Bremerhavener gewinnt mit süßer Verführung - Handwerkskammer ...

bremen.hwk.de

Bremerhavener gewinnt mit süßer Verführung - Handwerkskammer ...

70677 5,– €

HANDWERK IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk in Bremen und Bremerhaven 12/2009

Gründerpreis:

Bremerhavener

gewinnt mit

süßer Verführung

Foto: Wolfhard Scheer

Vertrieb: Verlag Wilhelm Schintz Druck GmbH

Deutsche Post AG, Entgelt bezahlt, 70677 Postvertriebsstück

CDU-Landesparteitag:

Handwerk gestärkt

Konjunkturumfrage Handwerk:

Schwieriges Jahr befürchtet

Imagekampagne:

Werbefilm fürs Handwerk


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Auf ein Wort

Joachim Feldmann

Liebe Handwerkerinnen und Handwerker,

sehr geehrte Leserinnen und Leser,

nun neigt sich das Jahr fast schon wieder

seinem Ende. Ein bewegtes und bewegendes

Jahr. Wer hätte zum Beispiel gedacht, dass sich

ausgerechnet in der schlimmsten Wirtschaftskrise

seit Ende der zwanziger Jahre das Handwerk

als starker Stabilitätsfaktor erweist? Da ist

es gut für Bremen, dass es seine Handwerker

hat. Weite Teile der bremischen Wirtschaft entlassen

Arbeitskräfte oder arbeiten kurz. Die

handwerklichen Betriebsinhaber hingegen stehen

schützend vor ihren Mitarbeitern und bemühen

sich, sie trotz aller Schwierigkeiten zu halten.

Zwei Drittel der Handwerksbetriebe haben

trotz Krise nicht entlassen. Drei Viertel der bremischen

Handwerksbetriebe wollen auch in

den kommenden Monaten ihre Mitarbeiter

behalten und zehn Prozent der Handwerker

sogar neue Mitarbeiter einstellen. Damit gibt

es in Bremen zurzeit keinen stabileren Wirtschaftszweig

als das Handwerk.

Es ist darum richtig, wenn wir die Leistung

des Handwerks fördern und junge Menschen

motivieren, Handwerker zu werden. Schon jetzt

sind bundesweit 10.000 handwerkliche Ausbildungsplätze

unbesetzt. Es ist darum wichtig,

dass wir die Chancen, die unser Handwerk bietet,

in der Bevölkerung immer wieder intensiv

deutlich machen.

Dies wollen wir tun! Im Januar starten wir

die größte Imagekampagne, die das deutsche

Handwerk je erlebt hat. Seien Sie dabei, denn

sie kann nur erfolgreich sein, wenn alle Handwerker

diese Kampagne mittragen.

Handwerk in Bremen 12/2009

Wir haben viele Partner, die uns nahe stehen

und auf unserem Weg aufgeschlossen

begleiten. Dies hat sich auch im zu Ende gehenden

Jahr deutlich gezeigt. Wir haben Besucher

aus anderen Wirtschaftsbereichen in der Handwerkskammer

empfangen, die mit uns kooperieren

wollen. Wir haben politische Gäste

begrüßt, denen unsere Gedanken wichtig sind.

Der Kirchentag in Bremen und ein Handwerker-Gottesdienst

im Gewerbehaus hat Glaube

und Beruf, Kirche und Handwerk an einen Tisch

gebracht. Dabei lobte Bischoff Axel Noack uns

Handwerker, weil wir die Welt formen ohne sie

zu zerstören und weil sich nirgendwo so viele

gute Ansätze für ein humanes Wirtschaften und

sozialen Ausgleich finden, wie im Handwerk.

Beim ‚Parlamentarischen Abend‘ der Handwerkskammer

und dem ‚Mahl des Handwerks‘

der Sparkasse tauschten sich Gäste aus der Bremischen

Bürgerschaft, dem Senat und der Verwaltung

aus. Die SPD-Bundestagsfraktion lud

im Gewerbehaus zur Kommunalpolitischen

Konferenz. Die HWK-Geschäftsführung ist gern

gesehen bei Mittelstandsvereinigungen und

die bremische CDU lud Handwerkskammer und

Kreishandwerkerschaft zu ihrem Landesparteitag

ein, der explizit die Förderung des Handwerks

zum Inhalt hatte.

Darum sind wir zufrieden mit dem, was wir

in diesem Jahr erreicht haben. Beispielsweise

wurde als Ergebnis handwerklicher Positionsvertretung

die Ausbilder-Eignungsprüfung wieder

eingeführt. Künftig soll wieder stärker auf

Qualität im Beruf geachtet werden.

Auf Job-Börsen, regionalen Messen und Konferenzen

werben die Ehrenamtlichen aus Handwerkskammer,

Kreishandwerkerschaft und den

Innungen gemeinsam mit Mitarbeitern aus

dem HandWERK für die handwerklichen Berufe

und deren hervorragende Perspektiven für

junge Menschen. Die Mentoren der Handwerkskammer

coachen Jugendliche und Altbewerber

und begleiten sie bei der Berufswahl und bei

Bewerbungen für Praktika und Ausbildungsplätze.

Dabei machen sie deutlich, dass es Engagements

und Leistungswillens bedarf, wenn

man ein erfolgreiches selbstbestimmtes Leben

führen möchte. Oft genug leisten sie dabei elementare

Erziehungsarbeit.

Unsere gemeinnützige HandWERK GmbH

wird zwischenzeitlich von Gästen aus dem Inund

Ausland aufgesucht. Auch die Handwerkskammern

vernetzen sich immer stärker. Damit

wir dabei für Bremer stets in die richtige Richtung

gehen, haben wir in diesem Jahr begonnen,

Konjunktur-Umfragen im bremischen

Handwerk durchzuführen. Gemessen an der

wirtschaftlichen Gesamtlage sind deren Ergebnisse

geradezu erfrischend.

Frischer Wind zeigt sich auch in unserer

Kammer: Wir haben begonnen, das denkmalgeschützte

historische Gewerbehaus energetisch

zu sanieren, mehr Farbe ins Spiel zu bringen

und präsentieren die Kammer und ihre

wichtige Arbeit in einer neuen Internet-Präsenz.

Zahlreiche Veranstaltungen – wie für die

erfolgreiche Betriebsnachfolge – bieten unseren

Mitgliedern mehr Service und helfen gleichzeitig,

den Weiterbestand von Betrieben und

Arbeitsplätzen zu sichern. Dies ist wichtig, denn

Bremen ist das westliche Bundesland mit der

höchsten Armutsquote. Wir sind uns bewusst,

dass großzügige Spenden handwerklicher

Innungen für Armen-Tafeln gut gemeint aber

nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein können.

Das beste Mittel gegen Armut ist eben

immer noch Arbeit – und die schaffen nur

Unternehmer und ihre Betriebe. Darum freuen

wir uns besonders über den Ausgang der

Bundestagswahl. Die daraus hervor gegangene

neue Bundesregierung ist sich bewusster als

die vorherige Große Koalition, dass wir starke

Betriebe brauchen, die – statt Verluste zu schreiben

– in die Zukunft investieren können müssen,

damit Arbeitsplätze gesichert und neu

geschaffen werden können. Die neue Bundesregierung

hat sogleich eine breite Palette handwerklicher

Wünsche aufgenommen, damit

Deutschland und sein Mittelstand in Zukunft

stark werden und wir die Milliarden zusätzlicher

Schulden aus den Konjunkturprogrammen

schultern können. Mit der tiefen Überzeugung,

dass wir damit nunmehr auf einem guten

Weg sind, wünsche ich Ihnen und Ihren Angehörigen

eine schöne Adventszeit und ein frohes

Fest und ich würde mich freuen, wenn wir

uns im kommenden Jahr bei der einen oder

anderen Veranstaltung in der Handwerkskammer

treffen.

Herzlichst

Ihr

Joachim Feldmann

Präses der

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Editorial

3


Inhalt

DAS HANDWERK

Konjunkturbericht des Handwerks:

Bremen nicht ganz so pessimistisch . . . . . . . . . . . . 7

Aus für Rot! Gelb und Grün frei! . . . . . . . . . . . . . . 7

Kastendiek: Schluss mit der Symbolpolitik . . . . . . . . . 8

Handwerk begrüßt Steuerpläne . . . . . . . . . . . . . . 9

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Meinungen und Kommentar

Michael Busch: Jetzt nicht nachlassen . . . . . . . . . . .10

Ausbildungsbilanz: Bremer Handwerk stabiler . . . . . . .11

Handwerkskammer sucht Paten . . . . . . . . . . . . . .11

Entwicklungshelfer in Sachen Ausbildung . . . . . . . . .12

Imagekampagne des Handwerks vor dem Start . . . . . .13

8 Handwerker

zu Gast auf dem

CDU-Landesparteitag.

Jan-Gerd Kröger vertrat

die Positionen des

Bremer Handwerks.

Allen Lesern von HANDWERK IN BREMEN, allen

Handwerkern, Inhabern, Geschäftsführern

und Mitarbeitern der Betriebe

ein frohes Weihnachtsfest und

ein erfolgreiches Jahr 2010

wünschen

Präsidium, Geschäftsführung und Mitarbeiter

der Handwerkskammer Bremen,

Vorstände, Geschäftsführung und Mitarbeiter

der Kreishandwerkerschaften Bremen

und Bremerhaven-Wesermünde

sowie Verlag und Redaktion

von HANDWERK IN BREMEN

Themen dieser Ausgabe

KREISHANDWERKERSCHAFT BREMEN

KH und AGVH Bremen:

Lobbyarbeit stärkt das bremische Handwerk . . . . . . .14

Maler und Lackierer wollen „Flagge zeigen“ . . . . . . . .15

Neues Kupferdach für historischen Schütting . . . . . . .16

Freimarktsumzug: Viel Applaus für Dachdecker . . . . . .16

Goldglanz im Bremer Rathaus . . . . . . . . . . . . . . .17

Tipps und Infos zu Ernährung und Bewegung . . . . . . .17

Das BRUT-Programm: Existenzgründung mit Plan . . . . .18

Konditoren: Weser-Fahrt endetein „Bayern“ . . . . . . . .19

KREISHANDWERKERSCHAFT BRHV-WEM

„Jubiläumsgeld“ ging an Bremerhavener Tafel . . . . . . .20

Gründerpreis Bremerhaven:

Auszeichnungen für junge Handwerker . . . . . . . . . . .21

Dicker Mantel schützt Eisklotz vorm Schmelzen . . . . . .22

Kaizen: Vom Guten zum Besseren gelangen . . . . . . . .23

Neuer Vorstand der Bremischen Volksbank . . . . . . . . .23

Was die Dachdecker

sonst zu leisten vermögen,

ist bei der neuen

Dacheindeckung des

Schütting zu sehen.

4 Handwerk in Bremen 12/2009

16

21

Viel Applaus gab es

für Bremens

Dach decker beim

Freimarktsumzug.

Zu den fünf Favoriten

des GründerpreisesBremerhaven

gehörten vier

Handwerksbetriebe.


Themen dieser Ausgabe

SERVICE & BETRIEB

Elektro-Werkstatt auf USB-Stick . . . . . . . . . . . . . .24

Beratung: Einheitlicher Ansprechpartner . . . . . . . . . .25

NAMEN & NOTIZEN

Geburtstage • Jubiläen • Gedenken . . . . . . . . . . .26

Menschen und Nachrichten . . . . . . . . . . . . . . . . .26

Neue Gesichter im HandWERK . . . . . . . . . . . . . . .27

Drei Frauen auf dem Siegertreppchen . . . . . . . . . . .28

Einsatz mit Herz und Hand gegen das Vergessen . . . . .29

Preise für Steinmetzarbeiten . . . . . . . . . . . . . . . .29

TIPPS & TERMINE

Kurse und Veranstaltungen . . . . . . . . . . . . . . . . .30

Arbeitsplätze erhalten – Die Nachfolge meistern . . . . . .31

Meisterbrief zählt beim Studium . . . . . . . . . . . . . .31

Der praktische Leistungswettbewerb

der Raumausstatter

und Sattler auf Bundesebene

fand in Bremen statt. 20

Gesellen und Gesellinnen traten

an – drei Frauen siegten.

Handwerk in Bremen 12/2009

28

29

Im ehemaligen KZ

Sachsenhausen setzen

junge Handwerker

Herz und Hand

gegen das Vergessen

ein.

THEMEN & TITEL

Die „Handwerksschraube“ und das Kammer-CD . . . . . .32

Buchempfehlungen . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .33

MARKTPLATZ

Betriebsbörse der Handwerkskammer Bremen . . . . . . .34

SCHLUSSPUNKT

10 Fragen an den Weihnachtsmann . . . . . . . . . . . .35

Impressum . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . .35

HANDWERKSKAMMER BREMEN

Kennt jeden, erfüllt

alle Wünsche und

liefert pünktlich.

Könnte einer von

uns sein.

Immer mehr Handwerkskammern

präsentieren sich

mit neuem Logo und einheitlichem

Erscheinungsbild.

35

32

Der Gründerpreis Bremerhaven

kennt nur einen Sieger, und der

erhält – über drei Jahre verteilt

– 50.000 Euro. Gewinner ist

Thomas Wüppermann, der in

seiner Schokoladenmanufaktur

ein Sortiment von rund 100

unterschiedlichen Creationen

anbietet. Mehr auf Seite 21.

Foto: Wolfhard Scheer

Die zehn Fragen von

HANDWERK IN BREMEN

beantwortet diesmal der

Weihnachtsmann.

70677 5,– €

HANDWERK IN BREMEN

Die Zeitschrift für das Handwerk Bremen und Bremerhaven in 12/2009

Gründerpreis:

Bremerhavener

gewinnt mit

süßer Verführung

Foto: Wolfhard Scheer

CDU-Landesparteitag:

Handwerk gestärkt

Konjunkturumfrage Handwerk: Imagekampagne:

Schwieriges Jahr befürchtet Werbefilm fürs Handwerk

Inhalt

5


JUBILÄUMS-EDITION 45 – FORD TRANSIT

Seit mehr als 45 Jahren unterstützt der Ford Transit gewerbetreibende Kunden bei ihrer täglichen

Arbeit. Dies ist nicht nur ein Grund zu feiern, sondern auch ein guter Grund eine limitierte Jubiläumsedition

aufzulegen.

Die Jubiläumsedition 45 basiert auf einem

Kasten V347 280S 2.2L 85KW (115PS) Trend

und bietet Ihnen und Ihren Kunden noch eine

Vielzahl von weiteren sinnvollen Optionen:

● Airbag, Beifahrerseite

● Park-Pilot-System hinten

● Trennwand voll mit Fenster

● Beheizbare Heckscheibe mit Wisch-

Waschanlage

● Mobiltelefon-Vorbereitungspaket mit

Bluetooth

Und da ein Jubiläumsmodell auch gut

aussehen sollte, gibt es zusätzlich:

● Spiegelkappen in Matt-Silber

● Kühlergrill in Silber

● Schutzgitter für Rücklichter

● 16“-Alu-Felgen im Sportdesign


Nachrichten

Handwerk in Bremen 12/2009

Das Handwerk

KONJUNKTUR: BREMEN NICHT GANZ SO PESSIMISTISCH

„Dem Handwerk steht ein schwieriges Jahr bevor“, so der Zentralverband des Deutschen Handwerks

in seinem Konjunkturbericht. Aktuell beurteilen Handwerker ihre Lage noch relativ gelassen, doch

sorgen sich viele um die Zukunft. Das bremische Handwerk ist da ein wenig zuversichtlicher.

Soviel steht fest: Die Konjunkturpakete der

Bundesregierung haben die Wirtschaft stabilisiertund

Arbeitsplätze gesichert. Insofern ist

die Lage auch ein bisschen gut.

Dennoch stehen dem Handwerk schwierige

Zeiten bevor. ZDH-Generalsekretär Hanns-

Eberhard Schleyer prognostizierte anhand der

aktuellen Konjunkturumfrage des ZDH, dass

die Umsätze der Branche im kommenden Jahr

erneut in den roten Zahlen landen würden.

Trotz des leichten Wirtschaftsaufschwungs

gebe es für viele Handwerksbetriebe noch

keine Entwarnung, warnte er und sagt für

2010 ein Minus von einem Prozent aus.

In Bremen haben sich an der Herbstumfrage

der Handwerkskammer 172 Betriebe beteiligt.

Zwar lassen sich die Zahlen nicht bedenkenlos

miteinander vergleichen, da die Zahlen

des Zentralverbandes größtenteils aus Flächenländern

stammen und die Besonderheiten

der Stadtstaaten nur wenig berücksichtigen.

Doch Michael Busch, Hauptgeschäftsführer

der Bremer Handwerkskammer, mag sich

der negativen Erwartungen in Berlin nicht

anschließen. „Wir stürmen nicht mit Hurra ins

nächste Jahr, aber auch nicht so pessimistisch,

wie das oft dargestellt wird“, sagt er. Der

Grund: 74 Prozent der Bremer Umfrageteilneh-

AUS FÜR ROT! GELB UND GRÜN FREI!

Wenn sich der Rauch der Sylvesterknaller verzogen hat, zündet

die zweite Stufe der Bremer Umweltzone.

Zum 1. Januar wird in Bremen die Stufe 2 der Umweltzonenregelung eingeführt. Das heißt,

nur noch Fahrzeuge mit grüner oder gelber Plakette dürfen die Umweltzone befahren. Fahrzeuge

mit roter Plakette sind dann in der Umweltzone nicht mehr erlaubt.

Anträge auf Ausnahmegenehmigungen werden vom Amt für Straßen und Verkehr bearbeitet.

Anträge können beim Amt für Straßen und Verkehr, Herdentorsteinweg 49/50, 28195

Bremen, gestellt werden. Die Zusendung der Genehmigungen erfolgt ab Mitte Dezember.

Weitere Informationen im Internet unter www.umweltzone.bremen.de oder unter der Rufnummer

01802-240024 (6,0 Cent pro Anruf aus dem deutschen Festnetz).

Noch bis Ende dieses Jahres stellt die Bundesregierung eine Barförderung von 330 Euro für

Diesel-PKW-Fahrer zur Verfügung, die ihr Auto mit einem Rußpartikelfilter nachrüsten. Der

Einbau des Partikelfilters ist die beste Möglichkeit, den Ausstoß von gesundheitsschädlichen

Partikeln (Feinstaub) zu mindern. Die Umrüstung sorgt so für eine Besserstellung des Fahrzeugs

in der Plakettenverordnung und eine dauerhafte Befahrbarkeit der Umweltzonen.

Die Grafik weist den Anteil der befragten Unternehmen in Prozent aus, die ihre Geschäftslage

mit „befriedigend“ oder „gut“ beurteilten. Insgesamt antworteten auf die Fragen zur Konjunkturentwicklung

16.300 Betriebe aus Westdeutschland und 6.600 aus Ostdeutschland.

(Grafik: ZDH)

mer bewerten ihre aktuelle Geschäftslage als

befriedigend oder gut. Die Angaben für den

nächsten Berichtszeitraum fallen mit 79 Prozent

sogar noch etwas positiver aus.

Das Ausbaugewerbe steht – im Gegensatz

zu Bauhauptgewerbe – durch den Sanierungs-

schub aktuell sogar gut da. Auch im Kfz-Gewerbe

sieht Busch massive Unterschiede. Einzig

die Lebensmittelhandwerke sehen trüben Zeiten

entgegen. Sie leiden unter den Discountern,

die mit ihrem aggressiven Preiswettbewerb

und immer mehr Konkurrenzprodukten

in den Markt drängen.

Inmitten der Krise steht jedoch das Handwerk

in Bezug auf seine Mitarbeiter wie ein

Fels in der Brandung. Die meisten Betriebe

bemühen sich, ihre Mitarbeiter zu halten. Nur

in den Gewerken, die besonders schwer vom

Export-Einbruch betroffen sind, wurden teilweise

Stellen gestrichen. In Bremen musste

sich nur jeder fünfte Unternehmer von Mitarbeitern

trennen. 66 Prozent der Betriebe haben

dagegen bisher ihren Personalbestand in den

beibehalten. Drei Viertel der bremischen

Handwerksbetriebe wollen in den nächsten

Monaten keine Mitarbeiter entlassen, zehn

Prozent sogar welche einstellen. Schwerwiegender

als Entlassungen sind daher für viele

Betriebe die Probleme beim Besetzen von Ausbildungsplätzen.

Bundesweit sind aktuell noch

10.000 Lehrstellen unbesetzt. „Der Azubi von

heute ist die Fachkraft von morgen“, sagt

Busch, „und wer in Zukunft weniger Fachpersonal

hat, kann auch nur weniger Aufträge

erfüllen.“

7


Das Handwerk Nachrichten

KASTENDIEK: SCHLUSS MIT DER SYMBOLPOLITIK

Die Bremer CDU spricht sich für die

Stärkung des Handwerks und gegen

die Umweltzone aus.

Die Bremer CDU will die Gründung von

Handwerksbetrieben vereinfachen, Schwachstellen

in der Handwerksordnung ausbessern

und Frauen den Zugang zu der Branche

erleichtern. Das geht aus einem Leitantrag hervor,

den die Christdemokraten auf ihrem Landesparteitag

in der Vegesacker Strandlust verabschiedeten.

An der Diskussion beteiligten

sich als Gäste Kreishandwerksmeister Jan-

Gerd Kröger und Josef Solscheid, Geschäftsführer

der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde.

