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GRENADA

16 Seiten Extraheft

zum Sammeln

Travel Trade Press GmbH

Pf 10 07 51 · 64207 Darmstadt

PVST · DPAG · Entgelt bezahlt

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www.travel-one.net

24. NOVEMBER 2004 I 48. WOCHE

ONE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW DER

WOCHE

Dr. Volker Böttcher sieht

die Geizwelle am Ende

Warum Kunden wieder mehr

auf Qualität achten ➤ 8

DRV-TAGUNG

Klaus Laepple und

die Zukunft des DRV

Wie der Verband alle

Interessen unter einen Hut

bringen will ➤ 12

Jetzt in TRAVEL ONE: Wie die Top Ten der

deutschen Veranstalter abgeschnitten haben PRODUKT ➤ 14

+++ AER kippt Mindestumsatz ➤ 4 +++ LH verwöhnt

First-Class-Kunden ➤ 5 +++ FTI setzt auf Kalabrien ➤ 22

+++ 1-2-Fly bleibt preisstabil ➤ 24 +++ Urlaub 2015: Die

Zukunft der Touristik ➤ 40 +++ Best/RMG bringt Marketing-Club

➤ 42 +++ Hongkong lockt mit Grün ➤ 44


Laden Sie Ihre Kunden nach Malaysia ein. Im Herzen Asiens erwarten

sie Tradition, Exotik, Herzlichkeit und Gastfreundschaft. Von einfachen

Holzhütten mitten im tropischen Dschungel bis hin zu Luxushotels

an traumhaften Stränden, darunter der Sieger im letzten Conde

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ebenso genießen wie die exzellente

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PULS

News, Facts & Trends....................................4

Alles, was die Branche bewegt

Interview der Woche ....................................8

TUI-Deutschland-Chef Dr. Volker Böttcher

DRV

Ring frei für Laepple ..................................12

Der Verband sucht seine Rolle

PRODUKT

Richtig eingenordet ...................................14

Die Top-Ten-Veranstalter haben sich den

veränderten Marktbedingungen gestellt

Mit Rollis auf Reisen ..................................20

Spezial: Kreuzfahrten/Fähren....................26

SALES

Thema: Messen ...........................................36

Angebote für Fachbesucher

Ferien 2015: Kein Urlaub von der Stange....40

F.U.R. stellt Studie vor

DESTINATION

Spezial: Asien ..............................................44

Hongkong lockt mit grünen Oasen

Tunesien will Anbieter stärker einbinden....54

Lasram sucht den Schulterschluss

EXIT

Relax Schnäppchen für Touristiker & TV-Tipps

58 I Exit Feedback & Leute 60 I Impressum

60 I Mensch Otto Schweisgut 62

BEILAGE

Grenada ■ Der Archipel

kompakt – Tipps zum Trip

Das 16-seitige Extraheft

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8.2004 9:49 Uhr Seite 1

Heft 48 I 24.11.2004➤

DIESE WOCHE

Eins können wir Deutschen besonders gut: Meckern. Und häufig sind die

größten Meckerer diejenigen, die selbst am wenigsten dazu beitragen, dass

sich etwas ändert. Das ist leider fast überall in unserem gesellschaftlichen

Leben so. In Parteien, in Kirchengemeinden, im Gewerbeverein, und auch

im DRV. Wer sich engagiert, erntet Kritik. Es gibt nur selten Beifall. Ehrenamtliche

Arbeit ist ein undankbarer Job.

Kein Wunder, dass

so viele abwinken.

Freizeit für andere

opfern, und sich dann

ausgerechnet von de-

nen beschimpfen lassen,

für die man sich

einsetzt – ich bin doch

nicht blöd, sagen die

meisten zu Recht. Das

ist fatal, denn genau

dieses Engagement hat

uns groß gemacht. Ein

Land voller Egoisten

hat so wenig eine

Chance wie eine Branche,

in der jeder nur

vor sich hin wurstelt.

Die Probleme der

Machen

statt

meckern

Thomas Hartung

Chefredakteur

Reiseindustrie kann keiner nur für sich lösen. Lobbyarbeit braucht eine starke Interessenvertretung,

die sich bei Politikern Gehör verschafft. Hier leistet der DRV

gute Arbeit, kämpft für akzeptable Rahmenbedingungen auch für Nichtmitglieder.

Dass drei Viertel aller Unternehmen Trittbrett fahren, schwächt den Branchenverband,

auch bei Druck auf die Leistungsträger. Wären sie dabei, hätte der DRV deutlich

mehr Kraft.

Was der DRV bisher versäumt hat, ist, eine Vision zu entwickeln, wie diese

Branche nach dem Strukturwandel aussehen könnte. Darüber muss im Verband

endlich angstfrei und ohne die gängigen Scheuklappen gestritten werden. Dabei ist

Kritik durchaus erwünscht, offene Diskussionen um die künftige Arbeitsteilung und

den besten Weg dahin sind notwendiger denn je. Die Plattform für diese Selbstfindung

zu schaffen, ist Aufgabe des DRV. Den Veränderungsprozess mitzugestalten,

ist Sache jedes einzelnen Reiseprofis. Frage nicht, was dein Verband für dich tun

kann, sondern was du für deinen Verband tun kannst – und damit für dich selbst.

Mailen Sie mir Ihre Meinung…

t.hartung@travel-one.net

Stürmische Zeiten, zufriedene Kunden

Ihre Stammkunden verreisen oft, möchten sich aber nicht jedes Mal neu um ihren

Reiseschutz kümmern. Die Lösung heißt 365-Schutz. Mehr Infos: www.elvia.de/Info.

24.11.2004 TRAVEL ONE 3



PULS News, Facts & Trends

AER kippt Mindestumsatz

Kooperation ■ Knapp 200 Reiseprofis

waren am vergangenen Wochenende

in München bei der Tagung

der Kooperation AER mit

von der Partie. Der wichtigste Beschluss:

Der Mindestumsatz von

750.000 Euro wurde gestrichen.

»Wir müssen auch kleineren Büros

und Neugründungen eine

Chance geben«, sagt AER-Geschäftsführer

Hartmut Höhn. Die

LAST MINUTE

China Tours ■ Der Hamburger Veranstalter gewährt bei Buchungen

bis zum 31. Januar auf alle Gruppenreisen aus dem Katalog 2005 einen

Frühbucherrabatt von drei Prozent. +++

Flyloco ■ Seit dem Start im November 2002 wurden 40.000 Flüge

und 65.000 Übernachtungen verkauft. Neben Billig-Airlines gehören

Hapag-Lloyd Flug, Condor und Lufthansa zu den Flugpartnern. +++

Austrian ■ Für fleißige Vielflieger hat die Airline den »HON Circle«

geründet. Wer in zwei Kalenderjahren 600.000 Meilen sammelt, wird

Mitglied des Klubs und erhält besondere Vergünstigungen. +++

DRV ■ Am 14. Dezember veranstaltet der Verband im Airport Conference

Center in Frankfurt ein Seminar zum Thema »E-Invoicing –

Elektronische Rechnungslegung in der Touristikbranche«. +++

DBA ■ Nach Zeitungsmeldungen sucht Airline-Eigner Rudolf Wöhrl in

Deutschland einen Partner für eine Kooperation oder einen Zusammenschluss.

Angeblich gibt es Gespräche mit Gexx. +++

Hansa Kreuzfahrten ■ Als erster Kreuzfahrtanbieter veröffentlicht

der Bremer Veranstalter sein komplettes Programm im Giata Internet

und im Giata Extranet Hotel Guide. +++

Hapag-Lloyd Flug ■ Die TUI-Airline will stärker mit Preisen werben.

Die Oneway-Tarife des Ferienfliegers seien denen der Lowcost-Airlines

ebenbürtig, meinen die Hannoveraner. +++

Wikinger Reisen ■ Der Katalog »Wander-Erlebnisse Europa 2005«

ist erschienen. Neu sind Programme in Dalmatien und Polen. +++

Täglich aktuelle News…

www.travel-one.net

Kooperation will für alle Reisebüros

attraktiv sein. Schließlich

möchte Höhn bis Ende dieses Jahres

600 Mitglieder in seinem Verbund

zählen.

Was die Vertriebswege angeht,

so hält der AER-Chef weiter

an der Multi-Channel-Strategie

fest. Über den Einstieg bei Onlineweg

TV werde im Frühjahr entschieden,

so Höhn. Zudem wollen

Im Dorint Sofitel Bayerpost in München fand die AER-Jahrestagung statt

Höhn: Garantieprovision

auf das gesamte Sortiment

AER und TSS ihre Handelsmarke

Travelers Friend »weiter mit Leben

füllen und zum Veranstalter

ausbauen.« Darüber hinaus feilt

AER noch an der Packaging-Technik:

»62 Prozent unserer Mitglieder

wünschen sich ein Tool, das einen

Drittveranstalter zulässt«, resümiert

er. Die optimale Lösung

habe der Verbund jedoch noch

nicht gefunden. »Die Technik ist

noch nicht ausgereift.« Des Weiteren

denkt Höhn über die Einführung

einer Kundenkarte nach.

www.aer.coop

Germanwings

hält Kurs

Bilanz ■ Trotz hoher Kerosinpreise

ist Germanwings in die Gewinnzone

geflogen. Die Lufthansa-Beteiligung

sei seit April rentabel

und werde 2004 einen kleinen

Überschuss ausweisen, meldet

das Unternehmen. Der Umsatz

des Billigfliegers werde bei

230 bis 240 Millionen Euro liegen.

Die Zahl der Passagiere stieg

bis einschließlich Oktober um 44

Prozent auf 2,8 Millionen.

Zudem plant Germanwings,

die Flotte zu erweitern. Derzeit

ist die Fluggesellschaft mit 16

Maschinen unterwegs, 20 sollen

es im nächsten Jahr werden.

Außerdem werde über ein

drittes Drehkreuz neben

Köln/Bonn und Stuttgart nachgedacht.

Kandidat sei unter anderem

Hamburg.

www.germanwings.de

Iclelandair will mehr

Easyjet ■ Der isländische Carrier,

der an Easyjet bereits mit

zehn Prozent beteiligt ist, will seinen

Einfluss auf die britische Billigfluggesellschaft

weiter vergrößern.

Das kündigte Icelandair-

Chef Hannes Samarason an. Allgemein

wird nun damit gerechnet,

dass die Airline weitere Anteile

an Easyjet erwirbt. Seit dem

Einstieg von Icelandair ist der

Börsenkurs der zweitgrößten Billig-Airline

um 40 Prozent gestiegen.

Unterdessen hat Easyjet-Chef

Ray Webster angekündigt, seine

Fluggesellschaft werde die Ticketpreise

weiter senken. Einen Kerosinzuschlag

wie bei anderen Fluggesellschaften

schließt er weiterhin

aus. Da sich die Verbraucher

am Endpreis orientierten, sei ein

Zuschlag sinnlos, meint Webster.

Der Ölpreis bereite auch

Easyjet Probleme, räumt Webster

ein. Doch angesichts wachsender

Konkurrenz müsse die Priorität

auf Kostensenkungen liegen. Dabei

will er sich vor allem auf die

Flughafengebühren konzentrieren.

Easyjet bedient zurzeit

von Berlin, Dortmund und

Köln/Bonn aus 33 Strecken.

Webster: In fünf Jahre ist der

Lowcost-Markt bereinigt

www. easyjet.com

4 TRAVEL ONE 24.11.2004


Die Kranich-Airline umgarnt mit Rundum-Service in ihrer neuen First-Class-Lounge zahlungskräftige Kunden

Luxus-Lounge bei Lufthansa

Premium-Konzept ■ Von einem

»Personal Assistant« rundumbetreut

entspannen, bevor der

Chauffeur den Gast im Porsche

oder Mercedes zum Flugzeug

fährt: First-Class-Kunden und

Mitglieder des so genannten

HON Circles im Miles&More-Programm

können in Frankfurt vom

1. Dezember an »eine völlig neue

Dimension des Reisens« kennenlernen,

wie Lufthansa verspricht.

Vom Abstellen des Wagens,

über Check-In, Sicherheitskon-

Berge&Meer

legt weiter zu

Umsatz ■ Der Direktvermarkter

Berge & Meer hat im Geschäftsjahr

2003/04 einen Umsatz von

175,6 Millionen Euro erzielt –

26,4 Millionen oder 17,7 Prozent

mehr als im Vorjahr. Die Zahl der

Gäste wuchs sogar um 27,6 Prozent

auf 95.162.

Verkauft wurden die Reisen

der TUI-Beteiligung für durchschnittlich

398,98 Euro – 33,70

Euro weniger als im Vorjahr. Unter

den Zielgebieten seien vor allem

die Türkei, Österreich und

die USA gut gelaufen, berichtet

Reiner Meutsch, Geschäftsführer

des Rengsdorfer Veranstalters. Ladenhüter

seien dagegen Reisen

nach Kuba, auf die Kanarischen

Inseln und nach Kroatien geblieben.

2005 gehe es weiter bergauf,

ist Meutsch sicher.

www.berge-meer.de

24.11.2004 TRAVEL ONE

trolle und Zollformalitäten: Lufthansa

nimmt den Kunden alles

ab, damit das Reisen so richtig

komfortabel wird. 350 Passagiere

erwartetet die Airline im Schnitt

pro Tag in der neuen Lounge.

»Unsere Kunden sollen Zeit

für das Wesentliche haben. Wir

möchten ein Umfeld ähnlich einer

Reise im Privatjet schaffen«,

beschreibt Lufthansa-Vorstandsvorsitzender

Wolfgang Mayrhuber

den Anspruch. Zeit für das

Wesentliche heißt bei Lufthansa,

Die »Island Sun« darf die Cargado Inseln nicht anlaufen

Anlauferlaubnis ■ Mauritius Island

Cruises, die Reederei der »Island

Sun«, hat alle Reisen mit

dem Kreuzfahrtschiff abgesagt.

Der Grund: Die Regierung von

Mauritius hat die Anlauferlaubnis

für die Cargados Inseln zurückgezogen.

Eine Begründung habe es

nicht gegeben, berichtet Helge

Grammerstorf von Sea Travel in

Hamburg. Die Reederei, deren

dass die Edelgäste auf einer Fläche

von rund 1.800 Quadratmetern

ihre Zeit bis zum Abflug effektiv

nutzen können. Neben Büros

mit allem drum und dran dürfen

sie sich in separaten Räumen

entspannen. Klar, dass es Sofas,

Sessel und »Relaxchairs« gibt, auf

denen sich die Fluggäste vor dem

Fernseher lümmeln können. Ein

Bad, ein Snack im Gourmet-Tempel

und eine Zigarre in der separaten

Cigar-Lounge: Schon sind

die Luxuskunden wieder fit für

den nächsten Flug. Ein ähnliches

Angebot ist für Anfang 2006 auch

am Flughafen München geplant.

Mauritius stoppt Island Sun

Vorsitzender der frühere Finanzminister

von Mauritius ist, habe

bereits Protest bei der Regierung

eingelegt. Bislang ohne Erfolg.

Dass die Regierung die Genehmigung

nicht wieder erteilt habe,

sei um so überraschender, als der

Staat von Mauritius Mitgesellschafter

der Reederei sei. Bei Sea

Travel sind 35 Gäste von der Entscheidung

betroffen.

MSC

Kreuzfahrten

– die erste Wahl

Karibik, Südamerka,

Südafrika

Mittelmeer, Nordeuropa

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Internet: www.msc-kreuzfahrten.de



PULS News, Facts & Trends

Delta fliegt bis Ende Februar täglich mit einer Boeing 767-300 nach Indien

Mit Delta nach Mumbai

Verbindung ■ Delta Air Lines

fliegt bis zum 28. Februar täglich

von Frankfurt ins indische Mumbai.

Mit dem neuen saisonalen

Service reagiert die US-amerikanische

Fluggesellschaft nach eigenen

Angaben auf die starke Nachfrage

zwischen dem amerikanischen

und indischen Markt.

Mumbai ist mit rund 15

Millionen Einwohnern die größte

Stadt und das führende Handelszentrum.

Zugleich gilt die Metro-

pole als die europäischste Stadt in

Indien. Reisende aus Indien können

die täglichen Nonstop-Verbindungen

ab Frankfurt nutzen,

um zu den Drehkreuzen von Delta

innerhalb der USA zu gelangen

– etwa zum Atlanta Hartsfield-

Jackson International Airport,

nach New York und zum Cincinnati/

Northern Kentucky International

Airport.

www.delta.com

Phoenix wächst weiter

Bilanz ■ Mit 14 Prozent Umsatzplus

und 20 Prozent mehr

Passagieren gehört Phoenix Reisen

zu den Gewinnern des abgelaufenen

Geschäftsjahres.

147.000 Gäste brachten 186,6

Millionen Euro in die Kassen des

Die ehemalige »Minerva« fährt 2005 als

»Alexander von Humboldt« für Phoenix Reisen

Bonner Veranstalters. Phoenix-

Chef Johannes Zurnieden sieht

sich durch den Geschäftsverlauf

in seiner Philosophie bestätigt.

»Wir haben keine Schnäppchen

in den Markt geworfen«, erklärt

er. Bei Fluss- und Seereisen seien

nicht niedrige Preise,

sondern ein gutes

Produkt der Erfolgsgarant.

Dass der

durchschnittliche

Reisepreis dennoch

gegenüber dem

Vorjahr um 4,6

Prozent sank, erklärt

Zurnieden

mit einem überdurchschnittlichen

Anstieg der Nachfrage

nach Flusskreuzfahrten,

zum

Beispiel auf dem

Nil. Deren Preis

liege im Schnitt

Kinder reisen für ‘nen Euro

Nazar ■ Gerrit Schuurman, Geschäftsführer

der Düsseldorfer

First-Choice-Tochter, ist ein

vorsichtiger Kaufmann. Da die

Konzerndisziplin ihm konkrete

Aussagen verbietet, belässt er es

bei der Beschreibung des abgelaufenen

Geschäftsjahres bei vagen,

aber nüchternen Aussagen: Der

Umsatz sei gegenüber dem Vorjahr

stabil, die Gästezahl leicht

gesunken, sagt er.

Keine Spur von Wachstumseuphorie:

»Unsere Hauptaufgabe

ist es, die Betten unserer eigenen

Hotels zu füllen. Darauf konzentrieren

wir uns.« Im Vergleich

zu 2003, »dem besten Geschäftsjahr

überhaupt«, sei das Finanzergebnis

in diesem Jahr schwächer.

Wegen des starken Konkurrenzdrucks

hätten die Türkei-Anbieter

steigende Kosten nicht an

die Kunden weiterreichen können.

Im nächsten Jahr soll Nazar

wieder wachsen, denn durch die

Zurnieden: Starkes Wachstum bei

Flusskreuzfahrten

unter dem der Hochseekreuzfahrten.

Für das neue Geschäftsjahr

plant Zurnieden eher konservativ:

Er rechne mit einer leichten

Steigerung, sagt er. Das

schwierige gesamtwirtschaftliche

Umfeld lasse eine starke Zunahme

der Nachfrage eher unwahrscheinlich

erscheinen. 2005

kreuzen 48 Fluss- und drei Hochseeschiffe

für den Veranstalter.

www.phoenixreisen.de

Schuurman will im Juli 2005 das

Aqua Paradise eröffnen

Neubauten Pegasos Royal und

Aqua Paradise Incekum wächst

auch die Kapazität.

»Wir bleiben ein Familienveranstalter«,

stellt Schuurman

fest. Der Beweis: Kids bis zwölf

zahlen im Pegasos Royal und Pegasos

Resort nur einen Euro.

www.nazar.de

Hieke tritt

doch an

DRV ■ Magdalene Hieke will

nun doch noch einmal für die

Interessen der unabhängigen Reisebüros

im DRV kämpfen. Eigentlich

wollte sie nicht mehr für den

Vorstand der Säule A kandidieren.

Die Verbandskollegen hätten

sie aber überzeugt, noch einmal

anzutreten. »Definitiv zum letzten

Mal«, kündigt Hieke an.

Magdalene Hieke: Definitiv

zum letzten Mal DRV-Kandidatin

6 TRAVEL ONE 24.11.2004


Martinair im frischen Look

Design ■ Die niederländische

Fluggesellschaft Martinair hat ihren

Maschinen ein neues Kleid

verpasst. Wichtigster Blickfang

des veränderten Gewandes ist

das Heckleitwerk.

Das traditionelle Martinair-

Logo bedeckt nun die gesamte

Fläche des Leitwerks. Die Hausfarben

der Fluggesellschaft, Rot

Martinair: kuscheln mit neuen Sitzkissen

und Blau, bestimmen weiterhin

das Design der Flugzeuge, die

nun nach und nach im neuen Design

lackiert werden.

Auch in der Passagierkabine

hat sich etwas getan. Neue Bezüge

und Sitzkissen sollen für mehr

Komfort sorgen. Mehr Beinfreiheit

soll es zudem für Star-Class-

Reisende geben.

Werden Sie Queensland Specialist und

gewinnen Sie mit Tourism Queensland

und Qantas eine Reise in den

australischen Sunshine State!

Folgende Schritte sind dazu notwendig:

Flynordic landet in Berlin und München

■ Erfolgreiche Teilnahme am Aussie Specialist Schulungsprogramm

und am Aufbaumodul Queensland Specialist

(Information & Anmeldung kostenlos unter

www.specialist.australia.com)

■ Anschließende Beantwortung der Quizfragen auf

www.travel-one.net.

Neue Deutschland-Flüge

Lowcost ■ Flynordic, die schwedische

Lowcost-Tochter von Finnair,

will Deutschland anfliegen.

Von März an soll es Verbindungen

von Stockholm nach München

und Berlin geben. Außerdem

sind Flüge von Göteborg

nach München geplant.

»Wir haben uns auf dem

skandinavischen Markt etabliert.

Jetzt ist es Zeit, neue Destinationen

außerhalb Skandinaviens in

den Flugplan zu nehmen«, erläutert

Flynordic-Präsident Manu

von Lüders die Expansionspläne.

Neue Lowcost-Flüge gibt es

auch am Airport Frankfurt-Hahn.

Die Fragen und alle Details zum Quiz im Internet

www.travel-one.net

Die ungarische Billig-Fluglinie

Wizz Air will vom 27. März an

von Hahn nach Budapest und

Kattowitz fliegen. Neben Dortmund

ist Hahn dann die zweite

Destination der Airline in

Deutschland.

»Wir haben bereits sehr gute

Erfahrungen mit Flügen von Polen

nach Deutschland gemacht«,

sagt Wizz-Air-Chef Jósef Váradi.

»Wir erwarten viele deutsche

Touristen und Geschäftsreisende,

die in die zwei größten neuen

EU-Länder reisen werden.«

www.flynordic.com

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS



INTERVIEW DER WOCHE Dr. Volker Böttcher

Haben TUI-Kunden mehr

Geld, HERR BÖTTCHER?

Deutschland findet Geiz geil, die Leute

stöhnen unter Arbeitslosigkeit und Gehaltskürzungen.

Wie lange kann TUI ihre

Qualitätsstrategie noch durchhalten?

■ Ich glaube, dass der Geiz-ist-geil-Trend zu

Ende geht und die Menschen wieder stärker

auf Qualität achten. Deshalb steht unsere Qualitätsstrategie

nicht in Frage. Im Gegenteil: Wir

werden sie offensiv weiterentwickeln.

Ihre Konkurrenz fährt voll auf den Preis

ab. Haben TUI-Kunden mehr Geld?

■ Es gibt nur einen Wettbewerber, der das

Thema Preissenkungen in den Vordergrund

rückt. Alle anderen halten sich zurück wie wir.

Gibt es noch genügend Kunden, die sich

Qualität leisten können und wollen?

■ Ja, Qualität bieten ja nicht nur hochwertige

Hotels, sondern auch Drei- und Vier-Sterne-

Häuser. Qualität gibt es also in allen Preis-/

Leistungssegmenten.

Wenn Sie nur auf Qualitätskäufer setzen,

verschenken Sie dann nicht Marktanteile

bei den Preiskäufern?

■ Nein, dafür haben wir ja 1-2-Fly. Wir wollen

auch in diesem wichtigen Segment vorne dabei

sein, aber nicht mit der Marke TUI. Außerdem

haben wir immer gesagt, dass wir zugunsten

unserer Marge auch auf Marktanteile verzichten

würden. Unser Geschäft muss sich

rechnen. Marktanteile können Sie nicht zur

Bank tragen.

»Marktanteile

können Sie nicht

zur Bank tragen«

Dr. Volker Böttcher (45), ist

Vorsitzender der Geschäftsführung

der TUI Deutschland GmbH

8 TRAVEL ONE 24.11.2004


Stoßen Sie dann mit TUI nicht bald an

eine Grenze?

■ Es gibt in diesem Land ein Potenzial von 80

Millionen Reisenden. Wir wissen, dass davon

nur zwischen 40 und 50 Prozent über Veranstalter

organisiert werden. Etwas mehr als die

Hälfte können wir uns noch erschließen. Da

sehe ich überhaupt kein Wachstumshindernis.

Ist die Billigära zu Ende?

■ Natürlich steht der Preis bei vielen Menschen

weiter im Vordergrund. Das kann man

nicht wegdiskutieren. Aber ich glaube, dass die

Kunden zunehmend die Leistung unter die

Lupe nehmen, die sie dafür bekommen. Es

wird künftig tendenziell eher weniger konsumiert,

dafür aber gönnt man sich Qualität für

ein paar Euro mehr. Das sehen wir ja nicht nur

im Reisegeschäft, sondern zum Beispiel auch

in der Automobil-Branche.

Was bedeutet dieser Trend für die

deutschen Ferienmacher?

■ Die Branche muss wesentlich mehr in Zielgruppen

und Segmenten denken. Natürlich

wird der gute alte Badegast auch in Zukunft einen

großen Teil unseres Geschäfts ausmachen.

Aber wir sehen sehr deutlich, dass sich in unserer

Gesellschaft bestimmte Interessen stärker

herausbilden und die Menschen darauf angesprochen

werden wollen. Denken Sie nur an

Familien oder Paare, die ohne Kinder verreisen

wollen, um mal Zeit für ihren Partner zu haben.

Außerdem müssen wir uns viel stärker als

bisher mit der soziodemografischen Zusammensetzung

unserer Bevölkerung auseinandersetzen.

Der Anteil der über 50-Jährigen

wird stark zunehmen und damit auch Urlaubsgewohnheiten

verändern. Darauf müssen

wir uns einstellen.

TUI will im großen Stil ins Bausteingeschäft

einsteigen. Frühere Versuche, dem

DER nennenswerte Marktanteile abzujagen,

hatten keinen großen Erfolg. Was

machen Sie diesmal anders?

■ Wir haben gelernt, dass man neben guten

Produkten und günstigen Preisen auch gute

Technik braucht. Sonst kann der Vertrieb nicht

funktionieren. Heute verkaufen wir die TUI-

Bausteine über das System Ocean. Damit haben

wir die Voraussetzung geschaffen, um in

diesem Geschäft erfolgreich zu sein.

Welche Ziele wollen Sie außer Nordamerika

als Bausteine anbieten?

■ Natürlich Asien und Australien, aber auch

bestimmte Destinationen im Mittelmeer.

Sie drucken Schulnoten Ihrer Kunden für

Hotels im Katalog. Wieviele Häuser haben

Sie vorher wegen schlechter Bewertung

aus dem Programm genommen?

■ Das ist normales Business und völlig unspektakulär.

Von Hotels, mit denen unsere Gäste

oder wir nicht zufrieden waren, haben wir

uns auch früher schon getrennt. Die Bewertung

der Urlauber hatte keine unmittelbaren

Folgen auf das Programm. Jetzt werden wir sehen,

welchen Einfluss die Noten auf die Buchungsentscheidung

haben.

Gibt es erste Erfahrungen?

■ Ja, Hotels mit guten Noten werden besser

gebucht. Das ist nicht überraschend. Für eine

detaillierte Betrachtung ist es aber noch zu

früh. Jetzt kommt es darauf an, ob die Hoteliers

den Ball auffangen. Wir melden unseren

Hotelpartnern alle vier bis sechs Wochen, wie

sie aktuell bei den Kunden abschneiden. So hat

der Hotelier noch während der laufenden Saison

eine Chance, zu reagieren. Das ist auch

der eigentliche Zweck der Bewertung. Es geht

ja nicht darum, uns von schlechten Hotels zu

trennen, wir haben keine schlechten Hotels.

Ziel ist es vielmehr, die Qualität unserer Hotels

weiter zu verbessern.

Wenn Kunden Empfehlungen aus dem

Katalog bekommen, wozu dann noch das

Beratungsgespräch im Reisebüro?

