Fachinformationen zu aminoplus prostat - Kyberg Vital

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Fachinformationen zu aminoplus prostat - Kyberg Vital

Information für Fachkreise

Fortschritt durch Ernährungsmedizin

prostat


Inhalt

03

04

05

06

08

10

Die Prostata

Die Erkrankungen der Prostata

Vitalstoffe bei einer gutartigen

Prostata-Vergrößerung

Aminosäuren bei gutartiger

Prostata-Vergrößerung

Vitamine und Spurenelemente

bei Prostata-Erkrankungen

Literatur

Impressum:

Kyberg Vital GmbH

Keltenring 8

82041 Oberhaching

Tel.: (089) 61 38 09-20

Fax: (089) 61 38 09-29

Die Prostata

Die heutigen Fortschritte in der Medizin führen zu einer Verlängerung

der Lebenserwartung, wobei natürlich für beide Geschlechter

mit zunehmendem Alter Veränderungen auftreten. Der Alterungsprozess

des Mannes führt zu einer gewissen Umgestaltung des Körpers.

Neben morphologischen und endokrinen Veränderungen im Hoden,

erfolgen auch Änderungen in der Spermiogenese, Spermiogramm

und Samenzellfunktion, welche jedoch noch nicht genau geklärt sind

[1]. Auch die Prostata ist von diesen alterungsbedingten Umformungen,

welche schon ab dem 40. Lebensjahr auftreten können, betroffen.

Die Vergrößerung der Prostata in Form einer benignen Prostata-

Vergrößerung tritt in einem Lebensabschnitt auf, der durch einen

Abfall der Serumandrogene gekennzeichet ist. Den Veränderungen

der Prostata liegt ein multifaktorielles Geschehen zugrunde [2].

Hierzu zählen beispielsweise:

Endokrine Faktoren (Steroid–/Proteinhormone)

Lokale Faktoren (wirken auto-/parakrin zwischen Epithel und

Stromazellen; Bspw. Insulin-like-Growth Factor IGF, Fibroblastenwachstumsfaktor

FGF, epidermaler Wachstumsfaktor EGF

Luminale Faktoren (Bspw. Zink, Kallikreine und Prostaglandin;

primär wichtig für die Fertilität, führen sekundär aber

zu Wachstumsproliferation der alternden Prostata).

Genetische und exogene Faktoren (Bspw. Ernährung)

Die gesunde Prostata Die vergrößerte Prostata

info@kyberg-vital.de

www.kyberg-vital.de

2 Die Prostata 3


Die Erkrankungen der Prostata

Prostatitis

Bei der Prostatitis handelt es sich um eine bakterielle oder abakterielle

Entzündung der Prostata. Eine akute Prostatitis kann besonders

junge Männer mit hoher sexueller Aktivität treffen. Im höheren Lebensalter

tritt eher eine chronische Prostatitis auf, häufig in Verbindung

mit Harnblasenkathetern.

Die Symptome können Pollaktisurie, Dysurie und Schmerzen beim

Stuhlgang sein. Bei akuten Prostatitiden kann es auch zu Fieber und

Schüttelfrost kommen. Die Therapie besteht in der Gabe eines Antibiotikums

und muss unter ärztlicher Aufsicht erfolgen.

Prostata-Adenom

Hierbei handelt es sich um eine gutartige Vergrößerung des Prostatagewebes.

Im allgemeinen ist das Prostat-Adenom eine Erkrankung

ab der 5. Lebensdekade, kann aber auch schon früher auftreten. Diese

Hyperplasie oder Gewebevergrößerung der Prostata verursacht

eine Einengung der Harnröhre. Die Gründe dieser Vergrößerung sind

noch nicht eindeutig geklärt, scheinen aber mit dem physiologisch

bedingten Alterungsprozess (evtl. mit den Wechseljahren der Frau

vergleichbar) in Verbindung zu stehen. Dabei scheint eine unmittelbare

Verknüpfung mit der Hodenfunktion zu bestehen, nämlich mit

der Umwandlung von Testosteron in Dihydrotestosteron in der Prostata.

