Pluspunkte - Gymnasium Bäumlihof

gbbasel

Pluspunkte - Gymnasium Bäumlihof

GYMNASIUM BÄUMLIHOF

N O

PLUSPUNKTE

Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt

Die

individuelle

Schule

PLUSPUNKT

HIGHLIGHT

GBplus PLUSPUNKT PLUSPUNKT PLUSPUNKT

SPORT MUSIK

10

20

6 22

Die 5c in San Francisco Individualisiertes

Lernen am GB

Jason Brüggers

zirkusreife Maturaarbeit

05

03|12

Black Music begeisterte

rundum


Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt

Weiterführende Schulen

Gymnasium Bäumlihof

Kontakt

Gymnasium Bäumlihof

Zu den drei Linden 80

4058 Basel

Tel. 061 606 33 11

Fax 061 606 33 33

E-Mail:

gymnasium.baeumlihof@bs.ch

www.gbbasel.ch

Schulleitung

Anna-Katharina Schmid, Rektorin

Dr. Anja Renold, Konrektorin

Werner Schneider, Konrektor

Regula Ziegler, Verwaltungsleiterin

Wichtige Informationen

• News, Facts & Figures aktuell im

Internet: www.gbbasel.ch

• Weitere Broschüren zu

Schulprofil und Sportklassen

erhältlich auf dem

Schulsekretariat

• Informations-Mappe mit allen

Angaben zu Schule und

Unterricht wird an alle Erstklässlerinnen

und Erstklässler

abgegeben

Impressum

Redaktion: Dr. Anja Renold

(anja.renold@bs.ch)

Anna Tina Heuss;

ath heusscommunications

Titelblatt, Foto Black Music:

Veronika Goepfert

Gestaltung: VischerVettiger, Basel

Druck: Gremper AG, Basel

Publikation: März 2012

EDITORIAL

Start in die Zukunft!

Mit dem Schuljahr 2012/2013

hat die Schulreform auch die

Gymnasien erreicht. Ab diesem

Jahrgang werden die Schülerinnen

und Schüler nun entweder

von der 3. Klasse an das

neue vierjährige Gymnasium

besuchen oder das Gymnasium

nach altem System in drei Jahren

durchlaufen, sofern sie ausreichend

leistungsstark sind

und diesen Weg wünschen.

Der Aufbau des neuen Gymnasiums

ist für die Gymnasien eine

ausgezeichnete Chance, sich

auf die wachsenden Herausforderungen

von Universität und

Gesellschaft einzustellen, ohne

dabei auf bewährte Konzepte

zu verzichten. Das Gymnasium

Bäumlihof wird seinen in den

letzten Jahren eingeschlagenen

Weg weitergehen: Wir setzen

auf Individualisierung des Unterrichts

und starke Förderung

des selbstständigen Arbeitens

als unabdingbare Elemente

für ein erfolgreiches Bestehen

in Studium und Beruf. Dabei

legen wir grossen Wert auf ein

gutes Lernklima, das wir durch

nachhaltige Gemeinschaftserlebnisse

gezielt fördern.

INHALT

Besonders systematisch werden

diese Elemente in den

GB plus- und in den Sportklassen

verfolgt: Hier werden

selbstständiges Lernen und

konsequente Planung unter

der Obhut von Coaches täglich

geübt. Neu werden motivierte

Schülerinnen und Schüler zusätzlich

zur Matur auch das International

Baccalaureate (IB)

erwerben können. Mit dem IB

erhalten sie einen internationalen

Abschluss mit starker

Gewichtung des Englischen.

Wir sind überzeugt, dass wir

mit IB unsere Schule für ambitionierte

Schülerinnen und

Schüler, die ein Studium an einer

englischsprachigen Universität

in Betracht ziehen, noch

attraktiver machen.

In diesem Sinne wünsche ich

uns allen «good luck» und einen

schwungvollen Start in die

Zukunft!

Anna-Katharina Schmid, Rektorin

Lernen am GB: Schritt für Schritt 3

Inside: Schülerorganisation 5

Highlight: Mit der Schule nach San Francisco 6

Das Wort gehört der Schulleitung 8

Die 10 Pluspunkte des Gymnasiums Bäumlihof 9

GBplus: Mehr Zeit für Individuelles in den GBplus-Klassen 10

Lernzentrum: Unterstützungsangebote Deutsch 12

Lernen am Projekt: Regionen, Länder, Agrarpolitik und Elemente 14

Projektwoche: Die 4c in der Bretagne 16

Fokus: International Baccalaureate (IB) wird eingeführt 18

Schülerstudenten: Mit der Uni auf Tuchfühlung 19

Sportklassen: Jason Brüggers zirkusreife Maturaarbeit 20

Musikprojekt: Black Music 22


PLUSPUNKT

LERNEN AM GB

Schritt für Schritt ...

Gehen ist mehr, als nur einen Fuss vor den anderen zu setzen. Und doch

fängt damit alles an. Wer an einem Punkt steht und einen anderen erreichen

will, wählt sich ein konkretes Ziel oder eine ungefähre Richtung und

wendet sich dorthin.

Noch ist man hier, noch könnte

man bleiben, doch dann – der Entscheid

ist gefasst – hebt man einen

Fuss, ohne zu überlegen, welchen,

und setzt ihn wieder auf. Dann

folgt der andere und so geht es

weiter. Man denkt nicht, man geht

einfach. Die Füsse wissen, wohin

sie wollen. Der Kopf wird frei, die

Sinne erwachen. Man lässt die Eindrücke

auf sich wirken, sieht, hört,

riecht, fühlt, lässt das Aussen nach

innen, öffnet der Welt die Tür zu

sich selbst und merkt plötzlich,

dass man Teil dieser Welt ist, dass

es eigentlich nichts Trennendes

gibt zwischen einem selbst und

allem anderen. Diese Erfahrung

kann jeder machen, der sich auf

den Weg macht, einen Fuss vor

den anderen setzt, vorwärts.

Die Klasse 1a unseres Gymnasiums

ist seit letztem Jahr unterwegs. Am

26. September 2011 machten sich

die Schülerinnen und Schüler auf

und nahmen die erste Etappe zu

ihrem Ziel unter die Füsse. Bevor

sie die Schuhe schnürten und

losgingen, schien ihnen die kurze

Wegstrecke lang. Zu Fuss vom

Schulhaus bis zum Tüllinger Hügel!

Eine solche Distanz legt man

doch mit dem Velo zurück oder

man fährt mit dem Bus und dem

Tram! Am bequemsten wäre es,

sich in ein Auto setzen zu können,

da müsste man überhaupt keinen

Fuss vor den anderen setzen ...

Verlegen versammelten sich die

Schülerinnen und Schüler am Tag

des Aufbruchs vor dem Haupteingang

unserer Schule, um sich von

ihrem Klassenlehrer fotografieren

zu lassen. War das nicht etwas

peinlich, irgendwie primarschülerhaft,

dieser Ausflug? Was, wenn

einen jemand sieht und fragt, was

man da macht? Zum Tüllingerhügel

gehen? Warum? Und dann

muss man antworten, dass dies

nur die erste Etappe ist, dass man

noch weiter will, bis zum Feldberg.

3


Bis zum Feldberg! Ja, bis zum Feldberg.

Und ist das nicht weit? Doch,

das ist weit, könnte man fliegen,

etwa sechzig Kilometer, aber zu

Fuss, zu Fuss sind es mehr. Wie

viele Kilometer? Hundert vielleicht.

Genau lässt sich das nicht

sagen. Schönen Tag noch, wir müssen

weiter.

Es war dann überhaupt nicht weit

bis zum Tüllingerhügel. Schon

nach etwas mehr als einer Stunde

war die Klasse da. Also wieder zusammenstehen

für ein Klassenfoto

und lächeln bitte! Dieses Mal sind

die Gesichter entspannt. Verlegenheit

ist froher Heiterkeit gewichen.

Das war ja gar nichts. Gehen

ist einfach. Man muss einfach gehen,

das ist alles.

