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W I R T S C H A F T I N M I T T E L F R A N K E N 0 2 | 2013

EU-Patent:

Schutz für

Innovationen

Seite 12

Ausbildungsmarkt:

Beste Chancen

für Azubis

Seite 16

wim-magazin.de

Arbeitsrecht

Tanz auf

dünnem Eis

Seite 22


SPEKTRUM

2 02 | 13


IHK - Die erste Adresse

Hauptmarkt 25/27 | 90403 Nürnberg

Postanschrift: 90331 Nürnberg

Internet www.ihk-nuernberg.de

E-Mail info@nuernberg.ihk.de

Geschäftszeiten

des Service-Centrums

Mo. bis Do. 8 –17 Uhr, Fr. 8 – 15 Uhr

Tel. 0911 1335-335 | Fax 1335-150335

der Geschäftsbereiche

Mo. bis Do. 9 –12.00 Uhr, 13 – 16 Uhr

Fr. 9 – 12.00 Uhr und 13 – 15 Uhr

Hauptgeschäftsführer

Markus Lötzsch

Tel. 1335-373 | Fax 1335-201

Standortpolitik und

Unternehmenförderung

Dr. Udo Raab

Tel. 1335-383 | Fax 1335-333

Berufsbildung

Ursula Poller

Tel. 1335-254 | Fax 1335-255

Innovation | Umwelt

Dr. Robert Schmidt

Tel. 1335-299 | Fax 1335-122

International

Armin Siegert

Tel. 1335-401 | Fax 1335-488

Recht | Steuern

Oliver Baumbach

Tel. 1335-388 | Fax 1335-463

Kommunikation

Dr. Kurt Hesse

Tel. 1335-379 | Fax 1335-300

Zentrale Dienste

Joachim Wiesner

Tel. 1335-229 | Fax 1335-453

KundenService

Sabine Edenhofer

Tel. 1335-335 | Fax 1335-150335

Geschäftsstelle Ansbach

Karin Bucher

Kanalstraße 2–12

91522 Ansbach

Tel. 0981 97111-6 | Fax - 79

Mo. bis Do. 8 –12.30 Uhr u. 14 –16 Uhr

Freitag 8 – 12.30 Uhr

Geschäftsstelle Erlangen

Renate Doeblin

Henkestraße 91

91052 Erlangen

Tel. 09131 97316-0 | Fax -29

Mo. bis Do. 8 –12 Uhr u. 13 –16 Uhr

Freitag 8 – 12 Uhr u. 13 – 14.30 Uhr

Geschäftsstelle Fürth

Gerhard Fuchs

Flößaustraße 22a, 90763 Fürth

Tel. 0911 7707-75 | Fax -78

Mo. bis Do. 8 –13 Uhr u. 14 –16 Uhr

Freitag 8 –13 Uhr

Wirtschaftsjunioren

Knut Harmsen

Tel. 1335-320 | Fax 1335-122

Verantwortlich

handeln

EDITORIAL

Selten wird ein Begriff so missverstanden

wie „Corporate Social Responsibility“,

kurz CSR. Man denkt an Sponsoring Aktionen,

an bürgerschaftliches Engagement, an soziale

Aktivitäten der Betriebsangehörigen. Dabei ist

CSR viel einfacher und gleichzeitig viel schwieriger:

Es geht um die Art und Weise der Gewinnerzielung

eines Unternehmens, es geht um verantwortungsvolles

Handeln im unternehmerischen

Kerngeschäft. Und schon wird es kompliziert: Unternehmen stehen im

gnadenlosen Wettbewerb, im Ringen um den nächsten Auftrag sind Anstand

und Moral selten die zündenden Argumente. Und oft genug entscheiden

auch die Kunden nach sehr kurzsichtigen Kriterien über ihren

nächsten Einkauf.

Ist der Ehrliche am Ende immer der Dumme? Beim langfristigen Aufbau

von Vertrauen in ein Produkt oder ein Unternehmen sieht es anders aus.

Gerade weil so viele Menschen unserem Wirtschaftsgeschehen misstrauen,

sind verantwortungsvolles Denken und Handeln enorm wichtige Faktoren

in der Unternehmensstrategie. Auch Marktkritiker räumen ein, dass

es einen sensiblen Markt der Unternehmensreputation gibt, der Fehlverhalten

immer schneller aufdeckt und bestraft.

Was gilt es zu tun? Ein/e CSR-Verantwortliche/r im Unternehmen

nimmt sich alle relevanten Prozesse des Kerngeschäfts vor und ermittelt in

jeder Prozessstufe die Anfälligkeit für unsauberes Gebaren. Womöglich

müssen hier selbst Zulieferer von Subunternehmern bedacht werden. Keine

leichte Aufgabe, die wir deshalb in Kürze mit einem Weiterbildungsangebot

„CSR-Manager“ unterstützen. Die Transparenz unseres Tuns nimmt

dank Internet dynamisch zu, es gibt nur einen wirksamen Schutz vor ungerechtfertigten

Anschuldigungen: verantwortlich handeln.

IHK-Präsident

Dirk von Vopelius

ihk-sponsoringboerse.de

bringt wichtige Projekte und

engagierte Unternehmer zusammen.

02 | 13 3


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Felix-Klein-Straße 76, 91058 Erlangen

Tel. 09131/686-0, info@feser-biemann.de

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Schwabacher Str. 382, 90763 Fürth

Tel. 0911/9 97 13-0, info@vw-graf.de

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Tel. 09171/849-0

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zusammenstellen. Angebot gilt nur für Privatkunden, nur Neuwagen, Laufzeit 36 und 48 Monate, Rapid und neuer Octavia

ausgeschlossen. Bei teilnehmenden ŠKODA Partnern und solange der Vorrat reicht. Das Angebot gilt nur für Bestellungen im

Zeitraum 01.01.–31.03.2013, Auslieferung/Zulassung bis 31.05.2013. Angebot gilt nicht für ausgewählte Sondermodelle und ist nicht

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Tel.: 0911 4236-2985, Fax: 0911 4236-2975

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Auto Zentrum Nürnberg-Feser GmbH

Heisterstraße 6–10, Nürnberg

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Fuggerstraße 4, 91154 Roth

Tel.: 09171 849-0, Fax: 09171 849-19

info.skoda@feser-joachim.de

www.skoda-roth.de

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Schwabacher Str. 339, 90763 Fürth

Tel.: 0911 997137-10, Fax: 0911 997137-55

info@skoda-fuerth.de, www.skoda-fuerth.de

Autohaus Wilhelm Graf GmbH

Schwabacher Straße 339, Fürth

Feser-Biemann GmbH

Felix-Klein-Str. 71, 91058 Erlangen

Tel.: 09131 686-900, Fax: 09131 686-930

skoda@feser-biemann.de

www.feser-biemann.de

Autohaus Feser GmbH

Am Pointgraben 12, 91126 Schwabach

Tel.: 09122 69059-0

Fax: 09122 69059-69

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Deckung, jedoch nicht mehr als 8 Mio. EUR je

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nicht mahr als 5 Mio. EUR je Schadenfall

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25,00 EUR jährlich)

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inklusive Ausland Schadenschutz

Typkl. 16, Beitr: SF 6, 55%


Eines für alle

c SPEKTRUM

8 Kurzberichte aus Mittelfranken

11 Cartoon von Gerd Bauer

c BERICHTE | ANALYSEN

12 EU-Patent

Innovation europaweit

14 Verbundausbildung

Passt gut zusammen

16 Ausbildungsbilanz 2012

Lehrstellenmarkt auf hohem Niveau

17 IHK-Kammergespräch

Bessere Rahmenbedingungen

für die Wirtschaft

18 Metropolregion Nürnberg

Unternehmen mit im Boot

20 Nachhaltige Wasserversorgung

Wie groß ist der Fußabdruck?

6 02 | 13

Februar 2013

Das neue EU-Patent schützt

innovative Ideen in Europa. c 12

TITEL-GRAFIK

Alexander Lotz/Blattwerkstatt

c SPECIAL:

PERSoNALWIRTSCHAFT

22 Arbeitsrecht

Der dritte Mann

26 Zusätzliche

Beschäftigung

Arbeiten während

des Urlaubs?

28 Kommunikation

mit Hörbehinderten

Zeichen setzen

Kostbares Nass

EU-Projekt soll Wasserwirtschaft

effizienter machen. c 20

Beste Chancen für Azubis

Der Wettbewerb um

Nachwuchskräfte nimmt zu. c 16

30 Pflege

Zeit für kranke Angehörige

32 Bundeswehr und

Wirtschaft

Fit für das Zivilleben

34 Business-Etikette

Was gilt als korrekt?

36 Suche nach Fachkräften

Kompetenzen

statt Zeugnisse

38 Personalsuche

Digitaler Nachwuchs

40 Förderprogramm

Der Mensch im Mittelpunkt

42 Pilotprojekt

Fachkräfte herzlich

willkommen

43 Förderprogramm

Förderung von

Betriebs-Kitas

44 Vorstellungsgespräch

Heikle Fragen


Fotos Titel: iPicture-Factory/Fotolia.com, Fuchs

Inhalt: iStockphoto.com (2), Fuchs,

Fotolia.com, Atzenhofer

Bundesjustizministerin

beim IHK-Kammergespräch

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger

über wirtschaftspolitische

Herausforderungen. c 17

c IHK-NEWS

46 Nürnberger Zollseminar

Fachveranstaltung mit

langer Tradition

46 Bundesverdienstkreuz

Hohe Ehrung für

Hermann Gumbmann

47 Nürnberger Gespräche 2013

Richter, Rechtsanwälte

und Sachverständige im Dialog

47 American Chamber of Commerce

Transatlantische Beziehungen

47 Die IHK gratuliert...

c UNTERNEHMEN | PERSoNEN

52 Firmenberichte aus Mittelfranken

Special: Personalwirtschaft

Arbeitsrecht, Fachkräftesicherung,

Familienpflegezeit, Business-Etikette und

Karrierecenter der Bundeswehr sind

Themen des WiM-Specials. c 22

c RUBRIKEN

48 Kurse | Tagungen | Seminare

50 Weiterbildungsprogramm der

IHK Akademie Mittelfranken

76 Wettbewerbe

89 Verbraucherpreisindex

c BEKANNTMACHUNGEN I

BöRSEN

78 Bekanntmachungen

83 Kooperationsbörse

84 Existenzgründungsbörse

86 Bücher

89 Impressum

90 Vorschau/Inserentenverzeichnis

ADAC Nordbayern • Sellbytel Group • Sparda-Bank • TeamBank • Flughafen Nürnberg • FAI • da Vinci Künstlerpinselfabrik Defet • Soldan •

Kommunikationsverbände • Kernmühle • ZSI technology • PHI • Semikron • Schaeffler Gruppe • RölfsPartner • St. Gundekar-Werk •

DB Schenker • Gewobau • Barmer GEK • Wöhrl • Memmert • Ohning • Grundig • Innovations- und Gründerzentrum • Proleit • HumanOptics

• Anubis • Dollinger Personal Services • Rehart

54 Personalien | Auszeichnungen 66 Wirtschaft engagiert sich 73 Wirtschaft im Blick

02 | 13 7


SPEKTRUM

IHK-GRüNDERPREIS 2013

Auszeichnung für junge Unternehmen

Software-Lösungen für mehr Energieeffizienz:

Hubert Medl (l.) und Winfried Bergmann, Vorstände

der Empuron AG in Erlangen, gehörten zu den

IHK-Gründerpreisträgern 2012.

Der Ausstieg aus der Atomenergie und

die Energiewende haben viele Unternehmen

verunsichert. Sie fragen sich, ob Versorgungssicherheit,

Stromqualität und wettbewerbsfähige Energiepreise

auch weiterhin gewährleistet sind. Die neu gegründete „Mittelstandsinitiative

Energiewende“ soll offene Fragen beantworten

und Möglichkeiten aufzeigen, wie die Energieeffizienz im Betrieb

gesteigert werden kann. Initiatoren sind die Bundesministerien

für Wirtschaft und für Umwelt, der Deutsche Industrie- und

Handelskammertag (DIHK) und der Zentralverband des Deutschen

Handwerks (ZDH). Eingerichtet wurde eine spezielle Servicestelle

beim DIHK in Berlin, an die sich Unternehmen bei Fragen wenden

können. Außerdem lässt sich über das neue Online-Portal

www.mittelstand-energiewende.de Wissenswertes zu den

Themen Energiewende und Energieeffizienz abrufen. n

8 02 | 13

TIPP DES MONATS

DIHK, CHrIstopH petrI

tel. 030 20308-2242

petrI.CHrIstopH@DIHK.De

Zum 18. Mal schreibt die IHK Nürnberg für Mittelfranken in diesem Jahr ihren

„IHK-Gründerpreis“ aus. Prämiert werden drei Unternehmerpersönlichkeiten, die

sich durch eine innovative und erfolgreiche Firmengründung auszeichnen. Bewerben

können sich alle IHK-zugehörigen Unternehmen mit Hauptsitz in Mittelfranken,

die ihr Geschäft nach dem 31. Dezember 2007 gestartet haben. Auch Nachfolger

oder Firmenübernehmer können teilnehmen.

Die Gründungsidee kann sich durch eine besondere technische Neuerung, ein originelles

Marketing-Konzept oder eine innovative Form der Unternehmensorganisation

auszeichnen. Preiswürdig sind auch Gründer, die durch ihre Geschäftsidee überdurchschnittlich

viele Arbeits- und Ausbildungsplätze geschaffen haben. Die Gewinner

erhalten ein Preisgeld von jeweils 10 000 Euro, das von den Sponsoren Astrum IT

GmbH (Erlangen), I.K. Hofmann GmbH (Nürnberg) und Leonhard Kurz Stiftung &

Co. KG (Fürth) bereit gestellt wird.

Die Bewerbungsunterlagen müssen bis spätestens Freitag, 22. März 2013 bei der IHK

eingegangen sein. Die Preisverleihung findet am Donnerstag, 25. Juli 2013 statt. n

IHK, tel. 0911 1335-377, yvonne.stolpmann@nuernberg.IHK.De

www.IHK-nuernberg.De/gruenDerpreIs

Allgemeine Geschäftsbedingungen

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat mit einem Urteil vom 31. Mai 2012 (Aktenzeichen I ZR 45/11) zum wiederholten Male darauf

hingewiesen, dass die Verwendung von unwirksamen Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) einen Verstoß gegen Marktverhaltensregelungen

darstellt und deshalb wettbewerbswidrig ist. Konkret ging es um die AGB eines Internet-Händlers, die an mehreren

Stellen zum Teil drastische Einschränkungen der Verbraucherrechte enthielten und deshalb von den Richtern als unwirksam

gewertet wurden. In derartigen Fällen sprach der BGH nicht nur den Verbraucherverbänden, sondern auch Konkurrenten das Recht

zu, eine strafbewehrte Unterlassung gegen solchermaßen unwirksame AGB zu verlangen und gerichtlich durchzusetzen. n

Begeisterung für Technik

Kinder und Jugendliche an Mathematik,

Informatik, Naturwissenschaften und

Technik (sogenannte „Mint“-Fächer) sowie

an technische Berufe heranführen: Dieses

Ziel verfolgt die IHK-Initiative

Tecnopedia. Sie veranstaltet im März

„Werkstattgespräche“ zu aktuellen

technischen Themen bei Unternehmen

in der Region Nürnberg. Dabei

können sich Schülerinnen und

Schüler über die Themen Elektrotechnik,

Medizintechnik und

Energietechnik sowie über die praktische Arbeit von Ingenieuren und

Technikern informieren. An der Initiative beteiligen sich die Unternehmen

Continental, Imo, Infoteam Software, Siemens Healthcare

und Stadtwerke Erlangen sowie das Fraunhofer-Institut für Integrierte

Schaltungen IIS. Die Auftaktveranstaltung zu den „Mint-Wochen“

findet am Donnerstag, 28. Februar 2013 um 16 Uhr in der IHK statt,

eingeladen sind speziell Unternehmensvertreter und Lehrer. Das

Programm: Informationen zur Tecnopedia-Initiative, Fachvorträge sowie

erstaunliche Experimente aus dem Museum „Turm der Sinne“. n

anmelDung: IHK, tel. 0911 1335-351, martIn.maCH@nuernberg.IHK.De

www.teCnopeDIa.De/nuernberg

Fotos: Fuchs (2), iStockphoto.com (3),

Varijanta/Fotolia.com


Güterzug Hamburg – Nürnberg

Weitere Verbesserung für den Container-Transport zwischen Hamburg und

Nürnberg: Zwischen den Häfen der beiden Städte verkehrt seit Kurzem ein neuer

Güterzug, der von der Firma Metrans betrieben wird, einer Tochter der Hamburger

Hafen und Logistik AG. Der Zug fährt fünfmal pro Woche die Strecke Hafen

Hamburg – Güterverkehrszentrum Hafen Nürnberg – München und zurück. Die

neue Verbindung ist Teil eines Projekts, mit dem der Hafen Hamburg und die

Bayernhafen Gruppe noch mehr Container-Transporte von der Straße auf die

Schiene verlagern wollen. Jährlich seien rund 690 000 Standard-Container zwischen

Hamburg und Bayern unterwegs, von denen bereits über 60 Prozent mit der Bahn

transportiert würden, so die Partner. n

www.gvz-Hafen.Com

Mit der IHK zu neuen Märkten

Auf vielfältige Weise unterstützen die bayerischen Industrie- und Handelskammern die

Unternehmen beim Auslandsgeschäft. Die umfassenden Dienstleistungen werden in der neuen

Broschüre „IHK-Außenwirtschaftsservice Bayern: Wir eröffnen Märkte – weltweit“ erläutert, die

der Bayerische Industrie- und Handelskammertag (BIHK) herausgegeben hat. Aufgeführt sind

Services wie Außenwirtschaftsberatung, Länderinformationen, Zollberatung, Veranstaltungen und

Bescheinigungswesen. Der Broschüre sind zudem die Ansprechpartner bei den bayerischen IHKs

sowie nützliche Informationen und Links rund um das Thema Export zu entnehmen. n

Kostenloser bezug Der prInt-versIon: InternatIonal@nuernberg.IHK.De

DownloaD: www.IHK-nuernberg.De/auwI-brosCHuere

Wer hat die beste Website?

Kleine und mittlere Unternehmen mit

attraktiven und erfolgreichen

Internet-Seiten können sich für den

„Mittelfränkischen Website Award

2013“ bewerben, der von der IHK

Nürnberg für Mittelfranken ausgeschrieben

wird. Bis Dienstag, 2. April

2013 können Bewerber ihre Konzepte

unter www.ihk-nuernberg.de/

websiteaward online einreichen. Eine

Jury wählt die drei besten Internet-Auftritte aus, die sich durch Kundenorientierung,

Funktionalität und Benutzerfreundlichkeit auszeichnen. Ein

weiterer Schwerpunkt wird 2013 auf die gelungene Umsetzung der Themen

„Mobiles Internet“ und „Social Media“ gelegt. n

IHK, tel. 0911 1335-320

Knut.Harmsen@nuernberg.IHK.De

www.IHK-nuernberg.De/websIteawarD

SPEKTRUM

Metropolregion auf

der „Mipim“

Zum siebten Mal in Folge ist die Europäische Metropolregion

Nürnberg mit einem Gemeinschaftsstand

auf der internationalen Leitmesse für Gewerbeimmobilien

„Mipim“ vertreten, die vom 12. bis 15. März

2013 im südfranzösischen Cannes stattfindet. Die

Messe biete eine exzellente Gelegenheit, um die

Metropolregion als Zielort für künftige Investitionen

ins Gespräch zu bringen, so Nürnbergs Wirtschaftsreferent

Dr. Michael Fraas, der auch Geschäftsführer des

Forums Wirtschaft und Infrastruktur der Metropolregion

ist. Partner des Standes im Palais des Festivals

(Standnummer H4.20) sind in diesem Jahr Aurelis

Real Estate, Sparkasse Nürnberg, Stadt Nürnberg und

wbg Nürnberg GmbH. n

www.wIrtsCHaft.nuernberg.De

02 | 13 9


SPEKTRUM

Versorgung mit wichtigen Rohstoffen

Das Bundeswirtschaftsministerium fördert seit 1. Januar 2013 die Versorgung der deutschen

Wirtschaft mit kritischen Rohstoffen. Das Explorations-Förderprogramm, das im Zuge der Rohstoffstrategie

der Bundesregierung aufgelegt wurde, zielt besonders auf die 14 Rohstoffe Antimon,

Beryllium, Kobalt, Fluorit, Gallium, Germanium, Graphit, Indium, Magnesium, Niobium, Platinmetalle,

Seltene Erden, Tantal und Wolfram. Die Versorgung mit diesen Rohstoffen gilt laut der

Europäischen Kommission als kritisch. Antragsberechtigt sind rechtlich selbstständige Unternehmen,

die zu Erkundungs- und Bergbauvorhaben technisch und wirtschaftlich in der Lage sind, ihren

Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland haben und hier die Voraussetzungen für eigene rohstoffwirtschaftliche Tätigkeiten bieten. Das

Förderprogramm besteht aus bedingt rückzahlbaren Darlehen, die erste Einreichungsfrist in diesem Jahr endet am 31. März. n

IHK, tel. 0911 1335-299 oDer -467, gIu@nuernberg.IHK.De

www.DeutsCHe-roHstoffagentur.De

Verbraucherklagen in der EU

Welches Gericht ist zuständig bei Streitigkeiten zwischen Verbrauchern und

Gewerbetreibenden aus unterschiedlichen EU-Ländern? Mit dieser Frage

befasste sich der Europäische Gerichtshof (EuGH). Nach dem Urteil vom

6. September 2012 (Aktenzeichen C-190/11) kann ein Verbraucher, der mit

einem im EU-Ausland ansässigen Gewerbetreibenden einen Vertrag

geschlossen hat, den Vertragspartner unter folgenden Voraussetzungen vor

Gerichten seines Landes verklagen: Der Gewerbetreibende übt seine

berufliche oder gewerbliche Tätigkeit auch in dem Mitgliedstaat aus, in dem

der Verbraucher seinen Wohnsitz hat, oder er richtet seine geschäftlichen

Aktivitäten in anderer Weise (z.B. über das Internet) auch auf diesen

Mitgliedstaat aus. Für Geschäfte, die aufgrund einer Werbung im Internet

angebahnt wurden, gilt deshalb: Es muss kein Fernabsatzvertrag am Wohnort

des Verbrauchers abgeschlossen worden sein, um vor einem Gericht im

Inland zu klagen. Der konkrete Fall, den die Richter zu entscheiden hatten:

Eine Österreicherin hatte aufgrund eines Internet-Angebotes einen Gebrauchtwagen

bei einem Hamburger Händler gekauft und den Vertrag an

dessen Firmensitz unterschrieben. Dennoch könne sie ihre Mängelansprüche

vor einem österreichischen Gericht geltend machen, so die Richter. n

10 02 | 13

CAST

Die Themen im Februar 2013

unter www.ihk-nuernberg.de

Kooperation bei der Ausbildung

EU-Patent

WiM-Special:

Personalwirtschaft

IHK-Kammergespräch

Wasser effizient nutzen

Die Moderatorin wird ausgestattet von Breuninger.

Neu! Jetzt das WiMcast

direkt auf Ihrem Smart-

phone ansehen, siehe

nebenstehende Anleitung

Unternehmerreise

Slowakei

An Unternehmer und Führungskräfte aus den Bereichen

Automobilwirtschaft, Maschinenbau, Elektrotechnik und

Logistik richtet sich eine Fachinformationsreise nach

Bratislava vom 24. bis 25. April 2013. Sie wird organisiert

von der Deutsch-Slowakischen Auslandshandelskammer

(AHK) und der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Teil der

Reise sind u.a. Firmenkontaktgespräche, mit denen potenzielle

Geschäftspartner aus Deutschland und der Slowakei

zusammengebracht werden. Höhepunkt des Programms

ist der Besuch des VW-Werks in Devinska Nová Ves. Die

Automobilbranche ist eine wichtige Säule der slowakischen

Wirtschaft, außer Volkswagen produzieren dort u.a.

Kia und PSA Peugeot-Citroën. n

IHK, tel. 0911 1335-396

DorIs.sCHneIDer@nuernberg.IHK.De

QR-Codes in WiM

In der WiM sind so genannte QR-Codes

(„Quick Response-Codes“) abgedruckt.

Damit können Sie mit Ihrem Smartphone

schnell und bequem weiterführende

Informationen und Videos aus

unserem Web-Angebot abrufen.

So funktioniert es:

1. App im Software-Portal Ihres

Smartphone-Herstellers herunterladen.

2. QR-Code mit der App abfotografieren.

Dann werden Sie automatisch auf

unser Web-Angebot weitergeleitet.

Bitte beachten Sie, dass bei der

Übertragung von Videos je nach Tarif

hohe Kosten entstehen können. n


Personalentwicklung

GERD BAUER

02 | 13 11


BERICHTE | ANALYSEN

Foto: iStockphoto.com

EU-PATENT

Innovation europaweit

Ein Durchbruch wurde beim einheitlichen Patentschutz innerhalb der Europäischen Union erzielt: Am

11. Dezember 2012 hat das Europäische Parlament das sogenannte „EU-Patentpaket“ verabschiedet.

Das „Paket“ enthält drei wichtige Entscheidungen

zu den Themen einheitlicher

Patentschutz, anzuwendende

Übersetzungsregelungen und einheitliches

Patentgericht. Von den 27 EU-Staaten werden

lediglich Spanien und Italien nicht an

der Reform des Europäischen Patentsystems

teilnehmen. Sollten sie ihre ablehnende Haltung

aufgeben, können die beiden Länder

aber jederzeit beitreten.

Die Neuregelung zum „Patent mit EU-weiter

Erstreckung“ bedeutet, dass EU-Patente

automatisch in 25 Mitgliedsstaaten wirksam

werden. „Das bringt erhebliche Vorteile ge-

12 02 | 13

genüber dem bisher geltenden Verfahren“,

erläutert Dr. Elfriede Eberl, Referentin für Innovationsmanagement

und Technologietransfer

bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken.

Bis dato müssen europäische Patente nämlich

in nationale Patente konvertiert werden

– was Erfindern erheblichen Aufwand und

hohe Kosten beschert: Wer seine Produkte und

Verfahren europaweit schützen lassen will,

muss sie bislang beim Europäischen Patentamt

(EPA), einer zwischenstaatlichen Einrichtung

der Europäischen Patentorganisation,

zum Patent anmelden. Sind die einschlägigen

Voraussetzungen erfüllt, erteilt das EPA

das sogenannte Europäische Patent. Anders

als diese Bezeichnung vermuten lässt, ist es

jedoch nicht automatisch in den einzelnen

Mitgliedsstaaten wirksam, sondern muss für

jeden einzelnen Staat validiert werden. So fallen

für jedes Land Übersetzungs- und Verwaltungskosten

an: Der Patentschutz für die gesamte

EU kann im Durchschnitt mit bis zu

36 000 Euro zu Buche schlagen; mit rund 23

000 Euro geht dabei der Löwenanteil auf das

Konto der obligatorischen Übersetzungen.

Dazu kommen noch die Gebühren, die jährlich

für die Aufrechterhaltung des Patents zu

zahlen sind – und zwar in jedem Land separat.


Die beschlossene Neuregelung des Europäischen

Patentsystems soll dieses aufwändige

und kostspielige Verfahren vereinfachen: Patente

mit EU-weiter Erstreckung werden automatisch

in allen EU-Staaten – ausgenommen

in Spanien und Italien – validiert. Die

Anträge zur Erteilung dieses einheitlichen

EU-Patents können auf Englisch, Französisch

oder Deutsch eingereicht werden. Anträge

in anderen Sprachen sind in eine dieser

drei Sprachen zu übersetzen. Die Übersetzungskosten

für kleine und mittlere Unternehmen,

gemeinnützige Organisationen,

Universitäten und öffentliche Forschungseinrichtungen

will die EU erstatten.

Das einheitliche EU-Patent wird die Ausgaben

für den Schutz von Erfindungen erheblich

senken. Sobald das neue System voll

funktionstüchtig ist, könnte nach Angaben

der EU-Kommission ein EU-Patent nur circa

4 700 Euro kosten. Vor diesem Hintergrund

bezeichnete Bernhard Rapkay, Berichterstatter

des EU-Parlaments für die Hauptverord-

nung zur Schaffung eines einheitlichen Patentschutzes,

die Entscheidung des EU-Parlaments

als „gute Nachricht“ für die EU-Wirtschaft

und insbesondere für kleine und mittlere

Unternehmen. „Geistiges Eigentum darf

nicht an der Grenze aufhören. Der Weg zur

Einführung des EU-Patents war lang und

schwierig, aber es hat sich letztendlich gelohnt“,

so der Abgeordnete.

Der Anfang dieses Wegs liegt bereits in den

1960er Jahren, aber die Einführung eines supranationalen

Systems gewerblicher Schutzrechte

stieß immer wieder an Hindernisse.

Die EU-Kommission unternahm seit 2000

mehrere Anläufe, ein einheitliches EU-Patent

einzuführen. Sie scheiterten unter anderem

am Übersetzungsproblem, denn die Auswahl

der zulässigen Sprachen für die Patentanmeldung

blieb strittig.

Läuft alles nach Plan, können die ersten

Patente mit EU-weiter Erstreckung im Jahr

2014 erteilt werden. Das internationale Übereinkommen

zur Schaffung eines einheitli-

BERICHTE | ANALYSEN

chen Patentgerichts wird am 1. Januar 2014

in Kraft treten, oder sobald die Ratifizierung

durch 13 Vertragsstaaten (darunter Großbritannien,

Frankreich und Deutschland) erfolgt

sein wird.

Nachdem die legislativen Hürden genommen

sind, soll das „EU-Patentpaket“ frischen

Schwung in die europäische Innovationspolitik

und für die Wettbewerbsfähigkeit bringen.

Bei einer rein quantitativen Betrachtung

der Patentanmeldungen, die als ein Indikator

für die Innovationsleistung gelten, landet Europa

in der globalen Statistik nämlich hinter

den anderen Schwergewichten der Weltwirtschaft:

2011 wurden in den USA 224 000 Patente

erteilt, in China 172 000, in Europa dagegen

nur 62 000.

Bürokratische Hürden sinken

Ob die Einführung des EU-Patents diese Relation

grundlegend ändern wird, bleibt fraglich.

Unstrittig ist jedoch, dass die bürokratischen

Hürden beim länderübergreifenden

Schutz des geistigen Eigentums deutlich sinken.

„Insofern ist die Einführung des EU-Patents

ein wichtiger Schritt“, unterstreicht Dr.

Elfriede Eberl. Gleichzeitig warnt die Expertin

für Innovationsmanagement davor, die

Erwartungen an die Neuregelung des Europäischen

Patentsystems zu hoch zu schrauben.

Auch nach der Vereinfachung des bislang

komplexen Verfahrens dürften die Patentanmeldungen

von kleinen und mittleren

Unternehmen in Europa nicht sprunghaft

ansteigen – dafür seien die Ursachen, die gerade

den Mittelstand von den Patentämtern

fernhält, zu vielschichtig. Bei der Entwicklung

neuer Produkte und Technologien gelte

der Mittelstand zwar als Innovationsmotor,

dennoch sei diese Gruppe in der Patentstatistik

unterrepräsentiert.

Elfriede Eberl sieht dafür mehrere Gründe:

„Zum einen entscheiden sich Unternehmen

bewusst für die Geheimhaltung des eigenen

Know-hows. Zum anderen wird möglicherweise

die Bedeutung des gewerblichen Rechtschutzes

unterschätzt bzw. nicht für eigene

Wettbewerbsvorteile eingesetzt und genutzt.“

Hier sei ein Umdenken nötig: Die Globalisierung

erfordere eine stärkere Sensibilisierung

für den Schutz des eigenen Know-how. Stand

früher bei den Überlegungen zum Für und

Wider einer Patentanmeldung für ein Unternehmen

die Frage „Was bringt es?“ im Vordergrund,

geht es jetzt immer mehr um die

Frage „Was schadet es, wenn ich es unterlasse?“

Der Präventionsgedanke spiele heute

eine weit stärkere Rolle, fasst die IHK-Referentin

diesen Trend zusammen. Deshalb sollten

sich nicht nur Großunternehmen mit

dem strategischen Patentmanagement auseinandersetzen.

aw. n

IHK, Tel. 0911 1335-431

elfrIede.eberl@nuernberg.IHK.de

02 | 13 13


Foto: iStockphoto.com BERICHTE | ANALYSEN

VERBUNDAUSBILDUNg

Passt gut zusammen

Für Ausbildungsbetriebe, die nicht alle Lehrinhalte selbst abdecken können, bietet sich die

Kooperation mit einer Partnerfirma an. Dort absolvieren die Auszubildenden einen Teil ihrer Ausbildung.

Die Verbundausbildung ist in den Betrieben

noch viel zu wenig bekannt.

Angesichts des drohenden Facharbeitermangels

müssen wir aber alle Möglichkeiten

wahrnehmen, junge Leute auszubilden“,

sagt Bernd Hirschberger, Ausbildungsberater

bei der IHK Nürnberg für Mittelfranken. Im

kaufmännischen Bereich sind in Mittelfranken

derzeit zwei Prozent der Ausbildungsverhältnisse

in Form einer Verbundausbildung

organisiert, im technischen Bereich sind es

fünf bis zehn Prozent.

Hirschberger nennt als Beispiel ein Unternehmen,

das einen Modellbauer ausbilden

wollte. Die Verantwortlichen waren sich jedoch

nicht sicher, ob sie auch alle Ausbildungsinhalte

vermitteln können. Die Firma

wandte sich deshalb an die IHK, die einen

Kontakt zu einem anderen Ausbildungsbetrieb

herstellte. „Wir begrüßen es sehr, wenn

die Unternehmen frühzeitig auf uns zukommen“,

betont der Ausbildungsberater. Denn

in der Praxis würden die Firmen häufig erst

dann das Thema Verbundausbildung angehen,

wenn die IHK die sogenannte Eignungsfeststellung

durchführt – wenn also

geprüft wird, ob Mängel in der Ausbildung

bestehen. Ein solcher Mangel kann beispielsweise

vorliegen, wenn der zuständige

Ausbilder in einem bestimmten Bereich, der

in der Ausbildungsordnung verlangt wird,

14 02 | 13

zu wenig Erfahrung mitbringt. Auch in solchen

Fällen versucht die IHK, ein Partnerunternehmen

zu vermitteln. „Die Ausbildung

im Verbund ist oftmals die beste Lösung

für alle Beteiligten“, so Hirschberger.

Der Umfang und der Zeitraum der Teilausbildung

werden zwischen den beteiligten

Firmen frei vereinbart.

Über langjährige Erfahrungen in der Verbundausbildung

verfügt das Zentrum für

Aus- und Weiterbildung in der Metropolregion

Nürnberg (ZAW). Das Unternehmen, das

seinen Sitz auf dem früheren AEG-Gelände

in Nürnberg hat, ist durch einen Management-Buy-out

aus der Ausbildungsabteilung

von AEG bzw. Electrolux entstanden. Der

Geschäftsführende Gesellschafter Reiner

Strobel, früher bei AEG für die Weiterbildung

in Mitteleuropa verantwortlich, hatte das

Unternehmen 2008 übernommen und sich

ganz auf die Verbundausbildung für Partnerfirmen

spezialisiert.

Die ZAW nutzt immer noch die Ausbildungseinrichtungen

des ehemaligen Konzerns,

sie führt dort einen Teil der Ausbildung

für technische Berufe wie Industrie- und

Werkzeugmechaniker, Mechatroniker und

Elektroniker durch. Sie ist zugelassener Bildungsträger

und zertifiziert nach DIN EN

ISO 9001:2000. Fünf Ausbilder, die zugleich

auch IHK-Prüfer bei den Abschlussprüfun-

gen sind, kümmern sich um die rund 165

Auszubildenden, die jährlich einen Teil ihrer

theoretischen und praktischen Ausbildung

bei der ZAW absolvieren. Bis zu 60 Jugendliche

sind es im Wochendurchschnitt, die ständig

bei der ZAW anwesend sind.

Interessant für Betriebe aller größen

Zu den rund 50 Kunden des Ausbildungsbetriebs

gehören zahlreiche kleinere Firmen,

die in erster Linie daran interessiert sind, die

Ausbildung durch den Verbund zu vervollständigen.

Aber auch größere Unternehmen

und Konzerne arbeiten mit der ZAW zusammen.

Bei ihnen spielen andere Motive eine

Rolle: „Die Lehrlinge lernen nicht nur neue

Arbeitsbereiche kennen, sondern sammeln

auch wertvolle Erfahrungen im Austausch

mit anderen. Sie erfahren, wie es in anderen

Betrieben zugeht, und sie erleben eine abwechslungsreiche

Ausbildung“, betont Strobel.

Die Bilanz, die der studierte Maschinenbau-Ingenieur

nach mehr als vier Jahren als

selbstständiger Verbundausbilder zieht, ist

positiv: Die Risiken dieser Ausbildungsform

seien gering, für den Ausbildungsbetrieb seien

die Kosten für diese Dienstleistung gut

kalkulierbar. Er bleibe flexibel, könne teilweise

auf Lehrwerkstätten verzichten, manchmal

sogar mehrere Ausbildungsberufe anbieten


und seine Ressourcen schonen. „Wenn ein

kleines Unternehmen seinen Auszubildenden

an eine Maschine stellt, muss immer ein Mitarbeiter

dabei sein, der den Lehrling beaufsichtigt.

Das ist nicht effizient“, sagt Strobel.

Ablauf der Verbundausbildung

Für jeden Kooperationspartner erstellt die

ZAW ein individuell passendes und praxisorientiertes

Ausbildungsmodell. Die erste Zeit

der Verbundausbildung verbringen die Lehrlinge

immer im auszubildenden Betrieb. „Das

ist uns sehr wichtig, denn sie sind und bleiben

dort angestellt und sollen sich dort heimisch

fühlen“, betont der Geschäftsführer. Die

anschließende Grundausbildung im ersten

Lehrjahr absolvieren die Jugendlichen überwiegend

bei der ZAW. Wenn sie dann in ihr

Unternehmen zurückkehren, haben sie schon

das Wichtigste gelernt, um dort produktiv

mitarbeiten zu können. Im zweiten und dritten

Lehrjahr sind sie überwiegend in den

Ausbildungsbetrieben und kommen nur noch

für Fachkurse oder zur Prüfungsvorbereitung

ins ZAW. Dieses Konzept habe sich sehr bewährt,

so Strobel. Darüber hinaus unterstützt

die ZAW Ausbildungsbetriebe dabei, geeignete

Auszubildende zu finden; außerdem qualifiziert

sie angelernte Mitarbeiter zu Facharbei-

Foto: Lange

BERICHTE | ANALYSEN

ZAW-Geschäftsführer Reiner Strobel mit einem Mechatronik-Modell, das auch bei Abschlussprüfungen

verwendet wird.

tern mit IHK-Abschluss. Als eine wesentliche

Voraussetzung für eine Verbundausbildung

nennt Strobel: „Die Partnerfirmen müssen

Vertrauen zueinander haben, die Chemie

muss stimmen.“

„Als IHK sehen wir die Vorteile der Verbundausbildung

für alle Seiten“, betont Ausbildungsberater

Bernd Hirschberger. Auch

außerhalb des technischen Bereichs komme

eine Verbundausbildung in Frage. Denn mit

diesem Modell könnten kleinere Firmen das

Ausbildungsniveau von großen Firmen anbieten,

ohne eigene Ausbildungskapazitäten

aufzubauen. Attraktiv ist das Modell aber

nicht nur für die Unternehmen, sondern

auch für die Azubis, denn sie können sich darauf

verlassen, dass sie optimal auf die Prüfung

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BERICHTE | ANALYSEN

Foto: iStockphoto.com

AUSBILDUNgSBILANz 2012

Lehrstellenmarkt

auf hohem Niveau

Für die Unternehmen wird es schwieriger, alle Ausbildungsplätze zu

besetzen. gründe sind die demografische Entwicklung und der Trend

zu immer höheren Schulabschlüssen.

In den IHK-Berufen in Mittelfranken wurden

im vergangenen Jahr 8 783 neue Ausbildungsverträge

geschlossen. Das bedeutet

einen Rückgang um 3,9 Prozent gegenüber

dem Spitzenergebnis von 2011. Der Lehrstellenmarkt

bewegt sich damit aber weiterhin

auf einem hohen Niveau. Während in den

16 02 | 13

kaufmännischen Berufen 5 909 neue Verträge

geschlossen wurden (minus 6,3 Prozent),

stieg die Zahl der Ausbildungsverträge in den

technischen Berufen um 1,6 Prozent auf 2

874. Aktuell sind in Mittelfranken insgesamt

22 053 junge Menschen als Azubis in Industrie,

Handel und Dienstleistungen beschäftigt.

Neu geschlossene Ausbildungsverträge IHK-Berufe in Mittelfranken

Angesichts der guten konjunkturellen Rahmenbedingungen

und des Fachkräftebedarfs

hätten die Unternehmen gerne noch mehr

Azubis eingestellt, erklärte IHK-Vizepräsident

Jürgen Schlag bei einem Pressegespräch.

Bedingt durch Demografie und den Trend zu

immer höherer Schulbildung fehle es jedoch

an Bewerbern. Zehn Prozent der Unternehmen

gaben in einer IHK-Umfrage an, dass sie

nicht alle Ausbildungsplätze besetzen konnten.

Besonders das Hotel- und Gaststättengewerbe

sowie der Einzelhandel sind davon

betroffen.

Der internationale Vergleich zeigt nach

Worten Schlags, dass sich das Modell der dualen

Berufsausbildung in Betrieb und Schule

bestens bewährt. Ziel der IHK sei es daher,

alle Möglichkeiten dieses erfolgreichen Systems

auszuschöpfen. Deshalb gelte es, einerseits

die leistungsstarken Jugendlichen von

der Attraktivität einer beruflichen Ausbildung

zu überzeugen und andererseits leistungsschwächere

Bewerber zu unterstützen, um

ihnen eine Ausbildung zu ermöglichen. Die

IHK wird dazu im Jahre 2013 zahlreiche, bereits

bewährte Projekte (z.B. IHK-Kompetenz-

Check bei der Berufsorientierung, Projekt

„Kultur weckt Talente“, Verbundstudium, Einstiegsqualifizierung)

fortführen sowie mit dem

sogenannten „KollegenCoaching für Azubis“

eine neue Maßnahme auflegen. Das KollegenCoaching

basiert auf dem Zusammenwirken

der Azubis untereinander nach dem

Prinzip: Der Stärkere hilft dem Schwächeren.

„Die Unternehmen haben die Bedeutung

der Ausbildung für die Fachkräftesicherung

erkannt und werden in diesem Bereich vermehrt

investieren“, sagte Vizepräsident

Schlag mit Blick auf die Perspektiven des laufenden

Jahres. Für Schulabgänger bedeute

dies beste Chancen auf einen anspruchsvollen

Ausbildungsplatz. n

IHK, Tel. 0911 1335-262

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IHK-KAMMERgESPRäCH

Obwohl das Thema „Aktuelle wirtschaftspolitische

Herausforderungen

und Perspektiven“ eher allgemein formuliert

war, wurde Sabine Leutheusser-

Schnarrenberger beim 146. IHK-Kammergespräch

schnell konkret: Die Bundesjustizministerin

sprach über mögliche Entlastungen

für die Wirtschaft, über eine „Mikrobilanzrichtlinie“

mit weniger Bürokratie und darüber,

dass Firmen nicht mehr über Gebühr

durch Bußgelder belastet werden sollen,

wenn sie ihre Jahresabschlüsse unverschuldet

nicht rechtzeitig publizieren. Auf der Habenseite

der Regierungskoalition verbuchte sie

die Abschaffung der Praxisgebühr und das

neue Insolvenzrecht, das im vergangenen

Jahr in Kraft getreten ist und ein Beispiel für

praxisnahe Wirtschaftgesetzgebung sei.

Ein Anliegen ist der Ministerin auch die

Reform des Abmahnwesens. Hier gelte es

Auswüchse (z.B. überzogene Abmahnungen

bei fehlerhaften Angaben im Impressum)

durch neue gesetzliche Regelungen einzudämmen.

Dies sei vor allem für kleinere Unternehmen

wichtig, die sich oft einer Abmahnwelle

gegenüber sehen, aber nicht mit

einer eigenen Rechtsabteilung dagegen halten

können. Auch bei Urheberrechtsverletzungen

müssten Schaden und Höhe der Abmahnungen

in einem angemessenen Verhältnis

stehen. „Das Urheberrecht ist absolut

wichtig, dafür müssen wir auch das Bewusstsein

bei jungen Leuten wecken. Das erreichen

wir aber nicht, wenn sie mit überzogenen Abmahnungen

konfrontiert werden.“

Das IHK-Kammergespräch fand am 10. Januar

statt, also noch kurz vor der für die FDP

überraschend positiv verlaufenen Landtagswahl

in Niedersachsen. Die Ministerin, die

auch Vorsitzende der bayerischen FDP ist,

zeigte sich trotz der zu diesem Zeitpunkt noch

schwachen Umfragewerte zuversichtlich für

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BERICHTE | ANALYSEN

Bessere Rahmenbedingungen

für die Wirtschaft

Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger beleuchtete vor Vertretern aus Wirtschaft

und Politik so unterschiedliche Themen wie Wirtschaftsrecht, Steuerpolitik und Urheberrecht.

Foto: Fuchs

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das Wahljahr 2013 und will bei den Wählern

mit den klassischen Themen der Liberalen

punkten. Trotz der deutschen Verpflichtungen,

die sich aus der Euro-Schuldenkrise für

die Stabilisierung der Gemeinschaftswährung

ergeben, sei ein ausgeglichener Staatshaushalt

ein wesentliches Ziel: „Wir fahren

die Neuverschuldung zurück und wollen bis

2014 keine neue Schulden mehr machen.“

Eines gab die Ministerin aber unumwunden

zu: „Wir haben eine grundlegende Steuerreform

nicht hinbekommen.“ Doch der

Wirtschaft gehe es nicht nur um eine Steuersenkung,

sondern auch um eine Vereinfachung

des Steuersystems, wie IHK-Präsident

Dirk von Vopelius anmerkte. Dabei wies er

u.a. auf das Dickicht der Mehrwertsteuer-

Regelungen und auf Vorschriften hin, die

eine Besteuerung der Unternehmenssubstanz

zur Folge hätten.

Ausdrücklich lobte Sabine Leutheusser-

Schnarrenberger die Zusammenarbeit mit

der IHK-Organisation, deren Expertise bei

der Politik hohe Wertschätzung genieße.

IHK-Präsident von Vopelius erinnerte beim

IHK-Kammergespräch daran, dass Nürnberg

große Bedeutung für die historische Entwicklung

des Wirtschaftsrechts habe. Mit

dem Edikt von Kaiser Maximilian I. wurde

1508 das erste deutsche Kaufmannsgericht in

Nürnberg begründet, das als Wiege der Handelsgerichtsbarkeit

in Deutschland gilt. Dieses

System hat sich laut von Vopelius bis heute

bewährt und wurde von vielen europä-

ischen Ländern übernommen. Auch das

deutsche Handelsgesetzbuch hat seine Ursprünge

in Nürnberg: Die Kommission des

Deutschen Bundes tagte 1857 erstmals in der

Stadt, um den Entwurf für das Deutsche

Handelsgesetzbuch zu beraten. wra. n

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02 | 13 17


BERICHTE | ANALYSEN

METRoPoLREgIoN NüRNBERg

Unternehmen mit im Boot

Der neue Förderverein „Wirtschaft für die Europäische Metropolregion Nürnberg e.V.“

hat offiziell seine Arbeit aufgenommen. Damit haben die Unternehmen

größeres gewicht und mehr Mitspracherecht gewonnen.

Symbolstark war die Auftaktveranstaltung

für den neuen Förderverein: In

der Orangerie im Erlanger Schlossgarten

– dort, wo am 12. Mai 2005 bereits die

Charta der Metropolregion Nürnberg unterzeichnet

worden war – stellte eine Lichtin-

stallation die gebündelte Strahlkraft und die

geballte Energie der Wirtschaft in der Metropolregion

dar.

Der Förderverein, dessen Konzept von den

Kammern und dem Rat der Metropolregion

erarbeitet wurde, ist Nachfolger des im Jahr

1996 gegründeten Marketingvereins der Metropolregion.

Der sechsköpfige Vorstand des

neuen Vereins wird von Prof. Dr. Klaus L.

Wübbenhorst geleitet, dem früheren Vorstandsvorsitzenden

der GfK und ehemaligen

IHK-Präsidenten. Er wird unterstützt von

über 50 Gründungsmitgliedern, von denen

sich folgende 17 sogenannte „Leuchttürme“

mit einem mindestens fünfstelligen Jahresbeitrag

engagieren: Siemens, die Sparkassen

in Mittelfranken, Nürnberger Versicherungsgruppe,

Volks-und Raiffeisenbanken, Datev,

Bayern LB, Adidas, Faber-Castell, GfK, Leonhard

Kurz, Müller-Medien, N-Ergie, NürnbergMesse,

Rödl & Partner, TeamBank sowie

die IHKs und Handwerkskammern der Metropolregion.

18 02 | 13

Der Förderverein steht also auf einer breiteren

Basis, als dies beim früheren Marketingverein

der Fall war. Zudem wird durch

die neue Organisation das Mitspracherecht

der Wirtschaft deutlich erhöht: Drei Mitglieder

des Vereinsvorstandes arbeiten im Steu-

erungskreis der Metropolregion mit und entscheiden

auf Augenhöhe mit den drei Ratsvorsitzenden

über die strategische Ausrich-

tung der Metropolregion sowie über die Verwendung

der finanziellen Mittel.

