Zum stadtfest: - Gießener Allgemeine

giessener.allgemeine.de

Zum stadtfest: - Gießener Allgemeine

Zum stadtfest:

Jonas schubert kommt mit

seiner Band, neuem Namen

und fettem plattenvertrag

in die Heimat zurück

streifzug

meets

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Stadtgespräch

Premiere: Erster

CSD Mittelhessen

in Gießen auf dem

Kirchenplatz. Seite 18

Sportwelt

London 2012: Wir

schießen mit unserem

olympiateilnehmer

Julian Justus. Seite 40

5. 5. Jahrgang Jahrgang · · 8/2012

8/2012


Sie finden das hochwertige und informative Kultur- und Veranstaltungsmagazin

im handlichen DIN-A4-Format am Donnerstag, dem 30. August 2012, in der Ausgabe

der Gießener/Alsfelder Allgemeinen und an über 250 Auslagestellen in Stadt

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Erscheinungstermin September-Ausgabe: Donnerstag, 30. August 2012

Anzeigenschluss: Freitag, 17. August 2012

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In Stadt und Landkreis Gießen …

1

… die Nr.


Editorial

Die Themenfindung für eine Ausgabe, in der das Stadtfest in Gießen im Blickpunkt stehen soll, ist nicht ganz einfach.

Ehrlich. Denn es gibt kaum Neues, über das man berichten könnte. Kein neues Konzept, keine anderen Bühnen, keine

längeren Öffnungszeiten und auch kein Freibier. Warum auch? Es läuft ja alles ganz wunderbar – seit vielen Jahren

schon. Und irgendwie ist das ja auch genau das Schöne. Das Vertraute. Das Verlässliche. Das Stadtfest ist wie Gießen

selbst. Es ist ehrlich, es macht keine falschen Versprechungen und es hält, was es verspricht. Man weiß, was man daran

hat, und was nicht. Ich zum Beispiel weiß heute schon genau, an welchen Orten ich mich an diesen drei Tagen

aufhalten werde, und ich weiß auch schon genau, auf wen ich dort treffen werde. Ist nämlich immer so. Auf viele alte

Bekannte freue ich mich, auf andere nicht. Auch das ist immer so. Eines wird sich aber verändern. Das habe ich mir

vorgenommen. Auf die dämlichste Frage aller Stadtfestfragen gibt es von mir in diesem Jahr nur noch eine Antwort.

»Und, was machst du so?« »Ich? Ich geh mal schnell weiter«, denn auf dem Stadtfest in Gießen gibt es irgendwie doch immer wieder etwas

Neues zu entdecken. Ist immer so. Und wir haben auch schon ein bisschen was für Sie gefunden. Marc Schäfer

Inhalt

BlicKpunKt 4

Stadtfest: After-Hour in Gießen · Musikalische Perlen aus der Region · Wo findet man was? ·

Bühnenprogramm und Zeitplan

Brad ShawS Kolumne 13

Kolumnist Brad Shaw über Stadtfeste

und die immer gleichen Fragen

mediatheK 17

Im Test: CD und App

StadtgeSpräch 18

Premiere: CSD in Gießen · Die längste

Rutsche Deutschlands im Kletterwald auf

dem Schiffenberg

unterwegS 22

Laubacher Wald: Lieber erstklassig

hessisch, als zweitklassig international

auSleSe 24

VeranStaltungSKalender 26

VinotheK 32

Wein des Monats: Chardonnay aus Südafrika

ohne Mätzchen

am main 33

»Das Bett« feiert den siebenjährigen

Geburtstag mit einem großen Festival · Eine

Stimme wie ein voller Aschenbecher: Mark

Lanegan in der »Batschkapp«

campuS 36

Der Ursprung der Materie: Das Higgs-

Boson und seine Verbindung an die JLU

nach Gießen

Kultur 38

Wird Tanzen teurer? Die GEMA, die

Gebühren und die Sorgen der Clubbesitzer

Sportwelt 40

Mein erstes Mal: Auf dem Schießstand

mit Olympiateilnehmer Julian Justus aus

Homberg/Ohm

Foto: Lademann

SperrSitz 42

Neu im Kino: Der Tanzfilm »Step Up –

Miami Heat 3D«

Foto: pm

rampenlicht 14

Der Theatermacher: Heiner Goebbels im

Interview

streifzug

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Impressum

Herausgeber: Mittelhessische Druck- und Verlagsgesellschaft

mbH

Druck: Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG, Kassel

Redaktion: Marc Schäfer (verantwortlich), Florian Dörr

E-Mail: streifzug@giessener-allgemeine.de

Verlag: Mittelhessische Druck- und Verlags gesellschaft mbH

Marburger Straße 20, 35390 Gießen (zugleich auch ladungsfähige

Anschrift für alle im Impressum aufgeführten Verantwortlichen)

Erscheinungsweise: Der Streifzug erscheint monatlich in der

»Gießener Allgemeine Zeitung«, »Alsfelder Allgemeine Zeitung«

sowie in über 200 ausgewählten, stark frequentierten

Auslagenstellen. Auflage: 40 000 Exemplare

Verantwortlich für Anzeigen:

Anzeigenleitung: Wilfried Kämpf

Anzeigenverkaufsleitung:

Ulrich Brandt, Tel. 06 41/30 03-2 24, Anschrift siehe oben

Gültig ist der Anzeigen tarif Nr. 3 vom 1. Januar 2012

streifzug – Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Titelbild: Sabine Glinke

Mitteilung gemäß § 5, Absatz 2 des Hessischen Pressegesetzes:

An der Finanzierung des Verlages sind beteiligt:

D. Obermann-Weller, Dr. Ch. Rempel, Dr. J. E. Rempel, Dr.

M. Rempel, B. Sälzer.

Sofern Sie Artikel dieser Publikation in Ihren internen elektronischen

Pressespiegel übernehmen wollen, erhalten Sie die

erforderlichen Rechte unter www.presse-monitor.de oder

unter Telefon 0 30/28 49 30, Presse-Monitor Deutschland

GmbH & Co. KG. © Streifzug, Gießen

8/2012 streifzug 3


Nachts auf

dem Stadtfest

Um 23 Uhr ist Schluss? Regelmäßig gehen auf den Bühnen des Stadtfests ausgerechnet

dann die Lautsprecher aus, wenn es junge Leute an normalen Wochenenden gerade einmal

aus dem Haus in den Club zieht. Das war nicht immer so. Vor 20 Jahren wurde den »unverschämten

Übertreibungen der vergangenen Stadtfeste in der Gießener Innenstadt« mit einer

Klage ein Ende gesetzt. Heute herrscht bei vielen Besuchern nach der Freude über viel Altbekanntes

und wenig Brandneues regelmäßig Unverständnis über den frühen Zapfenstreich.

Doch: Weiterfeiern ist möglich – dies gilt mehr denn je auch für die 28. Auflage, die vom

17. bis 19. August in der Innenstadt gefeiert wird.

4 streifzug 8/2012


Foto: Foto: Lademann Lademann

Das Rezept ist einfach wie genial: Bands,

Bier und Bratwurst will das Volk. Einmal im

Jahr kommt Gießen zusammen. Der traditionelle

Termin mitten in den Semesterferien ist

für eine Studentenstadt fast schon revolutionär

gewählt. Man weiß: Die guten Schulfreunde

aus der Jugend, die irgendwann dem

Ruf der Großstadt gefolgt waren, stehen wie

jedes Jahr an der vorderen Plockstraße. Man

würde sie blind finden. Die verschrobenen

Freunde der Eltern, bei denen man früher mit

der Familie regelmäßig zu Grillabenden eingeladen

war, erzählen auch dieses Mal wieder

ihre Geschichten von damals am Kirchenplatz.

Heimatgefühl deluxe. Dazu die kleinen

Perlen im Bühnenprogramm: Tess Wiley, OK

KID, The Joy Over The Lost Penny oder Budzillus

werden in diesem Jahr dabei sein. Das

Leben kann so schön sein, so easy, so leicht.

Doch dann: Keine Musik! Keine altbekannten

Gesichter an den altbekannten Ständen! Kein

Bierpilz am Kirchenplatz! Kein Stau bei den

Schwätzern! Was für Anhänger des Stadtfests

klingt wie Horrorszenarien wäre 1992 fast zur

bitteren Realität geworden. Von einer »teuflischen

Hinrichtungsart« war die Rede in

einem Schreiben, das damals von einem

»Arbeitskreis Stadtmitte« an Gießener Haushalte

verteilt wurde. Ein Polizeiminister aus

Peking, so hieß es dort, habe sich die Methode

vor etwa 4000 Jahren ausgedacht. Die

Idee: »Durch permanentes Trommeln, Flötenspielen

und Lärmen ließ er die Verurteilten zu

Wahnsinn und schließlich Tod treiben.« Das

Stadtfest in seiner damaligen Form gefährde

zwar nicht das Leben, so wurde in dem

Schreiben argumentiert, wohl aber die Gesundheit

der Anwohner. Was folgte war ein

Streit, der nach einer Klage bis vor den Hessischen

Verwaltungsgerichtshof führte. Die

Organisatoren des Stadtfests hatten der Klägerin

sogar angeboten, ihr und ihrer Tochter für

die Tage der Innenstadtfeierei einen Urlaub

zu spendieren. Ohne Erfolg. Erst einen Tag

vor Beginn stand 1992 überhaupt fest, dass

es ein Stadtfest geben würde. Allerdings nicht

wie in den Jahren zuvor: Am späten Abend

durften eng gesetzte Lärmrichtwerte nicht

mehr überschritten werden. Dazu kam die

Verkürzung des Fests von vier auf drei Tage.

Noch heute werden die Bühnen nur bis

23 Uhr bespielt, bis 1 Uhr sind Bier und Bratwurst

zu bekommen.

Ein Plan der Gießen Marketing GmbH vor

etwa acht Jahren, die Regelung des frühen

Zapfenstreichs aufzuweichen, und die Lautsprecher

erst um 24 Uhr auszumachen, wurde

von den internen Juristen mit dem Hinweis

abgeblockt, das Urteil von 1992 habe

weiter Bestand. Bei genauerem Hinsehen

muss die Innenstadtfeierei in Gießen heute

den Vergleich mit anderen Städten aber auch

gar nicht fürchten: So werden die Bühnen

etwa bei »3 Tage Marburg« ebenfalls nicht

länger bespielt. In vielen anderen Städten

stellt sich die Situation nicht anders dar.

Außerdem gibt es Alternativen. Im Ulenspiegel

hat man bereits vor vier Jahren den ersten

Schritt gemacht: Ab 23 Uhr geht die Musik

inzwischen im Keller weiter. Weiterfeiern ist

möglich, ohne die Nerven der Anwohner

überzustrapazieren. In diesem Jahr spielen

Elfmorgen und Weltrekorder ihre rockig-alternativen

Stücke. Auch das MuK bittet zum

Tanz, nachdem die Innenstadtfeierei vorbei

ist. Während für Freitag ein »90er Eurodance

Open Air« geplant ist, geben sich am Samstag

wie gewohnt und wie geliebt die Jungs von

UNDERtheGROUND die Ehre. Beim »Stadtfest

Open Air« an der Automeile wird zu

elektronischer Tanzmusik auch der 15. Geburtstag

der Partyreihe gefeiert. Das Monkeys

lädt am Freitag zur legendären Kopfhörerparty.

Am Samstag kommen die »King Kong

Warriors« zurück: Die ersten Gäste in der

Affenkammer erhalten ein Laserschwert.

Wichtig für die Weiterfeierei: Freitag und

Samstag fahren die Stadtbusse zusätzlich um

0.30 Uhr und um 1 Uhr ab Marktplatz. Die

Nachtbuslinien Venus und Saturn verkehren

von 0.30 Uhr bis 4.30 Uhr. Florian Dörr

bLickpuNkt

»Run and Roll«

Herz beweisen kann Gießen am

Sonntag, 19. August, beim Stadtlauf

»Run’n’Roll for Help« durch die Innenstadt.

Die Erlöse kommen der

Aidshilfe und der Lebenshilfe zugute.

Ausgesprochen sportlich müssen die

Teilnehmer nicht sein: Um 15.30 Uhr

laden die Veranstalter auf die 5-km-

Strecke zum Nordic Walking, danach

folgt der Schülerlauf über 1000 Meter.

Ausreden gibt es also nicht. Um

16.45 Uhr wird es beim Lauf auf der

5-km-Strecke etwas anspruchsvoller,

bevor um 18 Uhr traditionell zur

Königsdisziplin des »Run’n’Roll for

Help« geblasen wird: 10 000 Meter

stehen dann auf dem Programm. Quer

durch die Innenstadt, über Walltorstraße,

Ostanlage, Neuen Bäue und

Brandplatz führt die Route. Die Online-Anmeldung

auf www.runandrollforhelp.de

ist bis zum 15. August

möglich.

Drachenbootcup

Seit 2300 Jahren kennt man die Boote.

Der Legende nach gehen sie auf den

Versuch zurück, einen Ertrinkenden

vor dem sicheren Tod zu retten. In

Gießen sind Drachenboote zumindest

seit neun Jahren ein Thema. Seitdem

holt man sie einmal im Sommer heraus,

um den inzwischen traditionellen

Drachenbootcup auszutragen. Am

Samstag, 18. August, ist es wieder so

weit. Auf 200 Lahnmetern kämpfen

die stärksten Männer und zähesten

Frauen der Stadt um Ruhm und Ehre.

Dabei gilt: Wer das Boot erst einmal

in Bewegung gebracht hat, der kann

bereits stolz sein. Denn ein voll besetztes

Drachenboot wiegt immerhin

bis zu zwei Tonnen. Den ersten Startschuss

gibt es bereits um 9 Uhr. Ausgetragen

wird ein Sport- und ein Funcup

für mehr oder weniger am-

bitionierte Sportler.

8/2012 streifzug 5


LickpuNkt

perlen aus Gießen

Das Stadtfest ist immer auch eine kleine Werkschau der heimischen Musiker, deren Besuch

sich lohnt. Immer mehr, möchte man sogar sagen, denn was sich in und um Gießen in den

letzten Monaten musikalisch entwickelt hat, ist aller Ehren wert. Premieren in tollen Kostümen,

Singles im Radio, neue Alben und Plattenverträge bei kleinen und bei großen Labels. Gießen

kann stolz sein auf die Erben von »Juli« und sich darauf freuen, dass bald schon der nächste

Exportschlager deutschlandweit Furore macht.

Familie hossa: Liebe zum Detail

Man muss schon ein bisschen verrückt sein, um ein

Projekt wie die Schlagerband Familie Hossa auf die

Beine zu stellen. Wie perfektionistisch und detailverliebt

dabei Bandgründer Michael Minge arbeitet,

weiß man schon seit dem durchschlagenden Erfolg

der Superphonix. Für seine musikalische 70er-Jahre-

Familie hat er zusätzlich den Gitarristen Michael

Hopka ins Boot geholt. Klar: Bei der schrill-bunten

Familie kommt es nicht nur auf versierte Musiker

und gute Stimmen an. Ein halbes Jahr hat man am

Bühnenbild gefeilt, gemeinsam mit Designer Guido

Juchniewicz (besser bekannt als Scid da Beat) und

Dennis Bahl von DTT-Konzerte quietschbunte Tapetenmuster

und Sofaverkleidungen entworfen, gebastelt,

gebaut und geschraubt. Das Ergebnis: Eine

schrill-bunte Party, die selbst Schlagermuffel mitzureißen

weiß.

» Freitag, 17. August, 20 Uhr, Bühne am Selterstor

the Joy Over the Lost penny:

Die große Entkrampfung

Wer etwas auf sich hält, predigt derzeit

Musik, die voller Brüche und Disharmonien

ist. Krampf ist Trumpf. James Blake

und Konsorten sind sicherlich begeistert.

Anstrengend ist das auf Dauer trotzdem.

Dabei liegt gute Musik so nahe. The Joy

Over The Lost Penny wagen den Verzicht

auf jegliche Anbiederung an

Trends und beschränken sich auf das

6 streifzug 8/2012

Wesentliche: hervorragende Musik. The

Mamas And The Papas, The Beatles und The

Kinks mag man raushören. Zweiflern, die

nach dem Ausscheiden von Theresa Weisensee

– lange Zeit war sie das lyrische

Mastermind der Band – nicht sicher waren,

ob The Joy Over The Lost Penny das Niveau

halten können, sei gesagt: Pah! In Sabine

Recht haben die Gießener auch am Mikro-

fon einen würdigen Ersatz gefunden. Keine

Brüche. Keine Disharmonien. Kein Krampf.

Überzeugen kann man sich davon auf ihrer

zweiten EP, die noch in diesem August herauskommen

soll. Oder man schaut einfach

beim Stadtfest vorbei.

» Sonntag, 19. August, 16.30 Uhr,

Ulenspiegel-Bühne


Neoh: Gießens

botschafter

»König auf Lebenszeit«. Der Titel der Rock-Pop Band Neoh trifft es

nicht ganz genau. Dennoch dürfen sich bis zu 16 Gewinner, die

am Wochenende vom 24. bis 26. August unter »Anleitung« der

»Gießen-Botschafter« Neoh und auf Einladung der Gießen Marketing

GmbH die Stadt besuchen, auf drei vergnügliche Tage mit der

Band freuen. Kennenlernen und ein Neoh-Konzert in einem intimen

Rahmen stehen im Mittelpunkt, aber natürlich sollen die Gewinner,

die sich im Rahmen der Frühjahrs-Tour von »Neoh«, bei

der sie Culcha Candela auf deren Deutschland-Tournee begleiteten,

auch Gießen kennen und lieben lernen. Angedacht sind dazu

Kneipen-Tour, Stadtbummel und ein Ausflug ins Grüne. »Ich bin

jetzt schon sicher, dass es unseren Gästen in Gießen sehr gut gefallen

wird. Denn zum einen sind ›Neoh‹ einfach sehr sympathisch,

und zum anderen ist Gießen gerade für junge Leute eine echte Entdeckung«,

findet Sadullah Gülec, Geschäftsführer der Gießen Marketing

GmbH. Und Musik machen können NEOH auch.

» Neoh, Sonntag, 19. August, 17 Uhr, Bühne am Kirchenplatz

Quelle: Statista 2012

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8/2012 streifzug 7


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Aus jona:S wird Ok kiD

Jonas Schubert sitzt im Maarweg­Studio in Köln. Kippe links, Kaffee rechts. Füße auf dem

Tisch, er selbst ist auf dem Boden geblieben. Dass der Musiker aus Gießen gemeinsam mit

seinen Band kollegen im Februar einen Plattenvertrag beim renommierten Major­Label »Four

Music« unterzeichnet hat, erwähnt er zwar, einen Grund auszuflippen sieht er darin aber

nicht. »Es ist cool, denn nun können wir ohne Kompromisse an unserem ersten großen Album

arbeiten, mehr aber nicht«, sagt der Wahl­Kölner, der am 18. August im Rahmen des Stadtfests

mit seinen Jungs auf der »Greenhill­Bühne« spielen wird. Mit dabei natürlich einige neue

Songs – und ein neuer Name. Die Band, die sich früher jona:S nannte, heißt jetzt OK KID.

Im November 2011 standen die Musiker aus

Gießen und Marburg zum letzten Mal in der

Heimat auf der Bühne. Im »MuK« feierten sie

damals ihr Fünfjähriges. Danach war es ruhig

geworden um die Band mit den eindringlichen

Hooklines. »Wir hatten angekündigt,

dass man gewisse Zeit nichts von uns hören

würde, denn wir standen schon in Verhandlungen

mit einem Label und wussten, dass

wir uns für unser erstes Album viel Zeit nehmen

würden«, erzählt Schubert. Im Februar

war es dann so weit, und die Musiker unterzeichneten

einen Deal mit »Four Music«,

dem angesagtesten Label für deutschsprachige

Rap-Musik, das 1996 von den Fantastischen

Vier gegründet wurde und zuletzt im

Juli 2011 für Aufsehen sorgte, als man mit

Casper und dessen Album »XOXO« Platz

eins der deutschen Charts erreichte.

»Im Moment sind wir in der Produktion des

Albums. Es wird Anfang 2013 erscheinen«,

verrät Schubert. Ein erstes Video soll bereits

im Herbst veröffentlicht werden. Der Ex-Herderschüler

ist glücklich über die neuen Entwicklungen.

»Es ist zwar nicht so, dass wir

gesagt haben, jetzt hat sich endlich dieser eine

große Traum erfüllt, aber wir haben nun

gute Möglichkeiten, mehr Leute zu erreichen

und müssen bei der Produktion der neuen

Songs keine Kompromisse mehr eingehen.

Wir haben den Luxus und das Geld in dieser

Phase alles zu machen was wir wollen. Und

wir haben mit ›Four Music‹ jetzt einen tollen

Partner, der hinter uns steht. Wir spüren volles

Vertrauen und haben alle Freiheiten.

Letztlich machen wir die Platte so, wie wir

sie auch ohne Label machen würden«, erzählt

der Sänger. »Aber wir bauen keine

Luftschlösser.«

8 streifzug 8/2012

Außer der tollen Nachricht über einen großen

Plattenvertrag gibt es weitere News von der

Band. Personell hat sich einiges verändert.

Nur Sänger Schubert, Raffael Kühle an den

Drums und Keyboarder Moritz Rech sind übrig

geblieben. Bei Live-Acts werden die drei

von zwei neuen Musikern unterstützt. Die

anderen Mitglieder haben die Band verlassen.

In diesem Zuge haben Schubert und

seine Kollegen auch ihren Namen geändert.

jona:S nennen sich nun OK KID – und sie

sind glücklich darüber. Mit der Zusammenarbeit

mit »Four Music« habe das nichts zu tun,

stellt Schubert klar. »Wir mussten das Label

sogar überzeugen, dass wir unter dem alten

Namen nicht mehr auftreten möchten«, erzählt

der Biebertaler und fügt hinzu: »Wir haben

schon länger überlegt, unseren Bandnamen

zu wechseln. jona:S hat sich immer so

angehört, als würde nur ein Solokünstler da-

hinter stecken, dabei sind wir schon immer

eine Band. Wir haben also einen Namen gesucht,

der uns drei besser repräsentiert.«

Aber wie kam es zu OK KID? »Raffi, Moritz

und ich haben bis vor wenigen Tagen gedacht,

dass wir in unserer frühen Jugend musikalisch

völlig unterschiedliche Einflüsse

gehabt hätten. Während Raffi Nine Inch Nails

und Dr. Dre abfeierte, hing ich im Skatepark

Heuchelheim und hörte Millencolin oder Silverchair.

Damals habe ich Hiphop gehasst.

Und Moritz knutschte zum ersten Mal mit

seiner Freundin zu Bohemian Rhapsody von

Queen«, erzählt Schubert. Aus einer Bierlaune

heraus haben die drei Freunde vor einigen

Tagen jeweils ihr »All-Time-Favorites«-Album-Ranking

erstellt. Jeder hat zehn Lieblings-Alben

aufgeschrieben. Dabei gab es nur

zwei Übereinstimmungen. Die Radiohead-

Scheiben »OK Computer« und »KID A«.


