Jahresbericht 2011 - Freiwillige Feuerwehr Pullach

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Jahresbericht 2011 - Freiwillige Feuerwehr Pullach

Jahresbericht 2011

Freiwillige Feuerwehr Pullach i. Isartal

Mit Informationen zur aktiven Mitgliedschaft


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Impressum

Herausgeber: Freiwillige Feuerwehr Pullach i. Isartal, Kagerbauerstraße 4, 82049 Pullach

Verantwortlich für den Inhalt: Andreas Brandl, Kommandant

Redaktion: Moritz Lochmann und Sebastian Westenthanner

Dateneingabe für die Statistik: Florian und Hans Horak

Fotos: Feuerwehr Pullach, Feuerwehr Grünwald (1), Feuerwehr Hohenschäftlarn (1), Claus Schunk (2)

Stand: 08.01.2012

Druck: Digital Print Group, München

Auflage: 1000 Stück


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde und Gönner der Feuerwehr Pullach,

liebe aktive und passive Mitglieder,

wieder ist ein Jahr zu Ende gegangen und erneut liegt ein

Jahresrückblick vor, der Ihnen einen Überblick gibt über

die vielfältigen Tätigkeiten, die von den ehrenamtlich

tätigen Feuerwehrleuten unserer Freiwilligen Feuerwehr

zu bewältigen waren.

Für unsere Feuerwehrmänner- und Frauen bedeutete

das auch im vergangenen Jahr: 365 Tage und 24 Stun-

den rund um die Uhr in Bereitschaft zu sein, um dem in

Not geratenen Bürger schnelle und fachkompetente Hil-

fe zu leisten.

Mit dem Streifzug durch die berichtenswerten Einsätze

und die Übungen des Jahres 2011 wollen wir Ihnen das

Leben bei der Feuerwehr Pullach näherbringen. Ich dan-

ke an dieser Stelle allen, die es ermöglicht haben, dass

dieser Jahresbericht zustande gekommen ist.

Vielleicht gelingt es uns, bei dem einen oder anderen so

viel Interesse zu wecken, dass er oder sie sich diesem

besonderen Dienst anschließt. Das würde uns freuen!

Der Feuerwehrverein, der quasi das Fundament einer

jeden freiwilligen Wehr darstellt, erfüllt eine wichtige

Funktion im gesellschaftlichen Leben unserer Gemeinde

und hat auch 2011 wieder eine Reihe verschiedener Akti-

vitäten zur wichtigen Stärkung der Kameradschaft durch-

geführt.

Die Feuerwehr Pullach mit all' ihren Mitgliedern trägt

dazu bei, dass uneigennützige gegenseitige Hilfe auch in

unserer modernen Zeit erhalten bleibt.

Sprechen Sie uns gern an, wenn Sie Fragen zum Jahres-

bericht oder zu Ihrer Feuerwehr haben.

Josef Rauscher, Vorstand

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde und Gönner der Feuerwehr Pullach,

liebe aktive und passive Mitglieder,

auch dieses Mal blicken wir wieder auf ein Interessantes

Jahr zurück .

Die Einsatzzahl ist mit 215 im Vergleich zum letzten Jahr

etwas angestiegen. Erfreulicherweise blieb die Pullacher

Bevölkerung von größeren Schäden verschont. Somit

erstreckten sich unsere Einsätze hauptsächlich auf klei-

nere Brände und technische Hilfeleistungen. Allerdings

mussten wir zur Unterstützung der Nachbarfeuerwehren

zu zwei Großbränden ausrücken.

Im Hintergrund war die Feuerwehr nicht untätig und

hielt sich bei 104 Übungen fit für alle Eventualitäten. Die

Organisation konnte durch die verschiedensten Fach-

gruppen verbessert und auf dem aktuellen Stand gehal-

ten werden. Erstmals konnte eine „24 Stunden-Übung“

für die Jugendgruppe abgehalten werden, die ein großer

Erfolg war.

Eine Neuanschaffung wurde im Bereich der Atemschutz-

geräte getätigt. Hier erhielten wir Compositflaschen , die

durch ihr geringeres Gewicht bei der immer mehr wer-

denden Grundausrüstung einen erheblichen Vorteil mit

sich bringen. Die erforderlichen Ein- und Umbaumaßnah-

men werden im Frühjahr 2012 abgeschlossen sein.

Ich wünsche Ihnen ein unfallfreies Jahr 2012 und viel

Spaß beim Lesen dieser Ausgabe des Jahresberichtes.

Gerne können Sie sich auch auf unserer Internetseite

www.feuerwehr-pullach.de informieren.

Andreas Brandl, Kommandant

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Das Jahr 2011 im Rückblick

Januar

Einer langen Tradition bei der Pulla-

cher Feuerwehr folgend wird das

neue Jahr am 6. Januar, dem Dreikö-

nigstag, mit einem Neujahrsfrüh-

schoppen eingeläutet. Eine Vielzahl

sowohl aktiver als auch passiver Mit-

glieder nutzte auch in diesem Jahr

die Gelegenheit, nach dem Jahres-

wechsel mit den Feuerwehrkamera-

den bei einem Weißwurstfrühstück

zusammenzukommen. Mit den bes-

ten Wünschen von Kommandanten,

Vorstand und Bürgermeister starte-

ten die Feuerwehrfrauen– und män-

ner in ein erfolgreiches Jahr 2011.

Der Übungsbetrieb des neuen Jahres

begann für einen Teil der Mannschaft

bereits am 17. Januar—erstmals

hatten die Führungskräfte, also Grup-

pen– und Zugführer, im Jahr 2011

abgesehen von ihren monatlichen

Besprechungen auch eigene Übungs-

dienste. Die erste Übung dieser Art

war eine Besichtigung des neuen Ge-

othermie-Bohrplatzes. Im Rahmen

einer Führung wurden durch den

leitenden Sicherheitsingenieur rele-

vante Aspekte der Anlage erläutert.

Ebenfalls traditionell im Januar, am

dritten Freitag des Monats, findet die

Jahreshauptversammlung statt.

Feuerwehrleute auf dem Bohrturm

Vorstandschaft und bei der Hauptversammlung ausgezeichnete Mitglieder

Dieser fiel im Jahr 2011 auf den 21.

Januar. Neben Rückblicken von Vor-

stand und Kommandant auf das vo-

rangegangene Jahr wurden zahlrei-

che Beförderungen und Ehrungen

vorgenommen. Ein kurzer Überblick

soll die herausragenden Leistungen

von engagierten Kameraden noch-

mals hervorheben:

Oberfeuerwehrmann:

Andreas Kastner

Oberlöschmeister:

Florian Oesterreicher, Wolfgang

Orthofer

Hauptlöschmeister:

Peter Wolff

Zehn Jahre aktiv:

Florian Richter, Richard Klier und Vik-

tor Seitz

20 Jahre aktiv:

Werner Ertlmaier, Harald Stoiber und

Michael Zech

40 Jahre Verein:

Walter Pribul

50 Jahre Verein:

Gunter Popp

Zwei ganz besondere Jubiläen gab es

in der Vorstandsriege zu feiern: Peter

Wolff ist seit 25 Jahren als Schriftfüh-

rer Vorstandsmitglied, Helmut Küpfer

seit 45 Jahren Kassier. Insbesondere

diese wohl einmalige Leistung wurde

durch die Mitglieder gebührend ge-

feiert.

Februar

Nachdem im Januar keine nennens-

werten Einsätze abzuarbeiten waren

und der Jahreswechsel, auch das hat

in Pullach fast ein Jahrzehnt Traditi-

on, ohne Einsatztätigkeit verlief, wur-

den alle Feuerwehrmitglieder am

frühen Morgen des 8. Februar un-

sanft aus dem Schlaf gerissen: Um

01:05 Uhr lautete die Einsatzmel-

dung „Explosion bei Peroxid“! Die

Feuerwehren Pullach, Grünwald und

Baierbrunn eilten mit ihren Löschzü-


gen in Richtung Höllriegelskreuth.

Neben den drei Feuerwehren waren

der ABC Zug und der Einsatzleitwa-

gen des Landkreises München, Ver-

treter des THW, ein Kran der Berufs-

feuerwehr München, zahlreiche Mit-

glieder der Kreisbrandinspektion des

Landkreises München sowie Polizei

und Rettungsdienst vor Ort oder be-

reits auf Anfahrt. Erste Erkundungen

der Einsatzkräfte ergaben glückli-

cherweise kein Ergebnis. Nach kurzer

Rücksprache mit dem Mitteiler konn-

te die Ursache für den Großeinsatz

gefunden werden. Durch einen

Schornstein ausströmendes Gas wur-

de verbrannt und somit unschädlich

gemacht. Laut Aussage des Betrei-

bers handelt es sich dabei um einen

normalen und ungefährlichen Pro-

zess. Der Einsatz war nach etwa einer

Stunde beendet und alle Einsatz-

kräfte konnten erleichtert in ihre

Betten zurück kehren. Die Feuerwehr

Pullach war mit insgesamt 37 Mann

und acht Fahrzeugen vor Ort.

Am Abend des gleichen Tages starte-

te die gesamte Mannschaft in den

Übungsbetrieb des Jahres 2011. In

zwei Gruppen wurden zunächst die

Gefahren der Einsatzstelle gemein-

sam erarbeitet, anschließend folgte

eine interessante Führung über das

Geothermiegelände an der B11. Die

Feuerwehrleute bekamen hierbei

sowohl feuerwehrrelevante Informa-

tionen als auch Allgemeines zur Erd-

wärmegewinnung in Pullach erklärt.