■ Die Noten sind im Grunde das Echo der

Kunden, die im Hotel waren. Das behindert

Reisebüros nicht in ihrer Beratungsleistung. Im

Gegenteil, die Bewertung ist eine objektive

Unterstützung im Kundengespräch.

Last-Minute ist in der Branche fast zum

Schimpfwort geworden. Gemeinsam

wollten die Veranstalter das Kurzfristgeschäft

eindämmen. Ist das gelungen?

■ Last-Minute ist kein Schimpfwort, eher die

Schnäppchenjagd. Wir haben den Kunden

klargemacht, dass Billigangebote nicht unendlich

verfügbar sind. Die Veranstalter haben das

mit einer vernünftigen Kapazitäts- und Preispolitik

geschafft. Da kann sich die Branche ruhig

mal auf die Schulter klopfen. Trotzdem

wird es immer einen gewissen Last-Minute-

Anteil geben. Aber kurzfristig heißt nicht

zwangsläufig billig. Es gibt immer mehr Last-

Minute-Buchungen aus dem Katalog.

Es braucht starke Nerven, bis zum

Schluss auf Buchungen zum regulären

Preis zu hoffen.

■ Die Branche hat gelernt: Wer weniger Kapazität

einkauft und Anreize für das frühe Buchen

schafft, muss nicht nervös werden.

Wie wird sich die Veranstalterlandschaft

in den nächsten fünf Jahren verändern?

■ Ich glaube, dass die großen Veranstalterblöcke

stehen und es keine weitere Konsolidierung

geben wird.

Thomas-Cook-Chef Beeser sagt, die Großen

können nur Masse. Nischen überlässt

man besser den Spezialisten. Teilen

Sie diese Meinung?

■ Natürlich brauchen wir eine bestimmte Größenordnung,

sonst rechnen sich Nischen für

uns nicht. Segmente, die nicht mindestens

100.000 Teilnehmer produzieren, sind auf Dauer

für uns zu klein. Ich glaube aber, dass die Zielgruppen,

die wir nun angehen, groß genug sind.

Themenwechsel: Wackeln der Handelsvertreterstatus

und die Provisionen der

Veranstalter?

■ Nein. Das ist für alle Beteiligten ein erfolgreiches

Vertriebsmodell. Ich glaube, dass keine

Seite ein Interesse daran hat, das zu ändern.

24.11.2004 TRAVEL ONE 9



INTERVIEW DER WOCHE Dr. Volker Böttcher

Können sich die Veranstalter die heutigen

Provisionssysteme auf Dauer leisten?

■ Das ist eine andere Frage. Natürlich werden

wir mit dem Vertrieb darüber reden müssen,

wie die Vergütung künftig aussieht. Das sind

aber Verhandlungen, die jedes Jahr stattfinden

und nichts am Grundsatz der Arbeitsteilung

ändern.

Was kann sich ändern?

■ Dazu kann ich noch nichts sagen. Das hängt

im Wesentlichen von der Marktentwicklung ab.

Wie sieht der Vertriebsmix der TUI aus?

■ Beim Veranstaltergeschäft der TUI dominiert

mit weitem Abstand das Reisebüro. Natürlich

sind wir auch im Internet vertreten

und wollen diesen Absatzkanal attraktiver machen.

Wie hoch ist der Anteil des Eigenvertriebs

am Umsatz von TUI Deutschland?

■ Der TUI-Konzernmarkenanteil bei TUI Leisure

Travel liegt über 50 Prozent. Diese eigenen

Büros verkaufen etwas mehr als 20 Prozent

unserer Produkte. Das heißt, der weitaus

größte Umsatzanteil wird über fremde Reisebüros

generiert.

Will sich TUI im Vertrieb mehr engagieren?

■ Wir möchten ganz grundsätzlich die Steuerbarkeit

unseres Vertriebs vergrößern, und

zwar in allen Kanälen.

Die Branche diskutiert die Zukunft des

DRV. Ist TUI mit dessen Arbeit zufrieden?

■ Ich möchte mich nicht in die Schlange derer

einreihen, die den DRV schlecht reden. Wenn

man sich anschaut, mit welcher Geschwindigkeit

sich unsere Branche in den letzten zwei

»Wir wollen die

Steuerbarkeit

des Vertriebs

erhöhen«

Jahren verändert

hat, dann muss man

den DRV in Schutz

nehmen und ihm

durchaus ein gutes

Arbeitszeugnis ausstellen.

Da ist mancher

Anbieter nicht

so schnell hinterher

gekommen.

Welche Rolle sollte

der DRV in Zukunft

spielen?

■ Ein Verband ist

einerseits Interessenvertretung.

Er

sollte aber auch Impulsgeber

für die

Branche sein. Diese

Rolle könnte der DRV durchaus ausbauen.

Wie soll das funktionieren?

■ Das hat sicher auch damit zu tun, wie eine

Branche ihren Verband finanziell ausstattet,

damit er diese Arbeit leisten kann. Daneben

müssen die Unternehmen sich selbst stärker

engagieren und ihren Verband auch personell

unterstützen.

Mehr Geld könnte ja nur von den Leistungsträgern

kommen.

■ Darüber wird man nachdenken müssen. Es

gibt aber noch ein paar andere Beteiligte, die

vom DRV profitieren.

Kann der DRV unter einem Dach Veranstalter

und Reisebüros zufriedenstellen?

■ Ja. Es gibt Punkte mit unterschiedlichen

Interessen, aber die rechtfertigen nicht eine

Aufspaltung des Verbandes. Damit würden

wir die Branche insgesamt schwächen. Der

DRV sollte die Gegensätze moderieren. Das

kann der Sache insgesamt gut tun.

TUI geht jetzt mit dem Thema Sicherheit

an die Öffentlichkeit. Warum?

■ Weil es die Kunden beschäftigt, weil sie von

uns Informationen dazu erwarten dürfen, und

weil wir in diesem Bereich seit Jahren einen

guten Job machen.

Sicherheit als Verkaufsargument?

■ Nein, zumal wir dem Kunden nicht weismachen

wollen, dass er bei uns hundertprozentige

Sicherheit bekommt. Wir wollen ihm

mit unserer Offensive lediglich signalisieren,

dass wir alles tun, damit er möglichst unbeschwerte

Ferien genießen kann.

Mit Ihrem Schritt machen Sie sich nicht

überall Freunde in der Branche?

■ Ich weiß nicht, ob das stimmt, Sicherheit ist

auch ein Thema für andere. Es geht hier nicht

nur um Terror, sondern auch um Naturkatastrophen

oder Unfälle. Richtig ist, dass TUI wie

die ganze Branche das Thema in der Kommunikation

bisher auf Lowcost gefahren hat. Als

Marktführer müssen wir aber auch mal einen

Schritt voran gehen. Wenn andere meinen,

das sei kein Thema für sie, ist das deren Sache.

Wir glauben, dass wir richtig liegen.

Wie soll das Konzept funktionieren?

■ Wir haben im Laufe der Jahre Standards für

das Krisenmanagement entwickelt, die wir

nun gemeinsam mit PriceWaterhouse Coopers

verbessern und am Ende zertifizieren

wollen. Heißt im Klartext: Wir wollen uns

durch einen unabhängigen Prüfer bescheinigen

lassen, dass unsere Prozesse und Systeme

rund um das Thema Sicherheit auf höchstem

Niveau sind. Wo wir heute noch Defizite haben,

werden wir im Rahmen des Zertifizierungsprozesses

noch nachbessern müssen.

Krisenmanagement ist eine Sache. Was

können Veranstalter zur Prävention tun?

■ Prävention ist bei der TUI fester Bestandteil

des Krisen- und Sicherheitsmanagements. So

werden beispielsweise täglich die Sicherheitshinweise

des Auswärtigen Amtes analysiert sowie

andere Informationsquellen von Behörden

und Verbänden ausgewertet. Vor allem unsere

örtlichen Vertreter arbeiten eng mit den Organisationen

im Zielgebiet zusammen und informieren

uns regelmäßig über die aktuelle Situation in

unseren Destinationen. Unser Angebot richten

wir nicht nur anhand der vorhandenen Informationen

aus. Zusätzlich werden unsere Vertragshäuser

in jeder Saison anhand eines standardisierten

Sicherheitschecks überprüft.

Das Interview führte Thomas Hartung

»Eine Aufspaltung des DRV

würde die Branche schwächen«

10 TRAVEL ONE 24.11.2004


Das Sultanat Oman

Klasse statt Masse.

Ein Bett im Märchenpalast – wie in 1001 Nacht, eine Auszeit im

Luxushotel – wie im siebten Himmel oder wie ein Besuch bei Freunden,

in kleinen familiären Unterkünften. Der Oman hält für seine Gäste das

Passende bereit – und das nur knapp acht Flugstunden entfernt.

Für weitere Informationen und für die Bestellung

von Info-Material wenden Sie sich bitte an:

SULTANATE OF OMAN Ministry of Tourism

c/o MBR, Interface International GmbH · Petersburger Str. 94 · 10247 Berlin

Tel: +49 (0)30-42 08 80 12 · Fax: +49 (0)30-42 25 62 86

Mail: omaninterface@t-online.de

Internet: www.omantourism.de, www.omantourism.gov.om



DRV Tagung

Ring frei

für Laepple

Wahl ■ Auf Mallorca will sich Klaus Laepple zum

Präsidenten wiederwählen lassen. Doch an der Basis rumort

es. Die freien Reisebüros fühlen sich schlecht vertreten.

Als Klaus Laepple vor drei Jahren in Leipzig

zum DRV-Päsidenten wiedergewählt

wurde, versprach er den Mitgliedern

»Schlagkraft mit Augenmaß«. Drei Jahre

später stellt sich die Erkenntnis ein, dass der

Verband zwar sein Augenmaß behalten, an

Schlagkraft jedoch verloren

hat. Die Provisions-

Debakel mit Lufthansa

und der Bahn haben vor

allem die unabhängigen

Reisebüros gegen den

DRV aufgebracht. Als augenfälliges

Indiz gilt das

mangelnde Interesse an

der letzten Mittelstandstagung

in Kassel. Inzwischen

haben Koopera-

tions-Chefs wie Manuel

Molina von TSS und Hartmut

Höhn von AER öffentlich

eine funktionierendeInteressenvertretung

für die konzernunabhängigen

Reisebüros gefordert.

Auch aus den Reihen

der IV Bahn kommt Kritik.

Bei der DRV-Spitze

sind die Signale von der

Basis angekommen. Bei einer

Klausurtagung im Januar

soll darüber beraten

werden, wie sich der Verband

organisatorisch neu

ausrichten könnte, um als

Interessenvertretung der sich immer schneller

wandelnden Branche bestehen zu können.

Davon unabhängig ist die Diskussion, welche

Rolle der DRV künftig bei marktrelevanten

Verhandlungen zwischen Leistungsträgern

und Vertrieb spielen soll, ebenfalls angestoßen.

Vieles spricht dafür, dass der Verband von

Munsch: Kooperationen

in die Verantwortung

Klages: Dienstleistung

gewinnt an Bedeutung

den großen Reisebüro-Organisationen künftig

mehr Verantwortung einfordern wird. »Wir

werden uns mit relevanten Kooperationen zusammensetzen,

um gemeinsame Ziele zu

identifizieren und auch Wege für deren Umsetzung

zu finden«, kündigte Laepple unlängst

bei der Mitgliederversammlung der

RTK-Kooperation in Bonn an. DRV-Vize Norbert

Munsch denkt in dieselbe Richtung. Dem

DRV seien bei Verhandlungen die Hände gebunden.

»Die Frage ist, ob nicht die Ketten

und Kooperationen viel stärker in die Verantwortung

müssten und der Verband nur die

Verhandlungspartner an den Tisch bringt«,

meint Munsch.

Verband fehlen

die Druckmittel

Der Gedanke ist insofern konsequent, als der

Verband schon rein formal kein Verhandlungspartner

für die Leistungsträger sein kann.

Außerdem fehlen ihm die entsprechenden

Druckmittel, um seinen Forderungen Nachdruck

zu verleihen. Dazu kommt, dass die

großen Reisebüro-Kooperationen, Franchise-

Systeme und Ketten ohnehin nachverhandeln

und dabei bessere Ergebnisse erzielen als der

DRV. Jüngstes Beispiel ist die Bahn-Provision,

bei der Kooperationen wie die QTA in Nachverhandlungen

noch wichtige Prozentpunkte

herausgeholt haben (TRAVEL ONE 47/04).

Entsprechend größer ist der Rückhalt der Kooperationen

bei den Mitgliedern. Verbünde

wie RTK oder Schmetterling bringen bei ihren

Mitgliederversammlungen längst mehr Teilnehmer

auf die Beine als der DRV bei seinen

Mittelstandstagungen.

Aber nicht alle Probleme des DRV sind

hausgemacht. Eine generelle schleichende

Verbandsmüdigkeit haben Heiko Klages und

Karen Konopka von der 2K-Verbandsberatung

in Hamburg, festgestellt. »Es ist eine Tatsache,

dass eine nicht unerhebliche Anzahl von Mitgliedern

nur deshalb an der Mitgliedschaft

festhält, weil die Energie zur Kündigung

fehlt«, lautet ihre bittere Erkenntnis.

Die beiden haben vor einem Jahr rund

2.000 Verbände, Kammern und andere Organisationen

über ihre Erwartungen bis 2008

befragt. Ergebnis: Den Mitgliedern wird das

Bekenntnis eines Verbandes, legitimer Vertreter

ihrer Interessen zu sein, künftig nicht

mehr ausreichen. Neben der Interessenvertretung

gewinne die Dienstleistung an Bedeutung,

berichtet Klages. Ganz oben auf der Liste

stehen dabei Leistungen wie Rechtsberatung,

betriebswirtschaftliche Beratung und

Kalkulationshilfen. Auch in puncto Öffentlichkeitsarbeit

steigen die Anforderungen an die

12 TRAVEL ONE 24.11.2004


Verbände. »Es wird erwartet, dass ein vernünftiges

Bild der Branche nach außen getragen

wird«, sagt Klages.

Großer Mitglieder-Mix

erschwert die Arbeit

Das alles wird um so schwieriger, je komplizierter

der Mitglieder-Mix und die Struktur eines

Verbandes sind. Oftmals handelten die Organisationen

in dem Glauben, mit ihren Leistungen

den Bedürfnissen der Mitglieder gerecht

zu werden. Dabei werde jedoch gerne

übersehen, dass die Mitglieder meist keine homogenen,

sondern ausgesprochen komplexe,

heterogene Strukturen aufweisen. »Eine große

Spreizung ist eine Herausforderung für einen

Verband«, weiß Klages. Deshalb plädiert

er für schlanke Strukturen. Das bedeutet nicht

notwendigerweise eine Absage an das Säulenmodell,

das in der Verbandslandschaft keine

Seltenheit ist. Statt bestimmte Funktionen an

Ämter und Posten zu koppeln, rät der Berater

jedoch projektbezogener zu arbeiten.

»Entscheidend ist ein klares Profil«, legt

Peter Sessinghaus den Finger in die Wunde.

Der Wuppertaler Berater, der nicht nur die

IHK Dresden und den Landessportbund

Niedersachsen zu seinen Kunden zählt, sondern

auch die Intercontinental Hotels und

Rewe, hat im Sommer bei einer Tagung der

Deutschen Gesellschaft für Verbandsmanagement

referiert. Er sieht in dem Anspruch des

DRV, als Branchenverband alle Marktsegmente

zu repräsentieren, ein Problem. »Für alle da

zu sein, das geht nicht, man muss sich entscheiden«,

meint Sessinghaus. Ein Verband

ohne klares Profil könne nicht die Notwendigkeit

einer Mitgliedschaft vermitteln.

Aber nicht nur das. Nach der Ansicht von

Dietmar Harting, Ehrenpräsident des Zentralverbandes

Elektrotechnik und Elektroindustrie

(ZVEI) und Vizepräsident des Bundesverbandes

der Deutschen Industrie (BDI),

braucht ein Verband auch eine Vision. »Eine

Vision ist ein Führungswerkzeug«, stellt Harting

in einem Interview klar. Visionen seien

immer dann nützlich, wenn hochgradig

heterogene Organisationen ausgerichtet und

gestaltet werden müssten. Das trifft auf den

ZVEI mit seinen 1.400 Mitgliedsunternehmen

sicher noch mehr zu als auf den DRV. Das

Spektrum der ZVEI-Mitglieder reicht von

Marktriesen wie Siemens und Bosch bis zum

kleinen Mittelstandsunternehmen.

Der Elektroverband ist der erste Wirtschaftsverband

in Deutschland, der seine Zielsetzung

und sein Selbstverständnis in einer Vision

klar formuliert hat. Eine Vision sei das geeignete

Mittel, um der Komplexität eine gemeinsame

Plattform zu geben, sagt Harting.

Gerade in einer Zeit, in der es wirtschaftlich

nicht sehr gut laufe, könne der Verband so ein

Ort der Stabiliät und Orientierung sein. »Für

die mittelständischen Mitglieder ist dies ein

wichtiger Punkt«, sagt der Ehrenpräsident.

Dass ein Verband den Mitgliedern auf jeden

fall Nutzen bringt, davon ist Harting überzeugt:

»Die Teilnahme an der Branchenentwicklung,

die kontinuierliche Abstimmung

der eigenen Interessen mit den großen Playern

der Branche, aber auch der Aufbau einer

intensiven Vernetzung, das sind die Kernpunkte,

die einen Verband leben lassen.«

Klaus Göddert

Mailen Sie uns Ihre Meinung

k.goeddert@travel-one.net

Otto Schweisgut

Isaria Lufthansa City Center,

München, Vorstand Säule A

Dieter Zümpel

Karstadt Quelle Reisen,

Essen, Vorstand Säule B

Wybcke Meier

Öger Tours, Hamburg,

Vorstand Säule C

Dietmar Kastner

LTU Touristik, Köln,

Vorstand Säule D

24.11.2004 TRAVEL ONE 13

NEUE KANDIDATEN FÜR DEN DRV-VORSTAND



PRODUKT Top Ten

Richtig

eingenordet

Geschäftsentwicklung ■ Die Top Ten der deutschen

Touristik haben sich den Herausforderungen des Marktes

gestellt. Im vergangenen Geschäftsjahr konnten alle zulegen.

Große Wachstumserwartungen hegen für

das neue Geschäftsjahr nur zwei der

zehn Top-Veranstalter im deutschen

Markt: Aida Cruises und GTI Travel gehen von

zehn bis zwölf Prozent Umsatzsteigerung aus.

Michael Thamm, Chef der Carnival-Tochter,

will sein Unternehmen nicht nur in diesem Geschäftsjahr,

sondern auch in den Folgejahren

um jeweils zehn Prozent wachsen sehen. So

unterschiedlich die beiden Wachstumsoptimisten

sind – für beide sind die Wachstumsziele

nicht nur Vision, sondern Notwendigkeit. Sowohl

Aida Cruises als auch GTI müssen die eigenen

Betten füllen, und deren Zahl soll in den

nächsten Jahren weiter wachsen.

Schnäppchenschwemme

ist eingedämmt

Für die drei Konzerne, die zusammen rund

zwei Drittel des Veranstaltermarktes unter

sich aufteilen, waren eindrucksvolle Wachstumszahlen

im abgelaufenen Geschäftsjahr

nicht das große Thema. Vor allem bei TUI und

Thomas Cook standen statt dessen schmerzhafte

Kostensenkungsprogramme im Mittelpunkt.

Auf der Angebotsseite ging es vor allem

darum, die Marken wieder klarer zu positionieren.

Sowohl TUI als auch Thomas Cook ist

das mit ihren Hauptmarken gelungen – den einen

durch Qualitätsakzente und konsequente

Zielgruppenorientierung, den anderen durch

eine Sortimentsstraffung, die sich in günstigeren

Preisen niederschlug.

Als gemeinsamen Erfolg können die Top-

Veranstalter die Eindämmung der Schnäppchenflut

verbuchen. Der Anteil der Kurzfristangebote,

die zu Schleuderpreisen über

den Tisch gingen, konnte erheblich gesenkt

werden. Vorsichtiges Kapazitätsmanagement

und günstige Frühbucherpreise wirkten

zusammen. »Auch die Hoteliers haben eingesehen,

dass sie besser von vornherein günstige

Preise machen sollten als brach liegende Kapazitäten

am Ende billig zu verscherbeln«,

fasst Thomas-Cook-Vorstand Dr. Peter Fankhauser

zusammen.

Bei der Rewe Touristik, die die Krisenjahre

mit Abstand am besten meisterte, ist auch

zu Beginn des neuen Geschäftsjahres alles im

Lot. Nachdem Tjaereborg in der Sommersaison

patzte, weil das Preisbild nicht stimmte,

wurde der Termin für die Veröffentlichung der

Winterkataloge kurzerhand nach hinten verlegt,

um bei Bedarf nachkalkulieren zu können.

Richtig gut läuft es in der Frankfurter

Baustein-Abteilung. Dertour, Meier’s Weltreisen

und ADAC Reisen liegen kräftig im Plus

14 TRAVEL ONE 24.11.2004


und sind optimistisch, auch in diesem Jahr

von der Dollar-Baisse und dem Trend zu Fernreisen

zu profitieren.

Auf ein gutes Jahr kann auch Alltours-

Chef Willi Verhuven zurückblicken. Zwar

nimmt sich das Umsatzplus von 3,4 Prozent

nicht sehr üppig aus. Doch konnte Verhuvens

Unternehmen, dessen schlanke Strukturen

die beiden Marktriesen mit 1-2-Fly, Neckermann

Preisknüller und Bucher seit geraumer

Zeit nachahmen, auch in den vorangegangenen

Krisenjahren gegen den Trend wachsen.

Dass es inhabergeführte Unternehmen bei

Krisen bisweilen leichter fällt, auf Marktveränderungen

zu reagieren als Konzernen, zeigt

auch Öger Tours. Nach einem Umsatzplus

von 4,5 Prozent im Vorjahr konnten die Hamburger

diesmal sechs Prozent zulegen. »Bei

uns wird nach wie vor kurzfristig gebucht,

aber zum Katalogpreis«, sagt Firmenlenker

Vural Öger.

FTI-Chef Dietmar Gunz ist nach der erneuten

Übernahme des Unternehmens alten Prinzipien

treu geblieben: Er dreht vor allem in Zielgebieten

das große Rad, die bei anderen Großveranstaltern

wenig Beachtung finden: dazu

zählen Malta, Kalabrien und die Azoren, aber

auch Ziele wie Atlanta auf der Fernstrecke.

»Fast ohne Verluste« habe man das abgelaufene

TUI

Veranstalter-Marken:

TUI, 1-2-Fly, Discount Travel, Robinson, Airtours, Wolters, Hapag-Lloyd

Flug Einzelplatzverkauf

Umsatz 2003/04: 4,1 Mrd. €

Umsatz 2002/03: 4,0 Mrd. €

Veränderung: + 2,9%

Gästezahl 2003/04: 7,1 Mio.

Gästezahl 2003/04: 6,86 Mio.

Veränderung: + 3,4%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Erfolgreiche Qualitätspolitik, Eindämmung der Last-Minute-Flut

Erwartungen für 2004/05:

3% Umsatzwachstum

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Weitere Verbesserung der Auslastung und Reduzierung des Last-Minute-Anteils

durch ausgewogene Kapazitätspolitik. Wachstum margenstarker

Gebiete wie Kanaren und Ägypten

Kommentar:

Mit neuen Zielgruppenangeboten und der Verstärkung des Bausteinprogramms

greift TUI die Reservate von Dertour und FTI an

Schlecht gelaufen: Bei den Vollsortimentern unter den Top Ten waren die Kanarischen Inseln – hier

Lanzarote – im vergangenen Geschäftsjahr ein Flop

Geschäftsjahr abgeschlossen, sagt Gunz. Und

zum Winter liege FTI zweistellig im Plus – besonders

in den USA und Australien.

Für Last-Minute-König Karlheinz Kögel

war das vergangene Jahr nicht einfach –

schließlich hieß es landauf landab, es solle für

wichtige Ziele und Zeiten keine Kurzfristangebote

mehr geben. Doch mit Ausnahme der Kanaren,

wo Flugsitze knapp waren, konnte Kögel

genug ein- und verkaufen, um weiter zu

wachsen.

Auch bei den Studienreisen, die bis zum

Jahr 2003 mit schrumpfender Nachfrage zu

THOMAS COOK

Veranstalter-Marken:

Neckermann, Thomas Cook Reisen, Bucher, Aldiana, Condor Einzelplatzverkauf

Umsatz 2003/04: 2,93 Mrd. €

Umsatz 2002/03: 2,87 Mrd. €

Veränderung: + 1,8%

Gästezahl 2003/04: 5,55 Mio.

Gästezahl 2002/03: 5,21 Mio.

Veränderung: + 6,5%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Verzicht auf unrentable Umsatzchancen, Wachstum bei Neckermann,

Reduzierung des Last-Minute-Anteils, starker Anstieg des Einzelplatzverkaufs

bei Condor

Erwartungen für 2004/05:

Über dem erwarteten Marktwachstum von 3%

kämpfen hatten, geht es wieder bergauf.

Marktführer Studiosus konnte den Umsatz

immerhin um zwölf Prozent steigern. Die

Münchener gelangten ohne eine einzige betriebsbedingte

Entlassung durch die Talsohle,

wie Studiosus-Chef Peter-Mario Kubsch stolz

berichtet. Auch bei dem Studienreiseveranstalter

beschleunigte die Krise Veränderungen.

So soll im neuen Geschäftsjahr vor allem die

neu positionierte Marke Marco Polo, die nun

jung, flexibel und unternehmungslustig daherkommt,

dem Geschäft Impulse bringen.

Christian Schmicke

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Günstiges Preisbild durch fortgesetzte Sortimentsstraffung

Kommentar:

Die klare Positionierung der Hauptmarke Neckermann trägt Früchte

24.11.2004 TRAVEL ONE 15



PRODUKT Top Ten

REWE TOURISTIK

Veranstalter-Marken:

ITS, Jahn Reisen, Tjaereborg, LTU plus, Dertour, Meier’s Weltreisen,

ADAC Reisen

Umsatz 2003/04: 2,57 Mrd. €

Umsatz 2002/03: 2,39 Mrd. €

Veränderung: + 7,4%

Gästezahl 2003/04: keine Angaben

Gästezahl 2002/03: 4,35 Mio.

Veränderung: keine Angaben

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Starkes Umsatzwachstum der Bausteinmarken (+ 14% auf 1,18 Mrd. €),

solides Wachstum der Pauschalmarken (+3,5% auf 1,39 Mrd. €)

Erwartungen für 2004/05:

4% Umsatzwachstum bei Pauschalmarken, stärkeres Plus bei Bausteinveranstaltern

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Kapitalrendite geht vor Umsatzwachstum, Trend zur Individualisierung

stärkt das Bausteingeschäft

Kommentar:

Rewe setzt kontinuierlich und erfolgreich auf solides Handwerk

ÖGER

Veranstalter-Marken:

Öger Tours, ATT

Umsatz 2003/04: 639 Mio. €

Umsatz 2002/03: 602 Mio. €

Veränderung: + 6,2%

Gästezahl 2003/04: 1,3 Mio.

Gästezahl 2002/34: 1,2 Mio.

Veränderung: + 8,5%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Starke Nachfrage nach Türkeireisen, gutes Kataloggeschäft, günstigere

Preise als im Vorjahr

Erwartungen für 2004/05:

Umsatzwachstum von 4%, Teilnehmerplus von 6%

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Türkei bleibt gefragt, neue Reisekombinationen durch Einsatz von

Atlasjet im innertürkischen Verkehr

Kommentar:

Öger bleibt im Türkeigeschäft das Maß aller Dinge. In Nebenmärkten

wie Malta und Tunesien tut sich der Veranstalter schwerer

ALLTOURS

Veranstalter-Marken:

Alltours Flugreisen

Umsatz 2003/04: 1.036 Mio. €

Umsatz 2002/03: 1.002 Mio. €

Veränderung: + 3,4%

Gästezahl 2003/04: 1,45 Mio.

Gästezahl 2002/03: 1,37 Mio.