»Beide sind musikalische Wunderwerke, die

in den späten 90ern unser Verständnis von

guter Musik geprägt haben«, sagt der Sänger

und erklärt, warum der neue Name so gut

passt: »Obwohl wir alle Ende 20 sind, fühlen

sich viele Menschen in unserem Umfeld

noch als Kids. Sie verbringen immer noch

durchkiffte Nächte vor der Playstation mit ihren

Jungs und geben das meiste Geld für Party

und Junkfood aus. Sie haben Angst vor Verantwortung

und nur das Ziel, unbeschwert

leben zu können. Viele Themen unserer

Songs handeln von einer Generation von Berufsjugendlichen,

Hedonisten und Individualisten.

Heimatlos und Spaß dabei«. OK stehe

in diesem Zusammenhang für die vielen

Möglichkeiten, sein Leben zu gestalten, so

dass es immer schwerer falle, sich für einen

Weg zu entscheiden. »Viele wollen sich alle

Möglichkeiten offenhalten. OK steht somit

auch für die Unentschlossenheit Gut oder

Schlecht zu sagen. Alles ist eben OK«, meint

Schubert, der weiß, dass eine Namensänderung

immer schwer ist, auch weil jona:S landesweit

schon eine Fan-Base hat. Aber, wenn

nicht jetzt, wann dann. Von der Gründungsformation

sind im sechsten Jahr nur noch

zwei Musiker dabei. »Wir verändern uns dadurch

ja nicht. Raffael und Moritz schreiben

weiterhin die Songs und ich die Texte. Der

Stil bleibt«, verspricht Schubert.

Schon im Herbst wird unter dem neuen Namen

ein Video erscheinen. Die Songs der

neuen Platte sollen allerdings wesentlich ausgefeilter

werden. »Wer die EP ›Grau‹ mochte,

wird auch das neue Album mögen«, sagt

Schubert, dessen Talent, Alltagssituationen,

Sorgen und Nöte seiner Generation pointiert

in tanzbare Reimform zu bringen, weiterhin

herauskommen wird. »Wir liefern gute Popmusik

– im positiven Sinne«, sagt er.

Ende Juli fahren die Musiker, die seit März

2011 in Köln wohnen, zum Videodreh in die

Alpen. Danach spielen sie Festivals, ehe sie

für 14 Tage durch Surf-Camps in Frankreich

bummeln – unplugged. »Dann steht schon

das Stadtfest an«, sagt Schubert, für den jeder

Auftritt in Gießen besonders ist. »Wir spielen

zum vierten Mal bei Green-Hill. Besitzer

Frank Loth hat uns von Anfang an unterstützt.

Ich habe ihm mal versprochen, dass wir jedes

Jahr bei ihm spielen. Und das wird so bleiben«,

sagt Schubert. Auch ein möglicher

Durchbruch wird das nicht ändern. Ob der

erfolgt? »Mal sehen«. 2013 werde ein wichtiges

Jahr, das Stadtfest sei dafür ein besonderer

Gradmesser. »Gießen ist kritisch mit uns. Die

Gießener kennen uns gut und hören ganz genau

hin.« mac

» Auf dem Stadtfest am Samstag, 18. August,

21.30 Uhr, Green-Hill-Bühne

Für reezee

geht's

bLickpuNkt

nach oben

»Ich werd mir einfach ein Auto kaufen, es muss ja nicht das schnellste sein. Ich

werd mein ganzes Geld verbrauchen, los fahr mit, ich lad dich ein.« Mit diesen lebensfrohen

Zeilen startet »Nach Süden«, ein echter Ohrwurm der Gießener

Power-Pop-Band Reezee. Pünktlich zum Stadtfest am 17. August ist die erste offizielle

Single der Gießener dann auch im Handel erhältlich. Schon ab Anfang Juli hat

der Song jedoch Einzug auf die Playlist von hr3 gehalten und war auch auf SWR3

zu hören. hr3-Moderator Gunnar Töpfer bezeichnete das Lied als »die potentielle

Sommerhymne 2012« von einer »Band, von der man noch viel hören wird«. Den

Rücken stärkt Reezee bei ihrer Veröffent lichung die Frankfurter Plattenfirma »Bellaphon«,

die die Scheibe auf den Markt bringt. Ein Musikvideo ist bereits abgedreht

und soll aller Voraussicht nach auf dem Musiksender »iMusicTV« zu sehen sein.

Wann das Album folgen wird, steht derzeit noch nicht fest. Angedacht ist ein Release

im Oktober. Der Kontakt zu »Bellaphon« kam über »ganz viele Umwege« zustande,

wie es Band-Kopf und Gitarrist Florian Neuber beschreibt. Gemeinsam mit

seinem ehemaligen Gitarrenlehrer und Unterstützer Henrik Loos, in dessen »BIG

G-Studio« Neuber etliche Songs für Reezee produziert hat, hatte das Nachwuchstalent

gemeinsam mit Loos Lounge-Musik für das Online-Label »Drizzly Music«

komponiert. Ein ehemaliger Mitarbeiter von dort arbeitet heute als A & R bei »Bellaphon«,

die in den 80ern zu den erfolgreichsten Indiependent-Labels Europas gehörten.

»Die fanden unsere Songs unglaublich stark«, erinnert sich Florian, »besonders

als sie uns live gesehen haben.« Die Macher der Plattenfirma seien nicht nur

von Frontfrau Marisa »Risi« Adams begeistert gewesen, sondern auch davon, was

die Band und vor allem Florian als Produzent und Ideengeber in ihren noch jungen

Jahren bereits auf die Beine gestellt haben. »Es ist ein krasses Gefühl, seinen Song

im Radio zu hören«, sagt Florian, insbesondere, »wenn man wie ich zwei Jahre in

Produktion und Ausarbeitung gesteckt hat.« Es sei ein toller Lohn und schweiße das

perfekte Bandgefüge bei Reezee nur noch weiter zusammen. Volle Kraft voraus

dürften »Reezee« damit »Nach Süden« und noch viel weiter steuern. »Es geht nach

Süden, komm steig ein«, singt »Risi« im Refrain. Aber gerne doch – schließlich hat

die Reise dieser vielversprechenden jungen Band gerade erst angefangen. sag

» Auf dem Stadtfest am Freitag, 21 Uhr, Ulenspiegel-Bühne; Sa., 16.30 Uhr , Westanlage

8/2012 streifzug 9


LickpuNkt

calamity Jane:

Frauenpower

in westernmanier

Als Frau in einer Männerdomäne ernst genommen werden? Die

Westernheldin Calamity Jane (1852 bis 1903) hat es geschafft.

Martha Jane schützte ihre kleineren Geschwister und versuchte,

die Familie über Wasser zu halten. Von 1867 an reiste sie in

Männerkleidern durch die westlichen US-Bundesstaaten und

ging Gelegenheitsjobs nach. Calamity Jane wusste sich unter den

Männern des Wilden Westens Respekt zu verschaffen: Sie rauchte,

trank, kaute Tabak und fluchte. Bald wurde sie zur Legende.

Kein Wunder also, dass sich die Rock’n’Roll-Girls von Calamity

Jane nach dieser Powerlady benannt haben. Denn seien wir mal

ehrlich: Mädchen in einer Rockgruppe stehen wenn am Gesang.

An der Gitarre und am Bass – und dann noch so versiert! – ist das

selten. Mit ihrem progressiven Alternative-Rock haben sich Oana

(Gesang), Nadja (Gitarre) und Kyra (Bass) schon eine große

Fangemeinde erspielt. Nicht zu vergessen Drummer Dirk, der

sich als einziger Mann zwischen den Ladies zu behaupten weiß.

Wahrscheinlich keine leichte Aufgabe.

» Freitag, 17. August, 19 Uhr, Ulenspiegel-Bühne

Maddog Moreti & Scid Dabeatsky:

Graffiti

trifft Surfen

10 streifzug 8/2012

Wenn der Begriff Beatboxen in Gießen

fällt, denkt man sofort an Scid Dabeatsky.

Wenn dann eine ordentliche Portion Johnny

Cash und Country-Gitarre dazu gibt,

hat man Maddog Moreti & Scid Dabeatsky.

Graffiti trifft auf Surfen, abgefahrene

Breakdance-Moves und HipHop auf

Rockabilly. Ob das neu ist? Eigentlich

egal, denn der Rockabilly-Rap der beiden

hat es knüppelhart in sich. Total abgefahren,

absolut außergewöhnlich und super

selbstironisch.

Die beiden Multitalente wissen jedenfalls,

wie man eine gute Show macht.

» Samstag, 18. August, 16 Uhr,

Ulenspiegel-Bühne



»

was? wann? wo?

Drei Tage. 80 Programmpunkte. Zehn Bühnen. Da verliert man

schnell den Überblick. Für all jene, die nichts verpassen wollen,

badabing

haben wir eine Karte und das Programm auf eine Doppelseite

gepackt – zum Ausschneiden, Falten, Mitnehmen.

» Samstag, 18. August, 20 Uhr, Mühlstraße

Mühlstr.

WC

Kirchenplatz »

WC

WC

Kaplansgasse

Katharinengasse

Löwengasse

Elefantenklo

Marktplatz

Kugelbrunnen

»

Mäusburg

»

Seltersweg

Schwätzer

»

Katharinengasse

WC

Sonnenstraße

Neuenweg

Plockstraße

»

budzillus

WC

» Sonntag, 19. August, 19 Uhr, Ulenspiegel-Bühne

WC

Bühne Hotspot Karussell Cocktail Wein WC Toiletten

WC


Freitag/Samstag: 11.00 – 1.00 Uhr (Bühnenprogramm bis 23.00 Uhr),

Sonntag: 11.00 – 21.00 Uhr

00.30 Weltrekorder (im Keller) » Seltersweg 55

Öffnungszeiten:

21.30 OK KID (jona:S) � » Mühlstraße

23.00 Elfmorgen (im Keller) � » Seltersweg 55

Parken: Kostenlos parken können Sie in der Tiefgarage des Rathauses oder

auf dem Messeplatz (ca. neun Minuten Fußweg in die Innenstadt). Auch

sind die meisten Parkhäuser in der Innenstadt länger geöffnet. Beachten

Sie bitte, dass die Johannesstraße und die dortigen Parkplätze während

des Stadtfestes gesperrt sind. Die Zufahrt zum Johannes-Stift und zur Tiefgarage

der Sparkasse erfolgt über die Neuen Bäue.

21.00 Linger Band » Kaplansgasse

21.00 Gasmac Gilmore » Seltersweg 55

21.00 Reezee � » Seltersweg 55

20.15 SuperPhonix » Westanlage

21.00 Soneros de Verdad (Musik aus Kuba) » Kirchenplatz

Für alle Nachtschwärmer: Die Nachtbuslinien Venus und Saturn verkehren

von 0.30 Uhr bis 4.30 Uhr. Weitere Informationen erhalten Sie

im infoZentrum in der Schulstraße, Tel. 06 41/7 08-14 00.

20.00 Familie Hossa (deutscher Schlager) � » Westanlage

21.00 KK’nZ feat. Inga Rumpf (Rockmusik) � » Kirchenplatz

20.00 Badabing � » Mühlstraße

20.15 Paul Simpson Project (Soulmusik) � » Neuenweg

20.00 Limo Rockt » Kaplansgasse

20.00 Emilio (Italien Life) » Neuenweg

19.00 Arlitos Way » Mühlstraße

20.00 Gregor Meyle � » Plockstraße

19.00 Calamity Jane � » Seltersweg 55

20.00 The 2nd Generation » Plockstraße

19.00 Party-Hits von Abba bis Zappa » Katharinenplatz

19.00 Sep7ember � » Seltersweg 55

Zusätzlicher Linienverkehr der SWG: Damit die Besucher des Stadtfests

sicher nach Hause kommen, bietet die Stadtwerke wieder ein zusätzliches

Busangebot an. Alle Stadtbuslinien sind bis Ende des Stadtfestes im

Einsatz. Bis etwa 23.30 Uhr verkehren die Stadtbusse nach regulärem

Fahrplan. Am Freitag und Samstag fahren alle Stadtbusse zusätzlich um

0.30 Uhr und um 1 Uhr ab Haltestelle Marktplatz ab. Die Linie 800 fährt

bis zur Weststadt. Die Zusatzbusse der Linie 24 starten um 0.30 Uhr

sowie um 1 Uhr ebenfalls vom Marktplatz und fahren bis Heuchelheim,

Haltestelle Kinzenbach/Kirche. Das Linientaxi pendelt in Richtung

Sandfeld und Petersweiher.

18.00 Ice Birds (Rock & Pop-Covers) » Westanlage

18.30 Maila (Popmusik aus Brandenburg) » Kirchenplatz

18.15 Captain Overdrive » Westanlage

18.30 Oldies » Kirchenplatz

19.00 Budzillus � » Seltersweg 55

18.00 Ohlala – Partypower » Katharinenplatz

18.00 DJ und Geigenbegleitung » Wolkengasse

18.00 Kingka Band » Wolkengasse

18.00 J’unique and the Replaceables » Mühlstraße

19.00 Sophisticated Butcher Fingers » Kaplansgasse

19.00 Livercheese Booth Corporation » Westanlage

17.30 Passione Italiana » Sonnenstraße

18.00 Tobias Wessel (Akustik-Rock) » Kaplansgasse

18.00 Gos Pop (Gospel, Pop, Rock & Soul) » Neuenweg

18.00 Q Square » Kaplansgasse

17.45 Survey (Rock) » Westanlage

19.00 Jim Kahr (Bluesmusik) » Kirchenplatz

16.00 Eröffnung des 28. Stadtfestes » Kirchenplatz

16.00 After-Work-Party » Plockstraße

17.30 Passione Italiana » Sonnenstraße

17.30 Jonathan Kluth » Seltersweg 55

17.00 NEOH � » Kirchenplatz

17.00 Miller & Heath & Friends » Plockstraße

12.00 Stimmungsmusik mit Hermann Wolf » Katharinenplatz

12.45 7. Gießener Tag der Kulturen » Kirchenplatz

17.00 Wunschmelodien » Katharinenplatz

17.00 Tess Wiley Band � » Plockstraße

16.30 The Joy Over The Lost Penny � » Seltersweg 55

16.40 Campaign like Clockwork (Rockmusik) » Westanlage

Freitag, 17. August

16.30 Reezee � » Westanlage

17.00 Flowi & Friends » Mühlstraße

16.00 Passione Italiana » Sonnenstraße

16.00 Bag in Box (Blues- & Rockklassiker) » Kaplansgasse

» Samstag, 18. August, 19 Uhr, Ulenspiegel-Bühne

15.00 Crosswise » Kaplansgasse

16.00 Maddog Moreti & Scid Dabeatsky � » Seltersweg 55

15.30 Start des »14. Run’n’Roll for Help« » Brandplatz

15.35 Aera 07 (Rock-Pop) » Westanlage

Sep7ember

15.00 Chicago Five (Swing bis Bebop) » Plockstraße

15.00 Schlager und Country-Highlights » Katharinenplatz

14.30 Musikzentrale Gießen (div. Formationen) » Westanlage

15.00 Thomas-Kraft-Band mit Sängerin Mel » Katharinenplatz

13.00 Stimmungsmusik im Biergarten » Katharinenplatz

15.00 reimtext (Songs in hessischer Mundart) » Kirchenplatz

13.00 Kinder! Kinder! (Kinderprogramm) » Kirchenplatz

14.00 Colours of Rock » Plockstraße

12.00 Cu Next » Kaplansgasse

13.00 Buttermarket Blues Band » Kirchenplatz

12.00 André Vonderheid » Kaplansgasse

12.00 Original Münchholzhäuser Blaskapelle » Westanlage

11.00 Mr. Starlight & Band » Katharinenplatz

12.00 Squaredance – Lahn River Wheelers » Kirchenplatz

11.00 Thomas-Kraft-Band » Katharinenplatz

12.00 Sweet Horizon » Kirchenplatz

9.00 Drachenboot-Cup des RC Hassia » Auf der Lahn

10.30 Zumba für alle – live, draußen, kostenlos » Kirchenplatz

11.00 StadtFestGottesdienst »bunt verbindet« » Kirchenplatz

11.00 Fanfarenzug Zauberklang » Kaplansgasse

Samstag, 18. August

Sonntag, 19. August


Brad Shaw schreibt exklusiv Kolumnen

für den streifzug. Normalerweise veröffentlicht

der Journalist sie im Netz auf

www.bradsticks.com. Sein Blog befasst

sich mit Lifestyle, Fashion, Musik, Promis

und Kultur – und immer wieder mit

der Suche nach Mr. und Mrs. Right.

Ich kannte sein Fertighaus mit Garten bereits von

Facebook; sein getuntes Auto überholt mich auf

dem Weg zur Arbeit täglich auf halber Stecke;

seine Frau konnte ich noch nie leiden. Schon

damals nicht. 1992, als wir die Fahrt im Schulbus

regelmäßig mit mäßig guten Gesprächen gemeinsam

hinter uns brachten. So mäßigte ich mein

inneres Verlangen, ihm gelangweilt einen Drink

über die Hose zu kippen, und sagte einfach, was

man auf Stadtfesten so sagt: »Was machst du so?«

Im Jahr 2012 wissen wir alles. Speziell über Menschen,

die wir seit der letzten Sandkastenprügelei

im Kindergarten nicht mehr gesehen haben, die

uns allerdings versehentlich in einem sozialen

Netzwerk als Freund hinzugefügt haben. Normalerweise

gibt es der Flut aus Lebensereignissen von

Leuten aus einem vorherigen Leben auch nicht

viel mehr hinzuzufügen als ein freundliches »Gefällt

mir!«, zumindest bis wir die harten Fakten von

sonnigen Gemütern hart aber herzlich und vor

allem persönlich serviert bekommt. Beispielsweise

auf einem Stadtfest, jenem El Dorado für Menschen,

die ihren Geltungsdrang nur ungern bis

zum nächsten Klassentreffen in fünf Jahren mäßigen

können oder wollen.

Im wörtlichen Sinne nüchtern betrachtet haben

Stadtfeste trotzdem etwas von improvisierten Klassentreffen

bei billigen Getränken, wenn wir zu Hits

aus alten Zeiten anstoßen, die im Regelfall von aufgekratzten

Cover-Bands dargeboten werden. Wer

glaubt, dass die Bande jugendlicher Verzweiflung

sich so einfach trennen lässt, wird eines Besseren

belehrt: An jeder Frittenbude treffen wir Würstchen,

die uns bereits auf den Unterstufenpartys in

der Schulturnhalle auf den Senkel gegangen sind.

Noch häufiger treffen wir aber jene, die irgendwann

weggezogen sind, um etwas zu werden oder

etwas zu sein. Etwas Besseres, versteht sich. Und

wir treffen jene, die zwar noch immer nur 500 m

Mittelstufen-

Liebe

Luftlinie weit von uns entfernt wohnen, denen wir

aber nie im Supermarkt begegnen – und meistens

glücklich damit sind. Tritt der Ernstfall zwischen

Bierbänken und Stadtsparkasse schließlich ein,

schlucken wir die Fritten und stellen uns den

Würstchen. Denn im Gegensatz zum Supermarkt

gilt das schnell improvisierte Gespräch mit der

Frau hinter der Wursttheke auf einem Stadtfest niemals

als Ausrede, die überflüssigen Unterhaltung

zu umgehen. Reden ist Silber, wer schweigt, der

schmollt. Deshalb setzten wir auf Stadtfesten unser

schönstes Lächeln auf, gehen strahlend auf ehemalige

Kindergartenfreunde, Schulfreunde oder

Ex-Freunde zu und sprechen unrühmlich drei berühmte

Sätze, auf die folgende drei Eigenschaften

zutreffen: erwünscht, erprobt, ermüdend.

1.) Wie geht’s dir so? 2.) Was machst du so? Und:

3.) Wir sehen uns – spätestens auf dem nächsten

Stadtfest!

Die Antworten sind zumeist so klar wie Kloßbrühe,

nur leider nicht so nahrhaft. Zumindest nicht für

das eigene Ego, das sich angesichts der Pommes

im Hals fast der Bulimie ergeben will. Denn natürlich

geht es den ehemaligen Kindergartenfreunden,

Schulfreunden und vor allem den Ex-Freunden

unglaublich gut. Natürlich klettern sie zwischen

Hausanbau, Spritztour mit der Frau und Urlaub auf

der Yacht unaufhaltsam die Karriereleiter hoch.

»Mehr kann ich dir ja vielleicht demnächst berichten.

Bestimmt schon auf dem nächsten Stadtfest,

hoffe ich!«

Statt Feststimmung ist dann erstmal Frustsaufen angesagt,

weshalb Stadtfeste sich üblicherweise bester

Umsätze erfreuen. Denn hat sich das Gespräch

erst gesetzt, finden wir uns mit dem Ärger der eigenen

Existenz konfrontiert.

Ich kam nicht umhin mich zu fragen: Wenn nur

die Harten in das Fertighaus mit Garten kommen,

brAD ShAwS kOLuMNE

sind wir einfach zu lasch? Die Antwort ist meist

sonnenklar, sobald wir die Extraportion Sonne abziehen.

Die holen sich durchschnittliche Festbesucher

außerhalb der Stadtfeste im Solarium, um

über alle Schatten hinwegzutäuschen, die sich

unter Markisen an Garteneingängen von Fertighäusern

zusammenbrauen. Denn wir sind ihre Spiegel

wie sie unsere sind. Und diese Spiegel zeigen nicht

unbedingt nur das Schönste im ganzen Land.

Natürlich ist das Haus auf Raten gekauft, das Auto

geleast und die Frau bereits dreimal mit einem

ehemaligem Kindergartenfreund, Schulfreund oder

im schlimmsten Fall mit ihrem Ex-Freund durchgebrannt

– in diesem Jahr. Weil es uns zu süß gespritztem

Apfelwein besonders leichtfällt, die Notlügen

der anderen mit einem freundlichen »Gefällt

mir!« zu beantworten, belassen wir es dabei.

Die ehemaligen Kindergartenfreunde, Schulfreunde

und manchmal auch Ex-Freunde beantworten

unsere Notlügen dann gleichermaßen mit dem

gönnerhaften »Gefällt mir!«. Ist auch völlig in Ordnung

so. Wer schenkt seinem Gegenüber im Web-

2.0-Zeitalter schon gern reinen Wein ein?

Heute ist sowieso alles gephotoshoppt, getuned

und als Konzentrat erhältlich, selbst Apfelaroma.

Kennen wir auch von Weihnachtsmärkten nicht

anders. Hauptsache heiß und glühend – wie unser

Unterstufenschwarm vor 20 Jahren. Der ist nämlich

auch auf dem Stadtfest unterwegs – von der

Ehe gezeichnet, von den Kindern genervt und

gegebenenfalls mit doppelter Körperfülle nach

täglichem Frustsaufen plus Frustfressen.

Endlich ergibt es Sinn, auf Stadtfesten unterwegs

zu sein. Wir sind nicht nur da, um uns gegenseitig

aus unseren Märchenbüchern vorzulesen. Eigentlich

sind wir da, um den einen Schwarm zu sehen,

der uns auf der Unterstufenparty in der Schulturnhalle

nicht in die Arme geschlossen, sondern im

Gerätelager eingesperrt hatte, bis uns der aufgekratzte

Putztrupp fand.

Wir gehen strahlend auf ihn zu und sprechen lieblich

die drei nur scheinbar lüsternen Lügen aus, auf

die folgende drei Eigenschaften zutreffen: halbherzig,

heuchlerisch, hämisch.

