Experimentelle Untersuchung zur Wirksamkeit einer kombinierten ...

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Experimentelle Untersuchung zur Wirksamkeit einer kombinierten ...

Diskussion der Untersuchung

5.10 Transfer der Therapieeffekte auf alltagsrelevante Leistungen

5.10.1 Effekte des Explorationstrainings (Kontrollgruppe) auf alltagsrelevante

Leistungen (Lesen, Schreiben)

In dem Gesamtscore, der für das Lesen und Schreiben gebildet wurde, zeigte sich in der

Kontrollgruppe folgendes Ergebnis:

Der durchschnittliche Gesamtscore erhöhte sich vom Beginn der Therapie bis zum Ende

der Therapie nur leicht (von 1,091 auf 1,257). Da keine weiteren wesentlichen

Veränderungen zwischen Ende der Therapie und Follow-Up eine Woche nach

Beendigung der Therapie eintraten, war auch der langfristige, überdauernde Effekt

gering (Erhöhung von t1 zu t4: von 1,091 auf 1,26).

Betrachtet man die Ergebnisse der einzelnen Untersuchungsteilnehmer, so zeigt sich,

daß im Hinblick auf einen überdauernden Therapieeffekt (von t1 zu t4) 100% der

Probanden profitieren konnten.

Bei Aufschlüsselung des Gesamtscores in die einzelnen Untertests zeigte sich folgendes

Bild:

• Lesen: mäßige Verbesserung vom Beginn bis zum Ende der Therapie bzw. zum

Follow-Up eine Woche nach Beendigung der Therapie (Reduktion von

durchschnittlich 83,4 auf 67,2 bzw. 62,9 Auslassungen).

• Schreiben: geringe Verbesserung vom Beginn bis zum Ende der Therapie bzw. zum

Follow-Up (Reduktion von durchschnittlich 10,93 cm Abstand vom linken

Seitenrand auf 9,94 bzw. 9,64 cm).

Insgesamt sieht man bei beiden verwendeten Testverfahren einen sehr ähnlichen, gering

ausgeprägten Verbesserungstrend, der auch hier dokumentiert, daß die Ergebnisse in

den Verfahren hoch miteinander korrelieren und eine Zusammenfassung zu einem

Gesamtscore sinnvoll ist.

Die statistische Auswertung des Gesamtscores führte zu keinem signifikanten Ergebnis,

d.h. es zeigte sich kein signifikanter Therapieeffekt vom Beginn bis zum Ende der

Therapie sowie kein überdauernder Effekt des Explorationstrainings über die Therapie

hinaus. Die statistische Auswertung verfehlte jedoch nur knapp ein signifikantes

Ergebnis, so daß zumindest ein Trend einer Verbesserung vom Beginn bis zum Ende

der Therapie wie auch bis zum Follow-Up (langfristiger Effekt) vorhanden war.

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