Eingebracht hat den Antrag der ehemalige

Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek, der

die Leistungsfähigkeit des Handwerks im

Lande Bremen hervorhob. Die Statistik: Rund

5.000 Betriebe mit ihren Beschäftigten tragen

maßgeblich zur Wirtschaftskraft in Bremen

und Bremerhaven bei. Sie erzielen einen

Jahresumsatz von rund 2,4 Milliarden Euro.

„Hinzu kommt eine Ausbildungsquote, die in

der Industrie nur noch ganz selten zu finden

ist“, sagte Kastendiek. Die Landesregierung

vernachlässige die Existenzgründer und

erschwere den Handwerkern mit Symbolpolitik

wie der Einführung einer Umweltzone die

Arbeit, griff er den rot-grünen Senat frontal

an. Kastendiecks Fazit: „Die Umweltzone trifft

die kleinen Handwerksbetriebe, erzielt aber

nicht den gewünschten Erfolg.“

Kreishandwerksmeister

Jan-Gerd

Kröger

sprach als

Gast auf

dem Landesparteitag

der Bremer

CDU.

Einig waren sich alle Redner darin, dass sich

die Unterrichtsqualität in den Schulen dringend

verbessern müsse. „Das Handwerk muss

sich darauf verlassen können, dass Auszubildende

Kernkompetenzen wie Lesen, Rechnen

und Schreiben beherrschen und nicht erst

während der Lehrzeit erlernen müssen“, sagte

Dr. André-Michael Schultz, CDU-Sonderbeauftragter

für soziale Integration und Chancengerechtigkeit.

Er brachte einen Ergänzungsantrag

ein. Darin stellte er klar, dass neben einer

besseren Bildung auch die Bemühungen um

Integration verstärkt werden müssen. „Ein

besonderes Augenmerk ist hierbei auf den

Erwerb und die Förderung der deutschen Sprache

zu legen, damit Jugendliche mit und ohne

Migrationshintergrund die notwendigen

sprachlichen Voraussetzungen für eine Ausbildung

in einem handwerklichen Betrieb mit-

Die CDU-Politiker Jörg Kastendiek (re.) und Thomas Röwekamp (2. v. re.) mit den Handwerks-

Gästen des Parteitages Andreas Meyer, Jan-Gerd Kröger und Josef Solscheid (v. li.).

bringen“, schreibt Schultz. Josef Solscheid

bekräftigte: „Wir brauchen ein optimiertes,

ein gutes Schulsystem. Ohne dies haben wir

künftig auf europäischer Ebene und weltweit

keine Chancen.“ Welcher Weg dafür der Beste

ist, bleibt jedoch strittig. Während sich die

CDU für ein gegliedertes Schulwesen ausspricht,

hält Solscheid die „Schule für alle“ für

ein geeignetes Modell.

Kreishandwerksmeister Jan-Gerd Kröger

forderte von der Politik mehr Verlässlichkeit.

Der Kontakt zum Handwerk müsse regelmäßig

statt nur in Krisenzeiten gesucht werden.

Er sprach sich für eine intensivere Bekämpfung

der Schwarzarbeit aus, die sich seit 2004 mehr

als verdoppelt habe. Dafür müsse der Steuerbonus

auf haushaltsnahe Dienstleistungen

angehoben werden. „Runter mit der Mehrwertsteuer,

rauf mit dem Handwerkerbonus“,

forderte er. Außerdem müssten heimische

Betriebe bei der Vergabe öffentlicher Aufträge

stärker berücksichtigt werden. „Es gibt in

Bremen tatsächlich Bereiche, in denen auswärtige

Unternehmen leichter an Aufträge kommen

als heimische“, bemängelte er. Für die

Zukunft wünscht er sich, dass bei den grundlegenden

Zielen und Leitlinien zur Weiterentwicklung

der bremischen Wirtschaftspolitik,

viel mehr Bezug zum Handwerk zu finden sein

wird, denn „ohne Handwerk und dessen

Beständigkeit wird es in Bremen keine positive

Weiterentwicklung geben“, wie er sagte. Für

handwerksnahe Politik regte er an, dass Parteien

nicht nur über Frauen-Quoten nachdenken,

sondern vor allem über eine Handwerker-

Quote, die sicherstellt, dass die Interessen der

kleinen Betriebe gewahrt werden. „Eine Partei,

die dies beherzigt, wäre zweifellos dicht

am Puls derjenigen, die Werte schaffen und

erhalten“, schloss der Kröger.

8 Handwerk in Bremen 12/2009


Nachrichten

HANDWERK BEGRÜßT STEUERPLÄNE

Die Steuervorhaben der neuen Regierungs-Koalition werden vom

Handwerk positiv gewertet. ZDH-Präsident Otto Kentzler zu den

Auswirkungen der Steuerpläne auf das Handwerk.

Handwerkspräsident Otto Kentzler begrüßt

die von der Bundeskanzlerin bekräftigten Steuerpläne

der Regierung ebenso wie die Regelungen

des Gesetzes als geeignet, Wachstumskräfte

im Land anzuregen:

„Die Bundeskanzlerin hat in ihrer Regierungserklärung

die Irritationen um die Steuerpläne

der Bundesregierung beseitigt. Es ist

erklärtes Ziel, bereits 2011 mit einer Strukturreform

bei der Einkommensteuer zu beginnen.

Das ist im Sinne des Handwerks: Die klare Festlegung

auf die Reform und ihren Beginn – und

dann in Schritten den Weg hin zu einem einfacheren

und gerechten Steuersystem gehen.

Bürger und Betriebe haben nun die eingeforderte

Sicherheit. Wir sind zuversichtlich,

dass es schon in den kommenden Monaten

einen deutlichen Anschub für mehr Wachstum

geben wird – durch steigenden Konsum und

mehr Investitionen gerade der handwerklichen

Personenunternehmer.

Das Wachstumsbeschleunigungsgesetz

muss ohne Abstriche die parlamentarischen

Hürden in Bundestag und Bundesrat durchlaufen.

Denn es ist ebenfalls geeignet, die

Wachstumskräfte im Land zu stimulieren.

Acht von zehn deutschen Unternehmen

nutzen Computer und Internet. Zwei Drittel

aller Menschen in Deutschland arbeiten heute

mit IT. Doch vielen Arbeitnehmern fehlen wichtige

berufsrelevante IT-Kenntnisse, um mit der

vorhandenen Technologie produktiver zu werden.

Um Innovation und damit Wachstum in

kleinen und mittelständischen Unternehmen

zu fördern, stellen der Zentralverband des

Deutschen Handwerks (ZDH) und Microsoft

Deutschland ein spezielles Zukunftspaket für

mehr IT-Qualifizierung vor: Eine neue kostenfreie

Online-Lernplattform ergänzt die Angebote

der Qualifizierungsinitiative IT-Fitness,

die Microsoft-Gründer Bill Gates und ZDH-

Generalsekretär Hanns-Eberhard Schleyer mit

weiteren Partnern im November 2006 ins

Leben gerufen haben. Das modulare Weiter-

Handwerk in Bremen 12/2009

Bereits zum 1. Januar 2010 wird es spürbare

Entlastungen für die Einkommensteuerzahler

geben. Die Anhebung des Kindergrundfreibetrages

auf 7.008 Euro schafft vor allem Entlastung

für die Familienunternehmen im

Handwerk.

Gezielte Korrekturen bei der Unternehmenssteuer

entlasten ebenfalls das Handwerk,

sorgen vor allem dafür, dass Betriebe

ohne Gewinn nicht durch überhöhte Steuerzahlungen

in Insolvenzgefahr geraten. Korrekturen

bei der Erbschaftssteuer nehmen vor

allem Rücksicht auf die Situation von Familienunternehmen

in der Krise. Das gilt beispielsweise

für Abmilderungen bei Haltefrist

und Lohnsummenkriterium. Ein großer Fortschritt

ist die Festlegung, Betriebe mit bis zu

20 Beschäftigten vom Lohnsummenkriterium

auszunehmen. Damit wachsen die Chancen,

jeden Handwerksbetrieb im Erbfall ohne

zusätzliche steuerliche Belastungen dauerhaft

erfolgreich im Wettbewerb zu positionieren

und so nicht nur Arbeitsplätze zu halten, sondern

auch neue aufzubauen. Dazu trägt auch

die Entlastung von Geschwistern bei der Erbschaftssteuer

bei.“

ZUKUNFTSPAKET FÜR IT-KOMPETENZ

Neue Online-Lernplattform zur Qualifizierungsinitiative IT-Fitness.

bildungsangebot legt die Grundlage für eine

weltweit anerkannte Zertifizierung. Die Nutzung

der Lernplattform steht Anfängern und

fortgeschrittenen Anwendern ohne Registrierung

kostenfrei zur Verfügung. Die Adresse:

www.it-fitness.de/lernplattform.

„Wer IT-Kompetenz nicht fördert, vergibt

Wachstumschancen“, warnt Achim Berg, Beiratsvorsitzender

der Initiative IT-Fitness und

Vorsitzender der Geschäftsführung von Microsoft

Deutschland. „Kleine und mittelständische

Unternehmen aus Handwerk und Industrie

sind der Motor der deutschen Wirtschaft.

Sie müssen ohne Hürden schnell und komplikationslos

Zugang zu Weiterbildungsmöglichkeiten

erhalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben.

Denn Ideen und gut ausgebildete Arbeitskräfte

sind das Fundament der deutschen

Wirtschaft.“

Das Handwerk

ARBEITGEBER ZUFRIEDEN

MIT GEBÄUDEREINIGER-TARIF

Die Tarifvertragsparteien im Gebäudereiniger-Handwerk

haben sich auf einen neuen

Lohn- und Mindestlohntarifvertrag für die

860.000 Beschäftigten im Gebäudereiniger-Handwerk

verständigt. Die Löhne werden

mit Wirkung zum 1. Januar 2010 in Ost-

Deutschland um 3,8 Prozent, in West-

Deutschland um 3,1 Prozent angehoben. Ab

dem 1. Januar 2011 folgen in einer zweiten

Stufe Erhöhungen in Höhe von 2,5 Prozent

in Ost- und 1,8 Prozent in West-

Deutschland. Dazu wurden Vereinbarungen

zur Arbeitszeitflexibilisierung und Altersversorgung

getroffen. „Wir sind mit dem Ergebnis

zufrieden und konnten damit das seit

Jahrzehnten bewährte Mindestlohn- und

Tarifsystem in unserer Branche erhalten und

weiter entwickeln“, so Bernd Jacke, Verhandlungsführer

des Bundesinnungsverbandes.

Die Tarifvertragsparteien hoffen nun, dass

die neue Bundesregierung schnellstmöglich

die erforderliche Mindestlohnverordnung

erlässt und damit die Tarifvertragsparteien

in ihrem Bemühen um stabile und vor Lohn-

Dumping geschützte Arbeitsverhältnisse in

der Gebäudereinigung unterstützt.

APPELL AN DIE BANKEN

Die schlechter werdende Zahlungsmoral

bedroht mitten in der Finanz- und Wirtschaftskrise

den Bestand von Handwerksunternehmen,

so eine Umfrage des Bundesverbandes

der Inkasso-Unternehmen

(BDIU). Kurzfristige Kredite zu bekommen,

wird gleichzeitig schwieriger. In dieser Lage

appelliert Handwerkspräsident Otto Kentzler

auf einer Pressekonferenz in Berlin an die

gesamtwirtschaftliche Verantwortung der

Banken: „Die Kreditfinanzierung muss sich

rechnen – allerdings für beide Seiten! Und

sie darf auch nicht an faktisch unerfüllbaren

Anforderungen an Sicherheiten scheitern.“

Das Handwerk wird ab sofort die neue IT-

Fitness-Lernplattform in seine Weiterbildungsangebote

integrieren. Mehr als 500.000 Lehrlinge

und knapp fünf Millionen Beschäftigte

in deutschen Handwerksunternehmen erhalten

so Zugang zu den Weiterbildungsmodulen.

Das Lernportal vermittelt PC-Wissen in

Textverarbeitung, Tabellenkalkulation oder im

Umgang mit dem Internet. Die auf dem Online-Portal

zusammengestellten Kurse enthalten

Lernvideos, Übungsaufgaben sowie Tests

für Anfänger und Fortgeschrittene.

9


Handwerkskammer Meinungen

Satirisch gesehen

HANDWERK

IN BREMEN

hatte in der

vergangenenAusgabeVorstandsmitglieder

der

Kammer

um eine

kurze Stellungnahme

zum Ausgang der Bundestagswahl gebeten.

Kammervorstand Klaus Alpert nahm das

zum Anlass, seine Sicht mit etwas Satire und

Sarkasmus zu würzen. Hier seine Antworten

auf die Fragen, wie zufrieden man mit dem

Wahlergebnis sein kann und was als nächstes

von der neuen Regierung zu tun wäre:

Wie zufrieden ist man schon? Krisen über

Krisen, überall sind Krisen und keiner packt

sie an. Wahrscheinlich ist es zu viel Arbeit

oder keiner weiß, wo man anfangen könnte.

Eine Möglichkeit wäre, Deutschland zu

verkaufen, aber wie und an wen?

Dennoch: Als erstes sollte man, wenn

man einen Euro einnimmt, nicht acht Euro

ausgeben. Zweitens: Wenn man acht Euro

ausgibt, sollte man nicht rückwirkend ein

Gutachten erstellen lassen, ob es richtig oder

falsch ist, 15 Euro auszugeben. Drittens sollte

man Defizite auf der Einnahmenseite

nicht durch Erhöhungen der Steuer, Abgaben,

Krankenkassenbeiträge usw. ausgleichen.

Viertens kann es nicht angehen, dass

Arbeiten gleich Geldverdienen gleich Unterstützung

benötigen bedeutet. Fünftens gibt

es auf jeden Fall viel zu tun, aber keiner fasst

etwas an, es werden nur zusätzliche Maßnahmen

erfunden oder per Gutachten festgestellt,

vorgestellt und beschlossen.

Dabei müsste der Staat nur die gleiche

Verantwortung für seine Arbeit übernehmen

wie der Bürger. Vom Staat sollten endlich

Perspektiven geschaffen werden. Die

gesamte Sozialschiene gehört auf den Prüfstand.

Rentengelder und Krankenkassengelder

auch als solche verwendet werden.

Geld was man nicht hat, auch nicht ausgegeben

werden. Die Nebenkosten gesenkt

werden, statt Löhne und Kosten zu erhöhen.

Der Verwaltungsapparat überprüft werden.

Und nicht zuletzt die Frage: wann wird

eigentlich europäisch regiert und gelebt?

Wenn wir alle an am richtigen Ende des Taus

ziehen, wird auch etwas herauskommen,

das Handwerk macht es!

Aus Kammer-Sicht:

Jetzt nicht

nachlassen

Handwerk steht für Regionalität und

Authentizität. Handwerker schicken ihre Mitarbeiter

kaum in Kurzarbeit und haben zum

Beispiel in Bremerhaven die Zahl ihrer Ausbildungsplätze

aktuell deutlich gesteigert. Die

neue Regierung hat den Wert eines solch stabilen

Wirtschaftszweiges für die Sicherung

von Arbeitsplätzen und Wohlstand erkannt

und tut gut, ihn mit dem Wachstumsbeschleunigungsgesetz

zu stützen. Das Handwerk

begrüßt die positiven Veränderungen bei der

Hinzurechnungsbesteuerung von Mieten zur

Gewerbesteuer und die Einführung eines

Wahlrechts zur Abschreibung geringwertiger

Wirtschaftsgüter, die einen sofort abzugsfähigen

Betrag von bis zu 410 Euro vorsehen.

Beschlüsse der vorherigen Koalition, die für die

Betriebe mehr Bürokratie bedeutet haben,

werden damit korrigiert.

Die neue Bundesregierung darf aber nicht

nachlassen, denn gerade die kleinen Betriebe

brauchen jetzt zur Stärkung dringend weitere

Vereinfachungen bei der Besteuerung von Zinsen,

Pachten und Leasinggebühren.

Auch in anderen Bereichen

sind grundlegende Vereinfachungen nötig,

denn beispielsweise der Spitzensteuersatz –

der zu Zeiten des Wirtschaftswunders erst

beim 14-fachen des Durchschnittseinkommens

gegriffen hat – belastet heute ausgerechnet

jene Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen

am stärksten, die lediglich das eineinhalbfache

des deutschen Einkommensdurchschnitts

verdienen. Das ist ungerecht.

Selbstverständlich müssen Steuersenkungen

gegenfinanziert werden. Das Handwerk,

dessen Betriebe von Menschen mit Unternehmergeist,

Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft

geführt werden, schlägt hierzu

den sofortigen Abbau unnötiger Subventionen

vor. Subventionen hebeln die Balance von

Wettbewerb und Erfolg aus. Dieses Gleichgewicht

aber ist was unsere Soziale Marktwirtschaft

erfolgreich macht. Die Handwerker halten

wenig davon, einzelne Unternehmen – die

ohne staatliche Hilfen nicht überlebensfähig

wären – über die normalen Instrumente hinaus

finanziell zu unterstützen – und die meisten

handwerklichen Betriebsinhaber können

in schwierigen Zeiten von finanzieller Unterstützung

nur träumen.

Michael Busch, Hauptgeschäftsführer der

Handwerkskammer Bremen, kommentiert die

ersten Entscheidungen der neuen Bundesregierung.

Nützlich hingegen sind Schritte, die der

gesamten Wirtschaft helfen. Hier sind auch

die Kreditinstitute gefordert die Betriebe zu

unterstützen. Als wichtigsten Schritt plädiert

das Handwerk jedoch für die Einführung eines

reduzierten Mehrwertsteuersatz auf arbeitsintensive

Dienstleistungen. Unsere europäischen

Nachbarländer haben damit gute Erfahrungen

gemacht, denn ein reduzierter Satz kurbelt

die Konjunktur an, senkt die Schwarzarbeit

und hilft Arbeitsplätze im Handwerk – und

damit gleichzeitig Lohnsteuern für die öffentlichen

Kassen und Beiträge für Sozialversicherungen

– zu sichern. Sogar die EU-Kommission

hat eine Mehrwertsteuersenkung empfohlen.

Deutschland sollte jetzt schnell nachziehen.

Vollversammlung der

Handwerkskammer Bremen

tagt am 15. Dezember

Das höchste Entscheidungsgremium des

Handwerks im Land Bremen, die Vollversammlung

der Handwerkskammer, tagt am

15. Dezember um 17:00 Uhr im Gewerbehaus.

Bereits am 14. Dezember treffen sich die

Vollversammlungsmitglieder der Arbeitgeber

zur Vorbesprechung. Die Vorbesprechung

der Arbeitnehmer ist für den Vormittag

des 15. Dezember angesetzt.

Die Vollversammlung hat 30 ordentliche

Mitglieder, von denen 20 der Arbeitgeberund

zehn der Arbeitnehmerseite angehören.

10 Handwerk in Bremen 12/2009


Ausbildung

Handwerk in Bremen 12/2009

Handwerkskammer

AUSBILDUNGSBILANZ: BREMER HANDWERK STABILER

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) legte die Ausbildungsbilanz 2009 vor. Freie

Lehrstellen sind da, aber keine Bewerber. Das Bremer Handwerk ist stabiler als der Durchschnitt

der bundesdeutschen.

Im Bundesgebiet sind bis zum 31. Oktober

2009 den Handwerkskammern 157.163 neu

abgeschlossene Ausbildungsverträge gemeldet

worden. Das sind 5,6 Prozent weniger als

2008. In Ostdeutschland ist die Zahl um 10,1

Prozent abgefallen, in Westdeutschland um

4,8 Prozent gesunken.

Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes

des Deutschen Handwerks (ZDH): „Angesichts

des Rückgangs an Schulabsolventen

aber werden wir das Ergebnis bis zum Jahresende

nur noch geringfügig steigern können.

Wir rechnen mit einem Rückgang der Zahl der

Neuverträge zum 31. Dezember um rund fünf

Prozent. Die Betriebe würden gerne noch mehr

Jugendliche ausbilden: Aktuell stehen wenigen

unvermittelten Bewerbern noch 10.000

freie Lehrstellen allein im Handwerk gegenüber.“

In Bremen ist der Stand aktuell besser als

im Bundesdurchschnitt. Zum Stichtag 30. Sep-

tember 2009 war die Zahl der besetzten Ausbildungsplätze

gegenüber dem vergangenen

Jahr lediglich um -1,7 Prozent zurück gegangen.Handwerkskammer-Hauptgeschäftsführer

Michael Busch geht davon aus, dass der

Rückgang der Zahl der Neuverträge bis zum

Jahresende insgesamt etwas geringer ausfallen

wird als im Bundesdurchschnitt. „Die Ausbildungsbereitschaft

ist im bremischen Handwerk

trotz Wirtschaftskrise sehr hoch geblieben.

Die Betriebsinhaber wissen, dass sie ausbilden

müssen, damit sie auch in Zukunft eine

ausreichende Zahl qualifizierter Fachkräfte

haben werden“, sagt Busch.

Aus Sicht von ZDH-Präsident Kentzler hat

der Ausbildungspakt hat auch in diesem Jahr

alle Ziele erreicht – bei der Einwerbung von

neuen Ausbildungsbetrieben (plus 10.500),

neuen Ausbildungsplätzen (plus 25.500) und

Einstiegsqualifizierungsplätzen (plus 8.000).

Bewerbern kann bei den noch stattfindenden

HANDWERKSKAMMER SUCHT PATEN

Die Handwerkskammer ist Schirmherr der JobPaten-Aktion der

Gesamtschule Mitte.

Wer nicht genau weiß, wohin er will, landet

schnell dort, wo er überhaut nicht hin wollte.

