25 Jahre KAFFEEHÄUSLE - Lebenshilfe - Reutlingen

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25 Jahre KAFFEEHÄUSLE - Lebenshilfe - Reutlingen

25 Jahre KAFFEEHÄUSLE

INHALTSVERZEICHNIS

INHALTSVERZEICHNIS

INFORMATIONEN

INFORMATIONEN

INFORMATIONEN

In den Schulen tut sich was

Fabi plus

Das Projekt ZIP geht in die

letzte Runde

VON VON VON MENSCHEN

MENSCHEN

MENSCHEN

Dirk Neges

Micha Haasis

BAFF AFF AFF, AFF,

, FEDER, FEDER, FEDER, KAFFEEHÄ KAFFEEHÄUSLE

KAFFEEHÄ USLE

25 Jahre KAFFEEHÄUSLE

Integratives Theatertreffen im Rahmen

der Heimattage Baden Württemberg

— Theater kreuz und quer

KULTUR KULTUR IM IM KAFFEEHÄUSLE

KAFFEEHÄUSLE

TERMINE

TERMINE

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KAFFEEHÄUSLE

25 Jahre KAFFEEHÄUSLE,

Da stehen sie – schön aufgereiht – ein in

die Jahre gekommener, bescheiden

bräunlicher Becher, ein Becher stolz verkündend:

„Seit 10 Jahren haben wir alle

Tassen im Schrank“, ein etwas bauchiger

Becher, der behauptet: „20 Jahre

und immer noch alle Tassen im

Schrank“ und zu guter Letzt ein neuer,

leicht konischer Becher, der schlicht feststellt:

25 Jahre KAFFEEHÄUSLE – Die

Mischung macht’s“.

In der Tat, schon ein Vierteljahrhundert

lang unterstützen diese Tassen und ihre

alltäglich benutzten Artgenossen verschiedenster

Ausführungen den Betrieb

im KAFFEEHÄUSLE. Sie übersehen

nichts in Küche, Schank- und Gastraum

und auf der Terrasse und können manches

von all den vielen Ereignissen der letzten 25

Der „Eröffnungs“-Becher! Die anderen drei im Text

erwähnten Becher sind auf derTitelseite abgebildet.

Jahre erzählen, vom quirligen, kreativen Treiben

der ganzen KAFFEEHÄUSLE-Mannschaft.

Da gibt es die „Hauptamtlichen“, die Sozialarbeiter,

Pädagogen, die Hauswirtschaftsleiterin

mit den Voll- und Teilzeitangestellten,

unter die sich auch vier junge Leute mit

Assistenzbedarf mischen, die hier einen Arbeitsplatz

gefunden haben. Zivis, Praktikanten,

und „Ehrenamtliche“ ergänzen das Team.

Von morgens bis abends ist Leben im Haus.

Anfangs (damals gab es noch kunstvolle Filethäkel-Gardinen)

halfen „Ehrenamtliche“, Besen

und Putzlappen schwingend. Sie

mussten sich beeilen, morgens zur Öffnung

um 11.00 Uhr fertig zu sein oder freitagabends

möglichst bis 23.00 Uhr. Allmählich wuchs

die Zahl der angestellten Mitarbeiter, die anfallende

Arbeiten übernahmen. Auch junge

Menschen mit Behinderung kamen ins Team.

Bis heute übernehmen „Ehrenamtliche“ den

Dienst, v. a. an Wochenenden und regelmäßig

abends – bis 22.00 Uhr ist geöffnet. Unter

den ehrenamtlichen Helferinnen

und Helfern findet man Menschen

mit und ohne Behinderung, viele

junge Leute, auch Student/innen der

Hochschulen. Diese bunte Mischung

von Mitarbeitern will sich einfach

gern einbringen, jeder mag die

herzliche, offene Atmosphäre des

KAFFEEHÄUSLEs.

