Deutsch perfekt 2009-10 - ivanavujic

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Deutsch perfekt 2009-10 - ivanavujic

10/2009 OKTOBER

DEUTSCH

perfekt

EINFACH DEUTSCH LERNEN

SPRACH-SERVICE

2 Wortschatz: Rockkonzert

2 Grammatik: „hin“ und „her“

2 Übungen, Übersetzungen

2 750 Wort-Erklärungen

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In Deutschland

leben und arbeiten

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Wo Italien

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Von Schülern zu Stars

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10


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FOTO: GERT KRAUTBAUER

Mit einer wilden Party feierten die Zwillinge Bill und Tom Kaulitz

Anfang September in einem Freizeitpark ihren 20. Geburtstag.

Auch wenn die beiden, wie ihre Bandkollegen Georg Listing und

Gustav Schäfer, nun keine Teenager mehr sind: Kaum eine Band

ist bei deutschen Teenagern so beliebt wie Tokio Hotel. Und

keine andere junge deutsche Band

hatte in den letzten Jahren so viel

Erfolg wie diese. Vor wenigen Jahren

traten die vier Jungs noch in den Dörfern

rund um Magdeburg auf. Inzwischen

spielen sie in Frankreich

genauso wie in Israel und in den USA.

Über den weiten Weg der vier Popmusiker

aus der ostdeutschen Provinz

auf die Bühnen der Welt berichtet

Martin Langeder (ab Seite 14).

Aus der ganzen Welt kommen regelmäßig Deutschlerner nach

Deutschland, um ihre Sprachkenntnisse zu perfektionieren. Nicht

alle kommen, um an einem Sprachkurs teilzunehmen. In unserer

neuen Serie „In Deutschland leben und arbeiten“ zeigen wir,

wie Sie Ihr Deutsch im deutschen Alltag üben und dabei auch

noch Geld verdienen können. Ob Praktikant oder Fachkraft: Auch

in Zeiten der Krise, sagen Experten, werden in manchen Branchen

ausländische Arbeitskräfte gesucht. Außerdem: Es gibt

erste Anzeichen, dass die deutsche Wirtschaft bald aus der Krise

kommen könnte. Deshalb: Wann kommen Sie nach Deutschland?

Einen schönen Herbst wünscht Ihnen

der Zw“lling, -e eines von zwei Kindern, die

am selben Tag geboren wurden

beliebt populär

auftreten hier: auf der Bühne singen

die F„chkraft, ¿e Person, die eine Ausbildung

für einen bestimmten Beruf

hat.

die Branche, -n Teilbereich der Wirtschaft

franz.

die [rbeitskraft, hier: jeder Mensch, der

¿e arbeiten kann

das Anzeichen, - Signal

die Beilage, -n hier: Extra-Heft

10/09

TOKIO HOTEL

DEUTSCH perfekt

Jörg Walser

Chefredakteur

EDITORIAL

MITTEL

P.S.: Eine gute Nachricht für alle

jungen Leser von Deutsch perfekt:

Nächsten Monat startet deins!, unsere

neue Beilage für junge Deutschlerner!

Als Extra zu jedem Heft bringt deins!

in Zukunft junge Themen – natürlich

in besonders einfachem Deutsch.

Was hieß

noch gleich

›Da ist ein Tier

in meinem

Zimmer‹?

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4

DIE THEMEN DES MONATS OKTOBER 10/09

6 Kurz & knapp

Zahlen und Fakten, Namen und Neues

11 Mein erster Monat

Marco Chiavassa in Berlin

12 Menschen des Monats

Leute, über die man spricht

18 Ja oder Nein?

Streit-Thema: Schluss mit der Wehrpflicht?

20 Nachrichten

Aktuelles aus Deutschland, Österreich

und der Schweiz

22 Kommentare

Meinungen und Sprachspiele aus der Presse

43 Mein Tag

Ein Tag mit dem Zimmermann

und Vater Denny Berr

46 Mein Deutschland-Bild

Arnulf Hettrich über die Jagd

48 Der Blick von innen

Katrin Wilkens über die Italienliebe der Deutschen

50 Ein Bild und seine Geschichte

Vor 40 Jahren: die Gründung der Deutschen

Demokratischen Republik

52 Tatort

Hier passiert’s: die Spielbank

54 Wüstenstrom für Deutschland

Das Solarstrom-Projekt Desertec

63 Reisetipps

Franken • Kärnten • Naturpark Thunersee-Hohgant •

Saarbrücken

64 Kulturtipps

Konzerte • Kino • Ausstellungen • neue Bücher

66 Kolumne

Andrea Benda über junge und alte Deutsche

67 Nächsten Monat

… in Deutsch perfekt

� �



68 Schlussworte

Was Menschen noch zu sagen haben

LEICHT

LEICHT

MITTEL

SCHWER

MITTEL

SCHWER

MITTEL

SCHWER

LEICHT

LEICHT

SCHWER

MITTEL

MITTEL

SCHWER

LEICHT

MITTEL

MITTEL

MITTEL

MITTEL

14 Noch vor ein paar Jahren waren Gustav, Tom, Bill

und Georg (von links) nur eine von vielen

Schülerbands. Heute sind sie Teenie-Idole. Sie verkaufen

Millionen von CDs, gewinnen Preise und haben Fans auf

der ganzen Welt: Tokio Hotel ist ein Phänomen. MITTEL Nach

einer Pause sind die vier mit einer neuen CD wieder da.

24

TOKIO HOTEL


ALLES IM TEST

„Sehr gut“, „gut“ oder doch nur „ausreichend“? Noten gibt es

nicht nur für Schüler. In Deutschland bekommen auch Bügeleisen und

Joggingschuhe Noten – zum Beispiel von den Testern der Stiftung

Warentest. Wer ein Produkt kaufen will, orientiert sich oft daran.

MITTEL

MITTEL

SCHWER

DEUTSCH perfekt 10/09

TITELFOTO:UNIVERSAL MUSIC/OLIVER GAST; FOTOS: UNIVERSAL MUSIC/OLIVER GAST; STIFTUNG WARENTEST; FOTOLIA/M. ADAMCZYK; SÜDTIROL MARKETING


LEICHT Texte auf Stufe A2 des GER MITTEL Texte auf Stufe B1 des GER

SCHWER Texte auf den Stufen B2 bis C2 des GER

GER Gemeinsamer europäischer Referenzrahmen

28

58 SÜDTIROL

In der Geschichte Südtirols ist viel passiert: Mal war die Region

ein Teil Österreichs, mal ein Teil Italiens. Trotzdem hat sie viele ihrer

Traditionen behalten – bis heute. Im Herbst gibt es eine besondere

kulinarische Tradition: das Törggelen.

10/09

NEUE SERIE: IN DEUTSCHLAND ARBEITEN

Fachkräfte wie Erzieherinnen oder Ärzte werden in Deutschland

gesucht, genauso Au pairs und Praktikanten. Wie aber findet man diese

Jobs? Welche Organisationen helfen bei der Suche? In Teil 1 unserer

neuen Serie geben Experten Tipps für den Weg nach Deutschland.

DEUTSCH perfekt

MITTEL

MITTEL SCHWER

IN DIESEM HEFT: 15 SEITEN SPRACHSERVICE

28 In Deutschland leben und arbeiten (Teil 1)

Wege zu einem neuen Job

31 Mahlzeit!

Serie: Neues von der Familie Lang

32 Übungen zu den Themen des Monats

Mehr Sicherheit mit Wörtern und Texten

34 Wortschatz

Diesmal: auf dem Rockkonzert

35 Schreiben • Sprechen • Verstehen

Wohnungsanzeigen schreiben • An-, um- und LEICHT

abmelden • Stellenanzeigen

SAMMELKARTEN MITTEL

37 Raten Sie mal!

Zwei Rätsel zu den Themen des Monats

38 Grammatik

MITTEL

SCHWER

Die Direktionaladverbien „hin“ und „her“

39 Gesehen & gelesen

LEICHT

Kreative Texte in der Werbung; plus: Comic

40 Unsere Produkte • Lösungen

MITTEL

Die Deutsch-perfekt-Produkte im Oktober • Lösungen der

Übungen

41 Starthilfe • Gut zu wissen

Extra-Service Übersetzungen in Englisch, Spanisch,

Französisch, Italienisch, Polnisch, Russisch,Türkisch

LEICHT



LESEN & HÖREN

Interviews und Texte mit diesem Symbol können

Sie hören: am Telefon oder im Internet. Diesmal:

7 Kurz & knapp

Ein sehr teures kleines Haus auf Sylt

46 Mein Deutschland-Bild

Arnulf Hettrich über Wildschweine

LERNEN MIT Deutsch perfekt-PRODUKTEN

Deutsch perfekt Audio: der Trainer für Hörverständnis und Aussprache,

auf CD oder als Download (siehe Seite 27)

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Sie im Heft auf dieses Symbol! Zu diesen Artikeln können Sie

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LEICHT

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LEICHT

LEICHT

5


QUELLE: POLIZEI BERLIN

KURZ & KNAPP

LEICHT

NEUES VOM WUNDERKIND MOZART

240 Jahre mussten zwei Klavierstücke des jungen Wolfgang Amadeus Mozart auf ihre Präsentation warten. Der Pianist Florian Birsak

spielte sie jetzt in Salzburg. Mit einer neuen Technik hatte der Musikforscher Ulrich Leisinger (Foto) vorher die beiden Stücke

als Mozart-Originale identifiziert. Der junge Wolfgang hat sie als Sieben- oder Achtjähriger komponiert und gespielt. Sie sind circa

fünf Minuten lang. Mozarts Technik war schon sehr gut, sagt Leisinger. Das Wunderkind konnte die Noten aber noch nicht auf-

schreiben. Das hat sein Vater Leopold für ihn gemacht. Unter www.mozarteum.at kann man die Stücke hören.

2141

Demonstrationen gibt es pro Jahr in Berlin. Das sind

rund sechs pro Tag. In keiner anderen deutschen Stadt

gehen die Leute für ihre Ziele lieber auf die Straße.

6 DEUTSCH perfekt 10/09


BUSFAHRER OHNE FÜHRERSCHEIN

Einen Führerschein hat er schon lange nicht mehr. Trotzdem hat ein Schweizer als Busfahrer gearbeitet. In den letzten 35

Jahren ist er durch ganz Europa gefahren. Nie hat ihn jemand kontrolliert. Nach circa zwei Millionen Kilometern war jetzt

aber Schluss. Der 58-Jährige hatte noch nie einen Führerschein für Busse, so die Schweizer Polizei. Seit 1979 durfte er auch

keine Autos mehr fahren. Jetzt entscheidet die Justiz über die Konsequenzen – für den Busfahrer und für seinen Chef.

ARZT OHNE ABITUR

MILLIONEN FÜR 30 QUADRATMETER

Das kleine Haus am Meer hat nur 30 Quadratmeter Wohnfläche. Das ist gerade genug Platz

für einen Tisch, vier Stühle, einen Schrank, ein Bett, eine kleine Küche und eine Toilette.

Matthias Haase will damit aber das Geschäft seines Lebens machen. Er will es nämlich für

6,3 Millionen Euro verkaufen. Das sind 160 000 Euro pro Quadratmeter! Der 2400 Quadratmeter

große Garten kostet extra. Dafür gibt es aber die Nordsee fast direkt vor der Nase,

frische Luft, Natur und viel Ruhe: Das Haus liegt auf der Insel Sylt (Schleswig-Holstein).

Dort sind Immobilien sehr teuer. Und der Garten ist interessant für Spekulanten. Jeden

Tag rufen ihn Leute an und möchten das Haus haben – sagt Haase. Er selbst hat es 2001

für 1,2 Millionen D-Mark (610 000 Euro) gekauft. Der Fernsehmoderator Johannes B. Kerner

hatte schon einen Kaufvertrag in der Tasche. Aber dann wollte er das Haus doch nicht

mehr: Seine Familie wird größer. Da war das Haus wohl zu klein.

10/09

DEUTSCH perfekt


Den Text „Millionen für 30 Quadratmeter“ können Sie vom 28.9. bis 25.10.2009 hören:

Tel. +49 (0)89/8 56 81-317 oder www.deutsch-perfekt.com ) Audio ) Lesen & Hören

Ein 29-Jähriger hat mit falschem Doktortitel 196-mal in einer Klinik in Erlangen (Bayern) operiert. Der junge Mann ist eigentlich

Bankkaufmann. Medizin hat er parallel zu seiner Arbeit studiert. Aber das durfte er eigentlich nicht. Er hatte nämlich

kein Abitur. In der Schule war für ihn nach der 10. Klasse Schluss. Auf seinem letzten Zeugnis hatte er in Religion eine Eins,

also die Note „sehr gut“. In den Hauptfächern wie Deutsch und Mathematik hat es nur zu einer Vier gereicht. Der falsche

Arzt hat aber gut operiert. Alle Patienten leben. Deshalb muss er jetzt auch „nur“ dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

NEUES VOM WUNDERKIND MOZART

das W¢nderkind, -er Kind: Es zeigt sehr früh ein

besonderes Talent.

das Klavierstück, -e Musikstück für Piano

die Präsentation, -en hier: Spielen vor Publikum

der Musikforscher, - Person: Sie untersucht

Musik systematisch.

aufschreiben ≈ notieren

2141

die Demonstration, Treffen von vielen Men-

-en schen auf der Straße: Sie

protestieren gegen etwas.

das Ziel, -e hier: Resultat: Das will

man bekommen.

BUSFAHRER OHNE FÜHRERSCHEIN

entscheiden hier: sagen, welche

Sanktionen es geben soll

ARZT OHNE ABITUR

das Abitur Prüfung am Ende vom

Gymnasium

der B„nkkaufmann, Person: Sie arbeitet bei

-leute einer Bank.

das Hauptfach, ¿er hier: ≈ Unterricht in einem

wichtigen Sektor

]s h„t nur zu einer Ein besseres Resultat als

Vier gereicht. die Note Vier war nicht

möglich.

das Gefængnis, -se Haus: Dort müssen

Kriminelle bleiben.

MILLIONEN FÜR 30 QUADRATMETER

die Wohnfläche, -n Größe von einem Haus

oder einer Wohnung

gerade genug hier: nur

das Geschæft seines sehr viel Geld ver-

Lebens m„chen dienen

die |nsel, -n Stück Land in einem Meer,

See oder Fluss

die Immobilie, -n Haus oder ein Stück Land

der Spekul„nt, -en Person: Sie kauft z. B.

Häuser oder Waren und

wartet, bis sie sie teuer

verkaufen kann

der F¡rnsehmoderator, Person: Sie interviewt in

-en einer Fernsehsendung

Gäste.

“n der T„sche haben hier: unterschrieben haben

wohl hier ironisch: wahrscheinlich

ÜBERSETZUNGEN IN SIEBEN SPRACHEN AUF SEITE 41/42

7

FOTOS: PICTURE-ALLIANCE/DPA; PETER BISCHOFF


KURZ & KNAPP

LEICHT

DA SIND SIE WIEDER

die S¢mpfschildkröte, Amphibientier: Es kann

-n sehr alt werden.

zu gut hier: so gut, dass sie zu

viele Sumpfschildkröten

gegessen haben

der Lebensraum, ¿e hier: ≈ Region: Dort

leben Sumpfschildkröten.

der Naturfreund, -e Person: Sie liebt die

Natur.

das Sch¢tzgebiet, -e Region/Landschaft: Dort

darf man die Landschaft

nicht ändern, z. B. keine

Straßen machen.

hffen auf ≈ sich wünschen

der Erflg, -e positives Resultat

DER GUTE TIPP

die Persönlichkeit, -en ≈ wichtige Person

der Bibliothekar, -e Person: Sie arbeitet in

einer Bibliothek.

w“ssenschaftlich hier: ≈ systematisch

3 FRAGEN

das Vermögen, - hier: Geld

vor „llem ≈ speziell

die Ges¡llschaft, -en Menschengruppe: Sie

lebt in einem sozialen

und politischen System

zusammen.

Das “st ihre soziale Das ist ihre Aufgabe, weil

Ver„ntwortung. sie ein Teil dieser Gesellschaft

sind.

über eine Gr¡nze ≈ mehr als …

vn … hinaus

ursächlich h¡lfen hier: ≈ an den Basisproblemen

helfen

der Themenschwer- hier: ≈ zentrales Motto

punkt, -e

die M¡nschenrechte ≈ garantierte Chancen

Pl. für ein Individuum, z. B.

Freiheit, freie Meinung

die }mwelt ≈ Natur, Ökologie

der Frieden hier: ↔ Streit zwischen

Nationen

der Sozialdienst, -e hier: ≈ sozialer Verein: Er

bietet z. B. Hilfsangebote

für Senioren an.

einverstanden sein Ja sagen, akzeptieren

das ]rbe hier: Geld: Man bekommt

es, wenn eine

Person gestorben ist.

ÜBERSETZUNGEN IN SIEBEN SPRACHEN AUF SEITE 41/42

DA SIND SIE WIEDER

Am Rhein gibt es wieder Sumpfschildkröten. Früher waren sie an vielen Flüssen in

Deutschland zu Hause. Ihr Fleisch schmeckte den Deutschen aber zu gut. Außerdem

haben die Menschen den Lebensraum der Tiere kaputt gemacht. Mehr als 100 Jahre hatte

man an Deutschlands längstem Fluss deshalb keine Sumpfschildkröten mehr gesehen.

Naturfreunde haben jetzt aber sechs Jungtiere in das Schutzgebiet Kühkopf-Knoblochsaue

(Hessen) gebracht. Sie sind noch nicht größer als eine Tasse. Normalerweise

werden sie aber 15 bis 20 Zentimeter groß und bis zu 100 Jahre alt. In Brandenburg gibt

es schon seit Jahren wieder eine Sumpfschildkrötenfamilie. Sie wird immer größer. Am

Rhein hoffen die Menschen auf den gleichen Erfolg.

DER GUTE TIPP

Die neue Internetseite

www.biographie-portal.eu

liefert viele interessante

Informationen über mehr

als 100 000 historische Persönlichkeiten

aus Deutschland,

Österreich und der

Schweiz. Historiker und

Bibliothekare aus den drei

deutschsprachigen Ländern

wollen mit ihrem Portal besser sein als die Autoren von Wikipedia. Sie garantieren,

dass jede Information wissenschaftlich geprüft ist.

8 DEUTSCH perfekt 10/09


www.duden.de

3 FRAGEN

an Dieter Lehmkuhl (66), Arzt aus Berlin

Sie wollen 50 Prozent

Ihres Vermögens abgeben.

Und Sie möchten,

dass andere reiche

Menschen es so

machen wie Sie.

Warum?

In den Jahren des Booms haben vor

allem die Reichen viel Geld verdient.

Jetzt in der Krise sollen sie der Gesellschaft

etwas davon zurückgeben. Das ist

ihre soziale Verantwortung. Ich arbeite

deshalb für eine neue Initiative. Was wir

möchten: Reiche sollen 2009 und 2010

fünf Cent abgeben – von jedem Euro,

den sie über eine Grenze von 500 000

Euro hinaus haben. Das kann 50 bis 100

Milliarden Euro bringen.

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Was soll mit dem Geld passieren?

Die Regierung soll damit ökologische

Hilfsprogramme für Firmen finanzieren.

Mein eigenes Geld möchte ich außerdem

an Hilfsprojekte für Menschen in armen

Ländern geben. Damit möchte ich

ursächlich helfen. Deshalb gebe ich das

Geld vor allem Organisationen mit Themenschwerpunkten

wie Menschenrechte,

Demokratie, Umwelt und Frieden.

Wie sind die Reaktionen auf Ihre Pläne?

Fast nur positiv. Mich hat einmal jemand

gefragt, ob ich krank bin und ob ich nicht

zum Nervenarzt gehen will. Aber meistens

finden das die Menschen gut. Der

Chef eines Sozialdienstes hat uns Blumen

geschenkt, als er von unserer Initiative

gehört hat. Das war schön. Wichtig ist

mir auch: Mein Sohn soll einverstanden

sein. Sein Erbe soll genau so groß sein

wie meines einmal war.

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FOTOS: PICTURE-ALLIANCE/DPA; FOTOLIA/ROBERT PAUL VAN BEETS, V.MOSICHEV; PRIVAT

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QUELLE: STATISTA 2009

KURZ & KNAPP

LEICHT

GERN GEHOLFEN!

Jeder Dritte Deutsche arbeitet ohne Lohn

für eine gute Sache (siehe Deutsch perfekt

8/2008). In diesen Bereichen sind die Helfer

am liebsten aktiv*:

Freizeit 35,9 %

Kinder und Jugend 26,5 %

Kirche 21,3 %

Soziales 18,8 %

Kultur 14,8 %

Lokales 14,1 %

Senioren 10,7 %

Politik 7,8 %

Tier-/Umweltschutz 7,7 %

* die Helfer konnten mehrere Bereiche ankreuzen

GERN GEHOLFEN!

der Bereich, -e ≈ Sektor

der }mweltschutz von: Umwelt schützen = hier:

so leben, dass es für die Umwelt

und das Klima gut ist

(die }mwelt ≈ Natur, Ökologie)

LIEBER UNVERHEIRATET

ohne Trauschein unverheiratet

BRANDENBURGER MÜLLTONNEN FÜR BAGDAD

w¡rfen hier: ≈ wegwerfen

der B•rger- Chef von einem Ort oder

meister, - einer Stadt

J¡tzt sll ¡s b¡sser Man wünscht sich, dass es

werden. dann besser wird.

der Qualitäts- Stempel: Er zeigt, dass ein

stempel, - Produkt sehr gut ist.

ÜBERSETZUNGEN IN SIEBEN SPRACHEN AUF SEITE 41/42

LIEBER UNVERHEIRATET

Immer mehr Paare leben in Deutschland ohne Trauschein. Im letzten Jahr

ist die Zahl stark nach oben gegangen – in Ostdeutschland von 539 000 auf

656 000, in Westdeutschland von 1,4 Millionen auf 1,8 Millionen. Das sind

im Osten 22 Prozent und im Westen 29 Prozent mehr als 2007. 41 Prozent der

ostdeutschen Paare mit Kindern sind unverheiratet. In Westdeutschland

sind es 23 Prozent.

BRANDENBURGER

MÜLLTONNEN FÜR

BAGDAD

Die Menschen in der irakischen Hauptstadt

werfen ihren Müll bald in deutsche Tonnen.

Eine Firma aus Neuruppin (Brandenburg)

soll im Oktober 500 000 Stück nach

Bagdad liefern. Vorher hatte die irakische

Hauptstadt Mülltonnen aus einem anderen

Land importiert. Die musste die Kommune

aber selbst schnell wegwerfen. Sie

waren zu schnell kaputt, sagte ein Bürgermeister

von Bagdad den Neuruppinern.

Jetzt soll es besser werden. Zwei Dinge

waren den Irakern deshalb sehr wichtig:

Die Mülltonnen dürfen nur in Neuruppin

hergestellt werden. Und auf jeder Tonne

muss der Qualitätsstempel „Made in Germany“

stehen.

10 DEUTSCH perfekt 10/09

FOTOS: FOTOLIA/FALCO; ESE INDUSTRIE GMBH


Vor fast drei Jahren habe ich eine lange

Reise durch Europa gemacht. Ich wollte

einen neuen Platz zum Leben und Arbeiten

finden. Meine Wunschstädte waren Mailand,

London oder Berlin. Nach der Reise

habe ich in Argentinien eine Berlinerin

kennengelernt. Ende 2007 bin ich zu ihr

nach Berlin geflogen. Es hat mir wieder sehr

gut dort gefallen, und ich bin einfach

geblieben.

Ich mag die Stadt. Sie ist sehr kreativ und

groß. Jeden Tag sehe ich etwas Neues. Auf

den Straßen ist immer viel los. Ganz toll

finde ich auch, dass man viel mit dem Fahrrad

fahren kann. In meiner Heimatstadt

Córdoba geht das nicht. Dort gibt es keine

Fahrradwege. Und die Autos fahren viel zu

schnell. Außerdem finde ich die öffentlichen

Verkehrsmittel in Deutschland gut,

auch wenn sie ein bisschen teuer sind.

Denn es gibt Fahrpläne. In Córdoba weiß

man nicht, wann und wo ein Bus abfährt.

In Berlin leben Menschen aus der ganzen

Welt. Das gefällt mir. Ich habe inzwischen

Freunde aus vielen verschiedenen Ländern.

In meiner ersten Zeit hier konnte ich noch

kein Deutsch. Aber ich bin ein offener

Mensch und spreche andere Sprachen. Das

hat mir geholfen. Dann habe ich Deutschkurse

gemacht.

Es ist sehr schwer, eine gute Arbeit zu

finden. Viele Immigranten arbeiten nicht in

10/09

DEUTSCH perfekt

MARCO CHIAVASSA

IN BERLIN

HEIMAT: Argentinien

ALTER: 34 Jahre

BERUF: Industrie-Designer

ERSTER MONAT: Januar 2008

HOBBYS: Kochen, Sprachen,

Zeichnen

ihrem Beruf. Auch ich hatte schon verschiedene

Jobs in Berlin. Ich habe als Tischler

gearbeitet und auch in einer Bar. Inzwischen

arbeite ich als Gärtner. Aber ich

möchte wieder als Produkt-Designer arbeiten

und meine Projekte realisieren.

Vor meinem Leben in Deutschland hatte

ich schon viele Deutsche getroffen. Es waren

Studenten in Argentinien. Ich dachte, dass

alle Deutschen so wie sie sind: Sie sind

offen und sprechen viele Sprachen. Aber in

Deutschland habe ich dann gemerkt: Es

geht auch anders. Deutsche, die nicht reisen,

sind meistens viel verschlossener.

Manchmal finde ich die Deutschen auch ein

bisschen kalt. Und sie lachen wenig.

Manchmal gehe ich mit Freunden in eine

Bar. Wir gehen um neun oder zehn Uhr

abends los. Das ist früh für mich. Das

Nachtleben in Argentinien beginnt viel später.

Die Leute in den Bars sehen manchmal

ein bisschen gelangweilt aus. Ein deutscher

Mann braucht viel Bier – erst dann tanzt er

vielleicht ein biss chen.

Ein bisschen komisch finde ich auch die

Liebe der Deutschen zu ökologischen Produkten.

Aber ihr Umweltbewusstsein finde

ich sehr gut. Das ist eine Inspiration für

mich. Nach Berlin zu kommen war richtig.

Ich bin glücklich hier. <

MIT MARCO CHIAVASSA SPRACH ANNIKA VORBERG

BERLIN

EINWOHNER: 3,4 Millionen

BESONDERHEITEN: deutsche Hauptstadt,

Kulturmetropole mit circa 170 Museen, Bootsfahrten auf der Spree

die Bootsfahrt, -en Ausflug mit einem Schiff

MEIN ERSTER MONAT


LEICHT

das Zeichnen mit einem Stift ein Bild

machen

Auf den Straßen “st ≈ Auf den Straßen passiert

viel los. immer etwas Interes san -

tes.

das œffentliche z. B. U-Bahn,

Verkehrsmittel, - Straßenbahn, Bus

inzw“schen hier: jetzt

der T“schler, - Person: Sie stellt Dinge

aus Holz her, z. B. Möbel.

der Gærtner, - Person: Sie kümmert sich

um den Garten von anderen

Leuten.

d„chte Prät. von: denken

verschlssen hier: so, dass man seine

Emotionen nicht zeigt

losgehen hier: ≈ in die Bar gehen

gel„ngweilt so, dass man etwas langweilig

findet

das }mweltbewusst- ökologisches Denken

sein

11

FOTOS: PRIVAT; FOTOLIA/LOUZIFER, FLASHPICS; KARTE: E.KLEINERT


MENSCHEN DES MONATS

MITTEL

WER IST EIGENTLICH …?

ULRICH TUKUR

Er mag gutes Essen, schönes Wohnen und Musik: Ulrich Tukur lässt es sich gerne gut gehen. Auch in seinem neuen Job wird

es sich der Schauspieler gut gehen lassen. Tukur wird „Tatort“-Kommissar, und die Figur des Kommissar Murot wird ähnlich

lebensfroh sein wie er selbst. Im deutschen Fernsehen ist dies eine sehr populäre Rolle. Der „Tatort“ ist eine sehr erfolg -

reiche Krimiserie. Durch konsequent gute Leistungen hat sich der 52-Jährige in die erste Reihe der deutschsprachigen

Schauspieler gespielt. Tukur kommt eigentlich vom Theater. Erste Erfolge feierte er Mitte der 80er-Jahre mit Regisseur Peter

Zadek. Dann stand Tukur immer öfter vor der Kamera. Internationalen Erfolg hatte er mit dem Film Das Leben der Anderen.

Das Stasi-Drama von Florian Henckel von Donnersmarck gewann einen Oscar. Aber Tukur kann nicht nur schauspielen.

Er war Intendant der Hamburger Kammerspiele und ist Sänger einer Band. Zusammen mit seiner zweiten Frau, einer Fotografin,

hat er auch ein Buch geschrieben. Darin erzählen sie von ihrem Leben in Venedig. Dort lebt das Paar auf einer kleinen

Insel – und lässt es sich gut gehen.

WALTER LINDNER

Die Stimme Joschka Fischers ist ins

Außenministerium zurückgekehrt: Walter

Lindner, Fischers langjähriger Sprecher,

leitet nun das Krisenreaktionszentrum

des Auswärtigen Amts. Der 52-

Jährige, zuletzt Botschafter in Kenia,

hat damit dort eine der wichtigsten

Positionen dieses Ministeriums.

NORBERT BISCHOFBERGER

Seine Erfindung rettet auf der ganzen

Welt Menschenleben. Der Österreicher

Norbert Bischofberger hat Tamiflu erfunden.

Das Medikament wird bei Grippeinfektionen

wie auch der Vogelgrippe

und der Schweinegrippe gebraucht. Der

55-Jährige ist dadurch reich geworden –

und forscht ohne Pause weiter.

FRANK SCHÄTZING

Fünf Jahre nach seinem Millionen-

Bestseller Der Schwarm ist der 52-Jäh -

rige zurück: Sein neuer Thriller Limit

wird ab Oktober verkauft. In seinem

Welterfolg hatte er von der Tiefsee

erzählt, jetzt schreibt er über den

Mond. Ob der Kölner damit neue

Höhen in der Literatur erreicht?

12 DEUTSCH perfekt 10/09


10/09

DEUTSCH perfekt

NINA HAGEN

Ihre Eltern waren Atheisten, sie selbst war

Hinduistin, und bis jetzt glaubte sie an Außerirdische.

Nun hat Nina Hagen zum christlichen

Glauben gefunden. Mit 54 Jahren ließ sich die

Punk-Sängerin aus Berlin in einer evangelischen

Kirche taufen. „Ich bin so dankbar und

glücklich“, war ihr Kommentar.

CHRISTIAN THIELEMANN

Er hat seinen Taktstock zu energisch ge -

schwungen: Christian Thielemann wollte als

Münchner Chefdirigent mehr Macht. Nun steht

er mit leeren Händen da. Der 50-Jährige

bekommt keinen neuen Vertrag. Jetzt bittet er

die Stadt, weiter mit den weltberühmten Philharmonikern

arbeiten zu dürfen.

STEFFI NERIUS

Als die 37-Jährige zum letzten Mal den Speer

in die Hand nahm, weinte sie vor Freude.

Denn sie wußte schon, dass sie Weltmeis -

terin ist. „Das ist der größte Moment in meinem

Leben“, sagt sie über den Gewinn der

Goldmedaille. Nach ihrer Karriere wird sie

jetzt Trainerin im Behindertensport.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH!

CORINNA HARFOUCH

In ihrem neuesten Film spielt sie eine Frau, die vor ihrem

fünfzigsten Geburtstag zu fliehen versucht: Giulias Verschwinden

bekam auch dank Corinna Harfouch den Publikumspreis

beim Internationalen Filmfest von Locarno. Im

richtigen Leben feiert Harfouch jetzt ihren 55. Geburtstag.