Damit Schüler neunter und zehnter Klassen

den Weg in ein erfolgreiches Berufsleben

finden, startet die Gesamtschule Mitte zum

wiederholten Mal ihr erfolgreiches Projekt ‚Job-

Paten‘. Dabei begleiten freiwillige Männer

und Frauen mit Berufs- und Lebenserfahrung

ehrenamtlich Jugendliche bei ihrer Berufsfindung,

wenn die sich eine solche Unterstützung

wünschen. Schirmherr des Projektes ist ab

sofort die Handwerkskammer Bremen.

Gemeinsam mit der Gesamtschule Mitte sucht

sie jetzt Menschen, die Spaß am Umgang mit

Jugendlichen haben und ihnen berufliche Perspektiven

praxisnah aufzeigen.

Hauptgeschäftsführer Michael Busch, freut

sich über die Schirmherrschaft der Handwerkskammer:

„Es macht unheimlich Spaß zu sehen,

wie sich junge Menschen entwickeln können,

wenn sie merken, wie wichtig die eigene Qua-

lifikation für das eigene Berufsleben ist.“

Dies spiegeln auch die Erfahrungen der

Gesamtschule Mitte wider. „Bessere Noten,

Abschlüsse von Ausbildungsverträgen und

mehr Motivation zum Erreichen höherer Schulabschlüsse

sind die positiven Ergebnisse des

Engagements der JobPaten“, sind die Erfahrungen

ihrer Lehrer.

Wer JobPate werden möchte, meldet sich

bei Bärbel Lampe und Karl-Heinz Petersdorf

(siehe unten). Alle JobPaten werden zur Einführung

geschult und erhalten jederzeit Unterstützung

und Hilfestellung über eine Koordinatorin.

Fragen zu den JobPaten beantworten

Klaus Lampe und Holger oder Gabriele Luttmann

(siehe Kasten rechts).

Anmeldungen zum JobPaten bei:

Bärbel Lampe, Telefon (04 21) 79 27 40 1,

E-Mail: baerbel.lampe@t-online.de

Karl-Heinz Petersdorf, Tel. (04 21) 25 99 75,

E-Mail: khpetersdorf@t-online.de.

Nachvermittlungen ein ausreichendes Angebot

an Ausbildungsstellen und Einstiegsqualifizierungen

gemacht werden – wenn notwendig

mit individueller Betreuung. „Wir brauchen

ab 2011 einen neuen Pakt zur Fachkräftesicherung.

Die Berufliche Bildung im dualen System

muss ihren festen Platz im Ausbildungsspektrum

behalten, mit ihrem einmaligen

Angebot aus Theorie und Betriebspraxis. Nur

so gewinnen wir die qualifizierten Fachkräfte,

die die deutschen Handwerksbetriebe und die

deutsche Wirtschaft im erhofften Aufschwung

brauchen werden. Das Handwerk wird verstärkt

um Auszubildende werben. Unsere Wirtschaftsgruppe

hat sich in der Krise deutlich

besser als andere behauptet. Die Betriebe sind

modern und wettbewerbsfähig. Sie bieten

interessante und zukunftsträchtige Arbeitsplätze.

Das sind Pfunde im Wettbewerb mit

Industrie und Handel um den Nachwuchs“,

sagte der Präsident des Deutschen Handwerks.

Die JobPaten sind beruflich aktiv oder im

Ruhestand und besitzen Kompetenzen aus

den unterschiedlichsten Berufsfeldern. Sie

helfen jungen Menschen, eigene Stärken und

Chancen zu erkennen und geben ihnen ein

Feedback zu ihrer Leistung und ihrem Auftreten.

Wenn nötig helfen sie deren Zeitmanagement

zu verbessern, die Schulnoten im

Hinblick auf die Erfordernisse des angestrebten

Berufes zu analysieren und geben Hilfestellungen

zum Finden eines Ausbildungsplatzes

oder den Besuch einer weiterführenden

Schule. Gegebenenfalls helfen sie beim

Erstellen oder Verbessern von Bewerbungsunterlagen

für Praktika und Berufsausbildung.

Alle am JobPaten-Projekt teilnehmenden

Schüler wünschen sich einen Paten und

engagieren sich freiwillig.

Für Fragen stehen zur Verfügung:

Klaus Lampe

Telefon (04 21) 79 27 40 1

Email: lampe-klaus-dieter@ web.de

Holger oder Gabriele Luttmann

Telefon (04 21) 83 19 58

E-Mail: gabriele.luttmann@web.de

E-Mail: hlcbremen@t-online.de.

11


Handwerkskammer Serie: Mentoren im Handwerk

ENTWICKLUNGSHELFER IN SACHEN AUSBILDUNG

In der Serie Mentoren im Handwerk stellt HANDWERK IN BREMEN einen weiteren Entwicklungshelfer

in Sachen Ausbildung vor: Malermeister Simon Poppe. Der weitgereiste Bremer freut sich über

Erfolge und wenn er mit seiner Arbeit etwas bewirkt.

Simon Poppe ist ein kräftiger Mann. Er hat

leicht rötliches Haar und ein rotes Gesicht, dass

freundlich ist und viel lacht, wenn er redet. Er

macht einen aufgeweckten und zufriedenen

Eindruck. Dabei ist vieles nicht so, wie er es

sich früher erträumt hat. „Eigentlich wollte ich

mal Entwicklungshelfer werden“, sagt er.

Gekommen ist es anders. Heute ist er Malermeister

mit eigenem Betrieb im Gewerbegebiet

Utbremen. Doch der Drang, auch etwas

für andere zu tun steckt immer noch in ihm.

Unter anderem ist er deshalb als Mentor für

sein Gewerk und die Handwerkskammer in

Schulklassen unterwegs. Er und einige andere

Mentoren aus verschiedenen Gewerken werden

regelmäßig von Schulen angefordert, um

aus ihrem Arbeitsalltag zu berichten, Tipps für

Bewerbungen zu geben und den jungen Men-

Ansehen und probesitzen in unseren

über 1.000 qm Ausstellungsräumen

im Gewerbegebiet Bremer Kreuz

Montags bis freitags 8 – 16 Uhr.

Beratung gern auch außerhalb dieser Zeit

nach Vereinbarung. Parkplatz-Garantie!

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Bremen Mahndorf

Rationelle Büro- u. Betriebseinrichtungen

Malermeister

Simon

Poppe ist

einer der

Mentoren

der Handwerkskammer,

er

reicht jungenMenschen

gern

die helfende

Hand.

(Text und

Foto:

Bastian

Mojen)

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kein Genuss ist vorübergehend,

denn der Eindruck, den er zurücklässt,

ist bleibend. (J.W.v. Goethe)

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schen bei Fragen zu ihrer beruflichen

Zukunft zu helfen.

Für Poppe ist es ein sehr wichtiger

Teil seines Lebens, anderen

Menschen helfen zu können. Das

Amt als Mentor reicht ihm deshalb

bei weitem nicht aus. Es kann für

ihn nur ergänzen. „Ich helfe, weil

ich mich schuldig fühle, weil ich so

reich und gut behütet aufgewachsen

bin und andere nicht“, sagt er.

„Dass es uns hier sehr gut geht,

daran denken viele Deutsche gar

nicht.“ Darum wuchs schon früh der

Gedanke an die Entwicklungshilfe

in ihm. Für einige Jahre ging der

Bremer auch tatsächlich nach Ecuador,

gründete dort ein Kinderheim

für Straßenkinder. Dort lernte er

seine jetzige Frau kennen, die aber

nach einigen Jahren darauf drängte,

nach Deutschland zu gehen.

„Das haben wir dann gemacht“, so

Poppe. „Und jetzt kümmere ich

mich eben um die Jugendlichen

hier.“

Für sein Engagement bekam der

Malermeister vor einiger Zeit einen

Preis von der Bundesbildungsministerin.

„Man sagte, dass ich der

beste Ausbildungsbetrieb Deutschlands

bin“, lacht Poppe. „Weil ich

die ganzen Härtefälle genommen

habe. Ehemalige Drogenkranke

und Alkoholiker, Straftäter, psychisch

Kranke und so weiter. Also

die Lehrlinge die sonst keiner wollte.“

Heute schränkt er das etwas

ein. „Ich nehme keine Straffälligen

mehr. Und auch keine psychisch

Kranken. Das überlasse ich den Profis

und versuche mich nicht mehr

als Hobbypsychiater.“ Das habe zu

viele Probleme gegeben, sagt

Poppe.

Den 40-Jährigen macht es

besonders glücklich, wenn er Erfolge

sehen kann, wenn die Arbeit

etwas bewirkt hat. Was leider bei

der Mentorentätigkeit nicht immer

der Fall ist, wie auch die anderen

Mentoren bestätigen. Im Betrieb

sieht er das schon eher. Da nehmen

die Lehrlinge dann plötzlich Eigenarten

von ihm an, benutzen beispielsweise

Grußformeln von ihm,

die sie zu Lehrbeginn nicht benutzt

haben. „Ich denke, dass ich positiv

auf die jungen Leute einwirken

kann. Und es freut mich dann,

wenn ich merke, dass ich ganz viele

kleine Simon Poppes hier rumlaufen

habe“, sagt er und lacht wieder.

12 Handwerk in Bremen 12/2009


Imagekampagne

Handwerk in Bremen 12/2009

Handwerkskammer

IMAGEKAMPAGNE DES HANDWERKS VOR DEM START

Die bislang einmalige und ebenso einzigartige Imagekampagne des Handwerks geht demnächst

an den Start. Bundesweit soll das Handwerk damit bekannter und beliebter werden. Im Interview

äußert sich Regisseur Peter Thwaites über den im Zentrum der Kampagne stehenden Werbespot .

Im Januar startet die Imagekampage des

Handwerks. Neben Plakaten und Anzeigen

und einer Vielzahl von Werbemitteln steht ein

Werbefilm im Zentrum der Kampagne. Bereits

im September fanden in und um Berlin die Dreharbeiten

für den Film statt, der von dem

renommierten Regisseur Peter Thwaites

gedreht wird. Der Brite Thwaites ist Absolvent

der National Film School und seit zehn Jahren

erfolgreich als Werbefilmer tätig. Mit ihm

Ein Leben ohne Handwerk ?

Der Spot „Leben ohne Handwerk“ wird ab 16.

Januar im Fernsehen und in den Kinos zu

sehen sein. Während der Dreharbeiten spielten

sich bizarre Szenen am Berliner Gendarmenmarkt

ab, für die Spezialeffekte waren vor

allem Handwerker zuständig:

Taschen und Handys verschwinden wie von

Geisterhand, ein Brötchen zerbröselt zu Staub,

eine Wasserfontäne schießt haushoch aus

dem Pflaster des Gendarmenmarkts, Autos

brechen scheinbar grundlos auseinander. Hinter

diesen merkwürdigen Szenen mitten in Berlin

steckt keine Hexerei, sondern Peter Thwaites.

Der britische Regisseur hat an vier Tagen

im September einen Werbefilm gedreht, der

auf die große wirtschaftliche und gesellschaftliche

Bedeutung des Handwerks aufmerksam

macht. Der Spot zeigt auf beeindruckende

Weise, wie unsere Welt ohne die Leistungen

von Handwerkern aus den Fugen geraten

würde.

Mit Anzeigen in Zeitungen und Zeitschriften

sowie Plakaten soll das Handwerk das Image

in der Öffentlichkeit bekommen, das es verdient:

Es ist ein wichtiger Wirtschaftszweig,

der viel zum ökonomischen Erfolg des Standorts

Deutschland beiträgt und mit seinen

Diensten die Funktionsfähigkeit der modernen

Gesellschaft sichert.

Der Werbefilm spielt im Konzert der Kampagnenmaßnahmen

eine wichtige Rolle. Denn

über Fernsehen und Kino lassen sich die meisten

Menschen in Deutschland erreichen und

nachhaltig für das Thema interessieren – vor

allem, wenn sie auf humorvolle Weise angesprochen

werden.

Wie würde wohl ein Leben ohne das Handwerk

aussehen? Diese Frage beantwortet der

Werbefilm, indem er mehrere Geschichten

konnte einer der derzeit international gefragtesten

Filmemacher für das Projekt gewonnen

werden. Für seine aufwendigen Arbeiten

erhielt der Engländer in der Vergangenheit

bereits zahlreiche Preise bei internationalen

Wettbewerben. Im Interview äußert sich der

Filmemacher zu seinem aktuellen Projekt.

Werbespots beschäftigen sich meist mit

Produkten, die es zu verkaufen gilt. In Ihrem

aktuellen Projekt geht es nun aber darum, das

erzählt. Die kurzen, bewegenden Plots zeigen

unterschiedliche Facetten davon, wie sehr der

moderne Mensch auf offensichtliche oder

weniger offensichtliche Leistungen dieser

Branche angewiesen ist. Ohne das Handwerk

gehen ihm Gegenstände und Dienste verloren,

die er in seinem Alltag als selbstverständlich

wahrnimmt: von der Herstellung des Frühstücksbrötchen

bis hin zur Reparatur des

Autos. Ein Leben ohne Handwerk ist ein Leben

ohne Zivilisation, so die Botschaft des Films.

Diese auf eine Länge von nur 60 Sekunden

zu verdichten, war die besondere Herausforderung

für die Filmemacher. „Es ist eben keine

Werbung für Joghurt oder Bier – deshalb sind

wir da auch ganz anders herangegangen und

haben einen TV-Spot mit Kinocharakter

gedreht“, sagt Produzent Jan Fincke von Czar

Film GmbH. Die Bedeutung des großen Wirtschaftszweigs

lässt sich am besten in eindrucksvollen

Bildern darstellen – großes Kino

eben.

Für die Umsetzung waren selbstverständlich

einige cineastische Spezialeffekte notwendig.

Nur wenige davon wurden in der Nachbearbeitung

mithilfe von Computertechnik in das

Filmmaterial eingebaut. Die meisten erzeugten

Handwerker und Effektspezialisten in

mühevoller Kleinarbeit am Dreh „von Hand“.

Ein Team hat beispielsweise dafür gesorgt,

dass die Autos auf Kommando auseinander

fallen. Scheinwerfer und Kotflügel wurden

dazu mit Seilen zusammengehalten, die auf

Knopfdruck durchschnitten wurden. Mit viel

Kreativität und Liebe zum Detail haben die

beteiligten Handwerker dazu beigetragen,

dass ein TV-Spot mit Hollywoodcharakter für

ihre Branche wirbt. Bis zum Ende des Jahres

werden jetzt noch der Schnitt und die technische

Bearbeitung des Werbefilms vorgenommen,

ehe er seine Premiere feiert.

Image eines ganzen Wirtschaftszweiges zu

bewerben. Was hat Sie bewogen, diese Aufgabe

anzunehmen?

Genau das hat mich gereizt – die Tatsache,

dass sich der Film gerade um das ganze deutsche

Handwerk, und nicht nur um ein einzelnes

Produkt dreht. Ich freue mich über das

Angebot, eine so bedeutende Aufgabe für das

Handwerk übernehmen zu dürfen. In der Werbefilmbranche

bekommt man selten die Möglichkeit,

eine Handlung zu entwickeln, die sich

nicht nur auf ein Produkt konzentriert. Das war

eine große Herausforderung: Der Spot erzählt

eine größere Geschichte in nur 60 Sekunden.

Was ist die Kernidee des TV-Spots?

Der Film soll

zeigen, wie das

Leben ohne

Handwerk aussehen

könnte –

konsequenterweise

gäbe es

keine Zivilisation

mehr, wenn das

Handwerk aus

dem Leben der Menschen verschwinden würde.

Überleben allein wird zur Herausforderung.

Diese Idee kam von der Agentur Scholz &

Friends. Mein Anliegen war es darüber hinaus,

die Geschichte zweier Menschen zu erzählen,

die sich mit dieser Situation auseinandersetzen

müssen. Mir war es wichtig, den zentralen

Gedanken um die Hauptdarsteller herumzustricken

und dem Spot so eine fesselnde

Handlung zu geben. Die Zuschauer können

miterleben, welche Wendungen das Leben der

jungen Menschen nimmt, wenn die Leistungen

des Handwerks wegfallen. So versetzen sie sich

in die Lage der Protagonisten und fühlen mit

den beiden mit. Das gibt dem Spot eine

menschliche Note.

13


KH Bremen Aus den Innungen

LOBBYARBEIT STÄRKT DAS BREMISCHE HANDWERK

Die Kreishandwerkerschaft Bremen und der Arbeitgeberverband

Handwerk Bremen e.V. hielten ihre

Mitgliederversammlung ab.

Gerade im Zusammenhang mit der Vergabe

öffentlicher Aufträge im Rahmen des Konjunkturpaketes

II konnte die Kreishandwerkerschaft

Bremen ihre Stärke zeigen. So Kreishandwerksmeister

Jan-Gerd Kröger auf der

jüngsten Mitgliederversammlung der KH. Die

massive Lobbyarbeit habe Wirkung gezeigt,

sagte Kröger. Viele Aufträge seien durch den

Einsatz der KH in Bremen und der nächsten

Umgebung geblieben. Man habe auch

erreicht, dass das Handwerk in Bremen als verlässlicher

Partner von der Politik stärker wahrgenommen

werde.

Nur wenige Plätze waren am Abend der

gemeinsamen Mitgliederversammlung vonKH

und Arbeitgeberverband Handwerk Bremen

frei geblieben. Die meisten Delegierten der

Innungen hatten es einrichten können, und

waren ins Gewerbehaus gekommen.

Elektro-Innung tagte

im Hafenmuseum

Kurz und zügig verlief der Versammlung der

Elektro-Innung Bremen. Mit Bekanntgabe

der Regularien und einiger innungsinterner

Themen leitete Obermeister Dieter Siever

zum Thema „Präqualifizierung zur Beteiligung

an Ausschreibungen öffentlicher Stellen“

über. Hier erläuterte er den anwesenden

Innungsmitgliedern die wesentlichen

Inhalte der Präqualifizierung.

Die Tagesordnung bot Zeit und Gelegenheit,

den Veranstaltungsort der Versammlung,

das Hafenmuseum, etwas genauer zu

betrachten. Ein Rundgang durch die Dauerausstellung

‚Bremer Freihäfen‘ führte

anhand exemplarischer Exponate und Zeitzeugen-Interviews

das damalige Hafen -

leben lebendig vor Augen. Auf rund 2.000

Quadratmeter Ausstellungsfläche vermittelt

das Hafenmuseum unter fachkundiger Führung

Wissenswertes über die Entstehung der

bremeischen Häfen. Die Innungsmitglieder

und deren Partner tauchten in die Welt der

Hafenberufe ein: Warenproben riechen und

ertasten, Säcke hieven, Schiffe beladen, Knoten

schlagen, morsen, glasen – es wurde

selbst Hand angelegt! (Text: Andreas Meyer)

Von links: Stellvertretender

Kreishandwerksmeister und

stellvertretender AGVH-

Vorsitzender Hans Jörg

Kossmann, Kreishandwerksmeister

Jan-Gerd Kröger,

Geschäftsführer Andreas

Meyer und AGVH-Vorsitzender

Matthias Winter.

Der Vorsitzende des Arbeitgeberverbandes

Matthias Winter betonte in seiner Rede den

Vorteil der Mitgliedschaft im AGVH. Vor allem

die kostenfreie Rechtsberatung sei nützlich,

denn damit könne jeder Betrieb eine Menge

Ärger vermeiden. Voraussetzung sei allerdings,

dass man die Rechtsberatung auch in

Anspruch nehme, am besten im Vorfeld einer

arbeitsrechtlichen Auseinandersetzung.

Mit der Einführung einer Haushalts- und

Kassenordnung zeigt sich, dass die KH die

Anregung aus der Handwerkerschaft zu strukturellen

Neuerungen angeht. Um die Innungsbetreuung

zu verbessern, werde sich in Kürze

einiges tun, kündigte Jan-Gerd Kröger an..

Neben den Reden und den Regularien

stand die Frage der künftigen handwerkspolitischen

Ausrichtung der KH im Mittelpunkt.

Die Delegierten konnten an einer Tafel mit

Punkten ihre Prioritäten für einzelne Themen

vergeben. Die Auswertung will der Vorstand

in seiner nächsten Sitzung vornehmen.

Den Abschluss der Mitgliederversammlung

bildete ein Vortrag über die im Januar startende

Imagekampagne des Handwerks. Stefan

Schiebe von der Geschäftsführung informierte

über den aktuellen Stand der Kampagne,

die mit einem einzigartigen Werbefilm

und dem Aufzeigen der Größe und Innovation

des Handwerks starten wird. Er forderte die

Innungen dazu auf, sich mit Ideen an der

Kampagne zu beteiligen. Dies sei individuell

im Betrieb oder mit der Beteiligung am Kampagnenforum

im Internet möglich, aber beispielsweise

auch mit der Beteiligung am

„Arbeitskreis Imagekampagne Bremen“, der

begleitende Aktionen in Bremen plant.

(Text und Foto: Stefan Schiebe)

KFZ-INNUNG: KOSSMANN BESTÄTIGT

Die Innungsversammlung des Kraftfahrzeugtechniker-Handwerks

Bremen bestätigte

ihren bisherigen Innungsvorstand um Obermeister

Hans Jörg Kossmann in ihren Ämtern.

Mit Ausnahme von Torsten Schibblock – der

nicht erneut kandidierte – für ihn wurde Stefan

Sündermann neu in den Vorstand gewählt.

Der Vorstand lud die an der Vorstandsarbeit

interessierten Innungsmitglieder ein, an den

künftigen Vorstandssitzungen teilzunehmen.