Der regelmäßige Mittagstisch füllt

den Gastraum, im Sommer auch die

Terrasse, v. a. nachmittags genießt

man hier gern Eis und selbstge-

backenen Kuchen – ein

Lob deshalb an die Küche

mit all ihren fleißigen

Geistern. Man schaue

sich nur die geschickt bebilderte

Speise- und Getränkekarte

an, da findet

jeder etwas nach seinen

Wünschen. So hört man

es nicht nur, man liest es

auch im oft ausliegenden

Gästebuch. Überhaupt –

was das alles erzählt…

Da war eine Idee, die Planung

des Ganzen viele Jahre vorher, ein geeignetes

Häuschen im Park (vormals Sonderschulkindergarten

der Lebenshilfe, dann

wurden mehrfach behinderte Jugendliche

hier betreut,…), und vor allem war da eine

engagierte Sozialarbeiterin mit Visionen,

Überzeugungs- und Durchsetzungsvermögen,

viele Gespräche mit städtischen und

anderen Institutionen und mit möglichen

Spendern.

Kurzum, am So, 1. April 1984 wurde das Café

der Lebenshilfe Reutlingen eröffnet.

Was so alles geschah? Das Schmökern im

Gästebuch ist aufschlussreich und zu empfehlen

wegen der großen Vielfalt von Ereignissen,

die hier nur andeutungsweise erwähnt

werden können. Bereits im April 1984

kündigte man u. a. kulturelle Veranstaltungen

an und sie sind in ihrer bunten Mischung bis

heute eine der kennzeichnenden Merkmale

des KAFFEE-HÄUSLEs geworden. Ein

breites Spektrum von Literatur-, Musik- und

anderen Kunst- und Kulturereignissen, auch

mit etlichen Ausstellungen der Werke von

Menschen mit Handikaps geistiger oder körperlicher

Art reiht sich bis heute aneinander.

Dabei hinterlassen die abwechslungsreichen

musikalisch umrahmten Vernissagen ihre

Spuren – vor allem die des kunsthandwerklichen

Schaffens. Es sind Bilder an

den Wänden, Kunst- und Gebrauchsgegenstände

in den Regalen, oder einfach im Raum

oder auf der Terrasse stehende Skulpturen

mitsamt dem Erlebnisgarten draußen. Sie alle

sind ein echter Blickfang für die Gäste; denn

sie unterhalten, erzählen Geschichten, machen

neugierig und informieren. Sie sind in

unterschiedlichsten Materialien gestaltet, Farben

aller Art, Ton und Lehm, Stoff und Wolle

für textile Kunstwerke, Holz, Papier, Abfallmaterialien

aus Metall oder Kunststoff, usw. …

Bitte beachten Sie das beiliegende

bunte Jubiläumsprogramm.

Wir laden zu allen Veranstaltungen

herzlich ein!

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Das Flair der großen weiten Welt ist auch im

Hause zu spüren, gibt es doch schon mal

‚Französische Abende’, ‚Englisches Frühstück’,

‚Japanisch-Koreanische Wochen’ mit

Teezeremonien, ‚Afrikanische Trommelmusik’,

‚Ostfriesische Wochen’ und diverse

Kinowochen. Sogar Kaffeehaus-Spezifisches

erlebt man manchmal. So hat ein Kaffeeröster

allerlei über die braune Bohne vom Anbau

bis zum fertigen Getränk erzählt und einmal

wurde die heitere Kaffeekantate von J.S.

Bach aufgeführt. Ob die ausgestellten Sammeltassen

und zierlichen Tässchen besonders

wohlwollend gelauscht haben?

Das KAFFEEHÄUSLE bietet aber auch weiteren

Veranstaltungen der „Lebenshilfe e.V.“,

BAFF, FeDeR und ZIP Raum für Hauptversammlungen,

Vorträge, Elternabende,

Kinderaktionen, Sommer- und Grillfeste und

vieles mehr. Seit dem Um- und Glasanbau

(Preis für „Beispielhaftes Bauen“) und der Erweiterung

der Terrasse durch Mosaik - Sitzgruppen

sind diese Aktionen recht gut möglich.

