Ausgabe 3/ August 2005

sikkens.akzo.nobel..net.de

Ausgabe 3/ August 2005

August 3/2005

www.sikkenscr.de

www.sikkenscr.at

SIKKENS

aktuell


Eine neue Herkules-Erfindung:

Die Auffahrampen schwenken

ein und ermöglichen so ein

ungestörtes Arbeiten.

Neuheiten

Profi-Hebebühne mit

innovativen Extras

Hebebühne

HLS-1600

erweiterte Hubhöhe !

• erweiterte Arbeitshöhe von 1600 mm

• stufenloser, sicherer Hub

• 3 to Hubkraft

• neuer, extra starker 3-fach Luftbalg

• abbklappbare Zwischenfahrbahnen

• einschwenkende Auffahrrampen

Die erweiterte Arbeitshöhe von

1600 mm ermöglicht eine

ergonomische Haltung und

verbessert die Arbeitsqualität.

Herkules Hebetechnik GmbH · Falderbaumstraße 34 · 34123 Kassel

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Die neue Profi-Hebebühne

für den modernen

Lackierbetrieb

Die neue

HLS-1600

D

ie neue Lackiererhebebühne

HLS 1600 von Herkules setzt

mit verbesserten Leistungsmerkmalen

neue Maßstäbe.

Sie realisiert eine Arbeitshöhe

von 1600 mm, hebt 3 to und ist

dabei so flach, so dass sie bequem

befahren werden kann.

Die kompakte Bauweise spart

Platz in der Werkstatt und neue

technische Innovationen optimieren

die Einsatzmöglichkeiten.

Die abklappbaren Zwischenfahrbahnen

ermöglichen Arbeiten

am Schwellerbereich und sind

als Werkzeugablagen nutzbar.

Die einschwenkbaren Auffahrrampen

ermöglichen gerade bei

sehr kurzen Fahrzeugen ein Arbeiten

ohne überstehende Bühnenteile.

Der starke 3-fach Luftbalg

realisiert 3 to Hubkraft.


Liebe Leser,

sehr geehrte Kunden,

bereits Mitte 2002 stellte

sich schon einmal die

Frage, ob man in einem

Vorwort für Sikkens aktuell

eine politische Meinung

ausdrücken darf. Auch

heute gilt die damalige Feststellung : nein, das darf

man natürlich nicht! Hier gilt absolute Neutralität.

Aber heute wie damals gilt, dass man sich in einem

Wahljahr wünschen darf, dass sich nach der

Wahl Dinge verändern und energischer in Bewegung

kommen.

Die politische Landschaft jedenfalls verändert sich zur

Zeit deutlicher als erwartet und die Positionen werden

klarer.

Das kann man von den Kommentaren zur Wirtschaftslage

in der Presse leider so noch nicht behaupten.

Berichtet doch die FAZ in ihrem viel beachteten Wirtschaftsteil

an einem Tag im Juli unter der Überschrift

„Unternehmen fassen Mut“ von dem unerwartet deutlichen

Anstieg des Ifo-Geschäftsklima-Indexes und

begründet dies vor allem mit positiver Stimmung im

verarbeitenden Gewerbe, um dann einen Tag später

unter der Überschrift „Trübe Stimmung im Mittelstand“,

von der schwachen Binnenkonjunktur, die

den Unternehmen zu schaffen macht, zu berichten.

Von Klarheit also keine Spur. Hoffen wir trotzdem auf

einen klaren und eindeutigen Herbst.

Doch zunächst einmal freuen wir uns auf die Management

Konferenzen im Oktober und November in

München, wo wir uns dem Thema „König Kunde“ einmal

auf ganz andere Art und Weise nähern wollen.

Ich wünsche Ihnen nun wie immer viel Vergnügen beim

Lesen von Sikkens aktuell.

Ihr

Klaus Kraemer

Geschäftsführer Sikkens GmbH

News

Opel setzt auf Diesel-Partikel-Filter . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

Fünf Sterne für Opel . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 4

ZKF-Präsidium im Amt bestätigt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

10 Jahre Prosol in Berlin . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 6

Neuer österreichischer Bundesinnungsmeister der

Karosseriebauer: Arthur Clark . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Bester Karosseriebau-Azubi in Österreich:

Robert Scheiblauer . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 7

Beschlossene Sache: neue Fahrzeugpapiere . . . . . . . . . . . . . . . 8

Fragen an Michael Rehm vom Lackiererblatt . . . . . . . . . . . . . . 9

Gehört immer dazu:

„Kreativität und Mut, neue Wege zu gehen“ . . . . . . . . . . . . . . 10

25 Jahre Berufsschule Eggenburg –

25 Jahre Zusammenarbeit mit Sikkens . . . . . . . . . . . . . . . . . 12

40 Jahre Dienst am Kunden . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Nobilas als Aussteller in München . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 13

Thema: Ersatzansprüche bei eigenmächtiger

Mängelbeseitigung? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 14

Produkte /Werkstatt

Fit für eine VOC-gerechte Zukunft? . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 16

Einzigartig umweltschonend: WB 550 Degreaser . . . . . . . . . . 18

Nicht warten, starten! . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 19

Exklusives Design am laufenden Meter . . . . . . . . . . . . . . . . . 22

Ab Oktober noch mehr Infos: der neue Zubehörkatalog . . . . . 24

Sikkens empfiehlt: Meguiar’s Poliersystem . . . . . . . . . . . . . . . 24

Sauber in Sekundenschnelle . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Sata bringt den Wegwerf-Mischbecher . . . . . . . . . . . . . . . . . . 25

Farbton

Komfort-Wagon: Fiat Croma . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Purer Luxus: der neue Lexus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 26

Kommunikativ: Mazda 5 . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Begeistert vom Leben: Suzuki Swift . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Leistungsstark: Range Rover Sport . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 27

Farbtonbeurteilung im richtigen Licht . . . . . . . . . . . . . . . . . . 28

Service / Forum

Wellness, Teamarbeit & Persönlichkeitsstruktur . . . . . . . . . . . 29

Immer eine Nasenlänge voraus . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 30

Das Partnerprogramm von September bis November ’05 . . . . 31

Erfolgreiche Regelung der Unternehmensnachfolge –

Fallbeispiele und Experten-Tipps . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 32

Blick über den (Landes-)Tellerrand . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 37

Farbenfroher Herbstgruß . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 38

Neue Geschäftsidee: Autopiercing . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 39

Aus alt mach neu . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

10 Jahre Grimm & Partner . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 40

Ein runder Geburtstag und drei Generationen Strohl . . . . . . . 41

Hinter die Kulissen geblickt . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Pistengaudi und Après-Ski . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 42

Öffentlichkeitsarbeit bringt Umsatz . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 43

SIKKENS aktuell 3/2005

Inhalt 3


News

Opel setzt auf Diesel-Partikel-Filter

In Rüsselsheim rollen immer

mehr Diesel-Fahrzeuge mit

einem wartungsfreien Diesel-

Partikel-Filter-System (DPF)

vom Band. Die Opelaner wollen

auch künftig noch stärker auf

diese umweltverträgliche Technologie

bauen.

Wichtiger Schritt in der DPF-

Offensive des Autobauers ist die

Einführung der 100 PS-Version

des 1.9 CDTI-Motors für die Astra

Palette. Schon jetzt ist bei allen

1.9 CDTI-Modellen von Vectra,

Signum und dem neuen Zafira die

umweltfreundliche DPF-Technologie

serienmäßig an Bord. Vor Jahresende

will Opel das DPF-System

auch für den 3.0 V6 CDTI-Motor

und den 1.3 CDTI anbieten.

