Untitled - Elternvereinigung für das herzkranke Kind

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Untitled - Elternvereinigung für das herzkranke Kind

IMPRESSUM

Vereinsadresse: Elternvereinigung für das herzkranke Kind

Redal


EDITORIAL

Liebe Leserin, lieber Leser

Schon in wenigen Tagen dürfen oder müssen

wir uns wieder angewöhnen, die 1996 mit

der 1997 zu ersetzen, denn das alte Jahr ver­

schenkt seine letzten Tage. Bald schon warten

365 neue und gleichsam geheimnisvolle Tage

auf uns. In welchem Verhältnis werden uns

Freude und Leid, Erfolg und Misserfolg, Glück

und Unglück, Gesundheit und Krankheit, Un­

bekümmertheit und Sorge beschert sein?

Noch zeigt der Kalender aber den Monat De­

zember, den Adventsmonat. Weihnachten

steht bevor und unzählige Kerzen werden in

den nächsten Tagen entzündet. Jedes dieser

Lichter hat seine Bedeutung:

Gegenseitige Hilfe bedeutet Licht

Friedliches Zueinander bedeutet Licht

Einander die Hand reichen bedeutet*LiCht

Berühren bedeutet Licht

Verzeihen bedeutet Licht

Zuhören bedeutet Licht

Verstehen bedeutet Licht

Versöhnen bedeutet Licht

Nicht Nachtragen bedeutet Licht

Festlichkeit bedeutet Licht

Herzlichkeit bedeutet Licht

Zärtlichkeit bedeutet Licht

Geschenke bedeuten Licht

Musik bedeutet Licht

Freude bedeutet Licht

Gemeinschaft bedeutet Licht

Hoffnung bedeutet Licht

Angezündete Kerzen legen Spuren des Lichtes

bis in die alltäglichen Dinge unseres Lebens.

Das weih nächtliche Licht mit all seinen Bedeu­

tungen will in jedem neuen Jahr täglich neu

aufleuchten und uns begleiten, auch im Jahr

1997.

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EDITORIAL

4

Besonders hell soll dieses Licht in Rorschach

bei Familie Clement leuchten:

Am 6. Oktober ist ihr Sohn Matthias im Alter

von J 6 Jahren gestorben. Er hinterlässt in sei­

ner Familie und in den Herzen aller; die ihn

kannten, eine grosse Lücke, Trauer; aber be­

stimmt auch Dankbarkeit.

Matthias hat unsere Elternvereinigung mitge­

prägt. Von ihm kam damals die Anregung,

den Pin für Herzkinder kreieren zu lassen und

mit dieser Idee hat er - selber ein eifriger Pin­

Sammler - vielen ein grosse Freude bereitet.

Alle, die Matthias kannten, werden ihn in Erin­

nerung behalten und an Weihnachten für ihn

und seine Familie eine Kerze anzünden. So

darf ich sicher im Namen der Herzblatt-Lese­

rinnen und -Leser einen ganz speziellen Licht­

gruss zu Beatrice, Thomas, Sandrine und Do­

menic senden.

Ich wünsche allen

nachtszeit

eine lichtreiche Weih­

Tony Simmen "*

Ergänzende Gedanlcen zum Editorial 3/96

Der Vers, "wenn ein Glied leidet leiden alle Glieder

mit. wenn ein Glied geehrt wird, freuen sich alle

anderen mit". hat mich sehr angesprochen.

In den schwierigen Zeiten wurden wir nicht nur

durch die Netze der Mitmenschen getragen, son­

dern auch von der Kraft. die wir aus dem Glauben

bekamen. Wir wüssten nicht wie wir es bis jetzt

geschafft hätten, wenn wir Gott und Jesus Christus

aus der heiligen Schrift nicht I


THEMA:UCHT

Ein lächeln bedeutet licht

ein lächeln

kostet nichts und bewirkt viel

es bereichtert die, die es empfangen,

ohne die ärmer zu machen, die es geben

es dauert nur einen augenbl ick

aber die erinnerung währt manchmal ewig

niemand ist reich genug,

um es entbehren zu können

und niemand ist zu arm

um es nicht geben zu können

es bringt dem heim glück und ist das

zarte zeichen der freundschaft

ein lächeln schenkt der müden seele ruh'