Einen Grund, vor ihrem Alter zu fliehen, hat sie nicht. Ihr

Erfolg wird mit jedem Jahr größer. Harfouch, die in Suhl in

der früheren Deutschen Demokratischen Republik geboren

ist, war vor der Wende ein ostdeutscher Theaterstar. Auch

nach der Wende stand sie weiter auf der Bühne. 1997 wurde

sie von Theater heute zur Schauspielerin des Jahres

gewählt. Sie hat in über 30 Kino- und Fernsehfilmen

gespielt. Mit Goldener Kamera, Deutschem Filmpreis und

dem Adolf-Grimme-Preis bekam Harfouch schon die wichtigsten

Preise eines Schauspielerlebens.

ULRICH TUKUR

der Tatort, -e Ort eines kriminellen Tuns

lebensfroh mit Spaß am Leben

erflgreich mit Erfolg

die Leistung, -en hier: Arbeit

der Regisseur, -e Leiter, der Schauspielern

franz. Instruktionen gibt

die Stasi kurz für: Staatssicherheit:

Sie war eine Geheimpolizei

des DDR-Regimes.

der Intend„nt, -en ≈ Direktor

die K„mmerspiele Pl. kleines Theater

WALTER LINDNER

das Außenministerium, Ministerium, das sich

-ministerien um die politischen

Kontakte mit dem Ausland

kümmert

zur•ckkehren zurückkommen

der Spr¡cher, - hier: Person, die offizielle

Informationen an die

Öffentlichkeit gibt

das Auswärtige [mt Außenministerium

NORBERT BISCHOFBERGER

die Erf“ndung, -en neue Idee, neues Produkt

frschen arbeiten für mehr Wissen

FRANK SCHÄTZING

der Schw„rm, ¿e große Zahl von Fischen,

Insekten oder Vögeln, die

zusammen leben

die Tiefsee Bereich im Meer, der tiefer

ist als 800 Meter und ohne

Licht

die Höhe, -n hier: großer Erfolg

NINA HAGEN

der/die Außerirdische, ≈ Organismus oder Figur,

-n die nicht von unserem

Planeten ist

taufen durch ein Ritual zum

Christen machen

d„nkbar hier: froh

CHRISTIAN THIELEMANN

den T„ktstock ein Orchester leiten

schw“ngen

der Ch¡fdirigent, -en oberster Leiter eines

Orchesters

die M„cht hier: ≈ Kontrolle über wichtige

Entscheidungen

m“t leeren Hænden hier: keine Stelle

dastehen mehr haben

STEFFI NERIUS

der Speer, -e hier: langer, dünner

Gegenstand, den man so

weit wie möglich wirft

die W¡ltmeisterin, die Beste der Welt

-nen

der Beh“ndertensport Sport, den z. B. Invalide

machen

CORINNA HARFOUCH

fliehen hier: weglaufen

verschw“nden hier: weggehen und nicht

mehr wiederkommen

d„nk ≈ wegen

der Publikumspreis, -e hier: Gegenstand oder Geld

für einen sehr guten

Schauspieler, den das

Publikum wählt

die W¡nde hier: politischer Neuanfang

1989

13

FOTOS: ULLSTEIN BILD/PUBLIC ADDRESS; AP PHOTO/M. SCHREIBER; PICTURE-ALLIANCE/DPA(2); DPA/T.LOHNES


Vor wenigen Jahren waren sie nur eine von vielen Schülerbands. Inzwischen haben

die Jungs von Tokio Hotel Fans auf der ganzen Welt. Im Oktober kommt ihre dritte CD

auf den internationalen Markt. MARTIN LANGEDER erzählt eine ganz besondere

Erfolgsgeschichte. MITTEL �

Die Idee hat Bill Kaulitz in Los

Angeles im Auto. Er wird gerade

ins Tonstudio gebracht, als ihm der

Titel für den neuesten Song seiner

Band Tokio Hotel einfällt: „Automatisch“.

Normalerweise dauert es

Tage oder Nächte, bis ein neues

Lied fertig ist. Diesmal geht alles

ganz schnell. Bill verschiebt den

Termin im Studio. In weniger als

zwei Stunden entsteht aus seiner

Idee ein Song.

Das Lied ist Teil der dritten CD der

Popband, die Anfang Oktober auf

den Markt kommt. Tausende Fans

warten auf die neue CD. Die

Geschichte von Bill und seiner Band

ist ein Pop-Märchen. Das geht so:

Vier Teenager aus der ostdeutschen

Provinz spielen einfach ihre Musik

– und werden dafür in Deutschland,

in ganz Europa und in Amerika

gefeiert. Fünf Millionen CDs

haben Bill und seine Bandkollegen

seit 2005 verkauft. Keine andere

neu gegründete Band in Deutschland

hat so viel Erfolg.

Angefangen hat alles in Leipzig.

Dort werden am 1. September 1989,

zwei Monate vor dem Fall der Berliner

Mauer, Bill Kaulitz und sein

Zwillingsbruder Tom geboren. Die

Kinder wachsen in der Nähe von

14 DEUTSCH perfekt 10/09


Magdeburg auf. Bill beginnt zu singen,

sein Bruder Tom spielt dazu Gitarre. Die

beiden haben ein Ziel: Sie wollen Rockstars

werden. Als die Kaulitz-Brüder zwölf

Jahre alt sind, gründen sie mit ihren

Freunden Gustav Schäfer und Georg Listing

die Band Devilish.

Schon damals liebt

es Bill, im Mittelpunkt

zu stehen. Nach einer

Halloweenparty beginnt

er, dunkle Hosen und

T-Shirts zu tragen, seine

Fingernägel zu lackieren und seine Augen

schwarz zu schminken. Seine helle, traurige

Stimme wird zu seinem Markenzeichen,

genauso seine toupierten Haare. Für

seine Mitschüler ist er ein bisschen verrückt

– manche pöbeln ihn auch an. Bill

macht trotzdem weiter. Er spielt mit seinen

Bandkollegen auf Dorffesten, macht

bei Wettbewerben mit und tritt überall

auf, wo es eine Bühne gibt.

2003 besucht ein Musikproduzent ein

Konzert der Band. Er ist begeistert. Er lässt

10/09

„KEINE AUSSPRACHEPROBLEME

BEIM SINGEN“

Andrea Schäfer vom Goethe-Institut Paris über den

Effekt von Tokio Hotel.

Tokio Hotel hat auch in Frankreich viele Fans. Interessieren

sich deshalb mehr junge Franzosen für die

deutsche Sprache?

Wir können allgemein feststellen, dass das Interesse an

Deutsch wieder wächst. Dazu hat auch Tokio Hotel beigetragen.

In Frankreich lernen zurzeit in der Sekundarstufe

15,4 Prozent aller Schüler Deutsch, entweder als

erste oder zweite Fremdsprache. Viele Schüler fragen

uns nach den Liedtexten. Auch viele Lehrer melden sich

bei uns. Wir haben für sie am Beispiel des Liedes „Leb

die Sekunde“ Unterrichtsmaterial zusammengestellt.

Dabei geht es zum Beispiel darum, die Botschaft des

Liedtextes „Keine Zeit! – Die Zeit läuft. – Leb die Sekunde!“

zu interpretieren. Außerdem bekommen die

Schüler noch mehr Informationen über die Band.

Welche anderen deutschen Bands kommen in Frankreich

an?

Besonders populär sind die Killerpilze und Wir sind Hel-

DEUTSCH perfekt

Israelische Fans sammelten

Unterschriften, damit die

Band in ihrem Land spielt.

die Teenager Musik- und Gesangsunterricht

nehmen und findet gemeinsam mit ihnen

einen neuen Namen für die Band. „Tokio

Hotel“ soll zwei Dinge symbolisieren: Tokio

steht für ferne exotische Länder. Hotel

bedeutet: viel unterwegs sein. Bill lässt sich

das Tokio-Hotel-Symbol,

die miteinander

verschlungenen Buchstaben

T und H, tätowieren,

bevor 2005 die erste

Single Durch den Monsun

in die Läden kommt.

Der Plan funktioniert. Bill, Tom, Gustav

und Georg erobern sofort die deutsche und

österreichische Hitparade. Sie sind näher

dran an der Zielgruppe der sechs bis 13 Jahre

alten Mädchen als andere Bands – eine

Marktlücke. Tokio Hotel trifft den Nerv der

Jugendlichen, die gerade zum ersten Mal

Liebeskummer haben oder deren Eltern sich

getrennt haben. Genau dieses Gefühlschaos

ist auch das große Thema ihrer Songs,

die meistens als Balladen beginnen und

starke Refrains haben. Das Motto von Titeln

den. Sie machen wie Tokio Hotel rockige Musik – das ist

zurzeit im Trend.

Hilft die Musik beim Lernen der deutschen Sprache?

Ja, denn beim Singen fallen viele Ausspracheprobleme

weg. Außerdem motivieren deutsche Bands wie Tokio

Hotel die Schüler. Sie wollen wissen, was ihre Idole

eigentlich singen. Immer mehr Jugendliche verbringen

außerdem mehrere Monate in Deutschland. Sie sind

ganz begeistert vom Lebensstil der Deutschen. Besonders

beeindruckt sind sie vom Umweltbewusstsein.

„llgemein hier: prinzipiell

beitragen zu hier: ein Grund sein für

die Sekundarstufe, -n z. B. Gymnasium oder Realschule

s“ch m¡lden hier: fragen, ob es Material für den

Unterricht gibt

zus„mmenstellen hier: machen

¡s geht ¢m hier: das Ziel ist

die Botschaft, -en hier: Information, Nachricht

„nkommen hier: Erfolg haben

der H¡ld, -en hier: Person, die ohne Angst

gefährliche Aufgaben löst

w¡gfallen hier: keine Probleme machen

begeistert sein vn toll finden

beeindruckt sein vn ≈ gut finden

das }mweltbewusstsein ökologisches Denken

>

auf den M„rkt kmmen in den Läden zum Kauf

angeboten werden

das Tonstudio, -s Studio für Musikproduktionen

% S. 42

entstehen hier: gemacht werden

gr•nden starten

der F„ll der Berliner Öffnung der Grenze

Mauer zwischen West- und

Ostdeutschland

der Zw“llingsbruder, ¿ ≈ einer von zwei Brüdern,

die am selben Tag geboren

wurden

der M“ttelpunkt Zentrum

der F“ngernagel, ¿ harter, flacher Teil am Ende

des Fingers

lackieren Lack malen auf

schm“nken hier: Farbe malen um

zu seinem M„rken- typisch für ihn werden

zeichen werden

toupieren hier: ≈ die Haare mit

einem Kamm und viel

Haarspray so lange nach

oben machen, bis sie vertikal

stehen bleiben

„npöbeln mit Worten und Gesten

provozieren und die

Gefühle verletzen

der W¡ttbewerb, -e hier: ≈ Suche nach der

besten Band % S. 42

auftreten hier: auf der Bühne singen

begeistert enthusiastisch

der Ges„ngsunterricht Unterricht im Singen % S. 42

stehen für hier: ≈ Symbol sein für

f¡rn weit weg

mitein„nder hier: ≈ so, dass sich ein

verschl¢ngen Buchstabe um den anderen

legt

tätowieren ein Tattoo machen

erobern hier: auf die ersten Plätze

kommen von

nah dr„n sein „n hier: ungefähr gleich alt

sein und deshalb gut passen

zu

die Zielgruppe, -n Gruppe von Menschen mit

ähnlichen Charakteristika

(z. B. Alter) oder Interessen

% S. 42

die M„rktlücke, -n hier: Bereich, in dem es

noch keine Popgruppe

gegeben hat

den N¡rv der Jugend- etwas zum Thema machen,

lichen tr¡ffen was zur Situation der

Jugendlichen passt

der Liebeskummer Traurigkeit wegen unglücklicher

Liebe

der Refrain, -s franz. Teil eines Liedes, der am

Ende jeder Strophe wiederholt

wird % S. 42

15

FOTOS: PICTURE-ALLIANCE/DPA; UNIVERSAL MUSIC


zus„mmenhalten hier: sich gegenseitig

unterstützen

vereinen ≈ verbinden, kombinieren

auszeichnen hier: charakteristisch sein

für

das Sensibelchen, - Person mit viel

Gefühl, die aber auch

kompliziert ist

der Draufgänger, - Person, die versucht, ihre

Ziele zu erreichen, ohne an

Konsequenzen zu denken

der Schlagzeuger, - Person, die Schlagzeug

spielt % S. 42

(das Schlagzeug, -e Rhythmusinstrument, auf

das man schlägt) % S. 42

bodenständig hier: ≈ durchschnittlich,

normal

kreischen mit lauter, hoher Stimme

schreien

„ndersrum hier: wenn deutsche Fans

auf Französisch singen

unvorst¡llbar/ hier: ≈ nicht möglich

¢nvorstellbar

profitieren Vorteile haben

srgen für der Grund sein für

der Schw„rzmarkt, ¿e illegaler Markt % S. 42

heißt ¡s so wird berichtet

die Auszeichnung, -en hier: Gegenstand oder

Geld, das ein Gewinner

bekommt % S. 42

der Musiksender, - hier: Station, die Fernseh–

sendungen macht % S. 42

verflgen hier: an jeden Ort mitkommen

verprügeln sehr stark schlagen

wie „Durch den Monsun“, „Rette mich“

oder „Schrei“: Auch wenn es Probleme

gibt, halten wir zusammen – gemeinsam

sind wir stark.

Alex Gernandt von der Jugendzeitschrift

Bravo kennt noch eine andere

Erklärung für den Erfolg der

Band: „Tokio Hotel vereint

verschiedene Charaktere

– wie die Beatles,

Metallica oder die

Rolling Stones. Das

zeichnet eine gute

Band einfach aus.“

Neben dem Sensibelchen

Bill gibt es

Draufgänger Tom mit

den Dreadlocks, dazu

den an Britpopper erinnernden

Schlagzeuger Gustav

und den bodenständigen Bassisten

Georg.

Schnell werden aus den Schülern auch

im Ausland Superstars. In Frankreich zum

Beispiel kreischen die Mädchen, wenn Bill

auf die Bühne kommt. Alex Gernandt

erzählt von einem Konzert in Paris: „Die

jungen Französinnen haben die kompletten

Liedtexte mitgesungen. Wort für Wort.

Fast ohne Akzent“, sagt der Bravo-

Journalist. „Andersrum wäre

das unvorstellbar.“

Die Fahrgäste der U-

Bahn in Rom lesen

plötzlich Graffitis

mit den Namen

der Bandmitglieder

und Sätze wie

„Ich liebe dich“.

Von Tokio Hotel

profitieren auch die

Goethe-Institute und

andere Sprachschulen.

Plötzlich melden sich mehr

junge Deutschschüler an. Durch das

Internet wird die Band auch in Ländern

bekannt, in denen die Medien noch nicht

über sie berichten. In Israel sammeln Fans

16 DEUTSCH perfekt 10/09


Unterschriften, um die Band für ein

Konzert ins Land zu holen. 6000 Menschen

unterschreiben – und die Band

kommt wirklich für ein Konzert nach Tel

Aviv.

2008 reist das Quartett dann in das

Heimatland der Popmusik. In den USA

sorgen Bill, Tom & Co. wieder für

Begeisterung. Bis zu 2000 Dollar bezahlen

Fans auf dem Schwarzmarkt für Karten,

heißt es. Regulär kosten die Tickets

keine 20 Dollar. Auch die seriöse New

York Times berichtet über die Konzerte

der Jungs aus Deutschland. Dazu kommen

Auszeichnungen des Musiksenders

MTV in Nord- und Südamerika.

Aber der Erfolg hat auch weniger

schöne Seiten. Schon lange müssen sich

die Bandmitglieder von Bodyguards

schützen lassen. Im Frühling 2009 wird

bekannt, dass vier Mädchen aus Frankreich

die Band verfolgen. Ein paar

Wochen später wird Schlagzeuger

Gustav in einer Diskothek verprügelt.

Nun will die Band mit der dritten CD

aber wieder musikalisch Schlagzeilen

machen. Die neue CD trägt den Titel

Humanoid – ein Wort aus der Welt der

Science-Fiction. Die Fans bekommen

elektronische Klänge zu hören, die sich

mit den alten Rock-Klängen mischen.

„Tokio Hotel erinnern mich an Depeche

Mode. Die haben vor 30 Jahren auch als

Teenieband begonnen und sind seitdem

mit ihren Fans gereift“, sagt Pop-

Experte Gernandt. „Diesen Weg könnten

auch Bill und seine Kollegen

gehen.“

Vielleicht werden auch Tokio Hotel

mit ihren Fans alt. Bill und Tom, inzwischen

20 Jahre alt, können sich nun auf

jeden Fall ganz auf die Musik konzentrieren.

Ein bisschen verspätet haben

sie vor Kurzem an einer Online-Schule

den Realschulabschluss gemacht –

beide mit einem sehr guten Notendurchschnitt.

<

Schlagzeilen m„chen durch Zeitungsberichte öffentliches

Interesse bekommen % S. 42

der Kl„ng, ¿e (schöner) Laut % S. 42

reifen hier: älter/erwachsen werden

der Realschulab- Prüfung am Ende der Realschule

schluss, ¿e

10/09

DEUTSCH perfekt

AUTOMATISCH

Strophe 1

So automatisch

du bist wie ’ne Maschine

dein Herz schlägt nicht für mich

So automatisch

berühren mich

deine Hände

spür alles, nur nicht dich

So automatisch

deine Stimme – elektrisch

wo bist du, wenn sie spricht

So automatisch

wie du sagst, ich bin dir wichtig

wer programmiert dich?

Refrain

Wenn du lachst

lachst du nicht

Wenn du weinst

weinst du nicht

Wenn du fühlst

fühlst du nichts

weil du ohne Liebe bist

Strophe 2

Wie automatisch

renn ich durch alle Straßen

und keine führt zu dir

Wie automatisch

folgen mir deine Schatten

und greifen kalt nach mir

Du bist wie

ferngesteuert

statisch und

mechanisch

so automatisch

Dein Blick so leer

ich kann nicht mehr

alles an dir

wie einstudiert

du stehst vor mir

’ne kurz für: eine

dein H¡rz schlägt n“cht für m“ch ≈ du liebst mich nicht

berühren die Hand leicht auf etwas legen

spür hier kurz für: ich spüre = ich fühle

r¡nn hier kurz für: ich renne = ich laufe schnell

flgen hier: nachgehen

der Sch„tten, - ↔ Licht; hier: ≈ Dämonen

greifen nach hier: in Besitz nehmen

f¡rngesteuert so, dass man (aus einer Distanz) von einem

Gerät kontrolliert wird

wie einstudiert hier: ≈ wie eine Schauspielerin

17

FOTOS: UNIVERSAL MUSIC/THOMAS RABSCH; DDP/TORSTEN SILZ; ROBERT MILLER/POLARIS/LAIF


JA ODER NEIN?

JA

SCHWER

Dirk Niebel ist Generalsekretär der

FDP. Er war acht Jahre Zeitsoldat

bei der Bundeswehr und ist

Hauptmann der Reserve.

Egal ob in Afghanistan, im Kosovo

oder am Horn von Afrika – die

Bundeswehr steht heute vor vielen

komplexen und schwierigen Aufgaben. Um

diesen Aufgaben gewachsen zu sein, braucht

Deutschland eine hoch motivierte, sehr gut ausgebildete,

moderne und zu jeder Zeit voll bündnisfähige

Bundeswehr. Für all das kann nur eine

Freiwilligenarmee erfolgreich die Verantwortung

tragen. Die Wehrpflicht dagegen ist für die Einsatzbereitschaft

und die Bündnisfähigkeit der

Bundeswehr inzwischen sogar kontraproduktiv.

Wir wollen ein Ende der Wehrpflicht. Damit

wollen wir aber keine Berufsarmee einführen. Die

Bundeswehr ist tief in der Gesellschaft verwurzelt.

Das ist gut, und das soll auch so bleiben. Wir wollen

eine Freiwilligenarmee, in der Soldaten auch

für eine kurze Zeit ihren Dienst tun können. Damit

„Wir wollen keine Berufs-, sondern

eine Freiwilligenarmee.“

gibt es auch in Zukunft einen aktiven Austausch

zwischen Gesellschaft und Bundeswehr. Unsere

europäischen Nachbarn und Bündnispartner zeigen

uns schon heute, wie es ohne Wehrpflicht

geht. Und zwar erfolgreich: Von 27 EU-Mitgliedsstaaten

haben nur sieben eine Wehrpflichtigenarmee

und von 28 NATO-Staaten sogar nur fünf.

Natürlich ist die Wehrpflicht ein Erfolg in der

bundesdeutschen Geschichte. Inzwischen ist sie

aber nicht nur überholt, sondern auch ungerecht.

Zurzeit müssen nämlich nur rund 15 Prozent der

Männer eines jeden Jahrganges zur Bundeswehr,

während viele andere zur Schule gehen, studieren

oder an ihrer beruflichen Karriere arbeiten

können. Im Jahr 2008 mussten 43 Prozent der

Wehrpflichtigen weder zur Bundeswehr noch zum

Zivildienst, weil sie die Kriterien für den Wehrdienst

nicht erfüllten. Für uns Liberale ist das Ende

der Wehrpflicht daher nicht nur eine Notwendigkeit

für die Einsatzfähigkeit der Bundeswehr, sondern

auch eine Sache der Gerechtigkeit.

In Deutschland gibt es eine Wehrpflicht. Das heißt: Alle Männer ab 18

Jahren müssen zur Bundeswehr. Wenn sie das ablehnen, müssen sie

zum Zivildienst. Als „Zivi“ arbeiten sie zum Beispiel in Krankenhäu-

sern. Tatsächlich muss heute die Hälfte der jungen Männer weder zur

Bundeswehr noch zum Zivildienst. Ist das gerecht? Wir fragten:

SCHLUSS MIT DER

WEHRPFLICHT?

JA

der Generalsekretär, -e hier: ≈ Manager der Partei

die FDP kurz für: Freie Demokratische

Partei

der Zeitsoldat, -en Soldat, der freiwillig für eine

bestimmte Zeit zur Bundeswehr

geht

der Hauptmann, ¿er hier: Person mit ziemlich hoher

Position beim Militär

das Hrn vn [frika ≈ Somalia

einer Aufgabe eine Aufgabe machen/schaffen

gew„chsen sein können

b•ndnisfähig hier: in der Lage, die Partner

eines Bündnisses militärisch zu

unterstützen

(das B•ndnis, -se hier: ≈ Union von Staaten mit

dem Zweck, sich gegenseitig zu

unterstützen)

die Wehrpflicht Pflicht zur militärischen

Ausbildung

dagegen hier: im Gegensatz dazu

die Einsatzbereitschaft hier: ≈ Zustand, dass die

Bundeswehr immer für die

Erfüllung militärischer Aufgaben

bereit ist

einführen hier: gründen

tief verw¢rzelt “n fest verbunden mit

Dienst tun hier: militärische Aufgaben

erfüllen

der Austausch hier: ≈ Wechsel von Erfahrungen

und Meinungen

überholt nicht mehr modern und zur Zeit

passend

der Jahrgang, ¿e hier: alle Männer, die im gleichen

Jahr geboren sind

die Einsatzfähigkeit hier: ≈ Möglichkeit, militärisch

aktiv zu werden

NEIN

die CDU kurz für: Christlich

Demokratische Union

der B¢ndesverteidi- Minister, der für das Militär

gungsminister, - verantwortlich ist

der Offizier, -e Person mit hoher Position beim

Militär

s“ch bewähren zeigen, dass etwas gut passt

oder funktioniert

die Versuchung, -en starker Wunsch, etwas zu tun,

was man nicht tun sollte

der F„ll der Mauer hier: Öffnung der Grenze

der Erh„lt von: erhalten = hier: dafür sorgen,

dass etwas weiter existiert

zusätzlich hier: ≈ extra

die Kompet¡nz, -en hier: Fachwissen

n“cht zul¡tzt hier: außerdem

flexibel hier: ≈ so, dass man schnell mit

einer neuen Situation zurechtkommt

bedroht sein hier: in Gefahr sein

vorausschauend so, dass mögliche zukünftige

Ereignisse berücksichtigt werden

gut beraten sein, zu ... besser …

f¡sthalten „n ↔ aufgeben

18 DEUTSCH perfekt 10/09

FOTO: PICTURE-ALLIANCE/DPA; FDP; CDU


Die Versuchung ist groß, 20

Jahre nach dem Fall der

Mauer das Ende der Wehrpflicht

zu wollen. Aber wer das wünscht, sieht

nicht, dass wir die Wehrpflicht brauchen. Sie

hat sich bewährt, und sie ist notwendig für

den Erhalt einer modernen und leistungsstarken

Bundeswehr. Um ihren Auftrag erfüllen zu

können, braucht die Bundeswehr 252 500 Soldatinnen

und Soldaten. 60000 von ihnen leisten

ihren neunmonatigen Wehrdienst oder

sind Wehrpflichtige, die freiwillig zusätzlichen

Wehrdienst leisten. Sie werden für die Bundeswehr

dringend gebraucht. Die Wehrpflichtigen

bringen wichtige Erfahrungen und Kompetenzen

in die Bundeswehr. Und nicht zuletzt

gewinnen wir viele Zeit- und Berufssoldaten

aus dieser Gruppe.

Mit der Wehrpflicht bleiben wir flexibel. Wir

müssen immer auf sicherheitspolitische Veränderungen

reagieren können, auch wenn

Deutschland zurzeit zum Glück nicht direkt

militärisch bedroht ist. So sorgen wir verantwortungsvoll

und vorausschauend für die Sicherheit

unseres Landes. Dazu gehört auch die Hilfe der

Bundeswehr bei Katastrophen im Inland. Darauf

sollen sich die Bürgerinnen und Bürger auch in

Zukunft verlassen können. Wir brauchen die

Wehrpflichtigen auch dafür.

Vor vier Jahrzehnten habe ich selbst den

Wehrdienst geleistet und erlebt, wie wichtig

und wertvoll die Wehrpflicht für die Integration

der Bundeswehr in unsere Gesellschaft ist.

Gestern wie heute beeinflusst die Wehrpflicht

die Bundeswehr als Armee der Demokratie in

einem Bündnis von Demokratien. Wir sind

deshalb auch in Zukunft gut beraten, an der

allgemeinen Wehrpflicht festzuhalten. Sie ist

die intelligenteste Wehrform für unser Land

und die beste Versicherung gegen Risiken für

unsere Sicherheit.

10/09

Franz Josef Jung (CDU) ist

Bundesverteidigungsminister. Er

ging zum Wehrdienst und ist

Offizier der Reserve.

NEIN

„Wir brauchen die Wehrpflicht.

Sie hat sich bewährt.“

DEUTSCH perfekt


NACHRICHTEN

SCHWER

VIERTE STARTBAHN FÜR FRANKFURTER FLUGHAFEN

der Verw„ltungs- höchstes Gericht in einem

gerichtshof, ¿e Bundesland, das in einem

Streit zwischen Personen

und Ämtern entscheidet

bewæltigen schaffen

die Auflage, -n hier: Vorschrift

str¡ng hier: absolut

der Min“sterpräsident, Regierungschef eines

-en deutschen Bundeslandes

die CDU kurz für: Christlich Demokratische

Union

der Gegner, - hier: Person, die eine

andere Meinung hat

lckern hier: dafür sorgen, dass

etwas weniger genau ist

die Fluggesellschaft, Firma, deren Flugzeuge

-en auf bestimmten Strecken

fliegen

nachgeben zu einer Forderung

schließlich Ja sagen

die L„ndtagswahl, Wahl für das Parlament

-en eines Bundeslands

der Ausbau von: ausbauen = hier:

größer machen

der Flughafen- Firma, die den Flughafen

betreiber, - leitet

der [nwohner, - hier: Person, die direkt am

Flughafen wohnt

STÖRSENDER IM GEFÄNGNIS

der Störsender, - elektromagnetische Bewegungen,

die eine gute

Telekommunikation stören

das Gefængnis, -se Gebäude, in das Kriminelle

geschlossen werden

die Justizvollzugs- Gefängnis

anstalt, -en

n¢tzlos ≈ ohne Vorteil

die FDP kurz für: Freie Demokratische

Partei

Schule m„chen ein Beispiel sein, das viele

imitieren

ÖSTERREICH LOCKERT BANKGEHEIMNIS

lckern hier: dafür sorgen, dass

etwas weniger genau ist

das B„nkgeheimnis ≈ Garantie der Banken,

dass niemand die persönlichen

Daten ihrer Kunden

bekommt

der Dr¢ck hier: Aktionen, mit denen

man versucht zu erreichen,

dass etwas getan wird

“m Eilverfahren hier: sehr schnell

das [bkommen, - Vereinbarung oder Vertrag

zwischen Staaten oder

Institutionen

schwerwiegend schwer, schlimm

die ÖVP kurz für: Österreichische

Volkspartei

die Nachrichten- Firma, die Bilder und Inforagentur,

-en mationen für Zeitungen

und Zeitschriften anbietet

drohen hier: sagen, dass man

etwas Unangenehmes tun

wird

¢nversteuert ohne dass Steuern bezahlt

wurden

FACEBOOK GEFÄHRDET DIE KARRIERE

gefährden in Gefahr bringen

das B¢ndesverbraucher-Ministerium, das sich um

schutzministerium den Schutz der Verbraucher

kümmert

(der Verbraucher, - Person, die Waren kauft

und benutzt)

der Personalchef, -s Leiter der Angestellten

einer Firma

der |nternetauftritt, hier: Art, wie man sich im

-e Internet präsentiert

bewerten hier: eine Meinung haben,

wie etwas ist

das soziale Engage- freiwillige soziale Arbeit

ment, -s franz.

VIERTE STARTBAHN FÜR FRANKFURTER FLUGHAFEN

Der Frankfurter Flughafen wird noch

größer. Schon jetzt ist er der größte in

Deutschland und einer der größten der Welt.

Nun machte der Hessische Verwaltungsgerichtshof

den Weg für eine weitere Start- und

Landebahn frei. Die vierte Bahn soll helfen,

die steigende Zahl an Passagieren und

Warentransporten zu bewältigen. Allerdings

machte das Gericht eine wichtige Auflage, um

die Einwohner im Rhein-Main-Gebiet

wenigstens nachts vor Fluglärm zu schützen:

Das Flugverbot von 23 Uhr am Abend bis fünf

Uhr morgens muss strenger werden. Nachtflüge

darf es nur noch in wenigen Ausnahmen

geben.

Das Urteil beendet einen jahrzehntelangen

Streit. Hessens Ministerpräsident Roland

Koch (CDU) nannte es deshalb „historisch“.

Kochs Gegner sprachen dagegen in der Zeitschrift

Der Spiegel von einem persönlichen

Misserfolg für den Ministerpräsidenten. Denn

Koch wollte das Nachtflugverbot eigentlich

lockern. Europas größte Fluggesellschaft Lufthansa

hatte das gefordert. Weil Koch diesen

Forderungen nachgab, hätte er im Jahr 2008

bei der Landtagswahl fast sein Amt verloren.

Über den Ausbau von Flughäfen wird in

Deutschland schon fast traditionell viel

gestritten. Deshalb versuchen die Flughafenbetreiber

inzwischen, lange vorher mit

den Anwohnern zu reden. So wird es gerade

in München gemacht, wo ebenfalls eine

weitere Bahn gebaut werden soll. Dass die

Gespräche oft nicht gelingen, zeigen aber

die Flughäfen Münster/Osnabrück und

Dortmund: An beiden Flughäfen sollen die

Start- und Landebahnen verlängert werden.