Dieses Produkt wirkt wachstumsstimulierend auf die Prostata und

wird durch das Hormon Östradiol, welches im Alter beim Mann noch

zusätzlich ansteigt, gefördert.

Prostatakarzinom

Leider handelt es sich beim Prostatakarzinom um einen häufigen

Krebs im fortgeschrittenen Alter. Nur in 10 % der Fälle wird er in einem

Stadium diagnostiziert, in dem der Tumor durch Operation oder

Strahlentherapie geheilt werden kann. Somit ist eine Früherkennung

der Erkrankung von Bedeutung.

Beim Prostatakarzinom handelt es sich um eine maligne Proliferation

der peripheren azinären Zellen der Prostata. Im frühen Stadium der

Erkrankung sind die Patienten häufig symptomlos. Bei bereits größeren

Tumoren kann es zu den gleichen Symptomen wie bei der Prostatahyperplasie

kommen [3].

Die genauen Ursachen des Prostatakrebses sind bis heute nicht geklärt.

Jedoch scheint ein Zusammenhang mit dem Auftreten von Prostatakrebs

und dem männlichen Geschlechtshormon Testosteron zu

bestehen, da bekannt ist, dass Eunuchen (Männern, denen die Hoden

in der Pubertät entfernt wurden), nicht an Prostatakrebs erkranken.

Die Ernährung scheint dabei auch eine Rolle zu spielen. Einige Studien

sehen einen Zusammenhang zwischen einem reduzierten Risiko an

Prostatakrebs zu erkranken und Supplementation von Selen und Vitamin

E, doch ist die Literatur kontrovers, und weitere konkrete Untersuchungen

sind angebracht [4].

Die Therapie und Prognose beim Prostatakarzinom ist abhängig von

der Stadieneinteilung und soll an dieser Stelle nicht weiter erläutert

werden.

Vitalstoffe bei einer gutartigen Prostata-Vergrößerung

Prostatakarzinom

Teilweise Reduzierung der Prostata-Vergrößerung

Verbesserung des Restharnvolumens, Nykturie,

Verminderung des Harndranges, Verbesserung

des Wasserlassens

4 Die Erkrankung der Prostata

Vitalstoffe bei einer gutartigen Prostata-Vergrößerung 5

Vitamin D

Beeinflussung des Zellwachstums durch

Rezeptorblockierung

Zink

Prostata

Wichtiger Bestandteil von Metalloenzymen

Glycin, Cystein, Glutamin | GSH

Cystein limitierende Aminosäure – nötig für GSH-Bildung

Tripeptid-Bestandteil von GSH, sehr wichtiges Antioxidans,

niedrige GSH-Spiegel werden mit zahlreichen Erkrankungen

in Verbindung gebracht

Vitamin E

Antioxidans, niedrige Spiegel werden mit erhöhtem

Prostatakrebsrisiko in Verbindung gebracht

Vitamin C

Antioxidans, Radikalfänger in Körperflüssigkeiten,

regeneriert Vitamin E, kann maligne Entartung von

Zellen beeinflussen

Selen

Bestandteil von Glutathionperoxidase, höhere Selenspiegel

korrelieren mit reduziertem Risiko an Prostatakrebs zu

erkranken

Lycopin

Sehr starkes Antioxidans. Möglicher direkter Effekt auf

Prostata in Verbindung mit reduziertem Krebsrisiko;

Reduzierung des PSA-Wertes mit ansteigenden Serum-

Lycopinkonzentrationen.


Aminosäuren bei gutartiger Prostata-Vergrößerung

Aminosäuren sind die Grundbausteine aller Proteine und somit

allen Lebens. Sie erfüllen wichtige Aufgaben im menschlichen

Körper, regulieren vielfältige Funktionen, wirken an verschiedenen

Schaltstellen und werden als Co-Enzyme benötigt. Verschiedene

Studien (ältere wie neuere) belegen einen positiven Einfluss

bestimmter einzelner Aminosäuren oder Kombinationen

verschiedener Aminosäuren auf die Begleiterscheinungen einer

Prostatahyperplasie.

