arche noVa aktuell 2012 - arche noVa e.V.

arche.nova.org

arche noVa aktuell 2012 - arche noVa e.V.

arche noVa aktuell

2012

AFRIKA | S.4

ÄTHIOPIEN

So viel Wasser

wie möglich

AFRIKA | S.6

KENIA

Ein Sanddamm

gegen die Dürre

ASIEN | S.12

MYANMAR

Für den Ernstfall

gerüstet sein

ASIEN | S.18

PAKISTAN

Wasserversorgung

im Flutgebiet

ASIEN | S.20

SYRIEN

Hilfsgüter für

Flüchtlinge

weltweit. engagiert. direkt.

Das Gute Geschenk

BRUNNEN

AKTIEN

S. 14


2012

AFRIKA

LATEINAMERIKA

ASIEN

WELTWÄRTS

BILDUNGSARBEIT

20 JAHRE arche noVa

AKTIV WERDEN

arche noVa BRUNNENAKTIEN

IMPRESSUM

Athiopien 1 S.4

Syrien 1 S.20

Kenia 1 S.6

Geschäftsführender Vorstand: Sven Seifert

Redaktion: Sylvia Koban, Meike John

Konzept & Design: Sylvia Koban, Christine Holzmann

Layout & Satz: Christine Holzmann

Photonachweis: © 2012 arche noVa e.V.

Druck: Saxoprint GmbH

arche noVa e.V.

Humanitäre Hilfe + Entwicklungszusammenarbeit

Entwicklungspolitische Bildung + Freiwilligendienst

ÄTHIOPIEN Wassersysteme in der Danakil-Wüste

KENIA Ein Sanddamm für Trinkwasser und mehr Ertrag

in der Landwirtschaft

HAITI Wasserkomitees übernehmen die Aktivitäten

JAPAN Psychosoziale Betreuung und Berufsperspektiven

MYANMAR Katastrophenvorsorge als bester Hilfsansatz

SRI LANKA Letzte Aktivitäten im ehemaligen Tsunami- und

Bürgerkriegsgebiet

PAKISTAN Wasser- und Sanitärsysteme im Flutgebiet

SYRIEN Hilfsgüterverteilung für Flüchtlinge

Verstehen, dass Lernen gegenseitig ist

»Eine Welt = Deine Welt« –

Grenzübergreifend, bibliophil und gefragter denn je

Gemeinsam viel erreicht ...

... gemeinsam weiter machen!

Das Gute Geschenk

Myanmar 1 S.12

weltwarts 1 S.22

arche noVa - Initiative für Menschen in Not e.V.

Weißeritzstraße 3 | 01067 Dresden

Tel.: 0351 / 481 984 0 | Fax: 0351 / 481 984 70

www.arche-nova.org | info@arche-nova.org

Spendenkonto: 3573500

Bank für Sozialwirtschaft | BLZ 850 205 00

Pakistan 1 S.18

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Bildungsarbeit 1 S.23

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,

liebe Unterstützerinnen und Unter-

stützer von arche noVa,

die große humanitäre Katastrophe in Syrien hat uns 2012

dahin zurückgeführt, wo unsere Organisationsgeschichte

begann. Im Nordirak und im Grenzgebiet der Türkei organisieren

wir Hilfsgüter für syrische Flüchtlingsfamilien.

So wie 20 Jahre zuvor, als wir Nothilfe in Irakisch-Kurdistan

leisteten, steht arche noVa auch heute denjenigen

zur Seite, die unverschuldet in Not geraten sind. Neben

der Not- und Wiederaufbauhilfe führen wir immer mehr Projekte in der Entwicklungszusammenarbeit

durch, bauen unser Freiwilligen-Entsendungsprogramm aus und erweitern stetig unsere

entwicklungspolitische Bildungsarbeit in Deutschland. Unser Fokus ist dabei stets die Umsetzung

des Menschenrechtes auf eine angemessene Wasser und Sanitärversorgung.

Unlängst verkündeten die Vereinten Nationen, dass das Milleniumsentwicklungsziel zur Trinkwasserversorgung

bereits erfüllt sei. Die Zahl der Menschen, die ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser

leben müssen, hat sich seit dem Jahre 2000 halbiert. Doch noch immer ist für 10 Prozent der Menschen

die Wasserversorgung unzulänglich, unsicher und gesundheitsgefährdend. Wir sprechen dabei von

780 Millionen Menschen, für die das Thema eine existentielle Frage bleibt! Und über 2,5 Mrd. Menschen

haben immer noch keinen Zugang zu einer sicheren Sanitärversorgung. Während sich die Lage

in vielen asiatischen Ländern verbessert hat, sieht es vor allem in großen Teilen Afrikas nach wie vor

sehr problematisch aus. Deshalb haben wir 2012 unsere Aktivitäten südlich der Sahara ausgebaut.

In diesem Heft können Sie nachlesen, was wir in Äthiopien und Kenia unternommen haben. In beiden

Regionen konnten unsere Projekte dazu beitragen, eine nachhaltige Trinkwasserversorgung aufzubauen

und so die Nahrungsmittelsicherheit zu verbessern. Weitere Wasser- und Sanitärprojekte in

Uganda und in Burkino Faso sind in Planung.

Es geht nicht um abhängig machende sondern um nachhaltige Hilfe zur Selbsthilfe, die im besten Fall

auch die Katastrophenvorsorge einschließt, wie etwa in unseren Projekten in Myanmar und Pakistan.

Unser Ansatz zur Umsetzung des Menschenrechts auf Wasser umfasst deshalb nicht nur technische

Lösungen, sondern auch alle sich daraus ergebenden Entwicklungschancen. Deshalb stehen für arche

noVa die Menschen und die lokalen Initiativen vor Ort im Mittelpunkt. In diesem Jahr konnten wir unser

Netzwerk mit afrikanischen Nichtregierungsorganisationen verstärkt ausbauen. Unsere dazu geschaffene

Koordinationsstelle mit Sitz in Nairobi garantiert eine gute Planung und Kontrolle und bie-

tet den Projektpartnern technisches Know-how und internationale Vernetzung. Gemeinsam mit der

lokalen Bevölkerung entwickeln wir Selbsthilfestrukturen, die sowohl bei der Planung und Umsetzung

unserer Projekte beteiligt werden, als auch deren Fortsetzung übernehmen.

2013 hat die UNESCO zum Internationalen Jahr der Zusammenarbeit im Bereich Wasser erklärt. Wir

wollen dazu unseren Beitrag leisten und bitten Sie deshalb um Ihre Unterstützung, damit noch mehr

Menschen in unseren Projektgebieten eine Perspektive erhalten.

Ihr Sven Seifert

Geschäftsführender Vorstand

und Auslandsprogrammleiter


Äthiopien

Wassersysteme in der Danakil-Wüste

Im Sommer 2011 wurde Ostafrika von einer

schweren Dürre getroffen. Nach Angaben der

Vereinten Nationen waren mehr als 12 Millionen

Menschen betroffen. arche noVa entschied sich

entsprechend der langjährigen Projekterfahrung

im ländlichen Bereich für einen Hilfseinsatz in der

Danakil-Wüste Äthiopiens. Hier litt das Afar-Nomadenvolk

unter der extremen Wasserknappheit.

2012 folgten dem Nothilfeeinsatz Maßnahmen

zur nachhaltigen Verbesserung der Wasserversorgung.

Dabei konzentrierte sich arche noVa auf

den Bau von Regenwasser-Sammelsystemen.

Bau eines Regenwasser-Rückhalteteichs

Zunächst wurde der Bau eines Regenrückhalteteiches

realisiert. Dazu wurde ein Sanddamm

errichtet, der ein Fassungsvermögen von 5.000

Kubikmetern besitzt und die Wasserversorgung

für circa 5.600 Menschen (900 Haushalte) und

deren Viehherden gewährleistet. In dem Teich

wird einerseits das in der Regenzeit gespeicherte

Wasser über Versickerungsprozesse langsam

dem Grundwasser zugeführt, so dass sich dessen

Spiegel im Laufe der Zeit erhöht. Andererseits

können die Bewohner aus dem Umkreis das gespeicherte

Wasser direkt entnehmen. Bei maximalem

Füllstand wird dort genügend Wasser gespeichert,

um die Familien und ihr Vieh für etwa

drei Monate zu versorgen.

