zum Download - koost - Universität zu Köln

koost.uni.koeln.de

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Zur Studiensituation von Seniorstudierenden.

Studienmotive und -erfahrungen.

Ergebnisse einer Umfrage unter Seniorstudierenden

an der Universität zu Köln

Herausgeber: Koordinierungsstelle Wissenschaft + Öffentlichkeit

Arbeitsbereich Gasthörer- und Seniorenstudium

Universität zu Köln

Autoren/innen: Paula Gabrych, Marie Pahl

GESIS Leibniz Institut für Sozialwissenschaften

Bachemer Str. 40, 50931 Köln

Astrid Costard, Miriam Haller, Hartmut Meyer-Wolters

CEfAS – Centrum für Alternsstudien

Universität zu Köln

Gefördert von: Verein zur Förderung des Gasthörer- und Senionrenstudiums

an der Universität zu Köln e.V. (fgs)

Köln 2011


____________________________________________________________________________

Inhalt

Einleitung ...............................................................................................................................1

1.1 Beschreibung und Ablauf des Projekts ......................................................................3

1.1.1 Durchführung der Befragung .............................................................................3

2 Ergebnisse ......................................................................................................................4

2.1 Alter und Geschlechtsstruktur ..................................................................................4

2.2 Wohnort ...................................................................................................................6

2.3 Bildungsabschluss und Ausrichtung des Berufsabschlusses ......................................9

2.4 Derzeitige Studienausrichtung und Zusammenhang zur beruflichen Ausrichtung ...10

2.5 Kinder, die studiert haben ......................................................................................12

2.6 Beschäftigung außerhalb des Gasthörer- und Seniorenstudiums ............................13

2.7 Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb der Universität .................14

2.8 Gewinnung von Interessenten für das Gasthörer- und Seniorenstudium ...............15

2.9 Semesterzahl ..........................................................................................................16

2.10 Wöchentlicher Zeitaufwand ...................................................................................17

2.11 Art der Beteiligung an den regulären Veranstaltungen ...........................................19

2.12 Motive zur Aufnahme des Seniorenstudiums .........................................................21

2.13 Erfahrungen im Verlauf des Gasthörer- und Seniorenstudiums ..............................24

2.14 Das Engagement der Seniorstudierenden an der Universität ..................................27

2.15 Verhältnis der Seniorstudierenden zu anderen Universitätsmitgliedern .................28

3 Kenntnis und Nutzung der Angebote der Universität ....................................................30

3.1 Kenntnis und Nutzung der Koordinierungsstelle .....................................................32

3.2 Wunsch nach weiteren Angeboten .........................................................................34

3.3 Kenntnis des und Mitgliedschaft im fgs ..................................................................38

3.3.1 Wahrnehmung der Funktionen des fgs ............................................................39

3.3.2 Kenntnis und Nutzung der Angebote des fgs ...................................................41

II


____________________________________________________________________________

3.3.3 Wunsch nach weiteren Angeboten des fgs und Verbesserungsvorschläge.......43

3.3.4 Hauptinformationsquellen über die Angebote des fgs .....................................45

4 Weitere Hinweise der Seniorstudierenden....................................................................46

5 Verbesserungsvorschläge und weitere Hinweise aus den Werkstattgesprächen ...........47

6 Zusammenfassung und Ausblick ...................................................................................49

7 Anhang .........................................................................................................................51

III


____________________________________________________________________________

Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Häufigkeitsverteilung des Alters der Befragten unterschieden zwischen

Männern und Frauen .......................................................................................5

Abbildung 2: Herkunft nach Postleitzahlenbereich ...............................................................7

Abbildung 3: Wöchentlicher Zeitaufwand in Stunden für die Anfahrt und den Rückweg .......7

Abbildung 4: Bildungsabschluss der Befragten ......................................................................9

Abbildung 5: Ausrichtung des Berufsabschlusses ................................................................10

Abbildung 6: Derzeitiger Studienschwerpunkt ....................................................................11

Abbildung 7: Kinder des Befragten studieren oder haben studiert ......................................12

Abbildung 8: Bildung der Befragten und studierende Kinder ..............................................13

Abbildung 9: Beschäftigung außerhalb des Gasthörer- und Seniorenstudiums ...................14

Abbildung 10: Besuch von anderen Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb der

Universität .....................................................................................................15

Abbildung 11: Von den Befragten genutzte Informationsquelle über das Angebot des

Seniorenstudiums in Prozent .........................................................................16

Abbildung 12: Anzahl der Semesterzahl in Prozent ...............................................................17

Abbildung 13: Wöchentlicher Zeitaufwand für den Veranstaltungsbesuch in

Semesterwochenstunden ..............................................................................18

Abbildung 14: Wöchentlicher Zeitaufwand für die Vor- und Nachbereitung der

Veranstaltungen in Stunden...........................................................................19

Abbildung 15: Form der Beteiligung an den Veranstaltungen ...............................................20

Abbildung 16: Engagement der Gasthörer/innen an der Universität .....................................28

Abbildung 17: Verhältnis der Seniorstudierenden und Gasthörer/innen zu anderen

Universitätsmitgliedern .................................................................................29

IV


____________________________________________________________________________

Abbildung 18: Nutzung und Empfehlung der Angebote der Universität ................................31

Abbildung 19: Kenntnis und Nutzung der Angebote der Koordinierungsstelle ......................33

Abbildung 20: Hauptinformationsquelle über Veranstaltungen der Koordinierungsstelle .....34

Abbildung 21: Bekanntheitsgrad des fgs ...............................................................................38

Abbildung 22: Mitgliedschaft im fgs .....................................................................................39

Abbildung 23: Wahrgenommene Funktionen des fgs............................................................40

Abbildung 24: Kenntnis und Nutzung der fgs- Angebote .......................................................42

Abbildung 25: Hauptinformationsquelle über das Angebot des fgs .......................................46

V


____________________________________________________________________________

Tabellenverzeichnis

Tabelle 1: Prozentualer Anteil an Männern und Frauen in den Altersgruppen .................5

Tabelle 2: Motivation der Studierenden ein Studium zu absolvieren ..............................21

Tabelle 3: Erfahrungen im Verlauf des Gasthörer- und Seniorenstudiums ......................25

Tabelle 4: Faktorenstruktur der Erfahrungen .................................................................27

Tabelle 5: Zusammenhang zwischen Kenntnis der Koordinierungsstelle und des fgs ......39

Tabelle 6: Geschlecht der Befragten...............................................................................51

Tabelle 7: Alter der Befragten ........................................................................................52

Tabelle 8: Alter der Befragten (gruppiert) ......................................................................52

Tabelle 9: Herkunft der Befragten nach PLZ (gruppiert) .................................................52

Tabelle 10: Bildungsabschluss der Befragten ....................................................................53

Tabelle 11: Ausrichtung des Berufsabschlusses ................................................................53

Tabelle 12: Bildungshintergrund in der Familie (studierende Kinder) ...............................53

Tabelle 13: Beschäftigung außerhalb des Studiums ..........................................................54

Tabelle 14: Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen anderer Institutionen außer der

Universität .....................................................................................................54

Tabelle 15: Von den Befragten genutzte Informationsquelle über das Angebot eines

Gasthörer- und Seniorenstudiums .................................................................55

Tabelle 16: Semesterzahl im Gasthörer- und Seniorenstudium .......................................56

Tabelle 17: Semesterzahl im Gasthörer- und Seniorenstudium nach Kategorien .............57

Tabelle 18: Studienschwerpunkt der Befragten ................................................................57

Tabelle 19: Wöchentliche Zeitaufwendung für das Studium – Veranstaltungsbesuch ......58

Tabelle 20: Wöchentliche Zeitaufwendung für das Studium – Vor und Nachbereitung ....59

VI


____________________________________________________________________________

Tabelle 21: Wöchentliche Zeitaufwendung für die Wegezeiten zur Uni ............................60

Tabelle 22: Durchschnittlicher wöchentlicher Zeitaufwand für den Veranstaltungsbesuch,

die Vor- und Nachbereitung sowie für den Weg zu den Veranstaltungen.......60

Tabelle 23: Häufigkeit der Beteiligung ..............................................................................61

Tabelle 24: Teilnahme nur als Zuhörer .............................................................................61

Tabelle 25: Art der Beteiligung und Zeitaufwände............................................................61

Tabelle 26: Art der Beteiligung und Zertifikaterwerb........................................................61

Tabelle 27: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Wunsch nach einem regulären

Studium .........................................................................................................62

Tabelle 28: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Veränderung des

Studienschwerpunkts während des Gasthörerstudiums.................................62

Tabelle 29: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Anregung zur intensiveren

Beschäftigung mit neuen Themen ..................................................................62

Tabelle 30: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Infrage stellen von eigenen

Überzeugungen .............................................................................................63

Tabelle 31: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - kritischer gegenüber Aussagen

anderer geworden und stärkere Beachtung von Begründungen ....................63

Tabelle 32: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Leben interessanter ..................63

Tabelle 33: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Entdeckung neuer Fähigkeiten ..64

Tabelle 34: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - andere Betätigungsfelder an der

Uni außerhalb Lehrveranstaltungen ...............................................................64

Tabelle 35: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - stärker eigene Interessen

verfolgen .......................................................................................................64

Tabelle 36: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - wenig Leistungsvermögen als

gedacht ..........................................................................................................65

VII


____________________________________________________________________________

Tabelle 37: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Bestätigung des eigenen

Leistungsvermögens ......................................................................................65

Tabelle 38: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Stress durch das Studium ..........65

Tabelle 39: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Verbesserung des Wohlbefindens

durch das Studium .........................................................................................66

Tabelle 40: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Studium gibt neuen Lebenssinn 66

Tabelle 41: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - durch Studium Krise überwunden

......................................................................................................................66

Tabelle 42: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - neue Freunde gewonnen ..........67

Tabelle 43: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - als Gesprächspartner

interessanter geworden .................................................................................67

Tabelle 44: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - gesteigertes Selbstbewusstsein 67

Tabelle 45: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - gesteigerte Ausdrucksfähigkeit .68

Tabelle 46: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Bezugspersonen finden gut, dass

ich studiere ....................................................................................................68

Tabelle 47: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Rechtfertigung vor anderen nötig

......................................................................................................................68

Tabelle 48: Häufigkeit des Engagements an der Universität .............................................69

Tabelle 49: Verhältnis zu jüngeren Studierenden .............................................................69

Tabelle 50: Verhältnis zu Seniorstudierenden ..................................................................69

Tabelle 51: Verhältnis zu Dozenten/innen ........................................................................70

Tabelle 52: Verhältnis zu Dozenten/innen der Arbeitskreise ............................................70

Tabelle 53: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni – Universitätsbibliothek .....70

Tabelle 54: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni - Seminarbibliothek ............71

VIII


____________________________________________________________________________

Tabelle 55: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni - Angebote des

Rechenzentrums ............................................................................................71

Tabelle 56: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni – KLIPS ...............................71

Tabelle 57: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni – ILIAS ................................72

Tabelle 58: Bekanntheitsgrad der Koordinierungsstelle ...................................................72

Tabelle 59: Informationsquelle über das Angebot der Koordinierungsstelle.....................72

Tabelle 60: Bekanntheitsgrad des fgs ...............................................................................73

Tabelle 61: Wahrgenommene Funktion des fgs ...............................................................73

Tabelle 62: Informationsquelle über das Angebot des fgs ................................................73

Tabelle 63: Anteil der Nutzer von Online-Angeboten .......................................................74

Tabelle 64: Anteil der Nutzer von Online-Angeboten .......................................................74

Tabelle 65: Rotierte Komponentenmatrix der Studienmotive ..........................................74

Tabelle 66: Rotierte Komponentenmatrix der Erfahrungen im Studium ...........................75

Tabelle 67: Weitere Hinweise ..........................................................................................81

IX


____________________________________________________________________________

Einleitung

Der Beginn der Geschichte des Seniorenstudiums fällt in die 1980er Jahre. Zu dieser Zeit öff-

nen sich viele Universitäten und entwickeln zielgruppenspezifische Konzepte der wissen-

schaftlichen Weiterbildung. Der Senat der Universität zu Köln hat im Jahr 1987 erstmalig

Möglichkeiten erörtert, im Kontext der allgemeinen wissenschaftlichen Weiterbildung auch

ein Angebot für ältere Studieninteressenten zu entwickeln. Die konzeptionelle und organisa-

torische Vorbereitung eines solchen Studienangebots wurde vom Senat einer dazu unter

dem Vorsitz des damaligen Rektors, Herrn Professor Hanau, neu ins Leben gerufenen „Se-

natskommission für Weiterbildung und Seniorenstudium“ übertragen. Die Senatskommissi-

on hat dem Senat der Universität zu Köln nach eingehenden Beratungen empfohlen, auch

die nicht berufsorientierte Beschäftigung mit den Wissenschaften als vollwertige Möglichkeit

des akademischen Studiums anzuerkennen und sie – soweit die äußeren Zwänge der Über-

last in der Erstausbildung dies zulassen – in der Lehre zu berücksichtigen. Außerdem hat sie

sich dafür ausgesprochen, älteren Studierenden zu Beginn ihres Studiums eine orientierende

Hilfestellung anzubieten. Spezielle Senioren-Studiengänge sollten nicht entwickelt werden.

Diese Empfehlung hat sich der Senat der Universität zu Köln in seiner Sitzung vom

01.06.1988 zu eigen gemacht. Dies ist gewissermaßen die Geburtsurkunde des „Gasthörer-

und Seniorenstudiums“ an der Universität zu Köln.

Im Anschluss an den Senatsbeschluss vom Juni 1988 sind das Wintersemester 1988/89 und

das Sommersemester 1989 zur Vorbereitung für ein verstärktes Engagement der Universität

zu Köln im Bereich des Studiums älterer Erwachsener genutzt worden. An diesen Planungen

haben sich zahlreiche ältere Studierende beteiligt, die bereits vor der offiziellen Etablierung

des Seniorenstudiums als Gasthörer an der Universität zu Köln eingeschrieben waren. Nach

einem entsprechenden Aufruf haben viele von Ihnen in Briefen oder persönlichen Gesprä-

chen dem Rektor der Universität und seinen Assistenten ihre Vorstellungen von der künfti-

gen Gestaltung des „Seniorenstudiums“ an der Universität zu Köln dargestellt. Vor allem

aber konzentrierte sich die konzeptionelle Mitarbeit der älteren Studierenden auf zwei Ar-

beits- und Gesprächskreise, in denen Fragen der pragmatischen Verbesserung und künftigen

Gestalt des Seniorenstudiums an der Universität zu Köln umfassend diskutiert wurden. Fasst

man die Überlegungen von damals resultathaft zusammen, so sind als wichtigste Wünsche

und Anregungen festzuhalten, dass das Studienangebot für Senioren/innen nicht in Richtung

1


____________________________________________________________________________

eines programmatisch verstandenen „Seniorenstudiums“ weiterentwickelt werden sollte.

Vielmehr sei eine höchstmögliche Normalität des Studiums von älteren Studierenden wün-

schenswert, auch wenn oder gerade weil damit auf eine Sonderstellung verzichtet wird.

Die Mitarbeit der älteren Studierenden an der Weiterentwicklung des Gasthörer- und Senio-

renstudiums der Universität zu Köln ist seitdem konstitutiver Bestandteil des partizipativen

Kölner Konzepts geblieben. In ihrer Kombination von quantitativer Befragung und Werk-

stattgesprächen mit Seniorstudierenden sowie in der von Seniorstudierenden kontinuierlich

begleiteten Entwicklung des Fragebogens setzt sie die partizipative Ausrichtung der Kon-

zeptentwicklung fort. Ziel der Studie ist es deshalb auch, nicht nur etwas zur Ist-Situation der

Seniorstudierenden zu erfahren, sondern auch nach Vorschlägen und Ideen zur Weiterent-

wicklung des Konzepts und zur Verbesserung des Angebots zu fragen.

Auch wenn alle Gasthörerinnen und Gasthörer befragt wurden, konzentriert sich der vorlie-

gende Bericht auf die Gruppe der älteren Gasthörer/innen 1

an der Universität zu Köln. Die

Studie des Centrums für Alternsstudien (CEfAS) wurde mit dem Ziel durchgeführt zu erfah-

ren, ob das Kölner Konzept des Gasthörer- und Seniorenstudiums weiterhin mit den Bil-

dungsmotiven und dem Bildungsverständnis der aktuell eingeschriebenen Seniorstudieren-

den korrespondiert. Zudem sollte ermittelt werden, in welchem Umfang die Angebote im

Rahmen des Gasthörer- und Seniorenstudiums bekannt sind und genutzt werden. Gleich-

zeitig sollte etwas über den Hintergrund der Studierenden in Erfahrung gebracht werden:

Welchen Bildungshintergrund und welche Bildungsaffinität haben die Studierenden, die sich

im Alter noch einmal in den Hörsaal begeben? Welchen Stellenwert hat das Studium für sie?

Welche Schwerpunkte setzen sie und welchen Zeitaufwand betreiben sie dafür? Was sind

die Studienmotive und wie sieht ihre Beteiligung an Lehrveranstaltungen im Studienalltag

aus?

Für die Beantwortung dieser Fragen wurden Seniorstudierende im Rahmen einer quantitati-

ven Umfrage und in Werkstattgesprächen zu ihren Eindrücken, Erfahrungen und ihrer Ein-

stellung zu verschiedenen Aspekten des Gasthörerstudiums befragt. Die Relevanz der Frage-

komplexe wurde in Expertengesprächen mit einer Gruppe von interessierten älteren Gasthö-

rern/innen sowie mit dem Vorstand des Vereins zur Förderung des Gasthörer- und Senioren-

1 Zu dieser Gruppe wurden Personen ab Vollendung des 50. Lebensjahres gezählt.

2


____________________________________________________________________________

studiums (fgs) erörtert. Der Fragebogen wurde in Pretests mit unterschiedlichen Gruppen

von Gasthörern/innen getestet und erweitert.

1.1 Beschreibung und Ablauf des Projekts

Das Projekt gliedert sich in zwei Teile. Zum einen wurde eine quantitative Befragung unter

den Gasthörern/innen und Seniorstudierenden durchgeführt. Diese ging auf folgende Punkte

besonders ein:

• Persönlicher Hintergrund

• Studienmotivation, Studienerfahrung

• Persönliche Organisation

• Kenntnis und Nutzung der betreuenden und verwaltenden Organisationen (fgs,

Koordinierungsstelle für Wissenschaft + Öffentlichkeit)

Zum anderen fand im Rahmen eines Universitätsseminars für regulär Studierende 2

eine qua-

litative, die Themen ergänzende Erhebung in Form von Werkstattgesprächen statt. Diese

diente einerseits der Validierung der gewonnen Daten aus der Befragung und andererseits

zur Sammlung von Ideen zur konzeptionellen Weiterentwicklung des Gasthörer- und Senio-

renstudiums der Universität zu Köln. In ausführlichen Gesprächen hatten die Seniorstudie-

renden hierbei die Möglichkeit, weitere Aspekte ihres Studiums zu diskutieren und zu erläu-

tern. Die Diskussionen wurden protokolliert, die Ergebnisse von den Beteiligten selbst mit

Visualisierungsmethoden der Erwachsenenbildung dokumentiert.

1.1.1 Durchführung der Befragung

Die oben genannten Themenbereiche wurden durch differenzierte Fragestellungen in einem

Fragebogen operationalisiert (siehe Anhang). Die Studie wurde in Form einer postalischen

Befragung organisiert. Die Fragebögen wurden von der Universitätspoststelle verschickt. Die

Adressierung erfolgte durch das Studierendensekretariat. Die Forschungsgruppe hatte aus

Datenschutzgründen zu keinem Zeitpunkt Zugriff auf die Namen und Adressen der Gasthöre-

rinnen und Gasthörer. Die Aussendung fand am 19.07.2010 statt. Ein frankierter Rücksende-

2 Unter regulären Studierenden verstehen wir im Weiteren diejenigen Studierenden, die ein Studium mit

dem Ziel eines Abschlusses aufnehmen. Das Seminar fand im Rahmen des regulären Studiums an der Universität

zu Köln statt.

3


____________________________________________________________________________

umschlag wurde beigefügt. Die bis zum 31.08.2010 eingegangenen Fragebögen wurden in

die Auswertung aufgenommen.

Da die Studie als Vollerhebung angelegt ist, wurden alle im Sommersemester 2011 einge-

schriebenen 857 Gasthörer angeschrieben. Von diesen haben sich 534 an der Befragung be-

teiligt. Die Rücklaufquote lag somit bei 62 Prozent, ohne dass ein Mahnschreiben ausgesandt

wurde. Schon die außergewöhnliche Rücklaufquote kann als hohes Egoinvolvement der Hö-

rer/innen in ihr Studium gewertet werden. Der vorliegende Bericht konzentriert sich auf die

Ergebnisse der Befragung der Studierenden, die über 50 Jahre und älter sind. Dies sind in

unserer Studie 493 Personen, die im Folgenden kurz Seniorstudierende genannt werden.

Ergänzend zu den standardisierten Ermittlungen der Einstellungen wurde eine weitere Me-

thode der Datengewinnung gewählt: Werkstattgespräche zur ergänzenden Erfassung der

Eindrücke zum Studium. Hier wurde den Seniorstudierenden die Möglichkeit gegeben, sich

in einer offenen Gesprächsform differenziert über ihre Studiensituation zu äußern, selbst

Fragen zu stellen und Anregungen zu geben, um die Studiensituation zu verbessern. Mode-

riert wurden die Gespräche von regulär Studierenden, die im Rahmen eines Moderations-

trainings die Seniorstudierenden mit verschiedenen Methoden der Groß- und Kleingrup-

penmoderation, wie zum Beispiel Metaplantechnik, Ampel-Methode oder der Fishbowl-

Übung, dazu anregten, die aus der quantitativen Studie gewonnen Daten zu interpretieren,

zu reflektieren und zu ergänzen.

