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Fachinformationen zu aminoplus prostat - Kyberg Vital

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Information für Fachkreise<br />

Fortschritt durch Ernährungsmedizin<br />

<strong>prostat</strong>


Inhalt<br />

03<br />

04<br />

05<br />

06<br />

08<br />

10<br />

Die Prostata<br />

Die Erkrankungen der Prostata<br />

<strong>Vital</strong>stoffe bei einer gutartigen<br />

Prostata-Vergrößerung<br />

Aminosäuren bei gutartiger<br />

Prostata-Vergrößerung<br />

Vitamine und Spurenelemente<br />

bei Prostata-Erkrankungen<br />

Literatur<br />

Impressum:<br />

<strong>Kyberg</strong> <strong>Vital</strong> GmbH<br />

Keltenring 8<br />

82041 Oberhaching<br />

Tel.: (089) 61 38 09-20<br />

Fax: (089) 61 38 09-29<br />

Die Prostata<br />

Die heutigen Fortschritte in der Medizin führen <strong>zu</strong> einer Verlängerung<br />

der Lebenserwartung, wobei natürlich für beide Geschlechter<br />

mit <strong>zu</strong>nehmendem Alter Veränderungen auftreten. Der Alterungsprozess<br />

des Mannes führt <strong>zu</strong> einer gewissen Umgestaltung des Körpers.<br />

Neben morphologischen und endokrinen Veränderungen im Hoden,<br />

erfolgen auch Änderungen in der Spermiogenese, Spermiogramm<br />

und Samenzellfunktion, welche jedoch noch nicht genau geklärt sind<br />

[1]. Auch die Prostata ist von diesen alterungsbedingten Umformungen,<br />

welche schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten können, betroffen.<br />

Die Vergrößerung der Prostata in Form einer benignen Prostata-<br />

Vergrößerung tritt in einem Lebensabschnitt auf, der durch einen<br />

Abfall der Serumandrogene gekennzeichet ist. Den Veränderungen<br />

der Prostata liegt ein multifaktorielles Geschehen <strong>zu</strong>grunde [2].<br />

Hier<strong>zu</strong> zählen beispielsweise:<br />

Endokrine Faktoren (Steroid–/Proteinhormone)<br />

Lokale Faktoren (wirken auto-/parakrin zwischen Epithel und<br />

Stromazellen; Bspw. Insulin-like-Growth Factor IGF, Fibroblastenwachstumsfaktor<br />

FGF, epidermaler Wachstumsfaktor EGF<br />

Luminale Faktoren (Bspw. Zink, Kallikreine und Prostaglandin;<br />

primär wichtig für die Fertilität, führen sekundär aber<br />

<strong>zu</strong> Wachstumsproliferation der alternden Prostata).<br />

Genetische und exogene Faktoren (Bspw. Ernährung)<br />

Die gesunde Prostata Die vergrößerte Prostata<br />

info@kyberg-vital.de<br />

www.kyberg-vital.de<br />

2 Die Prostata 3


Die Erkrankungen der Prostata<br />

Prostatitis<br />

Bei der Prostatitis handelt es sich um eine bakterielle oder abakterielle<br />

Entzündung der Prostata. Eine akute Prostatitis kann besonders<br />

junge Männer mit hoher sexueller Aktivität treffen. Im höheren Lebensalter<br />

tritt eher eine chronische Prostatitis auf, häufig in Verbindung<br />

mit Harnblasenkathetern.<br />

Die Symptome können Pollaktisurie, Dysurie und Schmerzen beim<br />

Stuhlgang sein. Bei akuten Prostatitiden kann es auch <strong>zu</strong> Fieber und<br />

Schüttelfrost kommen. Die Therapie besteht in der Gabe eines Antibiotikums<br />

und muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.<br />

Prostata-Adenom<br />

Hierbei handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung des Prostatagewebes.<br />

