Ausgabe Oktober 2012 - HMK - Hilfe für verfolgte Christen

verfolgte.christen.org

Ausgabe Oktober 2012 - HMK - Hilfe für verfolgte Christen

Indien. Gott ist allmächtig.

AserbAidschAn

Im Visier des

Geheimdienstes

PAkistAn

Mädchen der

Blasphemie angeklagt

Nr. 10/2012 44. Jahrgang

syrien

Gewalt gegen

Christen


serVice

christen bedAnken sich

2

immer wieder erreicht uns

ermutigende Post: christen aus

aller Welt bedanken sich für

erhaltene hilfe. Wir wollen sie,

liebe Leser, daran teilhaben

lassen. schließlich ist es ihre

Unterstützung, die diese hilfe

möglich macht.

MYANMAR

Preis den Herrn für diese wundervollen Neuigkeiten! Ich habe gerade

Myat* und den Kindern Bescheid gesagt, dass sie Gott danken können.

Wir danken auch euch und den Spendern der HMK dafür, dass ihr an uns

gedacht habt. Es ermutigt uns immer wieder sehr zu wissen, dass ihr für

uns betet. Möge euch der Herr reichlich segnen!

PAkistAn

Bild: HMK

AserbAidschAn

Ich bin wirklich sehr dankbar dafür, dass

ihr mich immer unterstützt habt, ganz

egal, wie die Lage für mich auch aussah.

Ich bin Gott von Herzen dankbar für

einen solchen Freund in meinem Leben.

Ihr habt uns mit eurer Unterstützung sehr

geholfen! … Noch einmal: Vielen Dank!

Bild: HMK

* Name aus Sicherheitsgründen

von der Redaktion verändert

MALAYSIA

tÜrkei

Ihr ermutigt und ehrt uns immer

wieder. Wenn wir hier unsere Arbeit

tun können, dann weil Jesus Christus

uns dazu befähigt – und ihr uns

dabei unterstützt.

Gott tut

großartige

Dinge mit

eurer Hilfe.

Bild: HMK

Bild: HMK

Bild: HMK

Wir freuen uns sehr über diese gute Nachricht. Danke,

dass ihr uns helft, unser kaputtes Auto zu reparieren.

Wir sind wirklich dankbar dafür, dass wir nun wieder mobil

sind. Gott ist immer treu. DANKE! Gott segne euch und

seine Gnade sei mit euch jeden Tag.


Manfred Müller,

HMK-Missionsleiter

Liebe Freunde der Stimme der Märtyrer!

Beim Bibellesen bin ich über diesen

Vers gestolpert. Ich habe mich gefragt:

Deckt mein Leben das ab? Ein

schmerzvoller Prozess des Prüfens begann.

Es tut gut, immer wieder eine Bestandsaufnahme

zu machen. Ballast häuft sich

so leicht an – nicht nur materieller. Was

schleppe ich da eigentlich mit mir rum?

Ganz ehrlich: Gelesen habe ich diesen

Vers schon oft. So richtig aufgefallen ist er

mir bisher nicht. Erst durch die Arbeit mit

verfolgten Christen habe ich begonnen,

den radikalen Anspruch zu verstehen,

den Jesus an seine Nachfolger erhebt.

Pfarrer Wurmbrand hat einmal gesagt:

„Womit können die bedrängten Christen

euch helfen? Sie geben euch ein leuchtendes

Beispiel. Sie können euch ermutigen,

nicht lauwarme Christen zu sein, sondern

den Herrn von ganzem Herzen zu lieben.“

Von solch leuchtenden Beispielen berichtet

dieses Heft. Auf den Seiten 6-8

lesen Sie, wie Christen in Indien an Gott

festhalten – gerade unter schwerer Verfolgung.

Alethia erklärt auf Seite 10, warum

es für sie kein Risiko ist, Jesus nachzufolgen.

Sie evangelisiert unter Terroristen in

Kolumbien. Der 15-jährige Roy bekannte

seinen Glauben an Jesus noch im Angesicht

des Todes. Seine Geschichte finden

Sie auf Seite 12.

Woher bekommen diese Christen solche

Kraft? Sie haben verstanden, was Glaube

ist! Wohl die meisten von uns kennen

editoriAL

„Jeder Unter eUch, der sich nicht LossAgt Von ALLem,

WAs er hAt, der kAnn nicht mein JÜnger sein.“ Lk. 14,33

Sorgen. Wir fragen uns: „Was wird morgen

kommen?“ Weil wir so viele Ängste

haben, versuchen wir uns abzusichern.

Wir schließen Sparverträge ab, treffen

Vorsorge. Im Einzelnen kann das durchaus

sinnvoll sein. Aber es besteht die

Gefahr, dass materielle Dinge unseren

Glauben ersticken. Dann wird unser ganzes

Streben nach finanzieller Absicherung

zu einem vermeintlichen Halt, der das

genaue Gegenteil von Glauben ist.