Da dem KAFFEEHÄUSLE der Ruf als Begegnungsstätte

von Menschen mit und ohne

Behinderung und als Arbeitsplatz zur Eingliederung

behinderter Menschen in das öffentliche

Leben landauf, landab (Oberbayern,

Damit das Jubiläumsfest am 3. und 4.

April auch gelingen kann, bitten wir um

Kuchenspenden (durchgebackenen

Kuchen) und freuen uns über

tatkräftige Unterstützung!!

Bitte melden unter Tel. 270373

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Main-Taunuskreis, usw.) vorauseilt, holen sich

nicht selten Elterninitiativen oder andere Gruppen

Informationen und Anregungen zur Verwirklichung

ihrer eigenen Projekte. Die

Reutlinger Lebenshilfe tauscht sich aber auch

gern mit eingeladenen Gästen aus, die schon

manches andere erreicht haben, z.B. gab’s

eine Dichterlesung von Autorinnen mit Down-

Syndrom der Zeitschrift „Ohrenkuss“ aus

Bonn, die ihre eigenen Texte beim 20-Jahre-

Jubiläum im KAFFEEHÄUSLE vortrugen.

Absolute Ruhe herrscht hier im Haus nur während

der Betriebsferien, bei der größeren

adventlichen Feier außerhalb, beim Kulturfestival

auf dem Bruderhaus-Gelände oder

beim gern angenommenen Betriebsausflug,

den die KAFFEEHÄUSLE - Betreiber für alle,

auch die ehrenamtlichen Mitarbeiter/innen

organisieren.

Aber Ruhe ist dem neuen Becher zum 25-

Jährigen „Die Mischung macht’s“ sowieso

gar nicht recht, weil er zusammen mit den

anderen Artgenossen das bunt gemischte

Leben im Hause spüren und die offene lokkere

Atmosphäre miterleben möchte. So freut

er sich schon auf seine Beobachtungen in

den Jahren bis zum nächsten Jubiläum.

D. Heinzelmann

GardenLife – die Gartenausstellung

in Reutlingen vom 21. bis 24.

Mai 2009

Neben vielen vielen schönen Blumen, Ständen

und Gartenideen lohnt sich ein Besuch

der Gardenlife auch, weil KAFFEEHÄUSLE

und LEBENSHILFE hier aktiv mitwirken:

Bei der Bewirtung

und !!!!

mit einer großen TOMBOLA mit attraktiven

Gewinnen

Viele Aussteller und Reutlinger Firmen

unterstützen so die Arbeit der Lebenshilfe.

Unterstützen Sie uns durch großzügige

Loskäufe!!!

Jedes verkaufte Los hilft uns!

Informationen

In den Schulen tut sich was!

Wie schon in vielen Jahren zuvor machen

sich auch dieses Jahr Eltern von Kindern mit

Assistenzbedarf Gedanken, welche

Schulform und Unterstützung ihr Kind

braucht, und suchen nach Möglichkeiten, ihr

Kind kooperativ oder integrativ in eine Schule

möglichst vor Ort zu schicken.

Zu diesem Zweck formierten sich 2007 Eltern

zu einem Mini-NETZWERK „Außenklasse“.

Stellvertretend für die Eltern und für

den Vorstand der Lebenshilfe brachten Herr

Wille und Frau Mrusek das Anliegen, in

Reutlingen regelmäßig Außenklassen zu etablieren,

beim Schulamt vor. Dabei ergaben

sich fruchtbare Gespräche mit dem

Schulamtsleiter Herrn Seyfang, der dem Anliegen

wohl gesonnen war. So entstand die

Idee zu einem Workshop im

KAFFEEHÄUSLE im Februar 2008, auf dem

LehrerInnen der Grundschulen, Sonderschulen

und Eltern über Möglichkeiten der gemeinsamen

Beschulung, aber auch (persönliche)

Bedenken und Ängste ins Gespräch

kamen. Unsere Kinder, um die es schließlich

ging, kamen auch hinzu. Sie hatten auch

schon persönlich in den Schulen die Einladungen

überreicht.

