mess- und Halbleitertechnik und zunehmend

auch in der Automotive-Industrie zu schätzen.

Der Erfolg von SIOS stützt sich indes nicht

allein auf die Innovationskraft der eigenen

großen Entwicklungsabteilung. Es sind auch

die enge Zusammenarbeit mit dem Institut für

Prozessmess- und Sensortechnik der Technischen

Universität Ilmenau und der intensive

Kontakt zu Kunden, welche die Entwicklung

neuer und die Weiterentwicklung bewährter

Produkte möglich machen – und damit letztlich

den stetigen wirtschaftlichen Erfolg des

thüringischen Unternehmens garantieren.

(td/kö)


TECHNOLOGIE

Künftiges Wirtschaftswachstum im Blick

Im Mai dieses Jahres hat Thüringens Wirtschaftsminister

Matthias Machnig den

ersten „Trendatlas“ für Thüringens Wirtschaft

vorgestellt. In ihm werden wichtige Wachstumsfelder

ausgelotet und Handlungsempfehlungen

gegeben, die es bis 2020 umzusetzen

gilt – will Thüringen auch künftig zu den

dynamischsten Wirtschaftsregionen Deutschlands

zählen.

Insgesamt elf zukunftsträchtige Wachstumsfelder

wurden dabei von der Roland Berger

Strategy Consultants (RBSC) in Thüringen

ausfi ndig gemacht. Neben 30 globalen Megatrends

und knapp 260 Trendfeldern hat die mit

der Studie beauftragte Unternehmensberatung

hierfür auch die Stärken und Schwächen

des Freistaates unter die Lupe genommen

sowie Unternehmer und Experten befragt.

„Das Ergebnis ist eine Wachstumsstrategie für

Thüringen, die die knappen Ressourcen auf

wenige, erfolgversprechende Wachstumsfelder

konzentriert“, fasst der Wirtschaftsminister

den Trendatlas zusammen.

Und der hält neben Altbekanntem auch so

manche Überraschung bereit: Denn nicht nur

die acht in der Thüringer Wirtschaft etablierten

Anwendungs- und Querschnittstechnologien,

darunter der Maschinenbau, die Steuer-,

Licht nachhaltig nutzen …

… dieses Ziel haben sich Akteure aus Wissenschaft,

Industrie und Politik gesetzt, als sie

im Mai dieses Jahres den Fraunhofer-Innovationscluster

Green Photonics Jena ins Leben

gerufen haben. Denn Thüringen soll nicht nur

in Sachen Mobilität, sondern auch auf dem

Gebiet der Optik „grüner Motor“ werden.

„Der Einsatz von ressourcen- und umweltschonenden

optischen Technologien ist ein Thema

mit enormem Wachstumspotenzial. Mit dem

Gute Noten für Thüringer Universität

Als Top-Adresse für eine qualitative Ausbildung

wurde vergangenen April die Technische

Universität in Ilmenau ausgezeichnet. Die

TU kam im Hochschulranking der Zeitschrift

„WirtschaftsWoche“ in allen einschlägigen

Studiengängen unter die Top Ten und zwei

Mal unter die ersten fünf der besten deutschen

Universitäten.

Platz 4 in der Fachrichtung Wirtschaftsinformatik,

Platz 5 im Fach Informatik, Platz 6 im

Mess- und Regeltechnik oder die Kunststoff-

und Automobilindustrie, sondern allen voran

die neuen Bereiche GreenTech, Service-Robotik

und Kreativwirtschaft gehören zu den ausgemachten

Wachstumsfeldern, auf denen der

Freistaat bis zum Jahr 2020 punkten könne.

Die gezielte Entwicklung der elf Wachstums-

Der „Trendatlas 2020“ benennt die wichtigsten Branchen

einer zukunftsfähigen Wirtschaft in Thüringen.