Bau von Regenwasser-Speicherbecken (Birkut)

Auf Kamelen transportieren die Afar-

Nomaden ihre Habseeligkeiten.

gewisse Kontinuität, die sich nicht zuletzt auch

positiv auf ihre Schulbildung auswirkt.

Rehabilitierung von Brunnen

Zusätzlich zu den Speichersystemen haben wir die

Rehabilitierung von neun bereits vorhandenen,

aber nicht mehr funktionstüchtigen Tiefbrunnen

durchgeführt. Die Brunnen wurden gereinigt,

schadhafte Stellen im Beton repariert und neue

Pumpen installiert.

Gründung und Stärkung der Wasserkomitees

In allen 14 Gemeinden, in denen Wassersysteme

errichtet wurden, wurden Wasserkomitees

gegründet. Die Dorfbewohner haben dafür

Komitee-Mitglieder (jeweils vier Frauen und drei

Männer) gewählt. In Trainings wurden die War-

tung der Systeme, allgemeine administrative Aufgaben

und Grundlagen des Rechnungswesens besprochen.

Darüber hinaus wurde jeweils ein Fonds

gegründet, in den die Nutzer der

Anlagen einen monatlichen Minimalbeitrag

einzahlen, um künftige

Wartungsarbeiten finanzieren zu

können.

Hygieneaufklärungskampagnen

Begleitend zu den Bauaktivitäten

fanden Hygieneaufklärungen statt.

20 Mitarbeiter vom Gesundheitsteam

der lokalen Partnerorganisation

führten Schulungen an jedem

der Projektstandorte durch. Dabei

wurden über 16.500 Personen erreicht.

_________________________________

Projektpartner: Afar Pastoralist Development Association

(APDA)

Förderer: Aktion Deutschland Hilft, Hermann Sewerin

GmbH, Münchener Rückversicherungs-

Gesellschaft AG, ZF Friedrichshafen AG,

Spender/-innen

Hinter dem Brunnen erstreckt sich die

Danakil-Wuste: einer der hei esten bewohnten

Orte auf der Erde.

4

Eine langfristige Verbesserung der Wasserversorgung

gewährleisten auch die drei während des

Projekts errichteten Birkuts. Diese unterirdisch gemauerten

Zisternen haben eine Gesamtkapazität

von 270.000 Litern, von denen etwa 7.400 Menschen

profitieren. Das Wasser ist vor allem für alte

und schwache Menschen und Kinder bestimmt,

die der Tradition entsprechend in Dürreperioden

besonders abgesichert werden. Die Afar-Stämme

leben nomadisch und ziehen mit ihren Herden

zu immer neuem Weideland, während Teile der

Familie bei einer sicheren Wasserquelle zurückbleiben.

Das schafft vor allem für die Kindern eine

Die Afar-Nomaden und ihre Tiere steuern regelmäßig den neuen

Regenwasserrückhalteteich an, den arche noVa errichtet hat. Hier

füllen sie ihre Wasservorräte auf.

Spendenstichwort:

5

Ein Grund zur Freude: das Wasser

aus einem der rehabilitierten Brunnen

...

Der Sanddamm wahrend

der Bauphase

Wasser für Afrika


Kenia

Ein Sanddamm für Trinkwasser und

mehr Ertrag in der Landwirtschaft

Kenia gilt hierzulande als Traumurlaubsziel. Doch

neben Strand und Safari-Abenteuer für die Touristen

leben viele Kenianer in Regionen, wo die

Lebensgrundlagen alles andere als sicher sind.

Zu den Gebieten, die mit extremen Wetterbedingungen

zu kämpfen haben, zählt der Distrikt

Makueni in der Provinz Eastern Kenia. Hier ist das

Klima die meiste Zeit des Jahres heiß und trocken.

In der Regel können die Menschen deshalb nur

sehr begrenzt landwirtschaftlichen Nutzen von

ihren Feldern ziehen. Im Zuge des Klimawandels

verschärft sich ihre Situation zusätzlich, denn der

Rückgang des Jahresniederschlags in den letzten

Jahren führte dazu, dass die Bauern oft nicht

einmal mehr ihren Eigenbedarf sichern können.

Offiziell gilt der Distrikt Makueni als Nahrungsmittel-Defizit-Region.

„Trotzdem sind hier nur

wenige Hilfsorganisationen aktiv, die ihre Aktivitäten

ganz überwiegend auf die Verteilung von

Nahrungsmitteln beschränken, was keine langfristige

Lösung der Probleme darstellt“, erläutert

Mathias Anderson, Koordinator der Afrika-Projekte

von arche noVa.

Bau eines angepassten Sanddammes

Das erste Teilprojekt, das mit dem lokalen Kooperationspartner

African Sand Dam Foundation

(ASDF) realisiert wurde, ist der Bau eines Sand-

Eimer fur Eimer wird der Sand

auf der Baustelle transportiert.

Mitten im Flussbett entsteht eine

Betonmauer als Herzstuck des Sanddammes.

damms im Kreis Mtito Andei. Er ermöglicht den

Gemeinden Ndivuni and Nzwii, das Regenwasser

aufzufangen und den Grundwasserspiegel in

ihrem Gebiet zu stabilisieren. Rund 3.600 Bewohnern

steht nunmehr das ganze Jahr über ausreichend

Trinkwasser und Wasser für ihre Landwirtschaft

zur Verfügung.

Ein Flussbett, das nicht ganzjährig Wasser führt,

war Grundvoraussetzung für den Bau des Sanddammes.

Mit relativ geringem Aufwand konnte

das Grundgestein freigelegt und dort der Damm

mit einer Betonmauer verankert werden. Sie

wurde gestuft, um mit verschieden starken Fluten

fertig werden zu können. Der Hauptzweck besteht

darin, abfließendes Regenwasser, dort wo

es am meisten gebraucht wird, zurückzuhalten

und zu speichern.

Im Laufe von drei Regenzeiten wird sich vor dem

Damm, flussaufwärts eine flache Sandebene

bilden, die als Speichermedium dient und verhindert,

dass das Wasser wie bei einem herkömmlichen

Stausee verdunstet. Weiterhin verbessert

der Sand die Wasserqualität, indem er das Wasser

filtert, das an der Unterseite des Dammes abgezapft

wird. Nicht zuletzt reichert das gespeicherte

Wasser die lokale Süßwasserlinse an, so

dass bereits existierende Brunnen in der näheren

Umgebung das ganze Jahr über Wasser führen.

Landwirtschaftliche Schulungen

geführt. Dabei geht es um effiziente Methoden

in der Landwirtschaft und um die Erosionsbekämpfung

sowie um Aufforstung. Das Wasserprojekt

leistet so einen wichtigen Beitrag zur

allgemeinen Nahrungsmittelsicherung und zur

Armutsbekämpfung. Die Steigerung der landwirtschaftlichen

Erträge über die Absicherung

des Eigenbedarfs hinaus wird den Bauern die

Perspektive eröffnen, durch den Verkauf ihrer

Produkte ihre Einkommenssituation zu verbessern.

______________________________________________

Projektpartner: African Sand Dam Foundation (ASDF)

Förderer: Aktion Deutschland Hilft, Hermann Sewerin GmbH,

Spender/ -innen

Die Bauern hoffen mit dem Wasser

auf mehr Ertrage in ihrer Landwirtschaft.

Konzentration und Einsatz sind

beim Bauen gefragt.

6

Im Zuge des Projektes werden zusätzlich zu den

Baumaßnahmen begleitende Schulungen durch-

Auf der Baustelle arbeiten alle

mit. arche noVa und die lokale

Partner-organisation binden die

lokale Bevölkerung von Anfang

an in das Projekt ein.