1.) Wow, siehst du gut aus! 2.) Wie machst du das

nur? 3.) Wir können uns ja mal wiedersehen, vielleicht

auf einen Kaffee? Spätestens beim nächsten

Stadtfest!

Während wir noch höflich sprechen, denken wir

heilfroh: »Zum Glück ist dieser Kelch an mir vorbeigegangen.«

Belassen wir es dabei – bis zum

nächsten Stadtfest!

Brad Shaw

8/2012 streifzug 13


AMpENLicht

Der

theater-

macher

Heiner Goebbels (59) ist Professor für Angewandte Theaterwissenschaft an der Justus­Liebig­

Universität – und einer der bedeutendsten Vertreter des modernen Musiktheaters. Der klassisch

ausgebildete Musiker und diplomierte Soziologe lebt seit den frühen 70ern in Frankfurt.

Er begann seine Karriere als experimenteller Musiker, komponierte schon bald für Theater

und Film und schrieb Hörstücke. Seine Bühnenwerke werden weltweit aufgeführt. Goebbels

ist vielfach ausgezeichnet worden. Im September erhält er für sein Lebenswerk in Oslo den

Internationalen Ibsen­Preis, den »Nobelpreis des Theaters«. Heiner Goebbels ist auch Intendant

und künstlerischer Leiter der Ruhrtriennale 2012 – 2014, ein internationales Festival der

Künste. Deshalb ist das Ruhrgebiet derzeit sein zweites Zuhause.

14 streifzug 8/2012

Foto: pm


Herr Goebbels, woran arbeiten Sie gerade?

HG: Ich versuche, das Arrangement eines

Popsongs umzustricken. Er stammt von der

Gruppe The Bird and the Bee und ist Teil

des Stücks »Wenn the mountain changed

its clothing«. Es hat Ende September auf der

Ruhrtriennale seine Welturaufführung und

geht dann auf Tournee in verschiedene

europäische Städte, unter

anderem Graz, Maribor,

Paris, Brüssel, Luxembourg,

Amsterdam und

Hannover. Heute proben

wir gerade mit einem

Chor aus 40 Mädchen, alle zwischen zehn

und 20 Jahre alt und aus Maribor in Slowenien,

der europäischen Kulturhauptstadt

2012.

Ich dachte, Sie sitzen an »Europeras 1 & 2«,

mit der Sie die Ruhrtriennale am 17. August

in Bochum eröffnen?

HG: (lacht) Das war letzte Woche. Mein

Leben ist zurzeit relativ kurzatmig. Wir

haben jetzt zwei Wochen an »Europeras«

geprobt. Vor allem die ständige Verwandlung

der Bühnenbilder ist eine gigantische

Herausforderung. 25 Menschen, meistens

Studenten, helfen uns im Rhythmus von

zwei bis drei Minuten insgesamt 30 Bühnenbilder

auf- und abzubauen. Das geht

zurück auf eine Idee von John Cage, von

dem die Oper stammt und der das Genre

Oper in alle Einzelteile zerlegt und ihnen

ein Eigenleben zugesteht. Hier haben wir

jetzt erst mal mit dem Eigenleben der Bühnenbilder

gearbeitet, nächste Woche geht

es wieder weiter mit den Sängern.

Können Sie das Stück einem Laien in wenigen

Sätzen erklären?

HG: Cage macht das total raffiniert und radikal.

Er greift auf den europäischen Opernfundus

zurück, der 300 Jahre alt ist und in

dem alles zusammengeschweißt wurde,

was sich die europäische Kulturgeschichte

auf der Bühne vorstellen konnte. Und das

befreit er aus seinen Zusammenhängen.

Plötzlich wird aus diesem alten Material

etwas völlig Neues, eine ungehörte Musik,

eine Leichtigkeit, eine große Freiheit. Es

gibt viel zu entdecken.

Cage mutet seinen Zuhörern viel zu, das

tun Sie ja offenkundig auch.

HG: Nein, ganz im Gegenteil. Ich verschaffe

dem Publikum das Vergnügen, dass es

immer etwas zu entdecken hat. Die Arbeiten,

die wir zeigen, sind fast alle neue

Arbeiten. Und vor diesen neuen Arbeiten

sind wir alle gleich. Wir haben zum Beispiel

eine Kinderjury, 100 Kinder im Alter

»Mein Leben ist zurzeit

relativ kurzatmig«

von 12, 13 Jahren aus der ganzen Region.

Die werden uns am Ende des Festivals

sagen, was die langweiligste und was die

spannendste Produktion war.

Sie haben viele Gesichter, wenn man so

sagen darf: Musiker, Komponist, Hörspielautor,

Regisseur und Professor. Gibt es ein

Standbein, mit dem Sie

sich am ehesten identifizieren,

gibt es ein Spielbein,

das Ihnen besonders

lieb ist, oder ist das

alles gleichwertig?

HG: Was Sie da aufzählen, findet ja nicht

alles gleichzeitig statt. Das bündelt sich

jetzt etwas, denn ich habe meine Lehre in

Gießen wegen der Ruhrtriennale nicht

aufgegeben, sondern nur reduziert auf das

halbe Lehrdeputat. Ich bin auch in der

nächsten Woche wieder einige Tage zur

Abschlusspräsentation

meines szenischen Projektes

in Gießen. Mein

Hauptstandbein ist tatsächlich

die Musik. Aber

auch da wo es nicht um

Musik geht, geht es immer auch um Rhythmus,

um Kontrapunkte, um Komposition im

weitesten Sinne.

Wenn ich mir Ihre Biografie anschaue: Sie

sind nicht nur Musiker, sondern auch Soziologe.

Sie haben kurz nach 68 in Frankfurt

studiert. Hat Ihr künstlerisches Werk

eine gesellschaftskritische Komponente?

»Das Publikum muss

Neues entdecken«

rAMpENLicht

HG: Mich interessiert nie einfach nur ein

Klang oder ein Text. Mich interessiert natürlich

auch immer das gesellschaftliche

Drumherum. Wie kommt etwas zustande,

wie sind die Arbeitsbedingungen, unter

denen man versucht, etwas auf die Bühne

zu stellen? Das ist ein Interesse, das sich

auch in der Ästhetik wieder abbildet.

Würden Sie sich als politischen Menschen

bezeichnen?

HG: Meine Arbeit wird vielleicht als politisch

verstanden. Ich bin zwar ein leidenschaftlicher

Institutionskritiker, auch bei

der Arbeit. Ich bin aber nicht jemand, der

politische Botschaften austeilt.

Apropos Politik: Beim Namen Goebbels

zuckt man unwillkürlich zusammen…

HG: Eine biografische Verbindung zum

Propagandaminister des Dritten Reiches gibt

es nicht. Ich hatte zwar

einen Onkel, der Joseph

hieß. Aber der war nicht

mit dem anderen Joseph

verwandt. Und inzwischen

gibt es ja manchmal

diesen merkwürdigen Umkehrschluss.

Manche glauben, der Nazi Goebbels hätte

Heiner mit Vornamen geheißen. Als der

Film »Der Untergang« herauskam, gab es

im Internet eine News-Seite, da stand unter

einem Foto von der Familie Goebbels: »Heiner

Goebbels verübte mit seiner gesamten

Familie Selbstmord«. Da habe ich etliche

Beileid-Emails bekommen.

Eines von 30 Bühnenbildern, die in »Europeras 1 & 2« zu sehen sind.

Foto:

8/2012 streifzug 15


AMpENLicht

Das sagt einiges über ihren Bekanntheitsgrad

aus…

HG: Oder über die Geschichtslosigkeit

einer Generation, für die das Dritte Reich

sehr weit weg ist.

Sie sind seit 1999 Professor für Angewandte

Theaterwissenschaft an der Justus-

Liebig-Universität. Wie sind Sie nach

Gießen gekommen?

HG: Das ging hin und her. Ich wurde vom

damaligen Universitätspräsidenten Heinz

Bauer angesprochen und begann mich für

die Stelle zu interessieren. Gießen hatte ja

schon in der Ära seines Gründers Andre

Wirth eine Ausstrahlung in den experimentellen

Theaterkreisen und einen guten Ruf.

Und ich kannte das Institut über eine Gastprofessur,

habe dann aber doch in der letzten

Sekunde meine Be-

werbung zurückgezogen,

weil ich nicht wusste, ob

das tatsächlich mit meiner

künstlerischen Arbeit

zusammengeht. Dann

machten aber die Studenten, die mich über

die Gastprofessur kannten, eine Unterschriftensammlung.

Und plötzlich standen

sie in Frankfurt mit ihren Unterschriften vor

meiner Tür. Da wusste ich: Jetzt musst du es

wohl machen. Ich tue ja immer, was man

mir sagt (lacht). Und ich habe es nie bereut.

Das muss ich dazusagen. Ich bin da sehr

glücklich.

Wie arbeiten Sie mit den Studierenden?

HG: Ich forsche mit Ihnen zusammen. Ich

zeige ihnen nicht, wie es geht. Denn wenn

sie etwas Neues herauskriegen wollen –

etwa, wie das Theater in der Zukunft aus-

»Ich bin in Gießen

sehr glücklich«

»Europeras 1 & 2«

16 streifzug 8/2012

sehen könnte – dann muss man für alles offen

sein. Bei diesem Forschen versuche ich,

ihnen ein großes Vertrauen in die einzelnen

Theaterkünste zu geben. Ein selbstständiges

Vertrauen, das zum Bei-

spiel das Licht oder den

Raum oder die Musik

nicht darauf reduziert, ein

Drama zu illustrieren,

sondern das sie tatsächlich

als jeweils eigene Kunstform stark

macht. Im letzten Semester habe ich zum

Beispiel ein Projekt zu »Klanginszenierungen«

gemacht, im Semester zur Arbeit mit

Licht. Jetzt mache ich gerade eines über das

Inszenieren von Texten. Da geht es immer

genau darum, ein Element aus den Zusammenhängen

zu isolieren, in denen es jahrhundertelang

eingebunden war. Um herauszubekommen,

ob

man zum Beispiel nur

mit Licht oder nur mit

den Mitteln des Klangs

eine ganze Aufführung

gestalten kann. Ich versuche

den Studierenden zu helfen, diese

Elemente neu zu sehen und sie neu

zusammenzusetzen.

Sie machen das sehr erfolgreich. Im vergangenen

Jahr haben Sie den Preis »Exzellenz

in der Lehre« des Landes Hessen

bekommen.

HG: Worüber ich mich sehr gefreut habe.

Im Oktober erhalten Sie in Oslo für Ihr

Lebenswerk den renommierten Ibsen

Award. Seit März sind Sie Ehrendoktor der

Universität Birmingham. Was bedeuten

Ihnen diese Auszeichnungen?

»Licht, Raum und Musik

sind eigene Kunstformen«

Bei der Ruhrtriennale inszeniert

Heiner Goebbels

zur Eröffnung John Cages

Monumentalwerk »Europeras

1 & 2«. Die »Oper der

Wandlungen« besteht aus

64 Arien verschiedener

Komponisten, die nach dem

Zufallsprinzip neu montiert

und teils gleichzeitig gesungen

werden. Dazu gibt es

32 Bühnenbilder, die im

schnellen Takt wechseln.

»Einer der genialsten und

radikalsten Opernentwürfe

in Europa«, nennt Goebbels

das Stück. Sechs Aufführungen

ab dem 17. August

in der Jahrhunderthalle

Bochum (alle ausverkauft).

HG: Ach, wenn man in der Arbeit steckt,

sind sie schnell wieder vergessen. Aber

wenn ich zurückschaue, ist es natürlich

auch eine schöne Bestätigung für den Weg,

den ich gegangen bin.

Als Theatermacher das

Publikum nicht zu unterfordern,

zum Beispiel.

Oder auch: mir Zeit zu

lassen, nicht jedes Jahr

ein Stück zu machen, sondern vielleicht nur

alle zwei, drei Jahre. Mein letztes Stück ist

aus dem Jahre 2008. In der Lehre ist die

Auszeichnung eine Bestätigung dafür, mit

den Studierenden quasi auf Augenhöhe zu

forschen und sie nicht darüber zu belehren,

wie Theater auszusehen hat.

Warum sind denn Ihre Musiktheaterstücke

in Deutschland so selten zu sehen?

HG: Es hat einen ganz einfachen institutionellen

Grund. Die Theater in Deutschland

müssen mit ihrem Ensemble ihr Repertoire

bedienen. Ihnen fehlt das Geld für Gastspiele.

Es kommen also nur Festivals infrage,

und in dieser Größenordnung gibt

es in Deutschland sehr wenige: Berlin, vielleicht

München, jetzt die Ruhrtriennale.

Außerdem fällt es mir sehr schwer, in

Deutschland zu produzieren, weil ich eine

andere Struktur brauche. Ich kann im

Rhythmus eines Repertoire-Betriebs nicht

meine Stücke erfinden. Dazu brauche ich

eine Laborsituation.

Noch mal zu Gießen: Welches besonders

schöne Erlebnis verbinden Sie spontan mit

der Stadt?

HG: (längere Pause) Eine Performance. An

dem kleinen Fluss in der Stadt. Jetzt fällt mir

der Name nicht ein.

Die Wieseck?

HG: Genau! Es war im letzten Sommer,

eine nächtliche Performance von den Studierenden

meines Projekts »Lichtinszenierungen«

– da schwammen plötzlich Formationen

von Leuchtkörperchen. Die

Sterne am Himmel schienen durch die

Wieseck zu fließen. Sehr poetisch, sehr be-

eindruckend.

Ihr Lieblingsplatz in Gießen?

HG: Die Probebühne. Oder besser: Die

neue Probebühne, die bis Ende 2015 hinter

dem Uni-Hauptgebäude entstehen soll.

Ihre Visionen für die kommenden Jahre?

HG: Habe ich nicht. Meine ganze Biografie

ruht nicht auf Visionen, sondern auf Chancen,

die mir plötzlich eröffnet wurden und

die ich dann ergriffen habe. Stephan Sippel


App­gefahren

»Reisen veredelt den Geist und räumt mit Vorurteilen

auf«, schrieb einst Dichter Oscar Wilde. Hätte es das

Internet und den Mobilfunk zu seiner Zeit bereits gegeben,

er hätte eine Reise mit ziemlicher Sicherheit auf diesem

Weg geplant, mit dem neuesten Smartphone in der Hand. Eine

Stufe unter der echten Reise steht heute das Bedürfnis, möglichst

schnell und günstig von einem Ort zum anderen zu gelangen. Da

die Preise an den Tankstellen stets steigen und auch von der Deutschen

Bahn keine Wunder zu erwarten sind, erlebt seit den Nullerjahren

die Mitfahrgelegenheit eine Renaissance. Was früher am

Schwarzen Brett gehandelt oder von Mitfahrzentralen vermittelt wurde,

läuft nun individuell über das Netz. Der nach eigener Aussage

größte Anbieter mit 3,7 Millionen registrierten Nutzern ist Mitfahrgelegenheit.de,

das seinen Apps kürzlich eine Frischzellenkur verpasst

hat. Rund eine Million Mitfahrgelegenheiten

sollen jeden Monat vermittelt

werden. Die Vorteile, dies mobil zu tun,

liegen auf der Hand, denn der stationäre

Rechner muss nicht mehr sein, stattdessen

bietet die App fast alle Funktionen der

Website. Gewünschte Strecke mit akzeptablem

Umkreis eingeben. Datum eingrenzen.

Fertig. Die ausgespielte Liste ist

übersichtlich und bietet alle notwendigen Daten. Zugriff auf das

Buchungssystem, das bargeldlosen Transfer ermöglichen soll, besteht

ebenfalls, die Regel wird aber die Zahlung nach Fahrtende sein. Das

Beste: Um eine Mitfahrgelegenheit zu finden, muss man nicht

angemeldet sein. Für Fahrtanbieter ist die Registrierung Pflicht, das

Erstellen einer Fahrt ist leicht. Es entfällt zudem das lästige Log-in,

um eine neue Fahrt zu erstellen oder eine zu editieren. Schade ist,

dass das Profil nicht in der App geändert werden kann, sondern nur

über den Browser. Ein Feature, das bei der kostenlosen App aber zu

verschmerzen ist. Der Funktionsumfang in den Versionen für iOS

und Android unterscheidet sich nicht. Das Prinzip Mitfahrgelegenheit

ist tausendfach erfolgreich erprobt – ob eine Fahrt wirklich

klappt, kann die App aber nicht beeinflussen. Dem Dandy Oscar

Wilde wäre das vielleicht dann doch nicht exklusiv genug gewesen.

www.mitfahrgelegenheit.de one

Magazin für Stadt und Landkreis Gießen

Zum Stadtfest:

Jonas Schubert kommt mit

seiner Band, neuem Namen

und fettem Plattenvertrag

in die Heimat zurück

meets

streifzug

Stadtgespräch

Premiere: Erster

CSD Mittelhessen

in Gießen auf dem

Kirchenplatz. Seite 18

Sportwelt

London 2012: Wir

schießen mit unserem

Olympiateilnehmer

Julian Justus. Seite 40

5. Jahrgang Jahrgang · 8/2012 8/2012

Phänomenale Texte

MEDiAthEk

Bosse - Wartesaal (2011): Wenn man die nationale Musiklandschaft

betrachtet, kommt man an einem Künstler

kaum vorbei: Bosse. Spätestens mit seinem Auftritt beim

BuViSoCo 2011 mit dem Song »Frankfurt Oder« (Feat.

Anna Loos) ist sein Name in aller Munde. Dahinter versteckt

sich der sympathische, Anfang 30-jährige Axel

Bosse. Sympathisch machen

ihn vor allem seine

großartig ehrlichen Texte.

In diesen schafft er es, herrliche

Bilder in die Köpfe der Zuhörer

zu pflanzen. Bosse gelingt dies mit

Alltagsgeschichten, die ohne viel

Kitsch und hohle Phrasen auskommen.

Verschrobene Metaphern oder

platte Aussagen findet man hier

nicht, dafür ehrliche Musik!

»Wartesaal« ist sein aktuelles Werk.

Im Gegensatz zu den Vorgängeralben »Kamikazeherz« (2005),

»Guten Morgen Spinner« (2006) oder »Taxi« (2009) ist es deutlich

ruhiger und homogener. Konkret durch weniger Rock und Rotz in

der Stimme sowie in der Musik. Klavier und Streicherarrangements

bestimmen die Pop-Rock-Platte. Von tollen minimalistischen Balladen

wie »Nach Haus« oder »Nächsten Sommer« bis hin zu vorwärts

gehenden Nummern, wie »Roboterbeine« oder »Metropole«.

Insgesamt ist es ein tolles Album, in das man sich schnell reingefunden

hat. Geblieben sind die phänomenalen Texte, wie im Titeltrack

»Wartesaal«: »Wir sitzen im Wartesaal zum Glücklichsein.«

Aktuell sitzt er an einem neuen Album das voraussichtlich noch

Ende 2012 erscheinen wird.

streifzug

Werde Freund und

erfahre täglich, was in

deiner Stadt passiert

und was im Nachtleben

angesagt ist!

Für den streifzug gehört von …

NEOH. Die junge Band aus Gießen macht ehrliche Rock-

Musik. Seit der Gründung 2009 blicken die fünf Anfang bis

Mitte Zwanzigjährigen auf Konzerte mit Wir sind Helden,

Juli, Culcha Candela, The Hives und vielen mehr zurück.

Seit 2010 sind sie Fördermitglied der VW Soundfoundation.

Im Januar erschien ihr erster Tonträger. www.neohonline.de

@

8/2012 streifzug 17


cSD-Debüt in Gießen

Männer, die im Seltersweg Händchen halten, oder Frauen, die sich am Kirchenplatz küssen,

müssen schon ein dickes Fell haben. Nicht selten ernten sie böse Blicke und dumme Sprüche.

Gießen ist eben keine Großstadt, wo diese Probleme für Schwule, Lesben, Bisexuelle oder

Transpersonen längst geringer geworden sind oder man sich in der Anonymität verstecken

kann. »Da in Mittelhessen viele Menschen mit unterschiedlichen Orientierungen leben, die

nicht der allgemeinen Norm entsprechen, möchten wir die Akzeptanz vergrößern«, sagt

Holger Kleinert von der Aidshilfe. Zu diesem Zweck wird am 1. September in Gießen der

erste Christopher Street Day Mittelhessen stattfinden. Eine Demonstration durch die Innenstadt,

ein Straßenfest auf dem Kirchenplatz und eine Abschlussparty in der Ess­Bahn sollen

auf das queere Leben in der Stadt hinweisen. Um ein buntes Fest feiern zu können, haben

sich die Veranstalter illustre Gäste eingeladen und hoffen auf viele Besucher aus der Region.

Eine Kundgebung sowie eine Talkrunde sollen dem CSD aber auch einen politischen Anstrich

verleihen. Schirmherrin ist Gießens Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe­Bolz.

»Mit Freude habe ich die Schirmherrschaft

für den Gießener CSD übernommen, denn er

ist ein weiterer Beleg für eine wunderbare

Eigenschaft unserer Stadt, eine Eigenschaft,

die den besonderen Reiz Gießens ausmacht:

Hier sind Menschen mit unterschiedlichsten

18 streifzug 8/2012

und stets individuellen Lebensentwürfen zu

Hause. Hier lebt man zusammen, hier lebt

man miteinander – und eben nicht nebeneinander

her. Da liegt es nahe, diese Weltoffenheit

gemeinsam auf die Straße zu bringen

und offen für ein respektvolles Miteinander

einzutreten«, schreibt Grabe-Bolz in ihrem

Grußwort. »Unsere Welt ist deshalb so reich,

weil sie so bunt ist und für alle einen Platz

bereithält. Ich hoffe, dass mit dem diesjährigen

CSD eine lange Tradition begründet

wird.«


Das Motto dieses ersten CSD Mittelhessen, der am 1. September um

12 Uhr am Rathaus mit einer Demonstration durch die Innenstadt

beginnen wird, lautet »Queer denken! Bunt leben!«. Geplant ist, dass

der Veranstaltungsort in Zukunft von Jahr zu Jahr wechselt, sodass

möglichst alle Städte der Region (u.a. Marburg, Wetzlar, Friedberg)

eingebunden werden. Das Ende der Demo soll eine Kundgebung auf

dem Kirchenplatz bilden, zu der sich neben der Oberbürgermeisterin

u.a. auch der ehemalige Marburger Bernd Aretz angesagt hat. Der

Rentner, Autor und Jurist war schon früh der Schwulenbewegung

verbunden. HIV politisierte ihn Mitte der 1980er. In der Folge arbeitete

er ehrenamtlich auf allen Ebenen der Aidshilfe und ist heute Mitglied

des Nationalen Aidsbeirates.

Gegen 14 Uhr soll dann an Ort und Stelle ein buntes Straßenfest mit

Live-Musik starten, das durch verschiedene Info-Stände und diverse

Workshops (z.B. Homophobie im HipHop oder Schwulsein im Alter)

abgerundet wird. Durch das Programm wird die Drag Queen und

Travestiekünstlerin Jessica Walker aus Frankfurt führen. »Ich freue

mich sehr, mal wieder nach Gießen zu kommen«, ließ sie bereits auf

Facebook wissen.