Auf einer weiteren gemeinsamen Veranstaltung

in Dettingen/Erms war Gelegenheit, sich

über die Ausgestaltung einer Außenklasse

zwischen der der Karl-Georg-Haldenwang-

Schule, Münsingen, und der Dettinger

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Schillerschule zu informieren. Erfreulicherweise

fanden sich vier Schulen, die Lust hatten,

die Realisierung kooperativer/

integrativer Klassen in ihren Gremien auszuloten.

Auch der Kreis interessierter Eltern

blieb tätig: wir stellten den Antrag auf Außenklasse

beim Schulamt, informierten uns auf

dem Integrationstag Baden-Württemberg in

Ludwigsburg und einem Informationsabend

an der Peter-Rosegger-Schule. Auch dort

zeigten die LehrerInnen Interesse und Verständnis

für das Anliegen.

Anfang 2009 fand ein Montagsgespräch im

KAFFEEHÄUSLE zum Thema „Wege der

integrativen Beschulung- Gelingensfaktoren

und Stolpersteine“ statt, das auf großes Interesse

stieß.

An diesem Abend konnte Herr Dr. Breitinger

offiziell die positive Nachricht verkünden: in

der Mörike-Schule in Sondelfingen wird im

Schuljahr 2009/2010 eine integrative Außenklasse

starten!

Es hat sich was bewegt. Das Schulamt, namentlich

Herr Seyfang und Herr Wild (Arbeitsstelle

Kooperation), unterstützt die regelmäßige

Einrichtung von Außenklassen. Es entwickeln

sich inzwischen kleine und große

Kooperationen zwischen der Peter-

Rosegger-Schule und anderen

Förderschulen mit Regelschulen.

Alle Eltern bedanken sich für die kooperative

Zusammenarbeit beim Schulamt Reutlingen,

bei der Stadt, die als Schulträger einen noch

nötigen Umbau der Mörike-Schule beschleunigt,

sowie beim Kollegium der Peter-

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Rosegger-Schule: ohne den großen Einsatz

aller Beteiligten wäre dieses Mut machende

Ergebnis nicht erreichbar gewesen.

Wir haben die starke Hoffnung, dass diese

Außenklasse kein Einzelfall bleiben wird,

sondern dass sich auch für die folgenden

Schuljahre entsprechende Lösungen finden

werden.

Falls auch für Ihr Kind demnächst der

Schuleintritt ansteht und Sie sich wünschen,

dass ihr Kind gemeinsam mit allen

Kindern lebt und lernt, andererseits in der

Außenklasse individuelle Förderung durch

FachlehrerInnen der Peter-Rosegger-Schule

genießt, bitten wir Sie, sich mit uns in

Verbindung zu setzen.

Andreas Fischer

(insbes. für Außenklasse 2011/12)

Tel. 0151/ 168 047 96

Claudia Windhausen-Wienss

(insbes. für Außenklasse 2009/10)

Tel. 07121/ 976764

FABI Plus

Im Januar 2009 bekamen FABI, Fachdienst

für Assistenz, Beratung und Inklusion des

Oberlinjugendhilfeverbundes der Bruderhausdiakonie

Reutlingen, und das Projekt

„gemeinsam bewegt“ der Ökumenischen

Kinder- und Jugendförderung e. V. in Rottweil

gemeinsam den Paul Lechlerpreis für ihre

Projekt überreicht.

Seit 8 Jahren werden durch Fabi Kinder mit

Assistenzbedarf im Regelkindergarten im

Kreis Reutlingen begleitet. Mit dem Projekt

FABI Plus soll es in den nächsten 3 Jahren ca.

3 Kindern mit erhöhtem Assistenzbedarf ermöglicht

werden, wohnortnah den Regelkindergarten

zu besuchen. FABI möchte Eltern

und Kindertageseinrichtungen Mut machen,

die selbstverständliche Teilhabe allen

Kindern zu ermöglichen, weil Inklusion unteilbar

ist.

Das Projekt wird von der Pädagogischen

Hochschule Ludwigsburg wissenschaftlich

begleitet und in Kooperation mit der Stadt

Reutlingen und Evangelische Gesamtkirche

Reutlingen durchgeführt.