Die Resultate der Werkstattgespräche mit insgesamt 34 Teilnehmenden an beiden Tagen (4.

und 18. Dezember 2010) wurden ergänzend ausgewertet und in den Bericht eingefügt.

2 Ergebnisse

Ein reguläres Studium direkt nach dem Erwerb der Hochschulreife dient der beruflichen Qua-

lifikation. Wer aber sind die Senioren, die ein Hochschulstudium am Ende oder nach Beendi-

gung ihrer Berufslaufbahn aufnehmen? Die Beschreibung des Samples gibt Aufschluss über

die demographische Zusammensetzung der Seniorstudierenden.

2.1 Alter und Geschlechtsstruktur

Die Alters- und Geschlechtsstruktur der Befragten ist in Tabelle 1 ersichtlich. Über die Hälfte

der Befragten war zum Zeitpunkt der Befragung zwischen 60 und 69 Jahre alt (58 Prozent).

4


____________________________________________________________________________

Immerhin noch 33 Prozent waren zwischen 70 und 79 Jahren. Aus der Altersgruppe unter 60

nahmen 7 Prozent an der Befragung teil. Die 80 bis 89-Jährigen machten einen Anteil von 3

Prozent der Befragten aus. Dies zeigt, dass selbst im hohen Alter noch Personen am Senio-

renstudium teilnehmen. Dabei nahmen in den Altersgruppen der 50 bis 59-Jährigen sowie

der 80 bis 89-Jährigen mehr Frauen an der Befragung teil. Die Männer überwogen in den

mittleren Altersklassen.

Alter Frauen Männer Gesamt

50 bis 59 8,4 5,7 6,9

60 bis 69 57,5 57,7 57,6

70 bis 79 30,4 34,4 32,7

80 bis 89 3,7 2,2 2,8

Tabelle 1: Prozentualer Anteil an Männern und Frauen in den Altersgruppen

Insgesamt überwiegt der Anteil der männlichen Umfrageteilnehmern (57 Prozent). Dies ent-

spricht der tatsächlichen Situation an der Universität zu Köln bezüglich der Verteilung von

Männern (N = 463, 54 Prozent) und Frauen (N = 394) im Gasthörerstudium

(http://verwaltung.uni-koeln.de/). Der Altersdurchschnitt liegt in dieser Befragung bei 67

Jahren. Die meisten Befragten waren zum Zeitpunkt der Befragung 66 Jahre alt (siehe Abbil-

dung 1).

35

30

25

20

15

10

5

0

weiblich männlich

50 52 54 56 58 60 62 64 66 68 70 72 74 76 78 80 82 85

Abbildung 1: Häufigkeitsverteilung des Alters der Befragten unterschieden zwischen Männern

und Frauen

5


____________________________________________________________________________

2.2 Wohnort

Wie sieht der Einzugsbereich der Teilnehmenden am Seniorenstudium an der Kölner Univer-

sität aus? Woher kommen die meisten der Studierenden und welchen Weg bzw. welche

Wegezeiten nehmen sie auf sich, um am Studium teilzunehmen? Im Gegensatz zu jungen

Studierenden, die meist ihren Wohnort an den Studienort verlegen, wird das bei Seniorstu-

dierenden nicht der Fall sein, weil sie ihren Lebensmittelpunkt an ihrem langjährigen Wohn-

ort beibehalten dürften. Dadurch wird einerseits der Pendelbereich groß und andererseits

der potentielle Einzugsbereich eingeschränkt sein: Interessenten muss es vom aktuellen

Wohnsitz aus möglich sein, einzupendeln. Ein studienbedingter Umzug dürfte die Ausnahme

sein.

Um einen ungefähren Eindruck vom Einzugsgebiet zu erhalten, wurden die Befragten gebe-

ten, die Postleitzahl ihres Wohnorts mitzuteilen. Dies sollte als Herkunfts-Indikator dienen 3

,

der eine grobe Vorstellung davon gibt, welche Distanz die Befragten zurücklegen, um an den

Veranstaltungen der Universität teilzunehmen.

Die Hälfte (51 Prozent) der Befragten kommt direkt aus dem linksrheinischen Köln und der

Umgebung (Postleitzahlenbereich 50). Aus dem rechtsrheinischen Köln, Leverkusen, Bergisch

Gladbach und umliegenden Gemeinden im Postleitzahlenbereich 51 kommen 28 Prozent der

Befragten (vgl. Abbildung 2). Das bedeutet, dass ein Großteil der Seniorstudierenden keinen

allzu weiten Anfahrtsweg zur Universität hat. Dennoch gibt es einige Studierende, die sehr

weite Anfahrtswege von über 100 km auf sich nehmen. Beispielweise kommen einige Seni-

orstudierende aus dem Raum Koblenz, aus dem Ruhrgebiet, aus dem Bergischen Land oder

aus Westfalen.

3 Eine genaue Kategorisierung der Herkunftsorte der Befragten anhand der Postleitzahlen bis hin zu Stadtgebieten

war zu aufwändig und auch nicht notwendig. Postleitzahlen spezifizieren ein vergleichsweise kleinräumiges

Gebiet, und die Übergänge zwischen den Postleitzahlengebieten gerade im Raum Köln sind fließend

und mit den Kommunalgrenzen nicht identisch.

6


____________________________________________________________________________

Abbildung 2: Herkunft nach Postleitzahlenbereich

Die relative Mehrheit der Befragten wendet dabei zwei Stunden für den wöchentlichen Weg

zu den Veranstaltungen auf (25 Prozent). Es gibt jedoch auch etliche Personen, die angaben,

bis zu sechs Stunden wöchentlich für die An- und Rückfahrt zu benötigen (3 – 6 Stunden: 47

Prozent). 11 Prozent verbringen sieben bis zehn Stunden pro Woche für den Weg zu und von

den Veranstaltungen. Der angegebenen Entfernung zum Studienort entsprechend weist die

Abbildung 3 aus, dass einige Befragte teilweise sehr lange Anfahrtszeiten in Kauf nehmen:

Immerhin 6 Prozent sagten, sie würden über zehn Stunden wöchentlich für die Anfahrt be-

nötigen.

Prozent

Prozent

30

25

20

15

10

5

60

50

40

30

20

10

0

24,5

50,5

27,5

6,8 3,1 2,5 2,3 2,1 2,1 0,6 0,6 0,6 0,4 0,2 0,2 0,2

50 51 53 41 40 52 42 47 56 57 58 46 49 54 59

15,1 12,9

5,9

12,7

Postleitzahlenbereich

1,6

4,7

1,8 3,3 2,2

Stunden

,2 ,8 ,2 ,8 1,6

Abbildung 3: Wöchentlicher Zeitaufwand in Stunden für die Anfahrt und den Rückweg

7


____________________________________________________________________________

Es sollte betont werden, dass die Seniorstudierenden über kein Semesterticket verfügen und

mit einem weiten Anreiseweg nicht nur den Zeitaufwand auf sich nehmen, um an den Ver-

anstaltungen der Universität zu Köln teilzunehmen, sondern auch die Reisekosten tragen.

Überraschend ist, dass etliche Befragte aus Universitätsstädten wie Aachen, Bonn, Duisburg,

Düsseldorf/Neuss oder Wuppertal kommen. Es stellt sich die Frage, weshalb diejenigen, die

in anderen Städten mit Universitäten wohnen, an Veranstaltungen der Universität zu Köln

teilnehmen und dafür eine längere Fahrtzeit in Kauf nehmen, statt an der Heimatuniversität

zu studieren. Ein möglicher Grund dafür könnte das breite Fächerangebot der Universität zu

Köln sein. In Köln ist es den Gasthörern/innen möglich, von wenigen Einschränkungen abge-

sehen aus dem gesamten Veranstaltungsangebot aller Fachbereiche ihre Veranstaltungen

auszuwählen. Dies ist an manchen anderen Universitäten nicht der Fall. An der RWTH Aa-

chen oder der Bergischen Universität Wuppertal beispielsweise können von den Gasthö-

rern/innen nur ausgewählte Veranstaltungen besucht werden. Diese Annahme wurde in den

Werkstattgesprächen bestätigt. Hier wurde betont, dass die Bedingungen, die die Universität

zu Köln biete, ideal seien, eben weil man aus dem kompletten Angebot wählen könne. Dies

sei an anderen Universitäten nicht möglich. Von vielen Befragten wurde außerdem gesagt,

dass sie das Angebot der Universität zu Köln sehr schätzen: Es würden besonders interessan-

te Fächer und Themengebiete angeboten. Zudem wurde erwähnt, dass in Köln die Integrati-

on von jungen und alten Studierenden vergleichsweise gut funktioniere. An anderen Univer-

sitäten gäbe es segregierte Veranstaltungen für die jeweiligen Studierenden. Auch die Be-

treuung und die Angebote der Koordinierungsstelle und des fgs wurden als positives Merk-

mal der Universität zu Köln hervorgehoben.

Ein vergleichbares Angebot hinsichtlich der Wahlmöglichkeiten für Gasthörer/innen wie in

Köln bieten jedoch die Universität Duisburg–Essen, die Rheinische Friedrich-Wilhelms-

Universität Bonn sowie die Heinrich Heine Universität Düsseldorf. Auch hier können die Inte-

ressierten frei aus dem Veranstaltungsangebot wählen und Kurse aus unterschiedlichen

Fachbereichen besuchen. Daher dürfte es weitere Gründe für die Präferenz der Befragten für

die Kölner Universität geben. Ein Motiv könnte der persönliche Bezug zur Universität zu Köln

sein, die Beratungsmöglichkeiten und Veranstaltungen, die die Universität zu Köln speziell

für Seniorstudierende anbietet, die über den fgs ermöglichte hohe soziale Vernetzung der

älteren Studierenden untereinander oder Fachbereiche, der Universität zu Köln, die ein be-

8


____________________________________________________________________________

sonders großes Renommee haben. Diesbezüglich ist in dieser Untersuchung jedoch nicht

weiter ermittelt worden. Dies zu ergründen könnte Thema für weitere Forschung sein.

2.3 Bildungsabschluss und Ausrichtung des Berufsabschlusses

Welche Vorbildung bringen die Seniorstudierenden mit? Ein reguläres Universitätsstudium

setzt die Hochschulreife voraus. Dies gilt für Seniorstudierende des Gasthörerstudiums nicht,

doch wäre es möglich, dass eine höhere Bildung indirekt ein Selektionskriterium ist. Dabei

interessierte nicht nur die Schulbildung, sondern auch der Beruf. Die Befragten wurden des-

halb gebeten, zum einen Angaben zu ihrem Schulabschluss und zum anderen zur Ausrich-

tung ihres Berufsabschlusses zu machen.

Die Mehrzahl der Befragten verfügt nicht nur über Abitur, sondern auch über einen Hoch-

schulabschluss (64 Prozent, vgl. Abbildung 4), d.h. sie haben Vorerfahrung mit dem Hoch-

schulbetrieb. Niedrigere Abschlüsse werden wesentlich seltener angegeben. Ein kleiner Pro-

zentsatz der Befragten hat eine Hochschule besucht, ohne das Studium durch ein Examen

abgeschlossen zu haben.

Hochschule mit Abschluss

Gymnasium

Mittelschule/Realschule

Fachoberschule

Fachschule

Volksschule/Hauptschule

Hochschule ohne Abschluss

kein Abschluss

0,2

5,9

4,7

4,5

4,3

8,3

7,9

Abbildung 4: Bildungsabschluss der Befragten

64,2

0 10 20 30 40 50 60 70

Prozent

9


____________________________________________________________________________

2.4 Derzeitige Studienausrichtung und Zusammenhang zur

beruflichen Ausrichtung

Die Informationen über den beruflichen Hintergrund der Befragten sind in Hinblick auf die

Frage interessant, ob die jetzige Studienwahl eine Fortsetzung der beruflichen Ausrichtung

darstellt. Demnach ist zu klären, ob die Studierenden ihr berufliches Wissen erweitern, ver-

tiefen oder aktualisieren wollen, oder ob sie ganz andere Richtungen wählen. Abbildung 5

zeigt zunächst die Ausrichtung des Berufsabschlusses der befragten Studierenden.

Wirtschaft und Verwaltung

Soziale/ Pädagogische Ausrichtung

Mathematisch-naturwissenschaftliche Berufe

Medizinische Berufe

Handwerkliche Ausrichtung

Geisteswissenschaftliche Ausrichtung

Juristische Ausrichtung

Sonstige

Abbildung 5: Ausrichtung des Berufsabschlusses

4,7

4

3

5,3

13,6

11

Wie Abbildung 6 zeigt, studiert eine überwältigende Mehrheit der Befragten nun Fächer, die

an der Philosophischen Fakultät angesiedelt sind. Alle anderen Studienfächer – gemessen an

der Zuordnung zu den Fakultäten – sind von deutlich geringerer Bedeutung.

23,3

35,2

0 5 10 15 20 25 30 35 40

Prozent

10


____________________________________________________________________________

Prozent

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

81,3

Abbildung 6: Derzeitiger Studienschwerpunkt

5,9 3,5 3,1 2,8 2,2 1,1

Die Verteilung indiziert, dass die Kölner Seniorstudierenden überwiegend Fächer wählen, die

ihren persönlichen Neigungen und Interessen entsprechen und die der eigenen Persönlich-

keitsbildung dienen. Für eine derartige Orientierung bieten sich die Fächer der Philosophi-

schen Fakultät an. In den Werkstattgesprächen stellte sich heraus, dass es vielen Gasthö-

rern/innen schwer fällt, einen genauen Studienschwerpunkt zu bestimmen, da ihre Interes-

sen und Seminarbesuche breit gefächert sind und Gasthörer/innen auch nicht auf das Studi-

um an nur einer Fakultät festgelegt sind. Es ist deshalb nicht auszuschließen, dass Veranstal-

tungen anderer Fakultäten ebenfalls umfangreich besucht werden, aber in der Befragung

nicht als Interessenschwerpunkt genannt wurden.

Eine Fortführung der beruflichen Ausrichtung, um beispielsweise die berufliche Kompetenz

zu vertiefen, ist aber nicht zu erkennen. Eher erfolgt eine Distanzierung von den bisher be-

ruflich genutzten Themengebieten hin zu Interessengebieten für nachberufliche Tätigkeiten.

Eine Zuordnung der Berufe zu den einzelnen Fakultäten war ursprünglich vorgesehen. Da-

durch wäre mittels einer Kreuztabellierung eine Fall zu Fall-Zuordnung darstellbar gewesen.

Bei der Codierung der angegebenen Berufe wurde sehr schnell klar, dass diese Kategorisie-

rung unmöglich ist. Die meisten Berufsangaben ließen keinen gesicherten Rückschluss auf

den dahinter liegenden ursprünglichen Ausbildungsweg – im Sinne einer Kategorisierung

nach Fakultäten – zu. Die direkte Abfrage der Fakultät, an der der Befragte seine Ausbildung

11


____________________________________________________________________________

erfahren hat, verbot sich, weil zum einen davon auszugehen war, dass nicht jeder eine Hoch-

schullaufbahn durchlaufen hatte, was sich auch empirisch so erwies (vgl. Abbildung 4). Zum

anderen sind auch Fakultätszuordnungen von Fächern nicht einheitlich.

2.5 Kinder, die studiert haben

Eine Affinität zur Universitätsausbildung manifestiert sich auch durch das Studium der eige-

nen Kinder. Um bestehende Verbindungen der Seniorstudierenden zu universitären Einrich-

tungen zu ermitteln, wurde gefragt, ob sie Kinder haben, die studiert haben. Es wurde ver-

mutet, dass Befragte mit Kindern, die einen Universitätsabschluss anstreben oder bereits

erworben haben, eher daran denken, ein Gasthörer- oder Seniorenstudium aufzunehmen.

Die Daten stützen diese Vermutung: Zwei Drittel der Befragten haben Kinder, die studiert

haben (vgl. Abbildung 7).

Insgesamt sind diese Informationen ein Beleg dafür, dass das Potential für das Seniorenstu-

dium der Universität zu Köln vornehmlich in bildungsnahen Schichten und speziell bei Perso-

nen zu finden ist, die einen – wie auch immer gearteten – Universitätshintergrund haben.

70

60

50

40

30

20

10

0

64

Abbildung 7: Kinder des Befragten studieren oder haben studiert

(Angaben in Prozent)

Seniorstudierende ohne eigene Studienerfahrung haben auch nur selten Kinder, die studie-

ren (vgl. Abbildung 8). So führt der Universitätshintergrund der Eltern auch dazu, dass Kinder

einen akademischen Weg einschlagen: Eine bekannte Tatsache, die sich auch hier bestätigen

lässt. Die „Vererbung“ des Bildungsstatus wird hier aber erstaunlicherweise von der älteren

Generation durch ein Studium im Alter durchbrochen.

36

ja nein

12


____________________________________________________________________________

keine Kinder an der Uni Kinder an der Uni

250

Anzahl

200

150

100

50

0

0

1

8 15

24

16

24

14

10 13 12 17

9 11

Abschluss der Befragten

Abbildung 8: Bildung der Befragten und studierende Kinder

2.6 Beschäftigung außerhalb des Gasthörer- und Seniorenstudiums

Um einen Einblick in die Betätigungen der Seniorstudierenden neben dem Studium zu ge-

winnen, wurde nach den Beschäftigungen und sozialen Aktivitäten außerhalb des Gasthörer-

und Seniorenstudiums gefragt. Wie Abbildung 9 zeigt, sind die Hauptbeschäftigungen neben

dem Studium die Familie und die jeweiligen Hobbys, was jeweils drei Viertel der Befragten

erwähnten. 62 Prozent der Studierenden verbringen ihre Freizeit mit der Pflege von Freund-

schaften oder Bekanntschaften. Daneben engagiert sich über ein Viertel der Befragten in der

Freizeit ehrenamtlich. Eine vergleichsweise geringe Anzahl der Befragten verbringt die Zeit

neben dem Studium mit beruflichen Aktivitäten (12 Prozent), worunter auch berufliche

Nebentätigkeiten verstanden werden können. Daraus ist zu entnehmen, dass ein Großteil

der Seniorstudierenden keinen Vollzeit-Beruf ausübt und sich bereits im Rentenalter befin-

det. Ein Blick auf die Altersverteilung bestätigt dies (vgl. Kapitel 2.1).

106

207

13


____________________________________________________________________________

Abbildung 9: Beschäftigung außerhalb des Gasthörer- und Seniorenstudiums

(Mehrfachnennung)

Dabei besteht ein Zusammenhang zwischen einer ehrenamtlichen Tätigkeit außerhalb des

Studiums und dem Motiv für ein Studium. Befragte, die sich außerhalb des Studiums in ei-

nem Ehrenamt engagieren, nutzen das Studium tendenziell häufiger als Weiterbildungsmög-

lichkeit für das Ehrenamt als diejenigen, die ein solches nicht ausüben. In der Zustimmung

zwischen „trifft zu“ (Wert 1) und „trifft nicht zu“ (Wert 4) liegt der Mittelwert derjenigen, die

ein Ehrenamt ausüben bei 3,13 und bei den restlichen Befragten bei 3,64. 4

2.7 Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb der

Universität

Familie

Hobbys

Freundschaften und Bekanntschaften

Bürgerliches Engagement und Ehrenamt

Beruf

Pflege von Angehörigen

Sonstige

Geht die Bildungsaffinität so weit, dass die meisten Befragten sich nicht mit dem Bildungs-

angebot der Universität begnügen und weitere Angebote (z.B. von der VHS) wahrnehmen

und damit die Weiterbildung im Alter als ihren Lebensmittelpunkt betrachten? Unsere Be-

fragung ergab, dass die Studierenden sich auf ihr Studium an der Universität konzentrieren.

Die meisten besuchen keine Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb der Universität (vgl.

Abbildung 10). Sie konzentrieren sich allein auf das Seniorenstudium, welches gemäß ihrem

eigenen Bildungsanspruch offensichtlich als optimal empfunden wird. Offen bleibt im Rah-

4 Je höher der Mittelwert desto größer die Ablehnung (Wert von 1 bis 4).

4,1

9,2

11,9

27,6

61,7

74,5

71,5

0 10 20 30 40 50 60 70 80

Prozent

14


____________________________________________________________________________

men der Befragung, welches Verständnis von Weiterbildung vorherrscht. Es wird vermutet,

dass kulturelle Veranstaltungen wie Theaterbesuche etc. von den Befragten nicht als

Weiterbildungsveranstaltungen im eigentlichen Sinne verstanden und deshalb auch nicht

unter „Besuch von anderen Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb der Universität“ ge-

nannt werden.

Nein 69,6 % Ja 30,4%

Abbildung 10: Besuch von anderen Weiterbildungsveranstaltungen außerhalb der Universität

2.8 Gewinnung von Interessenten für das Gasthörer- und

Seniorenstudium

Die Institution des Gasthörer- und Seniorenstudiums in der Zielgruppe bekannt zu machen,

ist eine der Aufgaben der Koordinierungsstelle. Daraus folgt die Frage, welches Medium am

ehesten geeignet ist, um Studierende zu gewinnen. In der Befragung sollten die Studieren-

den angeben, wie sie vom Gasthörer- und Seniorenstudium erfahren haben (vgl. Abbildung

11). Das am stärksten und am besten wirkende Argument für das Seniorenstudium kommt

direkt aus den Reihen der Teilnehmenden, die aufgrund ihrer persönlichen Erfahrung andere

Interessenten werben. Ein Viertel der Studierenden ist über Mund-zu-Mund Propaganda an

das Angebot herangeführt worden. Der Anstoß im fortgeschrittenen Alter noch ein Studium

aufzunehmen, wird somit aus dem direkten Umfeld und speziell aus der gleichaltrigen Be-

zugsgruppe (Peergroup) gegeben.