Mit seiner DPF-Offensive reagiert

das Unternehmen auf den

wachsenden Trend zum Diesel-

Partikel-Filter. Alain Visser, Opel-

Fünf Sterne für Opel

An Bord des neuen Opel Zafira

können sich Fahrer wie Beifahrer

absolut sicher fühlen: Beim

Der neue Opel Zafira erhält beim Euro NCAP-

Crashtest Bestnoten für den Insassenschutz.

4 SIKKENS aktuell 3/2005

Neuer Diesel-Partikelfilter für Opel Dieselmotoren

Wartungsfrei & selbstreinigend

1

3

1 Vorgereinigte Abgase

2 Schnitt durch die Filterlamellen

3 Funktion der Filterlamellen

4 Drucksensoren

5 Temperatursensor

Der Diesel-Partikel-Filter in Opel-Fahrzeugen ist wartungsfrei sowie verbrauchsund

leistungsneutral.

European New Car Assessment

Programm, kurz Euro NCAP-

Crashtest, sahnte das Auto in

der Kategorie „Insassenschutz“

die volle Punktzahl ab. Mit vier

Sternen kann sich der

Wagen zudem in der

Disziplin „Kindersicherheit“

sehen lassen. In

der zweiten Zafira-

Generation steckt aber

noch mehr: Das Auto

erfüllt schon jetzt die

strengen EU-Anforderungen

für den Fußgängerschutz,

die ab

Oktober 2005 gelten

sollen. ■

5

2

A

6 Reinigungszyklus

A Filterphase

B Regenerationsphase

7 Gereinigte Abgase

Vorstand Europäisches Marketing,

über die Umweltphilosophie

bei Opel: „Opel hat schon sehr

früh in die Entwicklung moderner,

wartungsfreier DPF-Systeme investiert.

Die Marke bekennt sich

damit noch stärker zur Tradition

besonders umweltverträglicher

Fahrzeuge und Technologien.“ Das

DPF-System von Opel kann die

Rußpartikel von Dieselmotoren

um bis zu 90% reduzieren und

unterschreitet damit deutlich den

Grenzwert von 5 Milligramm pro

Kilometer. Entscheidend ist dies

im Zusammenhang mit der

staatlichen Förderung des Diesel-

Partikel-Filters. Denn ab dieser

Marge könnte in Zukunft eine

Steuerentlastung von bis zu

350 Euro greifen. ■

4

6

A A

B

7


News

6

ZKF-Präsidium im Amt bestätigt

Vom 25. bis 28. Mai 2005

tagte in Saarbrücken der Zentralverband

Karosserie- und

Fahrzeugtechnik (ZKF). Beim

57. Bundesverbandstag ging es

neben aktuellen Entwicklungstrends

in der Karosserie- und

Lackierfachbranche vor allem

um die Wahl des ZKF-Präsidiums.

Die Wahl fiel einstimmig aus,

das Signal war deutlich: Personell

wurde das bisherige

Präsidium in seinem Amt bestätigt.

Zufriedene Gesichter

beim Präsidenten und seinen

Vizepräsidenten. Friedrich Nagel

bleibt dem Verband der Karosserie-

und Fahrzeugbauer als

Präsident erhalten. Ebenfalls

wiedergewählt wurden die bisherigen

Vizepräsidenten Reinhard

Eggers aus Stuhr und Claus Evels

aus Münster.

SIKKENS aktuell

Der neue ZKF-Vorstand (von rechts): Reinhard Eggers (Vizepräsident), Friedrich

Nagel (Präsident), Claus Evels (Vizepräsident), Harold Albert, Alice Baker, Klaus

Steinforth, Rolf Nußbaumer, Rolf Ostermann, Ulrich Schäfer, Heinz Hensel. Auf dem

Bild fehlt Vorstandsmitglied Joachim Schneider.

Neben dem ZKF-Präsidium wurde

der engere ZKF-Vorstand nominiert.

In den elfköpfigen Vorstandskreis

ziehen außerdem:

Harold Albert, Heinz Hensel, Rolf

Mit Jubiläumspreisen, vielen

Überraschungen und einem

Gewinnspiel feierte Sikkens

Vertriebspartner Prosol

Berlin im Juni sein

„Zehnjähriges“.

Rund 150 Kunden

folgten der Einladung

und nutzten gleichzeitig

die attraktiven

Verkaufsangebote: Zur

Nußbaumer, Rolf Ostermann,

Ulrich Schäfer, Joachim Schneider

und Klaus Steinforth. Unterstützt

wird die Männerriege von Alice

Baker. ■

10 Jahre Prosol in Berlin

Feier des Tages gab es einen Teil

des Sortiments zum Jubiläums-

Sonderpreis. Produktvorführungen

einiger Hersteller und ein

buntes Rahmenprogramm mit

Sektempfang und Bewirtung

sorgten für Abwechslung. Auf besonderes

Interesse stieß dabei

die Bodypainting-Aktion und das

Formel-1-Rennen im Simulator-

Boliden mit Aussicht auf eine

Städtereise für den Gewinner. ■

Prosol Filialleiter Berlin, Ron Benschneider freut sich über die gelungene

Veranstaltung, bei der die Bodypainting Aktion großen Anklang fand.


Neuer österreichischer

Bundesinnungsmeister

der Karosseriebauer:

Arthur Clark

Bei der Bundesinnungssitzung

der Karosseriebauer am 3. Juni

2005 in Wien wurde Arthur Clark

(Bildmitte), Inhaber des gleichnamigen

Wiener Karosseriebaubetriebs

zum neuen österreichischen

Bundesinnungsmeister gewählt.

Wahlberechtigt waren 14

Mandatträger aus allen Bundesländern.

Rupert Dirnberger (im

Bild links) aus Perg/Oberösterreich

und Ferdinand Jandl (im

Bild rechts) aus Ardagger/Niederösterreich

fungieren als Stell-

Sieger beim 15. Bundeslehrlingswettbewerb

der Karosseriebautechniker

Anfang Juni in

Wien wurde Robert Scheiblauer

aus Wieselburg in Niederösterreich.

Der Azubi des Lehrbetriebs

Brüder Pruckner GmbH

erhielt für seine Leistungen

385 Punkte.

Damit platzierte sich der Sieger

vor Michael Pirker aus Villach/

Kärnten, der seine Lehre beim

Karosseriebaubetrieb Othmar

Kenzian absolvierte und 381

Punkte erreichte. Dritter wurde

mit 374 Punkten Mario Klaus aus

Kronstorf/Oberösterreich vom

Lehrbetrieb Friedrich Wallmüller.

Am Leistungswettbewerb nahmen

die 16 besten Karosseriebautechniker

im dritten Lehrjahr teil. Momentan

stehen rund 1.549 Karos-

vertreter im dreiköpfigen Bundesinnungsvorstand.

Die Bundesinnung

ist die gesetzliche Interessenvertretung

der selbstständigen

Karosseriebauer, Karosserie-

Bester Karosseriebau-Azubi in Österreich:

Robert Scheiblauer

seriebau-Lehrlinge in Ausbildung.

Davon befinden sich 398 im

dritten Lehrjahr.