Die nächste Etappe war länger,

anspruchsvoller. Es ging bergauf,

dann lange geradeaus, durch Rebberge,

Wälder, Obstgärten, und

immer gab es etwas zu sehen:

Reife Trauben, goldgelbe und dunkelblaue,

leuchtend rote Äpfel,

die niemand pflückt, weil sie den

4

Normen des Supermarkts nicht genügen,

Kriegerdenkmäler mit Namen,

die keiner mehr kennt, denn

die Grenzen sind längst gezogen

und wen interessieren die alten

Siege und Niederlagen, eine uralte

Kirche mit einem Wandbild,

das eine Szene zeigt, die die Schülerinnen

und Schüler und vermutlich

auch manche Kirchgänger

nicht mehr kennen, Herbstzeitlosen

auf den Matten, ein Fuchs floh

in ein Maisfeld – wann hat man

zuletzt einen Fuchs gesehen? –

dann kam eine Autobahn, zuerst

hörte man sie nur, dann musste

man sie unterqueren, wie ein tödliches

Messer durchschneidet sie

die Landschaft, schliesslich eine

Burgruine, ein Picknickplatz und

der Stolz, es geschafft zu haben.

Von Rötteln führte der Weg der

dritten Etappe fast gänzlich durch

den herbstlichen Wald. In Egerten,

einem romantischen Dorf etwa auf

der Hälfte der Strecke, wurde eine

Pause eingelegt. Die Sonne schien

und ein blauer Himmel wölbte

Die Klasse 1a vor dem

Eingang der Burg Rötteln.

sich über der ländlichen Idylle. Die

Schülerinnen und Schüler waren

gesprächig, richtig munter, und

mussten nicht zum Weitergehen

ermahnt werden. Einige waren so

eifrig in ihrem Drang, vorwärts

zu kommen, dass sie die Klasse

hinter sich liessen und beinahe

die Waldhütte verpasst hätten, wo

Mittagsrast gehalten wurde. Ein

Feuer brannte, Würste wurden

gebraten, Gespräche geführt und

es gab viel zu lachen. War es noch

weit bis Kandern? Nein, überhaupt

nicht. Im Nu waren alle dort. Zu

Fuss gehen? Gar kein Problem.

Hinter Kandern steigen die Hänge

des Schwarzwalds steil empor,

überragt von einem Berg, dem

Blauen. Dort hinauf wird die Klasse

1a im nächsten Frühling gehen,

dann von dort zum Haldenhof,

im kommenden Sommer auf den

Belchen, nach Wieden, und zuletzt

werden die Schülerinnen

und Schüler der 1a auf dem Feldberg

stehen, ganz oben, am Ziel.

Noch sind sie nicht dort. Der Weg

ist weit. Gehen ist nicht einfach,

doch gemeinsam fällt es leichter,

zusammen kommt man weiter,

Schritt für Schritt.

Albert M. Debrunner


PLUSPUNKT

INSIDE

Bitte um Ihre Aufmerksamkeit:

Es tagt das Schülerparlament!

Am Gymnasium Bäumlihof hat die Meinung der Schülerinnen und Schüler eine Stimme. Seit Jahrzehnten existiert die Schülerorganisation

(SO), auch Schülerparlament genannt. Die SO vertritt die Schülerschaft gegenüber Schulleitung, den Lehrpersonen und

öffentlichen Institutionen.

Vorstand Schülerparlament

Gymnasium Bäumlihof

Loris Sauter

Präsident

Die Schülerorganisation ist eine

einzigartige (Kommunikations-)

Plattform, mit der sich Schülerinnen

und Schüler am GB einbringen

können. Sie setzt sich für

die Rechte der Schülerschaft oder

einzelner Schülerinnen und Schüler

und für einen interessanten,

abwechslungsreichen Schulalltag

ein. Und sie ist bestrebt, ein angenehmes

Schulklima zu schaffen.

Jede Klasse schickt zwei Delegierte

an die halbjährlichen Delegiertenversammlungen.

An diesen

Versammlungen werden zwei bis

vier Vertreterinnen und Vertreter

pro Stufe in den Vorstand gewählt.

Der Vorstand ist ausführendes Organ

und tagt im Schnitt einmal

pro Monat.

Die Schülerorganisation vertritt

die Schülerschaft in den Sitzungen

der Schulkommission und in der

Lehrpersonenkonferenz.

Neben dem Tagesgeschäft beschäftigt

sie sich mit den vielfältigen

Aufgaben und Themen am GB. So

zum Beispiel:

• Sie erarbeitete mit den Schüler-

organisationen anderer Gymnasien

einen Kommentar zur

Stundentafel des neuen vierjährigen

Gymnasiums.

• Beim Umbau des M-Traktes

brachte sie Ideen zur Gestaltung

in die Diskussionen mit

ein. Auch bei der Gesamtsanierung

wird die SO ihre Meinung

beitragen können.

• Sie organisiert traditionell um

den Valentinstag herum den

sogenannten «Rööselidaag».

Wir

setzen

uns ein!

Ein Event, an welchem Schülerinnen

und Schüler jemandem

eine Rose zukommen lassen

können.

• Einmalig, im Zuge des 40-jährigen

Jubiläums organisierte

die SO in Zusammenarbeit mit

Urban Rieger (Musiklehrer) die

«GB RockNight», ein Openair

auf dem Areal der Schule. Auf

der Bühne standen Schülerinnen

und Schüler sowie Lehrpersonen

des GB.

INFO

Mirko Zuber

Lia Sauter

Loris Sauter und Mirko Zuber

Das nächste Treffen des

Schülerparlamentes mit

der Schulleitung findet am

23. März 2012 statt.

Kim Rossel

Lara Sponagel

5


PLUSPUNKT

HIGHLIGHT

Let’s go to

San Francisco!

Die Klasse 5c gewann den Wettbewerb «Science on

the Move» der Schweizer Organisation Simply Science.

Anfang 2011 hatten wir auf Anregung

unseres Lehrers Sacha Glardon

an einem nationalen, von

Roche gesponserten Naturwissenschaftswettbewerb

teilgenommen.

In einer ersten Runde mussten

drei Experimente, unter anderem

die Extraktion von DNA aus einer

Tomate und die Untersuchung von

Blütenblättern, durchgeführt und

protokolliert werden. Im Finale

standen die zehn besten Klassen

der 1. Runde, sie mussten sich

fünf Minuten lang einer Fachjury

möglichst kreativ präsentieren.

Die grösste Herausforderung war

dabei, dass der gesamte Wettbewerb

in der Wissenschaftssprache

Englisch durchgeführt wurde.

The

Science

Winners

Die Ergebnisse der beiden Runden

wurden addiert, die Klasse mit der

grössten Punktzahl gewann – und

das waren wir! Als Preise winkten

ein iPod für jeden und für die ganze

Klasse eine achttägige «science

week» («Wissenschaftswoche»)

nach San Francisco, Kalifornien.

17./18. September – Flug und

Football

Schon zu Beginn jagte ein Highlight

das andere: Nach dem Flug

um die halbe Welt trafen wir bei

unserer Ankunft im Mariott Hotel

auf das Football-Team der San

Francisco 49ers. Am nächsten Tag

fuhren wir zum Candlestick Park,

um dort ihr Heimspiel zu besu-

chen. Unter den 70 000 Zuschauern

herrschte die für Footballspiele

typische Feierstimmung.

19. September – Besuch der Roche

Molecular Diagnostics RMD

Die Arbeit der Molecular Diagnostics,

der Vertretung von Roche in

Übersee, basiert hauptsächlich auf

einem Patent der «DNA Replikation»,

mit deren Hilfe man kleinste

Bruchstücke des Erbguts auf einfache

Art und Weise millionenfach

kopieren kann. Dieses Patent

ist für viele Wissenschaftsgebiete

unabdingbar und gewann 1993

den Nobelpreis für Chemie.

Nachdem wir die Führung bei

RMD gemeinsam mit Schülern

einer lokalen High School (amerikanisches

Gymnasium) gemacht

hatten, gingen wir danach an

eben jene Livermore High School

und besuchten verschiedene Unterrichtseinheiten.

Dabei machten

wir neue Bekanntschaften und

lernten das amerikanische Schulsystem

besser kennen.