Doch an beiden Orten ruhen die Pläne,

weil Anwohner und Umweltschützer

protestieren. In Münster gibt es nach 15

Jahren noch immer keine Entscheidung

über den Ausbau.

20 DEUTSCH perfekt 10/09


STÖRSENDER IM GEFÄNGNIS

In der Justizvollzugsanstalt (JVA) Offenburg (Baden-

Württemberg) kann ab sofort nicht mehr mit Mobiltelefonen

telefoniert werden. Die JVA ist das erste

deutsche Gefängnis mit Störsendern. Damit sind in

das Gefängnis geschmuggelte Handys nutzlos, sagt

Landesjustizminister Ulrich Goll (FDP). Denn viele

Gefangene lassen sich Mobiltelefone illegal ins

Gefängnis bringen – und organisieren so noch aus dem Gefängnis neue Verbrechen. Mit

den Störsendern soll das verhindert werden. Das Modell aus Baden-Württemberg könnte

bald Schule machen. Auch Sachsen plant nach einem Bericht der Freien Presse, in Gefängnissen

Störsender zu verwenden. In Berlin gab es dafür schon konkrete Pläne: Bis 2010

sollten die ersten Störsender in Betrieb gehen, berichtete die Berliner Zeitung. Doch das

Projekt wurde gestoppt: Das Justizministerium hatte die nötigen 2,5 Millionen Euro plötzlich

doch nicht – Vieltelefonierer unter den Gefangenen wird es freuen.

ÖSTERREICH LOCKERT BANKGEHEIMNIS

Der internationale Druck war wohl zu groß: Österreich lockert nun doch sein Bankgeheimnis

für Ausländer. Im Eilverfahren beschloss das Parlament dafür ein Gesetz. Mit zwölf Staaten

wurden Abkommen zur gegenseitigen Unterstützung geschlossen. „Ich bin sehr froh,

dass es uns gelungen ist, schwerwiegende wirtschaftliche Konsequenzen für Österreich zu

verhindern“, sagte Finanzminister Josef Pröll (ÖVP) der österreichischen Nachrichtenagentur

APA. Denn Österreich stand nicht nur auf der „grauen Liste“ der OECD. Diese hatte dem

Land für Anfang des nächsten Jahres auch mit harten Strafen gedroht. Besonders die deutschen

Finanzämter dürften sich über das neue Gesetz freuen. 100 Milliarden Euro unver-

steuertes Geld aus Deutschland soll auf ausländischen Konten versteckt liegen, ein großer

Teil davon in Österreich. Gut möglich, dass nun bald Tausende Prozesse beginnen.

FACEBOOK GEFÄHRDET DIE KARRIERE

Facebook, StudiVZ und Co. können zum Karrierekiller werden: Nach einer wissenschaftlichen

Untersuchung des Bundesverbraucherschutzministeriums suchen 28 Prozent der

Personalchefs im Internet nach Informationen über ihre Bewerber. Und die Chefs lesen

kritisch: Drei Viertel geben Bewerbern schlechte Chancen, die im Internet etwas Negatives

über ihren bisherigen Job schreiben. Für die Hälfte der Chefs sind auch private Bilder,

etwa von Partys, ein Minuspunkt für einen Kandidaten. Insgesamt kann so ein

Internetauftritt sogar die berufliche Zukunft

gefährden: Denn mehr als ein Viertel der Chefs,

die im Internet forschen, sagen, dass bei ihnen

ein Bewerber wegen der dort gefundenen

Informationen nicht genommen wurde. Allerdings

können sich die Chancen durch einen

positiven Auftritt im Internet auch verbessern:

Zwei Drittel der Chefs bewerten Informationen

zu Hobbys oder sozialem Engagement positiv.

10/09

DEUTSCH perfekt

WAS HEISST …

Schattenkabinett

MITTEL

Deutschland hat gewählt. Seit der Bundestagswahl

am 27. September wissen

wir, wer im neuen Parlament sitzt. Wer

aber welcher Minister wird, wird sich

erst in den nächsten Tagen und Wochen

zeigen. Wer wird regieren und mit wem

– das waren die wichtigsten Fragen und

Spekulationen der letzten Wochen. Jetzt

wird entschieden, ob die Kandidaten

aus dem Schattenkabinett auch wirklich

Minister werden können.

Ein Schatten hat eigentlich nichts

mit Politik zu tun. Ein Schatten ist das

dunkle Bild, das jeder Körper macht,

wenn er im Licht steht. Auch ein Kabinett

war ursprünglich nichts Politisches,

sondern ein kleiner Raum. Aber

weil sich früher der König dort mit

seinen wichtigsten Mitarbeitern traf,

bedeutet das Wort heute noch mehr.

Es ist ein anderes Wort für die Regierung,

das heißt für den Regierungschef

und seine wichtigsten Mitarbeiter, die

Minister.

Ein Schattenkabinett ist eine

Regierung. Und zwar eine Regierung,

die es nicht wirklich gibt. Es sind die

Leute, mit denen die Opposition eine

Regierung machen möchte, falls sie

gewählt wird. Es ist also noch keine

echte Regierung, sondern nur ein Vorschlag.

Viele sagen übrigens statt

Schattenkabinett „Kompetenzteam“.

die B¢ndestags- das Wählen der Mitglieder

wahl, -en des deutschen Parlaments

zu tun haben m“t hier: eine Verbindung/

Beziehung haben mit

ursprünglich hier: eigentlich, im Original

der M“tarbeiter, - hier: Person, die für den

König arbeitet

¡cht wirklich

21

FOTOS: FRAPORT AG; FOTOLIA/D. SAINTHORANT; K. RANSOM


KOMMENTARE

SCHWER

SCHWEIZER STREIT MIT LIBYEN

f¡sthalten hier: nicht mehr weggehen

lassen

der Geschæftsmann, ≈ Manager, Firmenchef

-leute

verh„ften fangen und einschließen

kpflos hier: ohne nachzudenken

s“ch verneigen hier: unnötigen Respekt zeigen

der B¢ndesrat hier: Regierung der Schweiz

die F¡stnahme, -n von: festnehmen = fangen

und einschließen

¢ngerechtfertigt ohne Grund

bezeichnen „ls nennen

seine Kompet¡nzen etwas tun, was man in dieser

überschreiten Position gar nicht darf

der }mstand, ¿e hier: Tatsache

die R•cksprache Gespräch, bei dem man sich

Rat oder die Erlaubnis von

einer anderen Person holt

die Außenministerin, Ministerin, die sich um die

-nen politischen Kontakte mit dem

Ausland kümmert

verz“chten auf hier: freiwillig nicht haben

MEHR ELEKTROAUTOS

riesig sehr groß

m“tklingen zu hören sein

verfrüht zu früh

der [ntrieb, -e hier: Kraft, die ein Gerät in

Betrieb hält

hinterherhinken hier: nicht so schnell sein

wie

die Konkurr¡nz hier: Geschäfte/Firmen, die

das Gleiche anbieten

der W¡ltmarktführer, - Firma, die international auf

dem ersten Platz steht

der Konz¡rn, -e Gruppe von Firmen mit

gemeinsamer Leitung

der W¡ttlauf hier: Kampf unter Firmen:

Wer ist bei neuen Produkten

am schnellsten?

den [nschluss hier: zu langsam sein

verp„ssen

die Vlkswirtschaft Nationalökonomie

„ngesichts hier: bei Betrachtung

fahrlässig hier: unverantwortlich

KRITIK AN ACKERMANN-PARTY

der Meinungsaustausch Gespräch über (unterschiedliche)

Meinungen zu einem

Thema

jede M¡nge sehr viele

t“cken hier: als Person sein

der Zeitvertreib Sache, die man aus Spaß

macht, damit einem nicht

langweilig ist

ausgerechnet ≈ gerade, besonders

SCHWEIZER

STREIT MIT LIBYEN

Seit über einem Jahr hält Libyens

Staatschef Muammar al-Gaddafi zwei

Schweizer Geschäftsleute fest. Der Grund:

Ein Sohn des Staatschefs wurde in der

Schweiz verhaftet. Bundespräsident Merz

hat sich nun dafür entschuldigt – und

bekommt Kritik.

Mit seiner (…) Entschuldigung schadet er

(…) der Schweiz. (…) Hans-Rudolf Merz

hat kopflos gehandelt. Statt Stärke zu

beweisen, hat er sich vor dem libyschen

Diktator Gaddafi verneigt. Damit bringt

er die schweizerische Regierung in eine

unmögliche Situation. Nie (…) wollte

sich der Bundesrat für die Festnahme

von Gaddafis Sohn Hannibal und dessen

Frau entschuldigen – und schon gar

nicht diese als ungerechtfertigt bezeichnen,

wie es Merz getan hat.

Merz hat seine Kompetenzen überschrit-

ten. (…) Trotz der besonderen Umstände

in dieser fast hoffnungslos[en] Situation

gab es keinen Grund, auf eine

Rücksprache (…) mit Außenministerin

Calmy-Rey zu verzichten.

MEHR

ELEKTROAUTOS

1452 Elektroautos sind zurzeit auf

deutschen Straßen unterwegs. Bis

2020 sollen es eine Million werden.

Die Bundesregierung will 500

Millionen Euro investieren.

Revolution, riesige Märkte – in den

Worten von Minister Tiefensee und zu

Guttenberg klingt Euphorie mit. Doch

noch ist Euphorie verfrüht, denn wie

schon bei der Entwicklung des Hybrid-

Antriebs hinken Daimler, Volkswagen &

Co. der internationalen Konkurrenz hinterher.

Die Regierung muss handeln.

Deutschland ist Weltmarktführer im

Autobau. Sollten die (…) Konzerne (…) im

Wettlauf um die neuen Antriebstechnologien

den Anschluss verpassen, hätte

das schlimme Folgen für die ganze

Volkswirtschaft. Angesichts von staatlichen

Milliardenprogrammen in den

Vereinigten Staaten und China wäre es

fahrlässig, wenn die Bundesregierung

einfach zusähe.

22 DEUTSCH perfekt 10/09

FOTOS: REUTERS/P. LAUENER; FOTOLIA/M. STEINBACH, T. RÖSKE


KRITIK AN

ACKERMANN-PARTY

Party für einen Top-Banker oder doch

ein Meinungsaustausch? Bundeskanzlerin

Angela Merkel wird wegen

eines Geburtstagsessens für den

Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann

im Kanzleramt kritisiert.

In einer Demokratie darf es so etwas

nicht geben. In einer Demokratie dürfen

Kanzler zwar jede Menge repräsentativer

Dinge tun, sie dürfen auch einladen,

wen sie wollen. Aber es sollte immer ein

Zusammenhang zur politischen Arbeit

erkennbar sein.

Natürlich muss Angela Merkel auch mit

Josef Ackermann und seinen Freunden

speisen. (…) Es ist wichtig für die

Bundeskanzlerin, zu wissen, wie er tickt

(…). Was wäre eine bessere Gelegenheit

dafür als eine (…) Geburtstagsfeier?

[A]us privatem Vergnügen oder reinem

Zeitvertreib wird die Kanzlerin (…) nicht

ausgerechnet Josef Ackermann einladen.

Da würde sie wohl andere vorziehen –

Verwandte etwa oder persönliche Freunde.

10/09

DEUTSCH perfekt

QUELLE: DIE TAGESZEITUNG

QUELLE: DIE ZEIT

QUELLE: DIE WELT

AUF DEN ZWEITEN BLICK

MITTEL

DER SÜNDENPOOL

Nach dem Skandal um die Dienstwagennutzung von

Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erinnern sich

die Deutschen auch an andere Skandale. Die Überschrift

spielt mit dem Wort Sündenpfuhl, einem Ort,

an dem die Menschen wenig Moral haben. Sündenpool

erinnert an einen Skandal des früheren Verteidigungsministers Rudolf

Scharping. Er hatte 2001 mit seiner neuen Freundin auf Mallorca Urlaub

gemacht und wurde beim Baden zusammen mit ihr im Pool fotografiert, als

in Mazedonien ein Auslandseinsatz der Bundeswehr begann. Scharping

hatte seinen Urlaub nur kurz unterbrochen und war mehrmals mit teuren

Helikopterflügen der Bundeswehr zu den Soldaten gereist.

SCHLOSS MIT LUSTIG

Jetzt ist Schluss mit lustig! Diesen Spruch sagt man

manchmal, um zu zeigen: „Es ist genug!” Aber das Bild

zeigt, dass es hier um ein Schloss geht. Und die Schlossbewohner

wollen auch keine störende Sache beenden.

Hier heißt es deshalb Schloss mit lustig. Das alte Schloss

Salem ist eigentlich ein Kloster. Heute gibt es dort aber viel mehr: zum Beispiel

ein Internat und Werkstätten. Auch Rockkonzerte finden dort statt. Es

ist also oft laut und lustig dort. Das gefällt auch den Mönchen. Schluss mit

lustig ist im Schloss mit lustig also sicher nicht so bald.

AUS DER FASSUNG

Wenn etwas eine Person aus der Fassung bringt, dann

verliert sie die Kontrolle über ihre Gefühle. Sie wird zum

Beispiel unsicher oder sehr ärgerlich. Eine Fassung ist

aber auch der Teil einer Lampe, in den man eine Glühbirne schraubt. Mit

diesen beiden Bedeutungen des Wortes Fassung spielt die Überschrift. Denn

ab 2012 sollen in ganz Europa nur noch Energiesparlampen in die Lampenfassungen

kommen. Diese Aussicht bringt viele Deutsche aus der Fassung.

Sie kaufen mehr Glühbirnen als je zuvor und schimpfen über das Glühbirnenverbot.

DER SÜNDENPOOL

die Dienstwagen- Benutzung eines Wagens, den

nutzung man vom Arbeitgeber aus

beruflichen Gründen bekommt

der Verteidigungs- Minister, der für das Militär

minister,- verantwortlich ist

der Auslandseinsatz, ¿e hier: Aktion, bei der Militär im

Ausland aktiv ist

die B¢ndeswehr deutsche Armee

den Urlaub unterbr¡chen hier: den Urlaub kurz beenden

und dann wieder in Urlaub

gehen

der Soldat, -en Person, die in Uniform für ein

Land kämpft

SCHLOSS MIT LUSTIG

der Spr¢ch, ¿e kurzer Satz, den man sich gut

merken kann

¡s geht ¢m das Thema / der Inhalt ist

der Schlss- Person, die in einem Schloss lebt

bewohner, -

das Kloster, ¿ Kirche mit Wohn- und Arbeitsgebäuden,

in denen sehr religiöse

Männer oder Frauen leben und

arbeiten

der Mœnch, -e Mann, der nur für seine Religion

lebt, z. B. auch nicht heiratet

AUS DER FASSUNG

die Glühbirne, -n Teil der Lampe, der Licht macht

schrauben hier: hineinmachen

die Aussicht, -en hier: Perspektive

je zuvor überhaupt einmal

sch“mpfen laut sagen, dass man sich ärgert

23


Produkttests sind in Deutschland

populär: Professionelle Tester,

aber auch Verbraucher geben

Noten für fast alles – vom Fern-

seher bis zum Hotel. Schlechte

Testergebnisse sind für viele

Firmen ein Problem, berichtet

SANDRA RAUCH. MITTEL

E

Ein Labor, irgendwo in

Deutschland: Ein roter

Teppich ist in einen Apparat

eingespannt. Eine Spezialkonstruktion

schiebt die

Düse des Staubsaugers fünfmal

über den Teppich. Vorher

hat ein Prüfer des Labors eine

Mischung aus Staub, Sand

und Haaren auf den Teppich

getan. Mit dem Versuch will

er testen, wie gut der Staubsauger

funktioniert. Es ist

nicht die einzige Prüfung, die

der Staubsauger bestehen

muss: Andere Apparate ziehen

das Gerät mehrere Tausend

Mal über eine Schwelle

und schleudern es gegen

einen Pfosten. Außerdem

muss sein Motor 600 Stunden

lang laufen. Damit prüfen

die Tester, wie lange man

das Gerät benutzen kann,

ohne dass es kaputtgeht.

Insgesamt elf verschiedene

Jedes Jahr wieder Staubsauger-Prüfung für die Stiftung Warentest

Staubsaugermodelle prüft

die Stiftung Warentest. Am Ende bekommt den Kauf leichter machen – weil es immer

jedes Modell eine Note: Vier Staubsauger sind mehr Waren gibt, wissen die Verbraucher oft

„gut“, vier „befriedigend“, zwei „ausrei- nicht, welche Produkte wie gut sind. Die Stifchend“,

einer ist „mangelhaft“. Die Ergebnistung spricht von objektiven Tests, weil sie

se publiziert die Stiftung in ihrer Zeitschrift Test unabhängig ist und ihre Zeitschriften frei von

– jedes Jahr im März neu.

Werbung sind. Außerdem prüft sie alle Pro-

Seit 44 Jahren prüft die Stiftung Warentest dukte eines Tests unter genau gleichen

die Qualität von Produkten und Dienstleistun- Bedingungen: Die Staubmischung beim

gen – inzwischen von mehr als 82 000 Pro- Staubsaugertest ist zum Beispiel bei jedem

dukten und 1500 Dienstleistungen, von Apfel- Gerät identisch. Neben der Stiftung Warentest

saft über Fernseher und Kindersitze bis hin zu bewerten auch andere Testzeitschriften, zum

Lebensversicherungen. Die Organisation will Beispiel Ökotest, Produkte und Dienstleistun-

Verbrauchern mit objektiven Testergebnissen gen nach strengen Kriterien.

24 DEUTSCH perfekt 10/09


Der Einfluss der Tester ist groß: 94 Prozent

der Deutschen kennen die Stiftung Warentest.

Ein Drittel orientiert sich bei wichtigen Käufen

an den Testergebnissen. Aber nicht nur

das Urteil der professionellen Tester beeinflusst

die Verbraucher:

Was sie kaufen, welches

Hotel sie buchen oder zu

welchem Arzt sie gehen,

entscheiden viele mithilfe

der Erfahrungen

von anderen Verbrauchern. Auf Bewertungsportalen

im Internet wie Ciao, Dooyoo oder

Holidaycheck können Verbraucher ihren

Staubsauger, die neue Digitalkamera oder das

Hotel im letzten Urlaub bewerten.

„Das Hotel ist in einem guten Zustand. Die

Klimaanlagen funktionieren gut. Leider

konnte der Hausmeister in unserem Zimmer

den Kühlschrank nicht reparieren. Die Lage ist

sehr gut für Ausflüge, aber nicht für abendliches

Shopping zu Fuß“, schreibt zum Beispiel

eine Urlauberin auf Holidaycheck über ihr

Hotel auf der griechischen Insel Rhodos. Bei

Docinsider bewertet ein Patient seinen Hausarzt

in München: „Der Arzt nimmt sich viel

Zeit und antwortet präzise auf alle Fragen.

Das Wartezimmer ist zwar sehr voll. Das liegt

aber daran, dass er versucht, auf alle Patienten

einzugehen.“

10/09

DEUTSCH perfekt

Jeder dritte Deutsche

orientiert sich bei wichtigen

Käufen an Testergebnissen.

Michael Jäckel, Professor für Soziologie an der

Universität Trier, über den Vorteil der Bewertungsportale.

Digitalkameras, Hotels, Ärzte – warum bewerten

die Deutschen alles und jeden?

Aktiv bewerten eigentlich nur sehr wenige. Die meisten

lesen nur die Bewertungen. Das aber tun viele

Verbraucher immer öfter: Die Deutschen finden seit

Jahren Gefallen daran, Informationen zu sammeln, zu

vergleichen und – wie in einem Wettbewerb – sich für

das Beste zu entscheiden. Dafür nehmen sie sich viel

Zeit. Sie denken: Wer heute noch ein schlechtes Hotel

bucht, ist selbst schuld.

Müssen Firmen vor den Bewertungen Angst haben?

Die Firmen reagieren sehr sensibel auf Bewertungen.

Sie sollten sie aber als Chance sehen, das Produkt so

zu verbessern, wie es den Kunden am besten gefällt.

„DIE FIRMEN REAGIEREN SEHR SENSIBEL“

Natürlich sind diese Meinungen subjektiv.

Vielleicht hatte kein anderer Gast des griechischen

Hotels ein Problem mit seinem Kühlschrank.

Vielleicht ist das Wartezimmer des

Arztes normalerweise gar nicht besonders

voll. Trotzdem orientieren

sich immer mehr Verbraucher

an Internet-Bewertungen:

Eine Studie sagt,

dass die Bewertungsportale

zusammen mit den Testzeitschriften

den größten Einfluss darauf

haben, was die Deutschen kaufen – die Argumente

von Verkäufern oder die Prospekte der

Hersteller sind viel weniger wichtig.

Außerdem haben die Tests und Bewertungen

oft Konsequenzen: Sie erreichen, dass

Anbieter ihre Produkte verbessern. Im Jahr

2003 entdecken die Tester der Stiftung

Warentest zum Beispiel, dass die Gurtschlösser

von Autokindersitzen nicht immer richtig

einrasten – Kinder, die im Auto mitfahren,

sind dann nicht sicher. Die Hersteller rufen

die Sitze sofort zurück. Ein paar Wochen später

teilen sie mit: Der Fehler ist beseitigt.

Der Imageschaden aber bleibt erst einmal.

Manche kleinen Hoteliers bekommen deshalb

Angst um ihre Existenz, wenn sie auf den

Bewertungsportalen kritisiert werden. „Mit

einem Klick kann man sich alles vorher

Viele Firmen laden Verbraucher dazu ein, Vorschläge

für Verbesserungen zu machen. Wer sich um Kritik

nicht kümmert, tut sich keinen Gefallen.

Machen Bewertungsportale im Internet die Stiftung

Warentest überflüssig?

Auf keinen Fall. Schon deshalb nicht, weil die Stiftung

Warentest nach systematischen Kriterien testet. Für

viele, vor allem neue Produkte gibt es auch keine oder

nur sehr wenige Bewertungen von Verbrauchern.

sensibel hier: ≈ ärgerlich

das Bewertungsportal, -e Internetportal, auf dem man sagt, ob

etwas gut oder schlecht ist

der Verbraucher, - Person, die Waren kauft und benutzt

Die Deutschen f“nden Es gefällt den Deutschen …

Gef„llen dar„n …

der W¡ttbewerb, -e ≈ Suche nach dem Besten

s“ch keinen Gef„llen tun ≈ etwas machen, was nicht gut für

einen selbst ist

die St“ftung Warentest Organisation, die Preise und Qualität

von Waren vergleicht

überflüssig nicht nötig

>

der Verbraucher, - Person, die Waren kauft

und benutzt

einspannen ≈ mit Werkzeugen an etwas

machen, sodass es stabil in

einer Position bleibt

die Düse, -n hier: Teil, das den Schmutz

in das Gerät hineinzieht

der Staubsauger, - elektrisches Gerät, mit dem

man den Boden reinigt

der Staub ganz feine Schmutzteile in

der Luft

die Schw¡lle, -n hier: ≈ höherer Teil des

Fußbodens an der

Türöffnung

schleudern gegen hier: mit sehr viel Kraft

werfen gegen

der Pfsten, - vertikaler Gegenstand aus

hartem Material

laufen hier: an sein

befriedigend hier: so, dass man mit der

Qualität zufrieden sein

kann

ausreichend hier: so, dass die Qualität

noch gut genug ist

m„ngelhaft mit Fehlern/Defiziten

die Dienstleistung, -en hier: Service(angebot)

¢nabhängig hier: ohne finanzielle Hilfe,

ohne Kontrolle von Firmen

bewerten sagen, ob etwas gut oder

schlecht ist

str¡ng hier: sehr genau

der Einfluss, ¿e hier: ≈ Effekt

das Urteil, -e hier: Meinung

beeinflussen ≈ wirken auf

die Klimaanlage, -n technische Konstruktion,

mit der die Zimmertemperatur

reguliert wird

der Hausmeister, - Person, die sich in einem

Haus um Reparaturen und

Ordnung kümmert

Das liegt dar„n ... Der Grund dafür ist …

eingehen auf hier: sich intensiv beschäftigen

mit

die Studie, -n systematische

Untersuchung

das G¢rtschloss, ¿er Schloss, mit dem man das

lange, elastische Teil

schließt, mit dem man sich

im Auto oder im Flugzeug

sichert

einrasten hier: ≈ sicher schließen

zur•ckrufen hier: über die Medien bitten,

dass schon gekaufte

Sitze an die Firma zurückgeschickt

werden

beseitigen wegmachen

der Imageschaden, ¿ negative, öffentliche

Meinung

die Exist¡nz hier: berufliche Basis

der Kl“ck, -s Wählen durch Drücken

einer Taste

25

FOTO: STIFTUNG WARENTEST


anschauen“, sagt eine

Hotelbesitzerin aus

dem österreichischen

Zillertal. „Der erste

Eindruck ist wichtig.

Wenn der nicht

stimmt, können wir

schließen.“ Michael

Jäckel von der Universität

Trier (siehe Interview),

bestätigt: „Ein

Hotel mit dauerhaft

schlechten Bewertungen

wird wahrscheinlich

aus dem Reisekatalog

genommen.“

Aber auch gute

Bewertungen können

ein Problem sein – für

die Verbraucher. Ist der

Fernseher oder das

Hotel wirklich so gut,

wie es in einem Portal

Testzeitschrift Ökotest Ist ein Produkt ungesund?

bewertet wurde? „Die

Portale sind offen für

Manipulationen“, sagt Georg Tryba von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen,

„Firmen können schöngefärbte Bewertungen einstellen.“ Niemand weiß zum

Beispiel, ob Franz, der das „tolle Hotel in Strandnähe“ weiterempfiehlt, wirklich ein

zufriedener Gast ist – oder der Hotelier selbst. „Blind vertrauen sollte man keinem

Urteil“, sagt Tryba. Ideal wäre es,

wenn sich die Bewertungen der

Testzeitschriften und die Erfahrungen

der Verbraucher ergänzen würden.

Nicht immer ist das so. Über

einen Staubsauger schreibt ein Verbraucher

auf Ciao: „Die Saugleistung

ist hervorragend.“ Das Ergebnis

der Stiftung Warentest: „Saugen:

befriedigend.“ <

Testportale Für immer mehr Firmen ein Problem

der Eindruck, ¿e Meinung, Idee

dauerhaft hier: ≈ immer

die Verbraucher- Organisation, die dem

zentrale, -n Verbraucher Informationen

über Produkte gibt

schöngefärbt korrigiert, damit es positiv

aussieht

einstellen hier: publizieren

bl“nd so, dass man nichts sehen

kann; hier: ohne andere

Meinungen zu kennen

s“ch ergænzen hier: zusammen ein komplettes

Urteil zum Ergebnis

haben

die Saugleistung ≈ Resultat, wenn das Gerät mit

Energie Schmutz hineinzieht

hervorragend ≈ sehr gut

DIE TESTER

DIE PROFIS

SCHWER

Stiftung Warentest: unabhängige Stiftung, werbefrei,

testet Produkte und Dienstleistungen auf

Funktion, Haltbarkeit, aber auch Umweltverträglichkeit

und Kundenservice. Die Ergebnisse

publiziert sie in den Zeitschriften Test und Finanztest

und im Internet unter www.test.de.

Ökotest: Testzeitschrift, Schwerpunkt der Produkttests

liegt auf gesundheitlichen Risiken und

Umweltverträglichkeit. Die Ergebnisse stehen in der

Zeitschrift Ökotest und im Internet unter www.oekotest.de.

Verein für Konsumenteninformation (Österreich):

testet Produkte und Dienstleistungen. Die Ergebnisse

stehen in Der Konsument, der einzigen österreichischen

Testzeitschrift, und im Internet unter

www.konsument.at.

Stiftung für Konsumentenschutz (Schweiz): Verbraucherschutzorganisation,

die nicht selbst testet,

ihre Verbrauchertipps aber in Broschüren und unter

www.konsumentenschutz.ch publiziert.

DIE VERBRAUCHER

Ciao: Portal für Verbrauchermeinungen zu Produkten

aus vielen Bereichen. Links führen zu Anbietern der

Artikel (www.ciao.de).

Dooyoo: Portal, auf dem Verbraucher Produkte aus

vielen Bereichen bewerten können. Links zu

Anbietern (www.dooyoo.de).

Holidaycheck: Bewertungsportal mit Buchungsfunktion

rund um den Urlaub: Hotels, Reisen, Schiffe

(www.holidaycheck.de).

Docinsider: Arztsuche und -bewertung (www.docinsider.de).

Spickmich: Schülerportal, auf dem Schüler ihren

Lehrern Noten geben können (www.spickmich.de).

die St“ftung, -en Organisation mit einer bestimmten

Aufgabe

die Dienstleistung, -en hier: Service(angebot)

die }mweltverträglichkeit von: umweltverträglich = gut für die

Umwelt

der Schwerpunkt, -e wichtigster Punkt

die Konsum¡nten- Informationen für Verbraucher

information

(der Verbraucher, - Person, die Waren kauft und benutzt)

bewerten sagen, ob etwas gut oder schlecht ist

26 DEUTSCH perfekt 10/09


Wort für Wort bi s an die Spitze.

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IN DEUTSCHLAND

LEBEN UND ARBEITEN

Wege nach Deutschland

Die schriftliche Bewerbung

Der persönliche Kontakt

In Deutschland ankommen

ARBEITEN IN DEUTSCHLAND

Wer ein paar Monate oder Jahre in Deutschland lebt, lernt die Alltagssprache am besten.

In einer neuen Serie zeigen wir, welche Möglichkeiten es für Schüler, Studenten und Berufstätige gibt,

wie sie ein Praktikum oder einen Job finden und wie sie sich bewerben. Im ersten Teil beschreibt

ASTRID LABBERT Wege nach Deutschland.

Die Französin Sarah Quantin (23) kam

wegen der Liebe und eines Praktikums

nach Deutschland. Ihr Freund Alexandre

hatte schon Arbeit in Bremen. Während

eines Besuchs hörte die Pädagogik-Studentin

dann von einem deutsch-französischen

Kindergarten. Warum nicht das Praxisjahr

dort machen, dachte sie, bewarb sich für

ein Praktikum und bekam den Job. Es war

eine gute Zeit. Auch nach Ende des Praktikums

hielt Quantin den Kontakt zu den Kollegen.

„Als ich mein Diplom hatte, bekam

28 DEUTSCH perfekt 10/09

MITTEL


ich einen Anruf aus Bremen. Sie fragten, ob

ich wieder dort arbeiten möchte“, sagt sie

und lacht. „Ich hatte Glück.“

Sarah Quantin ist eine von circa 1,9 Millionen

Ausländern, die in Deutschland

einen sozialversicherungspflichtigen Job

haben. Die meisten von ihnen – rund 1,6

Millionen – sind Europäer. Sie brauchen

normalerweise keine extra Arbeitserlaubnis.

Nicht-Europäer brauchen diese, um

legal arbeiten zu können. Ausländische

Interessenten sollten sich von der aktuellen

Wirtschaftskrise in Deutschland nicht

abschrecken lassen, rät Beate Raabe. Sie ist

Sprecherin der Zentralen Auslands- und

Fachvermittlung (ZAV). Das ist eine Abteilung

der staatlichen Agentur für Arbeit.

Die ZAV berät nicht nur Deutsche, die ins

Ausland gehen wollen, sondern auch Ausländer,

die in Deutschland Arbeit oder Studienpraktika

suchen. Und sie vermittelt

Stellen. Noch kennen nicht viele den Service.

Im ersten Halbjahr 2009 haben sich

1218 Ausländer beraten lassen. „Wir prüfen

individuell, welche Arbeitsmöglichkeiten es

gibt“, sagt Raabe. Außerdem gibt die ZAV

Informationen über Bedingungen wie die

Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis.

