Heft_Geseke_19_09_2012_1, page 25 @ Preflight - Kreis Soest

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Vorbereitung von Entscheidungen am Lebensende

Sicherheit im Umgang mit Patientenverfügungen

Kursus-Nr.: 2012 1 11 06

Inhalte: Viele Menschen wollen sicher sein, dass sie als Sterbende oder

Schwerkranke nicht bevormundet werden. Seit Herbst 2009 hat

jeder Bürger einen gesetzlichen Anspruch darauf, dass eine von ihm

verfaßte Patientenverfügung beachtet wird. Dieses Recht auf Selbstbestimmung

hat weitreichende Folgen für alle diejenigen, die mit

Entscheidungen am Lebensende konfrontiert werden. Pflegende

und Angehörige sind in der Praxis oft die einzigen die den tatsächlichen

oder mutmaßlichen Willen eines Sterbenden oder Schwerkranken

überhaupt wahrnehmen können. Ihre Fachlichkeit und

Erfahrung hat wesentlichen Einfluß darauf, ob die Entscheider

(Ärzte und Bevollmächtigte/Betreuer) vollständig und richtig informiert

sind. Je besser Pflegende und Angehörige die Willensäußerungen

von Sterbenden und Schwerkranken aufnehmen können,

desto eher können Sterbende und Schwerkranke ihr Recht auf

Selbstbestimmung ausüben - in der stationären, ambulanten und

klinischen Pflege. Dieser Kurs dient dazu, Pflegenden Sicherheit

und klare Orientierung im Umgang mit Patientenverfügungen zu

geben.

Folgende Fragestellungen werden in der Fortbildung besprochen:

Was ist eine schriftliche oder mündliche Patientenverfügung?

Welchen Nutzen hat überhaupt die „Christliche Patientenverfügung“?

Was unterscheidet Vorsorgevollmachten von „normalen“ Vollmachten?

Wozu braucht es Patientenverfügung UND Vollmacht?

Was unterscheidet den tatsächlichen vom mutmaßlichen Willen?

Was unterscheidet Geschäftsfähigkeit von Einsichtsfähigkeit?

Wer ist überhaupt entscheidungsbefugt zu Fragen am Lebensende?

Was unterscheidet Betreuung und Bevollmächtigung?

Welche Rolle spielt das Betreuungsgericht?

Was unterscheidet die Krise vom Notfall?

Welche 5 Schritte sind bis zu einer Entscheidung zu beachten?

Was gilt für die ambulante, stationäre, klinische Pflege?

Welche Interessensgegensätze sind typisch?

Wie beeinflußt das christliche Menschenbild die Entscheidungen?

Hinweis: Wenn möglich sollte jeder Teilnehmer auf einer DIN A 4 Seite ein

Pflege-/Betreuungsbeispiel in anonymisierter Form mitbringen,

dass eine kritisch oder gut verlaufene Entscheidungsfindung am

Lebensende beschreibt.

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