Jahresbericht 2012 - Freiwillige Feuerwehr Pullach

feuerwehr.pullach.de

Jahresbericht 2012 - Freiwillige Feuerwehr Pullach

Jahresbericht 2012


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Impressum

Herausgeber:

Freiwillige Feuerwehr Pullach i. Isartal

Kagerbauerstraße 2-4

82049 Pullach i. Isartal

Telefon: 089 / 793 32 32

www.feuerwehr-pullach.de

Bankverbindung:

Konto-Nr. 190 562 793, BLZ 702 501 50 (Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg)

Verantwortlich für den Inhalt:

Andreas Brandl, Kommandant

Redaktion und Gestaltung:

Moritz Lochmann, Sebastian Westenthanner, Julius Haas und Urs Golle (Jugendfeuerwehr)

Dateneingabe für die Statistik:

Hans Horak

Fotos:

Stand:

Druck:

Auflage:

Impressum

Feuerwehr Pullach, FireFoto - Th. Gaulke (2), Christopher Lochmann (3), Claus Schunk (4)

07.01.2013

Offsetdruck Wirth, Wolfratshauser Straße 150, 82049 Pullach

1000 Stück


Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Freunde und Gönner der Feuerwehr Pullach,

liebe aktive und passive Mitglieder,

auch für das Jahr 2012 haben wir wieder einen

Jahresrückblick erstellt, damit Sie sich über die

vielfältigen Aufgaben Ihrer Freiwilligen Feuerwehr

informieren können. Allen, die an dieser Ausgabe

beteiligt waren und das ganze Jahr über alles, was

für diesen Jahresrückblick benötigt wird, gesammelt

haben, danke ich an dieser Stelle recht herzlich.

Im Jahr 2012 gab es eine Reihe von Aktivitäten unserer

Feuerwehr, an die ich mich gern erinnere. In

besonders positiver Erinnerung ist mir jedoch der

Tag der offenen Tür geblieben, den wir im September

veranstaltet haben. Viele kleine und große Gäste

zeigten uns mit ihrem Besuch, wie interessiert sie

an der Arbeit ihrer Feuerwehr sind. Das ist sehr erfreulich

und stärkt die Bereitschaft zum ehrenamtlichen

Einsatz unserer Feuerwehrfrauen und -männer.

Denn um in Not geratenen Bürgern schnelle

Hilfe zukommen zu lassen, ist die Feuerwehr Pullach

rund um die Uhr in Bereitschaft.

Neben ihrer Funktion als Hilfsorganisation hat die

Feuerwehr jedoch noch eine weitere wichtige Funktion

im gesellschaftlichen Leben der Gemeinde. Sie

trägt dazu bei, dass uneigennützige gegenseitige

Hilfeleistung auch in unserer modernen Zeit erhalten

bleiben.

Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien ein gesundes

neues Jahr und viel Freude bei der Lektüre unseres

Jahresberichtes. Sprechen Sie uns gerne an, wenn

sich Fragen zum Jahresbericht oder zur Feuerwehr

Pullach ergeben.

Josef Rauscher

Vorstand

Sehr geehrte Pullacherinnen und Pullacher,

liebe Freunde und Gönner,

liebe aktive und passive Mitglieder,

ein anspruchsvolles Jahr 2012 ging zu Ende. Erfreulicherweise

verringerte sich die Einsatzzahl auf 180.

Im Frühjahr konnten wir unser neues Boot in Empfang

nehmen und ausgiebig damit üben.

Desweiteren fanden umfangreiche Informationsveranstaltungen

zur Ersatzbeschaffung des in die

Jahre gekommenen Tanklöschfahrzeugs 24/50

statt. Ebenso konnte ein Mannschaftstransportwagen

in Auftrag gegeben werden, der voraussichtlich

im Frühjahr 2013 ausgeliefert wird und unseren

Ford Galaxy ersetzt.

Bei zahlreichen Übungen und Lehrgängen wurde

unser Fachwissen vertieft und erweitert. Die Atemschutzübungsstrecke

wurde bei den Übungen regelmäßig

mit eingebunden. Auch bei Nachbarfeuerwehren

war diese Anlage wieder ein beliebtes

Übungsziel.

Unsere Jugend hat ein aktives Jahr hinter sich gebracht.

Sie nahm zum Beispiel an einem Jugendwettkampf

in Taufkirchen und an einem Zeltlager

im benachbarten Österreich teil.

Im Herbst fand ein erfolgreicher Tag der offenen Tür

statt, auf dem sich zahlreiche Besucher rund um die

Freiwillige Feuerwehr Pullach informieren konnten

und der uns allen viel Spaß und Freude bereitet hat.

Auch auf Ihren Besuch beim nächsten Tag der offenen

Tür, der im September stattfinden wird, freuen

wir uns sehr.

Ich wünsche Ihnen ein gesundes Jahr 2013 und viel

Spaß beim Lesen dieser Ausgabe.

Andreas Brandl

Kommandant

Vorworte

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Jahresrückblick

Das Jahr 2012 im Rückblick

Januar

Traditionell begann auch das

Jahr 2012 wieder mit dem Neujahrsfrühschopppen

am Dreikönigstag,

dem 6. Januar. Eine große

Zahl von aktiven und passiven

Feuerwehrmitgliedern nutzte die

Gelegenheit, nach den Feiertagen

und dem Jahreswechsel erstmals

wieder im Feuerwehrhaus zusammenzukommen.

Kommandant,

Vorstand und Bürgermeister gaben

allen Feuerwehrleuten die

besten Wünsche für das Jahr 2012

mit auf den Weg.

Der erste Einsatz des Jahres 2012

war bereits am Vortag zu absolvieren:

Ein umgefallener Baum

auf der Wolfratshauser Straße

musste durch die Feuerwehr beseitigt

werden. Auch die restlichen

der insgesamt 16 Einsätze

im Januar waren zumeist kleinere

technische Hilfeleistungen wie

die Beseitigung von Wasserschäden

oder einer Ölspur auf der Bischof-Meiser-Straße.

Eine der wichtigsten Veranstaltungen

im Jahresverlauf fiel auch

2012, wie in den Vorjahren, auf den

dritten Freitag im Januar - die Jah-

reshauptversammlung. In diesem

Rahmen werden neben den Jahresberichten

von Vorstandschaft,

Kommandant und verschiedenen

Abteilungsleitern insbesondere

neue MItglieder begrüßt, besonders

verdiente Mitglieder befördert,

geehrt oder auch in den Ruhestand

verabschiedet.

Kommandant Andreas Brandl verwies

in seinem Jahresbericht auf

die gestiegene Belastung im Jahr

2011: Mit 215 Einsätzen waren 26

mehr als im Vorjahr zu bewältigen.

Zudem hielt sich die Mannschaft

bei 104 Übungen fit und

wendete, Verwaltung und Wartung

von Fahrzeugen und Gerät

eingerechnet, insgesamt 15 951

Stunden auf. Durchschnittlich

brachte jeder der 83 Aktiven damit

236 Stunden auf.

Als neue Mitglieder begrüßten

Kommandant und Vorstandschaft

Tassilo Graz, Patrizia Orthofer,

Anna Rothammer, Ludwig Thierer,

Philip Wimmer und Veronika Wolff

(Jugendfeuerwehr) sowie Jonas

Hürten und Steffen Zoschke (aktive

Mannschaft).

Darauf folgten die Beförderungen

und Ehrungen besonders verdienter

Mitglieder. Zum Oberfeu-

Die bei der Hauptversammlung ausgezeichneten Mitglieder

erwehrmann wurde Moritz Lochmann

ernannt, zum Löschmeister

und damit Gruppenführer Michael

Zech und zum Brandmeister Tobias

Bente. Er hatte den hierfür erforderlichen

Zugführer-Lehrgang

im Jahr 2011 besucht. Für 20 Jahre

aktiven Dienst ehrte die Feuerwehr

Pullach Thomas Maranelli.

Jürgen Westenthanner - jetzt passiv

Dem schloss sich der Höhepunkt

des Abends an. Einen Monat zuvor

hatte der 1. Bürgermeister

und stellvertretende Vorstand

Jürgen Westenthanner das 63. Lebensjahr

vollendet. Exakt 47 Jahre

und einen Tag nach seinem Eintritt

in die Freiwillige Feuerwehr

Pullach wurde er aufgrund des Erreichens

der Altersgrenze in den

Passivenstand versetzt.

Nach seinen Tätigkeiten als Maschinist

und Gruppenführer seit

Beginn der 80er-Jahre wurde er

im Jahr 1992 zum stellvertretenden

Vorstand gewählt und hat

diese Position bis heute inne.

Außerdem war er ab Beginn des

neuen Jahrtausends als Zugführer

tätig und trug somit bei zahlreichen

Einsätzen große Verantwor-


tung. Auch nach seiner Wahl zum

Bürgermeister übte er den Feuerwehrdienst

im zeitlich größtmöglichen

Umfang aus. Mit einer Dankesrede

würdigte Vorstand Josef

Rauscher seine Verdienste und ernannte

ihn zum Ehrenmitglied der

Freiwilligen Feuerwehr Pullach.