Die knapp 50 Teilnehmer der Innungsversammlung

erhielten umfassende Informationen

zu den ab 1. Januar 2010 geltenden Änderungen

wie etwa bei Plaketten und Verbindungssiegeln.

Neben weiteren Informationen

über den Sachstand bei Diesel-Nachrüstungen

mit Partikelfiltern, Gruppenfreistellungsverordnung

und anderem mehr fand ein intensiver

Austausch über die aktuelle wirtschaftliche

Situation der Branche statt. Die Betriebe

rechnen nach dem

Auslaufen der

Umweltprämie mit

schwierigen Zeiten.

Hierauf gilt es, sich

– auch mit Hilfe der

Informationen und

Unterstützungen

der Innung wie auch

der Dachverbände

des Kfz-Handwerks

– einzustellen.

Damit die

Innung auch weiter-

Im Amt bestätigt:

Hans-Jörg Kossmann.

hin die Erwartungen und Wünsche ihrer Mitglieder

berücksichtigen kann, findet derzeit

eine Umfrage über mögliche Themenschwerpunkte

und Referenten für künftige Innungsversammlungen

statt.

(Text: Andreas Meyer, Foto: KH/Stefan Schiebe)

14 Handwerk in Bremen 12/2009


Aus den Innungen

MALER UND LACKIERER WOLLEN „FLAGGE ZEIGEN“

Am historischen Datum „9. November“

fand in diesem Jahr die Herbst-Versammlung

der Maler- und Lackierer-Innung Bremen statt.

Obermeister Thomas Kurzke erinnerte daher

an den glücklichen 9. November vor 20 Jahren.

Gerade in Zeiten der Verunsicherung, wie

in der aktuellen Wirtschaftskrise oder eben

damals beim Sturz eines ganzen Systems, zeige

sich, dass Gemeinschaft wichtig sei und man

gemeinsam alles erreichen könne. Auch deshalb

sei eine Mitgliedschaft in der Innung so

lohnend.

In seiner Rede berichtete der Obermeister

zudem, dass inzwischen ein besseres Licht als

früher auf das Handwerk falle. Man werde

wahrgenommen und als verlässlicher Partner

der Politik geschätzt. Eine Kampagne, die im

Januar starte, werde versuchen, das Image des

Handwerks auch in der Öffentlichkeit zu verbessern.

Der Obermeister lobte die Annäherung

und die momentan gute Zusammenarbeit

zwischen Kreishandwerkerschaft Bremen

und Handwerkskammer Bremen. Bezüglich

der Innungsarbeit habe man in der letzten Zeit

versucht, Ruhe und Beständigkeit zu vermitteln,

was gut gelungen sei. Im nächsten Jahr

wolle man auch wieder verstärkt Flagge in der

Öffentlichkeit zeigen.

Zum Thema „Präqualifikation“ informierte

Dr. Ronald Schelb, Referatsleiter beim Senator

für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa, die

Innungsmitglieder. Dabei geht es um die Teilnahme

von Betrieben an öffentlichen Ausschreibungen.

Durch die sogenannte Präqualifikation

können sich Betriebe nach dem Beibringen

einiger erforderlicher Unterlagen in

Auszubildende starten durch

Mit einer informativen Stunde im Handwerkssaal

des Gewerbehauses und der Übergabe

der Berichtshefte erfolgte für die neuen Auszubildenden

im Maler- und Lackiererhandwerk

Mitte Oktober noch einmal der offizielle

Startschuss zu einer den Jugendlichen zu

wünschenden erfolgreichen beruflichen Laufbahn.

Obermeister Thomas Kurzke beglückwünschte

die jungen Handwerker zur Wahl ihres

Berufs. Bei allem Enthusiasmus sei es jedoch

Handwerk in Bremen 12/2009

auch wichtig, die stetige Weiterbildung nicht

zu vergessen. Dies konnte auch Berufsschullehrer

Harald Grote in seinen an die Auszubildenden

gerichteten Worten bestätigen.

Lehrlingswart Wilfried Marx richtete den

Appell an die neuen Auszubildenden, sich zu

bemühen, damit man in drei Jahren wieder –

dann jedoch die Freisprechung – zusammen

feiern könne. Abschließend machte der zweite

Vorsitzende des Förderkreises des Malerund

Lackiererhandwerks Günther Catterfeld

auf die Arbeit des Förderkreises aufmerksam.

KH Bremen

Die Maler- und Lackierer-Innung behandelte auf ihrer Versammlung das Thema Handwerker-Image

und informierte über öffentliche Ausschreibungen und Präqualifikation. Dazu gab es Neues über

die Altersversorgung zu hören.

eine Liste eintragen lassen und müssen so

nicht jedes Mal neu eine umfangreiche Einreichung

vornehmen. Im Land Bremen ist die

Präqualifizierung auf Betreiben der Kreishandwerkerschaft

Bremen momentan ausgesetzt,

da man im Rahmen des Konjunkturpakets II

die Notwendigkeit sah, Bremer Betriebe zu

beteiligen. Dies wäre aber, da bisher eher

wenige Bremer Betriebe präqualifiziert sind,

nicht möglich gewesen. Dr. Schelb forderte

daher die Betriebe auf, sich rechtzeitig um die

Präqualifikation zu kümmern, denn nach Auslaufen

des Konjunkturpakets II Ende nächsten

Jahres sei die Präqualifikation dann Voraussetzung

für die Teilnahme an öffentlichen Ausschreibungen.

Bremens Maler und Lackierer trafen sich zu

ihrer Herbst-Innungsversammlung. Obermeister

Thomas Kurzke erinnerte an den

Mauerfall vor 20 Jahren (links).

Das Thema Rente behandelte Andreas Hausmann

(unten) von der Gemeinnützigen

Urlaubskasse und Zusatzversorgungskasse

für das Maler- und Lackierer-Handwerk.

(Text und Fotos: Stefan Schiebe)

In einem weiteren Vortrag machte Andreas

Hausmann von der Gemeinnützigen

Urlaubskasse und Zusatzversorgungskasse für

das Maler- und Lackiererhandwerk aus Wiesbaden

auf die Vorteile der Maler-und-Lackierer-Rente

aufmerksam. Die Entwicklung der

letzten Jahre habe gezeigt, dass das Thema

„Rente“ nicht erst im Rentenalter interessant

werde. Der Staat werde in Zukunft nicht mehr

die „Rundum-Altersversorgung“ leisten können.

Daher müsse bereits in jungen Jahren von

den Arbeitnehmern erwartet werden, dass

diese sich mit ihrer individuellen Altersversorgung

auseinandersetzen. Den Arbeitgeber

treffe insoweit eine Informationspflicht. Interessierte

Betriebe hatten auf der Innungsversammlung

die Möglichkeit, sich in eine Liste

für einen Beratungsbesuch einzutragen.

Der informative Abend der Innungs-Versammlung

endete bei Kollegengesprächen

und einem Glas Wein.

15


KH Bremen Dachdecker

NEUES KUPFERDACH FÜR HISTORISCHEN SCHÜTTING

Drei Monate dauerte die Sanierung des „Schütting“,

Sitz der Handelskammer Bremen. Das neue Dach soll

nun für weitere 200, 300 Jahre halten.

Die kupfernen Dächer der Glocke,

von Bremer Bank und Deutscher

Hypothekenbank, dem Sparkassen-

Finanzzentrum am Brill, Hilton-Hotel,

Liebfrauenkirche und Katholischer Kirchengemeinde

St. Godehard kennt

jeder Bremer. Ebenso das Zinkpyramidendach

von Daimler, die Metall verkleideten

Fassaden von Kraft Foods,

Radio Bremen, Europa-Center, Flughafengebäude

und AWD Dome. All das

ist aus Bremen und umzu nicht mehr

weg zu denken, einiges zählt zu den

baulichen Highlights. Alle sind Beispiele

für das handwerkliche Können

der bremischen Johann Osmers GmbH

& Co. KG. Hier zeigt sich, wie stark das

Handwerk kulturelle Lebensräume

mitgestaltet. Es ist leistungsfähig und

steht für Werthaltung, es ist kompetent,

technisch versiert und schafft

individuelle, kreative Lösungen.

FREIMARKTSUMZUG: VIEL APPLAUS FÜR DACHDECKER

Mit Nummer 24 von insgesamt 150

Wagen und Laufgruppen fuhren Bremens

Dachdecker beim diesjährigen

Freimarktsumzug ganz vorne mit. Unter

dem Motto „Dachdecker mit Herz“ präsentierten

sich die Teilnehmer den

250.000 Zuschauern in traditioneller

Zunftkleidung. Den Festwagen zierte

ein fachmännisch gedecktes Dach mit

Tonziegeln in den Bremer Farben. Mit

einer deutlichen Botschaft für den Bremer

Umweltsenator, schoben die fleißigen

Handwerker unmittelbar davor

einen originalgetreuen

alten

Handkarren.

„Hallo

Herr Loske:

Unser Fahrzeug

für

Ihre

Umweltzone“,

war

darauf zu

Das jüngste Beispiel der Handwerkskunst

der Johann Osmers GmbH

& Co. KG ist das Gebäude der Bremer

Handelskammer. Auf 1.600 Quadratmetern

Dachfläche wurde Kupfer verlegt,

sechs Zwercherker und der Zierfirst

in Kupfer wieder hergestellt.

Drei Monate dauerte die Sanierung

des ‚Haus Schütting‘ – dem Sitz

der Handelskammer Bremen direkt

am Bremer Marktplatz. Alle Maßnahmen

wurden intensiv vom Bremer Landesamt

für Denkmalpflege begleitet.

Die neue Kupfereindeckung soll 200

bis 300 Jahre halten. Zugleich wurde

das gesamte Dach energetisch saniert,

wodurch die Handelskammer bis zu

20 Prozent an Heizenergie einspart.

An der Fassade wurden Gesimsabdeckungen

in Blei und Kupfer abgebracht,

damit keine Feuchtigkeit mehr

in das Gestein eindringen kann.

lesen, was vom Publikum mit viel

Applaus bedacht wurde.

Als Dank gab es für die Bremer

Besucher und Schaulistigen aus der

Umgebung nicht nur Bonbons, sondern

jede Menge Herzen und das

bereits kultverdächtige Pixiheft zum

Dachdeckerberuf. Ebenso nutzte die

Innung die Gelegenheit, die Werbemittel

und Informationsbroschüren der

„Aktion Dach“, zur Nachwuchsförderung

gezielt bei den jugendlichen Besuchern

einzusetzen. Fast alle Polizistinnen

wurden außerdem mit dem „Dachdeckerherz“

beglückt. Alles zusammen

ein zünftiger Auftritt des Dachdeckerhandwerks

in Bremen und eine Werbung

für den Berufsstand. Für die

Handwerker galt es, mehr den Zuschauern

eine Freude zu bereiten, als sich

selbst zu feiern. In den strahlenden

Augen unzähliger Besucher war zu

sehen, dass dies gelungen ist.

(Fotos und Text: Zedach Concept,

Henning Höpken)

Der Schütting gehört zu den meistfotografierten Bremer

Gebäuden. Jetzt erhielt das Gebäude ein neues Dach.

Die Johann Osmers GmbH

& Co. KG wurde beauftragt,

weil sie im Kerngeschäft der

technischen Gebäudeausrüstung

gleichermaßen innovativ

ist wie sie traditionell bei

der Metallbedachung ausge-

richtet ist. Ihre mehr als sechzig

Mitarbeiter beherrschen

zum Teil Techniken, die heute

nur noch von wenigen Betrieben

angewandt werden.

16 Handwerk in Bremen 12/2009


Vermischtes

GOLDGLANZ IM BREMER RATHAUS

Die Ausstellung ‚Gold am Fluss‘ in der Unteren Rathaushalle ist

eine der größten Schmuckausstellungen Deutschlands. Das Thema

des Nachwuchswettbewerbs: Illusion.

Wenn im November die Blätter von den

Bäumen gefallen sind und der Freimarkt die

Stadt verlassen hat, die feuchte und kalte Luft

die letzte Ahnung eines goldenen Herbstes zu

vertreiben sucht, dann findet diese goldene

Jahreszeit in der Unteren Rathaushalle eine

letzte Zuflucht. Es ist wieder Zeit für „Gold am

Fluß“. In der mittelalterlichen und halbdunklen

Halle standen jetzt wie leuchtende Inseln

die hell erleuchteten Vitrinen der zwanzig Aussteller,

gefüllt mit kostbaren Schmuckstücken

aus ihren Ateliers und Werkstätten.

Für ein ebenso entspanntes wie

auch anspruchsvolles Wochenende

hatten sich 15 Unternehmerfrauen aus

den UFH-Arbeitskreisen Bremen und

Bremerhaven im Tagungshaus Bredbeck

in Osterholz-Scharmbeck getroffen.

Unter fachlicher Anleitung und

mit entsprechend fundierten Informationen

ging es ganz praktisch an das

Wochenendthema ‚Bewusst ernähren

– Genuss statt Frust‘. Humorvoll und

sehr gut aufeinander abgestimmt vermittelten

zwei Beraterinnen der ikk

gesund plus den Unternehmerfrauen

die aktuellen Trends und Informationen

Handwerk in Bremen 12/2009

Zum 14. Mal zeigte die Ausstellergemeinschaft

„Gold am Fluß“ ihre Arbeiten in der

Unteren Rathaushalle des Bremer Rathauses.

Das Thema des im Rahmen der Ausstellung

gezeigten Nachwuchswettbewerbes lautete in

diesem Jahr „Illusion“. Über 50 Wettbewerbsarbeiten

wurden von Auszubildenden aus ganz

Norddeutschland eingesandt, so viel wie selten

zuvor. Das zeigt die Beliebtheit dieser Ausstellung,

die mit 8.000 bis 10.000 Exponaten

eine der größten Schmuckausstellungen in

Deutschland ist.

TIPPS UND INFOS ZU ERNÄHRUNG UND BEWEGUNG

zu Bewegung, Ernährung und Co. Dazu

wurden mitgebrachte Rezepte unter

die Lupe genommen; gefragt, was sich

daran verbessern lässt, und wie sich frische

Kräuter, Butter und anderes in die

Ernährung integrieren lassen.

Gute Tipps gab es zur Integration

von Bewegung in den Alltag. Das

Thema Stress wurde behandelt und wie

ihm mit kleinen Übungen begegnet

werden kann. Eine Stunde Walken forderte

die Unternehmerfrauen, andere

Übungen halfen, sich zu entspannen.

Alles in allem: zwei ausgefüllte und im

wahrsten Wortsinn bewegte Tage.

FREIMARKTSUMZUG

MIT DEN BÄCKERN

KH Bremen

„Ischa Freimaakt!“ hieß es kürzlich zum 974.

Mal. Traditionell ist dabei inzwischen der

Freimarktsumzug durch die Innenstadt. Wie

schon in den vergangenen Jahren beteiligte

sich die Bäcker-Innung Bremen daran

und freute sich, auf die Unentbehrlichkeit

des Bäcker-Handwerks aufmerksam machen

zu können. Neben der Chance, den 42.

Umzug mit rund 200.000 anderen Menschen

an der Strecke zu beobachten, gab es

die Möglichkeit, dies gemütlich vor dem

Fernseher zu tun. Radio Bremen übertrug

den Umzug live. Die Moderatorin freute sich

über eines der 17.000 Brötchen, die eigens

von den Innungsbetrieben gebacken wurden.

Begehrt waren die Brötchen freilich

auch bei den Zuschauern am Straßenrand.

BREMER GEHÖRT ZU DEN

BESTEN AUTOFAHRERN

Markus Heuer gehört zu den Finalisten der

Aktion „Deutschlands bester Autofahrer“,

einer großen Verkehrssicherheitsaktion von

AutoBild, Dekra, DVR, AvD und Kfz-Gewerbe,

die unter der Schirmherrschaft des

Bundesverkehrsministers stattfand. Heuers

Gewinn: eine Armbanduhr. Daneben wurde

er einer von 40 frisch ernannten „Botschaftern

für Sicherheit und Mobilität“.

Eine persönliche Ehrung durch die Kfz-

Innung Bremen und die Dekra konnte

jedoch nicht stattfinden. Markus Heuer

wurde kurzfristig zu seiner Abschlussarbeit

an der Universität Aachen gerufen. Dennoch

zeigte er sich sehr über die Nachricht aus

Bremen erfreut.

Informierten sich über Ernährung, Bewegung und Gesundheit:

Unternehmerfrauen des Handwerks. (Foto: UFH)

17


KH Bremen Vermischtes

BRUT-PROGRAMM

Startmöglichkeiten in 2010

Frühjahr 2010

Bewerbungsschluss: 15. Januar 2010

Programmstart: 25. Februar 2010

Herbst 2010

Bewerbungsschluss: 06. August 2010

Programmstart: 23. September 2010

Wir freuen uns auf ein Gespräch mit Ihnen!

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18 Handwerk in Bremen 12/2009


Vermischtes

WESER-FAHRT ENDETE IN „BAYERN“

Die Herbst-Innungsversammlung der Konditoren fand auf dem

Fahrgastschiff „Hanseat“ statt. Fachthemen und geselliges

Beisammensein wurde so bestens vereint.

Für die Innungsversammlung im Herbst

hatte sich Obermeister Andreas Knigge dieses

Mal etwas besonderes einfallen lassen: sie

wurde während einer gemütlichen Fahrt mit

dem Fahrgastschiff „Hanseat“ bei Kaffee und

Kuchen veranstaltet.

Dabei kamen weder die Fachthemen zu

kurz, noch das gesellige Beisammensein. Auch

Kollegen der Oldenburger Innung mit ihrem

Obermeister Hans Janssen, der Obermeister

der Bäcker-Innung Bremen, Wilfried Schnaare,

die Berufsschullehrer Heino Plate und Hartmut

Giegling, Vertreter der BÄKO und einige

Ehemalige waren mit von der Partie.

Obermeister Andreas Knigge berichtete

vom erfolgreichen letzten halben Jahr der

Innung. Highlight des Sommers war, wie schon

in den letzten zwei Jahren, die Beteiligung am

„Sommer in Lesmona“ in Knoops Park. Hier

Handwerk in Bremen 12/2009

konnte eine Spende für die Nachwuchsförderung

der Deutschen Kammerphilharmonie

Bremen an der Gesamtschule Ost in Höhe von

800 Euro getätigt werden.

Stefan Schiebe von der Geschäftsführung

berichtete über Neuigkeiten aus dem Handwerk,

unter anderem über die im Januar startende

Imagekampagne. Zusammen mit Ehrenobermeister

Heiko Rockmann informierte er

zudem über den Stand in Sachen Jubiläum der

Kreishandwerkerschaft, das inzwischen

bekanntlich stattgefunden hat.

Von Seiten der BÄKO war zu vernehmen,

dass man im Vergleich zum letzten Jahr mit

einem extremen Preisverfall zu kämpfen habe.

Für die Betriebe sei das momentan freilich gut.

„Bayrisch“ klang der Abend im „Paulaner“

bei einem gemeinsamen Essen aus.

Die Bremer Konditoren hielten ihre Herbst-Innungsversammlung auf dem Fahrgastschiff „Hanseat“

ab und schipperten die Weser entlang. (Text und Foto: Stefan Schiebe)

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Entgeltabrechnung sind Schwerpunktthemen

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IKK Nord-Informationsveranstaltung einen

kompakten und verständlichen Überblick

über die neuen Rechengrößen, Grenzwerte

und alle wesentlichen Neuregelungen im

Bereich der Sozialversicherung.

In Bremen findet das IKK Nord-Fachseminar

am 13. Januar, 17.00 Uhr, im Handwerkersaal

der Handwerkskammer statt.

Auskünfte zum Seminar gibt es im IKK Nord-

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19


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KH Brhv.-Wem. Firmenjubiläum

„JUBILÄUMSGELD“ GING AN BREMERHAVENER TAFEL

Die 2.000 Euro, die aus Spenden anlässlich des 100-jährigen Bestehens der Firma Seitz Metallbau

zusammenkamen, gingen als Spende an die Bremerhavener Tafel. Zur Feier im Geestbauernhaus

Speckenbütteler Park waren 90 Gäste gekommen.

Mit 90 Gästen feierten jetzt Reinhard Wetjen

und Bettina Brand-Wetjen das 100. Jubiläum

ihrer Firma Seitz Metallbau. Zum Gratulieren

war auch Kreishandwerksmeister Sieghardt

Reinhardt ins Geestbauernhaus im Speckenbütteler

Park gekommen. Im Rahmen

ihrer Ansprachen überbrachten der Stadtverordnetenvorsteher

Artur Beneken, der Vizepräses

der Handwerkskammer Bremen Hans-

Joachim Stehr sowie Gerd Huth von der Innung

Metall Bremerhaven-Wesermünde ihre Glückwünsche.

Bei der Jubiläumsfeier kamen aus

Spenden der Gäste und der Firma Seitz Metallbau

2.000 Euro zusammen, die an die Bremerhavener

Tafel weitergingen.

Die über drei Familien und fünf Inhaber reichende

Firmengeschichte von Seitz Metallbau

war in der Oktober-Ausgabe von HANDWERK IN

BREMEN nachzulesen. Die Firma wird seit sieben

Jahren von Bettina Brand-Wetjen und

Reinhard Wetjen geführt.

Text: Oliver Brandt, Foto: Seitz Metallbau

Private Krankenversicherung

„Privat krankenversichert –

das wär’s!

Kann ich mir das leisten?“

Auf der Jubilumsfeier der Firma Seitz Metallbau (von links): Kreishandwerksmeister Sieghardt

Reinhardt, Bettina Brand-Wetjen und Reinhard Wetjen.