Veränderung: + 6,2%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Erhöhung des Qualitätsstandards der Produkte, ohne die Positionierung

als günstigster Anbieter aufzugeben

Erwartungen für 2004/05:

Buchungs- und Umsatzplus von 3,5%

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Erweiterung des Angebots im Deluxe- und Vier- bis Fünf-Sterne-Segment;

Positionierung des Club Alltoura in der gehobenen Mittelklasse

Kommentar:

Wenn der Vertrieb Alltours das »Preisgeheimnis« nicht verübelt, wird

der Veranstalter auf der Erfolgsspur bleiben

FTI

Veranstalter-Marken:

FTI, LAL Sprachreisen, Air-Maritime Seereisen, Drive FTI

Umsatz 2003/04: 546 Mio. €

Umsatz 2002/03: 546 Mio. €

Veränderung: keine

Gästezahl 2003/04: keine Angaben

Gästezahl 2002/03: 951.000

Veränderung: keine Angaben

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Nach enttäuschendem Winter im Sommer zweistellig zugelegt, der Vorjahresverlust

von 62 Mio. € konnte auf ein nahezu ausgeglichenes

Ergebnis reduziert werden

Erwartungen für 2004/05:

Zweistelliges Wachstum und schwarze Zahlen

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

FTI hat sich wieder als Alternative zu den übrigen Großveranstaltern

etabliert, in Europa, USA und Australien kommen neue Ziele hinzu

Kommentar:

FTI-Chef Gunz setzt weiter auf Ziele, die andere eher vernachlässigen

16 TRAVEL ONE 24.11.2004


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PRODUKT Top Ten

AIDA CRUISES

Veranstalter-Marken:

Aida Cruises

Umsatz 2003/04: 370 Mio. €

Umsatz 2002/03: 300 Mio. €

Veränderung: +23%

Gästezahl 2003/04: 211.000

Gästezahl 2002/03: 179.000

Veränderung: +18%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Optimierung der Kabinenstruktur, Auslastungssteigerung

Erwartungen für 2004/05:

Steigerung des Umsatzes und der Passagierzahl um mindestens 10%

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Aida Cruises rechnet mit einem jährlichen Wachstum des Marktes für

Seereisen von 10%. Damit will das Unternehmen Schritt halten. Das

Produkt wird weiterentwickelt und die Reisedauer flexibilisiert

Kommentar:

2005 wird ein erster Prüfstein für den geplanten Kapazitätsausbau

zum Ende des Jahrzehnts

GTI TRAVEL

Veranstalter-Marken:

GTI Travel

Umsatz 2003/04: 204 Mio. €

Umsatz 2002/03: 172 Mio. €

Veränderung: + 19%

Gästezahl 2003/04: 406.355

Gästezahl 2002/03: 360.000

Veränderung: + 13%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Anhaltende Nachfrage nach Reisen in die Türkei, Expansion der firmeneigenen

Riva Hotels und der Fluggesellschaft Sky Airlines

Erwartungen für 2004/05:

12% Zuwachs bei Umsatz und Teilnehmern

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Weiterer Ausbau der Riva Hotels und von Sky Airlines

Kommentar:

GTI Travel geht weiter offensiv in den deutschen Markt, um die

firmeneigenen Airline- und Hotelkapazitäten auszulasten

TRAVEL ONE 24.11.2004


L’TUR

Veranstalter-Marken:

L’Tur

Umsatz 2003/04: 350 Mio. €*

Umsatz 2002/03: 339 Mio. €

Veränderung: + 3%*

Gästezahl 2003/04: 746.000*

Gästezahl 2002/03: 742.000

Veränderung: + 0,5%*

* Kalenderjahr, Stand 17. November

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Sinkender Nur-Flug-Anteil, steigender Anteil an Pauschalreisen, schwaches

Kanaren-Geschäft wegen fehlender Flüge

Erwartungen für 2004/05:

Weiteres Wachstum parallel zum touristischen Gesamtmarkt

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Anpassung der Angebote an die Kundenbedürfnisse

Kommentar:

Die Zeiten, in denen der Last-Minute-Markt der übrigen touristischen

Entwicklung davonlief, sind vorbei. L’Tur hält auf hohem Niveau Schritt

STUDIOSUS

Veranstalter-Marken:

Studiosus, Marco Polo Reisen

Umsatz 2003/04: 190,3 Mio. €

Umsatz 2002/03: 169,8 Mio. €

Veränderung: + 12,1%

Gästezahl 2003/04: 86.000

Gästezahl 2002/03: 76.600

Veränderung: + 12,3%

Gründe für die Geschäftsentwicklung:

Wieder erstarkte Buchungsfreude, innovative Angebote und transparentes

Sicherheitsmanagement wirken sich positiv aus

Erwartungen für 2004/05:

Positive Buchungsentwicklung, verstärkter Trend zu Fernreisen und

osteuropäischen Zielen, allerdings abhängig von zahlreichen Einflüssen,

unter anderem von weltpolitischen Entwicklungen

Gründe für die erwartete Geschäftsentwicklung:

Die vergangenen Jahre deuteten die Trends bereits an

Kommentar:

Studiosus hat die Krise ohne betriebsbedingte Kündigungen bewältigt

24.11.2004 TRAVEL ONE

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PRODUKT Veranstalter

Elisabeth Schuckenböhmer ist ein abenteuerlustiger

Mensch. Die 56-Jährige ist fast

um den ganzen Erdball gereist und war in

Australien, Peru, Ägypten, Tunesien, Thailand,

China, Japan, Nepal, Namibia und Südafrika –

um nur ein paar Ziele zu nennen. Dabei interessiert

sich die Berlinerin für Aktivitäten aller

Art. So hat sie in einem Urlaub auch tauchen

gelernt. Das Besondere daran: Elisabeth

Schuckenböhmer sitzt im Rollstuhl.

Nachdem sie seit dem Alter von 28 Jahren

durch einen unverschuldeten Autounfall plötzlich

auf den Rollstuhl angewiesen ist, ordnet sie

ihr Leben neu. Sie beginnt ein Studium. Und

verwirklicht ihre Reisepläne.

Sie habe sich das beweisen

müssen – auch, um sich ein

Stück unabhängig zu machen,

erinnert sie sich heute im

Rückblick an die Anfangszeit

im Rollstuhl. So ist sie häufig

ohne Begleitung verreist,

etwa nach Amerika. »Da war

ich auf dem Trip: Das schaffe

ich auch alleine«, sagt sie.

Dabei ist das Reisen mit

Rolli nicht immer einfach.

Elisabeth

Schuckenböhmer reist

im Rollstuhl um die

ganze Welt

Mit Rollis

auf Reisen

Spezialanbieter ■ Kunden, die durch Behinderungen

eingeschränkt sind, brauchen auf (fast) kein Urlaubsziel zu

verzichten. Organisation und Vorbereitung ist alles.

Dinge, über die sich Fußgänger

keine Gedanken machen,

müssen im Detail geplant und

vorher abgefragt werden. Sind

die Türen im Hotel breit ge-

nug? Sind die Duschen befahrbar? Kommt man

mit dem Rollstuhl an den Swimming-Pool? Sind

Sehenswürdigkeiten zugänglich? Das sind nur

einige wenige Fragen, die Menschen im Rollstuhl

bei der Urlaubsplanung beschäftigen. »Es

gibt eben bauliche Situationen, da kommt man

als Rolli nicht weit«, weiß Schuckenböhmer.

Sie erinnert sich an Abu Dhabi und Dubai:

»Dort gibt es sehr hohe Bordsteine«, sagt sie.

Weil die Organisation viel Arbeit macht, man-

che Situationen mit Hilfe leichter zu bewältigen

sind und das Reisen mit Gleichgesinnten

manchmal einfach auch mehr Spaß macht, reist

die unternehmungslustige Frau nun schon seit

vielen Jahren mit Veranstaltern. Etwa mit Grabo-Tours,

einem Spezialisten, der weltweit

Gruppenreisen, Safaris und Kreuzfahrten für

Behinderte und Nichtbehinderte anbietet. »Wir

haben eine Wiederholerrate von 95 Prozent«,

sagt Inhaber Wolfgang Grabowski. Seine Kunden

sind kritisch. Doch wenn sie überzeugt

sind, dann kommen sie immer wieder. Auch

wenn die Reisen wie bei allen auf diese Klientel

spezialisierten Anbietern nicht zu Dumpingpreisen

zu haben sind.

Bei Grabo-Tours staffelt sich der Reisepreis

je nach benötigter Hilfe. Er gliedert sich in

Grundpreis, Schiebe- und Helferzuschlag.

»Kunden bezahlen nur die Hilfe, die sie auch

benötigen.« Elisabeth Schuckenböhmer etwa

ist ziemlich fit. »Ich brauche nur bei Treppenstufen

und steilen Strecken Hilfe«, sagt sie. An-

Planung ist wichtig: Wer mit Veranstaltern reist, spart sich viel Arbeit

dere dagegen müssen die meiste Zeit geschoben

werden. Das machen dann Helfer, häufig

junge Menschen, die kein Geld bekommen, dafür

aber die Reise nicht bezahlen müssen.

Manchmal entwickeln sich in der Gruppe enge

Bande: »Ich war schon fünf oder sechsmal

Trauzeuge und bin zwölffacher Patenonkel«,

sagt Grabowski und lacht.

Klar, dass die häufig ungewöhnlichen Rollstuhlreisen

die Gruppenteilnehmer zusammenschweißen.

Grabowski erinnert sich an den

20 TRAVEL ONE 24.11.2004


Trip auf den Machu Picchu, Perus meistbesuchte

Touristenattraktion auf rund 2.500 Metern

Höhe. Vor Ort engagierte er Indios, die mit

den Helfern die Rollstühle auf den Gipfel

schleppten. Oben angelangt, machten sich

Emotionen breit. Es habe Tränen gegeben, erinnert

er sich.

Auf Safari durch Afrika,

im Schiff auf dem Nil

»Wolfgang macht alles möglich, was möglich

ist«, sagt Elisabeth Schuckenböhmer über den

Chef des Spezialveranstalters. Vielleicht liegt das

auch an seiner persönlichen Geschichte. Denn

der Anlass, als Veranstalter tätig zu werden, war

sein acht Jahre älterer Bruder Peter. Dieser war

nach einem Autounfall querschnittsgelähmt. Zusammen

gingen sie auf Reisen, später gründeten

sie einen Veranstalter. Vor fünf Jahren ist Wolfgang

Grabowski dann ausgeschert. »Ich hatte

neue, extremere Ideen«, sagt er. Deshalb gründet

er Grabo-Tours. Seine Spezialität: »Safaris aller

Art«, sagt er. »Wolfgang lässt eben so lange

nicht locker, bis er das hat, was er will«, sagt Elisabeth

Schuckenböhmer über das Naturell Grabowskis.

Deshalb zählt die Berlinerin mittlerweile

zu seinen Stammkunden. Ihr persönliches

Highlight: Eine Safaritour durch Afrika, »meine

supertollste Reise«. Auch an die Nilkreuzfahrt

FACTS

Grabowski (li.) vermittelt Abenteuer-Trips:

»Jedes Jahr ein neues Land«

erinnert sie sich gerne. Denn auch Flussschiffe

verfügen teilweise über spezielle Rolli-Kabinen.

Wer sich welche Reise zutraut, hängt neben der

Abenteuerlust auch mit dem Grad der Behinderung

zusammen. Die erfahrene Weltenbummlerin

rät, mit einer Badereise anzufangen. Gut

könne man als Rollstuhlfahrer auch in allen nordischen

Ländern, England, den USA und Südafrika

reisen, empfiehlt sie.

Reisebüromitarbeiter können auf das mittlerweile

beachtliche Angebot von Spezialanbietern

verweisen. Doch auch TUI stellt jährlich

einen Katalog mit Angeboten für behinderte

Menschen zusammen. In diesem Arbeitsexemplar

für Reisebüros finden Kunden neben Zielen

rund ums Mittelmeer auch eine große Auswahl

an Fernreisen.

Möglich ist übrigens fast alles. Das nächste

Ziel von Elisabeth Schuckenböhmer: »Im Frühjahr

fahre ich nach Kenia.« Tanja Ronge

■ Veranstalter: Grabo-Tours Reisen in Ohmbach, Infos unter www.grabo-tours.de, Provision

verhandelbar, E-Mail: info@grabo-tours.de; Holtappels-Reisen in Alfter, europaweite Reisen,

acht Prozent Provision, Tel. 0228-64 24 02, E-Mail: rollitours@aol.com; Mare Nostrum

in Stuttgart, Tel. 0711-2 85 82 00, E-Mail: info@mare-nostrum.de, Internet: www.mare-nos

trum.de; Procap Reisen, Reisebüro des Schweizerischen Invaliden-Verbands, vor allem Reisen

in Europa, Individual- und Gruppenreisen, Katalog unter Tel. 0041-6 22 06 88 30 oder per E-

Mail: reisen@procap.ch, Internet: www.procap-reisen.ch, Provision verhandelbar; bei TUI gibt

es einen jährlich erscheinenden Sonderkatalog für Reisebüros »Zusatzinfos für Behinderte und

ihre Begleiter« mit Angeboten in 32 Ländern auf 45 Seiten, für nächstes Jahr stehen die Angebote

erstmals auf der Infoseite für Agenturen unter www.tui-newsnet.de

■ Mobil am Flughafen: Die kostenlose Broschüre »Informationen für behinderte Fluggäste«

der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Verkehrsflughäfen (ADV) können Interessierte bestellen unter

Tel. 030-3 10 11 80 oder im Internet unter www.adv-net.org

■ Deutsche Bahn: www.bahn.de/pv/view/service/handicap/service_behinderte.shtml;

viele nützliche Reise- und sonstige Tipps auch unter www.bahn.de/pv/view/service/

handicap/handicap_info.shtml

■ Fernsehtipp: Sendereihe »Grenzenlos«, Ausstrahlung alle zwei Monate am dritten Samstag

im Deutschen Sportfernsehen, nächster Termin: 15. Januar, Infos im Internet unter www.reisemagazin-grenzenlos.de

■ Nachschlagewerke: Yvo Escales/Handicapped-Reisen Deutschland, Ausgabe 2005: Hotels

und Unterkünfte für Rollstuhlfahrer und Menschen mit Behinderung, Rollstuhlgerechte Hotels,

Pensionen, Apartements, Bauernhöfe, Ferienhäuser, Ferienwohnungen sowie Yvo

Escales/Handicapped-Reisen, Band 2, Ausland: Infos über behindertengeeignete Unterkünfte

in 45 Ländern; präzise Angaben über stufenlose Eingänge, Türen und rollstuhlgerechte Badezimmer

mit befahrbaren Duschen und andere Behindertenhilfsmittel

■ Seminar: Von November dieses Jahres bis April 2005 gibt es eintägige Seminare mit Informationen

zu touristischen Angeboten für ältere und behinderte Reisende in ganz Deutschland;

Kosten: 30 Euro inklusive aller Schulungsunterlagen mit Fakten, Checklisten und Adressen, Infos

zu »Gastfreundschaft für Alle!« am Telefon bei der Nationalen Koordinationsstelle Tourismus

für Alle e.V., Tel. 06131-21 48 48, E-Mail: info@natko.de

24.11.2004 TRAVEL ONE 21



PRODUKT Veranstalter

Im nächsten Jahr sollen 100.000 FTI-Gäste Kalabrien besuchen

FTI setzt auf

Kalabrien

Sommer ■ Die Münchener drücken den Verlust

im abgelaufenen Geschäftsjahr nahezu auf Null.

Die Wende scheint Dietmar

Gunz geschafft zu haben.

Mit einem Umsatz von 546

Millionen Euro hat FTI den Vorjahresumsatz

halten können.

»Nach einem enttäuschenden

Winter haben wir unsere Buchungszahlen

für den Sommer

gegenüber dem Vorjahr zweistellig

steigern können«, erklärt Gunz.

Erfreulich sei vor allem, dass sich

FTI wieder auf einem profitablen

Wachstumskurs befinde. Es sei gelungen,

den Verlust von 62 Millionen

aus dem Vorjahr auf ein nahezu

ausgeglichenes Ergebnis zu

drücken.

»Wir haben es geschafft, FTI

erneut dort zu positionieren, wo

wir bereits einmal waren: als die

ernstzunehmende Alternative zu

den drei großen deutschen Veran-

staltern«, sieht sich Gunz in seinem

Kurs bestätigt.

Um den eingeschlagenen

Weg erfolgreich fortzusetzen,

kündigt Gunz für das nächste

Jahr eine Preisoffensive an: Interessant

dabei ist, dass er noch vor

einem Jahr vom »reinen Preisvergleich«

weg wollte. Das ist offenbar

Schnee von gestern. Die 20

neuen Kataloge sollen nun die

Antwort geben, »wie sich auch in

Zeiten knapper Budgets eine Urlaubsreise

bestreiten lässt«.

Programmschwerpunkt und

mit großen Erwartungen verbunden

ist das Zielgebiet Kalabrien.

Für Süditalien prognostiziert

Gunz für den nächsten Sommer

100.000 Gäste. Dreh- und Angelpunkt

soll das Hotel Garden Resort

Calabria sein, das im Mai er-

öffnet wird. Mit 600 Zimmern

und Suiten, die über 1.440 Betten

verfügen, werde es das größte

Ganzjahres-Resort auf dem Stiefel.

Mit der Konzentration auf Kalabrien

verfolgt Gunz die gleiche

Strategie wie in seinen Anfangsjahren,

als der Aufstieg von FTI

eng mit Malta verbunden war.

Der Zielflughafen Lamezia Terme

wird im Sommer von Deutschland

aus täglich angeflogen, insgesamt

von zwölf Flughäfen aus.

Auf dem Peleponnes in Griechenland

haben die Münchener

die Region um den Ort Tolon ins

FACTS

Die FTI-Story

Programm genommen. Da Tolon

anlässlich der Olympischen Spiele

eine neue Verkehrsanbindung

zum Athener Flughafen erhalten

hat, sieht Gunz dort großes Potenzial.

Als neues Flugziel hat

auch das kroatische Zadar Eingang

in den Katalog gefunden.

Das USA-Programm ist auf

400 Seiten gewachsen. Mit einem

eigenen 80-seitigen Katalog

verfügt FTI über das nach eigenen

Angaben umfangreichste Hawaii-Angebot

auf dem deutschen

Markt. »Highlight of the year«

sind 2005 anlässlich ihres 50. Geburtstages

die Disney

Resorts und

Parks. GroßeErwartungen

hegt

Gunz auch

für Australien:

»Die

zweistelligenZuwachsraten

für Down-

Gunz: »Sind auf einem

profitablen Kurs«

under stellen alles in den Schatten,

was wir bislang kennen.«

Auch bei FTI steht in diesem

Jahr ein Jubiläum ins Haus. Der

Sprachreisenveranstalter LAL

Sprachreisen legt zum 25. Geburtstag

seinen umfangreichsten

Katalog vor. Zur Wahl stehen 72

Sprachschulen in 18 Ländern, davon

vier eigene Schulen.

Wolfram Marx

■ 1980 Gründung des Sprachreisenveranstalters LAL Sprachreisen

■ 1983 Gründung der Frosch Touristik

■ 1989 Übernahme von CA Ferntouristik

■ 1991 Gründung der UK Touristik

■ 1995 Übernahme von Air Maritime

■ 1996 Einführung der Dachmarke FTI

■ 1996 Exklusiver Vertriebspartner für Club Valtur

■ 1998 Start von 5 vor Flug

■ 1998 Airtours beteiligt sich an FTI

■ 1999 Start von Drive FTI

■ 2000 Airtours kauft FTI, Dietmar Gunz scheidet aus

■ 2002 Umbenennung von Airtours in MyTravel

■ 2003 Dietmar Gunz kauft FTI zurück

22 TRAVEL ONE 24.11.2004


für ihre Geschäfts- und Urlaubsreisen

fliegt tunisair von 22 Flughäfen in

Deutschland zu 5 Flughäfen in Tunesien

40 Jahre zu Ihren Diensten

auf dem deutschen Markt



PRODUKT Mix

MOMENT MAL…

Trendsetter

Touristik

Der Kampf ist verloren. Das

Wortungeheuer »inkludierte

Leistungen« zieht unbeirrt seine

Bahnen. Virenartig hat sich

das offiziös daherkommende

Denglisch-Salbader aus den

Presse- und PR-Abteilungen

der Touristik über die Reiseteile

von Zeitungen und Zeitschriften

in Richtung Umgangssprache

geschlichen.

Vermutlich ist es nur eine Frage

der Zeit, bis die erste Frittenbude

Pommes mit inkludierter

Mayo und das Hähnchen

mit inkludierten Knochen

anbietet. So wird man

zum Trendsetter.

Glücklicherweise wird

nicht jeder Branchenjargon mit

gleicher Hartnäckigkeit nachgeplappert.

Manche Monstren

bleiben der Allgemeinheit

wegen ihrer eingeschränkten

Verwendbarkeit erspart. So ist

mir jedenfalls kein Fall bekannt,

in dem einer unserer

Touristikkonzerne Urlaubern

empfohlen hätte,

sie sollten in einem

der »kontrollierten

Betten in Volumenzielgebieten«

übernachten.

Oder?

Christian Schmicke

stellv. Chefredakteur

c.schmicke@travel-one.net

Angeln für die ganze Familie ist neu im Programm

»Familienfischen« mit 1-2-Fly

Kataloge ■ Mit Polen, der Slowakei

und der Schweiz hat 1-2-

Fly drei neue Zielgebiete für die

Sommersaison aufgenommen,

alle drei im Eigenanreise-Programm.

Insgesamt bietet die TUI-

Tochter in fünf Katalogen 1.328

Unterkünfte an.

Das Italienprogramm wird

um die Inseln Sizilien, Sardinien

und Elba erweitert. Auf Sizilien

können die Gäste aus sieben Ferienanlagen

oder einer achttägi-

UPDATES

■ Von Mai bis September fliegt

Germanwings ins oberitalienische

Verona. Weitere neue Sommerziele

sind Helsinki und Athen.

■ Die neu gegründete Fluggesellschaft

Atlantic Express plant

nach US-Medienberichten von August

2005 an Flüge von New York

nach Deutschland, Großbritannien

und in die Niederlande. An der

Spitze der Airline steht der frühere

Opodo-Chef David Spurlock.

■ Eine Reise durch den sibirischen

Winter bietet Norden Tours zwischen

dem 25. Fenruar und 10.

März. Die Reise mit einem regulären

Zug startet in Moskau. Erste

Station ist Tjumen, von dort geht

es weiter nach Irkutsk. Dort steht

ein Jeep-Ausflug über den zugefrorenen

Baikalsee auf dem Programm.

■ Kempinski hat das Kempinski

Resort Saint John auf Mykonos

gen Mietwagenrundreise wählen.

In Österreich feiert das Produkt

»Familiy Adventure« Premiere:

in der Flachau wird Aquatraining,

Inline-Skating und »Familien-Fischen«

angeboten.

Erstmals im Flugprogramm

sind die griechische Insel Santorin

und in Ägypten der Zielflughafen

Marsa Alam am Roten

Meer. Hier findet sich auch einer

der zwei neuen 1-2-Fly Fun

Clubs, der zweite ist das »Belek

übernommen. Das Haus verfügt

über 145 Zimmer und Suiten, drei

Privatvillen sowie drei Restaurants.

■ Innatoura hat eine Wanderreise

durch Masuren in den neuen Katalog

aufgenommen. Ebenfalls neu

im Angebot ist eine Kombinationsreise

nach St. Petersburg mit anschließender

Radtour durch Estland.

■ Novasol stellt Kunden in Südeuropa

im Rahmen von »Camp de

Beach Resort« in Kemer. Mit La

Palma hat 1-2-Fly nun fünf Kanaren-Inseln

im Angebot und die

andalusische Costa Huelva ergänzt

das Festland-Portfolio der

Hannoveraner.

Ralf Horter, Sprecher der Geschäftsführung,

verspricht für

den Sommer stabile Preise. Einige

Ziele wie die Kanarischen Inseln

und die Dominikanische Republik

sind um vier Prozent günstiger

als 2003. Das »Früh-Jahrs-

Sparen« gilt nun für 125 Häuser.

www.1-2-fly.com

■ »Reisen mit Stil, Charme und

Muße« heißt das neue Produkt

von Lernidee Erlebnisreisen. Die

Gruppenreisen für maximal 22 Teilnehmer

führen in die Danziger

Bucht, das Baltikum und durch

Norwegens Fjordlandschaft. Zum

Angebot gehören unter anderem

die Übernachtung in First-Class-

Hotels und Gepäckträgerservice.

Luxe« Zelte,Wohnmobile und Bungalows

zur Verfügung. Im Zuge der

neuen Sonnenscheingarantie können

Gäste den Campingplatz bei

schlechtem Wetter ohne Extra-Gebühren

wechseln.

■ Rückenwind Reisen hat den

neuen Katalog mit den Seychellen

um ein exotisches Ziel ergänzt. Geradelt

wird auf den Inseln Praslin

und La Digue. In der Provence können

die Gäste die »grüne Provence«

erfahren. Der Elbe-Radweg

wurde bis Magdeburg erweitert.

24 TRAVEL ONE 24.11.2004

Foto: Lanxx


Service

belohnt

Royal Brunei ■ Michael Svedek,

Area Manager Germany und

Kontinental Europa, ist zufrieden:

»Die Auslastung zwischen

Frankfurt und Bangkok ist so gut,

dass sogar ein fünfter wöchentlicher

Flug zu rechtfertigen

wäre.« Im Interesse von Ferienfliegern

sei der Mittwochflug bereits

auf Samstag verlegt worden.

Im Dezember wird die Umgestaltung

der Business Class mit »Lie-

Flat«-Sitzen abgeschlossen sein.

Unter anderem die neuen Sitze

haben der Airline einen vierten

Stern bei der Bewertung durch

Skytrax eingebracht. »Dies ist

eine Bestätigung, dass unsere Verbesserungen

mit der SkyLounge

und den flachen Schlafsitzen von

unseren Fluggästen anerkannt

werden«, so Svedek.

www.royal-brunei.de

Eurobike radelt weltweit

Aktivurlaub ■ Der Kleinstaat

Bhutan am Himalaya ist neues

Ziel für die Radreisespezialisten

von Eurobike. Die elftägige Tour

mit maximal neun Teilnehmern

führt über Pässe auf bis zu 3.400

Metern Höhe, wobei die Radfahrer

immer von einem Allradfahrzeug

begleitet werden.

Wer’s bodenständiger mag,

für den haben die Österreicher

die Touren in Europa stark erweitert.

Im Baltikum, Polen,

Neu: Inselhüpfen mit

dem Drahtesel

24.11.2004 TRAVEL ONE

All-inclusive in Deutschland

Center Parcs ■ Der Ferienparkbetreiber

geht mit einigen Neuerungen

in die Saison 2005. Im

neuen Sea-Spirit-Park Butjadinger

Küste bei Bremerhaven kann erstmals

ein All-inclusive-Paket gebucht

werden. Das gleiche gilt für

Center Parcs erstmals mit eigenem TUI-Katalog

Tschechien und Ungarn können

die Gäste aus diversen neuen

Routen auswählen. An der griechischen

und türkischen Ägäisküste

sowie in Kroatien besteht

die Möglichkeit des Inselhüpfens

mit dem Drahtesel. Ganz neu ist

eine Wein- und Wellnesstour von

Bad Dürkheim entlang der deutschen

Weinstraße und durchs Elsass

bis nach Straßburg. Ebenfalls

nach Straßburg führt der neue

Rhein-Neckar-Rundkurs mit Start

in Heidelberg.

Rund um Salzburg kann der

Mozart-Radweg erkundet werden

und die spanische Costa de la

Luz taucht erstmals auf der europäischen

Radwanderkarte auf. In

der Schweiz können die Radler

unter dem Motto »Veloland

Schweiz« aus neun Fernrouten

mit insgesamt 3.300 Kilometern

wählen.

www.eurobike.at

den Free-Life Park Heilbachsee in

der Eifel. Hier gibt es All-inclusive

jedoch nur im Sommer.

Deutschland-Chef Oliver Papavlassopoulos

will damit vor allem

Familien ansprechen. Der

Anteil der Familien mit Kindern

ist in den vergangenen

zwei Jahren

von 73 Prozent auf

63 Prozent zurückgegangen.

Neues

auch im Park Bispinger

Heide: Hier

sind neben den

Standardaufenthalten

an Wochenende

oder Wochenmitte

künftig auch

Aufenthalte von

Donnerstag bis

Sonntag und von

Donnerstag bis

Montag möglich.