Nähere Informationen gibt es bei:

FABI , Tel.: 07121/2781979.

Lebenshilfe

Das Projekt ZIP geht in die letzte

Runde — Eine Zwischenbilanz

Nach dem Tobias Zipperle aus familiären

Gründen das Projekt Ende 2008 verließ,

arbeitet nun seit Januar 2009 Dirk Neges

an seiner Stelle.

Neben der Übernahme der laufenden und

neuen Unterstützungsanfragen war eine

seiner ersten Tätigkeiten die Anfertigung

eines Zwischenberichts. Aus diesem gehen

einige interessante Informationen hervor,

die hier knapp vorgestellt werden sollen:

Umfang und Intensität

Bis zum 31.12.2008 beauftragten insgesamt

28 Menschen mit Behinderungen und ihre

Angehörigen das Projekt, um sie bei ihren

Vorhaben zu unterstützen. Das Alter ging von

13-45 Jahren. Neben einigen wenigen

Weitervermittlungen zum Integrationsfachdienst

(IFD) oder des Projekts „Selbstbestimmt

Wohnen“ der Bruderhaus Diakonie,

kommt der Bericht jedoch auch zu der

Erkenntnis, dass oft eine lang andauernde

Unterstützung notwendig war – teilweise von

mehr als 20 Monaten! Die gering erscheinende

Teilnehmer/innenzahl scheint im

Nachhinein betrachtet durchaus als sinnvoll.

Der Bericht dokumentiert, dass mehrere Vorhaben,

die eigentlich erfolgreich abgeschlossen

wurden, durch unerwartete Ereignisse

(Krankheit, Einstellen der Finanzierung durch

Leistungsträger, usw.) plötzlich an neue Dynamik

gewannen und das Erreichte auf einmal

auf der Kippe stand.

Interessensgebiete

ZIP wurde für unterschiedliche Probleme und

Herausforderungen angefragt. Manche fragten

Unterstützung in mehreren Bereichen

gleichzeitig nach.

Für eine Veränderung im Bereich des Wohnens

zum Beispiel, gab es nur einige Anfragen,

wovon der Großteil weiter vermittelt

wurde, z.B. an die Beratungsstelle „Selbstbestimmt

Leben“ der Bruderhaus-Diakonie.

Im Freizeitbereich sind mehr Anfragen eingegangen.

Hier scheint ZIP tatsächlich auf

eine Bedarfslücke gestoßen zu sein. Einige

Eltern suchten Unterstützung bei der Bean-

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tragung eines Persönlichen Budgets, mit

dem ihre Kinder – so die Idee - eine

personenbezogenere Freizeitgestaltung erwirken

können. Neben Kursen wie bei BAFF

oder der Volkshochschule, die auch ohne ein

Persönliches Budget in Anspruch genommen

werden können, konnten mit einem

Persönlichen Budget auch andere Dinge organisiert

werden: Fahrtbegleitungen

(Mobilitätstraining), Sportkurse, kleine Ausflüge

oder einfach mal spontan ohne Elternteil

in die Stadt zum Einkaufen fahren. In diesem

Zusammenhang musste festgestellt

werden, dass das Antragsverfahren eines

Persönlichen Budgets noch nicht routiniert

ist, und jedes Mal umfangreiche Verhandlungen

mit dem Leistungsträger statt finden

musste. Eine kompetente Begleitung ist hier

wichtige Voraussetzung.

Der größte Bereich der nachgefragt wurde,

war eine Unterstützung bei der Veränderung

im Arbeitsleben. Anlass war unter anderem:

· Unzufriedenheit mit der bisherigen Beschäftigung

· der Wunsch nach einer Beschäftigung auf

dem allgemeinen Arbeitsmarkt bei Bezug

von EU-Rente

(Tagesstrukturierung)

· Frage nach Unterstützung bei der Suche

nach Praktikumsplätzen außerhalb der

WfbM

Vor allem für die beiden letztgenannten Punkte

scheint eine alternative Anlaufstelle in der

Reutlinger Umgebung eine Lücke darzustellen.