Spendenstichwort:

7

Wasser für Afrika


Haiti

Wasserkomitees übernehmen

die Aktivitäten

2010 erschütterte eine schwere Serie von

Erdbeben den Karibikstaat Haiti. 80 Prozent

aller Gebäude überstanden die Erdstöße

nicht. Unter den Trümmern starben bis zu

220.000 Menschen. Am 22. Oktober 2010

wurde der erste Cholerafall gemeldet. Die

Krankheit breitete sich rasant im Land aus,

an der über 300.000 erkrankten und weitere

4.500 Menschen starben. Mit dem Ziel sauberes

Trinkwasser für die Betroffenen des

Erdbebens bereit zu stellen, wurden unmittelbar

nach der Katastrophe sechs Mitarbeiter arche

noVas mit zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen

nach Haiti geschickt. Diese versorgten in der

ersten Zeit nach der Katastrophe die Betroffenen

mit mehr als 12.000 Litern Trinkwasser pro Tag.

Individuell angepasste Wasserversorgung

Während sich ein Großteil der Hilfsorganisationen

auf dicht besiedelte urbane Zonen

konzentriert hatte, entschied arche noVa bewusst,

an kleinen und entlegenen Orten nachhaltige

Versorgungssysteme zu errichten. Zu den

Lösungen gehören je nach individueller Situation

vor Ort: Brunnen, Quelleinfassungen, Regenwasserspeicher,

Hand- oder Solarpumpen, Leitungs-

und Speichersysteme sowie

Entnahmestellen. Da die

Grundwasserqualität Haitis

in der Regel sehr schlecht

ist und das Wasser eine

hohe Kontaminierung

aufweist, wurden an den

meisten Orten, an denen

Wasserversorgungssysteme

gebaut wurden,

zusätzlich Trinkwasseraufbereitungsanlagen

installiert. Die insgesamt

Ein Mitarbeiter von arche noVa

notiert die wichtigsten Stichpunkte

wahrend einer Schulung.

Wasserkomitees selbst gewartet und gereinigt

werden.

Wasserkommittees sorgen für Nachhaltigkeit

Die Wasserkommittees wurden intensiv für ihre

Aufgaben geschult und in ihrer ersten Zeit bei

der selbstständigen Verwaltung begleitet. Der

Betrieb der Anlage und deren regelmäßige Wartung

sind jedoch nicht ihre einzigen Aufgaben.

Auch Hygieneaufklärung und andere relevante

Themen rund um das Wasser werden mit abgedeckt.

An mehreren Orten wurden von den Komitees

bereits die Dorfgemeinschaften mobilisiert

und die Beseitigung von Unrat im Bereich der

Quellgebiete und andere Aktionen organisiert.

Sanitärversorgung, Hygiene, Gesundheitsvorsorge

theoretischen Zusammen hänge so anschaulich

wie möglich“, berichtet Sarah Kräß nach einer

Projektreise im Sommer über den Standort in

einem Vorort von Petit Goâve. „Besonders aber

freut mich, dass unser Standort regelrecht zum

sozialen Treffpunkt geworden ist. Die Menschen

holen ihr Trinkwasser und waschen ihre Wäsche,

sie tauschen dabei Neuigkeiten aus, treffen Verabredungen

und die Kinder kommen zum Planschen

und Spielen.“

__________________________________________

Förderer: Aktion Deutschland Hilft,

Spender/-innen

Ein weiteres Augenmerk

lag auf dem Bau von

Sanitäranlagen und der

Aufklärungsarbeit. Zahl-

19 einfachen, aber sehr

reiche Workshops, Ausbildung

von Freiwilligen und

Sensibilisierungskampagnen

in Schulen und Dorfgemeinden

konnten erfolgreich

durchgeführt werden.

„Wir legen dabei immer

großen Wert darauf, nicht

wie Oberlehrer aufzutreten.

effizienten Filtrationssys-

Auf Augenhöhe vermitteln

8

teme können von den eigens

dafür gegründeten

unser Team und viele geschulte

Ehrenamtliche die

Auf dem Kopf balanciert dieses Mädchen in

Petit Guinée das Trinkwasser nach Hause.

9

Die Mitglieder des Wasserkomitees

lernen technisches Fachwissen, Grundkenntnisse

in Buchfuhrung und Methoden

der Selbstorganisation.

An der Wasseranlage, die arche

noVa errichtet hat, kann dieses

Madchen sicher sein, dass die

Trinkwasserqualitat einwandfrei ist.


Japan

Psychosoziale Betreuung

und Berufsperspektiven

Seitdem im März 2011 ein schweres Erdbeben

mit folgendem Tsunami Japan erschütterte,

lastet ein enormer Druck auf der einheimischen

Bevölkerung. Die meisten Opfer zogen zwar

aus den Evakuierungszentren in temporäre Fertighaussiedlungen,

können aber durch fehlende

Einkommensquellen ihren Lebensunterhalt

kaum finanzieren. Auch wurden Gemeinde- und

Familienstrukturen durch eine zum Teil zufällige

Verteilung in die neuen Wohngebiete auseinandergerissen.

Vor allem alleinstehende und arme

Menschen vereinsamen und leiden häufig an Depressionen.

Auch gestaltet sich die medizinische

Versorgung weiterhin sehr schwierig.

Einrichtung eines Communityzentrums

In der Stadt Kesennuma, eine Küstenstadt im

Norden der Präfektur Miyagi, sind die Zerstörungen

durch den Tsunami sehr gross. Mehr als ein

Viertel der Stadt wurde vom Tsunami weggespült,

darunter auch große Teile des Stadtzentrums.

1.500 Menschen wurden in Kesennuma durch die

Katastrophe getötet worden oder gelten als vermisst.

Inzwischen wurde der meiste Müll beseitigt,

Stadt und Privatinitiativen arbeiten wieder

und planen intensiv den Wiederaufbau.

Einweihungsfeier des Community-

Zentrums in Kesennuma.

Unweit der Fertighaussiedlungen hat arche noVa

in Zusammenarbeit mit der lokalen Partnerorganisation

Todoketai ein Community-Zentrum mit

Geschäften, Restaurants und einem großen Zelt

für Veranstaltungen gebaut. Verkauft werden

hier vor allem Produkte aus der Region. Mit den

ein bis zwei Mal im Monat stattfindenden Events

wie Seminaren, Konzerten oder Verkaufsaktionen

sollen die Bewohner aus ihrer Einsamkeit

gelockt werden. Durch das Kennenlernen ihrer

neuen Nachbarn und die Möglichkeit, sich auszutauschen

und somit eine Gemeinschaft aufzubauen,

erfolgt eine indirekte psychosoziale Nachsorge.

Gleichzeitig werden Ausbildungsplätze in

den Restaurants und den Geschäften geschaffen.

Therapeutische Gesundheitsversorgung

In der Gemeinde Ishinomaki sind soziale Dienste

und eine Basisgesundheitsversorgung, vor allem

für die ältere Bevölkerung, dringend notwendig.

Noch existierende Kliniken sind vollkommen

überlastet. Einfachste Dinge, wie die fehlende

Versicherungskarte, werden zum Problem für

die Menschen, die eine Behandlung beim Arzt

brauchen. In den fernab gebauten Fertighaussiedlungen

ist die Kommunikation schwierig. Vor allem

die Gesundheitsüberwachung und -betreuung

für ältere Bewohner ist mangelhaft.

Fertighaussiedlungen, in dem regelmäßig Massagen

älteren Menschen verabreicht werden.

Abgesehen von der Verbesserung des Wohlbefindens

und der allgemeinen Gesundheit kann

dadurch eine kontinuierliche Betreuung und

Beobachtung des Zustandes der Bewohner ermöglicht

werden, so dass im Ernstfall rechtzeitig

eine weitere medizinische Versorgung erfolgen

kann.

______________________________________________

Projektpartner: Network Orange, Dolphin Dream, Todoketai

Förderer: Aktion Deutschland Hilft, Spender/-innen

Von der Ausbildung junger Frauen zu

Masseurinnen profitieren viele altere

Menschen.

