RUMÄNIEN - Gustav-Adolf-Werk eV

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RUMÄNIEN SÜDOSTEUROPA

Mitglied der Europäischen Union (EU)

238.391 km² 21.514.000 Einwohner

Die Hauptstadt ist Bucure�ti (Bukarest) mit 1.944.367 Einwohnern.

Im Vielvölkerstaat Rumänien, in dem Rumänen, Ungarn, Sinti und Roma, Ukrainer,

Türken, Serben, Tataren, Slowaken, Russen und Deutsche leben, gehören

ca. 86,7% der Einwohner der Rumänisch-Orthodoxen Kirche an. Religiöse Minderheiten

bilden 4,7% Römisch-Katholische, 6,6% Protestanten, Muslime

(158.561) und Juden (12.000).

Rumänien entstand 1862 mit dem Zusammenschluss der Donaufürstentümer

Walachei und Moldau. 1878 wurde die Unabhängigkeit Rumäniens auf dem

Berliner Kongress anerkannt. 1920 wurden mit dem Vertrag von Trianon Rumänien

im Norden Transsilvanien (Siebenbürgen) und im Westen das Banat angegliedert.

Die rumänische politische Wende 1989 verlief im Unterschied zu einem

Großteil der osteuropäischen Staaten blutig und gipfelte in der standrechtlichen

Erschießung des kommunistischen Diktators Nicolae Ceau�escu und dessen

Frau.

Der rumänische Staat ist nach französischem Vorbild zentralistisch aufgebaut.

Die 41 Departements (Judet) werden durch Präfekten verwaltet, die von der

Regierung eingesetzt werden. In den vergangenen Jahren hat das Land enorme

Anstrengungen unternommen, um seine Strukturen des Landes gemäß den Forderungen

der Europäischen Union zu reformieren. 2007 wurde Rumänien gemeinsam

mit Bulgarien ein Mitglied der EU.

Mit der Verabschiedung eines Gesetzes über das Erziehungswesen durch das

Parlament am 1. Juli 1999 endete eine mehrjährige Auseinandersetzung über den

Unterricht in Minderheitensprachen. Den rund 1,45 Millionen rumänischen

Staatsbürgern ungarischer Muttersprache wie auch anderen Minderheiten ist es

nun erlaubt, den Schulunterricht in ihrer Sprache zu halten und eigene Fakultäten

an Universitäten zu eröffnen. Erste Schulen wurden an die Kirchen zurückgegeben.

Die Evangelischen, allen voran die Reformierten, sehen sich allerdings

bei der Rückgabe des enteigneten Land- und Gebäudebesitzes im Vergleich zu

den Orthodoxen benachteiligt.

In den letzten Jahren haben sich die Lebensbedingungen für viele Menschen

verschlechtert. Seitens der Regierung wurden die Löhne im staatlichen Bereich

um 25% gekürzt. Die Mehrwertsteuer wurde von 19% auf 24% erhöht. Diese

Teuerung wirkt sich auf viele Bereiche des täglichen Lebens und auch auf die

Kirchengemeinden aus.


Partnerkirchen des GAW der EKD sind die

REFORMIERTE KIRCHE IN RUMÄNIEN

(Romániai Református Egyház)

mit ca. 470.000 Gemeindegliedern.

Die ungarische Besiedlung im südöstlichen Karpatenbogen begann ca. 950.

Die Geschichte der Reformierten Kirche in Transsilvanien (Siebenbürgen) ist

eng verbunden mit der Kirchengeschichte der Reformierten Kirche in Ungarn.

Bereits zwischen 1540 und 1550 verbreitete sich – von Ungarn kommend – die

calvinistisch geprägte Reformation auch unter den ungarischsprachigen Menschen

in Siebenbürgen. Ca. 90% der Ungarn gehören zum reformierten Protestantismus.

Gemeinsam mit den reformierten Christen in Ungarn bildete sich

1559 eine eigenständige Reformierte Kirche, die 1577 das Zweite Helvetische

Bekenntnis und den Heidelberger Katechismus annahm. 1604 verteidigte der

reformierte Fürst István Bocskai den reformierten Glauben gegen die beginnende

Gegenreformation. Auch im 17. Jahrhundert konnte die Reformierte Kirche in

Transsilvanien ihren Glauben frei ausüben. Die Gemeinden im Nordwesten

jedoch hatten unter der Gegenreformation zu leiden.

Nachdem im 18. Jahrhundert Transsilvanien Teil des habsburgischen Empire

wurde, blieb die Glaubensfreiheit weitgehend unangetastet. 1897 kam Transsilvanien

zum ungarischen Königreich. 1895 konnte die Theologische Fakultät in

Kolozsvár (Klausenburg) ihre Arbeit beginnen.

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde Transsilvanien laut Friedensdiktat von

Trianon Teil des neu gebildeten Staates Rumänien. Außerdem wurden, wie

schon im Norden und Osten Ungarns, Teile Südungarns vom ungarischen Staat

getrennt. Letztere bildeten dann einen zweiten ungarischsprachigen reformierten

Kirchendistrikt (Westlicher Kirchendistrikt) im Staatengebilde Rumäniens. Als

Folge der systematischen Umsiedlungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg bekam

die bis dahin in den ungarischen Siedlungsgebieten als Mehrheitskirche

geltende Reformierte Kirche den Status einer Minderheit. In den 1950er Jahren

wurden viele Pfarrer inhaftiert. Nach dem Fall des Kommunismus gab es mehr

Freiheit, die Minderheitenrechte wurden jedoch bei Weitem nicht vollständig

eingeführt. Erst ab 1999 begann ein Prozess der langsam voranschreitenden

rechtlichen Gleichstellung, wenn auch mit ständig neuen Rückschlägen.

Heute sind von den ca. 1,45 Millionen Ungarn in Rumänien etwa 50% Reformierte.

Die Kirche ist Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

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Die Kirche selbst gliedert sich in zwei Distrikte:

I. WESTLICHER KIRCHENDISTRIKT (ungarischsprachig)

(Királyhágómelléki Református Egyházkerület)

mit 160.000 Gemeindegliedern in 220 Kirchengemeinden mit 225 Pfarrerinnen

und Pfarrern.

Bischof:

István Csüry

Strada Jean Calvin 1, 410210 Oradea

(Nagyvárad/Großwardein), jud. Bihor, RUMÄNIEN

Tel.: (0040 259) 43 17 10

Fax: (0040 259) 43 28 37

E-Mail: partium@rdsor.ro

Internet: www.kiralyhagomellek.ro

Auslandsreferent:

Janos Antal

Mobil: (0040 722) 68 68 24

E-Mail: antaljanos@partium.ro

II. SIEBENBÜRGISCHER KIRCHENDISTRIKT (ungarischsprachig)

(Erdélyi Református Egyházkerület)

mit 310.070 Gemeindegliedern in 508 Kirchengemeinden mit 553 Pfarrerinnen

und Pfarrern.

Bischof:

Dr. Géza Pap

Strada I. C. Br�tianu Nr. 51, 400079 Cluj-Napoca

(Kolozsvár/Klausenburg), RUMÄNIEN

Tel.: (0040 264) 59 24 53 (Zentrale) und

59 74 72 (Bischofsbüro), Fax: (0040 264) 59 51 04

E-Mail: office@reformatus.ro und

puspokihivatal@reformatus.ro

Internet: www.reformatus.ro

Auslandskontakte (englisch oder ungarisch):

Pfarrer Tibor Kiss

E-Mail: kisstibor@reformatus.ro


Ausbildungsstätten

PROTESTANTISCH-THEOLOGISCHES INSTITUT

(ungarischsprachig)

Pia�a Avram Iancu 13, 400124 Cluj

(Kolozsvár/Klausenburg), RUMÄNIEN

Tel.: (0040 264) 59 13 68 (Rektorat und Sekretariat), Fax: (0040 264) 59 13 68

E-Mail: proteo@proteo.hu, Internet: www.proteo.hu

Rektor:

Prof. Dr. Elek Rezi

Tel.: (0040 264) 59 13 68

E-Mail: rektor@proteo.hu

Dekan:

Dr. Zoltán Adorjáni

Tel.: (0040 744) 98 90 52

E-Mail: adorjani@proteo.cj.edu.ro und adorjani@proteo.hu

Das Theologische Institut bildet Pfarrerinnen und Pfarrer verschiedener protestantischer

Kirchen aus: Reformierte Kirche in Rumänien, Evangelisch-

Lutherische Kirche in Rumänien und Unitarische Kirche. Das Protestantisch-

Theologische Institut und die Evangelisch-Theologische Fakultät der Evangelischen

Kirche A.B. gelten nach Vertrag als verbundene theologische Ausbildung.

RELIGIONSPÄDAGOGISCHE FAKULTÄT der staatlichen wissenschaftlichen

Universität in Cluj

Dekan:

Prof. Dr. János Molnár

Tel.: (0040 264) 59 07 23 (Büro)

E-Mail: molnarj@Kolozsvar.ro

Die Ausbildungsabschlüsse an der wissenschaftlichen Universität entsprechen

europäischem Standard und sind damit an allen europäischen Universitäten anerkannt.

Die religionspädagogische Fakultät steht für Studenten aller christlichen

Kirchen offen.

THEOLOGISCHER LEHRSTUHL DER CHRISTLICHEN UNIVERSITÄT

PARTIUM, ORADEA

Lehrstuhlleiter:

Dr. János Hermán M.