Abgesehen von der persönlichen Werbung, ist die Presse das wichtigste Medium. Über die

Zeitung hat jeder Fünfte erfahren, dass es ein derartiges Angebot an der Universität zu Köln

gibt. Zu etwa gleichen Anteilen dienten studierende Angehörige, das Internet und Informati-

onsbroschüren als Werbung für das Studium.

Eine Diskussion im Werkstattgespräch über die Möglichkeiten, das Angebot bekannter zu

machen, ergab, dass die Teilnehmenden die Werbung durch Flugblätter, die an Bekannte

und Familienangehörige verteilt würden, präferierten. Damit wurde in diesem Kontext die

15


____________________________________________________________________________

Mittlerfunktion der Studierenden bestätigt. Zusätzlich könnten, so die Aussage, diese Flyer

über regionale Vereine oder durch die Stadt Köln verbreitet werden. 5

Abbildung 11: Von den Befragten genutzte Informationsquelle über das Angebot des Seniorenstudiums

in Prozent

2.9 Semesterzahl

Die Anzahl der Semester, die die befragten Studierenden bereits an Veranstaltungen teil-

nehmen, variierte stark. Das mag mit der Intensität zusammenhängen, mit der sich die Stu-

dierenden auf das Studium einlassen. In Einzelfällen gaben die Befragten an, über 25 Semes-

ter, teilweise sogar 48 Semester zu studieren. Die meisten Befragten (gut ein Drittel) studie-

ren jedoch zwischen dem ersten und fünften Semester. Ebenso groß ist etwa der Anteil der-

jenigen, die sechs und zehn Semester studieren. Als Langzeit-Seniorstudierende (mehr als 10

Semester) sind zusammengenommen etwa ein weiteres Drittel der Befragten zu bezeichnen

(vgl. Abbildung 12).

Andere Gasthörer/innen

Presse

Informationsveranstaltungen der …

Studierende Angehörige

Sonstige

Internet

Informationsschriften, Flyer, Broschüren

Rundfunk, Fernsehen

Andere Einrichtungen, z.B. Vereine

3

3

5 Eine regelmäßige Zusendung der aktuellen Semesterinformation an entsprechende Institutionen erfolgt

durch die Koordinierungsstelle. Die Anregung aus der hier geäußerten Bereitschaft der Gasthörer/innen,

Werbematerial eigenhändig zu verteilen, könnte dann darin bestehen, dass von Seiten der Koordinierungsstelle

regelmäßig auf die Möglichkeit einer entsprechenden Nutzung des vorhandenen Materials (Flyer und

Infobroschüre) hingewiesen wird.

7,8

10,1

9,9

9,3

9,1

21,4

26,4

0 5 10 15 20 25 30

Prozent

16


____________________________________________________________________________

1 bis 5

6 bis 10

11 bis 15

16 bis 20

21 bis 25

26 und mehr

2,9

3,6

9,9

13,2

Abbildung 12: Anzahl der Semesterzahl in Prozent

2.10 Wöchentlicher Zeitaufwand

Ein Indikator für die Intensität des Studierens könnte der wöchentliche zeitliche Aufwand

sein, den die Befragten für ihr Studium aufbringen. Dazu wurden die Teilnehmenden gefragt,

welchen Zeitaufwand sie fürs Studieren in Kauf nehmen, aufgeteilt in zwei Angaben: die Be-

fragten sollten die wöchentliche Stundenzahl nennen, die sie für den Veranstaltungsbesuch

benötigen, sowie angeben, wie viel Zeit sie für die Vor- und Nachbereitung einkalkulieren.

Für den Veranstaltungsbesuch werden im Durchschnitt sechs Semesterwochenstunden 6

ver-

anschlagt (vgl. Tabelle 19 bzw. Tabelle 22 im Anhang). Die meisten Studierenden (ca. die

Hälfte) verbringen bis zu fünf Semesterwochenstunden in Veranstaltungen, weitere 40 Pro-

zent zwischen 6 und 10 Semesterwochenstunden (vgl. Abbildung 13). Nur eine Minderheit

der Befragten besucht Veranstaltungen mit mehr als zehn Semesterwochenstunden.

6 Eine Semesterwochenstunde beträgt 45 Minuten.

32,8

37,3

0 5 10 15 20 25 30 35 40

Prozent

17


____________________________________________________________________________

Prozent

60

50

40

30

20

10

0

Abbildung 13: Wöchentlicher Zeitaufwand für den Veranstaltungsbesuch in Semesterwochenstunden

Mit der Vor- und Nachbereitung von Veranstaltungen verbringen die Studierenden im

Durchschnitt fünf Zeitstunden pro Woche. Ein Großteil der Befragten wendet zwischen einer

und fünf Stunden für die Vor- und Nachbereitung auf (insgesamt ca. 69 Prozent, vgl. Abbil-

dung 14). Die häufigste Vor- und Nachbereitungszeit beträgt zwei Stunden.

Es gibt jedoch Etliche (21,6 Prozent), die mit sechs bis zehn Stunden Vor- und Nachbereitung

sehr intensiv studieren. Darüber hinaus werden von Einzelnen sogar bis zu 31 Stunden für

die Vor- und Nachbereitung aufgebracht und damit das Studium als Vollzeitbeschäftigung

betrieben.

49,2

40,9

7,8

1 0,4 0,6

0 bis 5 6 bis 10 11 bis 15 16 bis 20 21 bis 25 26 bis 50

Semesterwochenstunden

18


____________________________________________________________________________

Prozent

80

70

60

50

40

30

20

10

0

69

Abbildung 14: Wöchentlicher Zeitaufwand für die Vor- und Nachbereitung der Veranstaltungen in

Stunden

Umgerechnet auf Vorlesungen und Seminare besuchen die meisten Gasthörer/innen eine bis

vier Veranstaltungen die Woche. Die angegebene Vor- und Nachbereitungszeit entspricht

der Menge der besuchten Veranstaltungen. Je mehr Veranstaltungen besucht werden, desto

mehr Vor- und Nachbereitungszeit wird aufgewendet, wie der Korrelationskoeffizient zeigt

(r= 0,40). Pro Veranstaltung werden dabei im Durchschnitt ein bis zwei Stunden investiert.

2.11 Art der Beteiligung an den regulären Veranstaltungen

Die Art der Beteiligung an den universitären Veranstaltungen kann einerseits als Indikator

dafür dienen, inwieweit die älteren Gasthörer/innen in den Veranstaltungen integriert sind.

Andererseits kann damit das Selbstbild der Älteren in Bezug auf die Zugehörigkeit zur Studie-

rendenschaft ermittelt werden. Daher wurden die Studierenden gefragt, in welcher Form sie

an den Veranstaltungen teilnehmen. Auf diese Weise konnte ein Eindruck darüber gewon-

nen werden, inwieweit die Befragten die Veranstaltungen aktiv mitgestalten. Zudem sind

Schlüsse möglich, welche Ansprüche die Studierenden hinsichtlich der Wissensgenerierung

mit dem Studium verfolgen.

In unserer Befragung bezeichnen sich die meisten Studierenden als „in erster Linie zuhö-

rend“ (vgl. Abbildung 15).

21,6

4,5 4 0,4 0,4

0 bis 5 6 bis 10 11 bis 15 16 bis 20 21 bis 25 26 bis 31

Stunden

19


____________________________________________________________________________

Prozent

100

90

80

70

60

50

40

30

20

10

0

87,5

Abbildung 15: Form der Beteiligung an den Veranstaltungen

Weitere Analysen zeigen, dass gut ein Drittel (37 Prozent) ausschließlich zuhörend teilnimmt.

Fast die Hälfte beteiligt sich mehr oder weniger regelmäßig auch mündlich und ein Viertel

aller Befragten reicht schriftliche Beiträge ein (vgl. Tabelle 24 im Anhang). Tabelle 25 im An-

hang zeigt, dass die nur Zuhörenden auch für den Veranstaltungsbesuch und die Nachberei-

tung weniger Zeit aufwenden. Diejenigen Seniorstudierenden, die sich zusätzlich mündlich

oder auch schriftlich beteiligen, wenden mehr Zeit für ihr Studium auf und studieren somit

intensiver. Dies sind die Personen, die auch eher auf den Erwerb eines Zertifikats hin studie-

ren (vgl. Tabelle 26 im Anhang).

41,7

Es stellt sich jedoch die Frage, ob die tatsächliche Beteiligung auch den Wünschen der älte-

ren Gasthörer/innen entspricht oder ob sie gerne aktiver teilnehmen würden, sich aber ein-

geschränkt oder gehemmt fühlen. In den Werkstattgesprächen sollten die Teilnehmenden

ergänzend folgende Aussagen bewerten: „Die Beziehung zwischen jüngeren und älteren

Studierenden sind geprägt von gegenseitigem Respekt und Wertschätzung“. Hierzu äußerten

einige Gasthörer/innen die Wahrnehmung, von jüngeren Studierenden nicht immer ernst

genommen zu werden. Jüngere Studierende würden bei Wortmeldungen von älteren Studie-

renden unruhig werden, auf Grund ihrer langsameren Art zu reden. Jüngere und ältere Stu-

dierende würden in den Seminaren getrennt sitzen, und es dränge sich bei einigen, so die

Vermutung, die Frage auf: „Was macht der/die Alte hier eigentlich?“. So ist eine Annahme,

dass diese Wahrnehmung zu einer geringeren Wortmeldung führt als gewünscht.

24,6

zuhörend mündlich schriftliche Beiträge

20


____________________________________________________________________________

Auch die Aussage „Die unterschiedlichen Generationen profitieren gegenseitig, weil sie von-

einander und miteinander lernen“ empfinden die Gasthörer als sehr bedeutsam. Einige von

ihnen scheinen diese Erfahrung des gegenseitigen Austausches auch zu machen, andere ge-

ben jedoch an, dass dafür die Gelegenheiten und Zeit fehlen. Da viele Gasthörer/innen pri-

mär Vorlesungen besuchen, biete sich hier kein Rahmen für einen gegenseitigen Austausch.

2.12 Motive zur Aufnahme des Seniorenstudiums

Warum beginnen ältere Menschen nach der Beendigung der Berufslaufbahn noch einmal ein

Studium? Was sind die Motive? Den Befragten wurden 19 Items zu diesem Themenkomplex

zur Bewertung vorgelegt 7 . Tabelle 2 zeigt die Ergebnisse in Form von Mittelwerten. Mit ge-

ringen Werten wird eine hohe Zustimmung signalisiert.

Mittel- Stand.

N wert Abw.

Motiv: geistig fit und beweglich bleiben 487 1,34 ,643

Motiv: Angebot an Fächern, die in anderen Bildungseinrichtungen nicht vertreten sind 482 1,69 ,983

Motiv: Verbesserung der Allgemeinbildung 477 1,83 1,005

Motiv: Menschen mit ähnlichen Interessen treffen 479 2,08 ,964

Motiv: Einblick in aktuelle Forschung 476 2,12 1,008

Motiv: Beschäftigung mit Sinnfragen 473 2,25 1,127

Motiv: möchte lernen wissenschaftlich zu denken und arbeiten 470 2,39 1,094

Motiv: Jüngere Menschen treffen 477 2,43 ,952

Motiv: Verbesserung der Argumentationsfähigkeit 468 2,52 1,100

Motiv: Weiterbildung für Hobbys 467 2,75 1,170

Motiv: Mitreden mit Jüngeren 465 2,86 1,046

Motiv: geregelter Alltag 467 2,90 1,082

Motiv: Zugehörigkeit zur Uni 464 2,94 1,074

Motiv: Förderung eines positiveren Altersbildes bei Jüngeren 468 2,96 ,985

Motiv: Interesse am aktuellen Wissensstand im ehemaligen Berufsfeld 467 3,07 1,112

Motiv: konnte früher nicht studieren und möchte dies heute nachholen 472 3,35 1,137

Motiv: Weiterbildung für Ehrenamt 467 3,52 ,795

Motiv: Erwerb von Weiterbildungszertifikaten 466 3,78 ,588

Motiv: Aufnahme eines regulären Studiums 467 3,84 ,558

Motiv: Weiterbildung für zukünftigen Beruf 468 3,87 ,497

Tabelle 2: Motivation der Studierenden ein Studium zu absolvieren

(Mittelwert: je niedriger der Wert desto höher die Zustimmung)

7

Die Befragten konnten in folgenden Kategorien antworten: 1 = trifft zu, 2 = trifft eher zu, 3 = trifft eher nicht

zu, 4 = trifft nicht zu.

21


____________________________________________________________________________

Nach der Reihenfolge in dieser Tabelle ist der wichtigste Beweggrund die geistige Fitness

und Beweglichkeit. Bei der Erstellung des Fragebogens war davon ausgegangen worden,

dass die Erwartung der geistigen Fitness mit der Erfahrung von Auswirkungen des Studiums

auf das körperliche Wohlbefindens korreliert (Kap. 2.13). Dieses Frageverständnis konnte

durch die Daten jedoch nicht bestätigt werden. Daher stellte sich die Frage, was die Befrag-

ten genau unter den beiden Ausdrücken verstehen. Deswegen wurde das Thema der Motive

in den Werkstattgesprächen aufgegriffen und intensiver diskutiert. Es stellte sich heraus,

dass ‚geistig fit und beweglich bleiben‘ von einem Großteil der teilnehmenden Studierenden

auf einer rein geistigen Ebene verstanden wurde, die Erfahrung des körperlichen Wohlbefin-

dens jedoch meist allein auf den physischen Gesundheitszustand bezogen wurde. Zur Be-

kräftigung dieses Verständnisses betonte ein Teilnehmer „Uni ist körperlich anstrengend“.

Die Gasthörer/innen bleiben somit zwar geistig fit, nehmen dafür aber auch körperliche An-

strengungen (langes Sitzen etc.) in Kauf.

Manche Teilnehmenden waren jedoch anderer Meinung und sahen einen Zusammenhang

zwischen körperlichem Wohlbedingen und geistiger Regsamkeit. So sagte ein Teilnehmer:

„Das Verstehen von Inhalten und die geistige Arbeit führt zu körperlichem Wohlbefinden“

und andere betonten, dass Körper und Geist eng miteinander verbunden seien und man

durch geistige Arbeit auch körperliche Gesundheit erreichen könne. Einig waren sich die

Teilnehmenden demnach darin, dass bei einer Folgeuntersuchung eine genauere Definition

der Terminologie sinnvoll sei.

In den Gesprächen wurde zudem deutlich, dass die geistige Fitness ein wichtiger Beweg-

grund ist, im höheren Alter noch ein Studium zu beginnen. So könnte man einerseits seine

Neugierde befriedigen, neues Wissen erwerben bzw. vorhandenes Wissen nicht verlernen

oder überprüfen, das Alltagswissen verbessern und sich neue Fähigkeiten aneignen. Ein Teil-

nehmer sagte: „So kann ich meine Synapsen in Höchstform halten“ und andere bestätigten,

dass das Studium für sie eine Art Gedächtnistraining sei und dass sie so ihre Konzentrations-

fähigkeit und Auffassungsgabe gesteigert hätten, wodurch ein größeres Wohlgefühl erstan-

den sei. Weiterbildung würde generell zu mehr Lebensmotivation führen und nach dem Be-

such einer Veranstaltung fühle man sich einfach zufriedener. Wichtig sei außerdem, sich

selbst immer wieder neuen Herausforderungen zu stellen, um sich persönlich weiterzubil-

den. Einigen Teilnehmenden diente das Studium auch zur beruflichen Weiterbildung.

22


____________________________________________________________________________

In der Umfrage wurde deutlich, dass die Universität für viele außerdem als geselliger Treff-

punkt dient, weil sie das Gespräch mit Personen, die ähnliche Interessen haben, ermöglicht.

Im Rahmen der Werkstattgespräche wurde nach den Gründen für dieses Motiv gefragt. Die

Teilnehmenden sagten, dass der Austausch mit anderen Menschen ihnen sehr wichtig sei.

Man könne neue Freundschaften schließen und durch anregende Diskussionen neue Sicht-

weisen kennenlernen. Der gemeinsame Besuch einer Universität würde einfach verbinden.

Auch der Kontakt zu jüngeren Menschen diente den Studierenden als Anreiz, ein Studium zu

beginnen. Ein weiteres Ziel des Studiums ist es, einen Einblick in den aktuellen Forschungs-

stand zu gewinnen. Das Motiv sich mit Sinnfragen zu beschäftigen, schlägt sich auch in der

häufigen Wahl von Veranstaltungen der Philosophischen Fakultät nieder.

Durch die Diskussion der Motive in den Werkstattgesprächen konnten die Ergebnisse bestä-

tigt werden: Die Seniorstudierenden besuchen gerne Veranstaltungen im Fach Philosophie,

weil hier zum Teil Sinnfragen erörtert werden. Man findet dort Gleichgesinnte, die Interesse

am wissenschaftlichen Denken und Arbeiten haben, und kann andere Denkstrukturen ken-

nenlernen. Außerdem könne man sich durch ein Studium generell mit aktuellen Themen

befassen und habe die Möglichkeit, sich auf einer wissenschaftlichen Ebene mit neuen Be-

grifflichkeiten wie Globalisierung oder Demographischer Wandel auseinander zu setzen.

Die Gespräche ergaben außerdem, dass einige Teilnehmenden deswegen den Kontakt zu

jüngeren Studierenden schätzen, weil diese eine völlig andere Herangehensweise an Themen

hätten, was als inspirierend empfunden werde. So sagte ein Teilnehmer: „Nur unter

Älteren fährt man sich fest“. Außerdem könne man so Einfluss auf jüngere Menschen ausüben,

indem man sein eigenes Wissen und eigene Erfahrungen (z.B. in Geschichte) vermittelt.

Die Bedeutung des generationsübergreifenden Austausches wurde während der Gespräche

besonders herausgestellt, da dadurch beide Parteien profitierten. Das Zusammensein

und die Interaktion mit jüngeren Menschen werden als besonders angenehm empfun-

den.

Völlig unwichtig ist laut den Ergebnissen des Fragebogens der Erwerb offizieller Weiterbil-

dungszertifikate oder eines regulären Studienabschlusses. Da die Weiterbildung für zukünfti-

ge Berufe nicht die primäre Motivation darstellt, wird klar, dass die meisten Seniorstudie-

renden das Studium vorrangig als persönliche Weiterbildung betrachten. Auch das geringe

Interesse an Kursen, die einen Zusammenhang mit dem ehemaligen Berufsfeld haben, bestä-

23


____________________________________________________________________________

tigt diese Denkweise. Die Studierenden befassen sich gerne mit Themen, für die sie während

ihrer Berufstätigkeit keine Zeit hatten. Intrinsische und nicht zweckgerichtete Beweggründe

nehmen also insgesamt breiten Raum ein.

Ein ehemals versäumtes Studium nachzuholen, bildet nur in einzelnen Fällen das primäre

Studienmotiv, wie aus den Befragungsdaten hervorgeht. Das korrespondiert mit der Tatsa-

che, dass die Meisten schon ein Hochschulstudium hinter sich haben. In den Gruppenarbei-

ten während der Werkstattgespräche kristallisierte sich jedoch heraus, dass es für einzelne

Personen durchaus ein Motiv ist, diese früher verpasste Gelegenheit nachzuholen. Vor allem

die nun vorhandene Zeit ohne Berufstätigkeit und mit weniger familiären Verpflichtungen

ermöglichen ein intrinsisch motiviertes Studium. Hierbei wurde jedoch auch häufig ein zu-

sätzliches Motiv genannt, welches nicht im Fragebogen angegeben werden konnte: Das Stu-

dium als Möglichkeit, trotz Ruhestand aktiv und beschäftigt zu bleiben. Die Motivation liegt

hier darin, die empfundene „Krise“ und den „Schockzustand“ der Beschäftigungslosigkeit

durch die Aufnahme eines Studiums aufzufangen und zu bewältigen. So kann der Alltag nach

der Berufstätigkeit eine neue Struktur und neue Inhalte erhalten.

In den Werkstattgesprächen wurde deutlich, dass die Studierenden insgesamt ihre individu-

ellen Weiterbildungsziele durch die Seminarinhalte gut abdecken können.

2.13 Erfahrungen im Verlauf des Gasthörer- und Seniorenstudiums

Was sind nun die konkreten Erfahrungen, die die Seniorstudierenden während ihres Studi-

ums machen? Dazu wurde eine weitere Itembatterie zur Bewertung vorgelegt. Die Ergebnis-

se sind in Tabelle 3 gemäß ihrem Rang in der Zustimmung aufgelistet.

Mittel- Stand.

N wert Abw.