Die Ehrung durch die Gemeinde

Pullach nahm sozusagen in Vertretung

der 2. Bürgermeister Cornelius

Braunewell vor. Er überreichte

ihm nach einer Dankesrede die

Goldene Münze der Gemeinde

Pullach. Westenthanner, sichtlich

gerührt, bedankte sich bei den

Mitgliedern für die gute Zusammenarbeit

im aktiven Dienst und

die wunderbare Zeit – immerhin

hat er fast ein halbes Jahrhundert

und drei Viertel seines Lebens mit

seinen Kameraden an Einsätzen,

Übungen und Lehrgängen teilgenommen.

Diese wiederrum quittierten

die Rede, die auch eine Anekdote

über Westenthanners Weg

zur Feuerwehr und seinen ersten

Einsatz enthielt, mit minutenlangen

Standing Ovations.

Februar

Die erste Übung im neuen Jahr

findet, der Witterung angepasst,

in der Regel im Gerätehaus statt.

In diesem Jahr standen am 7. Februar

das Thema Hygiene im Feuerwehrdienst

und die Einweisung

auf die neuen Atemschutzüberwachungstafeln

auf dem Programm.

Chiemsee-Pumpe im Einsatz

Auch die Feuerwehr Pullach war

bei einsetzendem Tauwetter

mehrfach gefordert, um Was-

serschäden aufgrund geplatzter

Rohre zu beseitigen. Am Abend

des 14. Februar waren in der

Wenz-Siedlung zwei Keller leerzupumpen.

Hierbei kamen eine sogenannte

Chiemsee-Pumpe mit

besonders hoher Förderleistung,

zwei normale Tauchpumpen und

mehrere Wassersauger zum Einsatz.

Aufgrund der großen Wassermenge

und der Einschränkungen

durch massiven Schneefall

und Eisglätte dauerten die Arbeiten

fast fünf Stunden an. Vor Ort

waren etwa 20 Feuerwehrleute

mit fünf Fahrzeugen.

März

Zu einem schweren Verkehrsunfall

wurde die Freiwillige Feuerwehr

Pullach am Freitag, den 2.

März alarmiert. In der Gartenstraße,

auf Höhe der Postfiliale, verlor

der 65jährige Fahrer eines Geländewagens

aufgrund eines medizinischen

Problems das Bewusstsein

und damit die Kontrolle über

sein Fahrzeug. Er fuhr daraufhin

gegen einen am Straßenrand abgestellten

VW Polo, in den gerade

zwei junge Frauen einsteigen

wollten. Beide Frauen wurden von

dem geparkten Fahrzeug erfasst

und zwischen diesem und einer

Mauer eingeklemmt. Während

Jahresrückblick

sich die jüngere der Beiden, eine

19jährige, selbst befreien konnte,

musste ihre 24jährige Mitfahrerin

durch die Feuerwehr mithilfe von

schwerem technischem Gerät befreit

werden. Zum Einsatz kamen

sowohl Hebekissen, als auch hydraulische

Rettungsgeräte.

Die beiden Damen und auch der

Fahrer des Geländewagens wurden

schwer verletzt. Da die Rettungswagen

aus Wolfratshausen

und Starnberg anrücken mussten

und somit erst nach gut 20 Minuten

eintrafen, übernahmen zufällig

anwesende Passanten und Ret-

Das Unfallfahrzeug nach der Befreiung des eingeklemmten Opfers

tungsassistenten der Feuerwehr

Pullach die Versorgung der Patienten.

Hierbei zahlte sich einmal

mehr die Anschaffung von Ausrüstung

zur erweiterten Ersten

Hilfe aus. Auch das vorbildliche

Verhalten der Ersthelfer verdient

großes Lob. Nach der Befreiung

und weiteren Versorgung durch

Aufwändige Unterbauarbeiten

5


6

Jahresrückblick

die zwischenzeitlich angerückten

Notärzte wurden die Verletzten in

Münchner Kliniken transportiert,

zwei von ihnen jeweils in einen

Schockraum.

Anschließend wurde die Einsatzstelle

für die Polizei und das Unfallkommando

ausgeleuchtet und

gereinigt. Die Arbeiten, an denen

24 Feuerwehrleute beteiligt waren,

dauerten über zwei Stunden

an.

Eine erste praktische Übung für

alle Gruppen folgte am 24. März.

Der Schwerpunkt lag hier auf dem

Bereich Wasserrettung. Neben

allgemeinen Techniken zur Personenrettung

und taktischen Überlegungen

wurde unter anderem

die praktische Umsetzbarkeit der

Rettung einer Person vom Drehleiterkorb

aus getestet.

Wasserrettung mit der Drehleiter

April

Im April, der Einsatztätigkeit nach

zu Urteilen zweitruhigster Monat

des Jahres 2012, hatten die Feuerwehrleute

eine ausgesprochen

realitätsnah gestaltete Einsatzübung

zu bewältigen. Auf einer

kaum befahrenen Werksstraße

in Höllriegelskreuth wurde ein

Verkehrsunfall mit zwei einge-

Einsatzübung: Verkehrsunfall mit zwei eingeklemmten Personen

klemmten Personen simuliert.

Zudem brannte eines der beiden

Unfallfahrzeuge bei Eintreffen der

Feuerwehr. Neben Brandbekämpfung

und technischer Rettung

wurde auch die medizinische

Versorgung von in Fahrzeugen

eingeklemmten Verletzten trainiert.

Mit Verkehrsabsicherung,

dem Ablöschen des Entstehungsbrandes,

der anschließenden

Personenbefreiung mithilfe von

Schere und Spreizer sowie den

unterstützenden Arbeiten waren

alle Übungsteilnehmer gut ausgelastet.

Im Rahmen einer Nachbesprechung

wurden die Erfahrungen,

insbesondere bezüglich der

Kennzeichnung von Führungskräften,

erörtert.

Vom 23. April bis zum 16. Mai absolvierten

acht Feuerwehrmänner

aus Pullach die Truppführer-Ausbildung.

Dieser Lehrgang, der

theoretischen und praktischen

Unterricht im Umfang von 35

Stunden umfasst, stellt den Abschluss

der Grundausbildung und

zugleich den ersten Führungslehrgang

dar. Zudem erwerben

die Feuerwehrleute im Rahmen

der Truppführerausbildung den

„Motorsägenführerschein“, sprich

die Berechtigung, Motorsägen im

Feuerwehrdienst zu verwenden.

Aufgrund der besonderen Gefahren,

die von diesem Arbeitsgerät

ausgehen, ist hierfür eine zweitägige

Schulung erforderlich. Alle

Teilnehmer haben in einer praktischen

Prüfung ihr Können unter

Beweis gestellt und den Lehrgang

damit erfolgreich abgeschlossen.

Mai

Übung mit schwerem Gerät

Neben einer Übung zur technischen

Hilfeleistung auf dem Gelände

eines Autoverwerters, bei

der die praktische Anwendung

hydraulischer Rettungsgeräte im

Vordergrund stand, war im Mai

eine Stationsübung zu absolvieren.

In drei Gruppen aufgeteilt,

stand nacheinander die Handhabung

verschiedener technischer

Geräte auf dem Programm: Zunächst

Trennschleifer und Rettungssäge,

anschließend Bohrhammer

und andere Großgeräte

sowie zuletzt die Tauchpumpe.


Juni

Beim Sonnwendfeuer des Pullacher

Burschenvereins am 16. Juni

wurde die Freiwillige Feuerwehr

Pullach beauftragt, eine Brandsicherheitswache

zu stellen. Angerückt

mit einem Löschfahrzeug,

sorgten acht Feuerwehrleute

gemeinsam mit einer Besatzung

eines privaten Rettungsdienstanbieters

für die Sicherheit der Gäste.

Besonders gefordert war die Feuerwehr,

als das Feuer entzündet

wurde. Aufgrund des Windes

kam es zu starkem Funkenflug.

Um diesen niederzuschlagen

und eine Gefahr von Gästen und

Umwelt abzuwenden, wurde ein

Löschrohr mit Sprühstrahl eingesetzt.

Zahlreiche Einsätze waren Ende

Juni und Anfang Juli zu bewälti-

gen. Die „Serie“ begann am Dienstag,

19.06., kurz nach 18 Uhr. An

der Kreuzung Seitnerstraße und

Birkenallee kam es zu einem heftigen

Verkehrsunfall, an dem drei

Fahrzeuge beteiligt waren. Die

Fahrzeuge wurden dabei erheblich

beschädigt, zusätzlich wurden

zwei der Insassen verletzt und

vom Rettungsdienst in ein Krankenhaus

transportiert. Die Feuerwehr

reinigte die Fahrbahn und

Brandsicherheitswache beim Sonnwendfeuer der Pullacher Burschen

Verkehrsunfall in der Seitnerstraße

machte die Straße wieder frei, indem

sie mithilfe der Seilwinde ein

nicht mehr fahrbereites Fahrzeug

an den Straßenrand bugsierte.

Am nächsten Tag folgte ein

Alarmruf in die Nachbargemeinde

Grünwald, um die dortige Feuerwehr

bei einem Zimmerbrand mit

starker Rauchentwicklung zu unterstützen.

Glücklicherweise stellte

sich der vermutete Wohnungsbrand

als weniger schlimm dar, es

waren lediglich Gartenabfälle in

Brand geraten. Die Feuerwehrleute

aus Pullach mussten nicht eingreifen.

Am Donnerstag dieser Woche

wurden infolge der tagelang andauernden

starken Regenfälle

zwei Bäume am Isarhang, auf

Höhe der Habenschadenstraße,

Jahresrückblick

entwurzelt, stürzten um und blockierten

den sogenannten Kalkofenberg.

