Schwarzarbeit - Nord-Handwerk

nord.handwerk.de

Schwarzarbeit - Nord-Handwerk

8447 * 2,20

DAS MAGAZIN DER HANDWERKSKAMMERN FLENSBURG HAMBURG LÜBECK SCHWERIN 2

THEMA DES MONATS

Schwarzarbeit

Ursachen und Bekämpfung

POLITIK UND WIRTSCHAFT

Bundesagentur zahlt

Weiterbildung

SPECIAL

Weiterbildung/Seminare

ab Seite 38

FEBRUAR 2008

WWW.HWK-FLENSBURG.DE

TIPPS FÜR DEN BETRIEB

Grippesaison: Das

kann teuer werden

Kammer-Infos (ab S. 20)


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Legal, illegal, sch…egal?

Edgar Hummelsheim,

Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer

Schwerin.

Sind wir ein Volk von Anarchisten? Nein,

ganz das Gegenteil ist wahr, wie die Allensbacher

Demoskopen erst kürzlich festgestellt

haben. Es gibt in der Bevölkerung ein

klares Bekenntnis zu verbindlichen Werten

als Richtschnur für das alltägliche Leben.

Die Achtung der Eltern, kein Alkohol am

Steuer, Respekt vor Eigentum und vor

der Polizei, die Beachtung von Umweltvorschriften

und noch vieles andere mehr

werden vom Großteil der Bevölkerung als

wichtige und richtige Werte anerkannt.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Bürger

Sozialbetrug z. B. durch Erschleichen von

Arbeitslosen- und Krankengeld ablehnen,

aber trotzdem sage und schreibe 75 % der

Befragten Schwarzarbeit für gar nicht so

schlimm halten.

Viele Bürger haben den Eindruck, dass

der Staat, anstatt zu sparen, wenn das Geld

nicht reicht, lieber ihnen in die Tasche

greift. Wenn bei den Bürgern das Geld

nicht reicht, schreiten sie aus ihrer Sicht

zur „Selbsthilfe“, indem sie schwarzarbeiten.

Diese Schwarzarbeit macht in Deutschland

ein geschätztes Volumen von 346,8 Milliarden

€ im Jahr aus. Der Anteil am Bruttoinlandsprodukt

wird auf 14,2 % geschätzt,

woraus sich entsprechende Einnahmeverluste

für den Fiskus und die Sozialversicherung

ergeben. Im internationalen Vergleich

liegt Deutschland bei der Schwarzarbeit

übrigens im Mittelfeld.

Obwohl es seit mehr als 50 Jahren ein

Gesetz zur Bekämpfung der Schwarzarbeit

gibt, hat sich in den letzten 30 Jahren ihr

Umfang nahezu verdreifacht. Je weniger

vom Bruttolohn in der eigenen Tasche

verbleibt, umso größer ist der Anreiz, vorbei

an Steuer- und Sozialversicherung schwarz

zu arbeiten. Da sind sich die Wissenschaftler

einig. So ist es nicht weiter verwunderlich,

dass die deutliche Anhebung der Mehrwertsteuer

im letzten Jahr, die größte Steuererhöhung

in der Geschichte der Bundesrepublik,

nachweisbar zum Wachstum der

Schattenwirtschaft beigetragen hat und

weiter beiträgt. Auch die Abschaffung der

Eigenheimzulage sowie die Anhebung der

Versicherungsbeiträge bei den Minijobs

haben das ihrige dazugetan.

Für die Handwerksbetriebe bedeutet

Schwarzarbeit eine unlautere und unfaire

Billigkonkurrenz. Kein Betrieb kann mit

diesen Dumpingpreisen mithalten, die nur

ohne die Staatsquote möglich sind. Die

Ehrlichen sind mal wieder die Dummen:

Firmen sowie Arbeits- und Ausbildungsplätze

stehen auf dem Spiel. Brauchen wir

daher mehr Polizisten, Zöllner und Beamte

zur Lösung des Problems?

Das wäre kein wirksames Allheilmittel.

Die Erfahrungen mit dem Gesetz zur Bekämpfung

der Schwarzarbeit haben gezeigt,

dass das Problem alleine durch schärfere

Gesetze sowie verstärkte Kontrollen und

Ahndung durch mehr Personal nicht gelöst

werden kann. Stattdessen muss es gelingen,

Arbeit in Deutschland endlich deutlich vom

Abgabenballast zu befreien.

Positiv wirken sich schon jetzt die Regelungen

zur steuerlichen Absetzbarkeit von

Handwerkerleistungen für Privathaushalte

aus. Solche Anreize müssen erheblich ausgebaut

werden, denn schließlich ist das

Steuernsparen in Deutschland ein beliebter

Volkssport. So könnte vermehrt Wertschöpfung

im legalen Rahmen stattfinden. Die

Betriebe würden gestärkt sowie Arbeits-

und Ausbildungsplätze geschaffen.

Die Politik ist es dem Handwerk schuldig,

bei der Bekämpfung des unlauteren Wettbewerbs

durch Schwarzarbeit zu spürbaren

Fortschritten zu kommen. Dazu muss der

jetzt noch unzureichend bestückte wirtschafts-

und steuerpolitische Werkzeugkasten

deutlich aufgerüstet werden.

Ihre Meinung unter E-Mail

e.hummelsheim@hwk-schwerin.de

STANDPUNKT

Februar 2008 NordHandwerk 3


INHALT 2 | 2008

STANDPUNKT

03 Legal, illegal, sch...egal?

THEMA DES MONATS

08 Steuerrebellion des kleinen Mannes

Prof. Friedrich Schneider über das Phänomen

Schwarzarbeit.

10 Mit Steuerbonus Privatinvestitionen fördern

Gastbeitrag von ZDH-Präsident Otto Kentzler.

12 Einsatz gegen Unbekannt

Unterwegs mit der Finanzkontrolle Schwarzarbeit.

15 Wenige Betriebe arbeiten immer korrekt

Der andere Blickwinkel.

POLITIK & WIRTSCHAFT

16 200 Millionen Euro auf Abruf

WeGebAU: BA finanziert Weiterbildung.

17 ZDH-Umfrage: Zahlungsverkehr in Europa

18 Kommentar: brutalstmöglicher Wahlkampf

18 Gemeinsamer Wunschzettel für 2008

Worauf die Spitzenverbände der Wirtschaft hoffen.

18 Ausbildungsbonus und Aufstiegsstipendium

Regierung geht in die Qualifizierungsoffensive.

REGIONALTEIL

20 Berichte und Bekanntmachungen aus

Kammerbezirk und Bundesland.

36

08

Steuerrebellion des kleinen Mannes

Wie sich die Schwarzarbeit 2008 entwickelt, was die

Politik tun muss und warum Schwarz-Weiß-Malerei

dem Phänomen nicht gerecht wird, erklärt Prof.

Friedrich Schneider (Foto) im NordHandwerk-Gespräch.

Im Dienst der Sicherheit

Die Adolf Ziegler Feuerschutz GmbH produziert in

Rendsburg Feuerwehrfahrzeuge für den Weltmarkt.

Foto: Seemann

38

Großes Weiterbildungsangebot der Kammern

Weiterbildung ist ein Muss im heutigen Betriebsalltag,

um am Markt bestehen zu können. Wir

stellen Ihnen die Bildungszentren der Kammern

und deren vielseitiges Angebot vor.

Fotos: imago/Seemann

Foto: Bilderbox

REPORTAGE

2 | 2008 INHALT

36 Im Dienst der Sicherheit

Die Adolf Ziegler Feuerschutz GmbH in Rendsburg.

SPECIAL: WEITERBILDUNG UND SEMINARE

38 Für jeden etwas dabei

Die Bildungszentren der Kammern stellen sich vor.

40 Für Verkäufer und EDV-Entwickler

Seminartipps.

TIPPS FÜR DEN BETRIEB

42 Das kann teuer werden

Wie Betriebe in der Grippesaison durch Krankheit

bedingte Arbeitsausfällen vorbeugen können.

44 Grenzüberschreitend arbeiten

Außenwirtschaft online lernen.

44 Steuertipp:

Lohnsteuerpflicht von Arbeitgeberdarlehen.

45 Rechtstipp

Unterlassene Meldung beim Arbeitsamt.

45 Weniger Unfälle durch mehr Licht

RUBRIKEN

06 Kurz & knapp

35 Leute

46 Branchen

47 Feierabend

49 Impressum und Kleinanzeigen

50 Betriebsbörse


KURZ UND KNAPP

ZDH IN KÜRZE

Für Fördermaßnahmen werben!

Nach Ansicht des ZDH-Generalsekretärs

Hanns-Eberhard Schleyer (Foto) muss die

Bundesregierung in der Bevölkerung verstärkt

für ihre Fördermaßnahmen im Bereich Kli-

maschutz werben. Die Beschlüsse der Großen

Koalition setzten hier auch im Hinblick auf

Wachstum am Binnenmarkt die richtigen Ak-

zente. Doch nütze dies nichts, wenn niemand

Foto: ZDH/Stegner

6 NordHandwerk Februar 2008

die Förderprogram-

me kenne.

Die Betriebe

ihrerseits seien

gefordert, gerade

ihre privaten Kun-

den intensiver zu

informieren. Wie

Schleyer betonte, ist

gerade das Hand-

werk mit seinen vielen ausgebildeten Gebäu-

deenergieberatern dafür gut aufgestellt. Es

muss an die Anfangserfolge des energetischen

Gebäudesanierungsprogramms angeknüpft

werden. 2006 wurden damit über 12 Milliar-

den € Investitionen angestoßen.


THEMA DES MONATS

Prof. Friedrich Schneider über das Phänomen Schwarzarbeit:

Steuerrebellion des

kleinen Mannes

Wie entwickelt sich die Schwarzarbeit 2008? Sind alle Schwarz-

arbeiter kriminell? Warum muss sich kein Finanzminister vor

dem Steuerbonus fürchten? Tut die Politik eigentlich genug?

NH fragte einen „Papst“ und bekam überraschende Anworten.

Herr Professor Schneider, Sie werden

gerne als „Schwarzarbeitspapst“ bezeichnet.

Nun hat Ihre Arbeit mit Glauben wenig

zu tun. Dennoch sind Sie in der Forschungsdisziplin

Schwarzarbeit international eine Art

Monopolist. Was reizt Sie am Thema?

Schneider Ich beschäftige mich seit Ende

der siebziger Jahre damit. Damals gab es

eine Handvoll Wissenschaftler, die sich für

Schwarzarbeit interessierten. Es hat sich

relativ schnell herausgestellt, dass die empirische

Messung extrem schwierig ist. Und

8 NordHandwerk Februar 2008

da sind immer mehr Leute abgesprungen.

Man scheute die Frage nach der Seriosität

der gewonnenen Ergebnisse. Mich hat

gerade das gereizt. Bei der Schwarzarbeit

hat man keinen Tisch voller Studien, die

nur noch intelligent zusammengeschrieben

werden müssen. Man muss zuallererst über

Verfahren nachdenken. Nur so lassen sich

verlässliche Schätzungen berechnen.

Der Begriff „Schwarzarbeit“ ist nicht besonders

trennscharf. Er reicht von der Nachbarschaftshilfe

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über gewerberechtliche Verstöße, Mehrwertsteuerbetrug,

Leistungsbetrug, illegale Beschäftigung

bis hin zu eindeutig kriminellen Aktivitäten

wie Drogenhandel, Schmuggel. Welche Bereiche

erfassen Ihre Berechnungen?

Schneider Alle erbrachten Dienstleistungen

und erstellten Güter, die legal sind,

aber am Staat und an den staatlichen Institutionen

vorbei erwirtschaftet werden: die

Kfz-Reparatur, der nachträgliche Einbau

eines Schwimmbades meinetwegen, das

Putzen, das Babysitten und, und, und.

Und die klassisch kriminellen Aktivitäten?

Schneider Das ist sehr schwierig, weil

zum Teil fl ießend. Am eindeutigsten ist in

der amtlichen Statistik noch der Bereich

der sogenannten „körpernahen Dienstleistungen“,

also der Prostitution. Sie ist oft

mit organisierter Kriminalität verbunden

und wird fast immer schwarz angeboten.