Diese Frage können wir beruhigt mit „ja“ beantworten.

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20 Handwerk in Bremen 12/2009


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Gründerpreis Bremerhaven

AUSZEICHNUNGEN FÜR JUNGE HANDWERKER

Er zählt zu den höchst dotierten Gründerpreisen

in der Bundesrepublik und ist für die

Preisträger mehr als eine symbolische Anerkennung.

Jetzt war es wieder soweit. Die Diekell-Stiftung,

die Sparkasse Bremerhaven und

die Bremerhavener Gesellschaft für Invstitionsförderung

und Stadtentwicklung (BIS) haben

den Gründerpreis Bremerhaven 2009 verliehen.

Zu den fünf Favoriten für den Preis gehörten

gleich vier Unternehmen aus dem Handwerk.

Gewinner ist Thomas Wüppermann mit

seiner Schokoladenmanufaktur Bremerhaven.

Der gelernte Bäcker, Konditor, Koch und

Groß- und Außenhandelskaufmann setzt mit

seinem jungen Unternehmen, das er seit März

2009 im Fischereihafen betreibt, auf höchste

Qualität, individuelle Fertigung und außergewöhnliche

Kreationen, Schokolade mit Lavendel-,

Fenchel- oder Ananas-Curry-Geschmack

sind nur einige Beispiele aus dem umfangreichen

Angebot. Jede Geschmacksrichtung gibt

es in den Sorten Vollmilch, Zartbitter und

weiße Schokolade, so dass das Sortiment rund

100 Varianten umfasst. Eine der ungewöhnlichsten

Kreationen ist die Senf-Schokolade,

die er im Auftrag eines Berliner Unternehmens

entwickelt hat. „Wir machen alles möglich“ ist

sein Credo.

Einen besonderen Service bietet Wüpper-

Handwerk in Bremen 12/2009

mann den Unternehmen an, die für Kunden

exklusive Geschenke suchen. Auf Wunsch

bedrucken er und seine Mitarbeiter Schokoladen-Spezialitäten

mit Firmenlogos oder erstellen

Sonderformen. Da in der Schokoladen-

Manufaktur ausschließlich Handarbeit geleistet

wird, ist die Produktion ohne Mindestabnahmemengen

möglich. Mittlerweile beliefert

er Firmen in der gesamten Republik.

In Zukunft möchte er auch ein Ladengeschäft

in der Seestadt eröffnen. Bis dahin können

Schokoladen-Liebhaber immer donnerstags

bis sonnabends beim Werkverkauf auf die

Suche nach ihrer Lieblingssorte gehen. 2010

will die Manufaktur auch ins Internet-Geschäft

einsteigen.

Seit dem Umzug von Helgoland, dem

ersten Sitz der Schokoladenmanufaktur, nach

Bremerhaven hat Wüppermann fünf Arbeitsplätze

in Voll- und Teilzeit geschaffen. Dabei

soll es aber nicht bleiben. Wenn alles nach Plan

läuft, möchte der Unternehmer bald bis zu 13

Angestellte beschäftigen. Bei den Expansionsplänen

helfen wird ihm das Preisgeld von insgesamt

50.000 Euro, dass verteilt über drei

Jahre in drei Etappen ausgezahlt wird.

Außer der Schokoladenmanufaktur zählten

drei weitere Unternehmen, die in der Handwerksrolle

eingetragen sind, zum Favoriten-

KH Brhv.-Wem.

Beim Gründerpreis Bremerhaven werden Existenzgründer vieler Branchen geehrt. In diesem Jahr

war das Handwerk stark vertreten und stellt mit der Schokoladenmanufaktur Bremerhaven auch

den Gewinner.

Dirk Grotheer (Dieckell-

Stiftung), Claus Brüggemann

(Sparkasse Bremerhaven),

Preisträger Thomas

Wüppermann (Schokoladenmanufaktur

Bremerhaven),

Jörg Schulz (Oberbürgermeister

und Juryvorsitzender),

Nils Schnorrenberger

(BIS).

Neben Thomas Wüppermann

und seiner Schokoladenmanufaktur

zählten

noch drei weitere Handwerksbetriebe

zum Kreis der

fünf Favoriten des Gründerpreises

Bremerhaven.

(Text: Oliver Brandt, Foto:

Sparkasse Bremerhaven)

kreis: Die Frese & Salbert Elektro- und Gebäudetechnik

GmbH ist ein junger Innungsbetrieb,

dessen Gründer Dirk Frese und Stefan Salbert

2006 nach der Insolvenz ihres bisherigen

Arbeitgebers den Mut fassten, und sich selbstständig

machten. Heute beschäftigen sie 25

Mitarbeiter.

Bremerhavens Segelmacher setzen auf ein

breites Angebot rund um Segeltuch und Planen.

Sie fertigen und reparieren Segel, Persennings,

Polster, T-Shirts und Kappen mit Stickereien,

Taschen und vieles mehr. Für ihre erfolgreiche

Existenzgründung wurden sie bereits

mit dem Preis Innovatives Handwerk 2009 der

Handwerkskammer Bremen und der Sparkasse

Bremen ausgezeichnet.

Das junge Bremerhavener Unternehmen

Maag & Horch Dentalstudio gehört ebenfalls

zum Handwerk. Bei seinem Unternehmenskonzept

setzt es unter anderem auf modernste

Diagnostik und interdisziplinäre Zusammenarbeit

von Fachleuten und Medizinern verschiedener

Fachrichtungen.

21


KH Brhv.-Wem. Eisblockwette

DICKER MANTEL SCHÜTZT EISKLOTZ VORM SCHMELZEN

Bei der Eisblockwette im Schaufenster Fischereihafen zeigte die Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde das Einsparpotenzial moderner Wärmedämmung. In 25 Tagen schmolz

der ungedämmte Eisblock um 95 Prozent, der gedämmte um nur 33 Prozent.

Beim Hausbau oder bei Sanierungen ist

moderne Wärmedämmung nicht mehr wegzudenken.

Während der kalten Jahreszeit sorgt

sie für Wohlfühltemperaturen und schont

Dank sinkendem Energieverbrauch Portemonnaie

und Umwelt. Was moderne Wärmedämmung

zu leisten vermag, zeigte die Kreishandwerkerschaft

Bremerhaven-Wesermünde mit

ihrer Eisblockwette im Rahmen der Kampagne

„Haus sanieren – profitieren!“ der Deutschen

Bundesstiftung Umwelt.

Was die Wärme im Haus hält, kann genauso

gut auch Kälte einschließen. Dieses Prinzip

machten sich die Handwerker zunutze und

stellten einen Kubikmeter großen Eisblock 25

Tage lang in ein optimal gedämmtes Holzhäuschen

auf dem Markplatz des Schaufensters

Fischereihafen. Bei der Eisblockwette,

die im Rahmen der Bremerhavener Energieaktionstage

am 11. Oktober gestartet wurde,

ging es um die Einschätzung, um wie viel Prozent

der Block im Inneren des Häuschens nach

25 Tagen geschmolzen sein würde.

Das mit viel Spannung erwartete Ergebnis

der Wette bestätigt die Erwartungen. Innerhalb

der 25 Tage ist der Eisblock nur um 33

Prozent geschmolzen. „Das zeigt, dass es sich

lohnt, in Wärmedämmung zu investieren. Wer

sein Haus optimal dämmt, kann dadurch

enorm viel Energie sparen und gleichzeitig die

Umwelt entlasten“, sagt Josef Solscheid,

Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft.

Beim Bau des stark gedämmten Häuschens

orientierte sich die Kreishandwerkerschaft am

Passivhausstandard. „Wärmedämmung ist

aber auch für Besitzer von Altbauten eine lohnende

Überlegung“, sagt Solscheid. Das veranschaulicht

der Vergleich des Eisblocks im

stark gedämmten Häuschen mit seinem

Gegenstück in einem nur mäßig gedämmten

Holger Schröder (links) von der Kreishandwerkerschaft und Heinfried Becker vom Bauökologischen

Bildungszentrum (BBZ) des Berufsfortbildungswerks (bfw) zeigten das Potenzial moderner

Dämmtechnik. Der Eisblock im stark gedämmten Häuschen schmolz in 25 Tagen um 33

Prozent, sein Gegenstück um rund 95 Prozent. (Text: Oliver Brandt, Foto: KH)

Häuschen, das einem typischen Altbau der

60er Jahre entspricht. Nach den 25 Tagen ist

dieser um 95 Prozent abgeschmolzen.

Der Gewinner der Eisblockwette darf sich

über eine Gebäudeenergieberatung vom Ingenieurbüro

Robert Schimweg freuen. Der

Gewinner des zweiten Preises bekommt einen

Heizungs-Check von der Robert Frenzel GmbH

und Co. KG. Der dritte Preis ist ein Bildungsgutschein

für die Bildungseinrichtungen im

Haus des Handwerks. Außerdem gibt es viele

interessante Sachpreise.

Unterstützt wurde die Eisblockwette von

den Partnern Schaufenster Fischereihafen

Werbe- und Veranstaltungs-GmbH, Frigolandia

Tiefkühlcenter, Holzfachmarkt Cordes,

WeGo Systembaustoffe GmbH, Ehlers Holzhandlung

GmbH & Co. KG, Osmo Holz und

Color GmbH & Co. KG und dem Bauökologi-

schen Bildungszentrum (BBZ) des Berufsfortbildungswerks

(bfw).

Sozialversicherung 2010

Beitragsbemessungsgrenze:

• allgemeine Rentenversicherung

West: 5.500 €/Monat - 66.000 €/Jahr

Ost: 4.650 €/Monat - 55.800 €/Jahr

• knappschaftliche Rentenversicherung

West: 6.800 €/Monat - 81.600 €/Jahr

Ost: 5.700 €/Monat - 68.400 €/Jahr

• Arbeitslosenversicherung

West: 5.500 €/Monat - 66.000 €/Jahr

Ost: 4.650 €/Monat - 55.800 €/Jahr

Versicherungspflichtgrenze:

Kranken- u. Pflegeversicherung

West: 4.162,50 €/Monat - 49.950 €/Jahr

Ost: 4.162,50 €/Monat - 49950 €/Jahr

Beitragsbemessungsgrenze:

Kranken- u. Pflegeversicherung

West: 3.750 €/Monat - 45.000 €/Jahr

Ost: 3.750 €/Monat - 45000 €/Jahr

Bezugsgröße in der Sozialversicherung

West: 2.555 €/Monat - 30.660 €/Jahr

Ost: 2.170 €/Monat - 26.040 €/Jahr

Vorläufiges Durchschnittsentgelt/Jahr in

der Rentenversicherung: 32.003 €

22 Handwerk in Bremen 12/2009


Betriebswirte des Handwerks

KAIZEN: VOM GUTEN ZUM BESSEREN GELANGEN

Lange Zeit galten moderne Management-

Instrumente als Domäne großer Industriebetriebe.

Dass das nicht so sein muss, zeigen mittlerweile

auch viele kleine und mittlere Unternehmen,

welche zum Beispiel das Instrument

Kaizen erfolgreich anwenden. Bei einer Veranstaltung

des Vereins der Betriebswirte des

Handwerks Bremerhaven-Cuxland im Haus

des Handwerks stellte Unternehmensberater

Stefan Lambrecht von Kaizen Institute Germany

das erfolgreiche Instrument vor.

Das Wort ist japanischen Ursprungs und

setzt sich aus den beiden Elementen Kai (Veränderung)

und zen (gut) zusammen. Die

Zusammensetzung zeigt die Philosophie hinter

Kaizen: Die Veränderung des Guten zum

Besseren. Dabei, so Lambrecht zu den Betriebswirten,

werde das bereits Bestehende wertgeschätzt.

Nicht alles, was verbessert werden

kann, sei zuvor schlecht. Im Rahmen von Kaizen

würden Mitarbeiter „von Betroffenen zu

Beteiligten“ und rückten stärker in den Mittelpunkt.

Die Erhöhung der Selbstverantwortung

werde zum zentralen Thema.

Handwerk in Bremen 12/2009

KH Brhv.-Wem.

Die Betriebswirte des Handwerks Bremerhaven-Cuxland informierten sich über das Kaizen, die

japanische Methode, durch stete Veränderung Verbesserungen zu erzielen. Kaizen, so erfuhren die

Betriebwirte, steigert die Selbstverantwortung der Mitarbeiter.

Informierten sich über das Kaizen. Betriebswirte des Handwerks Bremerhaven-Cuxland.

Text: Oliver Brandt, Foto: HiB

NEUER VORSTAND DER BREMISCHEN VOLKSBANK

Seit 01. Oktober 2009 ist Ulf Brothuhn

neues Vorstandsmitglied der Bremischen

Volksbank. Neben Jürgen Burhop (Vorstandsvorsitzender)

und Hans-Peter Laabs ist Ulf

Brothuhn das dritte Vorstandsmitglied der

Bremer Genossenschaftsbank.

Ulf Brothuhn übernimmt den Aufgabenbereich

von Hans-Peter Laabs, der zum 31. März

2010 mit Erreichen des 60. Lebensjahres in

den Ruhestand treten wird. In sein Ressort fällt

damit u. a. das Privat- und Firmenkundengeschäft

der Bremischen Volksbank.

Der Neu-Bremer kommt ursprünglich aus

Magdeburg. Nach Ausbildung und Studium

war Ulf Brothuhn bei der Volksbank Helmstedt

eG in verschiedenen Marktpositionen tätig,

bevor er am 01.01.2003 in den Vorstand berufen

wurde. Ulf Brothuhn, Jahrgang 1967, ist

verheiratet und hat eine Tochter.

Ulf Brothuhn

23


Service & Betrieb Lernsoftware

PARTIKELFILTER FÜR DIESEL:

SAUBER PLUS ZUSCHUSS

Die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen mit

Partikelfiltern trägt dazu bei, dass der Partikelausstoß

gesenkt und die Luftqualität in

den Innenstädten besser wird. Um die Nachrüstung

von Diesel-Pkw mit Partikelfiltern

stärker zu unterstützen, hat die Bundesregierung

die Förderung attraktiver gestaltet:

So kann alternativ zur bisherigen Förderung

über eine zeitlich befristete Kfz-Steuerbefreiung

ein Zuschuss in Höhe von 330 Euro

gewählt werden. Nicht nur für Umwelt und

Gesundheit, sondern auch für den Fahrzeughalter

lohnt sich daher der Einbau:

Nachgerüstete Diesel-Pkw erhalten eine

bessere Umweltplakette und können, je

nach Plakette und Ausgestaltung der

Umweltzone, auch weiterhin in die Umweltzonen

einfahren.

Einen symbolischen Scheck über 330 Euro

erhielt jetzt ein Bremer Autofahrer im Autohaus

Kossmann. Mit der Übergabe machten

das Bundesumweltministerium, der

ADAC, die Kraftfahrzeuginnung Bremen

und der Bremer Umweltsenator gemeinsam

auf die Fördermöglichkeit der Nachrüstung

von Diesel-Pkw mit Partikelfiltern aufmerksam.

Wer davon noch profitieren möchte,

muss sich beeilen: Die Förderung gibt es nur

noch für Nachrüstungen, die bis zum 31.

Dezember 2009 durchgeführt werden.

Dabei muss das Fahrzeug vor dem 31.

Dezember 2006 erstmals zugelassen sein.

Die Nachrüstung steigert auch den Wiederverkaufswert

der Fahrzeuge. Zudem werden

nachgerüstete Fahrzeuge auch vom zeitlich

befristeten Kfz-Steuermalus von 1,20 Euro

pro angefangenen 100 Kubikzentimeter

Hubraum ausgenommen. Das bedeutet 24

Euro Steuerersparnis für einen 2-Liter-Diesel

pro Jahr.

Hans Jörg Koßmann, Obermeister der Bremer

Kfz-Innung, sieht auch einen positiven

Beschäftigungseffekt: „Das Kfz-Gewerbe

zeigt eine hohe Kompetenz bei der Nachrüstung

von moderner Umwelttechnik. Mit

den 330 Euro in bar wird der nachträgliche

Einbau von Rußpartikelfilter-Systemen nach

unserer Einschätzung schon deshalb noch

einen bemerkenswerten Endspurt bis zum

31. Dezember hinlegen können.“

ELEKTRO-WERKSTATT AUF USB-STICK

Die Software Kompetenzwerkstatt Elektrohandwerk unterstützt

bei der Ausbildung. Künftig sollen Auszubildende Lerninhalte

auf dem USB-Stick mitnehmen können.

Die Entwicklung der Software Kompetenzwerkstatt

Elektrohandwerk geht voran. Das

erste fertige Referenzmodul mit dem Namen

„Installieren und Inbetriebnehmen von Standard-Elektroanlagen“

ist den Beteiligten in

Bremen und Bremerhaven auf dem Regionaltreffen

in den Räumen des Instituts Technik

und Bildung (ITB) am Fallturm und anschließend

im Haus der Kreishandwerkerschaft Bremerhaven-Wesermünde

präsentiert worden.

Die Software soll als Hilfe bei der Ausbildung

von Elektronikern zum Einsatz kommen und

einmal zwölf Module umfassen, wenn sie im

Jahr 2011 fertig ist. Die Auszubildenden können

sie dann auf ihrem persönlichen USB-Stick

gespeichert mit in die Schule, die Firma und

zur überbetrieblichen Ausbildungsstätte nehmen,

um dort mit ihr zu lernen. In den zwölf

Modulen, die eigenständigen Handlungsfeldern

des Arbeitsalltages zugeordnet sind, enthält

das Programm nützliche Informationen

und Aufgabenstellungen, die den Lernerfolg

verbessern sollen. Außerdem lassen sich der

Lernfortschritt dokumentieren und Defizite

erkennen. Für die Lehrlinge gibt es eine weitere

Funktion: bei regelmäßigem Gebrauch

kann das Programm als Berichtsheft dienen.

Auf Knopfdruck bekommt man einen sauberen

Ausdruck in der verlangten Form.

Als Partner in Bremen arbeiten in dem Projekt

die Handwerkskammer, die HandWERK

gGmbH, das Institut Technik und Bildung, das

Technische Bildungszentrum Mitte sowie die

Firmen Bädeker + Rux, Elektrotechnik Tangemann

GmbH und Siever und Knüppel Elektrotechnik

zusammen. In Bremerhaven beteiligt

sich die Innung der Elektrohandwerke. Überregional

sind Partner in Hamburg und Dresden

beteiligt.

Das Referenzmodul ist noch von allen

Beteiligten gemeinsam entwickelt worden.

Nun werden die weiteren Module aufgeteilt.

Die Lern- und Arbeitsaufgaben, die Bestandteil

des Programms sind, werden jedoch nicht

direkt mit erstellt. „Das sollen die Akteure

selbst weiterentwickeln“, sagt Michael Sander

vom ITB. „Wir haben nur die Aufgaben für das

Referenzmodul gemacht, um zu zeigen, wie so

etwas aussehen kann. Denn wir wollen die

Ausbilder und Lehrer gern mit einbinden. Die

machen ja vieles und haben jahrelange Erfahrung.

Das Potenzial wollen wir gern nutzen.“

Jeder, der Inhalte liefern möchte, kann das tun.

Diese werden dann von der Entwicklergruppe

geprüft und gegebenenfalls zum Download

für alle Nutzer bereitgestellt. So wächst das

Programm mit Hilfe aller ständig weiter.

Eine erste Version der Software steht zum

Download bereit unter:

http://kwst.itb.uni-bremen.de/sites/

default/files/software/kwst_v01_03.zip

Jens Rogge,

Auszubildender

bei

der Firma

Tangemann

GmbH,

nutzt das

Modul der

KompetenzwerkstattElektrotechnik

bereits

in einem

ersten Pilotversuch.

24 Handwerk in Bremen 12/2009


Betriebsberatung

EINHEITLICHER ANSPRECHPARTNER

Die Unternehmen im Land Bremen haben jetzt mit dem RKW

eine zentrale Anlaufstelle für KfW-geförderte Beratungen. Vier

Beratungsprogramme werden angeboten.

Egal ob Existenzgründer, Start-Up, etabliertes

Unternehmen oder Freiberufler: Das RKW

Bremen ist als KfW-Regionalpartner im Land

Bremen Ansprechpartner für alle Beratungsleistungen,

die von der KfW-Mittelstandsbank

gefördert werden. Unternehmer können sich

hier über kostengünstige Beratungsmöglichkeiten

zu den Themen Unternehmensgründung,

Unternehmenssicherung und Energieeffizienz

informieren.

Ein Unternehmen zu leiten ist kein Kinderspiel

– gerade in Krisenzeiten nicht. Über 30

Prozent mehr Insolvenzverfahren in Bremen

gegenüber dem Vorjahr sprechen für sich.

Damit für kleine und mittelständische Unternehmen

(KMU) guter Rat nur sprichwörtlich

teuer ist, fördert die KfW in Kooperation mit

dem Bundesministerium für Wirtschaft und

Technologie, dem Bundesministerium für

Arbeit und Soziales und dem Europäischen

Sozialfonds professionelle Beratung zu drei

zentralen Themen: Coaching zur Existenzgründung,

Unternehmenssicherung bei schwierigen

Marktentwicklungen und effizienter Energieverbrauch.

Das RKW Bremen betreut als

Regionalpartner der KfW im Lande Bremen

alle vier für diese Zwecke aufgelegten Beratungsprogramme.

Das sind das Gründercoaching

Deutschland für Existenzgründer, der

Runde Tisch, die Turn Around Beratung für

Unternehmen in der Krise und die Energieeffizienzberatung.

„Das RKW Bremen arbeitet eng mit Handels-

und Handwerkskammer zusammen.