Im allgemeinen ist das Prostat-Adenom eine Erkrankung<br />

ab der 5. Lebensdekade, kann aber auch schon früher auftreten. Diese<br />

Hyperplasie oder Gewebevergrößerung der Prostata verursacht<br />

eine Einengung der Harnröhre. Die Gründe dieser Vergrößerung sind<br />

noch nicht eindeutig geklärt, scheinen aber mit dem physiologisch<br />

bedingten Alterungsprozess (evtl. mit den Wechseljahren der Frau<br />

vergleichbar) in Verbindung <strong>zu</strong> stehen. Dabei scheint eine unmittelbare<br />

Verknüpfung mit der Hodenfunktion <strong>zu</strong> bestehen, nämlich mit<br />

der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron in der Prostata.<br />

Dieses Produkt wirkt wachstumsstimulierend auf die Prostata und<br />

wird durch das Hormon Östradiol, welches im Alter beim Mann noch<br />

<strong>zu</strong>sätzlich ansteigt, gefördert.<br />

Prostatakarzinom<br />

Leider handelt es sich beim Prostatakarzinom um einen häufigen<br />

Krebs im fortgeschrittenen Alter. Nur in 10 % der Fälle wird er in einem<br />

Stadium diagnostiziert, in dem der Tumor durch Operation oder<br />

Strahlentherapie geheilt werden kann. Somit ist eine Früherkennung<br />

der Erkrankung von Bedeutung.<br />

Beim Prostatakarzinom handelt es sich um eine maligne Proliferation<br />

der peripheren azinären Zellen der Prostata. Im frühen Stadium der<br />

Erkrankung sind die Patienten häufig symptomlos. Bei bereits größeren<br />

Tumoren kann es <strong>zu</strong> den gleichen Symptomen wie bei der Prostatahyperplasie<br />

kommen [3].<br />

Die genauen Ursachen des Prostatakrebses sind bis heute nicht geklärt.<br />

Jedoch scheint ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Prostatakrebs<br />

und dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron <strong>zu</strong><br />

bestehen, da bekannt ist, dass Eunuchen (Männern, denen die Hoden<br />

in der Pubertät entfernt wurden), nicht an Prostatakrebs erkranken.<br />

Die Ernährung scheint dabei auch eine Rolle <strong>zu</strong> spielen. Einige Studien<br />

sehen einen Zusammenhang zwischen einem reduzierten Risiko an<br />

Prostatakrebs <strong>zu</strong> erkranken und Supplementation von Selen und Vitamin<br />