Einen Einblick in eine andere Welt


gewannen wir am Nachmittag in

Chinatown. Dabei war die Runde

durch verschiedene Läden nichts

für schwache Mägen: Frische Frösche

oder Schildkröten, geröstete

Würmer und andere kulinarische

Sahnehäubchen fanden sich an jeder

Ecke.

20. September – Besuch der University

of California, San Francisco

und der Golden Gate Bridge

Nach einer Einführung durch den

Dekan besuchten wir verschiedene

Arbeitsplätze von «Postdocs»,

bevor wir eine Führung durch das

sich noch im Bau befindende und

zur Uni gehörende Krankenhaus

bekamen. Später fuhren wir zu

DER Sehenswürdigkeit San Franciscos

schlechthin, der Golden

Gate Bridge und genossen den tollen

Blick über die Stadt.

21. September – High School Movie

Am Mittwoch besuchten wir eine

zweite High School, welche für

ihre naturwissenschaftlichen Angebote

bekannt ist. An der San

Mateo High School fühlten wir

uns wie in einem typisch amerikanischen

High School Film: Die

Gänge waren bis auf den letzten

Fleck vollgestopft mit Plakaten

über ihre eigene Grossartigkeit.

Nach einem interessanten Vormittag

fuhren wir zur Stanford University,

welche etwas ausserhalb

der Stadt liegt. Dort erhielten wir

eine Führung durch die nanowissenschaftliche

Fakultät, in welcher

unter anderem Firmen aus

dem Silicon Valley Forschungsarbeiten

durchführen.

22. September – Genentech,

Levinson und Wale

Ein besonderer Programmpunkt

war der Besuch bei Roches Tochterfirma

Genentech. Dort hielt

uns Obamas wissenschaftlicher

Berater, Art Levinson, der den

Aufsichtsrat von Apple Inc. leitet,

einen spannenden Vortrag über

seine Karriere. Nach den anschliessenden

Führungen durch die Herstellungsbetriebe

fuhren wir an

den Strand, wo wir Interessantes

über Wale und Haie in der Bay

Area zu hören bekamen.

23. September – Claude der

Albinoalligator und Alcatraz

An unserem letzten vollen Tag in

Amerika besuchten wir die «California

Academy of Sciences», ein

Museum, in welchem sich ein Planetarium,

ein Regenwald und ein

Seaworld befinden. Dort gab es

aussergewöhnliche Geschöpfe zu

sehen, wie den 16-jährigen Albinoalligator

Claude.

Mit der Fähre setzten wir dann

durch den «San Francisco Fog»

zur Gefängnisinsel Alcatraz über.

Geleitet von einem Audioguide

wurden wir 50 Jahre in der Geschichte

des weltberühmten Gefängnisses

zurückgeführt. Nach

der Rückfahrt blieben wir noch

eine Weile im Hafen und bewunderten

die Schönheit des Viertels

Fisherman’s Wharf und von Pier

39, an welchem sich unglaublich

viele witzige Läden befinden. Nach

ausführlichem Bummeln begaben

wir uns in das Bistro Boudin. Zur

Hauptspeise gab es dort frische

Krabben, die uns – weil sie so aufwendig

zu essen sind – einen lustigen

Abend bescherten.

24. September – Bye bye California

Der Samstag war unser «Funtag»,

an welchem wir die traditionelle

Cablecarfahrt über Berg und Tal

erleben durften. Im Anschluss liessen

wir unseren letzten Shoppinggelüsten

freien Lauf und gaben ein

letztes Mal unser Geld für Schuhe,

Klamotten, Victoria’s Secret und

weitere wichtige Dinge aus.

Der Abschied von der wunderschönen

Stadt, unserem Guide

Don und den beiden Eventmanagerinnen

Carol und Stacey, welche

uns acht Tage lang begleitet

hatten, fiel schwer. Doch waren

unsere Koffer nun auch mit einzigartigen

Erfahrungen, Erlebnissen

und tollen Erinnerungen gefüllt.

Milena Petignat, Jakob Mücke und

Martin Schweighoffer

Die Webseite für Schülerinnen

und Schüler,

welche sich für Natur-

wissenschaften und

Technik interessieren:

www.simplyscience.ch

7


PLUSPUNKT

SCHULLEITUNG

Ziele mit

Weitblick.

Unsere Schülerinnen und Schüler sollen die Schule

mit einem vollgefüllten Bildungs- und Wissensrucksack

verlassen. Sie haben differenziertes Fachwissen,

können vernetzt denken, sich klar in der Gesellschaft

positionieren, Probleme entschlossen angehen und

anstehende Herausforderungen zielorientiert meistern.

Wir fördern Schülerinnen und

Schüler am GB individuell. So

werden beispielsweise motivierte

und interessierte Schülerinnen

und Schüler angeregt, ihren Horizont

in speziellen Projekten

wie z.B. «Graphik-Atelier» oder

«Robotik-Workshop» zu erweitern.

Besonders begabte Schülerinnen

und Schüler der oberen Klassen

können bereits während ihrer

Schulzeit Vorlesungen an der Universität

Basel besuchen (siehe Bericht

Schülerstudenten auf Seite

19). Für jüngere talentierte Schülerinnen

und Schüler suchen wir

nach individuellen Anreizen, um

eine eventuelle Unterforderung

oder sogar Langeweile zu verhindern.

Das kann z.B. bedeuten, dass

Die Schulleitung (von links nach rechts): Regula Ziegler, Verwaltungsleiterin; Werner Schneider,

Konrektor; Anna-Katharina Schmid, Rektorin; Dr. Anja Renold, Konrektorin

eine Schülerin zwei Schwerpunkte

besucht oder mehrere Schüler ein

halbes oder ganzes Jahr im Ausland

verbringen und anschliessend

wieder in ihre alte Klasse

zurückkehren.

Schülerinnen und Schülern, die

andererseits in einzelnen Fächern

eine zu geringe Vorbildung für unsere

Schule aufweisen, bieten wir

Förderkurse an. Zudem offerieren

wir eine Lernbegleitung, die die

eigenen Lernstrukturen der Schülerinnen

und Schüler überprüft.

Verantwortung übernehmen

Ein wichtiges Thema ist für uns

am Gymnasium Bäumlihof, Schülerinnen

und Schüler zum Lernen

zu motivieren und die Verantwortung

dafür zunehmend selbst zu

übernehmen.

Mit der Einführung der Sportklassen

wurde der Lernprozess bereits

verändert. Bei Abwesenheit nicht

viel zu verpassen und ohne grosse

Lücken in die Schulbank zurück zu

kehren – das erfordert eine erhebliche

Planungsfähigkeit und viel

Disziplin, sowohl von den Jugendlichen

als auch von den Lehrpersonen.

Die positiven Erfahrungen

der Sportklassen wollten wir auch

für andere Schülerinnen und

Schüler nutzen und erweitern. So

haben wir vor zwei Jahren das Projekt

GB plus gestartet. Die Schüle-

rinnen und Schüler dieser Klassen

kennen «individuelle Lernzeit» als

festen Bestandteil ihres Stundenplanes.

Durch die Reduktion der

Lektionenzahl in den einzelnen

Fächern wird den Schülerinnen

und Schülern mehr Gestaltungsraum

in ihrem Lernprozess gegeben,

aber auch Verantwortung

übertragen. Lehrpersonen arbeiten

als Coaches und begleiten die

Schülerinnen und Schüler beim

selbstorganisierten Lernen.

Entwickeln und fördern

Im Bewusstsein, dass die Internationalität

und die Kenntnisse der

englischen Sprache in der heutigen

Zeit eine immer grössere

Rolle spielen, beabsichtigen wir,

das International Baccalaureate

(IB) als zusätzlichen, international

anerkannten Abschluss des

Gymnasiums einzuführen (siehe

auch Bericht Seite 18). Wir sind

überzeugt, dass mit dieser neuen,

international ausgerichteten

Schulform den Schülerinnen und

Schülern eine wichtige Basis für

ein späteres Studium und die global

vernetzte Arbeitswelt gegeben

wird.

