23.02.2013 Aufrufe

Umwelterklärung 2006 - Clou - CLOU.de

Umwelterklärung 2006 - Clou - CLOU.de

Umwelterklärung 2006 - Clou - CLOU.de

MEHR ANZEIGEN
WENIGER ANZEIGEN

Verwandeln Sie Ihre PDFs in ePaper und steigern Sie Ihre Umsätze!

Nutzen Sie SEO-optimierte ePaper, starke Backlinks und multimediale Inhalte, um Ihre Produkte professionell zu präsentieren und Ihre Reichweite signifikant zu maximieren.

<strong>Umwelterklärung</strong><br />

<strong>2006</strong><br />

<strong>de</strong>r<br />

Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik<br />

GmbH & Co.<br />

Otto-Scheugenpflug-Straße 2, 63073 Offenbach/M.<br />

NACE Nr. DG, 24.30: Herstellen von Anstrichmitteln


Vorwort<br />

Die Ihnen hiermit vorliegen<strong>de</strong> vierte <strong>Umwelterklärung</strong> <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH<br />

& Co. ist aus unserer Sicht die erfolgreiche und konsequente Fortführung unseres Leitgedankens<br />

zum Thema Umweltschutz:<br />

„Umweltschutz be<strong>de</strong>utet für uns nicht nur die Erfüllung gesetzlicher Vorgaben und Auflagen.<br />

Vielmehr ist es uns wichtig, auch in wirtschaftlich schwierigen und unsicheren Zeiten<br />

<strong>de</strong>n Umweltschutz über die gesetzlichen Anfor<strong>de</strong>rungen hinaus kontinuierlich zu verbessern.“<br />

Diesen hohen Anspruch haben wir auch in <strong>de</strong>n vergangenen drei Jahren aufrechterhalten<br />

und in verschie<strong>de</strong>nen Bereichen weiter vorangebracht. Wir möchten hierzu auf <strong>de</strong>n Abschnitt<br />

„9. Umweltziele“ ab Seite 26 hinweisen.<br />

Aus unserer Sicht beson<strong>de</strong>rs erwähnenswert ist die Entwicklung von Produkten, die beim<br />

Endverbraucher z. B. zur Verringerung <strong>de</strong>s Einsatzes von Desinfektions- und Reinigungsmitteln<br />

führen. So haben wir einen wasserverdünnbaren Holzlack auf <strong>de</strong>n Markt gebracht,<br />

<strong>de</strong>r auf Nanotechnologie basiert. Dieser Lack enthält feinstverteilte Silberionen.<br />

Dadurch wird das Wachstum und die Vermehrung von gesundheitsbedrohen<strong>de</strong>n Bakterien<br />

und Pilzen <strong>de</strong>utlich vermin<strong>de</strong>rt. Durch <strong>de</strong>n Einsatz von <strong>CLOU</strong> ® NANO-Lacken z. B. in<br />

Arztpraxen, Altersheimen, Kin<strong>de</strong>rgärten usw. können in erheblichem Umfang Desinfektions-<br />

und Reinigungsmittel eingespart wer<strong>de</strong>n.<br />

Dieses Produkt ist 2004 mit <strong>de</strong>m hessischen Innovationspreis ausgezeichnet wor<strong>de</strong>n. Als<br />

weitere externe Anerkennung <strong>de</strong>s Umweltengagements <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik<br />

GmbH & Co. sind wir ebenfalls 2004 vom hessischen Umweltminister Wilhelm Dietzel als<br />

„Glanzlicht <strong>de</strong>r Umweltallianz Hessen“ ausgezeichnet wor<strong>de</strong>n.<br />

Offenbach, 10.04.<strong>2006</strong><br />

_______________________________ ____________________________<br />

Dipl.-Kfm. A. <strong>Clou</strong>th Dr. A. Mineif<br />

Geschäftsführer und Verantwortlicher Geschäftsführer Technik<br />

für <strong>de</strong>n Gesamtbereich Umweltschutz<br />

____________________________<br />

Dipl.-Ing. (FH) S. Bosche<br />

Umwelt-Managementsystem-<br />

Systembeauftragter<br />

2


INHALT<br />

1. Allgemeines 4<br />

2. Firmenchronik 5<br />

3. Produktsortiment 7<br />

4. Umweltchronik 12<br />

5. Umwelt-Managementsystem 14<br />

6. Umweltpolitik 16<br />

7. Umweltaspekte 18<br />

8. Umweltrelevante Daten 19<br />

9. Umweltziele 26<br />

Gültigkeitserklärung 30<br />

Zertifikat DIN EN ISO 14001:2005 31<br />

Registrierungsurkun<strong>de</strong> EMAS 32<br />

Mitgliedsurkun<strong>de</strong> Umweltallianz Hessen 33<br />

Dialog 34<br />

Seite<br />

3


1. Allgemeines<br />

Firmengelän<strong>de</strong><br />

Die Stadt Offenbach befin<strong>de</strong>t sich östlich von Frankfurt/Main, im Zentrum <strong>de</strong>s Rhein-Main-<br />

Gebietes.<br />

Die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. ist auf 18.000 m 2 Fläche im Gewerbegebiet<br />

Waldhof am Ran<strong>de</strong> von Offenbach-Bieber, einem südöstlichen Stadtteil von Offenbach/<br />

Main, errichtet.<br />

Sie hat eine Kapazität von 10.000 t/a (Anstrichstoffe). Die Produktpalette umfasst ca. 700<br />

Einzelprodukte. Die Mitarbeiterzahl beträgt ca. 230.<br />

Der Standort in Offenbach/ Main, Otto-Scheugenpflug-Str. 2, ist mit allen dort befindlichen<br />

Abteilungen Gegenstand <strong>de</strong>r Validierung und Zertifizierung<br />

Kun<strong>de</strong>n<br />

Die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. beliefert zwei Zielgruppen:<br />

1. Handwerker<br />

Diese Zielgruppe erhält die Produktlinie, die speziell auf die Bedürfnisse <strong>de</strong>s Handwerks<br />

(Innenausbau- und Schreinereibetriebe) abgestimmt ist.<br />

2. Heimwerker<br />

Diese Zielgruppe wird mit Produkten beliefert, die speziell für <strong>de</strong>n privaten Anwen<strong>de</strong>r<br />

konzipiert wur<strong>de</strong>n.<br />

Alle <strong>CLOU</strong> ® -Fabrikate sind über <strong>de</strong>n Großhan<strong>de</strong>l, Fachhan<strong>de</strong>l und führen<strong>de</strong> Baumärkte zu<br />

beziehen.<br />

Vertrieb<br />

Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt vom Standort in Offenbach aus nach ganz Deutschland<br />

und in die Län<strong>de</strong>r Europas, Afrikas und Asiens.<br />

Unterstützt wird dies zum einen durch eine Nie<strong>de</strong>rlassung in Berlin, durch die <strong>de</strong>r Großraum<br />

Berlin und angrenzen<strong>de</strong> Regionen beliefert wer<strong>de</strong>n.<br />

Über die im Jahre 2005 gegrün<strong>de</strong>te <strong>CLOU</strong> ® Polska wer<strong>de</strong>n von Poznan (früher Posen) aus<br />

unsere Produkte in Polen und im angrenzen<strong>de</strong>n mittel- und osteuropäischen Raum vertrieben.<br />

4


2. Firmenchronik<br />

1917 Alfred <strong>Clou</strong>th grün<strong>de</strong>t die Firma in Frankfurt/ Main. Mit zwei weiteren Mitarbeitern<br />

wer<strong>de</strong>n Holzbeizen, Schellack-Polituren, Schellack-Mattierungen und<br />

wenige Spezialitäten hergestellt.<br />

1923-1939 Die Firma sie<strong>de</strong>lt auf ein eigenes Betriebsgelän<strong>de</strong> in Offenbach/ Main um.<br />

Man beginnt mit <strong>de</strong>r Herstellung von Naturharzlacken und Polituren im<br />

Großmaßstab, vorwiegend auf Schellack- und Copalbasis. Die Zahl <strong>de</strong>r Mitarbeiter<br />

erhöht sich auf 50. Die Fabrikate wer<strong>de</strong>n in ganz Deutschland vertrieben.<br />

1943 Bei einem Bombenangriff wird <strong>de</strong>r Betrieb vollständig zerstört.<br />

1945 - 1948 Mit zwei Mitarbeitern baut Alfred <strong>Clou</strong>th <strong>de</strong>n Betrieb wie<strong>de</strong>r auf. Es entstehen<br />

Büro- und Produktionsgebäu<strong>de</strong>.<br />

1950 Die Ballenmattierung <strong>CLOU</strong> 500 kommt auf <strong>de</strong>n Markt.<br />

1951 Der Firmengrün<strong>de</strong>r stirbt. Seine Söhne Walter <strong>Clou</strong>th, Otto <strong>Clou</strong>th und Hermann<br />

<strong>Clou</strong>th übernehmen die Geschäftsführung.<br />

1951 - 1978 Die Produktionsstätten wer<strong>de</strong>n kontinuierlich verbessert. Das Verkaufsprogramm<br />

wird erweitert. Neue Produkte zur Holzoberflächenbehandlung wie<br />

Nitrolacke, SH-, DD- und Polyesterlacke, Holzpasten, Beizen (wässrig und<br />

lösungsmittelhaltig), pigmentierte Decklacke und Lasuren wer<strong>de</strong>n aufgenommen.<br />

Die Mitarbeiterzahl erhöht sich auf knapp 280.<br />

1973 Beginn <strong>de</strong>s Aufbaus einer neuen Fabrik im Industriegebiet am Stadtrand von<br />

Offenbach/ Main<br />

1981 Dipl.-Kfm. Alfred <strong>Clou</strong>th (Enkel <strong>de</strong>s Firmengrün<strong>de</strong>rs) baut das neue Werk als<br />

Betriebsleiter aus.<br />

1989 Lager und Abfüllung <strong>de</strong>s alten Betriebes brennen infolge von statischer Entladung<br />

ab.<br />

1991 Der Umzug in das neue Werk Bieber/ Waldhof (im Gewerbegebiet <strong>de</strong>r Stadt<br />

Offenbach/ Main) wird abgeschlossen.<br />

1998 Umfirmierung in Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co.<br />

Dipl.-Kfm. Alfred <strong>Clou</strong>th übernimmt die Geschäftsführung.<br />

2000 - 2002 Die Marke „LUMBERJACK“, ein Produktsortiment auf Basis natürlicher,<br />

nachwachsen<strong>de</strong>r Rohstoffe, wird im Markt eingeführt.<br />

2004 Verleihung <strong>de</strong>s Hessischen Innovations-Son<strong>de</strong>rpreises für das Produkt „WL-<br />

Nano CB“<br />

5


2005 Gründung von „<strong>CLOU</strong> ® Polska“ in in Poznan (früher Posen) als Joint Venture.<br />

Durch <strong>CLOU</strong> ® Polska wer<strong>de</strong>n neben <strong>de</strong>m polnischen Markt auch weitere mittel-<br />

und osteuropäische Län<strong>de</strong>r beliefert.<br />

6


3. Produktsortiment<br />

Herstellung unserer Produkte<br />

Unsere Produkte wer<strong>de</strong>n nach festgelegten und von unseren Labors entwickelten Rezepturen<br />

gefertigt. Die Zusammensetzung ist dabei jeweils von <strong>de</strong>m Verwendungszweck, <strong>de</strong>m<br />