Zwar unterstützt der Integrationsfach-

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dienst und die Arbeitsagentur in der sogenannten

Berufswegekonferenz Schüler/innen

eine Arbeitsstelle zu finden, doch der

Personenkreis ist sehr eingeschränkt und

zielt auf den ersten Arbeitsmarkt. Für diejenigen,

die mehr Unterstützung benötigen,

scheint es wenige Alternativen zu geben. In

den letzten Wochen wurden durch ZIP für

drei Schüler/innen verschiedene Praktikastellen

gefunden: in einer Hotelküche, bei einer

Entsorgungsfirma und in einer Mangelstube.

Das Hotel hat sogar bereits signalisiert,

dass es sich eine parallel zur Schule laufende

Beschäftigung vorstellen kann. Die anderen

Praktika laufen gerade erst an.

Ausblick

ZIP – so wie es in der Form auf drei Jahre als

Projekt angelegt war – wird im November

auslaufen. Ob es ein Folgeprojekt mit

spezifischerer Ausrichtung geben wird, darüber

denken wir gerade nach.

VON MENSCHEN

ZIP hat einen neuen Mann:

Dirk Neges

Nachdem Tobias Zipperle sich im Rahmen

der Elternzeit um seine kleinen Jungen kümmert,

Matthis wurde im November geboren,

hat sich Dirk Neges schon seit November

bei ZIP eingearbeitet und führt das Projekt

bis Ende Oktober fort.

Ein Schwerpunkt seiner Arbeit ist derzeit die

gemeinsame Suche mit Jugendlichen nach

Praktikumsstellen bei verschiedenen Firmen

Dirk Neges

und die Einrichtig tragfähiger Unterstützungsmöglichkeiten

mit dem persönlichen Budget.

Haben Sie Fragen oder Pläne und Ideen

und suchen Hilfe bei der Umsetzung?

Melden Sie sich unter Tel 0121/270455

Integrative (bzw inklusive) Kinderund

Jugendarbeit bei FEDER

Nach dem Ausscheiden von Lena Lallathin

wird ab 1.April Micha Haasis die Angebote für

Kinder und Jugendliche koordinieren, begleiten

und neue Möglichkeiten auch in Zusammenarbeit

mit anderen Jugendgruppen und

Organisationen planen.

Wenn Sie oder Ihr Sohn/Tochter besondere

Interessen oder Wünsche an gemeinsamer

Freizeitgestaltung hat, an einer Gruppe teil-

nehmen möchte oder vorort Unterstützung

braucht, melden Sie sich einfach bei FEDER.

Ab April freut sich Micha Haasis auf Ihren

Anruf unter Tel. 07121/270382.

Micha

Haasis

Stauden gesucht

Unter Anleitung von Bodo Kablau, dem

Vorstand des Obst- und Gartenbauvereins

Reutlingen e. V. gestalten wir gemeinsam

den Garten rund um’s KAFFEHÄUSLE.

Angefangen am 06.03.09 bis zum

22.05.09 wollen wir uns 14-tägig Freitag

Nachmittags von 14.30 – 17 Uhr treffen

am KAFFEEHÄUSLE treffen.

Ganz besonders freuen wir uns über Stauden

und andere Gartenpflanzen, welche

beim Teilen der Mutterpflanzen übrig sind

und im Kaffegarten eine neue Heimat finden

können.

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Integratives Theatertreffen im

Rahmen der Heimattage Baden

Württemberg — Theater kreuz

und quer

In Reutlingen werden in diesem Jahr die

Heimattage Baden-Württemberg ausgerichtet.

Gleichzeitig feiert die Bruderhaus-

Diakonie den 200. Geburtstag von Gustav

Werner.

Und weil aus diesen Anlässen gezeigt

werden soll, was die außergewöhnliche

Kulturarbeit mit Menschen mit und ohne

Handicap möglich macht, wurde KUL-

TUR VOM RANDE eingeladen ein besonderes

Theaterereignis zu präsentieren.