Verfolgte Christen haben diesen „Luxus“

oft nicht. Sie sind ganz auf den Herrn,

den allmächtigen Gott, angewiesen. Und

sie erfahren seine Hilfe; erleben, wie er

trägt – noch durch den Tod hindurch. Was

glauben diese Christen? Was können wir

glauben? Dass Gott uns mit allem versorgt,

was wir geistlich brauchen, und dass er uns

sicher nach Hause bringt. Diesen Glauben

will auch ich erlernen. „Weil wir eine

solche Wolke von Zeugen um uns haben,

lasst uns ablegen alles, was uns beschwert,

und die Sünde, die uns ständig umstrickt,

und lasst uns laufen mit Geduld in dem

Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen

zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des

Glaubens (Hebräer 12,1-2a).“

Dieses Heft möchte zur eigenen

Bestandsaufnahme einladen und zur konsequenten

Nachfolge ermutigen. Wir sind

miteinander unterwegs zu einem großartigen

Ziel. Da lohnt sich jeder Einsatz.

Ihr Manfred Müller

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AktUeLL

Service:

die botschafter-box

Geben Sie weiter, wofür Ihr Herz brennt – berichten Sie

in Ihrer Gemeinde, Ihrem Hauskreis oder zum Beispiel

in einer Arztpraxis über Christenverfolgung. Stellen Sie

einfach die Botschafter-Box der HMK auf. Sie ist gefüllt

mit Informationen über die Situation der Christen

weltweit.

Iran:

Pastor wieder frei

Bestellen Sie kostenlos Ihre

Botschafter-Box. Nutzen Sie

dazu das Bestellkärtchen am

Ende des Heftes oder rufen Sie

uns an: 07556 9211-0. Sie

können die Botschafter-Box auch

im Internet bestellen unter

www.verfolgte-christen.org

Am Samstag, den 8. September 2012, fand eine erneute

Anhörung vor Gericht statt, bei der Yousef Nadarkhani

vom Vorwurf der Apostasie (Abfall vom Islam freigesprochen

worden ist. Er wurde zwar der Evangelisation

unter Muslimen für schuldig befunden und zu drei

Jahren Haft verurteilt. Diese Strafe ist für das Gericht

aber mit der bisherigen Haftzeit abgegolten. Rund drei

Jahre lang war der iranische Pastor im Gefängnis.

Der 34-jährige frühere Leiter einer Untergrundgemeinde

war wegen „Abfalls vom Islam“ und

„Verbreitung nicht-islamischer Lehren“ zum Tode

verurteilt worden. Viermal war Nadarkhani angeboten

worden, die Vorwürfe gegen ihn fallen zu lassen, wenn

er sein Bekenntnis zum christlichen Glauben

widerruft. Das hatte er jedes Mal abgelehnt.

Yousef Nadarkhani

und seine Frau

Kolumbien:

sauberes Wasser

Schon 10.000 Euro sind für Wasserfilter gespendet

worden – das entspricht drei Dschungeldörfern à 500

Einwohner, die nun mit sauberem Trinkwasser

versorgt werden können. Im Namen der kolumbianischen

Christen sagen wir VIELEN DANK!

In Kolumbien werden weite Teile des Landes von

Guerilla-Truppen und paramilitärischen Einheiten

kontrolliert, die sich einen erbitterten Kampf um die

Vorherrschaft liefern. Christen, die in diesen soge-

nannten „Roten Zonen“ leben, werden oft dazu

gezwungen, ihr Land für den Drogenanbau zur Verfü-

gung zu stellen. Die Terroristen finanzieren sich auf

diese Weise. So bleibt den Christen so gut wie keine

Möglichkeit, für sich selbst zu sorgen. Außerdem sind

sie den marxistischen Guerillas ein Dorn im Auge –

allein in den letzten fünf Jahren wurden über 300

Evangelikale von ihnen umgebracht.

Durch die Filteranlagen haben Christen nun sauberes

Trinkwasser: Ihnen steht sonst nur fast ungenießbares

Wasser zur Verfügung. Neben dem gesundheitsfördernden

Aspekt haben die meist sehr armen Dorf-

bewohner auf diese Weise einen Vorteil – sie können

das Wasser gegen eine kleine Spende abgeben.

Außerdem kommen sie so mit ihrem Umfeld ins

Gespräch über das „Lebendige Wasser“, Gottes Wort.

Eine Wasserfilteranlage kostet umgerechnet

etwa 2.740 €. Ein Filter, der ein Jahr lang benutzt

werden kann, ist ca. 228 € wert.

Wenn auch Sie unseren verfolgten Geschwistern

in Kolumbien helfen wollen, dann spenden Sie

unter dem Stichwort KOLUMBIEN. Nutzen Sie

dazu den Überweisungsträger am Ende des

Heftes. Vielen Dank!

Sauberes Trinkwasser

für die

verfolgten Christen

im Dschungel mehr

als eine Ermutigung


Pakistan:

mädchen der blasphemie

angeklagt

Christen sind in Pakistan Menschen zweiter Klasse und oft der Willkür des

Justizsystems ausgesetzt

Ein pakistanisches Mädchen ist Mitte August festgenommen

worden, unserem Partner zufolge ist sie elf Jahre

alt und wahrscheinlich geistig behindert. Rimsha wird

Blasphemie vorgeworfen, sie habe Seiten des Korans verbrannt.