Außerdem hat es sich als Beratungsinstitution

für Unternehmen etabliert – da war es ein logischer

Schritt, hier die Betreuung aller Beratungsleistungen

der KfW zu bündeln“, so der

RKW-Koordinator Rupprecht Hans Wegner.

„Da Unternehmer nicht direkt an die KfW herantreten

können, um Förderungen zu bekommen,

macht eine zentrale Anlaufstelle für Bremen

und Bremerhaven auch aus Kundensicht

Sinn“, erläutert der Betriebswirt die Vorteile

der Regionalpartner-Struktur.

Die geförderten Beratungsleistungen:

• Gründercoaching Deutschland für Existenzgründer

bis zum fünften Jahr nach der

Unternehmensgründung, deren Gründung

bereits vollzogen wurde. Angebot: Coachingmaßnahmen

zur verbesserten Wett-

Handwerk in Bremen 12/2009

bewerbsfähigkeit von Existenzgründern.

Förderung: 50 Prozent der förderfähigen

Beratungskosten bei einer Bemessungsgrundlage

von maximal 6.000 Euro oder

90 Prozent der förderfähigen Beratungskosten

bei einer Bemessungsgrundlage von

maximal 4.000 Euro bei Existenzgründerinnen

und Existenzgründern aus der

Arbeitslosigkeit

• Runder Tisch für Unternehmen, die sich in

einer wirtschaftlich schwierigen Lage befinden,

obwohl sie gute Marktchancen haben.

Angebot: Schwachstellenanalyse und Maßnahmen-Entwicklung

unter Einbeziehung

aller für das Unternehmen wichtigen Beteiligten.

Förderung: 100 Prozent der Beratungskosten

von netto 1.600 Euro

• Turn Around Beratung für Unternehmen,

die sich in einer wirtschaftlich schwierigen

Lage befinden und eine aktuelle Schwachstellenanalyse

– von einem externen Berater

oder aus dem Runden Tisch – mit einer

positiven Fortführungsprognose vorweisen

können. Angebot: Beratung für Unternehmen,

bei der Umsetzung der notwendigen

Maßnahmen zum Turn Around. Förderung:

maximal 50 Prozent der förderfähigen

Beratungskosten bei einer Bemessungsgrundlage

von 8.000 Euro.

• Energieeffizienzberatung für Unternehmen

der gewerblichen Wirtschaft und für Freiberufler,

um Informationsdefizite über

betriebliche Energieeinsparmöglichkeiten

abzubauen und Energiekosten zu reduzieren.

Angebot: Initial- und/oder Detailberatung

zum Thema Energiekosteneinsparungen.

Förderung: 80 Prozent der Kosten

für die Initialberatung bis maximal 1.280

Euro; 60 Prozent der Kosten für die Detailberatung

bis maximal 4.800 Euro.

Weitere Informationen gibt es unter

www.rkw-bremen.de. Wer sich für eines der

KfW-Förderprogramme interessiert, vereinbart

einen Termin mit einem der beim RKW Bremen

zuständigen Berater:

Rupprecht Hans Wegner,

Telefon (04 21) 32 34 64-15;

E-Mail: wegner@rkw-bremen.de oder

Thorsten Stadler,

Telefon: (04 21) 32 34 63-22;

E-Mail: stadler@rkw-bremen.de.

Service & Betrieb

GLEICHBEHANDLUNG DER

GLÄUBIGER BEI INSOLVENZ

Die neue Bundesregierung misst der Gleichbehandlung

der Gläubiger in der Insolvenz

eine große Bedeutung bei. Sie hat deshalb

im Koalitionsvertrag ausdrücklich geregelt,

dass die Privilegierung der Sozialkassen in

der Insolvenz beendet werden wird. Dies war

in der letzten Legislaturperiode gegen den

Willen der Rechtspolitiker im Sozialgesetzbuch

vorgesehen worden. Das Ende der Privilegierung

begrüßt der Deutsche Anwaltverein

(DAV) als Rückkehr zu rechtsstaatlichen

Grundsätzen.

„Die neue Regierung hat ein wichtiges Signal

gesetzt“, so Rechtsanwalt Horst Piepenburg,

DAV-Vorstandsmitglied. Gleichzeitig

böten die im DAV organisierten Insolvenzverwalter

ihre Unterstützung für eine sanierungsfördernde

Reform des deutschen Insolvenzrechts

an.

Bisher gab es eine nicht zu rechtfertigende

Bevorzugung der Sozialversicherungsträger.

Diese ist entgegen dem eindeutigen Votum

der Vertreter aller Parteien im November

2007 eingeführt worden. Durch die bisherige

Regelung können sich die Sozialversicherungsträger

zu Lasten aller anderen

Gläubiger vorrangig bedienen. Dies widerspricht

dem Grundprinzip der Gleichbehandlung

aller Gläubiger.

FRAGEN ZUR RECHNUNG?

ZDH-BROSCHÜRE HILFT

Wie muss eine Rechnung aussehen, um alle

Vorschriften und Bestimmungen korrekt zu

erfüllen? Eine Frage, die nicht nur Firmengründer

bewegt, sondern auch manch

gestandenem Betriebsinhaber Kopfzerbrechen

verursachen kann. Antworten gibt ein

Informations-Flyer des ZDH.

Der ZDH-Flyer ‚Anforderungen an Rechnungen‘

fasst alle wesentlichen Regelungen zur

Rechnungsstellung zusammen. Informiert

wird über notwendige Angaben in der Rechnung,

über Änderungen in der Gesetzgebung

und einzuhaltende Fristen. Mit den

praktischen Rechnungsbeispielen können

sich insbesondere Betriebsinhaber schnell

und einfach über aktuelle Anforderungen

informieren.

Interessierte Betriebe können den Flyer bei

ihrer Innung, Kreishandwerkerschaft oder

der Handwerkskammer bestellen. Anforderungen

sowie ein PDF zum Herunterladen

auch unter www.zdh.de, Menüpunkt Publikationen.

25


Namen & Notizen Glückwünsche • Personalia

MENSCHEN UND NACHRICHTEN

Konditorenbund

Auf der Bundestagung des Deutschen Konditorendbundes

(DKB) wurde Gerhard Schenk

zum neuen Präsidenten gewählt. Er folgt auf

Otto Kemmer, der nach 21-jähriger Präsidentschaft

zum Ehrenpräsidenten ernannt wurde.

Ebenfalls neu gewählt wurden die Vizepräsidenten

Günter Aseman und Peter Kaiser (MdL).

ZDH-ZERT

Die Mitgliederversammlung von ZDH-ZERT

wählte Ulrich Bopp, Präsident der Handwerkskammer

Heilbronn-Franken, zum neuen Vorsitzenden

des Vorstandes. Er folgt Robert Werner,

Präsident a.D. der Handwerkskammer Wiesbaden.

Der Verein ZDH-ZERT wurde 1994 von

der Deutschen Handwerksorganisation mit dem

Ziel gegründet, Unternehmen und Organisationen

aus dem Handwerk und Mittelstand in

allen Belangen zur Zertifizierung von Managementsystemen

zu unterstützen.

Bundestag

Der Bremer Bundestagsabgeordnete Torsten

Staffeldt (FDP) wurde als ordentliches Mitglied

in den Ausschuss für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung

und als stellvertretendes Mitglied

in den Ausschuss für Umwelt, Naturschutz

und Reaktorsicherheit entsandt. Der Bremer

Liberale freut sich über seine künftige Arbeit

in den beiden Parlamentsausschüssen. Hier

würden die für Bremen wichtigen Themen

Schifffahrt und Häfen sowie das für Bremerhaven

bedeutende Thema Windenergie

behandelt, mit denen er sich für die Belange

Bremens, Bremerhavens und der Region einsetzen

könne.

Mittelstand

Der Bremerhavener CDU-Politiker Paul Bödeker

gehört jetzt dem Bundesvorstand der Wirtschafts-

und Mittelstandsvereinigung (MIT)

von CDU und CSU an. Bödeker wurde auf der

9. Bundesdelegiertenversammlung in Berlin

gewählt. „Ich freue mich über meine Wahl in

das höchste Gremium der MIT. Bremen und

Bremerhaven verfügen über einen starken

Mittelstand, der die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit

in unserem Land ausmacht. Ich setze

mich dafür ein, dass die Rahmenbedingungen

für Qualität und Leistungsfähigkeit weiter verbessert

werden und der Mittelstand eine starke

Stimme bekommt“, sagte Paul Bödeker. Der

Unionspolitiker ist seit 1995 Vorsitzender der

Stadtverordnetenfraktion in Bremerhaven und

seit 2003 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft.

Die MIT ist mit rund 40.000 Mitgliedern

und Sympathisanten der stärkste und einflussreichste

politische Verband im Bereich

des Mittelstandes in Deutschland.

Metropolregion

Die Mitgliederversammlung des Fördervereins

Wirtschaft pro Metropolregion e.V. wählte den

Vorstand des Fördervereins neu. Vorsitzender

wurde Jörg Orlemann (Hauptgeschäftsführer

der Industrie- und Handelskammer Stade für

den Elbe-Weser-Raum). Zum stellvertretenden

Vorsitzenden wurde Dr. Matthias Fonger

(Hauptgeschäftsführer der Handelskammer

Bremen) gewählt. Weitere Vorstandsmitglieder

wurden: Dr. Joachim Peters (Hauptgeschäftsführer

der Oldenburgischen Industrieund

Handelskammer), Michael F. Stark

(Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer

Bremerhaven).

Energieversorgung

Seit 1. November ist Jens-Uwe Freitag

Geschäftsführer in der swb Erzeugung und swb

Entsorgung. Freitag trat die Nachfolge des

zum 30.September bei swb ausgeschiedenen

Dr. Frank Schumacher an. Der 44-jährige

Jens-Uwe Freitag war zuletzt verantwortlicher

Gesamtprojektleiter innerhalb der E.ON Kraftwerke

GmbH und blickt auf insgesamt

15 Jahre Berufserfahrung in der Energieerzeugung

zurück.

Glückwunsch zum Geburtstag

Am 2. Dezember

Claus Hillebrandt, Obermeister der Innung

des Tischlerhandwerks Brhv.-Wem.

Am 8. Dezember

Peter Haarstick, Obermeister der Innung

des Gold- und Silberschmiedehandwerks

Bremen

Stefan Hartmann, Obermeister der Friseur-

Innung Brhv.-Wem.

Am 15. Dezember

Bodo Jentsch, Stellvertretender Obermeister

der Friseur-Innung Brhv.-Wem. (Land)

Ernst.-A. Moldenhauer, Ehrenobermeister

der Raumausstatter- und Sattler-Innung

Bremen

Am 18. Dezember

Heinz Jüchtern, Ehrenobermeister der Friseur-Innung

Brhv.-Wem.

H.-D. Lautenbach, Obermeister der Glaser-

Innung Bremen

Karl-Heinz Oelze, ehem. Obermeister der

Glaser-Innung Bremen

Am 23. Dezember

Holger Dahl, Obermeister der Bäcker-

Innung Brhv.-Wem. und stv. Kreishandwerksmeister

Brhv.-Wem.

Am 25. Dezember

Hans-Hermann Nienaber, Stellvertretender

Obermeister der Innung des Musikinstrumentemacherhandwerks

Bremen

Am 27. Dezember

Roland Winter, Obermeister der Bildhauerund

Steinmetz-Innung Bremen

Am 30. Dezember

Adolf Kupke, Ehrenpräses der Handwerkkammer

Bremen

Glückwunsch zum Jubiläum

75 Jahre

Am 11. Dezember

Heinz Soller, Textilreinigerhandwerk, Bremen

25 Jahre

Am 1. Dezember

Jürgen Puschert, Friseurmeister, Bremen

Ursula Stelter, Friseurmeisterin, Bremen

Am 3. Dezember

Thomas Weber, Friseurhandwerk, Bremen

Am 8. Dezember

Annelore Möller, Friseurmeisterin, Bremen

26 Handwerk in Bremen 12/2009


Kompetenzzentrum HandWERK

NEUE GESICHTER IM HandWERK

Bereits seit

März 2009

ist Katharina

Hermes im

Kompetenzzentrum

des

HandWERKs

als pädagogischeMitarbeiterin

tätig.

Die gelernte

Tischlerin studierte Soziale Arbeit in Emden

mit dem Schwerpunkt Kinder- und Jugendberatung

und bringt Berufserfahrung aus der

Jugendberufshilfe mit. Frau Hermes hat nach

ihrem Anerkennungsjahr in einer Jugendwerkstatt

im Handwerk den passenden Berufseinstieg

gefunden. Seit März ist für die sozialpädagogische

Betreuung bei den Umschulungen

zum/zur Friseur/in und zum/zur Elektroniker/in

zuständig.

Seit August

2009 ist

Andrij Busch

als tatkräftigeUnterstützung

in der

Haustechnik

tätig. Über

zwei Jahrzehnte

Erfahrungen

als Busfahrer,

Kraftfahrzeugmechaniker und Metallbauer

geben die notwendigen Voraussetzungen

für die tägliche Herausforderung das Haus für

den Bildungsbetrieb zu wappnen. Seit 1995

Frauen erfolgreich im Kfz-Handwerk

Der Einstieg für Frauen in einen männerdominierten Beruf

zeigt sich hürdenreich und bleibt für viele Frauen eher verschlossen.

Das ist schade, denn gerade im Kundenkontakt

zeigen sich Frauen durch ihre kommunikativen Fähigkeiten

als sehr erfolgreich und somit wichtig für den Betrieb.

Um den Berufseinstieg zu erleichtern, führte das HandWERK

eine zwölfwöchige Trainingsmaßnahme durch, in der Frauen

ganz unter sich das Kfz-Handwerk kennenlernten. Die drei

Monate wurden von allen Teilnehmerinnen und auch von den

Ausbildern als sehr positiv bewertet. Mit einem klaren Berufsbild

und konkreter Eignung wollen sich jetzt mindestens vier

Frauen mit der kommenden intensiven Umschulung zum Kfz-

Mechatroniker den begehrten Gesellenbrief erarbeiten.

Handwerk in Bremen 12/2009

lebt der gebürtige Estländer mit seiner Familie

in Deutschland und freut sich nun auf die

abwechslungsreichen Aufgaben und Erfolge.

Sabine Würfel

ist seit

dem 1. Oktober

im Kompetenzzentrum

Hand-

WERK tätig.

Ihre Ausbildung

zur

Bürokauffrau

hat sie

2006 erfolgreich abgeschlossen. Drei Jahre

hat sie in einem Handwerks- und Dienstleistungs-

Unternehmen gearbeitet. Nach der

Insolvenz ihres letzten Arbeitgebers hat sie sich

eine neue Herausforderung gesucht und

gefunden. Im Kompetenzzentrum HandWERK,

ist sie im Bereich ÜLÜ mit dem Augenmerk

auf die Abrechnungen eingesetzt.

Nach ihrem

erfolgreichen

Studium zur

Sozialpädagogin

und

mehreren

Jahren Tätigkeit

als

Dozentin in

der Erwachsenenbildung,

nahm Martina Sappelt im HandWERK

an der Umschulung zur Augenoptikerin teil.

Ihre herausragenden Leistungen und Kompe-

Namen & Notizen

tenzen und ihr Wesen überzeugten so sehr,

dass sie seitdem als Dozentin im Augenoptik-

Bereich tätig ist. „Ich freue mich sehr, meine

beruflich erworbenen Fähigkeiten und Kompetenzen

verbinden und interessierten Menschen

im Bereich der Augenoptik unterrichten

und ausbilden zu können“, sagt die gebürtige

Münchnerin.

In Kooperation mit dem Bundesverband

Porenbeton führten die Maurer-Auszubildenden

des zweiten Ausbildungsjahres während

ihrer Überbetrieblichen Lehrlingsunterweisung

ein eintägiges Porenbeton-Praxis-

Seminar im HandWERK durch.

In dieser Produktschulung konnten sich die

Auszubildenden nach einem Vortrag zum

Baussystem und einer Praxisvorführung in

der Verarbeitung von Porenbeton-Plansteinen

in steigenden Schwierigkeitsgraden

üben – mit viel Spaß, wie zu sehen ist.

27


Namen & Notizen Raumausstatter und Sattler

DREI FRAUEN AUF DEM SIEGERTREPPCHEN

Männer interessieren sich für Fahrzeuge,

junge Frauen oft für Pferde und Sportsättel.

Es wundert darum nicht, dass unter den zwanzig

Gesellen und Gesellinnen aus vierzehn

Bundesländern – die sich zum praktischen

Leistungswettbewerb der Raumausstatter und

Sattler nach dem Vorjahr erneut in Bremen trafen

– auffallend viele Frauen waren. Für Gerd

Meyer-Rockstedt, Geschäftsführer des Berufsbildungswerkes,

und die Ausbilder der Reha-

Einrichtung – die neben 23 anderen Berufen

selbst seit 1984 junge Menschen mit Handicap

erfolgreich als Raumausstatter und Polster-

und Deko-Näher ausbildet – ist es „eine

große Ehre“, dass seine Ausbildungseinrichtung

nach dem letztjährigen erfolgreichen

Wettbewerb erneut zusammen mit den Innungen

Bremen und Bremerhaven den bundeweiten

Vergleich ausrichten kann.

Nachdem im letzten Jahr kein bremischer

Teilnehmer anwesend war, wurde Bremen in

diesem Jahr von Raumausstatter Eric Nitzschner

vertreten. Er hat sein Handwerk im Ausbildungsbetrieb

Schröder erlernt und bei der

Prüfung vor der Handwerkskammer Bremen

den besten Abschluss dieses Jahres erreicht.

Zum Bundessieg reichte es jedoch nicht. Hier

siegte Julia Andris aus Buchenbach in Baden-

Württemberg. Bei den Reitsportsattlern machte

Sandra Pitsch aus dem bayrischen Dießen

das Rennen und bei den Fahrzeugsattlern

Wiebke Uppenkamp aus Billerbek in Nordrhein-Westfalen.

Das Berufsbildungswerk dient der beruflichen

und gesellschaftlichen Rehabilitation

und bildet junge Menschen mit Behinderungen

aus, die nur in einer auf ihre Behinderungsart

und deren Auswirkung abgestellte

Ausbildungsorganisation und bei einer auf die

jeweiligen Belange ausgerichteten kontinuierlichen

Betreuung durch Fachkräfte der Rehabilitation

zu einem Ausbildungsabschluss

nach dem Berufsausbildungsgesetz und

dadurch zur Eingliederung auf den allgemeinen

Arbeitmarkt befähigt werden können.

Die Kosten werden in der Regel von der

Bundesanstalt für Arbeit und für die Berufsschule

vom Land getragen. Die Prüfungen finden

vor der Handwerkskammer Bremen statt.

Die Erfolge der Auszubildenden des Raumausstatterbereiches

im Berufsbildungswerk

sind beachtlich. In diesem Jahr haben alle

angemeldeten Prüflinge ihre Gesellenprüfung

bestanden.

Die Ergebnisse

von

zwölf StundenKonzentration:

Die

Sattler

mussten

aufwendige

Leder-Arbeitenanfertigen.

(Fotos:

Steffens

Autosattlerei).

Qualität ist ein entscheidender Bestandteil

der Unternehmensphilosophie im Berufsbildungswerk.

Qualitativ hochwertige Förderung

und Ausbildung sowie die Integration der

Auszubildenden in die Gesellschaft sind oberste

Ziele der Einrichtung. Im Rahmen eines

kontinuierlichen Verbesserungsprozesses werden

Strukturen und Arbeitsabläufe überprüft

und weiterentwickelt. Die Qualitätsrichtlinien

sind in allen Bereichen des Berufsbildungswerkes

bindend.

Das Berufsbildungswerk ist ausgestattet für

Menschen mit Lernbehinderungen, Körperbehinderungen,

Erkrankungen der inneren

Organe, wie Diabetes, Hämophilie, neurologische

Anfallsleiden, Mehrfachbehinderungen

sowie Sinnesbehinderungen und psychischen

Behinderungen nach Prüfung im Einzelfall.

Zurzeit gibt es 500 Teilnehmer in 25

Berufen. Für die Unterbringung stehen in vier

Internatshäuser 320 Betten zur Verfügung.

Bundesleistungswettbewerb

der Gebäudereiniger

Den diesjährigen Bundesleistungswettbewerb

der jahrgangsbesten Gesellen im

Gebäudereiniger-Handwerk gewann David

Witek aus Sachsen. Die weltberühmte Semperoper

in Dresden lieferte den Schauplatz

des Wettbewerbs, bei dem sich unter den

insgesamt 13 Teilnehmern aus ganz

Deutschland in einem bis zuletzt spannenden

Wettbewerb David Witek als Sieger

durchsetzte. Zweite wurde als einzige weibliche

Teilnehmerin Carola Stühmer aus Hamburg,

den dritten Platz belegte Christopher

Langenbach aus Nordrhein-Westfalen.

Beim Bundesleistungswettbewerb maßen

sich die Teilnehmer in der Glasreinigung,

Sanitärreinigung, Hartbodenreinigung

sowie Messingreinigung in der sächsischen

Staatsoper - das attraktive Prüfobjekt machte

den Wettbewerb 2009 zu etwas ganz

Besonderem.

Wie in jedem Jahr konnten sich die drei Erstplatzierten

nicht nur über Glückwünsche

und Urkunde sondern auch über eine Siegerprämie

aus dem Carl-Gegenbauer-Preis

freuen. Aus den Händen von Bundesvorstandsmitglied

und Obermeister der ausrichtenden

Innung Chemnitz-Dresden, Roland

Böhm, der das hohe Niveau des Wettbewerbs

lobte, erhielt der Sieger den 1. Preis

in Höhe von 2.500 Euro, die Zweit- und der

Drittplatzierte eine Prämie in Höhe von

1.500 und 500 Euro.