Anna-Katharina Schmid, Anja Renold,

Werner Schneider


Attraktive

Schulanlage

Das Gymnasium Bäumli-

10

hof ist ein Schulcampus, auf

dem auch nach dem Unterricht

zusammen gelernt, an Projekten

gearbeitet und gemeinsam Sport

getrieben wird. Das GB ist gut

Mehr Inter-

gelegen und kann mit der

nationalität durch IB

S-Bahn ideal erreicht

Mit dem neuen Gymnasium

werden.

plant das GB das «International

Baccalaureate» einzuführen. Das

IB-Diplom ist ein weltweit anerkannter

internationaler Schulabschluss,

welcher interessierten

Schülerinnen und Schülern den

Zugang zu Hochschulen im

Ausland erleichtert.

9 Sportklassen und

hervorragende

Sportanlagen für alle

Seit Jahren führt das Gymnasium

eigene Klassen für Leistungssportlerinnen

und -sportler.

Alle Schülerinnen und Schüler

profitieren von den ausgezeichneten

Sportanlagen.

8 Spracherwerb

mit System

Am Gymnasium Bäumlihof

werden alle Drittklässler

auf das Diplom der University of

Cambridge, das First Certificate in

English (FCE, Council of Europe Level

B2) vorbereitet. Das Angebot an Vorbereitungskursen

für europäisch

anerkannte Sprachdiplome ist

sehr breit (CAE, DELF, DALF,

CELI, DELE).

9

1 2

7

Grosszügige

Infrastruktur

Speziell erwähnenswert

sind die Sammlung der

Fachschaft Biologie, die Rundbahn,

die sechs Turnhallen,

Computer für Schülerinnen

und Schüler und

die Mensa.

PLUSPUNKTE

DES GYMNASIUMS

BÄUMLIHOF

6

«Hier ist etwas los»

Am Gymnasium Bäumlihof

finden regelmässig

Gemeinschaftsanlässe statt:

Theater- und Musikprojekte,

Sportevents, Skilager, Sommersportlager,

Wander- und Exkursionstage.

Wir fördern damit die

Motivation und den Zusammenhalt.

Breites Angebot

Die Auswahl an

Schwerpunkt- und Ergänzungsfächern

ist breit und

bietet sprachlich orientierte,

naturwissenschaftliche und

musische Schwerpunkte. Diese

Vielseitigkeit ist für die

Schule befruchtend.

3

Starkes Kollegium

Das Kollegium ist offen,

engagiert und altersmässig gut

durchmischt. Die Lehrpersonen

schreiben Betreuung und Begleitung

gross. Für jede Klasse ist ein

Kernteam von Lehrpersonen

unter der Leitung der Klassenlehrperson

zuständig.

Individuelle

Förderung

Dazu gehört neben den

Sportklassen und den GBplus- 4

Klassen eine Vereinbarung mit

der Uni Basel für besonders begabte

Schülerinnen und Schüler. Wir

bieten spezielle Lernbegleitung an

und ein Lernzentrum mit Kursen

zur Verbesserung der Sprachkenntnisse.

Weltoffenheit

Das Gymnasium

Bäumlihof pflegt einen

intensiven Austausch mit Partnerschulen

in Spanien, England

und Lettland/Riga. Sehr gut sind die

Kontakte zu Industrie, Universitäten

und zum Biozentrum. Sie werden

von den vielen Lehrpersonen

5geknüpft, die in der Forschung

tätig waren.

9


GB plus

PLUSPUNKT

Unter die Lupe

genommen: GBplus.

Im Konzept von GB plus rücken Leben und Lernen eng zusammen. In jeder Phase werden nur

wenige Fächer unterrichtet, diese dafür intensiv und über mehrere Wochen. Lehrpersonen

fördern als Lerncoaches das individuelle Lernen. Der Blick in die GB plus-Klassen aus Sicht

einer Lehrerin.

10

Wenn ich als Lehrerin gefragt

werde, wie es denn so ist, in einer

GB plus-Klasse zu unterrichten, so

kommt die Antwort prompt: Es ist

eine Herausforderung und macht

mir sehr viel Spass!

Vielleicht ist es das Spüren der

Freude der Klasse, nach einer langen

«Pause» von sieben oder sogar

vierzehn Schulwochen in einem

Fach, wieder in diesem unterrichtet

zu werden. Vielleicht ist es

auch das auf wenige Fächer konzentrierte

Arbeiten während einer

INFO

Das Konzept GB plus richtet

sich an alle Orientierungsschülerinnen

und -schüler,

die die Empfehlung für das

Gymnasium erhalten haben.

GB plus startete im Sommer

2010. Traditioneller Unterricht

wechselt regelmässig ab mit

individualisierten Lernphasen.

Lerncoaches begleiten die

Schülerinnen und Schüler in

ihrer täglichen Auseinandersetzung

mit den Unterrichtsinhalten.

Das Schuljahr wird in

sechs Phasen von jeweils sechs

bis sieben Wochen unterteilt.

Am Ende jeder Phase folgt eine

Prüfungswoche. Innerhalb einer

Phase konzentriert sich die

Klasse auf wenige Fächer, diese

werden dafür umso intensiver

unterrichtet.

GB

Phase, was ein besseres Verständnis

der Themen durch die Kinder

und dadurch ein leichteres Lernen

und Unterrichten ermöglicht?

Oder sind es gar die testfreien Wochen,

die eine ungestörte Konzentration

auf das jeweilige Fach zulassen?

Die betreuten Lernzeiten,

die dafür sorgen, dass die ganze

Klasse vorbereitet zum Unterricht

kommt?

Ja, das ist es. Und noch viel mehr.

Schön ist es auch, zu beobachten,

wie unterschiedlich und mit wie

viel Freude und Engagement die

Schülerinnen und Schüler ausserhalb

des eigentlichen Unterrichts

lernen. Dadurch ist es möglich,

die einzelnen Kinder besser wahrzunehmen,

zu sehen, welche Persönlichkeiten

sich hinter einigen

eher stillen Schülerinnen oder

Schülern verbergen und letztlich,

sie noch besser beim Lernen und

Verstehen unterstützen und sie

ganz individuell betreuen zu können.

Zum Beispiel können hier

Texte und Aufgaben wirklich mit

jedem einzelnen gewinnbringend

besprochen werden, ohne dass

dies den eigentlichen Unterricht

aufhalten würde.

Besonders spannend ist es aus

meiner Sicht auch, dass man als

Fachlehrperson deutlich mehr

mitbekommt, was in den anderen

Fächern unterrichtet wird. Dies

kann man im eigenen Unterricht

aufgreifen und so das vernetzende

Denken und Lernen fördern.

Ja, all das trägt dazu bei, dass das

Unterrichten in einer GB plus-Klasse

sehr viel Freude bereitet. Doch

am Schönsten ist es für uns Lehr-

personen zu sehen, dass die Schule

für die Schüler ein emotional guter

Ort ist, an dem Leben und Lernen

zusammen gehören, sie sich entwickeln

und sich auf den Weg

vorbereiten können, der ihnen

noch bevorsteht.

Simone Jordan


«

Während der

individuellen

Lernzeit kann

ich mich besser

konzentrieren

und die Zeit

effizient

nutzen.

«

Leben und Lernen in

den GB plus -Klassen:

Lehrerin Simone

Jordan schätzt die

intensive Betreuung im

Klassenzimmer.

PRAXIS

Paris im Praxistest:

ça bouge!

Als Abschluss der ersten GB plus-Schuljahres reiste die

Klasse 1p in die Hauptstadt der Grande Nation, um ihr

Französisch zu vertiefen und in die Welt der grossen Sehenswürdigkeiten

dieser Stadt einzutauchen.

Da war sie, die Stadt, mit der wir

während eines ganzen Jahres in

Buchform Bekanntschaft gemacht

hatten. Sie lag vor uns, bereit von

uns entdeckt zu werden. Vier Tage

lang hatten wir nun Zeit, in die

französische Sprache einzutauchen

und die kulturellen Höhepunkte

der Stadt zu erkunden.