Der neu gewählte Bundesinnungsmeister

Arthur Clark beglückwünschte

während des Festabends

in seiner Ansprache die

Jugendlichen zu ihren hervorragenden

Leistungen. „Wir stehen

voll hinter unserem Ausbildungssystem

und sind stolz auf die

guten Fachkräfte, die daraus

hervorgehen. Karriere mit Lehre

ist kein leeres Schlagwort,

sondern zeigt sich in den Leistungen

unserer Facharbeiter und

Meister.“

Austragungsort der von der Bundesinnung

der Karosseriebauer

einschließlich Karosseriespengler,

Karosserielackierer und Wagner

spengler, Lackierer und Wagner

in Österreich und in dieser Form

als Fachorganisation der Wirtschaftskammer

Österreich unterstellt.


Nachwuchs gesichert: die drei besten

österreichischen Karosseriebautechniker-Lehrlinge

(von links) Michael Pirker,

Robert Scheiblauer, Mario Klaus.

gemeinsam mit der Landesinnung

Wien organisierten Veranstaltung

war die Berufsschule Wien. ■

SIKKENS aktuell 3/2005

News 7


News

Beschlossene Sache: neue Fahrzeugpapiere

Lange standen sie schon zur

Diskussion, jetzt sind sie auf

dem Tisch: die Pläne zur Einführung

einheitlicher europäischer

Fahrzeugdokumente.

Ab 1. Oktober 2005 werden

die neuen Papiere EU-weit im

Verkehr sein.

Statt Fahrzeugschein und Fahrzeugbrief

bestehen die Zulassungsdokumente

künftig aus zwei

Teilen, der Zulassungsbescheinigung

Teil I und Teil II (ZuB I und

II). Das handliche Format von

Teil I erinnert stark an den alten

Fahrzeugschein, doch soll der

Nachfolger durch eine fort-

Ab 1. Oktober

2005 ist der

Nachfolger des

alten Fahrzeugscheins,

die ZuB I,

im Verkehr.

8 SIKKENS aktuell 3/2005

laufende Nummerierung, die die

Zulassungsbehörde vergibt, fälschungssicherer

gemacht werden.

Die ZuB II, Nachfolgerin des alten

Fahrzeugbriefs, enthält kaum

noch technische Daten. Zudem

sind hier aus Datenschutzgründen

statt wie bisher sechs

nur noch zwei Fahrzeughalter

eingetragen: der aktuelle und der

unmittelbare Vorbesitzer.

Alte Fahrzeugpapiere müssen zunächst

nicht ausgetauscht werden.

Wechselt jedoch ein Fahrzeug

ab dem 1. Oktober 2005

seinen Halter, zieht die Zu-

lassungsbehörde die alten Papiere

ein und stellt die neuen

Dokumente aus.

Wird ein Fahrzeug abgemeldet,

kassiert die Zulassungsbehörde

nicht mehr den Fahrzeugschein

ein, sondern macht auf ZuB I

einen Vermerk und händigt dem

Fahrzeughalter beide Teile der Zulassungsbescheinigung

aus. Das

ist spätestens dann interessant,

wenn das Fahrzeug im Ausland

zugelassen werden soll. Hier

werden nämlich beide Teile des

Dokuments verlangt und die betreffenden

Mitgliedsstaaten über

den Vorgang informiert. ■

Das Wasserzeichen „Adler“ auf der

Rückseite soll die ZuB I fälschungssicherer

machen.


Fragen an Michael Rehm vom Lackiererblatt

Die Rubrik „Fragen an…“ hat in

„Sikkens aktuell“ bereits Tradition.

In den vier Ausgaben des

Jahres 2005 kommen verschiedene

Fachjournalisten aus der

Autoreparaturlackbranche zu

Wort. In diesem Heft stellt sich

Michael Rehm, Chefredakteur

beim „Lackiererblatt“, den elf

bekannten Fragen.

Bei der Branchenberichterstattung

reizt den 1964 in Stuttgart

geborenen Michael Rehm grundsätzlich

alles, was mit den

kreativen Seiten dieses Berufsfeldes

zusammenhängt. „Interessant

ist aber, dass eigentlich alles

sehr schnell spannend wird,

sobald man sich in ein Thema einarbeitet,

Menschen dazu befragt

und sich Dinge erklären lässt“, ergänzt

der Lackiererblatt-Chefredakteur

und outet sich damit

als echter „Vollblut-Journalist“.

Zur schreibenden Zunft kam

Michael Rehm über den klassischen

Weg Studium und Journalistenschule.

Der Automobilbranche

näherte er sich bereits während

der Ausbildung: „Schon

während des Studiums habe ich

für verschiedene Autozeitschriften

geschrieben“, erinnert er sich

zurück. „Das Thema Lack und

Karosserie war dabei eher eine

Zufallsbekanntschaft, die nun mit

der Zeit zu einer ziemlich soliden

Beziehung geworden ist“, beschreibt

er seinen inzwischen

sehr engen Bezug zum Autoreparaturlackgewerbe.

Sein Hauptanliegen

im Moment: „Ich möchte

versuchen, die Betriebe möglichst

gut durch die Phase der gravierenden

Veränderungen, die die

nächsten Jahre mit sich bringen

werden, zu begleiten.“

1. Welche zukünftige Bedeutung

sehen Sie im Automobil

als Transport- und Verkehrsmittel?

Derzeit zeigt sich zum Glück

keine wirkliche Konkurrenz und

keine Alternative zum Automobil.

Die Zukunft wird aber sehr

stark davon abhängen, in welcher

Menge und zu welchem Preis der

nötige Sprit verfügbar sein wird.

2. Welche bedeutende Entwicklung

sehen Sie im Allgemeinen

als größte Chance für die Zukunft

?

Biotechnik, Internet

3. Und welche Entwicklung

empfinden Sie als größte Bedrohung

für die Zukunft?

Extremismus, Fanatismus

4. Welche Eigenschaften schätzen

Sie bei anderen Menschen

am meisten?

Humor, Ehrlichkeit, Offenheit

5. Welche Eigenschaften stören

Sie bei anderen Menschen besonders?

Wichtigtuerei, Arroganz

Nach eigenen Worten ist sein Arbeitsstil

nicht ganz so chaotisch,

wie es das Journalisten-Klischee

nahe legt. „Eine halb volle

Kaffeetasse habe ich aber immer

in Reichweite“, karikiert er

sich und seine Berufssparte

schmunzelnd.

Privat blieb Michael Rehm seiner

Heimatstadt treu: Er lebt zusammen

mit Frau und siebenjähriger

Tochter in Stuttgart. ■

6. Ihr Traumberuf?

Bin ganz zufrieden. Soll die

Betonung wirklich auf „Traum“

liegen: Musikrezensent, Tennisprofi,

Restauranttester...

7. Ihre Lieblingsmusik?

Quer Beet: Jazz, Bossa Nova,

gerne auch Italienisches oder

Französisches...

8. Ihr Lieblingsgericht?

Alles Essbare, was aus dem

Meer kommt

9. Ihre Lieblingsfarbe?

Habe ich eigentlich keine. Oder

um es mit Howard Carpendale

zu sagen: Jede Farbe ist

schön.

10.Was tun Sie am liebsten in

Ihrer Freizeit?

Manchmal gar nichts. Ansonsten

Urlauben, Tennisspielen,

Kochen, Bergwandern. Nicht zu

vergessen Uno- und Mensch-

Ärgere-Dich-Nicht-Spielen.