Erscheinungsbild usw. <strong>de</strong>s Produktes abhängig. Die Rezepturen wer<strong>de</strong>n u. a. gemäß <strong>de</strong>n<br />

Umweltzielen (siehe Seite 29) hinsichtlich ihrer Umweltfreundlichkeit, verän<strong>de</strong>rter gesetzlicher<br />

Rahmenbedingungen weiterentwickelt.<br />

In <strong>de</strong>r Produktion wer<strong>de</strong>n unsere Produkte gemäß <strong>de</strong>n in <strong>de</strong>n Rezepturen vorgegebenen<br />

Positionen hergestellt. Dabei kommen verschie<strong>de</strong>nste Rohstoffe zum Einsatz, wie z. B.<br />

Lösungsmittel, Harze, Pigmente, Farbstoffe, Wachse, Mattierungsmittel, Additive. Diese<br />

wer<strong>de</strong>n aus <strong>de</strong>n verschie<strong>de</strong>nen Lagerbereichen, z. B. unterirdisches Tanklager, Acrylat-<br />

Tanks, Fassfreilager, Rohstofflager, entnommen. Die Anlieferung <strong>de</strong>r Rohstoffe erfolgt<br />

über <strong>de</strong>n Verkehrsträger Straße.<br />

Die Herstellung erfolgt durch rein physikalische Misch- und Dispergiervorgänge. Es fin<strong>de</strong>n<br />

keine chemischen Umsetzungen statt. Dafür steht ein Maschinenpark nach <strong>de</strong>m neuesten<br />

Stand <strong>de</strong>r Technik bestehend u. a. aus Dissolvern, Planetenmischern, Wandrührern, Kugelmühlen,<br />

Knetern, Faßpumpen zur Verfügung.<br />

Anschließend wer<strong>de</strong>n unsere Produkte über diverse Filtermedien, z. B. Kerzen-, Beutelfilter,<br />

Rüttelsiebe, geführt und eine Probe an die Qualitätssicherung weitergeleitet. Dort wer<strong>de</strong>n<br />

die Produkte gemäß <strong>de</strong>n Spezifikationen <strong>de</strong>s Entwicklungslabors geprüft. Die Proben<br />

wer<strong>de</strong>n dort als Rückstellmuster für eine befristete Zeit aufbewahrt und anschließend <strong>de</strong>r<br />

Verwertung zugeführt. Eine Ausnahme bil<strong>de</strong>n hierbei die Rückstellmuster von Verdünnungen,<br />

die nicht verwertet, son<strong>de</strong>rn einem internen Verwendungszweck zugeführt wer<strong>de</strong>n.<br />

Erfüllt ein hergestelltes Produkt die Prüfkriterien wird es in mobilen o<strong>de</strong>r stationären Behältern<br />

zur Konfektionierung bereitgestellt. Die Abfüllung erfolgt an diversen Stationen in Abhängigkeit<br />

von <strong>de</strong>m zu befüllen<strong>de</strong>n Gebin<strong>de</strong>: das Spektrum reicht hier von einem Verbundstoffbeutel,<br />

<strong>de</strong>r 5 g wasserlösliche Beize enthält, bis zum 1000-Liter-<br />

Kunststoffcontainer.<br />

Wesentliche Umweltaspekte bei <strong>de</strong>r Produktion und Abfüllung unserer Produkte sind Emissionen<br />

von Lösungsmitteln und Staub, <strong>de</strong>r Verbrauch von Rohstoffen und Energie und<br />

<strong>de</strong>r Anfall von Abwasser. Die Emissionen wer<strong>de</strong>n über die Abluftanlage geführt, Rohstoffe<br />

und Energie wer<strong>de</strong>n gezielt und sparsam eingesetzt, das anfallen<strong>de</strong> Abwasser wird in unserer<br />

Abwasserbehandlungsanlage so weit gereinigt, dass es in das kommunale Abwassernetz<br />

eingeleitet wer<strong>de</strong>n kann.<br />

Die konfektionierten Produkte wer<strong>de</strong>n palettiert und mittels Elektrostaplern in <strong>de</strong>n Fertigwarenlagern<br />

eingelagert.<br />

Gemäß Kun<strong>de</strong>nbestellung wer<strong>de</strong>n Versandaufträge erstellt. Danach wer<strong>de</strong>n die Produkte<br />

aus <strong>de</strong>n Fertigwarenlagern entnommen und kommissioniert. Dabei anfallen<strong>de</strong> Display-<br />

Kartons von Möbelpflegemitteln wer<strong>de</strong>n gesammelt und <strong>de</strong>r Abfüllung erneut zur Befüllung<br />

zugeführt (Verbesserungsvorschlag einer Versandmitarbeiterin im Jahr 2003). Ein weiteres<br />

Beispiel dafür, dass auch in diesem Bereich <strong>de</strong>r Umweltgedanke gelebt wird, ist die<br />

weitere Nutzung anfallen<strong>de</strong>r Kartonagen: diese wer<strong>de</strong>n zerkleinert und als Füll-/ Dämpfungsmaterial<br />

für Versandstücke genutzt.<br />

7


Die versandfertigen Güter wer<strong>de</strong>n gemäß GGVSE (Gefahrgutverordnung Straße und Eisenbahn)<br />

gekennzeichnet. Die Gefahrgut<strong>de</strong>klaration (Gefahrgutklasse, Verpackungsart,<br />

Gewicht je UN-Nummer) erfolgt für je<strong>de</strong> Sendung auf <strong>de</strong>r Bor<strong>de</strong>ro-Liste (Frachtbrief).<br />

Der Abtransport unserer Waren aus <strong>de</strong>m Werk erfolgt dann über Speditionen. Ein geringer<br />

Prozentsatz unserer Waren (kleiner 5 %) wird mittels externer Dienstleister auf <strong>de</strong>m Luft-<br />

und Seeweg ausgeliefert.<br />

Produktpalette<br />

Die Produktpalette umfasst als Hauptgruppen sowohl wasserverdünnbare, als auch lösungsmittelhaltige<br />

Systeme.<br />

Parallel dazu wird ständig die bestehen<strong>de</strong> Produktpalette hinterfragt. Dabei wer<strong>de</strong>n mit<br />

Blickrichtung auf die Zukunft und sich verän<strong>de</strong>rn<strong>de</strong> gesetzliche Rahmenbedingungen z. B.<br />

Nitro- und Nitro-Kombi-Qualitäten gestrichen, um unsere Kun<strong>de</strong>n gezielt auf die umweltfreundlicheren<br />

wasserverdünnbaren Produkte umzustellen.<br />

Verschie<strong>de</strong>ne unserer Produkte sind mit folgen<strong>de</strong>n RAL-Zeichen ausgezeichnet:<br />

Die mit * gekennzeichneten Produkte tragen das RAL-Gütezeichen Holzschutzmittel.<br />

Grundlage zur Vergabe ist die Bewertung <strong>de</strong>r biologischen Wirksamkeit, <strong>de</strong>r<br />

gesundheitlichen Unbe<strong>de</strong>nklichkeit und <strong>de</strong>r Umweltverträglichkeit bei sachgerechter<br />

Anwendung <strong>de</strong>r Produkte.<br />

Die mit ** gekennzeichneten Produkte sind mit <strong>de</strong>m RAL-Umweltzeichen „BLAUER<br />

ENGEL“ ausgezeichnet. In <strong>de</strong>n Vergabekriterien <strong>de</strong>s Umweltzeichens für schadstoffarme<br />

Lacke sind Lösungsmittelmengen und –arten eingegrenzt. Weiterhin wird<br />

eingeschränkt, welche Rohstoffe aufgrund ihrer gefahrstoffrechtlichen Einstufung nur<br />

begrenzt o<strong>de</strong>r gar nicht eingesetzt wer<strong>de</strong>n dürfen. Auch <strong>de</strong>r Gehalt und die Art <strong>de</strong>s<br />

eingesetzten Konservierungsmittels wer<strong>de</strong>n vorgegeben.<br />

8


Wasserverdünnbare Systeme<br />

• <strong>CLOU</strong> WL-System<br />

- WL-Parkettlack<br />

- Universal-Schichtlack 9200**<br />

- WL-Schichtlack CB<br />

- WL-Nano CB<br />

- 2K-Schichtlack 9400<br />

- WL-Parkettsiegel 2K<br />

- WL-Härter<br />

- WL-Isoliergrundierung<br />

- WL-Spritzfüller<br />

- WL-Decklack<br />

• AQUA <strong>CLOU</strong> ® -Produkte<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Holzlack L11**<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Wachslasur W11**<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Holzschutzgrund G12 *<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Holzwurm Ex *<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Treppen- u. Parkettversiegelungslack L10 **<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Profilholzlack L9<br />

- AQUA COMBI-<strong>CLOU</strong> Lack-Lasur L17**<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Holzbeize B11<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong>sil Holzlasur L12**<br />

- AQUA <strong>CLOU</strong> Holzschutzfarbe L15<br />

• Holzpaste wasserverdünnbar<br />

• Möbelpflegemittel auf Wasserbasis<br />

• Hydrocryl 85100**<br />

Produkte auf Lösungsmittelbasis<br />

• Nitrolacke farblos<br />

• Nitro-Kombinationslacke<br />

• Kunstharzlacke<br />

• Zweikomponenten-Polyurethanlacke farblos und farbig<br />

• Schellacke<br />

• Mattierungen<br />

• Polituren<br />

• Lasuren<br />

• Patinierfarben<br />

• Abfärbetinkturen<br />

• Abbeizer<br />

• Holzpasten<br />

• Möbelpflegemittel<br />

9


Öle und Wachse<br />

• Holzöl<br />

• Hartöl<br />

• Teaköl<br />

• Bangkirai-Öl<br />

• Hartwachs-Öl<br />

• Öl-Finish<br />

• Holzwachs<br />

• Holzwachs wasserverdünnbar<br />

• Antik-Wachs fest<br />

• Antikwachs flüssig<br />

• Heißspritzwachs<br />

• Hartwachs lösungsmittelfrei<br />

Holzbeizen<br />

• Wässrige Holzbeizen<br />

• Lösungsmittelhaltige Holzbeizen<br />

• Pulverbeizen (wasser- und spirituslöslich)<br />

• Kombi-Beize<br />

Spezialitäten<br />

• Blätterschellack<br />

• Glaslacke<br />

• Zaponlack<br />

• Flugzeugspannlack<br />

• Effektlacke<br />

Sonstige Produkte<br />

• verschie<strong>de</strong>ne Hilfs- und Arbeitsmittel<br />

Neueingeführte Produkte<br />

2003<br />

Wässrige Produkte Heimwerkersortiment<br />

Möbelpflegemittel Möbelwachs<br />

Produkte auf Lösungsmittelbasis Heimwerkersortiment<br />

<strong>CLOU</strong> Hartwachsöl<br />

Kunststoffreiniger<br />

Teakholz-Pflegeset mit Teaköl und Teak-Reiniger, Teaköl-Spray<br />

Produkte auf Lösungsmittelbasis Handwerkersortiment<br />

<strong>CLOU</strong>CRYL aromatenfrei in verschie<strong>de</strong>nen Glanzgra<strong>de</strong>n<br />