März

Neben zwei gemeinsamen Übungen

im Monat März zu den Themen

„Verhalten bei Einsatzfahrten“, die

durch einen Polizeibeamten mode-

riert wurde, und „Bahnunfälle“ fand

am Aschermittwoch bereits zum

dritten Mal ein Faschingskehraus im

Gerätehaus der Feuerwehr Pullach

statt. Zahlreiche aktive und passive

Mitglieder sowie Freunde und Be-

kannte feierten den Ausklang der

fünften Jahreszeit in gemütlichem

Rahmen im großen Saal.

Eine gefährliche Situation konnte

durch schnelles Eingreifen der Feuer-

wehr am Morgen des 30. März ver-

hindert werden: Im Altenheim Haus

Georg an der Wolfratshauser Straße

kam es zu Brandgeruch aufgrund ei-

nes Kabelbrandes. Ein fachkundiger

Feuerwehrmann unterbrach den

Stromkreis und beseitigte so die Ge-

fahrenquelle.

April

Von spektakulären Einsätzen glückli-

cherweise immer noch verschont,

mussten die Kameraden der Pulla-

cher Feuerwehr am Abend des 7.

April ein Verkehrshindernis beseiti-

gen: Die Seilwinde des Rüstwagens

kam zum Einsatz, weil sich ein Last-

wagen beim Wendeversuch auf der

B11 festgefahren hatte.

Im letzten Jahr wurde an dieser Stelle

über die Anschaffung von Wasser-

rettungsanzügen bei der Feuerwehr

Pullach berichtet. Im Rahmen einer

Sonderübung wurde diese Ausrüs-

tung am 19.4. erstmals im fließenden

Wasser (Isar) getestet. Mehrere Ka-

meraden unternahmen die ersten

Versuche, mit diesen Anzügen im

späteren Einsatzgebiet zu schwim-

men. Weitere Übungen zu diesem

Thema folgten im Jahresverlauf, au-

ßerdem enthält diese Ausgabe auf

Seite 15 einen Sonderbericht zum

Thema Wasserrettung.

Michael Zech testet den Wasserrettungsanzugs erstmals

Mit dem unten abgedruckten Foto

beteiligte sich die Freiwillige Feuer-

wehr Pullach bei dem Foto-

Wettbewerb 2011 der Fachzeitschrift

Feuerwehr-Magazin“ und erreichte

einen Platz unter den ersten 50!

Mai

Als besonders effektiv haben sich in

den letzten Jahren sogenannte Sta-

tionsübungen erwiesen. Dabei wird

die Mannschaft in meist drei Grup-

pen eingeteilt und absolviert nachei-

nander verschiedene Übungsstatio-

nen. Eine solche Stationsübung fand

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am Dienstag, dem 10. Mai statt. Die

Themen waren „Öffnen von Woh-

nungen“, „Motorsäge und Trenn-

schleifer“ sowie „Rettung mit Dreh-

leiter“. Die jeweiligen Fachausbilder

bereiteten ihre Übungsstationen vor

und konnten, bei überschaubaren

Gruppenstärken, in kurzer Zeit sehr

umfangreiche Fertigkeiten ver-

mitteln.

Übung mit der Motorsäge

Im Anschluss an eine Atemschutz-

übung wurden die noch im Geräte-

haus befindlichen Kameraden am

24.05. um 21:13 mit dem Stichwort

„Zimmerbrand“ in die Pater-Rupert-

Mayer-Straße alarmiert. Eine Spazier-

gängerin hatte Rauch aus einem

Dachfenster gesehen, die ersten Feu-

erwehrleute waren bereits vier Mi-

nuten nach Eingang der Alarmmel-

dung vor Ort. Mithilfe einer Stecklei-

ter ging ein Trupp zur Erkundung vor,

anschließend verschaffte sich die Be-

satzung eines Löschfahrzeugs Zutritt

zum Gebäude. Festgestellt wurde,

dass es sich nicht um Rauch, sondern

glücklicherweise lediglich um Was-

serdampf handelte und somit keine

Gefahr bestand. Die Einsatzstelle, an

der auch die Polizei und ein

Rettungswagen der Firma Aicher vor

Ort waren, wurde anschließend an

einen Beauftragten der Telekom

übergeben und das Gebäude wieder

versperrt.

Nur drei Tage später, am 27.05.,

hatten die Mitglieder der Jugend-

gruppe erneut etwas zu feiern: Alle

Nachwuchsfeuerwehrleute haben die

Jugendleistungsprüfung bestanden!

Nachdem im Vorjahr erstmals im

Landkreis München durch Pullacher

Jugendliche die Jugendspange abge-

legt wurde, folgte hiermit das nächs-

te Abzeichen—ein weiterer Beweis

für den hervorragenden Ausbildungs-

stand der Feuerwehrleute von mor-

gen!

Nachdem sie in den vorangegange-

nen Wochen durch die Betreuer Pe-

ter Wolff, Justus Würthner und Urs

Golle vorbereitet worden waren,

konnten sie alle gestellten Aufgaben

mit Erfolg absolvieren. Zu den zehn

Übungen, die von Schiedsrichtern

des Landkreises München abgeprüft

wurden, zählten unter anderem das

Ausrollen eines Schlauches innerhalb

einer Markierung, das Zusammen-

kuppeln einer 90 Meter langen

Schlauchleitung und das Anlegen ver-

schiedener Knoten.

Zusätzlich zu den Einzel- und Team-

aufgaben, die sowohl feuerwehrtech-

nische Fertigkeiten als auch Zusam-

menarbeit unter den Teilnehmern

abverlangten, wurde in einer theore-

tischen Prüfung das Fachwissen der

Nachwuchsfeuerwehrleute über-

prüft. Neben den Jugendbetreuern,

zahlreichen Eltern, interessierten

Feuerwehrkameraden und der Feu-

erwehr-Führung – die Kommandan-

ten Andreas Brandl und Harald Stoi-

ber sowie Vorstand Josef Rauscher –

war auch der 1. Bürgermeister Jürgen

Westenthanner, selbst seit über vier-

zig Jahren engagiertes Mitglied bei

der Pullacher Feuerwehr, ein begeis-

terter Zuschauer. Den folgenden Teil-

nehmern kann also zur ersten erfolg-

reich abgelegten Leistungsprüfung

Martina Schorsten und Veronika Wolf - erfolg

gratuliert werden: Tobias Ertlmaier,

Jakob Kaffl, Simon Kranich, Konstan-

tin Lochmann, Oliver Maranelli, Ale-

xander Rauscher, Martina Schorsten,

Manuel Seelmann, Alexander Weg-

mann und Veronika Wolf.

Juni

Seit dem letzten großen Unwetter,

dem Orkan Kyrill im Januar 2006,

kam es in Pullach in den vergangenen

Jahren immer nur zu vereinzelten

witterungsbedingten Einsätzen—so

auch am Nachmittag des 6. Juni. Es

gingen in kürzester Zeit drei Meldun-

gen über vollgelaufene Keller und

Tiefgaragen ein, knapp zwanzig Feu-

erwehrleute rückten aus und besei-

tigten die Schäden.

Am 27. Juni konnte abends eine be-

sondere Theorieübung abgehalten

werden. Stefan Deschermeier, Leiter

der Werkfeuerwehr Michael Huber

München (Hersteller von Farben und


eiches Duo bei der Jugendleistungsprüfung

Lacken in Kirchheim) und ausgewie-

sener Experte für Gefahrguteinsätze

teilte sein Wissen mit zahlreichen

Pullacher Kameraden.

Am nächsten Tag wurde erstmals mit

einem speziell für Wasserrettungsü-

bungen angeschafften Dummy trai-

niert—Bilder hierzu finden Sie auf

Seite 15.

Außerdem mussten bis zu diesem

Abend alle aktiven Mitglieder ihre

Funkmeldeempfänger bei Werner

Ertlmaier, dem zuständigen Fachge-

bietsleiter, umprogrammieren las-

sen. Am Stichtag 28. Juni wurde das

Alarmierungssystem der Feuerwehr

Pullach neu gestaltet. Sowohl die

Zuordnung von Einsatzmeldungen zu

bestimmten Schleifen als auch die

Aufteilung der Alarmierungsschleifen

unter den Mitgliedern wurde nach

ausführlichen Abwägungen ange-

passt. Man verspricht sich hiervon

eine bedarfsgerechte Alarmierung

der für den entsprechenden Einsatz

benötigten Feuerwehrleute.

Der Juni bestätigte sich zwei Tage

später nochmal als Unwetter-Monat

des Jahres 2011. Als quasi erster

Testlauf der neuen Alarmierungs-

struktur wurde die Feuerwehr

Pullach am 30. Juni gegen vier Uhr

morgens zunächst zu einem Wasser-

schaden in einem Keller alarmiert.

Ebenfalls an diesem Morgen musste

die Tiefgarage eines Einkaufszent-

rums von den Folgen des vorange-

gangenen Starkregens befreit wer-

den.

Juli

Eine große Freude bereiteten die Pul-

lacher Feuerwehrleute auch in die-

sem Jahr wieder Kindern aus der

Partnergemeinde Baryschiwka. Tradi-

tionsgemäß besuchen diese im Som-

mer für eine Woche die Gemeinde

Pullach und verbringen den Samstag

bei der Feuerwehr. Eine Führung

durch das Gerätehaus, Boot– und

Drehleiterfahren und ein gemeinsa-

mes Mittagessen begeistern die Gäs-

te in jedem Jahr aufs Neue.