11. Ihr Lebensmotto?

Nie aufhören, neugierig zu

sein.

SIKKENS aktuell 3/2005

News 9


News

Berufsbildungszentrum der Handwerkskammer Arnsberg, Fachbereich Maler und Lackierer

Gehört immer dazu: „Kreativität und

Mut, neue Wege zu gehen“

In dieser Serie möchte „Sikkens

aktuell“ die momentane Ausbildungssituation

im Beruf Fahrzeuglackierer/in

näher beleuchten.

Hierzu werden Vertreter

verschiedener Fahrzeuglackierer-

und Meisterschulen befragt.

Hauptaugenmerk liegt

dabei auf den veränderten Bedingungen

seit Neustrukturierung

der Ausbildungsordnung

am 1. August 2003. In diesem

Heft erläutert Kurt Kramer,

Leiter des Fachbereichs Maler

und Lackierer im Berufsbildungszentrum

(bbz) der Handwerkskammer

Arnsberg, die

aktuelle Situation an dieser

Bildungsstätte.

Am 1. August 2003 wurde der

eigenständige Ausbildungsgang

„Fahrzeuglackierer/in“ eingeführt.

Hat sich die Änderung der

Ausbildungsordnung bewährt?

Ja, es hat sich gelohnt. Die Auszubildenden

werden in vielerlei

Hinsicht qualifizierter geschult.

Erfreulich ist, dass auch die

10 SIKKENS aktuell 3/2005

Ergebnisse deutlich besser ausfallen.

Wir konnten feststellen,

dass die Jugendlichen durch das

handlungsorientierte Lernen viel

engagierter und eigenverantwortlicher

vorgehen.

Über die enge Zusammenarbeit

mit unserem Kompetenzzentrum

Automotive können die Lehrgangsteilnehmer

praxisnah an

Fahrzeugkarosserien arbeiten

und so Alltagssituationen durchspielen.

Schließlich ist es allemal

spannender, an einem Auto zu

trainieren als „nur“ an Übungsplatten.

Welche Folgen hatte die Umsetzung

der Novellierung für

alle Beteiligten?

Die neuen Lehrgänge der überbetrieblichen

Ausbildung wurden

inhaltlich angepasst. Dadurch

können wir das Wissen noch mehr

als bisher auf die betrieblichen

Anforderungen ausrichten. Besonders

gut setzen die Auszubildenden

die geforderte Teamarbeit

um, suchen gemeinsam

nach Problemlösungen und erarbeiten

Vorschläge. Noch wenig

Feedback haben wir bislang von

den Betrieben. Allerdings wurde

der Wunsch an uns

herangetragen, die

Lehrgänge in Zweiwochen-Blöckendurchzuführen,

um

innerbetrieblich besser planen zu

können. Zudem ermöglichen

zweiwöchige Lehrgänge ein intensiveres

Arbeiten.

Haben sich Leistungsspektrum

und Qualifikationsstandard

durch die Umstrukturierung bereits

verbessert?

Noch stehen die ersten Ergebnisse

von Zwischen- und Abschlussprüfung

aus. Dennoch kann ich

sagen: Leistung und Qualität

haben sich deutlich gesteigert.

Dazu zwei Beispiele: Die Auszubildenden

verfügen über gute

chemische Grundkenntnisse und

bringen für das Lackieren ein besseres

Grundverständnis mit. Für

mich steht fest, dass die Fahrzeuglackierer

höhere Ziele erreichen

können. Und: Mit mehr

Qualität und Leistungsfähigkeit

gewinnt selbstverständlich auch

das Image.


Handlungsorientiert: Im Berufsbildungszentrum

in Arnsberg werden

Fahrzeuglackierer qualifiziert.

Gibt es einen regelmäßigen

Informationsaustausch zwischen

Schule und Betrieben über die

aktuellen Anforderungen an den

Ausbildungsberuf „Fahrzeuglackierer/in“?

Die Handwerkskammer ist daran

interessiert, zwischen Schule

und Betrieb eine Plattform zu

schaffen. So wollen wir ein- bis

zweimal im Jahr über die

Prüfungsausschüsse gemeinsam

über Probleme bei den Prüfungen

sprechen. Außerdem haben

wir Betriebe und Schule eingeladen,

um über Inhalte und

Neuerungen der Ausbildungsverordnung

zu informieren.

Welche Wichtigkeit hat in der

Ausbildung „Fahrzeuglackierer/in“

die Ausweitung des Tätigkeitsspektrums

auf andere

Gebiete?

Eine abgeschlossene Ausbildung

in einem Handwerksberuf ist

eine solide Grundlage, um sich

weiter zu qualifizieren. Lebenslanges

Lernen ist heute

wichtiger denn je. So helfen

zusätzliche Qualifikationen

oder Kenntnisse der Lacktechnologie,

um Nischen zu

besetzen. Wir bieten deshalb

neben der Meisterfortbildung

auch Speziallehrgänge,

wie dekorative

Lacktechniken oder Effektlackierung,

an. Zudem kön-

Info

Die Zielsetzung ist klar

umrissen: „Unsere Dienstleistung

ist die Bildung –

vom Lehrling bis zum Unternehmer“,

beschreibt Diether

Hils, Geschäftsführer bei der

Handwerkskammer Arnsberg,

Angebot und Anspruch

des Berufsbildungszentrums

(bbz) mit den Standorten

Arnsberg und Eslohe. „Aktuelles

Wissen muss innerhalb

kürzester Zeit praxisnah

vermittelt werden, um auf

dem Markt bestehen zu

können“, führt Hils weiter

aus. „Daher wollen wir aus

der Praxis für die Praxis gesichertes

Wissen vermitteln.“

Lehrgangsinhalte orientieren

sich daher immer an den betrieblichen

Prozessen.

nen mit uns individuelle Firmenschulungen

bedarfsgerecht abgestimmt

werden. Die im bbz

Arnsberg geschulten Fahrzeuglackierer

profitieren zudem davon,

dass sie sich mit der Kfz-

Elektronik intensiv auseinander

setzen. Kreativität und Mut,

neue Wege zu gehen, gehören

schließlich dazu, um im Berufsalltag

erfolgreich bestehen zu

können. ■

Ausbildung: Berufsbildungszentrum in Arnsberg

Dies wird konsequent in allen

14 Fachbereichen umgesetzt:

Einer davon ist der

Fachbereich für Maler und

Lackierer sowie Fahrzeuglackierer.

Überbetriebliche

Ausbildung, Meisterkurse

und eine breite Palette von

Lehrgängen in der Erwachsenenbildung

gehören zum Angebot

dieses Fachbereichs.

Geleitet wird er von Maler- und

Lackierermeister Kurt Kramer.

Als staatlich geprüfter Gestalter

der Fachrichtung Farb- und

Lacktechnik verfügt der 42-jährige

Sauerländer über fundierte

Kenntnisse, die er an Fahrzeuglackierer

weitergibt. Momentan

werden im bbz in Arnsberg acht

Meister im Fachbereich Fahrzeuglackierer

geschult. Hinzu

kommen insgesamt 77 Azubis

aus drei Lehrjahren, die regelmäßig

die Lehrgänge der Überbetrieblichen

Ausbildung besuchen.

Außerdem werden diverse

Lehrgänge zu speziellen

Themen wie Airbrush oder

Design-und Effektlackierungen

angeboten.