In den Zahlen, die ich berechne, ist die

„klassische Kriminalität“ – wie Drogen,

Einbruch, Wirtschaftskriminalität – nicht

drin. Die nehmen ja auch nicht zu, wenn

die Steuerlast steigt. Die von mir berechnete

Bewegung lässt sich immer auf Ursachen

zurückführen: Steuerdruck und -moral,

Regulierungsdichte. Ein Handwerker, der

sich schwarz ein paar Euro dazuverdient,

bricht Gesetze, handelt also illegal. Mit

Einbrechen oder Klauen würde ich das

aber nicht gleichsetzen.

Fotos: Seemann

Wie wird sich die Schwarzarbeit 2008 entwickeln?

Schneider Das ist sehr schwierig zu

berechnen, denn es hängt davon ab, ob

und wie weit wir in diesem Jahr mit

den Mindestlöhnen durchmarschieren.

Setzt die SPD sich mit ihrer Forderung

nach fl ächendeckenden Mindestlöhnen

durch, ist der Rückgang sehr moderat.

Das Volumen könnte in diesem Fall bei

geschätzt 346,8 Milliarden € liegen. Das

sind 14,22 % des „offi ziellen“ Bruttoin-

landprodukts. Im vergangenen

Jahr waren

es 349 Milliarden €

oder 14,74 %. Bleibt

die CDU bei ihrem

Nein, würde das Volumen

der Schwarzarbeit

zwischen 4,7

und 8,7 Milliarden €

niedriger ausfallen als

2007.

Wer trägt den Schaden? Mit welchen Einnahmeausfällen

müssen Staat und Sozialversicherungsträger

rechnen

Schneider Die Steuer- und Sozialversicherungsausfälle

liegen bei rund 20 %,

also ungefähr 70 Milliarden €. Aber der

Schaden ist relativ. Denn zwei Drittel des

schwarz verdienten Geldes wird in der

offi ziellen Wirtschaft sofort wieder ausgegeben,

kommt dieser also zugute. Und das

ist dann das Provokante: Schwarzarbeit ist

zusätzlich erwirtschaftete Wertschöpfung

und insofern tatsächlich wohlfahrtssteigernd.

Bereinigt man die Makrozahlen

von einigen Fehlerquellen, steht unter dem

Strich eine echte Wertschöpfung von ungefähr

200 Milliarden €. Wirtschaft und

Gesellschaft profi tieren.

PROFESSOR FRIEDRICH SCHNEIDER – ZUR PERSON

Friedrich Schneider, Jahrgang 1949, gilt inter-

national als einer der namhaftesten Fachleute

auf dem Gebiet Schwarzarbeit/Schattenwirt-

schaft. Seit 1985 ist er ordentlicher Professor

für Wirtschaftspolitik und Finanzwissenschaf-

ten an der Johannes Kepler Universität in

Linz/Österreich.

Schwarzarbeit

boomt immer dort,

wo das Vertrauen

in den Staat

gering, Steuern und

Abgaben dagegen

hoch sind.“

Schneider liefert mit seinen Berechnungen

der politischen Debatte die Fakten, interpre-

Die Verlierer bei der Schwarzarbeit sind

in erster Linie der Staat, in zweiter Linie

diejenigen Handwerksbetriebe, die nicht

schwarzarbeiten. Denn die stehen einer

unlauteren Konkurrenz gegenüber. Mit

Schwarzarbeiterlöhnen kann ein regulär

arbeitender Betrieb nicht mithalten.

Gibt es nicht noch andere Verlierer? Stichwort

Verbraucherschutz, Gesundheitsschutz,

Ausbildung ...

Schneider Natürlich. Schwarzarbeit hat

handfeste negative

externe Effekte.

Darum wäre es ja

so wichtig, dass die

Regierung endlich

eine Politik macht,

die langfristig den

Faktor Arbeit von

den hohen Kosten

her entlastet. Die

Überführung der

Schwarzarbeit in offi zielle Arbeit gelingt

nur durch anreizorientierte Maßnahmen.

Notwendig ist eine ehrliche Diskussion.

Schwarzarbeit ist nicht simpel schwarzweiß

– sie hat viele Schattierungen.

Unternimmt die Bundesregierung genug zur

Eindämmung der Schwarzarbeit?

Schneider Sie könnte viel mehr tun. Sie

könnte als ersten Schritt die steuerliche

Absetzbarkeit von Handwerksrechnungen

und haushaltsnahen Dienstleistungen auf

mindestens 1.000 € pro Jahr ausweiten.

Denn mit diesem Schritt lässt sich die

Schwarzarbeit 1:1 in die offi zielle Arbeit

rüberholen. Die Angst der Politik vor Steuerausfällen

ist völlig unbegründet. Mit jeder

Rechnung verdient der Bundesfi nanzminister.

Eine weitere Maßnahme, die >>

tiert die ökonomischen Rahmenbedingungen

und berät die Politik. Für den internationalen

Währungsfonds, die Weltbank und die OECD

hat Schneider Studien zum Thema erstellt.

Mit seinen provokanten Thesen meldet sich

der streitbare Hochschullehrer immer wieder

öffentlich zu Wort.

Seit 2005 ist Schneider Vorsitzender des

renommierten Vereins für Socialpolitik.


THEMA DES MONATS

Gastbeitrag von ZDH-Präsident Otto Kentzler

Mit Steuerbonus Privatinvestitionen fördern

Der Steuerbonus für Handwerkerleistungen

hat bisher einen wichtigen

Wachstumsimpuls gesetzt. Die Nachfrage

nach Handwerksleistungen in privaten

Haushalten stieg an, die Beschäftigung

wurde stabilisiert.

Nach der Mehrwertsteuererhöhung

ist der Steuerbonus nicht

mehr wirkungsvoll genug. 20 % von

3.000 € – das zieht bei 19 % Mehrwertsteuer

nicht mehr. Immer mehr

Auftraggeber entscheiden sich direkt

für die Schwarzarbeit. Die staatlichen

Einnahmen aus der Mehrwertsteuer

belegen das: Sie bleiben weit hinter

dem zurück, was rechnerisch nach der

Erhöhung zu erwarten war.

Die Bundesregierung will reagieren.

Im Rahmen ihrer Koalitionsklausur im

August 2007 hat sie das Ziel formuliert,

die steuerlichen Rahmenbedingungen

für haushaltsnahe Dienstleistungen zu

verbessern. Der private Haushalt soll

als Auftrags- und Arbeitgeber gestärkt

werden, um so die legale Beschäftigung

in diesem Bereich zu fördern.

Der ZDH unterstützt dieses Ziel. Am

wirkungsvollsten erscheint die Idee des

früheren Bundesarbeitsministers Müntefering,

die bisher unabhängig voneinander

gewährten Steuererleichterungen

10 NordHandwerk Februar 2008

für allgemeine haushaltsnahe Dienstleistungen,

für Pfl egeleistungen sowie für

Handwerksarbeiten zusammenzufassen.

Unser Vorschlag ist es, die Gesamtsumme

auf 12.000 € zu erhöhen und maximal

25 % davon als Steuerbonus zu

gewähren. Das bringt den Haushalten

höhere Flexibilität bei der Nutzung des

Instrumentes.

Zusätzlichen Finanzbedarf sehen wir

übrigens nicht. Im Haushaltsplan sind

1,1 Milliarden € für diese Steuerermäßigung

eingestellt. Diese Summe wird bei

weitem nicht abgerufen. Dazu kommt

der Eff ekt der Selbstfi nanzierung, wenn

aus Aufträgen Wachstum und aus Wachstum

Beschäftigung wird.

Angesichts der 2008 schwächelnden

Konjunktur gilt es, durch eine Verbesserung

der Wachstumsförderung spätestens

zum 1. Januar 2009 vor allem

die privaten Investitionen wieder anzukurbeln

und die Schwarzarbeit zurückzudrängen.

> allerdings arbeitsmarktpolitisch heikel

ist, wäre die Erhöhung der Minijobverdienstmöglichkeit

von 400 auf 500 €.

Eine wesentlich effi zientere Maßnahme

wäre die befristete Reduktion oder Mehrwertsteuerbefreiung

bei arbeitsintensiven

Dienstleistungen. In Belgien und Frankreich

hat das sehr gut gewirkt. Außerdem

ließe sich die Mehrwertsteuerbefreiung

auch noch mit einer ökologischen Fragestellung

verbinden, etwa bei der Altbausanierung.

Zwar verlöre der Staat Mehrwertsteuer,

dafür aber würden dann die

Löhne korrekt versteuert.

Sind Kontrolle und Verfolgung probate Mittel

gegen die Schwarzarbeit?

Schneider Nein. Das wirkt im organisierten

Bereich, zum Beispiel bei der Prostitution,

nicht beim Massenphänomen

Schwarzarbeit. Denn für zwei Drittel der

Bevölkerung ist Schwarzarbeit ein Kavaliersdelikt.

Es fehlt das Unrechtsbewusstsein.

Die meisten sagen sich, wenn ich regulär

Überstunden mache, wird mir der zusätzliche

Verdienst weggesteuert. Also mache ich

jetzt 300 oder 400 € schwarz. Man könnte

das als „Steuerrebellion des kleinen Mannes“

bezeichnen. Schwarzarbeit ist implizit

eine Steuerbefreiung oder -rückerstattung.

Die Politik sieht das nicht anders und toleriert

es stillschweigend. Glauben Sie, ein

Maurer, dem man seine paar schwarz verdienten

Euros noch wegnähme, wird weiter

brav die SPD wählen, oder ein Kleinunternehmer

die CDU oder FDP?

Wie sieht der typische Schwarzarbeiter aus?

Schneider Die üblichen Verdächtigen,

Rentner, Arbeitslose und illegale Ausländer

machen gerade einmal ein Drittel

der neun bis 15 Millionen Schwarzarbeiter

in Deutschland aus. Zwei Drittel

sind Nebenerwerbsschwarzarbeiter, also

„Das ist der große Fehler in

der Schwarzarbeitsdebatte:

Politik und Verbandsfunktionäre

wissen, wer schwarzarbeitet.

Aber öff entlich ist immer nur

die Rede vom bösen

Arbeitslosen, bösen Ausländer

oder bösen Unternehmer.“

Selbständige oder unselbständig Beschäf- Schneider. Ich habe für denjenigen,

tigte, die sich nebenher 300 bis 400 € der in Deutschland zur unteren Einkom-

dazuverdienen. Ein regelrechtes Masmensschicht gehört und insbesondere als

senphänomen ist die Schwarzarbeit in Lediger die volle Steuerlast trägt, ein ge-

der Einkommensgruppe zwischen 800 wisses Verständnis, wenn er sich ein Stück

und 3.500 € im Monat. Hier wird in der schwarz dazuverdient. Für den habe ich

Regel schwarzgearbeitet, um den Le- vielleicht auch ein Herz. Für den illegalen

bensstandard zu halten oder ein bisschen Bauunternehmer, der unter menschen-

zu erhöhen. Für die unteren Einkomunwürdigen Bedingungen Ukrainer,

mensschichten bedeutet die ansteigende Weißrussen oder Moldawier beschäftigt ,

Infl ation unmittelbar Konsumverzicht.

Haben Sie, wie die ZEIT einmal titelte, ein

habe ich kein Herz. Den sollte die ganze

Strenge des Gesetzes treff en.


THEMA DES MONATS

Finanzkontrolle Schwarzarbeit

Einsatz gegen Unbekannt

Das Bundesministerium für Finanzen bildete 2004 die Finanzkontrolle Schwarzarbeit mit 6.300

Beamten zur Bekämpfung der Schattenwirtschaft. NordHandwerk begleitete die Kontrolleure

auf einer Baustelle.

Schwaches Licht beleuchtet in den

frühen Morgenstunden den Parkplatz

vor dem Hauptzollamt in Itzehoe.

Im Dunklen kniet ein Mann vor einem

schwarzen Kombi. Vorsichtig zieht er das

Nummernschild ab. Der langhaarige,

kräftig Gebaute ist kein Einbrecher.

Ludwig W. (alle Namen geändert) ist

Vollzugsbeamter des Bundes. Er gehört

zur Finanzkontrolle Schwarzarbeit

(FKS). Da heute ein Großeinsatz geplant

ist, müssen die dienstlichen Kennzeichen

abgebaut werden. Schließlich sollen die

Autos nicht sofort erkannt werden.

Ludwig W. weiß noch nicht, wohin

12 NordHandwerk Februar 2008

er und seine 20 Kollegen heute müssen.

Nur der Einsatzleiter kennt den Ort. In

den vergangenen Wochen haben Beamte

in Zivil die Baustellen bereits beobachtet.

Einige waren sogar unbemerkt in

den Gebäuden, um die Lage einzuschätzen.