Im Projekt mit der Partnerorganisation „Dolphin

Dream“ werden 20 Frauen als Masseurin ausge-

Buntes Treiben am neuen Community-Zentrum in Kesennuma,

bildet und die erste Zeit in ihre Selbstständigkeit

dessen Bau arche noVa und die lokale Partnerorganisation in-

10

begleitet. Neben der theoretischen Ausbildung

leisten die Frauen ihren praktischen Teil in den

itiiert hat. Die Restaurants, Geschäfte und Veranstaltungsräume

sind zentraler Treffpunkt für alle, die sich in ihrer stark zerstörten

Heimatstadt neu orientieren müssen.

11

Eng und provisorisch wirken viele der

Fertighaussiedlungen, die im japanischen

Tsunami-Gebiet entstanden sind.

...


Myanmar

Katastrophenvorsorge als bester Hilfsansatz

Myanmar erlebte 2008 einen Zyklon, der mehr

als 100.000 Todesopfer forderte. In dem damals

betroffenen Irrawaddy

Delta im Südwesten des

Landes erarbeitet arche

noVa mit 10 Gemeinden

ein Katastrophenmanagement

und führt

Evakuierungstrainings

durch. Da, wo das nächste

Telefon mehr als eine

Stunde entfernt ist, nehmen

die Dorfbewohner

nun ihre Katastrophenvorsorge

selbst in die Hand.

„Für uns unvorstellbar: In

Notfällen müssen die Menschen

aus den entlegenen

und schwer erreichbaren

Dörfern der Ahmar Region

eine Stunde mit dem Boot zum nächsten Festnetzanschluss

fahren. Im Falle eines herannahenden

Zyklons können sie von den Behörden weder informiert

werden, noch können sie mit schneller

Hilfe von außen rechnen“, schildert Projektreferentin

Yvonne Stephan die Situation im Projektgebiet.

„search & rescue”-Training. Dies ist eine wichtige

Teilkomponente des gesamten Programms, bei

dem weitere Vorsorgemaßnahmen

umgesetzt

werden, so zum Beispiel

der Bau von Notwassertanks

für eine Trinkwasserversorgung.

Die Komitees sorgen

dafür, dass die Anfälligkeit

für Katastrophen

deutlich zurückgeht

und leisten so einen

großen Beitrag zur

Dorfentwicklung insgesamt.

Denn die vorbeugenden

Maßnahmen

retten im Ernstfall nicht

nur Leben, sondern verringern

auch Schäden

an den Behausungen, der Infrastruktur und die

Gefahren für die wirtschaftliche Existenzgrundlage

der Bewohner. Oft geht es dabei um Kleinigkeiten

mit großer Wirkung, so zum Beispiel, wenn

Werkzeuge und Vieh davor geschützt werden im

Überschwemmungsfall weggespült zu werden.

Das Überqueren von uberfluteten

Stellen will geubt sein.

Überschwemmungen gefährdeten Region,

Katastrophenkomitees ausbilden und auf den

Ernstfall vorbereiten. Damit leistet arche noVa

einen Beitrag zum weltweiten Einsatz für mehr

Katastrophenvorsorge. Nach Angaben des

Auswärtigen Amtes haben sich in den vergangenen

zwanzig Jahren die Naturkatastrophen

von etwa 200 auf mehr als 400 pro Jahr verdoppelt;

allein in den Jahren 2008 bis 2011

sind etwa 500.000 Menschen extremen Naturereignissen

wie Erdbeben, Überschwemmungen,

Wirbelstürmen und Tsunamis zum

Opfer gefallen.

_______________________________________

Projektpartner: Sopyay Myanmar Development Organization

(SMDO)

Förderer: Aktion Deutschland Hilft, Spender/-innen

Katastrophenkomitees proben Ernstfall

Seit 2009 konnte arche noVa bereits in 55 Dörfern

des Irrawady Deltas, einer besonders stark

von Zyklonen und

Umso wichtiger ist es, diesen Dörfern und seinen

Bewohnern Wissen zur Katastrophenvorsorge

zu vermitteln, um im Falle einer Naturkatastrophe

selbst schnell genug reagieren zu können

und Mensch und Leben zu retten. Die von arche

noVa ausgebildeten Katastrophenkomitees erproben

den Ernstfall. Zusammen mit den Dorfbewohnern

werden Evakuierungsübungen

12

durchgeführt, wie es der von ihnen selbst erarbeitete

Katastrophenschutzplan vorsieht. Denn

die Schäden, die der Zyklon Nargis 2008 hinterließ,

wollen sie nicht wieder erleben müssen.

Im Rahmen des arche noVa-Projektes erhalten

die zehn Dorfkomitees gemeinsam mit der

lokalen Feuerwehrbehörde ein ausführliches

Spendenstichwort:

13

Die Manner errichten gemeinsam

einen Unterschlupf, so wie er im Falle

einer Katastrophe gebraucht wird.

Ein einfaches Gestänge aus Bambus und eine Plane

bilden einen ersten Zufluchtsort, den die Katastrophenvorsorgekomitees

errichten. Deshalb ist es

gut, wenn die Handgriffe für den Aufbau geübt

werden und jeder weiß, wofür er im Ernstfall

zuständig ist.

Myanmar

In Workshops werden Evakuierungsplane

erarbeitet, Rettungswege festgelegt

und die Notversorgung vorbereitet.


100 €

arche noVa

BRUNNENAKTIE

arche noVa

BRUNNENAKTIE

Das Gute Geschenk

arche noVa-Brunnenaktien

Denken Sie auch manchmal, was soll ich bloß schenken? Ein Buch, einfach Blumen

oder doch eine Vase …? Schenken Sie einfach mal Wasser! Die künstlerisch

gestalteten Brunnenaktien-Zertifikate sind nicht nur eine schöne Geschenk-

Idee, über Ihr Gutes Geschenk freuen sich auch die, die unsere Unterstützung

am meisten brauchen.

BRUNNENAKTIE

Du kannst der Welt das Wasser reichen!

Name des Aktionärs

Sven Seifert

Geschäftsführender Vostand und

Leiter Auslandsprogramme

Yvonne Stephan

Ehrenamtlicher Vorstand und

Referentin Auslandsprogramme

Der Erwerb dieser Brunnenaktie stellt eine Spende dar und ist als Sonderausgabe steuerlich abzugsfähig.

Durch den Freistellungsbescheid des Finanzamtes Dresden St.-Nr.: 201/140/07804 ist arche noVa − Initiative

für Menschen in Not e.V. als Körperschaft anerkannt, die ausschließlich und unmittelbar steuerbegünstigten,

mildtätigen und gemeinnützigen Zwecken im Sinne §§ 51 ff. A.O. dient.

© arche noVa e.V.

Motiv: EINSPÜLBRUNNEN

Betrag: 100 €

Serien-Nr.:

AKT

arche noVa · BRUNNENAKTIE · arc

Va Va

Seit 1992 leistet arche noVa e.V. weltweit Katastrophenhilfe

und sorgt für sauberes Wasser. Der

Wert der Brunnenaktie kommt als Spende den

satzungsgemäßen gemeinnützigen Zwecken von

arche noVa e.V. zugute.

Die Afar-Nomaden steuern regelmassig den neuen

Regenwasserruckhalteteich an, den arche noVa errichtet

hat. Hier fullen sie ihre Wasservorrate auf.

RUN

V

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Was sind Brunnenaktien wert?