Erfahrung: Leben interessanter 486 1,61 ,746

Erfahrung: Anregung zur intensiveren Beschäftigung mit neuen Themen 484 1,64 ,798

Erfahrung: Bezugspersonen finden gut, dass ich studiere 477 1,69 ,894

Bestätigung des eigenen Leistungsvermögens 474 1,84 ,760

Studium gibt neuen Lebenssinn 476 2,22 1,023

Wunsch nach regulärem Studium geweckt 473 2,25 1,127

kritischer gegenüber Aussagen anderer und stärkere Beachtung von Begründungen 475 2,27 1,020

Infrage stellen von eigenen Überzeugungen 475 2,45 1,021

24


____________________________________________________________________________

Entdeckung neuer Fähigkeiten 476 2,46 1,046

neue Freunde 479 2,55 1,130

stärker eigene Interessen verfolgen 474 2,63 1,073

als Gesprächspartner interessanter geworden 465 2,66 ,938

gesteigerte Ausdrucksfähigkeit 467 2,82 1,015

Verbesserung des Wohlbefindens durch das Studium 473 2,84 1,064

gesteigertes Selbstbewusstsein 470 2,85 1,008

Veränderung des Studienschwerpunkts während des Gasthörerstudiums 472 3,15 1,052

weniger Leistungsvermögen als gedacht 469 3,20 ,915

andere Betätigungsfelder an der Uni außerhalb Lehrveranstaltungen 472 3,36 ,980

durch Studium Krise überwunden 472 3,58 ,828

Rechtfertigung vor anderen nötig 472 3,72 ,654

Stress durch das Studium 472 3,83 ,448

Tabelle 3: Erfahrungen im Verlauf des Gasthörer- und Seniorenstudiums

(geringe Mittelwerte gleich hohe Zustimmung)

Besonderen Stellenwert hat für die Studierenden, dass ihr Leben durch den Besuch der Uni-

versität zu Köln rundum interessanter geworden ist. In den Werkstattgesprächen wurde dis-

kutiert, woran die Studierenden dies festmachen. Die Teilnehmenden sagten, dass sie sich

generell zufriedener fühlten und das Studium als eine Bereicherung im Leben empfänden.

Andere meinten, sie bekämen einfach mehr Eindrücke in ihrem Alltag. Ein Teilnehmer sagte

beschreibend: „Mein Leben nach der Pensionierung hat durch das Studium eine neue Rich-

tung bekommen.“

Sie bekämen Anregungen, sich intensiver mit neuen Themen zu beschäftigen und fühlten

sich durch die Veranstaltungsteilnahme in ihrer geistigen Leistungsfähigkeit bestätigt, so die

Äußerungen. Von Bedeutung scheint auch die Beurteilung ihrer Tätigkeit durch Dritte zu

sein, denn die positiven Rückmeldungen von Seiten der Bezugspersonen zu ihrem Besuch

von Universitätsveranstaltungen wirken auf die Studierenden und werden hoch bewertet.

Der Universitätsbesuch steigert das Ansehen in der sozialen Umgebung und stellt gleichzeitig

eine Bestätigung des eigenen Leistungsvermögens dar, wie die Befragten betonten. Damit

entsprechen sie gleichzeitig den Erwartungen, die sie an ihre eigene Leistungsfähigkeit stel-

len. Hinzu kommt, dass sie neue Fähigkeiten entdecken. Die Teilnehmenden der Werkstatt-

gespräche führten dies noch detaillierter aus. Manche Teilnehmenden sagten, dass sie unter

anderem gelernt hätten wissenschaftlich zu arbeiten und Zusammenhänge besser zu verste-

hen. Außerdem hätten sich ihr Ausdrucksvermögen sowie ihre Kommunikations- und Argu-

25


____________________________________________________________________________

mentationsfähigkeiten verbessert, so könnten sie sich besser an Diskussionen beteiligen.

Zudem hätten sie gelernt, interdisziplinär zu denken.

Die Befragung ergab außerdem, dass die Studierenden durch das Studium ihre eigenen Interessen

stärker verfolgen. Eine Notwendigkeit, die Aufnahme eines Studiums im fortgeschrittenen

Alter vor anderen eigens zu rechtfertigen, wird nicht gesehen.

Das Studium wird explizit als wissenschaftliche Bildung erlebt: Eigene Überzeugungen werden

hinterfragt und Aussagen Anderer nicht unkritisch übernommen. Vielmehr wird durchgängig

Wert auf Begründungen gelegt. Dadurch schätzen die Befragten sich selbst als interessantere

Gesprächspartner ein. Der Freundeskreis erweitert sich dadurch, dass man auf

eine neue Umgebung stößt. Die positiven Seiten des Studiums überwiegen derart, dass die

Studierenden keinen Stress bei dieser Art der Weiterbildung empfinden, vielmehr eine deut-

liche Verbesserung des Wohlbefindens sowie die Entdeckung neuer Fähigkeiten und Res-

sourcen bekräftigten, wie in der Gruppendiskussion geäußert wurde.

Mittels einer Faktorenanalyse konnten mehrere Erfahrungsbereiche festgestellt werden,

indem untersucht wurde, welche der Erfahrungen kovariieren. Dabei ergeben sich vier Di-

mensionen in den Erfahrungen. Ein Faktor stellt die Verbesserung des Wohlbefindens dar:

Ein interessanteres Leben durch ein Studium, die Entdeckung neuer Fähigkeiten und ein ge-

steigertes Selbstbewusstsein. Im zweiten Faktor sehen die Befragten das Studium als Schule

des wissenschaftlichen Denkens, indem sie als Erfahrung beispielsweise die eigene Fähigkeit

zum kritischeren Hinterfragen oder die Anregung der intensiveren Beschäftigung mit neuen

Themen nannten. Der dritte Faktor bezieht sich darauf, dass während des Studiums das En-

gagement geweckt wurde. Der letzte Faktor erfasst die Leistungsfähigkeit, die man auf dem

Prüfstand sieht.

Verbesserung des Wohlbefindens • Leben interessanter

• Entdeckung neuer Fähigkeiten

• Verbesserung des Wohlbefindens durch das

Studium

• Studium gibt neuen Lebenssinn

• Neue Freunde

• als Gesprächspartner interessanter geworden

• gesteigertes Selbstbewusstsein

• gesteigerte Ausdrucksfähigkeit

• Bezugspersonen finden gut, dass ich studiere

26


____________________________________________________________________________

Schulung des wissenschaftlichen

Denkens

• Wunsch nach regulärem Studium geweckt

• Anregung zur intensiveren Beschäftigung mit

neuen Themen

• Infrage stellen von eigenen Überzeugungen

• kritischer gegenüber Aussagen anderer geworden

und stärkere Beachtung von Begründungen

Engagement • andere Betätigungsfelder an der Uni außerhalb

von Lehrveranstaltungen

• Rechtfertigung vor anderen nötig

Leistungsfähigkeit • Weniger Leistungsfähigkeit als gedacht

• Keine Bestätigung des eigenen Leistungsvermögens

Tabelle 4: Faktorenstruktur der Erfahrungen

Durch die Faktorenanalyse konnte gezeigt werden, dass Frauen teilweise mehr Gewinne

durch das Studium nennen. Beispielsweise sehen sie ihre Fähigkeit zum wissenschaftlichen

Denken durch das Studium eher gestärkt als ihre männlichen Kommilitonen. Frauen sehen

außerdem ihr eigenes Wohlbefinden eher positiv durch das Studium beeinflusst als Männer.

Es lässt sich zudem feststellen, dass das Gasthörerstudium eher bei jüngeren Seniorenstudie-

renden mit Wohlbefinden verbunden wird. Dies steht scheinbar im Gegensatz zu dem Er-

gebnis, dass Langzeitstudierende eher vom Wohlbefinden sprechen als Befragte, die erst

kurz studieren. Lange Zeit beim Studium zu bleiben, impliziert ein gewisses Wohlbefinden

wie vielleicht auch die Aufnahme neuer Aktivitäten in jüngeren Jahren. Erhöhtes Wohlbefin-

den kann auch bei den Mitgliedern des fgs gemessen werden: Sich wohlfühlen an der Uni-

versität führt zu Engagement in diesem Verein. Die Mitglieder nehmen das Studium auch

ernster, indem sie angeben, dass sie die Schulung im wissenschaftlichen Denken als beson-

dere Anregung empfinden.

2.14 Das Engagement der Seniorstudierenden an der Universität

Seniorstudierende engagieren sich in verschiedenen Aktivitäten für die Universität. Primär

richtet sich das Engagement fast aller Studierenden darauf, ihr Umfeld über die Leistungen

der Universität zu Köln zu informieren (vgl. Abbildung 16). Sie treten als Multiplikatoren auf

und erhöhen auf diese Weise den Bekanntheitsgrad der Leistungen der Hochschule sowie

des Gasthörer- und Seniorenstudiums. Sie verbessern im Falle von meist positiven Erfahrun-

gen den Ruf der Hochschule, so die Aussagen. Ein Viertel der Befragten engagiert sich für die

27


____________________________________________________________________________

Belange des Gasthörer- und Seniorenstudiums, beispielsweise indem sie im fgs Mitglied sind.

Außerdem haben 22 Prozent bereits als Probanden an wissenschaftlichen Studien teilge-

nommen, beispielsweise durch die Teilnahme an Befragungen und Experimenten. 11 Prozent

geben der Universität durch ihre Mitgliedschaft bei ‚Köln Alumni – Freunde und Förderer der

Universität zu Köln‘ in Form des Mitgliedsbeitrags eine finanzielle Unterstützung. Ein Ehren-

amt an Einrichtungen der Universität üben 7 Prozent aus, z.B. durch eine Tätigkeit bei der

KölnerKinderUni oder indem sie Angebote der Freiwilligenbörse des Gasthörer- und Senio-

renstudiums wahrnehmen. Hierbei fungieren Seniorstudierende z.B. als Karriere-Coaches für

jüngere Studierende. Als Vermittler zwischen Studierenden bzw. Universitätseinrichtungen

und der Arbeitswelt sehen sich die Befragten dagegen nur selten.

Abbildung 16: Engagement der Gasthörer/innen an der Universität

(Mehrfachnennungen, N=375)

2.15 Verhältnis der Seniorstudierenden zu anderen Universitätsmitglie-

dern

Rund 90 Prozent bezeichnen das Verhältnis zu den Lehrenden als gut oder meistens gut. Eine

vergleichbar gute Atmosphäre herrscht zu den Dozenten/innen in den Arbeitskreisen, die

speziell für ältere Gasthörer/innen angeboten werden. Einer Äußerung eines Seniorstuden-

ten in den Werkstattgesprächen zufolge seien Besprechungen mit den Dozenten/innen je-

doch nur schwer möglich, da im Anschluss an überfüllte- Veranstaltungen wenig Möglichkeit

zum Kontakt bestünde. Ein Anderer nannte Berührungsängste bei der Kontaktaufnahme mit

28


____________________________________________________________________________

Professoren/innen, da die Befürchtung bestehe, den regulären Studierenden die wenigen

Gelegenheiten des Kontakts zu den Dozenten/innen wegzunehmen. Das Verhältnis zu den

jüngeren Studierenden wird von mehr als der Hälfte der älteren Studierenden als gut be-

zeichnet.

Verhältnis zu

Dozenten der

Vorlesungen

Dozenten der

Arbeitskreise

jüngere Studierende

andere Gasthörer

86,9

92,4

91,9

91

Abbildung 17: Verhältnis der Seniorstudierenden und Gasthörer/innen zu anderen

Universitätsmitgliedern

Wie sich in den Werkstattgesprächen weiter herausstellte, wird den regulär Studierenden

von Seiten der Seniorstudierenden nach eigener Ansicht viel Rücksicht entgegengebracht.

Etliche Teilnehmenden äußerten ergänzend, dass sie ihren jüngeren Kommilitonen/innen

nicht in die Quere kommen wollten. Folgende Äußerungen belegen dies: „Ich bin nur Gast –

ich will anderen nicht den Platz wegnehmen“ oder „Einen Platz wegnehmen, wenn andere

auf der Treppe sitzen, das will ich nicht.“ Der teilweise mangelnde Austausch zwischen Seni-

or- und regulär Studierenden wurde auf den generellen Zeitdruck zurückgeführt, der auf den

regulär Studierenden laste und welcher seit der Umstellung auf das Bachelor- und Master-

studium weiter zugenommen habe.

10,6

6,6

5,5

7,7

1,1

2,6

1,3

2,5

80 85 90 95 100

gut/meist gut

teils/teils

meist schwierig/schwierig

Prozent

Außerdem wurde in den Werkstattgesprächen mit den Teilnehmenden darüber gesprochen,

wie sie den Kontakt mit den jüngeren Studierenden konkret im Universitätsalltag erleben.

Das Verhältnis wurde auch dort meist als gut bewertet. Über die Intensität der Kontakte las-

sen sich keine Aussagen aus der Gesprächen entnehmen. Jedoch haben viele Gasthö-

29


____________________________________________________________________________

rer/innen im Verlauf des Workshops Vorschläge gemacht, wie man den Kontakt zwischen

Seniorstudierenden und regulären jüngeren Studierenden verbessern könnte. So wurden

gemeinsame Reisen, Ausflüge und Veranstaltungen vorgeschlagen, die auf eine gemeinsame

Freizeitgestaltung von Jung und Alt ausgerichtet sind. Auch wurden von Seiten der Senior-

studierenden Vorschläge gemacht, die sich direkt auf die Unterstützung von jüngeren Stu-

dierenden beziehen, wie zum Beispiel Coachingprogramme, Patenschaften oder Nachhilfe.

Dadurch könne die Berührungsscheu abgebaut und der generationsübergreifende Kontakt

aktiv genutzt werden.

Überraschend ist, dass die Seniorstudierenden über den Kontakt zu anderen Seniorstudierenden,

relativ gesehen zu den jüngeren Studierenden sowie den Dozenten/innen, in der

Umfrage am schlechtesten urteilten. Insgesamt ist die Bewertung jedoch sehr positiv. Als

schwierig werden die Verhältnisse zu anderen Universitätsmitgliedern äußerst selten be-

zeichnet.

3 Kenntnis und Nutzung der Angebote der Universität

Zur Erleichterung der individuellen Organisation des Studiums wird von der Universität eine

Reihe von Angeboten zur Verfügung gestellt. Es stellt sich die Frage, inwiefern die Seniorstu-

dierenden und Gasthörer/innen mit diesen Offerten vertraut sind und welche sie nutzen

bzw. weiterempfehlen können. Die Befragung ergab, dass die Angebote insgesamt recht

bekannt sind. Der Bekanntheitsgrad der Angebote liegt zwischen 90 und 64 Prozent (vgl.

Abbildung 18). Am unbekanntesten unter den Seniorstudierenden ist die Online-

Lernplattform ILIAS, die einem Drittel unbekannt ist. Auch die Schulungen und Einrichtungen

des Rechenzentrums sind unter den Seniorstudierenden weniger bekannt. Die Bibliotheken,

besonders die Universitätsbibliothek, sind hingegen sehr bekannt und erfreuen sich reger

Nutzung. Das gilt in etwas geringerem Maße auch für die Instituts- und Seminarbibliotheken.

30


____________________________________________________________________________

Uni-Bibliothek

Seminarsbibliothek

Klips

Rechenzentrum

Ilias

64,2

77,8

74,1

89,7

80,2

Abbildung 18: Nutzung und Empfehlung der Angebote der Universität

Das Kursvergabesystem KLIPS, das auch als Online-Vorlesungsverzeichnis dient, ist im Ver-

gleich zu ILIAS, das ebenfalls ein Online-Medium ist, etwas bekannter. Ersteres kennen 78

Prozent (im Vergleich zu 64 Prozent, die ILIAS kennen). Da für das Seniorenstudium keine

Registrierung über KLIPS notwendig ist, wird KLIPS von den Seniorstudierenden vor allem zur

Information über das aktuelle Vorlesungsangebot genutzt. Entgegen der ursprünglichen

Vermutung, dass ältere Studierende generell lieber auf eine gedruckte Version des Vorle-

sungsverzeichnisses zurückgreifen würden, hat sich herausgestellt, dass Seniorstudierende

das Online-Angebot der Universität durchaus nutzen. Unabhängig davon wurde der Wunsch

nach gedruckten Vorlesungsverzeichnissen im Verlauf des Workshops sowie im Fragebogen

aber ebenfalls geäußert. Insgesamt kann man festhalten, dass die Online-Affinität nicht sehr

groß ist. Je nach Konstruktion der Indikatoren nutzen rund ein Drittel (31 bis 37 Prozent) der

Befragten beispielsweise die Homepage der Koordinierungsstelle und des fgs oder den E-

Mail-Newsletter (vgl. Tabelle 63 und Tabelle 64). Es stellt sich deshalb die Frage, ob die Onli-

ne-Medien besonders von den jüngeren Gasthörern nachgefragt werden, die mit derartigen

Verfahren eventuell besser vertraut sind und sich hinsichtlich der Nutzung mehr zutrauen.

Um dies zu prüfen, wurden zwei Altersgruppen gebildet: solche unter 65 Jahre sowie Perso-

nen über 65 Jahre. Dann wurde bezüglich der Klips-Nutzung eine Dichotomie einerseits aus

25,9

35,8

19,8

22,2

10,3

0 20 40 60 80 100

kenne ich bis Empfehlung

kenne ich nicht

Prozent

31


____________________________________________________________________________

den Personen gebildet, die mit dem Angebot vertraut sind, d.h. dieses kennen und nutzen

und andererseits den Personen, die das Angebot nicht kennen. Es stellt sich heraus, dass die

älteren Studierenden die Online-Angebote wie ILIAS und KLIPS tatsächlich seltener nutzen.

Verschiedentlich wurden Forderungen nach dem besseren Zugang zu den Informationsplatt-

formen ILIAS und KLIPS laut. Da der Zugang für Seniorstudierende generell besteht, müsste

damit die Nutzerfreundlichkeit der Plattformen gemeint sein. Dies wird auch in den Wün-

schen einiger Befragter deutlich, die sich eine intensivere Information über die Medien wün-

schen und gerne Schulungen besuchen würden. Auch eine allgemeine Anmeldung zu den

Veranstaltungen über KLIPS wurde vorgeschlagen, da man so auch Abwesenheitsmeldungen

der Professoren/innen erhalten würde oder sich leichter zu Veranstaltungen an- und abmel-

den könne. Auch der Wunsch nach universitätsbezogenen Plattformen, die über das derzei-

tige Angebot hinaus gehen, wurden laut. So wurde der Vorschlag unterbreitet, Plattformen

zu schaffen, die beispielsweise die Diskussion von Chancen, Möglichkeiten und Grenzen des

Gasthörerstudiums ermöglichen. Dies könnte in Form von Workshops oder Diskussionsrun-

den stattfinden, sei jedoch auch in virtueller Form im Internet denkbar.

Generell wird deutlich, dass die Wünsche der Studierenden sehr unterschiedlich sind und die

persönlichen Präferenzen und den Wissenstand gegenüber Onlinemedien der verschieden

alten Seniorstudierenden widerspiegeln. Aber auch Kenntnis und Nutzung der bestehenden

Angebote sind offenbar sehr unterschiedlich: Schulungen zu KLIPS und ILIAS werden – z.T.

finanziert durch den fgs – regelmäßig angeboten, und der fgs hat zusätzlich online ein sozia-

les Netzwerk entwickelt, das auch als Diskussionsplattform genutzt werden kann. Mehrere

Vorschläge von Studierenden sind offenbar wenigstens teilweise etabliert, aber nicht be-

kannt.

3.1 Kenntnis und Nutzung der Koordinierungsstelle

Die Koordinierungsstelle hat insgesamt einen sehr hohen Bekanntheitsgrad. Etwa drei Vier-

tel der Seniorstudierenden kennen sie (vgl. Tabelle 57 im Anhang). Auch die verschiedenen

Angebote der Koordinierungsstelle erreichen einen hohen Bekanntheitsgrad, werden jedoch

unterschiedlich häufig genutzt und geschätzt (vgl. Abbildung 19).

Am bekanntesten sind die von der Koordinierungsstelle angebotenen Informationsvorträge

zum Gasthörer- und Seniorenstudium, wenn man alle Einstufungen jenseits des

32


____________________________________________________________________________

Nichtkennens zusammenfasst. Lediglich 17 Prozent der Gasthörer sind damit nicht in Kontakt

gekommen. Damit sind die Vortragsveranstaltungen das meist genutzte Angebot der Koor-

dinierungsstelle, denn jeder Zweite besucht sie und ein Viertel würde sie auch weiteremp-

fehlen. Ähnlich häufig empfohlen wird die Einführung in die Bibliotheksnutzung. Die Tagun-

gen und Workshops sind zwar etwa jedem Zweiten bekannt, werden jedoch ähnlich wie die

schriftlichen Beratungen nur sehr wenig genutzt.

Abbildung 19: Kenntnis und Nutzung der Angebote der Koordinierungsstelle

(zusammengefasste Prozente der Antworten kenne ich, nutze ich/habe ich genutzt

sowie habe ich genutzt und kann ich weiterempfehlen)

Als Hauptinformationsquelle über die Veranstaltungen der Koordinierungsstelle dient die

Semesterbroschüre (vgl. Abbildung 20). Diese nutzen 70 Prozent zur Information. Der Schau-

kasten im Universitäts-Hauptgebäude sowie die Homepage der Koordinierungsstelle werden

gleich häufig als zweitwichtigste Quellen genannt. Medien wie Fernsehen, Rundfunk oder

Zeitungen dienen nur wenigen zur Information über die Veranstaltungen der Koordinie-

rungsstelle.