Innovationscluster Green Photonics streben

wir an, Innovationsmotor für grüne Lösungen

in der Optik und Photonik zu werden“, erklärt

Prof. Dr. Andreas Tünnermann, der Koordinator

des Clusters und gleichzeitige Leiter

des Fraunhofer-Instituts für Angewandte

Optik und Feinmechanik (IOF). Gemeinsam

mit 22 Unternehmen aus dem Großraum Jena

und Forschern der TU Ilmenau, dem Institut

für Photonische Technologien, der Universität

sowie der Fachhochschule Jena gilt es seit Mai,

Wirtschaftsingenieurwesen und in Elektrotechnik

sowie Rang 9 in den Fächern Maschinenbau

und Naturwissenschaften – so hat

Thüringens einzige Technische Universität

im Entscheid um die besten Hochschulen

Deutschlands abgeschnitten. Jedes Jahr lässt

die „WirtschaftsWoche“ mehr als 500 Personalchefs

der größten deutschen Unternehmen

aller Branchen die Top-Hochschulen beurteilen;

die TU Ilmenau rangiert schon zum

wiederholten Mal unter den Besten des Lan-

felder vorausgesetzt, könne der Freistaat bis

2020 mit einer Erhöhung der Bruttowertschöpfung

um bis zu 77 Prozent in den acht

Anwendungs- und Querschnittstechnologien

und mit einer bis zu einhundertprozentigen

Steigerung in den übrigen Wachstumsfeldern

rechnen. (kö)

Die Wachstumsfelder

Thüringens auf einen

Blick:

> Automobil

> Maschinenbau

> Life Sciences

> Umweltfreundliche Energien und

Energiespeicherung

> Kunststoff und Keramik

> Mess-, Steuer- und Regeltechnik

> Mikro- und Nanotechnik

> Optik und Optoelektronik

> GreenTech (abgesehen von Energieerzeugung

und Energiespeicherung)

> Kreativwirtschaft und Edutainment

> Service-Robotik

die Einsparpotenziale auf dem Gebiet der optischen

Industrie zu erkennen und hinreichend

auszuschöpfen. Neben der Verbesserung

optischer Systeme in der Energietechnik sowie

der Umwelt- und Lebensmittelsensorik steht

so vor allem die energieeffi ziente Beleuchtung

mittels LED-Technik im Vordergrund des

Forscherinteresses. Aktuell arbeitet das IOF

gemeinsam mit der asphericon GmbH an einem

Verfahren zur Herstellung von Hochleistungsobjektiven

aus asphärischen Linsen. (kö)

des. „Das zeigt, dass unsere Ausbildung, die

sowohl praxisorientiert als auch theoretisch

fundiert ist, den aktuellen und zukünftigen

Bedürfnissen der Industrie gerecht wird“,

sagt TU-Rektor Prof. Peter Scharff.

In Deutschland konkurrieren mehr als

400 Hochschulen mit etwa 9.000 Studiengängen

um die künftigen Akademiker; das

Personaler-Ranking bietet Abiturienten,

Studenten und Eltern eine Entscheidungshilfe

bei der Wahl des Studienortes. (td)


KULTUR

Seit Juni zählen die Buchenwälder des Hainichs zum UNESCO-Weltnaturerbe.

UNESCO würdigt Thüringer Waldbestände

UNESCO-Weltnaturerbe – so darf sich jetzt der

Nationalpark Hainich im Westen Thüringens

nennen. Ende Juni dieses Jahres hatte das

Welterbekomitee der UNESCO 1.500 Hektar

des überwiegend unberührten Waldgebiets

im Freistaat als eine Stätte der Weltkultur

eingestuft. Thüringens einziger Nationalpark

ist damit eines von vier schützenswerten

Thüringen stand neben Berlin und Freiburg

ganz oben auf dem Programm der 21. Auslandsreise

von Papst Benedikt XVI. Ende

September besuchte das katholische Kirchenoberhaupt

Erfurt und das im Eichsfeld

gelegene Etzelsbach.

