Ambulante Pflege - Kreis Soest

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Ambulante Pflege - Kreis Soest

diesen Situationen sei eine Verlängerung der Zeitabstände oder sogar eine Befreiung

der Verpflichtung wünschenswert. Die gesetzlich vorgegebene Qualifikation der

Pflegefachkräfte könne unter den gegebenen Bedingungen gerade für Menschen mit

Behinderung bei weitem nicht gewährleistet werden (Wendt, S., Stellungnahme der

Bundesvereinigung der Lebenshilfe, 15.6.01).

zu d. Eine Evaluation des Beratungsstandards Soest (Fringer 2006) hat ergeben, dass die

ambulanten Pflegedienste den Standard insgesamt als gelungen und hilfreich beurteilen.

Gleichzeitig wird kritisiert, dass er bestimmte Personengruppen zu wenig berücksichtigt:

Menschen mit Behinderungen, an Demenz erkrankte Personen und Menschen mit

chronischer Erkrankung. Auch pflegende Angehörige würden im Standard zu wenig

Beachtung finden. Diesem Bedarf wird mit der aktualisierten Fassung begegnet, um der

Zielsetzung des Standards gerecht zu werden.

Formale Einführung

Der vorliegende Standard orientiert sich in seiner formalen Gestaltung am „Expertenstandard

Dekubitusprophylaxe in der Pflege“ (Deutsches Netzwerk für Qualitätssicherung in der Pflege,

August 2000), das heißt, er beinhaltet:

� eine kurze Standardaussage

� messbare Struktur-, Prozess-, Ergebniskriterien

� eine inhaltliche Begründung im Kommentar

Da die Beratungseinsätze nach § 37.3 SGB XI von qualifizierten Pflegefachkräften durchgeführt

werden bzw. seit 01.08.2008 in Beratungseinrichtungen pflegefachliche Kompetenz

nachgewissen werden muss, richtet sich der vorliegende Qualitätsstandard an

Altenpfleger/innen, Gesundheits- und (Kinder)Krankenpfleger/innen und an zugelassene

Pflegeeinrichtungen sowie anerkannte Beratungsstellen. Im Standard werden die Mitglieder der

verschiedenen Pflegeberufe und Beratungsberufe übergreifend als „Pflegefachkraft“

angesprochen.

Für die Personen, die nach § 37 SGB XI Pflegegeld für selbst beschaffte Pflegehilfen erhalten,

wurde das Begriffspaar „pflegebedürftige Person und/oder Angehörige“ gewählt, da sich der

Beratungseinsatz ausdrücklich auch auf die Hilfestellung der häuslich Pflegenden bezieht.

In der Entwicklungsphase des Standards (Februar 2001 – Januar 2002) wurden folgende

Vorlagen und Materialien erstellt:

� Literaturübersicht zum Pflegeeinsatz nach § 37.3 SGB XI

� Qualitätsstandard mit Struktur-, Prozess-, Ergebniskriterien

� Kommentierung zu den Kriterien des Qualitätsstandards

� Beratungsleitfaden (A)

� Erläuterung zu den Inhalten des Beratungsleitfadens (A)

� Informierende Terminbestätigung

� Angeregt wurde eine Erweiterung der Aufstellung der Angebotsstruktur für das Sozial-

und Gesundheitswesen im Kreis Soest

� In der aktualisierten Fassung (2009) wurden folgende Vorlagen erstellt:

o Leitfaden B für Menschen mit erheblich eingeschränkter Alltagskompetenz,

exemplarisch am Beispiel Demenz

o Leitfaden C für Menschen mit Behinderung (Kinder, Jugendliche, junge

Erwachsene, Ältere)

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