28 Handwerk in Bremen 12/2009


Vermischtes

Handwerk in Bremen 12/2009

Namen & Notizen

EINSATZ MIT HERZ UND HAND GEGEN DAS VERGESSEN

Zweihunderttausend Menschen wurden im

ehemaligen KZ Sachsenhausen eingesperrt

und gequält. Mehrere zehntausend wurden

ermordet. Auszubildende aus dem Bremer

HandWERK helfen mit, die Nationale Gedenkstätte

zu erhalten.

Sie heißen Tim, Marcus, Tino und Merle und

sind Tischler, Maler, Gebäudereiniger oder

Maurer. Die insgesamt fünfundzwanzig Azubis

werden die Erinnerung wohl lange in ihren

Herzen behalten, denn sie haben losen Putz

ersetzt und offene Stoßfugen neu vermörtelt,

Glasscheiben ausgetauscht und verkittet, Fensterrahmen

geschliffen und lackiert oder

Museumsvitrinen und Trennwände gereinigt

und so mitgeholfen, die Nationale Gedenkstätte

im ehemaligen KZ Sachsenhausen nördlich

von Berlin zu erhalten. Von 1936 bis Kriegsende

war Sachsenhausen nationalsozialistisches

Konzentrationslager. Nach der Befreiung

wurde es zum Speziallager Nr. 7 der sowjetischen

Armee umfunktioniert, bis das 1950 aufgelöst

wurde. Die Auszubildenden erfuhren

während ihres Aufenthaltes in Sachsenhausen

viel über die Schicksale von Gefangenen, das

schlechte Essen, Krankheiten und Hunger und

die Grausamkeiten der Bewacher.

Bereits zum sechzehnten Mal haben junge

Menschen aus Bremen und anderen Bundesländern

in der Gedenkstätte gearbeitet und

gelernt. Erstmalig waren in diesem Jahr auch

Auszubildende aus dem Agrar- und dem

Gebäudereiniger-Handwerk beteiligt, die sich

der dringend anstehenden Grünflächengestaltungen

und Reinigungsarbeiten annahmen.

„Ziel des Projektes ist es, Auszubildende aus

Ost- und Westdeutschland gemeinsam über

ihre handwerklichen Fähigkeiten an das

Thema Nationalsozialismus und Neonazismus

heranzuführen und zu Belehren über die Auswirkungen

aufzuklären und ihnen die logischen

Konsequenzen lautstarker oder auch

fein gesponnener Parolen des Rechtsradikalismus

vor Augen zu führen“, sagt Lehrer Jo

Gries vom Schulzentrum in der Alwin-Lonke-

Straße. Dass das Konzept funktioniert, zeigt

die einhellige Resonanz der Teilnehmer, die

sagen: „Wir können einfach nicht verstehen,

wie Menschen zu solch unvorstellbaren Taten

fähig waren. Aus diesem Grund ist es uns

wichtig, diese Gedenkstätte für die Nachwelt

zu erhalten, damit diese schreckliche Zeit nie

in Vergessenheit gerät.“

Konkrete

Hilfe in der

Gedenkstätte


Auszubildendehelfen

mit die

Nationale

Gedenkstätte

im

ehemaligen

KZ Sachsenhausen

zu

erhalten.

PREISE FÜR STEINMETZARBEITEN

Regelmäßig gewinnt der Steinmetzbetrieb

Kahnert aus Bremen-Blumenthal Preise auf

der Bundesgartenschau – so auch in diesem

Jahr in Schwerin. Jeweils eine Bronzemedaille

erhielt das Unternehmen in den Bereichen

Einzel- und Urnengrab und ist damit einziger

Preisträger aus Bremen. Allein steht Kahnert

in Bremen ebenfalls mit der Teilnahme am ‚Tag

des Friedhofs‘ da. Dieser findet bundesweit am

dritten Sonntag des Septembers statt. Nahm

im vergangenen Jahr noch überhaupt kein Bremer

Unternehmen den Tag zum Anlass für

Aktionen, so konnte in diesem Jahr die Firma

Kahnert in Zusammenarbeit mit der Friedhofsgärtnerei

Claussen und einer Versicherungsgesellschaft

über 80 Besucher anlocken.

Die preiswürdigen Grabmale der Bundesgartenschau

gab es zwar noch nicht zu sehen.

Die Stele des Urnengrabes aus Belgisch-Granit

mit der Symbolik eines

aufplatzenden Samenkorns und die

Stele des Einzelgrabes aus Anrochter-Dolomit

mit eingesetzten Natursteinintarsien

waren zu dem Zeitpunkt

noch in Schwerin zu bewundern.

Dafür hatte sich Kahnert aber

eine Friedhofsrallye ausgedacht, bei

der es von ihm und der Versicherung

gesponserte Preise zu gewinnen gab.

Außerdem stellte das Unternehmen

neue Grabkonzepte in einer Ausstellung

vor. Diese war bereits am Vortag

mit geladenem Fachpublikum –

kirchliche und kommunale Friedhofsträger,

Bestatter und Friedhofsgärtner

– eröffnet worden. Das Highlight

sind dort wandelbare Grabstätten,

deren Pflegebedürfnisse sich mit

Hilfe von Abdeckplatten jederzeit an

die Situation der Hinterbliebenen

anpassen lassen. Zu sehen ist auch

eine Schaubepflanzung für ein

Urnengrab.

29


Tipps & Termine Kurse und Veranstaltungen

Kurse und Lehrgänge im

Kompetenzzentrum HandWERK

Unternehmensführung

Betriebsübergabe: 31. Januar (Kurzseminar)

Betriebswirt (HWK): ab 8. Feb. (Abendlehrgang)

Existenzgründung: ab 15. Feb. (Abendseminar)

Meistervorbereitung

Wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse Teil

III: ab 4. Januar (Abendlehrgang)

Kombinationskurs Wirtschaftliche und rechtliche

Kenntnisse Teil III + AEVO Teil IV: ab 4.

Januar (Tageslehrgang)

Meistervorbereitung im Straßenbauhandwerk:

ab 2. Februar

Teil IV - AEVO: ab 1. März (Vollzeit 2 Wochen)

Teil IV - AEVO: ab 9. März (Abendlehrgang)

Schweißen – DVS Kurstätte Bremen

Internationale/r Schweißfachmann/-frau

SFM/EWS/IWS ab 8. Januar (Abendlehrgang),

Telefon (04 21) 22 27 44 – 441

Metalltechnik

CNC-Fräsen Grundst.: ab 26. Jan. (Abendlehrg.)

Einführung Pneumatik/Hydraulik: ab 8.

Februar (Abendlehrgang)

Edelstahl -Seminar: 19. + 20. Februar (Wochenendseminar)

Elektrotechnik (alles Abendlehrgänge)

SPS-Aufbaukurs Siemens S7: ab 5. Januar

Netzwerktechnik Grundlagen: ab 1. Februar

SPS-Grundkurs Siemens S7: ab 2. Februar

ISDN-Technik Grundlagen: ab 22. Februar

Netzwerktechnik Aufbau: ab 17. Februar

SHK

Öl- und Gasfeuerungsmonteur: ab 8. Februar

(Vollzeit 1 Woche)

Kfz

Klimaanlagen in Kfz (Teil 1), Sachkundenachweis:

19. Februar (Vollzeit ein Tag)

Nahrungsmittelhandwerk

Verkaufsleiter/-in im Nahrungsmittelhandwerk

(HWK): ab 5. Januar (berufsbegleitend, Teil III

wirtschaftliche und rechtliche Kenntnisse

Gewerkeübergreifende Bildungsangebote

Schulung zum Gabelstablerfahrer: 23. Januar

(Vollzeit ein Tag)

Gebäudeenergieberater (HWK): ab 23. Februar

(Abendlehrgang)

Elektrofachkraft für festgelegte Tätigkeiten

Elektrofachkraft (BGV A3): ab 16. Januar

(Abendlehrgang)

Informationen und Anmeldungen:

HandWERK gemeinnützige GmbH , Das Kompetenzzentrum

der Handwerkskammer Bremen,

Schongauer Straße 2, 28219 Bremen,

Telefon (0421) 22 27 44 –421 / –422

E-Mail: info@handwerkbremen.de

Internet: www.handwerkbremen.de

Termine • Veranstaltungen

von KH und AGVH Bremen

1. Dezember, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung

Tischler, Besprechungzimmer KH

1. Dezember, 18.30 Uhr: EnEV-Seminar, Maler

und Lackierer, Gewerbehaus, Innungssaal

3. Dezember, 18.30 Uhr: Vorstandssitzung Kfz,

Strandlust, Vegesack

7. Dezember, 15.30 Uhr: Delegiertenversammlung

Fachverband SHK

7. Dezember, 16 Uhr: Vorstandssitzung SHK,

Gewerbehaus, Innungssaal

7. Dezember, 18 Uhr: Innungsversammlung

SHK, Gewerbehaus, Handwerkersaal

8. Dezember, 10 Uhr: Vorstandssitzung Orthopädie

8. Dezember, 13 Uhr: Innungsversammlung

Orthopädie

8. Dezember, 19 Uhr: Vorstandssitzung Metall,

Bibliothek Gewerbehaus

10. Dezember, 19.30 Uhr: Innungsversammlung

Zweirad, Senatsstuben

14. Dezember, 15 Uhr: Vorstandssitzung KH/

AGVH, Besprechungszimmer KH

14. Dezember, 18.30 Uhr: Delegiertenversammlung

LIV Maler und Lackierer, Hotel

Westfalia

14. Dezember, 19 Uhr: Vorstandssitzung Maler

und Lackierer, Hotel Westfalia

16. Dezember, 15.30 Uhr: Senioren Maler

Weihnachtsfeier, Innungssaal

16. Dezember, 17.30 Uhr: Vorstandssitzung

Elektro, Besprechungszimmer KH

Veranstaltungen in der

Handwerkskammer Bremen

12. Januar, 17.30 Uhr: Info-Veranstaltung für

Bremer Betriebe Kompetenzwerkstatt Elektrohandwerk,

Handwerkskammer Bremen, Handwerkersaal.

13. Januar, 17.00 Uhr: IKK Nord-Fachseminar

für Arbeitgeber, Handwerkskammer Bremen,

Handwerkersaal. Auskünfte: IKK Nord-Servicecenter

Bremen, Martinistraße 53-55, Telefon

(0421) 168929-92.

Akademie des Handwerks

an der Unterweser e.V.

Seminare

Serienbrief: Schnell und effektiv erstellen

In Kooperation mit der IHK Bremerhaven

Termine: Mittwoch, 20. + 27. Januar,

Zeit/Dauer: 18.00 - 21.15 Uhr

Internetbedienung! Aber richtig

Termine: Mittwoch, 24. Februar und 3. März

Zeit/Dauer: 18.00 - 21.15 Uhr (Grundkenntnisse

am PC werden vorausgesetzt)

Englisch für den beruflichen Alltag

In Kooperation mit der IHK Bremerhaven, Termine:

Donnerstags, 4., 11., 18., 25. Februar +

4. März, Zeit: 18.00 - 21.15 Uhr, 16 U.- Std.

Methoden-Training für Lehrende/Ausbilder

Termine: Mittwoch, 24. + Donnerstag, 25.

Februar, Zeit: 8.00 - 16.00 Uhr, 16 U.- Std.

Meisterausbildung

Installateur- und Heizungsbauer-Handwerk,

Teile I & II: ab 16. Februar 2010

Bau-Handwerke (Maurer, Stahl-Betonbauer,

Zimmerer), Teile I & II: ab 15. März 2010

Metallbauer- und Feinwerkmechaniker-Handwerk,

Teile I & II: ab 8. März 2010

Kfz-Handwerk, Teil I: ab Februar 2010

Kfz-Handwerk, Teil II: ab 22. Februar 2010

Friseur-Handwerk, Teile I & II: ab 22. Februar

Elektrotechniker-Handwerk, Teile I & II: ab 23.

Februar 2010

Teil III: Technische/r Fachwirt/in (HWK): ab

11. Januar 2010

Teil IV: AEVO (Teilzeit): ab 9. August 2010

Berufsbegleitende Fortbildungen

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Vollzeit/BU): 9. bis 21. November

Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung

(Teilzeit): Beginn: 9. August 2010

Technische/r Fachwirt/in (HWK): ab 11. Januar

2010

Betriebswirt/in (HWK): Ab 25. Februar 2010

Informationen und Anmeldungen:

Akademie des Handwerks an der Unterweser

e.V., Columbusstraße 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 185-249

info@akademie-bremerhaven.de

www.akademie-bremerhaven.de

30 Handwerk in Bremen 12/2009


Betriebsnachfolge und -gründung

Handwerk in Bremen 12/2009

Tipps & Termine

ARBEITSPLÄTZE ERHALTEN – DIE NACHFOLGE MEISTERN

Eine Betriebsübergang birgt manche Gefahren. Handwerkskammer und HandWERK gGmbH

helfen, rechtliche und steuerliche Fehlentscheidungen zu vermeiden. Hinweise für Beratungs-

und Seminarangebote.

Bei jeder Überlegung zur Änderung des

Erbschaftssteuergesetzes hat die Bundesregierung

den Erhalt von Arbeitsplätzen und

damit die Sicherung der durch die Arbeitnehmer

gezahlten Lohnsteuer und Sozialversicherungsbeiträge

im Fokus. Welche Möglichkeiten

für Handwerks-Unternehmer im Erbfall

bestehen vom vollen Zugriff des Finanzamtes

verschont zu bleiben, über die Höhe von Steuerfreibeträgen,

Optionsmöglichkeiten und wie

man von der Erbschaftssteuer sogar profitieren

kann, darüber informierte in der Handwerkskammer

der Präsident des Deutschen

Steuerberaterverbandes, Hans-Christoph Seewald

im Rahmen der Veranstaltung ‚Den

Betriebsübergang meistern‘.

Wie man den Wert eines Unternehmens

richtig ermittelt, erklärte Marco Windhorst

und der Bremer Rechtsanwalt Alexander Jamnig,

der seit dreißig Jahren in der Beratung

tätig ist. Vorgestellt wurden verschiedene

Bank-ferne Kooperationsmodelle, mit denen

man aus Sicht der Experten auch im derzeitigen

wirtschaftlichen Umfeld Übergaben vernünftig

und sinnvoll gestalten kann. Kai-Peter

Schröder von der nwf GmbH stellte im Gegenzug

dazu die Bank-nahe Finanzierung vor.

Für Meister des Elektrotechniker- und des

Installateur- und Heizungsbauerhandwerks

wird der Weg zum Hochschulabschluss im

Bachelor-Studiengang Gebäudetechnik an der

Hochschule für angewandte Wissenschaft und

Kunst Hildesheim/Holzminden/Göttingen

(HAWK) zukünftig etwas leichter. Wenn die

Nachwuchskräfte Meistervorbereitung und

Meisterprüfung bei einer niedersächsischen

Handwerkskammer absolviert haben, wird

ihnen die Meisterprüfung künftig im zeitlichen

Umfang von einem Semester auf das Studium

angerechnet. Das sieht eine Kooperationsvereinbarung

vor, die die HAWK und die Landesvertretung

der Handwerkskammern Niedersachsen

(LHN) unter Federführung der Handwerkskammer

Hildesheim-Südniedersachsen

geschlossen haben. Das Studium ist für Hand-

Ein praktisches Beispiel eines gelungenen

Übergangs innerhalb der Familie stellten die

Bremerhavener Gerd und Felix Huth dem

Publikum vor. Damit ein eingeleiteter Übergabe-Prozess

nicht in einem Konflikt mündet,

zeigte Ute Goerendt die Chance der Konfliktvermittlung

mittels Mediation auf.

Für Inhaber, die ihren Betrieb übergeben

wollen, bieten die Handwerkskammer und die

HandWERK gGmbH Beratungsdienste an. Die

Betriebsberater der Kammer helfen beim Einstieg

ins Thema und stehen für Kurzberatungen

bereit. Ansprachpartner sind Maren Gebhardt-Hamann

für Bremen, Telefon (04 21)

30500-311, sowie Horst Lüdtke und Manfred

Schilling für Bremerhaven, Telefon (04 71)

972490.

Intensive Beratungen zum Übergang und

zur Nachfolge bietet das HandWERK, so etwa:

• Gutachten über den Unternehmenswert.

• Ist-Analysen mit dem Ziel, Schwachpunkte

zu beseitigen.

• Umfassende steuerliche Beratung, um die

steuerliche Belastung aus der Betriebsübergabe

geringstmöglich zu halten.

• Rechtliche Beratung für zu schließende Verträge.

MEISTERBRIEF ZÄHLT BEIM STUDIUM

Kooperationsvereinbarung von Hochschulen und Kammern.

werksmeister an niedersächsischen Hochschulen

schon länger möglich.

Qualifizierte Fachkräfte hätten für die wirtschaftlichen

Entwicklungsperspektiven im

Handwerk eine zentrale Bedeutung, betonten

die Partner. „Mit unserer Vereinbarung haben

wir einen weiteren Schritt getan, um die Durchlässigkeit

zwischen beruflicher und akademischer

Bildung voranzutreiben", versicherten

Prof. Dr. Georg Klaus (Vizepräsident der

HAWK) Peter Voss (Präsident der LHN) und

Jürgen Herbst (Präsident der Handwerkskammer

Hildesheim-Südniedersachsen). Die intensive

Zusammenarbeit zwischen Hochschule

und Handwerk sei wichtig, um dem Führungskräftenachwuchs

im Handwerk bestmögliche

Perspektiven zu bieten und ihre Qualifikation

weiter auszubauen.

Das Tagesseminar ‚Betriebsübergabe – richtig

gemacht‘ in der Handwerkskammer Bremen

bietet folgende Themen:

• Was muss bei einer Betriebsabgabe

bedacht werden?

• Alternativen zur Abgabe.

• Den Betrieb auf die Abgabe vorbereiten.

• Der Unterschied zwischen dem Wert und

dem Preis für einen Betrieb.

• Helfer bei der Betriebsabgabe.

• Steuerliche Aspekte der Betriebsabgabe.

Seminartermine: 30. Januar, 24. April, 31.

Juli und 27. November, jeweils von 9 Uhr bis

16 Uhr. Informationen bei Reiner Krebs unter

Telefon (04 21) 22 27 44-0 oder per E-Mail:

krebs.reiner@handwerkbremen.de.

Erfolgreich gründen

Eine Betriebsübernahme birgt neben Chancen

auch Risiken. Die HandWERK gGmbH

hilft die Aussichten einer Betriebsübernahme

abzuwägen und Fehlentscheidungen zu

vermeiden.

Für Betriebsnachfolger, die einen Betrieb

übernehmen möchten, bietet die Hand-

WERK gGmbH wieder eine professionelle

und individuelle Unternehmensberatung

und prüft beispielsweise dabei das Übernahmevorhaben

und erstellt einen Businessplan

für die Zeit nach der Übernahme!

Die Unternehmensberatung vermeidet die

häufigsten Fehler bei Nachfolgen und

beantwortet Fragen zur Übernahme und

zum übernehmenden Betrieb. Gleichzeitig

vermittelt sie das nötige betriebswirtschaftliche

Basiswissen für eine Betriebsübernahme

und Grundkenntnisse im Marketing

sowie zur Bewältigung von Krisen

Das Seminar ‚Die erfolgreiche Existenzgründung‘

findet an acht Abenden jeweils montags

und dienstags von 18 Uhr bis 21 Uhr

in der HandWERK gGmbH statt. Die Kosten

betragen 129 Euro. Start ist am 15.

Februar. Die weiteren Seminare beginnen

am 10. Mai, am 16. August und am 15.

November. Informationen bei Reiner Krebs

unter Telefon (04 21) 22 27 44-0 oder per

E-Mail: krebs.reiner@handwerkbremen.de.

31


Themen & Titel Corporate Design

DIE „HANDWERKSSCHRAUBE“ UND DAS KAMMER-CD

Mit einer einzigartigen und

bislang einmaligen Imagekampagne

geht das Handwerk in die

Öffentlichkeit (siehe Rubrik Handwerkskammer).

Zugleich starten

immer mehr Handwerkskammern

das einheitliche Corporate Design

(CD), mit dem sich das Handwerk

optisch eindeutig und mit hohem

Wiedererkennungswert positioniert.

In einer zunehmend an visuellen

Signalen orientierten Welt

bekommt das Corporate Design

als schnell erfassbares und eindeutig

zuzuordnendes Erkennungszeichen

immer mehr Bedeutung.

Unternehmen und Institutionen

machen mit ihren vereinheitlichten

Erscheinungsbildern

besser auf sich aufmerksam,

unterscheiden sich stärker von

Mitbewerbern und geben Verbrauchern

wie der Öffentlichkeit

Orientierung im dichter werdenden

täglichen Allerlei von

gedruckten und elektronischen

Medien.

Zwei Dinge sind dabei von

Bedeutung: Erstens das schnell

erfassbare Zeichen, das Logo oder

die Marke, sowie zweitens die einheitlich

gestaltete Optik im

Schriftwechsel, bei Broschüren,

Drucksachen sowie im Internet.

Beides zeigte sich bislang im

Handwerk unübersichtlich und

keinesfalls einheitlich, siehe die

Abbildung rechts mit den unterschiedlichen

Logos deutscher

Handwerkskammern.