Tel.: (0040 259) 41 82 52-110

E-Mail: jhermann@gmail.com

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EVANGELISCHE KIRCHE A.B. IN RUMÄNIEN

(Biserica Evanghelica C.A. din Romania) (überwiegend deutschsprachig)

mit 13.357 Gemeindegliedern in 247 Gemeinden (darunter auch Kleinstgemeinden

und Betreuungspunkte) mit 39 Pfarrerinnen und Pfarrern.

Bischof:

Reinhart Guib

E-Mail: ekr.bischofsamt@evang.ro

Hauptanwalt:

Friedrich Gunesch

Landeskonsistorium:

Strada General Magheru 4, 550185 Sibiu (Hermannstadt), RUMÄNIEN

Tel.: (0040 269) 21 78 64 und 23 02 02 (Bischofsamt)

Fax: (0040 269) 20 68 64

E-Mail: ekr.landeskon@evang.ro und evlk.hermannstadt@gmail.com

Internet: www.evang.ro

Die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien ist in der Reformationszeit entstanden.

Ihre lange und reiche Geschichte ist eng verbunden mit der Geschichte Siebenbürgens

(Transsilvanien). Lange Zeit bildeten die Ungarn und die Siebenbürger Sachsen

den überwiegenden Bevölkerungsteil in Siebenbürgen. Die Siebenbürger Sachsen

siedelten im Karpatenbogen seit etwa 1150. Mit der Reformation wurden sie zu

fast 100% Lutheraner. Es gelang ihnen in den folgenden Jahrhunderten, eine reiche,

eigenständige Kultur mit deutscher Sprache und Struktur zu erhalten. Eine Besonderheit

bilden die einmaligen, wehrhaften Kirchenburgen aus dem 13.–15. Jahrhundert,

von denen einige zum Weltkulturerbe der UNESCO gehören.

Auch während der Zeit des Kommunismus in Rumänien wurden die spezifischen

Gemeinschaftsstrukturen und das kulturelle Erbe insbesondere in den Kirchengemeinden

gepflegt. Doch nach der politischen Wende von 1989 verringerte

sich der Anteil der deutschsprachigen Bevölkerung in Siebenbürgen infolge der

Auswanderung nach Deutschland erheblich. Damit sank auch die Zahl der Gemeindeglieder

der Evangelischen Kirche A.B. innerhalb von 15 Jahren von ca.

100.000 auf 14.460. Im Herbst 2007 zählte die Kirche noch 13.927 Seelen. Die

Betreuung alter Gemeindeglieder, deren Familien zumeist ausgewandert sind,

und der Erhalt der Kirchenburgen bilden heute eine besondere Aufgabe.

Seit einigen Jahren tritt auch die Arbeit mit Jugendlichen wieder in den Mittelpunkt.

Eine besondere Herausforderung bildet die starke Nachfrage seitens der

rumänisch- und ungarischsprachigen Bevölkerung, ihre Kinder an den deutschsprachigen

Schulen unterrichten zu lassen. Auch das Interesse am evangelischen

Religionsunterricht in den staatlichen Schulen wächst.

Durch den gemeinsamen Unterricht von deutschen, rumänischen, ungarischen

und Sinti- und Roma-Kindern könnte für die Zukunft ein verständnisvollerer

Umgang mit der jeweils anderen Kultur erwachsen.


Die kleine Evangelische Kirche A.B. betreibt umfangreiche diakonische Arbeit,

die sich angesichts der allgemein schwierigen wirtschaftlichen Situation nicht

auf die eigenen Gemeindeglieder beschränkt. Die Kirche ist Mitglied der Gemeinschaft

Evangelischer Kirchen in Europa.

Ausbildungsstätte

ABTEILUNG FÜR GESCHICHTE, PATRIMONIUM UND PROTESTANTI-

SCHE THEOLOGIE

(Departamentul de Istorie, Patrimoniu �i Teologie Protestant�)

Dekan:

Stefan Tobler

Bulevardul Victoriei 40

550024 Sibiu (Hermannstadt), RUMÄNIEN

Tel. und Fax: (0040 269) 21 53 58

E-Mail: info@ev-theol.ro und stefan.tobler@ev-theol.ro

Internet: www.ev-theol.ro

Nach dem Zweiten Weltkrieg und der Machtübernahme der Kommunisten war

es den evangelischen Pfarrern nicht mehr möglich, wie bisher im Ausland zu

studieren. Deshalb gründete die Evangelische Kirche A.B. in Rumänien 1949

zusammen mit den drei ungarischsprachigen historischen protestantischen Kirchen

(Reformierte, Lutheraner und Unitarier) das Vereinigte Theologische Institut.

Dieses Institut mit Universitätsrang umfasste vier Abteilungen.

1949 – 1955 befand sich die deutschsprachige Fakultät zusammen mit den anderen

in Cluj/Klausenburg. Nachdem das enteignete Bischofshaus in Sibiu/Hermannstadt

der Kirche wieder zurückgegeben worden war, erfolgte 1955 der Umzug nach

Sibiu/Hermannstadt. Die Verbindung zum Protestantisch-Theologischen Institut in

Cluj blieb erhalten.

2006 wurden der Lehrbetrieb und alle administrativen Bereiche der Fakultät in die

staatliche Universität „Lucian Blaga“ eingegliedert, erst als Abteilung Protestantischer

Theologie, seit 2011 als Abteilung für Geschichte, Patrimonium und Protestantische

Theologie innerhalb der Fakultät für Sozial- und Geisteswissenschaften.

Die Abteilung bietet eine theologische sowie eine diakonische Ausbildung in deutscher

Sprache. Zusätzlich hat die evangelisch-theologische Fakultät gemeinsam mit

der orthodoxen theologischen Fakultät „Andrei Saguna“ 2005 das „Institut für

Ökumenische Forschung Hermannstadt“ gegründet, das als Forschungszentrum

ebenfalls in die Universität „Lucian Blaga“ eingegliedert ist.

EVANGELISCH-LUTHERISCHE KIRCHE IN RUMÄNIEN

(Romániai Evangélikus-Lutheránus Egyház / Biserica Evanghelic�-Lutheran�

din România) (ungarisch-, slowakisch-, deutschsprachig)

mit 32.000 Gemeindegliedern in 37 Gemeinden und 116 Diasporagemeinden mit

44 Pfarrerinnen und Pfarrern.

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Bischof:

Dezsö Zoltán Adorjáni

Bulevardul 21 Decembrie 1989 Nr. 1

400105 Cluj (Kolozsvár/Klausenburg), RUMÄNIEN

Tel.: (0040 264) 59 66 14, Fax: (0040 264) 59 38 97

E-Mail: lutheranph@yahoo.com

Die ungarischen Christen der Evangelisch-Lutherischen Kirche betonen ihre

„doppelte Minderheit“ – sowohl bzgl. ihrer lutherischen Konfession wie auch

ihrer nationalen Identität als ungarischsprachige Minderheit. Zur Kirche gehören

noch slowakisch-, deutsch- und (in Bukarest) rumänischsprachige Gemeindeglieder,

die den Gottesdienst in ihrer eigenen Muttersprache feiern.

Die Rückgabe der damals nationalisierten Güter geht mit Verzögerungen und

sehr langsam voran. Was schon zurückgegeben wurde, war in einem so schlechten

Zustand, dass es entweder zu 100% renoviert oder ganz abgerissen werden

musste. Die finanzielle Situation der Kirchen ist äußerst schwierig.

Die Gemeindeglieder leiden ebenso wie andere unter der schlechten wirtschaftlichen

Lage in Rumänien. Die Kirche unterstützt besonders aktiv den Religionsunterricht

(Schulen, Kindergärten), diakonische Projekte (Altenheime, Suppenküchen)

und andere Einrichtungen für benachteiligte Gemeindeglieder. Partnerkirche

ist die Evangelisch-Lutherische Landeskirche Mecklenburgs. Die Kirche

ist Mitglied der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa.

Partnerorganisation für das GAW der EKD ist das

GUSTAV-ADOLF-WERK-RUMÄNIEN E.V. (GAW-RO)

(überwiegend deutsch-, ungarischsprachig)

Präsident:

Dekan Jószef Ötvös

Piata Bernárdi 3, 540067 Târgu Mure�, RUMÄNIEN

Tel. und Fax: (0040 265) 21 65 14, Mobil: (0040 744) 56 23 70

E-Mail: potvos@freemail.hu

Geschäftsführer:

Pfarrer Attila Mátyás

Strada Tudor Vladimirescu 26-28, 410203 Oradea

(Großwardein/Nagyvárad), jud. Bihor, RUMÄNIEN

Tel. und Fax: (0040 259) 43 61 53 und (0040 359) 40 15 30

Mobil: (0040 729) 08 25 46

E-Mail: matyasgawro@yahoo.de


Das Zentralbüro des GAW-RO ist seit 1. Januar 2003 tätig und wurde Anfang

2010 offiziell als eigenständige juristische Person registriert. Das Büro koordiniert

die Hilfsaktionen seiner Mitgliedskirchen und ihre gemeinsame Diasporasammlung.

Darüber hinaus berät es die Gemeinden bei der Aufbereitung der

Projekte für den Projektkatalog des GAW und vermittelt zwischen der GAW-

Zentrale in Leipzig und den Projektverantwortlichen.

Mitgliedskirchen:

�� Reformierte Kirche – Siebenbürgischer Distrikt

�� Reformierte Kirche – Westlicher Distrikt

�� Evangelische Kirche A.B.

�� Evangelisch-Lutherische Kirche

Erholungs- und Freizeitheime (Auswahl)

der Reformierten Kirche

Diakonisches Zentrum

Strada Ponorului 1, 400075 Cluj, RUMÄNIEN

Tel.: (0040 264) 54 14 56, Fax: (0040 264) 41 44 28

E-Mail: carit@pcnet.ro

Erholungs- und Freizeitheime (Auswahl)

der Evangelischen Kirche A.B.