Vorträge

Arbeitskreise

Sprechstunde

Einführung UB-Nutzung

Campusrundgänge

Telefonische Beratung

Schriftliche Beratung

Tagungen und Workshops

78,9

76,6

76,4

73,7

73,6

68

67,4

83,2

21,1

23,4

23,6

26,3

26,4

32

32,6

16,8

0 20 40 60 80 100

Prozent

Kenne ich bis Empfehlung

Kenne ich nicht

33


____________________________________________________________________________

Prozent

80

70

60

50

40

30

20

10

0

69,1

Abbildung 20: Hauptinformationsquelle über Veranstaltungen der Koordinierungsstelle

3.2 Wunsch nach weiteren Angeboten

In einer offenen Frage wurden die Befragten gebeten, eventuell vorhandene Wünsche an die

Koordinierungsstelle heranzutragen. Die Gesamtheit der Vorschläge sollte nicht verloren

gehen und wird nachfolgend aufgelistet. Dabei wurde eine Sortierung nach inhaltlichen Ka-

tegorien vorgenommen.

Allgemein kann festgestellt werden, dass viele Seniorstudierenden sich für medizinische oder

ethische Themen bezogen auf Religion oder den Tod interessieren. Auch naturwissenschaft-

liche Themen sind sehr gefragt. Es wird deutlich, dass es zwei Richtungen der Interessen gibt.

Einerseits diejenigen, die sich mehr praxisorientierte, aktuelle Themen wünschen, und sol-

che, deren Interesse besonders bei kulturellen / geisteswissenschaftlichen Themen, wie bei-

spielsweise Geschichte, Literatur oder Kunst, liegt. Interesse besteht außerdem hinsichtlich

der Einführungen in neue Medien wie ILIAS oder KLIPS sowie gegenüber der Filmkunst, was

so weit führt, dass auch gemeinsame Filmveranstaltungen vorgeschlagen wurden. Ähnliches

bestätigen auch die Ergebnisse der Werkstattgespräche. Hier wurde einerseits Interesse an

geisteswissenschaftlichen Themen bekundet. Andererseits gilt das Interesse beispielsweise

modernen Medien. Vorgeschlagen wurden u.a. Seminare zu sozialen Netzwerken im Internet

oder Internetforen über Philosophie. Auch ein generationsübergreifendes Blockseminar um

die Herangehensweise der jungen Kommilitonen/innen zu begreifen, fand Anklang unter den

Teilnehmenden.

45,8 44,2

28,6 27,7

4

2,9 2,9

34


____________________________________________________________________________

Mehrfach wurde der Wunsch nach einer Wiedereinführung des gedruckten Vorlesungsver-

zeichnisses geäußert, welcher die Schwierigkeiten mancher Seniorstudierenden mit media-

len Angeboten wie KLIPS und ILIAS widerspiegelt. Andere wünschten sich hingegen einen

einfacheren Zugang zu derartigen Online-Angeboten. 8

Auch der Wunsch nach zusätzlichen Beratungsangeboten hinsichtlich der zu wählenden Ver-

anstaltungen wurde geäußert. Hierbei wurde Beratung im Hinsicht auf den jeweiligen Bil-

dungshintergrund gewünscht, andere erhoffen sich gezielte Empfehlungen, da sie sich von

9

der Fülle und Vielfalt des Angebots überfordert fühlen.

Verbesserungsvorschläge wurden auch zum Verhältnis zwischen Senior- und regulär Studie-

renden geäußert, welches laut Angaben (siehe Kapitel 2.11 und 2.15) zwar gut sei, jedoch

teilweise verbesserungswürdig. So wurde nach einer besseren Kommunikation und mehr

Absprachen zwischen beiden Parteien gefragt, um eine gegenseitige Behinderung zu ver-

meiden. Außerdem wurden Gemeinschaftsveranstaltungen für die Seniorstudierenden und

ein umfangreicherer Austausch sowie Feedbackrunden gewünscht.

Generell geht aus den Kommentaren hervor, dass ein Großteil der Befragten mit dem Angebot

sehr zufrieden ist und allenfalls kleinere Verbesserungen wünscht.

8 So ist das Online-Vorlesungsverzeichnis KLIPS vor allem auf die Bedürfnisse der regulär Studierenden zugeschnitten,

so dass es in manchen Bereichen fast nicht möglich ist, einen generellen, studiengangsunabhängigen

Überblick über die angebotenen Veranstaltungen zu erhalten.

9 In den Sprechstunden der Koordinierungsstelle (dienstags und mittwochs 10.00 - 12.00 Uhr sowie nach

telefonischer Vereinbarung) wird im persönlichen Beratungsgespräch auch Unterstützung bei der Auswahl

von Veranstaltungen angeboten. Ob der genannte Informationsbedarf als Unzufriedenheit mit dem bereits

bestehenden Beratungsangebot der Koordinierungsstelle zurückzuführen ist oder die Unkenntnis dieses

Angebots ausdrückt, muss an dieser Stelle offen bleiben.

35


____________________________________________________________________________

Frage: Welche weiteren Angebote der Koordinierungsstelle für das Gasthörer- und Senio-

renstudium würden Sie wünschen?

Thematisch

o Arbeitskreise, die medizinische Fragen aufgreifen

o mehr Themen zu Tod, Krankheit und Religion…

o Studienmodelle für Seniorstudierende in Medizin, das nicht auf Berufstätigkeit

abzielt

o Erneut Arbeitskreis über Geschichte der Ethik und Medizin

o Thema: Das Schöne. Ästhetik

o Arbeitskreise Naturwissenschaften

o Mehr naturwissenschaftliche Aktivitäten

o Mehr naturwissenschaftliche und medizinische Themen!

o Arbeitskreise/Vorträge etc. welche naturwissenschaftliche Themen beinhalten

o Geographie und Religion mit gut vorbereiteten Dozenten

o Mehr Einführungen im Umgang mit dem Computer.

o Computerkurse

o Arbeitskreis zur Filmanalyse

o Arbeitskreis Filmanalyse

o Exkursionen, Filme

o Kino-Tag (gut ausgewählte Filme, nicht abends)

o Kunstgeschichte, malen, zeichnen

o Geschichte, Literatur, Musik (klassisch)

o Mehr Arbeitskreise im geschichtlichen Kontext

o Islamwissenschaften, Orientalistik, Asien

o Neue Themen, praxisbezogen

o Aktuelle Vorträge

o Kritische Zeitgeschichte, aktuelle Staatskunde, Wirtschaftslehre

o Vorstellung des neuen Instituts für naturwissenschaftliche Alternsforschung:

Aufbau und Organisation, derzeitige Forschungsschwerpunkte, neuster Stand

der wissenschaftlichen Erkenntnisse… wäre auch als Vortragsreihe im Rahmen

von „Weltwissen“ denkbar

o Ausweitung der Programme, neue Bereiche

o G. wieder einen AK durchführen lassen

Organisatorisch

• Vorlesungsverzeichnis

o Vorlesungsverzeichnis und Veranstaltungskalender in gedruckter Form

o Vorlesungsverzeichnis in althergebrachter Art!

o Für Gasthörer ohne Internet eine anderweitige Information für Vorlesungsangebote,

da ein Vorlesungsverzeichnis nicht mehr angeboten wird.

• KLIPS / ILIAS

o Computerschulung/ z.B. ILIAS-Einführungskurse u.Ä.

o Info KLIPS + ILIAS

o Zugang zu KLIPS und ILIAS

36


____________________________________________________________________________

o Direkte Anmeldungsmöglichkeit über KLIPS o.ä. für Gasthörer - damit man

auch bei Absagen des Prof. benachrichtigt werden kann

o Einfaches Rückmeldeverfahren. Vorlesungsverzeichnis im Internet

o Auf die Universität bezogene Plattformen (Workshops, Diskussionsrunden)

bei denen – nicht themenbezogen – Aspekte (Chancen, Möglichkeiten, Grenzen…)

des Gasthörerstudiums diskutiert werden ggf. auch virtuelle Foren im

Netz.

o Professoren, Dozenten anhalten, Kurzfassung ihrer Vorträge in Illias einzustellen

oder Ordner in den Seminarbibliotheken anzulegen

• Beratung

o Empfehlungen bei der Einstellung der Lehrpläne für jedes Semester

o Empfehlung von Vorlesungen

o Indiv. Studienberatung unter Berücksichtigung der vorh. Abschlüsse

o Beratung nach Studienfachwahl welche Vorlesungen man besuchen sollte

o Vorstellung der Arbeitskreise

o Vor Anfang des Semesters Informationen über die jeweiligen Kurse, die man

belegen möchte erhalten

• Austausch

o Vorabklärung von Lehr- und Lerninhalten und Abstimmung zwischen Seniorstudenten

und Juniorstudenten, da erstere nicht mehr so sehr einen Teilnahmescheinzwang

unterworfen sind.

o Mehr Kommunikation mit jüngeren Studenten

o Gemeinschaftsveranstaltungen

o Jeweils zum Semesterabschluss eine Art Feedback-Veranstaltung für Seniorstudenten

mit Erfahrungsaustausch, Fragenklärungen und Anregungen/Impulssetzungen

seitens der Koordinationsstelle für das Folgesemester.

o Organisation regelmäßiger Treffen der Gasthörer

• Sonstiges

o Kritisches Hinterfragen des „Schulunterrichts“ an der Universität

o Besserer Internetzugang

o Mehr Kontakt- und Austauschmöglichkeiten für Gasthörer

o Ich habe noch nie etwas über die Koordinierungsstelle erfahren – sie ist noch

nie auf mich zugekommen

o Ich bin schon dankbar, wenn ich an den Universitätsveranstaltungen, insbesondere

Vorlesungen und Vorträgen teilnehmen kann. Es ist mir wichtig, dabei

die in Ausbildung befindlichen Studenten nicht zu behindern. Von Sonderwünschen

möchte ich absehen.

o Möglichkeit, eine Art Gasthörerzertifikat zu erhalten, durch entsprechende

Leistungsnachweise

o Mehr Arbeitskreise

o Angebote habe ich bisher nicht genutzt. Deshalb ist weitere Beurteilung nicht

möglich.

o Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens in etwas anderer Form d.h. nicht

nur schnelle Referate und Überblick, sondern mit mehr Raum zum Erlernen

und Üben = seniorengerechter

o Ca. 4-5-semesteriges Studium mit Abschluss

o Ggf. Zurverfügungstellung von Räumlichkeiten für die Arbeit mit kleineren

Teams

37


____________________________________________________________________________

o Infos über universitätsinterne Entwicklungen (es gab z.B. einmal Arbeitskreis,

der die wirtschaftliche Dimension zum Inhalt hatte)

Zufriedenheit

o Ich bin zufrieden

o Ist optimal

o Angebote sind sehr gut, viele Angebote habe ich bereits im Zuge meiner

Ausbildung zum Offizier kennengelernt!

o Ich habe die z.T. mir bekannten Angebote nicht genutzt, da ich sie für die

Verfolgung meiner Studieninteressen nicht benötigte

o Ist ok, aber ich nutze sie nicht. Liegt aber an mir

o Keine. Das Angebot ist umfassend.

o Für meine Bedürfnisse ist das Angebot optimal

3.3 Kenntnis des und Mitgliedschaft im fgs

Über den Verein zur Förderung des Gasthörer- und Seniorenstudiums (fgs) wird versucht, ein

Gemeinschaftsgefühl unter den Seniorstudierenden zu entwickeln sowie ihre gemeinsamen

Bedürfnisse und Vorstellungen in die Organisation des Seniorenstudiums zu tragen. Für eine

solche Arbeit ist es sinnvoll, möglichst viele aktive Mitglieder zu gewinnen. Erste Vorausset-

zung dafür ist ein entsprechender Bekanntheitsgrad. Unter den Seniorstudierenden der Uni-

versität zu Köln ist der Bekanntheitsgrad des fgs bereits relativ hoch. Fast drei Viertel der

Befragten kennen ihn und gut ein Drittel ist derzeit Mitglied. Vier Prozent der Befragten wa-

ren früher einmal Mitglieder. Das Potential für die Gewinnung weiterer Mitglieder liegt bei

über 60 Prozent, wenn man die früheren und die Nichtmitglieder zusammennimmt (vgl. Ab-

bildung 21 und Abbildung 22).

Abbildung 21: Bekanntheitsgrad des fgs

Ja; 72,2 % Nein; 27,8 %

38


____________________________________________________________________________

Prozent

70

60

50

40

30

20

10

0

Abbildung 22: Mitgliedschaft im fgs

Die Koordinierungsstelle ist die entscheidende Schnittstelle für den Erstkontakt zum fgs.

Dies zeigt auch die nachfolgende Tabelle, aus der ersichtlich ist, wie eng der Zusammenhang

zwischen der Kenntnis der Koordinierungsstelle und des fgs ist.

Kenntnis der Koordinierungsstelle

59,1

36,7

nie Mitglied derzeit Mitglied früher Mitglied

Kenntnis des fgs

Nein Ja Gesamt

Nein 73,6% 26,4% 100%

Ja 11,6% 88,4% 100%

Gesamt 28,4% 71,6% 100%

Tabelle 5: Zusammenhang zwischen Kenntnis der Koordinierungsstelle und des fgs

3.3.1 Wahrnehmung der Funktionen des fgs

Welches Profil hat der fgs aus der Sicht der Seniorstudierenden und welche Funktionen wer-

den ihm zugeschrieben? Fast drei Viertel der Befragten kennen den fgs als Veranstalter von

Seminaren, Exkursionen und ähnlichen Angeboten und ebenso viele geben an zu wissen,

dass der Verein das Seniorenstudium durch die Finanzierung von zusätzlichen Veranstaltun-

gen fördert. (vgl. Abbildung 23). Als Interessenvertretung der Gasthörer- und Seniorstudie-

rende bewertet ihn fast jeder zweite Befragte und 21 Prozent sehen ihn als Möglichkeit,

4,2

39


____________________________________________________________________________

Kontakte zu knüpfen. Im Falle von Beratungsbedarf sieht man die Chance, sich an den Verein

zu wenden und den Verein als Ansprechpartner zu nutzen, wenn Hilfe benötigt wird.

Funktion als...

Seminarveranstalter

Veranstaltungsförderer

Interessenvertreter

Kontaktplege

Studienberater

Abbildung 23: Wahrgenommene Funktionen des fgs

(Mehrfachnennungen)

Aus der Gruppendiskussion wurde weiter bekannt, dass etliche Studierende sich gerade die-

se intensivere Beratung und Unterstützung beispielsweise bei der Auswahl der Vorlesungen

oder der Orientierung vor dem 1. Semester wünschen. Den Wunsch nach Beratung und Un-

terstützung während des Studiums unterstreicht auch die Forderung nach festen Sprech-

stunden und einem festen Büro des fgs als Anlaufstelle. Generell scheinen Hilfestellungen,

die den Studierenden den Alltag an der Universität erleichtern, gefragt, doch wissen etliche

Gasthörer anscheinend nicht, welche Beratungsmöglichkeiten ihnen bereits zur Verfügung

stehen. Interessant ist, dass ähnliche Wünsche auch an die Koordinierungsstelle gerichtet

wurden. Auch von dieser wünschen sich die Gasthörer eine noch intensivere Beratung. Da-

her scheint es sinnvoll, den Bekanntheitsgrad der Institutionen sowie ihrer Funktionen zu

erhöhen, wie es auch ein befragter Seniorstudent empfahl.

Vereinzelt gibt es auch harte Kritik, die eventuell auf persönliche besondere Erwartungen an

den Verein zurückzuführen ist, so z.B.: „Aus meiner Sicht ist der fgs in seiner jetzigen Organi-

17,5

21,8

45,8

74

72,7

0 10 20 30 40 50 60 70 80

Prozent

40


____________________________________________________________________________

sation überflüssig“ oder „Ich habe den fgs verlassen, da ich den Eindruck gewinnen musste,

dass die notwendige Interessenvertretung nicht gegeben war.“

Das Anliegen nach Wahrnehmung des Vereins in einer Networking-Funktion wird durch den

in der Diskussion mehrfach geäußerten Wunsch nach Gemeinschaftsveranstaltungen bzw.

regelmäßigen Treffen der Seniorstudierenden unterstrichen. Ein Befragter schlug eine Art

Feedback-Veranstaltung für Studierende der Folgesemester zum Erfahrungsaustausch, Fra-

genklärung und Anregung/Impulssetzung jeweils zum Semesterabschluss vor. Auch regel-

mäßige Newsletter an die Mitglieder scheinen erwünscht. 10

Allgemein ist der Eindruck entstanden, dass die Seniorstudierenden – ob Mitglied im fgs oder

nicht – nicht genug über die tatsächlichen Hilfeleistungen seitens des Vereins wissen und

nicht darüber in Kenntnis sind, mit welchen Belangen sie den Verein aufsuchen können und

mit welchen Schwierigkeiten sie sich an ihn wenden können. Dies wurde auch in den Werk-

stattgesprächen bestätigt, in welchen die Teilnehmenden betonten, dass mehr Werbung

nötig sei, um die Funktion des Vereins bekannter zu machen und seinen Nutzen hervorzuhe-

ben. Vorgeschlagen wurde, die Mitglieder zu vermehrtem Feedback zu bewegen, um sich zu

vergewissern, dass das Angebot den Wünschen entspricht. Auch das Auslegen von Flyern in

der Universität oder ihre Verteilung bei der Anmeldung zum Studium im Studierendensekre-

tariat könnten hilfreich sein. Als Problem wurde geschildert, dass die Kontaktaufnahme sei-

tens der Seniorstudierenden Voraussetzung sei, um an Informationen über den Verein zu

11

gelangen.

3.3.2 Kenntnis und Nutzung der Angebote des fgs

Den höchsten Bekanntheitsgrad unter den Angeboten des fgs hat die Semestereröffnungs-

veranstaltung. Diese ist bei rund 81 Prozent der Gasthörer bekannt bzw. wird genutzt (vgl.

Abbildung 24). Besonders erfolgreich sind auch die fgs-Vorträge von Universitäts-Dozenten/-

innen, denn diese sind unter 75 Prozent der Befragten bekannt und werden von 45 Prozent

besucht. Diese Vorträge sind außerdem das Angebot, das von den meisten Studierenden

gerne weiterempfohlen wird.

10

Der elektronische Newsletter des fgs, der auch an Nicht-Mitglieder geschickt wird, ist hier offenbar nicht

bekannt.

11

Alle Nutzer der Semesterinformationsbroschüre der Koordinierungsstelle können sich darin auch über den

fgs und seine aktuellen Angebote informieren.

41


____________________________________________________________________________

Die Exkursionen sind unter den Studierenden ebenfalls sehr bekannt (73 Prozent) und wer-

den auch gerne genutzt (38 Prozent). Dieses Angebot hat die höchste Weiterempfehlungsra-

te – scheint also sehr beliebt zu sein.

Die positive Bewertung der Exkursionen wird dadurch bestätigt, dass viele Studierende sogar

noch mehr Exkursionen veranstaltet wissen möchten.

Semestereröffnung

Vorträge von Uni-Dozenten

Exkursionen

Computer-Seminare

2MM-Vorträge Gasthörer

Newsletter

Schulung zur KLIPS-Nutzung

Kompaktseminar:Wiss. Arbeiten

Soziales Netzwerk

33,2

64,9

61,4

60,1

54,2

52,3

Abbildung 24: Kenntnis und Nutzung der fgs- Angebote

Die Angebote der 2MM-Vorträge (an jedem 2. Mittwoch im Monat) von Studierenden und

jour fixe und die Computer-Seminare kennen zwar vergleichsweise viele Befragte (61 bzw.

65 Prozent), doch werden sie von relativ wenigen Studierenden genutzt. Dies steht im Wi-

derspruch zu den zahlreichen Forderungen nach Computer-Einführungskursen oder Kursen

zur Vertiefung der Computerkenntnisse.

80,7

75,4

73,3

Wie in Kapitel 3 über die Angebote der Universität deutlich wurde, besteht eine rege Nachfrage

nach Einführungskursen in die Onlinemedien KLIPS und ILIAS. Da die Koordinierungsstelle,

unterstützt durch den fgs, zu Beginn jedes Semesters Schulungen zur KLIPS-Nutzung

anbietet, ist interessant, ob diese den Studierenden auch bekannt sind und ob sie besucht

werden. Die Befragung hat gezeigt, dass der Bekanntheitsgrad zwar geringer ist als bei ande-

66,8

35,1

38,6

39,9

45,8

47,7

19,3

24,6

26,7

0 20 40 60 80 100

Prozent

Kenne ich bis Empfehlung

Kenne ich nicht

42


____________________________________________________________________________

ren Angeboten, dass jedoch immerhin jeder zweite Studierenden die Schulungen kennt.

Doch die Anzahl der Seniorstudierenden, die das Angebot auch genutzt haben, ist geringer

(ca. 20 Prozent).

Das vom fgs eingerichtete Soziale Netzwerk www.gasthoererkoeln.mixxt.de sowie die vom

fgs geförderten Kompaktseminare zur Einführung in wissenschaftliches Arbeiten sind durch

geringe Bekanntheit gekennzeichnet. Ersteres ist nur bei einem Drittel bekannt und nur 9

Prozent der Studierenden haben es bereits in Anspruch genommen. Wie im vorherigen Kapi-

tel erläutert, wünschen sich zwar etliche Seniorstudierenden Möglichkeiten zum Austausch

und zur Kontaktaufnahme, dieser Wunsch scheint jedoch weniger durch ein virtuelles sozia-

les Netzwerk erfüllt zu werden. Konventionelle Treffen mit Gleichgesinnten scheinen inte-

ressanter zu sein. Dies mag ähnlich wie bei den Onlinemedien KLIPS und ILIAS aus den man-

gelnden Kenntnissen oder mangelnder Vertrautheit – besonders der älteren Seniorstudie-

renden – mit derartigen Onlineangeboten herrühren. Die Kompaktseminare, bei denen zu

erwarten wäre, dass sie eine Plattform für Diskussionen unter Gleichgesinnten darstellen,

werden nur von 15 Prozent in Anspruch genommen, obwohl immerhin 52 Prozent die Semi-

nare kennen. Die Gründe für diese Diskrepanz wären noch zu untersuchen.