Etwa zwanzig Feuerwehrleute

mit zwei Motorsägen

beseitigten die Hindernisse und

sicherten die Gefahrenstelle ab.

Zu einem Küchenbrand kam es

am nächsten Tag, dem Freitagmorgen,

kurz nach neun Uhr in

der Römerstraße. Aufgrund eines

technischen Defekts geriet

eine Kaffeemaschine in Brand,

außerdem griff das Feuer auf

angrenzende Teile der Küchenausstattung

über. Mehrere Feuerwehrmänner

unter schwerem

Atemschutz konnten den Brand

mithilfe eines Hochdrucklöschers

schnell unter Kontrolle bringen.

Anschließend wurde die Wohnung

durch die Feuerwehr belüftet.

Eine Bewohnerin zog sich bei

Löschversuchen eine Rauchvergiftung

zu und musste durch den

Rettungsdienst betreut werden.

Wenige Tage später, am Dienstag

der folgenden Woche, löste aufgrund

eines technischen Defekts

die Brandmeldeanlage eines Bürogebäudes

im Emil-Riedel-Weg

aus. Der kurz darauf eintreffende

Löschzug der Pullacher Feuerwehr

erkundete die Lage und

stellte die Anlage wieder zurück.

Am Samstagabend, während des

Französischen Freundschaftsfests,

waren dann gleich drei Einsätze

zu bewältigen. Zunächst musste

ein größerer Wasserschaden

infolge eines Rohrbruchs in der

Hans-Keis-Straße beseitigt werden,

nur zwei Minuten nach dem

Einrücken von diesem ersten Einsatz

löste dann zwei Mal in kurzer

Folge die Brandmeldeanlage

einer Tiefgarage in der Münchner

Straße aus. Hier konnte glücklicherweise

nur eine Störung in der

Anlage als Auslöseursache ermittelt

werden, so dass keine Gefahr

bestand.

7


8

Jahresrückblick

Juli

Auf dem Französischen Freundschaftsfest,

das am ersten Juliwochenende

am Kirchplatz stattfand,

war die Pullacher Feuerwehr mit

einem Infostand vertreten. Bereits

seit einigen Jahren nutzen die

Mitglieder des Teams Öffentlichkeitsarbeit

diese Gelegenheit, um

die Arbeit der Feuerwehr den Bürgern

zu präsentieren und deren

Fragen zu beantworten. Zudem

wird der Feuerwehrfilm, der den

Ablauf eines Einsatzes zeigt, präsentiert,

sowie verschiedene Flyer,

der Jahresbericht und anderes Infomaterial

verteilt. In diesem Jahr

hatten Interessierte auch erstmals

die Gelegenheit, unter Anleitung

fachkundiger Rettungsdienstmitarbeiter

Erste Hilfe-Maßnahmen

zu trainieren.

Infostand am Freundschaftsfest

Eine große Freude bereiteten die

Pullacher Feuerwehrleute auch in

diesem Jahr wieder Kindern aus

der Partnergemeinde Baryschiwka.

Traditionsgemäß besuchen

diese im Sommer für eine Woche

die Gemeinde Pullach und verbringen

den Samstag bei der Feuerwehr.

Eine Führung durch das

Gerätehaus, Boot– und Drehleiterfahren

und ein gemeinsames

Strahlrohrführung für Kinder - großer Spaß für die ukrainischen Gäste

Mittagessen begeistern die Gäste

in jedem Jahr aufs neue.

In der dritten Juliwoche stellten

die neuen Maschinisten der

Pullacher Feuerwehr, die in den

vergangenen eineinhalb Jahren

ausgebildet wurden, ihr Können

in einer Abschlussübung unter

Beweis.

Sie absolvierten eine dreistufige

Ausbildung, die sie nun zum

Fahren und Bedienen von Einsatzfahrzeugen

qualifiziert. Am

Anfang steht der Erwerb der

Fahrerlaubnisklasse CE, sprich

des erforderlichen Führerscheins

für Lastwagen mit einer Gesamtmasse

von über 7,5 Tonnen, bei

Bedarf auch mit Anhänger. Dieser

Fahrschulunterricht wurde bei der

Freiwilligen Feuerwehr Unterhaching

durchgeführt. Die zweite

Stufe stellt der Maschinistenlehrgang

an der Feuerwehrschule des

Landkreises München in Haar dar.

Hier werden allgemeine Kenntnisse

zur Bedienung der verschiedenen

Fahrzeuge und technischen

Geräte, physikalische und mechanische

Grundlagen sowie Rechtsgrundlagen

des Fahrens von Einsatzfahrzeugen

erlernt. Die dritte

und letzte Stufe fand dann bei

der Feuerwehr Pullach statt. Unter

Anleitung des Maschinistenaus-

bilders Hermann Popp und seiner

Helfer Markus Gundermann und

Tobias Popp wurden die neuen

Maschinisten in alle Details der

Bedienung der Pullacher Feuerwehrfahrzeuge

eingewiesen. Hier

standen insbesondere der Umgang

mit den verschiedenen Fahrzeugpumpen

und Tragkraftspritzen,

den Stromerzeugern und der

Seilwinde des Rüstwagens im Vordergrund.

Maschinistenprüfung an der Isar

Bei der Abschlussübung waren

nun viele der neu erlernten Fertigkeiten

gefragt: Um einen Gefahrstoffaustritt

aus einem Tankwagen

zu bekämpfen, musste Wasser aus

der Isar gesaugt werden, über die

Pumpe eines Löschfahrzeugs weitergefördert

und dann durch die

Pumpe des Tanklöschfahrzeugs

ein Wasserwerfer und ein sogenanntes

Hydroschild, das eine abschirmende

Wasserwand aufbaut,

versorgt werden. Hierbei war ein


zügiges und konzentriertes Vorgehen

notwendig, um jederzeit

eine kontinuierliche Wasserförderung

zu gewährleisten. Bei der

Nachbesprechung zeigten sich

die Ausbilder zufrieden, so dass

die Nachwuchskräfte noch in derselben

Woche den Bereitschaftsdienst

als Maschinisten aufgenommen

haben.

August

Traditionell aufgrund der Sommerferien

übungsfrei, war in diesem

Monat auch nur ein größerer

Einsatz zu bewältigen: Am 6. August

kam es um die Mittagszeit

auf der Wolfratshauser Straße zu

einem PKW-Brand. Bereits auf der

Anfahrt zum Einsatzort kam von

der Einsatzzentrale die Information,

dass es sich um einen ausgedehnten

Brand handle. Am Einsatzort

eingetroffen, konnte der VW

Golf von einem Atemschutztrupp

rasch gelöscht werden. Das Feuer

brach vermutlich im Motorraum

aus, da der Kofferraum keinen

Schaden davon trug. Sowohl der

Motorraum als auch die Fahrgastzelle

brannten dagegen völlig aus.

September

Viele Besucher begrüßte die Feuerwehr

Pullach zu ihrem Tag der

offenen Tür am Samstag, den 15.

September. Trotz des durchwachsenen

Wetters und des immer

wieder aufziehenden Nieselregens

kamen mehrere hundert

Gäste, unter ihnen viele Kinder,

zum Feuerwehrhaus.

Dort erwarteten sie zahlreiche

Attraktionen: Die Fahrzeuge und

Gerätschaften der Feuerwehr

konnten ebenso besichtigt werden

wie das Gerätehaus. Im Außenbereich

waren mehrere Einsatzvorführungen

zu sehen. So

wurden in einem Brandcontainer,

den die Berufsfeuerwehr München

freundlicherweise zur Verfügung

stellte, eine Fettexplosion

und ein Zimmerbrand simuliert

Jahresrückblick

Tag der offenen Tür

Früh übt sich, wer einmal Feuerwehrmann werden möchte

Vorführung einer Fettexplosion Blick vom Korb der Drehleiter

Löschangriff vor den Augen Hunderter Besucher

9


10

Jahresrückblick

- beides löschten die Feuerwehrleute

vor den Augen der interessierten

Zuschauer natürlich

sofort. Auch eine „Modenschau“,

bei der die verschiedenen Schutzanzüge

präsentiert wurden, stieß

auf großes Interesse. Nahezu während

der gesamten Zeit war auch

die Drehleiter in Betrieb, so dass

die Besucher aus einer Höhe von

30 Metern einen ganz anderen

Blick auf ihre Heimatgemeinde erlangten.

Insbesondere die jüngeren

Gäste ließen sich auch durch

Rundfahrten in einem Löschfahrzeug

begeistern. Diese konnten

sich auch an der selbstgebauten

Spritzwand erstmals als Feuerwehrfrauen

und -männer betätigen.

Eine Hüpfburg, aufgebaut

gegenüber des Feuerwehrhauses,

war eine weitere Attraktion für die

zahlreich erschienenen Kinder.

Zusätzlich standen einige Feuerwehrleute

bereit, um Fragen

zum vorbeugenden Brandschutz

und ähnlichen Themen zu beantworten.

Der Feuerwehrfilm, eine

Dokumentation über den Ablauf

eines Einsatzes bei der Pullacher

Feuerwehr, wurde ebenso

vorgeführt wie zahlreiche Bilder

von Einsätzen und Übungen. Außerdem

nutzten viele Gäste die

Gelegenheit, ihre Kenntnisse im

Bereich Erste Hilfe aufzufrischen.