Und wir liessen wenig aus: Der Eiffelturm

hat die meisten von uns

sehr beeindruckt, ebenfalls der

Louvre mit den Gemächern von

Napoléon III. und der Besuchsmöglichkeit

in kleineren Gruppen. Sacré-Coeur,

Notre-Dame und allgemein

die Kirchen als erfrischende,

kühle Orte mit den schönen Kunstgegenständen,

La Grande Arche,

les bateaux mouches und der Parc

de la Villette faszinierten uns alle

sehr.

So mancher von uns hätte sich dabei

über mehr Zeit für die einzelnen

Sehenswürdigkeiten gefreut,

ebenso über ausgedehntere Pau-

sen, um sich von den langen Fussmärschen

erholen zu können …

Parlez-vous français?

Einige haben es genossen, mit dem

Verkaufspersonal Französisch zu

sprechen und die Kenntnisse des

ersten Schuljahres anzuwenden.

Gerne hätten wir mehr Gelegenheit

gehabt, die tollen Boutiquen

und Pariser Bummelmeilen zu

erkunden, doch leider reichte die

Zeit gerade einmal für Souvenir-

Einkäufe.

Paris schweisst zusammen

Auch ein beeindruckendes Erlebnis

unseres Ausflugs: Die Klassengemeinschaft

erwies sich als

«chouette». Uns wurde bewusst,

dass wir uns schon gut kennen,

Vertrauen zueinander haben und

es gewohnt sind, aufeinander

Rücksicht zu nehmen und miteinander

zu arbeiten.

Claudia Preiswerk


PLUSPUNKT

LERNZENTRUM

Dort ansetzen, wo es nötig ist –

am Lernzentrum finden viele

Unterstützungs- und

Begabungsangebote statt.

Auch in Deutsch.

Zeiten, Deklinationen, Satzbau, Lese- und Schreibschule und vieles mehr. Nicht alle Schülerinnen

und Schüler besitzen den gleichen Rucksack mit Fähigkeiten. Zum Einen erhalten sie

unterschiedliche Grundlagen in den Orientierungsschulen, zum Anderen haben sie von Haus

aus verschiedene Begabungen. Das GB bietet gezielt Möglichkeiten, um Defizite aufzuarbeiten

und den Anschluss an die Klasse zu finden.

12

Im Lernzentrum bieten wir Mathematiktraining,

Lernbegleitung,

Nachführunterricht für zugezogene

Schülerinnen und Schüler,

die die deutsche Sprache nicht

fliessend beherrschen, sowie Förderung

für Schülerinnen und

Schüler mit einer besonderen Begabung.

In den ersten beiden Schuljahren

bieten wir Kurse an, die gewährleisten

sollen, dass Schülerinnen und

Schüler mit geringeren Vorkenntnissen

keinen Nachteil haben. Vor

der Matur werden weitere «Brush

up»-Stunden angeboten.

Eine spezielle Einrichtung am

Gymnasium Bäumlihof ist das

«Training Deutsch». Hier können

Schülerinnen und Schüler ihre

Sprachkompetenz und Rechtschreibung

verbessern, um den

Anschluss an die Klasse zu finden.

Eine Erfolgsgarantie gibt es nicht,

doch wenn die Jugendlichen mit

Freude, Eifer und Selbstdisziplin

dabei sind, erkennen sie schnell

Erfolge. Training Deutsch steht

für Schülerinnen und Schüler aller

Klassenstufen offen, welche an

ihren Sprachfertigkeiten arbeiten

wollen. Brigitte Gysin und Martin

Schilling leiten die Kurse.

Weitere Informationen zum Lernzentrum

unter www.gbbasel.ch/ausbildungsangebot/lernzentrum

Anja Renold

FEEDBACK

Mein Wortschatz

vergrössert sich

dank dem Training

Deutsch.

Vom intensiven

Lesetraining

habe ich schon

sehr profitiert

und fühle mich

dadurch viel

sicherer.

Philipp Kämpf


PLUSPUNKT

VERANSTALTUNGEN

Über den Tellerrand hinaus:

Ausserordentliche

Veranstaltungen am GB.

Am GB haben Veranstaltungen Tradition, die den Bogen zum «Real Life» spannen. Wir greifen gesellschaftlich relevante Themen im

Klassenzimmer auf und basteln daraus spannende Veranstaltungen. Zwei Beispiele:

Wahlpodium

Politik am GB, Oktober 2011

Die National- und Ständeratswahlen

im Herbst 2011 haben

auch die Schülerinnen und Schüler

am GB beschäftigt. Im Herbst

versammelten sich die Schulklassen

deshalb zum Wahlpodium.

Jungpolitikerinnen und Jungpolitiker

aus allen Parteien (darunter

auch unser Schüler Mirko Zuber

als Vertreter der jungen FDP)

diskutierten unterschiedliche

Aspekte der lokalen Politik. Die

Schülerinnen und Schüler hatten

die Möglichkeit, kritische Fragen

zu stellen und nützten das Podium

zum regen Austausch mit den Politikerinnen

und Politikern.

Zelle

What’s

up im

GB?

Ausstellung «Die Zelle» und

Diskussion «Mein Genom und wir»,

Januar 2012

Im Januar 2012 konnte auf dem

Schachbrett, dem Innenhof im GB,

ein grosses Zellmodell bestaunt

und betreten werden. Umrahmt

von einzigartigen Aufnahmen mit

dem Rasterelektronenmikroskop

zog das gelbe Ungetüm viele Besucherinnen

und Besucher in den

Bann. Die Veranstaltung «Mein

Genom und wir» konfrontierte

unsere älteren Schülerinnen und

Schüler mit herausfordernden Fragen

der Gesundheitspolitik.

Mein Genom und wir

Prof. Dr. Ernst Hafen, ehemaliger

Rektor der ETH Zürich, gab eine

Einführung in die Thematik, anschliessend

diskutierte er mit der

Bioethikerin Dr. Effy Vayena und

Prof. Dr. Peter Miny als Vertreter

der Expertenkommission für

genetische Untersuchungen am

Menschen über die Chancen und

Risiken der personalisierten Medizin.

Zusammen mit den Schülerinnen

und Schülern gingen sie

der Frage nach, wie sinnvoll es ist,

sein eigenes Genom zu kennen

und der Forschung zur Verfügung

zu stellen.

13


PLUSPUNKT

LERNEN AM PROJEKT

Die zweiten Klassen als Reiseführer

und Agrarexpertinnen.

In der zweiten Klasse arbeiten die Schülerinnen und Schüler intensiv an einem Thema, das sie sich selber stellen. Sie lernen, sich

Ziele zu setzen, eine Planung zu erstellen, ein Projekt zu organisieren und miteinander zusammenzuarbeiten. Wenn sich ein ganzer

Jahrgang während Wochen in ein Thema vertieft, hat das Ergebnis Hand und Fuss. In diesem Schuljahr reichte die Themenpalette von

Strasbourg über Japan bis hin zu den vier Elementen. Eine Klasse widmete sich der Schweizer Landwirtschaft.

14

Reiseführer für Jugendliche für Basel und Strasbourg

In der Klasse 2a berichteten die Schülerinnen und Schüler

über ihre Vorgehensweise, einen kleinen Reiseführer von

Jugendlichen für Jugendliche über Basel und Strasbourg zusammenzustellen.

Das Ergebnis ist auf der Homepage des LaP

der Klasse 2a zu bestaunen:

www.2alapgb.jimbo.com

Die vier Elemente

Die Klasse 2b bearbeitete in unterschiedlichen

Gruppen das

Thema «Die vier Elemente». Überzeugend

war die Vorstellung der

beiden Lieder über die Erde, die

von Sara Nydegger komponiert

und von der Klasse einstudiert

wurden. Faszinierend war es,

etwas über die Entstehung von

Kunstwerken mit Materialien aus

der Natur zu erfahren.


Von Früchten und Agrarpolitik

«Ab auf den Bauernhof», hiess es für die Schülerinnen und Schüler

der Klasse 2d. Kern ihres Projektes war die LaP-Woche auf dem

Bauernhof der Familie Stich in Wahlen. Sie recherchierten zu den

unterschiedlichen Arten der Landwirtschaft, lernten Früchte und

Gemüse zu konservieren, buken Brot und wagten einen Blick in die

Zukunft der Schweizer Landwirtschaft.