Am bbz stehen den Schülern

Airbrush-Plätze mit Absauganlage,

zwei Spritzkabinen mit

Absaugvorrichtungen und eine

Trockenkabine zur Verfügung.

Für saubere Luft in den großzügig

angelegten Werkstätten

sorgt eine Staubabsaugung,

auch die Reinigungsanlagen sind

mit Absaugvorrichtungen ausgestattet.

Last but not least verfügt

der Fachbereich über einen

EDV-gestützten Farbmischraum.

SIKKENS aktuell 3/2005

News 11


News

25 Jahre Berufsschule Eggenburg –

25 Jahre Zusammenarbeit mit Sikkens

Mit einem Festakt feierte die

Landesberufsschule (LBS)

Eggenburg am 6. Juni 2005

offiziell ihr 25-jähriges Bestehen.

Ein Tag der offenen

Tür rundete dieses Ereignis ab

und bot Interessierten die

Gelegenheit, sich ein Bild von

Organisation und Leistung der

Schule zu machen.

Unter den geladenen Gästen aus

Politik und Wirtschaft war auch

das Sikkens Team, das die Festlichkeiten

mit einem Informa-

Hommage an den

Kooperationspartner:

ein Kart im Sikkens Look.

tionsstand unterstützte. „Die Zusammenarbeit

mit der Firma

Sikkens währt eigentlich schon

länger als 25 Jahre“, erinnert sich

Auf der grünen Wiese: 1980 wurde mit

dem Bau der Landesberufsschule in

Eggenburg begonnen.

12 SIKKENS aktuell 3/2005

Schulleiter Karl Nusser, der selbst

als Gründungsmitglied der LBS

„vom ersten Ziegelstein an“ mit

dabei war. Sikkens unterstützt die

Berufsschule nicht nur mit Produkten

und Know-how. „Ein ganz

wesentlicher Bestandteil der Kooperation

sind die Schulungen“,

umschreibt Karl Nusser die intensive

Zusammenarbeit.

Über 1.000 Gäste ließen sich

durch die Räume der Berufsschule

führen und bewunderten

dabei die zahlreichen Exponate.

„Auf großes Interesse stießen die

Lackiervorführungen“, so Nusser.

„Aber auch die Ausstellungsstücke

mit Effektlackierung

kamen sehr

gut an.“ Ein ganz besonderes

Highlight war die

Eröffnung der hauseigenen

Kartbahn. Sie steht den Schülern,

die während des Blockunterrichts

im Wohnheim der LBS

untergebracht sind, ab sofort in

ihrer Freizeit zur Verfügung.

Im österreichischen Eggenburg

werden Kfz-Techniker und Karos-

Alois Opferkuch, Sikkens Vertriebsleiter

Österreich Ost, gratuliert Schuldirektor

Ing. Karl Nusser zum 25-jährigen

Bestehen der Schule.

seriebautechniker ausgebildet,

die sich in ihrer Lehre auch mit

dem Thema Autoreparaturlackierung

auseinandersetzen. 1.340

Azubis lernten im letzten Jahr an

der LBS. „Die Schülerzahlen

steigen derzeit wieder an“, freut

sich der Schulleiter und blickt

deshalb auch sehr zuversichtlich

auf die nächsten 25 Jahre LBS in

Eggenburg. ■


40 Jahre Dienst am Kunden

Am 10. Mai 2005 feierte Ralf

Taczynski im Kreise vieler ehemaliger

und aktiver Kollegen

sein 40-jähriges Dienstjubiläum

bei Akzo Nobel.

Angefangen hat Ralf Taczynski

vor 40 Jahren im Außendienst für

Autoreparaturlacke bei Lesonal in

Köln. Seit mehr als 25 Jahren betreut

er als technischer Verkäufer

für Sikkens Autoreparaturlacke

von seiner Heimatstadt Köln

aus eines der umsatzstärksten

Die Transport Logistic ist die

internationale Leitmesse für

Logistik, Telematik und Verkehr.

Sie findet seit zehn Jahren im

Zweijahresrhythmus statt.

Mehr als 40.000 Besucher

haben vom 31. Mai bis 3. Juni

2005 die Möglichkeit genutzt,

sich über das umfangreiche

Leistungsangebot der 1.333

Aussteller zu informieren.

Erfahrungsgemäß stellen Firmen

mit großem Fuhrpark einen Großteil

der Aussteller und sind gleichzeitig

Besucher der Transport Logistic.

Nobilas nutzte die Messe,

um das im vergangenen Jahr eingeführte

Fleet Identity Solutions

Konzept einem breiteren Publikum

zu präsentieren. Im Mittelpunkt

standen hierbei aktuelle

Projekte der Neu- und Umgestaltung

von Flottenfahrzeugen mit

Lack und Folien. Die ausgestellten

Exponate verdeutlichten den

Fachbesuchern die Vorteile des

Gebiete der Bundesrepublik

Deutschland.

Ralf Taczynski hat sich in den

langen Jahren seiner Tätigkeit das

Vertrauen, oft sogar die Freundschaft

seiner Kunden erworben.

Er genießt im Markt und im

Hause Sikkens höchstes Ansehen

und Anerkennung. Das Motto:

„Mitarbeiter von Sikkens, Menschen,

die gerne mit Ihnen zu tun

haben“, wird von Ralf Taczynski in

vorbildlicher Weise gelebt.

Transport Logistic 2005: Größte Transport- und Logistikmesse Europas

Nobilas als Aussteller in München

Nobilas Konzeptes für ihren eigenen

Fuhrpark.

Die vier Kernelemente des Nobilas

Angebots – (Re-)Imaging,

Imageremoval, Refurbishment

Nobilas stellte in München das neue Fleet Identity

Solutions Konzept der Öffentlichkeit vor.

und Accident Management – sind

modular aufgebaut, wodurch jedes

Unternehmen individuell profitieren

kann. Unter Beachtung

der firmenindividuellen Vorgaben,

beginnen bei Nobilas die

Projekte mit der zielgerichteten

Sikkens gratuliert und dankt Ralf

Taczynski für seinen engagierten

Einsatz für das Unternehmen. ■

Beratung und Projektplanung

und enden mit der fristgerechten

Ausführung. Ein Ansprechpartner

und alles aus einer Hand sind

weitere, wichtige Vorteile des

Konzepts. Das ermöglicht dem

Auftraggeber, sich auf

sein Kerngeschäft zu

konzentrieren. National

und international profitieren

bereits Firmen wie

DHL, TNT, Heidelberg-

Cement, Pfenning Logistics

und Nestlè Waters

von Nobilas Fleet Identity

Solutions.

„Bei der Transport Logistic

in München ist es

Nobilas gelungen, eine

Vielzahl interessanter Kontakte

zu knüpfen. Jetzt gilt es, diese

Kontakte zu vertiefen und zu

einer Geschäftsbeziehung auszubauen“,

so das Resümee von

Martin Freyer, Project Support

Manager Nobilas. ■

SIKKENS aktuell 3/2005

News 13


News

Rechtsexperte Gerhard Predeschly informiert

Thema: Ersatzansprüche

bei eigenmächtiger

Mängelbeseitigung?

In jeder Ausgabe von „Sikkens

aktuell“ informiert der Stuttgarter

Lackhersteller seine

Kunden über aktuelle Rechtsfragen.