L-Alanin

Allgemein: Die Aminosäure Alanin gehört mit zu den am einfachsten

aufgebauten Aminosäuren. Sie wird entweder mit der Nahrung zugeführt,

oder entsteht im Körper bei Transaminierungsprozessen (Glutamat

und Pyruvat). Alanin gilt als wesentlicher Transportstoff für Aminosäuren

im Blutplasma und besitzt die Schlüsselfunktion als wichtigste

glucogene Aminosäure.

L-Alanin bei Prostata-Beschwerden

In einer Studie mit 17 Patienten mit oder ohne Restharnbildung zeigte

sich nach einer 2-wöchigen Behandlung mit einem Aminosäurengemisch

bestehend aus L-Alanin, L-Glutaminsäure und Glycin eine Reduzierung

des Restharnvolumens in 8/13 und der Dysurie in 14/17

Patienten [5]. Signifikante Unterschiede im subjektiven Empfinden der

Symptome der Prostata-Vergrößerung wurden in einer weiteren Patientengruppe

mit der Kombinationsbehandlung von Alanin, Glycin und

Glutaminsäure berichtet [6]. Eine Reduzierung der Prostata-Vergrößerung

konnte jedoch palpatorisch nicht festgestellt werden.

Die Aminosäure Alanin ist neben Glycin ein Bestandteil des Prostatasekretes,

welches zur Fortbewegung der Samenfäden dient. Möglicherweise

dienen diese Aminosäuren als wichtige Bausteine, um eine effektive

Funktion der Prostata zu gewährleisten (s. Glutamin und Glycin).

L-Glutamin

Allgemein: Glutamin gilt als eine der wichtigsten nicht essentiellen

Aminosäuren. Es nimmt im Blutplasma etwa 20 % und im Skelettmuskel

mehr als 60 % des gesamten freien Aminosäurenpools ein.

Die molekularen Unterschiede zwischen Glutamin und Glutaminsäure

liegen in der Säuregruppe, die bei Glutamin durch NH2 ersetzt ist.

Dies bedeutet, dass Glutamin zwei Stickstoffanteile besitzt. Einer dieser

beiden Stickstoffanteile stammt von Glutamat, einer Vorstufe von Glutamin,

die andere von „freiem“ Stickstoff aus dem Blutstrom. Dieses

stellt auch gleichzeitig eine der Aufgaben von Glutamin im Stoffwechsel

als „Stickstoff-shuttle“ dar. Glutamin ist neben Glycin und Cystein

an der Glutathionsynthese beteiligt. Glutamin fördert die Wundheilung,

hat einen positiven Einfluss auf den Gastrointestinaltrakt, indem

es immunstimulierend wirkt und als sogenanntes „gastrointestinales

Benzin“ für das intestinale Epithel sowie für immunkompetente Zellen

gilt [7].

L-Glutamin bei Prostata-Beschwerden

In einer Studie wurden eine Aminosäurenkombinationsbehandlung

aus Glutaminsäure, Glycin und Alanin (ca 400mg, 3 x tägl. 2 Kaps. für

2 Wochen) und eine Reduzierung des Präparates nach 2 Wochen auf 3

x tägl. 1 Kapsel durchgeführt. Nach 3 Monaten zeigte sich, verglichen

mit der Placebo-Kontrollgruppe, in 56 % eine Reduzierung der Nykturie

(Kontrolle 11 %), in 66 % ein verminderter Harndrang (Kontrolle 15

%), und in 50 % eine Verbesserung im Wasserlassen. Bei 11 % der

Patienten verminderte sich die Prostata-Vergrößerung, bei 5 % nahm

sie zu (Kontrolle 5 % bzw. 2.5 %) [8].