Papavlassopoulos

reagiert auch

Papavlassopoulos: Rund 40 Prozent

der Buchungen über Reisebüros

Die Riva-Hotels

gehen schwimmen!

auf die Kritik aus dem Vertrieb

und kündigt eine Abkehr von der

Last-Minute-Vermarktung an. »Es

ist unser Ziel, enger mit den Reisebüros

zusammenzuarbeiten.«

Erstmals hat Center Parcs dafür

auch bei der TUI einen eigenen

Katalog. Bei den Vertriebspartnern

Dertour und Neckermann

sind die Anlagen nun auch in den

Themen- und Destinationskatalogen

vertreten.

www.centerparcs.de

Wir verwöhnen Ihre Kunden auf

unseren schwimmenden 5-Sterne

Hotels, während 5000 Jahre

Geschichte an ihnen vorbeiziehen. www.rivahotels.de



SPEZIAL Kreuzfahrten/Fähren

Ein Reisebüro

sticht in See

Vertrieb ■ Mit pfiffigen Ideen versuchen Agenturen ihren

Kunden Kreuzfahrten schmackhaft zu machen und die noch

immer vielen Vorurteile abzubauen. Zwei Beispiele.

Fischbrötchen kann Stefanie Lenz erst mal

nicht mehr sehen. »An sich esse ich gerne

Fisch«, sagt sie. Doch in wenigen

Stunden 180 Brötchen zu halbieren, zu

schmieren und zu belegen – das ist auch für

die Tochter eines Seemanns zu viel. Aber: Der

Einsatz hat sich gelohnt. »Alle waren begeistert«,

erzählt die junge Frau stolz. Und dies

nicht nur von den leckeren Stullen, sondern

von der gesamten Aktion. Stefanie Lenz, Expedientin

von der Holiday-Land-Agentur »Der

Reiseladen Bergen«, und ihre Kollegen brachten

ihre Kunden mit einer ungewöhnlichen

Idee auf den Geschmack einer Kreuzfahrt: Sie

mieteten einen Kutter und schipperten um die

Insel Vilm vor Rügen.

Fischkutter ersetzt

Kreuzfahrtschiff

»Die meisten Leute haben gegenüber Kreuzfahrten

viele Vorurteile«, weiß Lenz. Wie alle

Agenturen steht das Rügener Reisebüro vor

dem Dilemma, dass das Wissen um Schiffsreisen

noch immer gering ist. Zu teuer, zu langweilig,

zu steif – mit diesen Argumenten wird

der Counter regelmäßig konfrontiert. Doch

wie die Kunden vom Gegenteil überzeugen?

Eine Frage, die so manches Reisebüro mit pfiffigen

Ideen beantwortet. Das Credo: Nicht

nur Kataloge blättern und von Schiffen erzählen,

sondern Mehrwert bieten. Zum Beispiel

eine »Schnupperkreuzfahrt« vor Rügen.

Als sich Stefanie Lenz, Kreuzfahrtspezialistin

im »Reiseladen«, überlegt, wie sie ihre

Kunden mehr für Reisen auf dem Wasser begeistern

kann, kommt ihr der Gedanke, die

geografischen, geradezu idealen Gegebenheiten

des Standorts auszunutzen und eine kleine

Kreuzfahrt vor der Ostsee-Insel zu organisieren.

Sie heuert ihren Vater an, der Schiffsausflüge

zur vorgelagerten Insel Vilm anbietet,

und rührt dann unter den Rügenern kräftig die

Werbetrommel.

Bei »schönstem Kreuzfahrtwetter«, so Büroleiterin

Cornelia Klemm, sticht die »Sebastian«

in See. 80 Gäste befinden sich an Bord.

»Mit solch einer guten Resonanz haben wir

überhaupt nicht gerechnet«, räumt Lenz ein.

In den folgenden drei Stunden genießen die

Passagiere eine schöne Rundfahrt. Gleichzeitig

werden sie mit viel Know-how über das

Produkt Kreuzfahrt versorgt. Unter Deck hält

das Reiseladen-Team einen Diavortrag, verrät,

was sich hinter Namen wie Aida und MSC

verbirgt, und gibt Auskunft über die verschiedenen

Routen auf Flüssen und Meeren. Und

viele Gäste nutzen die Gelegenheit, sich auszutauschen,

Kreuzfahrt-Liebhaber geben ihre

26 TRAVEL ONE 24.11.2004


Stefanie Lenz:

Praxis statt Theorie

24.11.2004 TRAVEL ONE

Erfahrungen an Laien

weiter.

»Die Zeit ist wie

im Flug vergangen«,

erzählt Lenz. Wie sich

die Aktion auf die Buchungenniederschlagen

wird, kann sie

noch nicht abschätzen.

Sie ist sich aber sicher:

Interesse wurde

auf jeden Fall geweckt.

Ortswechsel.

Mannheim. Im Mer-

cure Hotel der Stadt findet an diesem Wochenende

eine Kreuzfahrtmesse statt. 13 Anbieter

von Schiffsreisen stellen sich vor – auf

Einladung von zwölf Reisebüros. Die TUI Reise-Center,

First Reisebüros und Hapag-Lloyd-

Agenturen aus Nordbaden haben sich zusammengetan,

um ihren Kunden das Thema

Hochsee- und Flusskreuzfahrten näher zu

bringen.

Geballte Infos: Messe

mit vielen Vorträgen

Es ist die erste Messe dieser Art in Mannheim.

Doch nicht die erste derartige Veranstaltung in

Deutschland. »Die Idee ist von ein paar Jahren

in Stuttgart und München entstanden«, erklärt

Kristin Brüggemann, die bei der Vertriebssteuerung

von TUI Leisure Travel das

Kreuzfahrtgeschäft koordiniert. Damals hoben

die TUI-Reisebüros der beiden süddeutschen

Städte Kreuzfahrtmessen für Endverbraucher

aus der Taufe. Sie erhielten so großen Zuspruch,

dass das Mutterhaus in Hannover hellhörig

wurde und die Idee aufgriff: In diesem

Jahr fanden die Messen erstmals bundesweit

statt.

Zwischen September und Mitte November

luden in elf Städten Agenturen zu einer

solchen Veranstaltung ein. Die Bilanz: Zwischen

1.000 und 1.200 Besucher pro Messe.

»In Hamburg kamen sogar 2.500«, erzählt

Brüggemann und ergänzt, »wir waren positiv

überrascht.«

Den Abschluss bildet Mannheim. Acht

Stunden lang präsentieren die Partner ihre

Produkte: Sie haben Stände aufgebaut, an denen

sich die Besucher mit Broschüren versorgen

können und halten abwechselnd Vorträge.

Zwei Beispiele: Über Touren in die Antarktis

spricht ein Vertreter von Hapag-Lloyd-

Kreuzfahrten, und ein Arosa-Repräsentant erzählt

über Reisen auf Europas Flüssen.

»Wir wollen Stammkunden und Neukunden

eine Plattform bieten, sich umfassend zu

informieren«, unterstreicht die TUI-Fachfrau.

Und die beteiligten Reisebüros sehen das Ganze

als Chance, ihren Kreuzfahrt-Umsatz zu

steigern. Auch sie sind mit Ständen auf der

Messe vertreten. Und die Mitarbeiter haben

die Möglichkeit, leicht mit ihren Kunden ins

Gespräch zu kommen: Fischbrötchen muss

hier zwar niemand belegen, doch helfen auch

sie bei der Organisation eifrig mit und sitzen

an der Eintrittskasse und der Garderobe.

Petra Hirschel

www.reiseladen-bergen.de

www.tui.com

Seeluft schnuppern vor Rügen: Die Kunden erfahren, was sich hinter einer Kreuzfahrt verbirgt



SPEZIAL Kreuzfahrten/Fähren

Kapitän Manfred Mertens

fürchtet die heimtückische

Jungfrau nicht. Während

die zwei Männer vor der Brücke

wie gebannt zu ihr hochsehen,

bleibt er gelassen. Konzentriert

steuert er die »Viking Britannia«

um den mächtigen Felsen, der

steil aus dem Wasser

ragt. Es kümmert

ihn kein bisschen,

dass dort

oben die schöne

Loreley sitzen

soll, die mit ihrem

Gesang vorbeifahrende

Schiffer ins

Verderben locken

will.

»Es gibt heute

keine heiklen Stellen

mehr im

Rhein«, sagt der

Kapitän nüchtern. Die beiden

Männer indes lehnen an der Reling.

Ihre Augen suchen den Fluss

nach den gefährlichen Wirbelströmungen

ab, die einst zahlreiche

Schiffe sinken ließen. Dann wen-

Guido Laukamp: Viele

kulturhistorisch

interessante Städte

Nutzen Sie die einmalige Möglichkeit zu einer Kreuzfahrt mit

unserer Carnival Destiny ab/bis Aruba (Abfahrt immer freitags).

Hotel-Aufenthalt im Divi oder Tamarijn Aruba All Inclusive ist

variabel als Vor- oder Nachprogramm buchbar.

Weitere Informationen erhalten Sie bei:

Carnival Cruise Lines, Tel.: (089) 51 703-130, Fax: (089) 51 703-160,

Email: infoccl@inter-connect-marketing.de

www.carnivalcruiselines.de

Im Bann der

schönen Loreley

Flusskreuzfahrt ■ Reisen auf dem Rhein erfreuen sich steigender

Beliebtheit. Deshalb bauen die Anbieter das Produkt aus.

den sich die zwei wieder der Loreley

zu, der mythischen, aber weit

faszinierenderen Erklärung für das

Unglück vieler Bootsleute.

Das Kreuzfahrtschiff gleitet an

dem 132 Meter hohen Felsen vorbei,

weiter durch das enge Tal. Die

meisten Passagiere sitzen an Deck.

Sie genießen den Rundumblick

auf eine der berühmtesten Landschaften

Deutschlands. »Vater

Rhein« zeigt sich zwischen Bingen

und Koblenz von seiner reizvollsten

Seite. Gemächlich schlängelt

er sich durch das Rheinische

Schiefergebirge.

Die Zahl der Schiffe

wächst weiter

Die Schönheit dieses legendenumwobenen

Landstriches lockt jährlich

Millionen Besucher aus dem

In- und Ausland an. Und viele von

ihnen entscheiden sich, von einem

Kreuzfahrtschiff aus die Region

kennenzulernen. Der Rhein

ist neben der Donau das europä-

Mehr Meer erleben!

Aruba Traumpaket

SUPERPREISE

9 Nächtepaket

schon ab

€1.499,–

ische Top-Ziel für Flussreisende.

Kein Wunder also, dass mit steigender

Beliebtheit des Produktes

Kreuzfahrt auch auf der größten

Wasserstraße Deutschlands die

Zahl der Schiffe stetig zunimmt.

Transocean Tours etwa stockte

dieses Jahr das Angebot auf und

nahm mit der »Swiss Corona« ein

weiteres Schiff unter Vollcharter.

Die Reederei Peter Deilmann, diese

Saison mit der »Heidelberg« auf

dem Rhein vertreten, verstärkt

2005 ihr Engagement und holt die

»Casanova« vom Po nach

Deutschland. Viking Flusskreuzfahrten

– das Unternehmen übernahm

im Jahr 2000 KD Deutsche

Flusskreuzfahrten und hat derzeit

sechs Schiffe auf dem Rhein –

stellt im März die »Viking Sun« in

den Dienst. Sie wird vorläufig

allerdings ausschließlich in den

USA vermarktet. Und Victoria

Cruises, bislang nur Anbieter von

Jangtse-Touren, denkt laut über einen

Einstieg nach. James Pi, Präsident

des Unternehmens, gibt unumwunden

zu, dass sein Herz am

Rhein hängt. Schließlich unternahm

der Amerikaner die erste

Flusskreuzfahrt seines Lebens auf

dem Strom.

Überhaupt ist das Produkt bei

Ausländern sehr beliebt. Die

Mehrheit der Kunden von Viking

und Sea Cloud Cruises etwa

stammt nicht aus Deutschland.

Aber der Zuspruch hierzulande

steigt – auch wenn viele noch immer

nicht wissen, dass sie »ihren«

Fluss auf einer mehrtägigen Urlaubsreise

kennenlernen können.

Marktführer Viking etwa zählte

dieses Jahr 8.250 deutsche Passagiere

an Bord der drei hierzulande

vermarkteten Schiffe.


FACTS

Der Rhein in den Katalogen

Rhein-Kreuzfahrten gibt es in verschiedenen Variationen. Häufig werden

sie mit Abstechern auf Mosel, Main und Neckar verbunden oder

mit Reisen auf der Donau kombiniert.

■ Deilmann: »Heidelberg«, »Casanova«, Vertrieb auch über Thomas

Cook Reisen.

■ Sea Cloud Cruises: »River Cloud«; Themenreisen: »125 Jahre

Steinway«, »In vino veritas«, »Weine, Winzer, Sonnelagen«; Vertrieb

auch über Airtours, Dertour und Thomas Cook Reisen.

■ Viking Flusskreuzfahrten: »Viking Britannia«, »Viking Deutschland«,

»Viking Eurodiamond«; im Juni 2005 erstmals verbunden mit

Neckar bis Bad Wimpfen; Vertrieb über auch Dertour, Air Maritime,

Thomas Cook Reisen, Viva Mare.

■ Weitere Schiffe: »Rügen«,Vertrieb über Air Maritime, Nicko Tours;

»Swiss Corona«, »Swiss Crown«, Vertrieb über Transocean Tours; u.a.

Die »Viking Britannia« schippert

an malerischen Orten vorbei. Eine

Gruppe Senioren lässt das Panorama

auf sich wirken. Das deutsche

Publikum auf dem Fluss ist älter

als in weiter entfernten Destinationen,

weiß Guido Laukamp, als

Vice President von Viking für Marketing

und Vertrieb in Europa verantwortlich.

Und Konstantin Bissias,

Marketing- und Vertriebschef

bei Sea Cloud Cruises und somit

für die seit 1996 auf dem Rhein

fahrende »River Cloud« zuständig,

betont: »Es handelt sich um eine

Zielgruppe, die meist keine Auslandsreisen

mehr macht.« Das

Durchschittsalter liege über dem

von Busreisenden. Die Kunden, so

24.11.2004 TRAVEL ONE

der einhellige Tenor, schätzen die

kurze Anreise, das gewohnte Klima

und die vertraute Kultur. Plus

den Komfort, nicht täglich den

Koffer packen zu müssen, sprich

Hotelzimmer und Restaurant immer

dabei zu haben. Und natürlich

die Umgebung.

Der Rhein auch

als Winterziel

»Viele kulturhistorisch interessante

Städte«, so Laukamp, reihen

sich entlang des Rheins aneinander.

Häufig beginnen die Kreuzfahrten

in Amsterdam und enden

in Basel, dazwischen legen die

Schiffe etwa in Köln, Mainz oder

Straßburg an. Für die Weihnachtsmärkte

dieser Städte versucht Viking

jetzt auch Kreuzfahrt-Kunden

zu begeistern. Während die Konkurrenz

die Schiffe in den Winterschlaf

schickt, wagt die Reederei

dieses Jahr erstmals, den Rhein

auch in der kalten Jahreszeit zu

vermarkten. »Wir verzeichnen ein

starkes Interesse«, sagt Laukamp.

Auch Silvester können seine Gäste

in romantischer Umgebung verbringen.

Weiter flussaufwärts. Die Passagiere

schenken ihre Aufmerksamkeit

erneut einer Frau. Die

Germania steht weit sichtbar über

dem Rhein. Das als Niederwalddenkmal

bekannte Standbild erinnert

an die Einigung Deutschlands

im Jahr 1871.

Kapitän Mertens blickt unterdessen

auf das darunter liegende

Städtchen. Er steuert das Schiff auf

Rüdesheim zu. In dem touristischen

Weinort gehen die Passagiere

von Bord. Sie strömen in die

berühmte Drosselgasse, lassen

sich in den gemütlichen Gasthäusern

nieder, trinken ein Glas des

bekannten Rheingauer Weins –

und stoßen auf Loreley mit dem

goldenen Haar an.

Petra Hirschel

Träume

werden

wahr!

Herzlich Willkommen

auf den schönsten

Schiffen der Welt!

Die neuen

Sommerkataloge 2005

sind da!

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SPEZIAL Kreuzfahrten/Fähren

David Finnegan, Deutschland-Repräsentant

von Hoverspeed,

bringt die Stimmungslage

im Englandverkehr

auf den Punkt. »Bei der Fracht

sind alle am Jubeln,

aber das

Passage-Geschäft

ist nicht berauschend«,

weiß er.

Mit dem Ergebnis

der Schnellfähren

von Hoverspeed,

die ausschließlich

von der Passage

leben, ist er den-

David Finnegan:

Konkurrenz durch

Billigflieger

Konkurrenzdruck

auf dem Kanal

England-Fähren ■ Die Reedereien versuchen mit Sonderpreisen

und Kapazitätsreduzierung die Auslastung zu verbessern.

noch zufrieden.

Zwar generierte

das Unternehmen

2004 aus

dem deutschen

Markt etwas weniger Gäste als im

Vorjahr, aber das Ergebnis von

2002 wurde übertroffen.

Rund 65 Prozent des Aufkommens

wird laut Finnegan

über Reisebüros gebucht, die

meisten nutzen DerTraffic. »Wir

haben eine deutliche Zunahme

der Internet-Buchungen. Aber

das sind Leute, die vorher auf anderen

Wegen direkt gebucht haben.

Der Anteil der Reisebüros

hat sich bei uns kaum verändert«,

unterstreicht Finnegan, der seit

Jahren Hoverspeed als deutschen

Ableger der Reederei Sea Containers

betreut.

Die Hauptkonkurrenz für

den Fährenmarkt sieht Finnegan

in den Lowcost-Airlines. Denn

Großbritannien kann ein Plus bei

den Besucherzahlen aufweisen,

während die Fähranreise verliert.

Die Reaktion auf den kleiner werdenden

Markt sind bei den meis-

ten Anbietern ähnlich: Über

günstigere Tarife versuchen sie

die Gäste zurück auf die Schiffe

zu locken. Gleichzeitig wird die

Kapazität verringert, um so die

Auslastung zu verbessern.

Hoverspeed stellt den Betrieb

der Strecke zwischen Calais und

Dover wie im Vorjahr über den

Winter ein. Dann wird die Zahl

der Abfahrten reduziert, größere

Schiffe kommen zum Einsatz.

P&O hat angekündigt, 2005

zwei Schiffe von dieser Route abzuziehen.

Ohnehin befindet sich

die Reederei in einem Maße auf

dem Rückzug, dass sich mancher

in der Branche verwundert die

Augen reibt. Nach jahrelangen

Preiskämpfen mit Brittany Ferries

im westlichen Kanal zieht sich

P&O dort völlig zurück und über-

lässt die Strecken dem ehemaligen

Konkurrenten. Zwei der dort

eingesetzten Schiffe werden an

Brittany Ferries verchartert. Die

Routen von Cherbourg und Le

Havre nach Portsmouth werden

von P&O nicht mehr bedient.

Auch auf der Langstrecke

zwischen Rotterdam und Hull hat

die Reederei Probleme: Die beiden

2001 in Dienst gestellten

Neubauten sind im Passagierbereich

überdimensioniert.

FACTS

Fähren nach Großbritannien

In diesem Umfeld wirkt der

Schritt von Speed-Ferries auf den

ersten Blick riskant: Das junge

Unternehmen hat mit zunächst

einem Katamaran den Dienst

zwischen Boulogne und Dover

aufgenommen. Seit Mai fährt die

Schnellfähre bis zu fünfmal täglich.

2005 soll ein zweites Schiff

hinzukommen.

Bereits im ersten Jahr eroberte

Speed-Ferries einen Marktanteil

von drei Prozent. Die Reederei

versucht mit Erfolg, das Konzept

der Billigflieger auf die Fährschifffahrt

zu übertragen. Es gibt

keine Ticketschalter in den Häfen,

keine Verkaufsbüros und keinen

Vertrieb über Reisebüros. Die

preiswerten Tickets sind nur über

das Internet erhältlich. Die Philosophie

scheint zu funktionieren:

Niedrige Overhead- und Vertriebskosten,

aber an Bord ein guter

Service auf Augenhöhe mit

den Mitbewerbern.

Ralf Schröder

■ P&O schließt Routen von Le Havre und Boulogne nach Portsmouth;

2005 Reduzierung der Abfahrten auf der Stecke Calais-Dover

■ Hoverspeed macht vom 23. Dezember bis 16. März Winterpause auf

der Strecke Calais-Dover; 2005 dort Reduzierung der Abfahrten;

Supersaver-Tarife, Frühbucher-Tarife werden 2005 günstiger

■ Speed Ferries ist nur über das Internet buchbar

30 TRAVEL ONE 24.11.2004


Die Färöer-Inseln und Island sind die Ziele von Smyril Line

Nordische

Gedankenspiele

Fähren ■ Fjord Line erwägt, Smyril Line zu übernehmen. Für den

Zusammenschluss der beiden Reedereien sprechen gute Gründe.

Eines ist zumindest schon sicher:

Die norwegische Fährreederei

Fjord Line und die

färöische Reederei Smyril Line

wollen zukünftig eng zusammenarbeiten.

In der Diskussion sind derzeit

zwei Modelle. Entweder wird

eine gemeinsame Dachgesellschaft

gegründet oder beide Reedereien

fusionieren. Für den Zusammenschluss

sprechen bei beiden

Unternehmen gute Gründe.

Smyril Line hat Probleme mit

dem Neubau, der »Norröna«. Ein

ungeplanter Werftaufenthalt in

der Hauptsaison riss Löcher in

den Etat. Um die Route vom dänischen

Hanstholm und vom norwegischen

Bergen auf die Färöer-

Inseln und nach Island aufrecht

zu erhalten, musste das ausgemusterte

Vorgängerschiff wieder

reaktiviert werden.

Fjord Line hat sich entschlossen,

seine beiden Fährschiffe aus

dem norwegischen Schiffsregister

auszuflaggen, nachdem sich das

norwegische Parlament gegen

eine Nettolohnordnung für See-

24.11.2004 TRAVEL ONE

leute ausgesprochen hatte. Dies

bestätigte der Informationsdirektor

der Reederei, Atle Kvamme,

gegenüber norwegischen Medien.

Das Unternehmen hatte gemeinsam

mit Color Line dafür gekämpft,

dass die norwegischen

Reedereien mit ihren Konkurrenten

aus der EU gleichgestellt werden.

Denn dort gelten für das Personal

auf Schiffen deutlich niedrigere

Steuersätze.

Color Line mit

neuen Routen

Nach der Ablehnung der steuerlichen

Angleichung an die EU-

Praxis will Fjord Line nun ihre

Schiffe unter färöischer Flagge

verkehren lassen. Color Line hat

sich zu einer möglichen Ausflaggung

noch nicht geäußert – die

Unternehmensführung in Oslo

hatte bis zuletzt auf eine politische

Lösung gehofft.

Erschwerend kommt für

Fjord Line hinzu, dass Color Line

eine neue Route eröffnet. Fjord

Line fährt vom dänischen Hafen

Hanstholm nach Egersund in

Südnorwegen und mehrmals wöchentlich

auch weiter nach Stavanger

und Bergen im Fjordland.

Im Frühjahr 2005 wird Color

Line parallel die »Prinsesse Ragnhild«

von Hirtshals nach Stavanger

und Bergen einsetzen. Dabei

kann der Marktführer gewisse

Vorteile verzeichnen: Die Anreise

nach Hirtshals ist über die durchgehende

Autobahn bequemer als

nach Hanstholm, das etwas abseits

liegt. Zudem sind durch die

große Anzahl an Color-Line-Routen

Rundreisen möglich. Die verschärfte

Konkurrenzsituation mit

nunmehr zwei Routen direkt ins

Fjordland wird bei Fjord Line mit

gemischten Gefühlen betrachtet.

Fjord Line wird in Deutschland

von NSA als Generalagent

vertreten, während Smyril Line

erst vor kurzem ein eigenes Büro

in Kiel eröffnete. Welche Konsequenzen

eine Fusion der beiden

Reedereien auf die Repräsentanzen

haben wird, ist noch offen.

Ralf Schröder

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DIE GROSSEN OCEAN LINER

DES 21. JAHRHUNDERTS



SPEZIAL Kreuzfahrten/Fähren

Das jüngste Costa-Schiff: Die »Costa Magica« startet von Savona aus zu Kreuzfahrten durch das Mittelmeer

Sie klatscht in die Hände und

fordert ihr Publikum zum

Tanz auf. Die kubanische

Sängerin wiegt im Rhythmus des

Liedes die Hüften, die Gäste folgen

ihrem Beispiel.

Gute Stimmung auf der

»Costa Magica«. Während das

neueste Schiff von Costa Crociere

Italienische

Momente

Costa Crociere ■ Die italienische Reederei baut immer größere Kreuzfahrtschiffe

und hofft, damit besonders die Deutschen begeistern zu können.

„Segelurlaub

vom Feinsten“

vom norditalienischen Savona

nach Marseille fährt, genießen

die Passagiere ausgelassene Stunden

an Bord und damit auf einem

Ozeanliner, der nach Angaben

der Reederei »das größte Passagierschiff

in der Geschichte Italiens«

ist. Rund 450 Millionen

Euro ließ sich das Unternehmen

Legerer Segelurlaub im

exklusiven Ambiente

erwartet Ihre Kunden

an Bord der Luxussegler

von Windstar Cruises.

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Das Kreuzfahrtschiff ist so gebaut,

dass es auch im Winter im

Mittelmeer verkehren kann – der

Pool etwa ist daher überdacht.

»Das Schiff ist die Destination«,

betont Gianni Onorato, Präsident

von Costa Crociere.

Die »Costa Magica« ist eine

Kreation des amerikanischen

Designers Joseph Farcus. Mit

dem Ziel, eine »schwimmende

Hommage an die schönsten

Orte und Regionen Italiens« zu

schaffen, gestaltete er ein

Schiff, in dem sich Kunst und

Architektur vom Stiefel wiederfinden.

Seine Herkunft kann

Farcus allerdings nicht verleugnen:

Er blickte auf Italien aus

amerikanischer Perspektive

und ließ bei der Innenarchitektur

Glitzer und Glimmer à la

Las Vegas einfließen.

Für Farcus ist das Kapitel

Costa damit allerdings nicht zu

Ende. Er entwirft auch das Design

des nächsten Projekts: Die

Reederei erweitert ihre derzeit elf

Schiffe umfassende Flotte 2006

um einen weiteren Kreuzer, die

»Costa Concordia«. Sie soll mit

1.520 Kabinen, die 3.000 Passagieren

Platz bieten, größer ausfallen

als die »Costa Magica«, die

über 1.358 Kabinen (2.720 Passagiere)

verfügt. »Die Concordia

wird das erste Schiff sein, auf dem

man von einem Ende zum anderen

gehen kann«, so Onorato.

Bald Buchung

via Amadeus

Sowohl das geplante als auch das

neue Flaggschiff sollen vermehrt

mit deutschen Kunden gefüllt

werden. Heiko Jensen, Deutschland-Geschäftsführer

von Costa,

will daher die Kooperation mit

dem Counter forcieren. Ziel ist

es, 70 Prozent der Agenturen als

Partner zu gewinnen. Derzeit arbeitet

Costa eng mit 2.700 deutschen

Reisebüros zusammen.

Ein Schritt in

Richtung stärkere

Kooperation wird

nächstes Jahr getan:

Im Laufe des

ersten Quartals

2005 sollen Costa-Kreuzfahrten

via Amadeus Germany

buchbar

sein.

Heiko Jensen

schätzt, dass dieses

Jahr rund

77.000 Deutsche

mit Costa verreisten – 2003 zählte

das Unternehmen 59.000

deutsche Passagiere (557.300

Gäste insgesamt). 25 Prozent der

Bundesbürger schifften sich auf

der »Costa Marina« ein, dem einzigen

Schiff der Reederei, das ausschließlich

für den deutschsprachigen

Markt bestimmt ist. Für

das kommende Jahr erhofft sich

Jensen ein weiteres Plus. Sein

Ziel: 100.000 Passagiere aus

Deutschland. Petra Hirschel

www.costakreuzfahrten.de

Jensen wendet sich

verstärkt an Agenturen

TRAVEL ONE 24.11.2004


Aufbruch in eine

neue Dimension

Aida Cruises ■ Das Kreuzfahrtunternehmen will mit einem

veränderten Unterhaltungskonzept Akzente setzen.

Neues Unterhaltungskonzept: Aida Cruises plant auf den Neubauten ein dreistöckiges Theatrium

Der Ort war bewusst gewählt.

Naheliegend wäre

an sich ein Schiff auf offenem

Meer gewesen. Stattdessen

aber zog es den Kreuzfahrtanbieter

an Land: Aida Cruises feierte

am Wochenende in Ägypten den

zehnten Geburtstag. Also dort,

wo die Namensgeberin einst gewirkt

haben soll.