3.3.3 Wunsch nach weiteren Angeboten des fgs und Verbesserungsvorschläge

Eine weitere offene Frage, diesmal zu den Wünschen an den fgs, zeigt teilweise Wiederho-

lungen, die auch schon bei der Frage zur Koordinierungsstelle erwähnt wurden. Thematisch

teilen sich die Interessen zwischen aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen, ethisch-

philosophischen und altersbezogenen Themen. Auch das Interesse an Computerkursen wur-

de abermals geäußert. Bei der Organisation werden ähnliche Wünsche wie an die Koordinie-

rungsstelle auch an den fgs gerichtet: Ein gedrucktes Vorlesungsverzeichnis, gerechtere An-

meldeverfahren bei Exkursionen, intensivere Beratung und ein reger Austausch zwischen

den Seniorstudierenden, was sich auch in dem häufigen Wunsch nach mehr gemeinsamen

Exkursionen widerspiegelt. Eine Abschlussaufgabe der Werkstattgespräche bestand in der

Diskussion von konkreten Ideen wie der fgs bekannter werden kann. Hierzu konnten die

Studierenden ihre Ideen in mehreren Diskussionsgruppen auf Plakate schreiben. Es wurden

etliche Vorschläge gemacht, die zum einen beinhalteten, dass zu Beginn des Semesters der

fgs in Vorlesungen vorgestellt werden sollte, da Mundpropaganda motivierender wirke. Mit-

glieder sollten durch Prämien motiviert werden, Mitglieder zu werben und der Begriff „Ru-

43


____________________________________________________________________________

hestand“ sollte in Bezug auf die Informationsmedien durch 50+ ersetzt werden. Die Senior-

studierenden plädierten ebenfalls für mehr Werbung z.B. durch Plakate, persönliche Beglei-

tung und den Versand von regelmäßigen Newslettern. Außerdem wurde vorgeschlagen, dass

Dozenten/innen ein Feedback an die Koordinierungsstelle oder den fgs weitergeben: Wie

bringen sich die Senioren ein, welchen Nutzen haben sie für die Veranstaltungen? Auch soll-

te sich der fgs bei Firmen mit öffentlichem Bezug bekannt machen und könnte in Senioren-

stadtteil-Netzwerken Vorträge halten.

Frage 26: Welche weiteren Angebote des fgs würden Sie sich wünschen?

Thematisch

o Vermittlung neuere Forschungsergebnisse in ihrer Umsetzung in der Praxis

insbesondere auf den Gebieten Psychologie, Neurologie u. Gäragogik

o Veranstaltungen zu Islamwissenschaften und Asien (kommender Kontinent!)

o Astronomie

o Psychologische, medizinische und naturwissenschaftliche Themen.

o fgs-Vorträge von Uni-Dozenten z.B. Allgemeine Einführung in Philosophie

o Aktuelle Themen aus Politik, Wirtschaft, Medizin, Forschung (Hintergründe)

o Weitere Gastdozenten im Bereich Geschichte; Sozialkritische Themen; Gesundheit

und Umwelt

o Über die verschiedenen Arten der Demenz-Erkrankung

o Taiji oder ähnliches – nicht angeboten von Sporthochschule

o Das Vorlesungsangebot in Kunst- und Musikwissenschaften ist eher gering.

Vielleicht eine Anregung für fgs-Aktivitäten?

o Philosophische Seminare mit Herrn G.

o Weitergehende Computer-Seminare

Organisatorisch

• Vorlesungsverzeichnis

o Wiedereinführung des schriftlichen Vorlesungsverzeichnisses (wie an der Uni

Bonn bereits erfolgt)

• KLIPS/Illias

o Einfacher Internetzugang zu KLIPS

o Möglichkeit einer schriftlichen oder Online-Anmeldung

• Beratung

o Sprechstunden und Büro

o Beratung für Studienorientierung vor dem 1. Semester

o Unterstützung bei der Auswahl der Vorlesungen

o Selbstorganisationshilfen

• Austausch

o Gemeinschaftsveranstaltungen

• Sonstiges

o Aus meiner Sicht ist der fgs in seiner jetzigen Organisation überflüssig

o Mehr Exkursionen

44


____________________________________________________________________________

o Erweiterung des Angebots von Exkursionen

o Gerechtere Verteilung der Exkursionen. Dass die Exkursionstermine nicht mit

den Terminen der Arbeitskreise oder Vorträge kollidieren

o Ein gerechtes Anmeldeverfahren für Exkursionen

o Weitere Arbeitskreise

o Monatliche Zusammenfassung aller Fakultäten in Newslettern, die von Gasthörern

bei Vorlesungen genutzt werden dürfen

o Von Semester zu Semester wechselnde Abendseminare

o Bekanntheitsgrad steigern

o Zeitmanagement

Zufriedenheit

o Regelmäßige Newsletter, da fgs nur für die Mitglieder da ist und zudem unfähig

ist. Ich habe den fgs verlassen, da ich den Eindruck gewinnen musste,

dass die notwendige Interessenvertretung nicht gegeben war

o Bin zufrieden

3.3.4 Hauptinformationsquellen über die Angebote des fgs

Die Hauptinformationsquelle über das Angebot des fgs ist eindeutig mit 64 Prozent die Semesterbroschüre

der Koordinierungsstelle. Sehr viele Seniorstudierenden nutzen auch den

Schaukasten als Informationsquelle. Diese Bedeutung wird voraussichtlich in Zukunft zugunsten

der Informationssuche über die Homepage schwinden: Diese wird inzwischen von

40 Prozent besucht, um sich über die Veranstaltungen zu informieren. 31 Prozent informieren

sich über den Newsletter. Jeweils ein Viertel der Befragten informiert sich über die Semestereröffnung

des fgs und pflegt Kontakte zu anderen Gasthörern, um sich über das Angebot

zu informieren (vgl. Abbildung 25).

45


____________________________________________________________________________

durch die Semesterbroschüre

durch den Schaukasten des fgs

durch die Homepage des fgs

durch den Newsletter des fgs

durch die Semestereröffnung des fgs

durch andere Gasthörer/innen

Abbildung 25: Hauptinformationsquelle über das Angebot des fgs

(Mehrfachnennungen)

4 Weitere Hinweise der Seniorstudierenden

Am Ende des Fragebogens hatten die befragten Seniorstudierenden nochmals die Möglich-

keit allgemeine Hinweise in einer offenen Frage zu äußern. Die nachfolgende Auflistung gibt

einen Überblick über genannte Verbesserungen und Anmerkungen. Da die weiteren Hinwei-

se sehr umfassend sind, werden im Folgenden die hauptsächlichen Kategorien genannt, in

die sich die Kommentare eingliedern lassen. Die genauen Ausführungen lassen sich dem An-

hang entnehmen (vgl. Tabelle 67 im Anhang).

• Positives Gefühl und positive Erfahrungen im Gasthörerstudium („Ich fühle mich an

der Universität sehr wohl“, „Ich bin dankbar für die neuen Anregungen. Es erweitert

meinen Horizont“)

• Anmeldeverfahren zu Exkursionen und Seminaren („Bei Anmeldeterminen sind Exkursionen

sofort belegt“)

• Anmerkungen zum Vorlesungsverzeichnis („Mir fehlt das altgewohnte Vorlesungsverzeichnis“)

• Bessere Informationen über Vorlesungsausfälle

• Interesse an weiterem Engagement („Ich wäre interessiert an einer Mitarbeit an der

KinderUni“)

25,8

25,2

31

41,6

40,1

64,4

0 10 20 30 40 50 60 70

Prozent

46


____________________________________________________________________________

• Verhalten von jüngeren Studierenden und Verhältnis zu diesen („Ich wünsche mir ein

toleranteres und offeneres Miteinander von regulären Studierenden und Gasthörern“)

• Verhalten von Dozenten/innen („Das Verhältnis zwischen Dozent und Gasthörer

könnte noch verbessert werden“)

• Wunsch nach mehr Möglichkeiten zu einer „nur zuhörenden“ Beteiligung“ („Da ich

mich im Wesentlichen für Veranstaltungen interessiere, an denen ich zuhörend teilnehmen

kann, würde ich mir mehr Vorlesungsangebote wünschen“)

• Anmerkung zu Studienbeiträgen/Forderung nach einem Semesterticket

• Anmerkungen zur Koordinierungsstelle („Die ausgezeichnete fachliche und einfühlsame

Kompetenz der Mitarbeiter der Koordinierungsstelle ist ein Glücksfall für die

Gasthörer und die Uni Köln“)

5 Verbesserungsvorschläge und weitere Hinweise aus den Werk-

stattgesprächen

Die Diskussionen in den Werkstattgesprächen lassen Übereinstimmungen zu den beschrie-

benen Ergebnissen und Äußerungen der Umfrage erkennen. Es wurde abermals das Platz-

Problem in den Veranstaltungen angesprochen. Die Seniorstudierenden würden den regulä-

ren Studierenden nicht die Möglichkeiten nehmen wollen, nach den Veranstaltungen mit

dem Lehrpersonal zu sprechen und würden daher lieber auf engeren Kontakt mit Dozen-

ten/innen verzichten. Doch wird aus den Äußerungen auch deutlich, dass sie sich teilweise

eine intensivere Arbeitsatmosphäre wünschen. Manche Teilnehmenden würden sich gerne

stärker beteiligen, z.B. durch das Halten von Referaten in Seminaren und Arbeitskreisen. Dies

sei jedoch aufgrund der überfüllten Veranstaltungen nicht möglich. Die Vorlesungen seien

außerdem sehr anonym und wenig praxisbezogen. Eine intensivere Diskussion sei eher bei

Arbeitskreisen und Projektgruppen möglich, da diese in einem kleineren Kreis stattfänden

und speziell für ältere Studierende angeboten werden. Daher wurde der Wunsch nach einem

größeren Angebot derartiger Veranstaltungen laut. Es wurde vorgeschlagen, den Seniorstu-

dierenden mehr Möglichkeiten zu geben, sich aktiv zu beteiligen. Hierfür sei in erster Linie

das Platz- bzw. Kapazitätsproblem zu lösen. Außerdem wurde der Wunsch nach gemeinsa-

men Veranstaltungen außerhalb der universitären Zusammentreffen zum vermehrten Aus-

tausch zwischen den Seniorstudierenden einerseits, aber andererseits auch mit den jünge-

ren Kommilitonen/innen laut. Dafür könnten Räumlichkeiten geschaffen werden, die die

Seniorstudierenden für die Zusammenarbeit nutzen könnten. Es wurde beklagt, dass es we-

47


____________________________________________________________________________

nige Möglichkeiten gäbe, die Studieninhalte nach den Veranstaltungen mit anderen Studie-

renden zu diskutieren, was verschiedentlich zu Verständnisschwierigkeiten der behandelten

Inhalte führt. Dazu wurde vorgeschlagen, vermehrt Tutorien anzubieten, in denen entstan-

dene Fragen zu den Vorlesungsinhalten geklärt werden könnten.

Andere Teilnehmende wiederum waren mit dem gegebenen Angebot sehr zufrieden, da für

sie die Veranstaltungsform der Vorlesung genau das richtige sei, da sie einfach nur zuhören

wollten und sich nicht aktiv an Diskussionen beteiligen oder Kontakt aufnehmen möchten.

Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über genannte Verbesserungen und Anmer-

kungen.

Motivation für ein Studium im Alter

o Andere Herangehensweise der Jungen

o „nur unter Älteren fährt man fest“

Verhältnis zu Professoren und anderen Studenten

o Berührungsängste mit Professoren, auch weil sie den Studenten nicht die Kontaktgelegenheiten

zu den Professoren wegnehmen wollen

o Einen Platz wegnehmen, wenn andere auf der Treppe sitzen, das will ich nicht

o „sie nehmen uns freiwillig, dann kann ich auch mal verzichten“

o „Ich bin nur Gast – ich will anderen nicht den Platz wegnehmen“

Verbesserungsvorschläge

o Dann aber Seminare besser als Vorlesungen

o Proseminare am besten, da Studenten selbst noch nicht so weit sind

o Anspruch in Hauptseminaren zu hoch

o Problem Seminar: Besprechung mit Professoren schlecht möglich, da überfüllt

o Platzmangel

o Gute Mischung

o Teilweise direktes Angebot durch Professoren z.B. Prof. Haller

o Arbeitskreise, Projektgruppen gewünscht

o Erwünscht kleine Referate zu halten (Arbeitskreise)

Zufriedenheit

o Hohe Zufriedenheit – Ziel ist völlig erreicht � Wahlmöglichkeit

o Ziel ist erreicht, hohe Zufriedenheit

48


____________________________________________________________________________

6 Zusammenfassung und Ausblick

Das Gasthörer- und Seniorenstudium an der Universität zu Köln ist seit vielen Jahren etab-

liert und erfreut sich beständiger Nachfrage. Das Angebot an die Seniorstudierenden ist die

Teilnahmeberechtigung an weitestgehend allen Veranstaltungen der Universität 12

. Die Bera-

tung der Seniorstudierenden ist eine der Aufgaben der Koordinierungsstelle. Sie kümmert

sich speziell um die Belange der Seniorstudierenden. Mit der Koordinierungsstelle kooperiert

der fgs, der als Verein von Mitgliedern aus dem Seniorenstudium getragen wird. Der fgs hat

auch diese Untersuchung unterstützt und teilfinanziert. Der Forschungsansatz war zweige-

teilt: Neben einer postalischen Befragung, die an alle Kölner Seniorstudierenden gerichtet

war und an der sich insgesamt 62 Prozent der angeschriebenen Personen beteiligten, wur-

den alle Befragten, die Lust und Zeit dazu hatten, zu vertiefenden Werkstattgesprächen ein-

geladen.

Die Seniorstudierenden schätzen sowohl das Angebot als auch das Ansehen der Universität

zu Köln hoch ein und profitieren auch persönlich von dem Image. Das ist eines der Studien-

motive. Ein Weiteres stellt die eigene geistige Herausforderung dar, die sie auch als Test für

ihre Leistungsfähigkeit begreifen. Das Studium vermittelt einen neuen Lebenssinn und

gleichzeitig die Chance, sich mit Sinnfragen des Lebens zu beschäftigen. Der Erfolg des Studi-

ums wird in der Vermittlung einer wissenschaftlichen Grundorientierung gesehen, die dazu

geeignet ist, manche eigene Überzeugung in Frage zu stellen und allgemein zum kritischen

Denken anleitet. Das Studium ist ganz überwiegend intrinsisch motiviert und dient zur all-

gemeinen, d.h. nicht berufsbezogenen Weiterbildung Ein wichtiges Motiv ist in der Einschät-

zung von Bildung als Eigenwert zu sehen. Das Studium führt für viele, insbesondere bei Frau-

en, zu der Erfahrung, dass sich das Wohlbefinden insgesamt verbessert.

In der Wahrnehmung der Seniorstudierenden vermittelt die Universität primär eine Ausbil-

dung, die auf die (Berufs-)Bildung der regulären Studierenden ausgerichtet ist, wobei sie als

Gast hinzukommen. Sie fühlen sich entsprechend als Gast behandelt und deswegen nicht

voll integriert.

12

Unter geringfügigen Einschränkungen (Kapazitätsengpässe bei Veranstaltungen, vor allem solche mit allgemeinen

Zulassungsbeschränkungen, wie z.B. Laborplätze).

49


____________________________________________________________________________

Es gibt Indikatoren, dass es Studierende gibt, die an der Universität zunächst Probleme mit

der Orientierung und höhere Erwartungen an Sozialkontakte und an stärker auf sie zugehen-

de Angebote haben. Das betrifft dann alle Bereiche: die fachliche Betreuung und die Suche

nach Kommilitonen/innen mit gleichgelagerter Problemlage, sprich Sozialkontakte. Eine

stärkere Vernetzung der Seniorstudierenden untereinander könnte ein erster Schritt zur Be-

hebung des Unsicherheitsgefühls zu sein. Dem könnten die Exkursionen des fgs entgegen-

kommen und weitere Veranstaltungen, die einer Intensivierung der Sozialkontakte dienen.

Es scheint einen Bedarf für eine Verstärkung des Gemeinschaftsgefühls zu geben.

Aus den Kommentarfeldern im Fragebogen und den Werkstattgesprächen wird deutlich,

dass es offenbar immer wieder Kommunikationslücken gibt, so dass bestehende Angebote

nicht unbedingt wahrgenommen werden.

Eine andere Fragestellung war die Werbung neuer Seniorstudierender. Die Ergebnisse der

Untersuchung zeigen, dass die nicht in irgendeiner Weise direkt mit einer Universität ver-

bundenen Personen (durch eigenes Studium oder durch Kinder im Studium) über die Presse

erreicht werden. Die Hauptakquisitoren sind jedoch diejenigen, die selbst an der Universität

ein Seniorenstudium absolvieren. Die Multiplikatorenfunktion von Seniorstudierenden sollte

gezielt gestärkt werden.

Insgesamt erfreut sich das Gasthörer- und Seniorenstudium großer Beliebtheit. Häufig wurde

in der Umfrage sowie in Laufe der Werkstattgespräche die umfassende Zufriedenheit mit

dem Angebot zum Ausdruck gebracht. Viele Seniorstudierende betonten, dass sie sich auf-

grund der Tatsache, dass sie sich als Gast sähen, ungerne konkrete Forderungen stellen

möchten, wie das Studium besser auf sie zugeschnitten werden könnte. Um den jüngeren

Studierenden die Möglichkeiten zu geben, sich voll auf ihr Studium zu konzentrieren, ver-

zichten sie selbst darauf intensive Gespräche mit den Dozenten/innen nach den Veranstal-

tungen zu führen und machen im Falle von überfüllten Hörsälen auch gerne für ihre jünge-

ren Kommilitonen/innen Platz. Gleichzeitig machten die Seniorstudierenden aber auch deut-

lich, dass sie sich einen regeren Austausch mit den jungen Studierenden wünschen, da sie im

gemeinsamen Studium die Chance sehen, einen generationsübergreifenden Austausch zu

fördern. Gemeinsame Veranstaltungen könnten dies auf den Weg bringen.

50


____________________________________________________________________________

7 Anhang

weiblich

männlich

Gesamt

Häufigkeit Prozent

214 43,4

279 56,6

493 100,0

Tabelle 6: Geschlecht der Befragten

Häufigkeit Prozent

Kumulierte Pro-

zente

Jahre 50,00 1 ,2 ,2

51,00 4 ,8 1,0

52,00 4 ,8 1,8

53,00 1 ,2 2,0

54,00 2 ,4 2,4

55,00 1 ,2 2,6

56,00 1 ,2 2,8

57,00 3 ,6 3,4

58,00 6 1,2 4,7

59,00 11 2,2 6,9

60,00 15 3,0 9,9

61,00 20 4,1 14,0

62,00 14 2,8 16,8

63,00 30 6,1 22,9

64,00 20 4,1 27,0

65,00 21 4,3 31,2

66,00 51 10,3 41,6

67,00 50 10,1 51,7

68,00 25 5,1 56,8

69,00 38 7,7 64,5

70,00 29 5,9 70,4

71,00 26 5,3 75,7

72,00 21 4,3 79,9

73,00 22 4,5 84,4

74,00 15 3,0 87,4

75,00 18 3,7 91,1

76,00 16 3,2 94,3

77,00 4 ,8 95,1

78,00 5 1,0 96,1

79,00 5 1,0 97,2

51


____________________________________________________________________________

80,00 3 ,6 97,8

81,00 3 ,6 98,4

82,00 3 ,6 99,0

84,00 1 ,2 99,2

85,00 1 ,2 99,4

89,00 3 ,6 100,0

Gesamt 493 100,0

Tabelle 7: Alter der Befragten

Häufigkeit Prozent

Kumulierte Pro-

zente

Jahre 50 bis 59 34 6,9 6,9

60 bis 69 284 57,6 64,5

70 bis 79 161 32,7 97,2

Über 80 14 2,8 100,0

Gesamt 493 100,0

Tabelle 8: Alter der Befragten (gruppiert)

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

PLZ 40,00 12 2,4 2,5 2,9

41,00 15 3,0 3,1 6,0

42,00 10 2,0 2,1 8,0

46,00 2 ,4 ,4 8,4

47,00 10 2,0 2,1 10,5

49,00 1 ,2 ,2 10,7

50,00 246 49,9 50,5 61,2

51,00 134 27,2 27,5 88,7

52,00 11 2,2 2,3 91,0

53,00 33 6,7 6,8 97,7

54,00 1 ,2 ,2 97,9

56,00 3 ,6 ,6 98,6

57,00 3 ,6 ,6 99,2

58,00 3 ,6 ,6 99,8

59,00 1 ,2 ,2 100,0

Gesamt 487 98,8 100,0

Fehlend 8 1,6

Gesamt 493 100,0

Tabelle 9: Herkunft der Befragten nach PLZ (gruppiert)

52


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

kein Abschluss 1 ,2 ,2 ,2

Volksschule/Hauptschule 22 4,5 4,5 4,7

Mittelschule/Realschule 39 7,9 8,0 12,7

Gymnasium 41 8,3 8,4 21,0

Fachschule 23 4,7 4,7 25,7

Fachoberschule 29 5,9 5,9 31,6

Hochschule ohne Abschluss 21 4,3 4,3 35,9

Hochschule mit Abschluss 314 63,7 64,1 100,0

Gesamt 490 99,4 100,0

Fehlend 3 ,6

Gesamt 493 100,0

Tabelle 10: Bildungsabschluss der Befragten

Häufigkeit Prozente

Wirtschaft und Verwaltung 106 35,2

Geisteswissenschaftliche Ausrichtung 12 4,0

Soziale/ Pädagogische Ausrichtung 70 23,3

Juristische Ausrichtung 9 3,0

Medizinische Berufe 33 11,0

Mathematisch- naturwissenschaftliche

Berufe

41 13,6

Handwerkliche Ausrichtung 14 4,7

Sonstige 16 5,3

Gesamt 301 100,0

Tabelle 11: Ausrichtung des Berufsabschlusses

Häufigkeit Prozente

Ja 315 64,0

Nein 177 36,0

Gesamt 492 100,0

Tabelle 12: Bildungshintergrund in der Familie (studierende Kinder)

53


____________________________________________________________________________

Antworten Prozent der

N Prozent

Fälle

Beruf 57 4,7% 12,0%

Familie 354 29,0% 74,4%

Hobbys 340 27,9% 71,4%

Pflege von Angehörigen und

Verwandten

Bürgerschaftliches Enga-

gement und Ehrenamt

Freundschaften und Be-

kanntschaften

44 3,6% 9,2%

132 10,8% 27,7%

293 24,0% 61,6%

Gesamt 1220 100,0% 256,3%

Tabelle 13: Beschäftigung außerhalb des Studiums

Häufigkeit Prozent Gültige Prozente

Nein 336 68,2 69,6

Ja 147 29,8 30,4

Gesamt 483 98,0 100,0

Fehlend 10 2,0

Gesamt 493 100,0

Tabelle 14: Besuch von Weiterbildungsveranstaltungen anderer Institutionen außer der

Universität

54


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

andere Gasthörer/innen 125 25,4 26,4

Presse 101 20,5 21,4

Informationsveranstaltungen

der Universität zum Gasthö-

rer- und Seniorenstudium

te

48 9,7 10,1

studierende Angehörige 47 9,5 9,9

Sonstiges 44 8,9 9,3

Internet 43 8,7 9,1

Informationsschriften, Flyer,

Broschüren

37 7,5 7,8

Rundfunk/Fernsehen 14 2,8 3,0

andere Einrichtungen, z.B.