Sie wird die Ehre haben, tolle Künstler auf der Bühne begrüßen zu

können. Unter anderem wird Gitarrist AND.I aus Gießen mit seiner

neuen Band sein noch nicht veröffentlichtes Album vorstellen. Mit

dabei sind außerdem die Livercheese Both Corporation aus Gießen,

die Comedy-Combo Duo Farfalle, die Cheerleadergruppe Power-

Puschels aus Siegen und die Schwestern der perpeduellen Indulgenz

aus Rostock und Berlin. »Wir freuen uns sehr, dass vor allem die

Künstler aus Gießen auf ihre gewöhnlichen Gagen verzichten und

quasi zum Selbstkostenpreis spielen. Anders wäre es uns nicht möglich

gewesen, ein so tolles Line-up zu präsentieren«, sagt Stefano

Mattiello, einer der Organisatoren. Den Abschluss des Straßenfestes

wird dann Sookee, eine queerfeministische Rapperin aus Berlin, bestreiten.

Sie hat HipHop zunächst über Graffiti kennengelernt, aber

schnell bemerkt, dass ihr durch Sprache erzeugte Bilder mehr liegen

Foto: dpa

StADtGESpräch

als solche an Wänden. Mit feministischer Theorie und Praxis ist sie vor

allem durchs Studium in Berührung gekommen. Neben ihrem Auftritt

wird sie in Gießen auch einen Workshop zu (Hetero-)Sexismus im

HipHop anbieten. Ihre Musik beinhaltet sowohl Kritik an hierarchischen

und normativen Strukturen als auch empowerment von widerständigen

Identitäten, sodass ihre Texte zwar nicht leicht verdaulich,

aber nie dogmatisch sind. In Gießen wird Sookee mit Refpolk auftreten,

dessen deutsche Raptexte nicht weniger Eindruck hinterlassen.

Im Rahmen des Bühnenprogramms findet außerdem gegen 17 Uhr

eine Talkrunde statt, zu der Vertreter und Vertreterinnen der lesben-

und schwulenpolitischen Arbeitskreise, der im Hessischen Landtag

vertretenen Parteien eingeladen wurden. Um 20 Uhr wird im Jokus

das Musical »Verqueerte Welt«, das die Diskriminierungsproblematik

aufgreift, uraufgeführt. Jugendliche aus dem Café Queer in Gießen

haben es gemeinsam mit der Aidshilfe erarbeitet. Den Abschluss des

ersten CSD bildet eine große Party (ab 21 Uhr) in der Ess-Bahn am

Gießener Hauptbahnhof. Auch dort wird Jessica Walker zu Gast sein.

Auflegen werden mehrere DJs.

Der CSD Mittelhessen ist in seiner Gesamtheit als eine emanzipations-

und bildungsfördernde Veranstaltung konzipiert und bewusst in die

eher ländliche Region gelegt worden, um »queeres« Leben dort sichtbar

zu machen. Mit der Durchführung des CSD in einer Stadt wie

Gießen und nicht wie üblich in einer Großstadt sollen die Strukturen

gefördert werden, um sich auch auf dem Land bzw. in der Provinz

sein Leben einrichten zu können, ohne ständig gegen Vorurteile und

Ausgrenzungen ankämpfen zu müssen. Der CSD in der Provinz soll

auf die besonderen Problematiken hinweisen, mit denen man als

Angehöriger/Angehörige der betroffenen Gruppen täglich zu tun hat.

»Erfahrungsgemäß helfen solche Veranstaltungen dabei, das eigene

Lebensumfeld neu zu erfahren und das Selbstbewusstsein zu stärken«,

sagt Holger Kleinert. Anfang der 1990er hatte es bereits abwechselnd

CSDs in der Provinz gegeben. 1994 machte diese Reihe auch in

Gießen einmal Station. Das war’s. Die regionalen queeren Gruppen

haben sich daher notgedrungen in den letzten Jahren auf eine Präsenz

auf dem CSD Frankfurt beschränkt. »Dort sehen wir die Problematiken,

die man im ländlichen Raum hat, aber nicht adäquat vertreten«,

meint Kleinert. Für viele Homo-Bi-Trans-Queer-Personen in Gießen

und Mittelhessen sei es immer noch sehr schwierig, offen zu ihrer Veranlagung

zu stehen. Sie könnten sich nicht in der Anonymität verstecken,

wie es in einer Großstadt möglich wäre. Für viele Betroffene sei

die Flucht in die Großstadt aber keine Alternative, weil sie dort familiäre

und soziale Anknüpfungspunkte verlieren würden. Jedoch führt

die Unterdrückung eines wesentliches Teils der eigenen Persönlichkeit

dazu, dass man sich wertlos fühlt, dass man psychisch instabil und

krank wird. »Der CSD soll dabei helfen, eine Verbesserung dieser

Situation herbeizuführen«, sagt Mattiello, ehrenamtlicher Vorstand des

schwul-lesbischen Sportvereins Regenbogen aus Gießen. bf

Was ist ein CSD? Der Christopher Street Day ist ein Festtag,

Gedenktag und Demonstrationstag von Lesben, Schwulen,

Bi sexuellen und Transgendern. Gefeiert und demonstriert wird

für die Rechte dieser Gruppen sowie gegen Diskriminierung und

Ausgrenzung. Der CSD erinnert an den ersten bekannt gewordenen

Aufstand von Homosexuellen und anderen sexuellen

Minder heiten gegen die Polizeiwillkür in der New Yorker

Christopher Street. Am 28. Juni 1969 fand in der Bar Stonewall

Inn der Stonewall-Aufstand statt. Zu dieser Zeit gab es immer

wieder gewalttätige Razzien der Polizei in Kneipen mit homosexuellem

Zielpublikum. Es kam in der Folge zu Straßenschlachten

zwischen Homosexuellen und der Polizei.

8/2012 streifzug 19


StADtGESpräch

Zurück auf die bäume

Im August öffnet der Kletterwald auf dem Schiffenberg seine Tore. Anfangs soll es rund

100 Stationen geben, im Laufe der Wochen und Monate nach der Eröffnung werden

nochmal etwa 150 dazukommen. Die mit 460 Metern längste Rutsche Deutschlands ist

nur einer der vielen Höhepunkte. Eine Auswahl.

Die Rutsche

Auf der längsten Rutsche des Landes rasen die Besucher, eingehakt

in ein Seil, 460 Meter quer über den Kletterwald. Und

das in 22 Metern Höhe und mit bis zu 70 Kilometern pro Stunde.

Blick aufs Kloster inklusive.

Höhe:����� Überwindung:����� Kraft:�

20 streifzug 8/2012

Der Waschkübel

Hausmänner und -frauen sind mit Waschkübeln vertraut.

Stehend in einem solchen Eimer eine 22 Meter lange Strecke

in acht Metern Höhe hinter sich zu bringen, ist aber auch für

die ältesten Hasen eine neue Erfahrung.

Höhe:�� Überwindung:��� Kraft:�


Die Biergarnitur (rot)

Der Gedanke an ein kühles Blondes liegt nahe. Doch eine Biergarnitur,

aufgehängt in 12 Metern Höhe, ist kaum einladend. Für die Besucher gilt

es, über Bänke und Tische zu laufen. Eine wackelige Angelegenheit.

Höhe: ****

Überwindung: *****

Kraft : **

Das Spinnennetz (grün)

Auch Kinder sollen im Kletterwald auf ihre Kosten kommen. Für sie –

und für Erwachsene mit Respekt vor der Höhe – gibt in überschaubarer

Entfernung zum sicheren Boden, unter anderem das Spinnennetz.

Höhe: *

Überwindung: *

Kraft : **

Das spinnennetz

Auch Kinder sollen im Kletterwald auf ihre Kosten kommen.

Für sie – und für Erwachsene mit Respekt vor der Höhe – gibt

es in überschaubarer Entfernung zum sicheren Boden unter

anderem das Spinnennetz.

Höhe:� Überwindung:� Kraft:��

StADtGESpräch

Die Biergarten

Der Gedanke an ein kühles Blondes liegt nahe. Doch eine

Biergarnitur, aufgehängt in zwölf Metern Höhe, ist kaum einladend.

Für die Besucher gilt es, über Bänke und Tische zu lau-

Das Brett (rot)

Das Schöne am Snowboardens: Tief kann man nicht fallen. Im Kletterwald

hingegen fahren die Besucher auf einem Brett in zehn Metern Höhe

quer über eine Lichtung. Auf 70 Metern nimmt man richtig Fahrt auf.

Höhe: ***

Überwindung: ****

Kraft : **

fen. Eine wackelige Angelegenheit, nicht erst nach zehn Bier.

Höhe:���� Überwindung:����� Kraft:��

Das Brett

Das Schöne am Snowboarden: Tief kann man nicht fallen. Im

Kletterwald hingegen fahren die Besucher auf einem Brett in

zehn Metern Höhe quer über eine Lichtung. Auf 70 Metern

nimmt man dabei richtig Fahrt auf.

Höhe:��� Überwindung:���� Kraft:��

schauen. Mitmachen. gewinnen.

Die Aussicht während der einminütigen Fahrt auf der längsten

Rutsche Deutschlands haben wir in einem Video festgehalten.

Für all jene, die es selbst ausprobieren wollen, verlosen wir

drei Tickets für den Kletterwald. Wer dabei sein will, sollte bis

zum 15. August eine Karte mit dem Kennwort »Kletterwald« an

streifzug, Marburger Straße 20, 35390 Gießen oder eine Mail

an streifzug@giessener-allgemeine.de senden.

http://www.giessener-allgemeine.de/streifzug/kletterwald

8/2012 streifzug 21

Fotos: Friedrich


uNtErwEGS

»Laubacher Wald«

Zwischen Laubach und Schotten (B 276) · 35421 Laubach · Telefon 0 64 05/9 10 00 · www.laubacher-wald.de

Das Essen muss hier einfach gut sein,

schwärmt doch das Ehepaar am Nachbartisch

in den höchsten Tönen von den leckeren

Speisen. »Am 26. Dezember 1997 waren

wir zum ersten Mal mit Freunden im ›Laubacher

Wald‹, seitdem treffen wir uns traditionell

am zweiten Weihnachtstag hier«, erzählt

Bärbel Uhl aus Runkel bei Limburg.

Und nicht nur das: Mit ihrem Mann kommt

sie regelmäßig zum Wandern in diese himmlisch

ruhige Region, gönnt sich dann auch

eine Übernachtung im komfortablen Drei-

Sterne-Zimmer. »Sogar unsere Silberhochzeit

haben wir hier gefeiert und gleich eine Woche

Urlaub gemacht«, berichten die beiden

in harmonischem Einklang.

Stammgäste wie diese sind bei Udo Schmidt

keine Seltenheit. Bereits in der dritten Generation

führt der passionierte Streiter für die

regionale Küche das traditionsreiche Gasthaus,

in dem Frankfurter Luftschnäpper und

Sonntagsausflügler aus Gießen gern einkehren.

Was einst als Flaschenbierwirtschaft vor

neun Jahrzehnten begann hat sich längst als

22 streifzug 8/2012

Fotos: Schwarzmann

beliebtes Ausflugsrestaurant etabliert, in dem

der Chef noch selbst in der Küche steht und

für die Qualität seiner Gerichte bürgt. »Lieber

erstklassig hessisch, als zweitklassig international«,

lautet die Devise von Schmidt,

der von der ersten Stunde der kulinarischen

Initiative »Hessen à la carte« angehört.

»Beulches statt Burger, Bratkartoffeln statt

Bomm Fritz, Apfelsaft statt Cola und Vogelsberg

statt Mallorca«, hat sich der energische

Mann augenzwinkernd auf die Fahnen geschrieben,

der gerne Nachhilfeunterricht bei

hessischen Spezialitäten gibt. Beulches – dahinter

versteckt sich ein Vogelsberger Regionalgericht:

Ein spezieller Knödelteig wird im

Leinensäckchen gegart, dazu gibt’s eine weiße

Speckrahmsoße und Apfelmus mit Preiselbeeren

(9,90 Euro). Oder Sauerkraut-Dibbe:

»Wenn Sie da schon den Deckel des Tontöpfchens

(Dibbe) öffnen – wie das duftet«, beschreibt

Schmidt seine deftige Kreation aus

geräucherter Bratwurst mit Apfelweinkraut

und Kartoffelpüree, kräftiger Bratensoße und

Reibekäse (10,50 Euro).

Wer in diesen heißen Sommertagen leichtere

Speisen bevorzugt, wird auf der aktuellen

»Speisekarte mit Pfiff« schnell fündig. Frische

Pfifferlinge gleich in mehreren Variationen

sind da zu finden – vegetarisch in Rahm

mit Semmelknödeln oder Kartoffelröstis

(je 14 Euro), für Fleischkatzen mit gegrilltem

Schweinelendchen und selbst gemachten

Spätzle (20,50 Euro) oder gar mit rosa gebratenen

Lamm-Medaillons auf röschen

Kartoffelpuffern serviert – einfach deliziös

(21,90 Euro)!

Zu Schmidts Spezialitäten zählen aber auch

Gerichte vom Mufflon. »Nur 300 Meter von

hier hüpfen diese Tiere im Revier des Grafen

Solms herum«, erklärt der 50-Jährige, dessen

Gasthaus von viel Wald und frischer Luft umschlossen

wird und sich – nicht ohne Stolz –

als handyfreie Zone bezeichnen darf. Aus

dem Wildschaf schmort Schmidt einen klassischen

Braten in Rotweinsoße oder serviert

den Rücken als Medaillons mit einer Kräuterkruste.

Nahezu ganzjährig werden Wildgerichte

vom Reh oder Hirsch angeboten.

Fischfreunden sei das Welsfilet auf Pariser Art

in Eihülle gebraten, mit Dillrahmsoße und

breiten Nudeln empfohlen (12,80 Euro).

Wie es sich für einen anständigen Hessen-àla-carte-Betrieb

gehört, gibt es natürlich eine

separate Ebbelwoi-Karte mit sieben verschiedenen

Sorten. Ein willkommener Durstlöscher

an warmen Tagen, die man am besten

in der herrlichen Abendsonne im gemütlichen

Gastgarten des »Laubacher Waldes«

ausklingen lässt.

Marion Schwarzmann

Im Überblick

Sitzplätze: 70 im Restaurant,

60 im Gastgarten

Küche: authentische Gerichte aus

Hessen

Spezialitäten: Wild nach Saison,

aktuell frische Pfifferlinge in Variationen

Öffnungszeiten: Mo., Mi., Do. von

11.30 Uhr bis 14 Uhr sowie von 18 Uhr

bis 21.30 Uhr, Fr. bis So. durchgehend

geöffnet. Di. Ruhetag

Küche ★★★✩

Ambiente ★★★✩

Service ★★★✩

Preise UUU


… im Wettenberger Land

Auf dem Gleiberg rockts

Fast schon ein kleines Jubiläum feiert das Festival »Gleiberg rocks« am Freitag, 24. August, ab

19 Uhr im idyllischen Burghof der Burg Gleiberg im Wettenberger Ortsteil Krofdorf-Gleiberg:

Im nunmehr fünften Jahr organisieren die Macher von »Milk Events« das familiäre Ein-Tages-

Festival auf privater Basis. In diesem Jahr konnte – passend zum Jubiläumsjahr der beiden

Vorbilder – die beliebte Ärzte- und Toten Hosen-Tributeband Die Toten Ärzte als Hauptact

gewonnen werden. Natürlich sind auch zwei der Macher von »Gleiberg rocks« wieder mit

ihrer Red-Hot-Chili-Peppers-Tributeband Mother‘s Milk am Start. Außerdem kommt mit Mark

Gillespie ein alter Bekannter zurück in seine alte Heimat – ein Gastspiel, auf das sich viele Fans

schon lange freuen. Als Support heizt vorab der Gießener Newcomer AND.I mit seiner Band

ein. Die Tickets für »Gleiberg rocks« gibt es bei Dürerhaus Kühn (Gießen), Gießener Allgemeine,

MAZ und bei »Gittis Kiosk« in der Krofdorfer Hauptstraße. Im Vorverkauf kosten die Tickets

15 Euro (AK: 18 Euro). Einlass: 18 Uhr.

… bei »Grünberg-Folk«

Salsa Guerilleros erobern die Gallusstadt

Abwechslungsreich, unterhaltsam, originell – das ist der Anspruch der Macher von »Grünberg Folk«. Hervorzuheben

ist: Das Planungsteam arbeitet ehrenamtlich. Spaß haben, Kultur fördern und internationale Musik

gemeinsam mit Gästen genießen, ist das Ziel der Folk-Freunde. Die neben »konsumiger« tanzbarer Musik

auch Neues, Traditionelles und Ungewohntes zu Gehör bringen wollen. Am 11. und 12. August geht das

Festival in 14. Auflage über die Bühne. Vor der Fachwerkkulisse der Altstadt bieten renommierte Bands Musik

und Tanz aus aller Herren Länder. Das Spektrum reicht von den eher ruhigen Wurzeln des Folk bis zu ausgelassenen

Power-Gigs, Samba-Percussion oder Irish Rock’n’Roll, Guggemusik, Tango oder »The Best of

Rock«. Auf drei Open-Air-Bühnen in der Altstadt sowie im Barfüßerkloster, in der Hospitalkirche und in den

Gaststätten »Taverna Santorini« und »Lipperts« spielen heuer u.a. Carlos Roncal, Tom Pfeiffer Band, Vamos

Sambar, Rhoirevoluzzer, Zydeco Anni + Swamp Cats, Manu Michaeli Band oder Gai Saber. Ein Knaller: Los

Dos Y Companeros aus Amberg, die mit kubanisch-bayuwarischen (!) Salsa-Klängen überraschen. Tickets für Samstag (Einlass 19 Uhr)

kosten 12 Euro (10 Euro für Gruppen). Am Sonntag (ab 11.30 Uhr) ist der Eintritt frei.

… auf dem Jubiläumskonzert

Maybebop trifft Young Generation

Der Chor Young Generation aus Ettingshausen feiert sein 20-jähriges Bestehen mit einem gemeinsamen

Konzert mit der A-cappella-Gruppe Maybebop am 25. August in Ettingshausen. Young Generation hat

längst mit alten Traditionen gebrochen. Jugendliche und junge Erwachsene singen dort keine altertümlichen,

angestaubten Stücke sondern Songs von Grönemeyer oder Rammstein und präsentieren sich dabei so

mitreißend, als hätte man gerade die neueste Nummer eins der Charts gehört. Die modernen Werke stehen

ihren traditionellen Vorbildern im Hinblick auf Komplexität, Anspruch und Niveau aber nicht nach. Zu verdanken

ist dies auch Menschen wie Oliver Gies (Maybebop). Mit seinen Arrangements bekannter Pop- und

Rocksongs hat er in den vergangenen Jahren die junge deutsche Chormusikszene aufgemischt. Maybebop

– vier schräge Typen aus Hannover, Hamburg und Berlin – haben sich in der Spitzengruppe der deutschen

Musik- und Theaterszene etabliert. Ihr Charme ist unwiderstehlich, sie singen super, tanzen gerne, sind albern

und doch ernst – und bleiben künstlerisch stets einzigartig. Ihre eigenen deutschen Songs durchleuchten

den Wahnsinn des täglichen Seins. Am 25. August kommen sie auf Einladung von Young Generation

(Leitung: Axel Pfeiffer) nach Ettingshausen und werden gemeinsam mit den Lokalmatadoren das Publikum

mit ihrem Konzert ab 20 Uhr in der Sport- und Kulturhalle verzücken. Tickets (VVK): 17 Euro (u.a. MAZ).

uNtErwEGS

8/2012 streifzug 23


AuSLESE

Gießener Bilderbuchtage

Große Freude herrschte bei den Organisatoren,

als im vergangenen Jahr das Projekt

»Gießener Bilderbuchtage« von der

Hessischen Leseförderung mit dem »Hessischen

Leseförderpreis« ausgezeichnet

wurde. Bei der Überreichung wurde die

Vielfalt der Aktionen und die Pfiffigkeit

der Veranstaltungen hervorgehoben. Nun

steht die Neuauflage der »Gießener Bilderbuchtage«

(27. August bis 9. September)

bevor. Sie richten sich erneut an Kinder

ab vier Jahren. »Also auch an

Erwachsene«, sagt Uwe Lischper, Konzeptgeber

und geistiger Vater des Events. »Lesen bildet, darüber muss

nicht diskutiert werden. Lesen führt uns in fremde Welten, regt zum

Denken an und hat auch einen Unterhaltungswert. Anders als Fernsehen

schauen ist Lesen mit Anstrengung verbunden, die am Ende ein

Gefühl der Zufriedenheit vermittelt«, erklärt Lischper, der über das

Vorlesen zum Selberlesen verführen möchte. Der Organisator, der im

Oktober auch das Krimifestival veranstalten wird, macht im Programm

zahlreiche, zum Teil auch interaktive Angebote. Autoren und Illustratoren

stellen sich vor, Darsteller und geübte Vorleser präsentieren Texte

im passenden Ambiente, Informationen zum Bilderbuchmarkt und zu

Auswahlkriterien gibt es auch. Das Plakat (Foto) zum Festival zeigt Gesichter

und Emotionen, wie sie beim Lesen und Zuhören entstehen.

Neben Lischper ist auch das LZG (Literarische Zentrum Gießen) an

den Bilderbuchtagen beteiligt. »Der Leseförderpreis wurde nicht mir

als Privatperson zuerkannt, sondern dem LZG«, stellt Lischper klar. Belohnt

wurde damit das engagierte Leseförderkonzept des rührigen Vereins,

der Leseförderung zu einem Schwerpunkt in seiner Satzung gemacht

hat. Auch eine andere Gießener Institution ist maßgeblich am

Erfolg der Bilderbuchtage beteiligt. Die Stadtbibliothek. »Hier gehört

Lesen und Vorlesen zum Alltagsgeschäft«, erklärt Lischper, der sich bei

der Finanzierung der Veranstaltungen auch auf das Kulturamt der Stadt

Gießen, das Mathematikum und zahlreiche engagierte Einzelhändler

verlassen kann.

Das Programmheft liegt an den üblichen Mitnahmeorten in der Stadt

bereit. Im Internet ist das Programm auf der Homepage www.bilderbuchtage.de

dargestellt. »Bis auf wenige Ausnahmen sind alle Veranstaltungen

ohne Eintritt zu besuchen. Dahinter steht der Gedanke, dass

Eltern nicht bestraft werden sollen, wenn sie ihren Kindern den Zugang

zur Literatur durch einen Besuch der Veranstaltungen schmackhaft

machen. Bei allen Veranstaltungen darf und soll gelacht werden«,

sagt Lischper.

24 streifzug 8/2012

GLANZ-

LichtEr

DES MONAtS

BAP und Inga Rumpf

KK’nZ feat. Inga

Rumpf – hinter

diesem Ensemble

stehen neben Inga

Rumpf keine geringeren

als die

vier Musiker Helmut

Krumminga,

Werner Kopal,

Michael Nass und

Jürgen Zöller; besser

bekannt als

Musiker der erfolgreichenRockband

BAP. Die köllschen Jungs produzierten 23 Alben, von

denen zehn auf der »1« der deutschen Charts landeten. Nun

tritt diese Band mit der bekannten Rocksängerinnen Inga

Rumpf auf, die in den 70ern den Bands Frumpy und Atlantis

ihre Stimme gab. Rumpf galt als größtes Talent der deutschen

Rockszene und arbeitete mit Udo Lindenberg oder Tina Turner.