25 €

50 €

100 €

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›› ein Haushaltsfilter, damit eine Familie zwei Jahre lang ihr

Trinkwasser reinigen kann

›› ein Hygienepaket für eine Flüchtlingsfamilie für drei Monate

›› ein Pumpbrunnen, zur Trinkwasserversorgung einer Familie

100 €

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14 15

arche noVa

BRUNNENAKTIE


Sri Lanka

Letzte Aktivitäten im ehemaligen

Tsunami- und Bürgerkriegsgebiet

Nach knapp acht Jahren beendet arche noVa in

diesem Sommer das Engagement in Sri Lanka. Es

war der bisher größte Ländereinsatz in unserer

20-jährigen Vereinsgeschichte. Begonnen hatte

alles mit einem schnellen Katastropheneinsatz

unmittelbar nach der Tsunamiwelle im Dezember

2004. Entlang der Küste im Osten der Insel

reinigte unser Team zahlreiche unbrauchbar gewordene

Brunnen und baute neue. Die Tsunamihilfe

im Norden und Osten des Landes dauerte

bis ins Jahr 2006. In den Jahren 2007 bis 2009

führte uns die Bürgerkriegssituation in die Flüchtlingslager

im Osten und Norden des Landes, wo

wir dezentrale Wasserversorgungssysteme inklusive

Pumpen installierten. Seit 2010 galt unsere

Hilfe den aus den Flüchtlingslagern in ihre ursprünglichen

Lebensregionen zurückkehrenden

Menschen.

Erfolgreiche Bilanz nach 8 Jahren

Insgesamt kann arche noVa eine positive Bilanz

ziehen. Seit Beginn der Aktivitäten von arche

noVa konnten mehr als 180.000 Menschen in den

Bereichen Wasser, Sanitär und Hygiene versorgt

werden. Heute herrscht zwar Frieden in Sri Lanka

und die Menschen sind in ihre Dörfer zurückgekehrt,

aber die Region gehört noch immer zu

den ärmsten und den am wenigsten

entwickelten Gebieten. Gerade im

Bereich der Wasserversorgung war

die Infrastruktur an vielen Orten zerstört

und insgesamt mehr als ungenügend.

Hinzu kommen die klimatischen

Verschiebungen der Monsunzeiten,

unter denen die Menschen besonders

leiden, da die langen Hitzeperioden

die Brunnen oft gänzlich austrocknen.

Letztes Teilprojekt

In Vellavely entsteht das Fundament

fur die Tanks und die Filter der

Trinkwasseraufbereitungsanlage.

in enger Zusammenarbeit mit der Bevölkerung

von 30 Dörfern mit etwa 17.500 Bewohnern

eine Verbesserung der Trinkwasserversorgung

in den jährlichen Trockenzeiten zu erreichen.

Die Maßnahmen reichten von Brunnenbau, Bau

von Wasserspeichersystemen, Wasser- und Sanitärversorgungssystemen

an Schulen bis hin zur

Installation von zwei Trinkwasser-Aufbereitungsanlagen.

Das Kürzel PIWASHRA steht für Participatory

Improvement of Water, Sanitation and

Hygiene in Resettlement Areas und steht für das

gemeinsame Mitwirken aller Projektbeteiligten

an der Umsetzung. Durch die direkte Beteiligung

der Bevölkerung an Projektvorbereitung, Baudurchführung

und Entwicklung von Strukturen,

die letztlich den späteren Betrieb und Wartung

der Anlagen gewährleisten, konnte gezielt auf

die Bedürfnisse und Bedarfe der Bevölkerung

eingegangen werden. Es fand stets ein Wissenstransfer

über die Bautechniken ins Dorf statt,

Eigentumsgefühl wurde gestärkt und eine partizipativ

gewachsene Komiteestruktur wurde aufgebaut.

Für die Komitees wurden Finanzmodelle

entwickelt, um die langfristige Funktion der Anlagen

zu ermöglichen und sie unabhängiger von

staatlicher Versorgung zu machen. Begleitet wurden

die Maßnahmen von Schulungen der Freiwilligenkomitees

und Hygieneaufklärung der Dorfbevölkerung

sowie Schülerinnen und Schüler.

_____________________________________________

Projektpartner: Community Resource Development

Organisation (CRDO)

Förderer: Bundesministerium für Wirtschaft

und Zusammenarbeit (BMZ),

Help e.V. , Spender/-innen

16

Das vorerst letzte Teilprojekt erstreckte

sich über zwei Jahre und trug den Titel

PIWASHRA. Ziel des Projektes war es,

17

Die Kinder freuen sich uber die

Wasserquelle, die ihre Schule versorgt.

Die Membranfiltersysteme funktionieren

ohne zusatzliche Stromzufuhr -

wartungsfreundlich und langlebig.

Alle zusammen setzen einen unterirdischen

Behalter in die Erde.

Mit vereinten Kräften wird der obere Wasserbehälter

für das Versorgungssystem in Karavetty an

seinen Platz gehievt. Durch die hohe Lagerung

entsteht ausreichend Wasserdruck, damit die Filtersysteme

arbeiten können.


Pakistan

Wasser- und Sanitärsysteme im Flutgebiet

Ende August 2011 verursachten starke Regenfälle

heftige Überschwemmungen in Pakistan. Zu den

am stärksten betroffenen Gebieten zählte die

Provinz Sindh am Unterlauf des Indus im Süden

des Landes. Hunderttausende mussten, wie bereits

im Jahr zuvor, fliehen und waren auf Hilfe

angewiesen. Unser Projektgebiet in den Distrikten

Mirpur Khas und Badin wurde für mehrere

Monate bis zu drei Meter hoch überflutet. Häuser

wurden zerstört, Ernten vernichtet. Nahezu alle

Trinkwassersysteme und Sanitäranlagen wurden

unbrauchbar. Als andernorts die Felder schon

wieder bestellt werden konnten, floss hier immer

noch Wasser, da die Lehmschicht der Böden das

Versickern verhinderte. Zurück blieb eine Kruste

aus Mineralsalzen. Für die Menschen vor Ort bedeutete

dies, dass sie nur noch schwer an sicheres

Trinkwasser gelangten und ihre Agrarflächen extrem

beschädigt wurden.

Angepasste Wasserversorgung

In den betroffenen Gebieten führte arche noVa

2012 Wasserversorgungs- und Sanitär-Aktivitäten

in 19 Projektgemeinden durch. Dabei standen

alle Arbeiten unter dem Thema „Disaster Risk Reduction“.

Die in diesem Sinne entwickelte Bauform

der Anlagen gewährleistet die Sicherheit

und Nutzungsmöglichkeit auch bei zukünftigen

Überflutungen. Dies wurde durch das Anschütten

der Bodenniveaus für die gebauten Anlagen

auf etwa 30 Zentimeter über dem höchsten

bisherigen Flutniveau erreicht. Jedes Dorf bekam

eine den Bedingungen vor Ort angepasste Wasserversorgung,

die teilweise aus weiter Entfernung

das seltene „süße“ Trinkwasser ins Dorf

fördert. Die Trinkwassersysteme wurden durch

öffentliche, überdachte Wäschewaschplätze mit

eigener Brauchwasserhandpumpe ergänzt.

gelegten Küchengärten. Für die Entwässerung

der Latrinen wurden eigene Septictanks gebaut.

Die kombinierten Sanitär- und Waschräume hatten

sich bereits in unseren Vorprojekten sehr bewährt

und stehen nunmehr über 700 Menschen

im ehemaligen Flutgebiet zur Verfügung.

Hygienemaßnahmen

Des Weiteren führten wir über 90 Hygiene Schulungen

für Frauen, Männer und Kinder durch.

Im Zuge der Veranstaltungen verteilten wir an

710 Familien Hygiene Kits und 490 sogenannte

WASH NFI Kits, mit einer Grundausstattung an

Körperhygieneartikeln, Reinigungsmitteln und

Wasserbehältern für die Familien. Hinzu kamen

120 Schüler Hygiene Kits. Ein großes Augenmerk

legte unser Team auf das Training der

Bevölkerung bezüglich Hygiene, Gesundheitsvorsorge,

Nutzung und Wartung der Latrinen

sowie Katastrophenvorsorge. Gezielt wurden die

lokalen Strukturen durch die Bildung, das Training

und die Vernetzung von Dorforganisationen

gestärkt. Die gegründeten und geförderten Komitees

werden sich in Zukunft um den Betrieb

Lokale Mitarbeiter des arche noVa-

Teams verputzen das neue Gebaude

fur die Sanitar- und Waschgelegenheiten.

und die Wartung der Anlagen

kümmern, aber auch weitere

Entwicklungsschritte für ihre

Gemeinden organisieren. Sie

sichern damit die Nachhaltigkeit

unseres Projektes.