E, doch ist die Literatur kontrovers, und weitere konkrete Untersuchungen<br />

sind angebracht [4].<br />

Die Therapie und Prognose beim Prostatakarzinom ist abhängig von<br />

der Stadieneinteilung und soll an dieser Stelle nicht weiter erläutert<br />

werden.<br />

<strong>Vital</strong>stoffe bei einer gutartigen Prostata-Vergrößerung<br />

Prostatakarzinom<br />

Teilweise Reduzierung der Prostata-Vergrößerung<br />

Verbesserung des Restharnvolumens, Nykturie,<br />

Verminderung des Harndranges, Verbesserung<br />

des Wasserlassens<br />

4 Die Erkrankung der Prostata<br />

<strong>Vital</strong>stoffe bei einer gutartigen Prostata-Vergrößerung 5<br />

Vitamin D<br />

Beeinflussung des Zellwachstums durch<br />

Rezeptorblockierung<br />

Zink<br />

Prostata<br />

Wichtiger Bestandteil von Metalloenzymen<br />

Glycin, Cystein, Glutamin | GSH<br />

Cystein limitierende Aminosäure – nötig für GSH-Bildung<br />

Tripeptid-Bestandteil von GSH, sehr wichtiges Antioxidans,<br />

niedrige GSH-Spiegel werden mit zahlreichen Erkrankungen<br />

in Verbindung gebracht<br />

Vitamin E<br />

Antioxidans, niedrige Spiegel werden mit erhöhtem<br />

Prostatakrebsrisiko in Verbindung gebracht<br />

Vitamin C<br />

Antioxidans, Radikalfänger in Körperflüssigkeiten,<br />

regeneriert Vitamin E, kann maligne Entartung von<br />

Zellen beeinflussen<br />

Selen<br />

Bestandteil von Glutathionperoxidase, höhere Selenspiegel<br />

korrelieren mit reduziertem Risiko an Prostatakrebs <strong>zu</strong><br />

erkranken<br />

Lycopin<br />

Sehr starkes Antioxidans. Möglicher direkter Effekt auf<br />

Prostata in Verbindung mit reduziertem Krebsrisiko;<br />

Reduzierung des PSA-Wertes mit ansteigenden Serum-<br />

Lycopinkonzentrationen.


Aminosäuren bei gutartiger Prostata-Vergrößerung<br />

Aminosäuren sind die Grundbausteine aller Proteine und somit<br />

allen Lebens. Sie erfüllen wichtige Aufgaben im menschlichen<br />

Körper, regulieren vielfältige Funktionen, wirken an verschiedenen<br />

Schaltstellen und werden als Co-Enzyme benötigt. Verschiedene<br />

Studien (ältere wie neuere) belegen einen positiven Einfluss<br />

bestimmter einzelner Aminosäuren oder Kombinationen<br />

verschiedener Aminosäuren auf die Begleiterscheinungen einer<br />

Prostatahyperplasie.<br />

L-Alanin<br />

Allgemein: Die Aminosäure Alanin gehört mit <strong>zu</strong> den am einfachsten<br />

aufgebauten Aminosäuren. Sie wird entweder mit der Nahrung <strong>zu</strong>geführt,<br />

oder entsteht im Körper bei Transaminierungsprozessen (Glutamat<br />

und Pyruvat). Alanin gilt als wesentlicher Transportstoff für Aminosäuren<br />

im Blutplasma und besitzt die Schlüsselfunktion als wichtigste<br />

glucogene Aminosäure.<br />

L-Alanin bei Prostata-Beschwerden<br />

In einer Studie mit 17 Patienten mit oder ohne Restharnbildung zeigte<br />

sich nach einer 2-wöchigen Behandlung mit einem Aminosäurengemisch<br />

bestehend aus L-Alanin, L-Glutaminsäure und Glycin eine Reduzierung<br />

des Restharnvolumens in 8/13 und der Dysurie in 14/17<br />

Patienten [5]. Signifikante Unterschiede im subjektiven Empfinden der<br />

Symptome der Prostata-Vergrößerung wurden in einer weiteren Patientengruppe<br />

mit der Kombinationsbehandlung von Alanin, Glycin und<br />

Glutaminsäure berichtet [6]. Eine Reduzierung der Prostata-Vergrößerung<br />

konnte jedoch palpatorisch nicht festgestellt werden.<br />

Die Aminosäure Alanin ist neben Glycin ein Bestandteil des Prostatasekretes,<br />

welches <strong>zu</strong>r Fortbewegung der Samenfäden dient. Möglicherweise<br />

dienen diese Aminosäuren als wichtige Bausteine, um eine effektive<br />

Funktion der Prostata <strong>zu</strong> gewährleisten (s. Glutamin und Glycin).<br />