In diesem Heft

widmet sich Rechtsanwalt

Gerhard Predeschly der Klärung

einer Streitfrage zum

neuen Kaufvertragsrecht.

Der Bundesgerichtshof (BGH)

hatte kürzlich einen auf den

ersten Blick recht einfachen Fall

zu entscheiden: Bei einem

einige Monate zuvor gekauften

Pkw gab es einen Motorschaden.

Der Käufer ließ die

Reparatur – in diesem Fall den

Einbau eines Ersatzmotors – in

einer anderen Werkstatt ausführen

und verlangte vom Ver-

käufer des Fahrzeugs den Ersatz

der hierdurch entstandenen

Kosten. Diesem hatte er

vorher keine Gelegenheit gegeben,

die Reparatur selbst auszuführen.

Wäre es hier um einen Werkvertrag

gegangen, zum Bei-

14 SIKKENS aktuell 3/2005

spiel um mangelhaft ausgeführte

Lackierarbeiten, die nachgebessert

werden müssen, wäre

die Lösung einfach gewesen:

Dem Unternehmer muss

nach Werkvertragsrecht grundsätzlich

– von hier nicht interessierenden

Ausnahmen abgesehen

– eine Frist zur Ausführung

der Arbeiten gewährt

werden.

Im Kaufvertragsrecht war mit dem

so genannten Schuldrechtsmodernisierungsgesetz

zum 1. Januar

2002 zu Gunsten des

Käufers ein bis dahin nicht

bekanntes Wahlrecht eingeführt

worden: Der Käufer kann wählen

zwischen Lieferung einer mangelfreien

Ersatzsache oder der

Mängelbeseitigung. Im Zusammenhang

damit war es unter Juristen

zu unterschiedlichen

Meinungen gekommen. Unklar

war, ob auf Grund dieses

Wahlrechts ein Käufer Mängel

selbst beseitigen und Ersatz für

seine Aufwendungen verlangen

kann.

Info

Keine Ersatzansprüche ohne

Einräumung einer Frist zur

Mängelbeseitigung/Ersatzteillieferung

Rechtsanwalt Gerhard Predeschly

trat nach Studium in Tübingen und

Referendariat in Stuttgart Anfang

1980 in die überwiegend zivil- und

wirtschaftsrechtlich ausgerichtete

Kanzlei Heine ein. Seit 1984 ist er

Partner in der jetzigen Kanzlei Heine

Predeschly & Kollegen in Stuttgart.

Rechtsanwälte

Heine Predeschly & Kollegen

Feuerseeplatz 5, 70176 Stuttgart

Telefon 07 11/615 33 54

E-Mail:

info@heine-predeschly-kollegen.de,

Informationen:

www.heine-predeschly-kollegen.de

Der BGH hat dies mit seinem

Urteil vom 23. Februar 2005

verneint. Jegliche Ersatzansprüche

eines Käufers wurden

abgelehnt, sofern dieser dem

Verkäufer nicht zuvor

eine Frist zur

Nacherfüllung, das

heißt Ersatzliefe-

rung oder Mängelbeseitigung,gesetzt

hat. Der

Gesetzgeber habe,

so der BGH, bewusst

davon abgesehen, dem

Käufer das Recht zur sofortigen

Selbstvornahme zuzubilligen.

Diese Gleichstellung

zwischen Werkvertragsund

Kaufvertragsrecht liegt

im Interesse betroffener Unternehmen

und ist daher zu begrüßen.


Produkte

Sikkens bietet lückenloses VOC-Reparaturlack-Sortiment

Fit für eine VOC-gerechte

Zukunft?

Flüchtige Lösemittel, die so

genannten „volatile organic

compounds“ (VOC), gehören

zu den Ursachen für erhöhte

Ozonwerte. Die EU-Mitgliedstaaten

haben sich daher in

der europäischen VOC-Richtlinie

von 1999 dazu verpflichtet,

den VOC-Ausstoß per Ge-

16 SIKKENS aktuell 3/2005

setz drastisch zu verringern.

Ab 1. November 2005

müssen auch deutsche

Reparaturlackbetriebe die

Bestimmungen der Zwischenstufe

erfüllen. Was das

genau bedeutet, erklärt

„Sikkens aktuell“ in diesem

Beitrag.

Die Zwischenstufe der VOC-

Verordnung besagt: Ab dem

1. November 2005 müssen die

Betriebe ein durchschnittliches

Verhältnis zwischen Lösemittel

und Festkörper von 60:40 bei

allen verwendeten Produkten

nachweisen. Wer mit Autowave-

Basislack arbeitet, erfüllt diese

Vorgabe bereits.

Theoretisch können Betriebe

auch nach der VOC-Zwischenstufe

mit konventionellem Basislack,

wie Autobase Plus, weiterarbeiten.

Allerdings muss in

diesem Fall eine Berechnung der

Emissionswerte vorgenommen

und eine detaillierte Lösemittelbilanz

geführt werden.

Spätestens zum 1. November

2007 muss das endgültige


Einsatzstoff VOC-Wert g/ltr.* Stammmaterial **

Werkzeugreiniger 850 Solvent

Silikonentferner M 600

Silikon Remover M 700

Antistatik Reiniger

OTO Quickentfetter

Autowave Spritzpistolen

Reinigungskonzentrat

Vorreinigungsmittel 200 Autowave Degreaser

Spachtel 250 Polykit IV

Polystop LP

Polysoft UL

Washprimer 780 Washprimer Extra Mild CF

Washprimer 1 KCF

Haftgrundierungen 540 Autowave Primer

Autocryl Sealer transparent

Grundierfüller 540 Primer Surfacer EP II

Schleiffüller 540 Autocryl Filler Multi Use HS

Schleifversion

Autocryl Filler 3110

Autosurfacer WB

Colorbuild Schleifversion

Polysurfacer

Autosurfacer HB

Autosurfacer Rapid

Nass-in-Nass Füller 540 Colorbuild

Autosurfacer WB + AW 666

Uni-Decklack 420 Autocryl Plus LV

Basislack 420 Autowave

Klarlack 420 Autoclear Titan LV

Autoclear WB

Autoclear LV Supreme

** maximaler Höchstwert, der in dem angegebenen Mischungsverhältnis spritzfertig nicht überschritten wird

** Die angegebenen Produkte können sich im Laufe der Zeit verändern bzw. um weitere ergänzt werden. Zu den

angegebenen Stammmaterialien gehören die im jeweiligen Technischen Merkblatt definierten Zusätze wie Härter

und Verdünnung im jeweiligen Mischungsverhältnis

Reduzierungsziel, ein Verhältnis

von 50:50 erreicht sein.

Dann ist Wasserbasislack

für jeden Betrieb unumgänglich.

Ergänzend zur VOC-Richtlinie trat

am 30. April 2005 eine EU-Produktrichtlinie

in Kraft. Sie sieht

vor, dass für den Bereich Autoreparaturlacke

ab 1. Januar

2007 nur noch VOC-gerechte

Produkte auf den Markt gebracht

werden dürfen. Dies bedeutet,

dass ab 2007 auch in Deutschland

wie in Österreich und

anderen EU-Ländern nicht nur

Wasserbasislack ein Muss ist.

Auch alle anderen Produkte

dürfen dann die definierten VOC-

Werte nicht mehr überschreiten.