Die jungen Gäste aus Baryschiwka

Am 8. Juli legte eine Gruppe erfolg-

reich die Leistungsprüfung Wasser

ab. Diese, aus einem Löschaufbau

mit drei Rohren und dem Aufbau ei-

ner Saugleitung bestehende Prüfung,

verlangt den Kameraden Einiges an

Teamwork, Schnelligkeit und Routine

ab. Man darf an dieser Stelle noch-

mals Tobias Ertlmaier, Fabian Kra-

nich, Oliver Maranelli, Stefan Popp,

Tobias Popp, Alexander Rauscher,

Benno Schroeder, Bernhard Witt-

stadt, Peter Wolff und den Ausbil-

dern Werner Ertlmaier und Hans Ho-

rak herzlich gratulieren!

Der Rettungsspreizer im Einsatz

Eine ganz besondere Übungsgelegen-

heit konnten etwa 20 Feuerwehrleu-

te unter Anleitung von Fachmann

Tobias Bente am 23. Juli wahrneh-

men. Durch gute Kontakte zu einem

Autoverwerter in Pasing wurden an

einem Samstagvormittag mehrere

Fahrzeuge für eine Übung zur Techni-

schen Hilfeleistung zur Verfügung

gestellt. Angerückt mit Tanklösch-

fahrzeug und Rüstwagen wurden

mehrere Stunden lang die verschie-

denen Vorgehensweisen und Schnitt-

techniken bei Verkehrsunfällen geübt

und anschließend gemeinsam be-

sprochen.

Anknüpfend an die Gestaltung des

Samstagsprogramms beim Besuch

der Kinder aus Baryschiwka beteiligte

sich die Pullacher Feuerwehr natür-

lich auch an den Feierlichkeiten zum

20jährigen Jubiläum der Partner-

schaft. Mit der ausgemusterten

Drehleiter im letzten Jahr wurde be-

reits das vierte Feuerwehrfahrzeug

aus Pullach in die Ukraine gespendet

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und dorthin überführt. Mit dieser

Tatsache beschäftigt sich ein Beitrag

von Moritz Lochmann in der Chronik

zum Partnerschaftsjubiläum, die im

Rahmen der Festwoche im Bürger-

haus präsentiert wurde.

August

Die Notwendigkeit automatischer

Brandmeldeanlagen wurde am Mor-

gen des 1. August im Pullacher Alten-

heim am Wiesenweg eindrucksvoll

unter Beweis gestellt. Gegen 7:15

Uhr waren dort in einem Technik-

raum im Keller Teile der Elektroin-

stallation in Brand geraten. Mehrere

Rauchmelder schlugen Alarm, so dass

wenig später die Feuerwehr Pullach

mit dem kompletten Löschzug und

gut 20 Feuerwehrleuten vor Ort war.

Ebenfalls durch die Brandmeldeanla-

ge wurden zwei Haustechniker des

Wohnheims auf den Brand aufmerk-

sam gemacht, so dass sie das Feuer,

das sich noch in der Entstehungs-

phase befand, noch vor Eintreffen

der Feuerwehr löschen konnten. Für

die Bewohner und das Personal be-

stand zu keiner Zeit Gefahr, der vor-

sorglich angeforderte Rettungswagen

des Roten Kreuzes konnte wenig spä-

ter wieder abrücken. Ein Trupp der

Feuerwehr kontrollierte, ausgerüstet

mit Atemschutzgeräten und einem

speziellen Feuerlöscher, den be-

troffenen Bereich nochmal. Anschlie-

ßend wurden die Räumlichkeiten

belüftet und die Anlage einer Fachfir-

ma übergeben. Dieser Einsatz dient

erneut als Beispiel für die Wichtigkeit

von Brandmeldeanlagen in Großob-

jekten – nicht auszudenken, welche

Gefahr für die schwer pflegebedürfti-

gen und bettlägerigen Bewohner des

Seniorenheims ansonsten bestanden

hätte.

Die Grenzen ihres Einsatzgebietes

erkundeten Mitglieder der Feuer-

wehr Pullach mit zwei Fahrzeugen

am Nachmittag des 11. August. Sie

wurden zu einem Verkehrsunfall mit

einem Lastwagen auf der A95 zwi-

schen der Anschlussstelle Schäftlarn

und dem Rastplatz Höhenrain alar-

miert. Auch wenn in diesem Fall ein

Eingreifen nicht notwendig war und

glücklicherweise niemand verletzt

wurde, zählen Teile der Garmischer

Autobahn grundsätzlich zum Einsatz-

gebiet des Rüstwagens der Feuer-

wehr Pullach. Hier ist eine Zusam-

menarbeit von Feuerwehrleuten aus

den Landkreisen München, Starnberg

und Bad Tölz-Wolfratshausen üblich.

Für die gute Zusammenarbeit in den

letzten Jahren bedankte sich der Bur-

schenverein Pullach am 13. August

mit einem Grillfest am Feuerwehr-

haus. Die Feuerwehr unterstützt den

jungen Verein regelmäßig bei dessen

wichtigster Veranstaltung, dem

Sonnwendfeuer. Das von Martin

Kastner, Feuerwehrmann und Ver-

einsdiener im Burschenverein, zube-

reitete Spanferkel fand großen An-

klang.

Martin Kastner in Doppelfunktion

Von 17. bis 19. August fand bei der

Feuerwehr Pullach eine Unterwei-

sung in Erster Hilfe statt. Die drei Be-

treuer dieses Fachgebiets, Harald

Stoiber, Moritz Lochmann und Johan-

nes Simbeck, sind als Erste Hilfe-

Ausbilder zertifiziert und teilweise

hauptberuflich auf diesem Gebiet

tätig. Auf freiwilliger Basis wurde den

Mitgliedern ein drei Abende umfas-

sender Kurs angeboten, in dem die

lebensrettenden Kenntnisse wieder

aufgefrischt werden konnten. Bei

zahlreichen praktischen Übungen

konnte außerdem der Umgang mit

den im Vorjahr beschafften Materia-

lien zur erweiterten Ersten Hilfe trai-

niert werden.

Wiederbelebungstraining

September

Den Höhepunkt des Jahres 2011 er-

lebten die Mitglieder der Jugend-

gruppe zweifelsohne am letzten Wo-

chenende der Sommerferien: Die

lang ersehnte 24 Stunden-Übung

wurde endlich abgehalten! Die Idee

dahinter ist, die Nachwuchsfeuer-

wehrleute einen ganzen Tag, sprich

24 Stunden, mit dem Arbeitsalltag

einer Berufsfeuerwehr zu konfrontie-

ren. DIeser besteht, natürlich neben

den Einsätzen, auch aus Übungs-

dienst, Pflege von Fahrzeug und Ge-

rät und der gemeinsamen Freizeitge-

staltung. So kamen also die Jugend-

feuerwehrleute, ihre Betreuer und

einige freiwillige Helfer an einem

Samstagmorgen zusammen und be-

gannen diesen spannenden Tag mit

einem gemeinsamen Frühstück. Kurz

darauf folgte der erste Einsatz, der

gleich eine besondere Herausforde-

rung für die jungen Feuerwehrfrauen


Zwei Jugendfeuerwehrmänner löschen ihr erstes richtiges Feuer

und –männer – elf an der Zahl – dar-

stellte. Auf dem Gelände des ge-

meindlichen Bauhofs hatten die Be-

treuer einen Gefahrgutaustritt auf

einem Anhänger mit zwei Verletzten

simuliert. Neben der Menschen-

rettung, die natürlich mit speziellen

„Schutzanzügen“ (zu Übungszwecken

dienten Maleranzüge) erfolgte,

musste der Gefahrstoff identifiziert

und geborgen werden. Nach der

Rückkehr ins Feuerwehrhaus und

Beim simulierten Gefahrstoffeinsatz

dem gemeinsamen Mittagessen folg-

te der nächste Übungseinsatz, die

Suche und Rettung einer in die Isar

gestürzten Person. Nachdem eine

Fahrzeugbesatzung die „Person“ aus-

gemacht hatte, wurde sie durch die

Besatzung des Feuerwehrboots ge-

rettet und sicher an Land gebracht.

Die anschließenden Übungsfahrten

mit dem Schlauchboot stießen bei

hervorragendem Wetter auf große

Begeisterung bei allen Beteiligten.

Am Nachmittag folgte dann der obli-

gatorische Dienstsport – spätestens

jetzt waren alle Teilnehmer körper-

lich gefordert. Vor dem Abendessen

stand noch eine Unterrichtseinheit

an, mehrere Ausbilder unterwiesen

die Jugendlichen in effizienter Strahl-

rohrführung. Ziel dieser Methoden

ist es, bei der Brandbekämpfung im

Innenangriff einerseits den Eigen-

schutz ausreichend zu gewährleisten,

zum anderen aber auch sparsam mit

Löschwasser umzugehen, um

dadurch weitere Schäden zu vermei-

den. Nach dem Abendessen und ei-

nem anschließenden gemütlichen

Beisammensitzen ertönte der nächs-

te Alarm: Ein größerer Brand in der

Nähe des Kraftwerks Baierbrunn! Die

Besatzungen der drei ausgerückten

Fahrzeuge erwartete eine in Voll-

brand stehende, eigens für die

Übung gebaute, Holzhütte. Mithilfe

zweier Löschrohre brachten die

Nachwuchsfeuerwehrleute das Feuer

in kürzester Zeit unter Kontrolle. Die

Bettruhe, die nach diesem Einsatz

galt, wurde gegen vier Uhr jäh been-

det – der nächste Einsatz. Eine ver-

misste Person im Bereich der

Zugspitzstraße musste gesucht wer-

den. Auch hier dauerte es nicht lan-

ge, bis die Person aus dem Wald ge-

bracht und der weiteren Betreuung

zugeführt wurde. Der letzte Alarm

dieses langen Tages folgte dann zu

Ende der Schicht, um neun Uhr. Bei

der Rettung eines Stofftieres von ei-

nem Baum stellten die jungen Feuer-

wehrfrauen und –männer ihre Fähig-

keiten erneut unter Beweis.