10


2004<br />

Wässrige Produkte Heimwerkersortiment<br />

L15 AQUA <strong>CLOU</strong> Holzschutzfarbe<br />

L17 AQUA COMBI-<strong>CLOU</strong> Lack-Lasur tropfgehemmt<br />

Wässrige Produkte Handwerkersortiment<br />

WL-Nano CB<br />

Produkte auf Lösungsmittelbasis Handwerkersortiment<br />

<strong>CLOU</strong>CRYL SprayTec Klarlack, Spritzfüller und Decklack weiß<br />

MONOSIEGEL ® N aromatenfrei in verschie<strong>de</strong>nen Glanzgra<strong>de</strong>n<br />

„DD-Lack 28 + Härter " einschließlich „DD-Verdünnung Nr. 29“ aromatenfrei<br />

<strong>CLOU</strong>CRYL Nano-Finish<br />

2005<br />

Wässrige Produkte Heimwerkersortiment<br />

PFLEGE<strong>CLOU</strong> – Bo<strong>de</strong>nmilch für geölte Bö<strong>de</strong>n<br />

Wässrige Produkte Handwerkersortiment<br />

WL-Parkettsiegel 2K<br />

Kombi-Beize<br />

Produkte auf Lösungsmittelbasis Heimwerkersortiment<br />

G1 Schnellschleifgrundierung toluolfrei<br />

L1 Holzlack sei<strong>de</strong>nmatt toluolfrei<br />

V2 Nitro-Verdünnung aromatenfrei<br />

Produkte auf Lösungsmittelbasis Handwerkersortiment<br />

<strong>CLOU</strong>CRYL Spritzfüller aromatenfrei<br />

<strong>CLOU</strong>CRYL Klarlacke in allen Glanzgra<strong>de</strong>n ausschließlich aromatenfrei<br />

<strong>CLOU</strong>CRYL Reaktiv-Verdünnung toluolfrei<br />

Zellulose-Lack-Verdünnung aromatenfrei<br />

Weißkonzentrat aromatenfrei<br />

Streich-Sei<strong>de</strong>nmattlack toluolfrei<br />

Schnellschliffgrund <strong>CLOU</strong> 300 toluolfrei<br />

Mischlack für Holzpaste toluolreduziert<br />

Spritzglanzlack toluolreduziert<br />

Deckpolitur AC 80 toluolreduziert<br />

EK-Möbel Schichtlack sei<strong>de</strong>nmatt toluolreduziert<br />

Ringfestkonzentrat toluolfrei<br />

• Bei 7 Produkten, die speziell für die Luftfahrtindustrie entwickelt wur<strong>de</strong>n, Austausch<br />

<strong>de</strong>s halogenhaltigen gegen ein halogenfreies Flammschutzmittel.<br />

• Emissionsarme Farb-Misch-Anlagen für das gesamte farbig-<strong>de</strong>cken<strong>de</strong> <strong>CLOU</strong>CRYL-<br />

Programm (Händler)<br />

• Selbstbefüllbares SprayTec-System für alle <strong>CLOU</strong>CRYL-Farbtöne<br />

11


4. Umweltchronik<br />

1990 Die Schwerpunkte <strong>de</strong>r Produktentwicklung wer<strong>de</strong>n auf wasserverdünnbare<br />

Systeme gelegt.<br />

1993 Erstellung <strong>de</strong>s ersten Umweltschutzhandbuches<br />

Einrichtung eines Umweltreferates<br />

1994 Erstmalige Tagung <strong>de</strong>s Umweltausschusses<br />

Errichtung einer Kühlwasserrückgewinnungsanlage<br />

Anschaffung einer Fassreinigungsanlage<br />

1995 Bau einer Abwasserbehandlungsanlage zur Behandlung <strong>de</strong>s Spülwassers<br />

aus <strong>de</strong>r Wasserlackproduktion und -abfüllung. Das behan<strong>de</strong>lte Abwasser<br />

muss nicht mehr entsorgt wer<strong>de</strong>n, son<strong>de</strong>rn kann indirekt ins öffentliche Kanalnetz<br />

eingeleitet wer<strong>de</strong>n.<br />

1996 Einbau eines Koaleszenzabschei<strong>de</strong>rs an <strong>de</strong>r Kfz-Pflegestation<br />

Durchführung eines Pilotversuches zur Errichtung einer biologischen Abluftreinigungsanlage<br />

1996/1997 Durchführung einer Umweltprüfung zur Feststellung <strong>de</strong>s Ist-Zustan<strong>de</strong>s <strong>de</strong>s<br />

Unternehmens in Bezug auf Umweltschutz.<br />

Einführung eines Umwelt-Managementsystems gem. Öko-Auditverordnung<br />

1997 Bildung und Schulung eines internen Auditorenteams („Umwelt-Audit-Team“)<br />

zur Durchführung <strong>de</strong>r Umweltbetriebsprüfung<br />

Durchführung <strong>de</strong>s ersten internen Audits durch das Umwelt-Audit-Team<br />

Einführung eines internen Vorschlagswesens Umweltschutz<br />

Aufnahme Umweltschutz in die Tagesordnung <strong>de</strong>r Abteilungsversammlungen<br />

Einrichtung eines Informationsbrettes für aktuelle Informationen zum<br />

Umweltschutz<br />

Farb- und Lackschlamm sowie Rückstän<strong>de</strong> aus <strong>de</strong>r Lösemittel<strong>de</strong>stillation von<br />

<strong>de</strong>r Beseitigung zur Verwertung gebracht<br />

1998 Anschaffung einer Farbmischanlage mit Teflonabstreifer (Reduzierung von<br />

Rohstoffverbrauch und Abfällen)<br />

1999 Durchführung <strong>de</strong>r ersten Umweltbetriebsprüfung<br />

Anschaffung eines Vakuumför<strong>de</strong>rgerätes zum Eintrag pulvriger Rohstoffe<br />

12


2000 Revalidierung nach Öko-Auditverordnung und Einführung eines Umwelt-<br />

Managementsystems gem. DIN EN ISO 14001<br />

Abschluss <strong>de</strong>r Maßnahme „Optimierung Absaugung“<br />

Abschluss <strong>de</strong>r Betriebsvereinbarung Umweltschutz<br />

2001 Entwicklung eines Verfahrens zur Lieferantenbewertung<br />

Personeller und organisatorischer Wechsel im Umweltreferat und Umbenennung<br />

in Referat Arbeits- und Umweltschutz<br />

2002 Emissionsssionsmessung an <strong>de</strong>r Abluftanlage<br />

Weiterentwicklung eines Verfahrens zur Lieferantenbewertung<br />

2003 Revalidierung nach EMAS und Rezertifizierung nach DIN EN ISO 14001<br />

Reduzierung <strong>de</strong>s überwachungsbedürftigen Abfalls „Wässrige Schlämme“<br />

(EAK 080116) durch Anschaffung und Optimierung einer Elektroflotationsanlage<br />

um 100%<br />

2004 Einrichtung einer innerbetrieblichen Messstelle für Arbeitsplatzmessungen<br />

Auszeichnung als „Glanzlicht <strong>de</strong>r Umweltallianz Hessen“<br />

2005 Austausch <strong>de</strong>s bisher in <strong>de</strong>n Aufzugsanlagen eingesetzten mineralischen<br />

Hydrauliköls durch Bioöl aus nachwachsen<strong>de</strong>n Rohstoffen<br />

13


5. Umwelt-Managementsystem<br />

Um <strong>de</strong>n Umweltschutz erfolgreich im Unternehmen umzusetzen, hat die Alfred <strong>Clou</strong>th<br />

Lackfabrik GmbH & Co. 1997 an ihrem Standort in Offenbach ein Umwelt-<br />

Managementsystem nach <strong>de</strong>r Öko-Auditverordnung bzw. später EMAS eingeführt.<br />

Ein Umwelt-Managementsystem sowohl gemäß <strong>de</strong>r Öko-Auditverordnung bzw. <strong>de</strong>r EMAS<br />

als auch <strong>de</strong>r internationalen Norm DIN EN ISO 14001:2005.<br />

- beschreibt die Organisationsstruktur <strong>de</strong>s Unternehmens im Umweltschutz,<br />

- legt Verantwortlichkeiten im Umweltschutz fest,<br />

- enthält Metho<strong>de</strong>n, Verfahren und Prozesse im Umweltschutz,<br />

- dokumentiert eine Umweltbetriebsprüfungsmetho<strong>de</strong>.<br />

Durch die Festlegung von Verantwortlichkeiten und Verfahren ermöglicht das Umwelt-<br />

Managementsystem eine systematische Verbesserung <strong>de</strong>s Umweltschutzes über die gesetzlichen<br />

Vorgaben hinaus.<br />

Die Aufbau- und Ablauforganisation ist im Umwelthandbuch festgelegt, das damit einen<br />

Teil <strong>de</strong>s Umwelt-Managementsystems darstellt.<br />

Die folgen<strong>de</strong> Grafik zeigt die Dokumentationsstruktur <strong>de</strong>s Umwelt-Managementsystems<br />

<strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co.<br />

Umwelt-Managementsystem-Dokumente<br />

Zukunftsorientierte Umweltschutzpolitik, -ziele und -programme<br />

Aufbauorganisation (dokumentiert im Umweltschutzhandbuch)<br />

*Organigramme<br />

*Beschreibungen von Zuständigkeiten<br />

Ablauforganisation (dokumentiert im Umweltschutzhandbuch)<br />

*Regelung von umweltrelevanten Abläufen<br />

* Funktionsbeschreibungen<br />

Umweltschutzanweisungen (Auflistung bzw. Verweise im Umweltschutzhandbuch)<br />

*Prüf-, Betriebs- und Arbeitsanweisungen<br />

*Verordnungen, Gesetze, Technische Regeln<br />

*Sicherheitsdatenblätter<br />

14


Aufbau und Elemente <strong>de</strong>s Umwelt-Managementsystem<br />

An <strong>de</strong>r Spitze <strong>de</strong>s Umwelt-Managementsystems <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co.<br />

steht <strong>de</strong>r Verantwortliche für <strong>de</strong>n Gesamtbereich Umweltschutz. Diese Funktion wird durch<br />