Glycin

Allgemein: Glycin ist die kleinste aller Aminosäuren und Bestandteil

der Nukleinsäuren, Nukleotiden sowie von Hämoglobin und Cytochromen.

In Kombination mit Glutamin und Cystein bildet es das wichtige

körpereigene Antioxidans Glutathion.

L-Cystein

Allgemein: Cystein gehört zu den schwefelhaltigen Aminosäuren und

kann im Körper aus Methionin gebildet werden. Weitere Quellen von

Cystein entstammen aus dem Abbau von Nahrungsprotein und dem

endogenen Proteinturnover. Schwefelhaltige Aminosäuren erfüllen

wichtige Aufgaben bei Entgiftungsprozessen. Cystein schützt vor Strahlungsschäden

und ist einer der besten Zerstörer freier Radikale, wobei

es in Kombination mit Selen und Vitamin E am effektivsten wirkt [11].

Cystein ist ebenfalls Bestandteil von Glutathion, wobei es als limitierender

Faktor in der Glutathionsynthese gilt, da der erste Schritt im

Glutathionaufbau die Verbindung von Cystein und Glutamat durch das

Enzym g-Glutamyl-Cysteinyl-Synthetase darstellt [9].

Glutathion aus L-Glutamin, L-Cystein und Glycin

Allgemein: Glutathion, ein relativ kleines Molekül, kommt in allen lebenden

Systemen vor. Reduziertes Glutathion, oftmals nur GSH (Glutathion)

genannt, ist ein lineares Tripeptid, bestehend aus L-Glutamin,

L-Cystein und Glycin. Die Hauptaufgabe des Glutathions liegt in seiner

Funktion als Antioxidans. Charakteristisch für Glutathion ist sein starker

elektronenabgebender Effekt. Hat das Molekül seine Elektronen

abgegeben, ist das Molekül oxidiert. Zwei solcher oxidierten Moleküle

werden über eine Disulfidbrücke miteinander verbunden, um Glutathiondisulfid

oder oxidiertes Glutathion (GSSG) zu bilden. Über eine

Reduktion ist diese Verbindung reversibel. Hierbei steht GSH unter

enger intrazellulärer und extrazellulärer Stoffwechselkontrolle, wobei

dadurch dieses dynamische Gleichgewicht zwischen GSH-Synthese,

dem Recyclingprozess von GSSG bis zur Wiederverwertung erhalten

wird. Glutathion kommt sehr begrenzt in der Nahrung vor (weniger als

150mg/d). GSH ist extrem wichtig für den Schutz der Zellen. Es spaltet

direkt reaktive freie Wasserstoffradikale, Sauerstoffradikale sowie Radikalzentren

an der DNA oder andere biochemische Moleküle. GSH ist

ein essentieller Cofaktor für viele Enzyme, welche ein schwefelreduzierendes

Equivalent besitzen. Es hilft die redoxsensitiven Bereiche von

Enzymen in ihrer notwendigen reduzierten Form zu erhalten. Niedrige

GSH-Spiegel werden mit einer Reihe von Erkrankungen in Zusammenhang

gebracht (Bspw. mit HIV-Infektion, Leberzirrhose, verschiedenen

Lungenerkrankungen, Morbus Crohn, vaskulären Erkrankungen).

Der Alterungsprozess ist ebenfalls mit einem niedrigen GSH-Stoffwechsel

assoziiert. Die Plasma GSH-Spiegel sinken, während die GSSG-Spiegel

ansteigen. Einige begrenzte Daten lassen vermuten, dass höhere

GSH-Spiegel mit einer verbesserten Gesundheit, auch unabhängig vom

Alter, korrelieren [14].

6 Aminosäuren bei gutartiger Prostata-Vergrößerung

7


Vitamine und Spurenelemente

bei Prostata-Erkrankungen

Vitamin E

Allgemein: Vitamin E ist hauptsächlich durch seine antioxidativen

Eigenschaften in der Zellmembran bekannt, wo es einen protektiven

Einfluss auf die Oxidation und Peroxidation der Membranphospholipide

ausübt.