Anschließend musste noch einiges

aufgeräumt und gereinigt werden.

Trotz der vielen müden Augen war

die Meinung aller Teilnehmer gleich:

Ein absolutes Highlight, das unbe-

dingt wiederholt werden muss!

Bei einer weiteren Gruppenübung

am Abend des 13. September wur-

den erneut Themen der Technischen

Rettung aus einem Schacht

Hilfeleistung behandelt: Anheben

von Lasten, Tiefbauunfall und der

Aufbau eines Bereitstellungsraumes.

Insbesondere durch die große Zahl

an Baustellen, vor allem durch die

Verlegung der Fernwärmeleitungen

für die Geothermie, muss die Feuer-

wehr Pullach auf einen Zwischenfall

auf einer solchen Baustelle jederzeit

vorbereitet sein. Neben der speziel-

len Rettungstechniken ist hier auch

das Arbeiten auf engstem Raum eine

besondere Herausforderung.

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Der erste Großeinsatz des Jahres

2011 begann für die Kameraden der

Feuerwehr Pullach am 20. September

um 00:38 Uhr. Gemeinsam mit der

Feuerwehr Grünwald musste ein in

Vollbrand stehendes Einfamilienhaus

in Grünwald gelöscht werden.

Nachdem sich die ursprüngliche Mel-

den „Brennt Unrat im Freien“ nicht

bestätigt hatte, wurde Großalarm für

die Feuerwehren aus Pullach und

In Vollbrand stehendes Einfamilienhaus in Grünwald

Grünwald ausgelöst. Die FF Pullach

rückte mit sechs Fahrzeugen und

über 30 Mann an. Neben mehreren

B- und C-Rohren im Außenangriff

waren auch die Wenderohre zweier-

Drehleitern im Einsatz. Nachdem das

Feuer unter Kontrolle war, wurde die

Zwei C-Rohre im Einsatz

Dachhaut geöffnet, da sich hierunter

noch zahlreiche Glutnester befan-

den. Auch ein Innenangriff war erst

spät im Einsatzverlauf gefahrlos mög-

lich. Neben den zwei Feuerwehren

waren auch mehrere Rettungswagen,

ein Notarzt und die Polizei vor Ort.

Der Einsatz zog sich für die Kräfte aus

Pullach bis sechs Uhr morgens, die

Feuerwehr Grünwald war im Laufe

des Tages noch mehrmals vor Ort,

um die Polizei bei ihren Ermittlungen

zu unterstützen und Nachlöscharbei-

ten durchzuführen. Glücklicherweise

wurde bei diesem Einsatz nur eine

Person leicht verletzt, ein vollständi-

ges Niederbrennen des Hauses konn-

te jedoch nicht verhindert werden.

Als Ursache wurde Brandstiftung er-

mittelt.

Oktober

Am 3. Oktober, dem Tag der Deut-

schen Einheit, findet an der Isar tra-

ditionell das Entenrennen des Lions-

club München-Georgenstein statt.

Wie in den vergangenen Jahren un-

terstützte die Feuerwehr auch dies-

mal die Lions-Mitglieder bei dieser

Veranstaltung. Hauptaufgabe ist der

Aufbau der selbstkonstruierten Öl-

sperre. Mithilfe dreier Schläuche,

wobei zwei mit Druckluft und einer

Veronika Wolf und die Lions-Ente

mit Wasser gefüllt ist, ist die Pulla-

cher Wehr seit einigen Jahren für

etwaige Gefahrstoffaustritte auf Ge-

wässern gerüstet. Doch nicht nur

giftige Flüssigkeiten lassen sich damit

einfangen, sondern eben auch die

Enten des Lionsclub, die vom Kraft-

werk Höllriegelskreuth bis zum Brü-

ckenwirt schwimmen.

Am 5. Oktober wurde die Feuerwehr

Pullach um 14:51 Uhr nach Hohen-

schäftlarn zu einem Kellerbrand alar-

miert. Dort angekommen war eine

starke Verrauchung, die sich über

einen großen Teil der Gemeinde er-

streckte, festzustellen. Die Kräfte aus

Pullach, angerückt mit Einsatzleitwa-

gen, zwei Löschfahrzeugen, Drehlei-

ter und weiteren Logistikfahrzeugen,

wurden mit der Bekämpfung des

Feuers im Keller beauftragt. Mehrere

Trupps unter schwerem Atemschutz

konnten den Brand nach einiger Zeit

unter Kontrolle bringen. Aufgrund

der hohen Temperaturen im Keller

kam es hierbei über längere Zeit hin

zu einer gefährlichen Lage, nämlich

der Möglichkeit einer Rauchgas-

durchzündung. Insbesondere bei

Bränden in Kellern, wo es kaum eine

Abzugsmöglichkeit für die entstehen-

de Wärme gibt und außerdem häufig

eine hohe Brandlast vorhanden ist

(wie in diesem Fall durch eine Sau-

na), kann es schnell zu diesem le-

bensbedrohlichen Phänomen kom-

men. Nachdem diese Gefahr besei-


Atemschutztrupps vor dem Betreten des völlig verrauchten Gebäudes

tigt wurde, konnte das Feuer mit ei-

nem massiven Schaumangriff ge-

löscht werden. Das gesamte Haus

musste während dieser Maßnahmen

belüftet werden, da eine Ausbreitung

des Rauchs bereits vor Eintreffen der

Feuerwehr stattgefunden hatte. Ne-

ben den Kräften aus Pullach waren

natürlich die Feuerwehren der Ge-

meinde Schäftlarn, aus Baierbrunn,

Icking, Wolfratshausen und Dorfen

sowie zahlreiche Mitglieder der

Kreisbrandinspektion vor Ort. Diese

wurden durch den Einsatzleitwagen

des Landkreises unterstützt. Vorsorg-

lich wurden auch mehrere Rettungs-

wagen, ein Notarzt und die Polizei

angefordert. Der Einsatz war für die

Pullacher Feuerwehrleute gegen 19

Uhr beendet.

Am Wochenende stand dann der ka-

meradschaftliche Höhepunkt des

Feuerwehrjahres 2011 auf dem Pro-

gramm: Es waren bereits wieder drei

Jahre vergangen, so dass der nächste

Feuerwehrausflug vor der Tür stand.

Das Ziel hieß diesmal Bardolino, ein

Ort am Gardasee. Nachdem die Vor-

standschaft im Rahmen einer Erkun-

dungstour bereits einen Reiseplan

erstellt hatte, machten sich 99 Teil-

nehmer in zwei Bussen auf den Weg

zu einem verlängerten Wochenende

in Italien. Neben der Besichtigung

von Sirmione und Verona lud auch

Bardolino selbst zu einem Spazier-

gang in der warmen Herbstsonne

ein—im Landkreis München hinge-

gen fielen an diesem Wochenende

die ersten Schneeflocken! Auf dem

Rückweg folgten die Mitgereisten

noch einer Einladung der Feuerwehr

Interessierte Besucher in Italien

von Rovereto, um sich dort über die

italienischen Besonderheiten des

Löschwesens zu informieren. Abgese-

hen von der Tatsache, dass dort die

Unterstützung der Berufsfeuerwehr

regelmäßig von Nöten ist und sich

die Fahrzeugtechnik ein klein wenig

unterscheidet, stellte man viele Ge-

meinsamkeiten fest. Nach einem ge-

meinsamen Mittagessen und einer

kleinen Verzögerung—einer der Bus-

se verweigerte kurz vor Garmisch die

Weiterfahrt—kamen 99 begeisterte

Ausflügler am Montagabend wieder

in Pullach an.

Einmal mehr ihr Können unter Be-

weis stellte die Jugendgruppe am

darauffolgenden Wochenende. Beim

Wettbewerb der Jugendfeuerwehren

des Landkreises München erreichte

die Pullacher Gruppe den zweiten

Platz! Diese hervorragende Leistung,

die das Ergebnis des Vorjahres

(Dritter Platz) nochmals übertraf,

verdient höchste Anerkennung.

Pullacher Wettbewerbsteilnehmer

Gratulieren darf man Jakob Kaffl, Si-

mon Kranich, Oliver Maranelli, Patri-

cia Orthofer, Alexander Rauscher,

Martina Schorsten, Ludwig Thierer,

Veronika Wolf und Philip Wimmer.

Besonders hervorzuheben ist, dass

Patricia, Ludwig und Philip zu diesem

Zeitpunkt erst seit vier Wochen bei

der Feuerwehr waren—der Beweis

dafür, dass sie sich schnell in die

Gruppe integrierten und die wichtigs-

ten Fertigkeiten erlernten!

11


12

November

Die letzte Übung des Jahres ist tradi-

tionell etwas Besonderes: In jedem

Jahr wird eine außergewöhnliche

Lage vorbereitet, nach Bewältigung

folgt ein gemeinsames Essen auf Ein-

ladung des Feuerwehrreferenten,

Dr. Walter Mayer.

In diesem Jahr hatte die Vorberei-

tungscrew Unterstützung durch Ka-

meraden der Feuerwehr Weilheim,

die ihren Gefahrgutübungscontainer

zur Verfügung stellten. So konnte das

Austreten gefährlicher Stoffe sehr

realistisch dargestellt werden. Haupt-

aufgabe der Übungsteilnehmer war

es, das Leck in dem Container zu fin-

den und abzudichten. Daneben

musste aber auch mithilfe von Was-

serwerfern, Drehleiter und einem

Wasserschild eine für den Gefahr-

stoff nicht zu durchdringende

„Wand“ geschaffen werden, um eine

weitere Ausbreitung zu verhindern.