«

Das Thema Landwirtschaft

tönte am

Anfang nicht sehr

spannend. Doch

während der

Bearbeitung und vor

allem der Woche

auf dem Bauernhof

erlebte ich viele eindrückliche

Momente

und konnte viel

lernen.

Benjamin Blanke, 2d

«

Das Land der aufgehenden Sonne

Japan war das Thema der Klasse 2c. Die Schülerinnen und Schüler haben sich mit der

Sprache, der Kultur und Geschichte, der Musik und Kunst auseinandergesetzt. Überzeugend

präsentierten sie die Resultate und schenkten einen guten Einblick in das

vielschichtige Land der roten Sonne am anderen Ende der Welt.

15


PLUSPUNKT

PROJEKTWOCHE

Die 4c tauchte in die marine

Forschung der Bretagne ein.

Die Küstenregion der Bretagne bot der Klasse 4c die Gelegenheit, sich mit dem marinen Lebensraum auseinanderzusetzen. Als Ergebnis

dieser Schwerpunktwoche resultiert ein naturwissenschaftlicher Text, der unter anderem die Überlebensstrategien der Lebewesen

im Litoral beschreibt.

16

Überlebensstrategien im Litoral

Das Litoral ist ein Lebensraum

mit vielen Schwierigkeiten und

Gefahren, die durch extreme,

schwankende Bedingungen erzeugt

werden. Dass es sich trotzdem

lohnt, sich diesen Gefahren

auszusetzen, sieht man an der

grossen Biodiversität.

In unserem Text listen wir die im

Litoral auftretenden Bedingungen

und die dafür entwickelten Anpassungen

fürs Überleben auf.

Wellengang und Strömungen

Im Litoral treten beide Formen

der Wasserbewegungen auf, der

Wellengang und die Strömungen,

was für festgewachsene Algen und

Tiere und für beschränkt vagile

Tiere ein unvermeidbares Problem

darstellt.

Sandbewohner versuchen diese

Bewegungen zu vermeiden, indem

sie sich eingraben, oder indem sie

ihre Körpergestalt stark abflachen,

damit sie trotz Strömungen auf

der Sandoberfläche leben können,

da sie kaum Angriffsflächen fürs

heranströmende Wasser bieten.

Felsbewohner müssen sich vielfältigere

Strategien überlegen.

• Reissfeste Befestigung: die sichere

Befestigung am Felsen

und eine grosse Zähigkeit des

Körpers ermöglichen ein Trotzen

der Strömungen. Die Algen

mit ihren reissfesten und

flexiblen Stängeln und dem

starken Rhizoid sind ein gutes

Beispiel.

• Hartschalige Struktur und Anheftung

auf dem Untergrund:

eine verkalkende und inkrustierende

Wuchsform bewirkt

einen grossen Schutz vor Was-

serbewegungen. Diese Art der

Wuchsform führt zu einer Verwachsung

(«Verschmelzung»)

von Fels und Organismus (Bsp.

Auster).

• Hydrodynamische Gestalt:

durch Differenzierung der Körperform

werden bei Umströmungen

Wirbel vermieden.

Das hat zur Folge, dass das

Wasser weniger am Tier reisst

(Bsp. Miesmuscheln, Napfschnecken).

• Spezielles Verhalten: Schnecken-

arten leben selten gleichmässig

verteilt auf den Felsen. Vielmehr

trifft man sie gehäuft in

Vertiefungen und Felsspalten

an. So wird versucht, die Strömungen

zu vermeiden.

Temperaturschwankungen und Austrocknung

Die Temperaturunterschiede während

der Flut spielen keine grosse

Rolle, wobei die Lufttemperatur

im Tag-Nacht-Rhythmus und im

jahreszeitlichen Rhythmus stark

schwanken kann. Die Temperaturschwankungen

der Luft bei Ebbe

wirken auf den Boden mit seiner

Flora und Fauna stark ein. Wenn

die Sonne in einer sommerlichen

und windstillen Wetterlage stark

brennt, steigen die Temperaturen

drastisch. Dies kann zu Sauer-

stoffmangel führen, da durch die

erhöhte Körpertemperatur der

Stoffwechsel angetrieben wird

(erhöhter O 2 -Verbrauch), oder weil

die Löslichkeit von O 2 im salzigen

Wasser bei erhöhter Temperatur

drastisch abnimmt. In diesen Hitzezeiten

müssen die Organismen

den Wasserverbrauch/-verlust

möglichst gering halten (Bsp. Muschelschalen,

um Verdunstung zu

hemmen), damit sie die Zeit bis

zur nächsten Überflutung überstehen.

Schwankungen des Salzgehaltes

Das Wasser der Gezeitentümpel

wird bei einsetzender Verdunstung

«verdickt». Die Salzkonzentration

nimmt zu. Dann ist es

für die Organismen eine Erleichterung,

wenn die Flut mit ihren

konstanten Konzentrationen

wieder eintrifft. Das andere Problem

ist jedoch das Ergiessen von

Regenwasser (Süsswasser) in eine

Cuvette mit Meeresorganismen.

Die Organismen entwickeln ihre

Strategie so, dass sie nichts vom

Süsswasser abbekommen (Bsp.

Muscheln schliessen ihre Scha-


len, Schnecken verkriechen sich

in ihr Haus und verschliessen

es), da dieses die Konzentration

in den Zellen verändert. Gewisse

Organismen sind unempfindlich

auf die wechselnden Salzkonzentrationen.

Amphibien

Manche Tiere im Litoral leben amphibisch

(z.B. die Strandkrabbe).

Sie atmen im Wasser mit Kiemen

und an Land – indem sie gespeichertes

Wasser in den Beinen benutzen

um den Sauerstoff aus der

Luft zu diffundieren – ebenfalls.

Eine Lunge ist also nicht immer

nötig, um an Land zu atmen, wobei

es für ein Wassertier jeweils ein

zeitliches Limit für die Atmung an

Land gibt.

Loris Acklin, Sebastian Müller,

David Niederberger, Dominik Wingeier

17


PLUSPUNKT

FOKUS

One step closer: Das GB plant

das International Baccalaureate

(IB) einzuführen.

Ein IB-Diplom erleichtert den Zugang zu Hochschulen im Ausland. Ausserdem wird dem Wunsch nach immersivem Lernen in englischer

Sprache Rechnung getragen. Die IB-Fächer werden mit Ausnahme der Sprachen auf Englisch unterrichtet. IB löst die Matur nicht ab,

am GB werden Schülerinnen und Schüler neben der Möglichkeit des IB-Diploms weiterhin die Schweizerische Matur erwerben.

18

Das IB-Diplom ist ein weltweit anerkannter

internationaler Schulabschluss.

Es ist ein Bildungsprogramm,

welches den modernen

Bildungsanforderungen in einer

globalisierten und sich ständig

weiter entwickelnden Welt Rechnung

trägt. IB-Schülerinnen und

Schüler erhalten damit eine ganzheitliche

Bildung, die sowohl Wissen

und Neugierde als auch Fürsorge

für Andere fördert. Weltweit

bieten heute über 3300 Schulen in

141 Ländern ein IB-Programm an.

Mehr als 985 000 Schülerinnen

und Schüler besuchen eine IB-

Schule. Die International Bacca-

International

angerkanntes

Diplom

laureate Organisation wurde 1968

unter der Schirmherrschaft der

UNESCO gegründet.

Um die Ziele der Schweizerischen

Matur und des International Baccalaureates

zu erreichen, ist es

zentral, dass die Schülerinnen

und Schüler selbst Verantwortung

für ihren Lernerfolg übernehmen.

Da sie zwei Abschlüsse anstreben,

müssen sie ihre Arbeit gut planen

können. Mögliche IB-Schülerinnen

und -Schüler sollten daher als

Vorbereitung auf diese Herausforderungen

eine GB plus-Klasse

besuchen, in der selbstständiges

Lernen und persönliche Planung

unter Anleitung von individuellen

Coaches von der 1.

