Sitzung/Begehung Holzheizkraftwerk Ilanz - Castrisch

castrisch

Sitzung/Begehung Holzheizkraftwerk Ilanz - Castrisch

PROTOKOLL Was Wer Termin

1 Begrüssung

Tanja Bischofberger begrüsst die Anwesenden, welche sich kurz

selbst vorstellen. Info TB

2 Vorstellung Projekt

Martin Montalta und Philipp Mattle stellen das Projekt kurz vor.

Gemäss der Standortevaluation wird der Standort Ost aufgrund der

möglichen Anbindung der Wäscheria, der kurzen Distanzen für die

Fernwärmeleitungen, sowie des Abstands zur Wohnzone favorisiert.

Für das Holzkraftwerk ist ein Treppenrost mit Holzschnitzelfeuerung,

Thermo-Ölkessel, Rauchgasreinigung und ORC-Modul vorgesehen.

Die genauen Angaben zur vorgesehenen Technik finden sich in

den verteilten Unterlagen. Info PM

3 Diskussion Fragen

Während die Technik und Holzressourcen kaum bewilligungstechnische

Probleme verursachen werden, ist die Umzonung, die Luftschadstoff-Emissionen

und der Ver- und Entsorgungsverkehr genauer

zu untersuchen.

Frau Mazzetta (WWF) erkundigt sich warum soviel Energie des Holzes

nicht genutzt wird.

Bei Holzfeuerungen nach dem neuesten Stand der Technik wird ein

Wirkungsgrad von rund 85% erzielt, was bedeutend höher ist als

noch vor ein paar Jahren. Ein Grossteil der Wärme geht in Form

von latenter Wärme verloren und könnte nur mit einer Kondensation

der Rauchgase genutzt werden. Diese tiefe Energie-Form kann

aber nicht für das ORC-Modul genutzt werden. Es wird geprüft, diese

latente Wärme für die Trocknung des Holzbrennstoffes einzusetzen.

Hier werden jedoch verbrennungstechnische Vorgaben der

Hersteller einzuhalten sein. Es kann aber versichert werden, dass

sowohl die Verluste beim Verbrennen als auch beim Transport so

klein wie möglich gehalten werden, nur schon um die Holzkosten

Anfrage AM

zu minimieren

Frau Mazetta (WWF) möchte wissen, welche weiteren Optionen anstelle

des Spitzenlast Heizölkessels geprüft wurden, wurde Gas

Antwort PM

oder Altöl geprüft? Wie könnte diese Spitze gebrochen werden? Anfrage AM

Die erforderliche Heizlast folgt ziemlich genau der Temperatur der

Aussenluft. Die erforderliche Heizspitze kann somit nur durch eine

tiefere Raumtemperatur in Kälteperioden gebrochen werden, was

jedoch nicht realistisch ist. Als weitere Optionen wurde ein zusätzlicher

Holzkessel geprüft. Aufgrund der hohen Investitionskosten

für eine sehr kurze Nutzperiode (17 Tage pro Jahr) und die hohe

Minimal-Last (30%) eines Holzkessels wurde dies Variante verworfen.

Ein Wärmepumpe ist leider im Winter sehr wenig effizient. In

einer so kleinen Anlage wäre es schwierig Altöl genug sauber zu

verbrennen, weshalb dies Option nicht geprüft wurde. Altöl wird

aber bereits heute zu 100% z.B. in Zementwerken als Ersatzbrenn-

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