Ein provisorischer Dekontaminations-

platz wurde eingerichtet, um die un-

mittelbar im Gefahrenbereich arbei-

tenden Trupps anschließend von der

„Kontamination“ zu reinigen. Nach

etwa zwei Stunden war die Übung

erfolgreich beendet worden und im

Anschluss an die Nachbesprechung

folgte das gemeinsame Essen im Feu-

erwehrhaus.

Ein Trupp im Chemieschutzanzug dichtet das Leck ab

Am Morgen des 15. November wur-

de die Feuerwehr Pullach zur Unter-

stützung des Rettungsdienstes ange-

fordert. Dort wurden die Kameraden

bereits durch einen Rettungswagen

des Roten Kreuzes und Kollegen der

Berufsfeuerwehr München erwartet,

die mit einem sogenannten Schwer-

lastrettungswagen vor Ort waren. Da

sich der Patient als außergewöhnlich

„gewichtig“ herausstellte, unterstüt-

zen die Pullacher Feuerwehrleute die

Kollegen des Rettungsdienstes beim

Transfer von der Wohnung in den

Spezial-Rettungswagen.

Solche Einsätze stellen, wie auch die

Beförderung von Patienten mithilfe

der Drehleiter, einen immer häufige-

ren Anforderungsgrund für die Feu-

erwehren dar—auch dort ist die me-

dizinische Ausbildung hilfreich.

Dezember

Eine weitere althergebrachte Traditi-

on stellt das Schafkopfrennen dar,

Volle Konzentration: Schafkopfen

das einmal jährlich zu Beginn der Ad-

ventszeit abgehalten wird. Von Otto

Horak organisiert, treten immer wie-

der zahlreiche Teilnehmer an, um

neben einem gemütlichen Abend

und der spielerischen Herausforde-

rung natürlich auch hochwertige

Preise zu gewinnen. In diesem Jahr

konnte Gerhard Wittmann diesen

Wettbewerb für sich entscheiden.

Der letzte außergewöhnliche Einsatz

des Jahres 2011 ereignete sich am

Abend des 19. Dezember am Isar-

hang. Ein großer Hund war dort beim

Spazierengehen den steilen Hang

hinuntergerutscht, konnte von sei-

nem Frauchen nicht gerettet werden

und drohte, weiter abzustürzen. Die

Feuerwehrleute bewältigten diese

brenzlige Situation, indem sich zwei

von ihnen zu dem Hund abseilten

und ihn anschließend mithilfe der

Schleifkorbtrage retteten.

Tierrettung mittels Schleifkorbtrage

Weitere Informationen zu unseren

Einsätzen finden Sie unter

www.feuerwehr-pullach.de


Daten und Fakten 2011

Wussten Sie, dass

- 26 Einsätze mehr als im Vorjahr zu bewältigen waren?

- die Zahl der Brände um ein Drittel angestiegen ist?

- die Ursachen von Fehlalarmen durch Brandmeldeanlagen durch das Landratsamt München nachverfolgt

werden? Die Zahl der Fehlalarme durch Brandmeldeanlagen hat sich im Vergleich zum Vorjahr fast halbiert.

- die meisten Einsätze zwischen 12 Uhr und 18 Uhr beginnen?

- die Feuerwehrleute insgesamt zehn Mal zwischen Mitternacht und sechs Uhr aus dem Schlaf gerissen wur-

den?

- der einsatzreichste Monat der Juli, der ruhigste der Januar war? Im Juli wurde die Feuerwehr etwa dreiein -

halb mal so oft alarmiert wie im Januar.

- Dienstags und Samstags das Einsatzaufkommen am höchsten ist, am Sonntag sozusagen „Ruhetag“ ist?

- die Feuerwehr Pullach im vergangenen Jahr vier Mal zu überörtlichen Einsätzen, also zur Hilfeleistung in

andere Gemeinden gerufen wurde?

13


14

Neuanschaffungen 2011

Die neuen Leinenbeutel mit dem für den Einsatz nötigen Zubehör

Das Hauptaugenmerk bei den Neube-

schaffungen lag 2011 auf der Ausrüs-

tung für den Atemschutzeinsatz. Um

den Feuerwehrleuten den Einsatz

unter Atemschutz zu erleichtern,

wurden jetzt unter anderem neue

Druckluftflaschen angeschafft.

Sie sind aus einem Compositwerk-

stoff gefertigt und damit wesentlich

leichter als die bisherigen Stahlfla-

schen. Außerdem enthalten sie etwa

300 Liter mehr Atemluft als die Vor-

gängermodelle. Dem Anwender steht

damit nicht nur mehr Luft zur Verfü-

gung, er trägt auch aufgrund des ge-

ringeren Gewichts weniger Last mit

sich. Beide Faktoren sorgen dabei für

eine längere Einsatzzeit sowie eine

bessere Beweglichkeit bei oft engen

Raumverhältnissen. Auch Einsparun-

gen beim Wartungsaufwand ergeben

sich dadurch, dass nur noch halb so

viele Flaschen wie bisher gewartet

und durch den TÜV geprüft werden

müssen. Die bisher verwendeten Rü-

ckenschalen können weiter benutzt

werden, sie müssen durch den Gerä-

tewart lediglich umgebaut werden—

dies wird gleich zu Jahresbeginn er-

folgen.

Bereits in den Fahrzeugen vorhanden

sind die neuen Leinenbeutel. Bisher

musste bei einem Atemschutzeinsatz

immer ein Leinenbeutel, Türkeile,

Fluchthauben sowie diverse andere

Geräte mitgenommen werden. Diese

Hilfsmittel wurden nun kompakt in

einem Beutel zusammengefasst. Die

neuen Leinenbeutel beinhalten ne-

ben Türkeilen auch Wachsstifte mit

denen bereits abgesuchte Räume

markiert werden können. Durch tak-

tische Zeichen können nachfolgende

Atemschutztrupps sehen, ob sich ihre

Kameraden noch in dem Raum befin-

den, er bereits abgesucht worden ist

oder der Trupp hier noch tätig wer-

den muss.

Erfahrungsgemäß lösen sich bei

Bränden mit großer Wärmeentwick-

lung, besonders in Kellern, häufig

Stromkabel von der Decke. Darin ha-

ben sich bereits mehrfach Feuer-

wehrangehörige verfangen. Aus die-

sem Grund sind in den neuen Ta-

schen auch Zangen verstaut, mit de-

nen sich der Kamerad aus seiner

misslichen Situation befreien kann.

Um auch nach innen öffnende Türen

bei oder nach dem Betreten aus ei-

ner sicheren Deckung wieder schlie-

ßen zu können, ist in den Beuteln

eine Bandschlinge verstaut. Zusätz-

lich sind noch zwei Fluchthauben für

die Personenrettung angehängt.

Im Bereich der Erste Hilfe-Ausbildung

wurden 2011 eine Übungspuppe, ein

dazugehöriger Übungsdefibrillator

sowie weitere medizinische Aus-

rüstung angeschafft. Damit ist nun

auch im eigenen Hause eine hoch-

wertige Ausbildung in lebensretten-

den Sofortmaßnahmen möglich.

Bei der Erste Hilfe-Ausbildung


Neue Herausforderung:

Wasserrettung an der Isar

Ein neues Aufgabengebiet kam im

Jahr 2008 auf die Mitglieder der Pul-

lacher Feuerwehr zu: Die Wasser-

rettung im Bereich von Isar und Isar-

kanal. Den Beginn markierte die Um-

setzung des Einsatzplans für den Be-

reich der Wasserrettung an der Isar

durch die Kreisbrandinspektion im

Jahr 2008.

Die Erfahrungen aus den ersten Ein-

sätzen wurden im Laufe des Jahres

2010 in die Pläne eingearbeitet. Bei

der Feuerwehr Pullach wurden diese

Pläne durch den Leiter der Fachgrup-

pe „Einsatzleitwagen“ Michael Zech

und seinen Vertreter, Moritz Loch-

mann, umgesetzt. Es wurden Fahr-

zeugeinteilungen erstellt sowie An-

fahrtsskizzen und Fotos der verschie-

denen Aufstellungsorte angefertigt.

Diese individuelle Einsatzplanung ist

nach bisherigem Kenntnisstand im

Bereich Isar Süd einmalig.

Neben der entsprechenden Einsatz-

taktik sind sowohl eine spezielle Aus-

rüstung, als auch eine umfassende

Ausbildung für diese herausfordern-

de Aufgabe erforderlich. Auch hierbei

hat die Feuerwehr Pullach die Vorrei-

terrolle übernommen. Zunächst wur-

den zwei sogenannte Überlebensan-

Wasserretter in voller Montur

Stephanie Westenthanner beim ersten Versuch, den Dummy zu retten

züge mit Zubehör (Schwimmleine,

Flossen und Helm) beschafft. Diese

Anzüge schützen den Träger gegen

das kalte Wasser, zusätzlich verleihen

sie den erforderlichen Auftrieb, um

auch bei starker Strömung sicher

schwimmen zu können. Um den

Fahrzeugbesatzungen, die die Be-

obachtungsposten besetzen, eine

Eingreifmöglichkeit für den Fall, dass

die zu rettende Person vorbei-

schwimmt, zu geben, wurde auch für

die Beobachtungspunkte Ausrüstung

angeschafft. Hierzu zählen unter an-

derem ein Fernglas und sogenannte

Wurfleinen. Außerdem wurden im

Zuge dieser Neubeschaffung auch

moderne, bei Wasserkontakt selbst-

auslösende Schwimmwesten für die

Besatzung des Feuerwehrboots er-

worben.

Das Paket wird abgerundet durch

eine bedarfsgerechte Ausbildung.

Hierzu zählt zum Einen die Unterwei-

sung der Führungskräfte und der Be-

satzung des Einsatzleitwagens bezüg-

lich der Einsatztaktik bei Wasser-

rettungseinsätzen.