L-Glutamin<br />

Allgemein: Glutamin gilt als eine der wichtigsten nicht essentiellen<br />

Aminosäuren. Es nimmt im Blutplasma etwa 20 % und im Skelettmuskel<br />

mehr als 60 % des gesamten freien Aminosäurenpools ein.<br />

Die molekularen Unterschiede zwischen Glutamin und Glutaminsäure<br />

liegen in der Säuregruppe, die bei Glutamin durch NH2 ersetzt ist.<br />

Dies bedeutet, dass Glutamin zwei Stickstoffanteile besitzt. Einer dieser<br />

beiden Stickstoffanteile stammt von Glutamat, einer Vorstufe von Glutamin,<br />

die andere von „freiem“ Stickstoff aus dem Blutstrom. Dieses<br />

stellt auch gleichzeitig eine der Aufgaben von Glutamin im Stoffwechsel<br />

als „Stickstoff-shuttle“ dar. Glutamin ist neben Glycin und Cystein<br />

an der Glutathionsynthese beteiligt. Glutamin fördert die Wundheilung,<br />

hat einen positiven Einfluss auf den Gastrointestinaltrakt, indem<br />

es immunstimulierend wirkt und als sogenanntes „gastrointestinales<br />

Benzin“ für das intestinale Epithel sowie für immunkompetente Zellen<br />

gilt [7].<br />

L-Glutamin bei Prostata-Beschwerden<br />

In einer Studie wurden eine Aminosäurenkombinationsbehandlung<br />

aus Glutaminsäure, Glycin und Alanin (ca 400mg, 3 x tägl. 2 Kaps. für<br />

2 Wochen) und eine Reduzierung des Präparates nach 2 Wochen auf 3<br />

x tägl. 1 Kapsel durchgeführt. Nach 3 Monaten zeigte sich, verglichen<br />

mit der Placebo-Kontrollgruppe, in 56 % eine Reduzierung der Nykturie<br />

(Kontrolle 11 %), in 66 % ein verminderter Harndrang (Kontrolle 15<br />

%), und in 50 % eine Verbesserung im Wasserlassen. Bei 11 % der<br />

Patienten verminderte sich die Prostata-Vergrößerung, bei 5 % nahm<br />

sie <strong>zu</strong> (Kontrolle 5 % bzw. 2.5 %) [8].<br />

Glycin<br />

Allgemein: Glycin ist die kleinste aller Aminosäuren und Bestandteil<br />

der Nukleinsäuren, Nukleotiden sowie von Hämoglobin und Cytochromen.<br />

In Kombination mit Glutamin und Cystein bildet es das wichtige<br />

körpereigene Antioxidans Glutathion.<br />

L-Cystein<br />

Allgemein: Cystein gehört <strong>zu</strong> den schwefelhaltigen Aminosäuren und<br />

kann im Körper aus Methionin gebildet werden. Weitere Quellen von<br />

Cystein entstammen aus dem Abbau von Nahrungsprotein und dem<br />

endogenen Proteinturnover. Schwefelhaltige Aminosäuren erfüllen<br />

wichtige Aufgaben bei Entgiftungsprozessen. Cystein schützt vor Strahlungsschäden<br />

und ist einer der besten Zerstörer freier Radikale, wobei<br />

es in Kombination mit Selen und Vitamin E am effektivsten wirkt [11].<br />

Cystein ist ebenfalls Bestandteil von Glutathion, wobei es als limitierender<br />

Faktor in der Glutathionsynthese gilt, da der erste Schritt im<br />

Glutathionaufbau die Verbindung von Cystein und Glutamat durch das<br />

Enzym g-Glutamyl-Cysteinyl-Synthetase darstellt [9].<br />

Glutathion aus L-Glutamin, L-Cystein und Glycin<br />

Allgemein: Glutathion, ein relativ kleines Molekül, kommt in allen lebenden<br />

Systemen vor. Reduziertes Glutathion, oftmals nur GSH (Glutathion)<br />

genannt, ist ein lineares Tripeptid, bestehend aus L-Glutamin,<br />

L-Cystein und Glycin. Die Hauptaufgabe des Glutathions liegt in seiner<br />

Funktion als Antioxidans. Charakteristisch für Glutathion ist sein starker<br />

elektronenabgebender Effekt. Hat das Molekül seine Elektronen<br />

abgegeben, ist das Molekül oxidiert. Zwei solcher oxidierten Moleküle<br />

werden über eine Disulfidbrücke miteinander verbunden, um Glutathiondisulfid<br />