Gemeinsam mit Partnern

blickte das Unternehmen, das

Anfang November von Seetours

in Aida Cruises umgetauft wurde,

am Nil vor und zurück. Wichtigste

Neuheit: Der Anbieter will

»ein völlig neues Unterhaltungskonzept«

auf See etablieren und

verspricht ein Bordleben, das es

in dieser Form bislang nicht gebe.

So schwebt Michael Thamm,

Chef von Aida Cruises, und seiner

Mannschaft ein dreistöckiges

Theatrium in der Mitte des

Kreuzfahrtschiffes vor. Dort sollen

dann gleichzeitig mehrere

24.11.2004 TRAVEL ONE

Aufführungen stattfinden. Und

dies möglichst rund um die Uhr.

Zudem beinhaltet das Konzept,

aktuelle Food-Trends aufzugreifen.

Das heißt: Zu den Schiffen

der Zukunft gehören zum Beispiel

ein Steakhouse, Coffeeshop

und Sushi-Bar.

Wachstum auf

9.400 Betten

Das Ganze soll auf den beiden geplanten

Schiffen umgesetzt werden.

Vor wenigen Wochen beauftragte

Aida Cruises die Meyer

Werft in Papenburg damit, zwei

249 Meter Lange und 32,2 Meter

breite Ozeanliner zu bauen.

Dass sich die 630 Millionen

Euro hohe Investition lohnt, davon

ist Thamm fest überzeugt. Er

geht davon aus, dass der Markt

längst nicht ausgeschöpft ist, sich

künftig noch mehr Deutsche für

eine Kreuzfahrt entscheiden und

alle Anbieter bis 2010 insgesamt

mit jährlich einer Million Passagieren

aus der Bundesrepublik

rechnen könnten.

Derzeit ist Aida Cruises mit

vier Clubschiffen auf den Meeren

präsent. »Aida Cara«, »Aida

Vita«, »Aida Blu« und »Aida

Aura« bescherten dem Unternehmen

zwischen Dezember 2003

und November 2004 rund

211.000 Passagiere und einen

Umsatz von 370 Millionen Euro.

Die vier Schiffe verfügen insgesamt

über 5.300 Betten. Die

Kapazität soll mit Hilfe der zwei

Neubauten auf 9.400 Betten steigen.

Sie sollen ausschließlich mit

deutschsprachigem Publikum gefüllt

werden. Denn Aida Cruises

will sich auch im nächsten Jahrzehnt

des Bestehens ausschließlich

auf den deutschen, österreichischen

und schweizer Markt

konzentrieren. Petra Hirschel

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Kennwort: B17 · Travel One 24.11.04



SPEZIAL Kreuzfahrten/Fähren

MOMENT MAL…

Augenmaß

behalten

Es sind Beträge, bei denen einem

die Ohren klingeln. Abermillionen

investieren Reedereien

in neue Schiffe. In der

festen Überzeugung, dass der

Markt in den nächsten Jahren

kontinuierlich weiter wächst.

Ein mutiges Verhalten.

Denn so seriös die Marktforschungen

auch sein mögen:

Mit 100-prozentiger Sicherheit

kann niemand behaupten,

dass sich die hoffnungsvollen

Prognosen erfüllen. Die Reedereien

spekulieren darauf,

dass jährlich immer mehr

Deutsche ihren Urlaub auf einem

Kreuzfahrtschiff verbringen

und verweisen auf die

USA, wo das Produkt einen

viel höheren Stellenwert als

hierzulande genießt.

Doch ob sich die Erfahrungen

aus dem amerikanischen

Markt auf Europa übertragen

lassen, ist äußerst fraglich. Das

Reiseverhalten von Alter und

Neuer Welt ist zu unterschiedlich.

Vielmehr besteht

die Gefahr,

dass Überkapazitäten

entstehen, die

dann billig verhökert

werden müssen.

Petra Hirschel

Redakteurin

p.hirschel@travel-one.net

MSC legt in Libyen an

Mittelmeer ■ Die italienische

Reederei hat eine ausgefallene

Reise unternommen. Während

der Kreuzfahrt »Mediterrane

Odyssee« lief sie die libysche

Hauptstadt Tripolis an und ist damit

nach Angaben des Unterneh-

Mit der Opera nach Libyen

UPDATES

■ Air-Maritime Seereisen vertritt

von Januar an die Reederei

Louis Cruise Lines auf dem deutschen

Markt. Damit gehören erstmals

Kreuzfahrten auf der »Sapphire«

und der »Aquamarine«

zum Jahresprogramm. Die beiden

Schiffe verkehren im Mittelmeer.

■ Die »World Discoverer« verkehrt

2005 in der Nord- plus Ostsee und

ist von Herbst an im Mittelmeer

und im Schwarzen Meer anzutreffen.

Sie fährt für Vista Travel. Der

Kreuzfahrtveranstalter übernahm

das Expeditionsschiff von Society

Expeditions. Der Anbieter hatte im

Sommer Insolvenz angemeldet.

■ »Freedom of the Seas« wird das

neue Schiff von Royal Caribbean

heißen. Der Ozeanliner soll im April

2006 in See stechen und für den

Beginn einer neuen Epoche stehen:

Das Schiff wird 14 Prozent

größer sein als die bisherigen

Hochseekreuzer der Reederei.

mens der erste Kreuzfahrtanbieter

weltweit, der das nordafrikanische

Land wieder in sein Portfolio

aufgenommen hat. »Nach

der politischen Öffnung von Libyen

erkannte MSC die Chance,

den Facettenreichtum dieses Landes

zu erkunden«,

sagt Pierfrancesco

Vago, CEO von

MSC, und unterstreicht:

»Wir sind

sicher, dass die

Nachfrage nach

dieser Destination

weiter zunehmen

wird.«

Der Abstecher

nach Libyen soll

daher fester Bestand

im Mittelmeer-Programm

der Italiener werden.

Ein Vorhaben,

das Libyens Tourismusminister

Am-

■ Windstar Cruises schickt die

»Wind Surf« erstmals an die mexikanische

Riviera. Die Reise findet

bis März statt, danach gleitet der

Luxussegler durch das Mittelmeer.

Unlimited Cruises vertritt den Anbieter

auf dem deutschen Markt.

■ Domina Hotels & Resorts

geht aufs Wasser. Zum Produktportfolio

der italienischen Hotelkette

gehört nun das Flusskreuzfahrtschiff

»Domina Prestige Emilio«.

Es fährt auf dem Nil. Die einwöchige

Reise ist über FTI buchbar.

Pierfranceso Vago: Libyen

ist wieder gefragt

mar Mabrouk Eltayef begrüßen

dürfte. Er hieß die ersten MSC-

Passagiere willkommen, die in

Tripolis an Land gingen.

Die nächste Reise nach Libyen

ist Ende April mit der

»Rhapsody« geplant, im November

2005 soll die »Opera« Tripolis

ansteuern, im Dezember 2005

die »Lirica«. MSC verfügt über

eine Flotte von sieben Kreuzfahrtschiffen.

www.msc-kreuzfahrten.de

■ Norden Tours expandiert im

Süden. Im April bietet der Veranstalter

erstmals eine zehntägige

Expedition in den brasilianischen

Regenwald an. Mit der »Victoria

Amazonica« geht es nicht nur den

Amazonas hinauf, sondern auch

einige seiner Nebenflüsse wie Rio

Sollmoes und den Rio Negro.

■ Künftig verbindet eine Fähre der

Reederei Bornholms Trafikken

Deutschland mit der Ostseeinsel

Bornholm. Das Schiff soll in der

Hauptsaison einmal täglich zwischen

Sassnitz und Rønne pendeln,

am Wochenende zweimal.

■ Am 5. August 2005 soll die

»Norwegian Jewel« in Papenburg

vom Stapel laufen. Der neue Kreuzer

von Norwegian Cruise Line

startet dann von Dover aus zu seinen

beiden Jungfernfahrten durch

die Ostsee und das Mittelmeer.

34 TRAVEL ONE 24.11.2004


Sieben auf

einen Schlag

Carnival ■ Die US-amerikanische

Reederei betritt im kommenden

Jahr ein neues Terrain.

Erstmals bietet Carnival Mittelmeer-Kreuzfahrten

mit ausgedehnten

Ausflügen zu den Stätten

des Unesco-Weltkulturerbes

an. Der Spezialist setzt dafür die

»Carnival Liberty« ein.

Das Schiff, mit dem maximal

2.974 Gäste reisen können,

bricht zwischen Juli und Oktober

in Civitavecchia bei Rom auf. Es

steuert während der Tour sieben

Häfen an, unter anderen Venedig,

Dubrovnik und Barcelona.

Die »Carnival Liberty« verfügt

auf den 13 Passagierdecks

über 22 Lounges, Bars und Clubs

sowie über einen 4.420 Quadratmeter

großen Gesundheits- und

Fitnessbereich.

www.carnivalcruiselines.de

Norwegen.

Wir bringen Sie hin!

Norwegen2005

Der neue Katalog ist da!

Gehen Sie auf Entdeckungstour! Neben Fahrplänen

und Preisen erwarten Sie viele attraktive Reiseangebote:

• Oslo: Entspannen,

erleben und genießen

• Bergenbahn oder

Postdampfer:

Vergnügen pur

• Autorundreisen:

Norwegen “erfahren”

• Hotel- und Hüttenunterkünfte:

Jeder so, wie

er mag

• Color Fantasy:

Kurzurlaub

in einer neuen

Dimension

Infos: 0431/7300-300 oder unter www.colorline.com

Der Cunard-Luxusliner legt im kommenden Jahr wieder in Hamburg an

Queen Mary 2 als Zugpferd

Cunard ■ Das Schiff ist noch

kein Jahr alt, aber schon x-mal fotografiert

und bestaunt worden:

Die »Queen Mary 2«, Anfang des

Jahres in England getauft, sorgt

dort, wo sie anlegt, für einen

Menschenauflauf – so auch im

Juli in Hamburg.

Die Deutschen machten angesichts

des Luxusliners jedoch

nicht nur große Augen, sondern

entschieden sich auch, eine Reise

zu buchen. Die Hamburger

ab dem 29.10.

Niederlassung der britischen Reederei

Cunard verzeichnete aus

dem deutschsprachigen Markt

mehr Buchungen für die »Queen

Mary 2« als erwartet. Das für

2004 gesetzte Ziel wurde um 5,7

Prozent übertroffen.

3.400 Deutsche, Österreicher

und Schweizer schifften sich

dieses Jahr auf dem Ozeanriesen

ein. Sie stellten damit 4,5 Prozent

des Publikums auf der »Queen

Mary 2«.

Kommendes Jahr überquert das

Kreuzfahrtschiff 26-mal den Atlantik

und verbindet so das britische

Southampton mit New York. Zudem

hat die Reederei Reisen von

England nach Norwegen ins Programm

genommen. Auf der Route

liegt auch Hamburg: Die »Queen

Mary 2« soll am 1. August im Hafen

der Hansestadt anlegen, wo

dann ein Passagierwechsel stattfindet.

Das deutsche Büro hofft, dass

an diesem Tag noch mehr Deutsche

an Bord gehen.

www.cunard.de

24.11.2004 TRAVEL ONE 35



SALES Messen

»Wir wollen den Expedienten

ein attraktives

Programm bieten«

Monika Dech

Geschäftsbereichsleiterin Messe München

Von Profis

für Profis

Verkauf ■ Mit einem ausgefeilten Fachbesucherprogramm

wollen sich einige Messen als Fachforum für

Expedienten und Aussteller präsentieren.

Die Wintermonate sind traditionell die

Saison der Reisemessen. Die ersten

Veranstaltungen in Berlin, Erfurt und

Leipzig sind bereits Vergangenheit, den Abschluss

bildet die ITB im März. Dort können

sich die Verbraucher beim Bummel durch die

Messehallen Anregungen und Ideen für den

nächsten Urlaub holen, Fachbesucher werden

mit Infos für den beruflichen Alltag versorgt.

Sie haben die Chance, Vertreter der Veranstalter,

Regionen, Fluggesellschaften und Versicherungen

zu treffen. Abseits des Bürostresses

gibt es für die Reiseprofis die Möglichkeit, Gespräche

zu führen. Das Angebot an Messen ist

groß, doch konzentrieren sich die meisten auf

die regionalen Zielgruppen. Vor allem bei einigen

kleineren Messen sucht man ein Fachbesucherprogramm

vergeblich.

Resonanz der

Expedienten wächst

Gut aufgehoben sind Expedienten bei den

großen Messen mit einem breiten Angebot,

während einige kleine Messen ein konzentriertesFachbesucherprogrammpräsentieren.

Den Reigen

eröffnet der Reisemarkt

in Köln. Auf

dem Programm stehen

für Expedienten

unter anderem

ein Seminar über

die USA, eine Veranstaltung

des Verbandes

der Fährschifffahrt

und eine

Zielgebietsveranstaltung der PATA. Die wachsende

Resonanz der Expedienten auf das Programm

freut Klaus Schmidt, Projektmanager

der Messe: »Obwohl der Reisemarkt als Publikumsmesse

konzipiert ist, nimmt der Anteil

der Fachbesucher von Jahr zu Jahr zu. Rund

15 Prozent unserer Gäste sind ausgewiesene

Reiseprofis«. Deshalb hat die Messe 2003 eine

Travel Lounge speziell für Fachbesucher eingerichtet

und auch von Ausstellerseite wird

immer mehr geboten. »Der Fachbesucherbereich

wird seit Jahren kontinuierlich ausgebaut.

Wir werden diesen Weg weiter gehen«,

kündigt Schmidt an.

In die gleiche Kerbe schlägt auch die CBR

in München. »Neben unserer Ausrichtung als

Endverbrauchermesse ist es für uns wichtig,

eine Plattform für den Informationsaustauch

von Fachbesuchern zu schaffen«, erklärt Monika

Dech, Geschäftsbereichsleiterin Messe

München. Am 22. Februar gibt es einen

36 TRAVEL ONE 24.11.2004

Foto: Alex Schelbert


Schwerpunkttag Tourismus,

bei dem Expedienten

ermäßigten Eintritt erhalten.

Im Mittelpunkt stehen

im nächsten Jahr die

Themen Städte- und Kulturtourismus

sowie Kreuzfahrt.

Dech konstatiert

eine intensive Nutzung

durch die Expedienten:

»Das siebte Tourismus-

Johannsen: Sechs Symposium 2003 hatte

Prozent Fachbesucher

140 Teilnehmer«. Auch

Constanze Kreuser, Veranstalterin

der gerade zu Ende gegangenen Reisen

& Caravan in Erfurt, sieht ihre Veranstaltung

mit der Kombination aus Messe und

Kongress auf dem richtigen Weg.

Trotz teilweise geringer Resonanz bietet

auch die Touristikmesse Freizeit in Friedrichshafen

am kommenden Wochenende einen

Workshop an. »Wir wollen die aktive Teilnahme

von Reiseprofis fördern«, heißt es beim

Veranstalter Team Reiseservice in Ravensburg.

Zu Gast sind in diesem Jahr Mexiko und Venezuela.

Keine Abstriche macht auch Claudia

Johannsen, Projektleiterin der Reisen Hamburg:

»Wie wichtig uns die Fachbesucher sind,

www.reisemarkt-koeln.de

…zum Kickoff der Branche!

> 03. – 05.12.2004

Auf Auf nach nach Köln: Köln: Aussteller Aussteller aus aus 5 Kontinenten Kontinenten präsentieren präsentieren alles, alles, was was einen einen Reise- Reise-

Experten Experten interessiert: interessiert: Die Die neusten neusten Trends, Trends, aktuelle aktuelle Informationen Informationen und und exklusives exklusives InsiderInsiderwissen.wissen. Profitieren Profitieren Sie außerdem außerdem von von den den interessanten interessanten Angeboten Angeboten an Seminaren Seminaren und und

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zeigt die Tatsache,

dass wir seit 2002 einen

Schwerpunkttag

speziell für Expedienten

anbieten. Im

vergangenen Jahr kamen

rund 6.100

Fachbesucher, das

sind rund sechs Prozent

unserer Gesamtbesucher.«

Im nächsten

Jahr findet am

10. Februar ein Zielgebietsseminar

der

PATA statt, zusätzlich

sind diverse Fachseminare

in Koopera-

FACTS

Besucher und Aussteller

tion mit der Willy-Scharnow-Stiftung geplant.

Über das Ziel eines nachhaltigen Tourismus

will der Reisepavillon in Hannover auch

die Reiseprofis informieren. Geboten werden

Workshops und ein Business-to-Business-Forum

in Zusammenarbeit mit der GTZ und dem

Forum Anders Reisen. Schwerpunkte im

nächs-ten Jahr sind »nachhaltiger Städtetourismus«

und »zukunftsfähige Klassenfahrten«.

Die Fachhochschule Eberswalde präsentiert

Themen wie »autolose Touristen« und »Potenziale

des Ökotourismus in Kamerun«.

Besucher- und Ausstellerzahlen der

Touristikmessen 2004:

■ ITB: 141.139 Besucher, 10.023 Aussteller

■ CMT: 190.476 Besucher, 1.400 Aussteller

■ CBR: 140.000 Besucher, 1.200 Aussteller

■ Reisemarkt Köln: 38.000 Besucher,

902 Aussteller (2003)

■ Reisen Hamburg: 105.000 Besucher,

1.060 Aussteller

■ Reisepavillon Hannover: 17.000

Besucher, 280 Aussteller

Das umfangreichste

Programm bietet die

ITB an, die das Angebot

auf diverse Veranstaltungen

verteilt.

Im Bereich Jugendreisen

steht erstmals

der Workshop

»Youth Incoming

Germany« auf dem

Zeitplan. Von Sonntag

bis Dienstag sollen

in dem geschlossenenFachbesucherbereich

Einkäufer

von Kinder- und Jugendreisen

die Möglichkeit

zum Austausch haben. Erstes Partnerland

ist Mecklenburg-Vorpommern. Für junge

Expedienten haben die Berliner einen eigenen

Eventtag eingerichtet. Am 13. März werden

sie über die Messe geführt und am Abend

steigt unter dem Motto »Rock ITB« eine Party.

Neues Angebot im Segment Geschäftsreisen

ist der »Corporate Marketplace« mit der

Business Travel Lounge. Damit will Dr. Martin

Buck, Direktor Kompetenzcenter Travel & Logistics

der Messe Berlin, dem Geschäftsreisemarkt

stärker Rechnung tragen. Wolfram Marx

24.11.2004 TRAVEL ONE 37



SALES Messen Mix

Auch Expedienten sorgen für volle Messehallen

Alle Messen

auf einen Blick

Ausstellungskalender ■ Die Tourismus-Messen in

der Wintersaison bis März alphabetisch nach Veranstaltungsort.

Berlin

■ 11.3. bis 15.3.2005

ITB Berlin – Internationale Tourismus-Börse

Messegelände Berlin

Schwerpunkte: »Kulturtourismus«, »Travel

Technology«, »Buchwelt«, »Cruises/Kreuzfahrten«,

»Young Travel Centre«, »Natur-

Erlebnis-Halle«, »ITB Corporate Market

Place« mit eigener Business Travel Lounge,

neuer Fachbesucher-Workshop »Youth

Incoming Germany« innerhalb des Youth

Travel Centers, Partnerland ist Mecklenburg-

Vorpommern, Eventtag »Rock ITB« für junge

Expedienten, Fachkongress »Market Trends

& Innovations«

www.itb-berlin.de

Chemnitz

■ 7.1. bis 9.1.2005

12. Freizeit- und Touristikmesse

Stadthalle Chemnitz

www.messeagentur-brauns.de

Chemnitz

■ 7.1. bis 9.1.2005

Chemnitzer Reisemarkt

Messe Chemnitz

Partnerland: Dänemark

Schwerpunkt: »Ganz in Familie«

www.tmsmessen.de

Darmstadt

■ 20.2. bis 22.2.2005

Reisen, Caravan, Garten

Messplatz Darmstadt

Partnerregion: Odenwald

www.reisemesse-darmstadt.de

Dresden

■ 28.1. bis 30.1.2005

Dresdner Reisemarkt

Messegelände, Ostragehege

Partnerland: Vietnam

www.tmsmessen.de

Essen

■ 9.2. bis 13.2.2005

Reise/Camping – Internationale Messe

Reise & Touristik – Camping &

Caravaning

Messegelände Essen

Sondermesse: »Golf 2005«

Sonderpräsentation: »Die Welt zu Gast in

Essen« mit dem Corps Touristique

www.reise-camping.de

Freiburg

■ 12.3. bis 20.3.2005

Ausstellung Camping, Freizeit, Touristik

– mit Motorrad- und Ferienmesse

Sonderschau: »Ferienmesse« vom 18. bis 20.

März

www.ferien-messe.de

Friedrichshafen

■ 26.11. bis 28.11.2004

Reisen & Freizeit in Friedrichshafen

Neue Messe Friedrichshafen

Partnerland: Ukraine

Fachveranstaltung: Expedienten-Workshop

mit Mexiko und Venezuela am 28.

November

www.reisenfreizeit.de

Halle/Saale

■ 4.2. bis 6.2.2005

Reisen, Freizeit, Caravan

Messe Halle

Partnerregion: Erzgebirge

www.halle-messe.de

Hamburg

■ 9.2. bis 13.2.2004

Reisen Hamburg – Internationale

Ausstellung Tourismus & Caravan

Messe Hamburg

Partnerland: Kuba

Parallel dazu vom 11. bis 13. Februar die

Hanse Golf, Ausstellung Legoland

Fachveranstaltung am 10. Februar mit der

PATA Deutschland, Fachseminare

www.reisenhamburg.de

Hannover

■ 6.2. bis 8.2.2005

Reisepavillon, Marktplatz für anderes

Reisen

Hannover Messegelände

Schwerpunkte: zukunftsfähige

Klassenfahrten, nachhaltiger Städtetourismus,

38 TRAVEL ONE 24.11.2004


Business-to-Business-Forum mit der GTZ,

Tourismus Forum International

www.reisepavillon-online.de

Köln

■ 3.12. bis 5.12.2004

Reisemarkt Köln International

Messegelände Köln

Schwerpunkte: »Bäder- und Wellnessreisen«,

»Winter & Sport«

Seminarprogramm für Expedienten, unter

anderem: »Alles, was Sie über Amerika-

Reisen wissen müssen«, Zielgebietsseminar

der PATA

Verleihung des »Travel Agent Award 2004«

am 4. Dezember

www.reisemarkt-koeln.de

Magdeburg

■ 6.1. bis 9.1.2005

Tourisma & Caravaning Magdeburg

Messegelände Magdeburg

Schwerpunkt: Afrika

Partnerregion: Thüringen

Berufe im Tourismus, Seniorentag

www.expotecgmbh.de

Connecting the World of Tourism.

Messe Berlin GmbH · Messedamm 22 · 14055 Berlin · Germany

Tel. +49(0)30 / 3038 -0 · Fax +49(0)30 / 3038 -2113

www.itb-berlin.de · itb@messe-berlin.de

Mannheim

■ 6.1. bis 9.1.2005

Reisemarkt Rhein-Neckar-Pfalz

Maimarkthalle Mannheim

Partnerländer: Zypern, Usbekistan

Schwerpunkt: »Wassertourismus«

www.tmsmessen.de

München

■ 19.2. bis 23.2.2005

C-B-R – Ausstellung Caravaning,

Wassersport, Tourismus

Partnerland: Italien

Fachbesuchertag am 22. Februar mit

Tourismus-Symposium zu »Neue Wege im

Kultur- und Städte-Tourismus« und

Workshop »Urlaub auf dem Wasser:

Kreuzfahrt live«, PATA-Seminar

www.c-b-r-muenchen.de

Nürnberg

■ 28.2. bis 7.3.2004

Freizeit, Garten + Touristik Nürnberg

Messezentrum Nürnberg

Schwerpunkte: Ägypten-Ausstellung

www.freizeit-und-garten.de

Regensburg

■ 24.2. bis 26.2.2005

Regensburger Reisemarkt

Regensburg Arcaden

www.tmsmessen.de

Rostock

■ 15.1. bis 16.1.2005

Viva Touristika Rostock

Hanse Messe Rostock

www.expotecgmbh.de

Internationale Tourismus-Börse

11. – 15. März 2005

Stuttgart

■ 15.1. bis 23.1.2004

CMT – Internationale Ausstellung für

Caravan, Motor, Touristik

Partnerländer: Korea, Spanien

Schwerpunkte: Dänemark in der

Caravaning-Halle, Ungarn in der Wellness-

Ausstellung, Fachveranstaltungen: Travel

Markets für Expedienten; Sondermesse

»Golf und Wellness-Reisen«, E-Business-

Seminar des DRV, Deutschland-

Tourismustag zur WM 2006, Tourismustag

Baden-Württemberg

www.messe-stuttgart.de/cmt

www.itb-berlin.de

24.11.2004 TRAVEL ONE 39



SALES Urlaubstrends

Lieber faul als aktiv:

Künftig wollen sich immer mehr

Urlauber während der Ferien vor allem erholen

Ferien 2015: Kein

Urlaub von der Stange

Studie ■ Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen beleuchtet Trends

auf dem Touristikmarkt. Ergebnis: Differenzierung ist das bestimmende Thema.

In »Intimtaschen« Zweisamkeit

mit dem Partner genießen,

mit »Spontaneitätsbällen« die

Schwerelosigkeit erkunden und

durch den gemeinsamen Blick auf

die Erde neue geistige Horizonte

entdecken: So oder so ähnlich

stellten sich Darmstädter Architekturstudenten

vor einiger Zeit bei

der Umsetzung eines visionären

Urlaubskonzepts die Ferien der Zukunft

vor – natürlich im Weltraum.

Auch wenn der erste Weltraumtourist

für ein paar Tage seinen

Heimatplaneten verlassen hat

– in den nächsten Jahren jedenfalls

werden Erholungssuchende erstmal

am Boden bleiben. Spektakuläre

Neuigkeiten in dieser Hinsicht

sind wohl nicht zu erwarten.

Überhaupt kommen die Veränderungen

im Tourismus »auf leisen

Sohlen«, wie sich Dr. Peter Aderhold

von der Forschungsgemeinschaft

Urlaub und Reisen (F.U.R.)

mit Sitz in Kiel ausdrückt. Mit

Professor Martin Lohmann und

Bente Zahl hat der Wissenschaftler

in einer Trendstudie auf Basis der

jährlich durchgeführten Reiseana-

lyse ermittelt, mit welchen Veränderungen

Touristiker bis zum Jahr

2015 konfrontiert werden.

Dabei definieren die Kieler einen

Trend »als eine Entwicklung,

die in der Gegenwart sichtbar ist,

und von der man begründet annehmen

kann, dass sie sich in Zukunft

fortsetzen wird«. Es geht

also um langfristige Veränderungen,

nicht um modebedingte

Schwankungen.

Das wichtigste Ergebnis der

Studie: Die Dynamik im Tourismusmarkt

fußt nicht auf steigen-

den Gästezahlen, sondern liegt

vor allem in strukturellen und qualitativen

Veränderungen begründet.

Auf der Basis von 7.858 persönlichen

Interviews mit Menschen

ab 14 Jahren im Januar dieses

Jahres haben die Forscher herausgefunden,

dass es ein stabiles

Reisevolumen mit leichtem

Wachstumspotenzial geben wird.

Läuft es gut, kalkulieren sie mit einem

jährlichen Plus von einem

Prozent, bei einer ungünstigen

Entwicklung wird ein Rückgang

um jährlich ein Prozent erwartet.

Ziel: Abstand zum

Alltag, Kraft tanken

Interessanter ist aber der Blick auf

die inhaltlichen Veränderungen.

Die Hauptgründe, warum Menschen

Urlaub machen, bleiben

die selben: Sie suchen Entspannung,

wollen Stress abbauen, Abstand

zum Alltag gewinnen und

Kraft sammeln. Doch es gibt eine

40 TRAVEL ONE 24.11.2004


Menge neuer Motive. Die Wünsche,

wie ein Urlaub idealerweise

aussehen soll, werden vielfältiger.

Dabei spielt auch der stärker werdende

Wunsch nach Individualität

und Freiheit eine Rolle. »Das

schlägt sich auch bei der Wahl

der Unterkünfte nieder«, erläutert

Aderhold. So werden Ferienwohnungen

und -häuser immer

mehr Zuspruch finden, aber auch

für Hotelunterkünfte werden

Steigerungsraten erwartet. Ferienbesuche

bei Verwandten und

Bekannten werden dagegen rapide

abnehmen und sinken den Erwartungen

der Forscher zufolge

von heute zehn auf fünf Prozent

im Jahr 2015. Dabei spielt der

Qualitäts- und Komfortgedanke

eine wichtige Rolle.