Außerdem muss die gesamte Mann-

schaft in die Handhabung der Was-

serrettungsausrüstung eingeführt

werden. Zusätzlich ist für das kom-

mende Jahr geplant, eine möglichst

große Zahl von Feuerwehrleuten als

sogenannte Strömungsretter auszu-

bilden. Diese speziell ausgebildeten

Kameraden sollen im Einsatzfall dann

den Überlebensanzug tragen. Für

diese Ausbildung ist eine Kooperati-

on mit der DLRG Schäftlarn ange-

dacht, Voraussetzung ist der Erwerb

des Rettungsschwimmabzeichens in

Silber. Die gemeinsamen Übungen

hierfür starten im Januar 2012.

15


16

Ich will zur Feuerwehr!

- das ist der Slogan einer Werbekam-

pagne des Bayerischen Landesfeuer-

wehrverbandes, die derzeit im ge-

samten Freistaat durchgeführt wird.

Dieser Beitrag soll, auch als Start-

schuss für die Kampagne zur Mitglie-

derwerbung in Pullach, Wissenswer-

tes über den Feuerwehrdienst im

Allgemeinen sowie die Eindrücke

verschiedener aktiver Mitglieder im

Speziellen, vermitteln.

„Wer ist das eigentlich, diese Feuer-

wehr?“

„Die Feuerwehr“, das sind zunächst

einmal ihre Mitglieder. Diese unter-

teilt man auf der einen Seite in Akti-

ve, also solche, die tatsächlich im

Moment Feuerwehrdienst leisten

und, auf der anderen Seite, Passive

und Ehrenmitglieder. Die aktiven

Mitglieder sind Teil der kommunalen

Einrichtung „Freiwillige Feuerwehr“,

die passiven und Ehrenmitglieder im

Feuerwehrverein, der auf Seite 21

vorgestellt wird, organisiert.

Zunächst ist zu sagen, dass alle der-

zeit etwa 80 aktiven Mitglieder ihren

Dienst ehrenamtlich, unentgeltlich

und in ihrer Freizeit leisten. Die einzi-

ge Ausnahme bildet der hauptamtli-

che Gerätewart, der bei der Gemein-

de Pullach für die Wartung und In-

standhaltung von Fahrzeugen, Gerät

und Feuerwehrhaus angestellt ist.

Das bedeutet im Klartext, dass nie-

mand für seine Tätigkeit bei der Pul-

lacher Feuerwehr Geld bekommt.

Nun werden sich sicherlich viele Le-

ser fragen, warum man sich das

trotzdem „antut“ - hierfür gibt es

zahlreiche Antworten, die ihnen die-

ser Artikel näherbringen wird. Die

wichtigste Erklärung zuerst: Weil es

Spaß macht!

Die Feuerwehrmitglieder stellen ei-

nen sehr breiten Schnitt durch unse-

re Gesellschaft dar—egal ob Alters-

klasse, Herkunft oder berufliche Tä-

tigkeit, bei der Feuerwehr findet man

die verschiedensten Persönlichkei-

ten. Vom erstmöglichen Eintrittsal-

ter, 14 Jahren, bis zum Pensionsalter

von 63 Jahren, von „gebürtigen“ Pul-

lachern, kürzlich Zugereisten, Schü-

lern, Auszubildenden, Studenten,

Gemeindeangestellten, angestellten

und selbstständigen Handwerkern,

Kaufleuten, in sozialen Berufen Be-

schäftigten—diese Liste ließe sich

endlos fortführen. Diese Vielfalt ist

wohl einzigartig und ein Teil der Ab-

wechslung, die viele Feuerwehrmit-

glieder sehr schätzen. Michael Zech,

seines Zeichens Abteilungsleiter im

Bereich Rechnungswesen bei einer

großen Münchner Bank: „Als

„Schreibtischtäter“ ist die Tätigkeit

bei der Feuerwehr ein wichtiger sozi-

aler Baustein und eine Abwechslung

zum meinem Alltag in der Bank.“

Die Lebensläufe der Feuerwehrmit-

Michael Zech im feinen Zwirn...

glieder sind ebenso verschiedenen

wie ihre Wege zur Feuerwehr. An-

hand zweier Beispiele werden die

verschiedenen Einstiegsmöglichkei-

ten aufgezeigt.

Michael Zech, 34 Jahre alt, ist inzwi-

… und als ELW-Teamleiter

schen seit über 20 Jahren Feuerwehr-

mitglied. Er wählte den „klassischen“

Weg des Einstiegs in die Jugendfeu-


erwehr mit 14 Jahren. Bereits durch

einen feuerwehrbegeisterten Onkel

vorbelastet, absolvierte er noch wäh-

rend der Schulzeit die Grundausbil-

dung und rückte zu den ersten Eins-

ätzen aus. Nach dem Abitur folgte

Martin Kastner im Einsatz...

eine Ausbildung zum Bankkaufmann,

anschließend berufsbegleitend das

Studium zum Betriebswirt (VWA) und

Diplom-Bankbetriebswirt. Trotz die-

ser Mehrfachbelastung qualifizierte

er sich auch im Bereich Feuerwehr

weiter, wurde unter anderem Boots-

führer und zuletzt Gruppenführer.

Eine Führungsposition bekleidet Mi-

chael Zech als Verantwortlicher für

den Einsatzleitwagen. Er ist damit für

die technischen und organisatori-

schen Belange der etwa zehnköpfi-

gen Stammbesatzung des Fahrzeugs

zuständig.

Martin Kastner, 1984 geboren, hinge-

gen kam erst 2009 zur Feuerwehr.

Der Seiteneinsteiger wurde durch

seinen Bruder und mehrere bei der

Feuerwehr aktive Freunde zum Mit-

machen motiviert. Er ist eigentlich

gelernter Kommunikationselektroni-

ker, absolvierte im vergangenen Jahr

eine Weiterbildung und ist jetzt be-

rechtigt, den Titel Elektrotechniker zu

führen. Zusätzlich startete im Herbst

2011 ein berufsbegleitendes Maschi-

nenbaustudium. Bei der Feuerwehr

hat sich Martin Kastner schnell sehr

engagiert gezeigt: Neben der Grund-

ausbildung besuchte er den Atem-

schutzlehrgang, durfte auf Kosten

der Feuerwehr einen Lkw-

Führerschein machen und ist inzwi-

schen Maschinist, also Fahrer und

Bediener der Löschfahrzeuge. Im

… und an seinem Arbeitsplatz

Nachhinein ärgert er sich: „Eigentlich

hätte ich schon viel früher zur Feuer-

wehr gehen sollen…“

„Und was machen die da bei der

Feuerwehr?“

Brände löschen? Ist doch eigentlich

ganz klar!

Nicht falsch, aber auch nicht ganz

richtig. Tatsächlich stellt, wie auch

dem Jahresrückblick zu entnehmen

ist, die Brandbekämpfung nur noch

einen kleinen Ausschnitt aus dem

Tätigkeitsbereich einer Feuerwehr

dar. Den weit überwiegenden Teil

der Einsätze machen solche zur Tech-

nischen Hilfeleistung, also bei Ver-

kehrsunfällen, Unwettern, hilflosen

Personen in Wohnungen und derglei-

chen aus. Auch Brandsicherheitswa-

chen im Bürgerhaus—ein wahrer Ge-

nuss für die kulturbegeisterten Ka-

meraden—werden durch die Feuer-

wehr Pullach geleistet. Die Einsätze,

von denen Michael Zech beispiels-

weise „die Großbrände bei Peroxid

Chemie und das tagelang andauern-

de Pfingsthochwasser 1999“ in Erin-

nerung geblieben sind, erfordern von

den Feuerwehrleuten bisweilen

Höchstleistungen.

Um diese erbringen zu können, ist

eine gute Vorbereitung notwendig—

die dem Zeitaufwand nach den größ-

ten Anteil am Feuerwehrdienst hat.

Abgesehen von den Übungen, die ein

bis zwei Mal monatlich in Pullach

stattfinden, besuchen die Feuerwehr-

leute auch die verschiedensten Lehr-

gänge im Landkreis München oder an

der Staatlichen Feuerwehrschule in

Geretsried. Die Grundausbildung und

der Atemschutzlehrgang zählen zum

Rüstzeug eines jeden Feuerwehrmit-

glieds, je nach persönlichen Interesse

können im Anschluss noch verschie-

dene Fortbildungen besucht werden.

Technische Hilfe, Maschinist für

Löschfahrzeuge, Gefährliche Stoffe,

17


18

Sprechfunker—das sind nur einige

der angebotenen Kurse. Auch die

Ausbildung von Führungsnachwuchs

erfolgt kontinuierlich und bedarfsge-

recht.

Zusätzlich wird der Begriff

„Gemeinschaft“ bei der Pullacher

Feuerwehr sehr groß geschrieben.

Weil insbesondere die Tätigkeit als

Atemschutzgeräteträger körperlich

herausfordernd ist, hat sich eine

Gruppe gefunden, die einmal wö-

chentlich gemeinsam Sport treibt.

Neben Fußball, Handball oder Volley-

ball in der Turnhalle stehen im Som-

mer Schwimmbadbesuche und im

Winter die Teilnahme am Skirennen

der Landkreisfeuerwehren auf dem

Plan. Auch ein gut ausgestatteter

Fitnessraum mit Sauna im Keller des

Feuerwehrhauses findet regen Zu-

spruch. Vereinsveranstaltungen wie

der Neujahrsfrühschoppen, der Ka-

meradschaftsabend oder gemeinsa-

me Ausflüge sorgen ebenfalls für Zu-

sammenhalt. Und auch wenn am

Dienstag, dem „Feuerwehrtag“, kei-

ne Übung oder andere Veranstaltung

angesetzt ist, bleibt das Feuerwehr-

haus nie leer. Sicherlich auch weil

viele Feuerwehrmitglieder private

Freundschaften geschlossen haben,

ist immer etwas geboten—Kicker

oder Billard spielen, Fußballspiele

anschauen, oder einfach stundenlan-

ge Unterhaltungen in der Stube des

Feuerwehrhauses.