Sie klärten auch wo sich Ein- und

Ausgänge befinden und wie groß das

Areal des Einsatzortes ist. Einsatzleiter

Dieter D. zeigt Lagepläne und erklärt

die Taktik.

Die Anspannung steigt. Konzentriert

warten die Männer und Frauen

auf den Aufbruch. Sie gehören zum

Eider Hauptzollamt. 109 Kontrolleure

Fotos: Seemann(5)

überwachen insbesondere Baustellen

zwischen Hamburg und Flensburg – 54

in Flensburg und 55 in Itzehoe. Ein

riesiges Gebiet mit vielen Baustellen.

Der Kampf gegen die Schwarzarbeit

scheint mit so wenigen Leuten fast

aussichtslos.

Teure Initiative

Bundesweit wurde die Zahl der Kontrolleure

an 113 Standorten auf 6.300

erhöht. Vor vier Jahren wurde die FKS

durch Eingliederung von 2.600 Kontrolleuren

der Bundesagentur für Arbeit

(BA) gebildet. Ziel war es, durch gezielte

Kontrollen die jährlichen Einnahmen

des Staates um eine Milliarde € zu erhöhen.

Die bisherigen Zahlen sprechen

eine andere Sprache. Der Bundesrechnungshof

hinterfragt in seinem jüngsten

Bericht kritisch den Sinn

der Kontrollen. Die Erwartungen

seien bei weitem

nicht erfüllt worden.

Von Anfang 2005 bis Mitte

2006 wurden Sozialversicherungsschäden

in Höhe

von 402 Millionen € festgestellt.

Hinzu kommen

verhinderte Steuerausfälle

von 167 Millionen €. Der Rechnungshof

analysiert, dass damit noch nicht einmal

die Verwaltungskosten der FKS gedeckt

sind. Von Seiten des Bundesministerium

für Finanzen werden die Kosten für

die FKS für 2005 und 2006 die auf

287 Millionen € geschätzt. Der Bundesrechnungshof

errechnet hingegen

355 Millionen €. Weiterhin sei es laut

Rechnungshof so, dass die Bußgelder

nicht in der gewünschte Höhe eingetrieben

werden könnten. Im Jahr 2005

wurden Geldbußen in Höhe von 67

Millionen € festgelegt,

von denen tatsächlich

nur 7,5 Millionen €

eingetrieben werden

konnten. Die jüngste

Erhebung des Rechnungshofes

ergab, dass

bei den geprüften

Standorten lediglich

22 % der festgesetzten

Bußgelder tatsächlich

rechtskräftig wurden.

Trotzdem soll die

FKS erweitert werden.

Diese Form der

Schwarzarbeitsverfolgung

ist das Ergebnis

eines langen Prozesses.

Seit 1957 wurden Gesetze

zur Bekämpfung

der Schwarzarbeit immer

wieder geändert.

Die roten Zahlen

sind den Beamten

jetzt egal. Mit ihren

vorhandenen Ressourcen

wollen sie nur

verfolgen und ahnden.

THEMA DES MONATS

Die regelmäßige Präsenz soll präventiv

wirken. Mit der Bestrafung von Leistungsmissbräuchen,Mindestlohnunterschreitungen

und Verstößen gegen das

Entsendegesetz haben sie anschließend

nichts mehr zu tun.

Fünf Wagen setzen sich

langsam in Bewegung.

„Jetzt steigt so langsam

die Anspannung bei uns

allen. Wir wissen schließlich

nie was uns auf den

Baustellen erwartet“,

erklärt Ludwig W. Bauarbeiter

in Bedrängnis

seien oftmals unberechenbar. Dann

werden herumliegende Werkzeuge zu

Waffen. Ludwig W. ist gut geschützt.

Unter seiner dunkelgrünen Jacke trägt

er eine schuss- und stichfeste Weste.

„So gut war ich als Kontrolleur der

Bundesagentur für Arbeit sonst nicht

geschützt“, berichtet W. Bei Einsätzen

dieser Größenordung sind die Beamten

bis zu zwölf Stunden hochkonzentriert

unterwegs.

Besuch zur Frühstückszeit

Auf einem kleinen

Parkplatz sammeln sich

die Fahrzeuge ein letztes

Mal in Elmshorn. Nur

wenige hundert Meter

entfernt ahnen die

Bauarbeiter des neuen

Klinikums noch nichts

vom anstehenden Besuch.

Ludwig L. setzt

einen weißen Helm

auf. An der Einsatzstelle

muss alles ziemlich

schnell gehen. Über einen

sandigen Weg erreichen

die Beamten die

Baustelle. Es ist 9 Uhr

– Frühstückszeit auf

dem Bau. „Jetzt haben

wir die beste Möglichkeit,

unbemerkt aufs

Gelände zu kommen“,

so Ludwig L.

Der Konvoi rollt von

hinten auf die Baustelle.

Kaum stehen die Wagen,

schwärmen die

grünen Männer >>


und Frauen in alle Richtungen aus.

Gerüstbauer beobachten aus der Höhe

interessiert das Treiben und arbeiten gelassen

weiter. Von ihnen darf keiner mehr

das Gelände verlassen. Selbst die wartenden

Lkw-Fahrer müssen damit rechnen, befragt

zu werden. Wirklich kontrollieren kann

das aber keiner der Beamten. Dafür sind

sie zu wenig. „Aus dem Fernsehen kennt

man meist die Bilder, dass alle Zufahrten

gesperrt werden. Das ist für uns so nicht

umsetzbar. Deshalb kontrollieren wir nur

die, die wir antreffen. Wer schwarz arbeitet

und entkommt, hat Glück“, erzählt Ludwig

W. Immer wieder müssen die Beamten

auch zu bundesweiten Großkontrollen

ausrücken. Die sind dann so geheim, dass

sie selbst bei der Ankunft am Zielort nicht

wissen wann, wo und wen sie kontrollieren

sollen.

Festgelegte Schutzmaßnahmen

Heute ist das anders. Die Zahl der

Handwerker ist überschaubar. Flüchtende

Bauarbeiter entdecken die Kontrolleure

nicht. Einsatzleiter Dieter D.

meldet seine Leute beim Bauleiter an.

Ludwig W. übernimmt mit seinem Kollegen

die Außenbereiche. Alleine darf er

nicht befragen, um sich nicht in Gefahr

zu bringen. Durch die tiefen Pfützen

gehen zwei Männer zu einem weißen

Bauwagen. Ludwig setzt sich mit an den

Tisch und packt eine Liste aus. Auch

wenn die Lage ruhig zu sein scheint,

lässt sein Kollege die Befragten nicht

aus den Augen. Ludwig W. muss Abstand

halten, um sich vor eventuellen Angriffen

schützen können. Geduldig beantworten

sie jede Frage zu Arbeitgebern

und Löhnen oder auch Aufenthaltsorten.

Die Zollbeamten haben häufig mit

Mindestlohn-unterschreitungen zu tun.

Einen der Männer behalten die Beamten

im Auge. Er hat keinen Pass dabein

und auch die Aufenthaltsgenehmigung

fehlt. Nach eigenen Angaben hat der

14 NordHandwerk Februar 2008

junge, selbstständige Pole verschlafen

und die Unterlagen vergessen. Ludwig

W. wird im Anschluss prüfen, ob der er

sich legal auf dem Gelände aufhält. In

den letzten Jahren hat er gelernt nur

noch jenen zu glauben, die tatsächlich

alles nachweisen können.

Während Maler unbeirrt ihre Eimer

durch das Treppenhaus tragen, befragen

die Männer und Frauen der FKS jeden

Bauarbeiter. Wer fertig ist, bekommt ein

blaues Bändchen um den Unterarm.

Philipp K. hat diese Befragung schon

hinter sich. „Es war schon komisch,

wenn plötzlich so viele Beamte kommen“,

so der Jugendliche. Als gelernter

Fotos: Seemann(3)

Maler und Lackierer hilft er derzeit auf

der Baustelle aus. Die Beamten haben

bei ihm nichts zu beanstanden.

Plötzlicher Verdacht

Nach gut einer Stunde sind zahllose Blätter

beschrieben und Bändchen verteilt.

Plötzlich kommt Hektik auf. Die Fragebögen

dreier arabischstämmiger Arbeiter

weisen erhebliche Unstimmigkeiten auf.

Die Beamten können nicht klären, wer

Arbeitgeber ist. Die drei Männer müssen

sich ruhig nebeneinander stellen. Vier

Beamte stehen ihnen gegenüber, um

eine mögliche Flucht zu verhindern.

Regungslos schauen sich beide Seiten an.

Niemand darf jetzt dazwischen laufen.

„Das sind immer sehr kribblige Situationen,

in denen der Puls aller Beteiligten

in die Höhe schießt“, erklärt Ludwig W.

Einzeln werden die Verdächtigen in einem

Transporter befragt. Nur mühsam können

die sprachlichen Barrieren überwunden

werden. Schließlich stellt sich heraus, dass

einer der drei der Chef ist und gerade

zufällig auf der Baustelle vorbeischaute,

auf der seine Leute kurzfristig aushalfen.

„Es fällt schwer, daran zu glauben“, so

Ludwig W., der die unterschiedlichsten

Ausreden bereits gehört hat. „Du wirst

von den Leuten angelogen, ohne dass

die auch nur eine Regung zeigen“, berichtet

der Zollbeamte. Die Personalien

der Verdächtigen werden sichergestellt.

Der Einsatz ist beendet. Ludwig W. sackt

in den Fahrersitz. Aus seiner Sicht lief

alles recht gut. „Heute haben wir kaum

Unregelmäßigkeiten festgestellt. Das ist

auch nicht entscheident. Wir lassen uns

nicht nur an den Zahlen messen. Mir ist

es lieber, wir finden keine und die Zahl

der Schwarzarbeiter geht zurück“, erklärt

Ludwig W. Aus seiner Sicht müsse ein

Umdenken geschehen: „Schwarzarbeit ist

wie Versicherungsbetrug kein Kavaliersdelikt.

Deshalb wirken wir präventiv“.


POLITIK & WIRTSCHAFT

Sonderprogramm WeGebAU: BA finanziert Weiterbildung

200 Millionen Euro auf Abruf

Mit dem WeGebAU-Programm fördert die Bundesagentur für Arbeit

seit 2006 die Weiterbildung älterer und geringqualifizierter

Arbeitnehmer. Doch die Betriebe rufen das Geld kaum ab.

Abhängig vom Bedarf des Betriebs, wird eine Vielzahl unterschiedlicher Weiterbildungen

von der BA gefördert: vom CAD-Zeichnen bis zum Ersterwerb von Schweißerpässen.

Eine Mitte Dezember veröffentlichte

Studie des BA-eigenen Instituts

für Arbeitsmarkt und Berufsforschung

(IAB) brachte es an den Tag: Nicht einmal

die Hälfte aller Betriebe kennen

das Sonderprogramm „Weiterbildung

Geringqualifizierter und beschäftigter

älterer Arbeitnehmer im Unternehmen“

(WeGebAU). Und nur jedes achte Unternehmen

hat die gebotenen Möglichkeiten

der kostenlosen Weiterbildung seiner

WeGebAU – Infos zum Förderprogramm

Infos zum WeGebAU-Progamm bietet ein von

der Bundesagentur für Arbeit neu aufgelegter

kostenloser Info-Flyer: “www.arbeitsagentur.

de/zentraler-Content/Veroeffentlichungen/

Sonstiges/Faltblatt-Sonderprogramm-Wegebau-Chancen.pdf“

.

Auch die Berater der Handwerkskammern

16 NordHandwerk Februar 2008

Belegschaft in Anspruch genommen. Mit

200 Millionen € hat die Bundesagentur

ihr Programm ausgestattet.

Nach dem Prinzip „Vorbeugen ist besser

als Heilen“ zielt WeGebAU darauf,

durch Weiterbildung die Position derjenigen

Mitarbeiter im Betrieb zu festigen,

die bei Umstrukturierungsprozessen am

stärksten von Entlassung bedroht sind. Das

sind in der Regel Ältere. Es sind aber auch

Arbeitnehmer ohne Berufsabschluss oder

helfen Ihnen gerne weiter:

HWK Flensburg

Sonja Lorenzen, Tel.: 0461 866-196

E-Mail: so.lorenzen@hwk-flensburg.de

HWK Hamburg

Hannelore Reinold, Tel.: 040 35905-777,

E-Mail: hreinold@hwk-hamburg.de

Foto: BilderBox

solche, die einige Jahre nicht mehr in ihrem

gelernten Beruf gearbeitet haben.