Sie hatte Müll eingesammelt, bevor der Vorfall

sich ereignete. Im Laufe des Geschehens versammelte

sich ein Mob aufgebrachter Muslime, um ihre Verhaftung

zu fordern. Die Eltern des Mädchens, die mit ihr in

einem Armenviertel Islamabads wohnen, mussten sich

aus Sicherheitsgründen verstecken.

Anfang September wurde die Freilassung des Mädchens

auf Kaution vom Gericht entschieden. Wieder in Freiheit,

ist Rimsha von Lynchjustiz bedroht und kann sehr

wahrscheinlich nicht nach Hause zurück.

Hunderte von Christen, die ebenfalls in dieser Gegend

leben, sind aus ihren Häusern geflüchtet. Sie befürchten,

auch zur Zielscheibe wütender Muslime zu werden.

„Jesus kniete sich dankbar vor

die Apostel … und wusch

ihnen die Füße. er wusste,

dass ein tragisches Leben und

ein dramatischer tod auf sie

wartete, weil sie ihn liebten.“

Richard Wurmbrand

Syrien:

gewalt gegen christen

AktUeLL

Der Großteil der syrischen Christen verhielt sich im

Bürgerkrieg bisher neutral. Nun scheinen sie zwischen

den Fronten zerrieben zu werden. Informationen

häufen sich, nach denen sie zunehmend zur Zielscheibe

von Gewalt werden.

Berichten zufolge jagen aufständische islamische

Extremisten Christen aus ihren Wohnvierteln. Ganze

Familien werden als „menschliche Schutzschilde“ missbraucht.

Mitglieder der radikal-islamischen al-Faruk-

Brigade hätten bereits im März 90 Prozent der Christen

aus Homs vertrieben.

Spiegel Online berichtet von Hetzkampagnen gegen

Christen in der Stadt Kusair. Der syrisch-orthodoxe Erzbischof

Silvanus Petros Al-Nemeh von Homs und Hama

bestätigt gegenüber der Internationalen Gesellschaft für

Menschenrechte (IGFM) gezielte Attacken auf Christen.

Immer mehr Christen flüchten. Laut der Gesellschaft

für bedrohte Völker (GfbV) befinden sich bereits Tausende

von ihnen im Libanon.

Deutschland:

Laufen für einen guten Zweck

Rund 41 Kilometer haben die Teenager der Ev. Freikirche

Lindenwiese in Überlingen zu Fuß zurückgelegt, um

armen Kindern in den Slums von Kairo zu helfen. Die

12- bis 15-Jährigen veranstalteten einen Sponsorenlauf

von Bambergen nach Rohrdorf (Messkirch) und ließen

sich für jeden gelaufenen Kilometer von Spendern „bezahlen“.

Rund 5.000 € sind so für das Projekt von Maggie

Gobran (die HMK berichtete) zusammengekommen, die

sich um bedrängte Christen und deren Kinder kümmert.

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LÄnderbericht

Gott ist allmächtig

indien

Christen sind wie Bettwanzen, die sich unter dem

Deckmantel der sogenannten Missionsarbeit verstecken

und das Blut unschuldiger Menschen, die sich

nicht wehren können, trinken. Bettwanzen sollte

man töten …“

Laut dem World Magazine fielen diese Worte im

Februar 2011 auf einer hinduistisch-nationalistischen

Veranstaltung, an der ca. 2 Millionen Menschen

teilnahmen. Freiwillige Helfer verteilten Traktate,

die Christen dazu aufriefen, zum Hinduismus

überzutreten.

Immer wieder werden Christen in Indien attackiert.

Operation World berichtet von mehr als 1.000 Angriffen

pro Jahr, vor allem in Gegenden, in denen

die Bharatiya Janata Party (BJP) an der Macht ist. Diese

rechtskonservative, hinduistisch-nationalistische Partei

ist seit ihrer Gründung 1980 innerhalb von zwanzig

Jahren zu einer der stärksten parlamentarischen Kräfte

Indiens angewachsen. Sie verfolgt die sogenannte

Hindutva-Ideologie, ein politisches Konzept, in dem

der Staat nach hinduistischen Regeln ausgerichtet werden

soll. Das Ziel ist eine einheitliche Nation mit einer

Religion und einer Rasse – Christen haben in diesem

System keinen Platz.

saul Pradhal – ermordet, weil er christ war

„So habe ich meinen Vater vorgefunden“, sagt Turani, 13,

geht auf die Knie und lässt sich vornüber fallen: „Er wurde

ermordet.“ Saul Pradhal war Prediger auf dem Land

in Odisha, ehemals Orissa. Am 10. Januar 2011 kam er

nicht mehr von seiner Arbeit in einer nahegelegenen

Ziegelei zurück.

Die Männer, die ihm diesen Job angeboten hatten, waren

Anhänger einer extremistisch-hinduistischen Gruppierung,

die wahrscheinlich an den Ausschreitungen

2008 in Orissa beteiligt gewesen war. Damals wurden

unzählige Dörfer zerstört, ihre Bewohner – meist Christen

– getötet, verletzt und vertrieben. Doch Turanis Vater

brauchte diese Arbeit. Sein Zuhause war zerstört worden,

er musste sich um seine Frau, seine beiden Töchter sowie

seine Schwester kümmern.