oder oxidiertes Glutathion (GSSG) <strong>zu</strong> bilden. Über eine<br />

Reduktion ist diese Verbindung reversibel. Hierbei steht GSH unter<br />

enger intrazellulärer und extrazellulärer Stoffwechselkontrolle, wobei<br />

dadurch dieses dynamische Gleichgewicht zwischen GSH-Synthese,<br />

dem Recyclingprozess von GSSG bis <strong>zu</strong>r Wiederverwertung erhalten<br />

wird. Glutathion kommt sehr begrenzt in der Nahrung vor (weniger als<br />

150mg/d). GSH ist extrem wichtig für den Schutz der Zellen. Es spaltet<br />

direkt reaktive freie Wasserstoffradikale, Sauerstoffradikale sowie Radikalzentren<br />

an der DNA oder andere biochemische Moleküle. GSH ist<br />

ein essentieller Cofaktor für viele Enzyme, welche ein schwefelreduzierendes<br />

Equivalent besitzen. Es hilft die redoxsensitiven Bereiche von<br />

Enzymen in ihrer notwendigen reduzierten Form <strong>zu</strong> erhalten. Niedrige<br />

GSH-Spiegel werden mit einer Reihe von Erkrankungen in Zusammenhang<br />

gebracht (Bspw. mit HIV-Infektion, Leberzirrhose, verschiedenen<br />

Lungenerkrankungen, Morbus Crohn, vaskulären Erkrankungen).<br />

Der Alterungsprozess ist ebenfalls mit einem niedrigen GSH-Stoffwechsel<br />

assoziiert. Die Plasma GSH-Spiegel sinken, während die GSSG-Spiegel<br />

ansteigen. Einige begrenzte Daten lassen vermuten, dass höhere<br />

GSH-Spiegel mit einer verbesserten Gesundheit, auch unabhängig vom<br />

Alter, korrelieren [14].<br />

6 Aminosäuren bei gutartiger Prostata-Vergrößerung<br />

7


Vitamine und Spurenelemente<br />

bei Prostata-Erkrankungen<br />

Vitamin E<br />

Allgemein: Vitamin E ist hauptsächlich durch seine antioxidativen<br />

Eigenschaften in der Zellmembran bekannt, wo es einen protektiven<br />

Einfluss auf die Oxidation und Peroxidation der Membranphospholipide<br />

ausübt.<br />

Spezifisch: Studien haben gezeigt, dass ein möglicher Zusammenhang<br />

zwischen Vitamin E und Prostatakrebs und der Geschlechtshormon-Konzentration<br />

besteht, indem die Konzentration von<br />

α-Tocopherol im Serum signifikant mit dem Androstenedion- und Testosteronspiegel<br />

im Serum korrelierte. In tierexperimentellen Studien<br />

konnte durch α-Tocopherol eine Verlängerung der latenten Tumorentstehungsphase<br />

bei Epithelzelltumoren gezeigt werden, bedingt durch<br />

eine Blockierung der Tumorprogression [10]. In einer prospektiven<br />

Studie bei Rauchern zeigte sich eine niedrigere Prostatakarzinomrate<br />

bei Patienten mit einer vermehrten Vitamin E-Aufnahme; in einer<br />

Langzeitstudie wurden niedrige Vitamin E-Spiegel mit einem höheren<br />

Auftreten von Prostatakarzinomen in Verbindung gebracht (<strong>zu</strong>sammengefasst<br />

aus [11]). Die Vitamin E-Aufnahme wird duch das<br />

Spurenelement Selen gefördert.<br />

Vitamin C<br />

Allgemein: Vitamin C oder auch Ascorbinsäure gehört <strong>zu</strong> den wasserlöslichen<br />