<strong>de</strong>n Geschäftsführer, Herrn Dipl.-Kfm. Alfred <strong>Clou</strong>th, wahrgenommen.<br />

Die Verantwortung im Umweltschutz tragen die Linienfunktionen, z. B. die Geschäftsführung,<br />

Betriebs- und Produktionsleitung.<br />

Bei <strong>de</strong>r Durchführung ihrer Aufgaben wer<strong>de</strong>n sie von <strong>de</strong>n Dienstleistungsfunktionen unterstützt.<br />

Hierzu zählen sowohl kaufmännische (z. B. Einkauf, Verkauf, Marketing) als auch<br />

technische Bereiche (z. B. Labors, Anwendungstechnik).<br />

Die Stabsfunktionen o<strong>de</strong>r auch Beauftragten beraten bzw. überwachen die Linien- und<br />

Dienstleistungsfunktionen und berichten direkt an die Geschäftsführung. In <strong>de</strong>r Alfred<br />

<strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. sind folgen<strong>de</strong> Stabsfunktionen benannt:<br />

• Umwelt-Managementsystem-Beauftragter<br />

• Beauftragter für Abfall<br />

• Beauftragter für Lagerung (freiwillige Bestellung)<br />

• Gefahrgutbeauftragter<br />

• Fachkraft für Arbeitssicherheit<br />

• Betriebsarzt (extern)<br />

• Rechtsabteilung<br />

Die Koordination <strong>de</strong>r Beauftragten erfolgt durch das Referat Arbeits- und Umweltschutz.<br />

Der Leiter dieses Referates ist gleichzeitig auch von <strong>de</strong>r Geschäftsführung als Beauftragter<br />

<strong>de</strong>s Managements bestellt wor<strong>de</strong>n, um die Aufrechterhaltung <strong>de</strong>s Umweltmanagementsystems<br />

zu gewährleisten.<br />

Ein weiteres Element <strong>de</strong>s betrieblichen Umweltschutzes in <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik<br />

GmbH & Co. ist <strong>de</strong>r Umweltausschuss. Diese freiwillige Einrichtung <strong>de</strong>s Unternehmens<br />

dient <strong>de</strong>m Informationsaustausch <strong>de</strong>r mit Umweltschutzaufgaben betrauten Mitarbeiter<br />

sowohl in Linien-, als auch in Stabsfunktionen. Es fin<strong>de</strong>n vier Sitzungen pro Jahr statt.<br />

Seit 1997 fin<strong>de</strong>n jährlich interne Audits statt, die Teil eines dreijährigen Umweltbetriebsprüfungszyklus<br />

sind. Dabei wird überprüft, ob das Umwelt-Managementsystem in <strong>de</strong>n einzelnen<br />

Bereichen umgesetzt wird.<br />

Diese internen Audits wer<strong>de</strong>n von <strong>de</strong>m Umwelt-Audit-Team durchgeführt. Dieses besteht<br />

aus fünf Mitarbeitern:<br />

• H. Berger (Einkauf)<br />

• C. Sattler (Labor)<br />

• H. Merz (freigestellter Betriebsrat)<br />

• S. Goldammer (Produktion)<br />

• Dipl.-Ing. (FH) S. Bosche (Referat Arbeits- und Umweltschutz)<br />

Die Ergebnisse <strong>de</strong>s Audits wer<strong>de</strong>n in einem Bericht zusammengefasst, <strong>de</strong>r von <strong>de</strong>r Geschäftsführung<br />

bewertet wird.<br />

Aufgrund <strong>de</strong>r Ergebnisse <strong>de</strong>s internen Audits wer<strong>de</strong>n die notwendigen Maßnahmen zur<br />

Umsetzung unserer Leitlinien aus <strong>de</strong>r von <strong>de</strong>r Geschäftsführung vorgegebenen Umweltpolitik<br />

festgelegt.<br />

15


6. Umweltpolitik<br />

Die Lackfabrik Alfred <strong>Clou</strong>th GmbH & Co. ist sich ihrer Verantwortung gegenüber Gesellschaft<br />

und Umwelt bewusst und betreibt daher Umweltschutz gleichberechtigt neben <strong>de</strong>n<br />

sonstigen Unternehmenszielen.<br />

Dies be<strong>de</strong>utet, dass wir über die Erfüllung <strong>de</strong>r gesetzlichen Vorschriften hinaus <strong>de</strong>n Umweltschutz<br />

ständig verbessern und dabei immer die Umweltauswirkungen mit möglichst<br />

bester verfügbarer und wirtschaftlicher Technologie reduzieren.<br />

Unsere Lacke und Lasuren schützen Bauten, Möbel und an<strong>de</strong>re Gegenstän<strong>de</strong> aus Holz<br />

vor schädlichen Umwelteinflüssen und vorzeitigem Verfall. Damit leisten Anstrichstoffe<br />

einen Beitrag zur Schonung <strong>de</strong>r Ressource Holz.<br />

Eine erfolgreiche Umweltpolitik setzt die Umsetzung ökologischer Grundsätze auf allen<br />

Ebenen voraus. Deshalb betreiben wir eine offene Informationspolitik gegenüber Mitarbeitern<br />

und Öffentlichkeit.<br />

Die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. bin<strong>de</strong>t alle Mitarbeiter in ihr Unternehmenskonzept<br />

Umweltschutz ein.<br />

In unserem Umweltschutzhandbuch sind die Aufbau- und Ablauforganisation <strong>de</strong>s betrieblichen<br />

Umweltschutzes dokumentiert, um <strong>de</strong>n umweltkonformen Betrieb unserer Anlagen<br />

zu gewährleisten.<br />

Die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. han<strong>de</strong>lt nach <strong>de</strong>n folgen<strong>de</strong>n Leitlinien:<br />

Vermin<strong>de</strong>rung von Umweltbelastungen:<br />

• Die Entwicklung und Herstellung unserer Produkte richten wir so aus, dass<br />

möglichst wenige Abfälle aus Produktion, Verwendung und Verpackung entstehen,<br />

Energie und Wasser sparsam eingesetzt wer<strong>de</strong>n,<br />

umweltschädigen<strong>de</strong> Unfälle bei Lagerung, Transport und Verarbeitung von<br />

Rohstoffen und Fertigprodukten vermie<strong>de</strong>n wer<strong>de</strong>n,<br />

Wasser und Luft nicht o<strong>de</strong>r nur wenig belastet wer<strong>de</strong>n.<br />

Dies setzt voraus, dass wir ständig kontrollieren, ob wir bei <strong>de</strong>r Ausübung unserer<br />

Tätigkeit umweltschonend han<strong>de</strong>ln.<br />

• Beim Transport von Rohstoffen, Produkten und Abfällen soll die Umwelt nicht unnötig<br />

belastet wer<strong>de</strong>n.<br />

• Im Interesse unserer Nachbarschaft sind wir bestrebt, die von unserem Standort<br />

ausgehen<strong>de</strong>n Lärmemissionen zu begrenzen.<br />

Produktgestaltung:<br />

• Soweit es technisch und wirtschaftlich machbar ist, setzen wir in unseren Produkten<br />

Rohstoffe mit möglichst geringem Gefährdungspotential im Hinblick auf Umwelt und<br />

Gesundheit ein.<br />

• Wo sich <strong>de</strong>r Einsatz von Gefahrstoffen nicht vermei<strong>de</strong>n lässt, gewährleisten wir<br />

durch ausreichen<strong>de</strong> Produktinformation (Sicherheitsdatenblätter, Prospektmaterial,<br />

Kun<strong>de</strong>nberatung) eine sichere Handhabung.<br />

• Wir wer<strong>de</strong>n die Entwicklung von umweltschonen<strong>de</strong>ren Lacken, Lasuren und an<strong>de</strong>ren<br />

Holzbearbeitungsprodukten auch weiterhin forcieren.<br />

16


Abfälle:<br />

• Wichtigstes Ziel ist es, Abfälle zu vermei<strong>de</strong>n. Ist dies nicht möglich, versuchen wir,<br />

sie zu vermin<strong>de</strong>rn und danach zu verwerten. Nur wenn es unumgänglich ist, wer<strong>de</strong>n<br />

Abfälle ordnungsgemäß im Rahmen <strong>de</strong>r gesetzlichen Vorgaben entsorgt.<br />

Eingesetzte Techniken und Verfahren:<br />

• Im Interesse unserer eigenen Mitarbeiter und unserer Nachbarschaft setzen wir sichere<br />

Anlagen und Verfahren ein.<br />

• Produktions- und Verarbeitungsverfahren wer<strong>de</strong>n nach <strong>de</strong>m Stand <strong>de</strong>r Technik<br />

ausgewählt und angepasst.<br />

Vermeidung von Unfällen:<br />

• Wir sind bestrebt, das Risiko von umweltschädigen<strong>de</strong>n Unfällen möglichst auszuschalten.<br />

Bei <strong>de</strong>nnoch eintreten<strong>de</strong>n Betriebsstörungen sollen die Auswirkungen auf<br />

Mensch und Umwelt vermie<strong>de</strong>n o<strong>de</strong>r zumin<strong>de</strong>st begrenzt wer<strong>de</strong>n. Um dies zu erreichen,<br />

sind wir bestrebt, unsere eingesetzte Technik und Organisation nach <strong>de</strong>n<br />

neuesten Erkenntnissen auszurichten.<br />

• Bei <strong>de</strong>r Lagerung aller Güter in unserem Unternehmen und <strong>de</strong>m Transport unserer<br />

Produkte muss die Sicherheit gewährleistet sein.<br />

Umgang mit unseren Mitarbeitern:<br />

• Zur Festigung <strong>de</strong>s Umweltgedankens bei unseren Mitarbeitern bin<strong>de</strong>n wir diese aktiv<br />

in <strong>de</strong>n Umweltschutz mit ein und informieren sie ständig.<br />

Motivation unserer Geschäftspartner:<br />

• Unsere Vertriebspartner, Lieferanten und an<strong>de</strong>re Auftragnehmer wählen wir nach<br />

ihren Praktiken in Bezug auf Umweltschutz aus.<br />

• Unseren Kun<strong>de</strong>n bieten wir eine reichhaltige Produktpalette an umweltfreundlichen<br />

Produkten an und sind ständig bemüht, diese zu erweitern.<br />

• Unsere Umweltpolitik vertreten wir gegenüber allen unseren Geschäftspartnern.<br />

Umgang mit Öffentlichkeit und Behör<strong>de</strong>n:<br />

• In <strong>de</strong>r Zusammenarbeit mit <strong>de</strong>n Behör<strong>de</strong>n hat sich eine offene und kooperative<br />