und dem verzweifelten neuen mut

wenn du einmal einem menschen begegnest,

der dir das lächeln, das du verdienst, versagt,

sei grosszügig, schenk ihm das deine,

weil niemand ein lächeln so nötig hat

wie der, der es anderen nicht geben kann

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THEMA: LICHT

6

4I'tIll

Ein Weihnachtsbaum bedeutet licht

Es war kurz vor Weihnachten, und ich wollte mir in

unsere erste gemeinsame Wohnung einen beson­

ders schönen Weihnachtsbaum kaufen.

Als ich nun vor den vielen Bäumen stand, ist mir

auf einmal ein kleines, krüppliges Bäumlein aufge­

fallen. Ich habe mich aber wieder auf die schönen,

kräftigen Bäume konzentriert, denn ich wollte ja

einen solchen.

Doch ich konnte nicht anders - am Schluss trug ich

das kleine, krüpplige Bäumlein nach Hause. Der

Baum tat mir leid, denn ich wusste, niemand wür­

de ihn sonst kaufen.

Als wir am Heiligabend die Kerzen angezündet

hatten, erstrahlte der Baum so schön, wie ich es

vorher noch an keinem gesehen hatte.

Durch das Schmücken wurde aus dem krüppligen,

kleinen Baum ein wunderschöner Baum.

Es wurde uns ganz warm ums Herz und ich war

glücklich, diesen Baum gewählt zu haben.

Krippenspiele bedeuten licht

Eine Schulklasse probt die Herbergsuche. Beim

Üben fängt ein Bub zu weinen an. Der Lehrer fragt,

warum er weine. Die Antwort: Ich möchte so ger­

ne mitspielen, und zwar einen türknallenden Wirt.

Der Lehrer entgegnet: Wir haben zwar schon drei

Wirte, dann spiel du halt einen vierten Wirt.

Die Aufführung beginnt.

�."=:::;""'-. doch nur mit!


(, Ein

_

Maria und Josef wandern von Tür zu Tür. Jedesmal

werden sie schroff abgewiesen. Zaghaft kommen

sie auch zur vierten Tür. Sie klopfen. Da reisst der

Bub die Tür auf und schreit ihnen entgegen:

So kommt doch endlich rein, deswegen spiele ich

rauschender Applaus ist das grosse Echo auf

den Mut eines Kindes.


THEMA: LICHT

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THEMA:UCHT

Gegenstände I


THEMA:UCHT

Sinn, sorgsam mit ihnen umzugehen oder gar eine Beziehung zu ihnen auf­

zubauen. Wir leben ausserhalb der Dinge und finden in ihnen keinen Halt.

Wir bleiben einsam inmitten der Gegenstände - und rücl


FROHE WEIHNACHTEN

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FROHE WEIHNACHTEN

Es ist Weihnachten

wenn alle bereit sind für das ]est.

Weihnachten heisst:

mit Hoffnung leben.

Wenn sich die )V{enschen die Htlnde

zur Versöhnung reichen

wenn der ]remde aufgenommen wird,

wenn einer dem anderen hilft,

das t3öse zu meiden und das (jute zu tun

dann ist Weihnachten!

jVlit Hoffnung

leben *

Weihnachten heisst:

Die '[rtlnen trocknen,

das was du hast

mit dem anderen teilen;

� , /edesmal, wenn die Not eines Unglücklichen


gemildert ist wird Weihnachten.

Cjeder '[ag ist Weihnachten auf der Erde,

/edesmal, wenn einer dem anderen Liebe schenkt

wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,

ist Weihnachten.