Weiterbildung Geringqualifizierter

Arbeitgeber erhalten Zuschüsse zum Arbeitsentgeld

einschließlich der darauf entfallenden

Sozialversicherungsbeiträge für

die Zeit, in der der Arbeitnehmer wegen

der Weiterbildung keine Arbeitsleistung

erbringt. Voraussetzung: Die Weiterbildung

muss berufsspezifische Kenntnisse vermitteln

oder zu einem beruflichen Abschluss

führen oder zumindest einen höheren

Grad an Qualifizierung erbingen und im

Rahmen eines bestehenden Arbeitsverhältnisses

durchgeführt werden.

Weiterbildung Älterer

Über 45-Jährige, die in einem Betrieb mit

weniger als 250 Arbeitnehmern beschäftigt

sind, können über WeGebAU Zuschüsse

erhalten, wenn sie von ihrem Arbeitgeber

für die Teilnahme freigestellt werden. Die

Maßnahme muss zertifiziert sein und außerhalb

des Betriebes durchgeführt werden.

Zudem müssen Kenntnisse und Fertigkeiten

vermittelt werden, die über eine

arbeitsplatzbezogene Anpassungsfortbildung

hinausgehen. Sind diese Voraussetzungen

gegeben, erstattet die Arbeitsagentur die

Lehrgangskosten und zahlt im Einzelfall

einen Zuschuss zu eventuell anfallenden

Fahrtkosten oder zu einer notwendigen

auswärtigen Unterbringung.

WeGebAU unterstützt Arbeitgeber und

Arbeitnehmer bei ihren Weiterbildungsaktivitäten.

Der Arbeitnehmer verbessert

einerseits seine Beschäftigungschancen

und -fähigkeit und verringert damit das

persönliche Risiko, arbeitslos zu werden.

Der Arbeitgeber andererseits erhält eine

preiswerte Möglichkeit, Teile seiner Belegschaft

zielgerichtet auf neue Anforderungen

hin weiterzubilden.


POLITIK & WIRTSCHAFT

Kommentar: Thomas Meyer-Lüttge

Brutalstmöglicher

Wahlkämpfer

Welchen Namen soll man dem bizarren

Schauspiel geben, das der hessische Mi-

nisterpräsident Roland Koch seit Wochen

probt? Tanz auf dem Vulkan, Ritt auf der

Rasierklinge oder der brutalstmögliche

Wahlkampf? Egal. Kochs quer zur Wirklich-

keit laufender Feldzug gegen jugendliche

Gewalttäter beschädigt die politische Kultur

in Deutschland und schürt, publizistisch

T. Meyer-Lüttge,

Redaktion

nach Kräften sekun-

diert von der Sprin-

gerpresse, Ängste in

der Bevölkerung. Die

Kampagne untergräbt

mit ihrem latent aus-

länderfeindlichen

Getöse alle Bemü-

hungen um Integra-

tion und interkul-

turellen Ausgleich.

Sie tut dies in einer

Gesellschaft, deren Integrationsfähigkeit

ohnehin enge Grenzen gesetzt sind. Und

nicht zuletzt beleidigt sie die Mehrheit der

Wahlberechtigten, die nicht mit jenem

Maß an Dummheit geschlagen sind, auf

das Kochs Wahlkampf setzt.

Roland Kochs politischer Ort ist nicht

die rechte Ecke. Er ist eher Stratege, der

insbesondere in Wahlkampfzeiten den

Vereinfacher, den Populisten gibt. Getreu

dem Motto „Wenn die Fanfare tönt, rutscht

der Verstand wer weiß wohin“ spielt er die

nationale Karte. Das läuft in Deutschland

von jeher gut und wuchtete Koch 1999 mit

dessen unseliger Unterschriftenaktion ge-

gen die doppelte Staatsbürgerschaft auf den

Stuhl des hessischen Ministerpräsidenten.

Damals wie heute das gleiche Bild: Ge-

heuchelter Applaus von der NPD, Protest

vom Zentralrat der Juden, Kopfschütteln

beinahe aller Experten.

Vielleicht ist es mal wieder an der Zeit für

einen „Aufstand der Anständigen“. Ganz

gewaltfrei, ohne Gesang und kilometer-

lange Lichterkette. Als Termin drängte sich

der 27. Januar auf. Da wurde in Hessen der

neue Landtag gewählt.


DIE IDEALE LEBEN WEITER

Hamburg. Wolfgang Lay († 9.6.2007), Elektromeister

aus Hamburg, wollte sich nach

dem Verkauf seiner Firma am 1. Januar 2002

eigentlich ein ruhiges Leben gönnen. Doch

der stets engagierte Handwerker setzte einen

lang gehegten Wunsch um. Die sozialen Probleme

in der Gesellschaft beschäftigten ihn

so sehr, dass er gemeinsam mit seiner Frau

Hannelore Lay im Jahr 2004 die Stiftung

Kinderjahre ins Leben rief. Seine Stiftung

wurde 2006 sogar mit dem zweiten Platz

des ersten Hamburger Stifterpreises ausgezeichnet.

Wolfgang Lay setzte sich für Chancengleichheit

benachteiligter

Kinder ein. Er wollte Perspektiven

schaffen und die

Basis stärken. Dabei blickte

er selbst auf glückliche

Kinderjahre in Buchholz

in Nordheide zurück.

Der am 16.Oktober

1940 als mittlerer von drei Söhnen Geborene

wächst bei seiner alleinerziehenden Mutter

Liesbeth auf. Seinen Vater lernt er nie kennen.

Er ist im Krieg gefallen. Dennoch fehlt es

der kleinen Familie an nichts. Mutter Liesbeth

versucht so viel wie möglich auf den

Feldern und in Gasthöfen für ihre Jungs zu

arbeiten. Essen gibt es auf Zuteilung. Die

Schränke werden sogar in Abwesenheit der

Mutter abgeschlossen.

Da es in diesen Jahren Schulspeisung

gibt warmes Essen gibt, wird Wolfgang Lay

bereits mit fünf Jahren eingeschult. Er ist

versorgt und lernt etwas. Anders als viele

andere kann er sogar Schuhe tragen. Einen

eigenen Löffel fürs Schulessen schenkt ihm

sein Onkel, der diesen im Krieg benutzte.

Als erwachsener Mann wird er sich diesen

Löffel versilbern und mit einer Gravur in

die Küche hängen.

Ergeizig verfolgt Wolfgang Lay sein Ziel,

den Hauptschulabschluss mit 14 abzulegen.

Schließlich will er ins große Hamburg, dort

eine Ausbildung machen und Geld verdienen.

Er wird Elektriker und wartet nicht

lang bis er zur Meisterschule geht. Da ihm

jedoch das Geld fehlt, verkauft er seinen alten

Plattenspieler, um ein Startkapital zu haben.

Seine Rechnung geht

auf. Im März 1968 hält

er seinen Meisterbrief in

den Händen und kauft

den Einmannbetrieb von

Heinrich Stümpel.

Fortan ist er sein eigener

Chef. Doch für ihn

zählen nicht nur die Aufträge, er zeigt großes

Verantwortungsgefühl für seine Mitarbeiter

und nach Feierabend engagiert er sich zudem

noch im Winterhuder Bürgerverein,

einer der Vereine, die in Hamburg als Mittler

zwischen Senat und Bürgern fungiert. Lay

verwaltet die Finanzen und engagiert sich

zudem im Vorstand des dazugehörigen Altenwohnheims.

Sogar als er schon schwer

krank ist, besucht er die Senioren.

Er will aber als Ruheständler nicht nur

Älteren helfen. Die Kleinsten der Gesellschaft

liegen ihm am Herzen. Ihnen will er eine

Grundlage schaffen und soziale Gefälle ab-

LEUTE

Wolfgang Lay, Gründer der Stiftung Kinderjahre.

bauen. Die Kinderstiftung startet mit einem

Projekt zur Einführung von Schulkleidung

in Hamburger Schulen. Mittlerweile haben

bereits zwölf Einrichtungen diese Idee

übernommen. Die Stiftung wächst durch

die große Hilfe von Freunden, Partner und

Unterstützern Tag für Tag. „Es ist so, dass

wir regelmäßig kleine und große Spenden

bekommen, die uns die Durchführung unserer

Projekte ermöglichen. Bekannte und

Firmen verzichten bei Jubiläen beispielsweise

oftmals auf Geschenke und spenden uns das

Geld“, ist Hannelore Lay stolz. Im vergangenen

Jahr hat sie die Leitung der Stiftung

übernommen.


REPORTAGE REPORTAGE

In der Adolf Ziegler Feuerschutz GmbH in Rendsburg werden

Feuerwehrfahrzeuge für den weltweiten Markt gebaut. Dabei

handelt es sich um anspruchsvolle Sonderanfertigungen.

Rotglühende Funken fl iegen durch

die Luft. Marco Jöns ist vom Trubel

in der Werkshalle der Albert Ziegler Feuerschutz

GmbH in Rendsburg durch seine

Ohrstöpsel abgeschottet. Im schwarzen

Bereich schweißt er Stahlträger. Daraus

werden Verstärkungen der Fahrgestelle

von Feuerwehrfahrzeugen. Jöns ist selbst

Feuerwehrmann und regelmäßig mit den

Kameraden aus Ovschlag unterwegs. Ehrenamtlich

hat er viele Brände gelöscht

und Schwerverletzte aus Autos geholt. „Ich

habe Spaß daran und fi nde es wichtig“,

so Jöns.

Während das Licht der Schweißgeräte

wieder die Halle blau erleuchtet, hat Betriebsleiter

Heino Hagge wenige Tage nach

dem Jahreswechsel wieder mehr Ruhe. Wo

sich sonst ein Lkw an den nächsten reiht,

stehen jetzt nur einige wenige. Pünktlich

vor Silvester hatte der Betrieb wieder

Im Dienst der Sicherheit

die häufi gsten Auslieferungen. „Die Gemeinden

haben meist nur dann das Geld

zur Verfügung, sodass wir liefern müssen.

Dann herrscht hier Hochbetrieb“, erklärt

Hagge.

Seit 1984 hat sein Weg in der Firma eine

steile Kurve genommen. Sie führte vom

Lehrling zum Chef. Seit 2003 leitet Hagge

die Geschicke und schloss 2006 zusätzlich

zu seinem Meistertitel noch ein Studium

zum Betriebswirt des Handwerks ab. Für

die Feuerwehr bleibt ihm nur wenig Zeit.

In Ahlefeld ist er Schriftführer. Zu Einsät-

zen schaff te er es lange nicht mehr. „Mir ist

auch die kulturelle Bedeutung der Feuerwehr

wichtig. In unserer Gemeinde ist es

dem großen Engagement der Kameraden

zu verdanken, dass Feste stattfi nden.

Geld bleibt in Deutschland

Sein Betrieb ist einer der bedeutendsten

Standorte von Ziegler in Deutschland. Das

Unternehmen ist mit seinem Muttersitz im

schwäbischen Gingen beheimatet. Anfang

der 90er Jahre kaufte Ziegler die Firma

„Meisner Feuerschutz“ in Rendsburg auf.

40 Jahre hatte diese als Schlauchweberei

begonnen und wuchs mit 25 Mitarbeitern

zu einem bedeutenden regionalen

Anbieter. Mittlerweile ist Rendsburg auf

der Firmenlandkarte zwischen Standorten

in den Niederlanden, Spanien, Italien

und unter anderem Indonesien zu fi nden.

Heino Hagge beschäftigt 62 Männer und

Frauen. Davon sind sieben Auszubildende

zum Karosserie- und Fahrzeugbaumechaniker.

Die Marke „made in Germany“ ist den

ausländischen Kunden wichtig. „Wir achten

aber darauf, dass die Fahrzeuge für

den deutschen Markt auch in Deutschland

komplett gebaut werden“, erklärt Heino

Hagge. 500 Zulieferer sorgen dafür, dass

jährlich 100 Fahrzeuge in Rendsburg gebaut

werden können. Zwölf verschiedene

Typen können in Heino Hagges Betrieb

gefertigt werden. Das Angebot reicht vom

normalen Kleintransporter bis hin zum

Lastkraftwagen, der auf Flughäfen zum

Einsatz kommt. Im vergangenen Jahr gingen

fünf große Spezialfahrzeuge in der

Farbe orange in die Türkei. Die eigenwilligste

Farbgebung, die Heino Hagge bisher

gesehen hat, war blau-grau-gefl eckt. „Das

kommt aber in Deutschland nicht vor, da

die Norm vorgibt, das eine Feuerwehr rot

sein muss“, erklärt Hagge.