Vereine. Volkshochschule,

Kirchen, Arbeitgeber..

14 2,8 3,0

Gesamt 473 95,9 100,0

Fehlend 20 4,1

Gesamt 493 100,0

Tabelle 15: Von den Befragten genutzte Informationsquelle über das Angebot eines Gasthörer-

und Seniorenstudiums

55


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Semester 1 36 7,3 7,4 7,4

2 52 10,5 10,7 18,1

3 29 5,9 6,0 24,1

4 44 8,9 9,1 33,2

5 20 4,1 4,1 37,3

6 39 7,9 8,0 45,4

7 19 3,9 3,9 49,3

8 33 6,7 6,8 56,1

9 13 2,6 2,7 58,8

10 55 11,2 11,3 70,1

11 9 1,8 1,9 72,0

12 28 5,7 5,8 77,7

13 5 1,0 1,0 78,8

14 14 2,8 2,9 81,6

15 8 1,6 1,6 83,3

16 12 2,4 2,5 85,8

17 4 ,8 ,8 86,6

18 10 2,0 2,1 88,7

19 12 2,4 2,5 91,1

20 10 2,0 2,1 93,2

21 4 ,8 ,8 94,0

22 4 ,8 ,8 94,8

23 1 ,2 ,2 95,1

24 3 ,6 ,6 95,7

25 2 ,4 ,4 96,1

26 4 ,8 ,8 96,9

28 4 ,8 ,8 97,7

29 1 ,2 ,2 97,9

30 2 ,4 ,4 98,4

31 2 ,4 ,4 98,8

32 1 ,2 ,2 99,0

34 1 ,2 ,2 99,2

36 2 ,4 ,4 99,6

45 1 ,2 ,2 99,8

48 1 ,2 ,2 100,0

Gesamt 485 98,4 100,0

Fehlend 8 1,6

Gesamt 493 100,0

Tabelle 16: Semesterzahl im Gasthörer- und Seniorenstudium

56


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

1-5 Semester 181 36,7 37,3 37,3

6-10 Semester 159 32,3 32,8 70,1

11-15 Semester 64 13,0 13,2 83,3

16-20 Semester 48 9,7 9,9 93,2

21-25 Semester 14 2,8 2,9 96,1

26 und mehr Semester 19 3,9 3,9 100,0

Gesamt 485 98,4 100,0

Fehlend 8 1,6

Gesamt 493 100,0

Tabelle 17: Semesterzahl im Gasthörer- und Seniorenstudium nach Kategorien

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

Bereich Wiso 16 3,2 3,5

Philosophische Fakultät 373 75,7 81,3

Humanwissenschaftliche

Fakultät

Rechtswissenschaftliche

Fakultät

te

10 2,0 2,2

5 1,0 1,1

Medizin 13 2,6 2,8

Math-Nat. 27 5,5 5,9

sonstige 14 2,8 3,1

Gesamt 459 93,1 100,0

Fehlend 35 7,1

Gesamt 493 100,0

Tabelle 18: Studienschwerpunkt der Befragten

57


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Stunden 0 1 ,2 ,2 ,2

1 4 ,8 ,8 1,0

2 57 11,6 11,7 12,8

3 63 12,8 13,0 25,7

4 79 16,0 16,3 42,0

5 35 7,1 7,2 49,2

6 106 21,5 21,8 71,0

7 8 1,6 1,6 72,6

8 43 8,7 8,8 81,5

9 16 3,2 3,3 84,8

10 26 5,3 5,3 90,1

11 1 ,2 ,2 90,3

12 24 4,9 4,9 95,3

13 1 ,2 ,2 95,5

14 9 1,8 1,9 97,3

15 3 ,6 ,6 97,9

16 1 ,2 ,2 98,1

18 1 ,2 ,2 98,4

20 3 ,6 ,6 99,0

23 1 ,2 ,2 99,2

25 1 ,2 ,2 99,4

32 1 ,2 ,2 99,6

45 1 ,2 ,2 99,8

50 1 ,2 ,2 100,0

Gesamt 486 98,6 100,0

Fehlend 7 1,4

Gesamt 493 100,0

Tabelle 19: Wöchentliche Zeitaufwendung für das Studium – Veranstaltungsbesuch

58


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Stunden 0 4 ,8 ,9 ,9

1 60 12,2 13,4 14,3

2 90 18,3 20,0 34,3

3 57 11,6 12,7 47,0

4 63 12,8 14,0 61,0

5 36 7,3 8,0 69,0

6 40 8,1 8,9 78,0

7 2 ,4 ,4 78,4

8 21 4,3 4,7 83,1

9 3 ,6 ,7 83,7

10 31 6,3 6,9 90,6

12 13 2,6 2,9 93,5

14 1 ,2 ,2 93,8

15 6 1,2 1,3 95,1

16 2 ,4 ,4 95,5

18 4 ,8 ,9 96,4

20 12 2,4 2,7 99,1

24 1 ,2 ,2 99,3

25 1 ,2 ,2 99,6

30 1 ,2 ,2 99,8

31 1 ,2 ,2 100,0

Gesamt 449 91,1 100,0

Fehlend 44 8,9

Gesamt 493 100,0

Tabelle 20: Wöchentliche Zeitaufwendung für das Studium – Vor und Nachbereitung

59


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Stunden 1 46 9,3 9,8 9,8

2 115 23,3 24,4 34,2

3 75 15,2 15,9 50,1

4 64 13,0 13,6 63,7

5 28 5,7 5,9 69,6

6 64 13,0 13,6 83,2

7 7 1,4 1,5 84,7

8 23 4,7 4,9 89,6

9 8 1,6 1,7 91,3

10 13 2,6 2,8 94,1

12 11 2,2 2,3 96,4

13 1 ,2 ,2 96,6

14 4 ,8 ,8 97,5

15 1 ,2 ,2 97,7

16 3 ,6 ,6 98,3

20 3 ,6 ,6 98,9

24 1 ,2 ,2 99,2

28 2 ,4 ,4 99,6

30 1 ,2 ,2 99,8

52 1 ,2 ,2 100,0

Gesamt 471 95,5 100,0

Fehlend 22 4,5

Gesamt 493 100,0

Tabelle 21: Wöchentliche Zeitaufwendung für die Wegezeiten zur Uni

N Mittelwert

Standardabwei-

chung

Veranstaltungsbesuch 486 6,15 4,556

Vor und Nachbereitung 449 5,16 4,773

Weg zur Uni 471 4,68 4,414

Tabelle 22: Durchschnittlicher wöchentlicher Zeitaufwand für den Veranstaltungsbesuch, die

Vor- und Nachbereitung sowie für den Weg zu den Veranstaltungen

60


____________________________________________________________________________

Antworten

Prozent der

Fälle

Teilnahme Beteiligung an der Veranstaltung zuhörend 413 87,5%

Beteiligung an der Veranstaltung mündlich 197 41,7%

Beteiligung an der Veranstaltung mit schriftli-

chen Beiträgen

116 24,6%

Gesamt 726 153,8%

Tabelle 23: Häufigkeit der Beteiligung

Häufigkeit Prozent

Andere Beteiligungen 310 62,9

Nur zuhörend 183 37,1

Gesamt 493 100,0

Tabelle 24: Teilnahme nur als Zuhörer

wöchentliche Zeitaufwendung

für das Studium - Veranstal-

tungsbesuch

wöchentliche Zeitaufwendung

für das Studium - Vor und

Nachbereitung

wöchentliche Zeitaufwendung

für das Studium - Weg

Tabelle 25: Art der Beteiligung und Zeitaufwände

Motiv: Erwerb von Weiterbil-

dungszertifikaten

N Mittelwert

andere Beteiligung 305 6,30

nur zuhörend 181 5,91

andere Beteiligung 288 5,73

nur zuhörend 161 4,13

andere Beteiligung 295 4,77

nur zuhörend 176 4,52

N Mittelwert

andere Beteiligung 288 3,74

nur zuhörend 178 3,84

Tabelle 26: Art der Beteiligung und Zertifikaterwerb

(hoher Wert = geringe Zustimmung)

61


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 159 32,3 33,6 33,6

trifft eher zu 131 26,6 27,7 61,3

trifft eher nicht zu 87 17,6 18,4 79,7

trifft nicht zu 96 19,5 20,3 100,0

Gesamt 473 95,9 100,0

Fehlend 20 4,1

Gesamt 493 100,0

Tabelle 27: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Wunsch nach einem regulären Studium

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 53 10,8 11,2 11,2

trifft eher zu 72 14,6 15,3 26,5

trifft eher nicht zu 99 20,1 21,0 47,5

trifft nicht zu 248 50,3 52,5 100,0

Gesamt 472 95,7 100,0

Fehlend 21 4,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 28: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Veränderung des Studienschwerpunkts

während des Gasthörerstudiums

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 253 51,3 52,3 52,3

trifft eher zu 171 34,7 35,3 87,6

trifft eher nicht zu 41 8,3 8,5 96,1

trifft nicht zu 19 3,9 3,9 100,0

Gesamt 484 98,2 100,0

Fehlend 9 1,8

Gesamt 493 100,0

Tabelle 29: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Anregung zur intensiveren Beschäftigung

mit neuen Themen

62


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 99 20,1 20,8 20,8

trifft eher zu 151 30,6 31,8 52,6

trifft eher nicht zu 136 27,6 28,6 81,3

trifft nicht zu 89 18,1 18,7 100,0

Gesamt 475 96,3 100,0

Fehlend 18 3,7

Gesamt 493 100,0

Tabelle 30: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Infrage stellen von eigenen Überzeugungen

Erfahrung:

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 121 24,5 25,5 25,5

trifft eher zu 185 37,5 38,9 64,4

trifft eher nicht zu 90 18,3 18,9 83,4

trifft nicht zu 79 16,0 16,6 100,0

Gesamt 475 96,3 100,0

Fehlend 18 3,7

Gesamt 493 100,0

Tabelle 31: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - kritischer gegenüber Aussagen anderer

geworden und stärkere Beachtung von Begründungen

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 252 51,1 51,9 51,9

trifft eher zu 187 37,9 38,5 90,3

trifft eher nicht zu 32 6,5 6,6 96,9

trifft nicht zu 15 3,0 3,1 100,0

Gesamt 486 98,6 100,0

Fehlend 7 1,4

Gesamt 493 100,0

Tabelle 32: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Leben interessanter

63


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 113 22,9 23,7 23,7

trifft eher zu 121 24,5 25,4 49,2

trifft eher nicht zu 154 31,2 32,4 81,5

trifft nicht zu 88 17,8 18,5 100,0

Gesamt 476 96,6 100,0

Fehlend 17 3,4

Gesamt 493 100,0

Tabelle 33: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Entdeckung neuer Fähigkeiten

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 45 9,1 9,5 9,5

trifft eher zu 37 7,5 7,8 17,4

trifft eher nicht zu 93 18,9 19,7 37,1

trifft nicht zu 297 60,2 62,9 100,0

Gesamt 472 95,7 100,0

Fehlend 21 4,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 34: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - andere Betätigungsfelder an der Uni

außerhalb Lehrveranstaltungen

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 94 19,1 19,8 19,8

trifft eher zu 111 22,5 23,4 43,2

trifft eher nicht zu 146 29,6 30,8 74,1

trifft nicht zu 123 24,9 25,9 100,0

Gesamt 474 96,1 100,0

Fehlend 19 3,9

Gesamt 493 100,0

Tabelle 35: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - stärker eigene Interessen verfolgen

64


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 29 5,9 6,2 6,2

trifft eher zu 71 14,4 15,1 21,3

trifft eher nicht zu 145 29,4 30,9 52,2

trifft nicht zu 224 45,4 47,8 100,0

Gesamt 469 95,1 100,0

Fehlend 24 4,9

Gesamt 493 100,0

Tabelle 36: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - wenig Leistungsvermögen als gedacht

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 165 33,5 34,8 34,8

trifft eher zu 239 48,5 50,4 85,2

trifft eher nicht zu 53 10,8 11,2 96,4

trifft nicht zu 17 3,4 3,6 100,0

Gesamt 474 96,1 100,0

Fehlend 19 3,9

Gesamt 493 100,0

Tabelle 37: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Bestätigung des eigenen Leistungsvermögens

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 2 ,4 ,4 ,4

trifft eher zu 8 1,6 1,7 2,1

trifft eher nicht zu 58 11,8 12,3 14,4

trifft nicht zu 404 81,9 85,6 100,0

Gesamt 472 95,7 100,0

Fehlend 21 4,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 38: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Stress durch das Studium

65


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 63 12,8 13,3 13,3

trifft eher zu 123 24,9 26,0 39,3

trifft eher nicht zu 115 23,3 24,3 63,6

trifft nicht zu 172 34,9 36,4 100,0

Gesamt 473 95,9 100,0

Fehlend 20 4,1

Gesamt 493 100,0

Tabelle 39: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Verbesserung des Wohlbefindens

durch das Studium

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 131 26,6 27,5 27,5

trifft eher zu 183 37,1 38,4 66,0

trifft eher nicht zu 86 17,4 18,1 84,0

trifft nicht zu 76 15,4 16,0 100,0

Gesamt 476 96,6 100,0

Fehlend 17 3,4

Gesamt 493 100,0

Tabelle 40: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Studium gibt neuen Lebenssinn

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 26 5,3 5,5 5,5

trifft eher zu 26 5,3 5,5 11,0

trifft eher nicht zu 66 13,4 14,0 25,0

trifft nicht zu 354 71,8 75,0 100,0

Gesamt 472 95,7 100,0

Fehlend 21 4,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 41: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - durch Studium Krise überwunden

66


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 112 22,7 23,4 23,4

trifft eher zu 126 25,6 26,3 49,7

trifft eher nicht zu 107 21,7 22,3 72,0

trifft nicht zu 134 27,2 28,0 100,0

Gesamt 479 97,2 100,0

Fehlend 14 2,8

Gesamt 493 100,0

Tabelle 42: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - neue Freunde gewonnen

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 48 9,7 10,3 10,3

trifft eher zu 167 33,9 35,9 46,2

trifft eher nicht zu 146 29,6 31,4 77,6

trifft nicht zu 104 21,1 22,4 100,0

Gesamt 465 94,3 100,0

Fehlend 28 5,7

Gesamt 493 100,0

Tabelle 43: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - als Gesprächspartner interessanter

geworden

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 50 10,1 10,6 10,6

trifft eher zu 128 26,0 27,2 37,9

trifft eher nicht zu 133 27,0 28,3 66,2

trifft nicht zu 159 32,3 33,8 100,0

Gesamt 470 95,3 100,0

Fehlend 23 4,7

Gesamt 493 100,0

Tabelle 44: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - gesteigertes Selbstbewusstsein

67


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 52 10,5 11,1 11,1

trifft eher zu 135 27,4 28,9 40,0

trifft eher nicht zu 127 25,8 27,2 67,2

trifft nicht zu 153 31,0 32,8 100,0

Gesamt 467 94,7 100,0

Fehlend 26 5,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 45: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - gesteigerte Ausdrucksfähigkeit

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 251 50,9 52,6 52,6

trifft eher zu 163 33,1 34,2 86,8

trifft eher nicht zu 25 5,1 5,2 92,0

trifft nicht zu 38 7,7 8,0 100,0

Gesamt 477 96,8 100,0

Fehlend 16 3,2

Gesamt 493 100,0

Tabelle 46: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Bezugspersonen finden gut, dass ich

studiere

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

trifft zu 9 1,8 1,9 1,9

trifft eher zu 26 5,3 5,5 7,4

trifft eher nicht zu 54 11,0 11,4 18,9

trifft nicht zu 383 77,7 81,1 100,0

Gesamt 472 95,7 100,0

Fehlend 21 4,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 47: Durch das Studium gemachte Erfahrungen - Rechtfertigung vor anderen nötig

68


____________________________________________________________________________

Antworten

Prozent der

Mitteilung an andere Menschen, welche Leistungen die Uni erbringt 327 87,2%

für Gasthörer- und Seniorenstudium 95 25,3%

Proband für wissenschaftliche Studien 80 21,3%

eigene finanzielle Unterstützung der Uni 39 10,4%

Ehrenamt für Einrichtungen der Uni 25 6,7%

Kontakte zwischen Studierenden /Universitätseinrichtungen und der

Arbeitswelt vermitteln

Fälle

16 4,3%

Gesamt 582 156,2%

Tabelle 48: Häufigkeit des Engagements an der Universität

(N=375)

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

gut 248 50,3 51,8 51,8

meistens gut 188 38,1 39,2 91,0

teils gut/teils schwierig 37 7,5 7,7 98,7

meistens schwierig 4 ,8 ,8 99,6

schwierig 2 ,4 ,4 100,0

Gesamt 479 97,2 100,0

Fehlend 14 2,8

Gesamt 493 100,0

Tabelle 49: Verhältnis zu jüngeren Studierenden

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

gut 228 46,2 47,5 47,5

meistens gut 189 38,3 39,4 86,9

teils gut/teils schwierig 51 10,3 10,6 97,5

meistens schwierig 10 2,0 2,1 99,6

schwierig 2 ,4 ,4 100,0

Gesamt 480 97,4 100,0

Fehlend 13 2,6

Gesamt 493 100,0

Tabelle 50: Verhältnis zu Seniorstudierenden

69


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

gut 273 55,4 57,7 57,7

meistens gut 164 33,3 34,7 92,4

teils gut/teils schwierig 31 6,3 6,6 98,9

meistens schwierig 4 ,8 ,8 99,8

schwierig 1 ,2 ,2 100,0

Gesamt 473 95,9 100,0

Fehlend 20 4,1

Gesamt 493 100,0

Tabelle 51: Verhältnis zu Dozenten/innen

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Gültig gut 183 37,1 59,6 59,6

meistens gut 99 20,1 32,2 91,9

teils gut/teils schwierig 17 3,4 5,5 97,4

meistens schwierig 7 1,4 2,3 99,7

schwierig 1 ,2 ,3 100,0

Gesamt 307 62,3 100,0

Fehlend 186 37,7

Gesamt 493 100,0

Tabelle 52: Verhältnis zu Dozenten/innen der Arbeitskreise

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

kenne ich nicht 49 9,9 10,3 10,3

kenne ich 185 37,5 38,8 49,1

nutze ich/habe ich genutzt 104 21,1 21,8 70,9

habe ich bereits genutzt und

kann es weiterempfehlen

139 28,2 29,1 100,0

Gesamt 477 96,8 100,0

Fehlend 16 3,2

Gesamt 493 100,0

Tabelle 53: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni – Universitätsbibliothek

70


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

kenne ich nicht 94 19,1 19,8 19,8

kenne ich 183 37,1 38,5 58,3

nutze ich/habe ich genutzt 96 19,5 20,2 78,5

habe ich bereits genutzt und

kann es weiterempfehlen

102 20,7 21,5 100,0

Gesamt 475 96,3 100,0

Fehlend 18 3,7

Gesamt 493 100,0

Tabelle 54: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni - Seminarbibliothek

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

kenne ich nicht 121 24,5 25,9 25,9

kenne ich 122 24,7 26,1 52,0

nutze ich/habe ich genutzt 120 24,3 25,7 77,7

habe ich bereits genutzt und

kann es weiterempfehlen

104 21,1 22,3 100,0

Gesamt 467 94,7 100,0

Fehlend 26 5,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 55: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni - Angebote des Rechenzentrums