_____________________________

Projektpartner: action medeor e.V.,

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Förderer: Aktion Deutschland Hilft, Stadtentwässerung

Dresden GmbH, Spender/-innen

In traditionellen Gefa en bringen

die Menschen das Trinkwasser vom

neuen Brunnen nach Hause.

Die beteiligten Menschen

treffen sich bei einer Veranstaltung

von arche noVa.

18

Für 111 Familienverbunde errichtete arche noVa

Latrinen mit integriertem Waschraum und dazugehöriger

Handpumpe für das Spül- und

Waschwasser. Das beim Duschen und Waschen

abfließende Grauwasser wird dabei weiter genutzt,

beispielsweise zur Bewässerung der an-

Die Kinder haben sich am neuen Brunnen getroffen. Dahinter wurde das Gebäude

für die Sanitär- und Waschkombination auf einem extra dafür aufgeschütteten

Hügel errichtet, damit die Anlage auch künftigen Fluten standhalten kann.

Spendenstichwort: 19

Pakistan


Syrien

Hilfsgüterverteilung für Flüchtlinge

Vor den Augen der Weltöffentlichkeit spielt sich

2012 in Syrien ein gewaltsam ausgetragener

politischer Konflikt ab, dessen Lösung nicht in

Sicht ist. Darunter leidet eine ganze Region vor allem

aber die zivile Bevölkerung des Landes selbst.

Im Oktober wird die Zahl der hilfsbedürftigen

Syrer auf 2,5 Millionen geschätzt. 1,3 Millionen

Menschen befinden sich innerhalb der Landesgrenzen

auf der Flucht. Hunderttausende haben

sich in die Nachbarländer geflüchtet. arche noVa

wurde deshalb Ende Oktober mit zwei Hilfs-Projekten

diesseits und jenseits der syrischen Grenze

aktiv.

Hilfe für Flüchtlinge in der Türkei

Der Strom von Hilfesuchenden in den Süd-

westen der Türkei nimmt täglich zu. Mehr als

20.000 syrische Flüchtlinge befinden sich im Oktober

in den Distrikten Hatay, Kilis, Gaziantep und

Sanliurfa und sind auf Hilfe angewiesen. Viele

kommen bei Verwandten oder Bekannten unter,

doch die Mehrzahl lebt in notdürftigen Zelten.

Der nahende Winter verschärft die Lage zunehmend.

Besonders hart trifft diese Situation Familien, die

sich aus politischen und persönlichen Gründen

nicht in den offiziellen Flüchtlingslagern registrieren

lassen können. arche noVa verteilte zunächst

Sven Seifert ladt Medikamente und

weitere Hilfsguter auf einen Lastwagen,

der Richtung Syrien fahrt.

gemeinsam mit der türkischen Hilfsorganisation

Hayata Destek / Support to Life Lebensmittelpakete,

Hygienesets und Haushaltsgegenstände an

200 Familien in den Provinzen Hatay und Kilis.

Damit können die ca. 1.200 Betroffenen knapp 6

Wochen überleben. Zusätzlich erhalten sie Decken

um sich vor der einbrechenden Kälte zu schützen.

Das Projekt läuft noch bis Dezember 2012.

Hilfsgüterverteilung für Binnenflüchtlinge

Dramatisch ist die Lage in Syrien selbst. Allein in

der Grenzregion zum Nordirak lebten im Oktober

schätzungsweise 300.000 Binnenflüchtlinge,

die dringend auf Hilfe angewiesen sind. „Kaum

eine Familie verfügt mehr über ein Einkommen

und trotzdem versorgen viele von ihnen in ihrem

Haus noch Flüchtlinge aus den umkämpften

Landesteilen. Auf den Winter sind sie nicht vorbereitet.

Ihre Lage verschlechtert sich mehr und

mehr, weil das Land keine eigenen Ressourcen

mehr hat“, beschreibt geschäftsführender Vorstand

und Auslandsprogrammkoordinator Sven

Seifert die Lage vor Ort. arche noVa ging als eine

der wenigen internationalen Hilfsorganisationen

mit einem Projekt nach Syrien und wurde mit Hilfe

von lokalen Strukturen direkt im Land selbst aktiv.

Strukturen wurden die Lebensmittel und Hygieneartikel

von Freiwilligen an 600 Familien (etwa

3.600 Menschen) in Syrien verteilt. Außerdem wurden

die gespendeten Medikamente an zwei Volksapotheken

im Projektgebiet übergeben.

______________________________________________

Projektpartner: Hayata Destek / Support to Life (Istanbul)

Förderer: Auswärtiges Amt (Maßnahmen in der Türkei), Aktion

Deutschland Hilft, arche noVa Nothilfefonds, Spender/-innen

Vom Nordirak aus organisierten Mitarbeiter von

arche noVa eine Hilfsgüterlieferung für die Menschen

im Norden Syriens. Für die Verteilung hatte

das Deutsches Medikamentenhilfswerk action medeor

e.V. arche noVa Medikamente und medizinische

Hilfsgüter zur Verfügung gestellt. Andere

...

20

Hilfsgüter besorgte das Team vor Ort und organisierte

den Transport nach Nordsyrien. Über lokale

Spendenstichwort:

21

Hygieneartikel gehoren zu den Dingen,

die die Fluchtlinge am dringendsten

benotigen.

Im türkischen Projektgebiet an der

syrischen Grenze sind die geflohenen

syrischen Familien in Sicherheit.

Ihren Lebensunterhalt können

sie in der kargen Region jedoch

nicht selber bestreiten. Sie sind auf

Hilfe angewiesen.

Syrien

Mit einfachsten Mitteln haben die

Fluchtlinge in der Turkei Notunterkunfte

errichtet.

Dieses Madchen ist mir ihrer Familie vor

den militarischen Auseinandersetzungen aus

Syrien geflohen.


»weltwärts«

Verstehen, dass Lernen gegenseitig ist

arche noVa entsendet seit 2009 junge Freiwillige

mit „weltwärts“ − aktuell nach Mexiko und

Uganda. Die Erfahrung zeigt: beim entwicklungspolitischen

Freiwilligendienst des BMZ geht es

weniger darum, Menschen in den Ländern des

Südens zu „helfen“, sondern viel mehr mit ihnen

in einen Austausch zu treten und voneinander zu

lernen. Darauf werden die zukünftigen Freiwilligen

in den Begleitseminaren von arche noVa

gezielt vorbereitet. Gelerntes kann nach der

Rückkehr mit dem arche noVa-Bildungsprojekt

„Eine Welt = Deine Welt“ einen Beitrag zur Bewusstseinsbildung

in Deutschland leisten.

Freiwillige Justyna Ober mit Cristina

Gonzales Serna - Erfolg ist, wenn

beide profitieren.

Einsatzstellen 2012/13

»Eine Welt = Deine Welt«

Grenzübergreifend, bibliophil und gefragter denn je

175 Projekttage zum Globalen

Lernen hat das arche noVa-Bildungsteam

2012 durchgeführt. Damit ist

arche noVa einer der größten Anbieter

entwicklungspolitischer Bildung

in den neuen Bundesländern.

In Sachsen, Berlin und Brandenburg

setzen sich junge Menschen in spannenden interaktiven

Methoden mit dem großen Zukunftsthema

Globalisierung auseinander. So erfahren

Teilnehmer im „Fadenspiel“ von den Arbeitsbedingungen

in der Textilindustrie oder im Wasserpuzzle

wie viel „unsichtbares Wasser“ in unseren

Konsumprodukten steckt. Grundschulkinder erfahren

von der Wasseraufbereitung in der Savanne

Namibias und Azubis verfolgten den Weg

eines PC vom Rohstoffabbau bis zur Entsorgung

als Elektronikschrott.

Auf der Spur des "unsichtbaren Wassers"

- wie viel Wasser versteckt sich

in unseren Konsumprodukten?