Vorgehensweise als sehr erfolgreich erwiesen. Dies wollen wir weiterhin so beibehalten.<br />

• Um eine Basis von Offenheit und Vertrauen zu schaffen, informieren wir die Öffentlichkeit<br />

regelmäßig über die Auswirkungen unserer Tätigkeit auf die Umwelt.<br />

Umsetzung unserer Umweltziele:<br />

• Die Erfüllung unserer Zielsetzungen überwachen wir ständig, falls erfor<strong>de</strong>rlich leiten<br />

wir Korrekturmaßnahmen ein. Der Umweltausschuss überwacht regelmäßig die Erfüllung<br />

<strong>de</strong>r Umweltziele und entwickelt diese weiter.<br />

Weitere Aktivitäten:<br />

• Wir arbeiten an <strong>de</strong>r Initiative „Responsible Care“ <strong>de</strong>s VCI und bei <strong>de</strong>r Umweltallianz<br />

Hessen mit.<br />

17


7. Umweltaspekte<br />

Im Rahmen <strong>de</strong>s Umweltmanagements haben wir unsere direkten und indirekten Umweltaspekte<br />

betrachtet. Darunter versteht man einen Aspekt <strong>de</strong>r Tätigkeiten, Produkte o<strong>de</strong>r<br />

Dienstleistungen einer Organisation <strong>de</strong>r Auswirkungen auf die Umwelt haben kann.<br />

Folgen<strong>de</strong> direkte Aspekte für die einzelnen Bereiche <strong>de</strong>s Standortes wur<strong>de</strong>n betrachtet:<br />

• Emissionen in die Atmosphäre<br />

• Abwasser, Einleitung in Gewässer<br />

• Abfall<br />

• Nutzung, Verunreinigung von Bo<strong>de</strong>n<br />

• Rohstoffverbrauch<br />

• Energieverbrauch<br />

• Lärm<br />

• Gerüche<br />

• Staub<br />

• Gefahr von Umweltunfällen und -auswirkungen<br />

Zur Bewertung wur<strong>de</strong> auf die „ABCD-Metho<strong>de</strong>“ zurückgegriffen. Hierbei be<strong>de</strong>uten:<br />

Buchstabe Bewertung<br />

A dringen<strong>de</strong>r Handlungsbedarf, kurzfristige Zielsetzung nötig<br />

B Handlungsbedarf, mittelfristige Zielsetzung nötig<br />

C zukünftiger Handlungsbedarf, langfristige Zielsetzung nötig<br />

D kein Handlungsbedarf<br />

Die erste Aufnahme und Bewertung <strong>de</strong>r Umweltaspekte fand bei <strong>de</strong>r Umweltprüfung 1996<br />

statt und wur<strong>de</strong> seit <strong>de</strong>m durch das Umwelt-Audit-Team weiterentwickelt. Eine differenzierte<br />

Betrachtung und Beurteilung wird jährlich mit <strong>de</strong>n Abteilungsverantwortlichen bzw. <strong>de</strong>n<br />

auditierten Mitarbeitern gemeinsam erstellt. Darauf aufbauend wer<strong>de</strong>n dann die Umweltziele<br />

abgeleitet.<br />

Folgen<strong>de</strong> indirekte Aspekte wur<strong>de</strong>n betrachtet:<br />

• produktbezogene Auswirkungen, wie Design/Entwicklung, Verpackung, Verwendung<br />

und Wie<strong>de</strong>rverwertung/ Entsorgung von Abfall beim Endverbraucher<br />

• Auswahl und Zusammensetzung von Dienstleistungen<br />

• Verwaltungs- und Planungsentscheidungen<br />

• Zusammensetzung <strong>de</strong>s Produktangebotes<br />

• Umweltleistung und –verhalten von Auftragnehmern, Unterauftragnehmern und Lieferanten<br />

Hier fand eine Aufnahme und Bewertung durch das Umwelt-Audit-Team statt.<br />

Wesentliche Umweltaspekte <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. sind<br />

• <strong>de</strong>r Verbrauch verschie<strong>de</strong>ner Rohstoffe, unter an<strong>de</strong>rem organische Lösungsmittel,<br />

und daraus resultierend die Emissionen <strong>de</strong>r organischen Stoffe in die Atmosphäre<br />

• die Erzeugung von Abfällen<br />

• <strong>de</strong>r Verbrauch von Energie in Form von fossilen Energieträgern, Strom, Druckluft<br />

und Dampf<br />

• die Gefahr von Umweltunfällen und -auswirkungen trotz geschultem Personal, gewarteten<br />

Maschinen, vorhan<strong>de</strong>nen Betriebsanweisungen und Notfallplänen<br />

• Produkt<strong>de</strong>sign (indirekter Aspekt)<br />

18


8. Umweltrelevante Daten<br />

Aufwendungen (umweltrelevant)<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Ausgaben (Tsd. €) 63 66 41 -25 Tsd. €/ -37,71 %<br />

Beschäftigte<br />

Die Zahl <strong>de</strong>r Beschäftigten hat sich von 2004 zu 2005 von 228 auf 227 nur geringfügig<br />

verän<strong>de</strong>rt.<br />

INPUT<br />

1,5<br />

2,6<br />

Anteil <strong>de</strong>r Einsatzstoffe in unseren Fertigprodukten<br />

(in % bezogen auf <strong>de</strong>n Wareneingang)<br />

9,5<br />

10,3<br />

10,6<br />

19,4<br />

0,0 10,0 20,0 30,0 40,0 50,0<br />

Wachse und <strong>de</strong>ren Zubereitungen<br />

Nitrocellulose<br />

Wasser<br />

Mineralien, Pigmente, Farbstoffe u. a. Zusatzstoffe<br />

Wässrige Dispersionen ohne Pigment- und Wachsdispersionen<br />

Harze und <strong>de</strong>ren Lösungen<br />

Organische Lösungsmitttel<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Organische Lösungsmittel (%) 46,5 46,1 46,0 -0,1 %<br />

Harze und <strong>de</strong>ren Lösungen (%) 19,4 19,0 19,5 +0,5 %<br />

Wässrige Dispersionen ohne Pigmentund<br />

Wachsdispersionen (%)<br />

10,4 11,2 10,6 -0,6 %<br />

Mineralien, Pigmente, Farbstoffe u. a. 9,8 10,5 10,3 -0,2 %<br />

Zusatzstoffe (%)<br />

Wasser (%) 9,4 8,8 9,5 +0,7 %<br />

Nitrocellulose (%) 3,1 2,9 2,6 -0,5 %<br />

Wachse und <strong>de</strong>ren Zubereitungen (%) 1,4 1,5 1,5 ±0 %<br />

46,0<br />

19


Destilliertes Lösungsmittel<br />

a Gereinigt und wie<strong>de</strong>rverwen<strong>de</strong>t;<br />

einschließlich Zukauf (t)<br />

b Gereinigt und als Rohstoff wie<strong>de</strong>r<br />

eingesetzt (t)<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

34,54 41,34 38,45 -2,89 t/ -6,99 %<br />

23,00 25,41 23,75 -1,66 t/ -6,54 %<br />

In <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. fällt bei Reinigungsvorgängen verschmutztes<br />

Lösungsmittel an (siehe auch Seite 25 „Beson<strong>de</strong>rs überwachungsbedürftige Abfälle zur<br />

Verwertung“). Dieses wird bei einem externen Dienstleister <strong>de</strong>stilliert und je nach Bedarf<br />

entwe<strong>de</strong>r zu Reinigungszwecken in das Werk zurückgeführt (a) o<strong>de</strong>r dient als Vorprodukt<br />

für „Reinigungsverdünnung“ (b).<br />

Energie<br />

Eingesetzte Energiequellen: Heizöl<br />

Erdgas<br />

Strom<br />

Brennstoffeinsatz<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Heizöl (m 3 ) 22 44 77 +33 m³/ +75,10 %<br />

Erdgas (m 3 ) 123.497 98.658 69.917 -28.741 m³/ -29,13 %<br />

Umrechnungsfaktoren Brennstoffeinsatz zu Energieverbrauch:<br />

Heizöl (Brennwert): m³ -> MWh: 9,8 MWh/ m³ (bis März 2004)<br />

Heizöl (Brennwert): m³ -> MWh 10,2 MWh/ m³ (ab April 2004)<br />

Erdgas (Gaszustand*Brennwert/1000): m³ -> MWh: 0,011270506 MWh/ m³<br />

Hintergrund <strong>de</strong>s <strong>de</strong>utlich gesteigerten Heizölverbrauchs ist eine aus ökonomischen Grün<strong>de</strong>n<br />

bevorzugte Nutzung dieses Energieträgers anstelle von Erdgas seit Dezember 2004.<br />

Energieverbrauch<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Energie aus Heizöl<br />

(MWh)<br />

219 446 788 +342 MWh/+ 76,64 %<br />

Energie aus Erdgas<br />

(MWh)<br />

1.408 1.125 797 -328 MWh/ -29,13 %<br />

Strom (MWh) 991 1.005 1.052 +47 MWh/ +4,73 %<br />

Gesamtenergie (MWh) 2.618 2.575 2.637 +62 MWh/ +2,40 %<br />

20


3000,00<br />

2500,00<br />

2000,00<br />

1500,00<br />

1000,00<br />

500,00<br />

0,00<br />

Frischwasser<br />

Energieverbrauch in MWh<br />

2003 2004 2005<br />

Energie aus Heizöl (MWh)<br />

Energie aus Erdgas (MWh)<br />

Strom (MWh)<br />

Gesamtenergie (MWh)<br />

Einsatzbereiche von Frischwasser:<br />

• Einsatzstoff für Produkte auf wässriger Basis<br />

• Spülen <strong>de</strong>r Maschinen nach <strong>de</strong>r Wasserlackproduktion und -abfüllung<br />

• Wäsche Firmenfahrzeuge<br />

• Sanitäre Anlagen<br />

• Kantine<br />

Frischwasserverbrauch<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Kfz-Pflege und Bewässerung (m 3 ) 277 166 110 -56 m³ / -33,73 %<br />

Produktion, Abfüllung, Verwaltung,<br />

Sozialgebäu<strong>de</strong> (m 3 )<br />

4.603 3.752 4.910 +1.158 m³ / +30,87 %<br />

Gesamt (m 3 ) 4.880 3.918 5.020 +1.102 m³/ +28,13 %<br />

Für <strong>de</strong>n <strong>de</strong>utlichen Anstieg beim Frischwasserverbrauch können verschie<strong>de</strong>ne Aspekte<br />

angeführt wer<strong>de</strong>n: z. B. erstmalige Durchführung <strong>de</strong>s Sommerfestes für die Mitarbeiter<br />

und <strong>de</strong>ren Angehörige (ca. 200 Personen: dadurch u. a. verstärkte Nutzung <strong>de</strong>r sanitären<br />