Sehr gut ausgebildete Ingenieure, Ärzte

und Pflegepersonal, Restaurant- und

Hotelfachleute haben laut ZAV auch in der

Krise gute Chancen auf dem deutschen

EUROPÄER: In den Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes

und der Europäischen Union (EU)

gibt es die sogenannte Freizügigkeit der Arbeitnehmer.

Das heißt, sie dürfen in jedem europäischen

Land ohne besondere Arbeitserlaubnis arbeiten. Für

manche neue EU-Länder gilt das aber noch nicht.

Wer zum Beispiel aus Polen, Litauen, Ungarn, Bulgarien

oder Rumänien kommt, braucht eine „Arbeitsgenehmigung-EU“.

Die erteilt die Agentur für Arbeit.

Informationen gibt es unter www.eures.europa.eu.

NICHT-EUROPÄER: Sie brauchen eine Aufenthaltsund

Arbeitserlaubnis. Detaillierte Informationen gibt

es beim Auswärtigen Amt (www.auswaertigesamt.de

) Willkommen in Deutschland ) Lernen

10/09

DEUTSCH perfekt

WEGE ZUM DEUTSCHEN ARBEITSMARKT

Arbeitsmarkt. Eine Garantie für eine Stellenvermittlung

gibt es bei der ZAV aber

nicht. Normalerweise gilt: Außer einer

guten Ausbildung und Berufserfahrung

brauchen Bewerber vor allem gute Deutschkenntnisse,

um Erfolg zu haben. Wer im

Hotel oder in einem Restaurant arbeitet,

muss eine Bestellung aufnehmen und mit

den Gästen reden können. Wer in der Pflege

arbeitet, muss die Patienten verstehen.

Gute Startpunkte für die Stellensuche

sind verschiedene Internetportale (siehe

Seite 30). Auch Hazel J. Ahamer hat ihre

Stellensuche im Internet begonnen. Die

Engländerin hat Sprachen studiert. Sie

wollte unbedingt nach Deutschland und

am liebsten im Marketing arbeiten. Mit

ihren ersten Bewerbungen hatte sie aber

wenig Erfolg. „Das hat in Deutschland

schlecht funktioniert, weil ich nicht

Betriebswirtschaft studiert habe.“ Dann

kam Plan B: „Ich dachte: Hauptsache, ich

bekomme irgendeinen Job in Deutschland.

Ich muss erst einmal einen Fuß in

der Tür haben.“

Also suchte sie nach englischen Firmen

mit Filialen in Deutschland. Nach mehr als

20 Bewerbungen hatte sie schließlich ein

Vorstellungsgespräch bei einer Sportmarketingagentur.

Die suchte jemanden für ihr

Londoner Büro. Nebenbei sagte Ahamer, sie

würde auch gern nach Deutschland gehen.

und Arbeiten) und bei den deutschen Botschaften.

Für manche Arbeitsstellen und Berufsgruppen

macht die Agentur für Arbeit eine sogenannte Vorrangprüfung.

Das heißt: Sie prüft, ob auf dieser

Stelle ein deutscher Bürger oder ein EU-Bürger

arbeiten möchte. Wenn ja, hat dieser die besseren

Chancen auf den Job.

der Europäische wirtschaftliche Union zwischen

W“rtschaftsraum Mitgliedsstaaten der Europäischen

Union und Liechtenstein, Island

und Norwegen

erteilen ≈ geben

die Agentur für [rbeit Arbeitsamt

das Auswärtige [mt Ministerium, das für die politischen

Kontakte mit dem Ausland zuständig

ist

>

der/die Berufstätige, ↔ Arbeitsloser

-n

sozialversicherungs- so, dass Arbeitgeber und

pflichtig Arbeitnehmer für (staatliche)

Versicherungen Geld

zahlen müssen, damit der

Arbeitnehmer bei

Krankheit, Arbeitslosigkeit

und im Alter geschützt ist

s“ch „bschrecken l„ssen einen Plan nicht wirklich

machen, weil man Angst

bekommt

die Spr¡cherin, -nen Frau, die offizielle Informationen

an die Medien

gibt

die Agentur für [rbeit Arbeitsamt

verm“tteln helfen, etwas zu bekommen

das Pflegepersonal alle Personen, die sich

beruflich um Alte und

Kranke kümmern

der Hot¡lfachmann, Person mit einer Ausbil-

-leute dung im Bereich Hotel

laut ZAV wie die ZAV berichtet

aufnehmen hier: notieren

¢nbedingt absolut

die Betriebswirtschaft Studienfach, das sich mit

der Organisation und

Leitung von Firmen unter

ökonomischen Aspekten

beschäftigt

der Plan B anderer Plan

Hauptsache ... Das Wichtigste ist …

einen Fuß “n der Tür hier: eine Möglichkeit

haben finden, in den Arbeitsmarkt

hineinzukommen

die Filiale, -n zweites Geschäft einer

Firma

das Vorstellungs- persönliches Gespräch bei

gespräch, -e einer Firma, bei der man

sich beworben hat

die Sprtmarketing- Firma, die für andere

agentur, -en Firmen Sportmarketing

macht

nebenbei hier: im Gespräch

29

FOTO: FOTOLIA/MOSQUIDOO


suche die verschiedenenOnline-Netzwerke

immer stärker

nutzen. „Auch ich

bekomme inzwischen

Briefe von Studenten,

die nach einer Praktikumsstelle

fragen.“

Ein legitimer Weg,

findet die Fachfrau:

„Man kann wirklich

alles versuchen.“

Das heißt auch,

Arbeiten in Deutschland Fachkräfte haben gute Chancen

Kontakte zu nutzen.

Bei der Suche nach

einem Praktikum sollten

sich Studenten an

ihrer Universität beraten

lassen. Oft haben

die Hochschulen

Kontakte zu Firmen

und Universitäten im

Ausland. Ratschläge

geben auch Studentenvereinigungen

wie

Da wurde ihr Gesprächspartner plötzlich Aiesec. Wer sich vorstellen kann, für

sehr neugierig – kurze Zeit später fing sie sechs bis zwölf Monate bei einer deut-

in der internationalen Abteilung in Köln schen Familie zu leben und zu arbeiten,

an.

könnte den klassischen Weg des Au-

Inzwischen arbeitet die 29-Jährige in pair-Aufenthalts wählen. Informationen

ihrem Wunschberuf als Leiterin der über Bedingungen und Möglichkeiten

Abteilung „Akquise/Marketing“ bei gibt zum Beispiel die „Gütegemeinschaft

einem Karriere-Netzwerkportal in Ham- Au pair“. Dort sind Agenturen registriert,

burg. Sie glaubt, dass Menschen auf Job- die sich regelmäßig kontrollieren lassen

Informationen zu Praktika, Au pair und Arbeitsmöglichkeiten

für Ausländer in Deutschland, aber

auch Stellenanzeigen sind am einfachsten im

Internet zu finden.

AU PAIR & PRAKTIKA

Unter diesen Adressen finden Sie Tipps, aber auch

Angebote:

• www.arbeitsagentur.de

• www.guetegemeinschaft-aupair.de

(„Downloadcenter“)

• www.praktika.de

• www.aiesec.de

30

HILFE IM INTERNET

STELLENANZEIGEN

Die meisten Arbeitgeber inserieren inzwischen lieber

im Internet als in Zeitungen. Diese Adressen

können wir empfehlen:

• www.zav.de (Zentrale Auslands- und Fachvermittlung

der Bundesagentur für Arbeit),

Zentrale Info-Hotline: 0228/713 13 13

• www.ba-auslandsvermittlung.de

(mit großer Linksammlung zu Online-Jobbörsen)

• www.jobboerse.arbeitsagentur.de

• www.eures.europa.eu

• www.top-jobs-europe.de

• www.jobpilot.de

und für die Vermittlung kein Geld von Aupairs

nehmen.

Von Kindern kann man ziemlich gut

Deutsch lernen, findet die Erzieherin

Sarah Quantin. „Als ich kam, konnte ich

nur ‚Guten Tag’ sagen. Ich habe dann viel

gelernt. Mit Kindern ist das einfach.“ <

das N¡tzwerkportal, -e Internetportal, das Menschen mit

gleichen Interessen die Möglichkeit

gibt, sich gegenseitig zu

unterstützen

n¢tzen ≈ benutzen

legitim möglich, akzeptabel

die F„chfrau, -en Expertin

die Hochschule, -n ≈ Universität

die Stud¡nten- Organisation für die Interessen

vereinigung, -en von Studenten

s“ch vorstellen kœnnen hier: vielleicht wollen

die Agentur, -en hier: Firma, die Au-pairs hilft,

eine Familie zu finden

regelmäßig hier: immer wieder, z. B. einmal

im Monat

die Erzieherin, -nen Pädagogin

Wichtige Wörter, die Sie besonders in Stellenanzeigen

für Praktika und Einstiegsjobs finden, erklären

wir auf der „Sammelkarte Verstehen“ auf Seite

35 - 36.

• www.stepstone.de

• www.jobs.zeit.de

• www.fazjob.net

MEHR ZUM THEMA

der Einstiegsjob, -s Job, den auch Berufsanfänger

machen können; hier auch: Job,

den man zuerst machen kann

inserieren eine Stellenanzeige publizieren

Diese Links finden Sie auch unter

www.deutsch-perfekt.com ) Land & Leute )

Gut zu wissen

DEUTSCH perfekt 10/09

FOTO:FOTOLIA/Y. ARCURS


FOTOS: B. SIEG (2); GETTY IMAGES (4); IMAGE SOURCE; FOTOLIA

TINA Es tut mir so leid, Thomas. Ich hatte

einfach Angst, es dir zu sagen!

THOMAS Na, dafür haben wir ja Gregor!

Was für eine Demütigung! Auch noch

der! Der erzählt mir, dass meine Freundin

eine Affäre hatte, und ich weiß

nichts davon. Wie stehe ich denn jetzt

da?

TINA Man kann vor der Geburt einen

Vaterschaftstest machen lassen, wenn

du das möchtest.

THOMAS Das ist viel zu gefährlich für das

Kind. Ich sage dir: Wir ziehen das jetzt

durch. Am Samstag haben wir den Termin

im Standesamt und Punkt. Ich lasse

mich doch nicht lächerlich machen!

TINA Aber Thomas, was ist, wenn …?

THOMAS Ich will davon nichts hören. Wir

heiraten und Schluss. Und jetzt reiß dich

zusammen! Da kommt schon der erste

Gast.

TINA Das ist mir doch einerlei ! Sollen

es doch alle wissen! (läuft weinend nach

hinten)

(Zur gleichen Zeit im Astro-Café)

SOPHIA Das ist so nett von dir, dass du

am Samstag arbeitest, damit ich zur

Hochzeit kann.

DARIA Na, schließlich ist Tina eine deiner

besten Freundinnen. Und ich kenne

sie ja nicht so gut. Also ist es doch klar,

dass du hingehen musst!

SOPHIA Aber sonst machen wir das Café

einfach für ein paar Stunden zu …

DARIA Nein, nein. Am Tag der Deutschen

Einheit? Da kommen doch wahrscheinlich

schon zum Frühstück viele Leute.

10/09

TIM LANG TINA LANG

THOMAS SCHÄFER DARIA MICHALEK MANNI LANG GREGOR KAMINSKI SOPHIA TRAUBE MIKIS SOPHIA PAPADOPOULOS TRAUBE

Mahlzeit! 48

DEUTSCH

perfekt perfekt

Am 3. Oktober werden Tina aus Hessen und Thomas aus Brandenburg heiraten. Eigentlich fanden beide

die Idee sehr schön, genau am Tag der Deutschen Einheit ihre Hochzeit zu feiern. Aber schon jetzt gibt

es den ersten Streit.

Feiertage sind immer gute Tage fürs

Geschäft.

SOPHIA Da hast du recht. Ach, was würde

ich nur ohne dich machen! Danke!

DARIA Du, bevor Herr Lang zu seinem

Morgenkaffee vorbeikommt … Ich wollte

dich schon die ganze Zeit fragen, was der

dir immer für Päckchen vorbeigebracht

hat. Was war denn da drin?

SOPHIA Ach, keine Ahnung. Mal Oliven,

mal eine Original Ballermann-Tasche.

(lacht) Irgendwas.

DARIA Ja, und? … Warum?

SOPHIA (seufzt) Weißt du, das ist eine

lange Geschichte.

DARIA Sag schon!

SOPHIA Ich weiß nicht …

DARIA Nein … Das kann nicht sein, oder?

Du bist in Manni Lang verliebt! Stimmt‘s,

oder hab‘ ich recht?

SOPHIA Also …

DARIA Wusste ich es doch! Das ist ja der

Hammer! Du und Manni! Aber ich muss

sagen, ich kann das verstehen. Der hat

was!

SOPHIA Daria, bitte sag das niemandem.

Bitte, bitte! Das bleibt wirklich unter uns,

okay?

DARIA Wenn man vom Teufel spricht …

(Manni kommt ins Café.)

MANNI Guten Morgen, die Damen!

SOPHIA Guten Morgen! Einen Cappuccino

und ein Croissant, wie immer?

DARIA Ich mach das schon. Dann hat das

Liebespaar ein bisschen Zeit für sich!

SOPHIA Daria!

SPRACHE – MAHLZEIT!

� MITTEL

Mahlzeit! hier: Guten Appetit! auch:

Gruß zwischen Kollegen

die Deutsche Einheit Union von Ost- und

Westdeutschland im Jahr 1990

die Demütigung, -en ≈ Aktion, Gesten oder Worte, die

den Stolz verletzen

die Affäre, -n hier: Liebesbeziehung

Wie stehe “ch d¡nn ≈ Was denken denn jetzt alle über

j¡tzt da? mich?

der Vaterschaftstest, Untersuchung, die feststellt, ob zwei

-s Menschen verwandt sind

d¢rchziehen hier: beginnen und beenden,

auch wenn es schwierig ist

¢nd P¢nkt Schluss mit dem Thema

s“ch n“cht læcherlich , ≈ stoppen, dass andere über einen

m„chen l„ssen lachen

s“ch zus„mmenreißen hier: seine Gefühle nicht zeigen

das Geschæft hier: Geld verdienen, Profit

vorbeibringen ≈ bringen

mal hier: manchmal

der B„llermann Name eines Strandlokals auf der

Insel Mallorca

seufzen Luft mit einem Laut abgeben (z. B.

weil man traurig ist)

verliebt sein “n ≈ lieben

St“mmt’s, oder hab’ ≈ Sag einfach ja!

“ch r¡cht?

Das “st ja der H„mmer! hier: So eine Überraschung!

Der h„t w„s! ≈ Der ist interessant!

Das bleibt ¢nter ¢ns. Das darfst du niemand anderem

erzählen.

W¡nn m„n vm Teufel Da kommt die Person, über

spr“cht ... die wir gerade sprechen ... (hier

ironisch)

das Croissant, -s ≈ kleines, süßes Teil, das man oft

franz. zum Frühstück isst

SCHON GEWUSST?

Das Adjektiv einerlei bedeutet „egal“. Wenn Tina also

sagt „Das ist mir doch einerlei!“, meint sie „Das ist

mir doch egal!“. Auch als Nomen gibt es das Einerlei.

Es wird negativ verwendet und bedeutet „langweilige

Monotonie“: „Meine Schwester ist mit ihrem

Leben nicht zufrieden. Immer dasselbe Einerlei, das

macht sie langsam depressiv, sagt sie.“

Im nächsten Heft geht’s weiter!

Alles über „Mahlzeit!“ und eine Übung

finden Sie auf www.deutsch-perfekt.com

) Deutsch lernen ) Mahlzeit!

31

31

31


SPRACHE – ÜBUNGEN ZU DEN THEMEN DES MONATS

Seite 43 EIN TAG MIT DENNY BERR

LEICHT

Was Babys machen

Denny Berr kümmert sich um seine zwei kleinen Töchter.

Für ihn ist der Tag wie für die meisten Eltern mit Baby.

Was machen Babys? Setzen Sie ein!

aufwachen 2 füttern 2 wickeln 2 trinken 2

schreien 2 schlafen

1. Babys _______________ Milch.

2. Sie _______________ auch am Tag mehrere Stunden,

zum Beispiel mittags.

3. Aber die Eltern müssen nachts aufstehen,

weil die Kleinen oft mehrere Male

_______________ und etwas brauchen.

4. Babys können noch nicht selbst essen.

Deshalb _______________ die Eltern sie.

5. Sie können auch nicht zur Toilette

gehen. Man muss sie _______________.

6. Babys _______________, wenn sie

Hunger haben oder ihnen etwas

wehtut.

Seite 54 - 55 WÜSTENSTROM FÜR DEUTSCHLAND

Die Lösung des Problems?

Welche Präposition ist richtig? Kreuzen Sie an!

1. Wenn man zum ersten Mal vom Desertec-Projekt hört,

möchte man ____ ein modernes Märchen glauben.

von in an

2. Solarstrom soll Afrika und Europa ____ Energie

versorgen.

mit an für

3. Man hofft ____ das Ende aller Energieprobleme.

für über auf

4. Manche Desertec-Mitglieder warnen inzwischen ____

zu großer Euphorie.

für vor von

1

Seite 66 ANDREA BENDA ÜBER

ZWIEBEL-DEUTSCHLAND

Alles ganz klein

Das Suffix „-chen“ bedeutet „klein“. Bilden Sie

Diminutive! Achtung: Am Wortende fällt „-e“ weg. Die

Diminutiva haben den Artikel „das“. Vergessen Sie

den Umlaut bei a, o, u nicht!

1. der Hut ______________________

das Hütchen

2. die Torte ______________________

3. die Zwiebel ______________________

4. die Tasche ______________________

5. die Hose ______________________

6. der Baum ______________________

7. der Bruder ______________________

8. das Zimmer ______________________

5. Auf viele Fragen gibt es noch keine Antworten.

Deshalb ist nicht klar, wann man ____ dem Bau der

Solaranlagen anfangen kann.

mit von um

6. ____ dem Ideengeber für das Projekt, Gregor Czisch,

hat sich übrigens niemand bedankt.

An Bei Mit

7. Als sich die Desertec-Mitglieder trafen, hat man ihn

nicht eingeladen, ____ den Gesprächen teilzunehmen.

an für in

32 DEUTSCH perfekt 10/09

LEICHT

MITTEL

2

3

LÖSUNGEN AUF SEITE 40

FOTOS: FOTOLIA (2)


Seite 8 DA SIND SIE WIEDER

Sumpfschildkröten

„Als“ oder „wie“? Kreuzen Sie an und

verbinden Sie die Sätze!

1. Das Fleisch von Sumpfschildkröten schmeckte den Deutschen

genauso gut … wie als

2. Die Sumpfschildkröten waren am Rhein seit mehr … wie als

3. Der Rhein ist länger … wie als

4. Junge Sumpfschildkröten sind nicht größer … wie als

5. In Brandenburg ist die Population wieder fast so normal … wie als

6. Man hofft am Rhein auf den gleichen Erfolg … wie als

Seite 58 - 62 IM LAND DER KASTANIEN

Kriegerische Zustände

Wer heute nach Südtirol reist, kann kaum glauben, dass

dort jemals Terror herrschte. Welches Wort passt auch?

Kreuzen Sie an!

1. Nachdem Südtirol an Italien gefallen war, attackierten

italienische Faschisten die Kultur der deutschsprachigen

Südtiroler.

bekämpften verschwanden

2. Deutsche Schulen und Zeitungen und sogar

Grabinschriften auf Deutsch waren untersagt.

verboten erwünscht

3. Die Südtiroler waren wütend darüber und begannen,

sich zu wehren.

beschweren widersetzen

10/09

DEUTSCH perfekt

SCHWER

4. In der sogenannten Feuernacht 1961 verübten sie

zahlreiche Brandanschläge.

brannten begingen

5. Innerhalb kurzer Zeit flogen 42 Strommasten

in die Luft.

explodierten lärmten

6. Die Terrorgruppe „Befreiungsausschuss Südtirol“

wollte die Region sabotieren.

ersetzen lahmlegen

SPRACHE – ÜBUNGEN ZU DEN THEMEN DES MONATS

5

ÜBEN SIE WEITER!

Sie finden weitere Übungen

2 im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus

(Informationen siehe Seite 40)

2 im Internet auf www.deutsch-perfekt.com

) Deutsch lernen

MITTEL

Seite 28 - 30 ARBEITEN IN DEUTSCHLAND

Auf Jobsuche

Ergänzen Sie im Präteritum! Achtung: Alle Verben sind

unregelmäßig!

1. Dimitra _________ (beginnen) die Arbeitssuche mit

einer Anzeige im Internet.

2. Sie _________ (bewerben) sich bei verschiedenen

Firmen.

3. Freunde __________ (geben) ihr Ratschläge für die

Bewerbung.

4. Die ZAV ___________ (beraten) sie zu

Aufenthaltserlaubnis und Arbeitsmöglichkeiten.

5. Schließlich ___________ (rufen) eine Firma sie an und

_________ (laden) sie zum Vorstellungsgespräch ein.

6. Dimitra ________ (gehen) hin und ___________

(bekommen) den Job.

LEICHT

a) 100 Jahren nicht mehr zu sehen.

b) in Brandenburg.

c) das Fleisch von anderen

exotischen Tieren.

d) früher.

e) eine Tasse.

4

f) alle anderen Flüsse in Deutschland.

6

LÖSUNGEN AUF SEITE 40

33


SPRACHE – WORTSCHATZ

LEICHT

Auf dem

Rockkonzert

der Vorhang, ¿e

die (Lautsprecher-)Bx, -en

(auch: der Lautsprecher, -)

das Mikrofon, -e

(auch: das

Mikro, -s)

der Sænger, -

die Tribüne, -n

der Fan, -s

engl.

der Scheinwerfer, -

das M“schpult, -e

der M“scher, -

Checkliste von Charlie,

dem Roadie

Charly hat viel zu tun. Was muss er alles machen, bis die

Show beginnen kann? Ordnen Sie zu!

Mikrofone 2 Lautsprecherboxen 2 Leinwand 2

Mischpult 2 Scheinwerfer 2 Mikrofonständer

1. Er muss an die Decke und die Seiten der Bühne

_______________________ hängen, damit die

Bühne im richtigen Licht ist.

2. Damit bei der Videoprojektion jeder etwas sieht,

muss er die _______________________ festmachen.

3. Er muss die Instrumente und die großen

_______________________ auf die Bühne tragen

und die Kabelanschlüsse machen, damit man die

Musik gut hören kann.

4. Für die Sänger und zu allen Instrumenten stellt er

_______________________ und

_______________________ auf.

5. Gegenüber der Bühne muss er in der Arena das

_______________________ aufstellen.

die Leinwand, ¿e

das Schlagzeug, -e

1 2

Fan-Gespräche

Wie heißen die Personen? Bilden Sie die

Nomen!

LEICHT LEICHT

1. % Das ist echt ein Superkonzert! Und der

_________________ (singen) ist so süß!

2. & Ach, mir gefällt der _________________

(Schlagzeug) besser.

3. % Na ja. Aber schaut mal, der hübsche

_________________ (Keyboard)! Ist der nicht süß?

4. & Nein, der findet sich selbst so toll. Aber der

_________________ (Gitarre) ist doch zum

Verlieben!

5. % Also, nicht nur die Jungs auf der Bühne sind süß.

Der _________________ (Mischpult) ist auch nicht

schlecht, oder?

ÜBEN SIE WEITER!

Sie finden Übungen zu diesem Thema

2 im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus

(Informationen siehe Seite 40)

2 im Internet auf www.deutsch-perfekt.com

) Deutsch lernen

die D“scokugel, -n

die [bsperrung, -en

die E-Git„rre, -n

der Mikro(fon)ständer, -

das Kabel, -

der Keyboarder, -

engl.

das Keyboard, -s

engl.

der Gitarr“st, -en

die Arena,

Arenen (auch: der

|nnenraum, ¿e)

die Bühne, -n

LÖSUNGEN AUF SEITE 40

34 perfekt

DEUTSCH 10/09

ILLUSTRATION: BERNHARD FÖRTH


Mitbewohner gesucht –

Anzeigen schreiben

Im Herbst beginnt an den Universitäten ein neues

Semester. Viele suchen dann eine kleine Wohnung

oder ein Zimmer in einer Wohngemeinschaft, kurz WG.

Die meisten wohnen in einer WG, weil sie eine günstige

Unterkunft brauchen. Für manche ist das WG-Leben

aber auch Philosophie: Sie schreiben in ihre Anzeige,

was für ein WG-Leben sie sich wünschen.

Suche in Karlsruhe, zentral, helles kpl. möbliertes WG-Zi., ab sofort, mit

Küche und Badbenutzung, DSL-/TV-Anschluss, Straba-Nähe; WM bis 250,–

Stuttgart-Ost, männl., 25 J., WE-Heimfahrer, su. günstiges Zi., mgl. ruhig, gute

Verkehrsanb., Fahrradabstellpl.

Nach dem Umzug

An-, Um- und Abmelden

Wenn man nach Deutschland zieht, muss man seine neue

Adresse beim Einwohnermeldeamt anmelden. Das gilt auch

für einen Umzug von einer Stadt in eine andere oder wenn

man nur in eine andere Straße zieht. Für die Anmeldung

muss man persönlich zum Amt gehen. Die Frist ist zwischen

einer Woche und zwei Wochen. Eine Abmeldung ist nur

nötig, wenn man ins Ausland oder von einer Nebenwohnung

zurück in die Hauptwohnung zieht.

% Guten Tag, ich möchte meinen neuen Wohnsitz anmelden.

& Gern. Woher und wann sind Sie denn zugezogen?

% Aus Argentinien. Vor zwei Wochen.

& Da kommen Sie aber ein bisschen spät. Die Frist für die

Anmeldung ist eine Woche.

21 J., männl., su. Zimmer in netter

WG, Nähe Uni und Stadtzentrum. Bin

unkompliziert, lustig und offen. Ich

studiere Politik und Soziologie, bin

kein NR (!) und trage gern mal den

Müll runter. Ich suche eine WG, wo

man zusammen kocht und feiert. Ab

sofort. WM max. 300,–

Fahrradabstellpl. der Fahrradabstellplatz = der

Fahrradparkplatz

J. Jahr(e)

kpl. komplett

männl. männlich

max. maximal

mgl. möglichst / wenn möglich

NR der Nichtraucher

Straba die Straßenbahn

su. suche/sucht

}ni die Universität

Stellenanzeigen für Praktikum und Berufseinstieg

Beschreibung der Firma

die breit gefæcherte Prod¢ktpalette großes Angebot an verschiedenen Produkten

global agierend mit Kunden/Geschäften auf der ganzen Welt

innovationsfreudig so, dass die Firma gern Innovationen macht

m„rktführend so, dass die Firma in einem Bereich auf dem ersten

Platz steht

m“t hoher K¢ndenorientierung so, dass die Firma sich an den Wünschen der Kunden

orientiert

die Produktionsstätte, -n Ort, an dem eine Firma ihre Fabrik hat

st„rk w„chsend immer größer werdend

das Unternehmen, - Firma

Beschreibung der Stelle

„bwechslungsreich/vielseitig mit verschiedenen Aufgaben und viel Variation

der Bl“ck h“nter die Kul“ssen Möglichkeit, eine Firma und ihre Produkte kennenzulernen

und Dinge zu lernen, die der Öffentlichkeit nicht

bekannt sind

der Einstieg Möglichkeit, in den Arbeitsmarkt hineinzukommen

Suche Zimmer oder kleine Wohnung

Suche 1 - 2 Zimmer oder Wohnung ab

November in Köln oder Umgebung. Bin

weiblich, 38, berufstätig, Nichtraucher.

Habe gern Tiere um mich, auch

Mitbewohner mit Kindern sind willkommen.

Freue mich über alle Angebote.

Verkehrsanb. die Verkehrsanbindung =

Anschluss an Bus und Bahn

WE-Heimfahrer, - der Wochenendheimfahrer =

Person: Sie fährt (fast) jedes

Wochenende nach Hause zu

Eltern oder Partner/Partnerin.

WM die Warmmiete = Miete

inklusive Kosten für z. B.

Heizung und warmes Wasser

Whg. die Wohnung

Zi. das Zimmer

% Oh, das wusste ich nicht.

& Na ja, das geht schon noch in Ordnung. Haben Sie das

Meldeformular schon ausgefüllt?

% Nein, noch nicht. Wo bekomme ich das denn?

& Hier. Ich gebe Ihnen eins. Man kann es sich übrigens

auch von unserer Webseite herunterladen.

% Danke. Kostet die Anmeldung eigentlich etwas?

& Nein. In unserer Gemeinde ist das kostenlos. Wie ich

sehe, sind Sie mit der ganzen Familie umgezogen.

Haben Sie die Pässe aller Familienmitglieder dabei?

% Ja, hier bitte. Brauchen Sie noch weitere Dokumente?

& Nein, hier in der Meldestelle nicht. Aber Sie müssen noch

zur Ausländerbehörde gehen.

Auch in Österreich und in der Schweiz muss man sich bei

den Ämtern einer Kommune an- oder ummelden. In Österreich

ist die Frist dafür offiziell nur drei Tage, in der Schweiz

acht Tage. Welche Dokumente man außer einem Reisepass

braucht, darüber informieren die Einwohner(melde)ämter.

die Entw“cklungsmöglichkeiten Pl. Möglichkeiten, neues und aktuelles Wissen zu bekommen

die Frtbildung, -en Kurs, um aktuelles und mehr Wissen zu bekommen

sp„nnend interessant

der Zugang zu neuesten Technologien Möglichkeit, die neuesten Technologien kennenzulernen /

zu benutzen

Arbeitsbedingungen

zum Text auf Seite 28 - 30

das ffene [rbeitsumfeld Kollegen, die offen für neue Ideen sind

die flexiblen [rbeitszeiten Pl. Arbeitszeiten, bei denen man selbst bestimmen kann,

wann man zu arbeiten anfängt und aufhört

die leistungsgerechte Bezahlung Bezahlung, die sich an den Arbeitsergebnissen orientiert

die m„rktgerechte Vergütung Bezahlung, die auf dem Markt für diese Arbeit normal

ist

Sammelkarte SCHREIBEN

LEICHT

perfekt

Sammelkarte SPRECHEN

DEUTSCH

10/09

MITTEL 10/09 DEUTSCH perfekt

MITTEL

Sammelkarte VERSTEHEN

perfekt

DEUTSCH

10/09


perfekt

DEUTSCH

10/09

perfekt

DEUTSCH

10/09

perfekt

DEUTSCH

10/09

München, 5 Min. zur S-Bahn, 20 qm

Balkonzi. mit TV in 4er-WG, rhg.

Wohnanl., Wohnkü., 1 MM KT, KM 300,–

4er-WG Wohngemeinschaft mit/für vier

Personen

Du. Dusche

EBK die Einbauküche = komplett eingerichtete

Küche mit Schränken,

Herd, Kühlschrank

inkl. inklusive

KM die Kaltmiete = Miete ohne

Kosten für z. B. Heizung und warmes

Wasser

KT die Kaution = Geldsumme: Man

muss sie zur Sicherheit bezahlen,

wenn man eine Wohnung mietet.

MFH das Mehrfamilienhaus = Haus: Es

hat mehrere Wohnungen.

Mitbewohnerin gesucht Raum Göttingen,

schönes, helles, teilmöbliertes Zi. an WE-

Heimfahrerin in MFH, NR, SAT-Anschluss,

Internet, neue EBK, Du., Wama, 1 MM KT,

220,– inkl. NK

Nachsendeauftrag

Damit alle Postsendungen an der neuen Adresse ankommen,

kann man bei der Post die Nachsendung beantragen.

% Guten Tag. Ich werde bald umziehen und möchte, dass

meine Post an die neue Adresse geschickt wird.

& Wann werden Sie denn umziehen?

% In zwei Wochen.