Hierfür standen eine Übungspuppe,

ein Defibrillator und ausgebildete

Rettungsassistenten und -sanitäter

zur Verfügung.

Auch die Küchenmannschaft hatte

alle Hände voll zutun: Schweinebraten,

Tellerfleisch, Wiener

Würstel, Kartoffel- und Krautsalat

wurden zubereitet und verkauft -

am Ende blieb nichts übrig.

So waren sich nach dem Abbau

alle Beteiligten einig, dass der

Tag ein voller Erfolg war und im

nächsten Jahr natürlich dringend

wiederholt werden muss.

Eine Einsatzübung im Staatlichen

Gymnasium folgte dann knapp

Menschenrettung im Gymnasium

zwei Wochen später. Hierbei wurde

angenommen, dass zwei Schüler,

die im Auftrag ihres Lehrers

eine Chemikalie aus dem Keller

holen sollen, dabei verunglücken

und es zu einer erheblichen Rauchentwicklung

kommt. Vorrangiges

Lernziel bei dieser Übung war

die Optimierung der Suchtechnik

der Atemschutztrupps und deren

Überwachung.

Oktober

Wie in den Jahren zuvor unterstützte

die Freiwillige Feuerwehr

Pullach den Lionsclub Georgenstein

beim Entenrennen, das traditionell

am Tag der Deutschen

Einheit stattfindet. Etwa 20 Feuerwehrleute

bauten zunächst

die Ölsperre auf. Diese Eigenkonstruktion

der Pullacher Feuerwehr,

bestehend aus einem mit

Wasser und zwei mit Druckluft gefüllten

B-Schläuchen, die mittels

Kabelbindern zusammengehalten

werden, hat sich schon häufig

bewährt. Die Bootsbesatzung

musste während des gesamten

Rennens und insbesondere danach

zahlreiche geflüchtete Enten

einfangen. Nach einer stärkenden

Mahlzeit rückte die Feuerwehr gegen

14 Uhr wieder ab.

Am Samstag, den 6. Oktober,

nahm die Jugendgruppe am

Kreisjugendfeuerwehrtag in Taufkirchen

teil. Dort wurden sowohl

der Jugendwissenstest, als auch

die Kreisausscheidung zum BundeswettbewerbJugendfeuerwehr

abgehalten. Weitere Informationen

über diesen Tag und die

anderen Aktivitäten der Jugendfeuerwehr

finden Sie auf den Seiten

19 und 20.

„Entenrettung“ aus dem Feuerwehrbooot

Am 15. Oktober alarmierte die

Einsatzzentrale den Löschzug der

Feuerwehr Pullach zum Gelände

des Bundesnachrichtendienstes.

Dort war es zu einem Brand in

einer Elektroverteileranlage gekommen.

Bei Eintreffen der Feuerwehr

war der Brand bereits weitestgehend

gelöscht, so dass der

vorgehende Atemschutztrupp

nur noch ein Kleinlöschgerät zum

Einsatz brachte. Die anschließen-


den Belüftungsarbeiten dauerten

über eine Stunde an. Drei Angestellte,

die während des Brandausbruchs

im vom Rauch betroffenen

Bereich arbeiteten, wurden von

einem Rettungswagen und dem

Notarzt Neuperlach ambulant behandelt.

Im Tagesverlauf des 28. Oktobers

hatte die Feuerwehr aufgrund des

heftigen Wintereinbruchs und der

starken Schneefälle sieben Einsätze

abzuarbeiten. Den Anfang

machte um 2:44 Uhr eine abgerissene

S-Bahn-Oberleitung, es folgten

mehrere umgestürzte Bäume

an verschiedenen Stellen sowie

eine geplatzte Wasserleitung im

Straßenbereich. Endgültig einrücken

konnten die Feuerwehrleute

erst nach Mitternacht des Folgetages.

November

Am 16. November kamen Schiedsrichter

der Freiwilligen Feuerwehr

München nach Pullach, um dort

die „Leistungsprüfung Technische

Hilfe“ abzunehmen. Eine Gruppe

aus neun Feuerwehrleuten hatte

sich an den acht vorhergehenden

Abenden unter Anleitung von

Werner Ertlmaier mit erheblichem

Zeitaufwand auf diese Prüfung

vorbereitet. Im Hauptteil wurde

ein Verkehrsunfall mit eingeklemmter

Person angenommen.

Die Feuerwehrleute mussten, einem

standardisierten Vorgehen

folgend, die Person befreien. Zusätzlich

waren, je nach abgelegter

Stufe und Funktion, noch theoretische

oder praktische Zusatzaufgaben

zu erledigen. Das Schiedsrichterteam

stellte fest, dass alle

Aufgaben in der vorgegebenen

Zeit von 240 Sekunden korrekt

ausgeführt wurden. Anschließend

konnte die Gruppe die Abzeichen

der jeweils abgelegten Stufe entgegennehmen.

Auch auf diesem Wege nochmals

Jahresrückblick

Angetreten zur Leistungsprüfung Technische Hilfeleistung

herzlichen Glückwunsch an Florian

Gschoßmann, Fabian Kranich,

Thomas Klier, Zenel Nimanaj, Benno

Schroeder, Martin Seelmann,

Samantha Vordermeier, Bernhard

Wittstadt und Michael Zech.

Auch Werner Ertlmaier, der zuvor

ein Übungskonzept ausgearbeitet

hatte und die Gruppe jeden

Abend betreute, ein großes Dankeschön!

Am 30. November war die Feuerwehr

mit einem Infostand auf

dem Weihnachtsbazar des Gymnasiums

vertreten. Als die Brandmeldeanlage

des Gebäudes durch

Kochdämpfe auslöste, konnten

die Feuerwehrleute sofort eingreifen.

Sie stellten fest, dass keine

Gefahr bestand, und unterstützten

die anrückenden Kameraden.

Dezember

Einen lebensrettenden Erste Hilfe-Einsatz

absolvierten einige

Pullacher Feuerwehrleute Anfang

Dezember. Mit dem Stichwort

„Herzinfarkt“ wurde die Feuerwehr

Pullach nachts zur Münchner

Straße alarmiert. Ein Feuerwehrmann,

der im Hauptberuf als

Rettungsassistent tätig ist, kam

bereits auf dem Weg zum Feuerwehrhaus

an der Einsatzstelle

vorbei. Der Patient hatte zwi-

schenzeitlich einen Herz-Kreislauf-Stillstand

erlitten, so dass der

Feuerwehrmann sofort Wiederbelebungsmaßnahmen

einleitete.

Zeitgleich mit dem Feuerwehrfahrzeug

trafen dann einige Minuten

später auch ein Rettungswagen

des Roten Kreuzes sowie

das Notarzt-Team Süd ein. Die

Feuerwehrleute unterstützten

die Kollegen des Rettungsdienstes

bei den weiteren Maßnahmen

und übernahmen die Betreuung

der Angehörigen des Patienten

bis zum Eintreffen des Kriseninterventionsteams.

Wenig später

begann das Herz des Patienten

bereits wieder zu schlagen, so

dass er nach weiteren notärztlichen

Maßnahmen in deutlich

gebessertem Zustand in ein Krankenhaus

transportiert wurde. Einer

ersten Information aus der

behandelnden Klinik zufolge ist

der Zustand des Patienten weiterhin

stabil, er befindet sich auf dem

Weg der Besserung.

Zur Erstversorgung wird die

Feuerwehr Pullach immer dann

alarmiert, wenn die Leitstelle davon

ausgeht, dass kein Rettungs-

oder Notarztwagen den Einsatzort

innerhalb der sogenannten

Hilfsfrist erreichen kann - im Jahr

2012 war der geschilderte Einsatz

bereits der sechste dieser Art.

11


12

20

120

100

15

80

60

40

20

0

Statistik

5

7

Einsätze 2012 - gesamt: 181

104

Brand Technische Hilfe Sicherheitswache Fehlalarm

Verteilung der Brand- und Hilfeleistungseinsätze

15

16

6

4

15

14

2

6

55

4

5

15

Freiwillige Hilfeleistung

sonstige Hilfeleistung

Tierrettung

Blinder Alarm/Fehlalarm

auslaufende Betriebsstoffe

Erste Hilfe

Kleinbrand

kein Eingreifen

Wasserschaden

Gefahrguteinsatz

Brandgeruch/Nachsicht

Sturmeinsatz

Verkehrsunfall


12

35

30

25

20

15

10

9

5

0

11

17

9

Verteilung der Einsätze auf die Wochentage

31

22

Übungen 2012 - gesamt: 104

26

11

28

7

11

6

Statistik

Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

27

32

Brandsimulationsanlage

Kreisausbildung

24

gemeinsame Übung

Atemschutzübung

GF/Maschinisten/Bootsführer

Dienstsport

Jugendübung

Leistungsprüfung

sonstige Übung

13


14

Neuanschaffungen

Wichtige Neuanschaffungen getätigt...

Boot

Für das Jahr 2012 stand die Ersatzbeschaffung

eines neuen

Schlauchboots an. Das Vorgängermodell,

Baujahr 1995, hatte

nach 17 Jahren Einsatzdienst

ausgedient. Diverse Schäden und

Defekte, mangelnde Zuladung,

zu wenig Motorleistung und der

nicht mehr zeitgemäße Trailer

machten eine Neuanschaffung

unumgänglich.