Einrichtungen <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co.) und Bewässerung <strong>de</strong>r Grünanlagen<br />

mittels Gartenschlauch ohne Mengenerfassung.<br />

Der erhöhte Frischwasserverbrauch wird durch das Referat Arbeits- und Umweltschutz<br />

untersucht. Als Umweltziel (siehe Seite 29) streben wir eine Reduzierung <strong>de</strong>s Frischwasserverbrauchs<br />

auf 4.300 m³ an, was einem langjährigen Mittelwert entspricht.<br />

21


Verpackungsmaterial<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Glas (t) 117,464 144,293 41,184 -103,108 t/ -71,46 %<br />

Papier, Pappe, Karton (t) 108,220 143,171 131,318 -11,853 t/-8,28 %<br />

Weißblech (t) 340,139 368,078 369,525 +1,446 t/ +0,39 %<br />

Aluminium (t) 4,458 5,420 3,891 -1,530 t/ -28,22 %<br />

Sonstige Verbun<strong>de</strong> (t) 0,491 0,589 0,502 -0,087 t/ -14,73 %<br />

Stretchfolie (t) 5,345 6,669 5,942 -0,727 t/ �-10,90 %<br />

Kunststoffe (t) 16,409 18,523 21,686 +3,163 t/ +17,08 %<br />

Paletten, Holzwerkstoffe (t) 18,006 26,040 29,249 +3,209 t/ +12,32 %<br />

Der <strong>de</strong>utliche Rückgang bei Glas ist u. a. auf die Umstellung bei <strong>de</strong>r Möbelpflegemittelserie<br />

von Glas- auf Kunststoffgebin<strong>de</strong> zurückzuführen. Der Vorteil <strong>de</strong>r Kunststoffgebin<strong>de</strong> liegt<br />

einerseits in <strong>de</strong>ren geringerem Eigengewicht (somit auch weniger Energieverbrauch beim<br />

Transport), an<strong>de</strong>rerseits in <strong>de</strong>r Stabilität z. B. beim Herunterfallen.<br />

Die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. beteiligt sich an <strong>de</strong>n Sammelsystemen „Grüner<br />

Punkt“ (Duales System Deutschland) und Interseroh.<br />

OUTPUT<br />

Emissionen in die Luft<br />

Kohlendioxid<br />

Kohlendioxid entsteht durch die Verbrennung von Erdgas und Heizöl. Dies dient <strong>de</strong>m Betrieb<br />

unserer Heizungsanlage.<br />

Organische Stoffe<br />

Die Hauptemissionen wer<strong>de</strong>n durch unsere Produktions- und Abfüllanlage verursacht.<br />

Dabei han<strong>de</strong>lt es sich um organische Stoffe (Lösungsmittel), wie z. B. Ethanol, Isopropanol,<br />

Aceton, n-Butylacetat, Isopropylacetat, sonstige aliphatische und in geringen Mengen<br />

aromatische Kohlenwasserstoffe, Toluol und Xylol.<br />

Die letzte Emissionsmessung gem. § 23 (1) Bun<strong>de</strong>s-Immissionsschutzgesetz (BImSchG)<br />

fand im Januar 2002 statt.<br />

Deren Werte dienten als Berechnungsgrundlage für die Emissionen seit <strong>de</strong>m Jahr 2001.<br />

Weiterhin wur<strong>de</strong>n dabei die Arbeitszeiten in <strong>de</strong>n emissionsverursachen<strong>de</strong>n Bereichen<br />

(Produktion und Abfüllung) berücksichtigt.<br />

Staubförmige Emissionen<br />

Staubförmige Emissionen lagen bei <strong>de</strong>r Emissionsmessung im Januar 2002 als maximaler<br />

Emissionswert bei 0,9 mg/ m³ (Grenzwert: 150 mg/m³)<br />

22


Emissionswerte<br />

Organische<br />

Stoffe (t/a)<br />

Kohlendioxid<br />

(t/a)<br />

Stickoxi<strong>de</strong><br />

(berechnet als<br />

NO2 in t/a)<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

12,6 12,3 11,4 -0,9 t/ -7,27 %<br />

234,7 187,6 133,1 -54,5 t/ -29,05%<br />

12,3 9,9 7,0 -2,9 t/ -29,29 %<br />

Bemerkungen<br />

Entstehung durch<br />

Verbrennung von Heizöl<br />

und Erdgas zum Betrieb<br />

<strong>de</strong>r Heizungsanlage und<br />

zur Drucklufterzeugung.<br />

Gemäß Bescheid <strong>de</strong>r Genehmigungsbehör<strong>de</strong> vom 04.02.2003 ist die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik<br />

GmbH & Co. nicht mehr genehmigungsbedürftig nach Bun<strong>de</strong>s-Immissionsschutzgesetz<br />

(BImSchG) und es entfällt die Verpflichtung, eine Emissionserklärung abzugeben.<br />

Als Grenzwert für Lösungsmittelemissionen sind die Vorgaben <strong>de</strong>r 31. BImSchV (VOC-<br />

Verordnung - Verordnung zur Begrenzung <strong>de</strong>r Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen<br />

bei <strong>de</strong>r Verwendung organischer Lösemittel in bestimmten Anlagen) einzuhalten.<br />

Der zulässige Gesamtemissionswert beträgt 1 % <strong>de</strong>r eingesetzten Jahresmenge an Lösungsmitteln.<br />

Diese Vorgabe wird von <strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. eingehalten.<br />

Im Jahr 2005 wur<strong>de</strong>n 0,46 % <strong>de</strong>r eingesetzten Lösungsmittel emittiert.<br />

Die Anlagen zur Verbrennung von Heizöl und Erdgas zum Betrieb <strong>de</strong>r Heizungsanlage<br />

und zur Drucklufterzeugung wer<strong>de</strong>n jährlich durch <strong>de</strong>n Bezirksschornsteinfegermeister<br />

gemäß <strong>de</strong>r 1. BImSchV (Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen) überwacht. Am<br />

26.01.2005 lautete das Ergebnis für bei<strong>de</strong> Kessel: „Das Messergebnis entspricht <strong>de</strong>r Verordnung.“<br />

Abwasser<br />

Abwasser<br />

gesamtes Werk (m³)<br />

Davon Abwasser aus<br />

Abwasserbehandlungsanlage(m 3 )<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

4237,2 3.383,6 4520,0 +1.136,4 m³/ +33,59 %<br />

130,3 107,4 90,8 -16,6 m³/ -15,43 %<br />

Der ph-Wert je<strong>de</strong>r Charge <strong>de</strong>r Abwasserbehandlungsanlage wird schriftlich dokumentiert.<br />

Freiwillig kontrollieren wir noch <strong>de</strong>n CSB-Wert (Chemischer Sauerstoffbedarf: notwendige<br />

Menge an Sauerstoff zur vollständigen Oxidation <strong>de</strong>r Inhaltsstoffe <strong>de</strong>s Abwassers), da dieser<br />

Parameter nicht mehr Bestandteil <strong>de</strong>r Ortsatzung Offenbach ist.<br />

Das Abwasser <strong>de</strong>s gesamten Werkes und <strong>de</strong>r Abwasserbehandlungsanlage wer<strong>de</strong>n min<strong>de</strong>stens<br />

zweimal jährlich im Rahmen <strong>de</strong>r Eigenkontrolle durch ein Analysenlabor im Auftrag<br />

<strong>de</strong>s kommunalen Dienstleisters ESO beprobt. Hierbei unterliegt das Abwasser <strong>de</strong>s<br />

gesamten Werkes <strong>de</strong>r Ortsatzung Offenbach am Main, das Abwasser <strong>de</strong>r Abwasserbehandlungsanlage<br />

<strong>de</strong>m Anhang 9 Abwasserverordnung und Ortsatzung Offenbach am<br />

Main.<br />

23


Abfälle<br />

Bei verschie<strong>de</strong>nen Abfällen unterliegt die jährlich anfallen<strong>de</strong> Menge durch <strong>de</strong>n Rhythmus <strong>de</strong>r Abholung bzw. das Ansammeln starken<br />

Schwankungen. Weitere Erklärungen befin<strong>de</strong>n sich in <strong>de</strong>r Spalte „Anmerkungen“ in <strong>de</strong>r jeweiligen Tabelle.<br />

Nicht beson<strong>de</strong>rs überwachungsbedürftige Abfälle zur Verwertung<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Anmerkungen<br />

Holzpaletten (t) 1,87 1,81 1,71 -0,10 t/ -5,52 %<br />

Glas (t) 6,08 6,46 5,74 -0,72 t/ -11,15 %<br />

Datenträger-/ Aktenvernichtung (t) 2,68 2,48 1,88 -0,60 t/ -24,40 %<br />

EDV-, Bild- und Tondatenträger-<br />

- 0,001 0,000 -0,001 t/ -100 % Hierbei han<strong>de</strong>lt es sich um Overhead-Projektor –<br />

vernichtung (t)<br />

Folien.<br />

Papier (t) 20,77 29,46 22,32 -7,14 t/ -24,24 %<br />

Fässer mit Anhaftungen (t) 21,14 24,74 20,20 -4,54 t/ -18,35 %<br />

Weißblech mit Anhaftungen (t) 12,78 9,52 8,78 -0,74 t/ -7,77 %<br />

Weißblech ohne Anhaftungen (t) 3,82 1,96 2,00 +0,04 t/ +2,04 %<br />

Gewerbeabfall (t)<br />

76,58 88,48 78,86 -9,62 t/ -10,87% Zusätzlich hält die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik<br />

GmbH & Co. zwei Müllsammelbehälter <strong>de</strong>s<br />

kommunalen Entsorgers vor. Diese wer<strong>de</strong>n wöchentlich<br />

ohne Mengenermittlung geleert und <strong>de</strong>r<br />

Beseitigung zugeführt<br />

Küchenabfälle (t) Daten<br />

nicht<br />

ermittelbar.<br />

2,27 2,27 ±0 t/ ±0 % Seit 2004 bzw. 2005 Abholung durch neuen Verwerter<br />

und Verwiegung <strong>de</strong>r Küchenabfälle.<br />

Bis En<strong>de</strong> 2003 wöchentliche Abholung durch<br />

Verwerter bei pauschaler Vergütung.<br />

Frittierfett (t) 0,20 0,14 0,18 +0,04 t/ +26,43 %<br />

Rüttelfilterrückstän<strong>de</strong> (t) 0,45 0,47 0,61 +0,14 t/ +29,36 %<br />

Filtermatten Abluftanlage (t) 0,10 0,08 0,04 -0,04 t/ -50,00 %<br />

Holzabfälle behan<strong>de</strong>lt A2/A3 (t) 1,19 0,00 0,00 ±0 t/ ±0 % Hierbei han<strong>de</strong>lt es sich um <strong>de</strong>n einmaligen Anfall<br />

behan<strong>de</strong>lten Holzes aus Werk I.<br />

Asphaltaufbruch teerfrei (t)<br />

24<br />

- - 15,88 +15,88 t 2005 wur<strong>de</strong> die Hoffläche teilweise saniert. Beim<br />

Abfräsen <strong>de</strong>s alten Belages ist <strong>de</strong>r Asphaltaufbruch<br />

teerfrei angefallen.