Turanis Vater ist von radikalen Hindus ermordet worden

Die Familie fand seine Leiche in der Nähe eines Teiches.

Wenig später gaben die beiden Männer, die ihm den Job

gegeben hatten, den Mord zu. Die Behörden versuchten,

die Witwe davon zu überzeugen, keine Anzeige zu

erstatten. Aber sie gibt nicht auf: Sie will Gerechtigkeit.

Inzwischen hat unser Partner dafür gesorgt, dass die

Familie ein neues Haus erhalten hat. Er kommt für die

Schulbildung von Turani und ihrer Schwester auf und

hat der Witwe geholfen, ein eigenes kleines Geschäft

aufzubauen, mit dem sie ihre Familie ernähren kann.

Peter Paul – verhaftet, weil er evangelisierte

Peter Paul lebte bis vor Kurzem mit seiner Familie in einem

Armenviertel in Bangalore, dem Zentrum der Luft-

und Raumfahrtindustrie Indiens. In dieser Gegend sind

vor allem Muslime beheimatet. Der junge Mann arbeitete

als Lehrer, um seinen Dienst als Pastor finanzieren zu

können. Irgendwann fing er damit an, nach der Schule

Nachhilfestunden zu geben. Er nutzte diesen Unterricht,

um seinen Schülern von Jesus Christus zu erzählen.

„ich hatte keine Angst“, berichtet Peter.

„ich wusste, dass gott mich aus ihrer

hand befreien konnte.“

Bild: HMK

Als die Leiter einer islamischen Religionsschule in der

Gegend herausfanden, dass Peter 20 muslimischen

Schülern Neue Testamente geschenkt hatte, mobilisierten

sie sich. Sie sammelten ca. 150 Menschen aus drei

verschiedenen Moscheen um sich. Anschließend marschierten

sie gemeinsam zu Peters Haus. Sie verprügelten

ihn, zerstörten das gesamte Inventar und ließen ihn

anschließend von der Polizei verhaften. „Ich hatte keine

Angst“, berichtet Peter. „Ich wusste, dass Gott mich aus

ihrer Hand befreien konnte.“


Peter und seine Familie haben ihr Zuhause verloren: Den Muslimen in

ihrer Gegend gefiel es nicht, dass der Pastor Neue Testamente verschenkte

Anti-konvertierungsgesetze

In einigen indischen Bundesstaaten wurden sogenannte

Anti-Konvertierungs-Gesetze verabschiedet. Sie verbieten

den Wechsel von einer Religion zu einer anderen

mittels Zwang, Bestechung oder Betrug. Im Laufe der

Zeit wurde jedoch deutlich, dass diese Gesetze die

Bürger weniger vor Zwangsbekehrungen schützen, als

sie vielmehr daran hindern sollten, sich einem anderen

als dem hinduistischen Glauben zuzuwenden. 2006

entschied der Oberste Gerichtshof außerdem, dass alle

Bundesstaaten sich auf das sogenannte „Gesetz zur

Aufrechterhaltung der religiösen Harmonie“ berufen

können. Zahlreiche Pastoren werden immer wieder mit

Hinblick auf diese Gesetzgebung angeklagt. Ihnen wird

vorgeworfen, den religiösen Frieden zu stören oder aber

ihre Mitmenschen durch unlautere Mittel zum Christentum

zu bekehren. Sie müssen daraufhin oft ihren

Wohnort wechseln und ihre Gemeinden schließen.

Verfolgung – kein Zufall

Peter Paul wurde dafür verurteilt, die Harmonie an

seinem Wohnort gestört zu haben, weil er christliche

Bücher an junge Muslime verteilt hatte. Aber auch als

er im Gefängnis war, hörte er nicht auf, von seinem

Glauben zu reden und predigte den 70 Mitgefangenen

in seiner Zelle das Evangelium. „Ganz egal, wo wir sind

– wir dürfen nicht aufhören, Gott die Ehre zu geben“,

erklärt Peter. „Egal, ob wir gerade auf die Probe gestellt

werden, oder ob es uns einfach nur gut geht – immer

sollten wir ihm die Ehre geben.“ Zwar ist er mittlerweile

aus dem Gefängnis entlassen worden, doch er und

seine Familie wurden von ihrem Vermieter mit nichts

als ihren Kleidern auf dem Leib auf die Straße gesetzt.

Peter bittet darum, dass wir für ihn beten: Er möchte

weiterhin Menschen mit der guten Nachricht erreichen.

„Verfolgung ist kein Zu- oder gar Unfall. Man muss mit

ihr rechnen“, lautet seine Überzeugung.