& Das geht in Ordnung. Bis fünf Tage vor dem Umzug

können Sie den Nachsendeauftrag erteilen. Bitte füllen

Sie dieses Formular aus.

% Wie lange wird mir die Post denn nachgeschickt?

& Entweder für sechs oder für zwölf Monate. Den Zeitraum

können Sie im Formular ankreuzen. Das ist dann auch

ein Preisunterschied.

% Gut, ich überlege mir das noch und gebe den Auftrag

dann bei Ihnen ab …

Ausbildung und Wissen

Min. Minute(n)

MM die Monatsmiete

NK die Nebenkosten = Kosten für z. B.

Heizung und warmes Wasser

qm Quadratmeter

der Raum hier: Region

rhg. Wohnanl. die ruhige Wohnanlage = mehrere

Wohnhäuser im gleichen Stil in

einer ruhigen Straße

SAT-[nschluss das Satellitenfernsehen

Wama die Waschmaschine

Wohnkü. die Wohnküche = große Küche:

Sie ist auch Wohnraum.

zzügl. zuzüglich = noch extra

“nternetaffin so, dass man sich gern mit dem Internet beschäftigt

(und gute Kenntnisse hat)

die fundierten K¡nntnisse Pl. sehr gute Kenntnisse

die Multimedia-Affinität Interesse für den Bereich Multimedia

der w“rtschaftswissenschaftlich/sozial/ Studium eines Fachs, in dem wirtschaftswissenschaft-

... ausgerichtete Studiengang, ¿e liche/soziale/… Themen eine Rolle spielen

das Studium m“t Schwerpunkt … Studium mit dem zentralen Thema …

Eigenschaften und Fähigkeiten

die analytisch orientierte Art, Dinge analytisch zu tun

H„ndlungsweise

die Teamplayer-Einstellung/ Art, dass man gut im Team arbeiten kann

Teamfähigkeit

der kreative Kpf, ¿e Person mit vielen kreativen Ideen

die Kommunikationsfähigkeit Talent, dass man gut kommunizieren kann

das Auftreten Art, wie man im Kontakt mit anderen ist

einen eigenverantwortlichen selbstständig arbeiten; auch: eigene Ideen haben

Beitrag leisten

Zimmer mit Flair in internationaler WG

Hallo! Wir, drei nette Studentinnen, suchen

sympathische Mitbewohnerin für ein gemütliches

WG-Zimmer. Das Zimmer ist möbliert,

hell, ruhig, mit Parkett. Großes Bad mit

Dusche und Badewanne. ISDN im Zimmer.

Telefonflatrate. Ab 15.10., zzügl. NK 350,–

Wer eine Wohnung sucht oder ein Zimmer vermieten möchte,

stellt eine Anzeige ins Internet, z. B. in Portale für

Studenten, oder hängt einen Zettel an der Universität auf.

Man findet die Anzeigen an den lustigsten Orten, z. B. auch

in den Toiletten. Das Geld für eine Zeitungsanzeige geben

die wenigsten aus.

Mehr Informationen und aktuelle Preise zum

Nachsendeservice der Post:

Deutschland www.umziehen.de/nachsendeservice

Österreich www.post.at/304.php

Schweiz www.post.ch/umzugsservice

die Eigeninitiative Vorschläge, die man macht, ohne dass man erst darum

gebeten wird

das konzeption¡lle D¡nken Talent, planend zu denken und sich an Zielen zu orientieren

das strukturierte D¡nkvermögen Talent, strukturiert zu denken

die Begeisterungsfähigkeit Talent, sich für Neues zu interessieren und motiviert zu

sein

die Einsatzbereitschaft Zustand, dass man aktiv ist und sich gern anstrengt

die Ver„ntwortungsbereitschaft Zustand, dass man freiwillig Verantwortung trägt

Au-pair

die Bereicherung positive Erfahrung

erfahren “m }mgang m“t K“ndern so, dass man weiß, wie man sich um Kinder kümmert

k“nderlieb so, dass man Kinder gern mag

der 5-Personen-Haushalt Familie mit fünf Personen

das T„schengeld Geldsumme, die ein Au-pair im Monat bekommt

FOTO: DEUTSCHE POST


FOTO: FOTOLIA

10/09

1

DEUTSCH perfekt

SEITE 52 – 53 TATORT: SPIELBANK

Die Sprache des Glücks

SEITE 24 - 26 ALLES IM TEST

Erfolgreich wirtschaften

MITTEL

SCHWER

Was brauchen Unternehmer, um wirklich erfolgreich zu sein?

Lösen Sie das Rätsel!

1. Ein gutes Unternehmen orientiert sich bei seinem

Produktangebot an den Wünschen der …

2. Um zu erfahren, welche Produkte gewünscht sind,

müssen Unternehmen … machen.

3. Das Gesetz des Marktes heißt: Angebot und … bestimmen

den Preis.

4. Unternehmen, die im gleichen Bereich tätig sind, stehen

im … zueinander um die besten Produkte und die

Kunden.

5. Deshalb versuchen Unternehmen, sich durch absolute

Neuheiten, also …, von der Konkurrenz zu unterscheiden.

6. Um dem Kunden ein neues Produkt bekannt zu

machen, müssen Unternehmen … machen.

7. Oder sie stellen ihre Produkte auf einer … aus.

8. Den größten … macht, wer die besten Produkte zu den

besten Preisen anbietet.

SPRACHE – RATEN SIE MAL!

Wie können Sie sagen, wenn Sie Glück hatten und zum Beispiel in der Spielbank ein bisschen Geld gewonnen

haben? Finden Sie es heraus, indem Sie das Silbenrätsel lösen! Die farbigen Felder ergeben von oben nach unten

das Lösungswort.

2

ben 2 chen 2 ein 2 fen 2 gen 2 ha 2 ma 2 lie 2 seln 2 set 2 wech 2 wer 2 zen

1. Glücksspiel kann süchtig __ __ __ __ __ __.

2. Beim Roulette __ __ __ __ __ __ Croupiers an den Tischen eine Kugel.

3. Die spannende Frage ist: Wo bleibt die Kugel __ __ __ __ __ __?

4. Um mitzuspielen, muss man Geld __ __ __ __ __ __ __ __ __.

5. An der Kasse __ __ __ __ __ __ __ __ die Besucher Geld in Jetons.

6. Man kann nicht immer gute Karten __ __ __ __ __.

Lösung: Ha! Glück muss der __ __ __ __ __ __ haben!

Lösung: Man muss den richtigen __ __ __ __ __ __ __ haben.

1 2 3 4 5 6 7

Das bedeutet: Das Talent haben zu merken, was Erfolg oder Vorteile bringt.

2

4

1

B

4

3

K F

5

6

B 1

B

8

7

6

7

W

S

5

V

LÖSUNGEN AUF SEITE 40

2

3

G

37


SPRACHE – GRAMMATIK

LEICHT

„Komm doch herein!“ – Die Direktionaladverbien hin und her

Funktion

Die Direktionaladverbien (= Richtungsadverbien) „hin“ und

„her“ beschreiben eine lokale Beziehung zwischen dem

Sprecher und einem Objekt. Sie sind meistens Teil von

kombinierten Formen.

hin: Richtung vom Sprecher weg auf ein Ziel zu

Wohin gehst du?

Wo läufst du denn hin?

her: Richtung zum Sprecher hin

Woher kommst du?

Wo kommst du denn her?

-hin/-her mit den Lokaladverbien da, dort, hier

Das Ziel oder der Anfangspunkt der Bewegung wird in diesen

kombinierten Formen deutlich. Der Wortakzent liegt auf der

ersten Silbe.

% Leg die Zeitung bitte hierhin.

& Auf den Tisch? Dahin/Dorthin kann ich sie nicht legen,

weil da kein Platz mehr ist.

% Warst du beim Arzt?

& Ja. Ich komme gerade daher / von dort.

hin-/her- mit Präpositionen

Verbindungen mit einer lokalen Präposition zeigen eine

Bewegungsrichtung. In der mündlichen Alltagssprache werden

sie oft redundant benutzt (Beispiel 1 und 2), also auch,

wenn sie gar nicht nötig sind. Der Wortakzent liegt auf der

zweiten Silbe.

Einladung

„Hin“ oder „her“? Setzen Sie ein!

LEICHT

1. % Am Samstag ist doch Lauras Party. Gehen wir

zusammen _________?

2. & Warum „_________“? Ich habe gedacht, sie

kommt zu uns _________.

3. % Das hast du falsch verstanden. Sie hat

Geburtstag und macht ein Fest.

4. & Ach. Und wo_________ weißt du das?

5. % Sie hat gestern angerufen. Ich habe dir doch

einen Zettel _________gelegt!

6. & Ach? Wo_________ denn?

7. % Da drüben _________! Auf deinen Schreibtisch!

1

Markus springt von der Mauer (herunter).

Die Katze läuft schnell ins Haus (hinein), als es beginnt zu

regnen.

Silvia schaut zum Fenster heraus. (Der Sprecher steht

draußen auf der Straße.)

Silvia schaut zum Fenster hinaus. (Der Sprecher ist im selben

Raum wie Silvia.)

In der gesprochenen Sprache werden fast immer kürzere

Formen mit r- benutzt:

Es ist so langweilig hier. Ich gehe lieber raus.

Willst du auch auf den Baum rauf?

hin-/her- als Präfix von trennbaren Verben

Verben mit „hin-“ oder „her-“ sind trennbar. Die Verben

machen deutlich, dass eine Bewegung in die Richtung zum

Sprecher oder vom Sprecher weg stattfindet.

herkommen: Sind sie gut hergekommen?

hinfahren: Wo fährst du denn so spät am Abend noch hin?

herbringen: Bring mal das Wörterbuch her!

heruntersteigen: Herbert steigt vom Dach herunter.

hereinkommen: Kommen Sie doch bitte herein.

hinübergehen: Kai geht für eine Stunde zu Gabi hinüber.

MEHR ÜBUNGEN

zu den Direktionaladverbien

2 im aktuellen Übungsheft Deutsch perfekt Plus

(Informationen siehe Seite 40)

2 im Internet auf www.deutsch-perfekt.com

) Deutsch lernen

LEICHT

Ausflug in die Berge

Setzen Sie ein! Achten Sie auf die richtige Präposition!

rauffahren 2 runterfahren 2 raufgehen 2 reinsetzen 2

rausfahren 2 rumlaufen

1. % So ein schöner Herbsttag! Lass uns doch ein

bisschen in die Berge _____________________.

rausfahren

Wir könnten auf den Herzogstand gehen.

2. & Was? Du willst den Berg _____________________?

Nein danke! Ich möchte lieber mit der Bergbahn

_____________________.

3. % Na gut. Wir können ja oben ein bisschen

_____________________. Und wenn es zu windig

ist, können wir uns einfach ins Gasthaus

_____________________.

4. & Okay. Und lass uns nicht zu spät

_____________________. Wir sollten früh zurückfahren.

Sonst stehen wir mit allen Ausflüglern im

Stau.

38 perfekt

2

LÖSUNGEN AUF SEITE 40

DEUTSCH 10/09


Nicht alle Verkehrstoten

hatten einen Unfall

Ein Verkehrstoter ist ein Mensch,

der bei einem Verkehrsunfall

gestorben ist. Das Plakat sagt

aber, dass nicht alle Verkehrstoten

einen Unfall hatten. Woran

sind sie dann gestorben? Das

Wort Verkehr meint nicht nur

den Straßenverkehr, sondern

auch den Kontakt, den man mit anderen Menschen hat. Als

Kurzform von Geschlechtsverkehr bedeutet es auch „Sex“. Durch

die Erklärung auf dem Plakat: „Manche hatten einfach kein Kondom.“

wird klar, dass ungeschützter Geschlechtsverkehr gemeint

ist, also Sex ohne Kondom. Denn wenn sich jemand beim Verkehr

mit dem Aids-Virus infiziert hat, wird auch er irgendwann

ein Verkehrstoter – ganz ohne Verkehrsunfall.

Weil es nicht wurst ist – was in der Wurst ist!

Haiopeis

Wie versteht der Arzt das Wort

Schlaganfall? Kreuzen Sie an:

plötzliches Einschlafen auf der

Straße

plötzliche Störung, bei der nicht

mehr genug Blut in den Kopf

kommt

Was meint der andere Hai in

Wirklichkeit? Kreuzen Sie an:

plötzliche wütende Reaktion, bei

der man jemanden schlägt

plötzliche Idee, dass man jemandem

Angst machen könnte

der Haiopei, -s von: Hai = gefährlicher Meeresfisch;

auch Wortspiel: Heiopei = rheinländisch

für: Mensch mit schwachem

Charakter

eher ≈ mehr

verprügeln sehr stark schlagen

10/09

DEUTSCH perfekt

SPRACHE – GESEHEN & GELESEN

Mit uns sehen Sie bei Ihrer Rente

weder Schwarz noch Rot

MITTEL

Die meisten jüngeren Menschen

in Deutschland werden

im Alter nur eine sehr niedrige

Rente bekommen. Es ist

also nur logisch, wenn sie

beim Gedanken an ihre Rente

schwarzsehen: Wer schwarzsieht,

der denkt über die Zukunft pessimistisch. Andere

sehen vielleicht rot, so die Werbung. Auch das ist verständlich.

Denn wenn man viele Jahre lang Geld in die Rentenkasse

eingezahlt hat und dann kaum Rente bekommt, wird

man wütend – Rotsehen bedeutet, dass man sehr wütend

ist. Wer beim Gedanken an seine Rente weder schwarznoch

rotsehen möchte, dem empfiehlt die Finanzberatung

AWD ihren Service.

Viele Menschen möchten heute genau wissen, was in ihrem Essen ist. Das weiß

auch der Fleischer, auf dessen Werbeplakat die Frau mit großem Appetit in ihr

Wurstbrot beißt. Auch sie möchte wissen, was in der Wurst ist. Aber, so suggeriert

die Werbung, sie hat Vertrauen in ihre Fleischerei. Deren Slogan spielt mit

einer umgangssprachlichen Bedeutung des Wortes Wurst. „Das ist mir wurst“

bedeutet: „Das ist mir egal“. Mit weil es nicht wurst ist, was in der Wurst ist

verspricht die Metzgerei also hohe Qualität.

LÖSUNGEN AUF SEITE 40

HAIOPEIS © SIEMENSEN/ACHTERBAHN VERLAG, OLDENBURG

39


INTENSIV & EFFEKTIV

SEITE 32 - 33

1 1. trinken; 2. schlafen; 3. aufwachen;

4. füttern; 5. wickeln; 6. schreien

2 2. das Törtchen; 3. das Zwiebelchen;

4. das Täschchen; 5. das Höschen; 6. das

Bäumchen; 7. das Brüderchen; 8. das

Zimmerchen

3 1. an; 2. mit; 3. auf; 4. vor; 5. mit; 6. Bei;

7. an

4 1. wie, c; 2. als, a; 3. als, f; 4. als, e; 5. wie,

d; 6. wie, b

5 1. bekämpften; 2. verboten; 3. widersetzen;

4. begingen; 5. explodierten; 6. lahmlegen

6

SPRACHE – UNSERE PRODUKTE / LÖSUNGEN

WWW.DEUTSCH-PERFEKT.COM

Interaktiv, lebendig und aktuell: die Internetseite zum Lesen, Lernen und Hören

Lösungen

1. begann; 2. bewarb; 3. gaben; 4. beriet;

5. rief, lud; 6. ging, bekam

2 Deutsch lernen: jetzt noch mehr interaktive Übungen und Texte

2 Nachrichten: Neues aus Deutschland, Österreich und der Schweiz

2 Audio: Interviews und Texte aus der Zeitschrift und vieles mehr als Audio-Dateien

2 Downloads: ein Überblick über alle Themen des Jahres

2 Land und Leute: viele interessante Informationen über Deutschland, Österreich und

die Schweiz

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2 Grammatik: Bedingungssätze

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2 Land und Leute: Südtirol

2 Wortbildung: Komposita mit Adjektiv

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SEITE 34

1 1. Scheinwerfer; 2. Leinwand;

3. Lautsprecher; 4. Mikrofone,

Mikrofonständer; 5. Mischpult

2 1. Sänger; 2. Schlagzeuger; 3. Keyboarder;

4. Gitarrist; 5. Mischer

SEITE 37

1 1. machen; 2. werfen; 3. liegen;

4. einsetzen; 5. wechseln; 6. haben

Lösung: Glück muss der Mensch haben!

2 1. Verbraucher; 2. Marktforschung;

3. Nachfrage; 4. Wettbewerb;

5. Innovationen; 6. Werbung; 7. Messe;

8. Gewinn

Lösung: Man muss den richtigen Riecher

haben.

SEITE 38

1 1. hin; 2. hin, her; 4. her; 5. hin;

6. hin; 7. hin

2 2. raufgehen, rauffahren; 3. rumlaufen,

reinsetzen; 4. runterfahren

SEITE 39

Der Arzt versteht: plötzliche Störung, bei der

nicht mehr genug Blut in den Kopf kommt;

Der andere Hai meint: plötzliche wütende

Reaktion, bei der man jemanden schlägt

40 DEUTSCH perfekt 10/09


DEUTSCH ENGLISCH SPANISCH FRANZÖSISCH ITALIENISCH TÜRKISCH POLNISCH RUSSISCH

NEUES VOM WUNDERKIND MOZART SEITE 6

child prodigy

el niño prodigio

l’enfant prodige

il bambino prodigio harika çocuk

cudowne dziecko вундеркинд

das Klavierstück piece of piano music la pieza para piano le morceau pour piano la sonata per pianoforte piyano parçası

utwór na fortepian пьеса для фортепьяно

die Präsentation presentation

aquí: la interpretación la présentation

la presentazione

burada: prezentasyon tutaj: występ

презентация

der Musikforscher music researcher el musicólogo

le musicologue

il musicologo

müzik araştırmacı badacz muzyki

музыковед

aufschreiben

to write down

escribir

transcrire

qui: scrivere

yazmak

zapisać

записывать

die Demonstration demonstration

la manifestación

la manifestation

2141 SEITE 6

la manifestazione gösteri yürüyüşü

demonstracja

демонстрация

das Ziel

aim, goal

la meta

l’objectif

qui: l’obiettivo

burada: amaç

cel

цель

BUSFAHRER OHNE FÜHRERSCHEIN SEITE 7

entscheiden

here: to rule

decidir

ici : trancher

decidere

burada: karar vermek tutaj: decydować решать

ARZT OHNE ABITUR SEITE 7

das Abitur

el bachillerato

le baccalauréat

l’esame di maturità olgunluk sınavı

matura

der Bankkaufmann

das Hauptfach

Es hat nur zu einer Vier

gereicht.

das Gefängnis

die Wohnfläche

gerade genug

das Geschäft seines

Lebens machen

die Insel

die Immobilie

der Spekulant

der Fernsehmoderator

in der Tasche haben

wohl

die Sumpfschildkröte

zu gut

der Lebensraum

der Naturfreund

das Schutzgebiet

hoffen auf

der Erfolg

die Persönlichkeit

der Bibliothekar

wissenschaftlich

das Vermögen

fortune; here: money

vor allem

mainly

die Gesellschaft society

Das ist ihre soziale Ver- It is their responsibility

antwortung.

towards society.

FOTO: ZEFA das Wunderkind

10/09

DEUTSCH perfekt

university entrance

qualification

qualified bank clerk

main subject

He only achieved a poor

mark.

prison, jail

living area

just enough

to make the deal of a lifetime

island

property, real estate

speculator

TV presenter

to have in the bag

here: probably

pond terrapin

too well

habitat

nature lover

nature reserve

to hope for

success

here: character

librarian

scientifically

el empleado de banco

la asignatura principal

sacó sólo un cuatro.

la cárcel

la superficie habitable

aquí: apenas

hacer el negocio de su

vida

la isla

el inmueble

el especulador

el presentador de televisión

aquí: había firmado

aquí: (irónico) pues

el galápago europeo

demasiado bien

el hábitat

el amante de la naturaleza

la reserva natural

esperar

el éxito

la personalidad

el bibliotecario

científico

aquí: el dinero

sobre todo

la sociedad

Ésa es su responsabilidad

social.

l’employé de banque

la matière principale

Il n’a réussi à obtenir que

la note 10/20.

l’île

le bien immobilier

le spéculateur

le présentateur de télévision

ici : avoir signé

l’habitat

l’ami de la nature

la réserve naturelle

espérer

le succès

la personnalité

le bibliothécaire

ici : par des spécialistes

le patrimoine

surtout

la société

C’est leur devoir envers la

société.

il bancario

qui: la materia principale

È riuscito a prendere solo

un quattro.

la prison

la prigione

MILLIONEN FÜR 30 QUADRATMETER SEITE 7

la surface habitable la superficie abitativa

ici : juste assez

qui: solo

l’affaire de sa vie

fare l’affare della propria

vita

l’isola

l’immobile

lo speculatore

il presentatore televisivo

qui: avere firmato

ici : certainement qui (ironicamente): probabilmente

DA SIND SIE WIEDER SEITE 8

la tortue de marais la tartaruga palustre

ici : tellement

qui: fin troppo

l’habitat

l’amico della natura

la riserva naturale

sperare in qualcosa

il successo

la personalità

il bibliotecario

scientificamente

il patrimonio

soprattutto

la società

Questa è la sua responsabilità

sociale.

bankacı

burada: ana öğrenim dalı

Ancak bir dörde yetti.

hapishane

oturma alanı

burada: ancak

hayatın en iyi ticaretini

yapmak

ada

emlak

spekülatör

televizyon sunucu

burada: imza atılmış

durumda

burada: acaba

bataklık kaplumbağası

burada: çok iyi

burada: yaşama alanı

doğayı seven

sit alanı

ümit etmek

başarı

ünlü

kütüphaneci

burada: bilimsel

varlık

her şeyden önce

toplum

Bu onların ahlaki vazifedir.

SPRACHE – STARTHILFE

Leichte Texte noch leichter lesen: Die erklärten Wörter von Seite 6 bis 10 werden hier übersetzt.

Trennen Sie diese Seite heraus und legen Sie sie neben den Text, den Sie gerade lesen.

DER GUTE TIPP SEITE 8

DREI FRAGEN SEITE 9

urzędnik bankowy

przedmiot główny

Wystarczyło tylko na

mierną ocenę.

więzienie

powierzchnia mieszkalna

tutaj: ledwie

zrobić interes swojego

życia

wyspa

nieruchomość

spekulant

prezenter telewizyjny

tutaj: mieć w kieszeni

tutaj: chyba

żółw błotny

za dobrze

tutaj: biotop

miłośnik przyrody

obszar chroniony

mieć nadzieję na

sukces

osobowość

bibliotekarz

naukowo

tutaj: majątek

przede wszystkim

społeczeństwo

To jest ich społeczna

odpowiedzialność.

выпускные экзамены в

гимназии

служащий в банке

основной предмет

Хватило только на оценку"удовлетворительно".

тюрьма

жилая площадь

достаточно лишь

заключить очень важную

сделку

остров

недвижимость

перекупщик

телеведущий

иметь в кармане

здесь: всё же

болотная черепаха

здесь: слишком вкусный

среда обитания

любящий природу

заповедник

надеяться на

успех

личность

библиотекарь

научный

состояние, капитал

прежде всего

общество

Это их социальная

ответственность.


über eine Grenze von

… hinaus

ursächlich helfen

der Themenschwerpunkt

die Menschenrechte

die Umwelt

der Frieden

der Sozialdienst

einverstanden sein

das Erbe

der Bereich

der Umweltschutz

ohne Trauschein

werfen

der Bürgermeister

Jetzt soll es besser

werden.

der Qualitätsstempel

das Tonstudio

der Wettbewerb contest

der Gesangsunterricht singing lessons

die Zielgruppe

target group

der Refrain

chorus

der Schlagzeuger drummer

das Schlagzeug drums

der Schwarzmarkt black market

die Auszeichnung award

der Musiksender music channel

Schlagzeilen machen to hit the headlines

der Klang

DEUTSCH ENGLISCH SPANISCH FRANZÖSISCH ITALIENISCH TÜRKISCH POLNISCH RUSSISCH

above a threshold of ...

recording studio

sound

sobre un límite de …

el estudio de sonido

el concurso

la clase de canto

el grupo destinatario

el estribillo

el batería

la batería

el mercado negro

la distinción

la emisora de música

aparecer en los titulares

el sonido

3 FRAGEN (FORTSETZUNG) SEITE 9

au delà d’une limite de oltre un limite di …

lo studio di registrazione

qui: il concorso

la lezione di canto

il target

il ritornello

il batterista

la batteria

il mercato nero

qui: il riconoscimento

l’emittente musicale

fare notizia

il suono

-den fazla

ton stüdyosu

burada: yarışma

ilahi dersi

hedef kitle

nakarat

baterist

bateri

karaborsa

burada: ödül

burada: müzik kanalı

manşet yapmak

ses

powyżej, ponad...

to solve a problem at the aquí: ayudar a resolver el ici : aider à régler les pro- aiutare a risolvere i pro- burada: nedensel yardım tutaj: pomagać od pod-

root

problema de raíz

blèmes à la base

blemi all’origine

etmek

staw

main focus

el tema principal

ici : la principale préoccupation

qui: il tema centrale burada: ağırlık merkezi istotny temat

human rights

los derechos humanos les droits de l’Homme i diritti umani

insan hakları

prawa człowieka

environment

el medio ambiente l’environnement

l’ambiente

çevre

środowisko naturalne

peace

la paz

la paix

la pace

burada: barış

pokój

social service

el servicio social

ici : l’association à but

social

il servizio sociale

burada: sosyal derneği tutaj: praca społeczna

to be in agreement estar de acuerdo

être d’accord

essere d’accordo

bir şeye razı olmak zgadzać się

inheritance

la herencia

l’héritage

l’eredità

burada: miras

spadek

area

el sector

le domaine

GERN GEHOLFEN! SEITE 10

il settore

bölge

dziedzina

environmental protection la protección del medio la protection de l’environ- la tutela dell’ambiente çevre sağlığı

ochrona środowiska

ambiente

nement

LIEBER UNVERHEIRATET SEITE 10

without a marriage

certificate

sin acta matrimonial sans être marié

senza matrimonio bekâr

bez ślubu

to throw

tirar

jeter

gettare

burada: atmak

tutaj: wyrzucać

mayor

el alcalde

le maire

il sindaco

belediye başkanı burmistrz

BRANDENBURGER MÜLLTONNEN FÜR BAGDAD SEITE 10

Things are supposed to Ahora debería mejorar. Maintenant les choses Ora ci si augura che le Şimdi daha iyi olacakmış. Teraz ma być lepiej.

get better now.

devraient s’améliorer. cose cambino.

quality assurance stamp el sello de calidad le cachet de qualité il marchio di qualità kalite mühürü

znak jakości

GUT ZU WISSEN

le studio d’enregistrement

ici : le concours de chant

le cours de chant

la cible

le refrain

le batteur

la batterie

le marché noir

ici : le prix

la chaîne de musique

faire les gros titres

le son

MUSIK: DAS POP-MÄRCHEN SEITE 14 - 17

studio nagrań

konkurs

nauka śpiewu

grupa docelowa

refren

perkusista

perkusja

czarny rynek

tutaj: wyróżnienie

stacja muzyczna

znaleźć się na pierwszych

stronach gazet

ton

свыше чем

решать проблему в

корне

основной вопрос темы

права человека

окружающая среда

мир

социальная служба

быть согласным

наследство

сфера

охрана окружающей

среды

без свидетельства о

браке

выбрасывать

бургомистр

Теперь должно стать

лучше.

знак качества

Wichtige Wörter aus mittelschweren Texten:

Wie werden sie übersetzt?

Eine Auswahl zum Thema Musik:

студия звукозаписи

конкурс

уроки пения

целевая аудитория

припев

ударник

ударный инструмент

чёрный рынок

награда

музыкальный канал

стать газетной сенсацией

звук, тон

DEUTSCH perfekt 10/09


FOTO: M. BURKHARDT

Im Dezember bin ich Vater von Zwillingen

geworden. Was für ein Tag! Eigentlich

wollte sich meine Freundin ein Jahr

lang um unsere Mädchen kümmern. Aber

dann brauchte Janines Chef früher als

geplant Hilfe im Hotel. Da habe ich

gedacht: Dann kümmere ich mich um

Maria und Julia. In meiner Firma haben

sie zuerst gelacht. So etwas gab es dort

noch nie. Aber dann haben sie gesagt:

Gut, mach es! Jetzt arbeite ich nicht mehr

im Betonwerk: Ich bin hauptberuflich

Papa. In den ersten Wochen war das

großer Stress. Ich habe zehn Kilo abgenommen.

Aber jetzt läuft es prima.

6 Uhr Oft ist Janine um diese Zeit

schon auf Arbeit. Bei mir geht es jetzt

gleich los. Vorher brauche ich aber zwei

Tassen Kaffee. Dann bin ich fit für den

Arbeitstag mit den Kleinen. Zuerst mache

ich ihnen zwei Flaschen Milch warm.

7 Uhr Julia und Maria wachen auf.

Ich sehe sofort, ob sie gut geträumt

haben oder schlecht. Ihr Tag beginnt

mit einem Lachen oder mit Geschrei.

Aber egal wie: Es muss jetzt schnell

gehen. Sie wollen ihre Milch. Vorher

wasche ich sie, wickle sie und ziehe sie

an. So sind sie zufrieden. Ihr Frühstück

10/09

EIN TAG MIT DENNY BERR ALTER: 31 Jahre

BERUF: Zimmermann

WOHNORT: Großkochberg

(Thüringen)

DEUTSCH perfekt

der Z“mmermann, ¿er Person: Sie macht alle Konstruktionen

aus Holz bei einem Dach.

der Zw“lling, -e ≈ eines von zwei Kindern: Sie sind am

gleichen Tag geboren.

gab Prät. von: geben

das Betonwerk, -e Fabrik: Dort werden Teile aus Beton

hergestellt.

(der Beton Substanz: Sie wird mit Wasser gemischt

und nach dem Trocknen sehr hart.)

hauptberuflich hier: so, dass man etwas die meiste

Zeit macht

„bnehmen hier: Gewicht verlieren

laufen hier: funktionieren

auf hier: bei der

losgehen hier: beginnen

aufwachen wach werden

das Geschrei hier: ≈ lautes Weinen

w“ckeln hier: ≈ eine Hose aus Plastik (z. B.

Pampers) oder Stoff anziehen

dauert bis zu 45 Minuten. Dann sage ich

ihnen aber: Mädchen, wir wollen heute

noch etwas machen!

8:15 Uhr Es ist Zeit fürs Spielen. Julia

und Maria krabbeln herum, und wir

hören Musik aus dem Radio. Rockmusik

mögen die beiden sehr gern. Da strampeln

sie, lachen und freuen sich mit. Am

Vormittag muss ich auch die Wäsche

waschen, die Wohnung aufräumen und

die Milchflaschen für später vorbereiten.

12 Uhr Die Mädchen wollen ihr Mittagessen

immer pünktlich haben. Sie lieben

zurzeit einen Brei aus Schinkennudeln.

Den mache ich ihnen warm. Dann füttere

ich sie: immer schön im Wechsel ein

Löffelchen für Maria und eines für Julia …

13 Uhr Nach dem Mittagessen schlafen

die Kleinen bis zu zwei Stunden. In

dieser Zeit esse ich etwas, spüle das

Geschirr und kümmere mich um die

Wäsche. Außerdem mache ich die Betten.