Beson<strong>de</strong>rs überwachungsbedürftige Abfälle zur Verwertung<br />

2003 2004 2005 Entwicklung<br />

(2005 zu 2004)<br />

Anmerkungen<br />

Fällungsschlamm aus <strong>de</strong>r Abwasserbehandlungsanlage<br />

(t)<br />

8,16 10,57 9,06 -1,51 t/ -14,33 %<br />

Lackschlamm (t) 7,07 8,88 6,71 -2,17 t/ -24,41 %<br />

Verwertung Altware bzw. alter - 20,64 19,62 -1,02 t/ -4,94 % Verwertung nicht mehr verkaufs- o<strong>de</strong>r einarbeitungs-<br />

Rohstoffe (t)<br />

fähiger Altware bzw. alter Rohstoffe<br />

Verwertung alte Spraydosen (t) - 2,46 0,00 -2,46 t/ -100 % Verwertung nicht mehr verkaufsfähiger Spraydosen<br />

Filter aus <strong>de</strong>r Produktion (t) 1,12 2,60 1,83 -0,77 t/ -29,77 % Hierbei han<strong>de</strong>lt es sich um getrocknete Kunststofffilter<br />

aus <strong>de</strong>r Lackfiltration.<br />

Sandfanginhalte (m³)<br />

Benzinabschei<strong>de</strong>rinhalte (m³)<br />

0,5<br />

8,0<br />

0,0<br />

0,0<br />

0,0<br />

0,0<br />

±0 t/ ±0 %<br />

±0 t/ ±0 %<br />

Diese Abfälle wer<strong>de</strong>n seit 2004 zusammen als „Abfallgemische<br />

aus Sandfanganlagen und Öl-/ Wasserabschei<strong>de</strong>rn“<br />

gesammelt und verwertet.<br />

Abfallgemische aus Sandfang- - 5,20 0,00 -5,20 t/ -100 % Ersetzt seit 2004 die bisher getrennt gesammelten<br />

anlagen und Öl-/ Wasserab-<br />

Fraktionen „Sandfanginhalte“ und „Benzinabscheischei<strong>de</strong>rn<br />

(t)<br />

<strong>de</strong>rinhalte“. 2005 keine Leerung<br />

Fettabschei<strong>de</strong>rinhalte (t) 2,70 3,20 0,00 -3,20 t/ -100 % 2005 keine Leerung<br />

Kompressorenöl (t) - 0,23 0,00 -0,23 t/ -100 % Kompressorenöl wird zur Entsorgung angesammelt.<br />

Ölhaltige Filter aus Kompresso- - 0,03 0,00 -0,03 t/ -100 % Ölhaltige Filter wer<strong>de</strong>n zur Entsorgung angesamren<br />

(t)<br />

melt.<br />

PC-Monitore (St.) - 20 0 -20 St./ -100 % PC-Monitore wer<strong>de</strong>n zur Entsorgung angesammelt.<br />

Elektronikschrott (t) - 0,61 0,00 -0,61 t/ -100 % Elektronikschrott wird zur Entsorgung angesammelt.<br />

Leuchtstoffröhren (St.) 213 222 128 -94 St./ 42,34 %<br />

Gebrauchte Küvettentests Ab- - - 0,008 +0,008 t Die gebrauchten Küvettentests wer<strong>de</strong>n zur Entsorwasserbehandlungsanlage<br />

(t)<br />

gung angesammelt. Letzte Abholung 1999<br />

Batterien unsortiert (t)<br />

Lösungsmittel:<br />

0,02 - 0,03 +0,03 t Batterien unsortiert wur<strong>de</strong>n 2004 zur Entsorgung<br />

angesammelt.<br />

Verschmutzt (t) 87,96 91,02 90,38 -0,64 t/ -0,70 %<br />

Anteil fester<br />

30,02 30,54 34,46 +3,92 % Anteil fester Destillationsrückstän<strong>de</strong> abhängig vom<br />

Destillationsrückstän<strong>de</strong> (%)<br />

Festkörpergehalt <strong>de</strong>s verschmutzten Lösungsmittels.<br />

25


9. Umweltziele<br />

Die Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. hat sich Einzelziele für verschie<strong>de</strong>ne Bereiche<br />

gesetzt, die z. B. auf die Vermeidung von Umweltbelastungen abzielen.<br />

Durch das jährliche Hinterfragen <strong>de</strong>r Umweltziele hinsichtlich Erfüllungsgrad und/ o<strong>de</strong>r<br />

Umsetzbarkeit im Rahmen <strong>de</strong>s internen Audits leisten diese einen wichtigen Beitrag für<br />

<strong>de</strong>n kontinuierlichen Verbesserungsprozess.<br />

Auf <strong>de</strong>n folgen<strong>de</strong>n Seiten wer<strong>de</strong>n die Umweltziele und weitere beson<strong>de</strong>re Leistungen <strong>de</strong>r<br />

Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. vorgestellt.<br />

Anmerkung: bei <strong>de</strong>r „ChemVOCFarbV“ (Lösemittelhaltige Farben- und Lack-Verordnung)<br />

han<strong>de</strong>lt es sich um die Umsetzung <strong>de</strong>r „Decopaint-Richtlinie“ (2004/42/EG - Begrenzung<br />

<strong>de</strong>r Emissionen flüchtiger organischer Verbindungen aufgrund Verwendung organischer<br />

Lösemittel in bestimmten Farben und Lacken) in <strong>de</strong>utsches Recht. Darin wird <strong>de</strong>r Höchstgehalt<br />

an flüchtigen organischen Verbindungen in bestimmten Farben und Lacken in zwei<br />

Stufen begrenzt: zuerst ab 01.01.2007. Zum 01.01.2010 wird <strong>de</strong>r Höchstgehalt nochmals<br />

abgesenkt.<br />

26


Umsetzungsgrad <strong>de</strong>r Ziele für <strong>de</strong>n Zeitraum 2003 - 2005<br />

Ziele Maßnahmen Erledigt Ergebnis<br />

Erweiterung <strong>de</strong>r Produktpalette<br />

<strong>de</strong>r umweltfreundlichen<br />

Produkte<br />

Reduzierung <strong>de</strong>r Emissionen<br />

organischer<br />

Stoffe um 90%<br />

Erweiterung Tätigkeitsfeld<br />

innerbetriebliche<br />

Messstelle<br />

Reduzierung <strong>de</strong>r CO2-<br />

Emissionen unseres<br />

Fuhrparks<br />

27<br />

Weiterentwicklung von Lacken auf wässriger Basis und<br />

kontinuierliche Umstellung <strong>de</strong>r Produktlinie für Heimwerker<br />

auf wässrige Systeme<br />

Weiterentwicklung bestehen<strong>de</strong>r Produkte auf aromatenfreie<br />

Qualität<br />

Anpassung lösemittelhaltiger Produkte an die Vorgaben<br />

<strong>de</strong>r „Decopaint-Richtlinie“ (2004/42/EG) und <strong>de</strong>r „Chem-<br />

VOCFarbV“ (Lösemittelhaltige Farben- und Lack-<br />

Verordnung)<br />

Im Bereich Abfüllung: Kapselung <strong>de</strong>r Vorlagebehälter <strong>de</strong>r<br />

bei<strong>de</strong>n DeVree-Abfüllmaschinen<br />

Durchführung von Arbeitsplatzmessungen eigener Produkte<br />

bei Kun<strong>de</strong>n als Dienstleistung<br />

Im Bereich Außendienst: Umstellung von 90 % <strong>de</strong>r PKW-<br />

Flotte von Ottokraftstoff auf Dieselantrieb<br />

Energieeinsparung Auf<strong>de</strong>ckung von Energieeinsparpotentialen am Standort<br />

durch Erstellung eines Energiekatasters<br />

�<br />

�<br />

�<br />

�<br />

(�)<br />

(�)<br />

-<br />

Markteinführung von 3 wässrigen Produkten für Heimwerker und<br />

Umstellung einer Produktlinie mit 19 Farbtönen auf tropfgehemmte<br />

Qualität.<br />

Die Klarlacke „<strong>CLOU</strong>CRYL“ und „Monosiegel“ in allen Glanzgra<strong>de</strong>n<br />

sowie das System „DD-Lack 28 + Härter " einschließlich „DD-<br />

Verdünnung Nr. 29“ wur<strong>de</strong>n auf aromatenfreie Qualität umgestellt.<br />

Ebenso weitere einzelne Produkte (siehe Seiten 10 und 11)<br />

Entwicklungsarbeiten am System „DD-Parkettsiegel“ gemäß <strong>de</strong>n<br />

Anfor<strong>de</strong>rungen <strong>de</strong>r Decopaint-Richtlinie wur<strong>de</strong>n abgeschlossen.<br />

Kapselung <strong>de</strong>r Vorlagebehälters bei<strong>de</strong>r DeVree-Abfüllmaschinen<br />

Es wur<strong>de</strong> lediglich eine Messung in <strong>de</strong>r Nie<strong>de</strong>rlassung Berlin durchgeführt;<br />

weitere Anfragen von Kun<strong>de</strong>n gingen nicht ein.<br />

Momentan wird dieses Ziel nicht weiterverfolgt. Im Sommer <strong>2006</strong><br />

steht jedoch eine grundsätzliche Betrachtung <strong>de</strong>r Dienstleistungen<br />

<strong>de</strong>r Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co. an.<br />

Zum Jahresen<strong>de</strong> 2005 ist die Umstellung bis auf einzelne Fahrzeuge<br />

abgeschlossen: Abschluss fristgerecht bis En<strong>de</strong> <strong>2006</strong>.<br />

Dieses Ziel wur<strong>de</strong> ersatzlos gestrichen: einerseits konnte kein Stu<strong>de</strong>nt<br />

zur Durchführung dieser Arbeit gewonnen wer<strong>de</strong>n, an<strong>de</strong>rerseits<br />

konnte durch Sensibilisierung aller Mitarbeiter <strong>de</strong>r Stromverbrauch<br />

über mehrere Jahre recht konstant gehalten wer<strong>de</strong>, obwohl vermehrt<br />

elektrische Geräte, z. B. PC, Drucker, eingesetzt wer<strong>de</strong>n.<br />

Weiterhin wird die bereits zu früheren Zeiten diskutierte Errichtung<br />

eines Blockheizkraftwerkes als Möglichkeit gesehen, die bei passen<strong>de</strong>n<br />

Rahmenbedingungen umgesetzt wird.