Fahrzeuge müssen lange fahren

Nicht nur die Farbe ist durch DIN-Normen

vorgegeben. Von der Aufteilung der

Ladungsräume bis hin zur Ladung selbst,

sind Größen und Gewichte vorgeschrieben.

Alles muss Heino Hagge bei der

Planung beachten. Beispielsweise wurde

die gesamte Produktion auf leichtes Aluminium

umgestellt.

Seine Kunden sind ausschließlich Gemeinden

und öff entliche Verwaltungen.

Diese schreiben die Aufträge öff entlich aus.

In den vergangenen Jahren sind die Anfra-

gen nach neuen Fahrzeugen insbesondere

in kleinen Gemeinden zurückgegangen.

„Früher sind die Kameraden 20 Jahre mit

Ziegler-Feuerwehren gefahren. Heute, in

Zeiten klammer Kassen, müssen sie fast

40 Jahre laufen“, erklärt Hagge. Wer bei

ihm ein Fahrzeug bestellt, muss zwischen

40.000 und einer Million € einplanen.

Dadurch sind auch die Qualitätsansprüche

gewachsen. Meist benötigen Hagges Leute

von der Planung bis zur Übergabe ein halbes

Jahr. Die Verantwortlichen der Wehren

kommen regelmäßig in die Firma, um

eventuell noch Details zu klären. Stehen jedoch

der Koff er und Mannschaftskabine, ist

jede Änderung mit Kosten verbunden.

„Zur Abnahme haben wir meist eine

Delegation von 20 Personen hier. Mindestens

ein Handwerker ist immer dabei

und die fordern absolute Qualität“, berichtet

Heino Hagge. Deshalb richtete er

2006 eine Qualitätskontrolle ein. Bevor

ein neues Fahrzeug die Halle verlässt,

wird es von Cohrt Reimer auf Herz und

Nieren geprüft. Reimer hat die Seiten

gewechselt. Als ehemaliger Schrauber

kennt er die Schwachstellen. Auf die

macht er seine Kollegen schonungslos

aufmerksam. Auf einer Liste geht er

Posten für Posten die vorgeschriebene

Beladung durch. Immer wieder greift

er an Schienen und Schläuche. Wenige

Stunden vor der Übergabe darf jetzt

nichts mehr klemmen. Drei Kollegen

rotieren um ihn herum und beseitigen

sofort die kleinsten Mängel. Reimer entgeht

nichts. „Wenn man vorher selbst

geschraubt hat, muss man sich an diese

neue Rolle erst gewöhnen“, so Reimer.

Bis zum endgültigen Okay bleibt

noch etwas Arbeit. Im, auf und unter

dem Fahrzeug liegen und sitzen Kollegen

und schrauben. Aufkleber für die

Platzhalter der Geräte werden ebenfalls

angeklebt, damit die Feuerwehrleute sich

später besser zurechtfi nden. Sobald der

Lkw aus der Halle rollt, vergehen meist

nur wenige Tage, bis erstmals die Sirene

heulen und Feuerwehrleute mit Blaulicht

zu Einsätzen eilen.


SPECIAL

Fortbildungsangebot der Kammern

Für jeden

etwas dabei

Die Ansprüche an das technische Know-how der Mitar-

beiter in vielen Handwerksberufen steigt von Jahr zu Jahr. Um

immer auf dem neuesten Stand der Technik zu sein, und damit

auch am Markt bestehen zu können, ist es notwendig, sich ständig

weiterzubilden. Die Handwerkskammern Flensburg, Hamburg, Lübeck

und Schwerin bieten in ihren Weiterbildungseinrichtungen eine Fülle von

Fort- und Weiterbildungsseminaren zu einem breiten Themenspektrum an.

Die Vielfalt bei den von den Berufsbildungszentren

der Handwerkskammern

angebotenen Weiterbildungsveranstaltungen

ist groß. Neben rein

gewerkespezifi schen Kursen (u. a. Meistervorbereitungen)

gehören technische,

betriebswirtschaftliche (Buchführung,

Marketing, Serviceorientierung etc.) und

EDV-Seminare ebenso zum Angebot wie

individuell geplante und auf die Bedürfnisse

exakt zugeschnittene Betriebsfortbildungen.

In enger Zusammenarbeit mit den Innungen

und Landesinnungsverbänden sind in

einigen Berufsbildungsstätten Kompetenzzentren

( u. a. das Maritime Kompetenzzentrum

in Travemünde und das KompetenzzentrumBefestigungstechnik

in Flensburg)

aufgebaut worden, die

eine spezielle Weiterbildung

in bestimmten

Gewerken und technischen

Bereichen

ermöglichen.

Hamburg: Kompetenzzentrum

Elbcampus

In einem hochmodernen Neubau – dem sogenannten

„Elbcampus“ – wird die Handwerkskammer

Hamburg ab dem Frühjahr

2008 ihre bisherigen Bildungseinrichtungen,

die derzeit noch in der Hamburger Innenstadt,

Altona und Harburg verteilt sind, in

HWK HAMBURG

Der Hamburger „Elbcampus“, das Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Hamburg,

wird im Frühjahr 2008 eröffnet. Auf einer Bruttogeschossfl

äche von 23.000 Quadratmetern mit

500 Seminar- und 600 Werkstattplätzen werden

rund 160 verschiedene Lehrgänge und Seminare

angeboten. Der „Elbcampus“ kann leicht

vom Bahnhof Harburg aus erreicht werden.

Die künftige Adresse:

ELBCAMPUS Kompetenzzentrum

Handwerkskammer Hamburg,

Zum Handwerkszentrum 1, 21097 Hamburg.

Infohotline zur Weiterbildung:

Tel.:040 35905-777, Fax: 040 35905-700,

E-Mail: weiterbildung@elbcampus.de,

www.elbcampus.de

So wird der „Elbcampus“,

das Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer

Hamburg, aussehen.

Foto: Hwk Hamburg

einem Kompetenzzentrum bündeln. Damit

wird eines der modernsten Bildungszentren

für Handwerk und Mittelstand in Deutschland

entstehen. Die Schwerpunkte sind

Meistervorbereitungen, kaufmännische

Weiterbildung, Gebäude- und Umwelttechnik,

Informationstechnologie sowie

Schweißtechnik.

Das Weiterbildungsangebot ist vielfältig: Aus

etwa 160 verschiedenen Lehrgängen und Seminaren

können Weiterbildungsinteressierte

auswählen, angefangen von Tagesseminaren

bis hin zu mehrjährigen Lehrgängen. Die

Meistervorbereitungslehrgänge werden für

17 verschiedene Gewerke angeboten, die

Meisterprüfungen in nahezu 60 Gewerken

abgenommen. Das kaufmännische Angebot

reicht vom Studium „Betriebswirt/in

(HWK)“ bis hin zu einem anspruchsvollen

Seminarprogramm für Fach- und

Führungskräfte.

Ebenfalls auf dem Elbcampus: das ZEWU

(Zentrum für Energie-, Wasser- und Umwelttechnik).

Es eröff net seit vielen Jahren neue

Marktfelder in der Umwelttechnik. Auf dem

Elbcampus sind die Angebote aktueller denn

je. Mit Lehrgangsangeboten wie dem Gebäudeenergieberater

oder der Fachkraft für Solartechnik

macht das ZEWU Handwerksbetriebe

fi t in Sachen rohstoff - und energiesparender

Bauweise.

Die SLV-Nord und das Kunststoff zentrum

Nord stehen auf dem Elbcampus für Kompetenz

in Sachen Schweiß- und Kunststoff -

technik. Alle Lehrgänge und Seminare auf

dem „Elbcampus“ sind nicht nur qualitativ

maßgebend, sie lassen sich zudem sehr gut mit

dem berufl ichen Alltag vereinbaren, denn viele

Inhalte werden nicht nur tagsüber, sondern

auch abends und am Wochenende angeboten.

Künftig werden die Lehrgangsteilnehmer

HWK FLENSBURG

Das Bildungszentrum der Handwerkskammer

Flensburg bietet jährlich knapp 200 Fort- und

Weiterbildungskurse an. Die Schwerpunkte

liegen dabei auf der Meisterausbildung, auf

Fortbildungen und Kurzlehrgängen in den

Fachbereichen Metall, Elektro- und Informationstechnik,

Holz, Friseur und Kosmetik sowie

Kfz, Schweißlehrgänge, Seminare zur Unternehmensführung,

zu Recht, Kommunikation

und EDV. Zum weiteren Angebot gehört u. a. das

Studium „Betriebswirt HWK“ und die Lehrgänge

„Gebäudeenergieberater im Handwerk“ und

„Fachkraft für Wärmedämmtechnik“.

Weitere Infos:

Bildungszentrum der Handwerkskammer

Flensburg

Femke Matthiesen,

Tel.: 0461 866–193, Fax: 0461 866–393,

E-Mail: f.matthiesen@hwk-fl ensburg.de

und alle Interessierten unter einem Dach zu

allen Fragen der Weiterbildung kompetent beraten:

zu den Inhalten, persönlichen Voraussetzungen,

Finanzierungshilfen, Unterrichtsplänen,

Prüfungsverordnungen und mehr.

Flensburg: Bildungszentrum ist

anerkannter Partner

Die Handwerkskammer Flensburg unterhält

an ihrem Standort in der Flensburger

Innenstadt in ihrem Bildungszent-

rum zahlreiche Werkstätten, die neben der

Ausbildung von Lehrlingen im Rahmen

der überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung

vor allem für Zwecke der berufl ichen

Fort- und Weiterbildung in verschiedenen

Berufen genutzt werden.

Kernbereich ist dabei das vielfältige Angebot

im Bereich der Meisterausbildung.

Eine breite Palette von Seminaren, die

vorrangig Themen aus dem Bereich der

Unternehmensführung abdecken, rundet

das Angebot ab. Zu diesen Themen

zählen u. a. Seminare und Kurse aus den

Bereichen Betriebswirtschaftslehre, Recht,

Buchhaltung, Personalführung, aber auch

Informations- und Kommunikationstechnologien.

Verantwortlich für die gesamte

Lehrgangs- und Seminarorganisation ist

das Team des Bildungszentrums der Handwerkskammer

Flensburg.

Mit neuem Auftritt, neuem Logo und

gezielten Werbeaktivitäten hat sich allein in

den letzten zwei Jahren viel getan. Die Teilnehmerzahlen

sind steigend, das Angebot

ist vielfältiger geworden. So durchliefen

allein im letzten Jahr rund 2.800 Teilnehmerinnen

und Teilnehmer die Fort- und

Weiterbildungskurse des Bildungszentrums

in Flensburg. Im Rahmen der überbe-

NHW_Sonderthemen_180x76 18.01.2008 17:09 Uhr Seite 1

38 NordHandwerk Februar 2008 Februar 2008 NordHandwerk 39

Das Bildungszentrum

der

Kammer

Flensburg.

03/2008: Personaldienstleistungen

und Zeitarbeit

04/2008: Gewerbe- und Hallenbau

05/2008: Entsorgung und Recycling

06/2008: Recht und Steuern

07+08/2008: Finanzierung und

Geldanlage

SPECIAL

trieblichen Lehrlingsunterweisung wurden

zusätzlich weitere rund 2.000 Lehrlinge in

über 90.000 Stunden allein am Standort

Flensburg geschult.

Zu den Neuerungen zählt auch die

Zertifi zierung des Bildungszentrums im

März 2006. Das Bildungszentrum ist nunmehr

anerkannter Dienstleister im Bereich

der Aus- und Weiterbildung Jugendlicher

und Erwachsener. Darüber hinaus ist das

Bildungszentrum auch seit vielen Jahren

verlässlicher Partner der Agentur für Arbeit

im Bereich der Berufsvorbereitung und

der Integration in den Ausbildungs- und

Arbeitsmarkt.