Einwohner: 1,2 Milliarden

LÄnderbericht

Mit Hilfe von Ziegen können Familien, die 2008 alles verloren haben,

wieder ein eigenes Einkommen erwirtschaften

Militante Hindus

bereiten sich

darauf vor, ein

christliches Dorf

anzugreifen. Ihre

Gruppierung ist

an den leuchtend

roten Stirnbändern

zu erkennen.

indien

Religion: 81% Hinduisten, 13% Muslime,

2% Christen, 4% Andere

Regierungschef: Premierminister Manmohan Singh

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LÄnderbericht

indien

orissa 2008

Einer der schlimmsten Überfälle auf Christen fand 2008

im Bundesstaat Orissa statt. Am 23. August war der

Leiter des Welt-Hindu-Rates, Swami Lakshmanananda

Saraswati, getötet worden. Es half nicht, dass eine maoistische

Gruppe für den Anschlag die Verantwortung

übernahm. Man beschuldigte die Christen. Radikale

Hindus griffen daraufhin zahlreiche Dörfer an, in denen

hauptsächlich Christen wohnten. Die Zahlen der Opfer

schwanken. Doch sicher ist, dass unzählige Menschen

starben, während Tausende Christen verletzt wurden

und fliehen mussten. Ihre Häuser wurden zerstört. Die

meisten von ihnen suchten Zuflucht in Lagern, nachdem

sie sich tagelang ohne Nahrung im Wald versteckt hatten.

Noch Jahre nach den Angriffen leben viele behelfsmäßig

in Zelten und kämpfen ums tägliche Überleben.

Viele Christen wurden außerdem unschuldig verhaftet.

Man schob ihnen die Schuld an den Ausschreitungen in

die Schuhe.

manini digal – schwer misshandelt

Manini Digal war ein ganz normaler Teenager und lebte

in Orissa. Doch alles änderte sich für sie im August 2008,

als fanatische Hindus von Dorf zu Dorf marschierten,

um die Christen anzugreifen. Junge Männer attackierten

ihre Eltern und ihren Großvater, bevor sie auf Manini

aufmerksam wurden. Sie verprügelten das Mädchen,

vergewaltigten es, übergossen es mit Benzin und

zündeten es an.

Unser Partner kümmerte sich schließlich um sie und

sorgte dafür, dass sie eine angemessene medizinische

Betreuung bekam. Der Genesungsprozess gestaltete sich

schwierig. Es brauchte lange, bis die körperlichen und

seelischen Wunden zu heilen begannen.

Dennoch ist die Geschichte von Manini eine ermutigende

Geschichte. Trotz des Alptraums, den sie durchleben

musste, ist ihr Glaube an Gott gewachsen. „Ich bin überzeugt

davon, dass Gott Unmögliches für mich möglich

machen kann“, erklärt Manini. „Ich weiß jetzt: Er ist

allmächtig.“ Und tatsächlich hat Gott schon Großartiges

in ihrem Leben getan: Sie ist inzwischen so weit wieder-

Nikadimas Vater

wurde aufgrund der

Ausschreitungen in

Orissa 2008 unschuldig

verhaftet. Die HMK

unterstützt seine Familie,

damit er wieder zur

Schule gehen kann.

hergestellt, dass die Narben, die sie zurückbehalten hat,

nur noch manchmal schmerzen oder jucken. Zurzeit

besucht sie eine Bibelschule; eine ihrer Lieblingsstellen in

der Bibel ist Psalm 23. Viele Menschen konnte sie schon

mit ihrem Zeugnis ermutigen – und sie hofft, noch mehr

helfen zu können: Sie möchte eines Tages Krankenschwester

werden. Sie weiß: Gott ist allmächtig.

die hmk hilft in indien

Manini ist dankbar für die Hilfe, die sie

erfahren hat. Sie wurde von fanatischen

Hindus misshandelt und vergewaltigt.

Wir unterstützen Familien, die noch heute unter

den Folgen der Ausschreitungen 2008 in Orissa

leiden. Sie bekommen ein neues Zuhause und Mittel,

damit sie wieder für ihren eigenen Unterhalt

sorgen können. Außerdem helfen wir Witwen und

Frauen, deren Männern unschuldig im Gefängnis

gelandet sind. Weil viele das Schulgeld aus eigener

Kraft nicht mehr bezahlen können, kommen wir

für die Ausbildung ihrer Kinder auf.

Manche Kinder haben auch beide Elternteile verloren.

Andere wurden auf den regulären Schulen

nicht mehr akzeptiert oder es ist zu gefährlich für

sie, dort hinzugehen. Für sie gibt es eine Schule,

in der sie nun sicher aufwachsen und in Frieden

lernen können.

Wenn Sie diese und ähnliche Projekte der HMK in

Indien unterstützen möchten, können Sie das mit

einer Spende unter dem Stichwort INDIEN tun.

Nutzen Sie dazu bitte den Überweisungsträger am

Ende des Heftes. Vielen Dank!


Im Visier des Geheimdienstes

AserbAidschAn

Zaur Balaev umarmt seinen Sohn nach seiner überraschenden Freilassung.

Der Pastor war im Mai 2007 verhaftet worden, weil er ein „illegales religiöses

Treffen“ geleitet hatte.