Spezifisch: Studien haben gezeigt, dass ein möglicher Zusammenhang

zwischen Vitamin E und Prostatakrebs und der Geschlechtshormon-Konzentration

besteht, indem die Konzentration von

α-Tocopherol im Serum signifikant mit dem Androstenedion- und Testosteronspiegel

im Serum korrelierte. In tierexperimentellen Studien

konnte durch α-Tocopherol eine Verlängerung der latenten Tumorentstehungsphase

bei Epithelzelltumoren gezeigt werden, bedingt durch

eine Blockierung der Tumorprogression [10]. In einer prospektiven

Studie bei Rauchern zeigte sich eine niedrigere Prostatakarzinomrate

bei Patienten mit einer vermehrten Vitamin E-Aufnahme; in einer

Langzeitstudie wurden niedrige Vitamin E-Spiegel mit einem höheren

Auftreten von Prostatakarzinomen in Verbindung gebracht (zusammengefasst

aus [11]). Die Vitamin E-Aufnahme wird duch das

Spurenelement Selen gefördert.

Vitamin C

Allgemein: Vitamin C oder auch Ascorbinsäure gehört zu den wasserlöslichen

Vitaminen. Es wirkt als Antioxidans, indem es reversibel

Wasserstoff bzw. Elektronen abgibt und somit bei Hydroxylierungsreaktionen

mitbeteiligt ist. Ascorbinsäure wirkt stimulierend auf die

Phagozytoseaktivität von Leukozyten und auf die Antikörperbildung

[12]. Vitamin C unterstützt Vitamin E in Form von Regeneration und

Aktivierung.

Durch die Wasserlöslichkeit von Vitamin C ist es ein potenter Radikalfänger

in Körperflüssigkeiten [11]. Für Vitamin C ist kein bestätigter

klinischer Einfluss auf die Entwicklung von Prostatakarzinomen

untersucht, jedoch kann Vitamin C, in der allgemeinen Funktion als

Antioxidans, die maligne Entartung von Zellen beeinflussen [11].

Vitamin D

Allgemein: Vitamin D ist vielfach nur im Zusammenhang mit der

Volkskrankheit Osteoporose bekannt. Jedoch weisen neue Untersuchungen

auf die zahlreichen Eigenschaften dieses Nährstoffs hin.

Eine Minderversorgung an Vitamin D3 kann auch Auslöser zahlreicher

chronischer Erkrankungen sein, u. a. Autoimmunerkrankungen,

Infektionen, Immunschwäche, kardiovaskuläre Erkrankungen und

Krebserkrankungen. Vitamin D3 ist ein Steroidhormon und übt in diesem

Zusammenhang physiologische Effekte über Wechselwirkungen

mit dem Vitamin D-Rezeptor aus [13].

Spezifisch: In den letzten Jahren hat sich erwiesen, dass androgenabhängige

und androgen-unabhängige Wachstumsfaktoren als Ursache

der Prostata-Vergrößerung zugrunde liegen. Vitamin D scheint in

diesem Zusammenhang als interessanter Nährstoff einen therapeutischen

Einfluss bei vergrößerter Prostata auszuüben, indem Vitamin

D durch Bindung und somit Blockierung des Vitamin D-Rezeptors das

Zellwachstum einschränken bzw. verhindern kann [14-16].

Selen

Allgemein: Das Spurenelement Selen kommt in der Nahrung in

unterschiedlichsten Mengen vor, da es geographischen Schwankungen

unterliegt. Selen gilt als Schlüsselbestandteil für zahlreiche Stoffwechselprozesse.

Eine wichtige Funktion nimmt Selen als zentraler

Bestandteil des Enzymes Glutathionperoxidase (GSH-Px) ein. Zusammen

mit Vitamin E, schwefelhaltigen Aminosäuren sowie den Enzymsystemen

der Superoxiddismutase (SOD) und Katalase wirkt GSH-Px

der Lipidoxidation in Zellmembranen entgegen.