Eine polnisch-deutsche Zusammenarbeit im Bildungsbereich

startete mit der Hilfsorganisation

Polska Akcja Humanitarna (PAH). Unter dem Motto

„Nachbarschaft für Globale Nachhaltigkeit"

wurden 20 junge Menschen aus Deutschland und

Polen zu Multiplikator/-innen für Globales Lernen

ausgebildet – für beide Seiten ein gelungener

Auftakt für weitere Kooperationen.

__________________________________________________

Förderer: BMZ, Evangelischer Ent-wicklungsdienst, Stiftung

Nord-Süd-Brücken, Katholi-scher Fonds, Landeshaupsstadt Dresden,

Freistaat Sachsen, Land Berlin - Landesstelle für Entwicklungszusammenarbeit,

Deutsch-Polnisches Jugendwerk, Spender/-innen

Die Partnerorganisationen vor Ort wünschen sich

handfeste Unterstützung. arche noVa legt daher

Wert auf eine besonders gründliche Auswahl

der Freiwilligen in Bezug auf deren Kompetenzen.

Nur so kann „weltwärts“ für alle Beteiligten

ein erfolgreiches Programm sein. In den Einsatz

gehen junge Menschen, die bereits ein Studium

abgeschlossen haben oder praktische berufliche

Erfahrungen mitbringen. 2012 wurden daher

gezielt von uns Berufsschulabgänger/-innen angesprochen

und entsprechende Stellen geschaffen.

MEXIKO:

Frauenförderung: Eine Freiwillige unterstützt

die „Casa de Apoyo a la Mujer“

(Haus zur Unterstützung von Frauen) in

Palenque/Chiapas bei der Arbeit in den Bereichen

Gesundheit, Bildung, Menschenrechte

und Umwelt.

Bau von Komposttoiletten und Haushaltswasserfiltern:

zwei Freiwillige unterstützen

Projekte zur nachhaltigen Entwicklung der

Organisation Amextra in Armenvierteln

der Stadt Tutitlan/Distrio de Méxiko.

Landwirtschaft: zwei Freiwillige bei den

Organisationen Amextra und Heifer un-

Steckbrief

„Eine Welt = Deine Welt”

ZIEL: Vor dem Hintergrund der Nord-Süd-

Beziehungen junge Menschen mit Themen

des Globalen Lernens vertraut zu machen;

"global denken - lokal handeln" heißt dabei

die Devise.

ZIELGRUPPEN: Schüler/-innen von Klasse

3 bis 12, Azubis, Jugendgruppen, Lehrer/-

„[Freiwillige] lernen … [zu] verstehen, dass es

auf dieser Welt keine absoluten Wahrheiten

gibt, sondern dass diese kontinuierlich konstruterstützen

Projekte zur Förderung Nachhaltiger

Landwirtschaft und Ernährungssicherung

in Chiapas.

innen und Multiplikator/-innen

ANGEBOT: Projekttage – ab 3 Stunden Dauer

bis zu einer Projektwoche, ganztägige

iert werden müssen. Diese Erkenntnis ist sicher- UGANDA:

Planspiele, Fortbildungen

lich einer der größten Reichtümer, die sie bei

der Arbeit in den Gemeinden lernen. Die andere

große Herausforderung ist zu verstehen, dass

Frauenförderung: Eine Freiwillige unterstützt

die Organisation Katosi Women Developement

Trust bei der Organisations-

THEMEN: Wasser, Globalisierung, Humanitäre

Hilfe, Ernährung, Soziales Miteinander

das Lernen gegenseitig ist. Es ist sehr viel, was

die jungen Freiwilligen den Gemeinden geben

können. Aber es ist ebenso bedeutsam, was die

Freiwilligen an Gelerntem mit nach Deutschland

nehmen.“

Cristina Gonzalez Serna, Geschäftsführerin von Casa de

Apoyo a la Mujer (CAM) in Chiapas/ Mexiko

entwicklung für lokale Frauengruppen am

Victoriasee.

Hygiene: Eine Freiwillige führt an Schulen

Hygienekurse durch und fördert die Verbreitung

von Langsamsandfiltern zur Trinkwasserreinigung

am Victoriasee.

Auch für Erwachsene hatte das Projekt 2012 viel

zu bieten: Die Veranstaltungen der Reihe „Blaues

Gold“ in den Städtischen Bibliotheken Dresdens

beschäftigten sich mit globalen Aspekten von

KONDITIONEN: überall in Sachsen,

Berlin und Brandenburg durchführbar,

interaktiv, lehrplankompatibel, fächerübergreifend,

altersgerecht, geringe Teilnahmegebühren

22

aus „Ein Gewinn für beide Seiten. weltwärts-Freiwillige bei

der Organisation CAM in Chiapas/Mexiko“, Stiftung Nord-

Süd-Brücken, Jahresbericht 2011, S. 29

______________________________________________

www.arche-nova.org/weltwärts

Spendenstichwort:

weltwärts

Wasser und begeisterten das Stammpublikum

der Stadtteilbibliotheken Gorbitz, Südvorstadt

und Klotzsche sowie Besucher der Hauptbibliothek.

Spendenstichwort:

Eine Welt = Deine Welt

23


Gemeinsam viel erreicht ...

20 Jahre arche noVa

z.B. Sri Lanka

4.000 Brunnen

nach Tsunami wieder instand gesetzt bzw.

neu gebaut

Rizwana Bibi

Kaipur, Pakistan

M. Shintuja

Batticaloa, Sri Lanka

weltweit

1,2 Millionen

Menschen

mit sauberem Trinkwasser

versorgt

hier in Deutschland mit

mehr als 800 Projekttagen über

13.000

Schüler/-innen

für globale Themen

sensibilisiert

z.B. Bosnien, Kroatien, Serbien, Kosovo

150 Tonnen Hilfsgüter

in Krisengebiete transportiert

z.B. Haiti

21 Trinkwasseraufbereitungsanlagen

nach Erdbeben installiert

"Ich bin mir nicht sicher, ob es den Toilettengeist wirklich

gibt. Bevor ich das neue Toilettenhauschen an unserer

Schule verlasse, wasche ich mir jetzt aber immer die

Hande. Sicher ist sicher. Das Hauschen haben wir im Hygieneunterricht

von arche noVa selbst bemalt. Darauf sind

wir, meine Freun-dinnen und ich, sehr stolz."

"Bevor arche noVa kam, mussten wir Frauen taglich 7 km laufen,

um unser Wasser zu holen. Jetzt habe ich mehr Zeit fur die

Aufgaben im Haus und fur meine Kinder. Ausserdem tun mir mein

Nacken und der Rucken nicht mehr so weh. Die Haare, die mir

durch den Druck der Wasserbehalter auf dem Kopf ausgefallen

sind, wachsen wieder nach."

58 Projekte in

33 Ländern

z.B. Pakistan

durchgeführt

60.000 Menschen

über wichtige Hygiene- und

Gesundheitsfragen aufgeklärt

z.B. Irak

Entwicklung, Bau und Verteilung von

5.000 Haushaltswasserfiltern

Marie-Flore Corioland

Faucher, Haiti

"Wir brauchen Wasser

um zu uberleben ... meine

Familie und unser Vieh.

Durch den Brunnen von

arche noVa haben wir

auch dann eine zuverlassige

Wasserquelle, wenn

andere Quellen langst

ausgetrocknet sind."

"Am Anfang war ich noch

skeptisch, jetzt weiss ich,

dass es funktioniert. Die

Wasserfilter, die arche

noVa entwickelt hat, sind

ein grosser Fortschritt. Sie

sind preisgunstig, wir haben

sie gemeinsam gebaut und

konnen sie selbst instand

halten."

z.B. Indonesien

Über 200 Sanitäranlagen

an Schulen errichtet

Random Dude

Erebti, Äthiopien

Djamila Ammar

Dijala, Irak

"Als Mitglied unseres Dorfentwicklungskomitees habe ich an mehre-

ren Trainings von arche noVa teilgenommen. Neben einer funktionierenden

Wasserversorgung haben wir einen weiteren Vorteil:

Durch die Trainings ist unser Komitee in der Lage, weitere

Entwicklungen und Fortschritte fur unsere Gemeinde anzustossen."

