Sitzung/Begehung Holzheizkraftwerk Ilanz - Castrisch

castrisch

Sitzung/Begehung Holzheizkraftwerk Ilanz - Castrisch

stoffe energetisch genutzt. In Ilanz gibt es zudem keine Gasleitung,

womit Gas per Lastwagen angeliefert werden müsste, was wenig

Sinn machen würde. Wäre ein Gasanschluss vorhanden, würde einem

Gas-Spitzenlastkessel den Vorrang gegeben. Zusätzlich dient

der Heizölkessel auch der Abdeckung des Bedarfs während der Revision

und während möglicher Ausfälle des Hauptkessels. Eine solche

bivalente Anlage ist übrigens weit verbreitet und wird z.B auch

in Nesslau angewendet. Es wird nochmals auf den geringen Anteil

des Heizöls an der gesamten Energiemenge von nur 2% hingewiesen.

Gemäss Herrn Tanner ist dies durchaus Stand der Technik, z.B.

nutzt auch die Kehrrichtverbrennungs-Anlage Heizöl als Stützener-

Antwort PM, MG

gie.

Das ANU (Daniel Güttinger) fordert eine genauere Präsentation der

Standort-Evaluation. Insbesondere erkundigt er sich ob auch Standorte

mit Bahnanschluss oder ein Standort bei der geplanten West-

Anmerkung AT

umfahrung evaluiert wurden.

Eine genauere Präsentation der Standort-Evaluation wird erstellt.

In Bezug auf den Bahnanschluss kann festgehalten werden, dass je

Tag lediglich 1 LKW erforderlich sein wird um den Brennstoff anzutransportieren

und 1 LKW pro Monat für den Ascheabtransport. Das

Altholz wird zur Regiun Surselva sowie zum Recyclinghof Salavras

der Firma MM Aufbereitung+Recycling AG angeliefert und dort zerkleinert.

Das Frischholz wird per LKW aus den Wäldern zu einem

zentralen Punkt transportiert. Das Holz wird aus einer Umgebung

von rund 20 km und aus Seitentälern stammen und könnte somit

ebenfalls nur kurz vor dem Heizkraftwerk auf die Bahn verladen

werden. Bei der Standortwahl darf zudem nicht vergessen werden,

dass ein Standort weit weg von der Wäscheria die Anbindung dieses

Betriebs verunmöglicht und ein Standort weit weg von den Wärmebezügern

die Leitungskosten erheblich verteuert und die Leitungsverluste

erheblich vergrössert. Diese Punkte als auch die genauere

Abwägung der Standortwahl wird dem ANU in Form eines Berichts

Stellungnahme DG

ausführlich aufgezeigt.

Herr Güttinger weist auf die Feinstaubproblematik von Holzfeuerungen

hin und verlangt eine genaue Abklärung insbesondere wie

sich das geplante Werk auf die Luftqualität in Ilanz (Kaltluftsee)

auswirkt. Die Verkehrsbilanz soll hier auch berücksichtigt werden.

Ein Standort im Bereich der Westumfahrung soll überprüft werden,

denn hier könnte die Anbindung an den Verkehr deutlich besser

bewerkstelligt werden. Die Fahrt durch die Stadt zur Belieferung

Antwort PM

des Heizkraftwerks wird vom ANU ebenfalls kritisch beurteilt.

Die Leitungslänge je Variante hat enormen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit,

der Feinstaub-Problematik sind sich die Projektverantwortlichen

bewusst. Dies wird ebenfalls bei der Erstellung des

Stellungnahme DG

Berichts berücksichtigt.

Das ANU (Daniel Güttinger) weist darauf hin, dass die Ascheproblematik

(und Kosten) nicht vergessen werden dürfen und bemerkt,

dass CO2-Einsparungen nicht um jeden Preis, wie erhöhten Emissio-

Anmerkung PM

nen von Feinstaub erkauft werden dürfen. Stellungnahme DG

Die Ascheproblematik ist den Projektentwicklern durchaus bewusst

und wurde in der Kostenrechnung bereits berücksichtigt. Die Asche

wird gemäss dem Stand der Technik korrekt entsorgt werden. Antwort PM

Protokoll: Sitzung/Begehung Holzheizkraftwerk Ilanz Seite 3 von 5

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