Sikkens hält für seine Kunden

schon heute neben dem Wasserbasislack

Autowave ein komplettes

VOC-Produktprogramm in

Spitzenqualität bereit: Von der

Grundierung bis zum Klarlack

kann schon heute jeder Betrieb

beispielsweise komplett auf

„Wasser“ umsteigen und sich damit

bewusst den Anforderungen

der Zukunft stellen. ■

Sikkens GmbH

Magirusstraße 14

70469 Stuttgart

Tel. 0711/8951-0

Fax 0711/8951-671

www.sikkenscr.de

www.sikkenscr.at

Anzeigen/Chefredaktion:

Thomas Bischoff

Tel. 0711/8951-494

Alice Nufer

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Verantwortlich für den Inhalt:

Klaus Kraemer

Redaktion:

DIE WORTWERKSTATT

Christine Wolfangel

Tel. 07071/15642

Fax 07071/15611

sowie Mitarbeiter

der Sikkens GmbH

Design Titel:

Die Gruppe! Werbeagentur

Layout/Produktion:

Systemedia GmbH

Hanauer Straße 4

75181 Pforzheim

Tel. 07231/966725

Impressum Herausgeber:

SIKKENS aktuell 3/2005

Produkte 17


Produkte

Antwortfax 00 49 (0)711/ 89 51-5 04

Firma

Vorname/Name

Straße

PLZ/Ort

Datum/Unterschrift

E-Mail Adresse

Sikkens bringt den lösemittelfreien Entfetter

Einzigartig umweltschonend:

WB 550 Degreaser

Das neue VOC-gerechte Sikkens

Reinigungsmittel wurde speziell

für die Anforderungen lackverarbeitender

Betriebe im Bereich

Fahrzeugbau entwickelt.

Es ist 100% lösemittelfrei und

ebenso effektiv wie seine

konventionellen Vorgänger.

Mit dem neuen WB 550 Degreaser

orientiert sich Sikkens

weiterhin konsequent an den Bestimmungen

der VOC-Gesetzgebung.

Der wasserbasierende

Entfetter kombiniert dabei besondere

Benutzerfreundlichkeit

mit höchstem Anspruch an Umweltverträglichkeit

und Gesundheitsschutz.

18 SIKKENS aktuell 3/2005

Bestellbar ab

September 2005.

Nur solange der

Vorrat reicht!

■ Ja, ich will mehr über

das Angebot des WB

550 Degreaser Starter-

Kits wissen.

Bitte nehmen Sie Kontakt

mit mir auf.

(Bitte E-Mail Adresse in

unteres Feld eintragen)

Sikkens WB 550 Degreaser ist

biologisch abbaubar und unterbietet

mit seinem VOC-Wert von

0g/l den künftig vom Gesetzgeber

geforderten Wert von

200 g/l konkurrenzlos. Er trocknet

schneller als die bisher verfügbaren

konventionellen wasserbasierenden

Entfetter

und löst auch Korrosionsschutzöle

gut und rückstandslos.

WB 550 Degreaser ist auf

Oberflächen aus Stahl, Edel-

Das Starter-Kit besteht aus zwei Mal

fünf Liter WB 550 Degreaser im Kanister,

einer Sprühflasche und einem

Microfasertuch.

stahl, Messing, Zink, Kupfer und

Aluminiumlegierungen sowie

eloxierten Untergründen einsetzbar.

Das neue Produkt ist

außerdem äußerst ergiebig und

verhindert Oberflächenkorrosion.

Der hautfreundliche und geruchsarme

Entfetter wird vorzugsweise

im Aufsprüh- und Abwischverfahren

verwendet. Je nach

Verschmutzungsgrad empfiehlt

Sikkens eine Einwirkzeit von

30 bis 60 Sekunden. Bei extremen

Verschmutzungen hilft

eine Wiederholung des Reinigungsvorgangs.


Umstellung auf Autowave: Erfahrungen österreichischer Sikkens Partner

Nicht warten, starten!

Dem Sikkens Motto zur gesetzlich

vorgeschriebenen Umstellung

auf Wasserbasislack sind

bereits zahlreiche Betriebe in

Deutschland und Österreich gefolgt.

In dieser Ausgabe von

Innsbruck

„Sikkens aktuell“ schildern

vier österreichische Sikkens

Partner, wie sie den Umstieg

in ihrem Betrieb erlebt haben.

Karl Janiba

5162 Obertrum

Salzburg

Linz

ÖSTERREICH

„Mitarbeiter waren schon Wochen vorher gespannt“

und Lackierfachbetrieb

Karl Janiba, Obertrum

Karl Janiba ist seit Unternehmensgründung

1997 Sikkens

Kunde und seit Anfang dieses

Jahres auch Acoat selected

Partner. InfoKarosserie-

Er und seine zwölf Mitarbeiter

kümmern sich in erster

Linie um Karosserie- und Lackierarbeiten

und kommen täglich

auf rund sechs Lackierdurchgänge.

Seit mehr als einem Jahr arbeiten

Karl Janiba und seine Mannschaft

nun schon mit Sikkens Autowave.

Der gelernte Karosseriebaumeister

hat in dieser Zeit sehr gute Erfahrungen

mit dem wasserbasierenden

Lacksystem gemacht. Die

Umstellung selbst dauerte nicht

länger als einen Tag und wurde

durch einen Sikkens Anwendungstechniker

begleitet. „Die Mitar-

beiter wurden schon Wochen

vorher auf den Umstieg

vorbereitet“, erzählt

Firmengründer und -inhaber

Janiba. „Alle waren

sehr aufgeschlossen und

kamen sofort gut mit dem

neuen Lack zurecht. Auch

die Arbeitsabläufe hatten

sich schnell wieder ein-

Lydia Bayer

2351 Neudorf

Graz

Koloman König

1220 Wien

Wien

Franz Keglovits

2324 Zwölfaxing

gespielt.“ Janiba lobt insbesondere

die bessere Deckkraft und

Farbtongenauigkeit von Autowave.

Außerdem verzeichnet

er einen geringeren Lack- und

Lösemittelverbrauch. Umweltverträglichkeit

und technologische

Weiterentwicklung waren für ihn

aber die Beweggründe zum Umstieg.


SIKKENS aktuell 3/2005

Produkte

19


Produkte

„Nur ein neues Pistolenreinigungsgerät gebraucht“

1995 übernahm Magister Lydia

Bayer das bereits 1961 gegründete

Familienunternehmen.

Im März dieses Jahres stellte sie

den Betrieb komplett um auf

Wasserbasislack. Grund dafür

waren für Magister Lydia Bayer

die gesetzlichen Auflagen. „Der

größte Vorteil der Neuerung liegt

„Gesetzliche Vorschriften haben zur Umstellung bewegt“

Auch bei Komm.-Rat Koloman

König waren es die gesetzlichen

Vorschriften, die ihn im Januar

2005 dazu bewegt haben, seinen

Betrieb auf Sikkens Autowave

umzustellen. Sein Unternehmen

mit mehreren Filialen und 20

bis 25 Lackierdurchgängen am

Tag gehört zu den größten

Lackierereien in Wien. Die insgesamt

35 Mitarbeiter beschäftigen

sich hauptsächlich mit Teil-, Komplett-

und auch GFK-Lackierungen.