Wübbenhorst skizzierte bei der Auftaktveranstaltung

die drei wichtigsten Aufgabenfelder

des Fördervereins: Ausbau der Infrastruktur

(insbesondere die Erweiterung des

Verkehrsverbundes Großraum Nürnberg

VGN), die Stärkung des Geschäftserfolgs mit

einem Leitbild für nachhaltiges Wachstum

und Beschäftigung sowie die Bindung und

Gewinnung von Fachkräften. All dies solle

die Metropolregion Nürnberg mit ihren 22

Landkreisen und elf kreisfreien Städten weiter

nach vorne bringen. Dirk von Vopelius,

Präsident der IHK Nürnberg für Mittelfranken,

erklärte, die IHK engagiere sich aus

vollster Überzeugung für die Metropolregion

und den Förderverein, „damit unsere 140 000

Mitgliedsunternehmen auch in Zukunft gute

Geschäfte machen können“.

Siemens-Regionalleiter Heinz Brenner begründete

die Unterstützung des Konzerns für

die Metropolregion damit, dass Kooperationen

und Partnerschaften bei Fragen wie In-

frastruktur und Bildungsangebot ein wichtiger

Erfolgsfaktor seien. „Sonst kämpft man

einen einsamen Kampf“, erklärte Brenner bei

einer Talkrunde anlässlich der Auftaktveranstaltung.

Erlangens Oberbürgermeister Dr.

Leuchtende Beispiele: Vereinsvorsitzender Prof. Dr. Klaus L. Wübbenhorst mit den Vertretern der „Leuchttürme“ Dr. Bernd Rödl (Rödl & Partner),

Gunther Oschmann (Müller Medien), Melanie Söllch (N-Ergie), Matthias Hartmann (GfK), Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell (Faber-

Castell), Matthias Malessa (Adidas) und Alexander Boldyreff (TeamBank; v.r.).

Siegfried Balleis, der auch Ratsvorsitzender

der Metropolregion ist, sieht die Region mit

insgesamt 19 Hochschulen exzellent aufgestellt,

machte aber auch auf Verbesserungspotenzial

aufmerksam, beispielsweise bei der

Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Sein

Nürnberger Amtskollege Dr. Ulrich Maly appellierte

an die Akteure der Metropolregion,

weiterhin die drei Tugenden zu pflegen, die

sich bislang als Erfolgsfaktoren der gemeinsamen

Arbeit erwiesen hätten: Freiwilligkeit,

Polyzentralität und Partnerschaft von Stadt

und Land. Heribert Trunk, Präsident der IHK

für Oberfranken Bayreuth und Mitglied im

Vorstand des Fördervereins, formulierte als

Motto der künftigen Vereinsarbeit: „Wenn

alle gemeinsam leuchten, können auch alle

gleich hell strahlen.“ ug.n

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gESUNDHEITS-INITIATIVE 2013

Fitness für die Metropolregion

Im Frühjahr 2013 startet in der Region eine

groß angelegte Initiative zur Gesundheitsförderung:

Die „Gesundheits-Initiative

2013 in der Europäischen Metropolregion

Nürnberg“ spricht alle Bürger und Mitarbeiter

von Unternehmen aus der Metropolregion

an, die ihren Lebensstil verbessern

wollen. Im Mittelpunkt stehen dabei

die Aspekte Bewegung, Ernährung und Balance

zwischen Beruf und Privatleben.

Die Teilnehmer werden sechs Monate

lang bei der Verhaltens- und Ernährungsumstellung

durch ein Coaching von Gesundheitsexperten

und eine Online-Plattform

begleitet. Wesentlicher Bestandteil

des Projektes, das nach aktuellem Stand

Anfang April startet, ist auch die Analyse

grundlegender gesundheitlicher Parameter:

Am Beginn und am Ende der sechs

Monate messen die Teilnehmer u.a. Ge-

Die Europäische Metropolregion Nürnberg

bietet neben hervorragenden Karrierechancen

ein angenehmes Wohn- und Lebensumfeld

und ist damit eine attraktive Region für

qualifizierte Menschen aus dem In- und Ausland.

Wer schon länger hier lebt, weiß das zu

schätzen. Doch von welchen Motiven werden

Menschen aus dem In- und Ausland geleitet,

die die Metropolregion als Ort ihrer Arbeitstätigkeit

wählen und deshalb hierher ziehen?

Diese Frage lässt die „Allianz pro Fachkräfte“

aktuell vom Bamberger Institut efms (europäisches

Forum für Migrationsstudien) unter

dem Motto „Warum Metropolregion

wicht, Ruhepuls und Bauchumfang. Damit

ist eine individuelle Erfolgsmessung sichergestellt,

zudem kann wissenschaftlich

analysiert werden, ob solche breit angelegten

Projekte eine messbare Auswirkung auf

die Gesundheit haben.

Das Projekt läuft zunächst über sechs

Monate (Verlängerung um weitere sechs

Monate möglich) und wird vom Institut

für Sportwissenschaft und Sport der Universität

Erlangen-Nürnberg wissenschaftlich

begleitet. Kooperationspartner sind

u.a. die Europäische Metropolregion

Nürnberg, die Kompetenzinitiative Medical

Valley, die IHK sowie die Danova

GmbH in Erlangen, die das Projekt organisiert.

n

danova, Tel. 09131 9712-3070

claudIa.zImmermann@danova.de

UMFRAgE

„Warum Metropolregion Nürnberg?“

Nürnberg?“ wissenschaftlich untersuchen.

Befragt werden Menschen aus Deutschland

und dem Ausland, die in den letzten fünf Jahren

in die Metropolregion Nürnberg gezogen

sind.

Sie werden auch um Antworten auf folgende

Fragen gebeten: Was hält sie dauerhaft in

der Region und welche Rahmenbedingungen

spielen hierbei eine Rolle? Wie fühlen sich

Menschen aus Paderborn, Paris, Peking oder

Pune, wenn sie in die Metropolregion Nürnberg

kommen? Welche Unterstützung hätten

sie sich gewünscht? Und vor allem: Was kann

die Metropolregion Nürnberg künftig besser

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BERICHTE | ANALYSEN

MITTELFRANKEN

EU fördert

Die EU verstärkt die Förderung für vier

Landkreise in Mittelfranken: Die Landkreise

Neustadt/Aisch – Bad Windsheim, Ansbach,

Roth und Weißenburg-Gunzenhausen

sind künftig neue „Schwerpunktgebiete“

der EU-Regionalförderung 2014 bis

2020 in Bayern. Zudem fällt die Stadt

Schwabach als einzige Stadt Mittelfrankens

unter die neue „Städtelinie“ der Förderung.

Dies teilte der mittelfränkische CSU-

Europaabgeordnete Martin Kastler mit

Bezug auf eine entsprechende Initiative

von CDU und CSU im Europäischen Parlament

mit, durch die nun eine Flexibilisierung

der Fördermittel erreicht worden sei.

Neben dem bayerischen Grenzraum profitiere

Mittelfranken jetzt verstärkt von EU-

Fördermitteln, zudem sei in der Förderpolitik

eine gerechtere Behandlung von Land

und Ballungsräumen erreicht worden. n

machen, um den neuen Mitbürgern die Eingewöhnung

zu erleichtern?

Die IHK appelliert an die Unternehmen,

ihre in den letzten Jahren zugezogenen Mitarbeiter

zur Teilnahme an der Untersuchung

zu motivieren. Die Online-Befragung dauert

circa 20 Minuten und kann auf der IHK-

Homepage unter www.umfrage-metropolregion.de

in deutscher und englischer Sprache

abgerufen werden. n

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BERICHTE | ANALYSEN

NACHHALTIgE WASSERNUTzUNg

Wie groß ist der Fußabdruck?

In einem länderübergreifenden EU-Projekt werden Möglichkeiten untersucht, um die Wasserwirtschaft

effizienter zu machen. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist einer der Kooperationspartner.

Die Wasserwirtschaft in Europa soll umweltfreundlicher,

effizienter und innovativer

werden. Dieses Ziel setzt sich

die EU mit einem Kooperationsprojekt, an

dem sich neun Partner aus Deutschland, Österreich,

Italien, Polen und Ungarn beteiligen.

Bei dem Vorhaben unter dem Titel „Introduction

of Water Footprint (WFTP)“ geht

es hauptsächlich darum, den sogenannten

Wasser-Fußabdruck zu ermitteln. Es wird

also analysiert, welcher tatsächliche Wasserverbrauch

in privaten Haushalten, Industrie

und Gewerbe anfällt.

Hintergrund ist der Verbrauch an „virtuellem“

Wasser, der in etwa zehnmal so hoch ist

wie in deutschen Haushalten (121 Liter

pro Einwohner und Tag). Dieses

virtuelle Wasser ist in großen

Mengen in Lebensmitteln, Kleidung

und vielen anderen Produkten

„versteckt“. Im „Water

Footprint“ fließen Daten zusammen,

die über die Herkunft des

Wassers und den tatsächlichen Verbrauch

Auskunft geben sowie über

Wirkungen, die mit der Entnahme

und dem Verbrauch des Wassers einher

gehen. Zusammen mit dem Haushalts-,

Gewerbe- und Industrieverbrauch ergibt

sich auf diese Weise der Gesamtwasserverbrauch.

„Die tatsächlichen Auswirkungen des Wasserverbrauchs

exakt zu bestimmen, ist keinesfalls

so einfach wie es scheint“, erklärt Dr.-

Ing. Robert Schmidt, Leiter des IHK-Geschäftsbereichs

Innovation/Umwelt, die Ausgangslage.

Deshalb sollen im Zuge des EU-

Projekts Grundlagen für die Datenerfassung

20 02 | 13

und für die Quantifizierung des Wasser-Fußabdrucks

erarbeitet werden. Die ermittelten

Indikatoren können als Grundlage für allgemeingültige

Wasserstandards dienen und dabei

helfen, den Umgang mit der Ressource

Wasser in der gesamten Wertschöpfungs-

und Zulieferkette von Unternehmen zu analysieren.

Dies ist besonders für Unternehmen

von Bedeutung, die in wasserarmen Regionen

Produktionsstätten betreiben. Zudem

soll das EU-Projekt Städten und

Regionen in trockenenGebie-

tenAufschluss darüber geben,

wie sie Risiken für die

Wasserversorgung besser abschätzen

und die Wasserressourcen

nachhaltiger nutzen können. Ein

weiteres Ziel des EU-Projekts ist es, Technologietransfer-

und Kommunikationseinrichtungen

(sogenannte „WFTP Labs“) einzurichten,

die die Arbeitsergebnisse vor Ort mit

Partnern aus der Wasserwirtschaft umsetzen.

Bei der Entwicklung des „Water Footprint“

arbeiten wissenschaftliche Einrichtungen

(z.B. die Universitäten Padua, Innsbruck und

Breslau) und Partner aus der Wirtschaft (darunter

die IHK Nürnberg für Mittelfranken)

eng zusammen. Eingebunden werden in den

beteiligten Regionen zudem Einrichtungen

der Wasserwirtschaft, Unternehmen und

Kommunen. Die IHK hat die Aufgabe übernommen,

im internationalen Partnerverbund

ein spezifisches Umweltfirmen-Informationssystem

aufzubauen, über das Forschungseinrichtungen

und

Firmen mit wasserwirtschaftlichemKnowhow

abgerufen werden

können. Zudem wird

die IHK ihre Erfahrungen

bei Innovations-

und Umweltmanagement-Systemeneinbringen.

Damit sollen kontinuierliche Prozesse

eingeführt werden, die zu einem verbesserten

Umgang mit Wasser führen. „Die IHK engagiert

sich bei diesem Projekt, weil es eine gute

Möglichkeit bietet, unsere Region in Europa

als Kompetenzzentrum für die Umwelttechnik

noch bekannter zu machen“, so Schmidt.

Das Projekt ist im November 2012 gestartet

und läuft mit finanzieller Unterstützung

aus dem „Central Europe“-Programm der

EU bis November 2014. Im Juni 2013 werden

sich die Teilnehmer des internationalen Projektkonsortiums

in der IHK Nürnberg für Mittelfranken

treffen, um sich über den Stand

der Entwicklungsarbeiten abzustimmen. n

IHK, 0911/1335-431, -467

elfrIede.eberl@nuernberg.IHK.de

KaTHarIna.woHlfarT@nuernberg.IHK.de

www.IHK-nuernberg.de/umwelT („umwelT“)

Ihr Termin in Leipzig: 26. Februar bis 1. März 2013

Die erfolgreiche europäische Plattform der

Zulieferindustrie. www.zuliefermesse.de

Der Branchenauftakt 2013 für die metallbearbeitende

Industrie. www.messe-intec.de

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INVEST IN BAVARIA

Ansiedlungen in Nordbayern fördern

Invest in Bavaria (IB), die Ansiedlungsagentur

des Freistaates Bayern, will ihr Engagement

in der Metropolregion Nürnberg deutlich

ausweiten. Das kündigte Bayerns Wirtschaftsstaatssekretärin

Katja Hessel bei einem

Pressegespräch in Nürnberg an. Bereits

im vergangenen Jahr wurde eine Anlaufstelle

in Nürnberg eingerichtet, die in Kürze in

größere Büros am Gewerbemuseumsplatz

umziehen wird. Im Jahr 2012 hat die Agentur

16 Unternehmen betreut, die einen neuen

Standort in Franken eröffnet haben (davon

zehn in Mittelfranken mit 288 neuen

Arbeitsplätzen). Bayernweit begleitete Invest

in Bavaria 83 Neuansiedlungen, durch die

über 2 050 neue Stellen geschaffen wurden.

Die Zusammenarbeit zwischen Region,

IHK und IB habe sich gut entwickelt, die Aktivitäten

sollten aber ausgebaut werden, erklärten

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus

Lötzsch und Nürnbergs Wirtschaftsreferent

Dr. Michael Fraas. Es geht dabei nach Worten

von Lötzsch nicht darum, möglichst viele Investoren

anzuziehen. Denn dies könnte auch

dazu führen, dass die neu hinzu kommenden

Unternehmen die angespannte Fachkräftesituation

verschärfen und den angestammten

Betrieben Mitarbeiter abwerben. Bei der Ansiedlungspolitik

müsse deshalb der qualitative

Aspekt im Mittelpunkt stehen. Angesprochen

werden sollten speziell Unternehmen

mit Kompetenzen, die hier in der Region

Nürnberg noch fehlen. Deshalb wird in einem

ersten Schritt ein Pilotprojekt gestartet,

um gemäß des Leitbildes „Wachstum & Beschäftigung“

(WaBe) der Metropolregion

Lücken im Kompetenzfeld Automatisierung

zu identifizieren. Im Fokus stehen Dienstleister

oder Produzenten, die gut in die vorhandene

Wertschöpfungskette des „Automation

IHK-UMFRAgE

Gesellschaftliche Verantwortung

Wie steht es um die gesellschaftliche Verantwortung

(Corporate Social Responsibility

CSR) von Unternehmen in der Metropolregion

Nürnberg? Dieser Frage geht eine

Online-Umfrage der IHK nach. Die Erhebung

soll klären, inwieweit sich die Unternehmen

schon mit den Kerngedanken der

CSR beschäftigen und in welchen Bereichen

und mit welchen Zielsetzungen sie sich engagieren.

Der Online-Fragebogen kann

über die Internet-Seite www.ihk-nuernberg.de/csr-umfrage

aufgerufen werden.

Über erste Ergebnisse der Online-Umfrage

sowie über die praktische Ausgestaltung

von CSR im Unternehmen informiert der

IHK-Workshop „CSR-Praxis“ am Mitt-

BERICHTE | ANALYSEN

Valley Nordbayern“ passen könnten. Bis

Herbst soll diese Analyse vorliegen, um dann

gemeinsam mit Invest in Bavaria auf potenzielle

Investoren aus der Automatisierungstechnik

zuzugehen.

Wenn dieses Modell gut funktioniert, soll

es auf weitere Kompetenzfelder der Metropolregion

ausgeweitet werden, wie etwa Medizintechnik

sowie Verkehr und Logistik. Ministerialdirigentin

Dr. Ulrike Wolf, die beim

Bayerischen Wirtschaftsministerium für die

Ansiedlungsagentur zuständig ist, und IB-

Leiter Dr. Johann Niggl erklärten, das WaBe-

Leitbild sei eine sehr gute Grundlage, um für

potenzielle Investoren einen maßgeschneiderten

Service anbieten zu können und um

deren Blick noch stärker auf Nordbayern zu

richten. tt. n

www.InvesT-In-bavarIa.de

woch, 20. Februar 2013, 16.30 Uhr, in der

IHK. Dabei wird auch der IHK-Lehrgang

„CSR-Manager (IHK)“ vorgestellt, der von

April bis Juni 2013 angeboten wird. n

IHK, Tel. 0911 1335-282

jocHen.rascHKe@nuernberg.IHK.de

www.IHK-nuernberg.de/csr-umfrage

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22 02 | 13


Arbeitsrecht

Der dritte

Mann

in vielen betrieben sind Personen beschäftigt, die nicht Arbeitnehmer

des eigenen Unternehmens sind – beispielsweise Leiharbeiter, freie

Mitarbeiter oder Praktikanten. Was ist beim sogenannten einsatz

von Dritten rechtlich zu beachten? Von Prof. Dr. rolf Otto seeling;

illustration: Anton Atzenhofer

Die Leiharbeit ist das bekannteste Beispiel

für einen Einsatz „betriebsfremder“

Personen im eigenen Unternehmen.

Viele Firmen sehen darin eine geeignete

Möglichkeit, Auftragsspitzen flexibel zu bewältigen

und den rigiden deutschen Kündigungsschutz

etwas abzufedern. Zudem wird

die Leiharbeit gerne dazu verwendet, potenzielle

neue Mitarbeiter zu erproben. Im Jahr

2011 hat der Gesetzgeber jedoch die Möglichkeiten

der Leiharbeit eingeschränkt, in

einer Reihe von Branchen brachten zudem

neue Tarifverträge Erschwernisse für die

Leiharbeit mit sich.

Es gibt neben den Leiharbeitern aber

auch noch andere „Dritte“, die im eigenen

Betrieb tätig sein können – beispielsweise

Selbstständige, Praktikanten oder

Mitarbeiter von Geschäftspartnern, mit denen

Dienst- oder Werkverträge abgeschlossen

wurden. Bei all diesen Beschäftigungsformen

droht erhebliches Konfliktpotenzial und

es gilt, Rechtsverstöße zu vermeiden.

Dienst- oder Werkverträge

Der Selbstständige ist der Gegenpol zum Arbeitnehmer:

Gemäß § 84 Abs. 1 Satz 2 Handelsgesetzbuch

(HGB) gilt als selbstständig, wer

seine Tätigkeit im Wesentlichen frei gestalten

und seine Arbeitszeit selbst bestimmen kann.

Selbstständige, die regelmäßig für denselben

Auftraggeber tätig werden, nennt man auch

freie Mitarbeiter. Ein Arbeitnehmer dagegen

ist weisungsabhängig von seinem Arbeitgeber

und arbeitet fremdbestimmt.

Wenn man einen Selbstständigen im Rahmen

eines Dienst- oder Werkvertrages beschäftigt,

müssen die rechtlichen Vorschriften

genauestens eingehalten werden. Denn

sonst ist der Selbstständige womöglich rechtlich

als Arbeitnehmer anzusehen und es besteht

ein verdecktes Arbeitsverhältnis – mit

allen Rechten und Pflichten für den Arbeitgeber,

der dann auch sämtliche Arbeitnehmer-

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

schutzgesetze beachten muss. So muss er beispielsweise

statt der Vergütung für eine

Dienstleistung oder Werkleistung eine Vergütung

für die Arbeitsleistung bezahlen – mit

allen Folgen (Sozialversicherung, Lohnsteuer)

und auch rückwirkend seit dem Bestehen

des Vertragsverhältnisses.

Wie kann nun beurteilt werden, ob der

Selbstständige korrekt im Zuge des Dienst-

oder Werkvertrages im Betrieb tätig ist oder

ob er de facto zum Arbeitnehmer geworden

ist? Wichtig ist: Für diese Beurteilung kommt

es nicht auf die vertragliche Gestaltung der

Parteien an, maßgeblich ist die objektive Gesamtbetrachtung

der jeweiligen Tätigkeit.

Die Rechtsprechung hat eine Reihe von Kriterien

entwickelt, mit denen sich selbstständige

und abhängige Tätigkeiten abgrenzen

lassen. Folgende Indizien sprechen in aller

Regel dafür, dass ein Arbeitsverhältnis vorliegt:

c Die Tätigkeit wird regelmäßig nur im Rahmen

eines Arbeitsverhältnisses ausgeübt.

c Im selben Unternehmen sind „normale“

Arbeitnehmer mit den gleichen Aufgaben

beschäftigt wie der vermeintlich selbstständige

Auftragnehmer.

c Der Auftraggeber kann innerhalb eines

zeitlich bestimmten Rahmens über die Arbeitsleistung

verfügen.

c Der Auftragnehmer hat nur einen Auftraggeber.

c Die Arbeit wird vom Auftraggeber „zugewiesen“.

c Die Tätigkeit des Auftragnehmers wird in

einen Dienstplan aufgenommen.

c Der Auftragnehmer muss sich seinen Urlaub

vom Auftraggeber genehmigen lassen.

c Der Auftragnehmer hat einen eigenen Arbeitsplatz

im Unternehmen.

Sollte auch nach der Analyse dieser Kriterien

noch ein Zweifel bestehen, wie der Selbstständige

einzuordnen ist, kann ein Statusverfahren

gemäß § 7 a SGB IV (Sozialgesetz-

02 | 13 23


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

buch) bei der Deutschen Rentenversicherung

Bund angestrengt werden.

Vergleichbare Abgrenzungsprobleme bei

Dienst- oder Werkverträgen entstehen, wenn

Mitarbeiter des Auftragnehmers im Betrieb des

Kundenunternehmens tätig sind. Grundsätzlich

ist eine solche Vertragsgestaltung selbstverständlich

zulässig. Der beauftragte Unternehmer

organisiert selbst die Handlungen,

die zur Durchführung des Auftrags notwendig

sind, und bedient sich dabei seiner Arbeitnehmer

als seiner Erfüllungsgehilfen.

Dienst- oder werkvertragliche Anweisungen

kann der beauftragende Unternehmer jederzeit

erteilen, diese sind sachbezogen oder ergebnisorientiert.

Das beauftragte Unternehmen

hat selbstverständlich weiterhin das arbeitsvertragliche

Weisungsrecht gegenüber

seinen Arbeitnehmern, dieses Recht ist personenbezogen,

ablauf- und verfahrensorientiert.

Wenn die rechtlichen Vorgaben nicht genau

eingehalten werden, besteht die Gefahr,

dass die Arbeitnehmer dritter Unternehmen

juristisch gesehen nicht im Rahmen eines

Dienst- oder Werkvertrages eingesetzt wer-

24 02 | 13

den, sondern dass in Wirklichkeit eine unerlaubte

Arbeitnehmerüberlassung vorliegt.

Die rechtlichen Konsequenzen sind gravierend:

Zwischen dem Entleiher und dem Leiharbeitnehmer

kommt – gegebenenfalls rückwirkend

– ein Arbeitsverhältnis zustande

(gemäß § 10 Arbeitnehmerüberlassungsgesetz

AÜG). Der Entleiher haftet auf rückständige

Sozialversicherungsbeiträge und nicht

abgeführte Lohnsteuer. Verleiher und Entleiher

setzen sich der Gefahr aus, Ordnungswidrigkeiten

zu begehen (§ 16 AÜG).

Zur Vermeidung von Rechtsverstößen ist

also darauf zu achten, dass auch wirklich

Dienst- oder Werkverträge abgeschlossen

und diese in der Praxis auch als solche durchgeführt

werden. Folgende Abgrenzungskriterien,

die von der Rechtsprechung entwickelt

wurden, sprechen dafür, dass eine unerlaubte

Arbeitnehmerüberlassung vorliegt:

c Die Mitarbeiter des beauftragten Unternehmens

sind fest in die betriebliche Organisation

des Auftraggebers eingegliedert.

c Der Auftraggeber, in dessen Betrieb die

Mitarbeiter tätig sind, übt das arbeitsrechtliche

Weisungsrecht aus.

c Der Gegenstand der Leistungen, die im

Dienst- oder Werkvertrag festgelegt wurden,

kann nicht klar von anderen Tätigkeiten

im Betrieb des Auftraggebers abgegrenzt

werden.

c Das Unternehmen, das die Mitarbeiter zur

Verfügung stellt, trägt kein Unternehmerrisiko,

insbesondere keine Gewährleistung.

Um Schwierigkeiten zu vermeiden, kann

es hilfreich sein, wenn der beauftragte Unternehmer

über die Erlaubnis zur Arbeitnehmerüberlassung

verfügt. Ein dem Statusverfahren

gemäß § 7 a SGB IV vergleichbares

Verfahren gibt es nicht.

Praktikanten

Häufig werden in den Betrieben

Praktikanten eingesetzt, die

aber voll in die betrieblichen

Abläufe integriert sind und

eine vergleichbare Arbeit wie

die fest angestellten Mitarbeiter

leisten. Es ist jedoch nicht Sinn und Zweck

eines Praktikums, andere Beschäftigte

zu ersetzen. Ein Praktikantenverhältnis

im rechtlichen Sinne kommt nämlich

nur während des Laufes einer Ausbildung

in Betracht, wobei der Ausbildungszweck

im Vordergrund

stehen muss. Nach abgeschlossener

Ausbildung ist ein Praktikum

im rechtlichen Sinne nicht mehr

möglich. Ein Praktikum, das im

Rahmen einer Ausbildung absolviert

wird, gilt nicht

als reguläres Arbeitsverhältnis

– und zwar

unabhängig von

der Frage, ob die Beschäftigung unentgeltlich

oder entgeltlich erfolgt. Leistet dagegen jemand

neben seiner Ausbildung entgeltlich

Arbeit in einem Unternehmen, etwa zur Finanzierung

eines Studiums, handelt es sich

um ein normales Arbeitsverhältnis.

Wenn die rechtlichen Vorschriften nicht

beachtet werden, besteht die Gefahr, dass ein

vermeintliches Praktikum in Wahrheit als

Arbeitsverhältnis anzusehen ist – z.B. wenn

das vereinbarte Praktikum in der Ausbildung

des „Praktikanten“ gar nicht vorgesehen ist.

Selbst wenn der „Praktikant“ in einem solchen

Fall nur wenige Tage oder gar Stunden

(mit-)arbeitet, wird ein Arbeitsverhältnis mit

allen Rechten und Pflichten begründet. Auch

ein „Praktikum“, das nach Abschluss der Ausbildung

absolviert wird und für das eine Vergütung

gezahlt wird, ist als Arbeitsverhältnis

anzusehen. In der Praxis ist dies vielen Unternehmen

auch bewusst: Sie bezeichnen diese

Mitarbeiter deshalb nur im internen Sprachgebrauch

als Praktikanten, führen sie aber

korrekterweise als Arbeitnehmer und melden

sie auch bei der Sozialversicherung an. Das

Problem besteht hier aber darin, dass die Vergütung

meist zu niedrig angesetzt ist und damit

als sittenwidrig gelten kann. Dies hat zur

Folge, dass tatsächlich die ortsübliche Vergütung

geschuldet wird und – selbstverständlich

auch rückwirkend – eingeklagt werden

kann.

Zur Vermeidung von Rechtsverstößen empfiehlt

es sich, Personen nach abgeschlossener

Ausbildung generell nicht mehr als „Praktikanten“

zu beschäftigen. Soll ein potenzieller

neuer Mitarbeiter unentgeltlich Gelegenheit

erhalten, sich vor Ort über die in Rede stehende

Tätigkeit zu informieren, kommt ein

sogenanntes „Einfühlungsverhältnis“ in Betracht.

Hierbei ist darauf zu achten, dass der

potenzielle Mitarbeiter keinerlei Tätigkeiten

verrichtet, sondern lediglich anderen Mitarbeitern

zuschaut. Kurzum: Für rechtlich korrekte

Praktika gibt es nur einen außerordentlich

engen Anwendungsbereich.

schwarzarbeit

Insbesondere beim Einsatz von Selbstständigen

ist darauf zu achten, dass keine Schwarzarbeit

vorliegt. Deren Rechtsfolgen sind auch

für den Auftraggeber gravierend und werden

in aller Regel als Ordnungswidrigkeiten und

Straftaten behandelt.

Es sollte vor allem darauf geachtet werden,

dass der Vertragspartner seine Tätigkeit ordnungsgemäß

bei den zuständigen Behörden

und beim Finanzamt angemeldet hat und

seine Vergütung ordnungsgemäß versteuert.

Es empfiehlt sich, folgende Aspekte zu beachten:

c Gewerbeanmeldung überprüfen

c Anmeldung beim Finanzamt überprüfen

c auf korrekte Rechnungen achten

c keine Bargeschäfte tätigen


Es lässt sich also festhalten, dass der Einsatz

von Dritten im Unternehmen mit hohen Risiken

behaftet ist, die durch geeignete Maßnahmen

minimiert werden müssen. Scheindienst-

oder Scheinwerkverträge führen sowohl

bei der Beschäftigung von Selbstständigen

als auch bei der Beschäftigung von Arbeitnehmern

Dritter dazu, dass ein Arbeitsverhältnis

mit dem Auftraggeber entsteht.

Dieser haftet rückwirkend insbesondere für

nicht abgeführte Lohnsteuern und Sozialversicherungsbeiträge.

Wer nicht ausreichend

Vorsorge trifft, gerät zudem in Gefahr, unberechtigterweise

Praktikanten zu beschäftigen

oder sich der Schwarzarbeit schuldig zu machen.

Es empfiehlt sich deswegen eine genaue

Prüfung, um rechtliche Probleme und finanzielle

Nachteile zu verhindern. n

Rechtsanwalt Prof. Dr. Rolf Otto Seeling ist

Fachanwalt für Arbeitsrecht sowie für Handels-

und Gesellschaftsrecht bei der Kanzlei

Fries Rechtsanwälte Partnerschaft in Nürnberg.

Zudem lehrt er Wirtschaftsrecht an der

FOM Hochschule für Oekonomie & Manage-

A N z e i g e

FÜRST PERSONALDIENSTLEISTUNGEN GMBH

Zeitarbeit im Wandel

Mit sieben Niederlassungen in Mittelfranken bietet die Fürst Perso-

naldienstleistungen GmbH Ihren Kunden Arbeitnehmerüberlassung

und Personalvermittlung an. Zum Kundenkreis zählen überwiegend

mittelständische Unternehmen aus der Metropolregion sowie ansässige

Konzernunternehmen.

Das zur Fürst Gruppe (Reinigung, Zeitarbeit, Outsourcing und Sicherheit

mit ca. 4500 Mitarbeitern) gehörende Geschäftsfeld hat

seinen Hauptsitz in Nürnberg und beschäftigt im Jahresmittel ca.

750 Zeitarbeitnehmer (w/m) im gewerblichen, technischen und kaufmännischen

Bereich. Dabei nimmt der Fachkräfteanteil stetig zu.

Die Fürst Personaldienstleistung ist seit der Gründung 2005 Mitglied

im Bundesarbeitgeberverband der Personaldienstleister (BAP),

Geschäftsführer Stephan Giesbert ist dort Vorstandsmitglied und

Regionalsprecher Süd – Ost.

„Die Branche steht vor großen Veränderungen. Mit dem Abschluss

der Branchenzuschläge sind wir der Forderung der Bundesregierung,

die Bezahlung der Zeitarbeitnehmer an die Stammmitarbeiter

im Kundenbetrieb anzugleichen, nachgekommen. Der vielgerügte

„Lohnvorteil“ für Kundenbetriebe ist nun nicht mehr gegeben und in

Zukunft werden sich Zeitarbeitsunternehmen weiter entwickeln

müssen. Die Zeitarbeit wird beratungsintensiver und die Rekrutierungsansprüche

steigen stetig in einem ausgeschöpften Fachkräftemarkt.

Es wird immer wichtiger, potenziellen Zeitarbeitnehmern ne-

Wenn ein Arbeitgeber bei der Beendigung

eines Arbeitsverhältnisses ein Arbeitszeugnis

für einen Mitarbeiter ausstellt, muss er

dort nicht unbedingt seinen Dank und

gute Wünsche für die Zukunft

ausdrücken. Das hat

das Bundesarbeitsgericht

(BAG) in einem Urteil vom

11. Dezember 2012 entschieden

(Aktenzeichen 9 AZR

227/11). Geklagt hatte der

Leiter eines Baumarktes, dessen Arbeitsverhältnis

betriebsbedingt endete und der

ein qualifiziertes Arbeitszeugnis mit einer

überdurchschnittlichen Leistungs- und

Verhaltensbeurteilung erhielt. Der Arbeitnehmer

sah sein gutes Zeugnis jedoch

durch die Formulierung „Wir wünschen

ihm für die Zukunft alles Gute“ entwertet

und verlangte stattdessen die Formulierung

„Wir bedanken uns für die langjähri-

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

ArbeitszeUgNis

Kein Anspruch auf gute Wünsche

Christine Bruchmann und Stephan Giesbert, Geschäftsführende Gesellschafter.

ben einem guten Kundeneinsatz mit Vermittlungsperspektive weitere

Serviceleistungen anzubieten.“ so Stephan Giesbert.

Fürst macht dies unter anderem mit einem für die Mitarbeiter

kostenlosen Fahrdienst zum Einsatzort der Kunden. Vor allem gewerbliche

Hilfskräfte benötigen hier oft Unterstützung.

Trotz rückläufi ger Branchenzahlen in den vergangenen Monaten,

sehen Christine Bruchmann und Stephan Giesbert die Zukunft der

Zeitarbeit positiv.

Die Gründe hierfür liegen in der eigenen Kunden– und Mitarbeiterstruktur,

aber auch in der Überzeugung, dass sich qualitative Anbieter

in der Zeitarbeit durchsetzen werden und dies zu einer Marktbereinigung

führen wird.

www.fuerst-gruppe.de

ge Zusammenarbeit und wünschen ihm

für seine private und berufliche Zukunft

alles Gute“. Diese Forderung wies das Gericht

zurück.

Die Richter begründeten

ihre Auffassung damit, dass

in solchen Schlusssätzen Arbeitgeber

oft persönliche

Empfindungen ausdrücken;

sie seien nicht neutral, sondern

könnten die objektiven

Zeugnisaussagen bestärken oder einschränken.

Wenn der Arbeitnehmer mit

den Formulierungen nicht einverstanden

sei, könne er lediglich ein Zeugnis ohne

Schlussformel verlangen. Zwar sei in der

Praxis, insbesondere bei überdurchschnittlichen

Zeugnisbeurteilungen, häufig eine

Dank- und Wunschformel zu finden, mangels

gesetzlicher Grundlage könne sie aber

rechtlich nicht beansprucht werden. n

ment in Nürnberg (www.friesrae.de). Foto: FM2/Fotolia.com

02 | 13 25


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

zUsätzLiche beschäFtigUNg

Arbeiten während des Urlaubs?

Darf der erholungsurlaub für erwerbstätigkeiten genutzt werden? Diese arbeitsrechtliche

Frage stellt sich immer häufiger, weil flexible Arbeitsmodelle und teilzeitarbeit

mehr zeitliche spielräume für einen zuerwerb eröffnen.

Zweck des Erholungsurlaubs ist – wie

der vom Gesetzgeber gewählte Begriff

schon aussagt – die Erholung des Arbeitnehmers.

Dem würde es zuwiderlaufen,

wenn der Arbeitnehmer diese Zeit beliebig

für Erwerbstätigkeiten nutzen dürfte. Daher

sind sogenannte „erholungszweckwidrige Erwerbstätigkeiten“

nach § 8 Bundesurlaubsgesetz

(BurlG) untersagt. Es ist unerheblich, ob

die „Urlaubserwerbstätigkeit“ in einem Arbeits-

oder Dienstverhältnis erbracht wird,

sondern es werden alle Betätigungen von dem

Verbot erfasst, die auf Erwerb ausgerichtet

sind und dem Urlaubszweck zuwiderlaufen.

Kriterien für erlaubte tätigkeiten

Grundsätzlich gibt es keine allgemeingültigen

Kriterien, mit denen erlaubte und untersagte

Erwerbstätigkeiten voneinander abgegrenzt

werden können. Relevant ist vielmehr, ob die

beabsichtigte Tätigkeit dem Erholungszweck

konkret zuwider läuft. Dies richtet sich danach,

welcher Tätigkeit der Arbeitnehmer in

seiner Arbeitszeit nachgeht. Tätigkeiten, die

sich davon deutlich unterscheiden, können –

auch wenn sie im Einzelfall anstrengend sind

– als Kontrast zum Arbeitsalltag eine Erholung

darstellen. Beispiel: Körperliche Arbeit

kann für einen Büroangestellten als erholsam

anzusehen sein, wohingegen die Arbeit in einem

anderen Büro als unzulässig einzustufen wäre.

26 02 | 13

Als Indiz kommt auch die zulässige wöchentliche

Arbeitszeit in Betracht. Wird diese

in der (Haupt-)Erwerbstätigkeit noch nicht

voll beansprucht, kann der Arbeitnehmer berechtigt

sein, den „Rest“ während des Urlaubs

auszuschöpfen.

Wenn die Tätigkeit zum Familienunterhalt

beiträgt, ist sie ebenfalls in Grenzen zulässig,

so das Landesarbeitsgericht Köln in einem

Urteil vom 21. September 2009 (Aktenzeichen

2 Sa 674/09), bei dem es um die Aushilfstätigkeit

einer Arbeitnehmerin im Betrieb

des Ehemannes ging. Da solche Tätigkeiten

in der Regel auch ohne Entgelt erfolgen,

fehlt ihnen die erwerbsorientierte Kom-

VOrtrAg

„Der Urlaub“ ist der Titel des „Arbeitsrechtlichen

Frühstücks“, das die FOM

Hochschule für Oekonomie & Management

am Dienstag, 26. Februar 2013 anbietet

(8.30 bis 9.30 Uhr, FOM Hochschulstudienzentrum,

City Park Center, Hörsaal

1, Zeltnerstraße 19, Nürnberg). Alexandra

Willmar (Richterin am Arbeitsgericht)

und Rechtsanwalt Prof. Dr. Rolf Otto Seeling

(Kanzlei Fries Rechtsanwälte, Nürn-

ponente, die dem Erholungszweck zuwider

laufen würde. Gleiches gilt für Tätigkeiten in

der Nebenerwerbslandwirtschaft oder für

eine gemeinnützige Organisation.

Wird bekannt, dass der Arbeitnehmer eine

verbotene Tätigkeit im Urlaub ausübt, muss

ihn der Arbeitgeber zunächst abmahnen und

dann zur Unterlassung auffordern. Der Mitarbeiter

kann sich eventuell auch schadenersatzpflichtig

machen. Bei wiederholter Zuwiderhandlung

kann auch eine verhaltensbedingte

Kündigung ausgesprochen werden. n

Hildegard Reppelmund und Christina Müller

(DIHK)

Rechtliches rund um den Urlaub

berg) referieren über die jüngste höchstrichterliche

Rechtsprechung zum Thema

Urlaub (u.a. Erlöschen von Urlaubsansprüchen,

Ansprüche der Urlaubsabgeltung,

Urlaubsregelungen im Arbeitsvertrag

sowie Urlaubsansprüche bei der Beendigung

von Arbeitsverhältnissen). n

Anmeldung:

AnicA.hAhn@fom.de

Foto: L.forcdan/Fotolia.com


A N z e i g e

I.K. Hofmann GmbH

Zeitarbeit sichert den Unternehmen

die notwendige Flexibilität

Geschäftsführerin Ingrid Hofmann ist zuversichtlich

Rückblick auf das Jahr 2012

Das Jahr hat sich positiver entwickelt, als zunächst

angenommen, da die Eurokrise noch keine

großen Auswirkungen hatte. Der Bedarf nach

Arbeitskräften in den Unternehmen war hoch

und wir mussten uns anstrengen, immer das

passende Personal anbieten zu können. Dies ist

gelungen, denn unser Umsatz aus dem Vorjahr

konnte in 2012 noch übertroffen werden.

Ich bin sehr froh, dass sich die Politik zurückgenommen

hat und die Sozialpartner in diesem

Jahr beginnen konnten, Branchentarifzuschläge

für die Zeitarbeit auszuhandeln. Die Abwicklung

ist vielleicht nicht ganz einfach, aber für uns war

es wichtig, dass wir als Arbeitgeber nicht entmündigt

wurden und mit den Zuschlägen auf die

Besonderheiten der einzelnen Branchen eingehen

konnten. Ich sehe es als Imagegewinn und

als Chance für die Branche, wenn wir unsere

Zeitarbeitsmitarbeiter angemessen entlohnen

können. Trotzdem bleibt es ein Balanceakt, denn

eine zu teure Dienstleistung Zeitarbeit kann sich

negativ auswirken. Besonders der Einstieg in

den Arbeitsmarkt für schlechter ausgebildete Arbeitsuchende

könnte erschwert werden.

Dankbar bin ich über die Reaktion unserer Kunden,

die auf die Einführung der Branchenzuschläge

fast ausschließlich offen und fair reagiert

haben und damit bestätigen, dass sie die

Zeitarbeit als wichtiges Instrument der Flexibilisierung

sehen. Beunruhigend hingegen finde ich

die Zeitungsberichte, in denen Gewerkschaftsvertreter

der Branche vorwerfen, sie würde Tricks

anwenden, um die Branchenzuschläge zu umgehen.

Das empfinde ich als unfair.

Ausblick auf das Jahr 2013

Die Auswirkungen der Branchenzuschläge werden

wir beobachten, wobei es schwierig wird,

wirkliche Kausalitäten herzustellen. Wenn es

Mitarbeiterabmeldungen gibt, können die Ursachen

vielfältig sein: abschwächende Konjunktur,

Vorsichtsmaßnahme des Kunden, Unsicherheit

durch die Eurokrise, Branchenzuschläge oder

dass die Dienstleistung Zeitarbeit zu teuer geworden

ist.

Grundsätzlich bin ich jedoch zuversichtlich, dass

auch in 2013 eine gute Nachfrage nach Zeitar-

beitspersonal bestehen wird. Aufgrund der veränderten

Voraussetzungen kann ich mir aber

vorstellen, dass wir Aufträge nicht umsetzen

können, bei denen sich der Kunde der erhöhten

Kosten durch die Branchenzuschläge nicht ausreichend

bewusst ist.

Je unsicherer die Zeiten werden, umso mehr Reserven

benötigen wir, damit uns eine eventuelle

erneute Krise möglichst nicht zu Entlassungen

zwingt. Darum würde ich es auch begrüßen,

wenn die Politik über die Anwendbarkeit von

Kurzarbeit für die Zeitarbeit nachdenken würde.

Wir konnten bereits positiv wahrnehmen, dass

unsere Sozialpartner uns darin unterstützen.

Etwas besorgt sehe ich dem Wahlkampf und der

damit verbundenen Berichterstattung in den Medien

entgegen. Fast alle Parteien wollen die Zeitarbeit

wieder einschränken; sei es durch ein er-

IHRE JOBMANAGER.

Willkommen auf www.hofmann.info - der Adresse im Netz für alle, die einen passenden

Job oder qualifizierte Mitarbeiter suchen. Sind Sie auf der Suche nach einer

neuen Tätigkeit, dann bewerben Sie sich initiativ oder gezielt auf eines unserer Stellenangebote.

Sind Sie auf der Suche nach tatkräftiger Unterstützung, dann informieren wir Sie, was wir

für Ihr Unternehmen tun können. Wir freuen uns darauf, mit Ihnen Hand in Hand die Zukunft zu gestalten.

Bei uns in besten Händen.

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

neutes Synchronisationsverbot, Equal Pay, Quoten

etc. Umso wichtiger ist es, dass die Lösung

der Branchentarifzuschläge nicht gefährdet wird

und die Politik keinen Anlass sieht, Zeitarbeit

erneut in den Fokus zu stellen. Auch das Thema

„Werkverträge“ sollte nicht zu Lasten der Zeitarbeitsbranche

diskutiert werden. Werkverträge

sind eine eigene Vertragsform und haben nichts

mit Arbeitnehmerüberlassung zu tun.

info@hofmann.info, www.hofmann.info

I. K. Hofmann GmbH · 90471 Nürnberg

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Unternehmerin Ingrid Hofmann.

02 | 13 27


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

KOMMUNiKAtiON

Zeichen

setzen

blickkontakt halten und visualisieren

– wie Kommunikation

mit hörbehinderten oder

gehörlosen Mitarbeitern gelingt.

Von Judit Nothdurft

In Deutschland leben 14 Mio. Hörbehinderte

– davon sind ca. 80 000 gehörlos,

etwa 200 000 Menschen kommunizieren

in Gebärdensprache. Hörbehinderung ist

eine unsichtbare Behinderung. Für eine gute

Zusammenarbeit ist es somit wichtig, dass

Vorgesetzte und Kollegen rechtzeitig über

den Umgang mit Hörgeschädigten informiert

werden. Doch wie werden hörbehinderte

Kollegen schneller integriert sowie Berührungsängste

und Vorurteile abgebaut?

Gleich vorab: Der Ausdruck „taub-stumm“

wird von Gehörlosen als beleidigend empfunden.

Besser ist es, die Wörter „taub“ oder

„gehörlos“ zu verwenden. Je größer die Hörschädigung

ist, desto weniger Geräusche bzw.

Sprache kann der Kollege durch das Ohr wahrnehmen

und desto mehr ist er auf das Mundbild

des Gesprächspartners angewiesen. Doch

wie spricht man gehörlose Mitarbeiter an?

Bei der Kontaktaufnahme sollte man darauf

achten, in sein Blickfeld zu treten. Der

Kollege darf auch leicht an der Schulter oder

am Oberarm angetippt werden, diese Art von

Kontaktaufnahme gilt als völlig legitim in der

Gehörlosenkultur. Wenn Sie in einem größeren

Raum auf sich aufmerksam machen

möchten, können Sie den Lichtschalter kurz

ein- und ausschalten. Jedoch sollte man sich

A N z e i g e

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Wege aus dem Fachkräftemangel

Gerade durch die Auswirkungen der demografischen Entwicklung und der zunehmenden Globalisierung ist der erfolgreiche Umgang

mit Mitarbeiter/innen ein maßgeblicher Faktor für den Unternehmenserfolg! Die Personalberater Dr. Stephan Raum und Christian

Hödl raten vor allem den mittelständischen Unternehmen, die vorhandenen Möglichkeiten durch systematische und sinnvolle Massnahmen

an den Anforderungen des Personalmarktes besser als bisher auszurichten. Für ein erfolgreiches Recruiting braucht es

gutes Personalmarketing - das „Sichtbar-werden“ der mittelständischen Unternehmen für die potentiellen Mitarbeiter/innen. Weiter

ist wichtig, die Fragen der potentiellen Mitarbeiter/innen zu beantworten - Warum sollen diese bei Ihnen arbeiten?

Gute Antworten und Lösungen finden mittelständische Unternehmen mit erfahrenen Partnern.

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28 02 | 13

niemals von hinten anschleichen, dem Kollegen

unvermittelt auf die Schulter klopfen

und ihn dadurch erschrecken.

Deutlich artikulieren

Generell ist es wichtig, stets Blickkontakt zu

halten; das Mundbild sollte dabei immer gut

sichtbar sein. Sprechen Sie langsam und artikulieren

Sie sehr deutlich, Schreien hingegen

verzerrt lediglich das Mundbild. Bei Hörgeräteträgern

regelt das Gerät unangenehm

laute Geräusche herunter oder es schaltet sogar

kurzzeitig ab. Auch Gegenstände im

Mund, wie z.B. ein Kaugummi, oder ein zu

lang gewachsener Oberlippenbart erschweren

dem Kollegen das Ablesen. Wenden Sie

sich im Gespräch stets dem Gehörlosen und

nicht dessen Begleitung, z.B. einem Dolmetscher

beim Vorstellungsgespräch, zu. Im Ge-

Foto: iStockphoto.com


erhebUNg zUr AUsgLeichsAbgAbe

Arbeitsplätze für Behinderte jetzt melden

Arbeitgeber mit mehr als 20 Mitarbeitern

sind laut Sozialgesetzbuch

IX verpflichtet, auf mindestens fünf

Prozent der Arbeitsplätze schwerbehinderte

Menschen zu beschäftigen.

Andernfalls müssen sie eine

Ausgleichsabgabe bezahlen. Bis

spätestens 31. März 2013 müssen

die Arbeitgeber ihrer Arbeitsagentur

vor Ort ihre Beschäftigungsdaten

übermitteln. Diese Angaben

sind notwendig, damit die Agentur

für Arbeit überprüfen kann, ob die

Betriebe ihrer Beschäftigungspflicht

nachgekommen sind oder

ob sie die Ausgleichsabgabe bezahlen

müssen. Arbeitgeber, die nach

spräch ist es wichtig, klar auf das Thema hinzuweisen,

sodass der Gehörlose das Gespräch

besser verfolgen kann. Was möglich ist, sollte

visualisiert werden. Benutzen Sie einfache,

kurze und klare Sätze und unterstützen Sie

Ihre Aussage durch deutliche Mimik, Gestik

und natürliche Körpersprache. Achten Sie

darüber hinaus auf die Lichtverhältnisse:

Stellen Sie sich nicht vor eine Lichtquelle

oder in die Sonne, da der Kollege so geblendet

ist und nicht mehr von Ihrem Mund ablesen

kann.

Da Dialekte schwer abzulesen sind, sollten

Sie möglichst hochdeutsch sprechen. Wenn

bei Präsentationen das Licht ausgemacht

wird, kann man keine Mundbilder mehr erkennen.

Bei Meetings ist es sehr hilfreich,

wenn ein Kollege Notizen für den Gehörlosen

macht. Für längere Besprechungen, Betriebsversammlungen

und Schulungen müssen

auf jeden Fall Gebärdensprachdolmetscher

gebucht werden, deren Kosten von den

Sie finden uns in Nürnberg

und in Diepersdorf.

WIR sind Ihr zuverlässiger regionaler Partner.

Bei uns steht der MENSch im Mittelpunkt!