Zunächst wurden verschiedene

Optionen hinsichtlich der Motorisierung

getestet. Die besondere

Herausforderung ist, die Schraube

des Außenbordmotors wirksam

gegen den Kontakt mit dem Ufer

oder dem Flußbett zu schützen -

dabei aber nicht zu viel Leistung

zu verschenken. Jede Einfassung

der Schraube, beispielsweise mit

einem Ring, wirkt sich nämlich

negativ auf Beschleunigung und

Endgeschwindigkeit aus. Ein leistungsstärkerer

Motor stieß bei

den Bootsführern dann trotz der

Einfassung auf große Begeisterung.

Anschließend machte man

sich an die weitere Konzeption. So

entschied sich die zuständige Arbeitsgruppe,

das neue Boot erstmals

auch mit einem sogenannten

Geräteträger auszustatten.

Dieser Aufbau, auf obigem Bild

gut zu erkennen, dient zur Montage

von Blaulicht und Suchscheinwerfern.

Das neue Boot - abfahrtbereit...

Insbesondere im Katastrophenfall

(so geschehen 2002 in Sach-

... und erstmals im Einsatz beim Lions-Entenrennen am 3. Oktober

sen-Anhalt) muss die Feuerwehr

Pullach möglicherweise mit ihrem

Boot auch große Seen oder Flüße

befahren, so dass eine Kennzeichnung

als Feuerwehrboot dann

sinnvoll ist. Bei den häufigen Einsätzen

zur Personensuche im Bereich

der Isar sind die beiden leistungsstarken

Scheinwerfer eine

große Hilfe.

Auch der Trailer, also der Anhänger,

auf dem das Boot transportiert

wird, wurde im Vergleich zum

Vorgängermodell erheblich verbessert.

Das Zugfahrzeug, meist

einer der Mannschaftstransporter,

kann mit dem Trailer rückwärts ins

Wasser fahren und das Boot dann

einfach ablassen. Beim alten Trailer

mussten dafür zuerst umständlich

das Kennzeichen und andere

Anbauteile entfernt werden, was

einen erheblichen Zeitverlust bedeutete.

Nachdem sich alle Bootsführer

im Rahmen des Übungsdienstes

mit dem neuen Boot vertraut

gemacht haben, konnte es beim

Entenrennen des Lions-Club Ge-

orgenstein am Tag der Deutschen

Einheit erstmals eingesetzt wurde.

Technische Daten

Hersteller: Mercury

Aufbau: Boote+Service Ober

bayern

Länge: 4,70 m

Breite: 2,16 m

Motorleistung: 50 PS

max. Zuladung: 1200 kg

max. Personenzahl: 10

Preis: ca. 20 000 €

Bekleidung

Im Bereich Bekleidung sind immer

wieder kleinere Beschaffungen

zu tätigen. Handschuhe,

Helme, Flammschutzhauben, die

eine oder andere Uniform- oder

Einsatzjacke - der stetige Mitglie-


...und auf den Weg gebracht

derzuwachs und die begrenzte

Lebensdauer bestimmter Artikel

bedingen immer wieder Neu-

und Ersatzbeschaffungen. Im

Jahr 2012 wurden vor allem zahlreiche

Poloshirts und Pullover im

Corporate Design der Feuerwehr

Pullach nachbestellt.

Als Besonderheit wurden für ein

Team von elf Feuerwehrleuten,

die dem Bereich Öffentlichkeitsarbeit

für Infostände und ähnliche

Veranstaltungen zur Verfügung

stehen, Hosen, Jacken und

Fleecejacken für diesen Zweck

angeschafft.

Mehrzweckfahrzeug

Als Ersatz für das Mannschafts-

transportfahrzeug 14/2, einen

Ford Galaxy aus dem Jahr 2000,

wird 2013 ein VW-Bus geliefert.

Das Vorgängerfahrzeug hat aufgrund

seiner Laufleistung von

bald 160 000 km und der „Vorbelastung“

(es wurde im Jahr

2001 von der Firma Sixt, wo es als

Mietwagen eingesetzt war, übernommen),

das Rentenalter bald

erreicht.

Der neue VW-Bus wird, abgesehen

von der Hauptaufgabe des

Mannschaftstransports, als Zugfahrzeug

für das Boot dienen. Er

wird daher mit einer Anhängerkupplung

und einer Seilwinde

ausgerüstet, sollten einmal das

Boot oder das Fahrzeug selbst

derartige Hilfe benötigen. Außerdem

wird standardmäßig schon

ein Teil der Ausrüstung für die

Wasserrettung im Fahrzeug gelagert.

Mit der Auslieferung ist in

der ersten Hälfte des Jahres 2013

zu rechnen.

Tanklöschfahrzeug

Einen ganz wesentlichen Teil der

Verwaltungsarbeit im vergangenen

Jahr machte das Großprojekt

„Ersatzbeschaffung TLF 24/50“

aus. Das bisherige Fahrzeug,

ein Magirus Deutz-Tanklöschfahrzeug,

feiert 2013 seinen 30.

Geburtstag und hat damit die

durchschnittliche Lebensdauer

eines Feuerwehrfahrzeugs, die

mit 25 Jahren veranschlagt wird,

schon deutlich überschritten.

2012 wurden daher sämtliche

Vorbereitungen für die Bestellung

eines neuen Fahrzeugs erledigt,

das dann die Bezeichnung

TLF 4000 tragen wird. Über die

Konzeptionierung und Besichtigung

verschiedener vergleichbarer

Modelle bis hin zur europaweiten

Ausschreibung vergingen

viele Stunden intensiver Arbeit.

Das Fahrzeug, das eine Gesamtmasse

von 18 Tonnen aufweisen

wird, transportiert etwa 5000

Liter Löschwasser und 500 Liter

Schaummittel, verfügt über eine

große Pumpenleistung und wird

vornehmlich für die Bekämpfung

von Großbränden in Wäldern

oder Industrieanlagen eingesetzt.

Schutzausrüstung

Im November 2012 begann ein

Arbeitskreis mit Überlegungen

zur Anschaffung neuer Schutzausrüstung.

Konkret soll Ersatz

Neuanschaffungen & Ausblick

Besichtigung eines Vorführfahrzeugs der Firma Rosenbauer

für die momentan im Einsatz befindliche

Einsatzkleidung, sprich

Hose und Jacke, gefunden werden.

Derzeit tragen die Einsatzkräfte

das Modell „Bayern 2000“

der Firma HF Sicherheitskleidung,

das, wie der Name vermuten lässt,

aus der Zeit der Jahrtausendwende

stammt.

Nach fast 15 Jahren im Einsatz

fiel nun die Entscheidung, für

das Jahr 2014 die Beschaffung

komplett neuer Schutzanzüge

vorzusehen. Zu diesem Zweck

stellten mehrere Hersteller ihre

Produkte vor, um dem Arbeitskreis

einen Eindruck der neuesten

Entwicklungen zu geben. Im

nächsten Schritt werden je vier

komplette Garnituren zweier Hersteller

vier Wochen lang getestet.

Es folgt ein Langzeittest der im

ersten Trageversuch überzeugenderen

Bekleidung bis etwa

Herbst 2013, insbesondere um

Erfahrungswerte aus allen Jahreszeiten

und Einsatzsituationen

zu erlangen. Anschließend wird

eine Ausschreibung erstellt und

die Indienststellung für das Jahr

2014 anvisiert. Die Gesamtkosten

hierfür werden etwa 70 000 € betragen.

15


16

Fachgruppen

Vorstellung einiger Fachgruppen

Zu Beginn des Jahres 2011 erstellten

die Kommandanten ein Organigramm,

mit dessen Hilfe die

anfallende Arbeit auf möglichst

viele, kompetente und motivierte

Schultern verteilt werden soll.

Es wurden Fachgruppenleiter

ernannt, die sich jeweils Mitstreiter

suchten und die Arbeit aufnahmen.

Heute ist diese Organisationsform

aus dem täglichen

Geschehen bei der Pullacher Feuerwehr

nicht mehr wegzudenken.

Im Folgenden sollen daher einige

dieser Fachgruppen kurz vorgestellt

werden.

Abzeichen und Wettbewerbe

Dieser Fachbereich, geleitet von

Hans Horak und Werner Ertlmaier,

ist für die Vorbereitung und Durchführung

sämtlicher Leistungsprüfungen

zuständig. Hans Horak ist

als Oberschiedsrichter der Kreisbrandinspektion

München ein

bayernweit gefragter Experte auf

dem Gebiet der Abnahme von

Leistungsprüfungen und als Beobachter

bei Wettkämpfen. Diese

Expertise kommt allen Gruppen

der Pullacher Feuerwehr, die sich

auf eine Leistungsprüfung vorbereiten,

zugute. Werner Ertlmaier

ist für die Vorbereitung der Leistungsprüfung

Wasser und Technische

Hilfe zuständig. Er hat, basierend

auf den Abnahmerichtlinien,

umfassende Ausbildungsunterlagen

für die Teilnehmer entwickelt

und hält vor jeder Leistungsprüfung

fünf bis sieben Übungsaben-

de mit den Gruppen ab. Mit Peter

Wolff, der im vergangenen Jahr

den Schiedsrichterlehrgang an

der Staatlichen Feuerwehrschule

Geretsried besuchte, ist nun ein

weiterer Pullacher Feuerwehrmann

als Schiedsrichter im Landkreis

tätig.