Schwerin: Wissen auf dem

neuesten Stand

Seit der Einweihung des Berufsbildungs-

und Technologie-Zentrums (BTZ) im

Mai 1999 verfügt die Handwerkskammer

Schwerin über ein modernes Bildungszentrum,

mit angrenzendem Internat, für

die theoretische und praktische Aus- und

Weiterbildung im Handwerk. In modern

ausgestatteten Werkstätten werden den

künftigen Gesellen und Meistern aus den

Gewerken Elektrotechnik, Metallbau, Installateur-

und Heizungsbau, Kfz- Technik,

Maler- und Lackierer, Tischler, Friseur sowie

Ofen- und Luftheizungsbau die erforderlichen

Kenntnisse und Fertigkeiten für

ihre Arbeit in den Betrieben vermittelt. Der

Meisterbrief ist das Qualitätssiegel für >>

SONDERTHEMEN im NordHandwerk

Folgende Themen-Specials haben wir für Sie in Vorbereitung:

09/2008: Arbeitsschutz- und

Berufskleidung

10/2008: Büroaustattung

11/2008: Fuhrpark und

Nutzfahrzeuge

12/2008: Versicherung und

Altersvorsorge

Mit einer Anzeige im NordHandwerk erreichen Sie über 52.000 Unternehmen und Entscheider über Investitionen.

Weitere Infos: www.hbzv.com oder bei Tanya Kumst, Telefon 040/414 33 38 31


SPECIAL

Selbständige und Führungskräfte im Handwerk

und fi ndet weltweit Anerkennung.

Im Rahmen der EU werden alle deutschen

Meisterberufe auf die Niveaustufe drei des

EU-Schemas zur Unterscheidung von Berufsabschlüssen

eingestuft. Damit wird die

Mobilität der deutschen Meisterbetriebe

in Europa gefördert.

Zahlreiche Lehrgänge in der technischen

Fortbildung bieten zudem die Möglichkeit,

vorhandenes Wissen auf den neuesten

Stand zu bringen und damit den täglichen

Anforderungen im Beruf gerecht zu werden.

Auf Grund der sich ständig ändernden

betrieblichen Anforderungen und der wirtschaftlichen

Herausforderungen werden

die kaufmännisch-rechtlichen Lehrgänge,

technischen Fortbildungen, Sprachkurse,

EDV- Lehrgänge sowie Speziallehrgänge

für viele Gewerke kontinuierlich aktualisiert

und den jeweiligen Erfordernissen

angepasst. Das kompetente Mitarbeiterteam

im BTZ hilft Ratsuchenden dabei,

die individuell passende Weiterbildung zu

fi nden, Anträge für einen Bildungsurlaub

oder BAföG zu stellen und berät auf dem

Weg in die Selbständigkeit.

Daneben fördert das BTZ aktiv die

Einführung neuer Technologien, schaff t

Netzwerke und fördert die Wettbewerbsfähigkeit

der Handwerksunternehmen mit

HWK SCHWERIN

Das Berufsbildungs- und Technologiezentrum

(BTZ) der Handwerkskammer Schwerin bietet

u. a. Meisterfortbildungen für das Elektro-,

Metall-, Kfz-, Maler- und Lackiererhandwerk,

für Tischler, Friseure, für Installateur- und Heizungsbauer

sowie für Ofen- und Luftheizungsbauer

an. Zur weiteren Palette gehören Fortbildungen

in den Bereichen Technik, Betriebswirtschaft,

Recht, EDV, Sprachkurse, individuell

gestaltete Seminare sowie die fachkundige

Beratung zu allen Fragen rund um das Thema

Fort- und Weiterbildung.

Weitere Infos:

BTZ, Christine Vorpahl, Tel.: 0385 6435-130,

Fax: 0385 613068

E-Mail: c.vorpahl@

hwk-schwerin.de,

www.hwk-schwerin.de

Das BTZ in

Schwerin.

40 NordHandwerk Februar 2008

z a h l r e i -

chen Projekten

wie

z. B. dem

Zentrum für innovative Gebäudetechnik,

der Meisteroff ensive Mecklenburg-Vorpommern,

dem Technischen Betriebswirt

oder dem Beratungs- und Servicecenter

für Frauen im Handwerk.

Lübeck: Kompetenz hoch vier

Die Handwerkskammer Lübeck bietet

Fort- und Weiterbildungslehrgänge in

ihrem Fortbildungszentrum in Lübeck,

aber auch in ihren Berufsbildungsstätten

in Lübeck-Travemünde, Elmshorn und

Kiel an.

Das Fortbildungszentrum (FBZ)

verfügt über mit modernster Technik

ausgestattete Seminar-, Werkstatt- und

Konferenzräume und qualifi zierte, in

der Erwachsenenfortbildung erfahrene

Dozenten. Thematische Schwerpunkte

des Seminarangebots sind Meistervorbereitungslehrgänge

in Teilzeit- und

Vollzeitform, betriebswirtschaftliche

Lehrgänge, technische Fortbildungen mit

dem Schwerpunkt Energie- und Elektrotechnik

sowie EDV-Lehrgänge. Die

Fortbildung zum Betriebswirt des Handwerks

wird in Teilzeit- und Vollzeitform

angeboten und sowohl in Lübeck als auch

in Elmshorn und Kiel durchgeführt.

Auch die zurzeit stark nachgefragten

Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Prüfung

zum Gebäudeenergieberater werden

an verschiedenen Standorten im Kammerbezirk

angeboten: Lübeck, Itzehoe und

Kiel. Interessant für die Gewinnung und

Förderung von besonders leistungsstarken

Lehrlingen ist der Ausbildungsgang Technischer

Betriebswirt. Diese umfangreiche

betriebswirtschaftliche Fortbildung wird

ausbildungsbegleitend durchgeführt und

qualifi ziert den zukünftigen Gesellen für

Leitungsaufgaben im Betrieb.

Die Berufsbildungsstätte Travemünde

(BBT) hat als Schweißtechnische Lehranstalt

(DVS) eine breite Palette an

Fortbildungsmöglichkeiten in diversen

Schweißverfahren sowie die Ausbildung

zum Schweißfachmann im Angebot. Auch

das Kfz-Kompetenzzentrum für Fahrzeugdiagnose

und das Maritime Kompetenzzentrum

der BBT führen in enger Abstimmung

mit den Innungen eine große Zahl

Das FBZ in

Lübeck.

HWK LÜBECK

Fortbildungszentrum der Handwerkskammer

Lübeck,

Konstinstraße 2 a, 23568 Lübeck,

Leitung: Lucie Fieber, Tel.: 0451 38887-0,

Fax: -722, E-Mail: fortbildungszentrum.

luebeck@hwk-luebeck.de.

Berufsbildungsstätte Travemünde/Priwall,

Wieckstraße 5, 23570 Lübeck,

Leitung: Thomas Baehr,

Tel.: 04502 887-0, Fax: -320, E-Mail:

berufsbildungsstaette.travemünde@hwkluebeck.de.

Berufsbildungsstätte Elmshorn,

Ramskamp 6, 25337 Elmshorn,

Leitung: Detlef Spitzmüller,

Tel.: 04121 4739-0, Fax: -617, E-Mail:

berufsbildungsstaette.elmshorn@hwkluebeck.de.

Berufsbildungsstätte Kiel,

Russeer Weg 167, 24109 Kiel,

Leitung: Gudrun Diepold,

Tel.: 0431 53332-0, Fax: -550, E-Mail:

berufsbildungsstaette.kiel@hwk-luebeck.de.

Weitere Infos: www.hwk-luebeck.de

Fotos: Hwk Lübeck

Die Berufsbildungsstätte

Travemünde.

praxisorientierter Fortbildungen durch,

die auch von Fachleuten aus dem ganzen

Bundesgebiet gerne besucht werden.

Die Berufsbildungsstätte Elmshorn

(BBE) und Kiel (BBK) bieten u. a. Meistervorbereitungskurse

für verschiedene

Handwerksberufe und für das Kfz-Handwerk

die Prüfl ehrgänge für die Abgasuntersuchung

(AU) an. Darüber hinaus

führt die BBE auch schweißtechnische

und die BBK auch betriebswirtschaftliche

Fortbildungslehrgänge durch.

Die jeweiligen Ansprechpartner vor Ort

entwickeln gerne individuelle Angebote

für den jeweiligen betrieblichen Bedarf

und informieren vor allem auch über die

sehr interessanten Fördermöglichkeiten

aus Mitteln der Bundsagentur für Arbeit

und aus Landesmitteln für die Fortbildung

von Mitarbeitern.


TIPPS FÜR DEN BETRIEB

42 NordHandwerk Februar 2008

Das kann teuer werden

Der Ausfall von Mitarbeitern kann einen Betrieb teuer zu

stehen kommen — ausgelöst durch eine „simple“ Grippe.

Betriebe können jedoch langfristigen Ausfällen vorbeugen.

Die Grippesaison von Oktober bis

Mai ist für viele Firmenchefs längst

zur Routine geworden. Wer jedoch das

Szenario einmal genau durchkalkuliert,

stellt schnell fest: Krankschreibungen

sind nicht nur lästig; sie verursachen

auch einen immensen wirtschaftlichen

Schaden. Bis zu 400 € kostet der Ausfall

eines Mitarbeiters pro Tag.

Betriebe müssen vorsorgen

In normalen Wintern werden nach

Angaben des Robert-Koch-Instituts

regelmäßig rund zwei

Millionen Menschen für durchschnittlich

drei bis sieben

Tage wegen einer Influenza

arbeitsunfähig; 2006/2007

waren es sogar 2,7 Millionen.

Grippewellen lassen diese

Zahlen weiter nach oben

schnellen. 1995/96 blieben

rund acht Millionen Menschen

ihrem Arbeitsplatz fern. Noch

schwerere Auswirkungen hätte

eine Influenza-Pandemie, deren

Ausbruch laut Weltgesundheitsorganisation

(WHO) nur eine Frage der

Zeit ist. 30 bis 50 % der Belegschaften

wären betroffen.

„Auch kleinere Betriebe müssen und

können sich vorbereiten“, appelliert Dr.

med. Uwe Ricken, Vorsitzender des Bundesverbandes

selbständiger Arbeitsmediziner

und freiberuflicher Betriebsärzte e.V.,

Bad Essen. Ricken: „Für Serverausfälle,

Brände und Autopannen gibt es Checklisten,

nicht aber für eine schwere Grippewelle,

deren Eintrittsrisiko ungleich

höher liegt.“

Impfung oft unterschätzt

Sehr wichtig sei die Grippeimpfung.

Deren Wirkung werde vielfach unterschätzt.

Sie schütze nicht nur vor aggressiven

Viren. Mitarbeiter, die zehn Jahre

gegen Grippe geimpft wurden, litten

nach Untersuchungen nur halb so oft

an einer gewöhnlichen Erkältung wie

andere. Die Kosten betragen 3 bis 5 €

pro Person.

Das Heimtückische an einer

Influenza ist, dass sie sich rasch

über eine Tröpfcheninfektion

ausbreitet, bei den Erkrankten

im Anfangsstadium aber für

1–3 Tage unerkannt bleibt.

So kann es durchaus sinnvoll

sein, beim Bekanntwerden

einer Pandemie

vorsichtshalber den Kundenverkehr

einzuschränken

und Reparaturaufträge vor

Ort nur noch in Notfällen

durchzuführen beziehungsweise

die Mitarbeiter anzuhalten, eine

Einweg-Atemschutzmaske für wenige

Euro zu tragen. Wie groß die regionale

„Ansteckungsdichte“ ist, erfährt man

im Internet. Unter www.grippe-online.de

wird eine aktuelle Grippekarte

veröffentlicht.

Im Notfall gehörten Verhaltensregeln

an das Schwarze Brett (siehe Kasten).

Eine umfassende Übersicht über Präventionsmaßnahmen

haben unter anderem

das Robert-Koch-Institut (www.rki.de)

und die Berufsgenossenschaften (www.

hvbg.de) herausgegeben.

Medikamente griffbereit halten

Auch kleinere Firmen ohne eigenen

Betriebsarzt haben wie Großunternehmen

Zugang zu dem antiviralen Medikament

„Tamiflu“, das von der WHO

gegen Grippeviren einschließlich des

Vogelgrippevirus H5N1 empfohlen wird.

Die Verschreibung kann auch durch einen

niedergelassenen Arzt zum Beispiel

auf Privatrezept erfolgen. Eine Bevorratung

für 30 % der Belegschaft gilt als

ausreichend. Bei rechtzeitiger Einnahme

wird die Krankheitsdauer um bis zu drei

Tage verkürzt. Eine Therapie für sieben

Tage kostet zurzeit rund 34 € pro Person

– kein Vergleich zu den Kosten eines

Ausfalltages.