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Das ganze LFh-Team

steht Ihnen kompetent

zur Verfügung!

Integrationsämtern übernommen werden.

Wenn Sie bemerken, dass der hörbehinderte

Kollege Sie nicht verstanden hat, wiederholen

Sie Ihren Satz. Bei der Wiederholung ist

wichtig, dass der Satz unverändert wiederholt

wird. Da er vermutlich schon einen Teil

ablesen konnte, müsste er wieder von vorne

beginnen, wenn der Satz verändert wird.

Gehörlose kommunizieren miteinander in

der Deutschen Gebärdensprache (DGS), ihrer

Muttersprache, die seit 2002 eine anerkannte

Sprache ist. Diese Sprache hat eine

ganz andere Grammatik und damit einen

völlig anderen Satzaufbau als die deutsche

Lautsprache, weshalb die meisten Gehörlosen

Probleme mit dem Textverständnis haben.

Bei Arbeitsanweisungen sollten Sie soweit

möglich alles visualisieren. Benutzen Sie

Bilder und Grafiken, um das Verständnis zu

erleichtern. Verwenden Sie wenn möglich

keine Fremdwörter, komplexe Begriffe sollten

sie aufschreiben.

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

Kenntnis der Bundesagentur für

Arbeit über mindestens 20 Arbeitsplätze

verfügen, haben Anfang Januar

2013 die für die Anzeige erforderlichen

Vordrucke sowie das

Bearbeitungsprogramm „Rehadat-

Elan“ auf CD-ROM erhalten. Die

Verwendung anderer Vordrucke ist

nicht zugelassen. Aber auch beschäftigungspflichtige

Arbeitgeber,

denen keine Unterlagen zugegangen

sind, sind verpflichtet, ihre Daten

der Arbeitsagentur melden. n

Agentur für Arbeit nürnberg

tel. 0911 529-2632 oder -2213

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Da gehörlose und hochgradig hörgeschädigte

Mitarbeiter nicht telefonieren können,

wird für die externe Kommunikation der

Dolmetscherdienst „Tess“ benötigt. Die Kosten

hierfür tragen ebenfalls die Integrationsämter.

Weitere Kommunikation ist auch

möglich über Bildtelefon oder per Mail, SMS

und Skype. Wie Kommunikation mit hörbehinderten

oder gehörlosen Mitarbeitern gelingt,

kann beispielsweise in einem Inhouse-

Seminar erlernt werden. Die Teilnehmer erhalten

hier Basisinformationen über die Behinderung

und erlernen situationsgerechte

Umgangsformen und einfache Gebärden. n

Judit Nothdurft berät Firmen zu den Themen

Barrierefreiheit und Inklusion und coacht

bundesweit Unternehmen, die Kommunikation

mit hörbehinderten und gehörlosen Mitarbeiter

zu erlernen. Zudem ist sie Initiatorin

und Betreiberin des Service-Portals www.

deafservice.de (www.jnc-business.de).

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02 | 13 29


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

PFLege

Zeit für kranke Angehörige

Die bundesregierung hat die Möglichkeiten verbessert, um beruf und Pflege

besser zu vereinbaren. Doch in der Praxis stößt das Modell noch auf geringes interesse.

Nach Angaben des Statistischen Bundesamts

sind in Deutschland rund 2,5

Mio. Menschen pflegebedürftig, mehr

als zwei Drittel von ihnen werden zu Hause

versorgt. Rund 743 000 Menschen werden in

Pflegeheimen vollstationär betreut. Vor dem

Hintergrund der steigenden Lebenserwartung

und der sich wandelnden Altersstruktur

rückt die Pflege hilfsbedürftiger Menschen

zunehmend ins sozialpolitische Blickfeld. Für

79 Prozent der Betroffenen lassen sich allerdings

Beruf und Pflege nur schlecht miteinander

vereinbaren, wie eine Umfrage im Auftrag

des Bundesfamilienministeriums ergeben

hat. In der Praxis ist es für berufstätige

Familienmitglieder, die die Pflege Angehöriger

übernehmen, oft schwierig, die Balance

zwischen Pflege und Berufsalltag zu finden.

Viele Menschen geben deshalb ihren Job ganz

auf, um ihren Verpflichtungen in der häuslichen

Pflege gerecht werden zu können.

Seit Anfang des Jahres 2012 gilt in Deutschland

ein neues Gesetz zur Familienpflegezeit.

Seit über 29 Jahren

30 02 | 13

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Danach können Beschäftigte im Einvernehmen

mit ihrem Arbeitgeber ihre Arbeitszeit

über einen Zeitraum von maximal zwei Jahren

auf bis zu 15 Stunden pro Woche reduzieren.

Das Bruttogehalt wird in einem ersten

Schritt entsprechend der reduzierten Arbeitsstunden

gekürzt. Der Arbeitgeber stockt das

Gehalt um die Hälfte der Kürzung auf. Wer

also seine Arbeitszeit beispielsweise um 50

Prozent reduziert, erhält 75 Prozent seines Gehalts.

Der Arbeitgeber tritt mit diesem Aufstockungsbetrag

in Vorleistung, leistet also einen

Gehaltsvorschuss; zum Ausgleich müssen

die Beschäftigten nach Ablauf der Familienpflegezeit

wieder in Vollzeit arbeiten, bekommen

aber so lange das reduzierte Gehalt, bis

der Gehaltsvorschuss ausgeglichen worden ist.

Beispielrechnung: Eine Vollzeitbeschäftigte

verdient 3 000 Euro brutto. Sie halbiert während

der Familienpflegezeit ihre Arbeitszeit

um 50 Prozent, erhält aber weiterhin ein Gehalt

von 75 Prozent des bisherigen Bruttolohns,

also 2 250 Euro. Um den Lohnvor-

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Foto: iStockphoto.com

schuss zurückzuzahlen, erhält die Arbeitnehmerin

nach Beendigung der Familienpflegezeit

weiterhin nur 75 Prozent Lohn bei 100

Prozent Arbeitszeit, bis das Zeit- und Gehaltskonto

wieder ausgeglichen ist.

befristete Arbeitsverhältnisse

Pflegezeit kann auch bei befristeten Arbeitsverhältnissen

genommen werden, allerdings

ist hier Folgendes zu beachten: Der Gehaltsvorschuss

muss während der Laufzeit des befristeten

Arbeits- oder Ausbildungsverhältnisses

zurückgezahlt werden. Eine Familienpflegezeit

kann daher nur noch für die Hälfte

der Restlaufzeit des befristeten Arbeits- oder

Ausbildungsverhältnisses vereinbart werden.

Bei einer Restlaufzeit von beispielsweise zwölf

Monaten ist also nur noch eine Familienpflegezeit

von sechs Monaten möglich.

Die Beschäftigten genießen während der

Familienpflegezeit und der sich anschließenden

Nachpflegephase besonderen Kündigungsschutz,

sodass eine Kündigung nur in

besonderen Ausnahmefällen möglich ist. Ob

es sich um einen Ausnahmefall handelt, entscheidet

die jeweils zuständige Landesbehörde

für Arbeitsschutz.

Den Gehaltszuschuss in der Pflegephase

können die Unternehmen über ein zinsloses

Darlehen beim Bundesamt für Familie und

zivilgesellschaftliche Aufgaben (BAFzA) finanzieren.

Zur Verfügung gestellt wird das

Geld von der staatlichen Förderbank KfW.

Wenn der Arbeitnehmer nach der Pflegephase

wieder die gewohnte Arbeitszeit leistet,

zahlt der Arbeitgeber den einbehaltenen

Lohn dann an das Bundesamt zurück. Viele

Unternehmen befürchten laut einer Umfrage

allerdings höhere Personalkosten durch die

Familienpflegezeit. Der Bundesrat hatte zudem

in einer Stellungnahme die hohen Bürokratiekosten

kritisiert, die vor allem kleinen

Betrieben drohen.

Familienpflegezeit-Versicherung

Um Arbeitgeber, die während der Familienpflegezeit

in finanzielle Vorleistung treten,

abzusichern, gibt es eine Familienpflegezeit-

Versicherung. Sie deckt das mögliche Ausfallrisiko

der Rückzahlungen ab, sollte der Beschäftigte

berufsunfähig werden oder sterben.

Die Versicherung wird für die Dauer der

Pflege- und der Nachpflegephase abgeschlossen.

Eine solche Familienpflegezeit-Versicherung

kann durch den Beschäftigten selbst


oder durch den Arbeitgeber beantragt werden.

Dabei gibt es drei mögliche Wege:

c Der Beschäftigte schließt bei einer selbst

gewählten Versicherung einen individuellen

Versicherungsvertrag ab

c oder der Arbeitgeber schließt eine individuelle

Versicherung ab

c oder der Versicherungsschutz wird durch

die Aufnahme in eine vom Bundesamt für

Familie und zivilgesellschaftliche Aufgaben

(BAFzA) abgeschlossene Gruppenversicherung

hergestellt.

Bisher haben bundesweit jedoch nur wenige

Unternehmen, weniger als 200, diese neuen

staatlichen Hilfsangebote in Anspruch genommen.

Auch in Mittelfranken ist das Interesse

bislang gering. Auf Nachfrage erklärten

zum Beispiel die Unternehmen Städtische

A N z e i g e

Mehr als 15 Millionen monatliche Besuche auf den führenden Online

Stellenplattformen wie Stepstone, Monster oder Experteer zeigen:

Wenn es um die Jobsuche geht, ist das Internet die wichtigste Informationsquelle

für Kandidaten. Insbesondere gut ausgebildete Fach- und

Führungskräfte setzen bei der Suche auf Online-Stellenbörsen – vor

allem auf die führenden Anbieter.

Auch aus Arbeitgebersicht ist das Internet der meistgenutzte Rekrutierungskanal:

Laut BITKOM setzen heute fast 80% aller Unternehmen

in Deutschland bei der Suche nach qualifiziertem Personal auf Online

Stellenbörsen – Tendenz steigend. Für unsere Partner und Kunden bedeutet

das: Das Internet bietet Ihnen die beste Chance, die Masse qualifizierter

Bewerber zu erreichen und so Ihre offenen Positionen mit dem

richtigen Personal zu besetzen. Aus diesem Grunde ist die Online Platzierung

von Stellenanzeigen auf den führenden Plattformen wesentlicher

Bestandteil des Dienstleistungsportfolios der GKM-recruitment AG.

Werke Nürnberg, Ergo Versicherungen, Leoni,

GfK und Datev, dass noch keiner ihrer

Mitarbeiter einen Antrag auf Familienpflegezeit

gestellt habe. Andreas Krause, Leiter Personalservice

bei der Datev, erklärte: „Für uns

bei der Datev spielt das Gesetz keine Rolle, da

wir schon vorher über Betriebsvereinbarungen

das Thema Pflegeauszeiten berücksichtigt

haben.“ So können sich Datev-Mitarbeiter

kurzfristig freistellen lassen oder die Arbeitszeit

auf bis zu 20 Wochenstunden reduzieren.

Darüber hinaus können bei der Datev

Pflegezeiten über ein Sabatical-Modell abgedeckt

werden, bei dem die Mitarbeiter bei einem

Gehalt von 75 Prozent ein Jahr freinehmen

können. In den drei Folgejahren arbeiten

sie wieder Vollzeit und beziehen weiterhin

75 Prozent ihres ursprünglichen Gehalts,

Online-Stellenanzeigen

Der optimale Weg zu Ihren neuen Mitarbeitern.

Wir zeigen Ihnen die Vorteile der Verbindung der modernen Onlinewelt mit den

Expertisen erfahrener HR Manager und Recruiter. Unsere langjährige, erfolgreiche

Erfahrung in der Besetzung von Fach- und Führungspositionen und die Kooperation

mit marktführenden Onlineanzeigen-Anbietern ebnen Ihnen den optimalen Weg zu

Ihren neuen Mitarbeitern.

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sPeciAL: PersONALWirtschAFt

bis die Differenz ausgeglichen ist. Möglich ist

auch eine Beurlaubung bis zu zwei Jahren bei

66 Prozent Lohnfortzahlung und einer Nacharbeit

in den folgenden vier Jahren. Aber auch

diese Betriebsvereinbarung ist nach Angaben

Krauses im Jahr 2012 nur einmal genutzt

worden. Nach Einschätzung von GfK-Sprecherin

Marion Eisenblätter bietet das neue

Gesetz zwar gute Ansätze, aber es enthalte

auch einige Regelungen, die sich in der Praxis

als schwierig erweisen könnten: Zum Beispiel

die Verpflichtung zum Abschluss einer Versicherung

oder den administrativen Aufwand,

der für den Arbeitgeber mit der Umsetzung

verbunden sei. Ihr Fazit: „Hier gibt es sicher

noch Optimierungsbedarf.“ pw. n

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Ihr Weg in die professionelle Personalsuche über das Internet

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Das Schalten einer Online- Stellenanzeige funktioniert genauso, wie sie

es von dem Buchungsvorgang einer Printanzeige kennen: Anhand Ihrer

Angabe zu Stellen- und Anforderungsprofil erstellt Ihr Ansprechpartner

bei GKM einen ansprechenden und AGG-konformen Anzeigentext. Außerdem

trägt GKM in Zusammenarbeit mit den Plattformen dafür Sorge,

dass Ihre Stellenanzeige über die Suchfunktionen auf den Plattformen

gefunden wird. Und Sie profitieren bei der Abwicklung des gesamten

Rekrutierungsablaufes von allen Services der GKM (u.a. Bewerberauswahl,

Ablauf und Koordination, Informationssteuerung, etc.)

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Fit für das Zivilleben

Mit der Abschaffung der Wehrpflicht wurde auch das Personalmanagement der bundeswehr reformiert.

Die neuen Karrierecenter eröffnen den Unternehmen gute chancen bei der rekrutierung von Fachkräften.

Die Kreiswehrersatzämter gehören der

Vergangenheit an, im Zuge der Bundeswehrreform

werden sie in sogenannte

Karrierecenter umgewandelt. In

Nürnberg hat vor Kurzem das erste von

deutschlandweit 16 Karrierecentern seinen

Betrieb aufgenommen. Zu den Aufgaben der

neuen Einrichtung gehören Personalgewinnung

und -entwicklung, die Begleitung beim

Übergang in das zivile Berufsleben sowie Sozialangelegenheiten

für zivile und militärische

Mitarbeiter. Organisatorisch gehört das

Karrierecenter zum neu geschaffenen Bundesamt

für Personalmanagement der Bundeswehr

mit Sitz in Köln.

„Wir stehen Gewehr bei Fuß, um Unternehmen

bei der Mitarbeitersuche zu helfen“,

erklärte Gerd Eickmeyer, Leiter des Nürnberger

Karrierecenters. Zuständig dafür ist der

Geschäftsbereich Berufsförderungsdienst

(BFD), der mit 60 Mitarbeitern in Nürnberg

aktiv ist. Dort können Unternehmen ihre

Stellenangebote einreichen und auch kurzfristig

nach passenden Bewerbern fragen.

Eickmeyer unterstreicht, dass die Soldaten,

die den Übergang in das Zivilleben planen,

eine große Fülle an Berufsbildern repräsentieren.

Neben Offizieren mit akademischem

Abschluss vermittelt das Karrierecenter beispielsweise

Bürokaufleute, Chemielaboranten,

Industriemechaniker, Mechatroniker und

Handwerker aus einer Vielzahl von Berufen.

Die Mannschaftsdienstgrade mit achtjähriger

Dienstzeit können sich schon bei der

Bundeswehr vom BFD für den zivilen Arbeitsmarkt

qualifizieren oder weiterbilden.

Sie können Schulkenntnisse auffrischen, ei-

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wenn Sie sich auf einen spezialisierten Partner im Bereich der Personalberatung

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erfolgreiche und nachhaltige Zusammenarbeit mit unseren

Kunden. Gerne beraten wir Sie persönlich!

32 02 | 13

Zeitsoldaten können bei der Bundeswehr eine Vielzahl an Berufen erlernen.

nen mittleren Bildungsabschluss oder die

Fachhochschulreife nachholen sowie eine berufliche

Ausbildung abschließen. Auch einen

Meisterbrief können die Soldaten während

der Dienstzeit erwerben; sie sind nach Worten

Eickmeyers besonders gefragte Mitarbeiter

bei den Unternehmen. Die Soldaten profitieren

zudem schon während ihrer Dienstzeit

und auch danach von einer umfassenden Berufsberatung

und haben dabei Anspruch auf

finanzielle Förderung. Einige Beispiele zeigen,

wie breit diese Leistungen gefächert

sind: Ein Kfz-Mechatroniker mit Meisterbrief

kann sich zum Kfz-Sachverständigen

weiterbilden. Oder ein Kaufmann lässt sich

für die spezifischen Anforderungen in der

Wir verbinden Menschen -

Fachleute für Ihre

Unternehmensaufgaben und Projekte

Speditionsbranche qualifizieren. Wenn ein

mittelständisches Unternehmen mit Produktionsstandort

in China einen Soldaten einstellen

will, kann sogar noch während dessen

Dienstzeit ein Chinesisch-Sprachkurs ermöglicht

werden. Bei einem Soldaten wurde sogar

ausgelotet, ob eine Zusatzqualifikation als

Tauchlehrer in der Karibik in Frage kommt.

Die Vermittlung der ausscheidenden Soldaten

mit ihren vielfältigen Qualifikationen

und Fähigkeiten ist eine kostenfreie Serviceleistung

des BFD für die Unternehmen. Ein

weiterer Baustein, der dieses Angebot zusätzlich

attraktiv macht, ist der Einarbeitungszuschuss,

den die Arbeitgeber beantragen können.

Er dient dazu, Lohn- und Leistungsdif-

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Foto: Bundeswehr/DeCastro


ferenzen zu Beginn des Arbeitsverhältnisses

auszugleichen.

Das BFD erbringt also wertvolle Dienstleistungen

für Arbeitgeber – diese sind aber

nach Worten Eickmeyers bei der regionalen

Wirtschaft nicht ausreichend

bekannt, obwohl es die Stelle

bereits seit 40 Jahren gibt. Das

liege u.a. daran, dass sie im Jahr

2004 nach Würzburg und Regensburg

verlagert wurde und

nun erst mit dem Start des

Karrierecenters wieder nach

Nürnberg zurückkam. Dass die

Aktivitäten der BFD bei den

Unternehmen bekannter werden,

ist auch ein Anliegen des

Arbeitskreises Bundeswehr

und Wirtschaft (AkBwW) in

der Region Nürnberg. Der Arbeitskreis,

der 1981 auf Initiative

der IHK Nürnberg für Mittelfranken und

der Vereinigung der Arbeitgeberverbände in

Bayern (VAB) Bezirk Mittelfranken gegründet

worden war, will dazu mit seinen Aktivitäten

in nächster Zeit beitragen.

Eickmeyer sieht das Jahr 2013 als ein Jahr

des Aufbaus und der Öffentlichkeitsarbeit.

Für 2014 ist dann die erste regionale Messe

A N z e i g e

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35 Jahre Personaldienstleistung – immer „Time for Action“

Nürnberg im Februar 2013 - Als professioneller Personal-Dienstleis-

ter sorgen wir seit 35 Jahren dafür, Unternehmen, Bewerber und

Mitarbeiter flexibel und erfolgreich zusammen zu bringen. In einer

schnelllebigen Branche ist R&B Service Garant für Langfristigkeit

und Zuverlässigkeit. Wir haben tausende Einsätze erfolgreich abgewickelt

und Stellen besetzt sowie unzähligen Menschen beruflich

weitergeholfen. Aber manchmal läuft nicht alles nach Plan - ein paar

humorige Missgeschicke aus den Jahren wollen wir hier teilen:

Dozent findet keinen Parkplatz und Seminar startet mit 2 Stunden

Verspätung - Partydrinks:

Mitarbeiter wirft seine

Freundin nach der Disco

im Streit auf eine Motorhaube;

Polizei nimmt

den Übeltäter mit und

er schafft es sogar in

die Zeitung - Langjähriger

Mitarbeiter küsst

Chefin während Weihnachtsfeier;Personalgespräch

folgt am

nächsten Tag - Bei Ver-

geplant, die Soldaten und Unternehmen zusammenbringen

soll. Aus der im Aufbau befindenden

Stellenbörse können aber schon

jetzt bundesweit Gesuche und Gebote bedient

werden.

Aktuell betreut der BFD in

Franken und der Oberpfalz

rund 12 000 aktive Soldaten,

von denen sich knapp 1 000

während ihrer Dienstzeit in 45

verschiedenen Maßnahmen

auf das zivile Berufsleben vorbereiten.

Darüber hinaus werden

weitere 8 000 frühere Soldaten

begleitet, die einen oft

mehrjährigen Anspruch auf

Foto: Tjiang

Gerd Eickmeyer, Chef des

Karrierecenters Nürnberg.

unterstützende Maßnahmen

oder auch auf eine zeitweise

Gehaltssicherung haben, solange

sie sich im Zivilleben beruflich

orientieren. Für das laufende

Jahr hat das Nürnberger Karrierecenter

für solche Maßnahmen einen Etat von gut

neun Mio. Euro.

„Wir beraten wie eine Arbeitsagentur“, berichtet

Eickmeyer, der insgesamt fünf Teams

aufbaut, die in ganz Nordbayern vor Ort sein

sollen. Eines dieser Teams wird in der Rother

Otto-Lilienthal-Kaserne aktiv werden, in der

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

über 2 800 Soldaten und zivile Mitarbeiter

tätig waren und die nun wird kräftig verkleinert

wird. Sieben BFD-Mitarbeiter werden

künftig in Roth die Soldaten bei der Qualifizierung

und bei der beruflichen Orientierung

beraten.

Zu den Karrierecentern gehört aber nicht

nur der Berufsförderungsdienst der Bundeswehr,

sondern auch die Nachwuchsgewinnung,

die für die Anwerbung von Zeitsoldaten

zuständig ist. Das Zentrum für Nachwuchsgewinnung

in Bayern ist beim Karrierecenter

München angesiedelt, dem auch eine

Außenstelle in Ansbach zugeordnet ist. Bis

auf Weiteres werden in Nürnberg noch Tauglichkeitsuntersuchungen

durchgeführt, außerdem

werden dort die künftigen Soldaten

den einzelnen Waffengattungen und Standorten

zugewiesen. Mittelfristig werden diese

Aufgaben jedoch nach München verlagert.

Damit wird dann eine lange Tradition enden:

Denn seit 1956 wurden in Nürnberg rund

500 000 mittelfränkische Wehrpflichtige auf

ihre Diensttauglichkeit für Heer, Luftwaffe

oder Marine gemustert. tt. n

berufsförderungsdienst (bfd) nürnberg

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handlungsmarathon über 12 Stunden vergisst ein Teilnehmer zu

essen - Ehemalige Sachbearbeiterin kommt beschwipst in die Firma

und nimmt gleich mehrere Türstöcke mit - Kollegen verladen Chef

auf einer Betriebsfeier in eine Schubkarre - Mitarbeiter wird durch

Polizei von der Baustelle geholt und Niederlassungsleiter muss die

Kündigung im Gefängnis vorbeibringen - In letzter Sekunde wird Mitarbeiter

von uns vor dem Knast gerettet dabei war er mit Zahlungen

im Rückstand - Chef schert sich zur Abwechslung den Kopf und

keiner erkennt ihn - Kollegin muss eine Kündigung in der Psychiatrie

abliefern - Niederlassungsleiter zeugt mit Sekretärin ein Kind im

Büro - Ungeahnte Kräf-

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sPeciAL: PersONALWirtschAFt

bUsiNess-etiKette

Was gilt als korrekt?

Fachliche Qualifikationen reichen für den erfolg im berufsleben nicht aus. Auch ein seriöses

Auftreten, eine angemessene Kommunikation und eine stilsichere garderobe sind wichtig.

Welche Umgangsformen als korrekt

und zeitgemäß gelten, ist vielfach

umstritten. Das liege unter anderem

auch daran, dass Eltern bei der Erziehung

über diese Frage oft unsicher seien, so

die Wendelsteiner Trainerin Ulrike von Rohr,

die zertifizierter Coach für das Thema Business-Knigge

ist. Sie warnt aber vor allzu großer

Strenge: Es gehe weniger darum, „goldene

Regeln“ zu vermitteln,

vielmehr sollte der Blick

darauf gelenkt werden,

wie man wertschätzend

und respektvoll mit seinem

Gegenüber umgeht.

Diese Eigenschaften seien

gerade in Zeiten der fortschreitendenGlobalisierung

gefragt, so die Trainerin,

die einen Schwerpunkt

auf interkulturelle

Kommunikation legt.

Jugendliche, die kurz

vor dem Berufseinstieg

stehen, sind nach ihrer

Erfahrung dankbar, wenn

sie bei solchen Fragen

eine Orientierung bekommen.

Sie interessieren

sich beispielsweise

dafür, wie Vorstellungsgespräche ablaufen

und wie man gegenüber dem potenziellen

Arbeitgeber korrekt und sicher auftritt. Einigen

ihrer Seminarteilnehmer sei nicht bewusst

gewesen, wie entscheidend bestimmte

Verhaltensregeln im Geschäftsleben für den

beruflichen Erfolg sind. Diese Unsicherheit

sei selbst bei vermeintlichen Selbstverständlichkeiten

zu beobachten, z.B. tadellose Kleidung,

Aufstehen zur Begrüßung, Augenkontakt

suchen und sicherer Händedruck.

Es gilt, den richtigen Mittelweg zwischen

Natürlichkeit und angespanntem Auftreten

zu finden. „Denn der Business-Knigge ist

kein Dogma“, mahnt auch die Ansbacher

Trainerin Barbara Danowski, die zertifizierte

34 02 | 13

Knigge-Trainerin nach der Knigge-Akademie

und Trainerin für Business-Etikette ist. Sie

bestätigt die Auffassung ihrer Kollegin:

Grundregeln etwa bei Tisch und bei einer Begrüßung

seien selbstverständlich zu beachten,

vor allem aber gehe es um Werte wie Anerkennung,

Respekt und Wertschätzung. Sie

hat deshalb wenig Verständnis für Personalverantwortliche,

die bereits über die Zukunft

eines Bewerbers entscheiden, wenn er zur

Tür hereinkommt – noch bevor er das erste

Wort gesagt hat. „Das ist zu hart“, findet Danowski,

zwar zähle der erste Eindruck, aber

man sollte die innere Schublade noch einen

weiteren Moment offen lassen.

Die Regeln sind für Danowski, die auch

Vorstandsmitglied der Knigge-Gesellschaft

für Moderne Umgangsformen ist, nur der

Rahmen. Knigge ist heute zwar umgangssprachlich

das Synonym für gutes Benehmen

oder Manieren, er hat aber nichts mit steifer

und verstaubter höfischer Etikette zu tun.

Der Aufklärer Freiherr Knigge, der durch die

Ideale der Aufklärung geprägt war und dessen

Buch „Über den Umgang mit Menschen“

im Jahr 1788 erschien, bietet eine intelligente

Sammlung von Regeln über den Umgang mit

Menschen. Regeln für das korrekte Führen

des Bestecks, Begrüßungsrituale oder Bekleidungsvorschriften

sucht man darin allerdings

vergeblich. Daraus leitet Danowski folgende

Prämisse ab: Nur wenn man höflich zu

sich selbst ist, kann man anderen auch Höflichkeit

entgegen bringen. Entsprechend stehe

Knigge in erster Linie

für eine Persönlichkeitsentwicklung:„Authentizität

lässt sich nicht antrainieren.“

Gleichwohl helfe Business-Etikette

in einer globalisierten

Welt, den richtigen

Umgangston zu

treffen, erklärt Friederike

von der Marwitz, Inhaberin

der Marwitz-Akademie

in Schwaig-Behringersdorf.

Sie setzt Schwerpunkte

u.a. auf die internationaleBusiness-Etikette.

Auf Messen hat sie

beispielsweise beobachtet,

dass der Respekt vor

den Kunden zu wünschen

übrig lasse, wenn man

nur den Vertriebserfolg im Visier habe.

Beim Kontakt mit ausländischen Geschäftspartnern

ist die Unsicherheit naturgemäß

darüber noch größer, was als angemessen

zu betrachten ist. Ein Beispiel: In

Deutschland sollten junge Frauen nicht mit

einem „weichen und schwammigen“, sondern

mit einem kräftigen Händedruck begrüßen.

Zudem sollten sie dem Gegenüber

direkt ins Auge blicken, dies sei allerdings in

der Türkei oder anderen moslemischen Ländern

ein Tabu. Weltweit gelte aber z.B. die

Regel: Der Rangniedere stellt sich zuerst vor,

der Ranghöhere reicht die Hand. Ein Messekontakt

oder ein internationales Meeting beginnt

mit einem Smalltalk. „Niemals gleich

Foto: iStockphoto.com


zur Sache kommen“, rät von der Marwitz, die

speziell für Frauen den Ratgeber „Lady in

Business – Spielregeln in einer globalisierten

Welt“ geschrieben hat. Sie kennt die Kritik aus

dem Ausland, dass es den Deutschen hauptsächlich

um Schnelligkeit und Effizienz gehe.

Trotz aller Unsicherheit halten die Unternehmen

den Weiterbildungsbedarf in diesem

Bereich für nicht allzu dringend, konstatiert

Doris Eckstein von der Nürnberger Grundig

Akademie. Während andere Angebote rund

um das Thema Kommunikation gut nachgefragt

würden, laufe das Seminarthema Etikette

bundesweit eher schleppend. Doch die

Teilnehmer eines Etikette-Seminars, das mit

einem Menü im Sternelokal endet, seien danach

stets froh über die gewonnenen Erkenntnisse.

Die Erlanger Agentur Lunega Intercultural

Event Management bietet ihr Seminar

„Mehrwert mit Business Knigge“ mittlerweile

nur noch auf direkte Anfrage von

Unternehmen an. Man vermeide in den Betrieben

die Seminarkosten, bis ein akuter Bedarf

vorliege, so die Einschätzung von Lunega-Inhaberin

Karin Jellen. Es melden sich bei

ihr aber auch Teilnehmer, die das Seminar

privat bezahlen, um sich persönlich weiterzubilden.

A N z e i g e

BERG feiert 25-jähriges Jubiläum

Neuer Name unterstreicht Kernkompetenz

Permanent im Wandel bleiben, niemals an

Stillstand denken, das ist seit nunmehr

25 Jahren sowohl Antrieb als auch Fokus

von BERG. Gegründet im Jahr 1987 als

BERG Zeitarbeit GmbH hat sich der Personaldienstleister

auf den kaufmännischen

und IT-Bereich spezialisiert. Um seine

Kernkompetenz, das Personalmanagement,

künftig noch stärker nach außen zu

tragen, ändert BERG ab 1. Februar 2013

seinen Namen. Künftig wird das Unterneh-

Blicken positiv in die Zukunft: BERG-Geschäftsführerin

Yvonne Deschner und Geschäftsführer

Thomas Bestle.

Wer sich im direkten Kontakt mit Geschäftspartner

höflich verhält, vergisst

manchmal die Benimmregeln, wenn es um

die schnelle Kommunikation per E-Mail

geht, so Ulrike von Rohr. Sie plädiert in der

digitalen Welt für mehr Sorgfalt beim Schreiben

von Mails, Kommentaren in Blogs oder

Statements via Facebook, Twitter & Co. Der

Leser könne den Verfasser nur über das geschriebene

Wort wahrnehmen und „zwischen

den Zeilen“ lesen. Es fehlen Informationen,

wie sie im persönlichen Gespräch

durch Körperhaltung, Gestik oder Betonung

vermittelt werden. Dieses Manko sollte

durch eine höfliche und korrekte Schreibkultur

ausgeglichen werden. Sensible und

zwischenmenschliche Themen gehörten besser

in ein persönliches Gespräch und nicht in

die sozialen Netzwerke im Internet, die für

jeden lesbar sind.

bekleidung

Bleibt noch die Frage der angemessenen Bekleidung

(sogenannter Dresscode). Friederike

von der Marwitz ist überzeugt, dass man

sicherer auftritt, wenn man die Regeln einer

korrekten Bekleidung beachtet. Jedoch hat

men für Kunden wie auch für Mitarbeiter

unter BERG Personalmanagement GmbH

da sein. „Bei uns stehen das Rekruiting

und die Personalberatung, auch in Bezug

auf die Direktvermittlung, im Fokus“,

meint Thomas Bestle, Geschäftsführer

der BERG Personalmanagement GmbH

und erklärt weiter: „Unser Claim heißt

nicht umsonst ‚Wir verbinden Menschen

und Unternehmen‘. Genau das ist es, was

unsere tägliche Arbeit ausmacht: den richtigen

Mitarbeiter zum richtigen Zeitpunkt

am richtigen Ort zu platzieren.

Dass bei BERG der Mensch nicht nur im

Tagesgeschäft im Mittelpunkt steht, bewiesen

das Team und die Geschäftsführung

beim gemeinsam mit der Lebenshilfe

für Menschen mit Behinderungen

Nürnberg e.V. gestalteten „Social Day“

den BERG statt einer großen Jubiläumsfeier

mit Kunden und Geschäftspartnern

gestaltete: Für die Schüler mit Behinderung

gab es Tipps und Tricks für den richtigen

Umgang mit sozialen Netzwerken

wie beispielsweise Facebook an den gespendeten

PCs.

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

sich auf diesem Feld in den letzten Jahren viel

geändert, das Thema wird in den Betrieben

meist lockerer gesehen. Selbst bei den Banken,

die in aller Regel Bekleidungsvorschriften

haben, gibt es teilweise den „Casual Friday“,

an dem die Mitarbeiter ohne Krawatte

ins Büro kommen können.

Unterschiedlich wird auch die Kleiderordnung

bei hochsommerlichen Temperaturen

gehandhabt, manches bürgert sich ein, manches

wird von oben angeordnet. Vor diesem

Hintergrund startete Thomas Geißdörfer,

Vorstand der Raiffeisen Spar+Kreditbank eG

mit Sitz in Lauf a.d. Pegnitz, im vergangenen

Sommer eine Kundenumfrage unter dem

Motto „Banker im Sommer-Dress“. Bei der

gleichnamigen Aktion konnten die Banker

während der Sommerferien auf Sakko und

Krawatte verzichten und stattdessen im modischen

Kurzarm-Hemd erscheinen. „Unsere

Kunden und Mitarbeiter fanden den Sommer-Dress

gleichermaßen gut“, bilanzierte

Geißdörfer. Die Mitarbeiter im „Sommer-

Dress“ wurden von allen Befragten als ebenso

seriös und vertrauenswürdig eingeschätzt

wie deren klassisch gekleidete Kollegen. Deshalb

soll die Aktion in diesem Sommer im

Juni wieder starten. tt. n

Aus Berg Zeitarbeit wird

ab 1. Februar 2013

Berg Personalmanagement

25 Jahre BERG

Wir verbinden Menschen

und Unternehmen

Berg Personalmanagement gmbH

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02 | 13 35


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sPeciAL: PersONALWirtschAFt

sUche NAch FAchKräFteN

Kompetenzen

statt Zeugnisse

Viele Unternehmen haben zunehmend schwierigkeiten, geeignete

Mitarbeiter zu finden. sie sollten ihre suchstrategien überdenken

und mehr auf die Kompetenzen der bewerber achten statt auf die

formalen Qualifikationen. Von Dr. rainer Feldbrügge

Wie viele Menschen in Ihrem Unternehmen

leisten erstklassige Arbeit,

obwohl sie dafür eigentlich gar

nicht qualifiziert sind? Wie viele Experten

sind nicht in den Berufen beschäftigt, für die

sie ein Zertifikat mitbringen? Wie viele Leistungsträger

machen nach fünf Jahren noch

die Arbeit, für die sie ursprünglich eingestellt

wurden?

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Oder suchen Sie Personal?

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Persönlichkeiten!

36 02 | 13

Personalmanagement

GmbH GmbH

Fähigkeiten der Bewerber allerdings nur unzureichend.

Das war kein Problem, solange es

auf dem Personalmarkt genügend Bewerber

gab. Doch das ist jetzt anders.

Wie kann eine intelligente Personalsuche

aussehen, die sich an Kompetenzen orientiert?

Zunächst ist es wichtig, den

Personalengpass zu analysieren:

Bei welchen Prozessen macht

sich die Personallücke genau

bemerkbar? Mit wem muss

die gesuchte Person innerhalb

und außerhalb des

Unternehmens zusammenarbeiten?

Welche

Maschinen und Programme

muss sie verstehen?

Dabei wird

sich in vielen Fällen

herausstellen: Es gibt

nicht die eine vakante

Stelle, sondern es zeigen sich mehrere Lücken

in verschiedenen Prozessen. Bei dieser Betrachtung

wird man feststellen, dass die Herausforderungen

unterschiedlich komplex

Alle diese Menschen haben die richtigen

sind und unterschiedliche Bedeutung für das

Unternehmensergebnis haben. Außerdem

können die Aufgaben möglicherweise auch

von verschiedenen Personen erledigt werden.

Nach welchen Kompetenzen Sie suchen,

ergibt sich aus den Antworten auf folgende

Fragen: Welches technische Know-how muss

die Person mitbringen? Über welche kommunikativen

Fähigkeiten soll sie verfügen?

Muss sie Kundenverantwortung und Führungsverantwortung

tragen?

Beim technischen Know-how unterscheidet

man zwischen Routine und Innovation:

Wenn wiederkehrende Aufgaben mit hoher

Präzision erledigt werden müssen, wird der

Kompetenzen für ihre Aufgabe – sonst wür- Arbeitgeber in die Einarbeitung eines gewisden

sie ihre Arbeit nicht gut erledigen. Meissenhaften Mitarbeiters investieren, auch

tens sind sie in ihre Tätigkeiten hineinge- wenn dieser vielleicht nicht die entsprechenwachsen

oder wurden durch Zufall dafür de theoretische Ausbildung oder den dafür

entdeckt. Wer eine Stelle besetzen will, sucht gängigen formalen Abschluss mitbringt. Sind

aber meist nicht nach Kompetenzen, sondern aber Improvisation, Veränderungsbereit-

nach Qualifikationen. Zeugnisse und andere schaft und Innovation gefragt, wird eine Per-

Zertifikate beschreiben die 2013-001-8500_92x63_4c:2013-001-8500_92x63_4c Stärken und die son gebraucht, die die Materie 17.01.13 auch 16:29 theoreSeite

1

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tisch durchdringt und nicht nur einmal Erlerntes

reproduziert.

Welche Kompetenzen müssen nun konkret

geprüft werden? Zum einen die kommunikativen

Kompetenzen: Mit wem muss man in den

Prozessen, für die geeignete Mitarbeiter gesucht

werden, kommunizieren und über welche

Medien? Wie viel Dokumentation gehört

dazu, welche Sprachen sind erforderlich?

Zum anderen geht es um die Kundenverantwortung:

Gibt es in der Tätigkeit Kundenkontakte?

Wie lassen sich diese beschreiben?

Je nach Art der Interaktion mit den Kunden

sind unterschiedliche Kompetenzen erforderlich:

Wer schon Erfahrung im Kundenservice

oder am Empfang hat, verfügt nicht unbedingt

über die Kompetenz für Inkasso-Aufgaben.

Wenn Führungskompetenz erforderlich

ist, unterscheidet man zwischen informellen

und formellen Aufgaben. Wer Projekte erfolgreich

führen soll, braucht die Kompetenz

zur informellen Führung. Wenn es dagegen

um die disziplinarische Führung von Mitarbeitern

geht, stehen formale Aufgaben im

Vordergrund. Es muss deshalb geklärt werden,

wie Führung im jeweiligen Unternehmen

gelebt wird. Ist im Betrieb ein strukturierter

Führungsprozess mit Zielvereinbarung

und Rückmeldegespräch etabliert,

braucht jede Führungsperson Erfahrung in

dieser Struktur. Umgekehrt bringt es Spannungen

mit sich, wenn jemand aus einem

Unternehmen mit formalen Führungsinstrumenten

kommt und sich in einer ungeschriebenen

Struktur zurechtfinden muss.

Optionen für die stellenbesetzung

Mit dieser Matrix aus Aufgaben und Kompetenzen

werden dann die Optionen für die Besetzung

entwickelt: Welche Aufgaben und

Prozesse kann man so verändern, dass weniger

von den knappen Kompetenzen benötigt

werden? Welche Mitarbeiter kann man weiterentwickeln,

um die benötigten Kompetenzen

aus der eigenen Mannschaft heraus aufzubauen?

Welche Kompetenzen sollen extern

gesucht werden? Ist das Unternehmen bereit,

bei externen Kandidaten die gefragten Kompetenzen

erst einmal aufzubauen?

Statt nach spezifischer Fachkompetenz

und Branchenerfahrung zu suchen und über

den niedrigen Stapel an eingegangenen Bewerbungen

zu klagen, sollte also bei der Definition

der benötigten Kompetenzen begonnen

werden. Es lohnt sich, diesen ungewohnten

Weg zu gehen: Sie werden mehr Bewerbungen

erhalten oder vielleicht sogar feststellen,

dass Sie die gesuchten Kompetenzen bei

den eigenen Mitarbeitern vorfinden. n

Dr. Rainer Feldbrügge ist Inhaber der Dr. Rainer

Feldbrügge Personal- und Organisationsberatung

in Nürnberg, die auf systemische Prozessberatung

spezialisiert ist (rf@feldbruegge.

com, www.feldbruegge.com).

A N z e i g e

Lorenz PersonaL

Qualität und

Flexibilität

„Mit der Einführung von Branchenzuschlägen Ende

des vergangenen Jahres hat die Beschäftigungsform

Zeitarbeit gerade im qualifizierten Bereich erheblich

an Attraktivität gewonnen“, erläutert Monika

Frenzel, geschäftsführende Gesellschafterin von

Lorenz Personal.

Das seit mehr als 30 Jahren in Nürnberg und

Erlangen ansässige Unternehmen hat sich auf die

Überlassung und Vermittlung von qualifizierten Mitarbeitern

im Office- und Technik-Umfeld sowie die

Erbringung kundenspezifischer HR-Dienstleistungen

spezialisiert und bietet rund 550 Mitarbeitern attraktive

Arbeitsplätze in der Metropolregion.

„Damit ist klar, dass es sich um ein zeitgemäßes

Flexibilisierungselement im Portfolio personalwirtschaftlicher

Maßnahmen handelt und nicht zum Lohn-

dumping taugt. Gerade in schwer planbaren und

immer kurzfristigeren Konjunkturzyklen sind unsere

Kunden, attraktive Mittelständler, nationale Unternehmen

und internationale Konzerne darauf angewiesen,

beispielsweise schnell auf eine veränderte

Auftragslage reagieren zu können. Durch langjährig,

konstant gepflegte Kontakte in die unterschiedlichsten

Branchen wie Maschinenbau und Elektrotechnik,

Pharmazie, Datenverarbeitung, Telekommunikation,

den Bankenbereich und die Sportartikelindustrie

können wir unseren Kunden qualifiziertes Personal

zur Verfügung stellen und unseren Mitarbeitern

immer wieder neue, attraktive Einsätze bieten.“

Die Auszeichnung als einer von 100 TOP JOB Arbeitgebern

Deutschlands 2013, welche die Unternehmensgruppe

Ende Januar zum vierten Mal verliehen

bekam belegt, dass Lorenz ein attraktiver

Arbeitgeber ist. Dazu befragte die Universität St.

Gallen unter anderem ausführlich die externen Mitarbeiter.

„Die Zufriedenheit mit Lorenz und der Arbeitsaufgabe

ist maßgeblich für die Qualität der

Dienstleistung, die jeder Mitarbeiter tagtäglich im

Einsatz für unsere Kunden erbringt. Hier Maßstäbe

für die Branche zu setzen war immer schon unser

Anspruch“, fasst Monika Frenzel die Unternehmensphilosophie

kurz zusammen.

Ob Arbeitnehmerüberlassung, Personalvermittlung,

Messedienstleistungen oder kundenspezifische

Projekt-Lösungen wie technische und betriebswirtschaftliche

Services, Kommunikations-,

Human Resource-, sowie Support-Services, Lorenz

begleitet Unternehmen mit individuellen Personallösungen.

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02 | 13 37

Lorenz ist ein anerkannter IHK-Ausbildungsbetrieb


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

ihK-seMiNAr

Social Media

im Personalwesen

Wie können Unternehmen soziale Netzwerke

zur Mitarbeitersuche einsetzen?

Mit dieser Frage beschäftigt sich ein

IHK-Seminar am Mittwoch, 20. März

2013, 8.30 bis 16.30 Uhr. Die Themen:

Formen von Social Media, konkrete Einsatzmöglichkeiten

bei der Personalsuche

sowie unternehmensinterne Social Media-Richtlinien.

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A N z e i g e

CAVALLO OFFICE

Wachstum

im Gallopp

Mit über 1000 Mitarbeitern an 17 Standorten gehört

die CAVALLO Personalmanagement GmbH

zu den führenden Anbietern für professionelle

Personallösungen in Süddeutschland. Nachdem

die Gruppe 2011 bereits unter den Europes 500

of job creating companies von Altkanzler Gerhard

Schröder ausgezeichnet wurde, ist noch kein

Ende des Wachstums in Sicht. So starteten die

beiden Geschäftsführer Matthias Gaul und Andreas

Rabe in 2012 die eigene Marke und neue

CAVALLO Sparte - CAVALLO OFFICE. Standortlei-

terin in Nürnberg Melita Simic und Team freuen

sich über den Zuwachs in diesem Segment, in

dem man binnen Jahresfrist nun mehrere Großkonzerne

und mittelständische Unternehmen der

Region als Kunden gewinnen konnte und einem

weiteren Wachstum optimistisch entgegen sieht.

www.cavallo-personal.de

PersONALsUche

Digitaler Nachwuchs

Moderne software-tools gestalten das Personalmanagement und

den bewerbungsprozess effizienter. Von Fred Klukas

Ein professionelles Personalmanagement

kann zwar Entwicklungen wie den drohenden

Fachkräftemangel nicht umkehren,

jedoch Unternehmen den Weg zu

den Top-Kandidaten ebnen. Die Personalverantwortlichen

müssen erkennen, dass sich

der Arbeitsmarkt erheblich verändert hat:

Aus einem Anbieter- ist ein Nachfragemarkt

geworden, auf dem sich Unternehmen attraktiv

präsentieren müssen, um die bestmöglichen

Mitarbeiter zu gewinnen.

Modernes Personalmanagement muss

heute dort ansetzen, wo sich der Nachwuchs

orientiert: In Stellenportalen wie Stepstone

sowie in sozialen Netzwerken wie Xing und

Facebook. Für die Personalabteilung bedeutet

dies, Social-Media-Plattformen gleichzeitig

mit der eigenen Website zu bespielen –

und diese darüber hinaus an die internen

Abläufe in der Personalabteilung zu koppeln.

Mit Software-Lösungen wie einer digitalen

Personalakte lassen sich alle zielgruppenspezifischen

Kanäle – von der Website über Social

Media bis hin zur Aktenablage – abdecken:

Das Unternehmen speist die Ausschreibungen

in die entsprechenden Anzeigenportale

ein. Alle relevanten Daten und Dokumente

aus den digitalen Bewerbungen werden dann

in Bewerbermappen zusammengefasst. Bei

der anschließenden automatischen Auswertung

dient ein Punktesystem als zusätzliche

Entscheidungshilfe, die die Auswahl der Bewerber

erleichtert.

Die digitale Bewerberakte legt damit schon

vor der Einstellung einen Grundstein für eine

gute Qualität der späteren Personalakte und


somit für die langfristige Bindung eines Mitarbeiters

an das Unternehmen. Denn nur,

wer bereits im Bewerbungsverfahren ein gutes

Gefühl hat und sich umworben und fair

behandelt fühlt, wird bei seinem Arbeitgeber

bleiben.

Personalmanagement im Dialog

Gestaltete sich bisher das klassische Bewerbungsverfahren

über Stellenausschreibungen

eher eindimensional (Bewerber reicht die

Unterlagen ein und wartet auf Antwort), bestimmt

heute der Dialog den Vorgang. Zwar

bleibt die Ausschreibung auf der Website die

Regel, doch spielen darüber hinaus Komponenten

wie die interaktive Vernetzung über

Social Media eine entscheidende Rolle. Die

Bewerberakte unterstützt den Dialog zwischen

Bewerber und Unternehmen und ermöglicht

gleichzeitig eine exakte Planung des

Personalbedarfs und eine effiziente Bewertung

der Qualifikationen im Auswahlverfahren.

Darüber hinaus garantiert sie auch, dass

rechtliche Anforderungen eingehalten werden

(z.B. Vorgaben zum Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz

wie objektive Bewer-

tungsverfahren, Bewerbungen ohne Bild und

ohne Angaben zu Geschlecht, Nationalität,

Alter und Religion).

Die Personalsuche betrifft allerdings nicht

ausschließlich Personalabteilungen, sondern

fordert auch das Gesamtunternehmen. Zum

Beispiel bei der Frage, wie das Unternehmen

Absolventen auf sich aufmerksam machen

kann. Der Vorteil von digitalen Personalakten

besteht darin, dass die Anforderungen

des Unternehmens für eine bestimmte Stelle

automatisiert mit dem Profil des potenziellen

Bewerbers abgeglichen werden können.

Dadurch entsteht für jede ausgeschriebene

Stelle ein individuelles Ranking für den aktuellen

und zukünftigen Bedarf. An dieser digitalen

Schnittstelle von Arbeitgeber zu Absolvent

beginnt der gesamte elektronische Personalzyklus

und die Bewerberakte wird zur

digitalen Personalakte, die im Idealfall viele

Jahre aktiver Begleiter des Arbeitsverhältnisses

bleibt. n

Fred Klukas ist Vorstand der Plan:D AG in

Nürnberg, die auf Dokumentenmanagement

im Bereich Personalwirtschaft spezialisiert ist

(fred.klukas@pland.ag).