15 Uhr Am Nachmittag gehen wir spazieren.

So oft es möglich ist, ist Janine

dann auch dabei. Wir besuchen gern ihre

Familie im Dorf. Die Mädchen lieben aber

auch das Autofahren. Mit dem Auto

besuchen wir meine Eltern oder meine

Oma. Die sieht ihre Urenkelinnen sehr

MEIN TAG

LEICHT

her¢mkrabbeln ≈ im ganzen Zimmer auf Händen und

Füßen gehen

str„mpeln hier: ≈ mit den Beinen in der Luft tanzen

vorbereiten hier: ≈ machen

der Brei, -e gekochte Masse (z. B. aus Gemüse oder

Obst)

f•ttern Essen geben

die Oma, -s Großmutter

die Urenkelin, -nen Tochter von der Enkelin oder vom

Enkel

auf die W¡lt kmmen geboren werden

einschlafen beginnen zu schlafen

schreien hier: ≈ laut weinen

Das “st ein r“chtiger Das ist eine große Unruhe!

Z“rkus!

gern. Für mich ist das auch gut: Dann hilft

mir jemand beim Füttern der Kleinen.

16 Uhr Jetzt ist wieder Zeit für die

warmen Flaschen. Da darf ich nicht zu

spät kommen. Sonst gibt es Ärger.

18:15 Uhr Unsere Mädchen sind zwei

Monate zu früh auf die Welt gekommen.

Ihre kleinen Körper brauchen noch Hilfe.

Deshalb legen wir sie jeden Tag auf große

Bälle und machen mit ihnen Gymnastik.

Das ist gut für ihre Rücken.

19 Uhr Nach dem Sport können sich

die Mädchen ausruhen. Ich ziehe ihnen

ihre Schlafanzüge an. Dann bekommen

sie noch einen süßen Gute-Nacht-Brei

und ihre Milch.

20:15 Uhr Oft schlafen Maria und Julia

schon beim Essen ein. Ich trage sie dann

vorsichtig ins Bett. Das gefällt ihnen aber

nicht, und sie schreien. Das ist ein richtiger

Zirkus! Da arbeiten sie gut zusammen.

Nach ein paar Minuten gebe ich

jeder einen Teddy. Dann ist bald Ruhe.

21 Uhr Endlich habe ich Feierabend!

Ich sehe ein bisschen fern. Dann esse ich

mit Janine, und wir reden über den Tag.

23:45 Uhr Kurz vor zwölf gehen wir

schlafen. Mit ein bisschen Glück haben

wir dann sechs ruhige Stunden. <

43


Der große Spezialshop

rund ums Thema Sprachenlernen

Sprache

PONS Sprachkalender DaF

2010 – Kalender

Jeden Tag ein bisschen Deutsch:

Mit dem Sprachkalender trainieren,

festigen und erweitern Sie

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Auf den Blättern finden Sie

Übungen, Sprachspiele, Grammatikfragen,

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Land und Leuten und passende

Bilder. Die Lösungen und eine

englische Übersetzung können

Sie auf der Rückseite nachlesen.

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Sprache

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berufliche Situationen wie das

Aufnahmegespräch, die Visite,

Pflege, OP-Vorbereitung und Verwaltung.

In 12 Lektionen werden

anhand des Arbeitsablaufs einer

Station wichtige Ausdrücke und

Formulierungen vermittelt.

Auch Grammatik wird geübt.

Deutsch. Niveau A2 bis B2.

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33 Aussprachespiele

Buch + Audio-CD

Das Buch stellt abwechslungs -

reiche Spiele vor, die auf sämtliche

phonetische Aspekte der

deutschen Sprache eingehen.

Die Auswahl reicht von Silbenund

Worträtseln über Rhythmus-

und Kartenspiele bis hin

zu Bingo und Domino. Der Band

ist geeignet für alle Niveaus, für

alle Altersstufen und für alle

Ausgangssprachen.

Deutsch. Broschiert.

127 Seiten. Art.Nr. 75172.

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Das Übungs- und Testbuch bereitet

auf Start Deutsch 1 vor. Es

werden alle Prüfungsteile (Hören,

Lesen, Schreiben, Sprechen) und

die Lösungswege beschrieben.

Nach jedem Teil gibt es Übungen

zum Training von Wortschatz

und Sprachstrukturen. Durch

zwei Modelltests können Sie Ihr

Wissen einstufen. Mit Lösungen.

Deutsch. Niveau A1.

Buch (80 S.) + Audio-CD.

Broschiert. Art.Nr. 75171.

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Großes Übungsbuch

Deutsch – Grammatik

Grammatik, Idiomatik, richtiger

Wortgebrauch und das Vermeiden

typischer Fehler können Sie

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Diese sind ganz praktisch nach

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Hinweise, Erklärungen und Zusatzaufgaben

helfen beim Lernen,

denn durch Wiederholung

prägt sich die Grammatik besonders

gut ein. Mit Lösungen.

Deutsch. Broschiert.

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Die deutschen Verben –

Classic Edition

Das Buch stellt die Konjugation

der deutschen Verben anhand

von circa 70 Beispielwörtern dar.

Es sind damit die wichtigsten

Gruppen abgedeckt. Die Beispiel -

verben werden in jeweils einer

übersichtlichen Tabelle dargestellt.

So sind alle Formen untereinander

aufgeführt und man

erkennt die Veränderungen auf

den ersten Blick.

Deutsch. Broschiert.

225 Seiten. Art.Nr. 75169.

€ 12,95 (D)/€ 13,40 (A).

Hör- bzw. Leseproben zu diesen Artikeln finden Sie unter www.SprachenShop.de

Lesen

David Bergmann –

Wie, wer, das?

Auch wenn dem Amerikaner

David Bergmann manchmal die

Worte fehlen, verlässt ihn nie

sein Humor. Jetzt berichtet er

von neuen Abenteuern – mit der

Großschreibung, den vier Fällen

und verwirrenden Redensarten.

Und er erzählt, warum ihn neben

Schwarzbrot und sechs Wochen

bezahltem Urlaub vor allem die

deutsche Sprache hier hält.

Deutsch. Broschiert.

217 Seiten. Art.Nr. 75173.

€ 8,95 (D)/€ 9,20 (A).

Lesen

Daniel Glattauer –

Alle sieben Wellen

Emmi und Leo haben sich durch

Zufall kennengelernt. Die Ursache:

eine falsche E-Mail-Adresse.

Sie schreiben sich oft und verlieben

sich ineinander. Gesehen

aber haben sich die beiden nie.

Als Leo ins Ausland geht, bricht

er den Kontakt ab. Damit endet

Gut gegen Nordwind. Alle sieben

Wellen erzählt, wie die charmante

Geschichte weitergeht.

Deutsch. Gebunden.

219 Seiten. Art.Nr. 75167.

€ 17,90 (D)/€ 18,40 (A).


Hören & Lesen

DaF-Lernkrimi –

Liebe bis in den Tod

Buch + Audio-CD

Krimi für Deutschlerner: Der

Detektiv Patrick Reich besucht

einen Spanischkurs. Als ein

Mitschüler tot aufgefunden

wird, hat Patrick einen Verdacht

und ermittelt. – Mit Audio-CD,

Bildern, Worterklärungen, Landeskunde-Infos,Internetadressen,

Rätseln und Aufgaben.

Deutsch. Niveau A2/B1.

Buch (48 S.) + Audio-CD.

Broschiert. Art.Nr. 75166.

€ 9,95 (D)/€ 10,30 (A).

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MEIN DEUTSCHLAND-BILD

LEICHT

Fotograf:

ARNULF HETTRICH

In der Nähe von Stuttgart gibt es einen Naturpark,

den Schönbuch. Der Schönbuch war der erste

Naturpark in Baden-Württemberg. In Baden-

Württemberg gibt es viele Wälder: Auf mehr als 38

Prozent der Landesfläche stehen Bäume. Der

Schönbuch ist rund 156 Quadratkilometer groß.

Mehr als vier Millionen Menschen besuchen den

Park pro Jahr. Man kann dort stundenlang durch

den Wald spazieren. Im Herbst liegt Raureif auf

den Bäumen. Mit ein bisschen Glück sieht man ein

Tier, zum Beispiel ein Wildschwein. Im Schönbuch

gibt es sehr viele Tiere. Zu viele, sagen die Jäger

und Bauern. Das ist schlecht für den Wald. Deshalb

kommen die Jäger einmal im Jahr zu einer Drückjagd

zusammen. Bei einer Drückjagd jagen Treiber

die Tiere. Sie klopfen dabei mit Stöcken gegen die

Bäume. Die Jäger sitzen in Hochsitzen und warten

auf die Tiere.

Ein Freund von mir ist Jagdpächter. Jedes Jahr

im Spätherbst gibt es in seinem Teil des Waldes

eine Drückjagd. Denn dann dürfen die Jäger die

Tiere wieder jagen. Man sieht die Tiere gut, weil

die Bäume dann keine Blätter mehr haben. Schon

dreimal war ich als Treiber dabei. Da habe ich auch

das Foto vom Jäger im Hochsitz gemacht. Ich habe

bei der Drückjagd auch schon viele Wildschweine

gesehen. Aber bis jetzt konnte ich noch nie eines

fotografieren. Denn genau wie die Jäger muss man

dabei sehr schnell sein. Und: Wenn ein 100 Kilogramm

schweres Wildschwein auf einen zukommt,

macht man ihm gerne Platz. Das Fotografieren ist

dann nicht mehr so wichtig.

die L„ndesfläche, -n hier: Größe vom ganzen Land

der Raureif ≈ weiße Eiskristalle

das W“ldschwein, -e Schwein: Es lebt in freier Natur.

der Jäger, - hier: Person: Sie macht Tiere im Wald tot.

der Bauer, -n Person: Sie stellt Lebensmittel her, z. B. Kartoffeln

und Gemüse, und/oder hat Tiere, z. B. Rinder und

Schweine.

jagen hier: machen, dass die Tiere zu den Jägern laufen

der Treiber, - hier: Person: Sie kümmert sich beim Jagen

darum, dass die Tiere zu den Jägern laufen.

der Stck, ¿e langes, dünnes Ding aus Holz

der Hochsitz, -e ≈ Stuhl, z. B. in einem Baum: Dort sitzt ein Jäger.

der Jagdpächter, - Person: Sie zahlt Geld dafür, dass sie in einem

Stück Wald Tiere totmachen darf.

auf einen zukommen laufen zu einer Person

46 DEUTSCH perfekt 10/09


10/09

DEUTSCH perfekt

Diesen Text können Sie vom 28.9. bis zum 25.10.2009 hören:


Tel. +49 (0)89/8 56 81-318 oder www.deutsch-perfekt.com ) Audio ) Lesen & Hören

47

FOTOS: A. HETTRICH (2)


DER BLICK VON INNEN

SCHWER

KATRIN WILKENS

Katrin Wilkens wurde 1971 in Bremen

geboren. Sie studierte

Rhetorik und Kulturwissenschaften

und ist

heute freie Journalistin

in Hamburg. Dieser

Text ist aus ihrem Buch

50 einfache Dinge, die

typisch deutsch sind,

das bei Piper Westend erschienen ist.

frei hier: selbstständig

læssig natürlich, unkompliziert

¢nglaublich/unglaublichhier: ≈ sehr, besonders

das Eigenheim, -e Haus, in dem der

Eigentümer selbst wohnt

der G„rtenzwerg, -e kleine Figur, die aussieht

wie ein alter Mann mit

Bart

die S“tzecke, -n Sofa und mehrere Sessel,

die oft in einer

Wohnzimmerecke sind

das Fr„nkfurter Würstchen aus Rind- und

W•rstchen, - Schweinefleisch

lcken hier: machen, dass man

Überlegenheitsgefühle hat

(das Überlegenheits- Gefühl, besser als etwas

gefühl, -e anderes oder jemand

anderer zu sein)

rosarot hier: angenehm, aber

völlig subjektiv

der vrdere ≈ Bereich im vorderen Teil

H“rnlappen, - des Gehirns

(das Geh“rn, -e Organ im Kopf, mit dem

man denkt)

rau hier: ↔ mild

str¡ng hier: unangenehm, kalt

die D“chte hier: Zahl

der Snnenstrahl, -en Licht der Sonne

wlkenverhangen so, dass viele Wolken da

sind

der W¡tterdunst ≈ Nebel

KATRIN WILKENS ÜBER

DIE ITALIENLIEBE DER

DEUTSCHEN

Die Deutschen lieben Italien, die Lebensart, die Sonne und den Wein.

KATRIN WILKENS findet, dass diese Liebe auch etwas über die

Deutschen erzählt: Sie wären auch gern so lässig wie die Italiener.

Es gibt etwas, auf das sind wir Deutsche seit

Jahrhunderten unglaublich stolz. Nein,

nicht unser schickes Eigenheim, auch nicht

Gartenzwerg, Sitzecke oder das Frankfurter Würstchen

locken uns rosarote Überlegenheitsgefühle in

den vorderen Hirnlappen.

Wir Deutsche sind stolz darauf, dass wir die

besseren Italiener sind. Ehrlich.

Ich lebe in Hamburg. Raues Klima, kalter

Wind, strenges Wetter. Die Dichte der Friseure ist

höher als in Freiburg oder in Heidelberg, weil hier

Wetter noch Wetter ist. Trotzdem: Sobald im

Februar ein einziger Sonnenstrahl sich durch den

wolkenverhangenen Wetterdunst gezwängt hat,

sobald er in der grauen Stadt auch nur eine halbstündigeAufenthalts-

genehmigung ergattert

hat – zerren alle BMW-

Cabriofahrer Auto,

Sonnenbrille und Gattin

hervor, und fahren

dachfrei den Jungfernstieg auf und ab. Nicht laut

hupend, sondern Vivaldi hörend. (…)

Wir wollen lässig sein – aber sind es nicht, und

sind damit noch weniger lässig als die Spießer, die

wissen, dass sie spießig sind – und es auch kultivieren.

Es gibt nichts Deutsch-Typischeres als den

Weltmann in Manufactum-Klamotten, der „due

Cappuccini per favore“ oder so ähnlich ordert. Der

englische Aushilfskellner schaut genervtbeherrscht,

und der polnische Koch weiß eh nicht,

was per favore bedeutet.

Diese italienischen Deutschen kaufen auch

Regionalkochbücher aus Hessen, aus denen sie

Wir Deutsche sind stolz darauf,

dass wir die besseren Italiener

sind. Ehrlich.

dann „Spaghetti al limone“ nachkochen, ohne zu

wissen, was Zitronen mit der Regionalküche Hessens

zu tun haben. Diese Leute achten auf Qualität,

Authentizität und gern selbstironischen Südländerkitsch,

denn eine heilige Madonna stellen

sie sich als Klorollenhalter bereitwillig in die Gästetoilette.

Woher kommt diese Südländerverehrung?

Sobald wir im Urlaub sind, verwandelt sich doch

für uns südländische Lässigkeit in Schlamperei und

Unzuverlässigkeit, warum aber wollen wir in

unserem Struktur-Deutschland ausgerechnet diese

Antipoden-Aspekte?

Vielleicht ist unser Literaturmaskottchen

Goethe schuld. Seit seiner legendären Italienreise

denkt jeder zweite

Deutsche, er würde so

klug wie Johann Wolfgang

von, wenn er

zumindest dessen Reisestätten

besucht.

(Landbrüder und -schwestern: Goethe war auch

in Weimar! Also ab dahin! Nachsitzen!)

Im 18. und 19. Jahrhundert war für jeden

Künstler Italien das Mekka schlechthin. Die Nazarener

eroberten den kreativen Süden, viele Maler,

Dichter, Musiker erlebten Italien als gelobtes

Land. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde von

uns Deutschen die Sehnsucht nach Italien (nach

Sonne, Lebensart, Schwerelosigkeit) trivialisiert

und popularisiert. Die Capri Fischer waren unumstrittene

Nummer eins im tristen und harten Nachkriegsdeutschland.

Zehn Jahre später konnte sich

auch der kleine Mann auf der Straße immerhin

schon einen Kurzurlaub im Wohnwagen mit Frau,

48 DEUTSCH perfekt 10/09


Kind und Pudel leisten. In den sechziger, siebziger

Jahren wurde es schick für Intellektuelle, sich ein

Häuschen in der Toskana zu kaufen: Michael

Ende (Momo) schrieb etwa dort oder Robert Gernhardt.

Und in den Achtzigern, Neunzigern gab es eine

ganze Politikergeneration, die die Toskana verehrte,

als wäre es die Geburtsstätte von Karl Marx,

Friedrich Engels und Willy Brandt: Unser früherer

Außenminister Joschka Fischer hat sich einst damit

einen bleibenden Ruf verschafft, indem er die

gesamte Spiegel-Elite zu Wasser, einem einzigen

(!) Apfel und einem Hauch (wahrscheinlich ist das

leider wörtlich zu nehmen) Pecorino-Käse mit

Akazienhonig in die Toskana zum Urlaubsinterview

einlud.

Toskana heißt für uns Deutsche: Lebenskunst,

Intellektualität, Sonne, Wein. Wenn wir die Toskana

loben, dann erzählen wir in Wirklichkeit etwas

über unsere Sehnsucht. Seht her, wir sind so

zuverlässig wie die Deutschen, aber so lässig wie

die Sizilianer.

Die Italienhysterie wird in Deutschland seit ein

paar Jahren von der Asienwelle abgelöst. Derzeit

ist Buddha das neue Symbol für Lebenskunst.

Jeder zweite Deutsche behauptet, durch Yoga

würde der Beischlaf intensiver, Sushi wirke darmentschlackend

und der Dalai Lama sei ein „ganz

außergewöhnlich interessanter Gesprächspartner“.

Mit dem Gebetsbändchen als Autoschlüsselanhänger

durch Hamburg zu fahren, ist ungefähr

so albern, wie den fachsimpelnden Italiener

abzugeben. Es ist spannend zu raten, was in

zehn Jahren angesagt sein wird. Riga, Kambodscha,

Kamerun? <

10/09

DEUTSCH perfekt

s“ch zwængen hier: sich mit viel Energie schieben

erg„ttern mit viel Mühe bekommen

hervorzerren hier: schnell holen

die G„ttin, -nen Ehefrau

der Spießer, - Person, die sehr konservativ denkt

und lebt

kultivieren hier: ≈ mit Freude leben

der W¡ltmann, ¿er Mann, der viel gereist ist und viel

Erfahrung hat

Manuf„ctum Geschäft, das Waren von hoher

Qualität verkauft, die zum Teil traditionell

hergestellt werden

die Klamtten Pl. Kleidung

rdern bestellen

der Aushilfskellner, - hier: Kellner, der nur eine bestimmte Zeit

lang arbeitet (z. B. in der Touristensaison)

gen¡rvt hier: ein bisschen ärgerlich

beh¡rrscht so, dass man seine Emotionen stark kontrolliert

eh hier: sowieso

der Südländerkitsch ≈ Kunstprodukt aus Südeuropa, meistens

ohne Schönheit und Wert

der Klorollenhalter, - Konstruktion, auf die man Klopapierrollen

steckt

bereitwillig ≈ gern

die Südländerver- ≈ besondere Liebe für die Südeuropäer

ehrung und ihre Lebensart

s“ch verw„ndeln sich ändern

die Schlamperei, -en ≈ Unordentlichkeit, Unsauberkeit

ausgerechnet ≈ besonders, gerade

das Literaturmas- ≈ Schriftsteller, der wie ein Talisman ist

kottchen, - (hier ironisch)

zum“ndest wenigstens

die Reisestätte, -n Aufenthaltsort auf einer Reise

der L„ndbruder, ¿ Mann, der aus demselben Land kommt

nachsitzen nach dem Unterricht zur Strafe noch in

der Schule bleiben müssen

schlechth“n absolut

der Nazarener, - hier: Angehöriger einer Gruppe in Rom

lebender Maler der Romantik

erobern hier: in Besitz nehmen

das gelobte L„nd das biblische Land Palästina; hier: Ort, an

dem Wünsche Wirklichkeit werden

die Sehnsucht, ¿e starker Wunsch

die Schwerelosigkeit hier: Gefühl, frei von Sorgen zu sein

¢numstritten/ allgemein gültig

unumstr“tten

tr“st traurig; hier auch:

langweilig

der kleine M„nn einfacher Bürger

“mmerhin ≈ wenigstens

der Pudel, - Hund mit kurzen, nicht

glatten Haaren

die Politiker- ≈ alle Politiker einer Epoche

generation, -en

verehren extrem lieben, sehr gut finden

der Außenminister, - Minister, der sich um die

politischen Kontakte mit

dem Ausland kümmert

einst früher

der Ruf hier: öffentliche Meinung

s“ch versch„ffen dafür sorgen, dass man

etwas bekommt

der Hauch hier: sehr kleine Menge;

auch: schwacher Duft

wœrtlich nehmen exakt in der Original-

Bedeutung des Wortes verstehen

die Lebenskunst ≈ Talent, mit allen

Situationen im Leben gut

zurechtzukommen

die Asienwelle ≈ Trend, alles Asiatische gut

zu finden

„bgelöst werden vn hier: wechseln zu

der Beischlaf ≈ Sex

d„rmentschlackend gut für den Darm

(der D„rm, ¿e langes Organ im Bauch, das

die Speisen in einzelne

Substanzen teilt)

das Gebetsbändchen, -hier: Kette, an deren

Steinen man Gebete zählt

der Autoschlüssel- Gegenstand, an den man

anhänger, - den Autoschlüssel hängt

„lbern hier: ≈ blöd

den f„chsimpelnden die Rolle des Südländers

Italiener „bgeben spielen, der sich wie ein

Experte über verschiedene

Themen unterhält

„ngesagt hier: modern

49

FOTO: FOTOLIA/VANDA; © WESTEND VERLAG FRANKFURT/MAIN IN DER PIPER VERLAG GMBH, MÜNCHEN 2009


EIN BILD UND SEINE GESCHICHTE

MITTEL

Hoch lebe ...! ≈ Lasst uns … (offiziell) loben!

der Demonstr„nt, Person, die gegen etwas

-en protestiert oder für etwas kämpft

die Sowj¡tische Zone, in der das Militär der

Bes„tzungszone Sowjetunion regiert (1945 - 1949)

(die Sowj¡tunion Staat in Osteuropa und Nordasien

von 1922 bis 1991)

der K„lte Krieg ≈ Konflikt zwischen Staaten mit

verschiedenen Ideologien im

Zeitraum 1945 bis 1990

der R“ss, -e kaputte Stelle; hier: ideologischer

Unterschied

DER ZWEITE DEUTSCHE STAAT

Vier Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist die Welt in Ost und West geteilt – wie ab dem

7. Oktober 1949 auch Deutschland. Die neue Republik im Osten soll demokratisch aussehen, es aber

nicht sein. JULE SCHLEIN erinnert an einen Staat, der nicht viel älter als 40 Jahre wurde.

och lebe die Deutsche Demokratische

„HRepublik“, rufen die Demonstranten

der Freien Deutschen Jugend. Sie laufen

durch ihre neue Hauptstadt Ost-Berlin und

feiern. Seit heute haben sie einen Staatspräsidenten.

Wilhelm Pieck heißt der Politiker,

der viel dafür getan hat, dass es den neuen

Staat in Ostdeutschland, der Sowjetischen

Besatzungszone (SBZ), gibt. Die DDR, die sie

so begrüßen, ist genau vier Tage alt. Der

Kalte Krieg hat begonnen. Es geht ein starker

Riss durch die Welt – und mitten durch

Deutschland.

Circa 400 Millionen Kubikmeter Trümmer

– das ist Deutschland 1945. Die Siegermächte

des Zweiten Weltkriegs haben das Land in

vier Zonen geteilt. Vier Jahre später ist klar:

Es wird so schnell kein ganzes, neues

50 DEUTSCH perfekt 10/09


Deutschland geben. Keinen Nationalstaat,

sondern zwei Staaten. Im Westen wird am 23.

Mai 1949 mit Unterstützung der USA,

Großbritannien und Frankreich die

Bundesrepublik Deutschland (BRD)

gegründet – eine westliche Demokratie

(siehe Deutsch perfekt

5/2009). Im Osten entsteht mit der

Hilfe Moskaus die DDR: eine kleine

Sowjetunion, ein sozialistischer

Staat. „Auferstanden aus Ruinen

und der Zukunft zugewandt“, heißt

eine Stelle in seiner Hymne.

Dieser Zukunft zugewandt sind

aber nicht alle Bürger der DDR: Viele

machen sich Sorgen um den neuen

Staat. Denn sie dürfen nicht mitbestimmen,

wie der Staat aussehen

soll. Am 19. März hat der Volksrat

der SBZ eine „Verfassung der Deutschen

Demokratischen Republik“

beschlossen. Im Volksrat sitzen

aber nur Mitglieder, die ein sozialistisches

System wollen. Bei den

Wahlen im Mai 1949 gibt es nur

eine Einheitsliste: Alle Mandate

sind schon an die Sozialistische

Einheitspartei Deutschlands (SED)

und andere sozialistische Organisationen

vergeben. Die Bürger können

Ja sagen oder Nein. 31,5 Prozent

sagen Nein, 6,7 Prozent der Stimmen

sind ungültig.

„Es muss alles demokratisch aussehen,

aber wir müssen alles in der Hand haben“,

hat der Kommunist Walther Ulbricht schon

1945 gesagt. Ulbricht wird einer der wichtigsten

Politiker der DDR und der SED, der

zukünftigen ostdeutschen Staatspartei. Mit

seinen Worten wird Ulbricht, der spätere

Staatschef, auch recht haben. Die DDR wird

kein demokratischer Staat. Ihre Wahlen sind

nicht frei. Die SED führt, die Bürger müssen

folgen. Wer eine andere Meinung hat, darf

sie nicht sagen. Wer sie doch ausspricht,

bekommt Probleme. Viele kommen ins

Gefängnis. Weil viele DDR-Bürger über die

Grenze in den Westen flüchten, wird diese

bald geschlossen. Walther Ulbricht lässt in

Berlin, der geteilten Stadt, 1961 eine Mauer

bauen. Auch über die 1378 Kilometer lange

deutsch-deutsche Grenze darf niemand

mehr. Deutschland ist geteilt, durch Zäune

10/09

DEUTSCH perfekt

und Mauern. Und durch zwei Ideologien.

Das andere Deutschland wird zum Feind.

Mitten durch Deutschland geht die Grenze

zwischen zwei Blöcken. Erst als der Ostblock

Ende der 80er-Jahre wirtschaftlich

kollabiert und sich öffnet, wird Deutschland

wieder eins. Die Freie Deutsche Jugend läuft

noch einmal durch Berlin. Am 7. Oktober

1989, wenige Wochen, bevor der Staat

zusammenbricht. Zum 40. Geburtstag der

DDR maschieren Armee-Paraden an dem

Staatspräsidenten Erich Honecker und seiner

Regierung vorbei.

Fast 14 000 DDR-Bürger haben da schon

das Land verlassen, in dem sie keine

Zukunft mehr sehen. Über Ungarn und

Tschechien sind sie in die Bundesrepublik

Deutschland gegangen. In Leipzig und in

anderen Städten protestieren jeden Montag

Oppositionelle: „Wir sind das Volk!“, rufen

sie.

Am 3. Oktober 1990, kurz vor ihrem 41.

Geburtstag, ist die DDR Geschichte. <

VOR

90 JAHREN

25 JAHREN

WAS IM OKTOBER NOCH PASSIERTE …

25. Oktober 1919

Beate Uhse wird geboren – eine mutige Frau. Was sie später machen wird, ist

eine kleine Revolution. In Flensburg, im Norden Schleswig-Holsteins, gründet sie

1950 ihre Firma, das „Institut für Ehehygiene“. Schon vorher hatte sie Frauen auf

dem Land beraten, wie sie eine Schwangerschaft verhüten können. Erst können

ihre Kunden ihre Erotik-Produkte per Paket bestellen, später auch im ersten

Sexshop der Welt in Flensburg. Eine typische Frau wollte Uhse auch schon früher

nicht sein: In ihrem ersten Beruf ist sie Pilotin. Am 17. Juli 2001 stirbt Beate Uhse.

16. Oktober 1984

die Tr•mmer Pl. hier: (kaputte) Gebäudereste

die Siegermacht, Nation, die im Krieg gewonnen

¿e hat (hier: USA, Großbritannien,

Frankreich, Sowjetunion)

gr•nden ≈ starten

entstehen hier: neu gemacht werden

auferstehen schon tot sein, dann aber aufstehen

und wieder leben

zugewandt hier: in die Richtung schauend

von

m“tbestimmen an Entscheidungen teilnehmen

der Vlksrat hier: ≈ politische Kommission

die Verf„ssung, hier: schriftliche Form für die

-en Regeln in einem Staat

beschließen hier: entscheiden

die Wahl, -en Wählen der Mitglieder des

Parlaments

die Einheitsliste, hier: Liste, auf der nur Mitglieder

-n sozialistischer Parteien stehen

vergeben hier: ≈ geben

“n der H„nd haben hier: kontrollieren

flgen hier: tun, was die Patei möchte

ausspechen hier: sagen

das Gefængnis, -se Gebäude, in das Kriminelle

geschlossen werden

fl•chten hier: aus politischen Gründen

aus der Heimat weggehen

der Zaun, ¿e hier: Konstruktion aus Metall, die

die Grenze eines Landes markiert

der Feind, -e ↔ Freund

zus„mmenbrechen hier: (als Staatssystem) nicht

mehr funktionieren

verl„ssen weggehen und nicht mehr

zurückkommen

Eine Studie macht vielen Deutschen große Angst: Sie sagt, dass man an mehr als

der Hälfte aller Bäume in der Bundesrepublik Deutschland Schäden sehen kann.

Alle reden vom „Waldsterben“ und von „saurem Regen“, der die Bäume kaputt

macht. Der Begriff wird so populär, dass er auch in andere Sprachen übernommen

wird. Heute wird kaum noch über das Waldsterben gesprochen – obwohl immer

noch viele Bäume krank sind.

mutig ohne Angst; hier auch: so, dass man etwas riskieren will

gr•nden ≈ starten

die Schw„ngerschaft, -en Zustand, dass man schwanger ist

verhüten hier: machen, dass man nicht schwanger wird

die Studie, -n systematische Untersuchung

der Schaden, ¿ hier: Stelle, die zeigt, dass ein Baum krank ist

der Begr“ff, -e Wort

übernehmen hier: ≈ benutzen

51

FOTO: PICTURE-ALLIANCE/AKG-IMAGES


TATORT: HIER PASSIERT’S

MITTEL

der Tatort, -e Ort eines kriminellen Tuns

(hier ironisch)

das Gl•cksspiel, -e Spiel, bei dem sich zufällig

entscheidet, ob man gewinnt

oder verliert

der Staat hier: Amt, das im Auftrag des

Staates die Erlaubnis gibt

die Kugel, -n ≈ kleiner Ball

rllen ≈ sich bewegen (runde Dinge,

z. B. ein Ball)

das F¡ld, -er hier: ≈ Viereck mit einer Zahl

die gerade Zahl, -en z. B. 2, 4, 6, 8

s¡tzen auf hier: ≈ Geld auf ein Zahlenfeld

legen, um zu gewinnen

das S„kko, -s Anzugjacke

verteilen hier: auf verschiedene Zahlenfelder

legen

der Jeton, -s franz. Spielgeld, Spielstein

N“chts geht mehr! hier: Jetzt ist Schluss!

Sie können jetzt nicht mehr

am Spiel teilnehmen und

nichts mehr ändern!

Mein Tag “st das n“cht. Ich habe kein Glück.

auszahlen ≈ zahlen

eine Ausnahme erlauben, dass man etwas

m„chen anders macht, als es die

Regel ist

die Konzession, -en hier: Erlaubnis

die [bgabe, -n hier: Steuer

Auflagen erf•llen Dinge tun, die Vorschrift

sind

(die Vorschrift, -en Regel, an der man sich

orientieren muss)

der Spielerschutz ≈ schriftliche Regeln, mit

denen man Personen davor

schützt, spielsüchtig zu werden

(spielsüchtig hier: so, dass man nicht aufhören

kann, Glücksspiele zu

spielen)

Glücksspiel ist in Deutschland eigentlich verboten. Aber 80 Kasinos dürfen mit

Erlaubnis des Staates Roulette und Poker anbieten. Auch ASTRID LABBERT

hat gespielt: in der

SPIELBANK

Am Roulette-Tisch stehen ein paar Leute und

blicken auf das Spiel. Die Kugel rollt. Bald

wird sie auf einem Feld landen – auf Schwarz oder

Rot, auf gerader oder ungerader Zahl. Noch ist

Zeit, sich anders zu entscheiden. Eine junge Frau

setzt auf die 13. Ein Mann im hellen Sakko läuft

um den Tisch und verteilt Jetons auf dem Spielfeld.