Arbeitsmediziner Ricken: „Für Hand-

werksunternehmen gilt nichts anderes als

für Industriekonzerne, die mit großem

Aufwand Risikomanagementsysteme

installieren.“ Nur der Maßstab sei ein

anderer. Auf zwei, drei DIN-A4-Seiten

könne ein effektiver Pandemieplan erstellt

werden.


TIPPS FÜR DEN BETRIEB

Grenzüberschreitend arbeiten

Außenwirtschaft online lernen

Für viele Handwerksbetriebe wird der

internationale Markt immer interessanter.

Deutsche Ideen und Fertigkeiten sind im

Ausland gefragt.

Hilfe für den richtigen Einstieg ins

grenzüberschreitende Geschäft finden

interessierte Betriebe im Internet unter

www. exportoffensive-handwerk.de.

Die Handwerkskammer Stuttgart hat ein

Portal geschaffen, das Anregungen gibt und

Netzwerke schaffen kann. Kostenfrei wird

zudem ein Onlinelehrgang für Auslandsgeschäfte

angeboten. Dabei können Betriebe

mit keiner oder nur geringer Erfahrung

sich eigenständig in die verschiedensten

Themenkomplexe einarbeiten. So werden

beispielsweise die Fragen geklärt, was bei

einer Abwicklung von Auslandsgeschäften

zu beachten ist oder wie Risiken abgesichert

werden können.

Bei dieser Online-Fortbildung können

kleine und mittelständische Unternehmer

kostenfrei vier Module bearbeiten. Zunächst

wird geklärt, welche Grundlagen

und Vorbereitungen für ein funktionierendes,

grenzüberschreitendes Geschäft nötig

STEUERTIPP

Lohnsteuerpflicht von Arbeitgeberdarlehen

Zinsvorteil verpflichtet zur Zahlung

Gewährt ein Arbeitgeber seinem Arbeitnehmer

ein Darlehen zu einem nicht marktüblichen

Zinssatz, so stellen die Zinsvorteile für den Arbeitnehmer

grundsätzlich einen geldwerten

Vorteil dar, der zum steuerpflichtigen Arbeitslohn

gehört.

Bisher wurde nach den Lohnsteuerrichtlinien

ein steuerpflichtiger Zinsvorteil angenommen,

wenn das Darlehen, ggf. zusammen

mit anderen Arbeitgeberdarlehen, die Kreditsumme

von 2.600 € überschritten und der

Effektivzinssatz der einzelnen Darlehen 5 %

unterschritten hatte. Nach einer Änderung

der Rechtsprechung wurde der entsprechende

Richtlinienabschnitt zum 1. Januar 2008

aufgehoben.

44 NordHandwerk Februar 2008

sind. Das Programm gibt den Nutzern

Anregungen zur Anbahnung, Abwicklung

und Absicherung der Kontakte.

Die Macher der Seite haben auf einen

engen Praxisbezug geachtet. Deshalb werden

alle Themenkomplexe anhand eines

Für die Frage, ob eine Zinsverbilligung vorliegt,

ist nunmehr auf den günstigsten Zinssatz

abzustellen, den die Banken für vergleichbare

Darlehen im fraglichen Zeitraum von ihren

Kunden verlangen. Aus Vereinfachungsgründen

wird zugelassen, dass der Arbeitgeber für

die Feststellung des marktüblichen Zinssatzes

den bei Vertragsschluss von der Deutschen

Bundesbank zuletzt veröffentlichten gewichteten

Durchschnittssatz heranziehen kann. Von

dem sich hiernach ergebenden Effektivzinssatz

darf in einem zweiten Schritt ein Abschlag von

4 % vorgenommen werden. Der so ermittelte

Maßstabzinssatz ist der lohnsteuerlichen Behandlung

für die gesamte Laufzeit des Arbeitgeberdarlehens

zugrunde zu legen, sofern kein

variabler Zinssatz vereinbart worden ist.

Foto: bilderbox

Betriebsbeispiels behandelt. Somit erhält

der Nutzer kurze Informationstexte und

Checklisten und muss sich anhand verschiedener

Aufgaben ein Thema erschließen.

Die Seite wurde als Informationsplattform

im Rahmen des Projektes „Exportoffensive

Handwerk“ von Handwerk international

eingerichtet. Von der Homepage

www.handwerk-international.de können

zudem Leitfäden und Checklisten heruntergeladen

werden.

Außenwirtschaftsberatung

der Kammern

Kammern Lübeck/Flensburg:

Anna Griet Hansen

Tel.: 0461 866 197

Kammer Schwerin:

Christina Neubüser

0385 74 17 153

Kammer Hamburg

Henning Albers

E-Mail: halbers@hwk-hamburg.de

Unabhängig von der Zahlungsweise der

Zinsen (monatlich oder jährlich) wird in

einem dritten Schritt die Zinsverbilligung

berechnet, indem der Unterschiedsbetrag zwischen

dem Maßstabzinssatz und dem tatsächlichen

Effektivzinssatz des Arbeitgeberdarlehens

verglichen wird. Ist der tatsächliche Effektivzinssatz

niedriger, stellt die Differenz einen

geldwerten Vorteil dar. Die Neuregelung soll

insoweit rückwirkend angewandt werden.

Eine weitere Änderung ergibt sich für betragsmäßig

kleine Arbeitgeberdarlehen. Da

auch die Freigrenze von 2.600 € gestrichen

worden ist, sind nunmehr auch geringfügige

Zinsvorteile, die zum Beispiel bei Lohnvorschüssen

entstehen, grundsätzlich von der

Regelung umfasst.


NordHandwerk

ANZEIGENBERATUNG

Tanya Kumst · Telefon 040/414 33 38 31

HBZV GmbH · Schanzenstraße 70 · 20357 Hamburg

www.hbzv.com

FEIERABEND

Die zweite Chance

DIE POSITIVEN SEITEN müsse

Normal ist das einfach nicht

man dem Leben abgewinnen, fordert

mein Nachbar über den Gartenzaun.

Mitte Januar steht er knöcheltief

in jenem Morast, der vor wenigen

„Neuer Knut da. Er hat als es, wenn wir dem „neuen süßen Mini- Monaten noch sein Rasen war. Füllt

Einziger überlebt. Er ist gesund. Knut“ (BILD) diesmal wie erwachsene Baumarkt-Blumenerde in bauchige

Er wird aufge-

Menschen gegen- Terrakottatöpfe. „Die Klimakatastropäppelt.“

Dass

überträten.Respektphe“, sagt er, „bringt uns in 10.000

er eine Sie ist,

voll, gerührt, aber Jahren um.“ Das sei richtig Sch...,

macht überhaupt

unaufgeregt. Keine ermögliche es aber, im tiefen Winter

nichts. BILD-

Eisbär-Stofftiere in Sommerblumen umzutopfen und

Leser wissen

Supermärkten. Kei- nach draußen zu stellen. Sähe doch

trotzdem mehr.

ne Eisbärenbuttons toll aus, wenn in den Vorgärten im

Nürnbergs

am Revers. Keine März die Dahlien blühen. Und da

Eisbärin Vera (4)

endlosen Fernseh- komme ihm doch bitte niemand mit

schenkt der Welt

dokus über Verdau- den Eisheiligen. Alles Quatsch.

einen „neuen süungsprobleme

im Überhaupt: In unserer

ßen Mini-Knut“

Eisbärengehege und Siedlung gehe es uns doch

(BILD) und uns eine zweite Chance. keine Homestories mit bärtigen Tierpfle- richtig gold, sagt der Nachbar.

Normal ist das nicht im Leben. Wann gern. Keine blöden Zeitungsberichte über Keine Eisbären, keine BILDgibts

das schon: einen verpatzen Augen- „neuen süßen Mini-Knut“ (BILD)! Zeitung, keine Jugendkrimiblick

nochmal erleben, und ihn dann, Vielleicht nutzen wir die zweite Chance. nalität. Gut, räumt er ein, der

mit den gemachten Erfahrungen im Wenn nicht, gibts womöglich noch eine kleine Kevin von Schöllers.

Rücken, korrigieren. Nur im Märchen. dritte. Die Hamburgerin Viktoria besucht Aber der sei mit seinen

Und im Zoo.

gerade Lloyd in Bremerhaven. Klar, was die sieben Jahren doch noch

Täglich grüßt das Murmeltier: Wie wäre beiden Bären da treiben sollen.


FEIERABEND

Einem grüblerisch veranlagten

Mitarbeiter, der sich

häufi g selbst im Wege steht

und darüber die betrieblichen

Pfl ichten vernachlässigt, sollte

man nicht raten, Michel de

Montainge zu lesen. Wahrscheinlich

fühlt der sich dann

nicht wirklich ernst genommen.

Oder aber er vertieft

sich in das Werk des Philosophen

und erscheint über

Monate nur noch sporadisch

am Arbeitsplatz.

Wer sich beiden Gefahren

nicht aussetzen, den Be-

NH_Coupon_Anzeige 21.01.2008 ladenen 15:02 aber Uhr dennoch Seite 1auf

andere – also gute – Gedan-

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Veröffentlichen Sie nachfolgende Kleinanzeige

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nächstmöglichen NordHandwerk Ausgabe

(für Nr. 03/2008 ist der Anzeigenschluss am 11.02.2008).

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Bitte die gewünschte Rubrik ankreuzen:

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(+ v 7,00 Ziffergebühr)

Achtung! Bei Chiffre-Anzeigen

wird eine Zeile mehr berechnet!

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Bitte deutlich ausfüllen! Anschrift, Telefonnummer und/oder Fax in der Anzeige nicht vergessen.

Zwischen den Wörtern und nach Satzzeichen ein Kästchen freilassen.

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PLZ/Ort Bank

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Datum/Unterschrift

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Unterschrift des Kontoinhabers

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Immobilien

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Vermietungen

Verrechnungs-Scheck anbei

Der Rechnungsbetrag soll abgebucht werden bei

Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag GmbH · Schanzenstraße 70 · 20357 Hamburg

48 NordHandwerk Februar 2008

Foto: Bilderbox

Buchtipp für Heulsusen

Keine Angst vor Philosophie

ken bringen möchte,

der sollte jenem das

schmale Taschenbuch

„Trost der Philosophie“ von

Alain de Botton schenken.

De Botton beweist, was die

meisten Menschen nicht

glauben wollen: Philosophie

ist zum einen verstehbar, zum

anderen alltagstauglich.

Witzig, originell und vor

allem verständlich hat der Autor

bei den hauptberufl ichen

Denkern der Geschichte nach

tröstenden Ideen gesucht für

die ganz großen Probleme des

Lebens: Unbeliebtheit, Frust,

Geldmangel, Herzeleid und

was einen noch

so alles quälen

mag. Und er ist

fündig geworden. Bei Liebeskummer

hilft Schopenhauer

weiter, vor Goethe (Werther!)

wird gewarnt. Allgemeiner

Frust lässt sich mit Seneca in

den Griff kriegen. Also: Keine

Angst haben, Buch kaufen

(kost’ ja nicht die Welt) und

Trost spenden!


IMPRESSUM

Das Magazin der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin

Verlag: Verlag NordHandwerk GmbH,

Holstenwall 12, 20355 Hamburg

Sekretariat: Dagmar Spreemann,

Tel.: 040 35905-222, Fax: 040 35905-309,

dspreemann@hwk-hamburg.de;

http://www.nord-handwerk.de

Chefredakteur: Heinz Oberlach (v. i. S. d. P.)

