Seminar in Gynäkologischer Endokrinologie
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Vorwort<br />
Vor mehr als 50 Jahren, genau am 01. Juni 1961, kam die erste Antibabypille unter dem<br />
Namen „Anovlar„ <strong>in</strong> Deutschland auf den Markt. Welchen E<strong>in</strong>fluss das Präparat, das ursprünglich<br />
nur zur Regulierung von Blutungsstörungen bei verheirateten Frauen zugelassen<br />
war, auf das Leben der Frau haben würde, konnte damals niemand ahnen. Die E<strong>in</strong>führung<br />
der Antibabypille weltweit hat die Familienplanung revolutioniert und die sexuelle<br />
Befreiung vorangetrieben. Mehr als 300 Millionen Frauen weltweit haben <strong>in</strong> den letzten<br />
50 Jahren die "Pille" genommen, derzeit dürften es ca. 150 Millionen se<strong>in</strong>, die die Pille<br />
e<strong>in</strong>nehmen. Alle<strong>in</strong> <strong>in</strong> Deutschland s<strong>in</strong>d es über 6 Millionen Frauen bzw. 42% der Bevölkerung<br />
im reproduktiven Alter, die sich durch die "Pille" vor ungewollten Schwangerschaften<br />
schützen. Letztes Jahr konnten wir <strong>in</strong> Deutschland den 50. Geburtstag der Pille feiern.<br />
Wichtige Entdeckungen im Bereich der gynäkologischen Endokr<strong>in</strong>ologie und Reproduktionsmediz<strong>in</strong><br />
stammen aus Deutschland und Österreich. Molekularbiologische und genetische<br />
Untersuchungen zeigen die zentrale Rolle der weiblichen Hormone für die Frauengesundheit,<br />
das Wohlbef<strong>in</strong>den, die Psyche, das Sozialverhalten und die Sexualität. Das<br />
Verständnis der komplexen Vorgänge, ihrer Störungen und der therapeutischen Be<strong>in</strong>flussung<br />
vor dem H<strong>in</strong>tergrund der Verbesserung der Arzneimittelsicherheit s<strong>in</strong>d Ziele der Gynäkologischen<br />
Endokr<strong>in</strong>ologie. Falls e<strong>in</strong>e Hormontherapie erforderlich ist, geht es um die<br />
Frage, "welches Präparat bzw. welche Anwendungsform ist das Richtige". Gerade bei der<br />
Kontrazeption, werden Hormonpräparate über längere Lebensabschnitte angewendet, und<br />
die Frage "nihil nocere" steht für unsere Patient<strong>in</strong> an oberster Stelle. In der umfassenden<br />
Stellungnahme zur Kontrazeption bei der Frau soll versucht werden, den aktuellen Stand<br />
unseres Wissen praxisgerecht auf Expertenniveau und unter E<strong>in</strong>beziehung zahlreicher<br />
Fachgesellschaften aufzuarbeiten - e<strong>in</strong>e kont<strong>in</strong>ierliche Aktualisierung und e<strong>in</strong>e Internetversion<br />
s<strong>in</strong>d geplant.<br />
Weiterh<strong>in</strong> werden aktuelle Themen wie "Thrombophilie und Kontrazeption", "Blutungsstörungen<br />
unter Kontrazeptiva", "Kontrazeption bei Epilepsie", "Notfallkontrazeption",<br />
aber auch "Neue medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten bei Myomen", "Diagnostik,<br />
sowie nicht-hormonelle Therapie von Androgenisierungsersche<strong>in</strong>ungen", "Nicht-hormonelle<br />
HRT", Endometriose", "Vitam<strong>in</strong> D" und "Humangenetik für Gynäkologen" besprochen.<br />
Da Fragestellungen der gynäkologischen Endokr<strong>in</strong>ologie <strong>in</strong> der täglichen Praxis des Frauenarztes<br />
e<strong>in</strong>e große Rolle spielen, soll durch das <strong>Sem<strong>in</strong>ar</strong>buch e<strong>in</strong> aktueller Überblick <strong>in</strong><br />
Form der neuesten Stellungnahmen, die die DGGEF e.V. zusammen mit dem Berufsverband<br />
erarbeitet, gegeben werden.<br />
Prof. Dr. med. Klaus Friese<br />
Präsident der Deutschen<br />
Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe e.V.<br />
Dr. med. Christian Albr<strong>in</strong>g<br />
Präsident des Berufsverbands der Frauenärzte e.V.<br />
Prof. Dr. med. Thomas Rabe<br />
Präsident der Deutschen Gesellschaft<br />
für Gynäkologische Endokr<strong>in</strong>ologie und<br />
Fortpflanzungsmediz<strong>in</strong> e.V.<br />
Klaus Friese<br />
Christian Albr<strong>in</strong>g<br />
Thomas Rabe