Klasse an systematisch gefördert

wird.

(Mehr Informationen zu GB plus

unter: www.gbbasel.ch/ausbildungsangebot/gbplus

oder Seiten 10

und 11 in diesem Heft).

Das IB soll am GB mit einem naturwissenschaftlichen

und einem

sprachlichen Profil eingeführt

werden:

Profil 1:

Naturwissenschaftlich

Biologie

Mathematik

Chemie

Deutsch

Englisch

Geschichte

Profil 2:

Sprachlich

Deutsch

Englisch

Französisch

Geschichte

Biologie

Mathematik

Die IB-Fächer Geschichte, Biologie,

Mathematik und Chemie sollen

immersiv in englischer Sprache

unterrichtet werden (Immersion,

von lat. immersio, wird als Eintauchen

in eine fremde Sprache bezeichnet).

Schülerinnen und Schüler im IB-

Programm besuchen gleichzeitig

weitere Fächer, welche nicht Teil

des IB-Programms, aber für das Erlangen

der Maturität notwendig

sind. Das führt zu einem hohen

Anspruch an die Schülerinnen

und Schüler, wenn sie das IB-Diplom

neben der Matur auf einem

Niveau erwerben wollen, das für

die Zulassung an internationalen

Universitäten nützlich ist.

Zeitplan

Ziel ist es, dass bereits die zukünftigen

1. Klassen (mit den Jahrgängen

1998 und 1999) die Möglichkeit

erhalten, in den letzten zwei

Schuljahren im neuen Gymnasium

das IB-Programm zu absolvieren.

Eine IB-Klasse soll unabhängig

vom gewählten Schwerpunkt

besucht werden können.

Jonathan Lee, Andreas Leuthardt,

IB-Beauftragte der Schulleitung

Illustration: Sarah Weishaupt


PLUSPUNKT

SCHÜLERSTUDENTEN

Mit der Uni auf

Tuchfühlung:

Schülerstudenten

an der Uni Basel.

Seit einiger Zeit haben besonders begabte Schülerinnen

und Schüler die Möglichkeit, Vorlesungen oder Seminare

an der Uni Basel zu besuchen. Sie können dort

Credit-Points erwerben und sich allenfalls das Studium

verkürzen. Keto Schumacher besuchte im Herbstsemester

2011 eine Vorlesung im Fach Philosophie, Lars

Sturm Physik 1 und Nicolai Jung nahm am Seminar für

Schülerstudenten des mathematischen Instituts teil.

Pluspunkte im Gespräch mit den drei Schülerstudenten.

Pluspunkte: Was hat Sie bewogen,

ein Schülerstudium zu absolvieren?

Keto: Ich wurde sozusagen «angeworben».

Mir wurde von Brigitte

Gysin, Lehrerin für Deutsch und

Geschichte, und der Schulleitung

angeboten, ein Schülerstudium

zu machen. Für mich ist es die

Möglichkeit, mich mit dem Angebot

Philosophie an der Universität

auseinanderzusetzen, ohne Philosophie

"voll" studieren zu müssen.

Lars: Pure Neugier.

Nicolai: Ich wollte mit diesem

Schülerstudium eine neue Herausforderung

meistern. Da sie in diesem

Fall besonders anspruchsvoll

war, hatte ich noch mehr Ehrgeiz,

sie anzunehmen. Ich fand auch,

dass dieses Schülerstudium mir

neue Erfahrungen bringen und

mir früher oder später sicher zu

Gute kommen würde.

Welche Erfahrungen haben Sie

gemacht?

Keto: Durchwegs positive, sowohl

mit den Mitstudenten, die mich

meist für einen Kommilitonen

hielten, als auch mit den Professorinnen

und meiner Tutoratsleiterin.

Sie waren alle sehr hilfsbereit.

Haben gute Erfahrungen im Schülerstudium gemacht: Keto Schumacher und Lars Sturm

Ausserdem war der Stoff einfacher

als ich es erwartet hatte.

Lars: Nur positive. Ich finde es eine

sehr gute Möglichkeit, für sich zu

entdecken, was man einmal studieren

oder eben nicht studieren

will.

Nicolai: Das Wichtigste ist wohl,

dass ich herausgefunden habe,

wie wenig ich in der Mathematik

weiss! Allgemein kann ich sagen,

dass dieses Studium mir gezeigt

hat, wie anspruchsvoll aber auch

wie spannend die Uni ist.

Was hat Sie besonders beeindruckt?

Keto: Der Umgang der Mitstudenten

und auch der offene Umgang

der Professorinnen und der

Tutoratsleitung mit mir.

Lars: Wie sehr sich die Uni doch

vom Gymnasium unterscheidet,

und wie schwer es ist, sich spät

abends noch richtig zu konzentrieren.

Was hat Ihnen Mühe bereitet?

Keto: Ich musste mich zuerst daran

gewöhnen, jede Woche einen

philosophischen Text zu bearbeiten.

Lars: Abends um 9 Uhr in einem

abgedunkelten Raum nicht einzuschlafen

und für über eine Stunde

einfach nur dazusitzen, ohne sich

gross bewegen zu können.

Nicolai: Das Schülerstudium

war sehr anspruchsvoll, was es ja

auch sein soll. Doch muss man darauf

achten, dass es nicht zu viel

wird. Manchmal war ich kurz davor,

aufzugeben und alles hinzu-

schmeissen!! Auch zusätzlich mit

der Schule war es oft schwierig,

alles zu managen. Doch nun, im

Nachhinein, bin ich umso glücklicher,

dass ich es geschafft habe.

Denn der hohe Anspruch hat mich

weitergebracht.

Wie sehen Ihre weiteren Pläne

in Bezug auf das Schülerstudium

oder/und späteres Studium aus?

Keto: Ich habe vor, auch weiterhin

Vorlesungen im Schülerstudium

zu besuchen. Am philosophischen

Seminar, vielleicht aber auch ein

Semester in einem anderen Fachbereich

der Universität.

Lars: Wenn ich die Möglichkeit

habe, werde ich mir sicher noch

eine Vorlesung für nächstes Semester

aussuchen ... Ich werde aber

garantiert niemals Physik studieren!

Nicolai: Nach den positiven Erfahrungen

im Schülerstudium wage

ich mich nächstes Semester an ein

«richtiges» Studium.

INFO

Silvia Arbogast,

Koordinatorin Begabungsförderung

Mehr Information

enthält die

Broschüre «Schülerstudium»,

die

im Sekretariat

aufliegt.

19


Fotos: Veronica Goepfert

PLUSPUNKT

SPORTKLASSEN

Manege frei

für eine Maturaarbeit

der Extraklasse!

20

Jason Brügger und

Olivia Ronzani am

Partnertrapez

Der zweite Platz am internationalen Zirkus Festival in

Dresden bestätigte Jason Brügger aussergewöhnliches

Talent. Daher war es nicht erstaunlich, dass sich Jason

als erster Artist um Aufnahme in die Sportklasse beworben

hatte und auch seine Maturaarbeit unter sein

Lebensmotto stellte: Zirkus? Zirkus!

Sein Ziel war schon früh klar:

«Nach der Matur will ich in die

Zirkusschule Montréal und professioneller

Artist werden.» Und

so lag es auf der Hand, dass er sich

für seine Maturaarbeit ebenfalls

ein Thema aussuchte, das seinen

Traum schrittweise lebendig werden

lässt: Jason entschied sich,

eine Zirkus-Gala auf die Beine zu

stellen.

Die anfängliche Suche nach einer

Lokalität war mühsam. Jasons

Wunsch, die Gala im Gymnasium

Bäumlihof durchzuführen, scheiterte

aufgrund von Versicherungsfragen.

Mit dem Winterquartier

des Jugend Zirkus Basilisk wurde

schliesslich ein Ersatz gefunden.

Das Engagieren von Artisten war

eine Herausforderung. Wie soll

man ohne Startkapital ein attrak-

DER ARTIST

Jason Brügger ist Artist mit Leidenschaft

und von der Zirkuswelt fasziniert. Seit

Kindesbeinen an trainiert er im Jugend

Zirkus Basilisk. Im Jahr 2010 musste

er altershalber austreten. Seither trainiert

er mit der ehemaligen Profiartistin

Judith-Anna Frei. Sein Ziel ist die Zirkusschule

Montréal.


tives Zirkus-Programm zusammenstellen?