Mobilen Zugang zu aktuellen und praktischen

Informationen rund um das Reiseland Thüringen

gibt es jetzt über ein neues Angebot der

Thüringer Tourismus GmbH. Nutzer sogenannter

Tablet-PCs und Apple-iPad-Besitzer können

sich auf einen multimedialen Trip durch

den Freistaat begeben: mit der ersten Reise-

App „Musikland Thüringen“. Dieses Angebot

ermöglicht Urlaubern und Interessierten,

sich über das beliebte Ausfl ugsziel inmitten

Deutschlands schnell und mobil zu informie-

Landesentwicklungsgesellschaft

Thüringen mbH (LEG Thüringen)

Mainzerhofstraße 12, 99084 Erfurt

Telefon: 0361 5603-450

Telefax: 0361 5603-328

E-Mail: invest@leg-thueringen.de

Internet: www.invest-in-thuringia.de

Buchenwaldgebieten in Deutschland und

Teil des bundesweit größten zusammenhängenden

Laubwaldgebiets. Mit dem Titel als

Weltnaturerbe steht das 7.500 Hektar große

geschützte Waldstück nun auf einer Stufe mit

dem Yellowstone-Nationalpark in den USA,

den Niagara-Wasserfällen in Kanada und den

Galapagos-Inseln im Ostpazifi k. (td)

Papst Benedikt XVI. zu Gast in Thüringen

Ap(p)ropos Thüringen

Es war der 23. September 2011, Punkt 11:06 Uhr,

als mit Benedikt XVI. erstmals in der Geschichte

ein Papst Thüringer Boden betrat. Nach dem

Empfang durch Thüringens Ministerpräsidentin

Christine Lieberknecht führte der päpstliche

Weg in den Erfurter Mariendom. Hier trug sich

Benedikt XVI. in das Goldene Buch der Stadt ein,

bevor es weiter zum Augustinerkloster ging.

ren – stets aktuell und jederzeit erreichbar.

Gleich einem Reisemagazin animiert die

Thüringen-App in moderner Aufmachung mit

Hörbeispielen, Musikvideos und Diashows

zu einem Ausfl ug in den Freistaat – vor allem

in dessen Musikszene. Unterhaltsame Tipps

zu Musik-Reisen bedienen jeden Geschmack

und jedes Alter – von Liszt über Bach bis hin

zu Clueso. Kostenlos zum Download in jedem

Apple-Store.

Schnellen Zugriff zu Thüringen-Informationen

Redaktion: Dr. Holger Wiemers (V.i.S.d.P.),

Olivia Köllmer, Theresa Dunkel, Christine Maas

Layout: KNSK, Hamburg

Druck: Förster & Borries GmbH & Co. KG, Zwickau

Fotonachweis: Seite 1 Kaufl and Dienstleistung GmbH & Co.

KG, Seite 2 Daimler AG, Seite 3 Thüringer Staatskanzlei/

Jens-Ulrich Koch, Seite 4 redcoon GmbH, Seite 5 TMWAT,

Seite 6 Staatskanzlei/Jens-Ulrich Koch

THÜRINGEN IM FOKUS

Termine

> 28. bis 30. Oktober 2011

MelosLogos – 10. Poetische

Liedertage in Weimar mit Werken

von Paul Celan, Stefan George,

Ossip Mandelstam, Olivier

Messiaen und Arnold Schönberg

> 25. November 2011

„Sternstunden – Lange Nacht

der Wissenschaften in Jena“

Am Nachmittag folgte ein Besuch des Eichsfelds.

Während einer Marienvesper unterstrich

Benedikt XVI. die Bedeutung, die der Glauben

an Gott heute besitzt. Über 90.000 Pilger nahmen

an der Vesper teil. Auch einen Tag später

war mit knapp 30.000 Menschen eine beachtliche

Zahl von Pilgern nach Erfurt gekommen, um

mit dem Papst die Heilige Messe zu begehen. (kö)

aus erster Hand erhalten jetzt auch alle

Smartphone-Besitzer. Über die neue mobile

Website der Thüringer Tourist Information bieten

Rubriken wie „Reisethemen“, „Regionen

& Orte“, „Veranstaltungen“, „Unterkünfte“

und „Service“ einen umfassenden Überblick

für eine individuelle Reiseplanung oder einen

perfekt geplanten Ausfl ug in den Freistaat. (td)

www.itunes.apple.com

www.thueringen.tourismus.de

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