Spezifisch: In einer Studie wurde der Zusammenhang von Selen

und Prostatakrebs untersucht. Als Marker für die Langzeitaufnahme

von Selen diente hierfür die Anhäufung von Selen in Zehennägeln,

welche bei 51.529 Männern zwischen 40 und 75 Jahren gemessen

wurde. Die Ergebnisse zeigten, dass höhere Selenspiegel mit einem

reduzierten Risiko für ein fortgeschrittenes Prostatakarzinom korrelierten

[10]. Ein verdoppeltes Risiko an bösartigen Erkrankungen

des Magen-Darm-Traktes sowie Prostatakrebs zu erkranken, ist mit

niedrigen Selenspiegeln verbunden. In einer dermatologischen Studie

zeigte sich als Nebenbefund, dass eine zusätzliche Einnahme von

Selentabletten das Entstehen von Prostatakarzinomen um die Hälfte

verringern konnte (zusammengefasst aus [11]).

Lycopin

Allgemein: Lycopen ist ein natürlicher Farbstoff, welcher von Mikroorganismen

und Pflanzen, jedoch nicht von Tieren gebildet werden

kann. Es handelt sich um ein Carotinoid, einem sogenanntem acyclischen

Isomer von β-Carotinoiden. Lycopen ist ein hocheffektives

Antioxidans und besitzt hierbei die Fähigkeit, Singlett-Sauerstoff mit

doppelt so hoher Effektivität wie die von β-Carotin und 10x höherer

Wirkung als der von α-Tocopherol abzuspalten. Lycopen gehört mit zu

den vorherrschendsten Carotinoiden im menschlichen Plasma, wobei

jedoch die Lycopenspiegel durch biologische Faktoren sowie den Lebenstil

beeinflusst werden. Lycopen findet sich hauptsächlich in roten

Früchten und Gemüse, beispielsweise in Tomaten, Wassermelonen,

roten Grapefruits und Aprikosen. Sehr gute Quellen von Lycopen sind

vor allem Produkte aus Tomatenextrakt, wie beispielweise Säfte, Ketchup,

Pastasaucen oder Suppen [17].

Prostatarelevante Studien über Lycopin

Eine amerikanische Studie zeigte eine positive Wirkung von Lycopen

sowie verschiedensten Carotinoiden. Lycopen scheint in bestimmten

Konzentrationen einen direkten Effekt auf die Prostata auszuüben

und möglicherweise mit einem reduzierten Prostatakrebsrisiko in

Verbindung zu stehen [18]. Beispielsweise zeigte eine Studie bei

48.000 Männern, dass die diätetische Zufuhr von Lycopen zu einer

Reduzierung der Prostatakarzinomrate um 21 % führte und eine Diät

mit hohem Lycopenanteil zu einer Verkleinerung von bereits manifestierten

Prostatatumoren führte (zusammengefasst aus [11]). In

verschiedenen epidemiologischen Studien wurde die Aufnahme von

Lycopen mit einem geringeren Prostatakrebs Risiko assoziiert [19].

In einer weiteren 3-wöchigen Studie wurde der Einfluss von Lycopen

(Pasta mit Tomatensauce, 30mg Lycopen/d) an 32 Patienten mit Prostatakrebs

vor der geplanten Prostatektomie untersucht. Der Lycopen-

Gehalt des Prostatagewebes, das Serum-Lycopen sowie das Prostataspezifische

Antigen (PSA) wurden vor Beginn der Studie (Biopsie) und

nach der Operation gemessen. Es zeigte sich, dass entsprechend der

Lycopenzufuhr die Serum/Lycopenkonzentrationen signifikant anstiegen

und der PSA-Wert signifikant zurückging. Die Ergebnisse weisen

eine signifikante Aufnahme von Lycopen im Prostatagewebe und einen

Rückgang in der DNS-Zerstörung des Prostatagewebes auf. Ob

nun die Reduzierung der DNS-Schäden im Prostatagewebe von Vorteil

ist, muss durch weitere Studien bewiesen werden. Jedoch war die

Senkung des Serum-PSA-Wertes ein vielversprechender Effekt [20].