Was wir sonst im Zeitraum 2003 – 2005 noch zusätzlich erreicht haben<br />

Ziele Maßnahmen Erledigt Ergebnis<br />

Durchführung von Arbeitsplatzmessungen<br />

gemäß TRGS 402/403<br />

Einsparung von Ressourcen,<br />

z. B. Papier<br />

Einsparung von Ressourcen,<br />

z. B. Hydrauliköl,<br />

und Vermeidung<br />

von Bo<strong>de</strong>n-/ Grundwasserverunreinigun-<br />

gen im Scha<strong>de</strong>nsfall<br />

Reduzierung <strong>de</strong>r Emissionen<br />

organischer<br />

Stoffe bei unseren<br />

Kun<strong>de</strong>n<br />

Erweiterung <strong>de</strong>r Produktpalette<br />

<strong>de</strong>r umweltfreundlichen<br />

Produkte<br />

Erweiterung <strong>de</strong>r Produktpalette<br />

<strong>de</strong>r umweltfreundlichen<br />

Produkte<br />

28<br />

Aufbau einer innerbetrieblichen Messstelle, Qualifizierung<br />

<strong>de</strong>r Mitarbeiter und Anerkennung durch die BG Chemie<br />

und das RP Darmstadt Abteilung Arbeitsschutz und<br />

Sicherheitstechnik<br />

Versand: durch ein neues EDV-System und <strong>de</strong>n Einsatz<br />

von Scannern konnte <strong>de</strong>r Papierverbrauch <strong>de</strong>utlich abgesenkt<br />

wer<strong>de</strong>n.<br />

Aufzugsanlagen: hier ist das bisher eingesetzte mineralische<br />

Hydrauliköl durch Bioöl aus nachwachsen<strong>de</strong>n Rohstoffen<br />

ersetzt wor<strong>de</strong>n.<br />

Optimierung und Vertrieb emissionsarmer Farb-Misch-<br />

Anlagen für das gesamte farbig-<strong>de</strong>cken<strong>de</strong> <strong>CLOU</strong>CRYL-<br />

Programm an unsere Händler.<br />

Bei 7 Produkten, die in <strong>de</strong>r Luftfahrtindustrie eingesetzt<br />

wer<strong>de</strong>n, Austausch <strong>de</strong>s halogenhaltigen gegen ein halogenfreies<br />

Flammschutzmittel.<br />

Überarbeitung bestehen<strong>de</strong>r Rezepturen bezüglich <strong>de</strong>s<br />

Gehaltes an Toluol. Hintergrund neue Erkenntnisse und<br />

daraus resultierend eine verschärfte Einstufung <strong>de</strong>s Stoffes<br />

Toluol.<br />

�<br />

�<br />

�<br />

�<br />

�<br />

�<br />

Die innerbetriebliche Messstelle wur<strong>de</strong> aufgebaut und die Mitarbeiter<br />

extern beim Gerätehersteller und bei <strong>de</strong>r BG Chemie geschult.<br />

Eine schriftliche Anerkennung durch die BG Chemie und das RP<br />

Darmstadt Abteilung Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik liegen<br />

vor.<br />

Durch die innerbetriebliche Messstelle können einerseits anstehen<strong>de</strong><br />

Messaufgaben flexibler bearbeitet wer<strong>de</strong>n, an<strong>de</strong>rerseits ist dadurch<br />

ein <strong>de</strong>utliches größeres Wissen hinsichtlich Gefahrstoffen<br />

vorhan<strong>de</strong>n.<br />

Pro Auftrag wird nur noch 1 Blatt anstelle von durchschnittlich 4 Blättern<br />

benötigt. Bei rund 220 Aufträgen pro Tag und 250 Arbeitsstagen<br />

im Jahr 2005 ergibt sich so eine Papiereinsparung von 165.000 Blatt<br />

(ca. 830 kg).<br />

Dadurch wird einerseits das Wartungsintervall von 5 auf 8 Jahre<br />

heraufgesetzt, an<strong>de</strong>rerseits ist das Bioöl im Leckagefall biologisch<br />

abbaubar.<br />

Deutliche Reduzierung <strong>de</strong>r Emissionen organischer Stoffe beim<br />

Ausmischen farbig-<strong>de</strong>cken<strong>de</strong> <strong>CLOU</strong>CRYL-Farbtöne; messtechnisch<br />

durch die innerbetriebliche Messstelle dokumentiert.<br />

Strenge Vorgaben <strong>de</strong>r Luftfahrtindustrie wer<strong>de</strong>n auch durch neue<br />

Produkte erfüllt.<br />

Deutlich geringere Gefährdung <strong>de</strong>r Mitarbeiter hier im Werk und<br />

beim Verbraucher.<br />

6 Rezepturen wur<strong>de</strong>n auf toluolfreie und 4 auf toluolreduzierte Qualität<br />

umgestellt.<br />

Deutlich geringere Gefährdung <strong>de</strong>r Mitarbeiter hier im Werk und<br />

beim Verbraucher.


Umweltziele (Stand 03/<strong>2006</strong>)<br />

Ziele Maßnahmen Zuständigkeiten Termin<br />

Erweiterung <strong>de</strong>r Produktpalette <strong>de</strong>r • Weiterentwicklung von Lacken, die lösungsmittelarm bzw. - Geschäftsführung, Zentrallabor 12/2008*<br />

umweltfreundlichen Produkte<br />

frei sind und kontinuierliche Umstellung <strong>de</strong>r Produktlinie für<br />

Heimwerker auf wässrige Systeme<br />

Reduzierung <strong>de</strong>s beson<strong>de</strong>rs überwachungsbedürftigen<br />

Abfalls „Lackfilter“<br />

(EAK 150202*) um 75%<br />

Reduzierung <strong>de</strong>r CO2-Emissionen un-<br />

seres Fuhrparks<br />

Reduzierung <strong>de</strong>s Frischwasserverbrauchs<br />

auf 4.300 m³ pro Jahr<br />

29<br />

• Weiterentwicklung bestehen<strong>de</strong>r Produkte auf aromatenfreie<br />

Qualität<br />

• Anpassung lösemittelhaltiger Produkte an die Vorgaben <strong>de</strong>r<br />

„Decopaint-Richtlinie“ (2004/42/EG) und <strong>de</strong>r „ChemVOCFarbV“<br />

(Lösemittelhaltige Farben- und Lackverordnung)<br />

• Verstärkte Vermarktung <strong>de</strong>r <strong>CLOU</strong> NANO-Lacke WL-Nano<br />

CB und <strong>CLOU</strong>CRYL Nano-Finish (Absatzziel: 5 Tonnen)<br />

• Entwicklung von hoch kratzfesten Lacken auf Nanotechnologie<br />

zur Verlängerung <strong>de</strong>r Haltbarkeit <strong>de</strong>r Beschichtung<br />

Suche und Erprobung eines selbstreinigen<strong>de</strong>n Filtersystems für <strong>de</strong>n<br />

Bereich „Lacke“<br />

Im Bereich Außendienst: Umstellung von 90 % <strong>de</strong>r PKW-Flotte von<br />

Ottokraftstoff auf Dieselantrieb mit Partikelfilter<br />

Ermittlung weiterer interner Wasserverbrauchszahlen und diesbezügliche<br />

Sensibilisierung <strong>de</strong>r Mitarbeiter<br />

Geschäftsführung, Zentrallabor<br />

Geschäftsführung, Zentrallabor<br />

Geschäftsführung, Marketing<br />

Geschäftsführung, Zentrallabor<br />

12/2008*<br />

12/<strong>2006</strong><br />

bzw.<br />

12/2009<br />

12/<strong>2006</strong><br />

12/2008*<br />

Hr. Stahlhut 12/2007*²<br />

Geschäftsführung, Hr. Bittelbrunn 12/<strong>2006</strong><br />

Hr. Bosche (ggf. Unterstützung<br />

Betriebs-, Produktionsleitung)<br />

* Diese Ziele sind vorerst bis zum En<strong>de</strong> <strong>de</strong>s nächsten 3-jährigen Auditzyklus begrenzt, um dann die Ergebnisse zu quantifizieren. Prinzipiell han<strong>de</strong>lt es jedoch<br />

um Ziele, die langfristig und kontinuierlich bearbeitet wer<strong>de</strong>n.<br />

*² Termin wur<strong>de</strong> bis 12/2007 verlängert, um auch die Messe „European Coatings Show“ als Informationsquelle zu nutzen.<br />

12/2007


Gültigkeitserklärung<br />

Der Umweltgutachter<br />

Dr. Willi Bethäuser<br />

hat die Umweltpolitik, das Umweltprogramm, das Umweltmanagement-System, die<br />

Umweltbetriebsprüfung und die <strong>Umwelterklärung</strong> <strong>de</strong>r<br />

Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co.<br />

Otto-Scheugenpflug-Straße 2<br />

63073 Offenbach<br />

auf Übereinstimmung mit <strong>de</strong>r Verordnung (EG) Nr. 761/2001 <strong>de</strong>s Europäischen Parlaments<br />

und <strong>de</strong>s Rates vom 19. März 2001 über die freiwillige Beteiligung von Organisationen<br />

an einem Gemeinschaftssystem für das Umweltmanagement und die Umweltbetriebsprüfung<br />

(EMAS), geän<strong>de</strong>rt durch Verordnung (EG) Nr. 196/<strong>2006</strong> <strong>de</strong>r Kommission<br />

vom 03. Februar <strong>2006</strong> zur Än<strong>de</strong>rung <strong>de</strong>s Anhangs I <strong>de</strong>r EMAS, geprüft.<br />

Da die Anfor<strong>de</strong>rungen dieser Verordnungen erfüllt sind und die Daten und<br />

Informationen in <strong>de</strong>r <strong>Umwelterklärung</strong> <strong>2006</strong> ein zuverlässiges und glaubwürdiges<br />

Bild aller Tätigkeiten am Standort Offenbach wie<strong>de</strong>rgeben, wird<br />

die vorliegen<strong>de</strong> <strong>Umwelterklärung</strong> für gültig erklärt.<br />

Bexbach, 26. April <strong>2006</strong><br />

Dr. Willi Bethäuser<br />

Umweltgutachter<br />

(D-V-0179)<br />

30


Dialog<br />

Ihre Meinung zu unserer <strong>Umwelterklärung</strong> interessiert uns. Falls Sie Anregungen<br />

dazu haben, teilen Sie uns diese bitte mit.<br />

Kontaktadresse: Alfred <strong>Clou</strong>th Lackfabrik GmbH & Co.<br />

Referat Arbeits- und Umweltschutz<br />

Herr Dipl.-Ing. (FH) S. Bosche<br />

Otto-Scheugenpflug-Strasse 2<br />

63073 Offenbach<br />

Telefon: 069-89007-215<br />

Telefax: 069-89007-140<br />

E-Mail: sascha.bosche@clou.<strong>de</strong><br />

34

Hurra! Ihre Datei wurde hochgeladen und ist bereit für die Veröffentlichung.

Erfolgreich gespeichert!

Leider ist etwas schief gelaufen!