Generell gilt: Die Erwartungen

der Erholungssuchenden haben

sich gewandelt, »weg von

der Dienstleistung hin zum Erlebnis«,

so Aderhold. Urlaubsansprüche

wie gepflegte Hotelzimmer,

schöner Ausblick, gutes Früh-

24.11.2004 TRAVEL ONE

stück und ähnliches mehr – also

im weitesten Sinne Dienstleistungen

– seien mittlerweile Selbstverständlichkeiten

geworden.

Mehr Genuss,

mehr Erlebnisse

Gestiegen seien aber die Ansprüche

an die inhaltliche Gestaltung.

Urlauber suchten mehr Genuss,

mehr Erlebnisse, so Aderhold.

»Sie wollen nicht nur verwaltet

werden, sondern ihre Ferien aktiv

mitgestalten.« Und so bieten

immer mehr Hotels ein Rahmenprogramm

an, beispielsweise

Ausflüge, sportliche Aktivitäten

und mehr – bis hin zur Animation.

Auch Angebote, bei denen

Gäste hinter die Kulissen blicken

und beispielsweise in der Küche

Menüs mitkochen können, seien

aus diesem Grund entstanden.

»Der Aufenthalt wird nicht mit

Erlebnissen gewürzt, sondern

diese stehen zunehmend im

Mittelpunkt der Erwartungen«.

Außerdem wird immer mehr

in den Urlaub gepackt: Die unterschiedlichsten

Bedürfnisse sollen

während dieser Zeit erfüllt werden.

Reisende erwarten ein umfassendes

Angebot – auch, wenn

sie es vielleicht gar nicht nutzen.

Denn ein weiterer Trend besagt:

In den Ferien wollen immer mehr

Menschen faul sein.

Die Präferenz für passiven

Urlaub ist gestiegen und wird

sich fortsetzen. »Die Menschen

wollen ein bisschen mehr Ruhe

haben. Erholungsorientierte

Werte nehmen zu«, sagt Aderhold.

Die Arbeitsbelastung im

Büro sei durch technische Entwicklungen

häufig komplexer,

stressiger und einfach überproportional

stärker geworden. Viele

Berufstätige sind gestresst und

wollen den Urlaub zur Regeneration

nutzen. Möglicherweise

habe sich zudem die Bedeutung

von »faul sein« geändert, vermutet

Aderhold. Früher weniger akzeptiert,

sei es nun offenbar eher

sozial verträglich, Entspannung

zu genießen und diesen Wunsch

auch zu formulieren.

Dabei sind die Trends »gestiegener

Erlebniswert« und der

Wunsch nach ruhigerem Urlaub

nur scheinbar widersprüchlich.

Urlauber weisen immer mehr Facetten

auf, ihre Bedürfnisse differenzieren

sich immer weiter aus.

Und: »Diese Differenzierung

führt dazu, dass es eine Vielzahl

von Urlaubertypen geben wird«.

Darauf muss und wird sich der

Tourismusmarkt einstellen. Es

wird deutlich mehr und spezifischere

Produkte geben.

Zugleich wachsen die Anforderungen

ans Reisebüro. Die Aufgabe

der Zukunft heißt: Kunden aus einer

Vielzahl von Bausteinen den

für den jeweiligen Typ passenden

Urlaub zusammenstellen. Und

weil das immer mehr Fachwissen

und Zeit erfordert, wollen sich offenbar

immer weniger Menschen

damit selbst herumschlagen. »Die

Beliebtheit organisierter Reisen

nimmt zu«, sagt jedenfalls Aderhold,

»von heute 44 auf etwa 55

bis 60 Prozent«. Dabei werden

künftig mehr Flug-, Bus- und

IST – Bildung,

die bewegt

IST-Diplomstudiengänge:

Tourismusbetriebswirt/in (FH):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Touristikmanager/in (IST):

18-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Tourismusfachwirt/in (IHK):

19-monatiges berufsbegleitendes Fernstudium

Fachwirt/in im Gastgewerbe (IHK):

18-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

IST-Zertifikatskurse:

Modernes Tourismusmarketing:

6-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Grundlagen der Tourismuswirtschaft:

4-monatige berufsbegleitende Weiterbildung

Schiffsreisen

gefragt sein,

so die Prognose.

Und auch

die Preissensibilität

wird

sich wohl fortsetzen:Urlauber

wollen

künftig mehr

fürs gleich

Peter Aderhold: »Die

Geld, vermu- Veranstalterreise ist

ten die Kieler. kein Auslaufmodell«

Anzeichen

von Reisemüdigkeit sind jedenfalls

nicht zu erkennen. Und

Urlauber lechzen auch nicht

nach dem großen Abenteuerkick

fernab der Erde. Der Wunsch

nach einem Ausflug ins All wird

vielleicht erst in der nächsten

Trendstudie auftauchen.

Tanja Ronge

Quelle: Peter Aderhold, Martin Lohmann,

Bente Zahl: Urlaubstrends 2015. Die RA-

Trendstudie zur Enwicklung der touristischen

Nachfrage der Deutschen.

www.fur.de

Geplant ab April 2005

Neu ab April 2005

Erstes staatlich zugelassenes

Fernstudium Deutschlands!

Alle Weiterbildungen auch

in online-gestützter Form

IST-Studieninstitut für Sport, Freizeit und Touristik

Moskauer Straße 25 •40227 Düsseldorf

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info@ist.de • www.ist.de • Die Online-Jobbörse: www.joborama.com



SALES Mix

MOMENT MAL…

Chance für

Reiseprofis

Wandern, am Pool liegen, Kulturstätten

erkunden, zur Wellnessbehandlung

sausen und

abends Clubleben genießen:

Urlauber packen immer mehr

Wünsche in die Ferien. Ihr

Motto: Viel erleben, viel genießen.

Dabei werden die Wünsche

immer spezifischer. Das

ist der Trend, den die F.U.R. in

ihrer Studie ermittelt.

Diese Differenzierung ist

eine Chance für Reisebüros:

Denn Verbraucher brauchen

die helfende Hand, die sie

durch den Dschungel der

Möglichkeiten führt. Bei der

Angebotsvielfalt werden sie

scheitern, eine so spezifische

Reise selbst zu konzipieren.

Selbst versierte Internetnutzer

gehen da sicher lieber zum Experten

– ins Reisebüro.

Aber: Je anspruchsvoller

Verbraucher werden, desto

versierter müssen sich Agenturen

präsentieren. Das ist die

Herausforderung der Zukunft.

Dass Beratung kostet,

werden Kunden

akzeptieren.

Nicht aber, dass

die Berater kaum

mehr Ahnung haben

als sie selbst.

Tanja Ronge

Redakteurin

t.ronge@travel-one.net

Akzente im Marketing

Best/RMG ■ »Der Marketing

Club ist unser wichtigstes Projekt«,

sagt Best/RMG-Chef Christian

Gürtner. Bei der Jahrestagung

der Kooperation in Potsdam

hat er den 165 Teilnehmern das

Projekt vorgestellt. Der obligatorische

Marketingbeitrag, den

die Kooperation bislang erhoben

hat, fällt weg. Im Gegenzug will

Gürtner bis Ende November mindestens

50 Büros zusammenbekommen;

jedes von ihnen soll

UPDATES

■ Die Choice Hotels wollen

durch die neue »Floating Rate«

garantieren, dass über alle Buchungskanäle

die gleiche Rate für

Zimmer, Zeitraum und berechtigte

Gastgruppe angeboten wird. Von

Januar an sollen die Preise in den

GDS und bei den Online-Anbietern

»konsequent auf den gleichen

Stand« gebracht werden.

■ Die Elvia Akademie hat das

Jahresprogramm für 2005 vorgestellt.

Neu ist der Fernlehrgang »Fit

am Counter – 3 x Wellness für mich

und meine Kunden«. Von Mitte Januar

an werden alle Lehrgänge

viermal pro Jahr angeboten.

■ Am 1. Dezember schaltet das

Kompetenzzentrum E-Business

Touristik (KET) seine E-Learning-

Plattform frei. Dabei stehen vier

Schulungs-Programme zur Wahl:

Grundlagen des E-Business, E-

Marketing, E-Mail-Marketing und

Electronik Customer Relationship

1.000 Kundenadressen mitbringen.

Im nächsten Jahr sind drei

Aktionen geplant – zwei zur Kundenbindung,

eine zur Neukundengewinnung.

Die Mitgliedschaft

im Club, für den Anfang

Dezember ein Ausschuss aus drei

bis fünf Mitgliedern gewählt werden

soll, kostet 150 Euro im Monat.

Darüber hinaus will Gürtner

den Best Golf Cup im nächsten

Jahr von 14 auf 20 Turniere mit

165 Best/RMG-Mitglieder kamen zur Jahrestagung in Potsdam

Management. Mehr Informationen

unter www.ket-online.net.

■ Das Hotelportal Mybalearen.com

hat die Sommerpreise für

rund 450 Hotels auf den Balearen,

den Kanaren und in Andalusien

freigeschaltet. Reisebüros erhalten

ab der ersten Buchung zwölf Prozent

Provision.

■ ABC Holiday Plus in Deisenhofen,

Spezialist für die Vermarktung

von Hotels und Parkplätzen an

Flughäfen, arbeitet nun auch mit

Gürtner: »Wir sind die Kooperation

der Unternehmer«

2.500 Teilnehmern ausweiten.

Das Finale soll im Robinson Cala

Serena auf Mallorca stattfinden.

Erweitert wird auch die Zusammenarbeit

mit Karstadt Special

Tours im Rahmen des »Bestseller«-Programms.

2005 sind

Golf- und Snowboard-Reisen sowie

Touren nach Japan und Südamerika

geplant.

www.best-reisen.de

den Achat Hotels in Leipzig-

Wiederitsch und in Langen bei

Frankfurt zusammen.

■ Thomas Cook Reisen startet

im Januar für rund 4.000 Reisebüros

den Wettbewerb »Teamgeist«.

Dabei werden die Agenturen je

nach Umsatz in die Gruppen Platin,

Gold, Silber und Bronze eingeteilt.

Pro Quartal werden drei Sieger

pro Gruppe gekürt. Zudem bietet

Thomas Cook Aktionspakete,

Imageposter und ein Katalogquiz

etc. zur Verkaufsförderung an.

■ Noch bis zum 6. Dezember können

sich Reisebüromitarbeiter unterwww.daenemark-spezialistenclub.de

zum Dänmark-Spezialisten

qualifizieren. Vier Kurse müssen

mit Erfolg abgeschlossen

werden. Büros, die erfolgreich

mitgemacht haben, werden auf

www.visitdenmark.com gelistet.

42 TRAVEL ONE 24.11.2004


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Newsletter November 2004

Jetzt täglich mit

Boeing 777 ab München

Seit Beginn des Winterflugplans setzt United Airlines,

als einzige amerikanische Fluggesellschaft,

auf der Route München – Washington DC statt einer

Maschine vom Typ Boeing 767 nunmehr die moderne

und größere Boeing 777 „Triple Seven“ ein. Damit

wuchs das Sitzplatzangebot auf der täglichen Nonstopverbindung

zwischen den Hauptstädten der USA

und Bayerns um 65 auf 258 Sitze. United Airlines

Spitzenleistungen

im September und

Oktober

Im September belegte United Airlines unter den

sieben führenden amerikanischen Fluggesellschaften

den ersten Platz in Bezug auf Pünktlichkeit

(87.9%) sowie der Abfertigung und Handhabung

des aufgegebenen Gepäcks der Fluggäste. Die Zahlen

wurden vom U.S. Department of Transportation

(DOT) Anfang November veröffentlicht. Außerdem

zeigt ein Blick auf die Verkehrszahlen von United Airlines

für den Monat Oktober 2004 ein durchweg

außergewöhnlich hohes Leistungsniveau. Erneut

konnte mit dem Sitzladefaktor von 77,8% ein monatliches

Rekordergebnis erzielt werden, bei gleich

bleibenden Spitzenwerten für die Abwicklung und

Pünktlichkeit der Flüge. Deutlich verbessert hat sich

United im Oktober auch im Heimatmarkt USA, wo

ein hervorragender Sitzladefaktor von 76,9% (+2,8

%) erreicht wurde. Damit ist United auf Rang 3 vorgerückt.

konnte somit das Angebot ab Deutschland erfolgreich

der hohen Nachfrage anpassen. Außerdem

sorgt die Drei-Klassen-Bestuhlung mit 12 First Class,

49 Business Class sowie 197 Economy Class/Economy

Plus Sitzen für zusätzlichen Komfort. Der Flug

wird unter gleicher Flugnummer weitergeführt nach

Denver, die einzige durchgehende Verbindung auf

dieser Strecke. (Foto: Werner Hennies/FMG)

Frankfurt:

W-Lan in der United

Airlines Lounge

D er United Red Carpet Club und die United First

Class Lounge in Frankfurt bieten den Fluggästen

voraussichtlich ab Anfang Dezember Wireless-Lan,

den kabellosen Zugang zum Internet mit dem Laptop.

Die entsprechende Technik wird derzeit installiert. Die

United Lounge in Halle C, Terminal 1 des Flughafens,

hat eine der besten Lagen überhaupt. Durch großflächige

Fenster blicken die Gäste direkt auf das Flugfeld.

Während im Red Carpet Club über 100 Sitzplätze vorhanden

sind, bietet die First Class Lounge maximal 60

Fluggästen die Gelegenheit sich zu entspannen und

die Wartezeit am Flughafen angenehm zu überbrücken.

Geöffnet sind die Lounges täglich von 5.30

– 20.00 Uhr. In der First Class Lounge bietet United

eine besonders hochwertige Auswahl an kalten und

warmen Snacks, sowie eine großzügiges Sortiment

von Getränken und Spirituosen, darunter führende

Whiskey- und Cognac-Sorten, Champagner und mehr.

P.S. Premium Service

startet erfolgreich

■ Das neue Drei-Klassen-Konzept „Premium

Service“ im Transkontinentalverkehr innerhalb

der USA ist für United Airlines mit großem Erfolg

gestartet. Seit Ende Oktober wird das Produkt

erstmalig auf der Strecke New York (JFK) – Los

Angeles angeboten. Fluggäste der United Airlines

äußerten sich durchweg begeistert und

positiv hinsichtlich des neuen Konzepts. Das

Premium Service Produkt bietet den Passagieren

einen, in Amerika konkurrenzlosen Sitzkomfort

sowie umfangreichen Bordservice in allen

drei Klassen. Das Angebot beinhaltet u.a. Sitze

in der First Class, die sich vollständig zurükkklappen

und in Betten verwandeln lassen, persönliche

DVD Player in der First und Business

Class sowie einen Sitzabstand von 86cm in der

Economy Class. Ab Dezember wird Premium

Service auf der Strecke New York (JFK) – San

Francisico eingeführt.

PEP:

Info für Expedienten

■ PEP-Angebote von United Airlines können ab

sofort für das gesamte Jahr 2005 bei den Spezialisten

Lawson-International und WingTips abgefragt

und gebucht werden. Das Programm

umfaßt Nord-, und Mittelamerika sowie Australien.

Hier die Adressen:

Lawson International

www.lawson-international.de

Lawson International GmbH

Neue Mainzer Strasse 16

55129 Mainz

Telefon: 06131-92290, Fax: 9229-45 / 44

WingTips

www.wingtips.de

Gartenweg 13, 30900 Wedemark

Telefon: 05130-5837-30, Fax: 5837-59

e-mail: info@wingtips.de

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Sie unter www.unitedairlines.de



SPEZIAL Asien

Mehr als

nur Fassade

Hongkong ■ Die Millionen-Stadt ist mehr als nur eine

Glitzer-Metropole. Neben Hochhäusern und unzähligen

Einkaufsmöglichkeiten locken grüne Refugien.

Wenn ich in Hongkong bin, fahre ich

mit dem Boot nach Lama Island, wandere

dort ein paar Stunden, genehmige

mir ein paar Meeresfrüchte und fahre dann

wieder zurück«, sagt Michael Fley und fügt hinzu:

»Wenn ich Zeit habe, gehe ich noch an den

Strand.«

Er weiß um die Vorzüge von Hongkong.

Denn Fley vertritt die chinesische Millionen-

Metropole seit zwei Jahren als Fremdenverkehrsamtschef

in Frankfurt. »Hongkong ist

kompakt. Das ist ein Vorteil. Deshalb können

Urlauber die grüne Umgebung gut mit einer

Stadterkundung verbinden«, sagt er. Was ihm

Freude bereitet, soll auch deutschen Gästen

Spaß machen. Deshalb liegt ein Schwerpunkt

seiner Arbeit im nächsten Jahr auf der Vermarktung

des »grünen Hongkong«. Dieses Ziel

verfolgt er bereits seit seinem Amtsantritt.

Doch für 2005 sieht er seine Chancen steigen,

dass sich auch in Deutschland herumspricht,

dass die Metropole mehr zu bieten hat als eine

faszinierende Skyline und schier unerschöpfliche

Einkaufsmöglichkeiten. »Hongkong be-

44 TRAVEL ONE 24.11.2004


steht zu mehr als 70 Prozent aus Grünflächen«,

sagt Fley. Und es wird mehr: Im Nordwesten

der Stadt entsteht derzeit der Wetland Park. Ein

64 Hektar großes Areal, das die neue Heimat

von zahlreichen Vogelarten werden soll. Ein

1.000 Quadratmeter großes Besucherzentrum

wird Gäste über Flora und Fauna informieren –

Ende nächstes Jahres sollen die Arbeiten abgeschlossen

sein. »Außerdem ist im nächsten Jahr

auch die Seilbahn fer-

tig, die Besucher zum

Großen Buddha oder

in das Po Lin Kloster

befördert«, fügt Fley

hinzu. Darüber hinaus

hofft er, die Deutschen

mit den druckfrischen

Broschüren »Hiking

Tours« und »Unique

Tours« zu Ausflügen

in das Umland von

Hongkong zu ködern.

Schließlich muss er sie

davon überzeugen,

dass sich ein längerer

Aufenthalt in der

Stadt lohnt. Seit Jah-

FACTS

Schnell nach Hongkong

■ Cathay Pacific fliegt einmal am Tag von

Frankfurt nach Hongkong.

■ Lufthansa bedient die Strecke Frankfurt

– Hongkong täglich, ab München hebt sie

dreimal wöchentlich ab.

■ Finnair baut das Flugangebot im Sommer

2005 aus und fliegt Hongkong dreimal

wöchentlich nonstop von Helsinki aus an.

■ Emirates bietet zehn Flüge von Dubai

via Bangkok an. Vom 1. September 2005 an

fliegt eine Maschine nonstop nach Hongkong,

im Oktober kommen noch zwei Nonstop-Verbindungen

ab Dubai hinzu.

ren bleiben Hongkong-Gäste im Durchschnitt

zwei Nächte in der Stadt. Die meisten zieht es

weiter. »Nur 19 Prozent der Besucher kommen

ausschließlich nach Hongkong«, analysiert Fley,

»viele fliegen weiter auf das chinesische Festland,

nach Bali, Thailand, Vietnam und nach

Australien.« Auch die Veranstalter ließen sich

nur schwer davon überzeugen, den Aufenthalt

auf vier Tage aufzustocken, bedauert Fley.

»Honkong tut viel,

um als Einzelziel

interessanter zu

werden«, urteilt

Dertour-Manager

Klaus-Peter Betz,

»und wird von Kunden

als Städtereisenzielwahrgenommen.«

Dennoch sei

Hongkong zu weit

weg, um als alleiniges

Ziel gebucht zu

werden, meint Betz.

China-Spezialist

Gebeco schert aus

der Reihe. Der Studienreiseveranstal-

ter unterstützt Fleys Bemühungen. »Wir haben

gemeinsam mit dem Hong Kong Tourism Board

und Lufthansa die Spezialreise Hongkongs grüne

Oasen aufgelegt«, erzählt Gebeco-Area-Manager

Rolf-Dieter Scheerer.

Seiner Meinung nach hat Hongkong das

Zeug, sich als alleiniges Reiseziel zu positionieren.

»Wir denken, die Chancen sind nach wie

vor gut. Abgesehen von New York findet man

wohl nirgends ein derartiges Miteinander und

Nebeneinander verschiedener Kulturen«,

schwärmt Scheerer. Und: »Ähnlich wie New

York lebt diese Stadt 24 Stunden.«

Neue Reisen

nach Hongkong

Deshalb hat Scheerer das Portfolio

auch weiter ausgebaut: »Wir

bieten 2005 für Hongkong jetzt

unsere siebentägige Privatreise

an. Die bewährte Städtetour

Hongkong zum Kennenlernen

ist natürlich auch buchbar«, sagt

er, »und ganz neu ist die Kombination

Hongkong und Macao,

eine achttägige Städtereise.«

Dem nächsten Jahr blickt

der Area-Manager optimistisch

entgegen. Hongkong liegt genau

wie China bei Gebeco und Dr.

Tigges zweistellig im Plus was

Umsatz und Teilnehmer angeht.

»Allerdings liegen wir immer

noch deutlich hinter den starken

China-Jahren 2001 und

2002 zurück«, ergänzt Scheerer.

Den positiven Trend kann

FVA-Chef Fley nur bestätigen:

»Die Besucherzahlen von Januar

bis einschließlich Oktober

weisen ein Plus von 51,7 Prozent

im Vergleich zum Vorjahreszeitraum

auf.« Gemessen an

der Zahl der Gäste, die im Jahr

Fley will die

Aufenthaltsdauer

verlängern

Scheerer verkauft

Hongkong auch als

eigenständiges Ziel

2002 und damit vor der Sars-Epidemie nach

Hongkong reisten, entspricht das jedoch immer

noch einem Minus von 3,5 Prozent.

»Mein Traum für 2004 wäre die schwarze

Null«, sagt Fley. Doch dieses Ziel sei vielleicht

doch ein kleines bisschen zu hoch gesteckt.

Dennoch hofft er, in der Vorweihnachtszeit Boden

gut machen zu können. Schließlich findet

in Hongkong dann das »Hongkong Winter-

Fest« statt. Ein Event, das auch in Deutschland

kräftig beworben wird. Und es ist gerade diese

Art von Veranstaltungen, die auch in den kommenden

Jahren viele Gäste bringen sollen.

Yannick Fiedler

24.11.2004 TRAVEL ONE 45



SPEZIAL Asien

Viele Wege führen nach Bangkok, aber so

viele waren es wohl noch nie. Seit skandinavische

Airlines, Carrier aus den Vereinigten

Arabischen Emiraten und Fluggesellschaften

aus den asiatischen Nachbarländern

am Thailand-Geschäft mitverdienen

wollen, ist im Flugmarkt ein harter Konkurrenzkampf

entbrannt. Natürlich sichern sich

die klassischen Thailand-Verbindungen mit

Lufthansa, Thai Airways, Singapore Airlines,

Condor oder LTU nach

wie vor die größten Marktanteile.

Aber mit günstigenUmsteigeverbindungen

und Eckpreisen unter

500 Euro steigen Airlines

wie Finnair, SAS, Emirates

und Sri Lankan, Royal Brunei,

Gulf Air oder Qantas

aggressiv in den Markt

ein. Daneben suchen auch

Exoten wie Turkmenistan

Thailand geht

in die Nische

Strategie ■ Mit kulinarischen Angeboten, Wellness und

Aktivurlaub konzentriert sich das Land auf neue Kundengruppen.

Thai-Kochkurse im Urlaubsland finden immer mehr Verbreitung

Haussels: Zielgruppenangebote

fördern

Airlines mit Flügen über

Aschchabad, Mahan Air

via Teheran oder

Uzbekistan Airways

mit Stop in

Taschkent im deutschen

Markt nach

Kundschaft.

Thailandfans

und Reiseveranstaltern

kann’s recht

sein – schließlich

dient der Wettbewerb

am Himmel

dem ohnehin

attraktiven Preis-

Leistungs-Verhältnis

des Landes.

Nach Angaben von

Frank Haussels,

FACTS

Besucherprofil Thailand

■ Besucher aus Deutschland:

1999: 384.090

2000: 387.900

2001: 408.350

2002: 412.970

2003: 389.293

1/2004 – 7/2004: 261.130 (+21%)

Marketing Manager des Thailändischen

Fremdenverkehrsamtes (TAT) in Frankfurt,

liegt die Besucherzahl zurzeit um 15 Prozent

über der des Vorjahres. Damit dürfte der Wert

des Rekordjahres 2002, als knapp 413.000

Deutsche nach Thailand reisten, übertroffen

■ Besucher nach Herkunftsländern:

Ostasien: 6.199.719 (61,49%)

Malaysia: 1.340.193 (13,29%)

Japan: 1.026.287 (10,18%)

Europa gesamt: 2.283.913 (22,65%)

Deutschland: 389.293 (3,86%)

Großbritannien: 550.087 (5,46%)

Australien 284.749 (2,82%)

Basis: 2003

werden. Um den positiven Trend nicht abreißen

zu lassen, will das Fremdenverkehrsamt

auch im nächsten Jahr zahlreiche Inforeisen

veranstalten und unterstützen. Fest vereinbart

seien bereits ein Destinations-Special für 100

Reisebüromitarbeiter im April zusammen mit

Dertour und die »Tour de Thailand« mit

Meier’s Weltreisen, berichtet TAT Marketing-

Assistentin Bettina Kraemer. In diesem Jahr

hätten sich jeweils rund 750 Expedienten vor

Ort informiert.

Die thematischen Schwerpunkte der Inforeisen

sollen auf Attraktionen abseits der bekannten

Sonne-Sand-und-Meer-Schiene liegen:

Im Mittelpunkt stehen thailändische Küche

und Thai-Kochkurse, Aktivangebote wie

Wandern, Trekking und Radfahren, Wellness

und Wassersport. Geografisch sollen touristisch

nicht so stark erschlossene Destinationen

wie Trat mit Ko Chang an der Golfküste, Ko

Lanta und der Tarutao Marine National Park

in Südthailand das Marketing bestimmen.

Außerdem ist für das nächste Jahr eine neue

Kampagne unter dem Slogan »Happiness on

Earth« geplant, die die erfolgreiche »Amazing-

Thailand«-Kampagnen ablösen soll.

Bei den Reiseveranstaltern findet der Fokus

auf Nischenmärkte durchaus Anklang.

Neben Asienspezialisten wie Meier’s Weltreisen

oder Geoplan, die schon lange auf

Zielgruppenprogramme setzen, wagen sich

nun auch Vollsortimenter

wie Neckermann

an ausgefal-

lenere Offerten. So

verbindet das Ausflugsprogramm

»Asia

Lifestyle« in Bangkok

im Sommer 2005 einen

Thai-Kochkurs,

Thai-Massage und mit

Besuch eines Weingutes.

TUI hat die Region

Ko Yao Noi neu

ins Thailandprogrammaufgenommen.

Auch im Wandersektor

tut sich Einiges.

So tourt Wikinger

Reisen zu Fuß zu den

Waldelefanten im

Khao Yai Nationalpark

durch wilde Gebirgslandschaften

zum Ri-

ver Kwai. Und Neckermann-Partner Krauland

führt in den nächsten Wochen seine erste

Wander-Erlebnisreise auf der Fernstrecke in

Thailand durch. Christian Schmicke

www.thailandtourismus.de

46 TRAVEL ONE 24.11.2004


4x wöchentlich nonstop von Frankfurt über

BANGKOK

nach

BRUNEI

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Unser märchenhaftes Sultanat Brunei, ein

Traum aus Tausendundeiner Nacht, lädt ein

zu einem erholsamen Zwischenaufenthalt

oder auch zu einem längeren Urlaub.

Erleben Sie das ursprüngliche Asien und

genießen Sie vollendete Qualität zu

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Sie selbst, warum wir mit unserer neuen

Economy und Business Class Maßstäbe

setzen, und fliegen Sie mit uns von Brunei

zu einem von 22 traumhaften Zielen in

Asien, Australien und Neuseeland.



SPEZIAL Asien

Sri Lanka will nicht nur auf Badetourismus, sondern verstärkt auf die Kultur des Landes setzen

Erst mal nach rechts und links sehen, sich

akklimatisieren und dann allmählich loslegen

– für Channa Jayasinghe scheint es

diese Phase nicht zu geben. Kaum angekommen

führt der frisch gebackene Chef des

Fremdenverkehrsamts von Sri Lanka bereits

zahlreiche Gespräche, leiert Projekte an, zurrt

Termine fest. Sein Ziel: In den Köpfen der

Deutschen schnellstmöglich

das Bild seiner Heimat ändern.