Als die HMK mit ihrer Arbeit begann, galt ihre

Hilfe vor allem den Christen hinter dem Eisernen

Vorhang. Der KGB war eine der Organisationen,

die Christen am meisten verfolgte – ein Geheimdienst,

der sich aus dem Ministerium der Staatssicherheit (MGB)

der Stalin-Ära entwickelt hatte. Unter Josef Stalin fand der

„Große Terror“ statt, eine Welle der Unterdrückung, bei der

von 1936 bis 1938 mutmaßliche Gegner des stalinistischen

Regimes millionenfach verfolgt und zu Tausenden umgebracht

wurden. Obwohl die Sowjetunion sich mittlerweile

aufgelöst hat, halten einige ehemalige Mitgliedstaaten immer

noch an der Kontrolle ihrer Bürger nach KGB-Manier

fest. Ein solches Land ist Aserbaidschan.

Die einzige offiziell genehmigte evangelische Kirche in

Aserbaidschan ist die „Neues-Leben-Kirche“, wie unser

Partner berichtet. Sie hat nicht einmal 250 Mitglieder.

Ihre Erlaubnis, Gottesdienste abhalten zu dürfen, hat

sie nur bekommen, weil der Ehemann der Pastorin ein

ranghoher Offizier beim Militär ist. Natürlich gibt es

noch weitere christliche Gemeinden im Land – sie sind

allerdings nicht registriert und somit illegal. Religiöse

Gruppierungen mussten sich seit 1992 fünfmal erneut

registrieren lassen. Vorangegangene Registrierungen

waren jeweils für ungültig erklärt worden.

Obwohl Leiter von Hauskirchen in der Nähe der iranischen

Grenze auch von Muslimen bedroht werden, geht

die hauptsächliche Verfolgung von der Regierung aus.

Die offizielle Abkürzung für den Geheimdienst in Aserbaidschan

lautet zwar SSR, aber die meisten Christen

nennen ihn den KGB. Für sie handelt es sich im Grunde

LÄnderbericht

um die gleiche Organisation, die schon in der Sowjetunion

operierte.

ein christ berichtet

„Wir treffen uns immer in unserer Wohnung im vierten

Stock. Wir versuchen zu singen, aber nicht zu laut.

Eines Tages klopfte die Polizei an unsere Tür. Ich habe

sie nicht hereingelassen. 20 Tage später wurde ich zu

ihnen ins Büro gerufen. Ein KGB Offizier, der für das

Religionskomitee arbeitet, brachte mich zu seinem Chef

– einem Oberst, dekoriert mit lauter Sternen.

Der sagte: ‚Wieso erzählen Sie den Leuten von Jesus?

Warum machen Sie das?‘

Ich sagte zu ihm: ‚Wissen Sie, bevor ich Christ wurde,

war ich ein Drogenabhängiger. Jesus hat mich von

meiner Sucht freigemacht.‘ Der Oberst sagte: ‚Hören Sie

auf ‘, und ließ mich hinausbringen.

Auf meinem Weg nach draußen redete ich mit dem

Offizier über Jesus. Ich glaube nicht, dass es im Leben

eines Christen Zufälle gibt. Ich glaube, dass Gott über

alles, was in meinem Leben passiert, die Kontrolle

hat. Zwei Tage nach diesem Vorfall teilten wir unseren

Hauskreis in drei Gruppen mit jeweils sieben Leuten. Es

sind neue Gläubige dazu gekommen. Einer von ihnen

wurde aus seiner Wohnung geschmissen. Er stand um

zwei Uhr nachts im Schlafanzug vor meiner Tür. Wir

haben ihm geholfen.“

Wir möchten Sie bitten: Denken Sie im Gebet an unsere

Geschwister in Aserbaidschan! Möge Gott ihnen Mut

geben, an seiner Wahrheit festzuhalten – und Licht für

ihre Mitmenschen zu sein.

Viele Christen

müssen illegal in

ihren Häusern

Gottesdienst feiern

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geistLiches Wort

Sein Leben für Jesus riskieren

von somALiA

Alethia Stendal

S„Sein Leben für Jesus riskieren?“ – das soll wohl ein

Witz sein! Jesus nachzufolgen ist kein Risiko. Es ist

das Beste, das wir jemals tun können. Es ist das

Sicherste, das wir jemals tun können. Denn selbst, wenn

wir unser Leben für ihn verlieren, so sagt Jesus, werden

wir es am Ende gewinnen. Den Leuten, die denken, dass

es ein Risiko sei, Jesus nachzufolgen, sage ich: Es ist eher

ein Risiko, sein eigenes Leben zu leben und Jesus NICHT

nachzufolgen. Denn diese Welt wird nicht für immer

bestehen.

Jesus nachzufolgen ist kein risiko.

Wie anmaßend ist es, zu denken, dass man sein Leben für

Jesus riskiert – wenn doch Jesus derjenige war, der sein

Leben für uns gegeben hat. Was für ein großes Vorrecht

ist es, ihm nachfolgen zu können!

