Experimentelle Untersuchung zur Wirksamkeit einer kombinierten ...

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Experimentelle Untersuchung zur Wirksamkeit einer kombinierten ...

Methoden

Stimulation erfolgte während der gesamten Sitzung. Die Therapie dauerte damit

ebenfalls zwischen 25 und 40 Minuten.

Die OKS-Gruppe erhielt zusätzlich zum Explorationstraining eine optokinetische

Stimulation. Da diese nicht zeitgleich zum Explorationstraining erfolgen konnte, erhielt

diese Gruppe nur 2 Durchgänge ELEX-Training, zusätzlich zum ELEX-Training aber

2x10 Minuten optokinetische Stimulation in folgender zeitlicher Anordnung: OKS/

ELEX/OKS. Damit ergab sich eine mit den anderen Gruppen vergleichbare

Therapiezeit (30-40 Minuten).

Die Therapie erfolgte 5x pro Woche über einen Zeitraum von 4 Wochen. Einzelne

Ausfalltermine z.B. aufgrund von Erkrankungen der Patienten wurden zugelassen,

wobei die Anzahl der Ausfalltage maximal 3 Tage in Folge und 5 Tage über den

gesamten Aufenthalt umfassen durfte, andernfalls wurden die Patienten aus der Studie

ausgeschlossen.

3.2.2.2 Das Therapieprogramm (ELEX)

Das Explorationstraining wurde am ELEX-Gerät (Zihl und Kerkhoff, 1987)

durchgeführt. Die Therapie fand in einem abgedunkelten Raum statt. Die

Reizdarbietung erfolgte auf einem 32,5cm x 24cm großen Fernsehbildschirm.

Bei dem Explorationstraining werden auf dem Fernsehbildschirm ein Fixationszeichen

und zusätzliche Zufallszeichen dargestellt. Die Zufallszeichen werden in verschiedenen

Mustern für wählbare Zeiten dargeboten und erscheinen in zufälliger Reihenfolge.

In der vorliegenden Untersuchung wurde als Fixationspunkt ein weißes, 2,2 cm x 1,5

cm großes Rechteck gewählt. Als weitere Zufallszeichen wurden gelbe Quadrate mit

einer Größe von 1,5 cm x 1,5 cm gewählt. Daneben wurden pro Trainingsdurchgang 3-4

Sonderzeichen ( ) dargeboten, die zusätzlich an verschiedenen Musterpositionen

auftauchten und auf die nicht reagiert werden sollte. Die Hintergrundfarbe war

dunkelblau.

Das ELEX-Therapieprogramm bietet verschiedene Grundmuster für das

Explorationstraining an. Für die vorliegende Untersuchung wurden die Grundmuster

C8, A2-6, A4-6 und A6-6 verwendet.

Bei den Mustern A2, A4 und A6 gehören jeweils 6 Zufallszeichenpositionen zum

Muster dazu, wobei die gewählte Musterhäufigkeit pro Zufallszeichenposition bei 9 lag.

Damit tauchten insgesamt 54 Reize (zuzüglich 3-4 Sonderzeichen) auf. Das Muster C8

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