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

Foto: Kritiya/Fotolia.com

A N z e i g e

H. VESTNER DIENSTLEISTUNGEN

Erfolgreiche Zertifi zierung

im Bereich Personalvermittlung

(AZAV)

Seit Januar freut sich das VESTNER-Team über

eine zusätzliche erfolgreiche Zertifi zierung! Mit

dieser Zertifi zierung wird der Bereich Personalvermittlung

weiter ausgebaut.

Von links nach rechts: Frau Frömelt (Niederlassungsleiterin

Finsterwalde), Hella Vestner-Lieb

und Herr Zeus (TAW Cert).

Kerngeschäft ist und bleibt die bundesweite

Überlassung von Fachkräften für Industrie und

Handwerk. Die Urkunde wurde durch Herrn

Zeus der Fa. TAW Cert überreicht.

www.vestner-online.de

Fachpersonal für

Handwerk und Industrie

Personalvermittlung

Hausverwaltung

Telefon (0 91 31) 88 53-0

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Elektrotechnik

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02 | 13 39


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

FörDerPrOgrAMM

Der Mensch im Mittelpunkt

Mit der neuen initiative „unternehmensWert: Mensch“ unterstützt die bundesregierung kleine

und mittlere Unternehmen dabei, eine moderne und mitarbeiterorientierte Personalpolitik umzusetzen.

Die Betriebe müssen ihr Personalmanagement

auf große Herausforderungen

vorbereiten: Mitarbeitermotivation,

Familienfreundlichkeit, Chancengleichheit

von Männern und Frauen, Gesundheitsmanagement,

Integration älterer Mitarbeiter

und Wissensmanagement sind einige der

vordringlichen Themen. Das Projekt „unternehmensWert:

Mensch“ begleitet die Unternehmen

dabei, diese Themen anzupacken –

geboten werden ihnen eine kostenlose Erstberatung

sowie eine weiterführende Fachberatung.

Auf diese Weise können sie ihre aktuelle

Personalpolitik analysieren und geeignete

Verbesserungsmaßnahmen in die Wege leiten.

Untersucht werden kann, ob die betriebliche

Personalarbeit im Wettbewerb um

Fachkräfte zukunftsfähig ist und ob sie den

Herausforderungen des demografischen

Wandels gerecht wird. Für die Beratungen

Arbeitnehmerüberlassung • Arbeitsvermittlung

Personalagentur Franken

Wilhelmstraße 20

91413 Neustadt/Aisch

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Fax: 09161 8726287

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kostet diese Anzeige (s/w)

Wann dürfen wir SIE hier platzieren?

Infos unter Tel. 0911/5203355 Rüdiger Sander

können Fördermittel des Europäischen Sozialfonds

(ESF) und des Bundesarbeitsministeriums

beantragt werden. Mittelfranken wurde

als eine der Modellregionen für das Programm

ausgewählt, das zunächst bis Ende

2014 laufen soll.

Zuständig für die Koordination des Programms

in der Region ist die IHK Nürnberg

für Mittelfranken bzw. für interessierte

Handwerksbetriebe die Handwerkskammer

für Mittelfranken. Deutschlandweit gibt es 30

Modellregionen mit insgesamt 36 Beratungsstellen,

die den Unternehmen als Ansprechpartner

zur Verfügung stehen. Sie übernehmen

die Erstberatung und unterstützen bei

der Beantragung der Fördermittel.

Die Julitec GmbH aus Fürth, die auf Software

für das Kundenmanagement spezialisiert

ist, hat sich schon kurz nach dem Start

des Programms um Fördermittel beworben

Burnout

ist Chefsache

Arbeits- und Gesundheitsschutz

zahlt sich aus. Wir zeigen Ihnen Wege,

wie sich Mitarbeitergesundheit rechnet.

www.carl-korth-institut.de

und den Bewilligungsbescheid erhalten. „Die

Leistung einer Firma hängt direkt vom Klima

im Team ab“, erläutert Geschäftsführerin Alexandra

Michalitschke ihre Motivation für die

Teilnahme am Programm. Man wolle bei Julitec

noch mehr dafür tun, um eine höhere

Mitarbeiterbindung und eine individuelle

Personalentwicklung etablieren.

„Nach intensiver und exzellenter Beratung

durch die IHK Nürnberg war uns

schnell klar, dass das Programm ideal zu unseren

Vorstellungen passt.“ Gemeinsam mit

Ronald Smutny vom IHK-Geschäftsbereich

Standortförderung und Unternehmensförderung

hat Julitec den Antrag gestellt und

als bundesweit erstes Unternehmen die Zusage

für die Förderung erhalten. In den

nächsten Monaten wird das Unternehmen

nun gemeinsam mit einem Beratungsunternehmen

analysieren, wie die Personalpolitik

Foto: iStockphoto.com


UNterNehMeNsbeFrAgUNg

Beschäftigung älterer Mitarbeiter

Wie hoch ist der Anteil von Arbeitnehmern

im Alter von über 50 Jahren in den Unternehmen?

Welche konkreten Maßnahmen

planen Unternehmen, um den Fachkräftebedarf

in den kommenden Jahren zu decken?

Welche Unterstützung wünschen sich

die Betriebe dabei? Diese Fragen sind Teil

einer Erhebung, die der „Pakt50 für Nürnberg

und Fürth“ derzeit bei Arbeitgebern in

der Region durchführt.

Der Pakt50 ist eine regionale Beschäftigungsinitiative,

die Arbeitssuchende über

50 Jahre dabei unterstützt, zurück in das

Berufsleben zu finden. Getragen wird der

Pakt von den Jobcentern Nürnberg-Stadt,

an die neuen Anforderungen angepasst werden

kann.

Alexandra Michalitschke formuliert das

Ziel des Beratungsprojektes folgendermaßen:

„Wir möchten unsere hoch qualifizierten

Mitarbeiter noch stärker als bisher in den

Mittelpunkt unseres Handelns stellen, gemeinsam

mit dem gesamten Team unsere

Wettbewerbsfähigkeit ausbauen und uns für

neue Mitarbeiter als attraktiver Arbeitgeber

präsentieren.“

Die Initiative „unternehmensWert: Mensch“

ist Teil der Fachkräfte-Offensive von Bundesarbeitsministerium,Bundeswirtschaftsministerium

und Bundesagentur für Arbeit, die

damit einen wichtigen Beitrag zur Sicherung

des Fachkräftebedarfs am Wirtschaftsstandort

Deutschland leisten wollen. Zudem wollen

die Partner ihre Projekte und Aktivitäten

rund um das Thema Fachkräftesicherung

besser bündeln und sowohl Unternehmer als

auch Arbeitnehmer noch stärker für dieses

Thema sensibilisieren.

Ablauf des Programms

Konkret sieht das Programm drei Beratungsschritte

vor: Interessierte Unternehmen kontaktieren

die IHK Nürnberg für Mittelfranken

und können dort eine kostenlose Erstberatung

in Anspruch nehmen. Gemeinsam

Arbeitsmedizin & Wir tschaftspsychologie

Ihr kompetenter, zuverlässiger und unabhängiger Partner im Nürnberger Land

ARBEITSMEDIZIN

� Arbeitsmedizinische Betreuung nach ASiG §3

� Verkehrsmedizinische Untersuchungen

� Reisemedizinische Beratung

� Individuelle Gesundheitsberatung

Fürth-Stadt, Roth, Nürnberger Land und

Schwabach, Kooperationspartner ist das

Forschungsinstitut Betriebliche Bildung

(f-bb) mit Sitz in Nürnberg. Das Bundesarbeitsministerium

unterstützt und fördert

den „Pakt50“ im Zuge der bundesweiten

Initiative „Perspektive 50plus“.

Die beteiligten Jobcenter werben bei den

Unternehmen dafür, angesichts des demografischen

Wandels das Potenzial älterer

Mitarbeiter noch besser auszuschöpfen.

Der Pakt berät deshalb Unternehmen bei

der Einstellung älterer Arbeitskräfte und ermöglicht,

die potenziellen neuen Mitarbeiter

durch Praktika zu erproben. Die Unter-

mit den IHK-Fachleuten werden die Stärken

und Schwächen in den vier zentralen personalpolitischen

Handlungsfeldern Personalführung,

Chancengleichheit und Diversity,

Gesundheit sowie Wissen und Kompetenz

analysiert. Ist ein konkreter Handlungsbedarf

gegeben und sind die grundlegenden

Fördervoraussetzungen erfüllt, kann die IHK

als Erstberatungsstelle einen Beratungsscheck

ausstellen, mit dem das Unternehmen

den Förderantrag für eine vertiefende Fachberatung

stellen kann. Diese wird ausschließlich

durch Berater durchgeführt, die speziell

für dieses Programm autorisiert sind. Bei der

Fachberatung geht es dann um die konkreten

Verbesserungsmaßnahmen im Betrieb. Es

werden Ziele der Personalpolitik formuliert

und Handlungsschritte festgelegt, auf dieser

Basis werden die vereinbarten Maßnahmen

gemeinsam mit den Beschäftigten umgesetzt.

höhe der Förderung

Mit dem Beratungsscheck können sich Unternehmen

80 Prozent der Kosten einer Fachberatung

bezuschussen lassen, 20 Prozent

müssen sie selber tragen. Pro Unternehmen

stehen bis zu 15 000 Euro an Fördermitteln

zur Verfügung. Die Fachberatung kann – abhängig

vom konkreten Unterstützungsbedarf

– zwischen einem und 15 Tagen dauern und

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

nehmensbefragung soll dazu beitragen,

dass die Dienstleistungen des Pakt50 noch

besser am Bedarf der Unternehmen ausgerichtet

werden können. Ausgewählte Arbeitgeber

erhalten die Befragungsunterlagen

auf dem Postweg. Zusätzlich besteht die

Möglichkeit, sich auf der Homepage des

Pakt50 www.pakt50.de an der Befragung zu

beteiligen. Die Ergebnisse werden auf der

nächsten Fachveranstaltung des Pakt50

vorgestellt. n

Arbeitgeber-service des pAkt50

tel. 0911 76673-100

Arbeitgeber@pAkt50.de

maximal 1 000 Euro (netto) pro Tag kosten.

Förderberechtigt sind Unternehmen der Modellregionen,

die weniger als 250 Beschäftigte

haben und seit mehr als fünf Jahren bestehen.

Zwar läuft die Initiative „unternehmens-

Wert: Mensch“ zunächst bis Dezember 2014,

Beratungsschecks können jedoch nur bis einschließlich

Mai 2014 ausgegeben werden. n

ihk, tel. 0911 1335-116

evA.didion@nuernberg.ihk.de

www.unternehmens-wert-mensch.de

iNFOrMAtiONsVerANstALtUNg

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken

und die Handwerkskammer für Mittelfranken

stellen bei einer Informationsveranstaltung

am Dienstag, 19. März

2013, um 18.00 Uhr in der IHK das Programm

„unternehmensWert: Mensch“

vor. Vertreter von IHK, HWK und Bundesarbeitsministerium

informieren über

Ablauf, Inhalte und Förderbedingungen

des Projekts und stehen für Fragen zur

Verfügung. n

informAtion und Anmeldung:

ihk, tel. 0911 1335-116

evA.didion@nuernberg.ihk.de

WIRTSCHAFTSPSYCHOLOGIE

� Einführung „Betriebliches Gesundheitsmanagement“

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Dr. med. Antonia Dommke & Partner

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METROPOLITAN METROPOLITAN REGION REGION

OF OF NUREMBERG NUREMBERG

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PiLOtPrOJeKt

Fachkräfte herzlich willkommen

Das „Welcome service center“ im Landkreis roth erleichtert neu

zugezogenen beschäftigten die eingewöhnung in der neuen Umgebung.

WELCOME TO ROTH

THE ADMINISTRATIVE DISTRICT THAT WILL SURPRISE YOU

Ein Jobwechsel ist mit tief greifenden

Veränderungen verbunden: Eine neue

berufliche Aufgabe, ein neuer Wohn-

und Lebensort und für ausländische Arbeitnehmer

zusätzlich oft auch eine neue Sprache

und Kultur gehören zu den Herausforderungen,

die ein beruflich bedingter Umzug

mit sich bringt. Um das Ankommen so einfach

wie möglich zu gestalten, wurde Mitte

letzten Jahres das „Welcome Service Center“

in Roth eingerichtet. Der Landkreis hat mit

dem Center, das bei der Unternehmerfabrik

Landkreis Roth angesiedelt ist, eine Pilot-

42 02 | 13

The Administrative District of Roth

Regional Management

Broschüren auf Deutsch und Englisch

informieren über die Metropolregion.

funktion in der Metropolregion Nürnberg

übernommen (WiM berichtete).

Erarbeitet wurde das Konzept von der „Allianz

pro Fachkräfte“, die auf eine Kooperationsvereinbarung

zwischen der IHK Nürnberg

für Mittelfranken und der Regionaldirektion

Bayern der Bundesagentur für Arbeit

zurückgeht. Inzwischen beteiligt sich eine

Vielzahl von Partnern an der Initiative, u.a.

Bayerisches Wirtschaftsministerium, Bayerisches

Arbeitsministerium, Zentrale Auslands-

und Fachvermittlung der Bundesagentur

für Arbeit, Bundesamt für Migration

und Flüchtlinge, Europäische Metropolregion

Nürnberg und Handwerkskammer für

Mittelfranken.

„Wir möchten im Landkreis Roth eine

Willkommenskultur etablieren, um auch

künftig ein attraktiver Wohn-, Lebens- und

Arbeitsraum für Fachkräfte aus dem In- und

Ausland zu sein“, erläutert Christof Liebel,

der bei der Unternehmerfabrik für das „Welcome

Service Center“ zuständig ist. „Zwar

haben wir aktuell noch keinen flächendeckenden

Fachkräftemangel im Landkreis

Roth, aber angesichts der demografischen

Entwicklung und aktueller Prognosen besteht

hier akuter Handlungsbedarf.“ Die mittelständischen

Betriebe, die das wirtschaftliche

Rückgrat des Landkreises Roth bilden,

seien auf qualifizierte, leistungsfähige und

motivierte Mitarbeiter angewiesen. Damit

sich die neu zugezogenen Arbeitnehmer und

ihre Familienangehörigen von Beginn an in

der Region wohlfühlen, werden sie schon vor

dem Zuzug bei vielen Themen unterstützt.

Das Angebot werde gut angenommen, so

Liebel in einer ersten Zwischenbilanz. Sehr

Ihr Expertenteam für:

ARBEITSRECHT VON A–Z

von Abmahnung bis Zeugnis

Michael Popp

Rechtsanwalt

Fachanwalt für Arbeitsrecht

Christian Heinzelmann

Rechtsanwalt

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91054 Erlangen

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vielfältig waren die Lebenswege der Menschen,

die er mit seinem Team schon betreut

hat: Eine deutschstämmige Altenpflegerin,

die ihre Qualifikationen in Italien erworben

hat und zurück nach Deutschland kommen

möchte, war ebenso dabei wie ein indischer

Akademiker, der den asiatischen Markt für

ein Unternehmen aus der Region bearbeiten

soll. Genauso vielfältig sind die Fragen, die an

das Welcome Center gestellt wurden: Wie miete

ich eine Wohnung? Wo können meine Kinder

zur Schule gehen? Welche Behörde genehmigt

meine im Ausland erworbenen Qualifikationen?

Wo bekomme ich Informationen

über regionale Stellenangebote? Außerdem

ging es um Unterstützung bei der Erlangung

einer unbefristeten Arbeitserlaubnis, oder es

wurde um Hilfe bei Bewerbungen gebeten. In

anderen Fällen wurde die Kommunikation

zwischen den Behörden und den künftigen

Arbeitgebern der Neubürger koordiniert.

„Wir können nicht alle Fragen beantworten,

aber wir wissen, wer in unserer Region

und darüber hinaus zuständig ist“, erläutert

Liebel die Arbeitsweise des Willkommens-

Services. Um ausländische Fachkräfte noch

besser beraten zu können, wird derzeit ein

Pool aus Beratern aufgebaut, die über Fremdsprachenkenntnisse

verfügen. n

welcome service center, roth, tel. 09171 829851

liebel@unternehmerfAbrik.de

Foto: IHK


SPECIAL WiM

FörDerPrOgrAMM

Förderung von Betriebs-Kitas

Mit dem neuen Förderprogramm „Betriebliche

Kinderbetreuung“ will das Bundesfamilienministerium

die Unternehmen dabei unterstützen,

betriebseigene Kitas aufzubauen.

Mit dieser Initiative wolle man die Vereinbarkeit

von Familie und Beruf weiter verbessern,

so Bundesfamilienministerin Kristina Schröder.

„Dabei sind neben öffentlichen Kinderbetreuungseinrichtungen

auch betriebliche

Angebote gefragt.“

Das Förderprogramm richtet sich an Arbeitgeber

aller Größen und Branchen mit

Sitz in Deutschland. Neben Unternehmen

können sich Körperschaften, Stiftungen und

Anstalten des öffentlichen und privaten

Rechts (z.B. Hochschulen und Behörden) an

dem Programm beteiligen. Gefördert werden

auch Verbundlösungen von Unternehmen,

die sich für eine gemeinsame Kinderbetreuung

zusammenschließen. Gewährt werden

A Nn z eE iI g eE

Arbeitsrecht reckler & horst

Arbeitsrecht im Zentrum

Als Rechtsanwälte und Fachanwälte für Arbeitsrecht sind wir Ihre

kompetenten Ansprechpartner bei allen arbeits- und sozialrechtlichen

Fragen.

Wir bieten neben Beratung und Vertretung auch Schulungen und Seminare,

die wir auf Ihre Anforderungen abstimmen. Unsere Mandanten

sind Unternehmen, Unternehmer, Geschäftsführer, Vorstände und leitende

Angestellte.

www.arbeitsrecht-rh.de

2 12 | 12

die Fördermittel als Anschubfinanzierung für

bis zu zwei Jahre; je neu geschaffenem

Ganztagsbetreuungsplatz werden 400

Euro pro Monat als Zuschuss zu den

laufenden Betriebskosten gezahlt.

Insgesamt können die

Unternehmen während

des Förderzeitraums

eine Unterstützung von

9 600 Euro pro Betreuungsplatz

erhalten. Gefördert werden mit

dem Programm neu eingerichtete Betreuungsgruppen

für Mitarbeiterkinder bis zum

vollendeten dritten Lebensjahr.

Das Förderprogramm Betriebliche Kinderbetreuung

ist Teil des Zehn-Punkte-Programms

für ein bedarfsgerechtes Kinderbetreuungsangebot

2013. Damit unterstützt das

Bundesfamilienministerium auch Unternehmen,

die ihre Beschäftigten mit einer be-

sOziALes UND KULtUr

Führungskräfte engagieren sich

Unternehmen für ein gesellschaftliches Engagement

gewinnen: Das ist eines der Ziele,

das sich das „Zentrum Aktiver Bürger“

(ZAB) in Nürnberg gesetzt hat. Die Initiative

konnte dabei seit ihrer Gründung im

Jahr 1997 einige Erfolge verbuchen: Es sei

gelungen, viele Bürger – darunter auch

zahlreiche Führungskräfte von Unternehmen

– für die Mitarbeit in sozialen und

kulturellen Projekten zu begeistern, so Birgit

Kretz vom ZAB.

Daraus haben sich auch spezielle Angebote

für Unternehmen entwickelt. Dazu gehört

u.a. die sogenannte begleitete Hospitationswoche:

Dieses Programm ist speziell

für den Führungskräftenachwuchs entwickelt

worden, der durch praktische Arbeit

bei gemeinnützigen Einrichtungen für soziale

Fragen sensibilisiert werden soll. Beteiligt

sind an der Initiative die Unternehmen

Datev, Schulte & Schmidt, Siemens, Sparkasse

Nürnberg und Universa Versicherungen.

Etwa 560 Führungskräfte waren im

vergangenen Jahr an 50 Einsatzstellen in

der Region Nürnberg aktiv: Es wurden Ausflüge

mit Senioren, Wohnungslosen und

Kindern mit Behinderung unternommen,

Bäche renaturiert, Räume renoviert oder

Bewerbungstrainings für Mittelschüler aus

der Südstadt durchgeführt.

sPeciAL: PersONALWirtschAFt

triebseigenen Kindertagespflege unterstützen

wollen. Über das „Aktionsprogramm Kindertagespflege“

erhalten Unternehmen Zuschüsse,

wenn sie eine Tagesmutter oder einen Tagesvater

fest anstellen. n

www.erfolgsfAktor-fAmilie.de/kinderbetreuung

www.fruehe-chAncen.de

Beteiligt war das ZAB vor zwei Jahren

auch an der Gründung des „Corporate Volunteering

Netzwerks“, das gemeinsam mit

der Stadt Nürnberg auf den Weg gebracht

wurde. Unter dem Motto „Unternehmen

Ehrensache“ unterstützt das Netzwerk Betriebe,

deren Mitarbeiter sich freiwillig für

die Gemeinschaft engagieren (WiM berichtete).

Dieser Initiative sind neben den Städten

Nürnberg, Fürth und Erlangen mittlerweile

rund 40 Unternehmen und 20 gemeinnützige

Einrichtungen beigetreten. n

www.zentrum-Aktiver-buerger.de

www.unternehmen-ehrensAche.nuernberg.de

Arndt Reckler Rechtsanwalt und Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Foto: iStockphoto.com

02 | 13 43


sPeciAL: PersONALWirtschAFt

VOrsteLLUNgsgesPräch

Heikle Fragen

ein Arbeitgeber will möglichst viel von einem bewerber erfahren, um

ihn gut einschätzen zu können. Aber wie weit darf seine Neugierde

gehen? Von sandra Voigt

Frage nach Krankheiten: Der Arbeitgeber hat

ein berechtigtes Interesse daran, zu wissen,

ob der Bewerber gesundheitlich in der Lage

ist, die ausgeschriebene Tätigkeit auszuüben.

Hätte eine Krankheit des Kandidaten also

Auswirkungen auf den normalen Betriebsablauf

oder besteht eine Ansteckungsgefahr für

Kollegen oder Kunden, ist eine Frage nach

Krankheiten zulässig (z.B. in Bereichen wie

Gesundheitswesen und Pflege oder beim

Umgang mit Lebensmitteln). Dagegen darf

er sich nicht danach erkundigen, wie oft der

Arbeitsuchende krank war oder woran er gelitten

hat, wenn keinerlei Bezug zwischen der

Tätigkeit und der Krankheit hergestellt werden

kann. Derartige Fragen sind unzulässig.

Frage nach einer (Schwer-)Behinderung:

Grundsätzlich sind die Fragen nach einer Behinderung

bzw. Schwerbehinderung unzulässig.

So schreibt etwa § 81 II SGB IX (Sozialgesetzbuch

IX) vor, dass Schwerbehinderte

nicht benachteiligt werden dürfen. Auch das

AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

verbietet eine Diskriminierung (schwer-)behinderter

Menschen. Dagegen ist eine Frage

nach einer (Schwer-)Behinderung zulässig,

44 02 | 13

wenn ihretwegen die ausgeschriebene Tätigkeit

nicht vertragsgemäß ausgeübt werden

könnte. Problematisch ist die Frage aber,

wenn sie der Arbeitgeber stellt, weil er mit einer

Einstellung seiner Pflicht zur Beschäftigung

schwerbehinderter Menschen nach § 71

SGB IX nachkommen möchte. In diesem Fall

ist nach dem aktuellen Stand der Rechtsprechung

eher davon auszugehen, dass die Frage

unzulässig ist. Wie das Bundesarbeitsgericht

am 16. Februar 2012 (Aktenzeichen 6 AZR

553/10) urteilte, darf der Arbeitgeber zwar zu

Beginn des Arbeitsverhältnisses grundsätzlich

nicht nach einer Behinderung fragen, er

darf dies aber in Erfahrung bringen, wenn

das Arbeitsverhältnis sechs Monate bestanden

hat. Denn der Arbeitgeber muss bei

schwerbehinderten Mitarbeitern bestimmte

arbeitsrechtliche Vorgaben einhalten.

Frage nach einer Schwangerschaft: Der

potenzielle Arbeitgeber darf eine Bewerberin

nicht fragen, ob sie schwanger ist. Das hat das

Landesarbeitsgericht Köln sogar auch bei einer

schwangeren Bewerberin so gesehen, die

sich für eine Schwangerschaftsvertretung beworben

hatte (Urteil vom 11. Oktober 2012,

Moderner Arbeitsschutz nach DGUV Vorschrift 2…

…ist mehr als Untersuchungen!

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Aktenzeichen 6 Sa 641/12), weil damit eine unmittelbare

Benachteiligung wegen des Geschlechts

vorliege (gemäß § 3 I 2 AGG). Selbst

die Frage, wie die Familienplanung einer Bewerberin

aussieht, ist unzulässig, denn auch

damit würde sie wegen ihres Geschlechts benachteiligt

werden. Nicht erlaubt sind dementsprechend

auch Fragen zur aktuellen Lebenssituation

oder zur Lebensplanung allgemein.

Deshalb ist beispielsweise auch die Frage

nicht zulässig, wer sich um die (kranken)

Kinder kümmert, wenn die Bewerberin arbeitet.

Frage nach dem bisherigen Gehalt: Diese

Frage darf nicht gestellt werden, denn sie

schwächt den Arbeitssuchenden bei den Gehaltsverhandlungen

mit dem potenziellen

Chef. Lässt das Gehalt aber Rückschlüsse auf

die Qualifikationen des Bewerbers zu (weil

etwa auf Provisionsbasis gearbeitet wird),

kann die Frage nach der Höhe des bisherigen

Lohns zulässig sein. Übrigens: Nach den Vermögensverhältnissen

des Bewerbers darf

auch nicht gefragt werden.

Frage nach Vorstrafen: Sie ist in der Regel

unzulässig. Anderes gilt nur, wenn sie in das

polizeiliche Führungszeugnis aufzunehmen

sind und mit der Tätigkeit, die der Bewerber

ausüben möchte, im Zusammenhang stehen.

Wird beispielsweise ein Verkäufer gesucht, so

darf der potenzielle Chef fragen, ob der Bewerber

wegen eines Vermögensdeliktes (z.B.

Diebstahl) verurteilt wurde oder ob ein Ermittlungsverfahren

gegen ihn läuft. Dagegen

ist eine Frage nach einem abgeschlossenen

Ermittlungsverfahren, bei dem der Arbeitssuchende

nicht verurteilt wurde, unzulässig

(Urteil des Bundesarbeitsgerichts vom 15.

November 2012, Aktenzeichen 6 AZR 339/11).

Sonstige Fragen: Grundsätzlich unzulässig

sind laut dem AGG (Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz)

Fragen nach sexueller Orientierung,

Religionszugehörigkeit, Weltanschauung,

Rasse, ethnischer Herkunft, Gewerkschaftszugehörigkeit

und Alter.

reaktionsmöglichkeiten des bewerbers

Wird beim Vorstellungsgespräch eine unzulässige

Frage gestellt, muss der Bewerber

nicht antworten. Da dies aber wahrscheinlich

vom Arbeitgeber negativ bewertet wird, steht

dem Arbeitsuchenden das sogenannte Recht

auf Lüge zu – er darf die Frage also absichtlich

falsch beantworten. Lügt der Bewerber

jedoch, obwohl die Frage zulässig war, kann

der Arbeitgeber das Arbeitsverhältnis anfechten,

sobald er von der Täuschung erfährt. Voraussetzung

ist aber, dass das Arbeitsverhältnis

gerade aufgrund der Lüge zustande gekommen

ist, z.B. weil der Bewerber bei seinem

Lebenslauf oder den beruflichen Qualifikationen

geschwindelt hat. n

Assessorin Sandra Voigt ist Redakteurin bei der

anwalt.de services AG in Nürnberg

(www.anwalt.de).


A N z e i g e

LINK SIRY KUPFER

Wir schaffen Lösungen!

Das Arbeitsrecht unterliegt wie kaum ein

anderes Rechtsgebiet einem stetigen -

selbst für den versierten Personaler nicht

immer kalkulierbaren - Wandel. Allgemei-

nes Gleichbehandlungsgesetz, Betriebs-

übergänge, Outsourcing, Umstrukturierungen

sowie ein betriebsverfassungs-

und tarifrechtliches Normendickicht erfordern

ständig zu erneuerndes Spezialwissen,

aber auch Kenntnisse anderer

Rechtsgebiete, die in Wechselwirkungen

und Überschneidungen miteinander stehen.

Gesellschafts- und Steuerrecht spielen

etwa bei Umwandlungen oder Unternehmenskäufen

eine maßgebliche Rolle.

Geht es um Fragen der Beendigung von

Arbeitsverhältnissen, darf die Verzahnung

des Arbeitsrechts mit dem Sozialversicherungsrecht

nie übersehen werden.

LINK SIRY KUPFER sind im Arbeitsrecht

seit mehr als einem Vierteljahrhundert

tätig. Sieben Fachanwälte für Arbeitsrecht

definieren die Schwerpunkte der Kanzlei.

Sie beraten überwiegend Unternehmen

und Führungskräfte in allen Fragen des

Arbeits- und Dienstvertragsrechts. Begleitet

werden Umstrukturierungen, Outsourcings,

Betriebsübergänge, Verschmelzungen

und Betriebsschließungen. Darüber

hinaus stehen wir unseren Mandanten

seit Jahren im arbeitsrechtlichen

Tagesgeschäft, aber auch bei unternehmenspolitischen

Entscheidungen, die mit

der Thematik HR im Zusammenhang stehen,

zur Seite. Unsere Mandanten - überwiegend

mittelständische Unternehmen,

öffentlich-rechtliche Körperschaften, aber

auch international operierende Großkonzerne

- attestieren uns regelmäßig ein

hohes Maß an Kreativität bei Vertragsverhandlungen,

Vertragsgestaltungen und

der Führung von Prozessen.

Wir selbst verstehen uns nicht als juristische

Bedenkenträger, sondern als

RECHTSANWÄLTE

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Wolfgang Siry Fachanwalt für Arbeitsrecht

Silvio Kupfer Fachanwalt für Arbeitsrecht

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Stark im Arbeitsrecht -

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pragmatische Problemlöser. Abgerundet

wird unser Dienstleistungsprogramm

durch Beratung und Prozeßführung in

ausgewählten Rechtsgebieten, die vielfach

Verbindung zum Arbeitsleben haben:

Tätig sind in der Kanzlei weitere Fachanwälte

für Medizinrecht, Baurecht und Familienrecht.

Die Partner der Kanzlei sind im gesamten

Bundesgebiet mit zahlreichen Organisationen

engmaschig vernetzt. Sie sind im

Ehrenamt - Vorständen‚ Beiräten und Aufsichtsratsgremien

- vielfältig engagiert.

LINK SIRY KUPFER erheben bewusst keinen

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02 | 13 45


IHK-NEWS

NürNbErgEr ZollSEmINar

Fachveranstaltung mit langer Tradition

Seit 40 Jahren findet in der IHK

Nürnberg für Mittelfranken das

„Nürnberger Zollseminar“ statt,

zu dem jedes Jahr Teilnehmer aus

ganz Deutschland kommen. Trotz

zahlreicher Freihandelsabkommen

bleibt die Zollabwicklung

Foto: IHK

46 02 | 13

beim Im- und Export eine sehr

komplexe Materie und stellt deshalb

für viele Unternehmen eine

Herausforderung dar. Das Zollseminar,

das sich ausschließlich

an erfahrene Mitarbeiter in Zoll-

und Außenwirtschaftsabteilun-

gen von Unternehmen richtet,

vermittelt die nötigen Kenntnisse,

um Zollverfahren rechtssicher

und kostengünstig abzuwickeln.

Zum Auftakt des diesjährigen

Zollseminars erklärte Dr. Rainer

Mellwig, Abteilungsdirektor bei

Freuen sich über das 40-jährige Jubiläum des Zollseminars: Edgar Fritsch (Bildungs- und Wissenschaftszentrum

der Bundesfinanzverwaltung), Dr. Rainer Mellwig (Bundesfinanzdirektion Südost) und

IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch (v.l.).

buNdESvErdIENStKrEuZ

Hohe Ehrung für Hermann Gumbmann

Hermann Gumbmann ist von

Bayerns Innenminister Joachim

Herrmann mit dem Verdienstkreuz

1. Klasse des Verdienstordens

der Bundesrepublik

Deutschland ausgezeichnet worden.

Bei einer Feierstunde in der

Erlanger Orangerie würdigte der

Minister dessen unternehmerischen

und ehrenamtlichen Verdienste:

Gumbmann war bis zu

seinem Ausscheiden aus dem

operativen Geschäft im Jahr

2002 als Regionalgeschäftsführer

der Obi-Gruppe für über 60

Baumärkte in Bayern zuständig,

als Geschäftsführender Gesellschafter

leitete er zudem sieben

Baumärkte in der Region. Von

1975 bis 2009 setzte er sich als

Mitglied des IHK-Gremiums Erlangen

für die heimische Wirtschaft

ein, davon die letzten fünf

Jahre als stellvertretender Vorsitzender.

In vielfältiger Weise engagierte

er sich darüber hinaus

für Kultur, Sport und Soziales in

seiner Heimatstadt. n

Karl Kitzmann gestorben

Karl Kitzmann, Seniorchef

der Erlanger

Privatbrauerei

Kitzmann Bräu, ist

im Alter von 86 Jahren

gestorben. Der

gebürtige Erlanger

erlernte das Brauerhandwerk

u.a. bei

der H. Henninger

Reifbräu in Erlan-

gen, bevor er in das

elterliche Unternehmen

eintrat. Dort

war er zunächst als

Prokurist tätig, bis

er nach dem Tod

seines Vaters im

Jahr 1967 die Leitung

des Unternehmens

übernahm.

Eine wichtige Weg-

der Bundesfinanzdirektion Südost,

diese Weiterbildung nütze

nicht nur den Unternehmen, sondern

auch der Zollverwaltung. Sie

unterstütze die traditionsreiche

Veranstaltung von Beginn an,

weil ihr an reibungslosen Abläufen

und an kompetenten Gesprächspartnern

in den Betrieben

gelegen sei. Das Zollseminar erstreckt

sich über vier Wochen, als

Referenten engagieren sich erfahrene

Praktiker aus Wirtschaft und

Zollverwaltung. Die Schirmherrschaft

hat auch in diesem Jahr

wieder die Bundesfinanzdirektion

Südost übernommen, das Bildungs-

und Wissenschaftszentrum

der Bundesfinanzverwaltung

ist als Mitveranstalter des Zollseminars

eingebunden. n

IHK, Tel. 0911 1335-395

raInulf.pIcHner@nuernberg.IHK.de

Hermann Gumbmann mit Staatsminister Joachim Herrmann bei der

Feierstunde in der Erlanger Orangerie.

marke war im Jahr 1977 die Entscheidung,

in der Erlanger Innenstadt

zu bleiben und den

Neubau des Sudhauses am traditionsreichen

Stammsitz an der

Südlichen Stadtmauerstraße zu

errichten. Im Jahr 1990 zog sich

Karl Kitzmann aus der Geschäftsführung

der Brauerei zurück,

deren Ursprung bis auf das

Jahr 1712 zurückreicht und die

Foto: Pöhlein

heute von seinem Sohn Peter

Kitzmann geleitet wird.

Der IHK war Karl Kitzmann

viele Jahre auf das Engste verbunden:

So setzte er sich als Mitglied

der IHK-Vollversammlung

und des IHK-Gremiums Erlangen,

dessen stellvertretender

Vorsitzender er von 1991 bis

1994 war, für die Belange der regionalen

Wirtschaft ein. n


Die diesjährigen „Nürnberger

Gespräche“ finden am Freitag,

15. März 2013, 9 bis 17 Uhr, in

der IHK Nürnberg für Mittelfranken

statt. Die Veranstaltung

soll Richter, Rechtsanwälte und

Sachverständige zum Gedanken-

und Erfahrungsaustausch zusammenbringen.

Einige Themen

der Vorträge und der Podiumsdiskussion:

Symptomtheorie des

Bundesgerichtshofs bei Mängel-

He inz Sebiger 90 Jahre

Dr. h.c. Heinz Sebiger, Mitbegründer

und langjähriger Vorstandsvorsitzender

der Nürnberger

Datev eG, hat

seinen 90. Geburtstag

gefeiert. Der Diplom-

Volkswirt und Steuerberater

gründete 1966

gemeinsam mit anderen

Rechtsanwälten

und Steuerberatern

die Datev eG, die heute

mit rund 6 300 Mitarbeitern

und fast 40 000 Mitgliedern

zu den größten europäischen

EDV-Dienstleistern und

Foto: Datev

Software-Häusern zählt. Sebiger

interessierte sich frühzeitig für

die Möglichkeiten der EDV und

nutzte schon in den

60er Jahren intensiv

die damals noch

skeptisch betrachtete

Informationstechnologie.

Damit gilt er

als einer der Wegbereiter

des IT-Einsatzes

in der deutschen

Wirtschaft. Sebiger,

der den Vorstandsvorsitz im

Jahr 1996 an seinen Nachfolger

Prof. Dieter Kempf übergab, en-

IHK-NEWS

NürNbErgEr gESpräcHE 2013

Richter, Rechtsanwälte und Sachverständige im Dialog

amErIcaN cHambEr of commErcE

Transatlantische Beziehungen

100 Gäste folgten der Einladung

der American Chamber of Commerce

(AmCham) zum traditionellen

Neujahrsempfang in der

IHK. Gastredner war William E.

Moeller, der seit September neuer

amerikanischer Generalkonsul

in München ist.

In seinen Ausführungen skizzierte

er die großen Herausforderungen,

denen sich die USA in

der zweiten Amtsperiode von Präsident

Barack Obama gegenüber

sehen (z.B. Staatsschulden und

Arbeitslosigkeit). Mit Blick auf

die EU und Deutschland hofft

Moeller auf das Zustandekommen

eines Freihandelsabkommens,

um den bilateralen Wirtschaftsbeziehungen

neue Impulse zu

geben. Für die mittelfränkische

Foto: Kzenon/Fotolia.com

Wirtschaft sind die Vereinigten

Staaten einer der wichtigsten

Handelspartner: Fast 800 Unternehmen

unterhalten Geschäftsbeziehungen

zu amerikanischen

Foto: Fuchs

rügen, Verhalten bei

Störungen während der

Ortsbesichtigung sowie

störende Eingriffe während

des Gerichtsverfahrens.

Veranstalter sind das

Oberlandesgericht Nürnberg,

die Rechtsanwaltskammer

Nürnberg, der

Landesverband Bayern

öffentlich bestellter und

Firmen. Mehr als 300 von ihnen

sind langfristig vor Ort aktiv in

Form von Vertretungen, Niederlassungen,

Produktionsstätten

oder Joint Ventures. n

Wirtschaftsaustausch: IHK-Hauptgeschäftsführer Markus Lötzsch,

Martin Thiermann (AmCham-Repräsentant Nordbayern), Generalkonsul

William E. Moeller, der frühere IHK-Präsident Prof. Hubert Weiler

und Joachim Kellner (AmCham-Repräsentant Deutschland; v.l.).

gagierte sich stets in vielfältiger

Weise ehrenamtlich: 30 Jahre

lang war er Präsident der Steuerberaterkammer

Nürnberg, 20

Jahre gehörte er dem Präsidium

der Bundessteuerberaterkammer

an. Für die IHK engagierte

sich Sebiger viele Jahre als Mitglied

der Vollversammlung. Für

seine Verdienste wurde er vielfach

geehrt: Er ist u.a. Ehrenbürger

der Stadt Nürnberg sowie

Träger der Ehrendoktorwürde

der Universität Erlangen-

Nürnberg und der IHK-Ehrenmedaille.

n

vereidigter sowie qualifizierter

Sachverständiger e.V. (LVS Bayern),

die Handwerkskammer für

Mittelfranken und die IHK. Die

Schirmherrschaft hat Bayerns

Innenminister Joachim Herrmann

übernommen. n

InformaTIon und anmeldung:

lVS-geScHäfTSSTelle, müncHen

Tel. 089 554595

Info@lVS-bayern.de

Die IHK

gratuliert…

…Wolfgang Högner, Fritz

Högner GmbH & Co. KG,

Neuendettelsau, zum 65.

Geburtstag. Högner engagiert

sich als Vorsitzender

des IHK-Gremiums Ansbach

und als Mitglied der

Vollversammlung für die

Belange der regionalen

Wirtschaft.

…Alexander Weber, Deutsche

Bank AG, Nürnberg,

zum 60. Geburtstag. Weber

engagiert sich als Mitglied

des Außenwirtschaftsausschusses

im Ehrenamt der

IHK.

…Dirk Helmbrecht, Vorstandsvorsitzender

der Volksbank

Raiffeisenbank Nürnberg

eG, zum 50. Geburtstag.

Helmbrecht engagierte

sich in der Vollversammlung

für die IHK Nürnberg für

Mittelfranken. n

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KurSE | taguNgEN | SEmINarE

Local Web Conference 2013

Foto: iStockphoto.com

Am Mittwoch, 20. Februar, findet

zum dritten Mal die Local Web

Conference in Nürnberg statt. Im

Museum für Kommunikation

Nürnberg berichten 18 Referenten

von ihren Erfahrungen im

„lokalen Netz“. Themen sind unter

anderem: Lokale Marktplätze

im Internet, Location Based Ser-

Perfekter Service auf Englisch

Ab Ende Februar bietet das IKS –

Institut für Kommunikation und

Sprachen in Nürnberg wieder

Englisch-Trainings speziell für

Mitarbeiter in Gastronomie, Hotellerie

und Einzelhandel an. An

jeweils zwei Terminen werden berufstypische

Situationen trai-

In dir steckt mehr. DEKRA Akademie macht Fachkräfte...

48 02 | 13

vices, lokale Inhalte

in Suchmaschinen,

Augmented Reality

und Lokaljournalismus

im Web. Die

Keynote zum Thema

„Das Internet in den

Läden – Wie das mobile

Web den Handel

verändert“ hält Dr.

Holger Schmidt,

Chefkorrespondent des Focus.

Bereits am Dienstag, 19. Februar,

findet ein „Warm-Up“ im

Coworking Nürnberg statt, bei

dem sich alle Referenten und

Teilnehmer mit der Nürnberger

Web-Szene vernetzen können. n

www.localwebconference.de

Nachhaltiges Wirtschaften

Unter dem Motto „Unternehmen

& Sinn – Arbeitswelten nachhaltig

gestalten“ findet am Freitag,

1. März 2012 der „2. Nürnberger

Business-Kongress“ statt (9.30

bis 15.30 Uhr, in der IHK). Veranstalter

ist Integral Systemics

aus Nürnberg in Kooperation

mit der IHK

und der Bio Innung Nürnberg.

Einige der Themen:

Unternehmensstrategie,

Organisation und Kommunikation

als wichtige

Aspekte einer nachhaltigen

Betriebsführung, familienbewusstePersonalpolitik,

Kreativität und In- Foto: Lunizbln/Fotolia.com

novation, gesellschaftliche Verantwortung

und nachhaltiger

Umgang mit Geld. n

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Bilanzbuchhalter International

Im November 2013 startet der

IHK-Zertifikatslehrgang „Bilanzbuchhalter

International“ (IHK),

der die Teilnehmer auf Aufgaben

in der internationalen Rechnungslegung

vorbereitet. Der Lehrgang,

den die IHK Akademie Mittelfranken

in Kooperation mit der

Wirtschaftscampus Dr. Peemöller

GmbH anbietet, wird berufsbegleitend

an Samstagen durchgeführt

und beinhaltet folgende

Themengebiete: Internationale

Rechnungslegung, internationales

Steuerrecht, Grundlagen internationaler

Geschäftstätigkeit

Logistik für Ersatzteile

Unter dem Leitgedanken „Marktanforderungen

verstehen – Prozesse

optimieren“ steht der 9. Logistikdialog

„Forum Ersatzteillogistik“

am Donnerstag, 28. Februar

2013 (8.30 bis 16.15 Uhr,

IHK Akademie Mittelfranken,

Walter-Braun-Str. 15, Nürnberg).

Veranstalter ist die Bundesvereinigung

Logistik (BVL) e.V. in Kooperation

mit der IHK. Einige

IT-Seminare

Die Dipl.-Ing. Christoph Stockmayer

GmbH in Schwaig hat ihr

Seminarprogramm für die nächsten

Monate vorgestellt. Das Unternehmen

ist auf Betriebssysteme,

System- und Netzwerkverwaltung

sowie Programmier-

SAP ® IHK-Prüfungsvorbereitungen

Seminare & Lehrgänge – Weiterbildungen in Vollzeit oder berufsbegleitend.

sowie Fachenglisch. Teilnehmen

kann, wer bereits einen Abschluss

als Bilanzbuchhalter/-in (IHK)

oder ein abgeschlossenes Hochschulstudium

bzw. eine abgeschlossene

kaufmännische Ausbildung

und außerdem einschlägige Berufspraxis

hat. Für Interessenten

findet am Dienstag, 19. Februar

2013, 17 bis 18 Uhr, eine Informationsveranstaltung

in der IHK Akademie

Mittelfranken (Walter-Braun-

Str.15, Raum 1.04 b) statt. n

IHK, Tel. 0911 1335-106

gISela.jung@nuernberg.IHK.de

der Themen: Globale Ersatzteillogistik,

Anforderungen der Kunden,

Aufbau und Optimierung

von Distributionsnetzwerken,

Lean-Logistik, Lebenszyklen von

Ersatzteilen sowie Ersatzteillogistik

bei hoher Variantenvielfalt. n

anmeldung: bVl

Tel. 0421 1738434

www.bVl.de/fel

Gelassenheit statt Burn-out

Weshalb ist das Burn-out-Syndrom

ein Phänomen unserer

Zeit? Welche Auswirkungen ergeben

sich dabei für Unternehmen?

Was sind Risikofaktoren

und welche Gegenmaßnahmen

gibt es? Antworten auf diese und

weitere Fragen zum Thema

und Skript-Sprachen spezialisiert

und bietet Seminare u.a. zu diesen

Themen an: Linux, Unix, Linux-Admin,

C/C++, Java, Perl

sowie OOA/OOD/UML. n

www.STocKmayer.de

Burn-out bietet die Glasklar

GmbH für systemische Unternehmensentwicklung

in halbtägigen

Seminaren am Freitag, 22.

Februar und am Freitag, 22.

März 2013 in Nürnberg. n

www.glaSKlar-beraTung.de

DEKRA Akademie GmbH

Gutenstetter Str. 16, 90449 Nürnberg

Telefon 0911.96125-0

nuernberg.akademie@dekra.com

www.dekra-akademie.de/nuernberg


Innovative Dienstleistungen

Die Fraunhofer-Arbeitsgruppe

für Supply Chain Services (SCS)

in Nürnberg veranstaltet in diesem

Jahr eine Vortragsreihe mit

dem Titel „Dienstleistungsinnovationen

im Mittelstand“. In den

nächsten Monaten stehen folgende

Veranstaltungen auf dem

Programm: Am Dienstag,

12. März 2013 findet der Workshop

„Service Prototyping“ statt,

bei dem es um die Entwicklung

von Prototypen in den Dienstleistungen

geht (18 Uhr, im

Fraunhofer Forum, Nordostpark

89, Nürnberg). Am Donnerstag,

18. April 2013 (18 Uhr, im

Coworking Space, Josephsplatz

8, Nürnberg) geht es um das

Thema „Open Service Innovation“

und um die Frage, wie Unternehmen

im Zusammenspiel

mit den Kunden flexibler und

innovativer werden. n

anmeldung erforderlIcH:

fraunHofer ScS, fax 0911 58061-9599

anmeldung@ScS.fraunHofer.de

Berufs- und Arbeitspädagogik

Wer sich in einem Betrieb der Ausbildung

junger Menschen widmen

will, sollte laut Berufsbildungsgesetz

berufs- und arbeitspädagogische

Kenntnisse nachweisen.

Diesen Nachweis erbringt man in

der Regel durch die Ausbildereignungsprüfung.

Die Nürnberger

Celecta GmbH bietet wieder In-

tensiv-Lehrgänge zur Vorbereitung

auf die Ausbildereignungsprüfung

(ADA/IHK) an. Die Termine:

11. bis 15. März, 8. bis 12. April

sowie 21. bis 24. Mai 2013. n

celecTa, SIgrId reInel,

Tel. 0911 9264-760

www.ada-ScHeIn-nürnberg.de

Dr. Rudolf Meindl

Geschäftsführender Gesellschafter

Dr. Meindl u. Partner

Verrechnungsstelle GmbH

KurSE | taguNgEN | SEmINarE

Software-Entwicklung

Die Ohm-Hochschule Nürnberg

und die Verbund IQ gGmbH

bieten einen neuen berufsbegleitenden

Lehrgang „Software-Entwicklung“

an. Die Qualifizierung,

die sich über neun Monate

erstreckt, beinhaltet Präsenz-

und Selbstlernphasen sowie eine

praxisnahe Studienarbeit. Themen

sind u.a. Strukturen von

Programmiersprachen, Basiswissen

über Datenbanken sowie

Methoden und Prozesse der

Software-Entwicklung. Teilneh-

Gründen mit Plan

Das Netzwerk Nordbayern bietet

im Februar und März zwei Veranstaltungen

für Gründer und

Unternehmer in Nürnberg an:

Am Donnerstag, 21. Februar

2013 findet in der Sparkasse

Nürnberg ein Workshop zum

Thema Marketing und Vertrieb

statt (16.30 bis 18.30 Uhr, Loren-

„Meine Post

in guten Händen !“

0800 - 443 00 00

Kostenlose Infohotline

www.nordbayernpost.de

men können Hochschulabsolventen

technischer Studiengänge

sowie Fachkräfte mit Berufserfahrung,

insbesondere Fachinformatiker

und Informationstechniker.