Denen, die glauben, dass ein Leben mit Jesus Christus

nur Schmerzen, Leid und keine Freude bedeutet, möchte

ich Folgendes sagen: Es gibt keine größere Freude als die,

die in ihm zu finden ist. Ihn zu kennen, seine Stimme zu

hören und zu wissen, dass er sich über einen freut –

das ist das Größte. Warten wir nicht darauf, bis ein

fabelhafter Pastor oder Seelsorger uns sagt, dass Gott mit

uns zufrieden ist. Der Herr selbst wird es uns zur rechten

Zeit ohne jeden Zweifel deutlich machen – unabhängig

von den Umständen.

Was für ein Privileg, ihm

nachfolgen zu dürfen.

Jesus sagte zu seinen Jüngern, dass sie leiden und sterben

müssen, wenn sie ihm nachfolgen. Aber er sagte ihnen

auch: „… seid guten Mutes, ich habe die Welt

überwunden (Johannes 16,33).“ Ja, sie sind ins Gefängnis

gekommen, sie wurden gefoltert. Aber: Sie haben im

Gefängnis gesungen (Apostelgeschichte 16,25) und

Stephanus hatte das Gesicht eines Engels, bevor er starb

(Apostelgeschichte 6,15). Richard Wurmbrand berichtete

aus den 14 Jahren, die er im Gefängnis verbringen

musste: „Alle Stürme in meinem Herzen waren gestillt

worden. Ich achtete nicht auf den Kommunismus,

ich habe ihn nicht einmal mehr wahrgenommen. Ich

befand mich in den Armen meines himmlischen

Bräutigams.“ Die größte Freude kommt aus Gottes Hand.

Das Leben kommt aus seiner Hand … und er kann

überall gegenwärtig sein.

Ja, es verursacht Schmerzen, Jesus nachzufolgen. Aber

das liegt daran, dass er uns verändern will. Gott will das

sündige Ich in uns töten, und dieser Prozess ist nicht

immer angenehm. Doch die Freude, die es mit sich

bringt, wenn wir vollständig ihm gehören, ist nach

menschlichem Ermessen unfassbar.

Selbst wenn wir ihm den Rücken kehren, so wird er sich

niemals von uns abwenden. Auch wenn wir untreu sind

– Gott bleibt uns treu. Vielleicht sehnen wir uns nach ihm

und warten darauf, dass er zurückkehrt. Er sehnt sich

umso mehr nach uns und möchte, dass wir zu ihm

zurückkehren. Was für ein großes Vorrecht ist es doch, in

den Händen Gottes, unseres Schöpfers, zu sein. Was für

ein Privileg, ihm nachfolgen zu dürfen!

Alethia Stendal, 25, aus Kolumbien. Sie evangelisiert unter

den bewaffneten Truppen der FARC-Guerilla, die unter

anderem Pastoren töten und Christen verfolgen.

Alethia Stendal


die Apostel

simon und Judas

Gedenktag 28. Oktober

† unbekannt

Die wohl unbekanntesten

Apostel sind Simon und Judas.

Im 13. Kapitel des Matthäusevangeliums

heißt es: „Jesus kam in

seine Vaterstadt und lehrte sie in

ihrer Synagoge, sodass sie sich

entsetzten und fragten: Woher

hat dieser solche Weisheit und

solche Taten? Ist er nicht der

Sohn des Zimmermanns? Heißt

nicht seine Mutter Maria und

seine Brüder Jakobus und Josef

und Simon und Judas?“ Nach

einer altkirchlichen Überlieferung

könnten hier die Apostel

Simon und Judas gemeint sein,

die somit Jesu Brüder wären.

Simon trägt den Beinamen

Zelotes, der „Eiferer“. Diese

Bezeichnung bezieht sich

wahrscheinlich nicht auf seinen

besonderen Eifer. Er könnte vor

seiner Berufung zum Apostel

der nationalistischen Partei der

Zeloten angehört haben, die

Israel von der Römerherrschaft

befreien wollten. Judas hat den

Beinamen Thaddäus und Lebbäus.

Von ihm stammt möglicherweise

der Judasbrief im Neuen

Testament.

In welchem Land Simon das

Evangelium verkündigte, lässt

sich nicht mehr mit Sicherheit

feststellen. Vom Apostel

Judas wird berichtet, dass er in

Palästina, Arabien, Syrien und

Mesopotamien wirkte.

Der Legende nach erlitten beide

in Persien den Märtyrertod.

Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK) – Hilfe für verfolgte Christen

imPressUm

„Kümmert euch um alle, die wegen ihres Glaubens gefangen sind. Sorgt für sie wie für euch selbst.

Steht den Christen bei, die verhört und misshandelt werden.“ (Hb. 13,3)

Seit 1969 ist die HMK die Stimme für verfolgte Christen in aller Welt. Wir helfen, lieben und ermutigen in

Wort und Tat und erleben Gottes Segen.

Helfen: Wir helfen Christen, die aufgrund ihres Bekenntnisses unter akuter Verfolgung und ihren Folgen

leiden. Wir engagieren uns – in enger Zusammenarbeit mit einheimischen Partnern – sowohl im Bereich

der Soforthilfe als auch im Wiederaufbau.

Lieben: Wir unterstützen Christen, die durch tätige Nächstenliebe ihre Mitmenschen und sogar ihre

Verfolger zum Glauben an Jesus Christus einladen.