1992 brechen sechs junge Dresdner mit einem Überleben von Menschen zu sichern, die durch

jekte, die Einsatzgebiete wechselten, der An- Java nach einem Erdbeben Toiletten für Behin-

abenteuerlichen Hilfsgütertransport nach ira- Krisen, Kriege oder Naturkatastrophen ohne eiteil

humanitärer Hilfseinsätze nahm zu. Einem derte benötigt werden. Erfolgreiche Projekte bekisch

Kurdistan auf. Heute - 20 Jahre später - ist gene Schuld in Not geraten sind, und ihnen eine

ist arche noVa dabei stets treu geblieben: Undeuten für uns, dass die lokale Bevölkerung sie

arche noVa eine anerkannte, gemeinnützige Hilf- nachhaltige Perspektive zu geben.

serem Glauben daran, dass wir nur helfen kön- selber fortführen kann und wird.

sorganisation, die mehr als 50 Auslandsprojekte

nen, wenn wir die Empfänger der Hilfe bei der

in 31 Ländern verwirklichen konnte. Erfolg hatte Als Experte im Bereich Wasser-, Sanitär- und Hy-

Lösung ihrer Probleme einbeziehen – Hilfe zur arche noVa hat in 20 Jahren mehr erreicht, als sich

die Initiative, weil sich andere anstecken ließen - giene ist arche noVa ein gefragter Kooperations-

Selbsthilfe heißt dieses Prinzip. Im Mittelpunkt die Hand voll Engagierter 1992 hat träumen las-

vom Idealismus und der Motivation der Gründer. partner des Auswärtigen Amtes, des Bundes-

von arche noVa stehen die Menschen: Ob in Haiti sen. Unser Dank gilt allen, die mit ihren Spenden,

So wuchsen die Mitarbeiter und Unterstützer ministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit

nach dem Jahrhunderterdbeben sauberes Trink- ihrem Engagement und ihrer Unterstützung das

24

von arche noVa zu einer Gemeinschaft zusammen,

die eine gemeinsame Vision antreibt: Das

und Entwicklung und der Europäischen Union

geworden. Jahr für Jahr stieg die Zahl der Prowasser

gebraucht wird, ob in Myanmar Katastrophenvorsorgeteams

gegründet wurden, ob auf

Erreichte möglich gemacht haben und auch künftige

Projekte weiter zu ihrem Anliegen machen.

25


... gemeinsam weiter machen!

Aktiv werden bei arche noVa

Zur Finanzierung unserer Projekte können

wir Fördermittel bei institutionellen Geberorganisationen

beantragen (zum Beispiel bei der

Europäischen Union, den Vereinten Nationen

oder dem Auswärtigen Amt).

Um diese Fördermittel zu erhalten, müssen

wir einen Eigenanteil von 10 bis 20 Prozent

des Projektvolumens einbringen. Für

diesen Eigenanteil sind wir auf Ihre Unter-

Lebensfreude pur im arche noVa-Projektgebiet.

Fördern

Als arche noVa Fördermitglied unterstützen

Sie unser Engagement nachhaltig

und dauerhaft. Mit dem Beitrag

Ihrer Fördermitgliedschaft können wir

im Katastrophenfall umgehend reagieren.

Schon ab 5 Euro im Monat

können Sie dabei sein. Sie werden

regelmäßig über alle Projekte informiert

und zu allen Veranstaltungen eingeladen.

stützung angewiesen. Ihre Hilfe macht es

möglich, dass wir die Fördermittel beantragen

können. Gleichzeitig wird damit Ihr Beitrag

vervielfacht – und wir können gemeinsam

nicht nur ein Dorf, sondern eine ganze Region

mit ausreichend Wasser versorgen.

Ihr Engagement soll zu Ihnen passen, deshalb

entscheiden Sie selbst, wie Sie die Arbeit von

arche noVa unterstützen wollen.

Spenden

Spenden sind die wichtigste Quelle, aus der

wir unsere Arbeit finanzieren. Jede Spende

– und sei sie noch so klein – ermöglicht uns

mehr, wirksamere und langfristigere Hilfe zu

leisten.

Spenden, die Sie unabhängig von aktuellen

Katastrophen tätigen, ermöglichen uns,

schnell und ohne Zeitverlust dort tätig zu

werden, wo Hilfe dringend nötig ist – unabhängig

von Medienberichten und Katastrophenbildern.

Seife und Wasseraufbereitungsmittel, wie sie

arche noVa in Erebti, Äthiopien, verteilt hat,

arche noVa Mitarbeiterin Rose Marth betreut diese und

weitere Trinkwasseranlagen in Petit Guinée, Haiti.

Sammeln

Vielleicht möchten Sie auch lieber selbst

Spenden für arche noVa sammeln? Sie könnten

zum Beispiel zu Geburtstagen oder auf

Hochzeiten darum bitten, zu Gunsten von

arche noVa-Projekten auf Geschenke zu verzichten.

Oder einen Straßenflohmarkt oder

Kuchenbasar organisieren.

Es gibt so viele Möglichkeiten ... Wenden Sie

sich an uns, wir unterstützen Sie bei der Planung.

Brunnenaktien

Werden Sie zum „Aktionär” einer gemeinnützigen

Hilfsorganisation und erteilen Sie arche

noVa das Mandat, weltweit Brunnen zu bauen.

Als kleines Dankeschön erhalten Sie ein Spendenzertifikat

mit einem Motiv Ihrer Wahl.

Denken Sie auch manchmal, was soll ich bloß

schenken? Ein Buch, einfach Blumen oder doch

eine Vase …? Schenken Sie einfach mal Wasser!

Die künstlerisch gestalteten Brunnenaktien-

Zertifikate sind nicht nur eine schöne Geschenk-

Idee, über Ihr Gutes Geschenk freuen sich auch

die, die unsere Unterstützung am meisten

brauchen.

Baumaßnahmen zur Bohrung eines Tiefbrunnens in Pakistan

Werben

Sie können die Arbeit von arche noVa auch

anderweitig unterstützen – zum Beispiel, indem

Sie das arche noVa-Magazin verschenken

oder den arche noVa-Newsletter wei-

terempfehlen. Oder Sie legen unsere Flyer in

Ihrem Wartezimmer, in der Schule, der Kantine

oder im Hausflur aus. Veröffentlichen Sie

eine Freianzeige in Ihrem Kundenmagazin, im

Veranstaltungskalender oder auf der Speisekarte

– Sie wissen bestimmt besser als wir,

welche Werbeflächen Sie uns anbieten können

...

26 verhindern Infektionskrankheiten.

Kinder in Punjab, Pakistan

27


Herzlichen Dank allen Unterstützerinnen und Unterstützern!

Im Namen all der vielen Frauen, Männer und Kinder, denen in den Katastrophengebieten die kurz- und

langfristigen Projekte der arche noVa zugute kommen, danken wir unseren Spenderinnen und Spendern,

Kooperationspartnern sowie den Förderinstitutionen ganz herzlich!

Unser großer Dank gilt auch all den Menschen, die ehrenamtlich oder als Mitglieder aktiv mit- und zuarbeiten,

um die viele Arbeit in den unterschiedlichen Abteilungen zu bewältigen.

Vorbildlich

arche noVa trägt das Spendensiegel des deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI),

das für vorbildliche Transparenz und Effektivität bei der Verwendung von Spenden steht.

Der Anteil der Werbe- und Verwaltungsausgaben an den Gesamtausgaben ist nach DZI-

Maßstab „niedrig” („niedrig” = unter 10 %).

arche noVa ist Mitglied von:

arche noVa – Initiative für Menschen in Not e.V.

Weißeritzstraße 3

01067 Dresden

Tel.: 0351 / 481 984 0

Fax: 0351 / 481 984 70

info@arche-nova.org

www.arche-nova.org

Kontonummer: 3573500

BLZ 850 205 00 (Bank für Sozialwirtschaft)

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