Ambulante Pflege - Kreis Soest

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Ambulante Pflege - Kreis Soest

Erläuterungen der Inhalte des Beratungsleitfadens A Stand Januar 2002

1. Gibt es von Ihrer Seite etwas, das Sie wissen möchten oder für Sie im

Vordergrund steht?

Hier wird von Vornherein die Sicht der pflegebedürftigen Person bzw. der

Angehörigen in den Mittelpunkt des Besuches gerückt. Die Beratung orientiert sich

zuerst einmal an deren Bedarf.

2. Wie gestalten sich der Tag und die Nacht?

Mit dieser freien Frage kommen Themen zur Sprache, die im alltäglichen Verlauf

für die pflegebedürftige Person und ihre Angehörigen relevant sind. Es können

Gewohnheiten und Probleme erkannt werden, und es entwickelt sich dadurch ein

Verständnis für die Gesamtsituation.

Bsp: Befindlichkeit der Beteiligten, soziale Kontakte, Isolation, Arbeitssituation,

Aufwand der Pflege, Belastungen und Entlastungen, Orientierung,

Realitätsbezug, Planungs-, Entscheidungs-, Problemlösungsfähigkeit,

Informationsbedarf, Verhalten, Verständigung, Schlaf- Wachrhythmus ...

3. Gibt es Besonderheiten in den Vitalfunktionen?

Es gibt Situationen, in denen Veränderungen der Vitalfunktionen einen

beträchtlichen Einfluss auf die Pflegesituation haben.

Bsp: Schmerzen, Schwierigkeiten bei der Atmung, Kreislaufprobleme,

Schwindel, Stoffwechselstörungen, Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit,

Erschöpfung ...

4. Wie gestaltet sich das Essen und Trinken?

In beiden Bereichen wird es unterschiedliche Gewohnheiten und evtl.

Schwierigkeiten geben. Mit dem Begriff Gestaltung wird nicht nur die

direkte Nahrungsaufnahme und Gabe von Getränken verstanden.

Bsp: Vorbereiten des Essens, Ort des (gemeinsamen) Essens,

Körperhaltung, Unverträglichkeiten, Schluckstörungen, Hilfsmittel,

künstliche Ernährung, Appetit, Mengenangaben, Flüssigkeitsaufnahme,

Diäten, Bestecknutzung, Unterstützung, Zeitaufwand ...

5. Wie gestaltet sich der Bereich der Ausscheidung?

Diese Frage berührt einen sehr intimen Bereich, hat aber häufig einen

wichtigen Stellenwert in der Pflegesituation.

Bsp: Gewohnheiten, Regelmäßigkeiten, abführende Mittel, Hilfsmittel,

Inkontinenz, Verstopfung oder Durchfälle, Intimpflege,

Toilettenbenutzung in Verbindung mit an- und auskleiden,

Monatshygiene bei Frauen, Befindlichkeit der Beteiligten, Hygiene,

Hilfen wie Dauerkatheter oder Stoma, Erbrechen, Zeitaufwand ...

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