»Sri Lanka ist jahrelang zu

billig verkauft worden«, bedauert

Jayasinghe. Mit der Folge,

dass die Bundesbürger die Insel

im Indischen Ozean als günstiges

Urlaubsziel betrachten und

seit dem Anziehen der Preise –

sie schnellten Ende vergangenen

Jahres 15 bis 30 Prozent

Jayasinghe:

Sri Lankan wurde zu

billig verkauft

nach oben – ausbleiben.

Diesen Trend umzukehren

und dabei gleichzeitig am Image

Qualität

statt Masse

Sri Lanka ■ Der neue Chef des Fremdenverkehrsamts in

Frankfurt will am Image der Insel im Indischen Ozean feilen.

Sri Lankas zu feilen, hat sich der neue Direktor

für Zentraleuropa zur Aufgabe gemacht. Qualität

heißt das Zauberwort, das künftig Gäste in

das Land locken soll.

Die Insel treibt derzeit die Verbesserung

des Service und die Renovierung der Hotels

FACTS

Sri Lanka in Zahlen

■ Besucher: 435.000 internationale Gäste

von Januar bis Oktober 2004 (+12,1%), Ziel:

eine Million in den nächsten zehn Jahren.

■ Deutsche: 44.950 (-2%) bis Oktober

2004; zu Hochzeiten wie 1995 rund 80.000.

■ Projekte: zwei neue Boutique-Hotels in

Sigiriya im Landesinneren; Sheraton-Hotel

in Colombo; Freizeitpark in Bentota, Eröffnung

2005; 18-Loch-Golfplatz in Bentota,

Eröffnung 2006; Förderung des Natur- und

Trekkingtourismus.

voran. Denn, so Jayasinghe, bei 40 Prozent

der 14.000 Zimmer lasse der Standard zu

wünschen übrig. Gleichzeitig fördert der Staat

den Ausbau der touristischen Infrastruktur. Er

kaufte Grundstücke für Hotelprojekte auf und

versucht nun, Investoren hierfür zu finden.

Bereits zugesagt hat laut Jayasinghe Sheraton.

Die Hotelkette plane, in der Hauptstadt Colombo

ein Haus zu bauen. »Mit Ritz-Carlton

und Hyatt befinden wir uns in Verhandlungen«,

verrät der Ceylonese.

Mehr Infos für

den Counter

Vor allem an Sri Lankas Ostküste wünscht sich

das Land mehr Unterkünfte. Seit Beginn der

Friedensgespräche zwischen der mehrheitlich

singhalesischen Regierung und den tamilischen

Rebellen gilt nicht nur der viel besuchte

Süden, sondern auch diese Region für Touristen

als sicher. All dies will der neue Mann in

Frankfurt vor allem über Reisebüros transportieren.

»Sie sind unsere wichtigsten Botschafter«,

betont er. Auf den Messen der nächsten

Monate wendet er sich gezielt mit Vorträgen

an Agenturen. Im Mai findet eine Roadshow

mit der PATA statt. Zudem stehen Info-Abende

und Reisen auf dem Programm. Jayasinghe

nutzt bei der Planung seine alten Kontakte:

Der 35-Jährige, der fließend Deutsch spricht,

arbeitete bereits von 1998 bis 2002 als Assistent

im Frankfurter Fremdenverkehrsamt.

Petra Hirschel

48 TRAVEL ONE 24.11.2004


Wann

kommst

Du?

Später Vormittag irgendwo am Mittelmeer: Endlich können Ihre Kunden mal

so richtig entspannen – Sonnenbaden, Schwimmen, Surfen. Falls das dem

einen oder anderen noch zu wenig ist, empfehlen Sie einfach die neuen

Sport- und Wellness-Pakete – zum Beispiel in Tunesien oder Marokko.

ist Urlaub.



SPEZIAL Asien

Quer

durch Asien

Star Alliance ■ Urlauber oder

Geschäftsreisende, die eine Reise

durch Asien planen, können ab

sofort den neuen Asien-Rundreise-Tarif

der Star Alliance buchen.

Mit dem Ticket können Passagiere

Brunei, Kambodscha,

Indonesien, Laos, Malaysia, Myanmar,

die Phillippinen, Singapur,

Thailand, Vietnam, China, Hongkong,

Japan, Korea, Taiwan, Australien

und Neuseeland bereisen.

Ausgangspunkt ist jeder Flughafen,

der von einem Mitglied des

Verbundes in diesen Ländern angeflogen

wird. Ausgangs- und

Zielflughafen müssen jedoch im

selben Staat liegen. Der Tarif ist

für eine Gesamtstrecke von bis zu

18.000 Meilen buchbar. Die

Tickets sind maximal sechs Monate

gültig.

www.staralliance.com

Die Frankfurt-Flüge von Cathay

sind zu 95 Prozent ausgelastet

ASIEN

Malaysia

Sabah

Shangri La Tanjung Aru {{{{{

14 Nächte, Ü, inkl. Flug ab/bis

Deutschland pro Person im

Doppelzimmer ab

EUR 1.079,–

Der MEIER’S WELTREISEN Asien Katalog Sommer 2005!

Cathay bewirbt die Provinz

Flug ■ »Wir stürzen uns nicht

auf Peking und Shanghai«, erläutert

Cathay-Marketing-Manager

Tom Melzer die Strategie für das

nächste Jahr, »wir konzentrieren

uns auf die chinesischen Provinzstädte«.

Etwa 25 Ziele auf dem chinesischen

Festland steuert Cathay

via Hongkong gemeinsam mit

den Partnern Air China, China

Eastern, China Southern und Preferred

Partner Dragon Air an. Für

sämtliche Destinationen hält

Melzer Durchgangstarife bereit.

Das soll sich 2005 auch in den

deutschen Reisebüros herumsprechen.

Denn der Marketing

Manager will den Marktanteil aus

Deutschland in die für Geschäftsreisende

interessanten Ziele weiter

steigern. »Auf der Strecke

nach Xiamen beläuft sich unser

Marktanteil auf 40 Prozent, für

Ningbo liegt er bei 15 Prozent«,

resümiert Melzer.

Sommerprogramm ■ Neckermann

präsentiert in den Sommerkatalogen

zwei neue Rundreisen

durch Bali. An Aktivurlauber

richtet sich die fünftägige Tour

»Bali Adventure«. Auf dem Programm

stehen Rafting, Mountainbiking

und Wandern.

Ebenfalls erstmals im Neckermann-Angebot

vertreten ist

Melzer: Für 25 chinesische Ziele

gibt es Durchgangstarife

Die Boom-Ziele Peking und

Shanghai werden dabei nicht vernachlässigt:

Vom 1. Dezember an

steht auch die chinesische Hauptstadt

auf dem Flugplan. Die Passagier-Dienste

nach Shanghai folgen

in 2006. Im nächsten Jahr

darf die Fluggesellschaft lediglich

Frachtgut dorthin befördern.

www. cathaypacific.de

Mit Rafting-Touren will der Veranstalter Urlauber nach Bali locken

Mehr Bali bei Neckermann

die dreitägige Reise »Höhepunkte

Zentral Javas«. Darüber hinaus

machen sich die Oberurseler im

Sommer auch für das Wohlbefinden

stark: Wer den Sri-Lanka-Urlaub

mit einer Ayurveda-Kur verbinden

möchte, kann den neuen

Frühbucher-Rabatt für das Siddhalepa

Ayurveda Health Resort in

Anspruch nehmen.

TRAVEL ONE 24.11.2004


TCR kombiniert Metropolen

Sommer ■ Bei Thomas Cook

Reisen können Asien-Urlauber im

nächsten Sommer chinesische

Metropolen miteinander kombinieren.

Zur Auswahl stehen Peking,

Shanghai und Hongkong.

Buchbar sind dort je zwei Hotels.

Flugpartner ist die Lufthansa.

Darüber hinaus können Ausflüge

in den jeweiligen Städten

bereits in Deutschland gebucht

werden. Bei der Aufenthaltsdauer

in den Metropolen müssen

sich die Reisenden nicht festlegen.

Diese ist frei wählbar.

Ebenfalls neu im Portfolio

von Cook Reisen ist das Evason

Hideaway & Six Senses Spa auf

der vietnamesischen Insel Ninh

Van. Die »Große Vietnam-Rundreise«

kann im Sommerprogramm

zudem erstmals mit der

Kurzrundreise »Angkor Wat«

kombiniert werden.

Ausgebaut wurde auch das

Rundreisenangebot mit Privat-

Günstig in

der Business

Thai Airways ■ Der thailändische

Carrier hat ein Winter-Special

aufgelegt. Flüge in der Royal

First und Royal Executive Class

nach Asien oder Australien sind

bei Abflug bis zum 16. Dezember

oder in der Zeit vom 27. Dezember

bis zum 17. März günstiger.

Der Spartarif ist nur auf ausgewählten

Flügen von Thai gültig.

Thai bietet Sonderpreise

für die Komfortklassen

24.11.2004 TRAVEL ONE

chauffeur. Neues Ziel ist Thailand.

Premiere feiert zudem eine

Tour zu den religiösen Monumenten

Javas.

www.thomascook-reisen.de Neues Refugium in Vietnam: Evason Hideaway & Six Senses Spa

Einfach mehr erreichen –

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nach Shanghai!

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weitere asiatische Metropolen, die ebenfalls bequem über unser mehrfach ausgezeichnetes

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zu erreichen sind. Willkommen an Bord! www.scandinavian.net It’s Scandinavian



SPEZIAL Asien Mix

MOMENT MAL…

Asien ist

wieder da

Die asiatischen Länder haben

es geschafft. Von Sars und

Hühnergrippe ist in Deutschland

keine Rede mehr. Ganz

im Gegenteil. Veranstalter und

Fremdenverkehrsämter berichten

unisono von hohen

Zuwächsen bei Reisen nach

Asien. Einige melden sogar

noch mehr Urlauber als vor

der Sars-Epidemie.

Die asiatischen Urlaubswerber

haben allen Grund zur

Freude. Denn nicht nur das

Interesse der Gäste ist wiedergekehrt.

Auch einige Fluggesellschaften

engagieren sich

stärker und präsentieren bessere

Verbindungen. Ein weiterer

Pluspunkt für Asien: Die

großen Veranstalter geben sich

nicht mehr mit dem 08/15-

Produkt zufrieden. Ähnlich

wie die Spezialisten reichern

sie vermehrt ihre Reisen mit

vielfältigen Bausteinen an. Zudem

wagen sie sich in abgelegenere

Regionen und zeigen

Otto-Normal-Urlaubern,

dass Asien

mehr zu bieten

hat als lange Sandstrände

und günstiges

Essen.

Yannick Fiedler

Redakteurin

y.fiedler@travel-one.net

Auf Erfolgskurs mit 777

Malaysia ■ »Triple Seven« ist

nicht nur der Flugzeugtyp, mit

dem Malaysia Airlines die Strecke

Frankfurt – Kuala Lumpur mit

vier wöchentlichen Weiterflügen

nach Kuching auf Borneo bedient.

777 Euro ist auch der Eck-

Borneo gilt als Ziel für Naturfans

UPDATES

■ Auf der thailändischen Insel

Phuket ist die Fünf-Sterne-Anlage

Hilton Phuket Arcadia Resort & Spa

eröffnet worden. Gästen steht ein

1.500 Quadratmeter großes Wellness-Areal

zur Verfügung.

■ Am 1. Dezember empfängt in

Nordthailand das Mandarin

Oriental Chang Mai erstmals Gäste.

Bis zum 19. Dezember können

Kunden dort zu einem Spezialpreis

nächtigen.

■ Royal Brunei, die staatliche

Fluggesellschaft des Sultanats Brunei,

bietet nun für die Strecke

Frankfurt – Bangkok E-Tickets an.

■ In Mandalay hat ein neues Hotel

eröffnet: Das Mandalay City

Hotel verfügt über 50 Superior und

Deluxe-Zimmer. Ein Business-Center

ist vorhanden.

■ Der Asien-Spezialist Sun-Trips

hat seinen Internetauftritt überar-

preis, mit dem die Airline, Tourism

Malaysia und eine Reihe von

Asien-Spezialisten bis Mitte nächsten

Jahres für das Reiseland werben.

Die unermüdlichen Marketingaktivitäten

der Tourismuswerber

zeigen offensichtlich Erfolg:

Nachdem Sars

und Konjunkturschwäche

Malaysia

im vergangenen

Jahr schwere Einbrüche

beschert

hatten, geht es

in diesem Jahr wieder

steil bergauf.

41.414 Besucher

in den Monaten Januar

bis September

bedeuten gegenüber

dem Vorjahreszeitraum

ein

Plus von 48 Prozent

und entsprechen

der Besucherzahl

des Gesamt-

beitet. Unter www.suntrips.de ist

nun die »Suntrips Booking Engine«

zu finden. Dort können Counterkräfte

Reisen nach dem Baukastenprinzip

zusammenstellen.

■ TUI hat das Asien-Programm im

Sommer um elf Rundreisen aufgestockt.

Neu ist unter anderem die

Sri-Lanka-Tour »Erlebnis Ostküste«.

Zudem gestaltet der Hannoveraner

Veranstalter die Anreise für

die Gäste noch flexibler. Sie können

jetzt täglich mit Singapore Airlines

nach Singapur und Bali, mit

Appadurai: Nicht verramschen,

aber günstig sein www.touris

jahres 2003. Zur Attraktivität beigetragen

hat auch die im März

eingeführte Flugverbindung nach

Kuching auf Borneo, die vor allem

Aktivurlauber und Naturfans

anzieht. Zu den Veranstaltern, die

Malaysia neu im Programm haben,

zählen Asian Dreams und

Wikinger Reisen: Die Hagener

bieten eine Drei-Wochen-Tour

mit Trekking auf den Mount Kinabalu

an.

www.tourismmalaysia.de

■ Der neue Gebeco-Katalog

»Länder erleben – auf Schritt und

Tritt« enthält eine 15-tägige Fahrradreise

durch China. Die Tour

führt entlang der Chinesischen

Mauer. Stationen der Rundreise

sind neben der Hauptstadt Peking

und Shanghai auch die Städte

Xian und Guilin. Auch Vietnam ist

per Rad zu bereisen.

Martinair über Amsterdam nach Sri

Lanka sowie mit Qatar Airways

nach Sri Lanka und auf die Malediven

fliegen.

■ »China für Anfänger – Eine

faszinierende Welt entdecken«

heißt das neue Werk von Karl-

Heinz Pohl. Der Professor für Sinologie

an der Universität Trier gibt

einen Einblick in aktuelle Entwicklungen

sowie Kultur und Geschichte

des Landes. Erschienen im Verlag

Herder, ISBN 3-451-05536-8,

für 9,90 Euro.

52 TRAVEL ONE 24.11.2004


Royal Brunei fliegt von Frankfurt nach

SYDNEY

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Noch zweimal schlafen, dann ist … Sommer,

Sonne, Sydney! Ab Frankfurt bringt Sie Royal

Brunei dreimal wöchentlich über Nacht zum

Ziel Ihrer Träume – in den bequemen

Liegesitzen der Sky Executive Class und mit

individuellem Unterhaltungsprogramm in jedem

Sitz, auch in der Economy Class. Dazu lädt das

Sultanat Brunei auf dem Weg nach Australien

zu einem Zwischenstopp in Tausend und einer

Nacht ein, denn neben Sydney fliegen wir Sie

auch nach Brisbane, Darwin und Perth.



DESTINATION Tunesien

Schulterschluss

mit Veranstaltern

Tunesien ■ Der neue, alte Chef des Verkehrsamtes kämpft um mehr

Werbegelder und will den Kontakt zur Branche intensivieren.

Da gibt es noch eine Menge Arbeit«,

weiß der neue Chef des Tunesischen

Fremdenverkehrsamts in Frankfurt,

Saifallah Lasram. Sein Land steht zwar in der

Gunst der Deutschen wieder ganz oben –

rund 600.000 Besucher sollen

es in diesem Jahr werden.

Das entspricht einem

Plus von etwa 18 Prozent.

»Aber wir waren 1999 schon

mal bei einer Million«, gibt

Lasram zu bedenken. Da will

er wieder hin.

Für den erfahrenen Touristiker

sind das keine Luft-

Saifallah Lasram

will Reisebüros besser

informieren

Ali Miaoui freut sich

über die gestiegene

Zahl deutscher Gäste

schlösser. Lasram war schon

zweimal für Tunesien in

Deutschland. Von 1978 bis

1984 und dann wieder von

1992 bis 1998 war er Leiter

des Fremdenverkehrsamtes

in der Mainmetropole. Er

kennt nicht nur die Sprache,

sondern auch viele Touristiker

aus früheren Tagen. Das

dürfte ihm bei seiner jetzigen

Mission helfen.

Zu Hause in Tunesien

will Lasram mehr Geld für

die Promotion in Deutschland

lockermachen und sich

für ein Budget von fünf Millionen

Euro stark machen. Damit

will Lasram vor allem die

Werbung und Öffentlichkeitsarbeit intensivieren.

Schon jetzt wird die tunesische Präsenz

auf Messen ausgebaut. Lasram weiß,

dass er die Branche braucht und sucht deshalb

den Schulterschluss mit den deutschen

Veranstaltern. Er will sie für gemeinsame Aktionen

gewinnen.

Über die Hauptpositionierung von Tunesien

hat der Tunesienwerber klare Vorstellungen.

»Badeurlaub und Familien sind unsere

Kernsegmente, das wird sich nicht ändern.«

Und so meldet das Tunesische Fremdenver-

kehrsamt für die im vergangenem Jahr eröffnete

touristische Zone Yasmin Hammamet

sehr gute Zahlen. In den Straßen der neu angelegten

Medina habe im Sommer viel Trubel

geherrscht. Familien schätzen den Ferienort.

Er sieht vor allem Chancen in der Vermarktung

von Nischen. »Die Themen Wellness,

Golf und Wüstentourismus können von

den Veranstaltern noch ausgebaut werden.«

Viele Hoteliers haben in Wellness investiert

und moderne Thalasso-Tempel gebaut. Hinzu

kommen immer neue Golfplätze mit internationalem

Standard. Diese Angebote will FVA-

54 TRAVEL ONE 24.11.2004


Chef Lasram verstärkt in den Katalogen der

deutschen Reiseveranstalter unterbringen.

Das gleiche gilt für die Oasen im Süden

von Tunesien. Sie bieten nach Lasrams Meinung

noch Entwicklungspotenzial. Das Problem

seien die fehlenden Direktflüge in die

Wüste nach Tozeur. Tunisair hatte einen Versuch

mit dem Nonstop-Dienst ab Frankfurt in

die Sahara gestartet, die Verbindung jedoch

gerade mangels Nachfrage wieder eingestellt.

»Die Deutschen haben nicht das Wüstenerlebnis

im Sinn, wenn sie an Tunesien denken«,

glaubt Ali Miaoui, Deutschland-Direktor

der Tunisair. In Frankreich sei das anders.

Dort läuft Tozeur sehr gut, sagt der Airliner.

Hierzulande sei mehr Werbung für die Wüste

notwendig. Lasram stimmt zu. »Ich glaube

an dieses Produkt, aber es braucht Zeit, seinen

Markt zu finden«, ist der Verkehrsamtschef

überzeugt.

Daneben will der Deutschland-Direktor

den Langzeiturlaub forcieren. »Tunesien ist

auch im Winter offen.« Und anders als bei

früheren Versuchen, im kalten deutschen

Winter Gäste Richtung Süden umzuquartieren,

ziehen die Anbieter heute mit. »Jetzt

wollen die Hoteliers diesen Markt.« Das sei

eine gute Voraussetzung für den Erfolg.

»Wir wollen Reisebüros generell besser

informieren, was Tunesien zu bieten hat«,

FACTS

Tunisair in Zahlen

■ Flotte: Die Fluggesellschaft operiert mit 29 Flugzeugen, die im Durchschnitt sieben Jahre alt

sind. Davon sind vier B737-500, sieben B737-600, drei A319, zwölf A320 sowie drei A300-600.

■ Linienflüge: Tunisair fliegt 16 Mal in der Woche von Frankfurt, Hamburg, Düsseldorf, München

und Berlin-Schönefeld nach Tunis, Monastir und Djerba

■ Charterflüge: Ab 22 deutschen Abflughäfen in Richtung Monastir, Tabarca und Djerba; 35

Verbindungen in der Woche.

■ Gästeentwicklung: Im vergangenen Jahr beförderte die Fluggesellschaft 408.000 Passagiere,

in diesem Jahr sind es aktuell bereits 517.000, was einem Plus von 27 Prozent entspricht.

sagt Lasram. Vor allem will er nicht akzeptieren,

dass Tunesien als Billigware gehandelt

wird. »Preiswert zu sein bedeutet nicht, ein

schlechtes Produkt zu haben.« Damit spricht

er aus, was viele Veranstalter bereits wissen.

»Wir müssen die Reisebüros besser auf Verkaufsgespräche

vorbereiten«, sieht Lasram

Schulungsbedarf. Auch unter den Urlaubern

halten sich hartnäckig Vorurteile aus vergangenen

Jahren. »Manche Leute fragen immer

noch, ob Frauen alleine nach Tunesien reisen

können. Das ist blanker Unsinn.«

Ähnlich positiv wie das Fremdenverkehrsamt

beurteilt Tunisair-Mann Miaoui den generellen

Aufschwung für sein Land. Der

Deutschland-Direktor freut sich über 20 Prozent

mehr Passagiere aus Deutschland in den

ersten neun Monaten. International seien es

sogar mehr als 30 Prozent. »2004 sind wir aus

der Krise herausgeflogen.« Die Auslastung der

Flugzeuge sei um sieben Prozentpunkte gestiegen.

Selbst den Marktanteil habe Tunis Air

um fünf Prozent steigern können.

2007 soll ein neuer

Flughafen enstehen

In ähnlichem Tempo soll es weitergehen. Für

das nächste Jahr peilt Miaoui in Deutschland

abermals 15 bis 20 Prozent Wachstum an.

»Wir werden auf der Gewinnerseite stehen«,

ist der Airline-Manager zuversichtlich. Zusätzliche

Flüge plant Miaoui nicht. Erst in

diesem Jahr kam die Strecke Berlin – Monastir

hinzu. Der Flugplan mit jetzt 16 Flügen

soll im nächsten Sommer unverändert bleiben.

Erst 2006 zum »Year of Djerba« steht

eine Aufstockung an. Dann startet auch die

Flottenerneuerung, und neue Airbusse kommen

zum Einsatz.

Ein Jahr später soll ein neuer Flughafen

im tunesischen Luftverkehr neue Maßstäbe

setzen. Der Airport entsteht im Dreieck

Hammamet, Monastir und Tunis. Hammamet

und Monastir sind jeweils rund 50 Kilometer

entfernt, die Hauptstadt etwa 100 Kilometer.

Voll ausgebaut soll der neue Flughafen

eine Kapazität von 30 Millionen Passagieren

pro Jahr haben. Der Airport in Monastir,

der dadurch praktisch ersetzt wird,

kommt auf fünf bis sechs Millionen.

Von dem neuen Flughafen erhoffen sich

die Tunesier auch einen weiteren Schub aus

Deutschland. Schon heute spielen die deutschen

Besucher eine wichtige Rolle. Rund 18

Prozent des Gesamtumsatzes von Tunisair

stammen aus der Bundesrepublik. Miaoui:

»Deutschland ist nach Frankreich unser

zweitwichtigster Markt .« Thomas Hartung

www.tunisair.com

www.tourismtunesia.com

24.11.2004 TRAVEL ONE 55



DESTINATION Mix

Deutsche Städte legen zu

Deutschland ■ Die Bilanz des

Statistischen Bundesamts in

Wiesbaden kann sich sehen lassen:

In den Monaten Januar bis

einschließlich August stieg die

Zahl der Übernachtungen in den

Großstädten gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum

um

acht Prozent auf 50,5 Millionen

Krombach: Veranstalter haben

einen guten Job gemacht

Dubai baut

Golfplätze

Vereinigte Emirate ■ Dubai

will sich noch stärker als Golf-

Destination positionieren. Geplant

ist der Bau von insgesamt

sechs Golfplätzen. Initiator ist

Wahid Attala, Executive Director

Commerial des Bau- und Immobilienkonzern

Nakheel.

Wo genau die Golfplätze entstehen

sollen, wurde noch nicht

beschlossen. Die Lage der neuen

Parcours orientiert sich an Projekten

des Konzerns, der sich auch

im Bau diverser Hotels engagiert.

Für die Realisierung ist das neue

Unternehmen Nakheel Golf verantwortlich.

Die Firma will Plätze für Jedermann

anlegen: Die Pläne reichen

von einem Sechs-Loch-Platz

für Familien bis zum Championship-Kurs

für die Profis.

www.dubaitourism.ae

an. Während die Übernachtungen

deutscher Gäste um sechs

Prozent anstieg, erhöhte sich die

Zahl der ausländischen Übernachtungen

sogar um 13 Prozent.

»Das Plus der Städtereisen

ist ein großer Erfolg für die deutschen

Reiseveranstalter«, sagt

DRV-Vorstand und Ameropa-Chef

Walter Krombach.

Die jüngste Entwicklung bestätigt

die Voraussagen der Branche.

»Wir haben die Städtereisen

gezielt ausgebaut und exakt den

Geschmack der Verbraucher getroffen«,

resümiert Krombach.

Lieblingsziel der Urlauber

war in den vergangenen Monaten

Berlin gefolgt von München

und Hamburg. Weniger positiv

sind die Zahlen für ganz Deutschland:

Von Januar bis einschließlich

August reisten etwas weniger

Bundesbürger durch ihre Heimat.

. www.tourismus-in-deutschland.de

In den vergangenen Jahren reisten immer weniger Deutsche in die Dominikanische Republik

Mehr Präsenz in Deutschland

Strategie ■ Die Dominikanische

Republik will sich wieder stärker

in Deutschland engagieren. Vorrangiges

Ziel der seit Oktober amtierendenFremdenverkehrsamtschefin

Alexandra Brockmanns-

Diáz ist es, den Kontakt zu den

deutschen Reiseveranstaltern zu

verbessern.

Helfen soll die neue Strategie,

mit der sich die Karibik-Insel neu

positionieren will. Die Dominikanische

Republik soll in Deutsch-

Die schönsten Angebote werden auf der ITB ausgezeichnet

Neuseeland vergibt Preise

Wettbewerb ■ Tourism New

Zealand prämiert außergewöhnliche

Neuseeland-Angebote von

Veranstaltern. Den New Zealand

Travel and Tourism Award 2005

überreicht Stephen Hart, der

beim Fremdenverkehrsamt für

Deutschland, Österreich und die

Schweiz verantwortlich ist, anlässlich

der ITB. »Mit den Awards

wollen wir besonders kreative

Ideen und außergewöhnliches

Engagement beim Verkauf der

Destination Neuseeland auszeichnen«,

sagt Hart. Je einen

Preis gibt es für die gelungenste

Neuseeland-Broschüre sowie das

land als Ziel für All-inclusive- oder

Bade-Urlaub, Abenteuer- und

Entdeckungsreisen, Sport- und

Wellness-Aufenthalt bekannter

werden. Daneben wollen die karibischen

Touristiker auch Urlauber

anlocken, die sich für die Natur

und Kultur der Destination

interessieren. Ebenfalls auf der

Liste der FVA-Chefin ist die Arbeit

am Image der Urlaubsinsel:

Brockmanns-Diáz will den Deutschen

klar machen, dass es in der

am besten gestaltete Angebot im

Internet.

Wer sich die Auszeichnung

sichern möchte, muss die Destination

zum Zeitpunkt der Prämierung

mindestens zwölf Monate

lang aktiv verkauft haben. Eine

Jury bewertet die Einsendungen

nach den Kriterien Vielfältigkeit,

Verständlichkeit des beschriebenen

Produkts, Genauigkeit der

Produktinformationen und Gestaltung.

Für die Broschüren ist

relevant, ob unbekannte Produkte

vermarktet werden. Einsendeschluss

ist der 31. Dezember. Infos

unter T. 089-53 07 90 22.

Dominikanischen Republik auch

erstklassige Hotellerie gibt. Um

dies zu verdeutlichen, organisiert

das Fremdenverkehrsbüro im

nächsten Jahr Fam-Trips und

Workshops für Veranstalter und

Reisebüromitarbeiter. Darüber

hinaus präsentieren sich die

Domrep-Werber auf diversen

Messen. Zudem startet in diesen

Tagen eine Werbekampagne im

Fernsehen: Sechs verschiedene

Werbespots à 30 Sekunden informieren

über die Urlaubsinsel.

www. dominican-republic.com

56 TRAVEL ONE 24.11.2004

Foto: Christophe Dubois


Urlauberplus auf Mallorca

Balearen ■ Mallorca steigt weiter

in der Gunst der Deutschen.