Erholungsheim Elim

555301 Cisnádioara 282, RUMÄNIEN

Tel.: (0040 269) 56 34 99

Erholungsheim

Strada Uzinei 104, 336200 Vulcan, RUMÄNIEN

Tel.: (0040 268) 25 28 00-233

Eine Liste mit Gästehäusern in Siebenbürgen, die sich vielfach in früheren

Pfarrhäusern befinden, kann in der Zentrale des GAW angefordert werden.

ÜBERNACHTUNGSMÖGLICHKEIT

beim GAW-RO in Oradea

Strada Tudor Vladimirescu 26-28,410203 Oradea, jud. Bihor, RUMÄNIEN

Tel. und Fax: (0040 259) 43 61 53, Mobil: (0040 729) 08 25 46

E-Mail: matyasgawro@rdslink.ro und matyasgawro@yahoo.de

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung der Kirche in Boiu

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Boiu, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer Demeter Szilárd, 417196 Boiu, Nr. 449, jud. Bihor, RUMÄNIEN, Tel.:

(0040 748) 20 62 64, E-Mail: demeterszilard@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

Im Dorf Boiu (ungarisch. Mez�baj) gibt es seit dem 17. Jahrhundert reformierte

Christen. Die höchste Einwohnerzahl hatte das Dorf nahe der ungarischen Grenze

Ende des 19. Jahrhunderts. Der Erste Weltkrieg und die unterschiedlichen

Emigrationswellen haben das Dorf seitdem kontinuierlich kleiner werden lassen.

Auch heute finden junge Menschen kaum eine Perspektive in Boiu. Die meisten

Männer arbeiten in der Landwirtschaft, während Frauen überwiegend in die

benachbarten Städte pendeln. Die reformierte Gemeinde ist mit ihren rund 300

Gliedern knapp vor der rumänisch-orthodoxen Gemeinde die größte Religionsgemeinschaft

im Dorf. Eine Jugend- und eine Kindergruppe sorgen dafür, dass

auch die Heranwachsenden mit der Kirche im Kontakt bleiben.

Projektbeschreibung

Die reformierte Kirche wurde 1826 gebaut, als die Gemeinde etwa 800 Glieder

zählte. Seit 60 Jahren ist sie nicht renoviert worden. Durch die aufsteigende

Feuchtigkeit und den Salpeter in den Wänden bröckelt überall der Putz. Die

Gemeinde möchte jetzt die Mauern isolieren und neu verputzen sowie den Fußboden

und die Kirchenbänke erneuern.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 13 123 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist der Staat.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Sanierung des Pfarrhauses in C�pleni

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in C�pleni, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer Elek El�d Sebestyén, Str. Maghiara 523, 447080 C�pleni, jud.

Satu Mare, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 261) 87 32 85, E-Mail: kaplony@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

C�pleni (ungarisch: Kaplony) liegt im Nordwesten Rumäniens und zählt zu den

ältesten Siedlungen in der Gegend. Rund 90% der Bewohner sind Ungarn. Heute

zählen sich 217 Personen zur Gemeinde. Die Bewohner von C�pleni arbeiten zu

einem großen Teil in der Kreisstadt Carei, einige sind auch in der Landwirtschaft

tätig. C�pleni war Stammsitz einer Grafenfamilie, die im Ort eine Kirche und ein

Kloster bauen ließ. Der erste reformierte Pfarrer begann 1590 seinen Dienst.

2004 konnte die Gemeinde eine neue Kirche einweihen. Sonntags finden zwei

Gottesdienste statt, vormittags und nachmittags. Kinder haben in der Schule

Religionsunterricht und treffen sich zusätzlich samstags in der Kirche.

Projektbeschreibung

Das Pfarr- und Gemeindehaus, 1890 errichtet, wurde 1976 zum letzten Mal

renoviert. Die Gemeinde möchte, dass die Gemeindeaktivitäten wie Arbeit des

Frauenverbandes oder die Bibelstunden in würdigen und gepflegten Räumlichkeiten

stattfinden. Ein wichtiger Punkt bei der geplanten Sanierung ist die Modernisierung

des Heizungssystems. Das Gemeindehaus soll künftig zentral mit

einem Kessel beheizt werden. Zuvor sollen eine Wärmedämmung angebracht,

die Fenster und Türen ausgetauscht und das Dach repariert und isoliert werden.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 21 700 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist das Kultusministerium in Rumänien.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung der Kirche in Corod

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Corod, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer István Erdei-Árva, 447118 Corod, Nr. 44, jud. Satu Mare, RUMÄNIEN,

Tel.: (0040 744) 81 71 50, E-Mail: eaistvan@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Corod (ungarisch: Szamoskóród) ist ein Dorf in Nordwestrumänien. Rund die

Hälfte der 500 Einwohner spricht Ungarisch als Muttersprache. Die reformierte

Gemeinde wurde um 1600 gegründet und zählt gegenwärtig 142 Glieder. 20

Jahre lang hatte die Gemeinde keinen eigenen Pfarrer mehr. Seit 2010 gibt es in

Corod einen jungen Pfarrer, der neuen Schwung ins Gemeindeleben bringt.

Montags, freitags und samstags finden Bibelstunden und Religionsunterricht

statt, montags und donnerstags stellen Frauen Suppennudeln her, die zugunsten

der Kirchengemeinde verkauft werden. Es gibt einen jährlichen Wohltätigkeitsball

und mehrere Spendensammlungen zugunsten von Bedürftigen. Mitglieder

des fünfköpfigen Presbyteriums und der Pfarrer besuchen jährlich jede Familie,

die zur Gemeinde gehört. Die Gemeinde hat zwei Partnergemeinden in Ungarn.

Projektbeschreibung

Die Gemeinde arbeitet intensiv an der Instandsetzung ihrer Gebäude. 2010 wurde

das Pfarrhaus für den Einzug des Pfarrers vorbereitet, 2011 ein Nebengebäude

mit viel gemeinnütziger Arbeit zum Gemeindehaus umgebaut. Auch die 1923

gebaute Kirche wurde 2011 von außen renoviert. Im Kirchsaal selbst liegen die

letzten Reparaturen 40 Jahre zurück. Auch der Dachstuhl ist an mehreren Stellen

beschädigt. Die Kirchendecke zeigt Feuchtigkeitsflecken, der Fußboden unter

den Bänken ist morsch. Die Baumaßnahmen der vergangenen Jahre haben allerdings

die finanziellen Reserven der Gemeinde erschöpft.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 23 958 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind das Kultusministerium und das Staatssekretariat

in Rumänien.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung der Kirche in Dobol�

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Dobol�, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer István Róbert Szilágyi, 447148 Dobol�, Nr. 67, jud. Satu Mare,

RUMÄNIEN, Tel.: (0040 744) 45 19 59, E-Mail: szilagyirobert20@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

Das Dorf Dobol� liegt im Länderdreieck Rumänien-Ukraine-Ungarn, fast unmittelbar

an der Grenze zur Ukraine. Es ist eine ländliche Gegend, wo es kaum Arbeitsmöglichkeiten

gibt. 40% der 135 Gemeindeglieder sind ältere Witwen. Der Gottesdienstbesuch

ist hoch: Am Sonntagvormittag nehmen 30–50 Menschen am Gottesdienst

teil, am Nachmittag 15–20. Kinder und Jugendliche sind in die Gemeindeaktivitäten

gut eingebunden. Für sie gibt es Bibelstunden und Religionsunterricht und

im Sommer eine Evangelisationswoche. An kirchlichen Feiertagen spielen die Kinder

im Gottesdienst oft kleine Aufführungen. Die Gemeinde trägt ihre Kosten selbst

und ist imstande, auch das Gehalt ihres Pfarrers zu zahlen. Größere Reparaturarbeiten

übersteigen allerdings ihre finanziellen Möglichkeiten.

Projektbeschreibung

Die ersten Kirchen in Dobol� waren Holzkirchen. 1865 wurde um die damalige

Holzkirche eine Kirche aus Stein gebaut und die Holzkirche dann abgetragen. 2004

tauschte die Gemeinde die Hälfte der Dachbedeckung aus und konnte einige Jahre

später mit Unterstützung des Kultusministeriums das Kircheninnere renovieren.

Immer dringender wird jetzt das Problem mit der anderen Hälfte des Kirchendachs.

An mehreren Stellen dringt das Regenwasser in das Gebäude. Auch muss die Dachkonstruktion

zum Teil ersetzt werden. Ein weiteres Problem sind die Fenster. Die

Rahmen bestehen aus Metall und sind so korrodiert, dass der Regen auch auf diesem

Weg in die Kirche eindringt. Die Gemeinde möchte das Dach renovieren und die

Fenster ersetzen, um ihre Kirche vor weiteren Schäden zu schützen.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 35 567 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist das Kultusministerium Rumäniens.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Erweiterung des Gemeindezentrums für den diakonischen Dienst in

Oradea-Steaua

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Oradea-Steaua, Westlicher Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrer Zoltan Vincze, Str. Teiului Nr. 2, 410477 Oradea, jud.

Bihor, RUMÄNIEN, Tel. und Fax: (0040 259) 44 07 29, E-Mail:

vinczezoltanro@free-mail.hu

Gemeindebeschreibung

Die Stadt Oradea zählt rund 200.000 Einwohner, von denen rund ein Viertel

Ungarn sind. Die mitgliederstärkste Religionsgemeinschaft ist die rumänischorthodoxe

Kirche, auch die römisch-katholische und die griechisch-katholische

Kirche sind in der Stadt gut vertreten. Rund 7% der Einwohner sind Protestanten.