Im Jahr 2012 bereitete der Fachbereich

eine Gruppe auf die Leistungsprüfung

Technische Hilfe

und eine Gruppe der Jugendfeuerwehr

auf den Bundeswettbewerb

vor.

Atemschutz

Wolfgang Orthofer als Fachbereichsleiter

nimmt, gemeinsam

mit seinen Ausbilderkollegen

Andreas Kastner und Sebastian

Westenthanner, die Aufgaben des

Leiters Atemschutz wahr. Dazu

zählt, neben diversen Verwaltungsaufgaben

(unter anderem

Gewährleistung der rechtzeitigen

Tauglichkeitsuntersuchung und

regelmäßige Wiederholungsübungen)

vor allem die Erarbeitung

von Einsatzstandards und

die Schulung der Mannschaft.

Bei regelmäßigen Atemschutzübungen

werden sowohl die vorgeschriebenen

Belastungstests

absolviert, als auch das taktische

Vorgehen im Einsatz, unter anderem

in der gasbefeuerten Brandsimulationsanlage,

eingeübt.

Zudem betreut eine weitere

Gruppe unter der administrativen

Leitung von Hans Horak die Atemschutzübungsanlage,

bestehend

aus Kriechstrecke und Brandraum.

Diese steht auch anderen Feuer-

wehren entgeltlich zur Verfügung,

was von zahlreichen Wehren aus

der näheren Umgebung begeistert

angenommen wird.

Im vergangenen Jahr wurden insbesondere

verbindliche Vorgaben

bezüglich der Ausstattung der

Atemschutztrupps erarbeitet und

umgesetzt.

Bekleidung

In der Kleiderkammer verwalten

Moritz Lochmann und Gerätewart

Eberhard Mälz mehrere tausend

Bekleidungsgegenstände. Egal ob

Helm, Feuerwehrstiefel, Uniformjacke,

Krawatte oder Dienstgradabzeichen

- jeder Artikel wird hier

bestellt, registriert und dann dem

jeweiligen Feuerwehrdienstleistenden

zugeteilt. Alle Ersteinkleidungen,

Größenänderungen und

Rückgaben erfolgen zentral über

die Kleiderkammer.

Im Berichtszeitraum wurde damit

begonnen, den Bestand der Kleiderkammer

in das Datenbanksystem

der Pullacher Feuerwehr

aufzunehmen. Zudem gingen Polohemden,

Pullover und Caps aus,

so dass diese in größerer Menge

nachgeordert werden mussten.

Wie bereits berichtet, begann ein

Arbeitskreis mit den Planungen

für die Beschaffung komplett neuer

Schutzausrüstung.

EDV

Unter Leitung von Hans Horak

kümmern sich Thomas Klier, Martin

Seelmann und Samantha Vordermeier

um die Verwaltung des

Netzwerks bei der Pullacher Feu-


erwehr. Die Administration des

Servers, Einrichtung der Clients

und Unterstützung der Benutzer

bei Computerproblemen zählt

ebenso zu ihren Aufgaben wie die

Einführung der Verwaltungssoftware

MP-Feuer.

Die Aufgabe „Erstellung einer

neuen Website“ wurde Goran Popov

übertragen. Seit Herbst 2012

befasst sich ein Arbeitskreis mit

diesem Thema.

Einsatzleitwagen

Das ELW-Team, also die Stammbesatzung

des Einsatzleitwagens,

betreuen Michael Zech und sein

Stellvertreter Moritz Lochmann.

Jedes der vierzehn Gruppenmitglieder

verfügt über vertiefte

Kenntnisse im Bereich Sprechfunk

und eine mehrjährige Einsatzerfahrung.

Außerdem wurden sie im

Umgang mit dem Laptop, der sich

im Einsatzleitwagen befindet, und

der darauf installierten Software

(Gefahrgutdatenbank, Objekt-

und Einsatzpläne etc.) geschult.

Ziel ist es, im Einsatz das Fahrzeug

immer mit mindestens einem

Teammitglied zu besetzen, um die

Bedienung der verbauten Technik

und eine adäquate Einsatzdokumentation

zu gewährleisten.

Im November 2012 besuchten Michael

Zech und Moritz Lochmann

die Feuerwehreinsatzzentrale

als wichtigsten Partner des ELW-

Teams. Dort informierten sie sich

bei Harald Stoiber, stellvertretender

Kommandant der Pullacher

Feuerwehr und Disponent in der

Einsatzzentrale, über Neuerungen

im Bereich der Einsatzabwicklung.

Erste Hilfe

Der Fachbereich Erste Hilfe ist unter

Federführung des stellvertretenden

Kommandanten Harald

Stoiber zuständig für die Aus- und

Fortbildung im medizinischen Bereich

sowie die Beschaffung und

Verwaltung von medizinischen

Ausrüstungsgegenständen. Etwa

alle zwei Jahre werden durch die

Rettungsassistenten und -sanitäter

Erste Hilfe-Kurse für die Mannschaft

angeboten. Zudem verfügt

die Feuerwehr Pullach über zwei

komplett ausgestattete Notfallrucksäcke

mit Defibrillatoren. Diese

Notfallausstattung hat sich im

Einsatz bereits mehrfach bewährt.

Die Vermittlung von Grundkenntnissen

in diesem Bereich ist Voraussetzung

dafür, dass jede Einsatzkraft

die Rettungsassistenten

und -sanitäter der Feuerwehr und

natürlich die Kollegen des Rettungsdienstes

im Einsatz unterstützen

kann.

Fahrzeugtechnik und Maschinistenausbildung

Markus Gundermann (technische

Fahrzeuge), Otto Horak (Drehleiter),

Hermann Popp (Fachbereichsleiter)

und Tobias Popp

(Löschfahrzeuge) sind die Maschinistenausbilder

der Feuerwehr

Pullach. Von der Einweisungsfahrt

mit einem der VW-Busse bis

Fachgruppen

hin zur Unterweisung im Drehleiter-Notbetrieb

sind sie für die

Ausbildung an allen Feuerwehrfahrzeugen

zuständig.

Im Jahr 2012 wurde die Ausbildung

dreier neuer Maschinisten

abgeschlossen, fünf weitere befinden

sich derzeit noch in der

Einweisungsphase.

Führungsaus- und Fortbildung

Nachdem im Vorjahr zum ersten

Mal separate Fortbildungen

für die Gruppenführer auf dem

Übungsplan standen, wurde

dieses Angebot 2012 erweitert.

Im ersten Durchgang waren es

hauptsächlich Theorie-Termine,

Objektbegehungen und Planspiele.

Im Juli diesen Jahres fand dann

erstmals eine praktische Gruppenführer-Übung

statt. Hier stand

weniger die technisch saubere

Umsetzung als vielmehr die Erarbeitung

der richtigen Einsatztaktik

im Vordergrund. Mehrere kleine

Lagen wie eine Gasausströmung

oder ein Gefahrgutunfall wurden

dabei trainiert und anschließend

nachbesprochen.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Hauptaufgabe des Fachbereichs

Öffentlichkeitsarbeit, der

von Moritz Lochmann und Se-

17


18

Fachgruppen

bastian Westenthanner geleitet

wird, halten Sie in Ihren Händen:

Der Jahresbericht der Feuerwehr

Pullach. Neben der Anfertigung

des Jahresberichts sind regelmäßig

Presseberichte von Einsätzen,

Übungen und Veranstaltungen

zu erstellen und mit Bildern zu

versehen. Auch das Archiv, in dem

die Geschichte der Pullacher Feuerwehr

seit der Gründung 1873

dokumentiert ist, wird durch den

Fachbereich geführt.

Zudem ist die Feuerwehr bei diversen

Veranstaltungen wie der

Gewerbeschau oder dem Französischen

Freundschaftsfest mit

einem Infostand vertreten, der

durch diesen Fachbereich organisiert

und besetzt wird.

Sport

Florian Horak und Goran Popov,

gemeinsam für den Bereich

Dienstsport verantwortlich, tragen

einen großen Teil zur Einsatztauglichkeit

der Mannschaft

bei: Ihre häufigen Angebote, gemeinsam

sportliche Aktivitäten

zu unternehmen, werden seit

Jahren mit großer Begeisterung

aufgenommen. Sowieso ist jeden

Dienstag ab 20 Uhr Sport in der

Hauptschul-Turnhalle angesagt,

meist wird Fußball gespielt. Zusätzlich

beteiligt sich die Pullacher

Feuerwehr auch an Fußballturnieren

und dem jährlichen Skirennen

der Landkreisfeuerwehren.

Auch der Fitnessraum, täglich

in Benutzung, und die Sauna im

Keller des Gerätehauses tragen

zum Aufbau und Erhalt der nötigen

Kraft und Ausdauer bei. Die

Ausstattung des Fitnessraums

konnte im Jahr 2012 durch den

Feuerwehrverein erweitert und

erheblich verbessert werden. Hier

stehen neben einem Laufband, einem

Ergometer und einem Crosstrainer

diverse Möglichkeiten

zum Krafttraining zur Verfügung.

Technische Hilfeleistung

Der Fachbereich mit der größten

Mitarbeiterzahl steht unter der

Leitung von Brandmeister Tobias

Bente. Technische Hilfeleistungen

in allen möglichen Facetten

machen den weitaus größten Anteil

an Einsätzen aus. Der Fachbereich

wurde daher noch mehrfach

untergliedert: Gefahrgut (Justus

Würthner), Höhensicherung und

Bauunfälle (Goran Popov), Verkehrsunfall

(Tobias Bente), Bahn-

unfall (Harald Stoiber) und sonstige

Hilfeleistungen (Stephanie

Westenthanner).