Ermutigen: Wir ermutigen verfolgte Christen, indem wir ihnen eine Stimme geben und ihre Berichte

veröffentlichen. Es ist uns ein Anliegen, dass Menschen in der „westlichen Welt“ erfahren, wie sie helfen

können. Wir sind davon überzeugt, dass Leben und Zeugnis verfolgter Christen unseren persönlichen

Glauben herausfordern und stärken.

Auf Basis des Apostolischen Glaubensbekenntnisses unterstützt die HMK Christen verschiedener Konfessionen.

Die HMK ist internationaler Partner von Voice of the Martyrs (VOM) und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft

Evangelikaler Missionen (AEM). Weltweit arbeitet die HMK im Verband der International Christian

Association (ICA), dem Zusammenschluss aller von Pfarrer Richard Wurmbrand gegründeten Hilfswerke.

Die HMK finanziert sich ausschließlich durch Spenden. Sollten für ein Projekt mehr Spenden eingehen als

benötigt, fließt dieses Geld ähnlichen satzungsgemäßen Zwecken innerhalb der HMK zu. Der Verein erhält

weder öffentliche Fördergelder noch sonstige Drittmittel. Als gemeinnütziger Verein unterliegt

die HMK der Prüfung durch das zuständige Finanzamt. Darüber hinaus betraut der Vorstand regelmäßig

einen unabhängigen Wirtschaftsprüfer mit der Prüfung des Jahresabschlusses, der ein entsprechendes

Testat ausstellt. Außerdem unterzieht sich die HMK der umfangreichen Prüfung durch das Deutsche

Zentralinstitut für Soziale Fragen (DZI). Aufgrund der positiven Bewertung ist die HMK mit dem DZI-

Spendensiegel ausgezeichnet worden und gilt als „geprüft und empfohlen“. Die HMK ist Mitglied im

Deutschen Spendenrat.

Missionsleiter: Pastor Manfred Müller

Vorstand: Kirchenrat Dr. Rolf Sauerzapf

(Vorsitzender), Ernest Ahlfeld, Andy Dipper.

Impressum

Herausgeber:

Hilfsaktion Märtyrerkirche (HMK) e.V.

Tüfinger Straße 3

D - 88690 Uhldingen-Mühlhofen

Tel: +49 7556 9211-0

Fax: +49 7556 9211-40

Berliner Büro:

Oderstr. 27

D - 10247 Berlin

Tel: +49 30 29000829

Fax: +49 30 29776275

info@verfolgte-christen.org

www.verfolgte-christen.org

www.facebook.com/HilfeFuerVerfolgteChristen

www.twitter.com/HMK_Deutschland

Redaktion:

Teresa Maaß

stimme@verfolgte-christen.org

Weitere Autoren:

Manfred Müller

Dr. Rolf Sauerzapf

Alethia Stendal

Internet-Redaktion:

Teresa Maaß

t.maass@verfolgte-christen.org

Quellen:

CIA World Factbook, ODN,

Middle East Concern, idea, Titelbild: HMK

Mitglied im:

Erscheinungsdaten:

Ausgabe Nr. 10/2012, 44. Jahrgang

Erscheinungsweise: monatlich

Auflage: 15.700 Stück

Gestaltungskonzeption und Corporate Design:

Gute Botschafter GmbH

Brüsseler Str. 94

50672 Köln

Detailgestaltung und Satz:

JoussenKarliczek GmbH

In der alten Lederfabrik

Weilerstraße 6

73614 Schorndorf

Druck:

EnKa-Druck GmbH

Großbeerenstraße 2

12107 Berlin

Geprüft von:

Banken:

Deutschland: Sparkasse Salem-Heiligenberg

BLZ 690 517 25; Konto 20 31 417

IBAN: DE27 6905 1725 0002 0314 17

SWIFT-BIC: SOLADES1SAL

Österreich: Erste Bank der österreichischen Sparkassen

BLZ 20 111; Konto 50 56 01 90

Schweiz: Schaffhauser Kantonalbank

BLZ 782; Konto 781.686-1 101

Erscheinungstermin der nächsten Stimme der Märtyrer:

30. Oktober 2012

11


dennoch gLAUben

Roy Pontoh

Der 15-jährige Indonesier hatte gerade an einer Bibel-Freizeit

teilgenommen. Nun wartete er mit den anderen Kindern

und Jugendlichen auf die Busse, die sie nach Hause bringen

sollten. Sie lachten und waren glücklich, als sie plötzlich in

einiger Entfernung laute Rufe hörten. Schnell versteckten

sie sich vor dem herannahenden Mob wütender Muslime.

Doch die Muslime entdeckten einige der Teenager, so auch

Roy. Sie stellten ihn vor die Menge und drohten: „Sage dich

von deinem Jesus los, oder wir töten dich!“

Zitternd vor Angst antwortete der Junge: „Ich bin ein Soldat

Jesu!“

Der erste Hieb mit der Machete traf seine Bibel, die er vor

sich hielt. Zerfleddert fiel sie ihm aus der Hand. Der zweite

Hieb schlitzte ihm den Bauch auf. Sein letztes Wort lautete

„Jesus“.

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