„Was ist daran so toll?“

Die Motivation der einzelnen Mitglie-

der, Feuerwehrdienst zu leisten, ist

sehr verschieden. Drei Dinge hört

man jedoch von nahezu jedem Mit-

glied:

Das gute Gefühl, seinen Mitmen-

schen zu helfen, oder, wie Michael

Zech sagt: „Das entschädigt für so

manche kurze Nacht, nach der ich mit

nur zwei Stunden Schlaf wieder

pünktlich ins Büro gegangen bin“ .

Auch ein gewisses technisches Inte-

resse an den Feuerwehrfahrzeugen,

ihrer Ausrüstung und den Einsatz-

möglichkeiten werden die wenigsten

abstreiten können—waren doch der

Feuerwehrhelm und das Blaulicht

bereits im Kindesalter außeror-

dentlich faszinierend. Nicht zuletzt ist

jedoch die hervorragende Kamerad-

schaft sicherlich bei den meisten Mit-

glieder das Hauptargument.

„Was muss ich tun?“

Wenn diese Zeilen, oder auch das

ganze Heft, Sie angesprochen haben,

ist der Weg eigentlich ganz einfach.

Sie sollten am besten zwischen 14

und 40 Jahre alt sein und ihren

Wohnsitz oder Arbeitsplatz im Be-

reich der Gemeinde Pullach haben.

Sonstige Anforderungen stellen wir,

abgesehen von einer gewissen kör-

perlichen Geeignetheit, nicht. Auch

verlangt die Feuerwehr keinen Mit-

gliedsbeitrag, im Gegenteil—es wer-

den Ihnen alle Ausrüstungsgegen-

stände unentgeltlich zur Verfügung

gestellt.

Sie müssen also lediglich Kontakt zur

Feuerwehr aufnehmen. Dafür gibt es

verschiedene Wege:

Sie können unsere Website

www.feuerwehr-pullach.de besu-

chen und das Kontaktformular nut-

zen oder eine Mail an komman-

dant@feuerwehr-pullach.deschi- cken.

Auch ist die Pullacher Feuerwehr bei

zahlreichen Veranstaltungen, wie

dem Französischen Freundschaftsfest

mit einem Infostand vertreten.

Der einfachste Weg jedoch wäre, an

einem Dienstagabend zwischen

18:30 und 21:00 das Feuerwehrhaus

an der Kagerbauerstraße 2 aufzusu-

chen und sich persönlich zu informie-

ren. Man steht dort immer für ein

persönliches Gespräch, die Beant-

wortung Ihrer Fragen und individuel-

le Lösungen bezüglich Ihrer Mitglied-

schaft bereit.

Die Freiwillige Feuerwehr Pullach

freut sich also, Sie bald als neues

Mitglied zu begrüßen!


Die Pullacher Jugendfeuer-

wehr—eine starke Truppe!

Das haben die Nachwuchsfeuerwehr-

leute 2011 definitiv wieder einmal

unter Beweis gestellt! Ob Leistungs-

prüfung, Jugendwettbewerb, Dienst-

sport oder 24 Stunden-Übung, es war

immer etwas geboten—doch der

Reihe nach.

Jahresrückblick

Tobi erhält sein Leistungsabzeichen

Die erste sogenannte Leistungsprü-

fung, die Feuerwehrangehörige in

ihrer Laufbahn ablegen können, ist

die Jugendleistungsprüfung. Hierbei

sind sowohl Einzelaufgaben, die das

Anlegen spezieller Knoten, als auch

Teamaufgaben, beispielsweise das

Zusammenkuppeln einer 90 Meter

langen Schlauchstrecke, zu bewälti-

gen. Zum Abschluss müssen noch

einige Testfragen beantwortet wer-

den. Diese Prüfung bestanden am

Abend des 23. Mai alle Mitglieder

der Pullacher Jugendfeuerwehr. Be-

sonders hervorzuheben ist die Leis-

tung von Tobias Ertlmaier: Er hat kei-

nen einzigen Fehlerpunkt gesam-

melt—den Schiedsrichtern zufolge

kommt das nicht alle Tage vor!

Bei der 24 Stunden-Übung, dem Hö-

hepunkt des Jahres 2011 aus Sicht

der Jugendfeuerwehr, wurde dem

Feuerwehrnachwuchs einiges abver-

langt. Sämtliches vorher bei Übungen

Erlerntes und Geübtes musste nun

unter realistischen Bedingungen an-

gewendet werden. Die simulierten

Einsätze, ein Gefahrstoffaustritt, Per-

sonenrettung aus der Isar, Brand ei-

ner Gartenhütte, Vermisstensuche

und Tierrettung lassen dies schon

erahnen. Zwischen den Einsätzen

wurden Gerätschaften gepflegt,

Dienstsport abgehalten und natürlich

gemeinsam gegessen—ganz wie im

Alltag einer Berufsfeuerwehr. Einhel-

lige Meinung trotz müder Gesichter

am nächsten Morgen: Das muss un-

bedingt wiederholt werden!

Im Oktober nimmt die Jugendgruppe

traditionell am Bundeswettbewerb

Jugendfeuerwehr teil. Der Wettbe-

werb, der aus zwei Teilen besteht,

findet zunächst auf Landkreisebene

statt. Die Sieger kommen jeweils eine

Runde weiter, so dass es letztendlich

einen Bundessieger gibt.

Im ersten Teil müssen die jungen

Feuerwehrleute einen Löschaufbau

mit Wasserentnahme aus dem Hyd-

ranten und drei Löschrohren aufbau-

en. Als besondere Schwierigkeit sind

hier mehrere Hürden, wie eine

Kletterwand, eingebaut—diese gilt

es, in voller Montur, zu überwinden.

Im zweiten Teil ist ein Staffellauf der

besonderen Art zu bewältigen. Ne-

ben der reinen Laufstrecke müssen

zwischendrin immer wieder feuer-

wehrtechnische Aufgaben, wie das

Anlegen der Schutzausrüstung oder

das Aufrollen eines Schlauchs, erle-

digt werden.

Bei diesem Wettbewerb erreichte die

Gruppe aus Pullach einen sagen-

haften zweiten Platz!

Die Jugendgruppe im Portrait

Doch auch abgesehen von diesen

Ereignissen ist es bei der Jugendfeu-

erwehr nie langweilig. Die 13 Mitglie-

der, wovon drei im Jahr 2011 neu

dazugekommen sind, halten mit ih-

ren Betreuern Peter Wolff, Stephanie

Westenthanner, Urs Golle, Florian

Horak und Justus Würthner beispiels-

weise eine reine Jugendübung im

Monat ab. Bei diesen Übungen wer-

den die grundlegenden Tätigkeiten

des Feuerwehrdienstes vermittelt.

Auch an den Übungen der Aktiven

Prüfungsaufgabe: Schlauch ausrollen

19


20 18

nehmen die Jugendlichen ganz regu-

lär teil. Zusätzlich können die Nach-

wuchskräfte schon während ihrer

Jugendfeuerwehrzeit den ersten Teil

der Grundausbildung abschließen.

Pünktlich zu ihrem 16. Geburtstag

erhalten die Jungfeuerwehrleute ih-

ren eigenen Funkmeldeempfänger,

Piepser genannt. Durch diesen alar-

miert, können sie das bisher Erlernte

bei Einsätzen in die Praxis umsetzen.

Dies geschieht selbstverständlich im-

mer außerhalb des unmittelbaren

Gefahrenbereichs und unter Aufsicht

eines erfahrenen Feuerwehrangehö-

rigen.

Eine Mischung aus dienstlicher Not-

wendigkeit und privatem Vergnügen

stellt die sportliche Betätigung der

Feuerwehrmitglieder da. Beim wö-

chentlichen Dienstsport, der jeweils

dienstags in der Hauptschulturnhalle

stattfindet, stellt die Jugendfeuer-

wehr regelmäßig die meisten Teil-

nehmer. Auch Ausflüge ins

Schwimmbad stellen eine beliebte

Variante dar.

Abgesehen vom Feuerwehrdienst

gibt es bei der Jugendfeuerwehr

auch zahlreiche gemeinsame Freizeit-

veranstaltungen. Beispielsweise wer-

den in regelmäßigen Abständen Zelt-

lager der Jugendfeuerwehren des

Landkreises München abgehalten,

die Jugendlichen nehmen aber auch

regulär an den Vereinsausflügen und

anderen Veranstaltungen teil.

Ein besonderer Ausflug ist 2012 ge-

plant: Betreuer und Jugendgruppe

können die Hütte des Kameraden

Gruppenbild mit Jugendwart, Kommandanten und Bürgermeister

Hoch hinaus: Vroni, Martina und Patricia mit Betreuer Urs im Drehleiterkorb

Otto Horak in der Wildschönau nut-

zen. Nachdem der letzte Ausflug

schon einige Jahre zurückliegt, ist im

kommenden Jahr wieder einmal ge-

meinsames Kochen und natürlich

Schlittenfahren angesagt.

Auch ein Besuch in einem Hochseil-

garten und Sommerrodeln am Blom-

berg stand in den letzten Jahren

schon auf dem Programm. Bezüglich

solcher Wünsche haben die Betreuer

immer ein offenes Ohr für die Mit-

glieder der Jugendgruppe und versu-

chen, die Wünsche so gut wie mög-

lich umzusetzen

Solltest Du dich von diesen Zeilen

angesprochen fühlen, zwischen 14

und 17 Jahre alt sein und in Pullach

wohnen, zur Schule gehen oder eine

Ausbildung machen, so freut sich die

Pullacher Jugendfeuerwehr auf Dich!

