genannt hat. Ihre Augen leuchteten - LKH Stolzalpe

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genannt hat. Ihre Augen leuchteten - LKH Stolzalpe

Vorwort der Anstaltsleitung

Liebe Stolzälplerinnen und Stolzälpler!

Vor nunmehr eineinhalb Jahren beschloss

die steirische Landespolitik den

„Regionalen Strukturplan Gesundheit

(RSG) 2010“. Dessen erklärtes Ziel

war eine Strukturreform, die zunächst

innerhalb der Spitalslandschaft stattfnden

soll.

Die Headlines der Medien verkündeten

damals, dass „kein Stein auf

dem anderen bleiben“ werde. Für die

Stolzalpe bedeutete dies, dass sie 2020

zwanzig orthopädische Akutbetten weniger

haben wird, vor allem aber, dass

sie ihre Abteilung für Innere Medizin

verlieren werde.

Deren Agenden (nicht Betten!) sollen

künftig auf die Interne Medizin Knittelfeld

übertragen werden.

Der Verlust an orthopädischen Betten

werde durch ein Department für Remobilisation

und Nachsorge (RNS)

überwiegend ausgeglichen.

Die angekündigten Steine purzelten

auf der Stolzalpe just nach der Neubesetzung

des Orthopädischen Primariats

und der Ärztlichen Direktion, wenige

Monate später auch der Pfegedirektion.

Die einstürzenden Mauern drohten

den Plan für den dringenden OP-

Neubau unter sich zu begraben, ebenso

die Forderung nach einem verantwort­

baren internistischen Restangebot.

Heute, mit rissigen Händen vom Ziegelschlichten,

kann die Anstaltsleitung

immerhin folgendes verlauten:

• Der Standort Stolzalpe steht nicht

zur Debatte – im Gegenteil, er

soll sich noch weiterentwickeln zu

einem Zentrum für Bewegungsmedizin.

• Ein neuer OP-Trakt wird ans Haus 1

angebaut und die Perioperativ-Intensiv

wird adaptiert.

• Die vom hiesigen Personal mehrheitlich

erwünschte Zweihausvariante

bleibt also bestehen, und damit

auch eine höhere Raumvariabilität

fürs künftige Leistungsangebot.

• Aufgrund des aktuellen Facharztmangels

wird die Abteilung für Innere

Medizin Stolzalpe – leider –

schon am 31.12.2012 geschlossen.

• Danach wird Innere Medizin den

orthopädischen Patienten und der

Murauer Bevölkerung weiterhin

rund um die Uhr (24Stunden / 7

Tage) angeboten, ohne Stationsbetten,

aber mit vollem Ambulanzangebot

wie bisher (Rheumatologie,

Kardiologie, Endoskopie usw.)

und mit sog. Funktionsbetten. Im

weiteren Verlauf 2013 werden diese

bestellbaren Leistungen mit dem

Triageprinzip der künftigen AEE

(s.u.) kombiniert. Ermöglicht wird

dies durch 4 Facharzt-Dienstposten

auf der Stolzalpe und 2 Facharzt-

Dienstposten in Knittelfeld. So wird

hier kein Orthopäde, Anästhesist

oder „Physikalist“ zu fachfremder

Tätigkeit gedrängt.

• Der geplante Personalabbau (v.a. am

Pfegesektor) erfolgt schrittweise.

• Die Stolzalpe ist Pilotkrankenhaus

für die Projekte RNS (Remobilisierung

und Nachsorge), AEE (Ambulante

Erstversorgungseinheit; startet

ca. Mitte 2013 im Haus 2) und

Gesundheitszentrum (Anlaufstelle

für alle Informationen rund um ein

„Gesundes Leben“; Entlassungsmanagement

und Organisation der

Nachbetreuung von Spitalspatienten).

• Das interdisziplinäre, vorwiegend

aber orthopädische Patienten- und

OP-Management wird reformiert,

gleichzeitig mit dem OP-Neubau.

Dafür wurde von der Anstaltsleitung

ein eigenes Projekt initiiert,

und eine Klausur auf der Turrach

dient dem Entwurf dieses äußerst

komplexen Vorhabens.

Ja, es gibt nichts zu beschönigen:

Die Schließung der Internen Abteilung

ist unzweifelhaft ein Amputationstrauma!

Wohl oder übel müssen wir uns

daher einem Rehabilitationsverfahren

unterziehen, damit wir wieder auf die

Beine kommen, so wie wir das alltäglich

für unsere Patienten indizieren.

Und so wie wir es unseren Patienten

zumuten, muss das Terapieziel größtmögliche

Autonomie und Alltagstauglichkeit

sein. Immerhin sind wir

ja Profs in einem Zentrum für Bewegungsmedizin,

oder? Also - nutzen wir

das Gegebene und das Erkämpfte, machen

wir was Sinnvolles daraus!

Zeigen wir der Öfentlichkeit, was sie

noch immer an uns hat!

Prim. Dr. Gerald Fugger,

Ärztlicher Leiter

Medizinische Planung und Einrichtung

Ihr Planer für Medizintechnik und Rehatechnik

Fröhlichgasse 39 8010 Graz Tel.: 0316 46 15 41 fax. DW 4, e-mail.: h.gangl@grall.at, www.grall.at

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BA

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