Zusammen mit den BAP-Musikern tourt sie nun erstmals

durch Deutschland. Der Agentur Wiesel-Events ist es gelungen,

dieses Projekt im Rahmen des Stadtfests nach Gießen

zu holen. Dort stehen die Musiker am Freitag, 17. August, ab

21 Uhr auf der Bühne auf dem Kirchenplatz.

Der Blues kommt nach Laubach

Vom 24. bis 26. August wird Laubach zum 19. Mal Deutschlands Blueshauptstadt. Rund 70

Musiker in 27 Bands zelebrieren drei Tage lang den Blues – als Musik, als Lebensweise, als

Gefühl. Ob nun Mundharmonika- und Boogie-Woogie-Piano-Solisten, ob Bands, die sich

überwiegend weiße Blues-Rockern verschrieben haben, dem Rhythm n Blues Chicagos

Tribut zollen oder im Stile der 20er Jahre auf akustischen Instrumenten wie Dobro und

Mandoline spielen – jede Facette des Genres wird bedient. »Blues, Schmus und Apfelmus«

ist vielleicht das größte Bluesfestival Deutschlands und eventuell eines der ältesten, aber

ganz bestimmt das gesündeste: Hier gibt es jede Menge frische Luft unter uralten Bäumen

und noch mehr Vitamine (von Apfelkuchen bis Apfelschnaps). Natürlich gibt es auch ein

breites Angebot für Kinder. Eintritt: 14 Euro (3 Tage), 12 Euro (2 Tage), 9 Euro (1 Tag).


Eisbrecher am

Schiffenberg

Im dritten Jahr in Folge wird auf dem Gießener

Schiffenberg zu mittelalterlichen

Klängen gerockt und gefeiert. Das dritte

Schiffenberger Mittelalterfestival »Schiffenberg

rockt!« findet am 31. August und

1. September statt. Dabei haben die Veranstalter

das Line-up attraktiv gestaltet

und das Festival aufgewerten. Als Headliner

und Zugpferd fungiert die Band Eisbrecher.

Die Neue-Deutsche-Härte-Band

kann nicht nur eine fast ausverkaufte

Wintertour und Auftritte auf namhaften

Festivals sowie als Vorgruppe der Scorpions

vorweisen, sondern feiert auch mit ihrem

im Februar erschienenen Album »Die

Hölle muss warten« durch. Ebenfalls dabei

sind u.a. die Speed-Folker Fiddler’s

Green, die Metal-Parodisten der Grailknights

und die Mittelalter-Folker von

Dunkelschön. Das Zwei-Tages-Festival-

Kombiticket kostet 46,50 Euro, zusätzlich

buchbar ist ein Camping-Ticket für 6,50

Euro, das zum Zelten und Parken direkt

am Festivalgelände berechtigt. Tagestickets

sind ebenfalls erhältlich Infos unter

www.schiffenbergrockt.de. G

Gift

ayle

AuSLESE

Zehn Jahre ist es her, seit sie sich das letzte Mal sahen. Er verließ sie wortlos in einer

Silvesternacht. Nun warten sie gemeinsam in einer Friedhofshalle. Auf diesem Friedhof

liegt ihr gemeinsamer Sohn begraben. Ihr Kind soll umgebettet werden, nachdem

in dem Friedhofsboden Gift festgestellt wurde. Die Trauer hat eine tiefe Kluft

zwischen sie gerissen, denn trauern konnten sie nicht gemeinsam. Nun hat er ein

neues Leben in Frankreich; sie ist geblieben und hat versucht weiterzuleben wie

bisher. Eine zaghafte Annäherung beginnt, voller Vorwürfe aber auch voller Zuneigung.

Die niederländische Autorin Lot Vekemans hat mit »Gift« ein berührendes

Stück über zwei Menschen geschrieben, die sich nach einem gemeinsamen Verlust

selbst verloren haben. Das Schauspiel hat am 30. August (20 Uhr) im TiL Premiere.

Viele kleine bunte Lichter

In Laubach steht derzeit alles im Zeichen

des Jubiläums. Denn bereits zum 40. Mal

lädt die Vereinsgemeinschaft zum Lichterfest

in den Schlosspark ein. Die Vorbereitungen

laufen auf Hochtouren. Zahlreiche Helfer

bereiten sich für das am 4. August stattfindende

Lichterfest vor, um den Besucherinnen

und Besuchern ein Erlebnis zu bieten.

Schauplatz ist der malerische Schlossgarten

unterhalb des Grafenschlosses, der im

19. Jahrhundert in der Art eines englischen Landschaftsparks umgestaltet wurde. Am

Samstag wird sich der großzügige Park mit seinen vielfältigen Bäumen ab 18 Uhr in ein

Meer aus Kerzen, Lichtern und Lämpchen, Lichterketten und illuminierten Fontänen verwandeln,

zu dem als Höhepunkt natürlich auch das Höhenfeuerwerk gegen 22.45 Uhr

hinzukommt. Auch der Schwanenteich wird durch vielfarbige Lichter spektakulär illuminiert.

Insgesamt nehmen 35 Laubacher Vereine teil, die mit farbigen Teelichtern gelegten

Lichtermotiven zur besonderen Illumination des Parks beitragen und um die Preise für

die besten Motive ringen. Musik gibt es dieses Mal auf vier Bühnen von Mark Gillespie

und Partner Tom Drost, von Reezee, Aera07, Ocean Floor, dem Musikverein Laubach

und dem Laubacher Jugendmusikverein sowie der Percussiongruppe Vamos sambar.

Tufts kommt am 1. September (20 Uhr) nach Gießen ins

Astaire’s. Ihre neue One-woman-Show ist ein alle Sprach- und Genregrenzen

sprengendes Feuerwerk. Die liebenswerteste Botschafterin,

die sich der Broadway denken kann, erzählt das abenteuerliche Leben einer

Entertainerin die zwei Jahre jünger ist als Madonna: Lustvoll, laut und very hot!

Neue Lieder und frische Texte über das Erwachsensein und das Jungbleiben.

Und Frauen erhitzt vom Rampenlicht und anderen Energiequellen. Treffender

Humor gemischt mit bittersüßen Reflektionen

über die Rückkehr der Pubertät

und die endlose Suche nach menschlicher

Wärme. Perfektes Timing, gepaart

mit einer grandiosen Singstimme und

dem genauen Blick der bekanntesten in

Deutschland lebenden Amerikanerin.

Das müssen wir hin, denn wir lieben

den Humor dieser Frau.

8/2012 streifzug 25


VErANStALtuNGEN iM AuGuSt

Ihre Veranstaltungen in der

Kongresshalle Gießen

02.–08.09. | So.–Sa. | 14–18 Uhr

Ausstellung – Frauen für den Frieden

07.09. | Freitag | 20 Uhr

Gerd Dudenhöffer – Sackgasse

14.09. | Freitag | 20 Uhr

»Don Giovanni à trois«–Kultour 2000 e.V.

06.10. | Samstag | 20 Uhr

Der Familie Popolski

»Get the Polka started!«

13.10. | Samstag | 20 Uhr

Konzert: Wolf Mahn

14.10. | Sonntag | 10–16 Uhr

2nd-Hand-Modemarkt

19.10. | Freitag | 20 Uhr

Bodo Bach

26.10. | Freitag | 20 Uhr

Dr. MARK BENECKE –

Aus der Dunkelkammer des Bösen

27.10. | Samstag | 20 Uhr

Konzert: Saga

09.11. | Freitag | 20 Uhr

EURE MÜTTER – »Schieb du Sau!« Extra

22.11. | Donnerstag | 20 Uhr

»Bäst of Begge Peder«

(hessische Mundart Comedy)

23.11. | Freitag | 17 Uhr

»Michel in der Suppenschüssel«

nach Astrid Lindgren

24.11. | Samstag | 20 Uhr

Meltem Kaptan

29.11. | Donnerstag | 20 Uhr

Mundstuhl – »Ausnahmezustand«

06.12. | Donnerstag | 20 Uhr

VINCE EBERT

09.12. | Sonntag | 15 Uhr

Kindermusical »Aschenputtel –das Musical«

16.12. | Sonntag | 10–16 Uhr

Modellbahn-Auto-Tauschbörse

23.12. | Sonntag | 19.30 Uhr

Weihnachtskonzert

»Hilf deinem Nachbarn«

26.12. | Mittwoch | 15.30 Uhr

Die kleine Hexe feiert Weihnachten

27.12. | Donnerstag | 20 Uhr

Angelo Kelly Offroad – Christmas-Tour

28.12. | Freitag | 19 Uhr

Novyje Russkije Babki

(Neue Russische Omis)

30.12. | Sonntag | 20 Uhr

Die Nacht der 5 Tenöre

31.12. | Montag | 19.30 Uhr

Großer Silvesterball

26 streifzug 8/2012

Veranstaltungen

1. MI

Disco/Party

Gießen

Spätschicht

22.00 Scarabée

Vorträge

Gießen

Gedenken an den

Landboten

Lesung aus dem

hessischen Landboten

und aus Briefen von

Büchner

20.00 Restaurant

Badenburg

2. Do

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Gay and Friends

21.00 Haarlem

Land unter

Electronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

sonstiges

Gießen

Ferienspiele

im Mathematikum

(8 bis 12 Jahre), Anmeldung

unter ferienspiele@mathematikum.de

9.00 Mathematikum

3. FR

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Salsa Club –

Ritmo Latino

21.00 White Elephant

Party tanzbar

Mit DJ Herrn Schulze

21.30 Ulenspiegel

Freitagsparty

22.00 Monkeys

Oldschool

meets Zeitlos

DJ: Hassan Annouri

(Zeitlos), Special Guest:

Marlon B (Söhne Mannheims)

22.00 Admiral Music

Lounge

Feste/FestiVal

Hungen

Inheidener Seefest

(bis Montag)

Eröffnung mit Matthias

Lenz & Rabbelbox –

Seefest-Disco mit DJ

Mark Hartmann

16.30 Festplatz

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Starfighters

Sound of the 60’s

20.00 Kloster

Schiffenberg

4. SA

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire’s

We Love

DJs: Sebastián Serrano,

Marcel Walter

22.00 Admiral Music

Lounge

Samstagsparty

22.00 Monkeys

Achterbahn

statt Bällchenbad

Mit DJ Nightnoize

22.00 Scarabée

Feste/FestiVal

Hungen

Inheidener Seefest

Mit der Tom-Pfeiffer-

Band

10.00 Festplatz

Laubach

Laubacher Lichterfest

18.00 Schlosspark

FlohmärKte

Alten-Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Führungen

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

11.00 Mathematikum

Gießen historisch

Spaziergang durch den

historischen Stadtkern

mit Dr. Klemens Kroh

15.00 Stadtkirchenturm,

Kirchenplatz

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Lahn-River-Wheelers

Square-Dance, fetzige

Musik von Country und

Western bis Rock und

Pop

15.00 Kloster

Schiffenberg

Musik. Sommer: Fire

The Spirit of Hendrix

20.00 Kloster

Schiffenberg

Grünberg

Wilde Jungs

20.30 Sport- u. Kulturhalle

Stangenrod

Pohlheim

Pohlheimer Flugtage

Man on the Line & The

Steam Maschine – Best

of Pop & Rock Covers

20.00 Segelflugplatz

W.-Steinberg

sonstiges

Pohlheim

Pohlheimer Flugtage

Flugshow und Ausstellung

rund um die Segelund

Motorfliegerei mit

Kunstflugvorführungen,

Mitflugmöglichkeiten,

Ballonfahrt

9.00 Segelflugplatz,

W.-Steinberg

5. So

ausstellungen

Homberg/Ohm

ohm sweet ohm: Kalligrafie

als Meditation

Installation des bekannten

Sommerlieds von

Paul Gerhardt durch

Joachim Propfe

10.00 Ev. Stadtkirche

Bühne

Laubach

Theater am Kirchplatz:

Der Besuch des Kaisers

Spektakulum in drei

Akten mit der Freienseener

Theatergruppe

10.00, 15.00 und

20.00 Freilichtbühne,

Kirchplatz, Freienseen

Homberg/Ohm

ohm sweet ohm:

Der Froschkönig

Tinko-Kindertheater

15.00 Schlosshof

Feste/FestiVal

Hungen

Inheidener Seefest

Showtänze, Tanz & Unterhaltung

mit den

Trenkwaldern

12.00 Festplatz

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Hot Swingers Marburg

Oldtime, Dixieland-

und Swing-Jazz

11.00 Kloster

Schiffenberg

Musikalischer Sommer:

Blasorchester Herbornseelbach

15.00 Kloster

Schiffenberg

Musikalischer Sommer:

Jonny DeVille

Blues Gang

American Veranda-

Roots-Blues mit Resonatorgitarre,

Harp,

Akustik Bass & Vocals

20.00 Kloster

Schiffenberg

Laubach

Schlossparkkonzerte

Fernwald Musikanten

15.00 Schlossparkbühne

Lollar

Kultursommer Mittelhessen:

Tom Liwa, Sebastian

Hackel & Band

Liedermacher-Konzert

16.00 Hof Kirchberg

märKte/messen

Gießen

Antik- und Trödelmarkt

8.00 Hessenhallen

sonstiges

Gießen

Flamenco für Kinder

mit Alma Gitana

Workshop für 6- bis

10-Jährige (14.00) und

für 10- bis 17-Jährige

(16.00), Infos: www.

alma-gitana.de/workshops.htm

14.00 MuK

Pohlheim

Pohlheimer Flugtage

Flugshow und Ausstellung

rund um die Segel-

und Motorfliegerei mit

Kunstflugvorführungen,

Mitflugmöglichkeiten,

Ballonfahrt

9.00 Segelflugplatz

W.-Steinberg


Vorträge

Gießen

Eine(r) liest: Gern,

wenn Du willst…

Katharina Bendixen mit

Erzählungen zur Unordnung

des Alltags

11.30 Marktlaubenstraße

6. Mo

Disco/Party

Gießen

Independent tanzbar

Mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

Feste/FestiVal

Hungen

Inheidener Seefest

Party mit den Holidays

12.00 Festplatz

sonstiges

Gießen

Seniorennachmittag

15.00 Mathematikum

7. DI

Disco/Party

Gießen

Affenkammer

Mit DJ Matt-O.

21.00 Monkeys

sonstiges

Gießen

Ferienspiele im

Mathematikum

9.00 Mathematikum

Tuesday Night Skating

20.00 Intersport

8. MI

Disco/Party

Gießen

Spätschicht

Mit DJ Nightnoize

22.00 Scarabée

Konzerte

Gießen

Chicago Five & One

19.00 Lahnterrasse

9. Do

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Land unter

Mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

Konzerte

Gießen

Vaccine

Hard-, Metalcore

21.00 AK44

sonstiges

Gießen

Ferienspiele

im Mathematikum

9.00 Mathematikum

10. FR

Disco/Party

Gießen

FRIZZ-Party

20.00 Kloster

Schiffenberg

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Turkish Pop Night

Mit DJ Errol

21.00 White Elephant

Party tanzbar

Mit DJ Herrn Schulze

21.30 Ulenspiegel

Freitagsparty

22.00 Monkeys

Mixtape

DJs: Kosta Minor, Fresh

Nova

22.00 Admiral Music

Lounge

HipHop braucht kein

Mensch…

90er HipHop

22.00 MuK

Nuclear Blast meets

Scara

Metal Release Party mit

Verlosung mit DJ Nightnoize

22.00 Scarabée

Lich

Disco-Party mit dem

DJ-Team von PS-Sound

21.00 Festplatz

Langsdorf

Feste/FestiVal

Linden

Stadtfest

20.00 Parkplatz

zwischen Bauhof

und Verwaltung

Führungen

Gießen

Das Setzkasten-

Buchdruckmuseum

14.00 Wellersburgring

10, Wieseck

Konzerte

Gießen

Mühlleitners Liedermacher-Konzert

Ganef & Stevie Maine –

Im Anschluss Jam Session

mit den Musikern

20.00 Café Amélie

Grünberg

High Fly Jazz Quartett

Jazzkonzert

20.30 Zum Bahnhof

sPort

Hungen

3. Bike Nacht

Mit Einbruch der Dunkelheit

gehen die Gruppen

auf die Strecken

von 20, 30 und 40 km

Länge

21.00 Markthalle

11. SA

Bühne

Gießen

The Mentalist – Sehen

ohne zu sehen

Mit Gedankenleser

Harry Sher

20.00 Kleine Bühne

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire’s

Samstagsparty

22.00 Monkeys

Rock of Ages

Mit DJ Cel’ardor

22.00 Scarabée

House at Admiral

DJs: Dirk Sauer, Pascal

Nury, Sonah

22.00 Admiral Music

Lounge

Heuchelheim

Open Air Salsa

Beach Party

20.00 Surfsee

Feste/FestiVal

Grünberg

Int. Folkfestival

19.00 Innenstadt

Linden

Stadtfest

20.00 Parkplatz

zwischen Bauhof

und Verwaltung

FlohmärKte

Alten-Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Führungen

Gießen

Ameisen im Stadtwald

Naturschutzwanderung

mit Karl Hermann

16.00 Königgrätzer

Straße (Europaviertel)

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Eric Baier

15.00 Schiffenberg

VErANStALtuNGEN iM AuGuSt

Musikalischer Sommer:

Bag in Box

Rock, Blues-Rock

und Soul

20.00 Kloster

Schiffenberg

Homberg/Ohm

ohm sweet ohm:

Die Schwindler

Ohne Netz und doppelten

Boden – vom Walzer,

Tango, Jazz, Bossa

Nova, Samba und

Swing

19.00 Hainmühle,

Auf der Insel

Hungen

Kultursommer Mittelhessen:

Die 8 Ohren

Autoren aus aller Welt

präsentieren Reiseerlebnisse.

Mit Jazz, Folklore

und Weltmusik

20.00 Schloss

sonstiges

Gießen

Altes Ägypten

Offene Werkstatt

9.00 Botanischer

Garten

sPort

Lich

Licher-Cross-Triathlon

10.00 Waldschwimmbad

12. So

ausstellungen

Homberg/Ohm

ohm sweet ohm:

Vernissage

Kalligrafie als

Meditation

10.30 Ev. Stadtkirche

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Feste/FestiVal

Grünberg

Int. Folkfestival

11.00 Innenstadt

Linden

Stadtfest

10.00 Parkplatz zwischen

Bauhof und

Verwaltung

Führungen

Gießen

Führung durch das

Mathematikum

11.00 Mathematikum

20 Jahre

Stadtentwicklung

Vom Rathaus bis

zum Elefantenklo mit

Dagmar Klein

18.00 Kongresshalle

O Farol

Vormerken:

ab August Mittagstisch

Frankfurter Straße 81 . 35392 Gießen

Tel. 06 41/48 01 08 10 . Mobil 01 71/3 32 81 05

www.o-farol.de

» Wir suchen für eine Veranstaltung vom

3. 8. – 6. 8. 2012, (auch einzelne Tage

möglich) studentische Aushilfen für den

Getränkeausschank, Erfahrung erwünscht.

Infos unter: 01 70/4 43 83 54

Wünschen Sie Ihre

Veranstaltung im

streifzug

Schreiben Sie bis zum 17. August per E-Mail an:

streifzug@giessener-allgemeine.de

Die Auswahl obliegt der Redaktion. Für die Richtigkeit

der Angaben übernehmen wir keine Gewähr.

8/2012 streifzug 27


VErANStALtuNGEN iM AuGuSt

Schloss Laubach

präsentiert:

… abtauchen in den

gräfl ichen Entdeckungswald!

Spielbereich und Irrgarten

Robin-Hood-Dorf

Kirchenruine

Fachwerkturm

Märchenhaftes Waldstück

Sinnespfad für Barfußläufer

Hängematten »Himmelsfenster«

»Wald-Xylophon«

Zauberhaftes Waldstück

Streichelgehege

und und und …

Grünes Meer – Entdeckungswald

von Schloss Laubach an der B 276

zwischen Laubach und Schotten.

Satellitennavigation:

N 50° 31.644 – B 9° 04.036

www.schloss-laubach.de

28 streifzug 8/2012

Schotten

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Egerländer Gmoi

Volksmusik

15.00 Kloster

Schiffenberg

Musikalischer Sommer:

Red Bananas

Blues Band

Chicago-, Mississipi-,

Delta-Blues mit Rockund

Funkelementen

20.00 Kloster

Schiffenberg

Laubach

Schlossparkkonzerte

Parforcehorncorps

Hoher Vogelsberg

15.00 Schlossparkbühne

märKte/messen

Alten-Buseck

Antik- und Sammlermarkt

9.00 Sammler- und

Hobbywelt

sonstiges

Gießen

Altes Ägypten

Offene Werkstatt

9.00 Botanischer

Garten

Tag der Offenen Pforte

Gießener öffnen ihre

Gärten für Besucher

14.00 IJB Baustein,

Grünberger Str. 140

Tanzcafé

15.00 Astaire’s

13. Mo

Disco/Party

Gießen

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

14. DI

Disco/Party

Gießen

Affenkammer

Mit DJ Matt-O.

21.00 Monkeys

sonstiges

Gießen

Tuesday Night Skating

20.00 Intersport

15. MI

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Spätschicht

Mit DJ Lecur

22.00 Scarabée

Führungen

Gießen

Die Burg Gleiberg

Führung mit

Dr. Jürgen Leib

16.00 Burg Gleiberg

Das Liebig-Museum

Experimentalvorlesung

im Liebig-Labor mit

Prof. Dr. Wolfgang

Laqua

18.00 Liebig-

Museum

Konzerte

Gießen

Orgelhimmelfahrt

20.15 Bonifatiuskirche

sonstiges

Gießen

29. Tour der Hoffnung

(bis 19. August)

Start zum Prolog, Benefiz-Radtour

zugunsten

krebskranker Kinder mit

prominenten Mitradlern

10.30 Stadtwerke

Erlebe 2 Tage Live-Musik, z. B.

Tom Pfeiffer, Los dos y Companeros

und viele andere …

Circus Probst

Mit Spitzenartisten vom

kubanischen Nationalzirkus

Circuba

16.00, 19.30 Messeplatz

an den Hessenhallen

Das Alt-Gießener

Bierseminar

Anmeldung bei der

Touristikinformation

18.00 Alt-Gießen

Lich

29. Tour der Hoffnung

(bis 19. August)

Eröffnungsabend

20.15 Golfclub

16. Do

Disco/Party

Gießen

Land unter

Electronische Tanzmusik

mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

Feste/FestiVal

Alsfeld

6. Ehrlich & Laut

Festival

3-Tage-Rockfestival mit

knapp 30 Bands –

(Punk, Streetcore,

Rock’n’Roll, Ska, Rock)

15.00 Hessenhalle

Führungen

Gießen

Das Gießener Rathaus

15.00 Rathaus,

Haupteingang

sonstiges

Gießen

Circus Probst

Mit Spitzenartisten vom

kubanischen Nationalzirkus

Circuba, Infos:

www.circus-probst.de

oder 01 75/7 97 84 49

16.00 Messeplatz an

den Hessenhallen

17. FR

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Planet Black Beats

DJs: DJ Ray D,

DJ Ebony

22.00 Admiral Music

Lounge

Freitagsparty

22.00 Monkeys

90er Eurodance

Open Air

22.00 MuK

Feste/FestiVal

Gießen

Stadtfest

(bis 19. August)

11.00 Innenstadt

Alsfeld

6. Ehrlich & Laut

Festival

15.00 Hessenhalle

Führungen

Gießen

Heimspiel –

Transformation

Über Leben und Werk

von Maina-Miriam

Munsky – Vortrag von

Jan Schüler, Anmeldung

und Infos: 06 41/

3 06 20 22 oder kunsthalle@Gießen.de

19.00 Kunsthalle

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Route 66

Musik der Sixties und

Seventies

20.00 Kloster

Schiffenberg

KIG/Ulenspiegel-Bühne

zum Stadtfest 2012

Calamity Jane, Reezee,

Alternative-Rock

19.00 Ulenspiegel

NEU NEU NEU NEU

Verkaufsoffener

FOLK-Sonntag!