„Nichts geht mehr!“, sagt der Croupier. Die Kugel

wird langsamer, rollt über die Zahlenfelder und

bleibt liegen. Auf der 30. Rot.

„Also, mein Tag ist das heute nicht“, sagt die

junge Frau lachend. Der Mann im Sakko hat

gewonnen und wartet darauf, dass der Croupier

die Gewinne auszahlt. Die Jetons verteilt er gleich

wieder auf dem Tisch. Die Frau geht weiter. Es

warten noch Black Jack, Poker, die Bar und der

Raum mit den Spielautomaten auf sie.

Das Spielkasino Bremen ist eine von 80 deutschen

Spielbanken. Eigentlich ist das Glücksspiel

in Deutschland verboten. Der Staat macht aber

eine Ausnahme: Spielbanken haben eine staatliche

Konzession. Sie dürfen Glücksspiele anbieten,

müssen aber dafür hohe Abgaben zahlen. Außerdem

müssen sie Auflagen zum Spielerschutz erfüllen.

Zum Beispiel muss jeder Besucher am Eingang

seinen Ausweis zeigen. Nur wer nicht in einer

bundesweiten Sperrdatei registriert ist, darf hinein.

So steht es im Glücksspielstaatsvertrag.

Früher gingen nur reiche Leute ins Kasino.

Aber das war vor mehr als 200 Jahren. Eine

elegante Atmosphäre ist heute noch wichtig. Die

Croupiers tragen einen schwarzen Anzug, dazu

Fliege und ein weißes Hemd. In berühmten Kasinos

mit langer Tradition, zum Beispiel in Baden-

52 DEUTSCH perfekt 10/09


FOTOS: FOTOLIA/A.ZABUDZUKO; A.BRAUN

Baden, müssen Männer heute noch Krawatte und

Sakko tragen. In vielen anderen Kasinos sind die

Kleiderregeln für Gäste heute lockerer. „Die Besucher

möchten sich so kleiden wie im Restaurant

oder im Theater“, sagt Thomas Schindler, der in Bremen

für das „Klassische Spiel“ verantwortlich ist.

An diesem Abend trifft sich eine bunte

Mischung an den Spieltischen – manche im eleganten

Anzug oder Kleid, andere ein bisschen

sportlicher mit Jeans und Polo-

Hemd. Es ist voll, denn das

Haus hat zum ersten Mal zu

einer „Ein-Euro-Party“ eingeladen.

Das heißt: Statt 2,50 Euro

zahlt man an diesem Abend nur einen Euro Eintritt.

Jetons, die sonst zwei Euro kosten, kann man

für die Hälfte kaufen. Mit solchen Events und

Konzertabenden, Schnupperkursen und Poker-

Turnieren will das Kasino Besucher anlocken.

In den letzten Jahren ist die wirtschaftliche

Situation der Spielbanken schlechter geworden.

Die 80 deutschen Kasinos haben in den ersten drei

Monaten dieses Jahres 153 Millionen Euro Gewinn

gemacht, sagt die Interessen- und Arbeitsgemeinschaft

der deutschen Spielbanken. Das sind 20 Prozent

weniger als im gleichen Zeitraum 2008.

Grund ist nicht nur die Wirtschaftskrise.

Online-Kasinos und Spielhallen, die nicht die

2 Spielbanken haben in Deutschland eine lange

Tradition: Seit 1748 gibt es die Spielbank in

Baden-Baden – das erste deutsche Kasino. Seit

1771 gibt es auch in Wiesbaden eine Spielbank.

Damals durften dort nur Aristokraten und reiche

Leute spielen. Seit dem 19. Jahrhundert sind die

Spielbanken für alle offen.

2 Normalerweise bekommt der Staat 80 Prozent

des Gewinns der deutschen Spielbanken. Die

Höhe der Abgaben an den Staat kann in einzelnen

Bundesländern aber anders sein. Das Geld

geht in soziale Projekte.

10/09

das Jahrh¢ndert, -e Zeitraum von 100 Jahren

der Staat hier: Amt, an das man seine

Steuern zahlt

der Gew“nn, -e hier: Geld, das man verdient;

Profit

die [bgabe, -n hier: Steuer

Eine elegante

Atmosphäre ist im

Kasino wichtig.

DER HAUPTGEWINNER IST DER STAAT

gleichen Auflagen erfüllen müssen, machen den

Kasinos Konkurrenz. Auch das Rauchverbot ist

ein Grund dafür, dass weniger Besucher in die

Kasinos kommen. Thomas Schindler ist trotzdem

optimistisch: „Es gibt eine Renaissance der

klassischen Spiele“, sagt er.

Zurzeit ist Poker sehr populär. An einem Tisch

sitzt an diesem Abend eine Gruppe von Männern.

Die Gesichter sind konzentriert. Keiner will die

anderen merken lassen, ob er

gute oder schlechte Karten hat.

Der Bluff ist Teil des Spiels. Ein

Spieler trägt eine dunkle Sonnenbrille

– und das den

ganzen Abend. An der Kasse wechseln Besucher

zur gleichen Zeit ganz unterschiedliche Beträge in

Jetons. Es gibt keinen Mindestbetrag, um zu spielen.

Um am Ende keinen leeren Geldbeutel zu

haben, rät Thomas Schindler: „Am besten setzt

man sich ein Limit, was man an einem Abend ausgeben

möchte.“

Die junge Frau, die nach ihrem Rundgang

durchs Kasino wieder am Roulette-Tisch steht,

hat 20 Euro investiert. Sie hat manchmal

gewonnen, dann wieder verloren. Beim Roulette

will sie es ein letztes Mal mit der 13 versuchen.

„Die Chance ist immer gleich“, sagt die

Croupière und wirft die Kugel. <

2 In den meisten Bundesländern darf man mit 18

Jahren ins Kasino, in manchen erst ab 21 (zum

Beispiel in Baden-Württemberg).

2 Der Glücksspielstaatsvertrag hat das Ziel, das

Angebot an Glücksspielen in Deutschland zu

reduzieren. Seit 2008 müssen Spielbanken zum

Beispiel prüfen, ob Besucher in der bundesweiten

Sperrdatei registriert sind. Die Kasinos müssen

auch darüber informieren, dass Glücksspiel

süchtig machen kann.

das Gl•cksspiel, -e Spiel, bei dem sich zufällig entscheidet,

ob man gewinnt oder verliert

die b¢ndesweite hier: Datei mit Daten von Personen aus

Sp¡rrdatei, -en allen deutschen Bundesländern, die für

eine bestimmte Zeit nicht mehr an

Glücksspielen teilnehmen dürfen

die b¢ndesweite hier: Datei mit Daten von

Sp¡rrdatei, -en Personen aus allen deutschen

Bundesländern,

die für eine bestimmte

Zeit nicht mehr an

Glücksspielen teilnehmen

dürfen

die Fliege, -n hier: ≈ Stück Stoff, das in

besonderer Form als

Schmuck über dem Hemd

um den Hals liegt

die Kraw„tte, -n langes Kleidungsstück für

Männer: Sie tragen es

über dem Hemd um den

Hals.

lcker hier: frei

b¢nt hier: aus sehr verschiedenen

Personen

slche (-r/-s) von der genannten Art

der Schn¢pperkurs, -e Kurs, der die

Möglichkeit gibt, etwas

Neues kennenzulernen

„nlocken jemandem Lust machen,

an einen bestimmten Ort

zu kommen

der Gew“nn, -e hier: Geld, das man verdient;

Profit

die Inter¡ssen- und Organisation für die

[rbeitsgemeinschaft der Interessen der deutschen

deutschen Spielbanken Spielbanken

die Spielhalle, -n Gebäude, in dem vor

allem Spielautomaten

stehen

Konkurr¡nz m„chen hier: die Kunden wegnehmen

der M“ndestbetrag, ¿e hier: kleinster Betrag, für

den man Jetons kaufen

muss

2 Auch in Österreich und der Schweiz regulieren

Gesetze das Glücksspiel. In Österreich hat die

Casinos Austria AG die Erlaubnis des Staates

für zwölf Spielkasinos. In der Schweiz gibt es 19

Kasinos mit offizieller Erlaubnis. Von 1928 bis

1992 war das Glücksspiel in der Schweiz komplett

verboten.

s•chtig hier: so, dass man nicht aufhören kann,

Glücksspiele zu spielen

das Ges¡tz, -e ≈ schriftliche Regel, die die Regierung macht

und an der sich alle orientieren müssen

der Staat hier: Amt, das die Erlaubnis gibt

DEUTSCH perfekt

53


WÜSTENSTROM

FÜR DEUTSCHLAND

Wird es das größte Solarstrom-Projekt aller Zeiten?

Sonnenkraftwerke in der Sahara sollen Afrika und

Europa saubere Energie liefern. Die Idee für den 400

Milliarden Euro teuren Plan kommt aus Deutschland.

SCHWER

Wer zum ersten Mal von dem Projekt hört, glaubt an ein modernes

Märchen. Solarstrom aus den Wüsten Afrikas und des Nahen

Ostens soll die Energieprobleme der Welt lösen! Der Plan klingt gigantisch:

Hunderte miteinander vernetzte Sonnenkraftwerke sollen Afrika

und Europa mit „grüner Energie“ versorgen – klimafreundlich,

sicher und günstig. Jedes Kraftwerk hätte eine Solarspiegelfläche von

500 000 Quadratmetern.

Die Planer sprechen vom größten Solarstrom-Programm, das die

Welt je sehen wird. Es trägt den Namen Desertec, ein Kunstwort aus

den englischen Wörtern für Wüste und Technik. Eine Firmengruppe

aus der Schweiz, Deutschland, Spanien, Algerien, Jordanien und

anderen Ländern südlich und östlich des Mittelmeers will bis zum

Jahr 2050 circa 400 Milliarden Euro investieren. Mit dabei sind Konzerne

wie ABB, Eon und RWE, die Deutsche Bank, Siemens und die

Versicherung Münchener Rück. Europa soll in Zukunft 15 Prozent sei-

54

DEUTSCH perfekt

DEUTSCH 10/09


nes Stromverbrauchs durch Wüstenstrom decken können. Der Rest

soll aus Solarzellen in der Europäischen Union kommen, aus Windund

Wasserkraft, Biomasse und Erdwärme.

Die Desertec-Chefs riechen das große Geschäft, das außerdem die

Hitzekatastrophe auf der Erde verhindern soll. In Deutschland

applaudieren Politiker aller Parteien.

Die Umweltorganisation

Greenpeace lobt Desertec als

„Initiative mit Modellcharakter“.

Die Idee für Deutschland: den Staat auf Dauer mit sauberem

Strom versorgen, endlich wegkommen vom umweltschädlichen Kohlestrom

und ein Ende des Streits um die Atomkraftwerke (siehe

Deutsch perfekt 9/2009).

Dass die Konzerne jetzt die Initiative starten, ist einigen wenigen

Fachleuten zu verdanken. Dazu zählt der Energieexperte Gregor

Czisch aus Kassel (Hessen). Die Idee des 45-jährigen Physikers: klimafreundliche

Kraftwerke dort bauen, wo sie am meisten Strom produzieren.

Deshalb soll die Sonnenenergie aus den Wüsten kommen

und durch große Leitungen nach Europa transportiert werden. Glaubt

man den Plänen, könnten die Länder Südeuropas, Nordafrikas und

des Nahen Ostens durch Desertec auch eines ihrer größten Probleme

lösen: den Wassermangel. Mithilfe der Solarenergie könnten sie

Meerwasser in großen Mengen entsalzen.

In seiner Doktorarbeit leistete Czisch eine wichtige Vorarbeit für

das Desertec-Projekt. Er rechnete aus, dass der klimafreundliche

Strom kaum mehr kosten würde als Atomstrom heute. Czisch war

aber nicht eingeladen, als sich die Desertec-Mitglieder an einem

heißen Sommertag in München als Retter der Welt präsentierten. Der

Ideengeber ist fast vergessen.

Einige Desertec-Mitglieder warnen inzwischen vor zu großer

Euphorie. Denn noch gibt es nur die Idee. Ob sie Realität wird, entscheidet

sich in den nächsten drei Jahren. In dieser Zeit müssen

wichtige Fragen beantwortet werden: Wer investiert wie viel Geld?

Wer hat die Kontrolle? Wer baut das Netz für den Stromtransport über

mehrere Tausend Kilometer? Wie wird der Gewinn unter den Mitgliedern

geteilt?

Die grüne Energiewelle lässt also noch auf sich warten. Die Projektplaner

sagen: „Wir reden bei Desertec von überübermorgen.“ Bis

dahin, meinen sie, seien Kohle- und Atomstrom noch nötig. Das

heißt: RWE will seine Kohlekraftwerke noch viele Jahre nutzen, Siemens

möchte auch in Zukunft Atomtechnik bauen, und Eon will die

Laufzeit seiner Atomkraftwerke verlängern.

Diese Strategie stört Hermann Scheer, den Chef des Weltrats für

Ob der gigantische Plan Realität wird,

entscheidet sich in den nächsten drei Jahren.

erneuerbare Energien. „Die Desertec-Partner wollen die bestehenden

Strukturen erhalten“, sagt Scheer, der für seine umweltpolitische

Arbeit 1999 den Alternativen Nobelpreis erhielt. Er kritisiert, dass die

Konzerne mit alter Technik noch möglichst lange Zeit viel Geld verdienen

wollen. Außerdem kritisiert er die Monopolstruktur des Projekts:

„Desertec bedeutet Strom von einem einzelnen Konsortium,

das Produktionsanlagen wie Transportleitungen kontrolliert.“

Scheer ist sicher, dass Deutschland seinen Strombedarf bis 2040

zu 100 Prozent aus eigenen klimafreundlichen Energiequellen decken

könnte, wenn es wollte. Es sei auch billiger, sauberen Strom

dort zu produzieren, wo er verbraucht wird. In Deutschland

stoßen solche Pläne aber oft an enge Grenzen. In Bundesländern

wie Hessen, Bayern und Baden-Württemberg dürfen

zum Beispiel mehr als 99 Prozent der Landesfläche nicht

für Windanlagen genutzt

werden. Viele Deutsche

mögen auch keine großen

Solarfelder vor ihrer Haustür.

Die Landschaft soll ihr natürliches Bild behalten, finden

sie. Vielleicht ist die Freude über das gigantische Solar-

Projekt in der fernen Sahara auch deshalb so groß in

Deutschland. < MARCEL BURKHARDT

der Nahe {sten z. B. Ägypten, Syrien, Israel, Palästina, Saudi-Arabien …

kl“ngen hier: wirken

vern¡tzt hier: verbunden

versrgen m“t hier: liefern

je hier: überhaupt einmal

der Konz¡rn, -e Gruppe von Firmen mit gemeinsamer Leitung

d¡cken hier: bekommen, was man braucht, für

die Solarzelle, -n elektrisches Bauteil, mit dem man aus Sonnenlicht Strom

produzieren kann

die Erdwärme geothermale Energie

das große Geschæft riechen erkennen, dass man großen Profit machen kann

applaudieren hier: loben

auf Dauer hier: ≈ für immer

¢mweltschädlich schlecht für die Umwelt

das Atomkraftwerk, -e Kraftwerk, das mit Nuklearenergie elektrische Energie produziert

zu verd„nken sein ≈ möglich sein durch

der W„ssermangel Zustand, dass das Wasser nicht ausreicht oder fehlt

ents„lzen Salz wegnehmen aus

die Vorarbeit, -en Arbeit, durch die eine größere Arbeit vorbereitet wird

s“ch präsentieren hier: sich vor Publikum zeigen

die grüne Energiewelle ≈ Situation, dass viel ökologische Energie geliefert wird

n¢tzen ≈ benutzen

der W¡ltrat für erneuerbare europäische Organisation mit dem Ziel, in Zukunft nur noch

Energien erneuerbare Energien zu verwenden

(die erneuerbare Energie, -n Energie, die immer wieder neu entsteht (z. B. Wasserkraft,

Wind- und Solarenergie))

der Strombedarf Strom, der nötig ist

die Energiequelle, -n hier: Substanz, die Energie liefert, z. B. Wasser, Wind …

das Solarfeld, -er Areal, auf dem Solaranlagen stehen

vor ihrer Haustür hier: im eigenen Land, in der Nähe

10/09 DEUTSCH perfekt

55

FOTOS: SOLAR MILLENNIUM AG/PAUL-LANGROCK.DE (2)


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IM LAND DER

KASTANIEN

Italiens

58

deutschsprachige Region Südtirol liegt auf

der Sonnenseite der Alpen. Bis spät in den Herbst

kann man dort bei schönem Wetter wandern.

TIM OLAND hat dabei eine köstliche Tradition

kennengelernt: das Törggelen.

MITTEL

DEUTSCH perfekt 10/09


10/09

DEUTSCH perfekt

Laub raschelt unter den Wanderschuhen. Bäume und Wiesen

baden in goldenem Licht. Dahinter die Berge, hoch

und mächtig. Schwer zu glauben, dass schon Oktober ist. In

Deutschland tragen die Menschen schon warme Mäntel und

haben Regenschirme dabei. Auf der anderen Seite der Alpen

braucht man eine Sonnenbrille. In Brixen im Südtiroler

Eisacktal scheint die Sonne, als ob es noch Sommer wäre.

Das Tal folgt dem Fluss Eisack vom Brennerpass bis Bozen.

Rund 40 Kilometer lang ist der Weg von Brixen nach Bozen

auf der Brenner-Autobahn. Ein bisschen länger, aber viel

romantischer ist der Weg zu Fuß: Bei Brixen beginnt der 65

Erst in den 70er-Jahren wurde Südtirol

vom Transitland zum Reiseziel.

Kilometer lange Keschtnweg. „Keschtn“ – so nennen die

Südtiroler ihre Edelkastanie. Sie hat dem Weg ihren Namen

gegeben und begleitet den Wanderer überall: Kastanienbäume

säumen den Weg, die Frucht ist das Symbol auf den

Wegweisern.

Keschtn zum Essen gibt es bei Norbert Blasbichler. Jeden

Samstag und jeden Sonntag steht der 44-Jährige hinter

dem Tresen, schenkt Wein aus und brät Kastanien in einer

großen Pfanne. Blasbichlers Bauernhof liegt direkt am

Keschtnweg, am Ortsrand von Feldthurns, circa acht Kilometer

südlich von Brixen. „Die Kastanie muss Geld bringen,

sonst wird sie wieder vergessen“, sagt Blasbichler. „Aber der

Weg soll auch die Kulturlandschaft erhalten.“ Das Prinzip ist

einfach: Die Bauern pflegen den Weg und die Kastanienbäume.

Dafür dürfen sie ihre Produkte am Weg verkaufen.

So profitieren sowohl Wanderer als auch Bauern vom

Keschtnweg.

In Feldthurns geht der Keschtnweg genau durch den Ort.

Hier hat er seine Wurzeln. „Wir haben 3600 Kastanienbäume

in Feldthurns, in ganz Südtirol gibt es circa 55 000.

kœstlich lecker

das Laub trockene gelbe und rote Blätter, die im Herbst von den Bäumen herabfallen

(das Bl„tt, ¿er hier: flacher, grüner Teil von einem Baum oder einer Blume)

r„scheln hier: durch die Füße bewegt werden und deshalb Laute machen

die Wiese, -n Gebiet, wo Gras wächst

glden von: Gold; hier: in der Farbe Gold

mæchtig hier: sehr massiv und groß

dem Fl¢ss flgen ≈ dort sein, wo der Fluss ist

der P„ss, ¿e hier: Straße, auf der man Berge überqueren kann

die Edelkastanie, -n Baumart Kastanie mit runden, braunen Früchten, die man essen kann

begleiten hier: zu sehen sein für

säumen hier: an beiden Seiten eines Weges sein

der Wegweiser, - Schild, das die Richtung zu einem Ziel zeigt

der Tresen, - ≈ hoher Tisch in einem Gasthaus, an dem die Getränke eingeschenkt

werden

ausschenken hier: einschenken und verkaufen

der {rtsrand, ¿er ↔ Zentrum des Ortes

die Kulturlandschaft, Landschaft, die von Menschen geändert wurde

-en

erh„lten hier: schützen, damit es noch lange so bleibt

profitieren Vorteile haben

die W¢rzeln Pl. hier: Ort, an dem etwas beginnt

59

>

FOTO: LAIF/KRINITZ


Manche sind 600 bis 700 Jahre alt“, sagt

der frühere Hotelchef Franz Tauber. „Die

Kastanie ist ein Kulturbaum. Die Bäume

schauen auf uns herunter.“ Der 75-Jährige

erinnert sich noch an die Zeiten, als die

Kastanien den Bauern durch die harten

Winter halfen: als Ersatz für Brot und Kartoffeln.

„Milch und Kastanien waren zu

Hungerzeiten eine Standardmahlzeit. Oft

gab es nur Kastanien.“

Als es der Region in den 60er- und

70er-Jahren ökonomisch immer besser

ging, brauchte plötzlich niemand mehr

Kastanien. Das Brot der Armen wurde

Viehfutter. Dann, in den 80er-Jahren,

wurden die Kastanienbäume krank. Franz

Tauber schlug Alarm. Er engagierte die

Dorfjugend, um die Bäume zu pflegen.

Und er brachte das Thema in die Öffentlichkeit.

Die Leute diskutierten wieder

über die Kastanie, feierten sie mit Konzerten

und brachten sie wieder auf die

Speisekarte. Erst in Feldthurns und nach

und nach im ganzen Eisacktal. Schließlich

kam die Idee mit dem Keschtnweg.

Die Idee wurde ein Erfolg. Bauern,

der Ers„tz hier: Alternative

das Viehfutter Essen für Tiere

Al„rm schlagen um Hilfe rufen; hier: öffentlich sagen,

dass man etwas dagegen tun muss

engagieren hier: den Auftrag geben

nach ¢nd nach hier: ≈ langsam

der W“rt, -e Chef einer Gaststätte

auf ¢nd „b hier: hinauf und wieder hinunter

das Wegkreuz, -e christliches Symbol an einem Weg

die Weide, -n Wiese, auf der Tiere im Sommer fressen

die [pfelplantage, -n großes Stück Land, auf dem Äpfel wachsen

riesig sehr groß

uralt sehr alt

das Rauschen hier: Laut, Lärm

nah ↔ weit weg

d¢rchrasen sehr schnell durchfahren

d¡ftig ≈ sehr satt machend

die Bauernstube, -n hier: Raum für Gäste in einem

Bauernhaus

der/die Einheimische, ↔ Fremde(r)

-n

b¢nt gem“scht hier: ↔ geordnet in Gruppen sitzend

s“ch zuprosten vor dem Trinken „Prost“ sagen

der Wahnsinn hier: toll

das Ges¡tz, -e schriftliche Regel, die die Regierung

macht und an der sich alle orientieren

müssen

„m Steuer beim Autofahren

erw“scht werden hier: von der Polizei kontrolliert werden

entstehen hier: beginnen

die [lm, -en Region auf dem Berg mit viel Grün für die

Tiere

weiden Gras fressen

die ]rnte, -n Sammeln von z. B. Obst oder Gemüse,

das man gepflanzt hat

die Heuernte Sammeln von getrocknetem Gras

die Weinpresse, -n spezielles Gerät, mit dem man den Saft

aus den Früchten drückt für die

Weinherstellung

Wirte, Feriengäste – sie alle freuen sich

über den idyllischen Wanderweg. Er

geht auf und ab, durch dunklen Wald,

vorbei an einsamen Bauernhöfen,

Wegkreuzen, Weiden mit Kühen, Weinbergen

und Apfelplantagen. Und immer

wieder Kastanien, riesige, uralte

Bäume. Manchmal, wenn der Wind aus

dem Tal kommt, hört

man von dort das

Rauschen der Brenner-Autobahn.

Erst

dann merkt man, dass

die Zeit nicht stehen

geblieben ist. In den 60er-Jahren

wurde Südtirol zum Transitland. Mit

dem Bau der Brenner-Autobahn kamen

die deutschen Urlauber noch schneller

nach Italien, an die Adria. Erst mehr als

zehn Jahre später wurde auch Südtirol

zum populären Reiseziel. Immer mehr

deutsche Italien urlauber merkten, wie

schön und nah Südtirol war – viel zu

schön, um mit dem Auto durchzurasen.

Zwischen Brixen und Bozen wandern

vor allem Italiener, Österreicher und

Deutsche. Viele von ihnen fahren im mer

wieder nach Südtirol. Der Grund da für ist

auch eine köstliche Tradition: das Törggelen.

Von Anfang Oktober bis Anfang

Dezember schenken die Bauern ihren

neuen Wein aus, dazu gibt es deftige

Speisen.

Beim Glangerhof in Feldthurns

steht die ganze Familie Oberhofer in

Törggelen heißt essen,

trinken und probieren:

Welcher Bauer hat den

besten Wein?

Leben am Kastanienweg Norbert und Edith Blasbichler aus Feldthurns

der Küche. Die zwei Bauernstuben

nebenan sind voll. Einheimische und

Touristen, Alt und Jung, Männer und

Frauen – alle bunt gemischt. Über die

Tische prosten sich die Gäste zu. „Das

Essen ist der Wahnsinn!“, freut sich Hias

Buschhaus aus Erding bei München. Mit

seiner Freundin reist er jedes Jahr nach

Südtirol, zum Wandern

und Radfahren. Und

zum Törggelen. In den

letzten Jahren waren sie

ganz im Süden, am Kalterer

See. Jetzt sind sie

zum ersten Mal in Feldthurns. „Hier ist

das Törggelen gemütlicher“, sagt der 46-

Jährige.

Beim Törggelen wanderten die Gäste

traditionell von Stube zu Stube. Heute

bleiben viele Törggeler bei einem Bauern.

Auch in Südtirol hat man weniger Zeit. Wer

mit dem Auto unterwegs ist, lässt es lieber

stehen und geht zu Fuß nach Hause oder

ins Hotel. „Wir haben italienische Gesetze

und Polizisten mit deutscher Mentalität“,

sagt ein Südtiroler Gast im Glangerhof.

„Nicht lustig, wenn du da mit Alkohol am

Steuer erwischt wirst.“

Das Törggelen gibt es schon sehr lange.

Entstanden ist es durch die Besonderheit

der Region: Oben auf den Almen weiden

Kühe, in den sonnigen Tälern wächst Wein

und Obst. Die Bauern halfen sich traditionell

gegenseitig bei der Ernte, wenn die

einen viel Arbeit hatten und die anderen

60 DEUTSCH perfekt 10/09


wenig. Im Sommer kamen die Talbauern

zur Heuernte auf den Berg. Im Herbst

kamen die Bergbauern zur Obst- und

Weinernte ins Tal. Wenn die Bergbauern

im Tal waren, besuchten sie die Bauern in

ihren Stuben. Wer hatte den besten

Wein? Wo gab es den feinsten Speck? Der

Name Törggelen kommt von der alten

Weinpresse aus Holz, der Torggel. Aber

die findet man nur noch selten.

Auch die Tradition der Bauern, sich

gegenseitig zu helfen, ist selten gewor-

SCHWER

>

WO ITALIEN DEUTSCH SPRICHT an. Das Ziel: Die Südtiroler sollten im eigenen

Land zur Minderheit werden.

Was für ein furchtbarer Lärm! Eine Explosion folgt Nach dem Zweiten Weltkrieg verbesserte sich

der nächsten. In kürzester Zeit fliegen 42 Strom- die Situation der Südtiroler kaum. Zwar war die

masten in die Luft. Es ist die berühmte „Feuer- Region ab 1946 offiziell autonom. Die Realität sah

nacht“ im Juni 1961. Eine Terrorgruppe mit Namen aber anders aus. Das machte viele Südtiroler

„Befreiungsausschuss Südtirol“ will den nördlichs- wütend. Einige griffen zu den Waffen. In den 50erten

Teil Italiens lahmlegen und damit das „Südtiund 60er-Jahren verübten sie insgesamt 361

rolproblem“ auf ihre Art lösen.

Attentate. 21 Menschen verloren dabei ihr Leben.

Wer dieses Problem verstehen will, muss weit Die Gewalttäter kamen aber meistens mit mil-

zurückschauen. Seit dem 14. Jahrhundert gehörte den Strafen davon. Die italienische Regierung

Südtirol zu Österreich. Mehr als 550 Jahre lang unter dem Christdemokraten Aldo Moro wollte so

regierten deutschsprachige Herrscher das kleine Ruhe in die Region bringen. Tatsächlich hatte sie

mit dieser Strategie und intensiven

Verhandlungen mit Südtirolern

und Österreichern Erfolg. Am

Ende der Gespräche bekam Südtirol

eine echte Autonomie.

Heute ist die Region friedlich

und reich – 90 Prozent der Steuern

darf sie behalten. Italienische Kritiker

sagen, dass der Frieden vor

allem deshalb hält. Auf knapp

7400 Quadratkilometern leben

Mit Gewalt zur Autonomie Zerstörte Strommasten im Juni 1961

500 000 Menschen. Davon sind

Land südlich der Alpen und prägten dessen Kultur. rund 70 Prozent deutschsprachig und 26 Prozent

Der Bruch kam nach dem Ersten Weltkrieg: Im Jahr italienischsprachig. Vier Prozent der Südtiroler

1919 musste Kriegsverlierer Österreich Südtirol an sprechen Ladinisch. Diese Sprache entstand, als

Italien geben.

die Römer in die Region kamen und sich ihr Latein

In den 20er-Jahren kamen in Italien die mit dem Germanischen vermischte.

Faschisten an die Macht. Sie bekämpften syste- Der Frieden zwischen den drei Bevölkerungsmatisch

die alte Kultur in Südtirol. Dabei ersetzgruppen soll durch feste Regeln geschützt werden.

ten sie alle deutschen Orts- und sogar Personen- So müssen alle öffentlichen Arbeitsstellen und

namen durch italienische Wörter. Sie verboten auch Staatshilfen wie sozialer Wohnraum gerecht

deutsche Schulen und einige Zeit auch deutsche verteilt werden. Konflikte durch Armut sind in Süd-

Zeitungen. Sogar deutsche Inschriften auf Grabtirol heute selten. Seit Jahren gibt es fast Vollbesteinen

waren plötzlich illegal. Außerdem siedelschäftigung. Das meiste Geld bringt der Touriste

der Staat circa 70 000 Süditaliener im Norden mus. Die Südtiroler haben sich dafür weit geöffnet.

Sie werben mit mehr als 300 Sonnentagen pro Jahr

und einem milden, fast mediterranen Klima. Die

Gäste verbinden mit Südtirol Naturschönheit, eine

reiche Kultur und vor allem Ruhe. Kaum noch

jemand kann sich heute für diese Region Bombenterror

und Feuernächte vorstellen.

SABINE HOLZKNECHT

“n die L¢ft fliegen hier: explodieren

der Strommast, -en Konstruktion, an der eine elektrische

Leitung festgemacht ist

lahmlegen machen, dass etwas nicht mehr

funktioniert

der H¡rrscher, - Person, die ein Land regiert (z. B.