Die jeweiligen Bereiche erarbeiten

Einsatzstandards für diverse

Einsatzlagen, bereiten hierzu

Übungen vor und sind im Einsatz

Spezialisten für ihr Thema.

Im Rahmen des Übungsdienstes

wurden 2012 unter anderem die

Lkw-Rettungsplattform, diverse

Sägen, hydraulische Rettungsgeräte

und das Thema Absturzsicherung

behandelt.

Außerdem bereiteten Tobias Ben-

te und Harald Stoiber eine Einsatzübung

„Verkehrsunfall mit eingeklemmter

Person“ vor.

Verpflegung

Die Verpflegung der Mannschaft

bei Einsätzen, Übungen und Veranstaltungen

liegt seit einiger Zeit

in der Verantwortung von Martin

Kastner und Marcus Koppenhöfer

- sie sorgten immer wieder für

kulinarische Hochgenüsse. Eng

verbunden mit dieser Aufgabe ist

auch der Bereich Getränkelogistik,

der seit Jahren zuverlässig von

Günther Kohlberger betreut wird.

Wasserrettung

In den Vorjahren kristallisierte

sich heraus, dass die Wasserrettung

einen zunehmenden Anteil

am Einsatzgeschehen haben wird.

Werner Ertlmaier und Thomas Maranelli,

beide ausgebildete Bootsführer,

leiten diesen Fachbereich.

Sie sind insbesondere für die Einweisung

neuer Bootsführer, die

technische Betreuung des Feuerwehrboots

und die Übungen der

Bootsführer zuständig. Eine Einsatzübung

„Wasserrettung“ und

vier Sonderübungen der Bootsführer

trugen 2012 dazu bei, die

Mannschaft auf dem aktuellen

Stand zu halten.


Die Jugendfeuerwehr Pullach

Jahresrückblick

Auch die Jugendgruppe der Freiwilligen

Feuerwehr Pullach hat

wieder ein aufregendes Jahr erlebt.

Das erste Highlight war der Wochenendausflug

in die Wildschönau

in Österreich. Auf dem Programm

standen unter anderem

der Besuch der dortigen Feuerwehr,

gemeinsames Kochen,

Schlittenfahren und der Besuch

einer Kletterhalle in Kufstein.

Nicht zuletzt aufgrund dessen,

dass die Jugendlichen in Mehrbettzimmern

geschlafen haben

und alle zusammenhelfen mussten,

um einen reibungslosen

Ablauf zu gewährleisten, ist die

Gruppe noch enger zusammengewachsen.

Auch abends, wenn

die Gruppe mit ihren Betreuern

noch stundenlang zusammensaß

und sich über diverse Themen unterhielt

oder Spiele spielte, wurde

ein tolles Gemeinschaftsgefühl

geprägt.

Vom 12. bis zum 15. Juli lud die

Freiwillige Feuerwehr Bischofshofen

dann zum 16. Landeslager

der Feuerwehrjugend ein. Nach

der Ankunft am Donnerstag und

der netten Begrüßung durch die

Freunde aus Bischofshofen, besichtigte

man zunächst den Lagerplatz,

auf dem nahezu jede

Feuerwehrjugend des Landes

Salzburg vertreten war.

Beim dann folgenden Feuerwehrwettkampf

des Bundeslandes

Salzburg überzeugten sich die

Pullacher Jugendlichen von den

Fähigkeiten ihrer jungen Kollegen.

Der Freitag war für alle Feuerwehren

zur freien Verfügung - da

das Wetter nicht mitspielte, wurde

der Entschluss gefasst, gemein-

Jugendfeuerwehr

sam in ein Erlebnisbad zu fahren.

Dort hatten alle, trotz des schlechten

Wetters, viel Freude.

Am Abend versammelten sich die

meisten im Gemeinschaftszelt, in

dem ein DJ den Jugendlichen ordentlich

einheizte. Das Highlight

für alle Teilnehmer folgte dann am

Samstag mit der Lagerolympiade,

bei der durch ganz Bischofshofen

verschiedene Stationen aufgebaut

waren, die teilweise feuerwehrspezifische

Aufgaben, aber

auch reine Teamwork-Prüfungen

enthielten. Es gab unter anderem

eine Entenjagd auf einem See, bei

der Gummienten in kürzester Zeit

gesammelt werden mussten, oder

Skilanglauf in einer Gruppe von

neun Frauen und Männern. Auch

wenn es fast die ganze Olympiade

hindurch regnete war, es ein sehr

spaßiger und gelungener Tag. Am

meisten Freude hatten alle an der

Schlammschlacht auf dem völlig

durchweichten Rasen des Zeltplatzes.

Gegen Ende des Tages

musste sogar das Tanklöschfahrzeug

der Feuerwehr Bischofshofen

als Dusche herhalten.

Auf der folgenden Rückreise waren

sich alle einig, dass man auch

Gruppenfoto bei der Partnerfeuerwehr in Bischofshofen

19


20

Jugendfeuerwehr

einer nächsten derartigen Einladung

folgen sollte.

Teamwork: In der Kletterhalle

Im Oktober fand der alljährliche

Jugendwettkampf im Landkreis

München statt, für den wie immer

zwei Wochen hart trainiert wurde.

Auch wenn das Ergebnis nicht

ganz zufriedenstellend war, hat

das Üben dennoch Spaß gemacht.

Zudem erlernen die Jugendfeuerwehrfrauen

und -männer hierbei

die ersten grundlegenden Tätigkeiten

beim Löscheinsatz. Auch

der Jugendwissenstest, eine theoretische

Prüfung am Tag des Jugendwettkampfs,

verlangt bereits

einiges an Fachwissen.

Die Jugendgruppe im Portrait

Doch auch abgesehen von diesen

Ereignissen ist es bei der Jugendfeuerwehr

nie langweilig. Die 13

Mitglieder, wovon drei im Jahr

2012 neu dazugekommen sind,

halten mit ihren Betreuern Peter

Wolff, Stephanie Westenthanner,

Urs Golle, Florian Horak und Justus

Würthner beispielsweise eine

reine Jugendübung im Monat ab.

Bei diesen Übungen werden die

grundlegenden Tätigkeiten des

Feuerwehrdienstes vermittelt.

Auch an den Übungen der Aktiven

nehmen die Jugendlichen

ganz regulär teil. Zusätzlich können

die Nachwuchskräfte schon

während ihrer Jugendfeuerwehrzeit

den ersten Teil der Grundausbildung

abschließen.

Pünktlich zu ihrem 16. Geburtstag

erhalten die Jungfeuerwehrleute

ihren eigenen Funkmeldeempfänger,

Piepser genannt. Durch

diesen alarmiert, können sie das

bisher Erlernte bei Einsätzen in die

Praxis umsetzen. Dies geschieht

selbstverständlich immer außerhalb

des unmittelbaren Gefahrenbereichs

und unter Aufsicht eines

erfahrenen Feuerwehrangehörigen.

Eine Mischung aus dienstlicher

Notwendigkeit und privatem Vergnügen

stellt die sportliche Betätigung

der Feuerwehrmitglieder

da. Beim wöchentlichen Dienstsport,

der jeweils dienstags in der

Hauptschulturnhalle stattfindet,

stellt die Jugendfeuerwehr regelmäßig

die meisten Teilnehmer.

Auch Ausflüge ins Schwimmbad

stellen eine beliebte Variante dar.

Abgesehen vom Feuerwehrdienst

gibt es bei der Jugendfeuerwehr

auch zahlreiche gemeinsame Freizeitveranstaltungen.Beispiels-

weise werden - wie beschrieben

in regelmäßigen Abständen Zeltlager

der Jugendfeuerwehren des

Landkreises München abgehalten,

die Jugendlichen nehmen

aber auch regulär an den Vereinsausflügen

und anderen Veranstaltungen

teil.

Auch ein Besuch in einem Hochseilgarten

und Sommerrodeln

am Blomberg stand in den letzten

Jahren schon auf dem Programm.

Bezüglich solcher Wünsche haben

die Betreuer immer ein offenes

Ohr für die Mitglieder der Jugendgruppe

und versuchen, die

Anregungen so gut wie möglich

umzusetzen.

Solltest Du dich von diesen Zeilen

angesprochen fühlen, zwischen

14 und 17 Jahre alt sein und in

Pullach wohnen, zur Schule gehen

oder eine Ausbildung machen, so

freut sich die Pullacher Jugendfeuerwehr

auf Dich! Die Gruppe

ist immer auf der Suche nach Mitstreitern,

die neben der Feuerwehrausbildung

gerne Teil eines

tollen Teams sein wollen, das in

der Freizeit gemeinsam Spaß hat.

Bei Interesse also einfach Dienstags

zwischen 18:30 und 21 Uhr

im Feuerwehrhaus melden!

Die Pullacher Teilnehmer des Jungendwettkampfs 2012


Der Feuerwehrverein

Kameradschaftsabend im Oktober 2012

Der Feuerwehrverein stellt gemäß

Art. 5 des Bayerischen Feuerwehrgesetzes

die Einsatzkräfte der

Freiwilligen Feuerwehren - dies

ist jedoch eine sehr dürftige, unzureichende

Beschreibung der

Aufgaben, zumindest was die Pullacher

Feuerwehr angeht.