Zink

Allgemein: Das Spurenelement Zink gehört mengenmäßig mit zu

den bedeutensten Spurenelementen im Menschen, mit einer Konzentration

von etwa 20 - 30mg/kg Körpergewicht. Dies entspricht

einem Körperbestand von ca. 1,5 – 2,3 g Zink. Hohe Zinkkonzentrationen

können in der Iris, Retina sowie Hoden, Prostata, Inselzellen des

Pankreas, Knochen, Leber und Haare gemessen werden. In ionisierter

Form ist Zink wichtiger Bestandteil von bis zu 15 Metalloenzymen.

8 Vitamine und Spurenelemente bei Prostata-Erkrankungen Vitamine und Spurenelemente bei Prostata-Erkrankungen 9


Literatur

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Modulation of Biomarkers of Carcinogenesis. Experimental Biology and Medicine 2002; 227:886-93.

10 Literatur

11


aminoplus ® prostat

Die Tagesportion (1 Sachet) enthält:

Zusammensetzung pro Sachet pro Sachet

L-Glutamin 700 mg Vitamin E 100 mg

L-Alanin 300 mg Zink 10 mg

Glycin

300 mg Vitamin B6 3 mg

L-Cystein

100 mg Folsäure

400 μg

Methionin

1.000 mg Selen

30 μg

Lycopin

5 mg Vitamin D

10 μg

Vitamin C

200 mg Vitamin B12 6 μg

Zutaten: Süßungsmittel: Isomalt; Säuerungsmittel: Zitronensäure; L-Glutamin;

L-Alanin; Glycin; L-Ascorbinsäure; DL alphaTocopherolacetat; Lycopin-Zubereitung

3%ig aus Tomatenextrakt; L-Cysteinhydrochlorid; Aromen; Süßstoff:

Acesulfam K; Trennmittel: Siliziumdioxid; Selenhefe; Zinkoxid; Farbstoff: Rote

Betesaftpulver; Cholecalciferol; Pyridoxinhydrochlorid, Pteroylmonoglutaminsäure;

Cyanocobalamin.

* Ist dem erhöhten Bedarf angepasst.

PZN: 6316655

30 Tagesportionsbeutel, 46,90 € ≈ 1,56 € pro Tag

Verzehrhinweis:

Erwachsene nehmen einmal täglich den Inhalt eines Portionsbeutels, eingerührt

in ca. 200 ml stilles Wasser, zu einer Mahlzeit zu sich. Bitte nach Zubereitung

sofort trinken.

Ergänzende bilanziert Diät, kein vollständiges Lebensmittel. Nur unter ärztlicher

Aufsicht verwenden.

Zur diätetischen Behandlung von altersabhängigen

Prostata-Beschwerden

Zur ernährungsmedizinischen

Behandlung von altersbedingten

Prostata-Beschwerden

Ernährungsspezifische Maßnahmen beeinflussen den alterungsbedingten

Prozess der Prostata-Vergrößerung. Bereits ab dem 40. Lebensjahr

können unangenehme Begleitsymptome schleichend eintreten, meist

verbunden mit häufigem, nächtlichen Harndrang, Schwierigkeiten

beim Wasserlassen u.v.m. aminoplus ® prostat enthält gezielt dosierte

Aminosäuren sowie einen wertvollen Vitalstoffkomplex, der speziell

auf altersabhängige Prostata-Beschwerden abgestimmt wurde.

Kurzprofil

Reguliert den Harndrang

Reduziert Entzündungsrisiko

Vorteilhaft bei Prostatahyperplasie

Reguliert die Hormonaktivität

Aktiviert die Spermatogenese

Hohe Serumlycopinkonzentrationen

können PSA senken

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