Für Interessenten gibt

es eine Informationsveranstaltung

am Samstag, 23. Februar

2013, 10 bis 13 Uhr, an der Ohm-

Hochschule. n

Verbund IQ, carSTen ScHmIdHuber

Tel. 0911 424599-13

www.Verbund-IQ.de/leHrgaenge

zer Platz 12, Nürnberg). Um die

professionelle Erstellung eines

Businessplans geht es beim Seminar

am Mittwoch, 6. März 2013

(16 bis 20 Uhr im HTCN Nürnberg,

Neumeyerstraße 48). n

www.neTzwerK-nordbayern.de

(„TermIne“)

Für mich glasklar:

✓ Hohe Portoersparnis

✓ Kostenfreie Abholung

✓ Barcodegestützte

Sendungserfassung

✓ Pünktliche Zustellung

✓ Nachträgliche

Rechnungsstellung

✓ Keine Vertragslaufzeiten

02 | 13 49


Weiterbildungs-Programm

KURSE | TAGUNGEN | SEMINARE

der IHK Akademie Mittelfranken

T = Teilzeit | V = Vollzeit

LEHRGÄNGE

Abschluss: IHK-Fortbildungsprüfung mit IHK-Zeugnis

Technik

Geprüfte/r Industriemeister/in der Fachrichtungen

Elektrotechnik | 09/13 | T/V

Kunststoff/Kautschuk | 01/14 | T

Mechatronik | 09/13 | T

Metall | 09/13 | T/V

Metall | 04/13 | online

Metall | 01/14 | T

Naturwerkstein | 09/13 | T

Printmedien | 04/13 | T

Geprüfte/r Meister/in für

Schutz & Sicherheit | 09/13 | T

Logistikmeister/in | 03/14 | T

Veranstaltungstechnik Fachricht. Bühne/Studio | 04/13 | T

Betriebswirtschaft

Geprüfte/r Betriebswirt/in | 06/13 | T/V

Geprüfte/r Technischer Betriebswirt/in | 09/13 | T

Geprüfte/r Technischer Betriebswirt/in | 04/13 | V

Fachkauffrau/-mann

Geprüfte/r Berufspädagoge/in | 06/13 | T

Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in | 09/13 | T

Geprüfte/r Bilanzbuchhalter/in | 03/13 | V

Marketing | 09/13 | T

Personalfachkauffrau/-mann | 06/13 | T

Fachwirt/in

Technische/r Fachwirt/in | 05/13 | T

Geprüfte/r Immobilienfachwirt/in | 03/13 | T

Geprüfte/r Industriefachwirt/in | 09/13 | T

Medienfachwirt/in | 04/13 | T

Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in | 03/13 | T

Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in | 04/13 | online

Geprüfte/r Wirtschaftsfachwirt/in | 05/13 | V

IT/EDV

Certifi ed IT Business Manager (IHK) | 12/13 | T

Certifi ed IT Systems Manager (IHK) | 12/13 | T

Ausbilderförderung

Berufs- und Arbeitspädagogik | 12.04.13 | V | Freitags

Berufs- und Arbeitspädagogik | 12.04.13 | online

Berufs- und Arbeitspädagogik | 17.04.13 | V

LEHRGÄNGE

Abschluss: IHK-Test und IHK-Zertifi kat

Technik

SPS – Grundtraining Step 7 | 09/13 | T

Steuerungstechnik – Grundtraining | 10/13 | T

CNC – Grundtraining | 10/13 | T

CAD – Grundtraining mit AutoCAD 2011 | 09/13 | T

Servicetechniker/in | 09/13 | T

WIS

informiert über

weitere Anbieter, die

mit Lehrgängen auf

IHK-Fortbildungsprüfungen vorbereiten.

Sie können über die IHK Nürnberg für

Mittelfranken abgerufen werden.

Infos: Tel. 0911/1335-240

Internet: 50 www.wis.ihk.de02

| 13

Walter-Braun-Straße 15

90425 Nürnberg

Tel. 0911/1335-101

Gebäudetechniker/in (IHK) | 09/13 | T

Systemtechniker/in Mechatronik (IHK) | 09/13 | T

Elektronik Grundtraining | 10/13 | T

Datenschutzbeauftragte/r (IHK) | 03/13 | T

Industriefachkraft

Steuerungstechnik | 10/13 | T

SPS-Technik | 09/13 | T

CNC-Technik | 10/13 | T

CAD-Technik | 09/13 | T

Elektronik | 10/13 | T

Elektrofachkraft f. festgel. Tätigkeiten (Industrie) | 09/13 | T

Betriebswirtschaft

Europ. Wirtschaftsführerschein Stufe A | 05/13 | T

Betriebswirtschaftliche Grundlagen | 11/13 | T

Arbeitsrecht (IHK) | 11/13 | T

Fachkraft Controlling (IHK) | 10/13 | T

Fachkraft RW Modul 1 – Buchführung (IHK) | 04/13 | T

Fachkraft Rechnungswesen Modul 2

– Kosten-Leistungsrechnung (IHK) | 09/13 | T

Fachkraft RW Modul 3 – Steuerrecht (IHK) | 01/14 | T

Lohn- und Gehaltsbuchhaltung (IHK) | 05/13 | T

Praxis der Immobilienverwaltung (IHK) | 09/13 | T

Logistiker/in (IHK) | 10/13 | T

Technik für Kaufl eute (IHK) | 09/13 | T

Fachkraft für Personalbetreuung

und Personalvermittlung | 10/13 | T

CSR-Manager | 04/13 | T

Bilanzbuchhalter International | 11/13 | T

Trainer/in (IHK) | 10/13 | T

Betriebliche/r Suchtberater/in | 03/13 | T

Seniorenbetreuer/in (IHK) | 04/13 | T

Immobilienmakler (IHK) | 10/13 | T

Gastronomie/Touristik

Qualifi ziertes Arbeiten in der Küche | 18.–22.03.13 | V

Qualifi ziertes Arbeiten im Service | 18.–22.03.13 | V

Barista Level 1 | 08.–10.04.13 | V

SEMINARE

Abschluss: IHK-Teilnahmebescheinigung

EDV

MS-Offi ce

MS-Windows 7 | 16.-18.09.13 | V

MS-Word 2007/2010 | 06.-08.05.13 | V

Aufbautraining MS-Word 2007/2010 | 03.-05.06.13 | V

MS-Excel 2007/2010 | 10.-12.06.13 | V

Aufbautraining MS-Excel 2007/2010 | 18.-20.11.13 | V

MS-Project | 21.-23.10.13 | V

MS-Access 2007/2010 | 08.-10.07.13 | V

Aufbautraining MS-Access 2007/2010 | 16.-18.09.13 | V

MS-Outlook 2007/2010 | 28.06.13 | V

www.ihk-akademie-mittelfranken.de

Infos per Fax anfordern: 0911/13 35-15 01 01

Name

Straße

PLZ/Ort

MS-PowerPoint 2007/2010 | 13./14.05.13 | V

Adobe Acrobat Professional | 02.-04.12.13 | V

Netzwerktechnik

Virtualisierung von Servern | 12.09.13 | V

Medienkompetenz

E-Mail-Flut beherrschen (kein EDV-Seminar) | 23.09.13 | V

Betriebswirtschaft

Einkaufswissen kompakt | 04.-05.03.13 | V

Kompaktwissen Controlling | ab 08.03.13 | T

Einführung in das Projektmanagement | 11.-12.03.13 | V

Verkaufstraining für erfahrene Verkäufer | 13.-14.03.13 | V

Social Media für Personaler | 20.03.13 | V

Social Media für KMU | 21.03.13 | V

Grundkurs Gehälter u. Monatslöhne | 25.-26.03.13 | V

Aufbauseminar Lohn- u. Gehaltsabrechnung | 27.03.13 | V

Mitarbeiterführung | 08.-09.04.13 | V

Finanzbuchführung Step by Step | ab 12.04.13 | T

Strategisches Online und

Social Media Marketing | 16.04.13 | V

Der GmbH-Geschäftsführer | 19.04.13 | V

Professionelle Gesprächsführung am Telefon | 24.04.13 | V

Führen mit System | 29.-30.04.13 | V

Ausbilderförderung (Ausbilder)

Durch Menschenkenntnis zum Erfolg | 15.04.13 | V

Tacheles reden – Konfl iktgespräche führ. | 22.-23.04.13 | V

Schwierige Azubis – schwierige Gespräche? | 25.04.13 | V

Auszubildende führen u. motivieren | 29.-30.04.13 | V

Ausbilderförderung (Auszubildende)

Der gute Ton am Telefon | 01.03.13 | V | Rothenburg

GASTRONOMIE/TOURISTIK

Küche

Kräuter und Gewürze | 04.03.13 | V

Was der Vegetarier isst | 12.03.13 | V

Fische aus unserer Region | 19.03.13 | V

Büfettplatten herrichten

und ausgarnieren | 20.–21.03.13 | V

Schokolade z. Ausgarnieren u. als Dessert | 26.–27.03.13 | V

Zucker bearbeiten und verarbeiten | 03.–04.04.13 | V

Desserts für jede Jahreszeit | 09.04.13 | V

Service

Arbeiten im Service – Grundseminar | 11.–12.03.13 | V

Kalkulation und Herstellung von

Mix- und Mischgetränken | 18.–19.03.13 | V

Betriebsführung

Reklamationsmanagement im Gastgewerbe | 04.03.13 | V

Verkauf in der Hotellerie | 06.03.13 | V

Marketing in der Hotellerie u. Gastronomie | 19.03.13 | V

Kalkulation von Speisen und Getränken | 08.04.13 | V

Der Marketingplan | 09.04.13 | V

Ich habe die für mich interessanten Veranstaltungen angekreuzt, bitte senden

Sie die kostenlosen und unverbindlichen Informationen an folgende Adresse:


Lebensmittelsicherheit

Der „1. Kongress zur aktiven

Schädlingskontrolle in der Lebensmittelindustrie“

findet am

Donnerstag, 7. März 2013, 8.30

bis 17 Uhr in Fürth statt (Hotel

Pyramide, Europa-Allee 1). Veranstalter

ist das „Weinheimer

Hygiene-Forum“ (WHF), eine

Initiative des Bundesverbandes

der Lebensmittelkontrolleure.

Zielgruppe sind verantwortliche

Betriebs- und Produktionsleiter

der Lebensmittelindustrie, Leiter

von Technik und Qualitätssicherung

sowie Lebensmittelkon-

Seniorenbegleiter

Im April 2013 beginnt wieder der

Zertifikatslehrgang „Seniorenbegleiter“

an der IHK Akademie

Mittelfranken. Diese begleiten

Senioren im Alltag, unterstützen

sie bei der Hausarbeit und kleinen

Pflegeverrichtungen, zudem

erledigen sie Einkäufe und andere

Arbeiten, die für ältere Menschen

zu aufwändig und beschwerlich

wären. Die Seniorenbegleiter

schließen damit eine

Lücke zwischen der professionel-

CSR-Manager

Die IHK Akademie Mittelfranken

bietet einen neuen Lehrgang „CSR-

Manager (IHK)“ an und unterstützt

damit Unternehmen dabei,

gesellschaftliche Verantwortung

(Corporate Social Responsibility

CSR) im Betrieb nachhaltig umzusetzen.

Der Lehrgang umfasst

zwölf Präsenztage (in Blöcken zu

je zwei oder drei Tagen), die von

April bis Juni 2013 in verschiedenen

Seminarhotels stattfinden.

In fünf thematischen Bausteinen

werden folgende Inhalte vermittelt:

Gesellschaftliche und unternehmerische

Herausforderungen,

zentrale Begriffe und Konzepte der

CSR, Prozesse des CSR-Managements,

Instrumente und Initiativen

sowie CSR-Transferarbeit.

Für Interessenten gibt es einen

Informationsabend am Mittwoch

20. Februar von 16.30 bis 19 Uhr

in der IHK-Hauptgeschäftsstelle

(Eingang Winklerstr.). n

iHK, tel. 0911 1335-351

martin.macH@nuernberg.iHK.de

trolleure, die sich auf dem Kongress

u.a. über folgende Themen

informieren können: Schädlingsbekämpfung

aus Sicht der

Lebensmittelüberwachung, neue

Verfahren im integrierten Vorratsschutz,

aktive Schädlingsbekämpfung

durch Verpackung,

Schädlingsbekämpfung im Bio-

Bereich sowie bauliche und organisatorischeHygienesicherung.

n

www.lebensmittelKontrolle.de/

wHf-food-protect

len Arbeit von Pflegediensten

und der Betreuung älterer Menschen

durch deren Angehörige.

Für Interessenten finden am

Mittwoch, 27. Februar und am

Mittwoch, 20. März 2013 Informationsveranstaltungen

in der

IHK Akademie Mittelfranken

statt (jeweils 17.30 Uhr, Walter-

Braun-Str. 15, Nürnberg). n

anmeldung: iHK, tel. 0911 1335-351

martin.macH@nuernberg.iHK.de

Open Source

Die Nürnberger Netways GmbH

hat ihr neues Schulungsprogramm

vorgelegt. Der Spezialist

für komplexe IT-Umgebungen

auf der Basis von Open Source-

Software bietet in Nürnberg,

Köln, Zürich und Hamburg

Schulungen u.a. zu folgenden

Themen an: OpenNebula, Icinga

Advanced, Nagios, Puppet und

SLA Reporting. n

www.netways.de/training

Handwerk des Lebens!

Für Unternehmer und Selbstständige

KURSE | TAGUNGEN | SEMINARE

IHK-Lehrgänge

Bei einer Informationsveranstaltung

am Dienstag, 19. Februar

2013, 14 bis 18 Uhr, präsentiert

die IHK Akademie Mittelfranken

ihr umfangreiches Angebot an

Lehrgängen und Seminaren

(Walter-Braun-Str. 15, Nürnberg).

Im Mittelpunkt stehen

Lehrgänge, die zu Abschlüssen

wie Industriemeister, Fachwirt,

Betriebswirt, Technischer Betriebswirt,

Bilanzbuchhalter und

Fachkaufmann/-frau führen.

Vorgestellt werden beispielsweise

die Angebote „Geprüfte/r Wirt-

Zukunft der Automation

„Fertigungsautomation für die

Produktion von morgen“ ist das

Thema des Netzwerktreffens der

Initiative „Automation Valley

Nordbayern“, das am Donnerstag,

28. Februar 2013, 13.30 bis

17.30 Uhr in Ansbach stattfindet

(Maschinenbauschule Ansbach,

Eyber Str. 73). Mitveranstalter

sind der Cluster Mechatronik &

Automation und die Prof-IS Professionelle

Industrie Software

GmbH aus Dinkelsbühl, deren

Veränderungen steuern

Ab Mai 2013 bietet das Nürnberger

Beratungsunternehmen

Schultheiss SCI eine Weiterbildung

mit dem Titel „Veränderungsprozesse

erfolgreich steuern

und umsetzen“ an. Führungskräften,

Personal- und Projektverantwortlichen

werden Theorien,

Konzepte und Beispielfälle

zum Thema Veränderung vorgestellt,

die anhand von Beispielen

aus der betrieblichen Praxis der

Teilnehmer vertieft werden. Das

Gelingendes Leben und Unternehmensgelingen gehören zusammen! Kurse zur

Lebensführung, Gesprächsrunden, körperlicher Ausgleich durch Yoga und Exkursionen

zu besonderen Orten. Gönnen Sie sich und

Ihrem Unternehmen ein paar Tage Auszeit, Beratung

und Neuorientierung.

www.philosophie-fuer-kreative.de - 01520/9812477

Nächster Termin: 26. Mai – 1. Juni 2013 im Künstlerhaus

Schloss Wiepersdorf.

schaftsfachwirt/in“ und „Geprüfte/r

Industriemeister/in Metall“,

die wieder im April 2013 beginnen

und nun auch als Online-

Kurse belegt werden können. Die

meisten Inhalte werden zum

größten Teil per Internet bearbeitet,

zudem besuchen die Teilnehmer

einen Präsenzunterricht

(meistens am Samstag) und werden

durch die Dozenten online

oder telefonisch betreut. n

iHK, tel. 0911 1335-155

gertrud.Kreissel@nuernberg.iHK.de

Geschäftsführer Siegfried Müller

über aktuelle Trends der Fertigungsautomation

berichtet. Weitere

Themen: Berührungsloser

Transport und Handhabungstechnik,

Anwendungsfelder für

Sechs-Achs-Roboter, Steigerung

der Maschinenverfügbarkeit und

Energieeffizienz von Fertigungsmaschinen.

n

anmeldung: iHK, tel. 0911 1335-203

tina.engelmann@nuernberg.iHK.de

Seminar ist in sechs Module gegliedert,

die jeweils zwei Tage umfassen.

Am Donnerstag, 14. März

2013 findet um 18 Uhr in den Räumen

von Schultheiss SCI (Emmericher

Str. 10, Nürnberg) eine

kostenfreie Informationsveranstaltung

mit Impulsvorträgen

zum Thema Veränderung statt. n

anmeldung: scHultHeiss sci

tel. 0911 4180605

www.scHultHeiss-sci.de

Abend- und Samstagskurs

Fachkraft für Buchhaltung

In der heutigen Zeit werden immer

mehr Buchhaltungskräfte gesucht.

Aus diesem Grund bietet die Nürnberger

Sabel-Akademie einen berufsbegleitenden

Lehrgang an. Die

Teilnehmer sollen über eine kaufmännische

Ausbildung oder über

eine dreijährige kaufmännische Be -

rufserfahrung verfügen. Weitere Informationen

bzw. die kos tenlose Informationsmappe

kann unter der

E-Mail-Adresse akademie@sabel.de

oder unter � (0911) 23071-30 angefordert

werden.

02 | 13 51


UNTERNEHMEN | PERSONEN

ADAC NORDbAyERN

Schon über eine Million Mitglieder

Eine rasante Entwicklung hat das neue Fahrsicherheitszentrum in Schlüsselfeld genommen.

Der ADAC Nordbayern e.V. baut seine Aktivitäten

in der Region Nürnberg aus und unterstützt

die Expansion durch ein Investitionsprogramm.

Schrittweise sollen alle Service-Center

nach einem neuen Gestaltungskonzept

umgebaut werden, bereits fertiggestellt

wurden die Service-Center am Frauentorgraben

und in der Äußeren Sulzbacher

Straße in Nürnberg. Insgesamt investierte

der ADAC Nordbayern im vergangenen Jahr

1,9 Mio. Euro in Geschäftsausstattung und

Immobilien, in diesem Jahr sind weitere Investitionen

von sieben Mio. Euro geplant. So

entsteht in Ansbach ein Neubau für das

52 02 | 13

„ADAC Service-Center Stadt Ansbach“, dessen

Eröffnung im Herbst 2013 geplant ist.

Vor Kurzem begrüßte der ADAC sein millionstes

Mitglied in Nordbayern: Veysel Uysal

wurde von Geschäftsführer Bernd Knoppik

im Automobilclub willkommen geheißen. Im

vergangenen Jahr legte der ADAC in Franken

bei der Zahl der Mitglieder um etwa vier Prozent

zu und bei den Mitgliedsbeiträgen um

13 Prozent. Die Beiträge wurden u.a. für Hilfeleistungen,

Betreuung der Mitglieder sowie

Sport- und Jugendveranstaltungen verwendet.

Insgesamt beschäftigt der ADAC 142

Mitarbeiter in Nordbayern, von denen die

SEllbyTEl GROUP

Starkes Wachstum in Asien

Fünf neue Standorte eröffnete die Sellbytel

Group GmbH im vergangenen Jahr: Mit den

neuen Niederlassungen in Ho Chi Minh

Stadt, Taipeh, Hongkong, Peking und

Casablanca ist der Nürnberger Outsourcing-Dienstleister

nun weltweit mit 38

Standorten vertreten. Besonders die Entwicklung

in Fernost trage zunehmend zum

Erfolg bei, so Michael Raum, der Vorsitzende

der Geschäftsleitung. Bis Ende 2013 rechnet

Raum, der die Gruppe vor 25 Jahren gegründet

hatte, mit einer Verdopplung des

Asien-Geschäftes. Doch auch in Europa

konnte die Gruppe, zu der die Gesellschaften

Sellbytel, Livingbrands, Helpbycom, Medexperts,

Righthead, Axento, Smartengineers

und aha!Talentexperts gehören, trotz

der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten zulegen.

Insgesamt steigerte die Gruppe ihren

Umsatz im Geschäftsjahr 2012 um knapp 30

Prozent.

Foto: Sellbytel

Der Stammsitz von Sellbytel in der Großweidenmühlstraße

in Nürnberg.

Foto: ADAC

meisten im Großraum Nürnberg tätig sind;

im Jahr 2013 sollen neue Arbeitsplätze u.a. in

Ansbach und Fürth geschaffen werden.

Eine positive Zwischenbilanz zog der

ADAC Nordbayern für sein Fahrsicherheits-

zentrum in Schlüsselfeld, das im September

2011 eröffnet wurde und das nach eigenen

Angaben zu den modernsten in Europa zählt.

Das Zentrum, das 12,5 Hektar umfasst und

über acht Seminarräume und eine Veranstaltungshalle

verfügt, hat bislang 15 000 Kunden

gezählt, die an Trainings für Auto-, Motorrad-

und Berufskraftfahrer teilgenommen

haben. Aufgrund dieser guten Entwicklung

hat der ADAC die Zahl der Mitarbeiter in

Schlüsselfeld von sieben auf neun erhöht.

Der ADAC Nordbayern e.V. ist einer der 18

Regionalclubs des ADAC, der 1903 in Stuttgart

als Motorradclub gegründet und 1911 in

„Allgemeiner Deutscher Automobil-Club“

umbenannt wurde. Heute vertritt der Club

deutschlandweit über 18 Mio. Mitglieder und

ist damit nach eigenen Angaben der größte

Automobilclub in Europa und der zweitgrößte

der Welt. Der Club bietet seinen Mitglieder

u.a. Pannenhilfe, Luftrettung, Hilfe

im Ausland sowie Reise- und Verkehrsinformationen.

Insgesamt sind beim ADAC und

seinen Tochtergesellschaften knapp 5 900 Mitarbeiter

beschäftigt. n

www.adac.de

www.faHrerlebnis-bayern.de

„Die Geschwindigkeit, in der heute Geschäfte

gemacht werden, ist nicht vergleichbar

mit der Zeit um 1988“, erklärt Michael

Raum im Rückblick auf die 25-jährige Firmengeschichte.

„Auch komplexe und kostenintensive

Produkte und Dienstleistungen

lassen sich heute über größte Distanzen hinweg

erfolgreich vertreiben. Eine Entwicklung,

die wir damals geahnt haben, die uns

aber in ihrer Schnelligkeit und Intensität

selbst überrascht hat.“

Heute beschäftigt die Gruppe weltweit

6 500 Mitarbeiter und bietet Kunden aus den

Branchen Informationstechnologie, Telekommunikation,

Unterhaltungselektronik,

Energie, Automobil, Finanzen und Logistik

Lösungen auf den Feldern Vertriebsoutsourcing,

Service, IT-Support sowie Personal-

und Kundenmanagement. n

www.sellbytel.de


Elmo Hagendorf und Thomas Tänzer

Inhaber der Design-Hotels Lux 11 und The Weinmeister in Berlin-Mitte

Allianz Kunden seit 1992 bzw. 2008

Die betriebliche Altersversorgung der Allianz: Deutschlands Nummer 1.

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UNTERNEHMEN | PERSONEN

SPARdA-BANk

Rekord bei der Immobilienfinanzierung

Die Sparda-Bank Nürnberg eG ist trotz der

europäischen Finanzmarktkrise „gut bis sehr

gut durch das Jahr gekommen“. Das erklärte

Vorstandsvorsitzender Volker Köhler bei der

Vorstellung der Bilanzzahlen des Geschäftsjahres

2012. Die nach eigenen Angaben größte

Genossenschaftsbank in Nordbayern verstehe

sich als „regional fundierte Bank aus

Franken für Franken“ und sehe diese Ausrichtung

als wichtigen Erfolgsfaktor an.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sank zwar

die Bilanzsumme leicht um 2,7 Prozent auf

3,13 Mrd. Euro. Das Minus stamme allerdings

nicht aus dem Kundengeschäft, sondern aus

einem zurückgeführten Eigenhandelsgeschäft

mit Wertpapieren, so Köhler. Da sich das weitere

Wachstum aus eigener Kraft finanzieren

lasse, habe man sich auf diese Weise weiter

entschuldet. Der Jahresüberschuss legte um

knapp zwei Prozent auf acht Mio. Euro zu.

Die Kundeneinlagen, davon 80 Prozent im

kurzfristigen Bereich, verharrten stabil bei

2,84 Mrd. Euro. Diese Entwicklung sei be-

PERSONALIEN | AUSzEIcHNUNgEN

Foto: Nürnberger

Dr. Armin Zitzmann (Foto l.) ist

neuer Vorstandsvorsitzender der

Nürnberger Beteiligungs-Aktiengesellschaft

(NBG), der Dachgesellschaft

der Nürnberger Versicherungsgruppe.

Er folgt auf Dr. Werner

Rupp (Foto r.), der zum 31. Dezember

nach 35-jähriger Tätigkeit

für die Nürnberger in den Ruhestand

ging. Zitzmann ist seit 1993 in

leitender Position für den Versicherer

tätig und gehört seit 1999 dem

Vorstand an. Er war bisher schon

stellvertretender Vorstandsvorsitzender

der NBG und Sprecher der

Schadenversicherungsgruppe. Zu

seinen Zuständigkeiten gehören

nun die Allgemeinen Bereiche sowie

die Schadenversicherung. Sein Stellvertreter

ist Dr. Wolf-Rüdiger Knocke,

der seit 2001 Mitglied im Vorstand

ist. Er war bislang für den Be-

54 02 | 13

sonders bemerkenswert, weil man den ruinösen

Wettbewerb um Kundeneinlagen nicht

mitmache, so Köhler mit Verweis auf ausländische

Banken, die über Kampfkonditionen

in den deutschen Markt einsteigen wollen.

Das Kreditgeschäft mit Baufinanzierungen

und Konsumentenkrediten für Verbraucher

wuchs um 6,8 Prozent auf 1,61 Mrd. Euro.

Der Boom bei den Immobilienkrediten setzte

sich fort, das Neugeschäft lag erstmals über

300 Mio. Euro und sorgte damit bei der Baufinanzierung

für das beste Resultat in der Geschichte

der Genossenschaftsbank. Man hätte

noch mehr Wohnbaukredite bewilligen können,

habe aber mit Blick auf das Risikomanagement

darauf verzichtet. Der Bestand an

Privatkrediten erhöhte sich um über elf Prozent

auf 64,3 Mio. Euro. Die Ausfälle im Kreditgeschäft

waren so gering, dass keine neuen

Risikorückstellungen für das Kundenkreditgeschäft

gebildet werden mussten.

Zum Jahreswechsel beschäftigte die Sparda-Bank

354 Mitarbeiter, davon 42 Auszubil-

reich Informatik verantwortlich

und ist nun zusätzlich für die Personenversicherung

zuständig (www.

nuernberger.de).

Peter Zühlsdorff

legte aus

gesundheitlichen

Gründen zum

31. Dezember

2012 sein Amt

als Präsident des

GfK Vereins nieder.

Seine Aufgaben übernimmt bis

zur Neuwahl durch die Mitgliederversammlung

im Juli 2013 Vizepräsident

Prof. Hubert Weiler, Aufsichtsratsvorsitzender

der Universa

Versicherungen und früherer Vorstandsvorsitzender

der Sparkasse

Nürnberg. Zühlsdorff (72) steuerte

26 Jahre lang die Entwicklung der

GfK: Der frühere Vorstandsvorsitzende

der Wella AG war seit 1986 im

Beirat der GfK GmbH, nach deren

Umwandlung in eine Aktiengesellschaft

im Jahr 1989 wurde er Mitglied

im Aufsichtsrat. Von 1992 bis

2005 war Zühlsdorff Aufsichtsratsvorsitzender

der GfK AG und Präsident

des GfK Vereins. Im Jahr 2009

wurde er wieder gewählt und ver-

Foto: GfK

antwortete die Neuausrichtung des

Vereins als Denkfabrik der Marktforschung

(www.gfk-verein.org).

Dr. Jens Hauch, Geschäftsführer

des Energie Campus Nürnberg, hat

zusätzlich die Geschäftsführung des

Energieregion Nürnberg e.V. übernommen.

Diese Kompetenzinitiative

sieht sich als zentrale Netzwerkplattform

zum Thema Energie in

der Metropolregion Nürnberg. Damit

rücken die Forschungsaktivitäten

des Energie Campus und die

Netzwerkaktivitäten der Energieregion

noch enger zusammen. Hauchs

Vorgänger Peter H. Richter, der diese

Funktion seit 2009 innehatte, ist

zum Jahreswechsel in den Ruhestand

gegangen (www.metropolregion.

nuernberg.de).

Die Brodos AG in Baiersdorf ist

als „Bester Mobilfunkdistributor

Deutschlands“ ausgezeichnet worden.

Basis für die Ehrung war eine

Abstimmung von IT-Fachhändlern,

die die Fachzeitschrift „Telecom Handel“

organisiert hatte. Über 1 300 Leser

hatten ihre Meinung zu mehr als

70 verschiedenen Großhändlern abgegeben

und diese in 16 unterschied-

Die Vorstände Stefan Schindler, Volker Köhler

(Vorsitzender) und Thomas Lang (v.l.).

dende. Derzeit werden zehn weitere Mitarbeiter

gesucht, außerdem sollen in diesem

Jahr weitere zwölf Auszubildende und erstmals

zwei Studenten für ein duales Studium

eingestellt werden. Im laufenden Jahr will die

Foto: Tjiang

lichen Kategorien bewertet. Die Brodos

AG, die vor fünfeinhalb Jahren

durch das Hochwasser in der Region

nahezu die gesamte Geschäftsgrundlage

verloren hatte, sieht dadurch

den erfolgreichen Wiederaufbau

bestätigt. Inzwischen kommt

nahezu jedes zehnte in Deutschland

verkaufte Handy aus dem Zentrallager

in Baiersdorf, wo sich Brodos

zum größten Arbeitgeber entwickelt

hat (www.brodos.de).

Friedrich K. Eisler, alleiniger Geschäftsführender

Gesellschafter der

Weiler Werkzeugmaschinen GmbH,

ist für sein Lebenswerk und für sein

Engagement in Wissenschaft und

Lehre die Ehrenmedaille die Fachbereichs

Wirtschaftswissenschaften

(Wiso) der Universität Erlangen-

Nürnberg verliehen worden. Dank

seines persönlichen Einsatzes bei der

Förderung des beruflichen Nachwuchses

sowie durch die Aktivitäten

der Weiler-Stiftung sind in den vergangenen

Jahren rund 100 000 Euro

zusammen gekommen. Damit wurden

vor allem herausragende Studierende

des Wiso-Fachbereichs

und der Ohm-Hochschule Nürnberg

gefördert (www.weiler.de).


Genossenschaftsbank die Zahl der neuen

Kunden erneut um etwa 16 000 steigern.

„Unsere Signale stehen eher auf Angriff als

auf Verteidigung“, begründet Köhler seine

positiven Erwartungen. Das Baufinanzierungsgeschäft

sei 2013 positiv angelaufen

und bestätige das Ziel, einer der besten Baufinanzierer

in der Region zu bleiben. Ihren

knapp 200 000 Mitgliedern will die Sparda-

Bank Nürnberg eine Dividende von 4,5 Prozent

bezahlen.

Auch karitativ war die Sparda-Bank im letzten

Jahr tätig: Gemeinsam mit der Aktion

„Freunde für alle“ der Nürnberger Nachrichten

rief sie sowohl Bankkunden als auch Zeitungsleser

dazu auf, bis Anfang Januar 2013

für soziale Einrichtungen zu spenden. Der Erlös

von 40 500 Euro wird zu gleichen Teilen der

Jugendhilfe Step in Erlangen, der Frühförderung

der Lebenshilfe in Nürnberg sowie dem

Familienzentrum Zirndorf gespendet. tt. n

www.sparda-n.de

Foto: Raiffeisenbank Hersbruck

Der Vorstand der Raiffeisenbank

Hersbruck eG ist zum Jahreswechsel

erweitert worden: Neu berufen wurden

Swen Heckel (Foto rechts) und

Bernd Strauß (links), nachdem Helmut

Basmer im vergangenen Jahr in

den Ruhestand gegangen war. Den

Vorstandsvorsitz hat weiterhin Georg

Mertel (Foto Mitte) inne. Heckel

und Strauß waren vor ihrer Ernennung

bereits seit vielen Jahren

als Prokuristen in der Bank tätig

und verantworteten die Bereiche

Vertrieb bzw. Steuerung und Betrieb,

denen sie sich weiterhin widmen

werden (www.rb-hersbruck.de).

Die DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft)

zeichnet jähr-

UNTERNEHMEN | PERSONEN

TEAMBANk

Neues „easyCredit-Haus“

Die Nürnberger TeamBank

AG errichtet eine neue Firmenzentrale

in der Beuthener

Straße: Rund 45

Mio. Euro investiert der

Spezialist für Ratenkredite

auf dem Gewerbeareal in

das neue „easyCredit-

Haus“, das etwa 15 000

Quadratmeter Bürofläche umfassen wird.

Die Bauarbeiten beginnen im Frühjahr 2013,

spätestens Ende 2014 sollen die über 600 Beschäftigten

vom bisherigen Stammsitz am

Rathenauplatz in das neue Gebäude umziehen.

Den Bau realisiert der Erlanger Immobilieninvestor

Sontowski & Partner Group, der

das energetisch hoch effiziente Gebäude anschließend

langfristig an die TeamBank AG

vermieten wird.

„Durch den Neubau bekennt sich die

TeamBank klar zum Standort Nürnberg“, erklärte

Wirtschaftsreferent Dr. Michael Fraas.

Die Stadt Nürnberg hatte bereits im Dezem-

lich Lebensmittel aus, die durch Qualität

der Rohstoffe, Verarbeitung, Zubereitung

und Sensorik besonders

überzeugen. Bei den letzten DLG-

Prämierungen waren auch zwei Unternehmen

aus Mittelfranken sehr

erfolgreich: Die Hans Riegelein &

Sohn GmbH & Co. KG in Cadolzburg

gewann für ihre Produkte zehn

Gold- und fünf Silbermedaillen. Die

Saisonartikel von Confiserie Riegelein

(z.B. Schokohasen und Weihnachtsmänner)

schneiden in der

Qualitätsprüfung seit Jahren sehr

gut ab und dürfen nun für 24 Monate

das Logo „Jährlich DLG prämiert“

tragen. Die Schwabacher Dr.

Klaus Karg KG erhielt 23 Mal Gold

und elf Mal Silber für ihre Produkte.

Neben Knäckebrot-Spezialitäten wurden

auch traditionelle Elisenlebkuchen

prämiert (www.riegelein.de,

www.dr-karg.de).

Die Nürnberger Semikron-Gruppe

hat ihre Geschäftsführung neu

geordnet: Harald Jäger wurde in die

Geschäftsführung berufen, die er

nun zusammen mit den bisherigen

Geschäftsführern Peter Frey (Vertrieb)

und Thomas Dippold (Finanzen)

bildet (Foto, von links). Harald

ber die Baugenehmigung für das Vorhaben

erteilt und das Grundstück mit einer Gesamtgröße

von 10 400 Quadratmetern verkauft.

TeamBank-Vorstandsvorsitzender Alexander

Boldyreff zeigte sich insbesondere

von der Architektur des neuen Firmensitzes

überzeugt: „Das neue Gebäude ermöglicht

uns durch seine offene Bauweise nicht nur

eine moderne Art der Zusammenarbeit, es

spiegelt auch unseren Markenkern ,Fairness‘

auf ganz besondere Art und Weise wider.“ n

www.teambank.de

www.sontowski.de

Jäger ist seit fast 20 Jahren in Führungsfunktionen

für Semikron tätig

und verantwortet nun den Bereich

Produktion und Entwicklung. Dirk

Heidenreich zieht sich nach 25 Jahren

aus der operativen Geschäftsführung

zurück, bleibt dem Unternehmen

aber für weitere Aufgaben

erhalten und fungiert weiter als Geschäftsführer

der nicht operativ täti-

Foto: Semikron

Architektonischer Akzent: Der Entwurf des neuen TeamBank-

Firmensitzes.

gen Holding-Gesellschaft Semikron

International Dr. Fritz Martin

GmbH & Co KG. Mitte Februar

scheidet zudem der bisherige Technik-Chef

Dr. Thomas Stockmeier

aus und wechselt in leitender Funktion

zu einem anderen Unternehmen

(www.semikron.com).

Dr. Silvia Kuttruff ist die neue

Leiterin der Wirtschaftsförderung

der Stadt Nürnberg. Sie folgt Dr. Mi-

PERSONALIEN | AUSzEIcHNUNgEN

Foto: Sontowski

chaela Schuhmann nach, die im September

2012 zum Bildungscampus

Nürnberg wechselte. Kuttruff, Jahrgang

1966, studierte Betriebswirtschaftslehre

an der Universität Erlangen-Nürnberg

und war bis zu ihrer

Promotion Wissenschaftliche

Mitarbeiterin an der Universität.

Seit 1994 ist sie bei der Nürnberger

Wirtschaftsförderung tätig, wo sie

seit zwei Jahren die Abteilung „Innovationsförderung

und Standortmarketing“

leitet. Außerdem ist sie Leiterin

der Geschäftsstelle des Forums

Wirtschaft und Infrastruktur der

Europäischen Metropolregion Nürnberg

(www.wirtschaft.nuernberg.de).

Dr. Herbert Stähr wird Leiter der

Fürther EuromedClinic und des Euromed

Allgemeinen Krankenhauses,

die zum Jahreswechsel von der Klinikgruppe

Schön übernommen wurden.

Stähr leitete bisher die Schön

Klinik Berchtesgadener Land und

soll nun die beiden Fürther Kliniken

in die Gruppe integrieren. Die Klinikgruppe

Schön hat ihren Hauptsitz

in Prien am Chiemsee und ist

mit 16 Standorten deutschlandweit

vertreten (www.euromed.de, www.

schoen-kliniken.de). n

02 | 13 55


UNTERNEHMEN | PERSONEN

FLUgHAFEN NüRNBERg

Zahl der Passagiere weiter rückläufig

Rund 3,6 Mio. Passagiere sind im Jahr 2012

am Flughafen Nürnberg registriert worden,

ein Jahr zuvor waren es noch knapp vier Mio.

Fluggäste gewesen. Dies entspricht einem

Rückgang von 9,2 Prozent.

Diese Entwicklung führt der Flughafen

hauptsächlich auf die Reduzierung des Flug-

angebots von Airberlin zurück sowie auf

strukturelle Veränderungen, die zu einer Ausdünnung

des touristischen Drehkreuzes geführt

hätten. Hinzu gekommen sei ein Rückgang

der Fluggastzahlen bei Lufthansa im

dritten Quartal. Diese Trends bei den beiden

56 02 | 13

größten Fluggesellschaften am Flughafen

Nürnberg wirkten sich auch auf die Zahl der

Flugbewegungen aus: Im vergangenen Jahr

wurden rund 64 400 Flüge von und ab Nürnberg

gezählt, das war ein Minus von 4,9 Prozent

im Vergleich zum Vorjahr. Der Rückgang

sei aber teilweise durch Frequenzerhö-

Airberlin hat das Flugangebot ab Nürnberg reduziert und damit zum Rückgang der Passagierzahlen beigetragen.

hungen von Turkish Airlines nach Istanbul

und durch den Einsatz größerer Maschinen

von KLM/Air France nach Amsterdam und

Paris ausgeglichen worden, so der Flughafen.

Auch Swiss habe mehr Passagiere befördert.

Mit dem Eintritt des Low Cost-Fluglinie Ryan-

air im Sommerflugplan 2013 öffnet sich der

Flughafen einem neuen Marktsegment (WiM

berichtete). Zudem erhöht die Fluggesellschaft

Vueling die Zahl ihrer Flüge nach Barcelona,

weil im Jahr 2012 gute Buchungszahlen

verzeichnet wurden. Auf positive Resonanz

bei den Geschäftsreisenden stoßen laut

Flughafen die täglichen Direktflüge nach

London-City, die Air France-Tochter CityJet

hat diese Strecke deshalb Ende Januar 2013 in

ihr Programm aufgenommen. n

www.airport-nuernberg.de

FAI

Neuer Hangar am Flughafen Nürnberg

Die Nürnberger Bedarfsfluggesellschaft FAI

rent-a-jet AG hat mit dem Flughafen Nürnberg

die Überlassung eines weiteren Baufeldes

auf Erbpacht vereinbart. Dort soll bereits

im Frühjahr 2013 ein neuer Flugzeug-Hangar

(Hangar 7) mit einer Nutzfläche von rund

3 000 Quadratmetern entstehen, der voraussichtlich

Ende 2013 fertiggestellt sein wird.

Das Investitionsvolumen wird ca. fünf Mio.

Euro betragen, rund 30 neue Arbeitsplätze

werden in der Flugzeugwartung entstehen.

Erst im Frühjahr 2011 hatte FAI das Betriebsgebäude

„Hangar 6“ mit einer Nutzflä-

che von über 6 000 Quadratmetern in Betrieb

genommen. „Wir hatten nach einem Jahr

feststellt, dass die 2010 geplanten Kapazitäten

mittelfristig nicht ausreichen werden“, so

FAI-Chef Siegfried Axtmann.

Im Geschäftsjahr 2012 hat die FAI rent-a-jet

AG einen Gesamtumsatz von 64 Mio. Euro

(Vorjahr: 60 Mio. Euro) erzielt, davon 55 Mio.

Euro aus operativem Geschäft. Der Gewinn

vor Steuern beträgt zwei Mio. Euro (Vorjahr:

3,5 Mio. Euro), der Rückgang ist auf die gestiegenen

Spritpreise zurückzuführen. Für

2013 wird ein Gesamtumsatz von ca. 70 Mio.

Euro erwartet. FAI betreibt mit aktuell 20 Business-Jets

eine der nach eigenen Angaben größten

Flotten in Europa, in Deutschland stelle

FAI die zweitgrößte Flotte an Business Jets.

Am Standort Nürnberg beschäftigt die FAI-

Group 180 Mitarbeiter; darüber hinaus betreibt

sie Büros und Niederlassungen in den

Vereinigten Arabischen Emiraten, den USA,

im Senegal, an der Elfenbeinküste, im Sudan

und in Afghanistan, dort sind insgesamt

rund 50 weitere Mitarbeiter beschäftigt. n

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Foto: Flughafen Nürnberg


UNTERNEHMEN | PERSONEN

Tuning für die Liquidität

Das Cash-Management der HypoVereinsbank optimiert

Liquidität und Finanzaufwand

Die Feser-Graf-Gruppe ist mit über 800 Mio. EUR Umsatz das

drittgrößte Autohandelsunternehmen in Deutschland. In den

Autohäusern der Gruppe erwartet die Kunden eine einzigartige

Angebotsvielfalt der Automarken Audi, Lamborghini, Volkswagen,

Volkswagen-Nutzfahrzeuge, Seat, Suzuki und Skoda. Im Jahr 2012

wurden über 47.000 Fahrzeuge verkauft.

Das grüne Kleeblatt, Markenzeichen der Feser-Graf-Gruppe, steht

für den perfekten und ganz persönlichen Service rund um die Mobilität.

An der Spitze der Holding stehen die beiden Gesellschafter Uwe

Feser und Wilhelm Graf. Elf Geschäftsführer leiten das operative

Geschäft der einzelnen Gesellschaften, die über Ergebnisabführungsverträge

mit der Holding verbunden sind.

Die Verbindung von Familientradition und moderner Unternehmensführung

mit dem Blick für aktuelle Marktentwicklungen sind

eine Stärke des Unternehmens.

LIQUIDITÄT OPTIMIEREN MIT DER HYPOVEREINSBANK

Die Steuerung der Liquidität ist eine der zentralen Aufgaben im

Finanzbereich der Feser-Graf-Gruppe.

Der hohe und teilweise manuelle Dispositionsaufwand für eine

Vielzahl von Konten mit unterschiedlichen Soll- und Habenständen

in den einzelnen Gesellschaften soll optimiert werden.

Einsparungspotenziale können durch die Reduzierung von manuellen

Tätigkeiten, der Beschleunigung der Dispositions- und

Reportingprozesse und vor allem durch die Vermeidung von Soll-

und Habensalden auf den Konten der Gruppe realisiert werden.

Die Feser-Graf-Gruppe hat verschiedene Cash-Management- und

Cash-Pooling-Systeme miteinander verglichen und bewertet.

Am Ende dieses Auswahlprozesses hat sich die Feser-Graf-Gruppe

für die Einführung des neuen Cash-Management-Systems und der

innovativen Cash-Pooling-Lösung der HypoVereinsbank entschieden.

„Bei der Umsetzung von Cash-

Management-Projekten differenzieren

wir uns durch erstklassige „State-ofthe-Art“

Systeme und die Erfahrung

unserer eBanking Spezialisten“, sagt

Wolfgang Klaus, Firmenkundenbetreuer

der HypoVereinsbank.

„Durch die modernen Cash-Management-Systeme

der HypoVereinsbank

werden die Prozesse und

die Liquidität der Feser-Graf-Gruppe

deutlich verbessert – und damit auch

der Zinsaufwand optimiert“, sagt Uwe

Feser, Geschäftsführer der Feser-Graf-

Gruppe.

INNOVATIVE LÖSUNGEN IM CASH-MANAGEMENT

Die Feser-Graf-Gruppe hat in Zusammenarbeit mit den Cash-Management

Spezialisten Jürgen Sauer der HypoVereinsbank ein zweistufi

ges Pooling eingerichtet. In einem ersten Schritt werden die Salden

aller abgebenden Konten der jeweiligen Tochtergesellschaft auf

einem Konto des Tochterunternehmens gebündelt. Dann werden in

einem zweiten Schritt die Salden dieser Konten ebenfalls valutaneutral

auf das „Masterkonto“ der Holdinggesellschaft übertragen.

Eine der wesentlichen Herausforderungen bei der Einführung des

Cash-Poolings besteht darin, den Finanzstatus der Tochtergesellschaften

trotz Cash-Pooling jederzeit ermitteln zu können.

Das Cash-Pool-Reporting der HypoVereinsbank bietet hierfür die

richtige Lösung. Dieses Tool unterstützt die Finanzverantwortlichen

bei der Erstellung des Finanzstatus und der Zinsverrechnung.

Dabei werden die benötigten Daten aus UC eBanking prime, dem

Cash-Management-System der HypoVereinsbank automatisch

übernommen.

UC eBanking prime ist auf einem zentralen Server der Holding der

Feser-Graf-Gruppe installiert und wird von der Buchhaltung in jedem

Tochterunternehmen genutzt.

ERFOLGSFAKTOR UMSETZUNGSKOMPETENZ

Aus Sicht der Feser-Graf-Gruppe sind bei der Zusammenarbeit mit

der HypoVereinsbank folgende Stärken wichtig:

• kundenspezifi sche und innovative Lösungen

• fachliches Know-how und Branchenkompetenz

• lokale Ansprechpartner, auch bei den Spezialisten

Aktuell wird mit Unterstützung der HypoVereinsbank die Einführung

von SEPA (Single European Payment Area) vorbereitet. Nach

den Vorgaben der EU-Kommission ist ab dem 1. Februar 2014

SEPA verpfl ichtend zu nutzen.

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dA VINcI küNSTLERPINSELFABRIk dEFET

Eine haarige Angelegenheit

Für die Pinsel werden die Schweife von Rotmardern, Eichhörnchen, Iltissen oder Dachsen

verwendet.

Auch die „Sendung mit der Maus“ war schon

in der da Vinci Künstlerpinselfabrik Defet

GmbH zu Gast, um sich die Kunst der Pinselfertigung

erklären zu lassen. In der Nürnberger

Tillystraße werden in alter Handwerkstradition

Pinsel unterschiedlichster Art

hergestellt: Pinsel zum Pudern, für das Body-

painting, zum Verschönern der Nägel oder

für die dritten Zähne. Die wichtigste Säule

des Unternehmens sind jedoch Pinsel für

Künstler – große, dicke, dünne, feine, breite,

zum Malen mit Öl-, Aquarell- oder Wasserfarben,

für kleine Kinderhände und für große

Künstler.

Im Jahr 1890 wurde da Vinci gegründet,

seit 1930 ist die Künstlerpinselfabrik in Familienbesitz.

Der heutige Inhaber Hans-

Friedrich Defet ist Pinselmacher in der dritten

Generation und hat bereits vor über 25

Jahren Hermann Meyer als Juniorpartner,

58 02 | 13

Geschäftsführer und späteren Nachfolger in

das Unternehmen geholt. Wegweisend war

nach Worten von Verkaufsleiter Gerhard

Schering kurz nach dem Zweiten Weltkrieg

die Idee, die bis dahin namenlosen Pinsel

„da Vinci“ zu taufen und sich den Namen

1952 als Marke schützen zu lassen. Heute

sind etwa 10 000 Varianten im Angebot, jedes

Jahr verlassen sechs Mio. Pinsel das

Nürnberger Werk. 60 Prozent der Produktion

geht an Kunden in aller Welt, in Deutschland

ist da Vinci nach eigenen Angaben

Marktführer bei Künstlerpinseln.

Die Rohmaterialien werden in Rußland,

China oder Kanada eingekauft, u.a. Haare

von Rotmardern, Eichhörnchen, Iltissen

oder Dachsen, wobei von den Fellen nur der

Schweif für die Pinselherstellung verwendet

wird. Je kälter es in der Heimat der Tiere ist,

umso besser ist die Qualität der Haare. „Aus

SOLdAN

Marke Rheila übernommen

Die Nürnberger Dr. C. Soldan GmbH, traditionsreicher

Hersteller von Bonbons, übernimmt

die Marke Rheila von der Dermapharm

AG mit Sitz in Grünwald. Rheila ist

nach Angaben von Geschäftsführer Perry

Soldan Marktführer bei Lakritzprodukten,

die über Apotheken und Drogerien vertrieben

werden. Nach Worten Soldans, der das

Nürnberger Familienunternehmen in der

vierten Generation führt, ergänzen sich die

beiden Sortimente auf ideale Weise. Zudem

gebe es auch historische Parallelen zwischen

den Marken: Em-eukal wurde in den 20er

Jahren von Soldans Urgroßvater, einem Apotheker,

entwickelt; die gleiche Entstehungsgeschichte

haben auch die Rheila-Produkte.