Vitaminen. Es wirkt als Antioxidans, indem es reversibel<br />

Wasserstoff bzw. Elektronen abgibt und somit bei Hydroxylierungsreaktionen<br />

mitbeteiligt ist. Ascorbinsäure wirkt stimulierend auf die<br />

Phagozytoseaktivität von Leukozyten und auf die Antikörperbildung<br />

[12]. Vitamin C unterstützt Vitamin E in Form von Regeneration und<br />

Aktivierung.<br />

Durch die Wasserlöslichkeit von Vitamin C ist es ein potenter Radikalfänger<br />

in Körperflüssigkeiten [11]. Für Vitamin C ist kein bestätigter<br />

klinischer Einfluss auf die Entwicklung von Prostatakarzinomen<br />

untersucht, jedoch kann Vitamin C, in der allgemeinen Funktion als<br />

Antioxidans, die maligne Entartung von Zellen beeinflussen [11].<br />

Vitamin D<br />

Allgemein: Vitamin D ist vielfach nur im Zusammenhang mit der<br />

Volkskrankheit Osteoporose bekannt. Jedoch weisen neue Untersuchungen<br />

auf die zahlreichen Eigenschaften dieses Nährstoffs hin.<br />

Eine Minderversorgung an Vitamin D3 kann auch Auslöser zahlreicher<br />

chronischer Erkrankungen sein, u. a. Autoimmunerkrankungen,<br />

Infektionen, Immunschwäche, kardiovaskuläre Erkrankungen und<br />

Krebserkrankungen. Vitamin D3 ist ein Steroidhormon und übt in diesem<br />

Zusammenhang physiologische Effekte über Wechselwirkungen<br />

mit dem Vitamin D-Rezeptor aus [13].<br />

Spezifisch: In den letzten Jahren hat sich erwiesen, dass androgenabhängige<br />

und androgen-unabhängige Wachstumsfaktoren als Ursache<br />

der Prostata-Vergrößerung <strong>zu</strong>grunde liegen. Vitamin D scheint in<br />

diesem Zusammenhang als interessanter Nährstoff einen therapeutischen<br />

Einfluss bei vergrößerter Prostata aus<strong>zu</strong>üben, indem Vitamin<br />

D durch Bindung und somit Blockierung des Vitamin D-Rezeptors das<br />

Zellwachstum einschränken bzw. verhindern kann [14-16].<br />

Selen<br />

Allgemein: Das Spurenelement Selen kommt in der Nahrung in<br />

unterschiedlichsten Mengen vor, da es geographischen Schwankungen<br />

unterliegt. Selen gilt als Schlüsselbestandteil für zahlreiche Stoffwechselprozesse.<br />

Eine wichtige Funktion nimmt Selen als zentraler<br />

Bestandteil des Enzymes Glutathionperoxidase (GSH-Px) ein. Zusammen<br />

mit Vitamin E, schwefelhaltigen Aminosäuren sowie den Enzymsystemen<br />

der Superoxiddismutase (SOD) und Katalase wirkt GSH-Px<br />

der Lipidoxidation in Zellmembranen entgegen.<br />

Spezifisch: In einer Studie wurde der Zusammenhang von Selen<br />

und Prostatakrebs untersucht. Als Marker für die Langzeitaufnahme<br />

von Selen diente hierfür die Anhäufung von Selen in Zehennägeln,<br />

welche bei 51.529 Männern zwischen 40 und 75 Jahren gemessen<br />

wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass höhere Selenspiegel mit einem<br />

reduzierten Risiko für ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom korrelierten<br />

[10]. Ein verdoppeltes Risiko an bösartigen Erkrankungen<br />

des Magen-Darm-Traktes sowie Prostatakrebs <strong>zu</strong> erkranken, ist mit<br />

niedrigen Selenspiegeln verbunden. In einer dermatologischen Studie<br />

zeigte sich als Nebenbefund, dass eine <strong>zu</strong>sätzliche Einnahme von<br />