Am Beispiel der Handwerkskammer

für München und Oberbayern,

die bei dem CD-Projekt

federführend ist, ist das neue, einheitlich

für alle Kammern geltende

Logo zu sehen. Die Bremer

Handwerkskammer hat dieses

Logo bereits übernommen und

das CD auch schon in ihrem neuen

Internetauftritt eingeführt.

Um die Bedeutung einer

Marke als alleiniges Erkennungszeichen

zu verstehen, braucht

man nur an die vier miteinander

verbundenen Ringe der Marke

Audi zu denken. Das Logo allein

reicht aus, um damit den Automobilhersteller

und sein Image zu

verknüpfen. So wünschen es sich

natürlich auch die CD-Verantwortlichen

im Handwerk. Mit der Vereinheitlichung

wird das nun näher

rücken. Schon jetzt wird die scherzhaft

so genannte „Handwerksschraube“,

das achteckige Logo,

das vom ZDH eingesetzt und vielfach

verwendet wird, von Verbrauchern

und Öffentlichkeit dem

Handwerk ganz allgemein zugeordnet.

In Verbindung mit den

Kammerbezeichnungen wird sich

das verstärken. Und das ist gut so,

denn nach einer Umfrage des Peinelt-Institutes

im Jahr 2003 konnte

nicht einmal jeder zweite

Befragte mit dem Begriff „HWK“

etwas anfangen. Dagegen war 81

Prozent der Befragten das Kürzel

„IHK“ bekannt. Und nicht nur das:

Von den 48 Prozent, die mit

„HWK“ etwas verbanden, wussten

nur 46 Prozent wofür die drei

Buchstaben stehen. Es gilt also

aufzuholen.

Ein Logo kann jedoch nur dann

nach außen seine Wirkung entfalten,

wenn es nach einheitlich klaren

Richtlinien eingesetzt wird.

Und damit kommt auch der zweite

Teil des CD ins Spiel, die einheitlich

gestaltete Optik aus

Schrift und Layout. Hier kommt es

auf die penible Einhaltung der

CD-Vorgaben an. So gelten

bestimmte Vorschriften für den

rund um das Logo freizuhaltenden

Raum, für die einheitliche Positionierung

von Textblöcken, Bildern

und grafischen Elementen. Und

für den Einsatz der Farben, die für

das CD stehen.

Bei der Handwerkskammer

Bremen ist Johannes Focken für

die Einhaltung der CD-Vorgaben

zuständig. Er weiß auch, welche

Schriften und Farben in den

Drucksachen oder elektronischen

Medien der Handwerkskammer

eingesetzt werden müssen.

Übrigens: Corporate Design

und Logo sind nichts Neues.

Schon römische Söldner und erst

recht spätere Armeen ließen sich

an ihrer einheitlichen Kleidung

leicht erkennen und zuordnen.

Und die Vorläufer der heutigen

Logos waren nichts anderes als die

Wappen- und Zunftschilde der

Geschlechter und Berufe. Und:

„Gutes oder Böses im Schilde zu

führen“ war das nach außen wirkende

Image, das man sich gab

oder eben hatte.

Oppenheimerstraße 26 | 28307 Bremen | Tel. (04 21) 4 85 78-0 | Fax (04 21) 4 85 78 48 | www.schintz-druck.de | info@schintz-druck.de

32 Handwerk in Bremen 12/2009


Buchvorstellungen

MÖBEL: KLASSISCH UND INNOVATIV

Möbel umgeben uns das ganze Leben lang.

Wir schlafen darin, sitzen darauf, benutzen sie

beim Essen und bei der Arbeit. Möbel sind mit

allen Aspekten unseres Lebens eng verwoben.

Möbel geben Einblick in die Persönlichkeit des

Besitzers, sie dienen als Statussymbole und

sind Spiegel der Gesellschaft.

„Stil-Ikonen – Die bedeutendsten Möbel aller

Zeiten“ versammelt edle Klassiker und wichtige

Innovationen des Möbeldesigns in einem

Buch: Von der Antike zu fernöstlicher Lack- und

Elfenbeinkunst, von italienischem und französischem

Barock bis hin zu Art Decó und Design

des neuen Jahrtausends.

David Linley, Charles Cator, Helen Chislett:

Die bedeutendsten Möbel aller Zeiten

256 Seiten, über 300 farbige Abbildungen,

Hardcover mit Schutzumschlag, 49,90 Euro.

ISBN 978-3-89466-290-5

MÄRCHENBUCH FÜR GUTEN ZWECK

47 Geschichten zum Lesen und Vorlesen vereint

das Märchenbuch der Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe

(WKB), mit dem sich Gutes tun lässt.

„Viel und Wenig“ lautet der Titel der Publikation,

der eine Idee des Bremer Designers Fritz

Haase zugrunde liegt. Sie zielte darauf ab,

Texte zum Thema „armes und reiches Leben“

aus der Feder von kleinen und großen Menschen

aus Bremen und umzu zu sammeln und

in Buchform zu veröffentlichen. Der Erlös aus

dem Verkauf ist für die Wilhelm Kaisen Bürgerhilfe

bestimmt, die damit sozial benachteiligte

Mitbürgerinnen und Mitbürger in der

Hansestadt unterstützen kann.

Vor diesem Hintergrund veröffentlichte die

WKB im vergangenen Frühjahr einen Aufruf

zur Beteiligung an dem Buchprojekt, dem rund

100 Kinder und Erwachsene gefolgt sind. Aus

ihren Einsendungen wählte eine fachkundig

besetze Jury unter der Leitung von Bürgerschaftspräsident

Christian Weber 47 Beiträge

aus. Diese Texte und die ebenfalls einge-

Handwerk in Bremen 12/2009

reichten Fotos und Zeichnungen stellte Fritz

Haase zu einem ansprechenden, in einen roten

Einband mit Goldprägung eingeschlagenen

Märchenbuch zusammen, das sich sehr gut

verschenken lässt.

Auf den über 230 Seiten findet sich zum Beispiel

die Geschichte von der kleinen Maus, die

unerwartet reich wurde. Die Fortsetzung der

Stadtmusikanten-Abenteuer ist ebenfalls zu

lesen wie die Sache mit dem Lotteriegewinn

und die Abenteuer des kleinen Schnuppensterns.

Oder das Märchen vom Maulwurf, der

auch einmal verreisen wollte. „Eine Sammlung

aus phantasievollen, manchmal heiter, manchmal

traurig stimmenden Geschichten, die

allesamt lesenswert sind und obendrein einem

karitativen Zweck dienen“, urteilen Bürgermeister

Jens Böhrnsen und Christian Weber in

ihrem gemeinsamen Vorwort.

Der Löwenanteil aus dem Verkaufserlös der

Märchenbücher geht an die Wilhelm Kaisen

Bürgerhilfe, die seit Jahrzehnten Projekte für

sozial schwache und benachteiligte Menschen

fördert und unterstützt. Dabei handelt es sich

etwa um Maßnahmen für Kinder oder alleinerziehende

Mütter, aber auch für Senioren

oder pflegebedürftige Bremerinnen und Bremer.

Viel und Wenig – Geschichten vom armen und

reichen Leben, Schünemann-Verlag, 230 Seiten,

Halbleinen-Einband, Goldprägung. Preis

19,90 Euro im Buchhandel.

Themen & Titel

M&T-Ratgeber: Trennen und Fügen

Der neue M&T-Ratgeber Band 11 widmet

sich dem Thema Trennen und Fügen und

bietet dem Metallbauer Fachinformationen

zu verschiedenen Füge- und Trenntechniken,

zu Qualifikation und Sicherheit von Schweißern

sowie Lösungen zur Automatisierung.

Zahlreiche weitere Beiträge aus den Bereichen

Technik, Produkte und Management

helfen, die Betriebsabläufe zu überprüfen,

die Produktivität zu steigern und neue

Geschäftsfelder zu erschließen.

M&T-Ratgeber: Trennen und Fügen, Sonderpublikation

der Fachzeitschrift „M&T-Metallhandwerk“,

20 Euro (15 Euro Vorzugspreis

für M&T-Abonnenten).

Ratgeber: Nutzfläche Dach

Ob als Dachterrasse oder als Sonnenkraftwerk,

ob zur Signalgebung oder als Parkdeck:

Dachflächen können vielerlei Nutzen

erfüllen. Hierin liegt eine große Chance für

das Dachdeckerhandwerk, neue Umsätze

zu generieren. „Ratgeber Nutzfläche Dach“

zeigt verschiedene Möglichkeiten der Nutzung

unter freiem Himmel und gibt Tipps

zur Kundenakquise.

Ratgeber: Nutzfläche Dach, Sonderpublikation

der Fachzeitschrift „DDH Das Dachdecker-Handwerk“,

20 Euro.

Zimmermeister-Kalender 2010

Der Zimmermeister-Kalender vereint Terminplaner

und Fachbuch in einem Werk. Das

Jahrbuch bietet Zimmerern und Holzbauingenieuren

traditionell alle aktuellen

Daten,Termine und Adressen rund um den

Holzbau.

Zimmermeister-Kalender, 482 Seiten, 20,50

Euro (18,45 Euro für Abonnenten von

„Bauen mit Holz“ und „Der Zimmermann“.

Schadenfrei Bauen

Erkennen und Vermeiden von Planungs- und

Ausführungsfehlern durch Qualitätssicherung.

Hrsg.: Institut für Bauforschung e.V.

333 Seiten, 121 Abbildungen, 45 Tabellen.

49 Euro. ISBN 978-3-481-02534-2.

Handbuch Brandschutzatlas

Grundlagen des vorbeugenden Brandschutzes

mit den wichtigsten Kapiteln des Standardwerkes

„Brandschutzatlas“, zum Erstellen

von Brandschutzkonzepten. Hrsg.: Dipl.-

Ing. (FH) Josef Mayr, Dipl.-Ing. (FH) Lutz Battran.

1.226 Seiten, 250 Tabellen, 250 Fotos

und 300 Detailzeichnungen. 99 Euro Subskriptionspreis

bis 31. Januar 2010. Danach

119 Euro. ISBN 978-3-939138-69-3.

33


Marktplatz Gesucht & Gefunden

BETRIEBSBÖRSE DER HANDWERKSKAMMER BREMEN

Sie suchen einen Nachfolger für Ihr Unternehmen,

der Ihr Lebenswerk weiterführt? Oder Sie

möchten Ihr Unternehmen verkaufen? Oder

suchen Sie einen Partner, Gesellschafter mit

Know-how und/oder Kapital? Hier können Sie

einen Käufer, Pächter, Mieter oder Partner finden.

Nutzen Sie die Betriebsbörse für Ihr Angebot

oder Ihr Gesuch. Geben Sie Ihren Text für

eine kostenlose Veröffentlichung zusammen

mit Ihrem Namen, Ihrer Anschrift, Telefonnummer

und gegebenenfalls einem Ansprechpartner

per Fax an die Abteilung Betriebsberatung

der Handwerkskammer Bremen, Stichwort:

Betriebsbörse. Fax-Nr.: (04 71) 20 70 29.

Die folgenden Angebote und Gesuche sind der

Handwerkskammer zugegangen. Die Offerten

werden kostenlos und ohne Gewähr veröffentlicht.

BREMEN ANGEBOTE

1062 Friseurgeschäft mit 7 Plätzen, 1 Kosmetikkabine,

100 qm, ausbaufähig, mit gutem

Kundenpotential, aus persönlichen Gründen zu

verkaufen. Lage: in einem interessanten Wohnund

Arbeitsgebiet.

1091 Friseurgeschäft (Einrichtung neuwertig,

gute Geschäftslage, Kundenstamm vorhanden,

Preis VB) aus gesundheitlichen Gründen zu verkaufen.

1140 300 qm Betriebsfläche als Handwerksbetrieb/Lager

+ Wohnhaus zu verkaufen

(110qm Dachbodenfläche ausbaufähig, Freiflächen

vorhanden)

1144 Bäckerei mit Nebenräumen (Größe ca.

250 qm) in einem Wohngebiet zu verpachten

oder zu verkaufen. Räumlichkeiten auch anderweitig

nutzbar.

1151 Parkettlegermeisterbetrieb (Einzelunternehmen),

Nähe Bremen Zentrum, sucht Nachfolger

zur kompletten Übernahme.

1155 Markterfahrene/Etablierte Schlosserei

aus persönlichen Gründen im PLZ-Bereich 28

mit guter Verkehrsanbindung, Nähe A 1 + A

27, zu verkaufen. Werkhalle ca. 750 qm und

Sozialräume/Büro ca. 120 qm; Verkaufsoption

für Grundstück (ca. 1800 qm). Umfangreich ausgestatteter

Maschinenpark. Das Unternehmen

ist seit fast 109 Jahren am Markt. Kerngeschäft

ist die Herstellung und Montage von Stahltreppen,

Geländern, Edelstahlbauteilen, Stahl- und

Sonderkonstruktionen für Privat und Industrie.

1157 Werkstatt mit Büro- /Sozialräumen, ca.

130qm, + Hoffläche (vor der Werkstatt gepflastert,

Deponat), 800Euro KM + NK zu vermieten.

1159 Suche Friseurmeisterin zur Übernahme

eines alteingesessenen Friseurgeschäftes in Bremen-West

(fester Kundenstamm vorhanden;

100qm; 7 Bedienplätze, 2 Herrenplätze, 3

Waschplätze).

1165 Nachfolger/in gesucht für alteingesessene

Änderungsschneiderei, ca. 45qm, mit

guter Stammkundschaft, Preis VB.

1169 Komplettes Inventar eines Friseurgeschäftes

(6 komplette Arbeitsplätze, 2 Rückwaschbecken,

Friseurwagen, Warteplätze, Zubehör,

etc) zu verkaufen.

1171 Nachmieter für Friseurgeschäft in der

Neustadt ab sofort gesucht; komplette Einrichtung

(VB) + großer Kundenstamm vorhanden.

1172 Traditionelles Back- und Konditoreihandwerk

mit mehreren Verkaufsstandorten und

Verkaufswagen. Der Erfolg und der hervorragende

Ruf dieses Familienbetriebes basieren auf

einer konsequenten Qualitätsphilosophie. Der

Betrieb ist aus Altersgründen zu guten Konditionen

abzugeben.

1173 Sanitär-Großhandel im Großraum Bremen

aus Altersgründen abzugeben.

1174 Friseurgeschäft (Nähe zu Großfirmen) in

Bremen-Ost /Sebaldsbrück mit guter Stammkundschaft

abzugeben bzw. zu verkaufen (6

Plätze).

1178 Friseursalon (ca. 80 qm) in Bremen-Mitte

zu verkaufen.

1179 Erfolgreiches, kleines Bremer Werbetechnik-Handels-

und Dienstleistungsunternehmen

(100% GmbH Anteile) mit breitgefächertem

Kundenstamm aus Altersgründen lastenfrei zu

verkaufen. Erwerb geeignet für Werbetechniker

oder für Fachmann mit technischem Verständnis

aus der Werbebranche.

1180 Heizungs- und Sanitärbetrieb sucht

Nachfolger in Bremen-Nord auf Pachtbasis; 124

qm Werkstatt + Lager.

BREMEN GESUCHE

2036 Kleiner Malereibetrieb im Raum Bremen

zur Übernahme gesucht.

2045 Bestehende Fleischerei zu kaufen

gesucht.

2046 Friseurmeisterin mit eigenem Kundenstamm

sucht Möglichkeit zur Stuhlmiete in Bremen

(Horn, Horn-Lehe, Oberneuland, Schwachhausen,

Vahr, Osterholz).

2047 Tischlerei/Innenausbaubetrieb (incl.

Gebäude + Maschinen) gesucht: Bestehende

Bremer Tischlerei sucht auf diesem Wege räumliche

Veränderung.

BREMERHAVEN ANGEBOTE

3038 Tischlerei im Landkreis Cuxhaven aus

Altersgründen abzugeben.

3039 Werkstatträume mit Wohngebäude

besonders geeignet für Nutzung in den Bereichen

Lebensmittel (Fleischerei), Sanitär-Heizung-Klima,

Malerei etc., günstig zu verkaufen

oder zu verpachten.

3056 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger.

Übernahme auf Kauf- oder Pachtbasis

möglich. Ein guter Auftragsbestand, ein solider

Kundenstamm und ein eingespieltes Team sind

vorhanden.

3063 Kleinerer Friseursalon in guter Lage abzugeben.

Geschäftseinrichtung auch separat zu

verkaufen.

3065 Alteingesessener Heizungs- und Sanitärbetrieb

mit umfangreichem Kundenstamm

sucht aus Altersgründen einen Nachfolger, Preis

VB. Ideal für Neubeginn: Maschinen + Werkzeuge

sind vorhanden

KONTAKT BETRIEBSBÖRSE

Interessenten wenden sich unter Angabe der

Chiffre-Nr. telefonisch oder schriftlich an die

Abteilung Betriebsberatung der Handwerkskammer

Bremen, Außenstelle Bremerhaven,

Ansprechpartnerin: Regina Falke,

Columbusstr. 2, 27570 Bremerhaven,

Telefon (04 71) 97 24 9-0,

Telefax (04 71) 20 70 29,

E-Mail: hwk-bremerhaven@hwk-bremen.de.

Die vollständige Betriebsbörse der Handwerkskammer

Bremen und weitere Angebote und

Gesuche aus dem gesamten Bundesgebiet im

Internet unter: www.nexxt-change.org.

34 Handwerk in Bremen 12/2009


Persönlich

Kennt jeden, erfüllt

alle Wünsche und

liefert pünktlich.

Könnte einer von

uns sein.

10 FRAGEN AN DEN

WEIHNACHTSMANN

Der Weihnachtsmann ist derzeit im Einsatz für

die deutschen Handwerkskammern. Grußkarten

mit seinem Konterfei (siehe oben) werden

von den Kammern zum bevorstehenden

Weihnachtsfest verschickt. Der Text macht die

Verbindung der weihnachtlichen Symbolfigur

zum Handwerk deutlich.

HANDWERK IN BREMEN macht das zum Anlass,

dem beliebten Alten 10 Fragen zu stellen.

Hier „seine“ Antworten:

Was beschäftigt Sie gerade?

Logistikprobleme, wie jedes Jahr wird es zeitlich

wieder äußerst eng. In nur wenigen Stunden

muss eine nahezu unendliche Vielzahl von

Geschenken zugestellt werden – und das weltweit.

Handwerk ist für Sie ...?

... wichtiger Zulieferer und Dienstleister, kurz

unentbehrlich für mich.

Wann haben Sie zuletzt einen Handwerker

womit beauftragt?

Gerade heute wieder: Einen Elektriker für die

Lichterketten. Und einen Kfz-Mechaniker für

den Schlittenmotor, Rudi ist krank: Schweinegrippe.

Drei Stichworte dazu, wie Deutschland besser

vorankommt?

• Zum brav sein gehört, weniger nur an sich

und mehr an die Allgemeinheit zu denken.

• Statt einfallsloser superteurer Geschenke

mehr Freude und Verständnis schenken.

• Über den vielen kleinen und großen Problemen

nicht vergessen, den Frieden und die

Umwelt zu bewahren.

Handwerk in Bremen 12/2009

Ohne Mittelstand wäre Deutschland ...?

... an Weihnachten ziemlich fad: Es würde an

allem fehlen: Vom Festtagsbraten über die

Geschenke bis hin zum Weihnachtsbaumschmuck.

Bremen/Bremerhaven ist für Sie ...?

... eine Ablieferungs-Station unter sehr vielen

auf der ganzen Welt.

Ihre durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit?

Zurzeit bin ich rund um die Uhr beschäftigt.

Wann zuletzt wo im Urlaub gewesen?

Im Juli-August auf den Seychellen, dort gibt’s

keinen Schnee.

Ihr Lieblings-Essen?

Von Apfelsinen über Mandeln bis hin zu Spekulatius,

Marzipan und Klaben, alles was mit

Weihnachten zu tun hat.

Wem möchten Sie wofür danken?

Allen Menschen, die an mich glauben. Und

zwar genau dafür, dass sie das tun.

HANDWERK-KONTAKT

Handwerkskammer Bremen

Ansgaritorstraße 24

28195 Bremen

Telefon (04 21) 30 50 0-0

Telefax (04 21) 30 50 0-1 09

Außenstelle Bremerhaven

Columbusstraße 2

27570 Bremerhaven

Telefon (04 71) 2 80 14

Telefax (04 71) 20 70 29

Internet: www.hwk-bremen.de

E-Mail: service@hwk-bremen.de

Redaktionsleitung HWK:

Thomas Dürr

Telefon (04 21) 3 64 99 10

Mobil (01 51) 14 13 68 10

E-Mail: info@thomas-duerr-bremen.de

KH Bremen:

Stefan Schiebe

Telefon (04 21) 222 80 620

E-Mail: schiebe@bremen-handwerk.de

KH Bremerhaven-Wesermünde:

Oliver Brandt

Telefon (04 71) 18 52 18

E-Mail: brandt@kreishandwerkerschaftbremerhaven.de

IMPRESSUM

Schlusspunkt

HANDWERK IN BREMEN

Verlag: Schintz Druck GmbH & Co. KG

Oppenheimerstraße 26, 28307 Bremen

Telefon (04 21) 48 57 8-0

Telefax (04 21) 48 57 848

Internet: www.schintz-druck.de

Herausgeber:

Handwerkskammer Bremen (s.o.)

Anzeigen: Schintz Druck

Telefon (04 21) 48 57 822

Telefax (04 21) 48 57 848

anzeigen@handwerk-in-bremen.de

Redaktion: Rainer Haase (V.i.S.d.P.)

Telefon (01 71) 64 25 483

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