Die Grünberger

Fachgeschäfte

haben von 12:30

bis 18:00 Uhr für

Sie geöffnet!

NEU NEU NEU N


Grünberg

Strawberry Fields

forever…

Beatles verjazzt

20.30 Zum Bahnhof

sonstiges

Gießen

Circus Probst

16.00, 19.30 Messeplatz

an den Hessenhallen

18. SA

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire’s

Samstagsparty

22.00 Monkeys

Admiral House Special

DJs: David Puentez,

Simon Sky, DJ Danielo

22.00 Admiral Music

Lounge

Reggae Night

Reggae, Ska, Dancehall,

Afrosound mit

DJ Nico

23.00 Domizil

UNDERtheGROUND

Stadtfest Open Air

House, Electro,

Drum’n’Bass mit

DJ Scumdog & more

23.00 MuK

Feste/FestiVal

Gießen

Stadtfest

11.00 Innenstadt

Alsfeld

6. Ehrlich & Laut

Festival

15.00 Hessenhalle

FlohmärKte

Alten-Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Das Junge Sinfonieorchester

Wetzlar

Serenadenkonzert

15.00 Kloster

Schiffenberg

Musikalischer Sommer:

Nora Schmidt & Band

La vie en rose –

Französische Chansons

20.00 Kloster

Schiffenberg

märKte/messen

Alsfeld

Antikmarkt

9.00 Hessenhalle

sonstiges

9. Gießener

Drachenboot-Cup

200 Meter, Fun- und

Sportcupwertung, Infos:

www.wilde-hassianer.

de

9.00 Uferweg 14

Circus Probst

16.00, 19.30 Messeplatz

an den Hessenhallen

19. So

Bühne

Gießen

vorgestellt: Othello

Einführungssoiree mit

dem Regieteam und

Ensemblemitgliedern

19.30 Stadttheater

Disco/Party

Gießen

Discofoxparty

20.30 Astaire’s

Feste/FestiVal

Gießen

Stadtfest

11.00 Innenstadt

Führungen

Gießen

Der Botanische Garten

11.15 Botanischer

Garten

Reiskirchen

Borkenkäfer und Co. –

Wie gesund ist unser

Wald?

Leitung: Dieter Illhard

14.00 Sportplatz

Saasen

Konzerte

Gießen

Musikalischer Sommer:

Blasorchester Eberstadt

Musik für alle Altersgruppen

11.00 Kloster

Schiffenberg

Musikalischer Sommer:

Thilo & The Starlights

Pop, Klassik, Musicals,

Schlager

15.00 Kloster

Schiffenberg

Musikalischer Sommer:

Say What

Rock-Cover-Band

20.00 Kloster

Schiffenberg

Homberg/Ohm

ohm sweet ohm:

Silcherchor mit Gästen

Breit gefächertes Repertoire

von klassischer

Chorliteratur bis zu

modernen Popsongs

18.00 Sandmühle

Laubach

Schlossparkkonzerte

Abschlusskonzert mit

dem Laubacher Jugendmusikverein

15.00 Schlossparkbühne

märKte/messen

Alsfeld

Antikmarkt

9.00 Hessenhalle

sonstiges

Gießen

Tanzcafé

15.00 Astaire’s

Circus Probst

16.00, 19.30 Messeplatz

an den Hessenhallen

29. Tour der Hoffnung

(bis 19. August)

Verabschiedung, Benefiz-Radtour

zugunsten

krebskranker Kinder mit

prominenten Mitradlern

13.15 Stadtwerke

Vorträge

Gießen

Internationales Literaturcafé:

Der Anubis von

Braunfels

Regionalkrimi von

Natascha Hoefer

11.00 ZiBB

Foyer

Gespräche über Musik

mit Michael Hofstetter

(Dirigent)

11.00 Stadttheater

20. Mo

Disco/Party

Gießen

Independent tanzbar

Rock, Alternative, Indie

mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

NEU in

Gießen

21. DI

Disco/Party

Gießen

Affenkammer

Mit DJ Matt-O.

21.00 Monkeys

VErANStALtuNGEN iM AuGuSt

Konzerte

Gießen

I. Sinfoniekonzert

Werke von Ludwig van

Beethoven und Jani

Christou mit dem

Philharmonischen

Orchester

20.00 Stadttheater

sonstiges

Gießen

Tuesday Night Skating

20.00 Intersport

Lich

Circus Probst

16.00, 19.30 Festplatz

Ringstraße

22. MI

Bühne

Gießen

kostprobe: GIFT

Öffentliche Probe und

Einführung

20.00 TiL

Lich

Premiere: Hair

Musical mit der Theatergruppe

Traumstern,

www.kuenstlich-ev.de

20.00 Kino Traumstern

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Spätschicht

22.00 Scarabée

Vegan

Vegetarische Köfte

Schulstraße 9 · 35390 Gießen

� 0641-1314367

www.cigköftem-giessen.de

Öffnungszeiten

Mo.-Sa. 11.00 bis 22.00 Uhr,

So. 13.00 bis 20.00 Uhr

Fundholz-

Kinostuhl

zusammenklappbar

€ 50,-

Strandliege

faltbar, inkl. Rucksack-

Transporttasche

statt € 210,-

im August nur

€149,-

€ 70,-

Die leckerste Schärfe

Hockerset

„Cube“

€ 90,-

€120,-

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En Tatli Aci ®

8/2012 streifzug 29


VErANStALtuNGEN iM AuGuSt

sonstiges

Lich

Circus Probst

Mit Spitzenartisten vom

kubanischen Nationalzirkus

Circuba

16.00, 19.30 Festplatz

Ringstraße

23. Do

Bühne

Lich

Hair

Musical

20.00 Traumstern

Disco/Party

Gießen

Land unter

Mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

Führungen

Gießen

Heimspiel

Seniorenführung

15.00 Kunsthalle

9. Gießener Drachenbootcup

um den Pokal der Sparkasse Gießen.

Samstag, 18. August 2012 ab 9.00 Uhr, im Rahmen des Gießener Stadtfestes

200 Meter, Fun- und Sportcupwertung

Cup-Veranstalter: Gießener Ruderclub Hassia 1906 e.V. , Uferweg 14, Gießen

Anmeldung unter www.wilde-hassianer.de

30 streifzug 8/2012

Vorträge

Gießen

Porzellan – Vom Luxus

zur Gebrauchsware

Mit Dr. E. Kessler-Slotta

15.30 Altes Schloss

Sparkasse

Gießen

sonstiges

Lich

Circus Probst

16.00 Festplatz Ringstraße

24. FR

ausstellungen

Rabenau

Kunstforum

(bis 9. September)

Vernissage mit

Livemusik

19.00 Bürgersaal

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Party tanzbar

Mit DJ Herrn Schulze

21.30 Ulenspiegel

Sternstunde-Party

Techno, House, Electro

auf zwei Indoor Floors

und einer Outdoor

Area – Pierre, Ingo

Boss, Marco Cannata,

Ziel100, Gregor Kempf,

Peter Latino, DJ Sonic,

Jeff O., Tom Schön, Tobi

Rech, Mario Mark

22.00 MuK

Mixtape

DJs: DJ VIM, DJ Fresh

Nova

22.00 Admiral Music

Lounge

Freitagsparty

22.00 Monkeys

Feste/FestiVal

Laubach

Bluesfestival

Blues, Schmus & Apfelmus.

Mit 70 Bluesmusikern

aus ganz Europa

19.00 Schlosspark

Konzerte

Gießen

Into the Abyss

Konzert mit Red Apollo,

Depravation und Von

Drakus

21.00 AK44

Wettenberg

Gleiberg Rocks

Festival mit den Bands:

Die Toten Ärzte, Mark

Gillespie, Mother’s

Milk, Special Guest:

AND.I

19.00 Burg Gleiberg

sonstiges

Gießen

Tour der Sicherheit

Outdoor-Programm mit

Spiel und Sport, Info-

Ständen

11.00 Kirchenplatz

Vorträge

Homberg/Ohm

ohm sweet ohm:

Jo, Babba!

Jo van Nelsen liest die

Hesselbach-Episode:

Der Wahrsager

20.00 Frankfurter

Hof

25. SA

Bühne

Hungen

Hair

20.00 Gesamtschule

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.00 Astaire’s

Indie Fresse Party

Mit DJ Demian

22.00 Monkeys

Green Hill Sommerfest

Bärte & Balle

HipHop, Funk, Fun

Tunes mit den DJ’s

Powerfun, Bleibtreuboy,

Germany & Luki

22.00 MuK

Rhythm and House

DJs: Sebastian Roter,

Guru Da Beat, DJ Spy

22.00 Admiral Music

Lounge

Das Scarabée wird 50

Mit DJ-Mix

22.00 Scarabée

Buseck

Mixxed Up

80er Jahre Party

20.00 Festhalle

Wagner

Heuchelheim

Open Air

Salsa Beach Party

20.00 Surfsee

Feste/FestiVal

Gießen

ARThof 6

Bilder, Installationen,

Musik, Performances,

Aktionen in verschiedenen

Räumen. Mit der

Band Liquid Move

17.00 Unterer

Hardthof

Laubach

Bluesfestival

13.00 Schlosspark

Rabenau

Park- und Lichterfest

16.00 Burggarten

Londorf

Wetzlar

Seemania

19.00 Dutenhofener

See


FlohmärKte

Alten-Buseck

Flohmarkt

8.00 Sammler- und

Hobbywelt

Führungen

Staufenberg

Frauen- und Hexenkräuter

15.00 Burg

Konzerte

Lich

Internationale

Meister-Klasse für

klassisches Saxophon

Benefizkonzert zugunsten

der Gießener Hospiz

18.00 Kloster

Arnsburg

Reiskirchen

Maybebop

A cappella-Pop

20.00 Kulturhalle

Ettingshausen

sonstiges

Gießen

Lahn Paloma Ohe

Lied & Lyrik Lahntour

18.00 Marinestuben

26. So

Bühne

Hungen

Hair

20.00 Gesamtschule

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Feste/FestiVal

Gießen

Tag der offenen Tür

11.00 Stadttheater

50 Jahre Tierheim

12.00 Tierheim

Laubach

Bluesfestival

11.00 Schlosspark

Laubach

700 Jahre Freienseen

10.30 Ortsmitte

Führungen

Gießen

Pflanzen erleben

Darwins botanische

Studien mit Dr. Martin

de Jong

11.15 Botanischer

Garten

Mathematische Stadtführung

durch Gießen

15.00 Mathematikum

Akademischer Forstgarten:

Mit acht Augen

durch die Nacht

Exkursion zu nachtaktiven

Spinnen

19.45 Schiffenberger

Tal, Waldparkplatz

Konzerte

Gießen

C. Saint-Saëns: Karneval

der Tiere

17.00 Petruskirche

Lich

Internationale

Meister-Klasse für

klassisches Saxophon

Professoren und Korrepetitoren

der Meisterklasse

werden unter

dem Thema Paris Werke

interpretieren

18.00 Kloster

Arnsburg

sonstiges

Gießen

Walking- und

Wandertag

10.00 Brauhaus

Waldolympiade für

Kinder und Eltern

Leitung: Rita Kotschenreuther

14.00 Akademischer

Forstgarten

Tanzcafé

15.00 Astaire’s

Lumdatal

Autofreier Sonntag

9.00 Zentrum

27. Mo

Disco/Party

Gießen

Independent tanzbar

Mit DJ Harry Kane

21.30 Ulenspiegel

Vorträge

Gießen

Ritter, Drachen,

Familienchaos

Die Autorin und Illustratorin

Ute Krause liest

aus ihren Büchern

19.00 Stadtbibliothek

28. DI

Disco/Party

Gießen

Affenkammer

21.00 Monkeys

sonstiges

Gießen

Beutelspachers Sofa

mit Prof. Elsbeth Stern

Wie funktioniert Lernen

von Mathematik?

19.30 Mathematikum

Tuesday Night Skating

20.00 Intersport

29. MI

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Spätschicht

22.00 Scarabée

Vorträge

Gießen

Abrahams

eifersüchtige Erben

Juden, Christen und

Muslime als Kinder des

einen Gottes, Referent:

Bernd Apel

19.30 Pankratius

30. Do

Disco/Party

Gießen

Land unter

Mit DJ Jimmy

22.00 Scarabée

Konzerte

Laubach

Internationale

Meister-Klasse für klassisches

Saxophon

Jazz und Klassik

19.30 Hessenbrückenmühle,

Münster

Vorträge

Gießen

Mit Bilderbüchern

wächst man besser

20.00 KiZ

31. FR

Bühne

Gießen

Premiere:

GIFT

20.00 TiL

Disco/Party

Gießen

Tanzparty

20.30 Astaire’s

Party tanzbar

21.30 Ulenspiegel

Mixtape

22.00 Admiral

Samstagsparty

22.00 Monkeys

Feste/FestiVal

Gießen

3. Der Schiffenberg

rockt – Mittelalterfestival

Siehe Auslese

17.00 Schiffenberg

Hungen

50. Hessisches

Schäferfest

10.00 Stadthalle

Führungen

Gießen

Landesgartenschau

Baustellenführung

16.00 Messeplatz

märKte/messen

Laubach

Herbstzauber

10.00 Schlosspark

VErANStALtuNGEN iM AuGuSt

3. bis 6. August 2012

Seefest-

Disco

am 3.8.

Trenkwalder

am 5.8.

Höhenfeuerwerk

und Tom Pfeiffer Band

am 4.8.

Restaurant

Schlosskeller

Peter und Frank Haas GbR

Brandplatz 2 · 35390 Gießen

Telefon 06 41/3 83 06

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streifzug

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SEPTEMBER-AuSGABE

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8/2012 streifzug 31


wEiN DES MONAtS

Einer für alle

Jüngere Weintrinker haben es

leicht: Überall lockt im Holz

ausgebauter Stoff, der verführerisch

duftet und mit seiner

Aromenvielfalt im Mund

Explosionswunder verursacht.

Ältere Connaisseurs rümpfen

die Nase, nennen derartigen

Rebsaft parfümiert, weil er

ihrer Meinung nach über ein

aufdringliches

Bukett verfügt und

Sortenreinheit vermissen lässt.

Hier scheiden sich die Geister.

Diplomaten raten in solchen

Fällen zum Mittelweg. Folglich

steht heute ein Wein auf dem

Programm, der Jung und Alt an

einen Tisch holt: der »Ruyter’s

Bin« Chardonnay, Jahrgang

2011, aus Südafrika. Er bezirzt

den jungen Gaumen mit Frische

und begeistert den Erfahrenen

mit Tradition.

Im Glas strohgelb; dezente Nase nach

gelben Früchten (Ananas, Birne) und etwas

Vanille; am Gaumen Saft und Kraft, reife

Frucht, leichter Schmelz, zarte Vanille und

gute Würze, die ins etwas kurze Finish

hinüberführt.

Der »Ruyter’s Bin« erinnert an den Bremer

Weinkaufmann Ruyter. Der setzte Anfang

Spier Cellar »Ruyter’s Bin«, Western

Cape, Südafrika, Jahrgang 2011, 13,5 Pro-

zent Alkohol, gut fünf Euro, Bezug via

Internet

32 streifzug 8/2012

des vorigen Jahrhunderts auf die Einfuhr

von Überseegewächsen, die für ihn in

»Ruyter’s Bin« (Bin = Fass) gelagert wurden.

Heute stammen die Weine dieser Serie von

Spier Cellar – der Name geht auf eine alte

Farm in Stellenbosch zurück. 30 Prozent

des Stoffs werden im Holzfass ausgebaut,

der Rest liegt im Stahltank. Der Wein

kommt mit seiner direkten Art sofort zur

Sache, was die Youngster mögen werden,

verzichtet aber

zur Freude der

Senioren auf

Mätzchen.

Der Kap-Chardonnay

gefällt

zum leichten

Szene-Sushi

ebenso wie

zum deftigen

Schnitzel mit

Bratkartoffeln.

Schon sitzen

alle an einem Tisch. Jetzt müssen sich Jung

und Alt nur noch darüber einigen, wer

Sushi und wer Schnitzel isst.

Weinautor Manfred Merz

Schreiben Sie an Manfred Merz:

vinothek@mdv-online.de

DIE MUSIK

ZUM WEIN

Mit dem Einer-für-alle-Chardonnay harmoniert ein Stück Rockgeschichte, das

leise beginnt, sich langsam steigert und am Ende kulminiert: »Child in time«

von Deep Purple.

Die älteren Semester wählen die unvergessene Variante des »Live in Japan«-

Albums von 1972, die Jüngeren eine Version aus den 2000er Jahren. Dazu

den Chardonnay in kleinen Schlucken genießen. Und das Schlürfen nicht

vergessen. mm


Geburtstag im »bett«

Der Live­Musik­Club in der Schmidtstraße in Frankfurt lässt es krachen. Zum siebenjährigen

Jubiläum veranstaltet »Das Bett« eine einwöchige Geburtstagsfeier vom 27. August bis zum

2. September. 16 Acts aus unterschiedlichen Musikgenres bieten dem Publikum über sieben

Abende verteilt Unterhaltung vom Feinsten.

Seit mittlerweile sieben Jahren treten im

»Das Bett« sowohl Newcomer als auch

gestandene Künstler unterschiedlichster

Musikrichtungen in gemütlicher Atmosphäre

auf. Aus diesem Anlass veranstaltet

der Club in diesem Sommer das »7 Jahre

Das Bett Festival«.

Von Montag bis Sonntag werden sich insgesamt

16 Gruppen oder Solokünstler die

Ehre geben. Dabei steht jeder Abend unter

einem anderen Motto.

Am ersten Abend mit dabei ist unter anderem

Dieter Darmstaedter, der von der »New

York Times« als »German underground pop

hero« bezeichnet wurde. Der Mann mit der

Gitarre ist in New Jersey aufgewachsen und

singt deshalb auf Englisch. Allein in den

letzten zehn Jahren hat er elf Platten veröffentlicht.

Bodenständig bleibt er trotzdem:

Auf seiner Homepage motiviert er die Leser,

ihn für ein Wohnzimmer-Konzert zu

buchen.

Am vierten Tag des Festivals tritt Cäthe auf.

Die 29-jährige Sängerin und Songwriterin

hatte vergangenes Jahr erste Auftritte in

»Inas Nacht« und bei Harald Schmidt. Im

Mai wurde sie von der GEMA mit dem

Autorenpreis in der Kategorie Rock belohnt.

Im März trat Cäthe bereits im »Bett« auf

und überzeugte dabei vollends. Das Resultat:

Eine Einladung zum Geburtstags-Fest.

Einen Auftritt der etwas an deren Art wird

man am Samstag der Fest- Woche bestaunen

können. Die 2003 gegründete Gruppe Rot-

Front wurde schon nach kurzer Zeit im Musikgeschäft

als die Partyband Berlins bezeichnet.

Die Grenze zwischen Bühne und

Tanzfläche löst sich meist schnell auf. Und

genau dieses Auf lösen von Grenzen scheint

ein Ziel der Crew zu sein. Dies gilt sowohl

mit Blick auf die Nationalitäten innerhalb

der Gruppe als auch bezüglich des Musikstils.

Die Anzahl derer, die auf der Bühne

stehen, variiert zwischen neun und 15 Personen

aus fünf unterschiedlichen Ländern.

Die Musik ist nach eigener Aussage ein Mix

aus Ska, Reggae, Dancehall, Cumbia-

Sounds mit Klezmer, frechem Hiphop, osteuropäischer

Turbopolka und Rockriffs. Die

Texte sind auf Russisch, Ungarisch, Englisch

und Deutsch.

Tickets für die einzelnen Abende als auch

ein Kombi-Ticket (ab 89 Euro) für die gesamte

Woche sind im Internet und an der

Abendkasse erhältlich. Sämtliche Infos sind

außerdem auf der Homepage von »Das

Bett« zu erhalten: www.bett-club.de

Julian Muth

Programm

» Montag, 27. 8., 20 Uhr (15 Euro

VVK): Moritz Krämer, Francesco

Wiljking, Dirk Darmstaedter, Bernd

Begemann » Dienstag, 28. 8.,

20.30 Uhr (20 Euro): Bodi Bill » Mittwoch,

29. 8., 20.30 Uhr (18 Euro):

Beach House » Donnerstag, 30. 8.,

20.30 Uhr (15 Euro): Cäthe » Freitag,

31. 8., 23 Uhr (10 Euro): Bass-Trap

mit Kareem, Franklin de Costa und

Delta Funktionen » Samstag, 1. 9.,

21.30 Uhr (15 Euro): RotFront & Balkan-Russen-Party

» Sonntag, 2. 9.,

19 Uhr (4,30 Euro): B.E.E.S Village,

kokinino kounty, Four Hout Fellas,

Urban Breakbeat

RotFront spielen am 1. September auf dem einwöchigen Festival.

Foto: pm

8/2012 streifzug 33

Fotos: Sven Stinn


AM MAiN

charakterkopf

Für die einen sieht er verbraucht aus und klingt so, wie es ein voller Aschenbecher tun würde.

Für die anderen hat der Mann einfach nur verdammt noch mal jede Menge Charakter:

Mark Lanegan hat nach acht Jahren zusammen mit seiner Band mal wieder ein Solo­Album

produziert. »Blues Funeral« klingt so, wie man es von einem Kneipen­Sänger wie dem Amerikaner

erwartet: Staubtrocken, melancholisch und düster.

Lanegan zählt zu den umtriebigen Künstlern

der US-Rockszene. Er war Kopf der

Grunge-Ikonen The Screaming Trees, spielte

bei den Stoner-Rock-Stars Queens Of The

Stone Age und leistet sich auch noch eine

Teilzeitband mit dem Namen The Gutter

Twins. Der 47-Jährige leiht diesen Bands

stets Stimme oder Gitarre. Und überall

zeigen sich seine Qualitäten: Sound, Songwriting,

Stimme und Texte wühlen auf, verströmen

Geheimnisvolles und Dramati-

sches. Schon vor einigen Jahren bekannte

Lanegan deshalb, dass sein Talent kuriose

Aufträge zur Folge habe: »Ich werde häufig

gebeten, auf Beerdigungen zu singen. Meine

Stimme scheint den optimalen Ton für

traurige Ereignisse zu haben.«

Weil er so umtriebig ist und auch den Kontakt

zu anderen Genres nicht scheut, hat er

sich einen weltweiten Fankreis erspielt und

ersungen. Ob Psychodelic, Grunge oder

Stoner Rock, ob Folk-Balladen, Blues oder

Elektromusik – immer findet Lanegan den

passenden, düsteren Ton. Auch deshalb haben

sich in den vergangenen drei Jahrzehnten

zahlreiche Musiker darum gerissen, mit

ihm zu arbeiten.