Oradea-Steaua (deutsch: Großwardein-Sternstadt, ungarisch: Nagyvárad-

Csillagvarosi) ist ein Stadtteil mit Neubauten und ländlich anmutenden Häusern.

Die ungarischsprachige reformierte Gemeinde besteht seit 1950 und zählt heute

600 Glieder. Es gibt in der Gemeinde vielfältige Programme und Angebote, weil

sie für alle Altersgruppen eine lebendige Gemeinschaft sein möchte. Sie soll ein

sicherer Ort für Menschen sein, die in ihrem Alltag mit viel Unsicherheit und

Unabwägbarkeit leben müssen. Die Aktivitäten der Gemeinde sollen auch in der

Gesellschaft sichtbar werden.

Projektbeschreibung

1955 errichtete sich die Gemeinde ein Bethaus, das der Staat ihnen 1986 wegnahm

und als Ersatz ein anderes Gebäude zuwies. In diesem umgebauten Kirchengebäude

finden neben den Gottesdiensten unter anderem Bibelstunden für Jung und Alt,

Seniorennachmittage, Sonntagsschule und Bibelcamps statt. Das Gebäude ist leider

nicht geräumig genug, um die geplante Ausweitung des diakonischen Dienstes

aufzunehmen. Deshalb hat die Gemeinde 2011 mit der Erweiterung des Gebäudes

begonnen. Inzwischen ist der neue Gebäudeteil so weit fortgeschritten, dass die

Wärmedämmung und die Innenarbeiten vorgenommen werden können.

Die Kosten für die bauliche Erweiterung sind veranschlagt mit 139 535 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind der Staat und „Hoffnung für Osteuropa“.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung des Pfarrhauses in Poclu�a de Barc�u

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde Poclu�a de Barc�u, Westlicher Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrerin Enik� Er�s Joó, 417184 Poclu�a de Barc�u Nr.145, jud.

Bihor, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 742) 22 32 46, E-Mail: eros.joo@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Poclu�a de Barc�u (ungarisch: Poklostelek) liegt im nördlichen Landkreis Bihor an

der Straße Oradea-Marghita. Das Dorf hat rund 400 Einwohner, von denen 40%

zur reformierten Gemeinde gehören. Die Mehrheit im Dorf ist rumänischorthodox,

es gibt auch eine kleine baptistische Gemeinde. 2005 haben die Reformierten

ihre ehemalige Schule zurückerstattet bekommen. Das Gebäude dient

heute als Gemeindehaus und vielfach auch als Zentrum des gemeinschaftlichen

Lebens im Dorf. Samstag ist den Kindern vorbehalten. Erst treffen sich zwei Konfirmandengruppen,

danach findet der Kinderbibelkreis statt. Jedes Jahr bereiten die

35 Kinder und Jugendliche, die zur Gemeinde gehören, bis zu zehn festliche Programme

für kirchliche Feiertage wie auch für den Mutter- und den Vatertag vor.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus der Gemeinde ist rund 200 Jahre alt. Vor einigen Jahren haben die

Grundmauern des Gebäudes angefangen, sich abzusinken. 2003 wurden die Fundamente

in einem Teil des Hauses abgestützt. Drei Jahre später stürzte die Decke in

einem der Zimmer ein. Diese ist inzwischen wieder repariert worden, doch der bauliche

Zustand des restlichen Gebäudes ist ebenso instabil. Die Gemeinde will jetzt in

dem ganzen Haus die Grundmauern stabilisieren und das Dach reparieren, damit das

Pfarramt und die Wohnung des Pfarrerehepaars endlich wieder sicher werden.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 13 476 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind der Landkreis und die Partnergemeinde

aus den Niederlanden.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung des Pfarrhauses in Române�ti

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Române�ti, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer Tamás Kürti, Str. Principala Nr. 195, 447192 Române�ti, jud. Satu

Mare, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 763) 73 82 35, E-Mail: kurti.tamas.85@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Das Dorf Române�ti (ungarisch: Szatmárgörbed) bildet mit sechs weiteren Dörfern

die Kommune Medie�u Aurit in Nordwestrumänien. 165 Menschen gehören

zur reformierten Gemeinde. Früher gab es im Dorf sogar einen reformierten

Kindergarten, doch inzwischen gibt es zu wenige Kinder dafür. Das Gemeindeleben

ist trotzdem sehr aktiv. In den Jahren 2007–2011 haben die Gemeindeglieder

ihre Kirche renoviert und eine neue Heizung eingebaut. Jede Familie hat

dafür gespendet und wer konnte, auch mitgearbeitet.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus neben der Kirche bietet Platz sowohl für die Wohnung des Pfarrers

als auch für den Gemeindesaal. Das Gebäude ist mit 20 Jahren noch relativ

neu. Es wird durch drei Öfen beheizt, die nicht optimal verteilt sind. Vier Räume

können gar nicht beheizt werden. Um dieses Problem zu lösen, möchte die Gemeinde

ein neues, zentrales Heizsystem einbauen. Zugleich sollen in dem betreffenden

Teil des Hauses auch die alten Fenster ausgetauscht werden.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 4 839 €.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung der Kirche in T�m��eni

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in T�m��eni, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer Attila Simon, 447033 T�m��eni Nr. 54, jud. Satu Mare, RUMÄNIEN,

Tel.: (0040 766) 36 64 33, E-Mail: simonati1978@yahoo.com, Internet:

www.tamasvaralja.blogspot.com

Gemeindebeschreibung

Das Dorf T�m��eni (ungarisch: Tamásváralja) liegt im Oa�-Gebirge im Nordwesten

Rumäniens, unmittelbar an der Grenze zur Ukraine. Die einzige Religionsgemeinschaft

im Dorf ist die reformierte Gemeinde, zu der 370 Personen

gehören. Darunter sind rund hundert Kinder und Jugendliche. T�m��eni liegt

abseits von größeren Städten. Dadurch haben die wenigsten Gemeindeglieder

einen festen Arbeitsplatz. Überwiegend leben sie von Saisonarbeit oder gehen

ins Ausland. Trotz dieser finanziell angespannten Lage hat die Kirchengemeinde

noch keine Schulden gemacht. Vor wenigen Jahren hat sie ihre ehemalige Schule

zurückerstattet bekommen und diese mit Hilfe von niederländischen Stiftungen

zum Gemeindehaus umgebaut. Dieses Haus steht über die Kirchengemeinde

hinaus offen für alle Menschen im Dorf, die gern mitmachen und etwas gestalten

wollen. Die Kirche ist in T�m��eni noch traditionell das Zentrum für geistige

und kulturelle Aktivitäten.

Projektbeschreibung

Die reformierte Kirche von T�m��eni wurde 1870 auf einem Hügel errichtet.

Aufgrund von Baumängeln sinkt die Rückseite des Gebäudes ab und muss stabilisiert

werden. Anschließend will die Gemeinde bis 2014 die Kirche renovieren,

die Elektrik, Fußboden und Sitzbänke erneuern.

Die Kosten für den ersten Renovierungsabschnitt sind veranschlagt mit 8 800 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind das rumänische und das ungarische

Kultusministerium.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung des Pfarrhauses in Tinca

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Tinca, Westlicher Kirchendistrikt. Verantwortlich:

Pfarrer Sandor Berke, Str. Avram Iancu Nr. 53, 417595 Tinca, jud. Bihor,

RUMÄNIEN, Tel.: (0040 259) 31 02 99, E-Mail: berkesandor@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Tinca (ungarisch: Tenke) liegt in Westrumänien am Fluss Cri�ul Negru. In den

Jahren 1848–1922 hatte der Ort Stadtrechte. Die reformierte Gemeinde zählte im

19. Jahrhundert über 2.200 Glieder, aktuell sind es rund 400. In den vergangenen

Jahrzehnten hat die Gemeinde durch die Abwanderung in die größeren Städte

sowie nach Ungarn und in die USA viele Mitglieder verloren. Die Armut wird

im Ort immer stärker spürbar. Die reformierte Gemeinde verteilt zweimal im

Jahr 250 Hilfspakete mit Lebensmitteln an alte und kranke Menschen. 1994

baute die Gemeinde ein Altenheim mit Pflegezentrum auf, wo inzwischen 23

Senioren und Menschen mit Behinderung leben. Trotz der kleiner werdenden

Kinderzahl gibt es in der Gemeinde eine aktive Arbeit mit Kindern und Jugendlichen

sowie ein breit gefächertes Angebot an Arbeitskreisen und geistlichen und

kulturellen Veranstaltungen.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus mit dem Gemeindesaal wurde 1935–36 neben der Kirche und der

reformierten Schule errichtet. Die Elektrik des Gebäudes ist inzwischen völlig

amortisiert. Im Januar 2012 brannte eine Stromleitung auf einer Länge von 20

Metern. Die Benutzung von elektrischen Geräten ist seitdem sehr eingeschränkt,

weil jederzeit ein neuer Brand entstehen könnte. Die Gemeinde muss ganz dringend

die Elektroinstallationen im Pfarrhaus erneuern.