Selentabletten das Entstehen von Prostatakarzinomen um die Hälfte<br />

verringern konnte (<strong>zu</strong>sammengefasst aus [11]).<br />

Lycopin<br />

Allgemein: Lycopen ist ein natürlicher Farbstoff, welcher von Mikroorganismen<br />

und Pflanzen, jedoch nicht von Tieren gebildet werden<br />

kann. Es handelt sich um ein Carotinoid, einem sogenanntem acyclischen<br />

Isomer von β-Carotinoiden. Lycopen ist ein hocheffektives<br />

Antioxidans und besitzt hierbei die Fähigkeit, Singlett-Sauerstoff mit<br />

doppelt so hoher Effektivität wie die von β-Carotin und 10x höherer<br />

Wirkung als der von α-Tocopherol ab<strong>zu</strong>spalten. Lycopen gehört mit <strong>zu</strong><br />

den vorherrschendsten Carotinoiden im menschlichen Plasma, wobei<br />

jedoch die Lycopenspiegel durch biologische Faktoren sowie den Lebenstil<br />

beeinflusst werden. Lycopen findet sich hauptsächlich in roten<br />

Früchten und Gemüse, beispielsweise in Tomaten, Wassermelonen,<br />

roten Grapefruits und Aprikosen. Sehr gute Quellen von Lycopen sind<br />

vor allem Produkte aus Tomatenextrakt, wie beispielweise Säfte, Ketchup,<br />

Pastasaucen oder Suppen [17].<br />

Prostatarelevante Studien über Lycopin<br />

Eine amerikanische Studie zeigte eine positive Wirkung von Lycopen<br />

sowie verschiedensten Carotinoiden. Lycopen scheint in bestimmten<br />

Konzentrationen einen direkten Effekt auf die Prostata aus<strong>zu</strong>üben<br />

und möglicherweise mit einem reduzierten Prostatakrebsrisiko in<br />

Verbindung <strong>zu</strong> stehen [18]. Beispielsweise zeigte eine Studie bei<br />

48.000 Männern, dass die diätetische Zufuhr von Lycopen <strong>zu</strong> einer<br />

Reduzierung der Prostatakarzinomrate um 21 % führte und eine Diät<br />

mit hohem Lycopenanteil <strong>zu</strong> einer Verkleinerung von bereits manifestierten<br />

Prostatatumoren führte (<strong>zu</strong>sammengefasst aus [11]). In<br />

verschiedenen epidemiologischen Studien wurde die Aufnahme von<br />

Lycopen mit einem geringeren Prostatakrebs Risiko assoziiert [19].<br />

In einer weiteren 3-wöchigen Studie wurde der Einfluss von Lycopen<br />

(Pasta mit Tomatensauce, 30mg Lycopen/d) an 32 Patienten mit Prostatakrebs<br />

vor der geplanten Prostatektomie untersucht. Der Lycopen-<br />

Gehalt des Prostatagewebes, das Serum-Lycopen sowie das Prostataspezifische<br />

Antigen (PSA) wurden vor Beginn der Studie (Biopsie) und<br />

nach der Operation gemessen. Es zeigte sich, dass entsprechend der<br />

Lycopen<strong>zu</strong>fuhr die Serum/Lycopenkonzentrationen signifikant anstiegen<br />

und der PSA-Wert signifikant <strong>zu</strong>rückging. Die Ergebnisse weisen<br />

eine signifikante Aufnahme von Lycopen im Prostatagewebe und einen<br />

Rückgang in der DNS-Zerstörung des Prostatagewebes auf. Ob<br />

nun die Reduzierung der DNS-Schäden im Prostatagewebe von Vorteil<br />

ist, muss durch weitere Studien bewiesen werden. Jedoch war die<br />

Senkung des Serum-PSA-Wertes ein vielversprechender Effekt [20].<br />

Zink<br />

Allgemein: Das Spurenelement Zink gehört mengenmäßig mit <strong>zu</strong><br />

den bedeutensten Spurenelementen im Menschen, mit einer Konzentration<br />

von etwa 20 - 30mg/kg Körpergewicht. Dies entspricht<br />

einem Körperbestand von ca. 1,5 – 2,3 g Zink. Hohe Zinkkonzentrationen<br />

können in der Iris, Retina sowie Hoden, Prostata, Inselzellen des<br />

Pankreas, Knochen, Leber und Haare gemessen werden. In ionisierter<br />

Form ist Zink wichtiger Bestandteil von bis <strong>zu</strong> 15 Metalloenzymen.<br />