Seine ersten Sporen verdiente sich Lanegan

als Kopf der Seattler Band The Screaming

Trees. Mit ihnen veröffentlichte er zwischen

1986 und 2000 sieben Alben, von denen

Veranstaltungen in Frankfurt

Donnerstag, 2. August

Juliana Da Silva e Amigos do Brasil

Passend zu Sommertemperaturen gibt es

brasilianische Jazzmusik.

➛ 21.00 Jazzkeller

Dienstag, 7. August

Amsterdam Klezmer Band

Die seit 15 Jahren zusammenspielenden Musiker

mischen Klezmer, Ska, Jazz und Gypsy.

➛ 19.30 Palmengarten

Samstag, 4. August

Joydance

DJ Params legt Musik auf

für die Generation 30 +.

➛ 21.00 Brotfabrik

Samstag, 11. August

Oh, Champs-Élysée

Musik, Parolen, gutes Essen und Wein sind

die Zutaten für diese Musical-Tour de France

➛ 20.00 Katakombe

34 streifzug 8/2012

und Friedhofssänger

Samstag, 11., und Sonntag, 12. August

Zoofest

Mit Spiel- und Aktionsständen. Aber auch die

posierlichen Tiere können besucht werden.

➛ ab 10.00 Zoo

Montag, 13. August

Mark Lanegan

Der US-Wüsten-Rocker kommt mit seinem

neuen Album »Blues Funeral« auf Tour.

➛ 20.00 Batschkapp

Freitag, 17. August

Spiritual Front

Die italienische Band macht Musik im

Spannungsfeld von Neo-Folk und Post-Punk.

➛ 20.30 Das Bett

Sonntag, 19. August

Beyond The Bridge

Die Band stellt ihr Konzeptalbum vor, in dem

es um Sinnlichkeit und Erkenntnis geht.

➛ 20.00 Batschkapp

Empirical

Die große Hoffnung der britischen Jazzszene

stellt sich vor.

➛ 11.00 Museum für angewandte Kunst

Dienstag, 21. August

Hot Water

Der südafrikanische Geheimtipp: Landestypische

Instrumente, verzerrte Gitarren.

Fertig ist das Indie-Rock-Erlebnis.

➛ 19.30 Palmengarten

Mittwoch, 22. August

Salsa-Party

Seit 25 Jahren legt DJ Lobo Musik auf,

zu der Hüften kreisen.

➛ 21.00 Brotfabrik

Freitag, 24. August

Garland Jeffreys

Es gibt nicht wenige Kritiker, die den Amerikaner

als einen zu unrecht unterbewerteten

Musiker der Rockgeschichte bezeichnen.

➛ 20.30 Das Bett


einige zu den Perlen der Grunge-Ära

zählen. Parallel begann er ab 1990 seine

Karriere als Solokünstler voranzutreiben

und veröffentlichte bis heute sechs Alben,

auf denen er von nicht minder bekannten

Musikerkollegen unterstützt wurde: Kurt

Cobain (Nirvana), Dave Grohl (Foo Fighters)

oder Josh Homme (Queens of the

Stone Age). Nach dem Ende der »schreienden

Bäume« heuerte er für zwei Alben bei

den Queens of the Stone Age an und erlangte

internationale Bekanntheit.

Doch der Stoner Rock reichte Lanegan

nicht aus. Zusammen mit Isobel Campbell

von Belle & Sebastian produzierte er drei

anrührende Folk-Alben und lieh seiner

Stimme der britischen Trip-Hop-Formation

Unkle.

Solo hingegen hat man ihn hingegen schon

lange nicht mehr gehört. Die letzte Platte

»Bubblegum« erschien 2004 und landete

trotz ihres düster-schleppenden Sounds in

den Top 40 der Charts. Nun also »Blues Funeral«

– eine Platte, deren Name Programm

ist. Düstere Songs, mal schleppend, mal rockig.

Und eine Stimme, die klingt wie ein

voller Aschenbecher – mit einem Schuss

Whiskey. Wer sich davon überzeugen will,

kann am Montag, 13. August, um 20 Uhr in

die Batschkapp kommen. Kays Al-Khanak

Ab Montag, 27. August

Das Bett-Festival

➛ 20.00 Das Bett

Dienstag, 28. August

The Black Seeds

Neuseelands Reggae-Funk-Schwergewichte

auf Europatour – nicht verwechseln mit den

Bad Seeds, der Hausband von Nick Cave.

➛ 20.00 Batschkapp

Dienstag, 28., bis Mittwoch, 29. August

Goethe-Feiern

Am Geburtstag des Faust-Erfinders wird an den

Komponisten J. F. Reichardt erinnert, der zahlreiche

Gedichte Goethes vertont hat.

➛ 20.00 Goethe-Haus

Mittwoch, 29. August

Basssoooka

Jazziger Sound mit vier Kontrabässen, einem

Schlagzeug und Blasinstrumenten.

➛ 21.00 Jazzkeller

AM MAiN

Mark Lanegan:

Eine Stimme

wie ein voller

Aschenbecher.

Museumsuferfest vom 24. – 26. August

Das seit 1988 veranstaltete

Museumsuferfest am Mainufer

in Frankfurt bietet auch dieses

Jahr wieder unzählige Möglichkeiten

zur Unterhaltung.

Umgeben von mehr als 20 Museen

werden Kleinkunst, Varieté,

Musik und Spezialitäten aus

aller Welt präsentiert. Highlights

bilden die Regatta mit

Drachenbooten und das traditionelle

Feuerwerk am Sonntag.

Mit dem Museumsuferfest-Button für vier Euro hat man während des Events

freien Eintritt in allen teilnehmenden Museen. Rund drei Millionen Besucher hat

das Fest in den letzten Jahren angelockt und ist damit das größte im Rhein-Main-

Gebiet. Nähere Informationen sind zu finden auf www.museumsuferfest.de.

8/2012 streifzug 35


Ursprung der Materie

Seit Menschen denken können, stellen sie sich Fragen,

dürsten nach Antworten. Vor allem, wenn es um solche

geht, die sich um ihre Existenz und die Existenz

ihrer Umgebung drehen: Woraus bestehe ich? Seit

wann gibt es die Erde? Warum leuchten die Sterne?

Wie alt ist unser Universum, und wie ist es entstanden?

Dank der modernen Physik und ihrer stets fortschreitenden

Methoden kann man mittlerweile viele

dieser Fragen beantworten. Und regelmäßig kommen

neue Antworten hinzu, über die sich Menschen über

Generationen hinweg den Kopf zerbrochen haben.

Der neueste physikalische Meilenstein wurde erst im

Juli gelegt bzw. experimentell nachgewiesen. Daran

war auch ein Gießener Forscherteam um Prof. Dr.

Michael Düren und Dr. Hasko Stenzel beteiligt: Im

Schweizer Forschungszentrum CERN konnte das bisher

nur in der Theorie vermutete Higgs-Teilchen als

letzter noch fehlender Baustein des Standardmodells

der Teilchenphysik gefunden werden – zumindest mit

großer Wahrscheinlichkeit. Weitere Tests müssen den

Fund noch belegen; aber selbst falls es sich doch nicht

um das ersehnte Higgs-Boson handeln sollte, wäre es

zumindest ein völlig neuartiges anderes Teilchen und

somit noch immer eine Sensation.

Auf weitere Sensationsfunde kann künftig nicht nur am

CERN, sondern quasi in der Nachbarschaft gehofft

werden, wenn bei Darmstadt das Forschungszentrum

FAIR (Facility for Antiproton and Ion Research) entsteht

– unter großer Beteiligung der Universität Gießen.

»Das war ein toller Moment, als ich im Internet verfolgt

habe, wie Peter Higgs mit Tränen in den Augen

der Entdeckung seines Teilchens beiwohnt – da fühlt

man schon: Das ist ein Moment, in dem Wissenschaftsgeschichte

geschrieben wird«, schwärmt Prof.

Dr. Christian Fischer von der JLU von der Bekanntgabe

der Entdeckung des Higgs-Teilchens. Immerhin rund

50 Jahre waren seit der Annahme der Existenz durch

den mittlerweile 83 Jahre alten Briten Prof. Peter Higgs

verstrichen, bis es nun auch im Experiment nachgewiesen

werden konnte. Das Higgs-Teilchen galt und

gilt nun mehr denn je als unverzichtbar bei der Entstehung

von Masse durch die schwache und elektromagnetische

Wechselwirkung.

»Das ist natürlich mit der Hoffnung verbunden, dass

das nicht die letzte Entdeckung dieser Art war, sondern

nur der Start vieler neuer Entdeckungen«, erklärt Fischer,

der der Institutsdirektor der Theoretischen Physik

in Gießen ist. »Die Maschine am CERN wird in

den nächsten Jahren auf höhere Energie umgeschaltet,

und dann wird man hoffentlich noch mehr schwerere

Teilchen finden. Dann kommen wir in die Ära, Physik

jenseits des Standardmodells zu untersuchen; dann

müssen wir vielleicht unsere Theorien umschreiben«,

macht der Wissenschaftler Hoffnung auf eine aus physikalischer

Sicht vielversprechende Zukunft. Und dies

unter anderem dank der Gießener Gruppe um Düren

und Stenzel, die seit Jahren bereits am ATLAS – einem

Teilchendetektor im CERN – arbeiten; diesen in einer

großen, internationalen Kollaboration von Wissen-

Foto: dpa


schaftlern aufbauten, weiterhin verbessern

und die Daten auswerten.

Nachdem im CERN in den letzten Jahren

großartige Entdeckungen dieses Kalibers gemacht

wurden, darf nun auf ähnlich bedeutsame

Funde in Hessen gehofft werden, wenn

bei Darmstadt das Forschungszentrum FAIR

eröffnet wird. Zwar ist die endgültige Inbetriebnahme

erst für 2018 vorgesehen, und die

Baumaßnahmen vor Ort haben gerade erst

begonnen, aber die wissenschaftlichen Vorbereitungen

laufen bereits auf Hochtouren.

Mit aktuell 15 Arbeitsgruppen sorgen die

Physik-Institute in Gießen dafür, dass FAIR

beste Startvoraussetzungen hat. Denn das

mehr als eine Milliarde Euro teure Projekt ist

darauf ausgelegt, bereits bei der Fertigstellung

wertvolle Ergebnisse zu liefern – und

die theoretischen Grundlagen sowie die

Möglichkeiten, die gewonnenen Daten auszuwerten,

werden bereits jetzt geschaffen.

»Ich sehe FAIR als komplementär zum

CERN. Am CERN wurde sehr wahrscheinlich

ein wichtiger Mechanismus identifiziert, wie

ein Teil der Materie seine Masse bekommt«,

so Fischer. »Ein Großteil der Masse um uns

herum kommt aber nicht vom Higgs-Teilchen,

sondern steckt in den Bausteinen der

Protonen, den Quarks und Gluonen. Deren

Massenerzeugung untersuchen wir zukünftig

an FAIR. Wir brauchen aber sicher beides,

um die Welt der kleinsten Teilchen zu verstehen«,

weist der Physiker auf eines der Arbeitsziele

des entstehenden Zentrums hin.

Rund 3000 Wissenschaftler aus zahlreichen

Ländern der Welt werden an FAIR auch untersuchen,

was in den ersten Mikrosekunden

des Urknalls geschah. Hierfür wird vor allem

die starke Wechselwirkung unter die Lupe

genommen, die neben den oben im Kontext

des Higgs-Teilchens erwähnten schwachen

und elektromagnetischen Wechselwirkungen

sowie der Gravitation eine der vier bekannten

Kräfte in unserem Universum ist.

Dass Atomkerne aus Protonen und Neutronen

bestehen, dürfte vielen von uns noch aus

dem Physik-Unterricht in der Schule bekannt

sein. Diese wiederum bestehen aus Quarks

und Gluonen (»Klebstoffe«), die über eine so

starke Bindung durch die starke Wechselwirkung

verfügen, dass sie nicht aus den Protonen

oder Neutronen entfernt werden können.

Dieses Confinement (»Eingesperrtsein«)

der Quarks in Hadronen (Hadronen sind aus

Quarks und/oder Antiquarks zusammengesetzte

Teilchen) soll an FAIR untersucht werden.

Und natürlich die Erzeugung der Massen

der Quarks, aus denen die Protonen und

Neutronen bestehen, also die dynamische

Massenerzeugung. Für die Experimente an

FAIR werden hochwertige Gerätschaften wie

Teilchenbeschleuniger und Detektoren benötigt.

Und hier spielen die Gießener Physiker

eine wichtige Rolle, denn sie sind maßgeblich

an unterschiedlichen Projekten beteiligt.

Dies sind die zwei größten FAIR-Experimente,

der PANDA-Detektor (Anti-Proton-Annihilation

in Darmstadt) und das CBM-Experiment

(Compressed Baryonic Matter) sowie

die großen internationalen Kollaborationen

NuSTAR (Nuclear Structure, Astrophysics and

Reactions) und APPA (Atomic, Plasma Physics

and Applications). Für den PANDA-Detektor,

wo Materie und Anti-Protonen aufeinander

geschossen und zu Energie zerstrahlt

werden, um neue exotische Materieteilchen

zu bilden, kommt sogar ein von Gießenern

patentiertes Verfahren zum Einsatz, das die

Ausheilung der in der Apparatur eingesetzten

Blei-Wolfram-Kristalle ermöglicht. Im CBM-

Experiment werden Eigenschaften der Quark-

Gluon-Materie vermessen, die durch den

Aufeinanderprall von Atomkernen bei hohen

Energien erzeugt wird. Manchmal entsteht

dabei das aus Charm-Quark-Paaren gebundene

Charmonium, für dessen Vermessung

der RICH-Detektor (Ring Imaging Cherenkov)

in Gießen gebaut wird. In der NuSTAR-Kollaboration

geht es um die Erforschung exotischer

Atomkerne, die ein Feld neuer Phänomene

und Eigenschaften versprechen,

während die APPA-Initiative auch Schwerpunkte

außerhalb der reinen Hadronenphysik

hat, wie zum Beispiel bei der Untersuchung

von Strahlung auf biologische

Systeme, wodurch unter anderem Therapien

für Krebspatienten verbessert werden sollen.

»Diese Experimente sind so aufwendig, dass

sie nur durchgeführt werden können, wenn

sich Wissenschaftler auf der ganzen Welt

vernetzen – das ist eine sehr spannende Sache.

Wir sind aktuell sowohl mit der Theorie

als auch mit dem Experiment hervorragend

unterwegs, und für Gießen ist FAIR in der

Nachbarschaft eine Riesenchance«, sagt Fischer.

Immerhin bekam die Physik-Abteilung

der JLU kürzlich fünf Millionen Euro für ihre

Arbeit durch das Bundesforschungsministerium

gestellt, von denen der Löwenanteil für

FAIR ist und etwa zehn Prozent für ATLAS

am CERN. »Ich wünsche mir von FAIR, dass

wir den Mechanismus, der den Großteil der

Masse – ungefähr 99 Prozent – erzeugt, im

Detail verstehen lernen«, freut sich Christian

Fischer auf/über das Potenzial von FAIR. Und

mit ihm kann die Welt mitfiebern, wie weitere

jahrtausendealte Ungewissheiten des Universums

enträtselt werden. Jan Sommerlad

DRei PflichtveRanstaltUngen

von der »Gießen-Seite«

www.wasmachicheigentlichhier.de

Unter dem Sternenhimmel

Knisternder Sand unter den Füßen, der Bass vibriert

in den Ohren, die Nacht glüht. Am 18.

August laden unsere Freunde von UNDERthe-

GROUND unter den Sternenhimmel zum 15.

Geburtstag im MuK. Warm-up auf dem Stadtfest,

bevor die Nacht bis in den Morgen durchgetanzt

wird. Ein Muss für alle, denen es bei guten

elektronischen Klängen in den Beinen

kribbelt. Und damit nicht genug der Open-Air-

Saison im MuK. Am Freitag (17.) wandert die legendäre

90er-Eurodance-Party auch unter das

Sternenzelt. Am 25. August feiert unser bester

Skateshop sein Sommerfest à la »Bärte und Balle«

mit Team Rhythmusgymnastik und anderen.

Sommer, Strand

und Salsa

Wir sind optimistisch

– der August steht

unter dem Motto Sommer! Und da die Initiative

der »Verlegung von Gießen an eines der Weltmeere«

und die damit einhergehenden Surferszene

und Beachparty noch auf sich warten lassen,

gibt’s Sommerflair auf die kontinentale Art:

Alle zwei Wochen (seit 14. Juli) laden Salsa-Partys

am Ufer des Heuchelheimer Surfsees zum

Sommer. Gutes Wetter vorausgesetzt, erschallen

nach einem sonnigen Wakeboardtag abends

mediterrane Klänge bei Cocktails und Sternenhimmel.

Partybeginn 21 Uhr. Termine: 28. 7., 11.

8., 25. 8.

Hinter der Bühne

Alle Jahre wieder lädt

unser kulturelles

Schmuckstück im August

zu einem Tag vor und

hinter die Bühnen, zu kleinen Auftritten im Theaterpark

und allerlei Spielerei. Am 26. August

werden dafür von 11 bis 16 Uhr die Türen

des Stadttheaters für die ganze Familie geöffnet.

Und dabei sind große und kleine Kinder

willkommen, die zauberhafte Theaterwelt mal

von einer anderen Perspektive zu entdecken.

Proberäume, Bühnentechnik, Requisiten – wer

in die mystische Atmosphäre eines Bühnenhauses

schnuppern wollte, ist hier richtig – es

gibt einiges zu erleben.

8/2012 streifzug 37


kuLtur

wird tanzen teurer?

Die Verwertungsgesellschaft GEMA will ihre Tarife zum Januar 2013 reformieren.

Für viele Clubs könnte das unter Umständen ruinöse Folgen haben. Der streifzug und

»Metal-Anwalt« Christian Koch aus Wettenberg haben nachgerechnet.

Die Verwertungsgesellschaft GEMA erhöht

ihre Tarife zum Januar 2013. Statt bisher elf

Tarife soll es nun deutlich weniger geben –

einen für Veranstaltungen mit Live-, einen für

Veranstaltungen mit Konservenmusik. Der

bisherige Tarif für reine Konzertveranstaltun-

38 streifzug 8/2012

gen bleibt jedoch erhalten. Die neue Tarifstruktur

muss noch ein Schlichtungsverfahren

bei einer der Aufsichtsbehörden der GEMA,

dem Deutschen Patent- und Markenamt

(DPMA) überstehen, eine Online-Petition

sammelt Unterschriften gegen die geplanten

Neuerungen. Ein Aktionstag des deutschen

Hotel- und Gaststättenverbandes (DEHOGA)

Ende Juni, an dem sich unter anderem auch

das »Scarabee« in Gießen beteiligte, setzte

mit dem Abschalten der Musik um 23.55 Uhr

unter dem Motto: »Es ist 5 vor 12« ein Zei-

Foto: Lademann


chen. Denn, da ist der Verband sicher:

»Wenn die neue Tarifreform kommt, können

viele Läden dichtmachen.« Landauf, landab

maulen die Veranstalter, dass die neuen Tarife

eine erhebliche Verteuerung mit sich brächten,

bis hin zur Existenzbedrohung. »Wir

würden finanziell an unsere Grenze gehen«,

sagt Paul Chrustek, Vorsitzender des Musik-

und Kunstvereins (MuK). »Wir können in

einer Studentenstadt nicht

utopische Eintritts- und

Getränkepreise verlangen.«

Inwieweit die Gießener

Clubs tatsächlich

betroffen sind, hat der

streifzug mit Rechtsanwalt Christian Koch aus

der Lindener Kanzlei Bindhardt – Fiedler –

Zerbe erörtert. Der Krofdorfer Koch tritt unter

dem Label »Metal-Anwalt« auf und hat sich

unter anderem auf die Gebiete Musik- und

Urheberrecht spezialisiert.

Schnell stellen wir fest: Die Tarife an sich sind

nicht das Problem. Schwierig ist vor allem,

dass vieles nicht klar definiert ist, denn unter

welchen Tarif fällt denn eine Veranstaltung,

wenn sie etwa Konzert- und Tanzelemente

enthält, wie bei vielen Partys in Gießen

üblich? Dazu gibt es seitens der GEMA vorab

keine Auskünfte –»nur im Streitfall«, zitiert

Koch einen Rechtsanwalt der Verwertungsgesellschaft.

»Die GEMA ist ein Verein – es

besteht keinerlei Auskunftspflicht nach dem

Informationsfreiheitsgesetz«, erklärt der

Metal-Anwalt, »dennoch ist die GEMA strukturiert

wie eine Behörde.«

Die GEMA-Gebühren ergeben sich aus der

Größe des Veranstaltungsraumes und dem

Eintritts- beziehungsweise Ticketpreis, wobei

bei Veranstaltungen mit Preisstaffelung immer

vom höchsten Kartenpreis ausgegangen wird.

Als Beispiel dient das »Scarabee« in Gießen –

hier finden regelmäßig Partys mit Tonträgerwiedergabe

statt. Das »Scarabee« fiele also

unter den Vergütungssatz M-V. Bei 120 Quadratmetern

Fläche und einem konstanten

Eintrittspreis von drei Euro (Quelle: Christel

Brömer-Weber, zusammen mit Inge Menges

Inhaberin des »Scarabee«), fallen hier nach

dem neuen Tarif 60 Euro Gebühren pro

Veranstaltung an. Allerdings nur dann, wenn

maximal fünf Stunden Musik gespielt werden;

werden diese fünf Stunden überschritten,

fallen zusätzlich noch einmal 50 Prozent an –

das wären dann 90 Euro. Bei vier Veranstaltungstagen

die Woche wären das übers Jahr

18 720 Euro. Vergleicht man das mit dem

aktuellen Tarif M-U wären bei einer Diskothek

dieser Größe 127,20 Euro pro Abend

fällig. Im direkten Vergleich der vermeintlich

gleichen Tarife kämen die Clubs also mit den

neuen Tarifen billiger weg. Aber: Durch die

Zusammenstreichung der Tarife fallen viele

Massiv betroffen: große

und mittelgroße Clubs

Ausnahmeregelungen weg, so auch der Untertarif

M-U III, durch den für Diskotheken

bislang Sonderkonditionen galten: Ab 16 Veranstaltungen

und mehr pro Monat wurde

bislang nämlich pauschal abgerechnet. Und

diesem Tarif zufolge muss ein Club mit 120

Quadratmetern 4188 Euro abdrücken – pauschal

für das ganze Jahr. »Man muss sehr

genau rechnen«, erklärt Koch, »massiv betroffen

sind vor allem die

mittelgroßen und großen

Discotheken.«

Ein Blick auf die Tabelle

verrät Folgendes: Bei 500

Quadratmetern fallen bei

einem Eintrittspreis bis drei Euro 150 Euro

Gebühren an; mit jeden weiteren 100 Quadratmetern

steigt die Gebühr linear um je

30 Euro. Bei einem Club wie der »Admiral

Music Lounge«, der nach unseren Informationen

rund 1000 Quadratmeter Fläche umfasst

und in der Regel sechs Euro Eintritt verlangt,

kommt man auf summa summarum 600 Euro

netto pro Abend. Ergibt – bei drei Veranstaltungstagen

in der Woche – 93600 Euro netto

im Jahr – zuzüglich Umsatzsteuer. Wobei es

möglich ist, Jahrespauschalverträge abzuschließen,

die Rabatte gewähren, sofern man

mehr als 15 Veranstaltungen im Jahr hat. Dieser

Tarif gewährt dann zehn Prozent Nachlass,

gerechnet ab der ersten Veranstaltung.