Die Kosten für die Erneuerung der Elektrik sind veranschlagt mit 7 040 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind der Landkreis und die Holländische

Stiftung Prothymia.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 2 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Neubau eines Kindergartens in Zal�u

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Zal�u-Dumbrava, Westlicher Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrer Mihály Oláh, Str. Simion B�rnu�iu Nr. 40/a, 450123

Zal�u, RUMÄNIEN, Tel. und Fax: (0040 260) 66 15 24, E-Mail: olahmihaly73@

gmail.com

Gemeindebeschreibung

1996 erfolgte in der Stadt Zal�u (ungarisch: Zilah) im Nordwesten Rumäniens

eine Gemeindespaltung erfreulicher Art: Im Stadtteil Zal�u-Dumbrava (ungarisch:

Zilah-Liget) gründeten die dortigen reformierten Gemeindeglieder eine

eigenständige Gemeinde. Vier Jahre später fand der erste Gottesdienst in der neu

gebauten Kirche statt, 2004 wurde die Kirche schließlich eingeweiht. Auch das

Gustav-Adolf-Werk hat den Bau unterstützt. Die sehr lebendige Gemeinde mit

1.800 Gemeindegliedern hat viele Angebote für junge Familien, Kinder und

Jugendliche. Es gibt regelmäßig Kinder- und Jugendgottesdienste und in jedem

Jahrgang zwei Konfirmandengruppen.

Projektbeschreibung

Die reformierte Gemeinde in Zal�u-Dumbrava möchte junge Familien nicht nur

in die Gemeinde einladen, sondern ihnen die Kirche als Zuhause, als ein Teil

ihres Alltagslebens darbieten. 2006 wurde in einem Raum im Pfarrhaus die erste

Kindergartengruppe eröffnet. Die Nachfrage war groß und so starteten im nächsten

Jahr schon zwei Gruppen. Das Gebäude, in dem der Kindergarten gegenwärtig

untergebracht ist, ist allerdings für diesen Zweck wenig geeignet. Die Kinder

haben zu wenig Platz. Auch die Brandschutzvorschriften werden nicht erfüllt,

denn es fehlen ein separater Eingang und ein zweites Treppenhaus. Deshalb

möchte die Gemeinde für den Kindergarten ein neues Gebäude errichten.

Die Baukosten sind veranschlagt mit 108 000 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind das rumänische Kultusministerium und der

Konvent der Ungarischen Reformierten Kirche.

Das Bischofsamt des Westlichen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche in

Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000

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RUMÄNIEN


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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Sanierung des Pfarrhauses in Aiton

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Aiton, Siebenbürgischer Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrer István Vitus Bulbuk, Str. Principal� Nr. 161, 407025

Aiton, jud. Cluj, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 740) 94 13 37, E-Mail:

karakvitus@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

Die Kommune Aiton (ungarisch: Ajtony) liegt in Siebenbürgen im Landkreis

Cluj. Das Dorf hat rund 600 Einwohner, von denen die meisten der griechischkatholischen

Kirche angehören. Die reformierte Gemeinde zählt 80 Glieder. Ihr

Durchschnittsalter liegt bei 65 Jahren. Vielfach wird im Gemeindeleben spürbar,

dass in den letzten 15 Jahren viele unterschiedliche Pfarrer nur kurz vor Ort gearbeitet

haben. Die Kontakte zum Bürgermeisteramt sind gut, und soweit es das

Budget erlaubt, unterstützt die Kommune die Gemeinde bei ihren Vorhaben. Die

reformierte Kirche stammt aus dem Jahr 1598.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus der reformierten Gemeinde in Aiton wurde 1912 erbaut. Es hat fünf

Zimmer. Zwei Räume werden von der Pfarrfamilie bewohnt, ein Raum dient als

Pfarrbüro. Von den übrigen beiden Zimmern soll eines zum Gästezimmer umgebaut

werden, das zweite zu einem multifunktionalen Gemeinderaum. Dazu müssen

Fußböden erneuert sowie Fenster und Türen ausgetauscht werden. Anschließend

soll das Dach saniert werden. Auch eine neue Heizanlage ist geplant.

Die Kosten für die Sanierung sind veranschlagt mit 9 473 €.

Das Bischofsamt des Siebenbürgischen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche

in Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 5 100


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Sanierung des Pfarrhauses in C�ianu und der Kirche in Sava

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in C�ianu, Siebenbürgischer Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrer Zoltán Gyula Páll, Str. Principal�, Nr. 123, 407120

C�ianu, jud. Cluj, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 742) 08 27 00, E-Mail:

m.rena@freemail.hu

Gemeindebeschreibung

Die reformierte Missionsgemeinde C�ianu (ungarisch: Magyarkályán) liegt zwischen

Cluj und Tîrgu Mure�. C�ianu ist das Hauptdorf mit 160 Gemeindegliedern.

Es gehören zu der Gemeinde jedoch sechs weitere kleinere Dörfer, sodass

die Zahl der Gemeindeglieder insgesamt 260 beträgt. In jedem der sieben Dörfer

finden regelmäßig Gottesdienste statt. Die konfessionelle Zusammensetzung in

den Kommunen ist vielfältig, die rumänisch-orthodoxen Christen stellen mit

80% eine deutliche Mehrheit. Die meisten reformierten Christen befinden sich

schon im Rentenalter. Es gibt in der letzten Zeit jedoch eine freudig stimmende

Tendenz, dass auch jüngere Menschen und Familien wieder aufs Land zurückkehren.

2001 wurde eine neue reformierte Kirche eingeweiht, nachdem sich die

Gemeinde rund 100 Jahre lang in einem Bethaus versammelt hatte.

Projektbeschreibung

In C�ianu, dem zentralen Dorf der Missionsgemeinde, befindet sich das Pfarrhaus,

das in den 1970er Jahren gebaut worden ist. Weil das Geld immer knapp

war, wurde der Bau allerdings nie vollständig abgeschlossen. Im Jahr 2011 hat

die Gemeinde das Dach teilweise erneuert, neue Stromleitungen installiert und

ein Zimmer bewohnbar gemacht. Jetzt soll die Renovierung des Hauses abgeschlossen

werden. Ein weiteres Vorhaben der Missionsgemeinde ist die Fortsetzung

der Kirchenrenovierung im Dorf Sava, wo vor allem das Dach und der

Kirchraum erneuert werden müssen.

Die Kosten für die Sanierung sind veranschlagt mit 17 209 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind der rumänische Staat und die Kommune.

Das Bischofsamt des Siebenbürgischen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche

in Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 6 800

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RUMÄNIEN


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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Sanierung des Gemeindehauses in Filia�

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Filia�, Siebenbürgischer Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrer Attila Csaba Páll, 535401 Filia�, Nr. 168, p. Cristuru

Secuiesc, jud. Harghita, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 724) 36 21 03, E-Mail:

pallkoc@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Das Dorf Filia� (ungarisch: Fiatfalva) liegt im südwestlichen Teil des Landkreises

Harghita am Ufer des Flusses Târnava Mare. Politisch gehört Filia� zu der

Stadt Cristuru Secuiesc (ungarisch: Székelykeresztúr, deutsch: Szeklerkreuz).

1803 beschlossen die reformierten und die unitarischen Christen des Dorfes,

zusammen eine Kirche zu bauen. Auch wenn es nicht immer einfach war, wird

die Kirche noch heute von den beiden Glaubensgemeinschaften gemeinsam genutzt.

Die reformierte Gemeinde zählt 347 Glieder. Erfreulich ist, dass diese

Zahl nicht abnimmt und immer wieder auch jüngere Menschen sich der Gemeinde

anschließen. Die Jugendgruppe besucht Menschen im Krankenhaus und Kinder

in den vier Waisenhäusern der Region. Die Lebensmittel und Sachen, die sie

mitnehmen, werden von der Seniorengruppe der Gemeinde vorbereitet. Eine

wichtige Zielgruppe sind die Mütter mit kleinen Kindern, für die eigene Programme

aufgebaut werden sollen.

Projektbeschreibung

In den letzten Jahren hat die Gemeinde viel Energie in den Umbau des alten

Gemeindehauses gesteckt. Das Dach wurde erneuert und die Raumaufteilung

geändert. Jetzt soll das Gebäude isoliert und gemalert und damit die Sanierung

abgeschlossen werden. Sehr wichtig für die Zukunft der Gemeinde ist, dass die

Jugendgruppe ein eigenes Zimmer bekommt, wo die Jugendlichen unter sich

sein dürfen. In einem Teil des Gebäudes findet eine Küche Platz, wo Essenspakete

für Krankenbesuche oder Speisen für Gemeindeveranstaltungen vorbereitet

werden können.

Die Kosten für die Sanierung sind veranschlagt mit 31 700 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind der rumänische Staat und die Kommune.

Das Bischofsamt des Siebenbürgischen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche

in Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 9 400


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Erneuerung des Kirchendachs in Near�ova

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Near�ova, Siebenbürgischer Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Dekan István M. Vincze, 407342 Near�ova, Nr. 46, jud. Cluj,

RUMÄNIEN, Tel. und Fax: (0040 264) 35 47 84, E-Mail: minyai@freemail.hu

Gemeindebeschreibung

Das Dorf Nearsova (ungarisch: Nyárszó) liegt in der Nähe der Hauptstraße zwischen

Huedin und Izvolul Crisului. 92% der Dorfbewohner sind reformierte Ungarn.

Die Gemeinde zählt 269 Glieder, darunter rund 50 Kinder und Jugendliche.

20 Gemeindeglieder arbeiten gegenwärtig im Ausland. Von den Frauen

arbeiten 95% im eigenen Haushalt. Viele der Rentner müssen nur mit einer sehr

geringen Rente vom landwirtschaftlichen Großbetrieb auskommen.

Projektbeschreibung

Die 1729 gebaute Kirche wurde 1885 rekonstruiert. Es gibt keine bemalte Kassettendecke,

aber die Kirchenbänke und die Chorbalustrade sind mit floralen

Motiven bemalt. Die Orgel wurde 1881 von Gemeindegliedern gespendet. Die

Gemeinde hat das Kirchengebäude renoviert, muss jetzt aber auch das Dach erneuern.