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

kenne ich nicht 105 21,3 22,2 22,2

kenne ich 126 25,6 26,7 48,9

nutze ich/habe ich genutzt 142 28,8 30,1 79,0

habe ich bereits genutzt und

kann es weiterempfehlen

99 20,1 21,0 100,0

Gesamt 472 95,7 100,0

Fehlend 21 4,3

Gesamt 493 100,0

Tabelle 56: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni – KLIPS

71


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

kenne ich nicht 167 33,9 35,8 35,8

kenne ich 110 22,3 23,6 59,4

nutze ich/habe ich genutzt 91 18,5 19,5 79,0

habe ich bereits genutzt und

kann es weiterempfehlen

98 19,9 21,0 100,0

Gesamt 466 94,5 100,0

Fehlend 27 5,5

Gesamt 493 100,0

Tabelle 57: Nutzung und Empfehlen von Angeboten der Uni – ILIAS

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Nein 129 26,2 26,9 26,9

Ja 351 71,2 73,1 100,0

Gesamt 480 97,4 100,0

Fehlend 13 2,6

Gesamt 493 100,0

Tabelle 58: Bekanntheitsgrad der Koordinierungsstelle

Informations-

quelle

durch den Schaukasten im Uni-

Hauptgebäude

durch die Semesterbroschüre zum

Gasthörer- und Seniorenstudium

durch die Homepage der Koordinie-

rungsstelle

durch die Sprechstunde der Koordinie-

rungsstelle

durch die Begrüßungs- und Informati-

onsveranstaltungen der Koordinierungs-

stelle

Antworten Prozent der

N Prozent

Fälle

155 20,1% 44,8%

239 30,9% 69,1%

153 19,8% 44,2%

14 1,8% 4,0%

99 12,8% 28,6%

durch andere Gasthörer/innen 96 12,4% 27,7%

durch Presse/Rundfunk/Fernsehen 10 1,3% 2,9%

Sonstiges 7 ,9% 2,0%

Gesamt 773 100,0% 223,4%

Tabelle 59: Informationsquelle über das Angebot der Koordinierungsstelle

72


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Gültige Prozen-

te

Kumulierte Pro-

zente

Nein 135 27,4 27,8 27,8

Ja 351 71,2 72,2 100,0

Gesamt 486 98,6 100,0

Fehlend 7 1,4

Gesamt 493 100,0

Tabelle 60: Bekanntheitsgrad des fgs

Funktion als Ansprechpartner, wenn ich Beratung

zum Studium benötige

als Förderer von Veranstaltungen im

Gasthörer- und Seniorenstudium

als Interessenvertretung von Gasthö-

rer/innen

als Möglichkeit, Kontakte zu Knüpfen oder

zu pflegen

als Veranstalter von Seminaren, Exkursi-

onen etc. für Gasthörer/innen

Antworten Prozent der

N Prozent

Fälle

54 7,6% 17,5%

224 31,4% 72,7%

141 19,7% 45,8%

67 9,4% 21,8%

228 31,9% 74,0%

Gesamt 714 100,0% 231,8%

Tabelle 61: Wahrgenommene Funktion des fgs

Informations-

quelle

durch den Schaukasten des fgs im Uni-

Hauptgebäude

durch die Semesterbroschüre zum

Gasthörer- und Seniorenstudium

Antworten Prozent der

N Prozent

Fälle

137 18,2% 41,6%

212 28,2% 64,4%

durch die Homepage des fgs 132 17,6% 40,1%

durch den Newsletter des fgs 102 13,6% 31,0%

durch die Semestereröffnung des fgs 85 11,3% 25,8%

durch andere Gasthörer/innen 83 11,1% 25,2%

Gesamt 751 100,0% 228,3%

Tabelle 62: Informationsquelle über das Angebot des fgs

73


____________________________________________________________________________

Häufigkeit Prozent

Online-Angebote nicht genannt 341 69,2

Nutzt Online-Angebote 152 30,8

Gesamt 493 100,0

Tabelle 63: Anteil der Nutzer von Online-Angeboten

Indikatoren war: Nutzung der Homepage der Koordinierungsstelle

Mehrfachnennungen in Frage 21

Häufigkeit Prozent

Online-Angebote nicht genannt 306 62,1

Nutzt Online-Angebote 187 37,9

Gesamt 493 100,0

Tabelle 64: Anteil der Nutzer von Online-Angeboten

Indikatoren waren: Nutzung der Homepage oder des Newsletters des fgs

Mehrfachnennungen in Frage 27

Motive

Komponente

1 2 3 4

Aufnahme eines regulären Studiums ,579

geregelter Alltag

konnte früher nicht studieren und möchte dies heute nachholen

geistig fit und beweglich bleiben

möchte lernen wissenschaftlich zu denken und arbeiten ,642

Einblick in aktuelle Forschung ,528

Verbesserung der Allgemeinbildung ,718

Verbesserung der Argumentationsfähigkeit ,760

Mitreden mit Jüngeren ,565

Zugehörigkeit zur Uni ,588

Angebot an Fächern, die in anderen Bildungseinrichtungen nicht vertreten sind

Interesse am aktuellen Wissensstand im ehemaligen Berufsfeld ,634

Weiterbildung für zukünftigen Beruf ,720

Förderung eínes positiveren Altersbilds bei Jüngeren ,646

Weiterbildung für Ehrenamt ,575

Weiterbildung für Hobbys

Erwerb von Weiterbildungszertifikaten ,704

Menschen mit ähnlichen Interessen treffen ,699

Jüngere Menschen treffen ,734

Beschäftigung mit Sinnfragen

Tabelle 65: Rotierte Komponentenmatrix der Studienmotive

4 Faktoren (NFactor =4)

74


____________________________________________________________________________

Erfahrungen

Wunsch nach regulärem Studium geweckt ,592

Veränderung des Studienschwerpunkt während des Gasthörerstudiums

Anregung zur intensiveren Beschäftigung mit neuen Themen ,634

Infrage stellen von eigenen Überzeugungen ,834

kritischer gegenüber Aussagen von anderen geworden ,718

Leben interessanter ,599

Entdeckung neuer Fähigkeiten ,607

Komponente

1 2 3 4

andere Betätigungsfelder an der Uni außerhalb Lehrveranstaltungen ,671

stärker eigene Interessen verfolgen

wenig Leistungsvermögen als gedacht ,617

Bestätigung des eigenen Leistungsvermögens -,512

Stress durch das Studium

Verbesserung des Wohlbefindens durch das Studium ,651

Studium gibt neuen Lebenssinn ,574

durch Studium Krise überwunden

neue Freunde ,526

als Gesprächspartner interessanter geworden ,675

gesteigertes Selbstbewusstsein ,730

gesteigerte Ausdrucksfähigkeit ,721

Bezugspersonen finden gut, dass ich studiere ,595

Rechtfertigung vor anderen nötig ,661

Tabelle 66: Rotierte Komponentenmatrix der Erfahrungen im Studium

(NFactor =4)

Frage 28: Haben sie noch weitere Hinweise, die Sie uns mitteilen möchten?

• Eine Stunde vor offizieller Anmeldung zu Exkursionen sind oft schon alle Plätze vergeben

(Klüngel?)

• Als Gasthörer fühle ich mich an der Uni zu Köln sehr gut aufgehoben!

• Ich finde es großartig, dass man für 100 €/ Semester an den Vorlesungen teilnehmen

kann, und in Mathe/Physik nimmt man keinem jungen Menschen einen Sitzplatz

weg.

• Ich finde es höchst bedauerlich, dass Gastdozenten nur ein Semester dozieren dürfen.

Ich denke dabei an die Gastdozenten H. […] und R. […].

• Ich bin dankbar für die neuen Anregungen: Archäologie/Kunst/Islam. Es erweitert

meinen Horizont

75


____________________________________________________________________________

• Da man sich als Gasthörer nicht über KLIPS anmelden kann, hat man auch keine

Möglichkeit, Vorlesungsinfos zu bekommen, alles mitschreiben ist schwierig

• Die Zusammenarbeit (wenn denn eine solche zustande kommt/zwischen jüngeren

regulären Studierenden und älteren Gasthörern finde ich sehr gut. Man lernt sich

gegenseitig kennen und auch die Probleme der jüngeren anderen Studierenden.

• Nach Prof. B. hat nun auch Prof. Z. aufgehört. Was nun?

• Wegen Platzproblemen wurden Gasthörer ausgeladen (Prof. N.) und Vorlesungsräume

gewechselt (Prof. G.)

• Bessere Information über Beginn und Ende der einzelnen Vorlesungen

• Bessere Informationen über Vorlesungsausfälle

• Ich bin sehr glücklich über meine Zeit als Gasthörerstudent - vielen Dank!

• Ich wünsche mir ein toleranteres und offeneres Miteinander von regulären Studierenden

und Gasthörern

• Das neue System Bachelor/Master hat für mich die Qualität der Vorlesungen verschlechtert

• Mir fehlt das altgewohnte Vorlesungsverzeichnis!

• Ausfallende Vorlesungen erscheinen oft nicht im KLIPS

• Es wäre unbedingt nötig, die Gespräche während einer Vorlesung einzustellen. Oft

wie im Kindergarten!

• Es ist großartig, Gasthörer sein zu können!

• Dafür danke ich allen Verantwortlichen und Beteiligten.

• Da ältere Menschen Schwierigkeiten mit Hören haben sollten die Dozenten auf die

Benutzung von Mikrofonen hingewiesen werden, die Einrichtungen sind vorhanden.

• Habe in Anfangssemestern noch keinen umfassenden Überblick

• Vorlesungsverzeichnis in

• Möglichkeiten für eine Teilnahmenachweis oder Bestätigung für Semester? Möglichkeiten

für Zertifikate?

• Ich finde es wunderbar, dass ich die Möglichkeit habe als Gasthörerin an der Uni zu

sein. Vielen Dank

76


____________________________________________________________________________

• Ich fühle mich im Ägyptologischen Seminar, wo ich gegenwärtig ein Seminar nur mit

Gasthörer(innen) besuche, sehr wohl!

• Da ich hauptsächlich im Selbststudium studiere, sind für mich der Online-Zugang zu

Literatur und Datenbanken der USB entscheidend.

• Es wäre schön, wenn für mehr Gasthörer mittleren Alters geworben würde.

• Dozenten sind nicht immer gut vorbereitet.

• Vorlesungsverzeichnis in Buchform

• Das Vorlesungsverzeichnis sollte wieder gedruckt werden

• Vorlesungen sind mit falschen Terminen in KLIPS geführt (Geologie, versch. VL). Das

erschwert vor allem zu Semesterbeginn die Orientierung. Die Schaukästen der Institute

waren teilweise erst nach 3-4 Wochen mit den Plänen bestückt.

• Die Prof. erlauben z.T. nicht eine schweigende Teilnahme an Seminaren, andere

wohl und freuen sich über gut informierte Beiträge. Wir Senioren sind meistens besser

vorbereitet als die Studenten und bringen eigene Kompetenz ein.

• Das Angebot für Gasthörer ist durch die „Modernisierung der Lehre“ nicht größer

geworden.

• Ich hoffe, dass ich auch von den Ergebnissen dieser Untersuchung erfahre.

• Angebot für eine Semester-Netzkarte im ÖVP für Senioren-Studenten?

• Ich bedauere es außerordentlich, dass es kein Vorlesungsverzeichnis mehr gibt. Mir

sind dadurch interessante Vorlesungen in anderen Vorlesungsbereichen entgangen.

• Danke für Ihr Engagement betr. Seniorenstudiums.

• Anmeldung/Belegung über KLIPS zu ermöglichen.

• Das Vorlesungsverzeichnis ist reduziert zugunsten von Seminaren, an denen Gasthörer

meist nicht teilnehmen können!

• Danke, dass es den fsg und die Koordinierungsstelle gibt und danke auch den engagierten

Mitgliedern, die ehrenamtlich vieles möglich machen. Der fsg erleichtert den

Einstieg ins Studium und bietet „Haltepunkte“. Gleiches gilt für die Koordinierungsstelle!!

• Die Zahl der angebotenen und von mir ausschließlich besuchten Vorlesungen nimmt

leider ab

77


____________________________________________________________________________

• vermisse ich das Vorlesungsverzeichnis in Buchform zur einfacheren Sichtung und

Planung des Besuchs von Vorlesungen anderer Thematiken als „nur“ Geschichte.

• Bitte wieder ein schriftliches Vorlesungsverzeichnis herausgeben

• Die Dozenten bitten, auch für Gasthörer die Vorlesungsunterlagen zu versenden

• Da ich mich im Wesentlichen für Veranstaltungen interessiere, an denen ich zuhörend

teilnehmen kann, würde ich mir mehr Vorlesungsangebote wünschen.

• Bei der Zuordnung der Hörsäle zu Vorlesungen wird die Teilnehmerzahl der Gasthörer

nicht berücksichtigt. Gasthörer sitzen auf dem Boden.

• Ich vermisse das Vorlesungsverzeichnis der SS und WS das bis 2009 im Buchhandel

erhältlich war.

• Der Gasthörer sollte auch Zugang haben zu Sport an der Uni

• Der Zugang über Internet zu den Unterlagen der Vorlesungen ist für mich zu schwierig

• Habe Lehrauftrag an der FH Köln FB Informatik, könnte auch an der Uni Kurse geben

• Ich halte das Gasthörer- und Seniorenstudium für sinnvoll und wichtig. Ich freue

mich über Ihre Arbeit!

• Ich fühle mich an der Universität sehr wohl!

• Mir gefällt es sehr gut an der Uni Köln. Ich will mich zukünftig mehr engagieren,

wollte mich erst „einleben“ in Ruhe!

• Beratung des MIXXT-Systems wünschenswert

• Ich wünsche mir, dass auch die Dozenten mit dem KLIPS vertraut gemacht werden

und das für die VL nutzen. Warum Zettel an HS mit „VL fällt aus“ anstelle von Eingabe

im System?

• Warum können Gasthörer sich an offenen VL nicht über KLIPS anmelden?

[…](Hörsaalplanung)

• Trotz der Zahlung von Semestergebühren funktioniert für diese Studenten die

Übermittlung der Vorlesungsunterlagen nur sehr schlecht, teilweise überhaupt

nicht! Hier wäre ich für Ihren Einsatz dankbar!

78


____________________________________________________________________________

• Ich wäre interessiert an einer Mitarbeit der Kinder-Uni.

• Verbesserte Teilnahme an Proseminaren ohne Verpflichtung dort aktiv (z.B. Referate

u.ä.) mitwirken zu müssen

• Ich bin immer wieder erstaunt über die Disziplinlosigkeit junger Studenten. Verspätungen

bis zu 20 Minuten, vorzeitiges Verlassen der Vorlesung oder längere Unterhaltungen

stören nicht nur die Nachbarn!

• Warum sind Gasthörer von dem NRW-Beförderungsticket ausgeschlossen?

• An der Universität zu Bonn wurde das Instrument der Lehrveranstaltungsevaluation

durch die Studierenden eingeführt; gibt es eine solche Möglichkeit auch an der Universität

zu Köln bzw. ist diese geplant und könnten sich auch Gasthörer daran beteiligen?

• Das Gasthörerstudium ist empfehlenswert, sollte aber reizvoller sein = z.B. nicht so

teuer (100 Euro) und gleiche Vergünstigungen wie Studenten

• Es ist schön, dass die Senioren an der Universität die Möglichkeit haben, sich weiterzubilden.

• Vorlesungen Kunstgeschichte: für Gasthörer/Senioren keine Anmeldung über KLIPS

> katastrophal überbelegt: zu Semesterbeginn des SS 2010 mehrfach geschehen >

sehr frustrierend + abschreckend, da ich den regulär Studierenden keinen Platz

wegnehmen will!

• Ganz wichtig: Studium Generale. Ringvorlesungen z.T. schwach.

• Bei den Dozenten sollte um mehr Verständnis und Akzeptanz erworben werden,

denn besonders Senioren ohne Hochschulabschluss und ohne Kenntnisse wissenschaftlicher

Kriterien fügen sich nicht so leicht in den auf Leistung ausgerichteten

Unterricht für junge Studenten ein.

• Diese Statistik wird Ihnen nicht weiterhelfen. Fragen sie Senioren in freier Form um

Verbesserungsvorschläge! Viele ihrer Fragen erlebe ich als diskriminierend. So geht

das nicht. Gehirne wollen Input, meins auch. Und anders können Gehirne nicht. Daher:

Ich entscheide, wann ich wo was lerne, auch weiterhin.

• Die Dozenten nutzen zu wenig moderne Techniken (Laptop) in den Vorlesungen

• Vielen Dank für die Mühe und Arbeit!

• Bei Anmeldetermin sind interessante Exkursionen sofort belegt. Sammelanmeldungen

der älteren fgs-Teilnehmer? Kritik und Anregung belebt das Geschäft. Es darf

nicht als Störfaktor gesehen werden.

79


____________________________________________________________________________

• Mich interessieren ausschließlich normale Uni-Lehrveranstaltungen auf hohem Niveau

zusammen mit jungen Kommilitonen.

• Auswahl und Inhalte der Seminare nicht zu wissenschaftlich ausrichten.

• Die Universität zu Köln einschließlich KOOS sollte unbedingt daran festhalten, den

Gasthörern und Seniorstudierenden den freien Zugang zu den Veranstaltungen aller

Fakultäten insbesondere Fakultäten zu gewähren.

• Es gibt kein Vorlesungsverzeichnis mehr. Wie kommen Gasthörer an Informationen

über Vorlesungsangebote, die über keinen Computer verfügen und somit keinen Zugang

zum Internet haben

• Ich vermisse ein Vorlesungsverzeichnis, wie es früher erhältlich war. Mit Internet

macht es weniger Spaß.

• Erlernen von Fremdsprachen für Gasthörer/innen

• Die Professoren sollten sich vor den Vorlesungen erkundigen wie viele Studenten

angemeldet sind und danach die Größe des Hörsaals aussuchen.

• Das Verhältnis zwischen Dozent und Gasthörer könnte noch verbessert werden. Es

gehört zu einer akademischen Fairness, dass gegenteilige wissenschaftliche Ergebnisse

auf einigen Gebieten sehr erfahrener Seniorstudenten (z.B. Lebenserfahrung)

mehr würdigt und einbringt und nicht von vornerein abhandelt. Wir Alten haben

dann zuweilen den Eindruck, dass unsere Bibliothek abgefackelt werden soll und wir

als wissenschaftlicher Erbmüll entsorgt werden sollen. Da ich im Winterhalbjahr in

Venezuela bin hätte ich gleichwohl ein Interesse daran an Erörterungen teilzunehmen.

• Fokus der Universitätsleitung auf die Ausweitung der Aktivitäten von Gasthörern

und Seniorstudentinnen an der Universität zu Köln – dabei ggf. Vernetzung bundes-

und europaweiter Fortsetzung der Unterstützung bereits vorhandener Projekte an

der Universität zu Köln mit Blick auf das Zentrum für Alternsstudien. Siehe dazu auch

Beitrag Universitätszeitung 2/2010 „Hier gibt es das einzige wirkliche

Forschu8ngszentum der Alternsforschung in Europa.“

• Beratungs- und Orientierungsveranstaltungen am Ende des Semesters.

• Erweiternde Kommentare zu den Veranstaltungen bzw. wo weitere Info möglich ist.

• Das Seniorenstudium ist eine sehr gute Einrichtung. Senioren sollten sich in den Vorlesungen

zurückhalten.

80


____________________________________________________________________________

• Nach über 20 Semestern Seniorenstudium ordentlichen Ausklang finden.

• Gasthörerinnen die keinen Abschluss machen, sollten ganz unbürokratisch (ohne

Anmeldung) teilnehmen können. Die Sprachkurse (Französisch, Italienisch) sind viel

zu voll (170 Studis). Uneffektiv bei dieser Menge und einer Universität nicht würdig.

Sie sollten mehrfach geteilt werden um Qualität zu gewinnen.

• Ich bedauere, dass es nun kein Vorlesungsverzeichnis/ Buchform mehr gibt. ILIAS ist

für mich nicht das A+O

• Ich wünsche mir einen Beurteilungsbogen für die Vorlesungen. Die Qualität der Vorlesung

schwankt sehr stark von gut bis sehr schlecht.

• Koordinierungsstelle und fgs. Sollten einen eindeutigen Schwerpunkt auf das Studium

setzen und sich nicht (oder wenigstens nur nebenbei) als eine weitere soziale

Einrichtung für Senioren-Betreuung sehen!

• Als Unternehmensberater mit langjähriger Erfahrung würde ich meine Erfahrungen

gerne weitergeben. Wie?

• Es muss nicht immer einen Unterschied machen zwischen den Alten und den Jungen.

Wir können auch auf gleichen Ebenen stehen, nicht wahr? Ich hoffe das wir ab

und zu an solchen Veranstaltungen teilnehmen können (außer Seminaren)

• Die ausgezeichnete fachliche und einfühlsame Kompetenz der Mitarbeiter der Koordinationsstelle

ist ein „Glücksfall“ für die Gasthörer und die Uni Köln!

• Anmeldung sollte auch für Gasthörer mit KLIPS möglich sein. Ich bin z.B. nicht informiert

worden, dass ein Kompaktseminar ausfällt. Ich arbeite als Selbstständige. Das

bedeutete konkret unnötige finanzielle Einbußen für mich

• Ich wünsche mir, dass ich nicht nur meinen Stundenplan über KLIPS zusammenstellen,

sondern mich auch direkt anmelden kann, so dass die Lauferei mit dem Zulassungsantrag

entfallen kann!

• Insgesamt finde ich den Umfang der Uni Köln mit den Gasthörern äußerst angenehm

und vorbildlich.

• Abschaffung der Studiengebühren auch für Gasthörerinnen

Tabelle 67: Weitere Hinweise

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