Text eines kreolischen Liedes

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IN EIGENER SACHE

Bisher erschienene Fachbeiträge im Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

Herzblatt

12

2/90

2/90

3/90

6/9 1

6/9 1

I


IN EIGENER SACHE

Herzblatt 2/93 Atemphysiotherapie bei herzoperierten Kindern

Bettina Bernold, Physiotherapeutin, Bern

Herzblatt 2/93 Bobath-Therapie bei herz/


IN EIGENER SACHE

Aus der Bibliothek der Elternvereinigung:

Wir haben 3 neue Bücher in unsere Bibliothek aufgenommen:

Das Löwenmädchen und sein kran'


IN EIGENER SACHE

Mit farbenfrohen I{arten eine Freude bereiten

An/ässlich des Herztages I 994 fand ein Zeichnungs­

wettbewerb statt. Zusammen mit einem Graphiker

hat sich der Vorstand der Elternvereinigung nun ent­

schieden, die folgenden vier Zeichnungen als Karten

drucken zu lassen und im 4er-Set .--- -- -- -- -- -- -- -- --.,

zum Kauf anzubieten.

Raphael Adank,

8 Jahre

15


IN EIGENER SACHE

Daniela Arnold, 15 Jahre

Eliane Zehnder, 10 Jahre

Die Karten sind in Original farbig.

. � ,

Sie können beim Sekretariat bestellt werden, siehe hintere Umschlagseite.

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IN EIGENER SACHE

Zum Rücktritt von Herrn PD Dr. W. Jann Weber

Auf Ende September 1996 ist Herr PD Dr. W. Jann Weber, Spezialarzt für

Kinderkardiologie an der Universitäts-Kinderklinil< Bern, altershalber zurück­

getreten. Er begann seine Tätigkeit am Kinderspital Bern im Jahre 1957 als

Assistenzarzt von Herrn Prof. Rossi und spezialisierte sich im Laufe der Zeit als

Kardiologe.

Angeborene Herzfehler können leicht, schwer oder unheilbar, d.h. inopera­

bel sein. Entsprechend schwierig ist von Fall zu Fall die diagnostische und

psychologische Aufgabe des Kardiologen. Wenn mit Erfolg operiert werden

kann, sind die Chirurgen und ihr Team unseres Dankes gewiss. Falls keine

Operation möglich ist oder ein Eingriff nicht den gewünschten Erfolg hat,

bleibt die Auseinandersetzung mit der Unheilbarkeit des Kindes an den Spi­

talärzten hängen. Ansprechpartner den Eltern gegenüber ist stets der Kardio­

loge.

Herr Dr. Weber war Realist und als solcher ganz der medizinischen Sachlich­

keit verpflichtet. Diese Haltung führte manchmal zu schonungslosen Aus­

künften an die Eltern. Viele von ihnen waren denn auch vorerst schockiert,

fassten aber bald einmal Vertrauen in den fähigen Arzt. Es entstand ein festes,

sachliches Verhältnis, das der Problem lösung dienlicher war als Schönfärbe­

rei. In schwierigen oder hoffnungslosen Fällen war seine Enttäuschung über

die Hilflosigkeit der Medizin gegenüber dem betreffenden unheilbaren Ge­

burtsgebrechen spürbar. Der negative Befund machte ihn jedesmal persön­

lich betroffen. Er suchte dann eben keine schönen Worte, sondern vermittel­

te die Tatsachen ungeschminkt, auch wenn sich die Eltern noch so sehr das

Unmögliche erhofft hatten. Herr Dr. Weber freute sich andererseits über je­

den gelungenen Eingriff, über jede Verbesserung des Krankheitszustandes

eines Kindes, ohne dies überschwenglich zum Ausdruck zu bringen.

Wir danken Herrn Dr. Weber für seinen unermüdlichen Einsatz im Dienste der

herzkranken Kinder und wünschen ihm einen erfüllten Ruhestand.

Helen Baumann, Bern

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VERANSTAlTUNGSI


VERANSTALTUNGSI


IN EIGENER SACHE

20

Das nächste Treffen für

'E'ftem, c!1ie 'ihr Kind Verloren 'haben;

findet amSarnsta,

8. und' 9.; 'Mä'l'z,z1"997

,,' )11 l6;ihg'��' statt: '

/ / ". �

Durch den Samstagnachmittag begleitet uns

Pfar.�er EmstblänzL

'Es besteht auch die " M6g'Uc:h!


WICHTIGE ADRESSEN

Präsident:

Sozialdienste der

I


ADRESSEN DER I

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