Die Veranstalter von KULTUR VOM RAN-

DE, BAFF, die Fakultät für Sonderpädagogik

und das Kulturamt der Stadt

Reutlingen haben vom 18.-20.Juni 2009

ein Integratives Theatertreffen geplant,

zu dem Theatergruppen und alle Interessierte

eingeladen sind. Angeboten

werden Workshops (von der Einführung

in die Lichtgestaltung bis zum

Improvisationstheater) und Einblicke in

die konkrete Theaterarbeit dreier Theatergruppen,

die Ausschnitte ihrer Produktionen

zeigen.

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An den Abenden wird zu ungewöhnlichen

Vorführungen eingeladen:

Do 18.6. ab 18.30 Uhr

Eröffnungsfest mit der Living Music

Box (zwei blinde Musiker spielen auf

„Bestellung“ alte und neue Evergreens)

19.30 Uhr DOXCompanna – einem

Maskenspielspektakel, beides im

franzK.

Freitag 19.6. 19.30 Uhr

McBETH, das neue Stück der Theatergruppe

von BAFF und des Theater

Reutlingen Die Tonne in der Planie 22

Samstag 20.6. 20 Uhr

Die Heldringtheatergroup, Amsterdam

zeigt mit benachteiligten Jugendlichen

die Inszenierung Der Traum von der

Hand, die das Wasser streichelt“

Höhepunkt und für alle Theaterbegeisterten

Reutlinger/innen ein echtes

MUSS:

Am Samstag 20.6. werden in einer

Wandeltheateraktion KREUZ UND

QUER von 10 integrativ arbeitenden

Theatergruppen aus ganz Baden-Württemberg

auf verschiedenen Plätzen in

der Reutlinger Innenstadt Szenen aus

der Reutlinger Stadtgeschichte aufgeführt.

Die Gruppen spielen ihre Szenen

in Anlehnung an die Bilder des Sturmbocks

von HAP Grieshaber; das Publikum

„wandelt“ von Station zu Station.

Programm liegt u. A. im KAFFEEHÄUSLE

aus/ kann angefordert werden

oder unter www.kultur-vom-rande.de

KULTUR IM KAFFEHÄUSLE

Yes – we can! – auch wenn Deutschland

dieses Frühjahr 2009 in Hollywood nur irgendeinen

Neben-Oscar für irgendeinen

Neben-Film gewonnen hat.

Ob es stürmt, hagelt, regnet oder schneit,

die Tage werden wieder länger, die dunkle

Jahreszeit muss weichen – es wird doch

Frühling werden!

Freuen wir uns also auf einige interessante

Ausstellungen und Events im

KAFFEEHÄUSLE – und natürlich über den

diesjährigen 25-jährigen Geburtstag des

KAFFEEHÄUSLE.

Den Geburtstag des KAFFEEHÄUSLE und

dessen 25-jährige Geschichte, - „Es saust

die Zeit, wir sausen mit!“ (Wilhelm Busch)-

, werden wir mit einer eigenen Fotoausstellung

ab dem Sa., 21.3.09 bei uns dokumentieren

und wollen mit einigen Einzelveranstaltungen

und einem großen, zweitägigen

Fest am Fr., 3.4. und Sa., 4.4. mit

Zirkus-Zelt im Pomologie-Park feiern.

Siehe bitte hierzu den Jubiläums-Artikel in

dieser Blickpunkt- Ausgabe.

Bereits seit dem 26.2.09 ist die Ausstellung

„INS BILD GESETZT – FOTO-

GESCHICHTEN“ bei uns zu bewundern.

Diese Ausstellung zeigt fotografische Arbeiten,

die im Wintersemester 2008/2009

im Seminar ,,Fotogeschichten“ an der PH

Reutlingen in Kooperation mit BAFF entstanden

sind.

Im Rahmen des Seminars haben sich die

Teilnehmer von BAFFund Studierende der

Pädagogischen Hochschule gemeinsam

künstlerisch und kreativ mit den Möglichkeiten

digitaler Fotographie und Bildbearbeitung

auseinandergesetzt.