Vorgesehen ist, nach allen eingehenden Untersuchungen den Dachstuhl

zu reparieren und anschließend das Dach mit neuen Ziegeln zu decken.

Die Kosten für die Dachsanierung sind veranschlagt mit 13 569 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist die Kirchenleitung.

Das Bischofsamt des Siebenbürgischen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche

in Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 5 200

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Fertigstellung des Gemeindehauses in Stâna

Antragsteller

Reformierte Kirchengemeinde in Stâna, Siebenbürgischer Kirchendistrikt.

Verantwortlich: Pfarrer Hunor Papp, 457018 Stâna, Nr. 92, Com. Alma�u, jud.

S�laj, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 260) 62 62 26, E-Mail: papphunor@freemail.hu

Gemeindebeschreibung

Das Dorf Stâna (ung. Sztána) in Siebenbürgen liegt in einer beliebten Urlaubs-

und Wanderregion. Einige Familien leben vom Tourismus, andere von der

Landwirtschaft. Viele müssen jedoch zur Arbeit und Schule pendeln. Eine Besonderheit

des Ortes ist der dreitägige Faschingsball, der seit 2000 wieder veranstaltet

wird. Er geht auf die Initiative des berühmten Schriftstellers und Kirchenkurators

von Stâna, Károly Kós, zurück, der 1914 im Gemeindehaus den Ball

veranstaltete und daraufhin seinen Roman „Ohne Musik kann ich nicht leben“

schrieb. Zur reformierten Gemeinde gehören 161 Gemeindeglieder, davon 25

Kinder. Die Kirche wurde 1470 erbaut und in den Jahren 1836/37 erweitert.

Projektbeschreibung

1860 baute die Gemeinde neben der Kirche eine konfessionelle Schule. Vor einigen

Jahren erhielt die Gemeinde das inzwischen verstaatlichte Gebäude zurück.

Es befand sich allerdings in einem derart ruinösen Zustand, dass es abgerissen

und neu aufgebaut werden musste. Hierbei haben die Gemeindeglieder

einen Großteil der angefallenen Arbeiten selbst übernommen. Seit 2007 werden

alle Einnahmen der Gemeinde in den Bau gesteckt. Für das Dach wurde die Aktion

„Kauf einen Ziegel“ gestartet, die sowohl im Dorf als auch in Ungarn lief.

Seit 2010 werden die Gottesdienste in den Wintermonaten im Gemeindesaal

gefeiert statt in der unbeheizten Kirche. Abgeschlossen werden müssen jetzt

noch die Arbeiten an Fußböden und Sanitäranlagen im 1. Stock. Die Arztpraxis,

die es auswärtigen Ärzten ermöglichen soll, Sprechstunden in Stâna anzubieten,

benötigt noch eine entsprechende Ausstattung.

Die Kosten für den Fertigstellung des Gebäudes sind veranschlagt mit 25 000 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind die Partnergemeinde und die Kommune.

Das Bischofsamt des Siebenbürgischen Kirchendistrikts der Reformierten Kirche

in Rumänien und das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 7 500


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Errichtung einer Kinderakademie in B�rcu�

Antragsteller

Gemeindeverband F�g�ra�. Verantwortlich: Pfarrer Johannes Klein, P-ta Republicii

16, 505200 F�g�ra�, jud. Bra�ov, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 268) 21 19 94,

Fax: (0040 268) 21 36 95, E-Mail: klein@deltanet.ro, Internet: www.seligstadt.ro

Gemeindebeschreibung

2009 haben sich sechs Gemeinden in der Umgebung der Industriestadt F�g�ra�

(deutsch: Fogarasch) sowie in der Stadt selbst zu einem Gemeindeverband zusammengeschlossen.

Die Gottesdienste werden in der Regel in F�g�ra� gefeiert,

die Kirchen in den Dörfern werden nur noch zu besonderen Anlässen benutzt.

Der Verband zählt 370 Gemeindeglieder. Durch die intensive Kinder- und Jugendarbeit

nach der politischen Wende sind heute rund 33% der Gemeindeglieder

junge Menschen. Zur Nachwuchsarbeit des Gemeindeverbandes gehören

heute vier Kinderchöre mit über 100 Kindern. Es finden Singwochen, jährliche

interethnische Kinderlager und weitere Veranstaltungen statt.

Projektbeschreibung

Die Fülle der Angebote für Kinder und Jugendliche hat dazu geführt, dass das

Jugendzentrum Seli�tat (deutsch: Seligstadt) nicht mehr ausreicht. In den letzten

Jahren wurden deshalb zunehmend die Räume der benachbarten Gemeinde

B�rcu� (deutsch: Bekokten) in Anspruch genommen. Die Teilnehmer übernachteten

bisher auf Matratzen oder im Heu. Der Gemeindeverband möchte jetzt den

Standort profilieren und weiterentwickeln. Während im Jugendzentrum Seli�tat

naturverbundene Erlebnispädagogik geboten wird, soll das Angebot in der künftigen

Kinderakademie B�rcu� einer Kinderuniversität ähneln. Dafür können die

Räumlichkeiten der ehemaligen deutschen Schule, des ehemaligen Pfarrhauses

und des Kulturhauses benutzt werden. Die Gebäude sind alle in einem relativ

guten Zustand. Das Gustav-Adolf-Werk wird um Unterstützung bei den Sanitär-

und Kanalisationsanlagen gebeten.

Die Kosten für diesen Abschnitt sind veranschlagt mit 16 900 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist die deutsche Partnergemeinde.

Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 512

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Musikalisch-kulturelle Gemeindearbeit in Bra�ov

Antragsteller

Evangelische Kirchengemeinde A.B. Bartholomae in Bra�ov. Verantwortlich:

Paul Christian, Organist, Str. Lung� Nr. 251, 500051 Bra�ov, RUMÄNIEN, Tel.

und Fax: (0040 268) 51 04 32, E-Mail: kirche.bartholomae@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Die evangelische Bartholomaegemeinde ist mit ihren 177 Gliedern eine relativ

kleine Gemeinde in der siebenbürgischen Großstadt Bra�ov (deutsch: Kronstadt).

Wie die meisten Gemeinden der Evangelischen Kirche A.B. besteht auch

sie vorwiegend aus Senioren. Seit 2010 wendet sich die Bartholomaegemeinde

jedoch verstärkt den jungen Menschen zu und hat für sie neue Angebote entwickelt.

Vor allem Konzertreihen und gemeindeeigene Musikgruppen ermöglichen

es Kindern und Jugendlichen, unabhängig von ihrem konfessionellen und nationalen

Hintergrund, einen Kontakt zur Gemeinde aufzubauen.

Projektbeschreibung

2010 wurde die Reihe „Bartholomäer Konzertsommer“ ins Leben gerufen, da es

in der Stadt nur wenige musikalische Angebote gab. Durch diese Konzerte, die

im Monat Juli stattfinden, hat die Gemeinde Menschen ganz neu auf ihre Kirche

aufmerksam gemacht. Zu den Erneuerungen im Gemeindeleben gehört die ebenfalls

2010 gegründete Gruppe „Interludium“. Sie verbindet Kinder, Jugendliche

und junge Erwachsene. „Interludium“ ist schon mehrfach in der Kirche aufgetreten,

zum Beispiel mit einer Choreographie unter Verwendung der Musik von

Händels „Messias“. Für die Vorbereitung ihrer Inszenierungen fährt die Gruppe

einmal im Jahr zu einem Erholungsheim, um dort intensiv zu proben und als

Gruppe stärker zusammenzuwachsen. Dieser Aufenthalt übersteigt jedoch die

finanziellen Möglichkeiten der jungen Menschen und ihrer Familien. Die Gemeinde

bittet um Unterstützung für die Durchführung des nächsten Konzertsommers

(318 €) und des Projektlagers der Gruppe „Interludium“ (352 €).

Die Kosten für die musikalische Gemeindearbeit sind veranschlagt mit 2 080 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist Forum Kronstadt.

Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 670


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Sanierung des Pfarrhauses in Gusu

Antragsteller

Evangelische Kirchengemeinde A.B. in Gusu. Verantwortlich: Pfarrer Wilhelm

Meitert, 557151 Apoldu de Sus 165, jud. Sibiu, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 269)

53 41 09

Gemeindebeschreibung

Die evangelische Kirchengemeinde Gusu (deutsch: Gießhübel) wird seit 15 Jahren

von dem Diasporapfarramt in Apoldu de Sus (deutsch: Großpold) betreut. Bereits

seit über 30 Jahren gibt es hier keinen eigenen Pfarrer. Lange zählte die evangelische

Gemeinde zu den kleinsten in Siebenbürgen. Inzwischen ist sie mit ihren 27

relativ jungen Gemeindegliedern eine ziemlich durchschnittliche Gemeinde. Einmal

im Monat und zu großen kirchlichen Festtagen finden in der Kirche Gottesdienste

statt. Mehrfach haben sich in Gusu die Gemeinden des Diasporapfarramts

zu gemeinsamen Pfingst- und Erntedankfesten getroffen, um ihren Zusammenhalt

zu fördern. Die Kirche ist von der Gemeinde 2007 renoviert worden.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus der Gemeinde liegt idyllisch oberhalb der Ortschaft auf einem

kleinen Berghang. Das Gebäude ist seit 30 Jahren nicht mehr bewohnt. Es sind

nur gelegentlich Instandhaltungsarbeiten durchgeführt worden. Im Jahr 2011

stürzte ein Teil der Mauer ein. Die Gemeinde hat es zum Anlass genommen, das

Pfarrhaus vor dem Verfall zu retten, und möchte es künftig für das Gemeindeleben

nutzen. Da sie sonst keinen Gemeinderaum hat, könnte das Gebäude auch

als Winterkirche dienen und Platz für übergemeindliche Veranstaltungen des

Diasporapfarramts Apoldu de Sus bieten. Das Pfarrhaus ist auch für Kinderrüstzeiten

geeignet. Vorher müssen jedoch neue Fußböden und neue Fenster eingesetzt,

die Dachschäden beseitigt und Elektroinstallationen erneuert werden.