Die Dr. C. Soldan GmbH, die seit 110 Jahren

Bonbons herstellt, ist eine hundertpro-

zentige Tochter der Soldan

Holding + Bonbonspezialitäten

GmbH

und setzt mit rund 200

Mitarbeitern derzeit

jährlich etwa 61 Mio.

Euro um. Die Produkte

der Marken Em-eukal,

aecht Bayrischer Blockmalz,

Original Bärengarten

und Nasch-Kultur

werden über Apotheken,

Drogerien,

Fachhandel und Lebensmitteleinzelhandel

vertrieben. n

Fotos: da Vinci

einem Rotmarderschweif bekommt man 1,5

Gramm Haare heraus und für einen Pinsel

Größe 8 braucht man 0,48 Gramm“, rechnet

Schering vor.

Kein Wunder, dass deshalb besondere

handgefertigte Künstlerpinsel mit Naturhaaren

auch mehrere hundert Euro kosten

können. Die Pinsel mit Naturhaaren machen

rund 30 Prozent der Produktion aus

und werden bei da Vinci in Nürnberg von

Hand gefertigt. Seit den 90er Jahren werden

außerdem Synthetikpinsel auf selbst entwickelten

und selbstgebauten Fertigungsstraßen

hergestellt. Trotz der Billigkonkurrenz

aus China und Indien verzeichne die Künstlerpinselfabrik

Defet mit ihren 130 Mitarbeitern

eine „äußerst positive Geschäftsentwicklung“,

berichtet Schering. Der Schlüssel

zum Erfolg seien die Produktion „Made in

Germany“ und die kompromisslose Orientierung

an hoher Qualität. Schering formuliert

die Ansprüche an die Produkte so:

„Pinsel von da Vinci haaren nicht und klecksen

nicht.“

Rund vier Fünftel des Umsatzes erzielt das

Unternehmen mit Künstlerpinseln, worunter

Pinsel für Schüler, Hobbymaler und Berufskünstler

fallen. Ein zunehmend wichtiger

Markt sind für da Vinci die Kosmetikpinsel,

die derzeit am stärksten zum Wachstum

beitragen. Die großen Visagisten der

internationalen Mode-, Theater- und Filmwelt

arbeiten gerne mit den Pinseln aus

Nürnberg. cp. n

www.davinci-defet.com

www.soldan.com Geschäftsführender Gesellschafter Perry Soldan.

Foto: Soldan


A nN z eE iI g eE

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Hetzner Online AG

Neuer Datacenterpark in Nürnberg

bietet attraktives Webhosting

integriertes Colocation Center in zentraler lage ermöglicht schnelle erreichbarkeit

Australien, China, Russland, USA und natürlich

auch Europa: Der Kundenkreis des fränkischen

Unternehmens Hetzner Online erstreckt

sich über die ganze Welt. Durch die

Kombination aus stabiler Technik, attraktiven

Preisen und flexiblen Support- und Serviceleistungen

baut das Unternehmen seine

Marktposition im In- und Ausland kontinuierlich

aus. Seit 1997 stellt Hetzner Online

seine leistungsstarken Webhosting-

Produkte für Geschäfts- und Privatkunden

bereit.

Seit Neuestem gibt es neben dem Hauptsitz

in Gunzenhausen und einem Datacenterpark

im sächsischen Falkenstein auch

einen neuen Standort in Nürnberg. Hier

wurde eben erst einer der modernsten Datacenterparks

Deutschlands errichtet.

„Ausschlaggebend für die Ansiedlung auf

dem ehemaligen Garten Quelle-Gelände in

Nürnberg in der Sigmundstrasse ist vor allem

die problemlose Stromaufnahme durch

das benachbarte Umspannwerk,

die benötigte

Glasfaseranbindung für

schnellen Datenaustausch

sowie eine entsprechendeGrundstücksgröße

für weitere Expansion.“,

so Christian Fitz,

Marketingleiter bei Hetzner

Online.

Auf einer Fläche von jeweils

mehr als 1.500

Quadratmetern entstanden

die ersten beiden Rechenzentrumseinheiten.

Auf dem 40.000 Quadratmeter

großen Gelände

können künftig bei Bedarf

mehr als 150.000 Server permanent mit

dem Internet verbunden sein.

Christian Fitz, Marketingleiter.

Wie bei den bestehenden Rechenzentren

setzt man auch hier auf höchste Standards.

Systeme für die Brandfrühesterkennung

sind ebenso selbstverständlich wie eine Videoüberwachung.

Die Klimatisierung und

Energieversorgung beruht auf einem Redundanzsystem,

um sicher vor jeglichen Störungen

des Betriebes zu sein.

Das Produktportfolio von Hetzner Online

umfasst die klassische Bereitstellung von

Speicherplatz für Webseiten und vServern,

bis hin zur Vermietung von komplett physischen

Servern, den sogenannten Root Servern.

Dabei betreut der Kunde seinen Server

selbst und profitiert ausschließlich von

der Infrastruktur. Managed Server werden

dagegen von Hetzner-Servicetechnikern betreut

und beispielsweise mit regelmäßigen

Sicherheitsupdates versehen. Eine interessante

Alternative, die Hetzner Online in dem

neuen Datacenterpark in Nürnberg anbietet,

sind die Colocation Services, bei denen

Kunden zu sehr attraktiven Preisen ihre eigene

Server-Hardware in sogenannten Colocation

Racks einstellen können.

Das Colocation Center

Mit diesem Angebot profitieren Kunden von

der unterbrechungsfreien Stromversorgung,

der schnellen Internetanbindung, dem Sicherheitskonzept

und von der Vorort-Kundenbetreuung

rund um die Uhr. Kunden gelangen

über eine transpondergesteuerteSicherheitsschleuse

in den gesichertenColocation-Bereich.

Bis zu 47 Höhen-

einheiten bietet jedes der

Qualitäts-Racks. Und jedes

einzelne verfügt über

vier Stromkreise, die mit

jeweils zehn Ampere belastbar

sind. Alle Stromkreise

sind redundant

über A/B-Schienen ausgelegt.

Zur Kühlung der IT-

Hardware in den Colocation

Racks kommt die direkte

freie Kühlung mit

Kaltgangeinhausung zum Einsatz. Im Gegensatz

zu herkömmlichen Systemen wird

bei dieser effizienten Methode die Außenluft

zur Kühlung herangezogen. Steigt die

Außentemperatur an, so geht das System

automatisch in den Mischbetrieb über und

kühlt die Luft über Kompressoren ab. Die

Kühlung erfolgt bis zu 92 Prozent der Zeit

im reinen Freikühlbetrieb und schont somit

die Umwelt und den Geldbeutel.

Für dieses Konzept wurde Hetzner Online

im Berliner Wirtschaftsministerium mit dem

„GreenIT BestPractice Award“ ausgezeich-

Rackreihen mit Kaltgangeinhausung.

net. Zudem bescheinigte der TÜV Süd einen

hervorragenden Energieeffizienzwert von

1,1242, den noch kein Unternehmen zuvor

im Rahmen einer TÜV-Zertifizierung erzielt

hatte.

Die Strompreisabrechnung erfolgt individuell

pro Rack. Zudem besteht für Kunden

mit höherem individuellen Bedarf die Möglichkeit,

größere Flächen anzumieten.

Wesentliche Vorteile dieser Lösung: Unternehmen

können ihre Investitionen, die

für die teure IT-Infrastruktur nötig wäre, für

das Kerngeschäft einsetzen. Gerade für Firmen

aus der Region bietet das Colocation

Center in zentraler Lage zudem eine schnelle

Erreichbarkeit.

„Mit dem Hetzner Online Datacenterpark

in Nürnberg ist einer der innovativsten deutschen

Rechenzentrumsstandorte entstanden“,

so Christian Fitz. Weitere Informationen

zum Hetzner Online Colocation Center

finden Sie unter www.hetzner.de/colo.

Hetzner Online AG

Stuttgarter Str. 1, 91710 Gunzenhausen

www.hetzner.de

02 | 13 59


UNTERNEHMEN | PERSONEN

Mehr als 25 Jahre Der Kommunikationsverband e.V. und der

Schutz und Sicherheit

für Industriegüter

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• Projektierung

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Kapazitäten

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60 02 | 13

Agieren jetzt gemeinsam: Axel Hinrichs (Präsidiumsmitglied CommClubs Bayern), Markus

Gotta (Verlagsleiter „Horizont“ und Präsidiumsmitglied Kommunikationsverband), Verbandsgeschäftsführerin

Petra Lorenz, Christian Hirsch (Präsident CommClubs Bayern) und Klaus

Flettner (Präsident Kommunikationsverband; v.l.).

kOMMUNIkATIONSVERBäNdE

Zusammenschluss geplant

CommClubs Bayern e.V. wollen fusionieren:

Das haben die Präsidien der beiden Kommunikationsverbände

bei einem Treffen in der

Arena Nürnberger Versicherung beschlossen.

In einem ersten Schritt wurden die beiden

Geschäftsstellen zusammengelegt. Beide Verbände

werden nun von der Münchener Zentrale

der CommClubs Bayern aus betreut, die

Leitung des Büros hat Petra Lorenz aus Winkelhaid

übernommen. Sie war bislang für den

bayerischen Verband der CommClubs und

viele Jahre für dessen Regionalclub Nürnberg

zuständig, kümmert sich aber in Zukunft

auch um die Belange des Kommunikationsverbands.

Gleichzeitig wurden die Präsidien

beider Verbände beauftragt, eine Satzung für

einen neuen gemeinsamen, in ganz Deutschland

tätigen Verband auszuarbeiten, um ein

einheitliches Sprachrohr für die Kommunikationswirtschaft

zu schaffen. Die neue Berufsvertretung

soll Anfang 2014 deutschlandweit

starten. n

www.kommunikationsverband.de

www.commclubs-bayern.de

kERNMüHLE

Bauernhof mit Geschichte

Die Kernmühle in Roßtal ist ein Ort mit einer

langen Geschichte: 1464 fand sie erstmals

als „Gishuebelmühle“ Erwähnung. Ihren

heutigen Namen verdankt sie Hans

Kern, einem ihrer Bewohner im späten Mittelalter.

Seit 1906 befindet sich der Hof im

Besitz der Familie Horneber und hat schon

viele Veränderungen erlebt: Von einer Mühle

zu einem Bio-Bauernhof bis zum Seminarzentrum.

Die heutigen Besitzer Jutta und Martin

Horneber stellten den Betrieb 1985 auf Ökolandbau

um, bauten eine Direktvermarktung

mit Hofladen und Backstube auf und betrieben

aktive Bio-Landwirtschaft. Zur Kernmühle

gehören 22 Hektar landwirtschaftliche

Nutzfläche, auf denen verschiedene Getreidesorten

wie Weizen, Roggen und Gerste angebaut

werden. Im Rahmen der biologischen

Landwirtschaft wurden früher bis zu 700

Hühner und zehn Schweine gehalten, heute

wird jedoch nur noch Getreide angebaut. Mit

dem Umbau des Stallgebäudes – früher ein

Schweine- und Hühnerstall – wurde die

Kernmühle schließlich zu dem, was sie heute

ist: ein Seminarhaus mit Tagungsraum und

großer Schauküche.

Seit 2000 bietet Jutta Horneber Fortbildungen

in den Bereichen Ernährung, Bewegung,

Entspannung, Fasten und Lebensmittelunverträglichkeit

an. Zudem organisiert

die Fachlehrerin für Hauswirtschaft Kochkurse

für Unternehmen, Familienfeiern sowie

Event-Tage für Schulklassen. Vier Mitarbeiter

und eine Praktikantin sind aktuell für

die Kernmühle tätig. „Unser Angebot ist vielfältig,

vieles findet in unserer großen Schauküche

statt“, erklärt Horneber. Kunden sind

neben Unternehmen aus der Metropolregion

(z.B. Datev und Siemens) auch Bioland, der

Bund Naturschutz, Bündnis90/Die Grünen

und Privatleute. n

www.kernmuehle.de

Foto: CommClubs


zSI TEcHNOLOgy

Individuelle

Produktentwicklung

Seit über 40 Jahren ist die ZSI technology

GmbH mit Sitz in Schwaig bei Nürnberg als

Entwicklungsdienstleister aktiv. Das Technologieunternehmen

arbeitet insbesondere mit

Kunden aus Automobilwirtschaft (Automobilhersteller

und deren Systemlieferanten),

Luftfahrtindustrie und Medizintechnik zusammen.

„Unsere Stärke ist die Lieferung von

innovativen Technologien und maßgeschneiderten

Kundenlösungen“, so die Geschäftsführende

Gesellschafterin Angela Rebekka

Werbik, die das Unternehmen seit 2002 gemeinsam

mit Frank Stefan Kreft leitet.

Die Dienstleistungen von ZSI technology

decken den gesamten Prozess der Produktentstehung

ab und umfassen u.a. die folgenden

Bereiche: Vorentwicklung, Software-Entwicklung,

Elektronik-Entwicklung, Konstruktion

von Bauteilen und Komponenten aus

unterschiedlichsten Werkstoffen, Bau von

Prototypen, Begleitung zur Serienfertigung

sowie Dokumentation. Zum Portfolio gehören

außerdem Planungsleistungen für den

Herstellungsprozess. Die Spezialisten von ZSI

technoloy arbeiten bei Entwicklungsprojekten

teilweise auch „Inhouse“ – also direkt in

den Betrieben der Kundenunternehmen. Im

Herbst vergangenen Jahres baute ZSI technology

neue Laboreinrichtungen auf, sodass

nun auch umfangreiche und komplexe Mess-

und Prüfaufgaben bewältigt werden können

(z.B. akustische Messungen, Messung der

elektromagnetischen Verträglichkeit, Um-

Foto: Total E-Quality

Auszeichnung für Chancengleichheit:

Geschäftsführerin Angela Rebekka Werbik (l.)

nahm im vergangenen Jahr das Total

E-Quality-Prädikat von Eva Maria Roer, Vorsitzende

des Total E-Quality Deutschland e.V.,

entgegen.

weltprüfungen). Damit hat ZSI technology

nach Worten von Angela Rebekka Werbik die

Dienstleistungen im Bereich Produktentwicklung

ausgebaut. Neuentwicklungen, Produktoptimierungen,

Erweiterungen des Funktionsumfangs

von Produkten und Fehlerkorrekturen

könnten nun effizient angeboten

werden.

Weitere wichtige Ereignisse des vergangenen

Geschäftsjahres waren Verleihungen von

zwei Auszeichnungen: Der langjährige Großkunde

Continental zeichnete die ZSI technology

GmbH im Juli mit dem Preis „Supplier

of the Year 2011“ in der Kategorie Engineering-Dienstleistungen

aus und würdigte damit

Aspekte wie Qualität, technologische Innovation,

Lieferfähigkeit und Preis-Leistungs-Verhältnis.

Außerdem wurde die ZSI

technology GmbH mit dem Total E-Quality-

Prädikat ausgezeichnet: Damit honoriert der

Total E-Quality Deutschland e.V. Unternehmen

und Institutionen, die sich in ihrer Personalpolitik

beispielhaft für die Chancengleichheit

von Frauen und Männern im Berufsleben

engagieren. Der Verein, dem zahlreiche

bekannte Unternehmen als Mitglieder

angehören und der eng mit Wirtschaftsverbänden

zusammenarbeitet, wird von der

Bundesregierung gefördert. „Die Preisverleihungen

stellen für uns einen Ansporn dar,

um uns in allen Bereichen weiter zu verbessern“,

so Werbik. Die Geschäftsführerin, die

selbst Abschlüsse als Diplom-Ingenieurin,

Diplom-Wirtschaftsingenieurin und MBA

vorweisen kann, legt auch Wert darauf, kontinuierlich

Ausbildungsplätze bereitzustellen.

Hervorgegangen ist das Unternehmen aus

der ZSI Zertz+Scheid Ingenieurgesellschaft

mbH, die 1972 in Gummersbach gegründet

worden war. Der Standort Nürnberg wurde

im Jahr 1985 als eigenständige GmbH ausgegliedert.

2007 stieg das Management im Zuge

eines Management-Buy-Outs in das Unternehmen

ein, das im Jahr 2010 von Nürnberg

nach Schwaig umzog und seitdem auch unter

dem heutigen Namen ZSI technology GmbH

firmiert. Am Stammsitz in Schwaig sowie in

den Büros in München, Regensburg, Sindelfingen,

Dresden und Wolfsburg sind etwa 200

Mitarbeiter beschäftigt. Zuversichtlich sieht

Angela Rebekka Werbik auf das begonnene

Geschäftsjahr 2013: Die dynamische Entwicklung

der Kundenunternehmen, die von

ZSI bei Entwicklungsprojekten unterstützt

werden, lasse in diesem Jahr einen stabilen

Geschäftsverlauf erwarten. n

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02 | 13 61


UNTERNEHMEN | PERSONEN

PHI

Spezialteile für Fenster und Türen

Foto: Wraneschitz

Ausgezeichnetes Kunststoffprodukt: Geschäftsführer Norbert

Scheiderer erläutert Markt Erlbachs Bürgermeisterin Dr. Birgit Kreß,

wie leicht die Kunststoff-Rasenkante in das Erdreich eingebracht

werden kann.

Technische Zubehörteile für die Fenster- und

Fassadenindustrie produziert die 1990 gegründete

PHI Technik für Fenster und Türen

GmbH mit Sitz in Markt Erlbach. Aus vorwiegend

recycelten Materialien wie Stahl, Alu

und Kunststoffen entstehen vielfältige Spezialteile,

z.B. Griffe für Balkontüren, Wasserschlitzkappen,

Stahlverstärkungen, Zubehör

für die Verglasung sowie Pfosten- und Eckverbinder.

Weitere Geschäftsfelder sind 3D-

Beschichtungen und die Produktion von

maßgefertigten Spezialteilen.

Positive Schlagzeilen machte PHI vor Kurzem

mit einem Produkt, das sich an eine völlig

andere Zielgruppe als an Fenster- und Tü-

62 02 | 13

renhersteller wendet.

Die „Bio-Rasenkante in

Steinoptik“ löst ein

Problem, das viele Gartenbesitzer

haben:

Nachträglich im Garten

eine saubere Rasenkante

einzubauen, über

die auch ein Rasenmäher

fahren kann. Die

Rasenkante besteht aus

recyceltem Kunststoff

Polypropylen und aus

dem nachwachsenden

Rohstoff Holz. PHI-

Geschäftsführer Norbert

Scheiderer, der

auch die Rasenkante

entwickelte, erklärt,

dass es ähnliche Produkte

zwar bereits gebe.

Doch die Innovation

von PHI löse gleich

mehrere Probleme, die

andere Systeme aufweisen:

„Unsere Bio-Rasenkante

lässt sich

nachträglich verlegen.

Die einzelnen Steine

sind miteinander verhakt, bei anderen Systemen

fallen oft einzelne heraus. Außerdem

lassen sich unsere Teile gegeneinander um bis

zu 180 Grad verdrehen, sodass man jede Kantenform

legen kann.“ Das patentierte Produkt,

das Anfang dieses Jahres auf den Markt

kam, überzeugte auch die Jury von Pro-K,

dem Industrieverband Halbzeuge und Konsumprodukte

aus Kunststoff e.V., die ihm die

Auszeichnung „Produkt des Jahres 2013“ zuerkannte.

Norbert Scheiderer erklärte, der

Preis sei eine große Ehre, denn man habe sich

in eine Reihe von teils weltbekannten Preisträgern

eingereiht (siehe auch nebenstehenden

Kasten).

53 Mitarbeiter (darunter fünf Auszubildende)

sind für die PHI Technik für Fenster

und Türen GmbH tätig, die einen Jahresumsatz

von rund sechs Mio. Euro erzielt. Das

Unternehmen zeichnet sich nach eigenen

Angaben aus durch zahlreiche Patente, eine

Fertigungstiefe von 95 Prozent sowie internationale

Aktivitäten, hauptsächlich im deutschsprachigen

Raum und in Indien. wra. n

www.phi-info.de

kUNSTSTOFF-PROdUkTE

dES JAHRES

Gleich drei Unternehmen aus Mittelfranken

waren beim Wettbewerb „Produkt

des Jahres 2013“ erfolgreich, der

seit 1979 vom Industrieverband Halbzeuge

und Konsumprodukte aus Kunststoff

e.V. (Pro-K) ausgeschrieben wird.

Honoriert wurden in diesem Jahr 18 innovative

Kunststoffprodukte in verschiedenen

Kategorien wie z.B. Bürobedarf,

Gartenbedarf und Unterhaltungselektronik.

Die PHI Technik für Fenster und Türen

GmbH aus Markt Erlbach wurde für

ihre Bio-Rasenkante ausgezeichnet (siehe

nebenstehenden Artikel). Die Geobra

Brandstätter GmbH & Co. KG in Zirndorf

bekam den Titel für „Meine Mitnehm-Feuerwehrstation“,

dessen abwechslungsreiche

Spielfunktionen von

der Jury gelobt wurden und die die Kinder

auch auf Reisen mitnehmen können.

Der Schreibgerätehersteller Faber-Castell

aus Stein war mit dem „Perfect Pencil

III mit Spänebox“ erfolgreich – einem

Bleistift, in den Spitzer, Schutzkappe und

Radierer integriert sind. n

www.produkte-des-jahres.de

SEMIkRON

Compact Dynamics komplett übernommen

Die Semikron International

GmbH in Nürnberg hatte im

Mai 2010 die Mehrheit an der

Compact Dynamics GmbH

mit Sitz in Starnberg erworben,

die auf Entwicklungen für

Elektro- und Hybridfahrzeuge

spezialisiert ist. Nun hat der

Nürnberger Anbieter von Leistungselektronik

die restlichen

Foto: Semikron

Geschäftsführer Oliver Blamberger.

30 Prozent der Anteile

übernommen, die bislang

in den Händen der drei GeschäftsführendenGesellschafter

Maximilian Eck,

Bernhard Hoffmann und

Dr. Andreas Gründl lagen.

Sie werden zum 28. Februar

2013 aus der Geschäftsführung

von Compact Dyna-

mics ausscheiden und dem Unternehmen

weiterhin beratend zur Verfügung stehen.

Zum neuen Geschäftsführer des Semikron-

Tochterunternehmens wurde Oliver Blamberger

berufen, der die Geschäfte alleinverantwortlich

in enger Abstimmung mit dem

Mutterkonzern führen wird. n

www.semikron.de

www.compact-dynamics.de


UNTERNEHMEN | PERSONEN

AUSzEIcHNUNg FüR MARIA-ELISABETH ScHAEFFLER

Familienunternehmerin des Jahres

Maria-Elisabeth Schaeffler, Gesellschafterin

der Schaeffler Gruppe in Herzogenaurach,

wurde von einer Jury aus Vertretern der deutschen

Wirtschaft und der Handelsblatt-Redaktion

zur Familienunternehmerin des Jahres

2012 gewählt.

In seiner Laudatio würdigte Bundeswirtschaftsminister

Philipp Rösler Schaeffler für

„ihre zupackende Art, ihr visionäres Denken

und ihren ausgeprägten Unternehmergeist“.

Sie habe die Firmengruppe beherzt und engagiert

ausgebaut. Gleichzeitig habe sie sich

den Ruf einer heimatverbundenen Firmenlenkerin

bewahrt, sie achte auf eine familiäre

Atmosphäre in ihrem Betrieb. Ihr steter und

uneigennütziger Einsatz für soziale und gesellschaftliche

Projekte sei vorbildlich für die

Gesellschaft, so Rösler.

Der Bundeswirtschaftsminister bezeichnete

die Schaeffler Gruppe als „wahren Hidden

Champion“ und als „erfolgreichen Weltmarktführer,

der auch als Aktiengesellschaft für

verantwortliches Wirtschaften und eine aktive

RöLFSPARTNER

Niederlassung in Nürnberg

Die RölfsPartner Gruppe, eine unabhängige

Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft

mit Sitz in Düsseldorf, ist mit 700 Mitarbeitern

an Standorten in ganz Deutschland

vertreten. Vor Kurzem eröffnete sie in Nürnberg

ihre zwölfte Niederlassung, die im „Innovum

212“ auf dem ehemaligen Triumph-

Adler-Gelände zu finden ist. Neben München

ist dies der zweite große Standort in Bayern.

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, Rechtsanwälte

und Unternehmensberater arbeiten bei

RölfsPartner interdisziplinär zusammen und

decken damit ein breites Dienstleistungsspektrum

auf Themengebieten wie Compliance,

Risikomanagement, Dienstleistungen

für vermögende Privatkunden, Immobilien,

Restrukturierung von Unternehmen und Unternehmenstransaktionen

ab. Damit könne

man den Kunden aus dem Mittelstand sowie

kapitalmarktorientierten und öffentlichen Unternehmen

einen umfassenden Service bieten.

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Foto: Schaeffler

Ausgezeichnete Unternehmerin: Maria-

Elisabeth Schaeffler widmet den Preis ihren

Mitarbeitern.

Gestaltung der Unternehmenskultur steht“.

Erfolgsfaktoren der Gruppe seien auch die

konsequente und kontinuierliche Ausbildung

junger Menschen sowie hohe Investitionen in

„In Nordbayern sind viele

Hidden Champions ansässig,

die sehr erfolgreich sind.

Wir sind hier bereits für

zahlreiche Mandanten tätig

und stehen diesen nun auch

direkt vor Ort zur Verfügung“,

erläuterte Prof. Dr.

Thomas Edenhofer, der für

die bayerischen Niederlassungen

von RölfsPartner

zuständig ist. „Die Wirtschaft

in Mittelfranken steht

trotz gesamtwirtschaftlicher

Unsicherheiten gut da“, erklärte IHK-Präsident

Dirk von Vopelius anlässlich der Niederlassungseröffnung

und unterstrich damit

die Richtigkeit der Entscheidung für Nürnberg.

RölfsPartner ist jedoch nicht nur in

Deutschland aktiv, sondern durch die Mitgliedschaft

bei Baker Tilly International, ei-

Start in der Metropolregion: Niederlassungsleiter Andreas

Weissinger (r.) und Prof. Dr. Thomas Edenhofer.

nem internationalen Netzwerk unabhängiger

Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaften,

auch im Ausland vertreten und begleitet

deshalb auch weltweit aktive Kundenunternehmen.

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Foto: RölfsPartner

Forschung und Entwicklung. Maria-Elisabeth

Schaeffler widmete den Preis ihren 76 000

Mitarbeitern, als Dank für ihren großen Einsatz

und ihre herausragenden Leistungen.

Schaeffler ist mit den Marken INA, LuK und

FAG ein weltweit führender Anbieter von

Wälz- und Gleitlagern sowie von Linear- und

Direktantriebstechnologie. Als Zulieferer versorgt

die Gruppe die Automobilindustrie mit

Präzisionskomponenten und Systemen in Motor,

Getriebe und Fahrwerk. Die Unternehmensgruppe

erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz

von rund 10,7 Mrd. Euro. Mit den 76 000

Mitarbeitern weltweit ist Schaeffler eines der

größten deutschen und europäischen Indus-

trieunternehmen in Familienbesitz. Die Gruppe

verfügt mit 180 Standorten in über 50 Ländern

über ein weltweites Netz aus Produk-

tionsstandorten, Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen,

Vertriebsgesellschaften,

Ingenieurbüros sowie Schulungszentren. n

www.schaeffler-gruppe.de

02 | 13 63


UNTERNEHMEN | PERSONEN

ST. gUNdEkAR-WERk

Wohnungsbestand wird modernisiert

Die St. Gundekar-Werk Eichstätt GmbH ist

das Wohnungsunternehmen der Diözese

Eichstätt und konzentriert sich seit der Gründung

im Jahr 1954 darauf, günstigen Wohnraum

zur Verfügung zu stellen. Geschäftsführer

Peter-Stephan Englert zeigte sich zufrieden

mit dem Geschäftsverlauf des vergangenen

Jahres: Das Wohnungsunternehmen,

dessen Hausbesitz von rund 4 300 Wohnungen

(davon über 800 Senioren-Mietwohnungen)

sich derzeit auf 20 Städte und Gemeinden

in der Diözese Eichstätt verteilt, setzt einen

Schwerpunkt auf die zeitgemäße Modernisierung

des Wohnungsbestandes. Insgesamt

94 Mietwohnungen brachte das Unter-

64 02 | 13

Foto: Kaiser-Biburger

Geschäftsführer Peter-Stephan Englert (3.v.r.) und Domdekan Willibald Harrer (l.) gemeinsam

mit verdienten Mitarbeitern.

nehmen im vergangenen Jahr auf den neuesten

Stand. Ein weiteres Tätigkeitsfeld des St.

Gundekar-Werks ist die Haus- und Immobilienverwaltung

für Dritte, so werden neben

dem eigenen Immobilienbestand etwa 2 500

weitere Wohnungen und Objekte betreut.

Investiert hat das St. Gundekar-Werk, dessen

Mietwohnungen zu rund 70 Prozent einer

Mietpreis- bzw. einer Belegungsbindung

unterliegen, im vergangenen Jahr in mehrere

neue Mietwohnungen sowie in ein ehemaliges

Hotel, das zu Studentenwohnungen um-

Der Logistikkonzern DB Schenker führt seine

bisherigen Nürnberger Standorte in einem

neuen Logistikzentrum an der Bremer

Straße zusammen. Ab Anfang 2014 werden

in dem Neubau am Nürnberger Hafen rund

380 Mitarbeiter der Schenker-Geschäftsbereiche

Landverkehr national und international,

Luft- und Seefracht tätig sein.

Mit dem rund 28 Mio. Euro teuren Neubau

bekennt sich DB Schenker zur Metropolregion

Nürnberg, wie Dr. Hansjörg Rodi, Vorstandsvorsitzender

der Schenker Deutschland

AG, beim ersten Spatenstich unterstrich:

„Wir wollen hier in der Region langfristig

wachsen.“ Die bisherigen Standorte am Kohlenhof

und in der Bremerhavener Straße

werden in das Hafengebiet umziehen. Mehr

als 10 000 Quadratmeter Umschlagfläche

und 134 Verladetore wird das neue Logistikzentrum

umfassen, das gegen Ende dieses

Jahres fertiggestellt werden soll.

„Die Nachfrage nach multimodalem

Transportverkehr wächst“, stellte Rodi fest.

Der Standort am Nürnberger Hafen mit Anschlüssen

an Schiene, Straße und Wasser sowie

mit der Nähe zum Zollamt biete beste

gebaut werden soll. Auch im laufenden Geschäftsjahr

plant das Unternehmen laut Englert

Bauvorhaben in Nürnberg, Schwabach

und Ingolstadt, außerdem sollen 83 Mietwohnungen

modernisiert werden. Das St.

Gundekar-Werk, das in geringem Umfang

auch neue Mietwohnungen für Familien, Alleinerziehende

und für Senioren baut, beschäftigt

insgesamt 54 Mitarbeiter, davon

drei Auszubildende. n

www.gundekar-werk.de

dB ScHENkER

Neues Logistikzentrum

am Nürnberger Hafen

Voraussetzungen für künftiges Wachstum.

Als „Leuchtturm für die Metropolregion“ bezeichnete

Konrad Braun, Leiter der Geschäftsstelle

Nürnberg Landverkehr, den

nach neuesten ökologischen Gesichtspunkten

ausgestatteten Neubau. „Wir haben vor,

künftig mehr Güter über die Schiene abzuwickeln“,

erklärte Braun, der sich seit acht Jahren

für das Projekt eingesetzt hat. Hafen-Geschäftsführer

und IHK-Vizepräsident Harald

Leupold verwies auf die „dreifache Signalwirkung“

des Neubaus: Zum einen für den Hafen,

zum anderen für die Wirtschaft der Region

und nicht zuletzt für die Stadt Nürnberg.

Denn mit der Aufgabe der Niederlassung am

Kohlenhof werde die Innenstadt von Lkw-

Verkehr entlastet. Erfreut über den Neubau

zeigte sich auch Nürnbergs Oberbürgermeister

Dr. Ulrich Maly, der nicht nur den kreuzungsfreien

Ausbau des Frankenschnellwegs

zusicherte, sondern auch die „Ertüchtigung“

der Anschlussstelle Nürnberg-Königshof, um

die Erreichbarkeit des Hafens von allen Himmelsrichtungen

zu verbessern. bl. n

www.dbschenker.de


gEWOBAU

Wohnungen für jeden fünften Erlanger

Fast 20 000 Menschen leben in einer Wohnung

der Gewobau Erlangen – Gemeinnützige

Wohnungsbaugesellschaft der Stadt Erlangen

mbH – das ist fast jeder fünfte Einwohner

der Hugenottenstadt. Das im Jahr

1950 gegründete Unternehmen hat fast

8 000 Wohn- und Gewerbeeinheiten im

Bestand, 35 Prozent der Wohnungen

unterliegen der Mietpreisbindung, 29

Prozent werden an Menschen mit Mi-

grationshintergrund vermietet.

Die Aufgaben in der Zukunft beschreibt

die Aufsichtsratsvorsitzende,

Erlangens 3. Bürgermeisterin Dr. Elisabeth

Preuß, folgendermaßen: Es müsse

viel neu gebaut werden, um ausreichend

Wohnraum zur Verfügung zu

stellen, außerdem müssten alternative

Wohnmodelle entwickelt werden. Älteren

Mietern sollte es ermöglicht werden,

lange ein selbstbestimmtes Wohnen

in den eigenen vier Wänden zu

führen. Dies könne gelingen, wenn alle

technischen Möglichkeiten ausgeschöpft

würden.

Bei der Gründung fünf Jahre nach

dem Ende des Zweiten Weltkrieges war es das

Ziel, in kurzer Zeit möglichst viele bezahlbare

Wohnungen für breite Bevölkerungsschichten

zu errichten – mit den Gebieten rund um

Artilleriestraße, Mozartstraße und Buckenhofer

Siedlung als Schwerpunkten. Bis in die

1990er Jahre wurden von der Gewobau ausschließlich

Neubauten errichtet, seit dem

Jahrtausendwechsel stehen dagegen in erster

Linie umfangreiche Modernisierungen auf

der Agenda. Mit einem Kostenaufwand von

rund 200 Mio. Euro wurden 3 500 Wohnungen

u.a. mit Wärmedämmung, neuen Fenstern

und Bädern ökologisch kernsaniert, 600

allein in den letzten beiden Jahren. Auf 135

Gebäuden entstanden auf Dachflächen von

insgesamt 28 000 Quadratmetern Photovoltaik-Anlagen

zur Stromerzeugung.

Der Schwerpunkt der Neubautätigkeit lag

2012 auf altersgerechten Wohnungen, aber

auch 23 Reihenhäuser im Stadtteil Büchenbach

sowie ein Heim für Studenten mit 25

Wohnungen in der Elisabethstraße wurden

realisiert. Dort entstehen außerdem 124

Wohnungen für das Personal des Universitätsklinikums

sowie 54 altersgerechte, barrierefreie

Einheiten. Eine echte Premiere, so

Oberbürgermeister Dr. Siegfried Balleis, erlebt

die Isarstraße: den Bau eines sechsgeschossigen

Holzgebäudes mit 19 barrierefreien

Wohnungen als Prototyp, der mittelfristig

standardisiert hergestellt werden soll. Bei der

Entwicklung dieses Haustyps, bei dem ausschließlich

das Treppenhaus aus statischen

Gründen aus Beton gefertigt wird, hat die

baubetreuende B&O-Gruppe aus Bad Aibling

eng mit Forschern der Technischen Universität

München und der Hochschule Rosenheim

zusammengearbeitet. Unter Einschluss

Die Spitze der Erlanger Gewobau: Aufsichtsratsvorsitzende

Dr. Elisabeth Preuß und Geschäftsführer Gernot Küchler.

eines angrenzenden Begegnungszentrums

investierte die Gewobau 5,3 Mio. Euro in dieses

Pilotprojekt.

Der aktuelle Geschäftsbericht der Gesellschaft

weist eine Bilanzsumme von 296 Mio.

Euro, einen Umsatz von 45 Mio. Euro, ein Ei-

Gut zu wissen, wenn alles sicher ist.

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genkapital von 68,5 Mio. Euro und einen Jahresüberschuss

von 2,7 Mio. Euro aus. 92 Mitarbeiter

kümmern sich bei der Gewobau, deren

Anteile zu 96 Prozent bei der Stadt Erlangen

und zu vier Prozent bei der Stadt-

und Kreissparkasse Erlangen liegen,

um die Verwaltung der Objekte und

um die Kundenbetreuung in den vier

Servicezentren.

Geschäftsführer Gernot Küchler erklärte,

dass es zunehmend schwierig

werde, adäquaten Wohnraum für

Menschen mit niedrigem oder mittlerem

Einkommen zur Verfügung zu

stellen. Mit Sorge betrachtet er den

wachsenden Wohnungsmangel gerade

in Erlangen, kritisiert aber auch „den

zunehmenden Kostendruck, übermäßige

bürokratische Reglementierungen

und die zu geringe staatliche Förderung

des sozialen Wohnungsbaus“. Die

Gewobau will darauf nach Worten von

Dr. Elisabeth Preuß u.a. mit dem Neubau

von sogenannten EOF-Wohnungen

reagieren, die der einkommensorientierten

Förderung unterliegen. 2012

wurden in der Kurt-Schumacher-Straße 60

dieser Wohnungen fertiggestellt, in denen

sich Seniorenberaterinnen der Arbeiterwohlfahrt

um die Bewohner kümmern. ug. n

www.gewobau-erlangen.de

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02 | 13 65

Foto: Greiner


UNTERNEHMEN | PERSONEN

Wirtschaft engagiert sich

dATEV

Zwölf soziale Einrichtungen, die sich vor allem um benachteiligte

Kinder und Jugendliche bemühen, sind Empfänger der traditionell

Foto: Datev

zum Jahresanfang übergebenen Weihnachtsspende der Datev eG,

Nürnberg. Vorstandsvorsitzender Dieter Kempf (Foto; l.) überreichte

die Spendengelder von insgesamt 130 000 Euro an die Vertreter

der Einrichtungen, von denen zwei aus der Region Nürnberg kommen:

Die Lebenshilfe Schwabach-Roth e.V. wird anlässlich ihres

50-jährigen Jubiläums mit 18 000 Euro für einen Hochseilgarten

unterstützt, die Karl-König-Schule in Nürnberg verwendet die Spende

von 11 000 Euro für die Ausstattung ihres Außenspielbereichs.

Die anderen geförderten Einrichtungen sind in Elmshorn, Bersenbrück,

Zarrendorf, Oldenburg, Bonn, Werne, Hofheim, Koblenz,

Borna und Ravensburg ansässig.

> www.datev.de

ARBEITSkREIS BUNdESWEHR UNd WIRTScHAFT

Der von der IHK Nürnberg für Mittelfranken und der Vereinigung

der bayerischen Wirtschaft gegründete „Arbeitskreis Bundeswehr

und Wirtschaft“ (AkBwW) spendete 55 000 Euro für Soldaten, die

beim Einsatz in Afghanistan verwundet wurden. Davon kamen

45 000 Euro bei Berufsorientierungsseminaren zusammen, die den

Kontakt zwischen Zeitsoldaten und Unternehmen fördern und bei

denen die Unternehmen anstelle einer Tagungsgebühr um eine

Spende gebeten waren. Zudem

wurden Werke des afghanischen

Malers Hakim

Abduhl versteigert, wodurch

weitere 10 000 Euro

eingenommen wurden.

Staatssekretär Christian

Schmid nahm die Spende

von der Arbeitskreis-Vorsitzenden

Monika Jakobs-

Woltering entgegen.

> www.akbww.de

STAEdTLER STIFTUNg

Mit dem neuen Forschungsprojekt „Smart Heat“ an der Georg-

Simon-Ohm Hochschule Nürnberg soll ein System entwickelt

werden, um überschüssigen Strom aus erneuerbaren Energien in

Wärme umzuwandeln und zu speichern. Eine der Herausforderungen

bei der Umstellung der Energiewirtschaft auf erneuerbare

Energien ist die Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage im

66 02 | 13

Foto: AkBwW

Stromnetz. Da die Entwicklung von Speichertechnologien von

großer Bedeutung für die Energiewende ist, wird das Projekt von

der Staedtler Stiftung mit 40 000 Euro unterstützt.

> www.staedtler.de

NüRNBERgER VERSIcHERUNgSgRUPPE

Die IHK-Kulturstiftung der mittelfränkischen

Wirtschaft, die Kulturprojekte in der

Region Nürnberg fördert, feiert in diesem

Jahr ihr 20-jähriges Bestehen. Aus diesem

Anlass hat sich eine Reihe von Unternehmen

mit Jubiläumsspenden engagiert. Die jüngs-

te Zustiftung ging von der Nürnberger Versicherungsgruppe

ein, die 50 000 Euro für die

Arbeit der Kulturstiftung bereit gestellt hat.

> www.nuernberger.de

MAUSS BAU

Die Mauss Bau Erlangen GmbH & Co. KG feierte im Jahr 2012 ihr

125-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass bedachte die Mauss-

Daeschler-Stiftung eine Reihe von Einrichtungen aus dem Raum

Erlangen mit insgesamt 32 000 Euro: Gefördert wurden u.a. das

Kunstmuseum Erlangen, die Diakonie Erlangen, der Hospiz Verein

Erlangen, der Freundeskreis der Kinder- und Jugendklinik Erlangen,

das SOS-Kinderdorf, der Kindergarten Heilig Kreuz und die

Tagespflege Martin-Luther-Platz. Anlässlich des Firmenjubiläums

verdoppelte Geschäftsführer Reinhard Daeschler zudem den Grundstock

der Mauss-Daeschler-Stiftung auf eine Mio. Euro, sodass die

Förderaktivitäten ausgeweitet werden können.

> www.mauss-bau.de

PSd BANk NüRNBERg

Zum siebten Mal hatte die PSD Bank Nürnberg eG mit dem Wettbewerb

„Ideen machen Schule“ Schüler aus Franken aufgerufen,

kreative Ideen und Projekte zu entwickeln, mit denen der Schulalltag

noch spannender und interessanter gestaltet werden kann. Die

Bank hatte dafür Preisgelder von insgesamt 30 000 Euro ausgeschrieben.

Der mit 16 000 Euro dotierte Hauptgewinn ging an das

Sonderpädagogische Förderzentrum Nürnberg „An der Bärenschanze“,

das das Geld für die Umgestaltung des Schulhofs verwendet.

3 000 Euro gewannen Schüler der Friedrich-Ebert-Grundschule

in Fürth, die eine Basketball-Anlage auf dem Schulhof einrichten.

Weitere Preisträger waren Schülerteams der Staatlichen

Realschule Weißenburg (Teleskop für den Wahlunterricht in As-

tronomie), der Grundschule Insel Schütt in Nürnberg (Umgestaltung

der Schultoiletten) sowie der Staatlichen Berufsschule II in

Coburg (Projekt „Yoga für Schüler“).

> www.psd-nuernberg.de

FAI RENT-A-JET

Die Nürnberger Bedarfsfluggesellschaft FAI rent-a-jet AG hat Weihnachtsspenden

von insgesamt 25 000 Euro vergeben: Die Nürnberger

Tafel wurde mit einer Spende von 5 000 Euro bedacht, 20 000

Euro gingen an die Unesco-Stiftung „Bildung für Kinder in Not“.

> www.rent-a-jet.de

Foto: Nürnberger

Vorstandsvorsitzender

Dr. Armin

Zitzmann.


SIEMENS

500 junge Menschen bildet das Berufsausbildungszentrum des

SOS-Kinderdorfs Nürnberg aus und leistet damit einen Beitrag für

den Berufseinstieg von benachteiligten Jugendlichen. Die Siemens

Region-Bayern hat die Arbeit der Einrichtung mit einer Weihnachtsspende

von 10 000 Euro unterstützt. Siemens-Niederlassungsleiter

Peter Baumgartner (Foto, l.) und Dr. Olaf Rathjen, Leiter Siemens

Region Bayern (Mitte l.), überreichten den Spendenscheck an An-

Foto: Siemens

dreas Tonke, Bereichsleiter im SOS-Kinderdorf Nürnberg (Mitte

r.) und Wolfgang Lutz, stellvertretender Leiter des SOS-Berufsausbildungszentrums

(r.).

> www.siemens.de

UNIVERSA VERSIcHERUNgEN

Die Nürnberger Universa Versicherungen unterstützen die Nürnberger

Jugend- und Drogenhilfe „Mudra“ mit einer Spende von 6 000

Euro. Universa-Vorstandsvorsitzender Gerhard Glatz übergab die

Spende an Sven aus der Drogentherapie, Mudra-Geschäftsführer

Bertram Wehner und Metallbaukünstler Stefan Vogel (Foto, v.r.).

Finanziert wird ein neues Kunstprojekt für Drogenabhängige, die

sich in stationärer Behandlung befinden. Gemeinsam mit Stefan

Vogel aus Eckental werden sie

eine Metallskulptur entwerfen

und anfertigen. Zudem ist ein

weiteres Kunstprojekt geplant,

bei dem Studierende der Akademie

der Bildenden Künste

mit inhaftierten Drogenabhängigen

der Justizvollzugsanstalt

zusammenarbeiten

werden. Die Universa ist der

Mudra seit Langem verbunden, u.a. hospitiert deren Führungskräftenachwuchs

im Rahmen des Projektes „Türen öffnen“ in sozialen

Einrichtungen wie der Drogenhilfe.

> www.universa.de

Foto: Universa

AREVA NP

Die Areva NP GmbH, Erlangen,

spendete 5 000 Euro an

die Erlanger Regnitz-Werkstätten.Areva-Geschäftsführer

Carsten Haferkamp (Fo-

to, Mitte) überreichte den

symbolischen Scheck an

Foto: Areva

UNTERNEHMEN | PERSONEN

den Geschäftsführer der Regnitz-Werkstätten, Stefan Müller (l.),

und Werkstattleiter Matthias Laue (r.). Mit dem Geld werden für

die 250 Menschen mit Behinderung, die in den Werkstätten arbeiten,

Kurse zum besseren Lesen, Schreiben und Rechnen finanziert

sowie ein Touchscreen-Computer mit spezieller Software angeschafft.

Vor der Spendenübergabe hatten zehn Areva-Mitarbeiter

im Rahmen eines „Rollentauschs“ einen Tag in den Regnitz-Werkstätten

verbracht.

> www.areva.de

ATOS

Die Mitarbeiter des IT-Dienstleisters Atos in Nürnberg, Fürth und

Erlangen haben bei einer Tombola auf der Weihnachtsfeier einen

Betrag von 4 000 Euro für das Kinderheim St. Michael in Fürth

gesammelt. Dort werden etwa 100 Kinder und Jugendliche mit

dem Ziel betreut, erlittene Verletzungen in positive Lebensansätze

umzuwandeln. Die Spende kommt dem Projekt „Erlebnispädagogik

der Gruppe Falken“ zugute, das gemeinschaftliche Aktivitäten

der Wohngruppen organisiert. Der Künstler Marc O. Vincent und

Christian Ernst (Mitglied

der Geschäftsleitung

von Atos Deutschland)

übergaben die

Spende an Brigitte Stief

und Bastian Döring

vom Kinderheim St. Michael

(Foto; v.l.).

> www.atos.net

FERcHAU ENgINEERINg

Die Nürnberger Niederlassung der Ferchau Engineering GmbH

spendete 3 000 Euro für das SOS-Kinderdorf in Nürnberg. Der

Ingenieurdienstleister hatte in der Weihnachtszeit auf Kundengeschenke

verzichtet und wie im Jahr zuvor der sozialen Einrichtung

zugedacht, die junge Menschen auf ihrem Weg in das Berufsleben

unterstützt und begleitet.

> www.ferchau.de

ccUNIRENT SySTEM

Die Weihnachtsspende der CCUnirent System GmbH ging dieses

Mal an den Verein Help e.V. und war 2 000 syrischen Familien gewidmet,

die in der Nähe von Damaskus mit den harten Bedingungen

des Bürgerkrieges und des kalten Winters kämpfen.

> www.ccunirent.de

WiM veröffentlicht in dieser Rubrik Spenden ab 2 500 Euro.

IHk-Sponsoringbörse

Damit wichtige Projekte Unterstützung

finden, hat die IHK eine Sponsoringbörse

geschaffen, die interessante Projekte und

engagierte Unternehmer zusammenbringt.

Werden Sie jetzt aktiv!

> www.ihk-sponsoringboerse.de

Foto: Atos

02 | 13 67


UNTERNEHMEN | PERSONEN

BARMER gEk

Programme für fitte Mitarbeiter

Der Krankenversicherer Barmer GEK Mittelfranken

ist mit zwei Nürnberger Arztnetzen

eine Kooperation eingegangen. Auf diese

Weise soll die medizinische Versorgung der

Patienten verbessert werden, erklärte Alfred

Kindshofer, Geschäftsbereichsleiter Verträge

bei der Barmer GEK Bayern. Damit ist Nürnberg

ein exponierter Standort für Arztnetze:

Von sieben derartigen Kooperationen, die die

Barmer deutschlandweit unterhält, sind zwei

in Nürnberg.

Partner sind das Praxisnetz Nürnberg Süd

e.V. (PNS) mit rund 150 Arztpraxen und das

Gesundheitsnetz Qualität & Effizienz eG

(QuE). Die Versicherten sollen von der Dia-

gnose über die Therapie bis zur Nachsorge

eine qualitativ bessere Behandlung bekommen

und zudem davon profitieren, dass sie

eine ärztliche Zweitmeinung einholen kön-

nen. Das funktioniert etwa bei PNS dadurch,

dass alle individuellen Patientendaten (z.B.

Unverträglichkeiten, Laborwerte, Diagnosen

und Medikationen) in einem besonders geschützten

Bereich hinterlegt sind, so PNS-

Vorsitzender Dr. med. Michael Bangemann.