In den ersten neun Monaten des

Jahres reisten im Vergleich zum

Vorjahreszeitraum knapp elf Prozent

mehr Bundesbürger auf die

spanische Mittelmeerinsel. Insge-

Mallorcas Reize wirken wieder auf die Deutschen

UPDATES

■ Grand Cayman empfängt wieder

internationale Gäste. Mehr als

500 Zimmer stehen derzeit auf der

karibischen Insel für Urlauber bereit.

In den nächsten Monaten eröffnen

auch weitere Häuser. Im

Sommer öffnet das neue Ritz Carlton

Resort seine Pforten.

■ Das »Centrum für Reisemedizin«

empfiehlt Reisenden, die es

nach Großbritannien zieht, sich

gegen Mumps impfen zu lassen.

Der Grund: In jüngster Zeit ist es

unter Studenten in zahlreichen

Hochschulen des Landes erneut zu

einer Welle von Erkrankungen gekommen.

Infos unter www.crm.de.

■ Einen Überblick über österreichische

Veranstaltungsorte gibt

die neue Broschüre »Erlebnis

Österreich – Eventlocations«. Infos

unter www.fiala.co.at.

■ Jordanien wird wieder für Veranstalter

interessant. Nun sind Rei-

samt verzeichnet Mallorca ein

Plus von 2,6 Prozent, die Balearen

konnten zusammen um 2,4

Prozent zulegen.

Damit habe die balearische

Urlaubsindustrie ihre rückläufige

Tendenz der vergangenen Jahre

sen durch das arabische Land auch

beim Spezialisten für Trekkingrundreisen

DAV Summit Club buchbar.

■ Die Werbegemeinschaft Deutsches

Küstenland hat einen

neuen Internet-Auftritt. Unter

www.deutsches-kuestenland.de

finden Interessierte in vier Sprachen

Informationen über die nördliche

Region.

■ Nach zweijähriger Abstinenz hat

die Vertretung der Kanalinsel Jersey

wieder eine deutschsprachige

überwunden, heißt es in einem

Bericht des spanischen Tourismusverbandes

Exceltur. Die Hoteliers

hätten die negativen Tendenzen

der vergangenen vier Jahre

in diesem Sommer stoppen

können. Trotzdem schließen

über den Winter mehr Hotels als

im vergangenem Jahr.

Negative Erfahrungen hat

auch die Barcelo-Gruppe gemacht.

Simon Barceló: »Die Bilanz

für unsere elf Hotels auf den

Balearen ist schlechter ausgefallen

als in der Vergangenheit.«

Schuld sei der Preisdruck, den die

Veranstalter ausübten. Dadurch

sei die Gewinnspanne gesunken.

Auch die extreme Saisonabhängigkeit

wirke sich negativ auf die

Rendite aus. Der Hotelier fordert,

das Hotelangebot auf den Balearen

zu senken.

Für Zwist sorgt derzeit auch

die Diskussion um die Einführung

eines Qualitätsstandards

für All-inclusive-Angebote. Gegner

eines Siegels sind zum Beispiel

Menorcas Hoteliers.

■ Der Termin für den marokkanischen

Tourismustag »Assises du

Tourisme« wurde um eine Woche

vorverlegt. Urprünglich sollte das

Treffen internationaler Touristiker

am 21. und 22. Januar stattfinden.

Die Veranstaltung läuft nun vom

14. bis zum 15. Januar. Infos können

unter assises2005@tourisme.

gov.ma angefordert werden.

Broschüre produziert. Auf 60 Seiten

werden die Regionen der Insel

vorgestellt. Der Folder wird an die

Reisebüros ausgeliefert, kann aber

auch unter www.jersey.com bestellt

werden.

■ Der »Consejo de Promoción Turistica

de Méxiko« hat für Mexiko-

Reisende ein neues Call Center

eingerichtet. Informationen über

das südamerikanische Land können

dort kostenlos abgerufen werden.

Telefon 0800-66 66 22 11

oder Fax 0800-66 66 22 33.

MOMENT MAL…

Schlechter

Umgang

Es geschehen schon komische

Dinge. Da entzieht die Regierung

von Mauritius der Reederei

der »Island Sun« kurzerhand

die Genehmigung zum

Anlaufen der Cardagos Inseln.

Und die muss alle Kreuzfahrten

absagen. Ein riesiger wirtschaftlicher

Schaden.

Ob der Rückzieher der Regierung

begründet oder unbegründet

ist, wollen wir nicht

entscheiden. Und wir können

es auch nicht. Denn wenn es

dafür Gründe gegeben hat, so

hat die Regierung sie für sich

behalten. Und das ist das Entscheidende.

Ein Land, das so stark vom

Tourismus abhängt wie Mauritius,

sollte etwas pfleglicher

mit Unternehmen aus der

Branche umgehen. Wenn sich

herumspricht, dass Mauritius

ein Land willkürlicher Entscheidungen

ist, wird sich das

nicht gerade positiv auf die InvestitionsbereitschafttouristischerUnternehmen

auswirken.

Die könnten dann

auch fern bleiben.

Ganz ohne Angabe

von Gründen.

Klaus Göddert

Redakteur

k.goeddert@travel-one.net

24.11.2004 TRAVEL ONE 57



RELAX Schnäppchen für Touristiker

Nix wie weg…

ZIEL & ZEIT

Weltweit ■

bis 31.12.2004

Südamerika ■ Brasilien

20.3., 7.8., 23.10., 4.12.

2005

Holland ■ Amsterdam

11.12. bis 12.12.2004

Indischer Ozean ■

Seychellen

1.12. bis 15.12.2004

Europa ■

nach Verfügbarkeit

Deutschland ■ Berlin

2.1. bis 31.3.2005

Deutschland ■ Dresden

29.12.2004

Asien ■ Myanmar

nach Verfügbarkeit

Deutschland ■

bis 28.2.2005

USA ■ Florida

bis 12.12.2004

Kanaren ■ Fuerteventura

4.1. bis 20.3.2005

LEISTUNG

Flug nach Chicago, Montreal

oder Muscat

Flug nach Hongkong

14-tägige Aktivreise »Berge

und Strände um Rio de Janeiro«,

ab/bis Rio

Weihnachts-Shopping in Amsterdam,

Hin- und Rückfahrt im Reisebus

Flug mit Qatar Airways von FRA. MUC

über Doha nach Mahe

Übernachtung inklusive Halbpension

im Sainte Anne Resort & Spa

Ermäßigung in 26 Falkensteiner

Hotels in Italien, Österreich, Kroatien

und Tschechien

Flug von Berlin-Tempelhof nach Bern

Begleitperson

Übernachtung im Hilton-Hotel

inklusive Ticket für »Carmen«-

Aufführung in der Semperoper

Flusskreuzfahrt mit der »Road to

Mandalay«, wahlweise sechs, sieben

oder zehn Tage

ermäßigte Übernachtungspreise in

allen Inn Side Residence Hotels

Flug von FRA, DUS, CGN, HAM, HAJ,

TXL, MUC, STR nach Miami plus eine

Übernachtung

Eine Woche in der Drei-Sterne-Anlage

Las Marismas in Corralejo für

Expedienten kostenfrei, Begleitperson

Tipps zum Schmökern

■ Rukhsana Timmis vom Orland Tourism

Bureau empfiehlt »Gelebte Geschichte«

von Hillary Rodham Clinton,

9,95 Euro, Ullstein Taschenbuch.

PREIS

199 Euro

229 Euro

770 Euro

18 Euro

250 Euro

120 Euro

50 Prozent

Rabatt

39 Euro

50 Euro

159 Euro

ab 500 Euro

ab 33 Euro

ab 327 Euro

132 Euro

KONTAKT

Swiss

CRS und LX-Flugnummer in RBD

»Q« bzw. »U«

Argentum Travel

info@argentum-travel.de

Rainbow Tours

Fax: 040-32 09 30 99

Qatar Airways

Fax: 069-5 05 05 72 20

Beachcomber Hotels

T. 089-6 29 84 90

Falkensteiner Hotels & Resorts

www.falkensteiner.com

Cirrus Airlines

Fax: 06893-80 04 46

Institut für Bildungsreisen

Fax: 07531-58 02 88

Venice Simplon-Orient-Express

Fax: 0221-3 38 03 33

Inn Side Hotels

www.innside.de/travelintrends

Lawson International

www.Lawson-International.de

Sun Promotions

www.sunpromotions.de

Noch mehr Angebote: www.travel-one.net

58 TRAVEL ONE 24.11.2004


TV-TIPPS

SAMSTAG, 27.11. l Mit der

»World Discoverer« in der Antarktis,

12:00 Uhr, MDR l Plaza Latina

– Der Norden Spaniens, 12:30

Uhr, NDR l Die herrschaftlichen

Parks um Rom und Florenz, 16:10

Uhr, RBB l Miami, Florida, 17:00

Uhr,VOX l Die östliche Adria – Von

Dubrovnik bis Triest, 17:30 Uhr,

NDR l Transkontinental: 100 Jahre

Transsib und andere Meilensteine,

20:15 Uhr, SWR.

SONNTAG, 28.11. l Procida: Eine

unbekannte Insel im Mittelmeer,

11:45 Uhr, RBB l Köln – Kirche,

Karneval, Kölsch und Klüngel,

Themen in der

Ausgabe 51:

➤USA

12:15 Uhr, SWR l Das alte Siam,

Thailand, 13:00 Uhr, SWR l Im Rosenheimer

Land, 15:00 Uhr, Hessen

l Pyrenäen – Winterreise

durch ein wildes Land, 15:40 Uhr,

WDR l Venetien, 15:45 Uhr, Hessen

l Winterreise durch Ostpreußen,

16:00 Uhr, NDR l Rio de Janeiro,

18:15 Uhr,VOX l Das Katharinenkloster

– Glaubensinsel auf

dem Sinai, 21:50 Uhr, 3sat.

MONTAG, 29.11. l Rund um den

Wendelstein, 9:15 Uhr, BR l Wildes

Neuseeland (2/2), 13:00 Uhr,

MDR l Bellinzona – Tor nach Italien,

13:45 Uhr, NDR l Tübingen,

14:30 Uhr, NDR l Krakau – Von

sprechenden Steinen und polnischer

Seele, 15:45 Uhr, 3sat l Winter

im Murnauer Land, 16:30 Uhr,

3sat l Überleben am Manila-Express,

20:15 Uhr, WDR.

DIENSTAG, 30.11. l Die Megalith-

Tempel Maltas, 10:40 Uhr, RBB l

Städtetour: Victoria, 10:45 Uhr,

SWR l Abenteuer Amazonas,

14:15 Uhr, ZDF l Der eisige Weg –

Erscheinungstermin: 15. Dezember

Anzeigenschluss: 3. Dezember

Expedition nach Zanskar in der

Provinz Ladakh, 15:15 Uhr, NDR l

Der Taj Mahal – Leben mit einem

Wahrzeichen, 15:45 Uhr, 3sat l Der

Traum vom Luxus – Urlaub vom

Feinsten, 16:30 Uhr, 3sat l Im Rosenheimer

Land, 19:30 Uhr, BR.

MITTWOCH, 1.12. l Der Ayers

Rock, 9:00 Uhr, WDR l Wandern in

Patagonien – Der Torres del Paine,

15:15 Uhr, NDR l ABC-Inseln –

Viel Karibik und ein Schuss holländische

Lebensart, 16:30 Uhr, MDR l

Der Aletsch-Gletscher, Schweiz,

18:15 Uhr, 3sat l Procida – Im

Schatten von Capri und Ischia,

21:00 Uhr, SWR l Tage und Nächte

in Paris, 23:15 Uhr, ARTE.

DONNERSTAG, 2.12. l Türkei,

11:30 Uhr, WDR l Belize, 13:30

Uhr, RBB l Fehmarn, 14:30 Uhr,

NDR l Traumziel Heard Island,

15:15 Uhr, NDR l An den Hängen

des Ätna, 16:30 Uhr, 3sat l Alaska:Auf

der Wasserstraße der Goldgräber,

20:15 Uhr, NDR l Lifting für

ein Traumschiff: Die »Europa« im

Dock, 21:55 Uhr, VOX l Die Queen

Mary 2 – ein Schiff der Superlative,

22:45 Uhr, Hessen.

HIGHLIGHT DER WOCHE

TV-Tipps➤

EXIT

DIE URLAUBSMACHER:

Der Film wagt diverse

Blicke hinter die Kulissen

der großen deutschen

Reiseveranstalter, zeigt

Macher und Planer und

spricht mit Reiseleitern und

Urlaubern, MITTWOCH,

1.12., 20:15 Uhr, Hessen.

FREITAG, 19.11. l Pommern,

13:05 Uhr, NDR l Die Kapverden,

14:00 Uhr, ARTE l Geschichten aus

der Provence, 16:30 Uhr, RBB l

Holland, 16:30 Uhr, 3sat l Ostpreußen,

21:00 Uhr, RBB.

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

➤ Traumziele/Trauminseln

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Klaus Göddert, Petra Hirschel,

Wolfram Marx,Tanja Ronge

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Marketing

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TRAVEL ONE

erscheint wöchentlich mittwochs

Zurzeit gilt Anzeigenpreisliste Nr. 32

vom 1. Januar 2004

Abonnementspreis Inland 25 Euro pro Jahr

inklusive Porto und MwSt, Einzelheft 2 Euro

Abonnementspreis Ausland 48 Euro pro Jahr

inklusive Porto, ohne Luftpostzuschlag

Reisebüros erhalten TRAVEL ONE kostenlos.

Die Mitglieder des Arbeitskreises

Aktiver Counter und des AJT e.V. erhalten die

Zeitschrift im Rahmen ihrer Mitgliedschaft

(EDA: Empfängerdatei-Analyse)

Nachdruck, auch auszugsweise, nur mit

Genehmigung des Verlages. Für unverlangt

eingesandte Manuskripte und Fotos wird

keine Gewähr übernommen

TRAVEL ONE ist eine Aktivität

der Verlagsgruppe

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ONE

17. NOVEMBER 2004 I 47. WOCHE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW DER

WOCHE

Dietmar Kastner hält

seine Marken auf Kurs

Wie Tjaereborg wieder in

die Gewinnzone kam ➤ 7

PRODUKT

City Trips zum

Christmas Shopping

Welche Städte bei

den Veranstaltern

hoch im Kurs stehen ➤ 8

DESTINATION

Eine Welt voller Kontraste

Warum Indien Gäste und

Veranstalter wieder in

seinen Bann zieht ➤ 20

»Freie Reisebüros

sind die besten«

Warum RTK-Chef Thomas Bösl an die Zukunft der unabhängigen Reisebüros glaubt SALES ➤ 16

+++ Wirbel um Alltours-Kataloge ➤ 4 +++ Iberostar

expandiert ➤ 5 +++ Sixt muss an Lafontaine zahlen ➤

6 +++ TUI entdeckt die Paare ➤ 10 +++ Thomas Cook

Reisen will aktive Urlauber ➤ 12 +++ Pharao holt Gäste

nach Bonn ➤ 24 +++ Mr. Magic Life geht ➤ 29

Kataloge ohne Internetverweis

»Mittelstand fordert

Fairness«

TRAVEL ONE 17.11.2004

■ Ich begrüße die Resolution

des asr und wünsche mir, dass

der DRV auch endlich etwas

unternehmen würde. Sie haben

Recht, dass es für den asr schwer

ist. Wir geben keinen Katalog

heraus auf dem die Internetadresse

des Veranstalters deutlich

zu sehen ist.

Levent Yurtlu

Click und Flieg, Düsseldorf

Kataloge als Tapete?

»Schwierige Umstände«

TRAVEL ONE 17.11.2004

■ Jetzt muss ich doch mal meinen

Ärger über den Brief des

Herrn Schmid loswerden. Es ist

doch mehr als überheblich,

Agenturen, die vielleicht nicht

soviel Umsatz machen, die Kataloge

nicht zu gönnen und zu behaupten,

sie seien bei uns

verschwendet. Was meint Herr

Schmid, was wir damit machen,

tapezieren? Wir sind als »nicht

so umsatzstarkes kleines Reisebüro«

eigentlich ganz froh, nicht

mehr mit allzuvielen Katalogen

zugeschmissen zu werden.

Allerdings ist eine gewisse

Grundausstattung dringend notwendig.

Diese sollte eigentlich

auch von jedem Veranstalter gewährleistet

werden. Wir haben

die meisten unserer Kunden inzwischen

so erzogen, dass sie

die Kataloge auch wieder zurückbringen,

wenn sie sie nicht

mehr brauchen. Wäre ja vielleicht

auch mal eine Alternative

für den Herrn Schmid, seine

Kunden um Rückgabe der Kataloge

zu bitten. Als Reiseprofi

dürfte es ihm auch keine Mühe

bereiten, Informationen im für

alle zugänglichen Internet zu

finden, falls die bösen anderen

Agenturen ihm mal wieder keine

Kataloge übrig gelassen haben.

Aber es schimpft sich ja immer

leichter über die anderen...

Elke Kriebel

Reisebüro Boury, Brühl

ONE

150 Euro sind zu viel

»Lernen für den Verkauf«

TRAVEL ONE 10.11.2004

■ Ich geben Ihnen im großen

und ganzen Recht, dass man

heutzutage etwas tun muss, um

attraktiv für die Reisebranche

und die Kunden zu sein. Doch

leider ist es ja nun so, dass Info-

Reisen bei weitem nicht für einen

»Obolus« angeboten werden,

sondern sehr oft die 150

Euro-Marke überschreiten. Das

kann man sich als normale

Counterkraft nicht leisten. Zu-

mal früher die Info-Reisen der

Veranstalter ja kostenfrei angeboten

wurden. Klar würden viele

gerne an den Roadshows und Katalogpräsentationen

teilnehmen,

doch diese finden immer zu Bürozeiten

statt. Wer kann da

schon auf die Mitarbeiter und

vor allem auf die Auszubildenden

verzichten. Das nun veranstaltete

Treffen bei FTI finde ich

klasse, doch wird auch hier nur

der Auszubildende angesprochen,

was ist mit denen die

schon mit der Ausbildung fertig

sind und dennoch gerne mal wissen

möchten, wie das Selbstgebuchte

beim Veranstalter verarbeitet

wird? Die anderen Weiterbildungsmaßnahmen

die angeboten

werden, sind zwar ganz nett,

aber viel zu teuer. Und auch nur

dann möglich, wenn man selbst

eine Agentur besitzt.

Dies soll nicht als negative

Kritik gelten, das sind nur meine

Erfahrungen, die ich seit meiner

Ausbildung gesammelt habe.

Siegfried Hoppen

60 TRAVEL ONE 24.11.2004

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10. NOVEMBER 2004 I 46. WOCHE

DAS MAGAZIN FÜR REISEPROFIS

INTERVIEW DER WOCHE

Reinhold Messner und

die Tourismusindustrie

Wie der Bergsteiger

den Alpentourismus

verändern will ➤ 7

TRAVEL ONE AKTION

Jetzt anmelden zum

FTI-Azubi-Workshop

Wie Einsteiger ihr Knowhow

über Veranstalter

verbessern können ➤ 6

DESTINATION

Trendziel Istanbul

Weshalb sich die türkische

Metropole zum Liebling der

Anbieter mausert ➤ 20

»Wir brauchen ein

eigenes Gremium«

Warum Expedia-Chefin Anja Keckeisen mit vier Konkurrenten einen Verband gründet Sales ➤ 16

Mailen sie uns Ihre Meinung

redaktion@travel-one.net

+++ Gute Stimmung auf dem Thomas-Cook-Reisesommer

➤ 4 +++ 1-2-Fly kommt mit neuer Produktlinie auf

den Markt ➤ 5 +++ Grundschüler büffeln im Urlaub

Sprachen ➤ 8 +++ Gebeco wirbt um Fahrradfahrer ➤ 11

+++ Mobiles Einkaufen per Handy ➤ 16 +++

GESTERN

1974 ■ Vor 30 Jahren erhalten

Lufthansa-Passagiere

am Check-in eine »Baggage-

Box« für überzähliges Handgepäck

und letzte Einkäufe

auf dem Flughafen.

1984 ■ Vor 20 Jahren erreicht

die Verbrauchermesse

Touristica Frankfurt mit

125.000 Besuchern einen

neuen Rekordwert.

1994 ■ Vor zehn Jahren

übernimmt Karstadt die Mehrheit

bei Euro Lloyd.

2003 ■ Vor einem Jahr

startet Aldiana in den Anlagen

Sarigerme und Algarve

mit All-inclusive.

Geblättert

in TRAVEL ONE

und seinem

Vorgänger

Reisebüro Bulletin


Z U G E H Ö R T

»Packen Sie sie an den Eiern,

dann werden ihre Herzen und ihr

Verstand folgen«

Der amerikanische Immobilienlöwe Donald J. Trump

gibt in seinem Buch »Wie man reich wird« plakative

Tipps zum Umgang mit Geschäftspartnern.

Neuer

Aussie-Chef

Tourism Australia ■ Nach viermonatiger

Suche haben die Australienwerber

einen neuen Chef.

Scott Morrison heißt der frisch

ernannte Managing Director, der

den vorübergehend

eingesprungenen

Ken Boundy ablöst.

Morrison ist

schon länger im

Tourismusmarketing

für Australien

und Neuseeland

aktiv. Unter

anderem baute

er das New Zealand

Office of Tourism

and Sport auf

und war bei der Unternehmensberatung

KPMG für Touristik

und Freizeit zuständig. Zuletzt

arbeitete der neue Aussie-Chef

als Staatsdirektor bei der liberalen

Partei in New South Wales.

Der Für-alles-Experte

DRV-Jahrestagung ■ An Sendungsbewusstsein mangelt es ihm

nicht: »Nicht nur zu Zinsen, Wechselkursen und Konjunktur erhebt

der Chefvolkswirt der Deutschen Bank Gruppe gerne und häufig seine

Stimme. Auch der Diskurs zu gesellschaftlichen Fragen – wie Familie,

Ethik und Politik – treibt ihn um«, heißt es auf der Homepage

von Professor Norbert Walter.

Dafür hat er gerade wieder eine Kostprobe geliefert: Raucher- und

Teepausen sollten vom Gehalt abgezogen werden, fordert er. Arbeitnehmer,

die im Job rauchen und Tee trinken wollten, »können nicht

verlangen, dass Arbeitgeber Zigaretten- und Teepausen auch noch bezahlen.«

Damit dürfte der Frischluftfreund auch in der nicht eben nikotinarmen

Touristik für Gesprächsstoff sorgen. Am 26. November präsentiert

Walter im Rahmen der DRV-Jahrestagung seine Vorstellung von

»notwendigen Reformen in Deutschland«. Anschließend diskutiert er

darüber unter anderem mit Rothhändle-Raucher Klaus Laepple.

N E W S M A K E R

1

1 Walter Vill wurde für zwei weitere Jahre zum Vorsitzenden des Direktoriums der Arbeitsgemeinschaft

Deutscher Verkehrsflughäfen gewählt. Er ist kaufmännischer Geschäftsführer und stellvertretender Vorsitzender

der Geschäftsführung der Flughafen München GmbH. 2 Roxana Stana leitet die Dépendance des

Rumänischen Touristenamts in München. Die 29-Jährige war zuvor bei den Continental Hotels in Rumänien

und im Ministerium für Tourismus tätig. 3 Hans-Günter Felser leitet nun als Direktor das Welcome Hotel

Rheinresidenz Wesel. 4 Carsten Maßmann ist bei QGD Hotelmanagement neuer National Account Manager

Tours & Travel. Der 39-Jährige betreut Tourismuskunden. 5 Stefanie Messing kümmert sich bei QGD

künftig um das Vertragswesen. Sie gehört als Tours & Groups Coordinator dem Sales-Team an. 6 Thomas

Brühl (39) wird am 1. Januar Chef der Schwedischen Tourismuszentrale in Stockholm. Er arbeitete zuletzt

für den privaten Fernsehsender TV4.

24.11.2004 TRAVEL ONE 61

2

3

4 u. 5

6



MENSCH Privat

Otto Schweisgut

Otto Schweisgut, 54, Krebs, verheiratet, vier

Kinder, kandidiert bei der diesjährigen DRV-

Tagung auf Mallorca für den Vorstand in der

Säule A – die Säule für konzernungebundene

Reisemittler. Der Inhaber und Geschäftsführer

des Isaria Lufthansa City Centers in München

ist ein Pferdenarr und begleitet während

seines Studiums der Betriebswirtschaft an der

Universität Innsbruck Pferdetransporte in alle

Welt. Der gebürtige Tiroler arbeitet dann acht

Jahre im Marketing und weltweiten Vertrieb

in der Sportartikelindustrie bevor er sich vor

18 Jahren in der Touristik selbstständig macht.

Schweisgut bezeichnet sich als engagierten

und überzeugten Lufthansa-City-Center-

Betreiber und ist seit zwei Jahren zusätzlich

für das gemeinsame Online-Portal LCC24.com

verantwortlich.

■ Was hat Sie in die Reisebranche verschlagen?

Der Zufall: Bei der alteingesessenen Isaria-Reisen gab’s Nachfolgeprobleme, ich wollte

mich in einer interessanten Branche selbstständig machen und habe nach und nach das

Unternehmen erwerben können

■ Ihr Traumberuf als Kind?

Angeblich zuerst Papst, der Weg dahin war aber wohl weniger nach meinem Geschmack

■ Ihr Traumurlaub?

Auf einem schönen Segelboot mit der ganzen Familie neue Küsten erkunden oder, im

Winter, in einem gemütlichen Hotel in den Tiroler Bergen, ganz oben direkt an der Piste

■ Drei Monate Zeit – was würden Sie machen?

Zu Hause bleiben, mit viel Zeit für mich selbst, meine Familie, das Segelboot und unser

Pferd; zwei bis drei Wochen davon nur mit meiner Frau in ein Wellnesshotel gehen

■ Wo möchten Sie gerne leben?

Am Starnberger See, mit dem See vor der Tür, den Tiroler Bergen in Sichtweite, einem

super Reitstall nur fünf und das unschlagbare München 20 Minuten entfernt

■ Was ist Ihre Schwäche oder wo können Sie nicht widerstehen?

Als Österreicher natürlich keiner verführerischen Mehlspeise

■ Ihr jüngstes Kinoerlebnis?

»Die Passion« von Mel Gibson

■ Was lesen Sie gerade?

»Aganist All Enemies« von Richard A. Clarke

■ Wofür geben Sie gerne Geld aus?

Das erledigt eigentlich meine Familie, wenn was übrig bleibt, dann fürs Segeln, Reiten

oder Skifahren

■ Was hören Sie im Radio?

Bayern 2: wenig Musik, dafür News, Hintergrundberichte, Reportagen und Hörspiele

■ 20 Stunden fliegen, neben wem möchten Sie nicht sitzen?

Arial Sharon und Ottfried Fischer

■ Wen bewundern Sie?

Erfolgreiche Sportler, die ganz natürlich bleiben

■ Wen würden Sie gerne einmal treffen?

Den Dalai Lama in Lhasa

■ Ihre Lebensphilosophie?

Ein Geschäft ist nur gut, wenn’s für beide Seiten gut ist

Nächste Woche in TRAVEL ONE: Was es für Neuigkeiten von der DRV-TAGUNG auf Mallorca gibt ➤ Womit DERTOUR im

kommenden Sommer die Kunden begeistern will ➤ EXPEDITIONSREISEN: Was Touristikprofis bei der Beratung beachten sollten

➤ Welche Ziele Urlauber in MEXIKO außerhalb von Yucatan Neues bieten

62 TRAVEL ONE 24.11.2004


FEEL IT!

Hong Kong lädt ein – ab €777

Spüren Sie den Puls Hong Kongs. Mit einer einzigartigen Mischung aus quirligem Stadtleben, faszinierender Kultur, sagenumwobener

Geschichte und Natur pur zieht Hong Kong Besucher aus aller Welt an.Während des „2004 Hong Kong WinterFestes“ erstrahlt

Hong Kongs Skyline im imposanten Lichterglanz und ein gigantischer Weihnachtsbaum lässt nicht nur Kinderherzen höher schlagen.

Rund um das ganze Jahr bietet das Hong Kong Tourism Board im Rahmen des „Kulturellen Kaleidoskops“ kostenlose Schnupperkurse für Tai

Chi oder Feng Shui sowie Hafenrundfahrten auf einer traditionellen chinesischen Dschunke an.

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