Die Kosten für die Sanierung sind veranschlagt mit 12 000 €.

Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 4 000

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Sanierung der Kirche in Reghin

Antragsteller

Evangelische Kirchengemeinde A.B. in Reghin. Verantwortlich: Pfarrer Johann

Zey, Str. C�l�ra�ilor Nr. 1, 545300 Reghin, RUMÄNIEN, Tel. und Fax: (0040 265)

51 10 25, E-Mail: pfarramt.reen@gmail.com

Gemeindebeschreibung

Schon seit Jahrhunderten ist die evangelische Gemeinde Reghin (deutsch: Sächsisch

Regen) die Zentralgemeinde der Region Reener Ländchen. Heute zählt

man in dem ganzen Gebiet 690 Evangelische, von denen 266 der Stadtgemeinde

angehören. Neben regelmäßigen Gottesdiensten gibt es in der Gemeinde noch

Angebote für unterschiedliche Alters- und Interessengruppen – auch über die

Gemeindegrenze hinaus. In guter Zusammenarbeit mit dem Deutschen Forum

und der politischen Vertretung der deutschen Minderheit werden traditionelle

Feste und Veranstaltungen durchgeführt. In den vergangenen Jahren sind der

Gemeinde einige ehemals verstaatliche Immobilien zurückerstattet worden, die

jetzt zur Finanzierung der Gemeindearbeit beitragen. Die Gemeinde betreibt

auch eine Diakoniestation. Obwohl sie inzwischen die kleinste unter den verschiedenen

Kirchengemeinden der Stadt ist, besteht eine gute und respektvolle

Zusammenarbeit mit anderen Konfessionen.

Projektbeschreibung

An dem Platz der heutigen Kirche stand schon 1330 ein Kirchbau. Darauf weist

eine lateinische Inschrift im Altarraum der Kirche hin. Diese Majuskelinschrift

gilt als älteste in Siebenbürgen. Die evangelische Kirche wird in der Stadt als

eine wichtige Landmarke wahrgenommen. Allerdings ist ihr Erscheinungsbild

durch beschädigten und gefleckten Putz stark beeinträchtigt. Unter der kommunistischen

Regierung wurden an dem Gebäude nur kleinere Reparaturen vorgenommen.

Jetzt möchte die Gemeinde ihre Kirche sanieren. Bevor das Gebäude

neu verkalkt werden kann, müssen die Dachfugen abgedichtet und das Aufsteigen

des Grundwassers unterbunden werden.

Die Kosten für die Sanierung sind veranschlagt mit 26 150 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist die Heimatortsgemeinschaft (HOG).

Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 8 718


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Jugendfreizeit der Gemeinde Vulcan

Antragsteller

Evangelische Kirchengemeinde A.B. in Vulcan. Verantwortlich: Pfarrer Uwe

Seidner, Str. Principal� Nr. 3, 507270 Vulcan, jud. Bra�ov, RUMÄNIEN, Mobil:

(0040 745) 10 89 74, Fax: (0040 268) 25 64 77, E-Mail: pfarramt@kg-wolkendorf.ro,

Internet: www.kg-wolkendorf.ro

Gemeindebeschreibung

Die Kirchengemeinde in Vulcan (deutsch: Wolkendorf) zählt zurzeit 120 Seelen.

Die meisten Gemeindeglieder sind schon älter, es gibt aber auch eine Gruppe von

rund 15 Jugendlichen, die regelmäßig an Aktionen der Gemeinde teilnimmt. Die

finanziellen Möglichkeiten der Gemeinde sind bescheiden. Es besteht die Hoffnung,

dass sich mit den Grundstücken, die der Staat der Gemeinde zurückerstatten soll, die

Situation verbessert. Zurzeit arbeitet die Gemeindeleitung zusammen mit der Kommune

beispielsweise an einem Nutzungskonzept der ehemaligen deutschen Schule.

Dieses Gebäude soll weiterhin Bildungszwecken zugutekommen.

Projektbeschreibung

Jedes Jahr wird die Jugendarbeit der Gemeinde unter ein besonderes biblisches

Thema gestellt. Im Sommer 2010 machte sich eine Gruppe von Jugendlichen

unter dem Motto „Paulus als Grenzgänger“ auf den Weg nach Griechenland, um

den Spuren des Apostels Paulus zu folgen. Die jungen Menschen, die vorwiegend

aus konfessionsverbindenden Familien stammen, lernten dabei, wie der

Glaube über Grenzen hinweg wirkt. Für 2013 ist eine Fortsetzung unter dem

Motto „Paulus als Lehrmeister“ geplant. Auf einer Erkundungsfahrt nach Kleinasien

(heute Türkei) wollen die jungen Menschen Apostel Paulus als Lehrer

kennenlernen, der auch in aufgewühlten Zeiten Werte vermitteln kann. Jeden

Tag gibt es früh und abends jeweils eine Arbeitsstunde zu diesem Thema. Das

Hauptziel der Fahrt ist, Gemeinschaft zu fördern und Identität zu stiften.

Die Kosten für die Jugendfreizeit sind veranschlagt mit 3 300 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist das Jugendwerk.

Das Landeskonsistorium der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 1 100

159

RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

160

Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Einrichtung eines Jugendzentrums in Bra�ov

Antragsteller

Evangelisch-lutherisches Dekanat in Bra�ov. Verantwortlich: Dekan József

Zelenák, Str. 13 Decembrie Nr. 25, 500199 Bra�ov, RUMÄNIEN, Tel.: (0040 744)

33 07 46, Fax: (0040 268) 42 22 53, E-Mail: luthesp@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

Das Dekanat der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bra�ov ist für rund 19.000

Gemeindeglieder zuständig. Als eines der wichtigsten Aufgaben für die nächsten

Jahre betrachtet das Dekanat die Stärkung der Jugendarbeit in den Gemeinden.

In jeder Gemeinde soll es eine Jugendgruppe geben, wo Jugendliche ihre Rolle

in der Gemeinde finden können. Die Jugendgruppen sollen auch der Tendenz

entgegenwirken, dass sich die Jugendlichen aus den gemischtkonfessionellen

Ehen der rumänisch-orthodoxen Mehrheitskirche anschließen. Der Dekan József

Zelenák und Pfarrerin Ilona Simon haben ein entsprechendes Projekt ausgearbeitet

und begleiten es seit drei Jahren. Das Projekt bringt Jugendliche aus kleinen

Minderheitsgemeinden durch Treffen, gemeinsame Gottesdienste und Bibelstunden

miteinander in Kontakt und stärkt so das Gemeinschaftsgefühl sowie die

evangelische und die ungarische Identität.

Projektbeschreibung

Um verschiedene Programme für Jugendliche aus Bra�ov und Umgebung anbieten

und Treffen veranstalten zu können, möchte das Dekanat ein Jugendzentrum einrichten.

Es soll in einem Gebäude eingerichtet werden, das dem Dekanat gehört und

mit Hilfe des Gustav-Adolf-Werks renoviert worden ist. Für das Jugendzentrum ist

das Souterrain vorgesehen. Hier haben ein Andachtsraum, ein multifunktioneller

Raum und eine Küche Platz. Bevor das Zentrum hier seine Arbeit starten kann,

müssen die Räume jedoch mit einer Heizung und Mobiliar ausgestattet werden.

Die Kosten für die Einrichtung sind veranschlagt mit 6 982 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist der rumänische Staat.

Das Bischofsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 2 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Renovierung des Pfarrhauses in Cop�a Mic�

Antragsteller

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Cop�a Mic�. Verantwortlich: Pfarrer

Levente Korodi, Str. Mediasului Nr. 100, 555400 Cop�a Mic�, jud. Sibiu,

RUMÄNIEN, Tel.: (0040 745) 47 31 10, E-Mail: korodilevente@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

Cop�a Mic� (ungarisch: Kiskapus, deutsch: Kleinkopisch) ist eine Kleinstadt im

Landkreis Sibiu. Ein Wachturm, der hier im 15. Jahrhundert zur Absicherung

des Handelsweges zwischen Sighi�oara und Sibiu errichtet wurde, dient heute

als Turm der lutherischen Kirche. Die Industrialisierung im 20. Jahrhundert

schaffte einerseits Arbeitsplätze in der Stadt, brachte aber zugleich durch eine

Rußfabrik und eine Buntmetallhütte eine extreme Umweltverschmutzung mit

sich. Inzwischen sind diese Fabriken geschlossen und viele Menschen wegen der

Arbeitslosigkeit weggezogen. Trotz der Auswanderung ist die evangelischlutherische

Gemeinde erhalten und relativ stabil geblieben. Sie zählt 160 Glieder,

dazu gehören auch Kinder und Jugendliche. Die Gottesdienste zu den wichtigen

kirchlichen Feiertagen werden regelmäßig von Kindern und Jugendlichen

sowie von dem Chor der Gemeinde mitgestaltet.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus dient den vielfältigen Aktivitäten der lutherischen Gemeinde. Hier

befindet sich das Pfarrbüro, finden Religionsunterricht und Bibelstunden statt.