Die Gruppe ist immer auf der Suche

nach Mitstreitern, die neben der Feu-

erwehrausbildung gerne Teil eines

tollen Teams sein wollen, das in der

Freizeit gemeinsam Spaß hat. Bei

Interesse also einfach Dienstags zwi-

schen 18:30 und 21 Uhr im Feuer-

wehrhaus melden!


Der Feuerwehrverein

Der Feuerwehrverein stellt gemäß

Art. 5 des Bayerischen Feuerwehrge-

setzes die Einsatzkräfte der Freiwilli-

gen Feuerwehren—dies ist jedoch

eine sehr dürftige, unzureichende

Beschreibung der Aufgaben, zumin-

dest was die Pullacher Feuerwehr

angeht.

Hier ist der Verein nämlich Ausgangs-

punkt und Kern des gesamten Enga-

gements, das die Mitbürger tagtäg-

lich erleben. Ohne eine funktionie-

rende Gemeinschaft ist eine solch

zeitaufwändige, anspruchsvolle und

in jeder Weise herausfordernde Tä-

tigkeit nicht zu bewältigen. Die Mit-

gliedschaft bei der Feuerwehr ist für

den Großteil der aktiv Tätigen näm-

lich nicht nur „irgendein Hobby“,

sondern Berufung und zweite Familie

zugleich. Insbesondere die gemeinsa-

men Erlebnisse bei Einsätzen und

Übungen machen aus dem bunt zu-

sammengewürfelten Haufen aus

Männern und Frauen jeder Alters-

klasse, Herkunft und beruflicher Tä-

tigkeit eine eingeschworene Gemein-

schaft.

Ein Teil des Vorstands: Kommandant

Brandl, Bürgermeister Westenthan-

ner, stv. Kommandant Stoiber und

Vorsitzender Rauscher

Die zu fördern ist in erster Linie Auf-

gabe des Feuerwehrvereins. Zu die-

sem Zweck werden in jedem Jahr

zahlreiche Veranstaltungen abgehal-

ten: Angefangen beim Neujahrsfrüh-

schoppen und der Jahreshauptver-

sammlung, über den Faschingskehr-

aus bis hin zum Kameradschafts-

abend und, am Ende des Jahres, dem

Schafkopfrennen. Hinzu kommt noch

alle drei Jahre der Feuerwehrausflug,

der die Mitglieder der Pullacher Feu-

erwehr in diesem Jahr an den Gar-

Der Feuerwehrausflug—gemeinsame Erholung fern der Heimat

dasee führte. Auch die Partner-

schaften mit anderen Feuerwehren,

insbesondere Bischofshofen in Öster-

reich, werden durch den Feuerwehr-

verein gepflegt.

Federführend hierfür verantwortlich

ist der Vorstand, vertreten durch den

Ehrenkommandanten Josef Rauscher

und seinen Stellvertreter, Bürger-

meister Jürgen Westenthanner. Wei-

tere Vorstandsmitglieder sind Kassier

Helmut Küpfer (bereits seit 45 Jahren

in dieser Funktion!), sein

„Auszubildender“ Andreas Kastner

und die beiden Schriftführer Peter

Wolff und Stephanie Westenthanner.

Auch die beiden Kommandanten,

Andreas Brandl und Harald Stoiber,

sind Teil des Vorstands.

Neben der Hauptaufgabe Kamerad-

schaftspflege spielt der Feuerwehr-

verein jedoch noch eine zweite wich-

tige Rolle: Er unterstützt die Gemein-

de Pullach bei der Sicherstellung des

Brandschutzes, insbesondere in fi-

nanzieller Hinsicht. Wie Sie unseren

jährlichen Spendenaufrufen entneh-

men können, werden immer wieder

wichtige Ausrüstungsgegenstände,

teilweise sogar ganze Feuerwehrfahr-

zeuge, oder Sonderausbildungen

durch den Feuerwehrverein finan-

ziert. Auch zum Bau des Feuerwehr-

hauses trug der Verein einen nicht

unerheblichen Geldbetrag bei.

So lässt sich also feststellen, dass das

Feuerwehrleben keineswegs nur aus

dem aktiven Dienst besteht, sondern

eine weitere, sehr wichtige Facette

enthält!

21


22 20

Das können Sie tun

Abgesehen von Ihrer aktiven Mit-

gliedschaft (Informationen auf Seite

18) oder einer Spende, gibt es einige

Maßnahmen, die Sie ergreifen kön-

nen, um im Ernstfall sich selbst und

uns zu helfen.

Bereits Kleinigkeiten können hilfreich

sein: Achten Sie darauf, dass die

Hausnummer gut sichtbar und nicht

zugewachsen ist, ein beleuchtetes

Schild ist optimal und erleichtert uns

das Auffinden der Einsatzadressen.

Nicht in Feuerwehranfahrtszonen zu

parken sollte eigentlich selbstver-

ständlich sein. Außerdem ist in man-

chen engen Straßen das Durchkom-

men mit den Großfahrzeugen sehr

schwierig - auch hier können Sie et-

was tun!

Auf drei Themen wollen wir hier et-

was ausführlicher eingehen:

Der richtige Notruf

Die europaweit einheitliche Notruf-

nummer für Feuerwehr und

Rettungsdienst lautet 112! Ob vom

Handy oder Festnetztelefon, ein Not-

ruf unter der 112 ist in jedem Fall

kostenlos. Damit die Hilfe Sie

schnellstmöglich erreicht, sind beim

Notruf einige Dinge zu beachten:

Die aufnehmende Einsatzzentrale

muss nicht unbedingt die für Ihren

Standort richtige sein. Teilen Sie dem

Kollegen in der Einsatzzentrale daher

unbedingt Ihren genauen Aufent-

haltsort mit (viele gleichnamige Stra-

ßen existieren in verschiedenen Or-

ten!). Damit alle wichtigen Informati-

onen enthalten sind, sollten Sie sich

folgendes Schema einprägen:

- WER ruft an? Nennen Sie Ihren Na-

men und eine Rückrufnummer.

- WO ist der Einsatzort? Geben Sie

die genaue Einsatzadresse

(Gemeinde, Stadtteil, Straße, Haus-

nummer, Stockwerk) an und be-

schreiben Sie Besonderheiten

(Hinterhof, Parkanlagen, Kilome-

terangabe und Fahrtrichtung auf der

Autobahn).

- WAS ist passiert? Beschreiben Sie

mit kurzen Worten was passiert ist:

„Es brennt in der Wohnung“ oder

„Mein Kollege ist nicht ansprechbar“.

- WIE VIELE Verletzte? Teilen Sie der

Einsatzzentrale die Anzahl der Ver-

letzten mit. Sind in einem brennen-

den Haus oder einem PKW Personen

eingeschlossen?

- WARTEN! Legen Sie nicht selbst-

ständig auf. Der Mitarbeiter der Ein-

satzzentrale beendet das Gespräch,

wenn er keine Fragen mehr hat.

Rauchmelder

Weil bereits drei Atemzüge im Brand-

rauch tödlich wirken können und

zwei Drittel der 50 Brandtoten pro

Monat in Deutschland im Schlaf

überrascht werden, ist die Installati-

on von Rauchmeldern eine sehr gute

Investition! Der laute Alarm dieses

kleinen Lebensretters warnt Sie und

Ihre Familie zu jeder Zeit vor der töd-

lichen Gefahr, die von Zimmerbrän-

den ausgeht. Er gibt Ihnen den nöti-

gen Vorsprung, um die Wohnung zu

verlassen und die Feuerwehr zu alar-

mieren. Um nur qualitativ hochwerti-

ge Rauchmelder einzusetzen, sollten

Sie auf die CE-Kennzeichnung, die

Prüfung nach EN 14 604 und das VdS-

Prüfzeichen achten. Mindestens in

jedem Schlaf- und Kinderzimmer so-

wie einmal pro Etage (am besten im

Flur) sollte ein Rauchmelder ange-

bracht sein.

Weitere Informationen finden Sie

unter

www.rauchmelder-lebensretter.de

Weitere Flyer und Informationen zu

Themen des häuslichen Brandschut-

zes finden Sie unter www.feuerwehr

-pullach.de

Erste Hilfe

Wenn Feuerwehrleute im Einsatz

erkrankten oder verletzten Personen

helfen müssen, können sie sich auf

ihre Erste Hilfe-Ausbildung und eine

hochwertige medizinische Aus-

stattung verlassen.

Doch auch Sie können jederzeit in

eine solche Situation geraten: Ein

Verkehrsunfall auf den Sie aufmerk-

sam werden, ein Kollege der am Ar-

beitsplatz plötzlich einen Herzinfarkt

erleidet, ein verletztes Kind zuhau-

se—wir raten Ihnen, sich auf solche

Situationen vorzubereiten! Wenn der

letzte Erste Hilfe-Kurs schon mehrere

Jahre her ist, sollten Sie einen der

zahlreichen angebotenen Auffri-

schungskurse besuchen.

Die Gemeinde Pullach ist durch das

Aufstellen von Defibrillatoren an

öffentlichen Plätzen in Vorleistung

getreten. nun ist es an Ihnen, ent-

sprechendes Wissen zu erwerben

oder zu erneuern und damit Ihren

Mitmenschen im Ernstfall das Leben

zu Retten!

Vielen Dank!


Die aktiven und passiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Pullach

Fahrzeuge und Anhänger vor dem Feuerwehrgerätehaus

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