In gemischten Gruppen von Menschen mit

und ohne Behinderung, wurden Fotogeschichten

erarbeitet und umgesetzt. Die

vielfältigen Ideen, Zugangsweisen Konzepte

wurden in gemeinsamer Arbeit verwirklicht

„INS BILD GESETZT“.

Herausgekommen ist ein breites Spektrum

an Werken mit künstlerischem Anspruch

die nun erstmals im KAFFEEHÄUSLE zu

sehen sind.

Alltägliche Gegenstände und phantasievolle

Geschichten, werden in der Ausstellung

von einer anderen Perspektive beleuchtet

und manchmal realistisch, manchmal sehr

abstrakt inszeniert und zu Fotogeschichten

verdichtet.

Den Besucher erwartet also eine Vielzahl

faszinierender Werke, die ein breites künstlerisches

Spektrum aufweisen und sich

verschiedener medialer Formen bedienen.

Ausstellungs-Ende ist am Freitag, 20.3.09.

Nach der Oster-Betriebs-Pause vom 9.4.09

bis Mo., 20.4.09 werden wir zusammen

mit der Künstlerin Frau Marion Schiebel

entgültig im Sommer ankommen.

Ab Donnerstag, 23.4.09 bis Pfingsten 09

wird Frau Marion Schiebel Foto-Collagen

und Fotos zum Thema „Katzen“ bei uns

ausstellen. Der Eigen-Namen der Ausstellung

lautet „DuMiau“.

Die Ausstellungs-Eröffnung findet statt am

Freitag-Abend, 24.4.09 , Austellungs-Ende

ist am Sa., 30.5.09.

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Impressum

Herausgeber: LEBENSHILFE für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.

72762 Reutlingen, Alteburgstr.15

Vorsitzender Herr Roland Wille

Für Spenden und Mitgliedsbeiträge sind wir immer dankbar.

Ohne diese Unterstützung könnte die LEBENSHILFE ihre Angebote nicht realisieren.

Konto-Nr. 17608 BLZ 640 500 00 bei der KSK Reutlingen

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TERMINE

14.03.2009 Offener Samstag mit

Kinderbetreuung im KAFFEEHÄUSLE von

10 - 13 Uhr

19.03.09 Elternfrühstück im KAFFEE-HÄUSLE

von 9.30 – 11 Uhr

20.03.09 Gemeinsames Gärtnern in unserem

„Kaffeegarten“, 14.30 - 17 Uhr

04.04.09 Gemeinsames Gärtnern in unserem

„Kaffeegarten“, 14.30 - 17 Uhr

11.04.2009 Offener Samstag mit

Kinderbetreuung im KAFFEEHÄUSLE von

10 - 13 Uhr

23.04.09 Elternfrühstück im KAFFEE-HÄUSLE

von 9.30 – 11 Uhr

24.04.09 Gemeinsames Gärtnern in unserem

„Kaffeegarten“, 14.30 - 17 Uhr

Bildung

Aktion

Freizeit

Feste

Tel. 230710

Fax 279720

Familienunterstützender

Dienst

Tel. 270382

Fax 279720

In gemeinsamer Trägerschaft mit der BruderhausDiakonie

25.04,2009 Das „BAFF-Bällchen“, Saal im Haus

der Jugend, Museumstr. 7

08.05.09 Gemeinsames Gärtnern in unserem

„Kaffeegarten“, 14.30 - 17 Uhr

08.05.09 Premiere von McBeth, dem neuen

Theaterstück der Theatergruppe von BAFF und

dem Reutlinger Theater Die Tonne, Planie 22

09.05.2009 Offener Samstag mit

Kinderbetreuung im KAFFEEHÄUSLE von

10 - 13 Uhr

14.05.09 Elternfrühstück im KAFFEE-HÄUSLE

von 9.30 – 11 Uhr

22.05.09 Gemeinsames Gärtnern in unserem

„Kaffeegarten“, 14.30 - 17 Uhr

13.06.2009 Offener Samstag mit

Kinderbetreuung im KAFFEEHÄUSLE von

10 - 13 Uhr

Tel. 270373

Fax 279720

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