Das Haus ist auch Treffpunkt für Kinder- und Jugendgruppen. Einige Zimmer in

dem Gebäude sind in einem sehr schlechten Zustand. Im Winter entweicht durch

die undichten Fenster und Türen sehr viel Wärme. Deshalb möchte die Gemeinde

das Haus einer gründlichen Renovierung unterziehen. Neben dem Austausch

der Fenster und Türen gehört auch die Erneuerung des Daches dazu.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 22 405 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind örtliche Firmen, das Kultusministerium

Rumäniens sowie der Landkreis.

Das Bischofsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 5 000

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Zentralheizung für das Pfarrhaus in Halmeag

Antragsteller

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Halmeag. Verantwortlich: Pfarrer

József Veres, Str. Principal� Nr. 251, 507196 Halmeag, jud. Bra�ov, RUMÄNIEN,

Tel.: (0040 268) 24 59 20, E-Mail: veresjo@yahoo.com, Internet: www.halmagy.ro

Gemeindebeschreibung

Das Dorf Halmeag (ungarisch: Halmágy, deutsch: Halmagen) liegt am Fuß des

F�g�ra�-Gebirges in Tal des Flusses Olt. Die Stadt F�g�ra� ist 18 Kilometer entfernt.

Auf einem kleinen Hügel steht die Kirchenburg mit der Kirche, die schon

1180 erbaut wurde. Somit zählt sie zu den ältesten Kirchen in Siebenbürgen. Am

Rande des Friedhofs erinnert ein Denkmal an die ermordete Kaiserin Elisabeth

(Sissi), die auch eine beliebte Königin von Ungarn gewesen war. Die evangelisch-lutherische

Gemeinde im Ort zählt rund 200 Glieder, mit den evangelischen

Christen aus den Nachbardörfern sind sie insgesamt 300.

Projektbeschreibung

Das Pfarrhaus ist ein wichtiges Zentrum für das Gemeindeleben in Halmeag. Im

Gemeindesaal finden im Winter Gottesdienste, Religionsunterricht und Bibelstunden

für unterschiedliche Altersgruppen statt. Schlecht beheizte oder kalte

Räume sind für solche Zusammenkünfte nicht förderlich. Deshalb möchte die

Gemeinde im Pfarrhaus eine Zentralheizung einbauen.

Die Kosten für die Zentralheizung sind veranschlagt mit 5 259 €.

Weiterer Unterstützer des Projektes ist die Kommune.

Das Bischofsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 2 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Neubau eines Pfarrhauses in Satu Nou

Antragsteller

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Satu Nou. Verantwortlich: Pfarrer

Bálint-Sándor Deák, 317216 Satu Nou Nr. 310, jud. Arad, Com. Misca,

RUMÄNIEN, Tel.: (0040 745) 30 71 54, E-Mail: danbalzajzon@yahoo.com

Gemeindebeschreibung

Satu Nou (ungarisch: Simonyifalva) liegt in Westrumänien, nahe der ungarischen

Grenze. Das Dorf wurde 1882 von Ungarn besiedelt, die aus verschiedenen

Orten kamen. Die meisten Bewohner arbeiten entweder in der näheren Umgebung

oder in der eigenen Landwirtschaft. Die Gemeinde zählt 140 Glieder,

dazu kommen noch 55 aus den Diasporagemeinden Mocrea, Tipari und Pancota.

In diesen Dörfern, die bis zu 70 Kilometer entfernt liegen, finden jeden zweiten

Sonntag sowie an kirchlichen Feiertagen Gottesdienste statt. Ein besonderer

Schwerpunkt in der Gemeinde ist die Kinder- und Jugendarbeit. Die Jugendlichen

haben einen eigenen Club, einen Bibelkreis und einen Chor. Für Erwachsene

gibt es eine ökumenische Bibelstunde, dazu kommen gern auch die Katholiken

aus dem Dorf. Mit Katholiken finden mehrmals im Jahr ökumenische Gottesdienste

statt, auch andere Veranstaltungen und Feierlichkeiten werden gemeinsam

gestaltet. Eine lutherische Kirche gibt es in Satu Nou seit 1945. Das

Gebäude ist recht klein. Bei größeren Gottesdiensten müssen einige Menschen

stehen, weil es nicht genügend Sitzplätze gibt.

Projektbeschreibung

Das bisherige Pfarrhaus der Gemeinde ist aus Lehm gebaut und muss jedes Jahr

renoviert werden. Außerdem ist das Gebäude zu klein. Im Winter dient ein großer

Raum als Wohn-, Ess-, Kinder- und Gästezimmer sowie als Büro. Das neue Pfarrhaus

wird im Garten gebaut und soll auch für die Aktivitäten mit Kindern und für

Bibelstunden Platz bieten. Der Baubeginn war für den Sommer 2012 geplant.

Die Kosten für den Bau sind veranschlagt mit 35 000 €.

Weitere Unterstützer des Projektes sind der rumänische und der ungarische Staat

sowie die Kirchenleitung und das GAW mit dem Projektkatalog 2012.

Das Bischofsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 4 000

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RUMÄNIEN


RUMÄNIEN

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Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Errichtung des Gemeindesaals in Turche�

Antragsteller

Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde in Turche�. Verantwortlich: Pfarrer

Jen� Domokos, Str. Bra�ovului Nr. 160, 505600 Turche�/S�cele, jud. Bra�ov,

RUMÄNIEN, Tel.: (0040 268) 27 61 38, E-Mail: domk@clicknet.ro

Gemeindebeschreibung

Die Ortschaft Turche� (ungarisch: Türkös) gehört zur Stadt S�cele (deutsch:

Siebendörfer). In diesem Gebiet leben traditionell Rumänen, Ungarn, Roma und

auch Deutsche. Die evangelisch-lutherische Gemeinde zählt 850 Glieder. Ihre

Kirche ist 1885 geweiht worden, das Pfarrhaus besteht seit 1893. Alle Gemeindeaktivitäten

finden bisher in einem 36 m² großen Zimmer im Pfarrhaus statt:

Sitzungen, Bibelstunden, Agapeabende, Jugendaktivitäten, Frauenarbeit. Vor

allem die Angebote für die Jugend leiden unter dem Platzmangel und freien

Terminen. Oft müssen die Gruppen in die Kirche ausweichen. Die Gemeinde hat

durch die Inflation jedoch nicht genug Ersparnisse, um eine Erweiterung des

Gemeindehauses selbst zu finanzieren.

Projektbeschreibung

Auf dem Gelände des Pfarrhauses gibt es ein Wirtschaftsgebäude, das nicht

mehr benutzt wird. Mit relativ geringen Mitteln könnte es renoviert und zum

Gemeindesaal umgebaut werden. Der neue Gemeindesaal wäre besonders für die

Zukunft der Jugendarbeit wichtig, weil diese sich ohne geeignete Räume und

ausreichenden Platz nicht entwickeln kann.

Die Kosten für die Renovierung sind veranschlagt mit 9 000 €.

Das Bischofsamt der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Rumänien und das

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien haben den Antrag befürwortet.

PROJEKTFÖRDERUNG € 3 000


Projektkatalog 2013 – Gustav-Adolf-Werk e.V.

RUMÄNIEN – Südosteuropa

Vertrauensgabe für das Gustav-Adolf-Werk-Rumänien (GAW-RO) in

Oradea

Antragsteller

Gustav-Adolf-Werk-Rumänien. Verantwortlich: Pfarrer Attila Mátyás, Generalsekretär,

Strada Tudor Vladimirescu 28, 410203 Oradea, RUMÄNIEN, Tel.:

(0040 359) 40 15 30, Fax: (0040 259) 43 61 63, E-Mail: matyasgawro@yahoo.de,

Internet: www.gaw.ro

Das GAW-RO ist eine Arbeitsgemeinschaft von vier protestantischen Kirchen des

Landes und dient der diakonischen Zusammenarbeit sowie der Förderung der Ökumene

zwischen diesen Kirchen. Präsident des GAW-RO ist Dekan József Ötvös aus

Târgu Mure�, Siebenbürgischer Kirchendistrikt der Reformierten Kirche.

Das rumänische Geschwisterwerk des Gustav-Adolf-Werkes wurde 2002 gegründet.

Seit 2003 koordiniert das Zentralbüro des GAW-RO in Oradea die

Zusammenarbeit von Gemeinden und Kirchenleitungen und vermittelt Informationen.

Seit einigen Jahren wird in allen beteiligten Kirchen eine gemeinsame

Kollekte gesammelt, die einem Projekt in diesen Kirchen zugutekommt. 2011

war die Kollekte (1 940 €) für den Neubau einer lutherischen Kirche in Satu Nou

und für die Pfarrhausrenovierung in der evangelisch-lutherischen Gemeinde in

Satu Mare bestimmt. Darüber hinaus sieht das GAW-RO seine Aufgabe darin,

protestantische Interessen in der Gesellschaft zu vertreten. 2009 wurde es offiziell

als Asocia�a Gustav Adolf (Gustav-Adolf-Egysület) registriert und ist seit

Januar 2010 eine juristische Person.

Für die Zentrale des Gustav-Adolf-Werkes in Deutschland ist das Büro in Oradea

ein wichtiger Ansprechpartner, besonders in Fragen der Projektarbeit. Es

informiert über deren Verlauf, liefert Zwischen- und Abschlussberichte und ist

an Auswahl und Abfassung der Projekte beteiligt.

Die Vertrauensgabe ist ein wichtiger Baustein für die Tätigkeit des GAW-RO,

denn sie ermöglicht die Fortführung der Geschäftsstelle und der Kontakte zu den

Gustav-Adolf-Werken und Diasporawerken der verschiedenen evangelischen

Kirchen in Europa.

PROJEKTFÖRDERUNG * € 2 000

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RUMÄNIEN

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