Im Durchschnitt besucht ein Patient 18

Mal im Jahr einen Arzt. Bei chronisch Kranken

komme es vor, dass ein Arzt Medikamente

gegen ein Leiden verschreibe und ein weiterer

Arzt ein anderes Medikament gegen die

68 02 | 13

Nebenwirkungen der ersten Verordnung, so

Bangemann. QuE überprüfe regelmäßig, ob

solch unnötige „Mehrfachmedikationen“

vorliegen, erklärte QuE-Vorstandsvorsitzender

Dr. med. Veit Wambach. Immerhin bekommen

35 Prozent der Männer und 40 Prozent

der Frauen über 65 Jahre in Deutschland

neun oder mehr Wirkstoffe in Dauertherapie.

Das ist für Wambach wegen der damit

einhergehenden Wechsel- und Nebenwirkungen

inakzeptabel. Die vergleichbare QuE-

Quote der Mehrfachmedikation liege bei lediglich

16 Prozent.

Wenn unnötige Medikationen und Untersuchungen

eingespart werden, profitieren davon

auch die Patienten in Form von kürzeren

Wartezeiten, zudem bekommen sie schneller

einen Termin beim Facharzt. Wie sich das

Mehr an Qualität und die Kosteneinsparun-

Kooperation bei der medizinischen Versorgung: Dr. Konrad Weßner (Puls Marktforschung),

Dr. Michael Bangemann (PNS), Barmer-Regionalgeschäftsführer Andreas Haupt, Alfred Kindshofer

(Barmer Bayern) und Dr. Veit Wambach (QuE; v.l.).

gen in Heller und Pfenning für die Barmer

GEK auswirken, kann Regionalleiter Andreas

Haupt noch nicht beziffern: „Wir werden erst

einmal die Ergebnisse der nächsten Jahre abwarten.“

Angesichts der bundesweit explodierenden

Gesundheitskosten könne aber die

Vernetzung von Ärzten, Krankenhäusern

und Apotheken der Einstieg in eine neue Behandlungs-

und Kostenkultur sein. Während

Kindshofer allen heute bestehenden Modellen

und Praxisformen ihre Berechtigung zu-

Foto: Tjiang

spricht, sieht Bangemann den allein agierenden

und nicht vernetzten Haus- oder Facharzt

in den nächsten zehn Jahren als Auslaufmodell.

Für Nürnberg hat der Pilotversuch auch

deshalb Bedeutung, weil hier im deutschlandweiten

Vergleich eine höhere Anzahl an

psychischen Krankheiten und Herzinfarkten

diagnostiziert wird. In Bayern entfielen 2011

allein 17 Prozent der Fehltage auf psychische

Störungen. Diese Krankheitsgruppe ist laut

Gesundheitsreport 2012 der Barmer GEK in

Bayern hauptsächlich für den Anstieg der

Fehlzeiten verantwortlich. Ein wichtiger Aspekt

ist deshalb die Prävention, zu der die

Barmer GEK Nürnberg eine Studie der Puls

Marktforschung aus Schwaig vorgelegt hat.

Der repräsentativen Erhebung „Mitarbeiter-

Energie“ zufolge fühlen sich mehr als 25 Prozent

der Beschäftigten am Arbeitsplatz unterfordert.

Puls-Firmenchef Dr. Konrad Weßner

bringt es auf den Punkt: „Ein Viertel der

Lohnsumme bezahlen die Unternehmen

ohne Gegenleistung.“ Als Hauptgrund für

nicht ausgeschöpftes Leistungsvermögen

nannten die Befragten Unterforderung, mangelndes

Feedback, zu geringe Identifikation

mit Werten und Strategien des Arbeitgebers

sowie zu wenig Stolz und Gemeinschaftsgefühl.

Erst wenn in den Betrieben wirksam an

diesen Themen gearbeitet werde, entfalte die

betriebliche Gesundheitsförderung ihre volle

Wirkung.

Die Praxis zeige, dass ein Gesundheitsmanagement

die Leistungsbereitschaft der Mitarbeiter

stärken könne. Speziell in Mittelfranken

hat die Barmer GEK zahlreiche Angebote

zur Gesundheitsförderung aufgelegt,

etwa zu den Themen betriebliches Gesundheitsmanagement,

Work-Life-Balance oder

Vorbeugung von Burnout. Neu ist u.a. der

Balance-Check, mit dem überprüft wird, inwieweit

Mitarbeiter zu Entspannung und Regeneration

in der Lage sind. Seit Längerem

sind die Gesundheitstage im Programm, die

die Krankenversicherung in Mittelfranken

zusammen mit rund 100 Unternehmen organisiert.

In der Region sind 121 000 Mitglieder

bei der Barmer versichert, die von 350 Mitarbeitern

betreut werden. tt. n

www.barmer-gek.de


WöHRL

SinnLeffers übernommen

Die Nürnberger Rudolf Wöhrl AG

übernimmt die SinnLeffers GmbH,

ein Modehandelsunternehmen im

gehobenen Segment mit Stammsitz

in Hagen. Über den Kaufpreis

äußerten sich beide Seiten nicht.

Zuletzt wurde bekannt, dass die

Übernahme sowie die Modernisierung

von Modehäusern durch

eine Unternehmensanleihe mit

fünfjähriger Laufzeit mit finanziert

werden soll.

Im Jahr 2011 erzielten die 22

SinnLeffers-Filialen mit knapp

2 000 Mitarbeitern einen Umsatz

von gut 300 Mio. Euro, vor allem

durch den Verkauf von Fremdmarken

wie Hugo Boss, Gant und

Tom Tailor. „Beide Häuser ergänzen

sich nahezu ideal an ihren

Standorten. Wir sind stolz darauf,

ein Traditionsunternehmen mit

über 150-jähriger Geschichte übernehmen

zu können“, erklärte Gerhard

Wöhrl, ältester Sohn von Firmengründer

Rudolf Wöhrl und Seniorchef

des Unternehmens. SinnLeffers-Filialen gibt

es vor allem im Westen und Norden Deutschlands.

Dagegen befinden sich die 38 Häuser

der Wöhrl-Unternehmensgruppe, die mit über

2 000 Mitarbeitern mehr als 300 Mio. Euro

umsetzt, vor allem in Bayern, Baden-Württemberg,

Berlin, Sachsen und Sachsen-Anhalt.

Überschneidungen von Standorten gibt

es nur in Dresden, München und Magdeburg,

die Wöhrl- und SinnLeffers-Häuser in

diesen Städten sollen weitergeführt werden.

Aber nicht nur die geografische Verbreitung

von SinnLeffers passt den Franken in ihr

A N z E I g E

Der KREUZER-Tipp

Unternehmen und

Internetverkauf

Seit Kurzem gilt für Bestellungen

im Internet die sogenannte„Button-Lösung“.

Dadurch werden

die Beschriftung des Bestellbuttons

und weitere

Formanforderungen bei

der Gestaltung einer Bestellseite

vorgegeben.

Auf Expansionskurs: Vorstandsvorsitzender Olivier Wöhrl, Seniorchef

Gerhard Wöhrl und Vorstand Robert Rösch (v.l.).

Erweiterungskonzept. Der insgesamt wachsende

Internet-Handel mit Mode, der bei

Wöhrl bisher noch keine entscheidende Rolle

spielt, soll durch den Zukauf beflügelt werden.

„SinnLeffers hat ein exzellentes Konzept,

von dem wir bei Wöhrl lernen können.

Schon im Februar wird SinnLeffers in den

Online-Handel einsteigen“, gab Wöhrl-Vorstandschef

Olivier Wöhrl, der Enkel von Firmengründer

Rudolf Wöhrl, bekannt. Die Filialen

sollen allerdings ihren eigenständigen

Auftritt behalten: „SinnLeffers wird jetzt

nicht auf Wöhrl getrimmt“, so Gerhard

Wöhrl bei einer Pressekonferenz.

von Rechtsanwalt Dr. jur. Günther Kreuzer

Die „Button-Lösung“

soll den Verbraucher vor Abo-Fallen im Internet

schützen, gilt für Verträge mit Unternehmen

und verlangt eine ausdrückliche Bestätigung

der Zahlungspflicht des Verbrauchers

bei seiner Bestellung im Internet. Bezeichnungen

wie „Weiter“, „Bestellen“, „Bestellung

abschließen“, „Anmelden“ oder „Los“ gelten

nicht mehr. Dazu sind vor der Bestellung zusätzliche

Informationen hervorzuheben, z.B.

wesentliche Wareneigenschaften oder der

Gesamtpreis inkl. sonstiger Kosten.

UNTERNEHMEN | PERSONEN

SinnLeffers war 1997 durch die

Fusion der zwei Traditionshäuser

Sinn und Leffers entstanden. Bis

zum Jahr 2001 gehörte das Modeunternehmen

der Familie Schickedanz,

dann wurde es an Karstadt-

Quelle und im Mai 2008 an die

Deutsche Industrie Holding (DIH)

verkauft. Nach einem Planinsolvenzverfahren

durchlief der Modehändler

einen harten Sanierungsprozess,

der auch die Schließung

von Häusern und Entlassungen

einschloss. Seit 2011 zeigt

sich das Unternehmen jedoch

wirtschaftlich erholt.

Im deutschen Textilhandel

herrscht besonders harter Wettbewerb.

Nicht nur Online-Größen

wie Otto oder Zalando und

Ketten wie H&M oder Esprit sorgen

für Konkurrenz, zunehmend

kämpfen auch Hersteller wie Tom

Tailor oder Gerry Weber mit eigenen

Filialkonzepten um neue

Marktanteile. Wöhrl hat jetzt auf diesen

Marktwandel angemessen reagiert, wie

Branchenkenner urteilen: Durch den Zukauf

führt das fränkische Traditionsunternehmen

nun eine praktisch um das Doppelte

verstärkte Textilhandelsgruppe mit 60

Modehäusern, über 4 000 Mitarbeitern und

einem Gesamtumsatz von 600 Mio. Euro ins

Feld. „Unsere Vision ist es, der erfolgreichste

familiengeführte Modefilialist in Deutschland

zu werden“, kündigte Vorstandschef

Olivier Wöhrl an. pb. n

www.woehrl.de

Konsequenz

ist, dass alle im Internet kostenpflichtige

Dienstleistungen/Waren anbietende Unternehmen

ihre Bestellseite anpassen müssen.

Verträge sind sonst unwirksam. Zudem läge

ein abmahnfähiger Rechtsverstoß vor.

Kreuzer-Tipp:

Lassen Sie sich beraten, ob Ihre Bestellseite im

Einzelfall rechtssicher den neuen Vorgaben entspricht

und wie Ihre Bestellseite zu gestalten ist.

Dr. Günther Kreuzer ist Rechtsanwalt und zuständig für Wirtschaftsrecht im Nürnberger Büro der DR KREUZER & COLL Anwaltskanzlei an der Lorenzkirche, Lorenzer Platz 3 a.

Die Kanzlei ist Gründungsmitglied der weltweiten Anwaltsgruppe ij INTERNATIONAL JURISTS. Mehr Informationen unter www.kreuzer.de oder unter 0911/2022-0.

Foto: bayernpress.com

02 | 13 69


UNTERNEHMEN | PERSONEN

MEMMERT

Gut temperiert

Die Produktion von Temperierschränken sowie

von Wasser- und Ölbädern für verschiedenste

Anwendungen ist die Spezialität der

Memmert GmbH + Co. KG. Das Unternehmen

mit Sitz in Schwabach und einem Werk

im benachbarten Büchenbach ist mit seinen

Wärme-, Brut- und Klimaschränken weltweit

erfolgreich, was sich auch an den Geschäftszahlen

ablesen lässt: Die Zahl der Mitarbeiter

stieg in den letzten fünf Jahren um

über 100 auf heute 250, auch beim Umsatz

gab es dynamische Zuwächse auf aktuell

rund 44 Mio. Euro. Deshalb wurde Memmert

im vergangenen Jahr mit dem Prädikat „Bayerns

Best 50“ geehrt, mit dem das Bayerische

Wirtschaftsministerium die wachstumsstärksten

Unternehmen des Freistaats ehrt.

Bereits in der dritten Generation entwickelt

und produziert Memmert eine breite Palette

von Anlagen, bei denen es um das exakte

Temperieren geht: z.B. Brutschränke, Sterilisatoren,

Vakuumtrockenschränke, Konstantklima-Kammern,

Klimaprüfschränke und

Wasserbäder. Ebenso vielfältig sind die Einsatzgebiete

der Geräte, wie z.B. die industrielle

Prüfung von Werkstoffen und Bauteilen,

die biologische, chemische und lebensmitteltechnische

Forschung sowie die Human- und

Veterinärmedizin. Die rund 30 000 Geräte,

die Memmert jedes Jahr verkauft, werden

von den Kunden benötigt, um komplexe Aufgaben

zu erfüllen: In den Kammern werden

Kunstherzen getrocknet, Bierproben erwärmt,

Autokabel künstlich gealtert, das

Schmelzverhalten von Speiseeis beobachtet

oder Kariesbakterien bebrütet.

Die Ohning Innenausbau GmbH aus Schwabach

ist eine feste Größe im Deutschen Bundestag

in Berlin: Das Unternehmen ist dort

das ganze Jahr über mit drei Facharbeitern

präsent, um Aufgaben bei Innenausbau, Wartung

und Service zu übernehmen. Besonders

gefordert war das Team vor Kurzem wegen

des Festaktes, der anlässlich des 50. Jahrestages

des Elysée-Vertrages zwischen Deutschland

und Frankreich im Plenarsaal des

Reichstagsgebäudes stattfand.

Projektleiterin Anke Müller baute mit ihrem

achtköpfigen Team die verankerten

Möbel und Pulte ab und gestaltete den Saal

für die Feierlichkeiten um, sodass die französische

Nationalversammlung und der

Deutsche Bundestag gemeinsam tagen

konnten. Für dieses Projekt brachte Ohning

70 02 | 13

„Geräte, wie wir sie bauen, kann man nicht

einfach so aus dem Stand entwickeln. Da

braucht man viel Erfahrung“, so Christiane

Riefler-Karpa, die das Unternehmen seit

2007 leitet. Das sehr spezifische Know-how

wurde über viele Jahre erarbeitet: Gegründet

wurde der Betrieb im Jahr 1933 als Elektrogerätehandel

von Riefler-Karpas Großvater

Willi Memmert, der nach dem Zweiten Weltkrieg

Heißluftsterilisatoren für das Rote

Kreuz baute. Daraus hat sich ein Unternehmen

entwickelt, das heute nach eigenen Angaben

zu den weltweiten Technologieführern

in diesem Bereich zählt. „Vor allem, was die

homogene Temperaturverteilung in unseren

Geräten anbetrifft, ist die von uns entwickelte

Technik einzigartig präzise“, so die Geschäftsführerin.

Neben der technologischen Innovation

setzt Memmert auf die enge Zusammenarbeit

und Abstimmung mit den Kunden, um

die genauen Anforderungen in der Industrie

und in den Laboren zu kennen. Weil das Unternehmen

in über 120 Länder liefert und

eine Exportquote von 80 Prozent hat, ist die

Präsenz im Ausland wichtig. Deshalb wurden

Niederlassungen in Shanghai und in Indien

gegründet. „Gerade weil der europäische

Markt stagniert und weil wir unseren Fokus

vor allem auf die Schwellenländer in Asien

und Südamerika richten, müssen wir vor Ort

sein“, so Riefler-Karpa.

Wichtig ist der dreifachen Mutter und begeisterten

Triathletin ein motivierendes Arbeitsumfeld

für die Mitarbeiter. „Ich habe

gemerkt, dass der Sport für mich ein ganz

Foto: Memmert

Geschäftsführerin Christiane Riefler-Karpa

mit einem Universalschrank zum Wärmen

und Trocknen.

wichtiger Ausgleich zu den beruflichen und

familiären Verpflichtungen ist. Das ist eine

Erfahrung, an der ich auch unsere Mitarbeiter

teilhaben lassen möchte.“ Deshalb werden

bei Memmert u.a. Abonnements für Fitnessstudios

gefördert und professionell gecoachte

Lauftreffs während der Mittagspausen organisiert.

Sogar ein eigener Fußballplatz und

ein Beachvolleyball-Feld stehen den Mitarbeitern

zur Verfügung. cp. n

www.memmert.com

OHNINg

Beitrag zur deutsch-französischen Freundschaft

Umbau des Plenarsaals: Geschäftsführer Arnfried

Stange mit seinem Team im Reichstag.

Foto: Ohning

umfangreiche Erfahrungen mit, denn auch

bei der Wahl des Bundespräsidenten und

beim Besuch von Papst Benedikt im Deutschen

Bundestag vor zwei Jahren hatte das

Schwabacher Unternehmen diese Aufgabe

bereits bewältigt.

Die heutige Ohning-Firmengruppe wurde

im Jahr 1932 von Hermann und Sofie Ohning

gegründet. Heute gehören u.a. folgende

Firmen zur Gruppe: die Ohning Innenausbau

mit Standorten in Schwabach, Dresden

und Berlin, die Stange GmbH Wohnbau sowie

eine Projektgesellschaft und eine Pension

in Dresden. Zu den Geschäftspartnern von

Ohning gehören u.a. Planer, Architekten und

Bauherren. n

www.ohning.de


UNTERNEHMEN | PERSONEN

gRUNdIg

Einstieg in das Geschäft mit weißer Ware

Die Traditionsmarke Grundig, die seit 2007

Teil der türkischen Koç-Unternehmensgruppe

ist, soll sich zum Vollsortimenter entwickeln.

Die Nürnberger Tochter Grundig Intermedia

GmbH stellte zu Jahresbeginn erstmals

Haushaltsgeräte, sogenannte Weiße

Ware, vor. Die neue „WeCare“-Hausgerätelinie

bietet über 70 Produkte für Küche und

Bad – vom Backofen über Kühlschränke und

Geschirrspüler bis hin zu Waschmaschinen

und Trocknern. Die intelligenten Haushaltsgeräte

ließen sich intuitiv bedienen und seien

zugleich sparsam im Verbrauch von Strom

und Wasser. „Wir wollen kein Ein-Produkt-

Unternehmen sein“, erklärte Geschäftsführer

Murat Sahin mit Blick auf die Tatsache, dass

bislang 80 Prozent des Grundig-Umsatzes

auf den TV-Bereich entfallen.

Sahin will mit dieser Strategie die Abhängigkeit

von der Unterhaltungselektronik reduzieren

– dem traditionellen Kerngeschäft

des von Max Grundig gegründeten Unternehmens.

Das bedeute aber nicht, dass man

die Innovationen bei den Fernsehgeräten

vernachlässige. So werden neue Funktionen

für Fernseher entwickelt, beispielsweise eine

vorinstallierte Kicker-App für Sportfans, um

während eines Fußballspiels auf Tabellen und

Hintergrundberichte zuzugreifen. Wer mit den

TV-Geräten nicht nur fernsehen will, kann per

Web-Browser surfen, einen App-Store besuchen,

per Skype Bildtelefonate führen oder

INNOVATIONS- UNd gRüNdERzENTRUM

Starthilfe für Technologiefirmen

Seit 1986 unterstützt das Innovations- und

Gründerzentrum Nürnberg-Fürth-Erlangen

(IGZ) technologieorientierte Gründer in den

ersten Jahren der Selbstständigkeit. Derzeit

haben 37 junge Unternehmen ihren Sitz im

IGZ, das im Gewerbegebiet Erlangen-Tennenlohe

zu finden ist. IGZ-Geschäftsführerin

Sonja Rudolph zeigte sich zufrieden mit dem

Geschäftsverlauf des vergangenen Jahres: Das

Zentrum habe 2012 drei neue Gründerfirmen

als Partner gewonnen, vier Unternehmen

hätten das IGZ verlassen und stünden

nun auf eigenen Beinen. Ausgezogen ist u.a.

das Zentrum für Angewandte Energieforschung

(ZAE), das nun in einem eigenen Gebäude

auf dem Universitätsgelände arbeitet.

Die Entwicklungsgruppe von Texas Instruments

ist nach Freising verlagert worden, deren

Know-how sei jedoch durch eine Neugründung

mit Arbeitsstätten im IGZ und in

Nürnberg in der Region gehalten worden.

Derzeit sind die Flächen des IGZ zu 88 Pro-

Geschäftsführer Murat Sahin.

die Kinder per „BabyWatch“ beaufsichtigen.

In den vergangenen zwei Jahren hat sich der

Grundig-Umsatz in etwa verdoppelt, allein

2012 konnte das Traditionsunternehmen um

42 Prozent auf 265 Mio. Euro zulegen, wie

Mitgeschäftsführer Horst Nikolaus berichtete.

Verkauft wurden rund 3,2 Mio. Fernsehgeräte,

wobei Grundig von der Fußball-Europameisterschaft

und von den Olympischen

Spielen profitierte.

„Wir schreiben seit drei Jahren schwarze

Zahlen“, ergänzte Sahin, der im aktuellen Geschäftsjahr

mit einem einstelligen Umsatzplus

rechnet. Zuversichtlich sei man für den

deutschen Markt, der für Grundig Intermedia

das Hauptabsatzgebiet sei; in den von der

Euro-Krise betroffenen Ländern Südeuropas

sei der Markt für Unterhaltungselektronik

dagegen eingebrochen.

zent belegt, sodass wieder neue Unternehmen

aufgenommen werden können.

Seit der Gründung hat das IGZ 136 junge

Unternehmen begleitet, 96 von ihnen haben

das IGZ verlassen und sind nun in eigenen

Räumen tätig. Als Beleg für die erfolgreiche

Arbeit des IGZ führte Rudolph an, dass bislang

nur sechs der Gründer Insolvenz anmelden

mussten. Zudem hätten sich seit 1996 elf

Foto: Tjiang

Als attraktiver Vertriebskanal erwies sich

erneut die Grundig-Fachhandelsinitiative

(GFI): Die Zahl der Mitglieder der 1988 gegründeten

und nun unter türkischer Führung

erfolgreich wiederbelebten Organisation

sprang um 50 Prozent auf zuletzt über

3 000. Zur hohen Akzeptanz trug die exklusiv

für den Fachhandel entwickelte Produktlinie

„Cityline“ bei, wie GFI-Vorsitzender Jürgen

Müller berichtete. Zudem bildet die Initiative

die Fachhändler in Technik und Marketing

weiter. Über 1 600 von ihnen nahmen im vergangenen

Jahr an Grundig-Schulungen teil,

in denen es beispielsweise um die Einrichtung

eines Reparaturservices direkt vor Ort

beim Handel ging. Punkten könnten die

Händler bei den Kunden auch dadurch, dass

Grundig eine fünfjährige Garantie für Ersatzteile

gebe, so Müller.

Europaweit sind rund 2 000 Mitarbeiter

für Grundig tätig, in Nürnberg sind Verwaltung,

Vertrieb, Logistik und technischer Service

mit 130 Mitarbeitern angesiedelt. Produziert

werden auch Elektrokleingeräte wie

Haartrockner, Rasierer, Staubsauger, Kaffeemaschinen

und Elektrogrills. In diesem Segment

verbuchten die Nürnberger zuletzt ein

Umsatzplus von sieben Prozent, während das

Geschäft in der Sparte Audio, Hifi und MP3

stagnierte. tt. n

www.grundig.de

IGZ-Firmen in die Siegerlisten des IHK-Gründerwettbewerbs

eintragen können, im Jahr

2012 war der Energiemanagement-Spezialist

Empuron unter den Gewinnern. 2013 steht

die Sanierung der IGZ-Fassade an und die

Auslastung des Zentrums soll auf bis zu 95

Prozent erhöht werden, so Sonja Rudolph. n

www.igz.de

02 | 13 71


UNTERNEHMEN | PERSONEN

PROLEIT

Automatisierung für die Ernährungsindustrie

Im Jahr 1986 haben die beiden Österreicher

Wolfgang Ebster und Manfred Czepl in Erlangen

die Proleit AG gegründet, die ihren

Sitz seit 1992 in Herzogenaurach hat. Die beiden

Vorstände waren in den 80er Jahren über

die Siemens AG nach Erlangen gekommen

und sehen ihr Unternehmen heute als einen

der führenden Anbieter für Prozessleittechnik

und Steuerungssoftware.

Die weltweit 275 Mitarbeiter, von denen

rund 200 am Stammsitz tätig sind, setzen

jährlich rund 29 Mio. Euro um. Die Aufwärtsentwicklung

von Proleit spiegelt sich

auch in einem höheren Flächenbedarf wider:

Der im Jahr 1997 errichtete Neubau wurde

inzwischen zu klein, deshalb werden in einem

benachbarten Gebäude, das Anfang dieses

Jahres fertiggestellt wird, zusätzlich 1 200

Quadratmeter angemietet.

Ebster sieht Proleit mit zwei Niederlassungen

in Deutschland (Leverkusen und Halle/

Saale), mit den Tochtergesellschaften in Spanien,

Österreich, Russland, den Niederlanden,

der Ukraine, China, Mexiko und den

USA sowie dem Joint-Venture in Brasilien

global bestens aufgestellt. „Wir wären limitiert,

wenn wir nicht diese Schritte zu einem

internationalen Auftritt gemacht hätten“, erklärt

er mit Blick auf die 27-jährige Unternehmensgeschichte.

Zu den Kunden zählen

insbesondere die Getränke- und Nahrungsmittelindustrie

sowie chemische und phar-

72 02 | 13

Die Vorstände Wolfgang Ebster (l.) und Manfred

Czepl.

mazeutische Unternehmen. Allein 40 Prozent

des Umsatzes entfallen auf Brauereien. Deshalb

gehören nicht nur IT-Spezialisten zum

Team, sondern auch elf Braumeister, die genau

verstehen, wie die Anlagen in einer Brauerei

funktionieren. „Durch die Kombination

von technischem Know-how und technologischem

Verständnis in branchenspezifischen

Teams entstehen maßgeschneiderte Lösungen,

ausgerichtet auf die jeweilige Branche“,

erläutert Czepl. Auf diese Weise könnten

HUMANOPTIcS

Verlust fällt geringer aus

Auf die Herstellung von Premium-Augenlinsen

ist die HumanOptics AG in Erlangen spezialisiert.

Nach schwierigen Jahren ist ihr

Umsatz im Geschäftsjahr 2011/2012 um 20

Prozent auf 7,4 Mio. Euro gestiegen, der Verlust

wurde von 2,1 auf 0,3 Mio. Euro reduziert.

Für Zuversicht sorgt laut Vorstand Dr.

Arthur Meßner auch das Umsatzplus von

zehn Prozent in den ersten fünf Monaten des

laufenden Geschäftsjahres.

HumanOptics ist damit nach einem beschwerlichen

Vorjahr und frühzeitig eingeleiteten

Restrukturierungsmaßnahmen – an

denen sich auch der Vorstand mit einem

neunmonatigen, 25-prozentigen Verzicht auf

sein Grundgehalt beteiligt hatte – operativ in

ruhigeres Fahrwasser zurückgekehrt. Der neu

aufgebaute Direktvertrieb für Deutschland

und Österreich sorgte für eine bessere Marktdurchdringung.

Der Auslandsumsatz stieg

um 28 Prozent, die Exportquote beläuft sich

nunmehr auf 66 Prozent, wobei China, Russ-

Foto ProLeiT

land, Polen und Frankreich zu den wichtigsten

Partnerländern gehören. Das größte

Wachstumspotenzial wird in Russland, den

USA und Asien gesehen, insbesondere in Korea,

Vietnam, Indonesien und China. Ein

neues, mit modernsten Geräten ausgestattetes

Produktionsgebäude in Holzbauweise in

Erlangen soll gewährleisten, dass man die

steigende Nachfrage bewältigen kann.

Das Medizintechnik-Unternehmen mit

seinen 79 Mitarbeitern gehört seit Februar

2012 mehrheitlich zur schweizerischen Medipart

AG, die jetzt über 50 Prozent der Aktien

hält. Nach Angaben der Vorstände Arthur

Meßner und Rainer Stötzel ist Medipart

der „ideale Partner für unsere langfristige

strategische Weiterentwicklung“. Der

Großaktionär hat der HumanOptics inzwischen

auch ein Darlehen in Höhe von einer

Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Der Aufsichtsrat

wurde auf Wunsch von Medipart

neu strukturiert: Neben der bisherigen Vor-

auch komplexe Automatisierungsprojekte realisiert

werden. Um für die Zukunft gerüstet

zu sein, bietet Proleit pro Jahr zehn Ausbildungsplätze

an. Es werde allerdings jedes Jahr

schwerer, sie alle zu besetzen. Ebster: „Ein Defizit,

das sich langsam zum Problem auswächst.“

In den ersten zwei Jahren nach der Gründung

als Zwei-Mann-Ingenieurbüro haben

Ebster und Czepl aus einer Drei-Zimmer-

Wohnung in der Erlanger Heuwaagpassage

heraus Aufträge für das Braumat-System der

Siemens AG abgewickelt. Der Fahrbahnsimulator

der Wiener U-Bahn und die Trockentürme

im Düsseldorfer Henkel-Werk

waren weitere Projekte aus der Anfangszeit.

Im Jahr 1990 wurde auf der Brau-Messe in

Nürnberg ein eigenes Leitsystem speziell für

Brauereien und die Getränkeindustrie präsentiert.

Inzwischen stehen so renommierte

Brauereien wie Tucher, Maisel, Erdinger

Weißbräu, Heineken, Warsteiner, Jever, Carlsberg,

Pilsner Urquell, Radeberger und Guinness

auf der Referenzliste. Müller-Milch,

Unilever, Sachsenmilch, Coca-Cola, Danone,

Lindt, Selters, Fresenius Merck und Bayer

sind weitere renommierte Kunden der Proleit

AG, die ihre Produkte vornehmlich unter den

Markennamen „Plant iT“ und „brewmaxx“

vertreibt. ug. n

www.proleit.de

Erfreut über den Aufwärtstrend: Aufsichtsratsvorsitzende

Sonja Strauß und Vorstand

Dr. Arthur Meßner.

sitzenden Sonja Strauß wurden der Allensbacher

Rechtsanwalt Eckhard Besuden und

Robert Schäfer von der Sparkasse Singen-

Radolfzell bestellt. ug. n

www.humanoptics.de

Foto: Greiner


Wirtschaft im Blick

n Die Nürnberger Datev AG hat ein Joint-

Venture mit dem Kölner Verlag Dr. Otto

Schmidt abgeschlossen. Gemeinsam wollen

die beiden Unternehmen multimediale Angebote

für die Weiterbildung von Rechtsanwälten

entwickeln. Geplant sind u.a. Online-Seminare,

bei denen sich Teilnehmer

und Referenten im Internet „treffen“ (www.

datev.de).

n Die Leoni AG eröffnete im November 2012

eine Niederlassung in den Vereinigten Arabischen

Emiraten. Die neu gegründete Gesellschaft

hat ihren Sitz in der Freihandelszone

Jebel Ali in Dubai und soll zum Auf-

und Ausbau des Geschäfts in der Region

beitragen (www.leoni.com).

n Die Nürnberger Niederlassung der Brunel

GmbH ist in neue Büroräume im Eurocom

Businesspark gezogen. Grund für den Ortswechsel

ist die Neueinstellung von 30 Mitarbeitern

bis Ende 2013, die wegen der steigenden

Nachfrage nach den Ingenieursdienstleistungen

von Brunel geplant ist (www.

brunel.de).

n Das Nürnberger Schulungs- und Beratungsunternehmen

Schultheiss Seminare firmiert

jetzt unter dem Namen Schultheiss SCI.

Der neue Name steht für „Strategie, Change

und Innovation“ und soll damit die Kernkompetenzen

des Unternehmens besser widerspiegeln

(www.schultheiss-sci.de).

n Der österreichische Möbelteileproduzent

Speedmaster GmbH hat ein neues Werk im

Gewerbegebiet Rothenburg-Endsee in Betrieb

genommen. Die über 100 neuen Mitarbeiter

wurden in Kooperation mit dem

Rothenburger Büro des Personaldienstleisters

Bera GmbH rekrutiert (WiM berichtete).

Bei der Eröffnung unterstrich Gerhard

Walther, der Vorsitzende des IHK-

Gremiums Rothenburg o.d.T., die Bedeutung

der Ansiedlung für die Region (www.

speedmaster.at, www.beragmbh.de).

Ihr Partner im Gewerbebau:

n Die Immowelt AG, Nürnberg, hat einen

Kooperationsvertrag mit dem Regionalverband

IVD West des Immobilienverbandes

Deutschland (IVD) geschlossen und unterstützt

nun dessen 1 500 Mitglieder aus

Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und

dem Saarland bei Online-Vermarktung

und Immobilien-Akquise. Zuvor hatte Immowelt

bereits ähnliche Vereinbarungen

mit den Regionalverbänden IVD Mitte,

IVD Süd und IVD Mitte-Ost unterzeichnet

(www.immowelt.de).

n In den letzten Jahren hat der in Fürth ansässige

Projektentwickler P&P Gruppe

Bayern vor allem Objekte in Fürth, Schwabach,

Forchheim und Erlangen saniert bzw.

neu gebaut. Nun legt P&P das Augenmerk

verstärkt auf den Immobilienmarkt in

Nürnberg: In der Kreulstraße errichtet das

von Michael Peter geführte Unternehmen

rund 100 Reihenhäuser, die in zwei Bauabschnitten

bis Ende 2014 fertiggestellt werden

sollen. Auch das aktuell größte Projekt

von P&P wird in Nürnberg realisiert: Auf

dem früheren Areal eines Pharmaunternehmens

in der Südstadt entsteht das „City

Central Nürnberg“ (Foto) mit ca. 370 Wohneinheiten

(www.pp-gruppe.de).

n Die FR-Frankensolar GmbH ist mit einem

neuen Büro im kroatischen Varazdin vertreten.

Von dort aus will das Unternehmen

seine Geschäftsaktivitäten in Südosteuropa

vertiefen. Außerdem hat Frankensolar einen

Kooperationsvertrag mit dem Groß-

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händler SES 21, Polling-Oderding (Oberbayern),

geschlossen und übernimmt nun

für diesen den gesamten Beschaffungs- und

Versandprozess (www.solaranlagen.de).

n Die Fürther Trolli GmbH, die bislang als

Mederer Süßwarenvertriebs GmbH firmierte,

gab anlässlich der Internationalen Süßwarenmesse

(ISM) in Köln ihre Umsatzzahlen

des Geschäftsjahres 2012 bekannt:

Der Umsatz im Inland stieg um zwei Prozent,

weltweit legte er um sechs Prozent zu,

wobei sich die Region Asien/Pazifik besonders

dynamisch entwickelte. Für die Markterschließung

in Asien wurde im vergangenen

Jahr auch die Vertriebsgesellschaft in

Singapur gegründet (www.trolli.de).

n Die E.ON Gas Mobil GmbH aus Essen hat

das Erdgastankstellen-Netz im Raum Nürnberg

erweitert: Zwei neue Erdgastankstationen

befinden sich nun in den Aral-Tankstellen

in der Erlanger Straße und der Ulmenstraße.

Damit gibt es vier Standorte an

wichtigen Verkehrsknotenpunkten im Stadtgebiet

Nürnberg sowie neun weitere im

Großraum (www.eon.de).

n Das Language Center Erlangen bietet allgemeine

Sprachkurse, Einzelunterricht

und Sprachkurse direkt bei Unternehmen

an. In den letzten Monaten wurden neue

Formen von Sprachkursen entwickelt: Bei

der „Babble Time“ können Teilnehmer jeden

Alters und aller sprachlichen Niveaus

ihre Sprachpraxis mit selbst gewählten

Themen verbessern. Beim Angebot

„Sprachtrainer to go“ werden die Lernenden

einzeln von einem Lehrer begleitet

(z.B. bei Messebesuch, Geschäftsessen oder

Besuchen von ausländischen Kunden), um

dabei die Sprachpraxis zu verbessern. Darüber

hinaus bietet das Unternehmen Management-

und Business-Seminare auf

Englisch an, bei denen Muttersprachler

Englisch- und Management-Kenntnisse

vermitteln (www.lc-erlangen.de).

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Foto: P&P Gruppe


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Letzte Ruhe für

Hund und Katze

Als Roland Merker im Jahr 1997 die Firma

Anubis-Tierbestattungen in Lauf a.d. Pegnitz

gründete, hätte er nicht gedacht, dass daraus

ein Franchise-System mit mittlerweile 15

Partnerbetrieben werden würde. Sein Ziel ist

es, Tierbesitzern nach dem Tod ihres Haustieres

eine Alternative zur gängigen „Tierverwertung“

zu bieten. Den Erfolg seines Geschäftsmodells

erklärt Merker mit dem gestiegenen

Stellenwert, den Haustiere inzwischen

einnehmen: „Tiere werden heute oft als

Freund und Begleiter, ja als Familienmitglied

gesehen.“

Als Jungunternehmer über einen Fernsehbeitrag

auf Anubis aufmerksam wurden und

das Konzept übernehmen wollten, kam Merker

auf die Idee, ein Franchise-System zu entwickeln.

Bereits 2001 eröffnete der erste Franchise-Partner,

inzwischen gibt es ein deutschlandweites

Netz. Auch im deutschsprachigen

Ausland sind Standorte geplant. Neben dem

Hauptsitz in Lauf besteht seit 1. Februar 2013

eine zweite Niederlassung in Himmelkron

bei Bayreuth, an beiden Standorten sind insgesamt

zehn Mitarbeiter beschäftigt.

Tierbesitzer können verschiedene Dienstleistungen

in Anspruch nehmen, angefangen

von der Abholung des verstorbenen Tieres

über die Erdbestattung bzw. Einäscherung

bis hin zur Trauerbegleitung; auch Särge, Urnen

und Grabsteine können erworben wer-

UNTERNEHMEN | PERSONEN

Inhaber Roland Merker vor dem hauseigenen

Tierkrematorium.

den. Mit dem Tierfriedhof „Himmelsgarten“

in Grünsberg bei Altdorf und dem hauseigene

Krematorium, das 2008 eröffnet wurde,

bietet Anubis ein umfassendes Programm an,

um sich von den tierischen Freunden zu verabschieden.

n

www.anubis-tierbestattungen.de

DOlliNgER PERSONAl SERvicES

Einsatz für ältere Fachkräfte

Peter Dollinger gründete im Oktober 2002 in

Fürth die Dollinger Personal Services GmbH,

die seit 2006 in der Höfener Straße in Nürnberg

ansässig ist. Der inhabergeführte Personaldienstleister

ist auf die Vermittlung von

Facharbeitern, Meistern, Technikern und Ingenieuren,

vor allem aus der Metall- und

Elektrobranche, spezialisiert. Dollinger Personal

Services unterstützt die Kunden, wie

z.B. den Spielzeughersteller Playmobil, darüber

hinaus bei der strategischen Personalplanung.

„Für uns zählt nicht nur, dass fachliche

Qualifikation und Anforderungsprofil zusammenpassen,

sondern auch Persönlichkeit

und Unternehmensstruktur“, beschreibt Peter

Dollinger die Unternehmensphilosophie.

Ein Anliegen ist es ihm, ältere Fachkräfte zu

fördern und in das Berufsleben zu integrieren.

Im Zuge der Initiative „Perspektive 50plus“

wurde der Personaldienstleister, der Mitglied

Foto: Anubis

beim „Pakt 50 für Nürnberg“ ist, im vergangenen

Jahr mit der Auszeichnung „Team des

Monats“ bedacht. Sie würdigt Unternehmen,

in denen altersgemischte Teams aktiv zusammenarbeiten

und gezielt voneinander lernen.

Seit 2004 ist der Dienstleister, der in der eigenen

Verwaltung zwölf Mitarbeiter beschäftigt,

als Ausbildungsbetrieb aktiv, um eigenen

Nachwuchs zu qualifizieren. Darüber hinaus

engagiert sich Dollinger in gesellschaftlicher

Hinsicht und setzt dabei Akzente auf den früheren

Firmensitz Fürth: Er unterstützt die

SpVgg Greuther Fürth als „Kleeblatt-Partner“

und fördert Schulprojekte. So wurde anlässlich

des zehnjährigen Bestehens von Dollinger

Personal Services eine Spendenaktion

für die Grundschule Frauenstraße in der

Fürther Südstadt durchgeführt. n

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LESERSERVICE

UNTERNEHMEN | PERSONEN

Foto: Picture-Alliance

Innovationspreis Verkehr und Logistik:

Der Center for Transportation & Logistics

Neuer Adler – CNA e.V. verleiht 2013 zum

elften Mal den Innovationspreis „Intelligenz

für Verkehr und Logistik“. Bis zum 8. März

2013 können sich bayerische Firmen oder

Institutionen mit Bezug zu den Branchen

Verkehr, Logistik und Bahntechnik bewerben.

Prämiert werden innovative Dienstleistungen

oder Produkte, die einen außerordentlichen

Beitrag zum nachhaltigen

Wachstum, zur Sicherung von Arbeitsplätzen

und zum Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit

der bayerischen Wirtschaft leisten

(www.c-na.de/innovationspreis).

Engagement in Entwicklungsländern:

Die Carl Duisberg Gesellschaft e.V. (CDG)

schreibt im Auftrag des Bundesministeriums

für wirtschaftliche Zusammenarbeit

und Entwicklung erstmals den CDG-Unternehmerpreis

aus. Er honoriert das unternehmerische

Engagement in Entwicklungs-

und Schwellenländern und wird in den Kategorien

„Wirtschaft für Entwicklung“ und

„Innovation für Entwicklung“ vergeben.

Das Preisgeld von 35 000 bzw. 25 000 Euro

soll zweckgebunden für Projekte in den

Entwicklungsländern verwendet werden

(www.cdg-unternehmerpreis.de).

Sicher unterwegs: Der Verband Deutscher

Sicherheitsingenieure e.V. will mit dem

Wettbewerb „Unterwegs – aber sicher“ die

Verkehrssicherheit verbessern. Der Wettbewerb

richtet sich an Verantwortliche für die

betriebliche Verkehrssicherheit, Fachkräfte

für Arbeitssicherheit und Mitarbeiter der

gesetzlichen Unfallsversicherung. Auch Per-

sonen, die Institutionen, Schulen oder Krankenhäuser

in Fragen der Verkehrssicherheit

betreuen, können sich bis zum 1. Juli 2013

bewerben. Die drei Erstplatzierten erhalten

ein Preisgeld von insgesamt 6 000 Euro

(www.vdsi-unterwegs-aber-sicher.de).

Businessplan-Wettbewerb Nordbayern:

Der Wettbewerb, der vom Netzwerk Nordbayern

mit Sitz in Nürnberg organisiert

wird, geht in die zweite Phase. Gründer und

Unternehmerteams aus Franken und der

Oberpfalz sind eingeladen, ihre Geschäfts-

ideen einzureichen. Der Plan sollte die Aspekte

Marketing- und Vertriebsstrategie,

Kundengruppen und Zielmärkte beschreiben

und eine Betrachtung der Chancen und

Risiken beinhalten. Einsteigen können auch

Bewerber, die nicht an der ersten Wettbewerbsphase

teilgenommen haben. Doktoranden,

Professoren, wissenschaftliche Mitarbeiter

und Studenten, die aus ihren Entwicklungen

an der Hochschule ein eigenes

Unternehmen aufbauen wollen, können

ihre Geschäftsidee im Rahmen des Hochschul-Gründer-Preis

2013 von den Experten

des Businessplan-Wettbewerb Nordbayern

prüfen lassen. Einsendeschluss für beide

Wettbewerbe ist der 18. März 2013

(www.netzwerk-nordbayern.de).

Innovative Gründer aus der Informationstechnik:

Das Bundeswirtschaftsministerium

fördert mit dem „Gründerwettbewerb

– IKT Innovativ“ spannende und erfolgversprechende

Gründungsideen aus dem Bereich

der Informations- und Kommunikationstechnik

(IKT). Bis zum 31. Mai können

sich Gründer um die 21 Preise bewerben. Die

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Informationsmaterial über Bauträger und neue Bauvorhaben können Sie im

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Wettbewerbe

sechs Hauptpreise sind mit jeweils 30 000

Euro dotiert, die Ideen von bis zu 15 weiteren

Teilnehmern werden mit je 6 000 Euro belohnt.

Jeder Preisträger erhält ein individuelles

Coaching und kann an Workshops

und Seminaren teilnehmen, jeder Teilnehmer

bekommt eine Bewertung seiner Ideenskizze

(www.gruenderwettbewerb.de).

Schüler als Unternehmer: Schülerfirmen

aus allen Schularten können sich für den

Bundes-Schülerfirmen-Contest bewerben,

der vor drei Jahren von der Nürnberger Firmengruppe

Müller Medien ins Leben gerufen

wurde. Der Wettbewerb bietet den

Schülern die Gelegenheit, ihr kleines Unternehmen

online zu präsentieren und für

die eigene Geschäftsidee zu werben. Die

zehn Preisträger erhalten ein Preisgeld von

insgesamt 8 000 Euro (www.bundes-schuelerfirmen-contest.de).

Nachhaltigkeit: Bis Ende März 2013 können

sich Unternehmen, Medienschaffende,

Privatpersonen, Vereine und Schulklassen

für den Nachhaltigkeitspreis der Neumarkter

Lammsbräu bewerben. Ausgezeichnet

werden Projekte, mit denen die

Kultur der Nachhaltigkeit unter ökologischen,

sozialen, wirtschaftlichen und kulturellen

Aspekten gefördert wird. Im Jahr

2001 hatte das Unternehmen den Deutschen

Umweltpreis erhalten und das Preisgeld

in eine neue Flaschenwaschanlage investiert.

Der dadurch gesparte Betrag von

rund 10 000 Euro wird seitdem den Preisträgern

des Nachhaltigkeitspreises gestiftet

(www.lammsbraeu.de/verantwortung/

nachhaltigkeitspreis). n

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REHART

Beschichten statt neu kaufen

Anlagenbetreiber wissen, wie stark hoch rotierende

Systeme durch Abrieb belastet werden.

Deshalb müssen verschlissene Transport-,

Verdichter- oder Rührschnecken häufig

ersetzt werden. Die Rehart GmbH mit Sitz

in Ehingen (Landkreis Ansbach) macht sich

diesen Umstand zunutze und hat die Runderneuerung

von Stahlteilen zu einem wichtigen

Geschäftsfeld gemacht. Eine zusätzlich

aufgebrachte Beschichtung soll die Lebensdauer

von Teilen wie beispielsweise alten und

verbrauchten Schnecken deutlich verlängern,

so die Geschäftsführer Klaus Schülein und

Gerhard Wolff.

Seit fast drei Jahrzehnten ist das Unternehmen

mit heute 70 Mitarbeitern als Spezialist

für das sogenannte Regenerieren und Hartplattieren

aktiv, woraus auch der Firmenname

„Rehart“ hergeleitet wurde. Der Verschleißschutz

vor allem für Stahlprodukte

steht weiterhin ganz vorne im Produktspek-

trum. Im Laufe der Jahre ist daraus ein Komplettprogramm

entstanden, das die Rehart

GmbH gemeinsam mit der gleichnamigen

Schwesterfirma in Thüringen und der Petersen

Service GmbH in Netphen im Siegerland

anbietet.

In den Anfangsjahren konzentrierte sich

Rehart auf Kunden aus der grob- und feinkeramischen

Industrie (z.B. Ziegelwerke). Die

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Materialien werden dort

unter hohem Druck gefördert,

eine Schnecke ist deshalb

oft innerhalb weniger

Wochen verschlissen. Mit

einer Panzerung hält die

Schnecke nach Unternehmensangaben

oft ein ganzes

Jahr. Die Panzerplatten

aus Verbundmaterial werden

selbsttragend um das

rotierende Teil herum oder

am Gehäuse montiert. Die

dazu nötigen Platten fertigt Rehart in einem

eigenen Werk in Rumänien. Noch immer gehört

die Grobkeramik und speziell die Ziegelindustrie

nach Worten Schüleins zu den

wichtigsten Tätigkeitsbereichen, doch neue

Produkte wie Wasserkraft- und Wasserhebeanlagen

seien inzwischen stark im Kommen.

Rund zehn Prozent des Umsatzes macht Rehart

heute mit der Beschichtung von Schnecken

für Biogasanlagen und Klärwerke. Dafür

wird vor allem „Nanoseal“ verwendet –

das sind spezielle Keramikverbundwerkstoffe

(keramisch gefüllte Zweikomponenten-Epoxydharze),

die Rehart vor etwa zehn Jahren

gemeinsam mit dem Forscher Christian Pluta

und dessen Firma Jeln Imprägnierung

GmbH in Schwalmtal entwickelt hat. Inzwi-

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Eine beschichtete Schnecke bei Rehart in Ehingen.

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für Schnecken, Mischer,

Rührwerke und Mischbehälter an. Wo

die Verschleißrate extrem ist, empfiehlt Schülein

beispielsweise „Nanoseal“ in Kombination

mit aufgeschweißten Außenkanten, die mit

Wolframcarbid verstärkt werden.

Gefragt sind die Technologien aus dem

südwestmittelfränkischen Ehingen nicht nur

in Deutschland, sondern auch in Weißrussland,

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Sachverständigenordnung der IHK Nürnberg für Mittelfranken

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

hat die nachfolgende Neufassung der Sachverständigenordnung in ihrer

Sitzung am 11. Dezember 2012 beschlossen.

I. Voraussetzungen für die öffentliche Bestellung und Vereidigung

§ 1 Bestellungsgrundlage

Die Industrie- und Handelskammer bestellt gemäß § 36 Gewerbeordnung auf Antrag

Sachverständige für bestimmte Sachgebiete nach Maßgabe der folgenden Bestimmungen.

§ 2 Öffentliche Bestellung

(1) Die öffentliche Bestellung hat den Zweck, Gerichten, Behörden und der Öffentlichkeit

besonders sachkundige und persönlich geeignete Sachverständige zur

Verfügung zu stellen, deren Aussagen besonders glaubhaft sind.