8 Vitamine und Spurenelemente bei Prostata-Erkrankungen Vitamine und Spurenelemente bei Prostata-Erkrankungen 9


Literatur<br />

[1] Plas E, Berger P, Pfitzenmaier J, Hermann M, Pflüger H, Thueroff JW. Auswirkungen des Alterungsprozesses auf die Fertilität des Mannes.<br />

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Modulation of Biomarkers of Carcinogenesis. Experimental Biology and Medicine 2002; 227:886-93.<br />

10 Literatur<br />

11


<strong>aminoplus</strong> ® <strong>prostat</strong><br />

Die Tagesportion (1 Sachet) enthält:<br />

Zusammenset<strong>zu</strong>ng pro Sachet pro Sachet<br />

L-Glutamin 700 mg Vitamin E 100 mg<br />

L-Alanin 300 mg Zink 10 mg<br />

Glycin<br />

300 mg Vitamin B6 3 mg<br />

L-Cystein<br />

100 mg Folsäure<br />

400 μg<br />

Methionin<br />

1.000 mg Selen<br />

30 μg<br />

Lycopin<br />

5 mg Vitamin D<br />

10 μg<br />

Vitamin C<br />

200 mg Vitamin B12 6 μg<br />

Zutaten: Süßungsmittel: Isomalt; Säuerungsmittel: Zitronensäure; L-Glutamin;<br />

L-Alanin; Glycin; L-Ascorbinsäure; DL alphaTocopherolacetat; Lycopin-Zubereitung<br />

3%ig aus Tomatenextrakt; L-Cysteinhydrochlorid; Aromen; Süßstoff:<br />

Acesulfam K; Trennmittel: Siliziumdioxid; Selenhefe; Zinkoxid; Farbstoff: Rote<br />

Betesaftpulver; Cholecalciferol; Pyridoxinhydrochlorid, Pteroylmonoglutaminsäure;<br />

Cyanocobalamin.<br />

* Ist dem erhöhten Bedarf angepasst.<br />

PZN: 6316655<br />

30 Tagesportionsbeutel, 46,90 € ≈ 1,56 € pro Tag<br />

Verzehrhinweis:<br />

Erwachsene nehmen einmal täglich den Inhalt eines Portionsbeutels, eingerührt<br />

in ca. 200 ml stilles Wasser, <strong>zu</strong> einer Mahlzeit <strong>zu</strong> sich. Bitte nach Zubereitung<br />

sofort trinken.<br />

Ergänzende bilanziert Diät, kein vollständiges Lebensmittel. Nur unter ärztlicher<br />

Aufsicht verwenden.<br />

Zur diätetischen Behandlung von altersabhängigen<br />

Prostata-Beschwerden<br />

Zur ernährungsmedizinischen<br />

Behandlung von altersbedingten<br />

Prostata-Beschwerden<br />

Ernährungsspezifische Maßnahmen beeinflussen den alterungsbedingten<br />

Prozess der Prostata-Vergrößerung. Bereits ab dem 40. Lebensjahr<br />

können unangenehme Begleitsymptome schleichend eintreten, meist<br />

verbunden mit häufigem, nächtlichen Harndrang, Schwierigkeiten<br />

beim Wasserlassen u.v.m. <strong>aminoplus</strong> ® <strong>prostat</strong> enthält gezielt dosierte<br />

Aminosäuren sowie einen wertvollen <strong>Vital</strong>stoffkomplex, der speziell<br />

auf altersabhängige Prostata-Beschwerden abgestimmt wurde.<br />

Kurzprofil<br />

Reguliert den Harndrang<br />

Reduziert Entzündungsrisiko<br />

Vorteilhaft bei Prostatahyperplasie<br />

Reguliert die Hormonaktivität<br />

Aktiviert die Spermatogenese<br />

Hohe Serumlycopinkonzentrationen<br />

können PSA senken<br />

lactosefrei<br />

glutenfrei<br />

fructosefrei

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