König)

prägen hier: beeinflussen

der Br¢ch hier: Trennung

„n die M„cht kmmen die politische Kontrolle bekommen

bekæmpfen kämpfen gegen

ers¡tzen hier: etwas anderes an die Stelle

einer Sache bringen

die |nschrift, -en Schrift in Stein, Holz oder Metall, z. B.

auf einem Denkmal

der Grabstein, -e Stein auf dem Grab mit dem Namen

und den Lebensdaten des Toten

(das Grab, ¿er Platz, an dem ein Toter liegt)

„nsiedeln hier: motivieren, an einen Ort zu ziehen

und dort zu leben

die M“nderheit, -en hier: kleine Gruppe in einem Staat,

die sich von den anderen z. B. durch

Kultur und Sprache unterscheidet

greifen zu hier: ≈ benutzen

ein [ttentat verüben versuchen, jemanden zu töten oder

etwas Wichtiges zu zerstören (oft aus

politischen Gründen)

davnkommen m“t hier: bekommen

¢nter hier: während der Amtszeit von

die Verh„ndlung, -en hier: Diskussion, um gemeinsame

politische Ziele zu vereinbaren

der Römer, - hier: Einwohner des historischen

Roms

die [rmut Situation, dass man arm ist

die Vllbeschäftigung wirtschaftlicher Zustand mit einer

Arbeitslosenquote von weniger als

zwei Prozent

10/09 DEUTSCH perfekt

61

FOTOS: J. RIEDER; SÜDTIROL MARKETING/F. BLICKLE; INTRTFOTO/FRIEDRICH


der Tour“smusverband, Organisation für die

¿e Interessen von

Tourismusfirmen

der Geschæftspartner, - hier: Angestellter, Manager

oder Leiter einer anderen

Firma, mit dem man aus

beruflichen Gründen

zusammentrifft

das Geschæft, -e hier: berufliches Thema;

auch: Vertrag

die G¡rstensuppe, -n Suppe aus einer Pflanze,

aus deren kleinen Früchten

man Mehl machen kann

die Pl„tte, -n hier: großer, flacher Teller

die Kaminwurz(e), -n Wurst, die in Rauch gehängt

und dadurch konserviert

wurde

der Kräuterquark weiches Nahrungsmittel aus

saurer Milch mit Salz, Pfeffer

und Kräutern

(die Kräuter Pl. Pflanzen, von denen man

Teile als Gewürz oder

Medizin verwendet)

der Brotkorb, ¿e ≈ Schüssel, in der man Brot

serviert

das Sch•ttelbrot, -e ≈ hartes, flaches Brot mit

Gewürzen

das/der V“nschgauer, - ≈ weiches, kleines Brot mit

Gewürzen

das Fr•chtebrot, -e süßes, dunkles Brot mit

getrockneten Früchten

der Schl¢tzkrapfen, - Gericht aus Südtirol und

Österreich: kleine, gefüllte

Nudeln

Z¢m Wohl! Prost!

der Krug, ¿e Geschirr für Getränke

n“cken den Kopf auf und ab bewegen

und damit „Ja“ sagen

verlcken jemandem Lust machen,

etwas Bestimmtes zu tun

das Kloster, ¿ Kirche mit Wohn- und

Arbeitsgebäuden, in denen

sehr religiöse Männer oder

Frauen leben und arbeiten

rasen hier: sehr schnell gehen

aufstellen hier: erreichen, machen

„bwinken mit einer Geste Nein sagen

62

DER HERBST IN SÜDTIROL

Das Essen ist in Südtirol Thema vieler Feste. Beim

Südtiroler Brot- und Strudelmarkt (2. bis 4. Oktober)

auf dem Domplatz von Brixen (Foto) verkaufen Bäcker

verschiedene Brotsorten und Mehlspeisen, verraten

ihre Rezepte und erzählen auf einer Bühne die

Geschichte des Brots. Auf dem Speckfest (3. bis 4.

Oktober) im Villnösser Tal zeigen die Bauern, wie gut

ihr Speck schmeckt: pur, als Speckknödel und als

Speckkrautsalat. Auch die Kastanie hat ihre Feste. Die

Eisacktaler Kastanienwochen (23. Oktober bis 8.

November) zeigen, was man alles aus der Kastanie

machen kann: 20 Gaststätten kochen Vorspeisen,

Hauptgerichte und Desserts aus Kastanien. Der

den. „Heute ist jeder für sich“, sagt Biobauer

Norbert Blasbichler. „Ich würde mich freuen,

wenn mir der eine oder andere Bergbauer

helfen würde, wenn er weniger zu tun

hat.“ Bei der Wein- und Obsternte helfen

Blasbichler Pensionisten aus der Region.

Vieles ist anders geworden – aber das

Törggelen ist eine wichtige Tradition geblieben.

„Törggelen hat auch eine gesellschaftliche

Funktion“, sagt Peter Righi vom Tourismusverband

Eisacktal. „Geschäftspartner

oder Leute, die Streit haben, gehen gemeinsam

zum Törggelen. Über den Konflikt oder

das Geschäft wird aber nicht gesprochen. Am

nächsten Tag findet sich dann ganz von selbst

eine Lösung.“

Georg Oberhofer serviert immer neue

Speisen. Nach der Gerstensuppe kommt eine

große Platte mit Speck, Kaminwurz, Butter,

Kräuterquark und gekochten Kartoffeln. Im

Brotkorb stecken Schüttelbrot, Vinschgauer

und Früchtebrot. Später kommen noch

Keschtnigel (3. bis 8. November) in und um Feldthurns

feiert die Kastanie mit Musik (Jazz und Liedermacher),

Theater, geführten Wanderungen und natürlich

Törggelen. Info: www.eisacktal.info

die Mehlspeise, -n Süßspeise, die eine Mehl-Ei-Zucker-Masse

als Basis hat

verraten hier: sagen, was im Rezept ist

pur hier: nichts anderes als

der Sp¡ckknödel, - gekochte Speise mit Speck in der Form

südd., österr. eines kleinen Balls

der Sp¡ckkrautsalat, Salat aus klein geschnittenem Gemüse mit

-e Speck und Gewürzen

die Kastanie, -n hier: runde, braune Frucht der Baumart

Kastanie

die Vorspeise, -n kleine Speise, die man vor dem

Hauptgericht isst

Schlutzkrapfen und gebratene Kastanien.

„Zum Wohl!“, sagt Oberhofer und stellt einen

neuen Krug mit jungem Wein auf den Tisch.

„Schmeckt’s?“ Die Gäste nicken zufrieden –

der Mund ist zu voll zum Sprechen.

Mehr als 50 Törggelen-Stuben gibt es am

Keschtnweg. Aber nicht nur sie verlocken zu

einem Halt. Wieder und wieder öffnet sich

ein neues Panorama: Hier ist eine kleine

Burg zu sehen, dort ein Kloster. Warum so

viele Wanderer trotzdem in Eile sind? Konrad

Huber vom Huberhof in Pardell kann das

nicht verstehen. „Die Leute rasen, als ob sie

einen Rekord aufstellen müssten“, sagt der

55-Jährige. „Manche machen den ganzen

Keschtnweg in ein oder zwei Tagen. Die

sehen doch gar nichts mehr! Wo bleibt da

noch Zeit, mal eine Blume anzuschauen?“

Huber selbst hat viele Gäste – und Stress.

Törggelen? Er winkt ab. „Das brauche ich

nicht mehr“, sagt er. „Ich stehe den ganzen

Tag hinter dem Tresen.“ <

FOTOS: SÜDTIROL MARKETING/H.RIER (2)


10/09

DEUTSCH perfekt

KÄRNTEN

GOLDENER HERBST

Kärnten ist der Sonnenplatz

Österreichs. Die

Bergwälder dort leuchten

im Oktober in den schöns–

ten Farben. Im Nationalpark

Nockberge ist das die

ideale Zeit fürs Wandern

und Radfahren. Auf Führungen können Besucher viele Vogelarten

sehen und fotografieren. Einen wunderbaren Blick auf Berge und

Seen gibt es von der Turracherhöhe. Bergtouren und einfache Wanderungen

gibt es auch für Familien mit Kindern. Auf einem Erlebnisbauernhof

können die Besucher Brot

Nationalpark Nockberge

Tel. +43 (0) 42 75/6 65

backen und sich um die Tiere kümmern. www.nationalparknockberge.at

THUNERSEE-

HOHGANT

HINEIN INS DUNKEL

Im Schweizer Naturpark Thunersee-Hohgant

gibt es eines der

spektakulärsten Höhlensysteme

Europas. Auf einer acht Stunden

langen Wanderung antworten

Forscher auf Fragen wie: Warum

entstehen die Höhlen? Wie werden

sie erforscht und wem nutzt das? Die Wanderung kostet 25 Schweizer Franken (16 Euro).

Die Wanderer müssen fit sein, Bergschuhe und warme Kleider mitbringen. Bei der Wanderung

macht man auch ein Picknick.

Naturpark Thunersee-Hohgant

Tel. +41 (0) 3 35 11/27 11

www.naturpark-thunersee-hohgant.ch

SAARBRÜCKEN

FEIER ZUM TAG DER

DEUTSCHEN EINHEIT

45 Jahre lang war Deutschland

geteilt. Seit dem 3. Oktober 1990 können die Deutschen aber wieder zusammen

leben. Für die meisten ist das ein Grund zum Feiern. In diesem Jahr gibt es das größte

Einheitsfest in Saarbrücken. Zwei Tage lang kommen dann Menschen aus ganz

Deutschland zusammen. Auf vielen Bühnen gibt es Musik, Diskussionen und Theater.

Wie viele unterschiedliche Kultur- und Lebensstile es in Deutschland gibt, zeigen

die Repräsentanten der 16 Bundesländer im Zentrum der sympathischen und

grünen Stadt.

Tourismus Zentrale Saarland

Tel. +49 (0) 6 81/92 72 00

www.tourismus.saarland.de

FRANKEN

WIE IM TOTEN MEER

REISETIPPS

LEICHT

Im Jahr 2004 haben die

Menschen von Bad Windsheim

(Bayern) in der Erde

warmes Wasser mit 27 Prozent

Salz gefunden. Das ist

so viel wie im Toten Meer. Das gesunde, 30 Grad Celsius

warme Wasser wollten sie schnell nutzen. Heute

können Gäste auch im Herbst und im Winter in einem

großen Salzsee baden. Dabei schweben sie fast im Wasser.

Gute Rückenschwimmer können dann auch ein

Buch oder eine Zeitschrift lesen.

Franken-Therme Bad Windsheim

Tel. +49 (0) 98 41/4 03 00

www.frankentherme.net

KÄRNTEN

der gldene H¡rbst schöner Herbst: Die Blätter

von den Bäumen leuchten

in rot und gelb.

(das Bl„tt, ¿er hier: grüner Teil von einem

Baum oder einer Blume)

(leuchten hier: eine schöne Farbe

haben)

der Erlebnisbauernhof, Bauernhof mit vielen

¿e Angeboten

(der Bauernhof, ¿e Ort: Hier wohnt und arbeitet

eine Familie. Sie stellt Lebensmittel

her, z. B. Kartoffeln

und Gemüse, und/

oder hat Tiere, z. B. Rinder

und Schweine.)

FRANKEN

die Erde hier: Ort: Darauf geht und

steht man.

n¢tzen ≈ benutzen

schweben “n hier: ≈ liegen auf

THUNERSEE-HOHGANT

das Höhlensystem, -e System von natürlichen

Grotten

der Frscher, - Person: Sie arbeitet für

mehr Wissen.

entstehen hier: anfangen zu sein

erfrschen systematisch untersuchen

n¢tzen hier: neues Wissen bringen

für

SAARBRÜCKEN

die Deutsche Einheit Union von Ost- und

Westdeutschland im Jahr

1990

geteilt von: teilen = zwei oder

mehr Teile machen

der Gr¢nd, ¿e Motiv: warum eine Person

etwas macht

der Repräsent„nt, -en hier: Person oder Gruppe:

Sie zeigt Typisches für ihr

Bundesland.

(das B¢ndesland, ¿er kleines Land als Teil von

einer föderalistischen

Republik)

63

FOTOS: KÄRNTEN WERBUNG GMBH; FRANKEN-THERME BAD WINDSHEIM GMBH/FOTO HECKEL; SWISS-IMAGE.CH/ROLAND GERTH; TOURISMUS SAARLAND


KULTURTIPPS

ANNA KATHARINA HAHN: KÜRZERE TAGE

SCHWER

MITTEL

Die Stuttgarter Constantinstraße ist eine gute Adresse, auf den ersten Blick ein Ort ohne Probleme. Dort

lebt das Bildungsbürgertum der stolzen Stadt. Dazu kommen Aufsteiger, die zu dieser Gesellschaft

gehören wollen, die viel Geld verdienen – dabei aber immer Angst haben, etwas falsch zu machen.

Im Zentrum von Anna Katharina Hahns Roman stehen zwei Frauen, zwei Aufsteigerinnen. Leonie

arbeitet in einer Bank, fühlt sich aber als Rabenmutter. Judith ist verheiratet mit einem Professor und

kümmert sich den ganzen Tag um ihre beiden Kinder. Beide Frauen glauben, dass die andere besser

lebt und dass im eigenen Leben wenig so ist, wie es sein sollte. Beide wollen alles immer richtig

machen und perfekt sein – bis es zur Katastrophe kommt.

FAZIT: INTERESSANTE MILIEU-STUDIE

Suhrkamp Verlag, 223 Seiten, 19,80 Euro

AUSSTELLUNG

MARKUS LÜPERTZ – RETROSPEKTIVE

Kritiker nennen ihn einen exzentrischen „Malerfürsten“. Er selbst sagt über

sich: „Ich bin ein schwer arbeitendes Individuum und darüber hinaus nur ein gut

gekleideter älterer Herr.“ Markus Lüpertz (68) ist einer der extravagantesten

lebenden Maler und Bildhauer Deutschlands. Seine Kunst hat viele Formen und

Gesichter. Die große Retrospektive zeigt circa 130 Bilder und Skulpturen aus der Zeit

zwischen 1963 und 2009. 9.10. - 17.1. Bonn, Bundeskunsthalle

ANNA KATHARINA HAHN

das B“ldungs- mittlere bis höhere gesellbürgertum

schaftliche Klasse mit besonderem

Interesse an klassischer

Literatur, Kunst und

Musik

der Aufsteiger, - Person, die in eine hohe

Position gekommen ist

gehören zu hier: Mitglied einer Gruppe

sein

die Raben- Mutter, die sich nicht gut um

mutter, ¿ ihre Kinder kümmert

das Fazit, -e/-s hier: Zusammenfassung

die Milieu-Studie, hier: Buch über eine

-n bestimmte soziale Klasse

VISION

die Nnne, -n Frau, die nur für ihre Religion

lebt, z. B. auch nicht heiratet

n“cht aus dem hier: keine Angst haben vor

Weg gehen

mæchtig hier: so, dass man ein Land

regiert oder politische

Kontrolle hat

64 DEUTSCH perfekt 10/09

BUCH

KINO

VISION – DAS LEBEN

DER HILDEGARD VON BINGEN

Die berühmte Nonne Hildegard von Bingen (1098 - 1179) glaubte ihr Leben lang,

göttliche Visionen zu haben. Sie schrieb Bücher über Religion, Medizin, Biologie

und Musik. Als Mensch mit viel Charisma sprach sie offen über das, was sie fühlte

und dachte – und ging dabei auch dem Streit mit mächtigen Männern nicht

aus dem Weg. Regisseurin Margarethe von Trotta hat die Biografie der Nonne verfilmt.

Die Hauptrolle spielt Barbara Sukowa.

Filmstart: 24.9.

LESEREISE

HANNS-JOSEF ORTHEIL

Die Erfindung des Lebens ist die Geschichte

eines jungen Mannes, der immer wieder

neu beginnen muss. Er verliert Menschen,

die ihm nahestehen. Und er muss seinen

Traum von einem Leben als Pianist früh

beenden. Erst als er das Schreiben für sich

entdeckt, findet er ins Leben. Der aktuelle

Roman von Hanns-Josef Ortheil (58) ist

autobiografisch inspiriert. Wie seine Roman-

28.9. Münster figur lernte Ortheil spät

30.9. Bad Nauheim

1.10. Villingen- sprechen und musste

Schwenningen

2.10. Wiesbaden früh seine Karriere als

8.10. Hamburg

25.10. Marburg Musiker beenden.


MUSIK

JAN VOGLER

Bis die Mauer fiel, lebte Jan Vogler in der Deutschen Demokratischen Republik (DDR). Dann

ging der junge Cellist nach Amerika. „New York war das

Gegengift zur DDR“, sagt er und meint die unbegrenzten

Wahlmöglichkeiten. Heute reist er zwischen alter und neuer

Heimat hin und her. Auch musikalisch kennt er keine

Grenzen. Anfang des Jahres nahm Vogler eine CD mit Stücken

des russischen Komponisten Dmitri Schostakowitsch und

einem Lied des Rockgitarristen Jimi Hendrix auf. Auf seiner

aktuellen Tour spielt er auch Kompositionen von Bach (Halle,

Göppingen) und Brahms (Dresden, München).

THEATER

WARUM LÄUFT HERR R. AMOK?

In der früheren Bundesrepublik gab es eine einfache Formel zum Glück: Beruf, Wohnung,

Familie. Je „normaler“ der Alltag, desto besser das Leben. Herr R. ist anders. Er leidet

unter der Normalität. Überall gibt es Konflikte, die er nicht lösen kann. Plötzlich tötet Herr

R. seine Frau, seinen Sohn, eine Nachbarin und sich selbst. Wie nach jedem Amoklauf

stellt sich die Frage nach dem Warum? neu. Heike M. Goetze inszeniert Rainer Werner

Fassbinders Spielfilm (1970) zum ersten Mal fürs Schweizer Theater.

Premiere: 25.9. Zürich, Schauspielhaus

10/09

DEUTSCH perfekt

FRANZ SPECHT: SIEGFRIEDS TOD

LEICHT

MUSIK

JAN DELAY

FAZIT: EIN KLASSIKER FRISCH UND EINFACH ERZÄHLT

Hueber Verlag, 52 Seiten, 7,50 Euro

Irgendwie, Irgendwo, Irgendwann. Jan Delays Cover-Version von Nenas 80er-Jahre-Hit klingt,

als habe der Sänger eine volle Nase und zu viel Bier im Blut. Trotzdem wurde das Lied ein

Erfolg und der Hamburger Jan Delay ein Star. Später kam er auch mit eigenen Liedern in die

Charts, die meistens ein Mix aus Hip-Hop, Funk und Reggae waren. Auf Tournee stellt Jan

Delay (33) seine neue Platte vor: Wir Kinder vom Bahnhof Soul.

9.10. Bielefeld

10.10. Bremen

11.10. Köln

12.10. Frankfurt/Main

14.10. Hohenems (Vorarlberg)

17.10. Würzburg

19.10. Freiburg

20.10. Balingen/

Baden-Württemberg

21.10. Uetendorf/Thun

22.10. Saarbrücken/St. Ingbert

24.10. Dortmund

26.10. Berlin

27.10. Hannover

29.10. Chemnitz

30.10. Kassel

31.10. Rostock

1.11. Flensburg

8.10. Halle (mit dem Pianisten Martin Stadtfeld)

9.10. Göppingen (mit dem Pianisten Martin Stadtfeld)

25.10. Dresden

28.10. München (mit der Pianistin Hélène Grimaud)

BUCH

MIT AUDIO-CD

Königssohn Siegfried hat vor nichts und niemandem Angst. Er

besitzt die Kraft von zwölf Männern. Von einer Reise ins Land

der Nibelungen hat er einen Schatz aus Gold mitgebracht.

Außerdem hat er einen Drachen getötet und in dessen Blut

gebadet. Jetzt kann ihn niemand mehr verletzen, glaubt

Siegfried. Trotzdem muss er sterben. Nach Motiven aus dem

Nibelungenlied erzählt Franz Specht frei die Geschichte des

jungen Helden. Dabei geht es um Liebe, Intrigen, Geld, Hass,

Krieg und Tod – schrecklich schön und traurig.

die Regisseurin, Leiterin, die Schauspielern

-nen franz. Instruktionen gibt

verf“lmen einen Film machen aus

MARKUS LÜPERTZ

der Malerfürst, sehr guter Maler mit hohem

-en Lebensstil

darüber hinaus außerdem

der B“ldhauer, - Künstler, der Skulpturen

macht

HANNS-JOSEF ORTHEIL

die Erf“ndung, -en neue Idee

nahestehen hier: eine starke persönliche

Beziehung haben zu

der Traum, ¿e hier: großer Wunsch

JAN DELAY

kl“ngen hier: wirken

h„be Konj. I von: haben

die Pl„tte, -n hier: Album

JAN VOGLER

die Mauer fiel hier: die Grenze wurde

geöffnet

das Gegengift, -e Gift, das gegen ein anderes

Gift hilft

¢nbegrenzt ohne Grenzen

die Wahlmög- Angebot aus einer Menge

lichkeit, -en

aufnehmen hier: Lieder im Studio speichern

WARUM LÄUFT HERR R. AMOK?

Amok laufen eine kriminelle Aktion

machen: Eine Person läuft

mit einer Waffe herum und

verletzt oder tötet jeden

Menschen, den sie auf ihrem

Weg trifft.

(die W„ffe, -n Gerät zum Kämpfen)

(töten totmachen)

leiden ¢nter hier: große Probleme haben

wegen

inszenieren ≈ auf die Bühne bringen

FRANZ SPECHT

der Sch„tz, ¿e Menge von Gegenständen,

die sehr viel wert sind

der Dr„che, -n Fantasiefigur: großes

gefährliches Tier, das fliegen

und mit dem Mund Feuer

machen kann

töten totmachen

der H¡ld, -en hier: mythologische Figur

¡s geht ¢m das Thema / der Inhalt ist

der H„ss ↔ Liebe

das Fazit, -e/-s hier: Zusammenfassung

65

FOTOS: CONCORDE FILM; MARKUS LÜPERTZ, COURTESY GALERIE MICHAEL WERNER BERLIN, KÖLN, NEW YORK; UNIVERSAL MUSIC/G. THIES; PR2 CLASSIC GBR


KOLUMNE

MITTEL

Deutschland ist eine Zwiebel. Das

macht vielen Menschen Sorgen (auch

wenn sie Zwiebeln mögen, zum Beispiel

in Wurstsalat). Wenn im Fernsehen über

den Zustand des Landes gesprochen wird,

sehen wir oft die Grafik einer Zwiebel. Die

Moderatoren zeigen dann auf den dicken

Bauch der Zwiebel. Der dicke Bauch bedeutet:

Es gibt sehr viele ältere Menschen in Deutschland.

Unten, da wo die Zwiebel schmal wird,

sitzt die Jugend. Vor ein paar Jahrzehnten war

Deutschland noch eine Pyramide: unten die

breite, jugendliche Zukunft. Oben die dünne

Spitze der Senioren.

Zu dieser Zeit konnte man die Älteren

noch an ihrer Farbe erkennen: Sie waren

beige. Sie trugen beige Jacken, beige Hosen,

beige Schuhe und beige Hüte. Die beigen

Rentner hatten zwei Beschäftigungen: Die

Frauen zogen große Einkaufstaschen auf

Rädern hinter sich her. Die Männer gaben

jungen Frauen ungefragt Tipps zum Einparken.

Wenn die Einkäufe gemacht und die

Autos eingeparkt waren, gingen die Beigen

in ein Café, das „Müller“ hieß oder

„Schmidt“. Dort investierten sie ihre Rente

in Sahnetorten. Damit man sie auch im Café

vom Rest der Alterspyramide unterscheiden

konnte, behielten sie ihre Hüte die ganze

Zeit auf dem Kopf.

Heute müsste Zwiebeldeutschland

eigentlich komplett beige sein. Berge und

Täler, Straßen und Städte – überflutet von

beigen Hüten!

Seit die Senioren aber in der Mehrzahl

sind, wollen sie sich nicht mehr in Cafés setzen

– nur damit die Jugend auf den Straßen

tanzen kann. Sie tanzen lieber selbst. Sie nennen

sich auch nicht mehr „Senioren“, sondern

„Best-Ager“. Die Werbung nennt sie „Generation

Silber“. Das klingt edel und zeigt, wer in

Deutschland das Geld hat. Die Zeitschriften

schreiben Sätze wie „60 ist die neue 40“. Das

Ergebnis von all dem ist, dass keiner mehr so

alt ist, wie er sich morgens fühlt. Die neuen

Senioren kaufen sich Jeans und bunte Hemden,

dann schreiben sie ihren Kindern Postkarten

aus dem Surfurlaub in Australien.

„Berge und Täler, Straßen und Städte – überflutet von beigen Hüten!“

66

ANDREA BENDA

über Zwiebel-Deutschland

Und die Jungen? Sie gehen mit Omas

altem Einkaufswagen in den Supermarkt

(„Der ist so praktisch!“). Sie setzen sich Opas

altes Rentnerhütchen auf („Das ist so

schick!“). Und weil sie kaum noch auf eine

Rente hoffen können (es gibt ja niemanden

mehr, der sie erarbeiten könnte), tragen sie

ihr Geld in Cafés, die „Müller“ heißen oder

„Schmidt“ („Deutsche Namen sind so

cool!“). Dort essen sie Cremetörtchen.

Abends gehen sie in Lokale, die „Pfälzer

Stube“ heißen. Dort essen sie Saumagen und

Bratkartoffeln und freuen sich über die Hirschgeweihe

an der Wand.

Das mit der Zwiebel ist also nicht so

schlimm. Wenn es noch mehr junge Leute

geben würde, würde Deutschland nämlich

ganz schön alt aussehen. <

überfluten hier: in sehr, sehr großer Zahl da

sein

der W¢rstsalat, -e sauer schmeckender Salat aus

Wurststücken und Zwiebeln.

Meistens ist auch Käse oder

Gemüse darin.

der Moderator, -en hier: Person, die in einer

Fernsehsendung über aktuelle

Ereignisse berichtet und mit

Gästen diskutiert

schmal ↔ breit

das Jahrzehnt, -e Zeitraum von zehn Jahren

die Sp“tze, -n hier: höchster Punkt

¢ngefragt ≈ ohne dass jemand eine Frage

gestellt hat

einparken ≈ das Auto auf einem Parkplatz

abstellen

die Generation, -en hier: alle Menschen, die ungefähr

gleich alt sind

kl“ngen hier: wirken

edel hier: elegant

er„rbeiten hier: genug Geld verdienen für

die Stube, -n hier: Raum für Gäste

der Saumagen, ¿ typisches Fleischgericht aus

Rheinland-Pfalz

das H“rschgeweih, -e Skelettteil, das auf dem Kopf

eines Hirschs wächst

(der H“rsch, -e großes Tier, das im Wald lebt)

g„nz schön „lt hier: ziemlich große

aussehen Probleme haben

DEUTSCH perfekt 10/09

FOTO: A. BENDA; ILLUSTRATION: B. FÖRTH


FOTOS: FOTOLIA/GODFER; BILDERBERG/REISER ANDREJ; INTERFOTO/A. KOCH DAS NOVEMBER-HEFT GIBT ES AB 28. OKTOBER

TIPPS FÜR BEWERBER

Der Brief, der Lebenslauf, die Zeugnisse:

Tipps für die schriftliche Bewerbung im

zweiten Teil unserer Serie „In

Deutschland leben und arbeiten“.

10/09

DEUTSCH perfekt

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ALS DIE MAUER FIEL

Es war eine Nacht, die Deutsch -

land und die Welt veränderte:

Am 9. November 1989 wurde die

Berliner Mauer geöffnet. 20 Jahre

danach: ein Deutsch-perfekt-

Spezial mit Erinnerungen an die

Mauer und ihr Ende. Plus: Was

wurde aus Leipzig – der Stadt, in

der im Herbst 1989 jeden Montag

Tau sende gegen die ostdeutsche

Diktatur protestierten?

FRIEDRICH SCHILLER

Vor 250 Jahren wurde Friedrich

Schiller geboren. Seine Poesie –

sein erstes Gedicht schrieb er mit

sieben Jahren – und seine Dra -

men machen ihn bis heute zu

einem der wichtigsten deutschen

Dichter. Sein Leben war kaum

weniger dramatisch als seine

Theaterstücke.

IN DEN NÄCHSTEN MONATEN

WIEN

Die Stadt von unten

BASEL

Im Dreiländereck

TEST

Welcher Lerntyp sind Sie?


FOTO: REUTERS/MAYA HITIJ/POOL

SCHLUSSWORTE

MITTEL

nachfärben hier: wieder Farbe in die

Haare machen

d¢rchkommen hier: ein bisschen zu sehen

sein

die SPD kurz für: Sozialdemokratische

Partei Deutschlands

einarbeiten hier: ≈ zeigen

der Seelen-M•lleimer, hier: Hilfe für die

- Psyche

missbrauchen falsch verwenden

reichen genug sein

der Tatort, -e Ort eines kriminellen Tuns;

hier: Name einer

Kriminalfilm-Serie

s“ch „nstrengen viel tun, damit man ein Ziel

erreicht

die K¢ltusministerin, Ministerin für Unterricht und

-nen Kultur

¢nheimlich/unheimlich hier: sehr, groß

die Breite hier: sehr viele Spieler

die Sp“tze, -n sehr dünnes Ende; hier:

höchste Position, beste

Spieler

¢nbeschadet hier: ≈ ohne Probleme

überleben nicht sterben; hier auch:

leben, ohne unglücklich zu

sein

fähig sein zu machen können

die Leichtathletik z. B. Laufen, Weitspringen,

Diskuswerfen

die W¡ltmeisterschaft, hier: Treffen von vielen

-en Sportlern aus der ganzen

Welt, die um den ersten

Platz auf der Welt kämpfen

arrog„nt ≈ sehr stolz

her„bsehen hier: glauben, dass jemand/etwas

nichts wert ist

der Wahlkreis, -e Teil eines Gebietes, in dem

eine politische Wahl stattfindet

UND WAS SAGEN SIE?

„Ich färbe jeden Tag

nach, weil das

Schwarze immer

durchkommt.“

Der Kanzlerkandidat der SPD, Frank-Walter Steinmeier, auf die

Frage, warum er sich seine Haare nicht färbt

„Ich habe mich langsam, aber sicher zur

Karikatur gemacht.“

Karl Lagerfeld, Modedesigner

„Ich habe viele meiner Ängste in diese Rolle eingearbeitet,

sie als Seelen-Mülleimer missbraucht. Jetzt reicht’s!“

Schauspielerin Andrea Sawatzki, die ihre Rolle als TV-Kommissarin beim „Tatort“ beendet

„Das ist nicht schön. Aber da kann man vielleicht noch etwas dran

machen, wenn sich alle anstrengen.“

Elisabeth Heister-Neumann, Kultusministerin aus Niedersachsen, über sinkende Schülerzahlen

„Den Deutschen ist Steuernsparen wichtiger als Sex.“

Medard Fuchsgruber, Wirtschaftsdetektiv

„Sie haben eine unheimliche Breite in der Spitze.“

Berti Vogts, Nationaltrainer von Aserbaidschan, über die deutsche Nationalmannschaft

„Wenn man in Marzahn aufgewachsen ist und das unbeschadet

überlebt hat, ist man zu allem fähig.“

ZDF-Reporter Wolf-Dieter Poschmann über Betty Heidler, Silbermedaillengewinnerin bei den

Leichtathletik-Weltmeisterschaften in Berlin

„Was wir nicht brauchen, ist arrogantes Herabsehen

aus dem Westen.“

Petra Pau über Wolf-Dieter Poschmanns Aussage. Petra Pau (Die Linke) sitzt für den Wahlkreis

Marzahn-Hellersdorf im deutschen Parlament

Schreiben Sie uns an redaktion@deutsch-perfekt.com.

Leser-Kommentare, Meinungen, Lob und Kritik auf

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68 DEUTSCH perfekt 10/09


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