(2) Die öffentliche Bestellung umfasst die Erstattung von Gutachten und andere

Sachverständigenleistungen wie Beratungen, Überwachungen, Prüfungen, Erteilung

von Bescheinigungen sowie schiedsgutachterliche und schiedsrichterliche

Tätigkeiten.

(3) Die öffentliche Bestellung kann inhaltlich beschränkt und mit Auflagen verbunden

werden. Auflagen können auch nachträglich erteilt werden.

(4) Die öffentliche Bestellung wird auf fünf Jahre befristet. Bei einer erstmaligen

Bestellung und in begründeten Ausnahmefällen, insbesondere bei Zweifeln über

die Fortdauer der persönlichen oder fachlichen Eignung des Sachverständigen,

kann die Frist von fünf Jahren unterschritten werden. Sofern das Ende der Befristung

bei Erst- oder Wiederbestellungen nicht auf einen 31. Dezember fällt,

kann die öffentliche Bestellung über fünf Jahre hinaus, bis zum folgenden, kalendarischen

Jahresende befristet werden.

(5) Die öffentliche Bestellung erfolgt durch Aushändigung der Bestellungsurkunde.

(6) Die Tätigkeit des öffentlich bestellten Sachverständigen ist nicht auf den Bezirk

der bestellenden Industrie- und Handelskammer beschränkt.

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§ 3 Bestellungsvoraussetzungen

(1) Ein Sachverständiger ist auf Antrag öffentlich zu bestellen, wenn die nachfolgenden

Voraussetzungen vorliegen. Für das beantragte Sachgebiet muss ein Bedarf

an Sachverständigenleistungen bestehen. Die Sachgebiete und die Bestellungsvoraussetzungen

für das einzelne Sachgebiet werden durch die Industrieund

Handelskammer bestimmt.

(2) Voraussetzung für die öffentliche Bestellung des Antragstellers ist, dass

a) er eine Niederlassung als Sachverständiger im Geltungsbereich des Grundgesetzes

unterhält;

b) er über ausreichende Lebens- und Berufserfahrung verfügt;

c) keine Bedenken gegen seine Eignung bestehen;

d) er erheblich über dem Durchschnitt liegende Fachkenntnisse, praktische Erfahrungen

und die Fähigkeit, sowohl Gutachten zu erstatten als auch die in § 2 Abs.

2 genannten Leistungen zu erbringen, nachweist;

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e) er über die zur Ausübung der Tätigkeit als öffentlich bestellter Sachverständiger

erforderlichen Einrichtungen verfügt;

f) er in geordneten wirtschaftlichen Verhältnissen lebt;

g) er die Gewähr für Unparteilichkeit und Unabhängigkeit sowie für die Einhaltung

der Pflichten eines öffentlich bestellten Sachverständigen bietet;

h) er nachweist, dass er über einschlägige Kenntnisse des deutschen Rechts und die

Fähigkeit zur verständlichen Erläuterung fachlicher Feststellungen und Bewertungen

verfügt.

i) er über die erforderliche geistige und körperliche Leistungsfähigkeit entsprechend

den Anforderungen des beantragten Sachgebiets verfügt.

(3) Ein Sachverständiger, der in einem Arbeits- oder Dienstverhältnis steht, kann

nur öffentlich bestellt werden, wenn er die Voraussetzungen des Abs. 2 erfüllt

und zusätzlich nachweist, dass

a) sein Anstellungsvertrag den Erfordernissen des Abs. 2 Buchst. g) nicht entgegensteht,

und dass er seine Sachverständigentätigkeit persönlich ausüben kann;

b) er bei seiner Sachverständigentätigkeit im Einzelfall keinen fachlichen Weisungen

unterliegt und seine Leistungen gemäß § 12 als von ihm selbst erstellt kennzeichnen

kann;

c) ihn sein Arbeitgeber im erforderlichen Umfang für die Sachverständigentätigkeit

freistellt.

(4) (entfallen)

§ 3a Bestellungsvoraussetzungen für Anträge nach § 36a GewO

(1) Für die Anerkennung von Qualifikationen des Antragstellers aus einem anderen

Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat

des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum gelten die Voraussetzungen

von § 36a Abs. 1 und 2 GewO.

(2) Im Übrigen gelten § 3 Abs. 2 und 3.

II. Verfahren der öffentlichen Bestellung und Vereidigung

§ 4 Zuständigkeit und Verfahren

(1) Die Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken ist zuständig,

wenn die Niederlassung des Sachverständigen, die den Mittelpunkt seiner Sachverständigentätigkeit

im Geltungsbereich des Grundgesetzes bildet, im Industrie-

und Handelskammerbezirk liegt. Die Zuständigkeit der Industrie- und

Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken endet, wenn der Sachverständige

die Niederlassung nach Satz 1 nicht mehr im Industrie- und Handelskammerbezirk

unterhält.

(2) Über die öffentliche Bestellung entscheidet die Industrie- und Handelskammer

nach Anhörung der dafür bestehenden Ausschüsse und Gremien. Zur Überprüfung

der gesetzlichen Voraussetzungen kann sie Referenzen einholen, sich vom

Antragsteller erstattete Gutachten vorlegen lassen, Stellungnahmen fachkundiger

Dritter abfragen, die Einschaltung eines Fachgremiums veranlassen und

weitere Erkenntnisquellen nutzen.

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§ 4a Zuständigkeit und Verfahren für Anträge nach § 36a GewO

(1) Abweichend von § 4 Abs. 1 besteht für den Antrag eines Sachverständigen aus

einem anderen Mitgliedsstaat der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat

des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum, der noch

keine Niederlassung im Geltungsbereich des Grundgesetzes unterhält, die Zuständigkeit

der Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

bereits dann, wenn der Sachverständige beabsichtigt, die Niederlassung nach § 4

Abs. 1 S. 1 im Industrie- und Handelskammerbezirk zu begründen.

(2) Für Verfahren von Antragstellern mit Qualifikationen aus einem anderen Mitgliedsstaat

der Europäischen Union oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens

über den Europäischen Wirtschaftsraum gelten die Regelungen in §

36a Abs. 3 und 4 GewO.

§ 5 Vereidigung

(1) Der Sachverständige wird in der Weise vereidigt, dass der Präsident oder ein

Beauftragter der Industrie- und Handelskammer an ihn die Worte richtet: „Sie

schwören, dass Sie die Aufgaben eines öffentlich bestellten und vereidigten

Sachverständigen unabhängig, weisungsfrei, persönlich, gewissenhaft und unparteiisch

erfüllen und die von Ihnen angeforderten Gutachten entsprechend

nach bestem Wissen und Gewissen erstatten werden“, und der Sachverständige

hierauf die Worte spricht: „Ich schwöre es, so wahr mir Gott helfe“. Der Sachverständige

soll bei der Eidesleistung die rechte Hand erheben.

(2) Der Eid kann auch ohne religiöse Beteuerung geleistet werden.

(3) Gibt der Sachverständige an, dass er aus Glaubens- oder Gewissensgründen

keinen Eid leisten wolle, so hat er eine Bekräftigung abzugeben. Diese Bekräftigung

steht dem Eid gleich; hierauf ist der Verpflichtete hinzuweisen. Die Bekräftigung

wird in der Weise abgegeben, dass der Präsident oder ein Beauftragter der

Industrie- und Handelskammer die Worte vorspricht: „Sie bekräftigen im Bewusstsein

ihrer Verantwortung, dass Sie die Aufgaben eines öffentlich bestellten

und vereidigten Sachverständigen unabhängig, weisungsfrei, persönlich, gewissenhaft

und unparteiisch erfüllen und die von Ihnen angeforderten Gutachten

entsprechend nach bestem Wissen und Gewissen erstatten werden“ und der

Sachverständige hierauf die Worte spricht: „Ich bekräftige es“.

(4) Im Falle einer erneuten Bestellung oder einer Änderung oder Erweiterung des

Sachgebiets einer bestehenden Bestellung genügt statt der Eidesleistung oder

Bekräftigung die Bezugnahme auf den früher geleisteten Eid oder die früher

geleistete Bekräftigung.

(5) Die Vereidigung durch die Industrie- und Handelskammer ist eine allgemeine

Vereidigung im Sinne von § 79 Abs. 3 Strafprozessordnung, § 410 Abs. 2 Zivilprozessordnung.

§ 6 Aushändigung von Bestellungsurkunde, Rundstempel, Ausweis und Sachverständigenordnung

(1) Die Industrie- und Handelskammer händigt dem Sachverständigen bei der öffentlichen

Bestellung und Vereidigung die Bestellungsurkunde, den Ausweis,

den Rundstempel, die Sachverständigenordnung und die dazu ergangenen

Richtlinien aus. Ausweis, Bestellungsurkunde und Rundstempel bleiben Eigentum

der Industrie- und Handelskammer.

(2) Über die öffentliche Bestellung und Vereidigung und die Aushändigung der in

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Dipl.-Ing. (FH) Frank Rau

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von der IHK Nürnberg für Mittelfranken

als Sachverständiger öffentlich

bestellt und vereidigt.

Am 7. Dezember 2012 wurde

Uwe Zellner

Schopenhauerstr. 33, 90409 Nürnberg

Fachgebiet: Kraftfahrzeugschäden

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von der IHK Nürnberg für Mittelfranken

als Sachverständiger öffentlich

bestellt und vereidigt.

Am 17. Dezember 2012 wurde

Dipl.-Ing. (FH) Helmut A. Braun

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von der IHK Nürnberg für Mittelfranken

erneut als Sachverständiger

öffentlich bestellt und vereidigt.

Die öffentliche Bestellung und Vereidigung

des Sachverständigen

Dipl.-Ing. (FH) Stephan Kunz

c/o KUBA GdbR KÜS Service-Zentrum

Fürth

Benno-Strauß-Str. 17, 90763 Fürth

Fachgebiet: Kraftfahrzeugschäden

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ist gemäß § 22 1 c Sachverständigenordnung

(SVO) erloschen.

Die öffentliche Bestellung und Vereidigung

des Sachverständigen

Hans Wohlwend, Immobilien-

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Klingerstr. 18, 90455 Nürnberg

Fachgebiet: Bewertung von bebauten

und unbebauten Grundstücken

ist gemäß § 22 1 c Sachverständigenordnung

(SVO) erloschen. n

Abs. 1 genannten Gegenstände ist eine Niederschrift zu fertigen, die auch vom

Sachverständigen zu unterschreiben ist.

§ 7 Bekanntmachung

Die Industrie- und Handelskammer macht die öffentliche Bestellung und Vereidigung

des Sachverständigen im IHK Magazin „WiM – Wirtschaft in Mittelfranken“

bekannt. Name, Adresse, Kommunikationsmittel und Sachgebietsbezeichnung des

Sachverständigen können durch die Industrie- und Handelskammer oder einen

von ihr beauftragten Dritten gespeichert und in Listen oder auf sonstigen Datenträgern

veröffentlicht und auf Anfrage jedermann zur Verfügung gestellt werden.

Eine Bekanntmachung im Internet kann erfolgen, wenn der Sachverständige zugestimmt

hat.

c

02 | 13 79


BRANCHEN-MARKT A–Z

bEKANNTMAcHUNgEN

III. Pflichten des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen

§ 8 Unabhängige, weisungsfreie, gewissenhafte und unparteiische Aufgabenerfüllung

(1) Der Sachverständige darf sich bei der Erbringung seiner Leistungen keiner Einflussnahme

aussetzen, die seine Vertrauenswürdigkeit und die Glaubhaftigkeit

seiner Aussagen gefährdet (Unabhängigkeit).

(2) Der Sachverständige darf keine Verpflichtungen eingehen, die geeignet sind,

seine tatsächlichen Feststellungen und Beurteilungen zu verfälschen (Weisungsfreiheit).

(3) Der Sachverständige hat seine Aufträge unter Berücksichtigung des aktuellen

Standes von Wissenschaft, Technik und Erfahrung mit der Sorgfalt eines ordentlichen

Sachverständigen zu erledigen. Die tatsächlichen Grundlagen seiner fachlichen

Beurteilungen sind sorgfältig zu ermitteln und die Ergebnisse nachvollziehbar

zu begründen. Er hat in der Regel die von den Industrie- und Handelskammern

herausgegebenen Mindestanforderungen an Gutachten und sonstigen

von den Industrie- und Handelskammern herausgegebenen Richtlinien zu

beachten (Gewissenhaftigkeit).

(4) Der Sachverständige hat bei der Erbringung seiner Leistung stets darauf zu

achten, dass er sich nicht der Besorgnis der Befangenheit aussetzt. Er hat bei der

Vorbereitung und Erarbeitung seines Gutachtens strikte Neutralität zu wahren,

muss die gestellten Fragen objektiv und unvoreingenommen beantworten (Unparteilichkeit).

Insbesondere darf der Sachverständige nicht

• Gutachten in eigener Sache oder für Objekte und Leistungen seines Dienstherren

oder Arbeitgebers erstatten.

• Gegenstände erwerben oder zum Erwerb vermitteln, eine Sanierung oder Regulierung

der Objekte durchführen, über die er ein Gutachten erstellt hat, es sei

denn, er erhält den entsprechenden Folgeauftrag nach Beendigung des Gutachtenauftrags

und seine Glaubwürdigkeit wird durch die Übernahme dieser Tätigkeiten

nicht infrage gestellt.

§ 9 Persönliche Aufgabenerfüllung und Beschäftigung von Hilfskräften

(1) Der Sachverständige hat die von ihm angeforderten Leistungen unter Anwendung

der ihm zuerkannten Sachkunde in eigener Person zu erbringen (persönliche

Aufgabenerfüllung).

(2) Der Sachverständige darf Hilfskräfte nur zur Vorbereitung seiner Leistung und

nur insoweit beschäftigen, als er ihre Mitarbeit ordnungsgemäß überwachen

kann; der Umfang der Tätigkeit der Hilfskraft ist kenntlich zu machen, soweit es

sich nicht um Hilfsdienste von untergeordneter Bedeutung handelt.

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(3) (weggefallen)

(4) Hilfskraft ist, wer den Sachverständigen bei der Erbringung seiner Leistung

nach dessen Weisungen auf dem Sachgebiet unterstützt.

§ 10 Verpflichtung zur Gutachtenerstattung

(1) Der Sachverständige ist zur Erstattung von Gutachten für Gerichte und Verwaltungsbehörden

nach Maßgabe der gesetzlichen Vorschriften verpflichtet.

(2) Der Sachverständige ist zur Erstattung von Gutachten und zur Erbringung

sonstiger Leistungen i.S.v. § 2 Abs. 2 auch gegenüber anderen Auftraggebern

verpflichtet. Er kann jedoch die Übernahme eines Auftrags verweigern, wenn

ein wichtiger Grund vorliegt; die Ablehnung des Auftrags ist dem Auftraggeber

unverzüglich zu erklären.

§ 11 Form der Gutachtenerstattung; gemeinschaftliche Leistungen

(1) Soweit der Sachverständige mit seinem Auftraggeber keine andere Form vereinbart

hat, erbringt er seine Leistungen in Schriftform oder in elektronischer

Form. Erbringt er sie in elektronischer Form, trägt er für eine der Schriftform

gleichwertige Fälschungssicherheit Sorge.

(2) Erbringen Sachverständige eine Leistung gemeinsam, muss zweifelsfrei erkennbar

sein, welcher Sachverständige für welche Teile verantwortlich ist. Leistungen

in schriftlicher oder elektronischer Form müssen von allen beteiligten Sachverständigen

unterschrieben oder elektronisch gekennzeichnet werden. § 12 gilt

entsprechend.

(3) Übernimmt ein Sachverständiger Leistungen Dritter, muss er darauf hinweisen.

§ 12 Bezeichnung als „öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger“

(1) Der Sachverständige hat bei Leistungen im Sinne von § 2 Abs. 2 in schriftlicher

oder elektronischer Form auf dem Sachgebiet, für das er öffentlich bestellt ist,

die Bezeichnung „von der Industrie- und Handelskammer öffentlich bestellter

und vereidigter Sachverständiger für ...(Angabe des Sachgebiets gemäß der Bestallungsurkunde)“

zu führen und seinen Rundstempel zu verwenden. Gleichzeitig

hat er auf die Zuständigkeit der Industrie- und Handelskammer Nürnberg

für Mittelfranken hinzuweisen.

(2) Unter die in Absatz 1 genannten Leistungen darf der Sachverständige nur seine

Unterschrift und seinen Rundstempel setzen. Im Fall der elektronischen Übermittlung

ist die qualifizierte elektronische Signatur zu verwenden.

(3) Bei Sachverständigenleistungen auf anderen Sachgebieten darf der Sachverständige

nicht in wettbewerbswidriger Weise auf seine öffentliche Bestellung

hinweisen oder hinweisen lassen.

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§ 13 Aufzeichnungs- und Aufbewahrungspflichten

(1) Der Sachverständige hat über jede von ihm angeforderte Leistung Aufzeichnungen

zu machen. Aus diesen müssen ersichtlich sein:

a) der Name des Auftraggebers,

b) der Tag, an dem der Auftrag erteilt worden ist,

c) der Gegenstand des Auftrags und

d) der Tag, an dem die Leistung erbracht oder die Gründe, aus denen sie nicht erbracht

worden ist.

(2) Der Sachverständige ist verpflichtet,

a) die Aufzeichnung nach Abs.1

b) ein vollständiges Exemplar des Gutachtens oder eines entsprechenden Ergebnisnachweises

einer sonstigen Leistung nach § 2 Abs. 2 und

c) die sonstigen schriftlichen Unterlagen, die sich auf seine Tätigkeit als Sachverständiger

beziehen,

mindestens zehn Jahre lang aufzubewahren.

Die Aufbewahrungsfrist beginnt mit dem Schluss des Kalenderjahres, in dem die

Aufzeichnungen zu machen oder die Unterlagen entstanden sind.

(3) Werden die Dokumente gemäß Abs. 2 auf Datenträgern gespeichert, muss der

Sachverständige sicherstellen, dass die Daten während der Dauer der Aufbewahrungsfrist

verfügbar sind und jederzeit innerhalb angemessener Frist lesbar gemacht

werden können. Er muss weiterhin sicherstellen, dass die Daten sämtlicher

Unterlagen nach Abs. 2 nicht nachträglich geändert werden können.

§ 14 Haftungsausschluss; Haftpflichtversicherung

(1) Der Sachverständige darf seine Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit

nicht ausschließen oder beschränken.

(2) Der Sachverständige soll eine Haftpflichtversicherung in angemessener Höhe

abschließen und während der Zeit der Bestellung aufrecht erhalten. Er soll sie in

regelmäßigen Abständen auf Angemessenheit überprüfen.

§ 15 Schweigepflicht

(1) Dem Sachverständigen ist untersagt, bei der Ausübung seiner Tätigkeit erlangte

Kenntnisse Dritten unbefugt mitzuteilen oder zum Schaden anderer oder zu

seinem oder zum Nutzen anderer unbefugt zu verwerten.

(2) Der Sachverständige hat seine Mitarbeiter zur Beachtung der Schweigepflicht

zu verpflichten.

(3) Die Schweigepflicht des Sachverständigen erstreckt sich nicht auf die Anzeige-

und Auskunftspflichten nach §§ 19 und 20.

(4) Die Schweigepflicht des Sachverständigen besteht über die Beendigung des

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Auftragsverhältnisses hinaus. Sie gilt auch für die Zeit nach dem Erlöschen der

öffentlichen Bestellung.

§ 16 Fortbildungspflicht und Erfahrungsaustausch

Der Sachverständige hat sich auf dem Sachgebiet, für das er öffentlich bestellt und

vereidigt ist, im erforderlichen Umfang fortzubilden und den notwendigen Erfahrungsaustausch

zu pflegen. Er hat der IHK regelmäßig geeignete Nachweise darüber

vorzulegen.

§ 17

(weggefallen)

§ 18 Werbung

Die Werbung des öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen muss seiner

besonderen Stellung und Verantwortung gerecht werden.

§ 19 Anzeigepflichten

Der Sachverständige hat der Industrie- und Handelskammer unverzüglich anzuzeigen:

a) die Änderung seiner nach § 4 Abs. 1 S. 1 die örtliche Zuständigkeit begründenden

Niederlassung und die Änderung seines Wohnsitzes;

b) die Errichtung und tatsächliche Inbetriebnahme oder Schließung einer Niederlassung;

c) die Änderung seiner oder die Aufnahme einer weiteren beruflichen oder gewerblichen

Tätigkeit, insbesondere den Eintritt in ein Arbeits- oder Dienstverhältnis;

d) die voraussichtlich länger als drei Monate dauernde Verhinderung an oder Einschränkung

bei der Ausübung seiner Tätigkeit als Sachverständiger, insbesondere

auch aufgrund einer Beeinträchtigung seiner körperlichen oder geistigen

Leistungsfähigkeit.

e) den Verlust der Bestellungsurkunde, des Ausweises oder des Rundstempels;

f) die Leistung der Eidesstattlichen Versicherung gemäß § 807 Zivilprozessordnung

und den Erlass eines Haftbefehls zur Erzwingung der Eidesstattlichen Versicherung

gemäß § 901 Zivilprozessordnung;

g) die Stellung des Antrages auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über sein

Vermögen oder das Vermögen einer Gesellschaft, deren Vorstand, Geschäftsführer

oder Gesellschafter er ist, die Eröffnung eines solchen Verfahrens und die

Abweisung der Eröffnung des Insolvenzverfahrens mangels Masse;

h) den Erlass eines Haft- oder Unterbringungsbefehls, die Erhebung der öffentlichen

Klage und den Ausgang des Verfahrens in Strafverfahren, wenn der Tatvor-

02 | 13 81

BRANCHEN-MARKT A–Z


BRANCHEN-MARKT A–Z

bEKANNTMAcHUNgEN

wurf auf eine Verletzung von Pflichten schließen lässt, die bei der Ausübung der

Sachverständigentätigkeit zu beachten sind, oder er in anderer Weise geeignet

ist, Zweifel an der persönlichen Eignung oder besonderen Sachkunde des Sachverständigen

hervorzurufen;

i) die Gründung von Zusammenschlüssen nach § 21 oder den Eintritt in einen

solchen Zusammenschluss.

§ 20 Auskunftspflichten, Überlassung von Unterlagen

(1) Der Sachverständige hat auf Verlangen der Industrie- und Handelskammer die

zur Überwachung seiner Tätigkeit und der Einhaltung seiner Pflichten sowie

zur Prüfung seiner Eignung erforderlichen mündlichen oder schriftlichen Auskünfte

innerhalb der gesetzten Frist und unentgeltlich zu erteilen und angeforderte

Unterlagen vorzulegen. Er kann die Auskunft auf solche Fragen verweigern,

deren Beantwortung ihn selbst oder einen seiner Angehörigen (§ 52 Strafprozessordnung)

der Gefahr strafrechtlicher Verfolgung oder eines Verfahrens

nach dem Gesetz über Ordnungswidrigkeiten aussetzen würde.

(2) Der Sachverständige hat auf Verlangen der Industrie- und Handelskammer die

aufbewahrungspflichtigen Unterlagen (§13) in deren Räumen vorzulegen und

angemessene Zeit zu überlassen.

§ 21 Zusammenschlüsse

Der Sachverständige darf sich zur Ausübung seiner Sachverständigentätigkeit mit

anderen Personen in jeder Rechtsform zusammenschließen. Dabei hat er darauf zu

achten, dass seine Glaubwürdigkeit, sein Ansehen in der Öffentlichkeit und die Einhaltung

seiner Pflichten nach dieser Sachverständigenordnung gewährleistet sind.

IV. Erlöschen der öffentlichen Bestellung

§ 22 Erlöschen der öffentlichen Bestellung

(1) Die öffentliche Bestellung erlischt, wenn

a) der Sachverständige gegenüber der Industrie- und Handelskammer erklärt, dass

er nicht mehr als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger tätig sein will;

b) der Sachverständige keine Niederlassung mehr im Geltungsbereich des Grundgesetzes

unterhält;

c) die Zeit, für die der Sachverständige öffentlich bestellt ist, abläuft;

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d) (weggefallen)

e) die Industrie- und Handelskammer die öffentliche Bestellung zurücknimmt

oder widerruft.

(2) (weggefallen)

(3) Die Industrie- und Handelskammer macht das Erlöschen der Bestellung im

IHK Magazin „WiM – Wirtschaft in Mittelfranken“ bekannt.

§ 23 Rücknahme; Widerruf

Rücknahme und Widerruf der öffentlichen Bestellung richten sich nach den Bestimmungen

des Bayerischen Verwaltungsverfahrensgesetzes.

§ 24 Rückgabepflicht von Bestellungsurkunde, Ausweis und Rundstempel

Der Sachverständige hat nach Erlöschen der öffentlichen Bestellung der Industrie-

und Handelskammer Bestellungsurkunde, Ausweis und Rundstempel zurückzugeben.

V. Vorschriften über die öffentliche Bestellung und Vereidigung sonstiger Personen

§ 25 Entsprechende Anwendung

Diese Vorschriften sind entsprechend auf die öffentliche Bestellung und Vereidigung

von besonders geeigneten Personen anzuwenden, die auf den Gebieten der

Wirtschaft

a) bestimmte Tatsachen in Bezug auf Sachen, insbesondere die Beschaffenheit,

Menge, Gewicht oder richtige Verpackung von Waren feststellen oder

b) die ordnungsmäßige Vornahme bestimmter Tätigkeiten überprüfen,

soweit hierfür nicht besondere Vorschriften erlassen worden sind.

VI. Ergänzende Regelungen für die von den Regierungen öffentlich

bestellten und beeidigten Sachverständigen, die im Bezirk der IHK Nürnberg für

Mittelfranken ihre Hauptniederlassung haben

Mit Wirkung zum 31. Dezember 2007 wurde das Sachverständigengesetz aufgehoben.

Gleichzeitig wurde auf der Grundlage von § 1 Absatz 4 IHKG die Zuständigkeit

für die Aufsicht über Sachverständige, die auf Grund des Sachverständigengesetzes

öffentlich bestellt und beeidigt worden sind, sowie das Recht zur Rücknahme

und zum Widerruf einer solchen Bestellung auf die Industrie- und Handelskammern

übertragen, in deren Bezirk der Sachverständige seine Hauptniederlassung


hat (Art. 10 Abs. 2 Nr. 2 AGIHKG n. F.). Nach Artikel 10 Absatz 2 Nr. 3 n.F. des

AGIHKG gilt für Sachverständige, die aufgrund des Sachverständigengesetzes von

einer Regierung öffentlich bestellt und beeidigt wurden und deren Hauptniederlassung

im Bezirk der IHK Nürnberg für Mittelfranken liegt, diese Sachverständigenordnung

(SVO) mit folgender Maßgabe:

§ 25a Fortgeltung der öffentlichen Bestellung

Sachverständige, die von einer Regierung nach dem Sachverständigengesetz öffentlich

bestellt wurden, bleiben weiterhin von dieser Regierung öffentlich bestellt. Die

von einer Regierung ausgegebenen Bestellungsurkunden, die Stempel und die Ausweise

behalten ihre Gültigkeit.

§ 25b Vereinfachtes Verfahren

(1) Sachverständige, die von einer Regierung öffentlich bestellt wurden und deren

Hauptniederlassung im Bezirk der IHK Nürnberg für Mittelfranken liegt, können

sich auf Antrag in einem vereinfachten Verfahren für dasselbe oder ein vergleichbares

Sachgebiet, für das sie bereits von einer Regierung öffentlich bestellt

wurden, bei der Industrie- und Handelskammer öffentlich bestellen und vereidigen

lassen. Dem Antrag ist zu entsprechen, soweit

a) das Sachgebiet gemäß § 36 GewO bestellfähig ist und

b) die Voraussetzungen des § 3 Absatz 1 bis 3 der SVO vorliegen und

c) der Sachverständige vor der Bestellung durch die IHK auf seine Bestellung durch

die Regierung verzichtet.

(2) Der Nachweis der besonderen Sachkunde im vereinfachten Verfahren erfolgt in

der Regel durch Vorlage von Gutachten und anderen Schriftstücken.

(3) Der Antrag auf Bestellung im vereinfachten Verfahren kann nur bis zum 31.

Dezember 2010 gestellt werden.

§ 25c Erlöschen der öffentlichen Bestellung bei Sachverständigen, die von einer

Regierung öffentlich bestellt wurden

(1) Das Erlöschen der öffentlichen Bestellung eines von einer Regierung bestellten

Sachverständigen bestimmt sich nach Art. 10 Abs. 2 Nr. 4 AGIHKG.

(2) § 22 Abs. 1 und 2 SVO finden keine Anwendung.

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§ 26 Inkrafttreten und Überleitungsvorschrift

(1) Diese Sachverständigenordnung tritt am ersten Tage des auf die Veröffentlichung

im IHK Magazin „WiM – Wirtschaft in Mittelfranken“ folgenden Monats

in Kraft. Die Sachverständigenordnung vom 23. Februar 2010, zuletzt geändert

am 13. Dezember 2011, tritt damit außer Kraft.

(2) (weggefallen)

(3) Die ergänzenden Regelungen für die von den Regierungen öffentlich bestellten

Sachverständigen sind seit dem 1. Januar 2008 in Kraft.

Nürnberg, den 11. Dezember 2012

Industrie- und Handelskammer Nürnberg für Mittelfranken

Präsident Hauptgeschäftsführer

Dirk von Vopelius Markus Lötzsch

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im Bereich Tiefkühllebensmittel.

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2010 gegründet und basiert auf einem

unbefristeten Werkvertrag. Alle dazu benötigten

Arbeitsmittel (Stapler, Ameisen,

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werden vom Kunden gestellt (Deutschlands

größte Kühlhauskette). Das Gewerk

wird in einem neu errichteten Logistikzentrum

ausgeführt. Schwerpunkt

unseres Unternehmens ist die Kommissionierung

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wir über 16 Festangestellte und

drei Mini-Jobber. Detaillierte Informationen

erhalten Sie gerne nach Kontaktaufnahme.

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Übernahmepartner in der Sonnenschutzbranche

gesucht. Gut eingeführtes

Unternehmen im Bereich Rollläden,

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Nachfolger. Schwerpunkt: Endkundenvertrieb

mit eigenem Montagepersonal;

Marketing: Direktvertriebsstrukturen

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Einkaufszentrum.

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suchen wir altersbedingt eine/n Nachfolger/in.

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gerne auch mit integrierter Post-

filiale oder Fahrkartenverkauf.

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Beteiligung oder Übernahme (auch im

Rahmen der Nachfolge). 46 Jahre, mit

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als Geschäftsführer, Vorstand

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Szenarien sowie Vertrieb und

Marketing, Führung, Projektmanagement

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ücHER

Fränkische Redensarten

Sprichwörter über fränkische Orte hat Autor Prof. Dr. phil. Helmut

Seidl gesammelt. Er erläutert u.a. althergebrachte Ausdrücke wie

„Nürnberger Trichter“, „Blasarsch von Fürth“, „Bimbela zu Lauf“,

„Bamberger Zwiebeln“, „Bayreuther Gebot“ oder das „Würzburger

Glockengeläut“. Über 400 volkstümliche Redensarten hat Seidl

anhand von Quellen analysiert und in einen regionalen Kontext

gesetzt. Der Leser erhält aufschlussreiche, kurzweilige und derbkomische

Informationen über mehr als 250 Orte in allen Regionen

Frankens. Der Titel „Nürnberger Tand geht durchs ganze Land“

nimmt Bezug auf eine Nürnberger Redensart, die auch am Kaufmannszug

auf dem IHK-Gebäude zu finden ist.

Nürnberger Tand geht durchs ganze Land: Sprichwörtliche Porträts

fränkischer Orte, von Helmut A. Seidl, 224 Seiten, 19,95 Euro, ISBN

978-3-7917-2453-9, Friedrich Pustet KG, Regensburg.

Zukunft der Textilindustrie

Wo liegen Innovationspotenziale der Textilindustrie? Diese Frage

beantwortet eine aktuelle Studie mit dem Titel „Textil und Zukunft“.

Sie bietet eine umfangreiche Situations- und Trendanalyse der Branche

und soll bayerischen Unternehmern eine Grundlage für ihre strategische

Ausrichtung bieten. Im Fokus stehen technologische Entwicklungen

für High-Tech-Textilien wie Fasertechnologie, Textile Sensorik/Mikroelektronik

oder Textilveredelung. Darüber hinaus werden

die Potenziale technischer Textilien in verschiedenen Anwendungsbereichen

untersucht, z.B. Gesundheitssektor, Automobil- oder

Bekleidungsindustrie. Erstellt

wurde die Studie von der Bayern

Innovativ GmbH in Kooperation

mit dem Verband der Bayerischen

Textil- und Bekleidungsindustrie und

mit Unterstützung des Bayerischen

Wirtschaftsministeriums. Basis der

Untersuchung sind Interviews mit

Experten aus rund 40 führenden

Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten sowie Auswertungen

von Fachpublikationen.

Textil und Zukunft, Hrsg.: Bayern Innovativ GmbH, 2012, 180 Seiten,

309,40 Euro, www.bayern-innovativ.de/textilstudie2012

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Foto: iStockphoto.com

Nachfolge regeln

Mit rund 160 Beispielen aus der Praxis verdeutlicht der BBE-Praxis-

Leitfaden, wie die Unternehmensnachfolge optimal organisiert wird.

Behandelt werden u.a. folgende Themen: Stabwechsel innerhalb der

Familie bzw. Übergabe an einen Nachfolger, der nicht aus der

Familie kommt, Ehe- und Familienverträge, Vermeidung von

Kapital- und Liquiditätsabflüssen, Gesellschaftsformen und

-verträge sowie Fragen des Arbeits-, Erb- und Erbschaftsteuerrechts.

Der Leitfaden wurde komplett überarbeitet und ist u.a. hinsichtlich

der Erbschaftssteuer auf dem aktuellen Stand. Die Arbeit mit dem

Buch wird zudem durch Checklisten, Übersichtstabellen und

Berechnungsbeispiele erleichtert.

Die richtige Unternehmernachfolge im Mittelstand – Jetzt den

Stabwechsel vorbereiten, BBE-Praxis-Leitfaden, 5. überarbeitete

Auflage, Ass. Jur. Peter Rath, 226 Seiten, ISBN 978-3-944204-00-0, 95

Euro, BBE Media GmbH & Co. KG, Neuwied

Hotels und Gastronomie

in Deutschland

Mehr als 7 000 deutsche Hotels und Restaurants empfiehlt der

Varta-Führer in seiner 56. Auflage. Layout und Stadtpläne wurden

überarbeitet und sind nun benutzerfreundlicher. Erstmals ist der

Führer auch als E-Book erhältlich. Digital bietet er den Nutzern

praktische Zusatzfunktionen: So ermöglichen über 8 000 Weblinks

den direkten Zugriff auf die Homepages der Orte, Hotels und

Restaurants. In diesem Jahr erhalten 25 Hotels und zwölf Restaurants

die Bestwertung von fünf „Varta-Diamanten“, zusätzlich

zeichnete die Redaktion in einem Special die besten Cafés und

Konditoreien aus.

Der Varta-Führer, Hrsg. Varta-Führer GmbH, 2012, 56. Auflage, 1512

Seiten, 29,99 Euro, ISBN-103-8297-3535-9, Mairdumont GmbH &

Co. KG, Ostfildern.

Hidden Champions

Der Autor Hermann Simon führt seine Buchreihe mit dem neuen

Titel „Hidden Champions – Aufbruch nach Globalia“ fort. Er

erläutert aus wissenschaftlicher Perspektive, wie sich Unternehmen

in der Geschichte zu Hidden Champions entwickelt haben und

unter welchen Umständen ihnen dies heute gelingt. Einen zentralen

Erfolgsfaktor sieht der Autor in der Konzentration der Unternehmen

auf einen Nischenmarkt, der aber aufgrund einer weltweiten

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Nachfrage ausreichend Absatzmöglichkeiten bietet. Die oft unbekannten

Stars der Wirtschaft zeichnen sich zudem durch Innovationsstärke,

durch hohe Ausgaben für Forschung und Entwicklung

sowie durch das Bestreben aus, die Produkte immer weiter zu

optimieren. Der Aufbau von eigenem Wissen (z.B. im Bereich

Systemintegration) und auch die Fertigung bzw. Modifikation

eigener Produktionsmaschinen sind weitere Erfolgskennzeichen.

Hidden Champions – Aufbruch nach Globalia. Die Erfolgsstrategien

unbekannter Weltmarktführer, von Hermann Simon, 2012, 447 Seiten,

67 Abbildungen, Hardcover gebunden, 42 Euro, ISBN 9783593397146,

Campus Verlag, Frankfurt am Main.

Zukunft der Produktion

Die Autoren erläutern, wie sie sich die Zukunft des Produktions-

standortes Deutschland vorstellen. Wichtig sei die Weiterentwicklung

der Produktionstechnologie hin zu einer „Industrie 4.0“. Eine

wichtige Herausforderung sei es, die Leitbilder der Unternehmen an

den globalen Megatrends zu orientieren und bei der nächsten

Produktgeneration die Dienstleistungskomponente zu verstärken.

Ausführlich dargestellt werden 20 Forschungsfelder, die nach

Meinung der Autoren entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit

Deutschlands sein werden.

Zukunft der Produktion – Herausforderungen, Forschungsfelder, Chancen;

von Eberhard Abele und Gunther Reinhardt, 2011, 262 Seiten, 79

Euro, ISBN 978-3446425958, Carl Hanser Verlag, München.

Führungsqualititäten

bücHER

„Unternehmenscoaching für langfristigen Erfolg“ ist der Titel eines

fünfbändigen Masterplans, von dem nun der vierte Band erschienen

ist. Im Mittelpunkt stehen vier Themen: Grundlagen ganzheitlicher

Führung, Unternehmensentwicklung, Mitarbeiterentwicklung und

Brennpunkte in der Führung. Beschrieben wird, wie Führungskräfte

einen individuellen Führungsstil erlernen und als Vorbilder wirken,

die Vertrauen geben

und vorwärtsgerichtet

agieren.

Weitere Faktoren,

die den Führungsstil

bestimmen,

sind Motivation,

Konfliktprävention,

Delegation, Kommunikation

und

Teambildung. Der

vorliegende Band

erläutert zudem,

wie sich Führungsstile auf der einen Seite und Aspekte wie Ethik,

Leitbilder und Unternehmenskultur auf der anderen Seite aufeinander

auswirken.

Unternehmenscoaching – Führungsqualitäten optimieren, Herausgeber:

Jürgen Arnold, 307 Seiten, 39 Euro, ISBN 978-3-938684-14-6,

Uvis Verlag, Burgrieden.

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken plant, vorbehaltlich der Entscheidung der Vollversammlung, die Hauptverwaltung in Nürnberg

am Hauptmarkt zu sanieren. Für die Umbauphase werden geeignete Interims-Mietflächen gesucht. Hierfür bitten wir um Angebote

entsprechender Räumlichkeiten bis 15. März 2013 an Herrn Thomas Hübner (E-Mail: thomas.huebner@nuernberg.ihk.de).

Lage: Stadtgebiet Nürnberg/Fürth, zentral gelegen

Verkehrsanbindung: Gute öffentliche Verkehrsanbindung erforderlich

Raumart: Bürofläche für 200 Mitarbeiter, inkl. mehrere Besprechungsräume, ein Konferenzraum für

mindestens ca. 60 bis 70 Personen, Sozial- und Sanitärräume

Fläche: ca. 6 000 Quadratmeter Bürofläche

Gewünschter Mietbeginn: Frühjahr 2014

Mietdauer: vier Jahre, zzgl. Verlängerungsoptionen

Benötigte Unterlagen: Grundrisspläne, Lagepläne, Mietzins- und Betriebskostenvorstellungen des Vermieters

Wichtige Hinweise:

Die Angebote sollen schriftlich erfolgen und nur den Anforderungen entsprechen. Aufwendungsersatz wird nicht geleistet. Für die Benennung der Angebote

werden von der IHK Nürnberg für Mittelfranken auch keine sonstigen Kosten übernommen oder Vergütungen bezahlt. Das gilt auch dann, wenn es infolge einer

Benennung zu einem Mietvertragsschluss kommt. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken behält sich weiterhin das Recht vor, den Bedarf andernorts oder anderweitig

zu decken. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken behält sich darüberhinaus vor, nicht form- bzw. fristgerechte Angebote zu berücksichtigen, eine Verpflichtung

hierzu besteht jedoch nicht. Dieses Anmietgesuch dient der Marktsondierung. Es ist kein Angebot zum Abschluss eines Vertrages, insbesondere Maklervertrages,

und stellt keinen Suchauftrag dar. Die IHK Nürnberg für Mittelfranken ist nicht verpflichtet, eines der eingehenden Angebote anzunehmen.

Je nach Planungslage kann der Mietbeginn oder das Mietende zeitlich verschoben werden.

Anmietgesuch für Büroflächen im Stadtgebiet Nürnberg/Fürth

Foto: Picture-Factory/Fotolia.com

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ücHER

Brennereien in Franken

Die Autoren Markus Raupach und Bastian Böttner, die bereits die

fränkischen Brauereien und Bierkeller sowie die Weingüter in ihren

Bücher vorgestellt haben, widmen sich in ihrem neuen Werk nun

den Brennereien. In dem Buch „Frankens Brennereien und Destillerien“

erläutern sie die Entstehung und

Unterschiede von Likören, Bränden und

Geisten, zudem präsentieren sie über 100

Destillateure und ihr Angebot. Sie haben auch

Fränkische Whiskeys und weitere Spezialitäten

entdeckt, nicht zuletzt weisen sie auf die

wichtigsten Feste und Veranstaltungen rund

um Brennereien und Edelbrände hin.

Souveräner Auftritt

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Frankens Brennereien und Destillerien, von

Markus Raupach und Bastian Böttner, bro-

schiert, 200 Seiten & Faltkarte, über 1 000

Abbildungen, ISBN: 978-3-936897-89-0, 14,90

Euro, Verlag Mediengruppe Oberfranken.

Wie kann man die eigene Wirkung auf andere Menschen einschätzen

und gezielt verändern? Dieser Frage geht das Buch nach, dessen

Autoren den Weg zu einer selbstbewussten Persönlichkeit aufzeigen,

die andere durch Charisma und Stilsicherheit überzeugt. Weitere

Themen des Buches sind das Entwickeln einer unverwechselbaren

und überzeugenden Ausstrahlung, Tipps für das äußere Erscheinungsbild

sowie ein Knigge für das Geschäftsleben (z.B. Kommunikation,

angemessenes Verhalten bei Geschäftsessen).

Souverän auftreten, von Sabrina Steck und Jo B. Nolte, 1. Auflage,

2012, 318 Seiten, 14,95 Euro, ISBN 978-3-648-024942, Haufe-Lexware

GmbH & Co. KG, Planegg.

Elektromobilität

Die McKinsey-Studie „Recharging China`s Electric Vehicle Aspirations“

(etwa: Chinas Ambitionen in der Elektromobilität wieder

„aufladen“) vertritt die Auffassung, dass an der breiten Einführung

der Elektromobilität in China kein Weg vorbeiführt, um die

Emissionen zu begrenzen. Allerdings steht auch China mit seinen

anspruchsvollen Zielen vor großen Herausforderungen, z.B. hohe

Fahrzeugkosten, Batterietechnik, unzureichende Ladeinfrastruktur,

Sicherheitsaspekte und Patentfragen. McKinsey schließt eine

künftige Führungsrolle

Chinas in der Elektromobilität

nicht aus, knüpft dies

aber an besonders große

Anstrengungen aller

beteiligten chinesischen

Akteure. Hierbei könnten die

öffentlichen Flotten und der

Personennahverkehr zum

Markteinstieg der Elektrofahrzeuge beitragen. Bei den Pkws

empfiehlt die Studie die Fokussierung auf die Brückentechnologie

Hybrid-Fahrzeuge und auf Fahrzeuge mit Range-Extender (Reichweiten-Erweiterung).

„Recharging China’s Electric Vehicle Aspirations – A perspective on

revitalizing China’s Electric Vehicle Industry, von McKinsey&Company,

München, 2012, kostenfreier Bezug: contact_us@mckinsey.com

Foto: iStockphoto.com

Leben in 100 Jahren

Szenarien für das Leben im Jahr 2100 entwirft Michio Kaku in seinem

Buch „Die Physik der Zukunft“ und erinnert dabei stellenweise an die

Romane von Jules Verne. Basis für das Buch war der Austausch mit

über 300 herausragenden Wissenschaftlern, die auch namentlich im

Anhang genannt werden. In seinen Kapiteln beschreibt der Autor

mögliche Entwicklungen in Bereichen wie Computertechnik,

künstliche Intelligenz, Medizin, Energie, Raumfahrt und Gesellschaft.

Dem Leser überlässt er das Urteil, ob das technisch Machbare auch

erstrebenswert ist und wirklich Teil des Alltags werden sollte.

Die Physik der Zukunft. Unser Leben in 100 Jahren, von Michio Kaku,

2012, 602 Seiten, 24,95 Euro, ISBN 978-3-4980-3559-4, Rowohlt-

Verlag, Reinbek.

Service-orientierung

in der Industrie

In der Studie „Service for Industry“ hat das Institut für industrielles

Service-Management an der Hochschule Amberg-Weiden untersucht,

wie Industrieunternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit durch

Dienstleistungen stärken können. Die Autoren haben anhand von 74

Variablen das Service-Geschäft von über 500 Industrieunternehmen

analysiert und leiten daraus Handlungsempfehlungen ab, wie die

Industrie leistungsfähige Dienstleistungen aufbauen kann. Dabei

gehen sie drei zentralen Fragen nach: Wie sieht eine Service-Strategie

aus? Wie wird diese Strategie entwickelt? Und wie wird der Service-

Betrieb anschließend gestaltet? Um diese Fragen individuell für ein

Unternehmen beantworten zu können, empfehlen die Autoren, Kunden

und Mitarbeiter über Feedback-Schleifen einzubinden. Zudem

werden geeignete Werkzeuge für das Projekt- und Qualitätsmanagement

vorgestellt. Interviews mit Vertretern der Unternehmen A.T.U.,

MAN und Siemens bieten weitere Anregungen für die praktische

Umsetzung.

Service for Industry – Handlungsleitfaden für Führungskräfte, 62

Seiten, 199 Euro, ISBN 978-3-00-039146-0, Institut für industrielles

Service-Management an der Hochschule Amberg-Weiden, Weiden,

www.service4industry.de.

Energie-Management

Karsten Reese, Gründer und Geschäftsführer der IngSoft GmbH in

Nürnberg, beschreibt in dem Fachbuch „DIN EN ISO 50001 in der

Praxis“, wie man an den Aufbau eines Energiemanagementsystems

herangeht und dieses in der Praxis optimal einsetzt. Thematisiert

werden die technischen Grundlagen der Verbrauchsmessung und

der Energieabrechnung, Methoden zur Erfassung von Verbrauchsdaten

und zur Bildung von Kennwerten sowie die zielführende

Interpretation der ermittelten Daten. Der Autor orientiert sich an

den Anforderungen der im Jahr 2011 eingeführten internationalen

Norm und bringt dabei seine langjährige unternehmerische

Erfahrung in diesem Bereich ein. Der Leitfaden solle es den Betrieben

erleichtern, die theoretischen Anforderungen der Norm in der

Praxis umzusetzen, so Reese, dessen Unternehmen auf Software-

Lösungen für das Energie-Controlling spezialisiert ist.

DIN EN ISO 50001 in der Praxis. Ein Leitfaden für Aufbau und

Betrieb eines Energie-Managementsystems, von Karsten Reese, ISBN

9783802723827, 90 Euro, 284 Seiten, Vulkan-Verlag, erhältlich über

den Internet-Buchhandel.


Die „WiM - Wirtschaft in Mittelfranken“ ist das

offizielle Veröffentlichungsorgan der IHK

Nürnberg für Mittelfranken. Der Bezug der

Zeitschrift erfolgt für IHK-Mitglieder kostenfrei

im Rahmen der gesetzlichen Mitgliedschaft. Für

andere Bezieher beträgt der Abonnement-Preis

jährlich 24 Euro.

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Telefon 0911 1335-335

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Industrie- und Handelskammer

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Verbraucherpreisindex für Deutschland Dezember 2012

Dezember 11 Dezember 12

Basisjahr 2005 = 100

Druckauflage/Erscheinungsweise

115 667 (4. Quartal 2012)

monatlich im 1. Monatsdrittel. ISSN 1437-7071

Gedruckt auf chlorfrei gebleichtem Papier.

Verantwortlich für

Herausgabe und Inhalt

Dr. Kurt Hesse

Telefon 0911 1335-379

E-Mail kurt.hesse@nuernberg.ihk.de

Redaktion

Hartmut Beck

Telefon 0911 1335-385

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Katrin Fleßner

Telefon 0911 1335-465

E-Mail katrin.flessner@nuernberg.ihk.de

Redaktionsassistenz

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Telefon 0911 1335-386

E-Mail simone.brunner@nuernberg.ihk.de

Susann Landes

Telefon 0911 1335-378

E-Mail susann.landes@nuernberg.ihk.de

Telefax 0911 1335-300

Layout-Konzept

Die Blattwerkstatt | Dr. Stefan Brunn

Am Weinberg 108 | 47647 Kerken

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Gesamtindex

IMPRESSUM

Dezember

2012

WiM Online

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Telefon 0911 1335-464

E-Mail gunther.brieger@nuernberg.ihk.de

Fotos

Kurt Fuchs

Am Weichselgarten 23 | 91058 Erlangen

Telefon 09131 777740

Telefax 09131 777744

E-Mail info@fuchs-foto.de

sowie verschiedene Bildagenturen

Verlag, Herstellung und Vertrieb

Hofmann Druck Nürnberg GmbH & Co. KG

Postfach 120260 | 90109 Nürnberg

Emmericher Str. 10 | 90411 Nürnberg

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Zustellung

NordbayernPost Zustellges. mbH & Co. KG | Nbg.

Telefon 0911 96445555

FZD Fränkischer Zustell-Dienst GmbH

(FZDmail) | Ansbach

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