Tel.: 040 35905-227, hoberlach@hwk-hamburg.de

Herausgeber: Handwerkskammer Flensburg, Handwerkskammer

Hamburg, Handwerkskammer Lübeck,

Handwerkskammer Schwerin, vertreten durch das

Herausgeber-Gremium, bestehend aus den jeweiligen

Hauptgeschäftsführern Udo Hansen, Frank Glücklich,

Andreas Katschke und Edgar Hummelsheim

Zentralredaktion:

Dr. Thomas Meyer-Lüttge (tm), Tel.: 040 35905-272,

tmeyer-luettge@nord-handwerk.de;

Kerstin Gwildis (kl), Tel.: 040 35905-253,

kgwildis@nord-handwerk.de;

Jens Seemann (jes), Tel.: 040 35905-345

jseemann@nord-handwerk.de

Redaktionsfax: 040 35905-347

Kammerredaktionen:

Handwerkskammer Flensburg,

Andreas Haumann (ah), Johanniskirchhof 1,

24937 Flensburg, Tel.: 0461 866-181,

Fax: 0461 866-184,

A.Haumann@hwk-flensburg.de

Handwerkskammer Hamburg,

Beate Münchenbach (mü),

Holstenwall 12, 20355 Hamburg,

Tel.: 040 35905-324, Fax: 040 35905-309,

bmuenchenbach@hwk-hamburg.de

Handwerkskammer Lübeck,

Ulf Grünke (grü), Breite Straße 10–12, 23552 Lübeck,

Tel.: 0451 1506-202, Fax: 0451 1506-180,

ugruenke@hwk-luebeck.de

Handwerkskammer Schwerin und Landesredaktion

Mecklenburg-Vorpommern,

Dr. Petra Gansen (pg), Friedensstraße 4A,

19053 Schwerin, Tel.: 0385 7417-152,

Fax: 0385 7417-151,

p.gansen@hwk-schwerin.de

Verlagsdienstleister:

zwei:c werbeagentur GmbH, Schanzenstraße 70, 20357

Hamburg, Tel.: 040 4143338-30, Fax: 040 4143338-18

Anzeigenverkauf:

Hamburger Buch- und Zeitschriftenverlag GmbH

Schanzenstraße 7o, 20357 Hamburg

Ansprechpartnerin: Tanya Kumst

Tel.: 040 4143338-44, Fax: 040 4143338-49

E-Mail: tanya.kumst@hbzv.com

Anzeigentarif 2007

Erscheinungsweise: monatlich (23. Jahrgang)

NordHandwerk ist das offizielle Organ der Handwerkskammern

Flensburg, Hamburg, Lübeck, Schwerin. Für

alle im Bereich der genannten Handwerkskammern

in die Handwerksrolle eingetragenen Betriebe ist

der Bezugspreis mit dem Handwerkskammerbeitrag

abgegolten. Für alle anderen Bezieher beträgt der

Bezugspreis jährlich 24,20 € (einschl. Postgebühren

und 7 v. H. Mehrwertsteuer); Einzelverkaufspreis 2,20 €

(einschl. 7 v. H. Mehrwertsteuer). Das Magazin und

alle in ihm veröffentlichten Beiträge und Abbildungen

sind urheberrechtlich geschützt. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird keine Haftung

übernommen. Nachdruck und Verbreitung des

Inhalts nur mit ausdrücklicher Genehmigung der

Chefredaktion, mit Quellenangabe und unter Einsendung

eines Belegexemplars an die Zentralredaktion.

Vervielfältigungen von Teilen dieser Zeitschrift sind

nur für den innerbetrieblichen Gebrauch des Beziehers

gestattet. Die mit dem Namen des Verfassers

oder seinen Initialen gezeichneten Beiträge geben

die Meinung des Autors, aber nicht unbedingt die

Ansicht der Herausgeber wieder. Bei Nichterscheinen

der Zeitschrift infolge höherer Gewalt besteht kein

Anspruch auf Lieferung der ausgefallenen Ausgaben

oder auf Rückzahlung des Bezugsgeldes.

Druck: Kröger Druck GmbH,

Kronskamp 138, 22880 Wedel,

Tel.: 04103 808-0, Fax: 04103 14775

Design: Selby & Co., Hamburg

Lektorat: Michael Hartmann

Titelmontage: imago

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Zeitschriftenverlag GmbH

Schanzenstraße 70

20357 Hamburg

Teilbeilagen in dieser Ausgabe:

- WEKA Media GmbH & Co. KG

- Klaus+Co-NAS

- Handwerkskammer Schwerin

Beihefter in dieser Ausgabe:

- Handwerkskammer Hamburg

SONDERTHEMEN

im NordHandwerk

Folgende Themen-Specials haben wir für Sie in Vorbereitung:

03 / 2008: Personaldienstleistungen und Zeitarbeit

04/ 2008: Gewerbe- und Hallenbau

05/ 2008: Entsorgung und Recycling

06/ 2008: Recht und Steuern

07+08/2008: Finzierung und Geldanlage

09/ 2008: Arbeitsschutz- und Berufskleidung

10 / 2008: Büroausstattung

11 / 2008: Fuhrpark und Nutzfahrzeuge

12 / 2008: Versicherung und Altersvorsorge

Mit einer Anzeige im NordHandwerk erreichen Sie über 52.000 Unternehmen

und Entscheider über Investitionen.

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Anzeigenannahme: Tanya Kumst, Telefon: 040/414 33 38 31

Februar 2008 NordHandwerk 49


BETRIEBSBÖRSE

HWK SCHWERIN

Handwerkskammer Lübeck

Breite Straße 10/12

23552 Lübeck

Tel. 0451 1506-238

Fax 0451 1506-277

E-Mail: cmueller@hwk-luebeck.de

www.hwk-luebeck.de

50 NordHandwerk Februar 2008

ANGEBOTE

Drechslerwerkstatt, voll ausgestattet,

aus Altersgründen an Nachfolger abzugeben

NH08/02/01

HWK SCHWERIN NACHFRAGE

Fahrradgeschäft mit Verkaufsraum und

Werkstatt aus Altersgründen abzugeben

NH08/02/02

HWK HAMBURG ANGEBOTE

Friseurbetrieb im Bez. HH-Altona (Groß

Flottbek) zu verkaufen A 2007/137

Friseurbetrieb im Bez. HH-Mitte (Ballinstadt)

zu verkaufen A 2008/001

Friseurbetrieb im Bez. HH-Nord (Dulsberg)

zu verkaufen. Bestand seit 20 Jahren,

Räume sind frisch renoviert A 2007/140

Friseurbetrieb im Bez. HH-Wandsbek

(Rahlstedt) zu verkaufen A 2007/097

Friseursalon in HH-Bez. Bergedorf bietet

Raum und Stuhlmiete, auch f. Kosmetik/Fußpflege/Nagelmodellage

geeignet.

Frei per sofort A 2007/081

Stuhlmiete für Friseure, Fußpflege oder

Kosmetik wird angeboten im Betrieb im

Bez. HH-Wandsbek. Info: www.relaxbeautyagent.de

A 2007/107

Friseurbetrieb im Bez. HH-Nord (Winterhude)

bietet Stuhlmiete A 2007/138

Kraftfahrzeugtechnikerbetrieb im Bez.

HH-Nord (Barmbek Süd) zu verkaufen A 2007/139

Konditorei/Eiscafé in HH-Bez. Wandsb.

zu verk./verp./beteil. A 2007/114

Fleischereibetrieb im Bez. HH-Eimsbüttel

(Rotherbaum) zu verkaufen oder zu

verpachten A 2007/096

HWK HAMBURG NACHFRAGE

Elektrobetrieb sucht Kaufübernahme N 2007/051

Elektrotechnikermeister sucht Betrieb

zur Pacht oder zur Beteiligung N 2007/049

Maler- und Lackiererbetrieb sucht Kaufübernahme

N 2007/050

Tischlermeisterin sucht Werkstattplatz für

1 Gesellen und 1 Helfer zur Produktion

von Sprossenrahmen. Aufstellung einer

Kappsäge. Deckenhöhe mind. 3,20 m,

Bankraum 50-80 qm. Spritzraum ist

notwendig, Schleifer und 4-Seiter wären

ideal. Bietet Aufträge im Bereich

Innenausbau/Möbelfertigung N 2008/001

Friseurmeister sucht Friseurbetrieb N 2008/002

Friseur sucht Friseurbetrieb, ca. 50-60

qm Ladengröße im Bez. HH-Mitte N 2007/052

Handwerkskammer Hamburg

Holstenwall 12

20355 Hamburg

Tel. 040 35905-361

www.hwk-hamburg.de/

betriebsboerse

HWK FLENSBURG ANGEBOTE

Dachdeckerei a. d. Ostküste s. Nachfolger A106/1

Straßen- u. Tiefbaubetrieb s. Nachfolger A107/1

Fahrzeuglackierung im R. Flensburg abzug. A115/2

Fachbetrieb für Fliesen-Öfen-Herde an

der Ostküste s. Nachfolger A116/1

Karosserie- und Fahrzeugbaubetrieb

bietet Möglichkeit der Beteiligung A203/1

Zweiradhandelsgeschäft abzug. A207/2

Kfz-Betriebe abzug. A209/1/2/3/4/5

/6/7/8/9/10/12

Kleiner Kfz- und Bootsmotorenbetrieb

an der nördlichen Ostküste s. Nachfolger/-in

A209/11

Heizungs- und Sanitärbetrieb abzug.

bzw. bietet Beteiligung A215/2/3

Installateur- und Heizungsbau- sowie Elektroinstallateurbetrieb

im R. Kiel abzug. A215/6

Elektroinstallateurbetrieb abzug. A218/1/3/4/5/

6/7

Tischlereien abzug. A301/1/2/3/4/5/

6/7/8

Kunststoff-Fensterbaubetrieb s. Nachfolger

A301/9

Friseurgeschäfte abzug. A607/1-17

Offsetdruckerei/Werbetechnikbetrieb

abzug. A725/1

HWK FLENSBURG NACHFRAGE

Dachdeckerei ges. N106/1

Steinmetz- und Steinbildhauermeister

s. Betrieb in Schleswig-Holstein N113/1

Maler- und Lackierermeister s. Betrieb im

nördlichen Schleswig-Holstein N115/1

Maschinenbaumechanikermeister s.

Metallbaubetrieb/Schlosserei zwecks

Expansion N201/2

Installateur- und Heizungsbaubetrieb ges. N216/3

Bäckerei ges. N501/1/2/3

Konditormeister s. Konditorei/Café N502/1

Augenoptikermeister s. Betrieb N601/1

Dentallabor ges. N606/1

Zahntechnikermeister s. Betrieb N606/2/3

Friseurgeschäft ges. N607/2

Gebäudereinigungsbetrieb ges. N611/1/2

Bestattungsunternehmen ges. N8737/1

HWK LÜBECK ANGEBOTE

Bauunternehmen abzug. A1

Handwerkskammer Flensburg

Johanniskirchhof 1-7

24937 Flensburg

Tel. 0461 866-132

Fax 0461 866-184

E-Mail: a.gimm@hwk-flensburg.de

www.hwk-flensburg.de

Zimmerer-/Dachdeckerbetriebe abzug. A3/A4

Autolackiererbetrieb abzug. A13

Metallbauerbetriebe abzug. A16

Feinmechanikerbetriebe abzug. A19

Kfz-Betriebe abzug. A23

Installateur-/Heizungsbauerbetriebe

abzug. A27

Elektrotechnikerbetriebe abzug. A29

Tischlereibetriebe abzug. A38

Änderungsschneiderei abzug. A47

Sattlerei abzug. A55

Bäckereien/Konditoreien abzug. A57

Orthopädie-/Sanitätshaus abzug. A66

Zahntechnikerbetrieb abzug. A67

Friseur-/Kosmetiksalons abzug. A68

Textilreinigung abzug. A69

Glaserei abzug. A72

Schilder- u. Lichtreklamebetrieb abzug. A93

HWK LÜBECK NACHFRAGE

Maurermeister su. Betrieb B1

Dachdeckermeister su. Betriebe B4

Malermeister su. Betrieb B13

Metallbauermeister su. Betrieb B16

Kraftfahrzeugmechnikermeister su.

Betriebe B23

Installateur-/Heizungsbauermeister su.

Betriebe B27

Elektrotechnikermeister su. Betriebe B29

Tischlermeister su. Betriebe B38

Bootswerft ges. B41

Bäcker-/Konditorm. su. Betriebe B57

Augenoptikermeister su. Betriebe B63

Friseurmeister su. Betriebe B68

Gebäudereinigungsbetriebe ges. B71

Glasereibetrieb ges. B72

Druckerei/Verlag ges.

BETRIEBSVERMITTLUNG (Auszug)

Angebote und Nachfragen von Beteiligungen oder

ganzen Unternehmen können der jeweiligen Handwerkskammer

mitgeteilt werden. Interessenten für

die hier veröffentlichten Angebote und Nachfragen

wenden sich bitte ebenfalls unter Angabe der Chiffre

an die zuständigen Handwerkskammern. Zuschriften

werden ungeöffnet weitergeleitet.

Handwerkskammer Schwerin

Friedensstraße 4A

19053 Schwerin

Tel. 0385 7417-152

Fax 0385 7417-151

E-Mail: p.gansen@hwk-schwerin.de

www.hwk-schwerin.de

B80

Bestattungsinstitut ges. B95

Gewerbeflächenvermittlung

Handwerkskammer Hamburg

Tel. 040 35905-225

Fax 040 35905-363

www.hwk-hamburg.de/

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