Jason nutzte seine

guten Kontakte: Einige der Darbietungen

seiner Gala suchte er aus

dem Programm 2011 des Zirkus

Basilisk aus, andere Darbietungen

stammten von Profiartisten, die er

persönlich kennt. Natürlich zeigte

auch Jason sein Können: Mit einer

Solonummer an den Strapaten

(Bänder, die von oben herab hängen)

begeisterte er solo, das zweite

Mal zeigte er in einer Partnernummer

am Trapez mit Olivia Ronzani,

die auch Artistin im Zirkus

Basilisk und Schülerin in einer

Maturklasse ist, sein Können.

Besonders bemerkenswert ist diese

Maturaarbeit, weil sie einmal

mehr zeigt, dass es gelingt, Schule

und Sport unter einen Hut zu

bringen. Neben der Leistung als

Artist konnte Jason auch einen

Blick hinter die Kulissen werfen

und am eigenen Leib erfahren,

wie viel Aufwand die Organisation

eines solchen Anlasses braucht.

Vor allem erlebte er eindrücklich,

dass es neben dem künstlerischen

Engagement auch Auseinandersetzung

mit der Technik (Licht, Bühnenbau,

Geräte) und den Finanzen

braucht. Er selber sagt: »Schwierig

war für mich, alle drei Teile der

Organisation gleich zu gewichten.

Der künstlerische Teil war für

mich einfacher und interessanter

zu erarbeiten als die beiden anderen.

Trotzdem habe ich mich auch

intensiv mit dem technischen und

ökonomischen Teil auseinandergesetzt

und viel Neues darüber

gelernt. Es war sehr spannend zu

erleben, wie ich mir durch diese

Arbeit selbst Fragen gestellt und

Gedanken gemacht habe, mit denen

ich mich zuvor noch nie beschäftigt

hatte.»

Anja Renold

Sport

&

Lernen

Akrobatik

1

Eiskunstlaufen

3

Judo

4

Radsport

1

Synchronschw.

1

Volleyball

12

Badminton

1

Fussball

10

Kanu

2

Schach

1

Taekwondo

3

Klarinette

1

Ballett

4

Basketball

2 Bogenschiessen

2

79 Schüler und

Schülerinnen =

19 Sportarten &

2 Instrumente

Schule und Sportkarriere in einem Lauf

– eine Spitzenleistung! Das bewiesen

unsere Absolventinnen und Absolventen

der Sportklasse auch 2011 wieder souverän.

Viele von ihnen wurden als «Basler

Sportlerinnen und Sportler» geehrt,

eine Auszeichnung für besondere Leistungen.

Wir gratulieren!

Nachwuchs

• Adrian König, Taekwondo, 2s

• Hadrien Schöpfer, 4s; Nico Lerch,

4s und Tina Berger, 5s

alle Judo beider Basel

• Adrian Faber, Bogenschiessen, 4s

• Florian Droux, Judo, 5s

• Fabian Munsch, Kanu, 5s

• Vanessa Gutmann, Rollkunstlauf,

Regelklasse 5e

Elite-Sportlerinnen und -Sportler

• Nadine Moser, 5s, Synchronized

Skating, Eislaufclub beider Basel

• Benjamin Steffen, Sportklassenbetreuer,

Fechtgesellschaft Basel

Auch ehemalige GB-Sportklassen-

Schülerinnen und -Schüler wurden für

besondere Leistungen ausgezeichnet:

Nachwuchs

• Simone Werner, Leichtathletik,

Matur 2011

Elite

• Nils Wicki, Leichtathletik,

Matur 2006

• Fabienne Bachmann,

Rollkunstlauf, Matur 2007

• Yannick Käser, Schwimmen,

Matur 2011

Eishockey

6

Handball

7

Leichtathletik

8

Schwimmen

5

21

Tennis

4

Klavier

1


PLUSPUNKT

MUSIK

Buntes Arbeiten mit

Black Music.

Das interdisziplinäre Musikprojekt «Black Music» von Anfang Januar 2012 überzeugte nicht nur durch den musikalischen Inhalt.

Wie selten zuvor wurde das Thema auch in anderen Fächern in den Mittelpunkt des Unterrichts gestellt. Rund 250 Schülerinnen und

Schüler mit Grundlagenfach Musik der 2.–4. Klassen und Schwerpunktfach Musik der 2.–5. Klassen waren beteiligt. Während des

Herbstsemesters wurde wöchentlich geprobt.

22

Black Music – Traditionals, Gospel,

Jazz, Soul, Blues, Swing, Funk,

Reggae, Rap – ein gemischtes Musikprogramm

würde die Zuschauerinnen

und Zuschauer erwarten.

Soviel stand vor den Sommerferien

fest. Ebenso, dass die Schülerinnen

und Schüler aus den 2. Klassen mit

Schwerpunkt Bildnerisches Gestalten

die Raumgestaltung übernehmen

würden. Vor den Weihnachtsferien

musste alles fertig sein.

Soviel zur Ausgangslage.

Zu den ersten traditionellen afrikanischen

Musikstücken haben

die Schülerinnen und Schüler

eigenständig Formen entwickelt

und damit Muster aus Papier erstellt.

Die fertigen Arbeiten wurden

fotografiert, und dann mit

Hilfe des Computers zusammengestellt.

Für die Projektionen während der

«Discomusik» haben sich die Schülerinnen

und Schüler gegenseitig

in Tanzposen fotografiert, anschliessend

mit der Hilfe von Photoshop

«ausgeschnitten» und als

Schattenriss schwarz eingefärbt.

Mit den einzelnen Figuren wurden

Bewegungsabläufe und Tanzszenen

zusammengestellt. Danach

wurden die einzelnen Figuren am

Bildschirm kopiert, gedreht, verkleinert,

eingefärbt, aneinandergereiht

und schliesslich zu einem

Muster komponiert.

Das Thema Porträt hat die Schülerinnen

und Schüler mit Grundlagenfach

Bildnerisches Gestalten

aus den Klassen 2c und 2u beschäftigt.

Die Porträts von berühmten

«Black People» aus der Musik- und

Politikszene wurden auf verschie-

dene Graustufen reduziert und die

Tonwerte mit kleinen gerissenen

Papierstücken aufgeklebt. Ausgestellt

im Foyer begrüssten Barack

Obama, Tina Turner, Malcom X,

Michael Jackson und etliche mehr

die Besucherinnen und Besucher

von Black Music.

In der Sportklasse 4s motivierte

der Englischlehrer Urs Lauer die

Schülerinnen und Schüler, sich

mit spezifischen Fragen zum Thema

«Black People» auseinanderzusetzen.

Sie recherchierten zu den

verschiedenen Themen und stellten

ihre Ergebnisse als Poster dar.

Diese Poster waren als Ausstellung

während den Aufführungen des

Musikprojektes zu sehen.

Silvia Arbogast und Anja Renold


FEEDBACK

«

Blättern Sie weiter ...

Und finden Sie mehr Black Music-

Impressionen auf der Rückseite.

Von Herzen möchte ich Ihnen

zum wunderbaren Black-Music-

Abend gratulieren. Aufgefallen

ist, wie viel Freude im Spiel war.

Obwohl die beteiligten Schülerinnen

und Schüler wohl weit

über ihr Pflichtpensum hinaus

proben mussten, scheint es

den verschiedenen Formationen

nicht an Nachwuchs zu mangeln.

Das ist ein gutes Zeichen für die

Schule im Allgemeinen und den

Bereich Musik im Speziellen!

Hans Georg Signer, Leiter Bildung,

Erziehungsdepartement Basel-Stadt

«

Black

Music

Auszug Riehener Zeitung

13. Januar 2012

Text und Foto: Rolf Spriessler

23

Fotos: Veronica Goepfert


Collage der Bühnenbilder

für das Musikprojekt

«Black Music»

(siehe Seiten 22/23)

Black

Music

«

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