Bleiben immer noch 84240 Euro – deutlich

mehr als aktuell nach dem Tarif M-U III.

Die Gebühren entsprechen der Rechnung der

GEMA zu Folge zehn Prozent des Bruttoumsatzes

aus dem Eintrittsgeld, betonte Bezirksdirektor

Lorenz Schmid

auf einer Pressekonferenz.

Allerdings: Auf zehn

Prozent kommt man nur,

wenn man von einem gut

besuchten Haus ausgeht;

bei einem 300- Quadratmeter-Club müssten

bei drei Euro Eintritt 300 Gäste kommen,

damit dieser Satz tatsächlich zehn Prozent

der Bruttoeinnahmen entspricht. Für Veranstaltungen

mit geringem Besucheraufkommen

könnte die Lizenzgebühr somit tatsächlich

ruinöse Folgen haben – von Party-Modellen

wie »Eintritt frei bis 24 Uhr, danach 3 Euro«

ganz abgesehen.

Die GEMA argumentiert auf ihrer Facebook-

Seite »GEMAdialog« damit, dass es ja auch

viele Veranstaltungen mit starker Fluktation

gebe, die weitaus mehr als den theoretischen

einen Gast pro Quadratmeter hätten

und dort ändere sich die Gebühr ja auch

nicht zugunsten der GEMA. Clubs, die nicht

regelmäßig zu zwei Dritteln gefüllt seien,

würden auch ohne die GEMA-Gebühren

pleitegehen, und »wir können nicht für den

wirtschaftlichen Erfolg einer Veranstaltung

MuK würde finanziell

an Grenzen kommen

kuLtur

verantwortlich gemacht werden«, heißt es

seitens »GEMA dialog«.

Kritik gibt es auch, weil die GEMA offenbar

gar nicht genau weiß, welche Musik gerade

in kleinen, dem Mainstream fernen Clubs gespielt

wird. Denn: DJs führen keine Playlisten,

wie das bei Live-Konzerten gemacht werden

muss, sondern die GEMA ermittelt was

gespielt wird über das sogenannte Diskothekenmonitoring:

Bei rund 120 Tanzflächen

(von 5000 gelisteten) wird mittels einstündigem

Programmmonitoring pro Woche und

Tanzfläche (immer an zufällig ausgewählten

Tagen und Stunden) das gesamte Spektrum

der in einem Jahr wiedergegebenen Musiktitel

repräsentativ abgebildet. Eine Gewichtung

der Tanzflächen nach Größe oder Lizenzhöhe

erfolgt nicht. Wie sich die 120 Tanzflächen

zusammensetzen, bleibt dabei allerdings völlig

im Dunkeln.

Die Kritik, dass dieses viele Geld nur einigen

wenigen zukommt (2011 hat die GEMA laut

Geschäftsbericht rund 313 Millionen Euro an

ihre Mitglieder ausgeschüttet, 65 Prozent,

also rund 204 Millionen gingen dabei an die

ordentlichen Mitglieder; da sind rund 58 000

Euro pro Kopf) die eh schon viel verdienen,

erscheint naheliegend, wenn man die Struktur

der GEMA kennt: Der Verein setzt sich aus

angeschlossenen, außerordentlichen und

ordentlichen Mitgliedern zusammen: 55000

angeschlossene Mitglieder, etwa 6400 außerordentliche

und 3300 ordentliche Mitglieder,

wobei nur die ordentlichen Mitglieder als

»Vollmitglieder« angesehen werden, die angeschlossenen

Mitglieder aber nur von der

GEMA vertretene Urheber

ohne Mitgliedstatus sind.

Die außerordentlichen Mitglieder

verfügen über eingeschränkte

Rechte. Die

Auszahlungen gehen zum

größten Teil an die ordentlichen Mitglieder

(2010: 64 Prozent), deren Repertoire auch

den größten Teil der aufgeführten Werke

repräsentiert. Verteilung und Auszahlungsmodalitäten

werden in der Mitgliederversammlung

beschlossen. Diese besteht aus

den ordentlichen Mitgliedern der GEMA sowie

64 Delegierten der außerordentlichen

und angeschlossenen Mitglieder.

»So etwas wie die GEMA muss es geben,

denn die Urheber sind immer das unterste

Glied in der Kette und müssen für ihre Werke

auch Lizenzgebühren erhalten«, betont der

Metal-Anwalt, »aber die Strukturen sollten

meiner Meinung nach überdacht und novelliert

werden.« Aber er beschwichtigt auch:

»Die Tarifreform wird kommen. Aber nicht in

der vorgelegten Form. Es bleibt abzuwarten,

was das Schiedsverfahren bringt.«

Sabine Glinke

8/2012 streifzug 39


Ein Schuss mit dem

Der Blick durch das Visier lässt mich einen

großen Kreis erkennen, dahinter sehe ich

einen kleineren Kreis, und noch weiter weg,

in zehn Metern Entfernung, einen winzigen

schwarzen Punkt. Irgendwo in dessen Mitte

müsste sich die »Zehn« befinden. Das

große Ziel. Der innerste Ring. Und damit

die höchste Punktzahl, die man mit einem

Schuss erreichen kann. Da ich vor über zehn

Jahren den Grundwehrdienst verweigert

hatte, habe ich heute zum ersten Mal eine

»Olympiagewehr«

Julian Justus ist ein Fachmann. Der Sportschütze aus Homberg/Ohm wird bei den Sommerspielen

in London (27. Juli bis 12. August) in der Disziplin 10 m Luftgewehr für Deutschland

an den Start gehen. Ich bin ein Laie. Dennoch hat er mich in die Kunst des Schießens eingeführt.

Es war mein erstes Mal, aber ich bin zufrieden. Justus ist ein guter Trainer.

40 streifzug 8/2012

Waffe in der Hand. Zum ersten Mal stehe ich

auf einem Schießstand, zum ersten Mal werde

ich gleich einen richtigen Schuss abgeben

– sieht man mal von den Versuchen an der

Schießbude auf der Kirmes ab. Ich bin

gespannt.

Bei diesen Voraussetzungen brauche ich

vermutlich Hilfe. Aber dieser kann ich mir

sicher sein, denn ich bin mit Julian Justus

verabredet, der bei den Olympischen Spielen

in London in der Disziplin Luftgewehr für

Deutschland antreten wird. Er ist der beste

Deutsche in dieser Disziplin.

Es ist Dienstagabend. Der einzige freie Tag,

den Justus in dieser Woche hat. Am Montag

ist er von einem Vorbereitungswettkampf

aus Innsbruck zurück nach Homberg/Ohm

gekommen, am nächsten Tag muss er weiter

nach Berlin, wo sich die deutschen Schüt -

zen treffen, bevor es gemeinsam zum

»Schnuppern« schon mal in die englische

Hauptstadt geht.

Fotos: Vogler


Der Schießstand der Schützengilde Homberg,

Justus’ Heimatverein, für den er immer

noch antritt, ist im Feuerwehrstützpunkt

untergebracht. Die Türen sind alle verschlossen.

Aber Justus, der im Stadtteil Appenrod

zu Hause ist, wenn er denn mal zu Hause

ist, hat natürlich einen Schlüssel. Er darf hier

immer trainieren, wenn ihm danach ist.

Auf der Anlage für Luftgewehre gibt es aber

keine elektronische Schusserfassung. Hier

muss der Schütze sein Ergebnis noch selbst

ablesen – auf der kleinen Zielscheibe aus

Pappe, die einen Durchmesser von etwa vier

Zentimeter hat. Aber jetzt geht es endlich

los. Justus öffnet einen langen silbernen Koffer

und holt sein Gewehr heraus. Ein High-

End-Modell. Kostenpunkt etwa 2000 Euro.

Damit wird er in London am 3. August den

olympischen Wettkampf bestreiten und versuchen,

eine Medaille zu holen. Ich fasse es

nicht. Justus drückt mir die Waffe in die Hände.

Ich – absoluter Laie – darf einen Schuss

mit dem »Olympiagewehr« abgeben.

Der Homberger fährt die Scheibe mit einer

Scheibenzuganlage auf dünnen Seilen an die

zehn Meter entfernte Wand. Ich versuche

nun, seinen Anweisungen zu folgen und

begebe mich in Position. Mit leicht gespreizten

Beinen stehe ich seitlich zur Scheibe und

kippe mein Becken leicht nach links, also

zum Ziel hin. »Und jetzt den linken Ellenbogen

auf dem Hüftknochen ablegen«, sagt Justus.

Idealerweise verwendet man nämlich

kaum Muskelkraft, um die 5,2 kg schwere

Waffe zu halten. Ich ziele, und noch bevor

ich gemerkt habe, dass ich den Abzug berühre,

löst sich schon ein Schuss. »Der

Abzug ist sehr sensibel«, sagt Justus und

lacht. Er holt die Zielscheibe per Knopfdruck

zu uns zurück. Ich war ja ehrlich gesagt froh,

dass das Projektil überhaupt den Weg in

Richtung Scheibe gefunden hat, denn die

Wand hinter dem Kugelfang war zum Teil

Ein perfekter

Schuss von

Justus, und

einer von mir –

ein bisschen

weniger perfekt

schon sehr in Mitleidenschaft gezogen. Ich

wollte nicht, dass sie weiteren Schaden

nimmt. Und ich habe es geschafft. Die

kleine Kugel aus Blei hat den äußeren Ring

der Scheibe angekratzt. »Eine Eins«, sagt

Justus.

Beim zweiten Schuss soll alles besser werden.

Ich zwänge mich in eine schwere Jacke,

die Justus zum Schießen anzieht, um eine

gewisse Stabilität zu erlangen. Für ein paar

Schüsse ist das eigentlich nicht nötig, doch

ich verspreche mir davon auch eine ruhigere

Haltung, denn beim Zielen hatte die Waffe

bei mir doch sehr geschwankt. Ein Gläschen

Jägermeister hätte es vielleicht auch getan,

aber dafür ist es jetzt zu spät. Auf die passende

Schutzhose, Handschuhe und eine Blende,

um vor Lichteinfall zu schützen, verzichte

ich und wage mich an Schuss zwei.

Laden ist jetzt meine Aufgabe. Also, Spannhebel

zurück, das kleine Projektil mit dem

offenen Ende nach hinten in den Lauf. Das

ist eine Friemelei. Außerdem zittere ich

leicht. Die Aufregung. Geschafft. Ich nehme

das Gewehr hoch. Das Zielen fällt mir komischerweise

schwerer als zuvor. Ohne dass

ich etwas dagegen tun könnte, beginnt sich

der Punkt im Korntunnel um die Scheibe zu

drehen. Ich muss absetzen. Noch mal von

vorne. Meine Entscheidung, das Gewehr

nicht so lange oben zu halten, erweist sich

als klug. Ich löse den Schuss zügig aus. Mist.

Aus der Entfernung kann ich keinen Einschlag

erkennen. Doch das geübte Auge

sieht mehr. »Schon besser«, meint Justus und

holt die Scheibe zurück. Tatsächlich: Es ist

eine Fünf. Wer sagt’s denn. Da man auf dem

Höhepunkt abtreten sollte, verzichte ich auf

einen weiteren Versuch. Wer in Mathe früher

aufgepasst hat, kann sich ja ausrechnen, wie

es weitergegangen wäre: Eins, Fünf, Neun –

oder vielleicht doch wieder eine Eins?

Christoph Sommerfeld

Schießen

SpOrtwELt

Beim Sportschießen werden Waffen als

Sportgerät benutzt. Ziel ist es, die Mitte

einer Scheibe zu treffen. Dazu bedarf

es sowohl der Körperbeherrschung als

auch der inneren Ruhe, um äußere

Einflüsse ausblenden zu können.

Das Schießen mit dem Luftgewehr ist

eine olympische Disziplin. Die Scheibe

ist dabei zehn Meter vom Schützen

entfernt. Zum Programm der Sommerspiele

zählen außerdem das kleinkalibrige

Sport- und Freigewehr sowie der

Kleinkaliber-Liegendkampf.

Mit dem Luftgewehr werden die Schüsse

im Stehend-Anschlag abgegeben.

Julian Justus aus Homberg-Appenrod

wird bei den Olympischen Spielen in

London in dieser Disziplin an den Start

gehen.

Justus muss in der englischen Hauptstadt

innerhalb von 105 Minuten

60 Schuss abgeben. Mit einem Schuss

können im Vorkampf maximal zehn

Ringe erreicht werden. Bei 60 Schuss

ist die Bestmarke folglich 600 Ringe,

da im Vorkampf nur die vollen Ringe

gezählt werden. Eine Zehn ist dann erzielt,

wenn das Projektil den innersten

Ring der Scheibe zumindest ankratzt.

Berührt die Kugel nur den zweiten

Ring, hat der Schütze neun Ringe erzielt.

Im Finale eines Wettkampfs, für

das sich in der Regel acht Teilnehmer

qualifizieren, werden die Punkte noch

genauer unterteilt. Die Bestmarke ist

dann eine 10,9 (siehe Foto unten).

Zum Schießen benötigt man – na klar

– eine Waffe. Das High-End-Produkt

von Justus kostet etwa 2000 Euro.

Anfängergewehre sind ab 500 Euro

erhältlich. Zum »Schnuppern« halten

Schützenvereine Waffen bereit. Der

Schutzanzug, der im Wettkampf zum

Einsatz kommt, liegt komplett bei etwa

600 Euro.

Neben der Schützengilde Homberg,

dem Heimatverein von Justus, gibt es

auch im Schützenkreis Gießen viele

Schützenvereine. Beim SV Gießen

(Sportstätte am Hangelstein in Wieseck)

wird beispielsweise in der Regel

mittwochs ab 16.30 Uhr und sonntags

ab 10 Uhr mit dem Luftgewehr geschossen.

Interessierte sind immer willkommen.

Nähere Infos gibt es unter

Tel. 06 41/5 40 07 oder bei Schützenmeister

Dr. Rolf van Delden unter

Tel. 0 64 03/10 02. cso

8/2012 streifzug 41


Welcome to Miami! Knappe Outfits, heiße

Rhythmen, innovative Moves – der revolutionärste

Tanzfilm aller Zeiten kommt in diesem

Sommer in die Kinos! Bisher haben die

Tänzer der »Step Up«-Reihe um ihr Leben

und für die Liebe getanzt, jetzt tun sie es für

die Gerechtigkeit: Mit explosiven Choreografien,

heißen Beats und jeder Menge Leidenschaft

gehen die Tänzer in »Step Up:

Miami Heat« gegen Immobilienhaie auf die

Barrikaden. Achtung, akute Flashmob-

Gefahr!

2006 kam »Step Up« in die Kinos und

überzeugte mit coolen Moves und ultraläs-

42 streifzug 8/2012

Emily und Sean

tanzen für

Gerechtigkeit

sigen Darstellern. 2008 folgte mit »Step Up

2: The Streets« die sensationelle Steigerung.

2010 rockte der spektakuläre dritte Teil

»Step Up 3D« in neuster 3D-Technik die

Kinos. Über 2,5 Millionen begeisterte Zuschauer

fieberten bisher bei den Tanzaben-

kinostart: 30. August

teuern mit. Nun geht die erfolgreiche Reihe

in die vierte Runde!

Als Emily (Kathryn McCormick) nach Miami

kommt, hat sie nur einen Traum: Sie will

Tänzerin werden. Schon bald verliebt sie

sich in Sean (Ryan Guzman). Auch für ihn

gibt es nichts Wichtigeres, als zu tanzen.

Sean ist Anführer einer Tanzgruppe, die unter

dem Namen »The Mob« atemberaubende

Flashmobs veranstaltet. Als ein reicher

Geschäftsmann droht, das historische Viertel,

aus dem »The Mob« kommt, einer Luxussanierung

zu unterziehen und damit

Tausende von Anwohnern zu vertreiben,

verwandeln Sean, Emily und »The Mob« ihre

Performancekunst in handfesten Protest.

Doch mit der Entscheidung, ihre Tanzleidenschaft

in den Dienst einer höheren Sache

zu stellen, setzen sie auch ihren Lebenstraum

aufs Spiel.

Vor der einzigartigen bunten Kulisse der

Strandmetropole Miami zeigen Amerikas

beste Tänzer ihr Können und erzählen eine

Geschichte voll von Leidenschaft, Lebenslust

und Lifestyle.

GEwiNNSpiEL

Der streifzug verlost mit den Gießener

Kinos 3x 2 Tickets für die erste Vorstellung

des Films »Step Up: Miami Heat«

am 30. August. Wer den Film sehen

möchte, sollte bis zum 20. August eine

Karte mit dem Kennwort »Kino« an

streifzug, Marburger Straße 20, 35390

Gießen oder eine Mail an streifzug@

giessener-allgemeine.de senden.


Neu

im Kino

Gießen

Kinocenter Gießen

Bahnhofstraße 34, Telefon 06 41/7 21 08

Heli

Frankfurter Straße 34, Telefon 06 41/7 45 11

Roxy

Ludwigsplatz 4, Telefon 06 41/3 25 47

www.die-giessener-kinos.de

Kommunales Kino JOKUS

Ostanlage 25 a, Telefon 06 41/3 06-24 95

Grünberg

Bismarckstraße 10, Telefon 0 64 01/68 69

Lich

Kino »Traumstern«

Gießener Straße 15, Telefon 0 64 04/38 10

Weitere Kino-Tipps

finden Sie täglich in der Gießener Allgemeine

Zeitung oder auf unserer Internetseite unter

www.giessener-allgemeine.de/kino.

WAS PASSIERT,

WENN´S PASSIERT IST

Mittwoch, 08.08.2012

zur Abendvorstellung

Eintritt inklusive einem Glas Prosecco!

Männer sind herzlich willkommen!

Kinocenter • Bahnhofstraße 34 • 35390 Gießen

Roxy • Ludwigsplatz 4 • 35390 Gießen

Heli • Frankfurterstraße 34 • 35390 Gießen

Mehr Infos im Kino und unter www.die-giessener-kinos.de

The Rum Diary

Ärger im Paradies

1960 trifft Journalist Kemp

auf Puerto Rico ein, um für

eine lokale Zeitung zu arbeiten.

Schon bald erkennt

er, dass der amerikanische

Traum hier mit dem Ausverkauf

des Paradieses und desillusionierten

Kollegen bezahlt wird, die ihren Frust in Alkohol

ertränken. Als er den einflussreichen,

PR-Strategen Sanderson kennenlernt, winken

Kemp erstmals beruflicher Erfolg und

Geld. Wenn da nicht dieser verdammte

Rum, diese lästige Arbeit und Sandersons

bildhübsche Freundin Chenault wären.

Darsteller: Johnny Depp, Aaron Eckhart,

Michael Rispoli, Amber Heard

Start: 2. August

★★★✩

Magic Mike

Stripper-Komödie

Mike Martingano (»Magic

Mike«) verdient gutes Geld

und hat Spaß bei der Sache.

Seine geheime Leidenschaft

gilt jedoch dem

Möbeldesign, auch wenn

er den Schritt zu einem Berufswechsel nicht

riskieren will. Eines Tages lernt er den Neuling

»The Kid« kennen, den er unter seine

Fittiche nimmt und dem er das Handwerk

des Strippers beibringt. Die Dinge ändern

sich, als Mike sich in die Schwester seines

Schützlings verliebt. Zum ersten Mal erwägt

er den Ausstieg aus dem Stripper-Business.

Darsteller: Matthew McConaughey, Channing

Tatum, Olivia Munn

Start: 16. August

★★✩✩

Was passiert,

wenn’s passiert ist

Ensemblekomödie

Fünf Frauen stehen vor einem

Ereignis, das ihr Leben

für immer verändern

wird. Wendy, Skyler und

Jules sind gewollt schwanger

geworden, Rosie wird davon überrascht,

wie auch von Frauenheld Marco, der zu ihr

und seiner Vaterschaft stehen will, und Holly

will sich ihren Kinderwunsch mit einer

Adoption erfüllen. In den folgenden Monaten

zeigt sich, wie unterschiedlich Schwangerschaft

zwischen Freude, Verunsicherung,

Besorgnis und Leid erlebt werden kann.

Darsteller: Cameron Diaz, Jennifer Lopez,

Elizabeth Banks, Chace Crawford

Start: 16. August

★★✩✩

SpErrSitZ

Ted

Wird er endlich erwachsen?

Der kleine John wünscht

sich, dass sein Teddy-Bär

und bester Freund lebendig

wird. Auf magische Weise

passiert das auch. Im Laufe

der Jahre stellt sich Ted als

guter Freund heraus, aber auch als Stolperstein.

Das wird besonders dann deutlich, als

John seiner Freundin einen Heiratsantrag

macht, diese aber nicht sicher ist, ob eine so

feste Bindung mit Ted in der Wohnung möglich

ist. Zumal dieser mit Drogen-, Alkoholund

Sexeskapaden nicht unbedingt den besten

Einfluss auf John zu haben scheint.

Darsteller: Mark Wahlberg, Mila Kunis, Joel

McHale, Giovanni Ribisi

Start: 2. August

★★✩✩

We need to talk

about Kevin

Mutter eines Amokläufers

Die ehemalige Reisejournalistin

und Abenteurerin

Eva trägt eine schwere seelische

Last. Grund ist ihr

Sohn Kevin, der bereits als

Baby eine eigenwillige Distanz zeigt, die es

Mutter Eva schwer macht, Nähe aufzubauen.

Während Vater Franklin an seinem Sohn

nichts Ungewöhnliches sieht, ist Eva besorgt

über mangelnde Empathie und seine Lust an

Zerstörung. Mit 16 Jahren wird aus Kevin

ein Schulamokläufer und Eva fragt sich, ob

sie für die Tat des Sohnes verantwortlich ist.

Darsteller: Tilda Swinton, John C. Reilly,

Ezra Miller, Jasper Newell

Start: 16. August

★★✩✩

Total Recall

Hetzjagd durch eine

designte Welt

Douglas Quaid findet die

Idee, Träume zu realen Erinnerungen

werden zu lassen,

faszinierend und will

sich per »Gedankenausflug«

eine Auszeit von seinem langweiligen

Leben gönnen. Erinnerungen an ein Leben

als Superspion sind genau das, was er

braucht. Doch sein Gedankenurlaub geht

schief, und Quaid wird während der Prozedur

zum Gejagten. Die Grenze zwischen

Fantasie und Realität verschwimmt, als

Quaid sein wahres Schicksal entdeckt.

Darsteller: Kate Beckinsale, Colin Farrell,

Jessica Biel, Bill Nighy

Start: 23. August

★★★✩

8/2012 streifzug 43

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