Hier ist der Verein nämlich Ausgangspunkt

und Kern des gesamten

Engagements, das die Mitbürger

tagtäglich erleben. Ohne eine

funktionierende Gemeinschaft

ist eine solch zeitaufwändige, anspruchsvolle

und in jeder Weise

herausfordernde Tätigkeit nicht

zu bewältigen. Die Mitgliedschaft

bei der Feuerwehr ist für den

Großteil der aktiv Tätigen nämlich

nicht nur „irgendein Hobby“,

sondern Berufung und zweite Familie

zugleich. Insbesondere die

gemeinsamen Erlebnisse bei Einsätzen

und Übungen machen aus

dem bunt zusammengewürfelten

Haufen aus Männern und Frauen

jeder Altersklasse, Herkunft und

beruflicher Tätigkeit eine eingeschworene

Gemeinschaft.

Diese zu fördern ist in erster Linie

Aufgabe des Feuerwehrvereins.

Zu diesem Zweck werden in jedem

Jahr zahlreiche Veranstaltungen

abgehalten: Angefangen

beim Neujahrsfrühschoppen und

der Jahreshauptversammlung,

über den Faschingskehraus bis

hin zum Kameradschaftsabend

und, am Ende des Jahres, dem

Schafkopfrennen. Hinzu kommt

noch alle drei Jahre der Feuerwehrausflug,

der die Mitglieder

der Pullacher Feuerwehr im vergangenen

Jahr an den Gardasee

führte. Auch die Partnerschaften

mit anderen Feuerwehren, insbesondere

Bischofshofen in Österreich,

werden durch den Feuerwehrverein

gepflegt.

Ein Teil der Vorstandschaft

Federführend hierfür verantwortlich

ist der Vorstand, vertreten

durch den Ehrenkommandanten

Josef Rauscher (im Bild rechts)

Feuerwehrverein

und seinen Vertreter, Bürgermeister

Jürgen Westenthanner (zweiter

von links). Weitere Vorstandsmitglieder

sind Kassier Helmut

Küpfer (bereits seit 45 Jahren in

dieser Funktion!), sein „Auszubildender“

Andreas Kastner und die

beiden Schriftführer Peter Wolff

und Stephanie Westenthanner.

Auch die beiden Kommandanten,

Andreas Brandl (links) und Harald

Stoiber (zweiter von rechts), sind

Teil des Vorstands. Sie alle werden

von den Mitgliedern des Feuerwehrvereins

auf sechs Jahre gewählt.

Neben der Hauptaufgabe Kameradschaftspflege

spielt der Feuerwehrverein

jedoch noch eine

zweite wichtige Rolle: Er unterstützt

die Gemeinde Pullach bei

der Sicherstellung des Brandschutzes,

insbesondere in finanzieller

Hinsicht. Wie Sie unseren

jährlichen Spendenaufrufen entnehmen

können, werden immer

wieder wichtige Ausrüstungsgegenstände,

teilweise sogar komplette

Feuerwehrfahrzeuge, oder

Sonderausbildungen durch den

Feuerwehrverein finanziert. Aktuelles

Beispiel hierfür ist die Ersatzbeschaffung

des Mannschaftstransportfahrzeugs

im Jahr 2013.

Auch zum Bau des Feuerwehrhauses

trug der Verein einen nicht unerheblichen

Geldbetrag bei.

Sollten Sie sich durch diese Zeilen

angesprochen fühlen und die Arbeit

der Feuerwehr unterstützen

wollen, so freuen wir uns über

eine Spende! Die dafür notwendigen

Bankdaten finden Sie im Impressum

auf Seite 2.

So lässt sich also feststellen, dass

das Feuerwehrleben keineswegs

nur aus dem aktiven Dienst besteht,

sondern eine weitere, sehr

wichtige Facette enthält!

21


22

Service

Das können Sie tun

Abgesehen von Ihrer aktiven Mitgliedschaft

oder einer Spende (die

Bankverbindung finden Sie im im

Impressum) gibt es einige Maßnahmen,

die Sie ergreifen können,

um im Ernstfall sich selbst und uns

zu helfen.

Bereits Kleinigkeiten können hilfreich

sein: Achten Sie darauf, dass

die Hausnummer gut sichtbar ist,

ein beleuchtetes Schild ist optimal

und erleichtert uns das Auffinden

der Einsatzadresse. Nicht

in Feuerwehranfahrtszonen zu

parken sollte eigentlich selbstverständlich

sein. Außerdem ist

in manchen engen Straßen das

Durchkommen mit den Großfahrzeugen

sehr schwierig - auch hier

können Sie darauf achten, den nötigen

Platz zu lassen!

Auf drei Themen jedoch wollen

wir an dieser Stelle etwas ausführlicher

eingehen:

Der richtige Notruf

Die europaweit einheitliche Notrufnummer

für Feuerwehr und

Rettungsdienst lautet 112 ! Ob

vom Handy oder Festnetztelefon,

ein Notruf unter der 112 ist in jedem

Fall kostenlos. Damit die Hilfe

Sie schnellstmöglich erreicht,

sind beim Notruf einige Dinge zu

beachten:

Die aufnehmende Einsatzzentrale

muss nicht unbedingt die für

Ihren Standort zuständige sein.

Teilen Sie dem Kollegen in der

Einsatzzentrale daher unbedingt

Ihren genauen Aufenthaltsort mit

(viele gleichnamige Straßen existieren

in verschiedenen Orten!).

Damit alle wichtigen Informationen

enthalten sind, sollten Sie sich

folgendes Schema einprägen:

- Wer ruft an? Nennen Sie ihren

Namen und eine Rückrufnummer.

- Wo ist der Einsatzort? Geben

Sie die genaue Einsatzadresse

(Gemeinde, Stadtteil, Straße,

Hausnummer, Stockwerk) an und

beschreiben Sie etwaige Besonderheiten

(Hinterhof, Parkanlagen,

Kilometerangaben und Fahrtrichtungen

auf der Autobahn).

- Was ist passiert? Beschreiben Sie

mit kurzen Worten, was passiert

ist: „Es brennt in der Wohnung“

oder „Mein Kollege ist nicht ansprechbar“.

- Wie viele Verletzte? Teilen Sie

der Einsatzzentrale die Anzahl

der Verletzten mit. Sind in einem

brennenden Gebäude oder einem

Pkw Personen eingeschlossen?

- Warten! Legen Sie nicht selbstständig

auf. Der Mitarbeiter der

Einsatzzentrale beendet das Gespräch,

wenn er keine Fragen

mehr hat.

In bestimmten Situationen wird

Ihnen durch die Kollegen der Leitstelle

auch Anleitung zu ersten

Selbsthilfemaßnahmen gegeben.

Rauchmelder

Weil bereits drei Atemzüge im

Brandrauch tödlich wirken können

und zwei Drittel der 50 Brandtoten

pro Monat in Deutschland

im Schlaf überrascht werden, ist

die Installation von Rauchmeldern

eine sehr gute Investition!

Der laute Alarm dieses kleinen

Lebensretters warnt Sie und Ihre

Familie zu jeder Zeit vor der tödlichen

Gefahr, die von Zimmerbränden

ausgeht. Er gibt Ihnen

den nötigen Vorsprung, um die

Wohnung zu verlassen und die

Feuerwehr zu alarmieren. Um nur

qualitativ hochwertige Rauchmel-

der einzusetzen, sollten Sie auf die

CE-Kennzeichnung, die Prüfung

nach EN 14 604 und das VdS-Prüfzeichen

achten. Mindestens in

jedem Schlaf- und Kinderzimmer

sowie einmal pro Etage (am besten

im Flur) sollte ein Rauchmelder

vorhanden sein.

Weitere Informationen finden Sie

unter www.rauchmelder-lebensretter.de

Zu anderen Themen des häuslichen

Brandschutz stellen wir

auf unserer Website www.feuerwehr-pullach.de

diverse Flyer zur

Verfügung.

Erste Hilfe

Wenn Feuerwehrleute im EInsatz

erkrankten oder verletzten Personen

helfen müssen, können sie

sich auf ihre Erste Hilfe-Ausbildung

und eine hochwertige medizinische

Ausstattung verlassen.

Doch auch Sie können jederzeit

in eine solche Situation geraten:

Ein Verkehrsunfall, auf den Sie

aufmerksam werden, ein Kollege,

der am Arbeitsplatz plötzlich einen

Herzinfarkt erleidet, ein verletztes

Kind zuhause - wir raten

Ihnen, sich auf solche Situationen

vorzubereiten! Wenn der letzte

Erste Hilfe-Kurs schon mehrere

Jahre her ist, sollten Sie einen der

zahlreichen angebotenen Auffrischungskurse

besuchen.

Die Gemeinde Pullach ist durch

das Aufstellen von Defibrillatoren

an öffentlichen Plätzen in Vorleistung

getreten. Nun ist es an Ihnen,

entsprechendes Wissen zu erwerben

oder zu erneuern und damit

Ihren Mitmenschen im Ernstfall

das Leben zu retten!

Vielen Dank!


Die aktiven und passiven Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Pullach i. Isartal

Fahrzeuge und Anhänger vor dem Feuerwehrgerätehaus

Mannschaft & Gerätehaus

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