Die Umstellung aller Stand-

20 SIKKENS aktuell 3/2005

für mich in der Umweltfreundlichkeit

des Systems“, resümiert

sie. Nach anfänglicher Skepsis

kommen ihre Mitarbeiter inzwischen

sehr gut mit Autowave

zurecht. Bis auf ein neues

Pistolenreinigungsgerät speziell

für den Einsatz von Wasserbasislack

wurde nichts verändert. ■

orte wurde innerhalb kurzer Zeit

durchgeführt und ging, begleitet

vom Sikkens Anwendungstechniker,

ohne Probleme über die

Bühne. ■

und LackierfachbetriebKommerzialrat

Koloman König, Wien

Der Lackierermeister Komm.-

Rat Koloman König gründete

seinen Betrieb 1974

und InfoKarosseriewurde

sechs Jahre

später Sikkens Kunde und

gleichzeitig auch Acoat

selected Partner.


und Karosseriebaubetrieb

Lydia Bayer,

Neudorf/Niederösterreich

Im Mazda-Autohaus von

Lydia Bayer sind insgesamt

13 Mitarbeiter beschäftigt.

Haupttätigkeitsfeld InfoLackierist

die

Fahrzeugreparatur inklusive

Lackierung. „Wir reparieren

alle Marken und alle Schadensfälle“,

fasst die Unternehmerin

zusammen, „und

kommen dabei auf circa

drei Lackierdurchgänge täglich.“

„Blaue Flagge signalisiert umweltfreundlichen Betrieb“

Die Inhaber und Betriebsgründer

Franz und Roman Keglovits,

selbst Karosseriespengler und

Kfz-Techniker, haben nach einer

Produktvorführung im Mai sofort

auf das neue System umgestellt.

Eine blaue Autowave Flagge weist

seitdem ihre Kunden auf die Verwendung

des umweltfreundlichen

Wasserbasislacks in ihrem Betrieb

hin. Franz Keglovits begeistert

vor allem die Farbtongenauigkeit

im Vergleich zu Autobase

Plus. Und auch die Mitar-

beiter waren angenehm überrascht

über die Ergebnisse mit

dem neuen Material. ■

Karosserie- und

Lackierfachbetrieb

Franz Keglovits,

Zwölfaxing/Niederösterreich

In den drei Seat- und Mazda-Autohäusern

der Firma

Keglovits arbeiten insgesamt

über 70 Angestellte

in unterschiedlichen Bereichen.

Beschäftigt sind fünf

Lackierer, die täglich rund

acht Autos lackieren.

SIKKENS aktuell 3/2005

Produkte

Info

21


Produkte

Wassertransferdruck – neues Geschäftsfeld für Lackierbetriebe

Exklusives Design am laufenden Meter

Die Resonanz auf die Produktvorstellung

in der letzten

„Sikkens aktuell“ war enorm.

Kein Wunder, denn das BeschichtungsverfahrenWassertransferdruck

bietet vor allem

Lackierereien unzählige Möglichkeiten,

ihr Leistungsspektrum

zu erweitern und neue

Kunden zu gewinnen. Im Gespräch

beantwortet Armin Dürr,

Leiter Sikkens Produktmanagement,

noch einmal die wichtigsten

Fragen zum Thema.

Zum Starterkit normal gehört dieses

Standardbecken mit einer Tauchfläche

von 1 m x 1 m.

22 SIKKENS aktuell 3/2005

Welche Betriebe sollten sich

Gedanken über den Einsatz von

Wassertransferdruck machen?

Geeignet sind grundsätzlich alle

Autoreparaturlackbetriebe sowie

alle Lohnbeschichter und Automobilzulieferer.

Gerade für Betriebe,

die Kleinserien beschichten,

aber für die Massenproduktion

zu klein sind, ist das Verfahren

interessant. Auch Nutzfahrzeughersteller

oder Tuningbetriebe

im Bereich Auto und

Motorrad können dieses Verfahren

ideal in ihr Arbeitsfeld integrieren.

Welche Vorteile bietet Wassertransferdruck

den Betrieben?

Zunächst einmal wird ohne

großen Aufwand an Platz, Knowhow

und Material ein neues

Geschäftsfeld gewonnen, das in

Folge auch Neukunden generiert

und die Auslastung verbessert.

Über Wassertransferdruck können

sich die Betriebe vom Wettbewerb

absetzen, sich neue Marktsegmente

erobern und ihr eigenes

Image als zukunftsorientierter

Betrieb stärken.

Inhalt:

• Standardbecken

(Tauchfläche 1 m x 1 m)

• 18 Folien mit verschiedenen

Designs (je 2 m)

• 1 Liter Aktivator

(spritzfertig)

Preis: 5.599 Euro

(zzgl. MwSt. und Versand)

Leasing ist ab 130,– Euro möglich

InfoStarterkit normal

Starterkit groß

Inhalt:

• Standardbecken

(Tauchfläche 2 m x 1m)

• 18 Folien mit verschiedenen

Designs (je 2 m)

• 1 Liter Aktivator

(spritzfertig)

Preis: 8.599 Euro

(zzgl. MwSt. und Versand)

Leasing ist ab 200,– Euro möglich

Bestellbar sind beide Starterkits bei

WTD-TECHNICS

3-D Wassertransferdrucksysteme

& Zubehör,

Inh. M. Müller

Austr. 66, D-73660 Urbach

Tel .: +49 (0) 71 81/88 43 93

Fax: +49 (0) 71 81/8 84 90 95


Was benötigt ein Betrieb

für Wassertransferdruck?

Man benötigt ein Tauchbecken

mit zugehörigem Waschplatz, verschiedene

Folien und Platz für

deren Lagerung sowie Aktivator

für die Verarbeitung.

Je nach

Größe und

Anzahl der zu

beschichtenden

Teile kann zum Beispiel das

„Starterkit normal“ oder das

„Starterkit groß“ bei WTD-TECH-

NICS bestellt werden.

Wie sieht der Schulungsbedarf

aus?

Interessierte können

sich in zweitägigenSchulungen

das notwendige

Know-how

aneignen. Sikkens bietet

entsprechende Seminare

in den Schulungszentren

Stuttgart

und Elixhausen (Salzburg)

an. Die Kosten für

die Teilnahme betragen

momentan 220,–

Euro, inklusive Unterbringung

und Verpflegung.

Darüber hinaus wird jede Anlage

mit einem ausführlichen Handbuch

ausgeliefert, in dem die Arbeitsweise

der Anlage beschrieben

und ihre Bedienung, Wartung

und Pflege schrittweise erläutert

werden.

Welchen Umsatz bringt Wassertransferdruck?

Bisher kann man sich noch auf

keine Erfahrungswerte stützen.

Tatsache aber ist, dass ein Lackierbetrieb

die Chance hat ein

komplett neues Kundenklientel zu

erschließen und das Leistungsportfolio

zu erhöhen. Dies können

z. B. die Bereiche Gebrauchtwagenaufbereitung,Aufbereitung

von Leasingfahrzeugen,

Tuning oder Motorräder aber

auch Gegenstände aus dem täglichen

Leben wie Lichtschalter, Abdeckungen,

Lampen, Computergehäuse,

Heizkörper und vieles mehr

sein. Zudem besteht die Möglichkeit

in die industrielle Kleinserienproduktion

einzusteigen.

Was kostet den Autofahrerer

zum Beispiel eine Felgenlackierung?

Die Kalkulation

von Wassertransferdruckteilen

ist

eine schwierige

Frage, denn der

Preis ist natürlich

auch abhängig

vom Lieferzustand,

der Größe,

der Form sowie

dem damit

verbundenen

Schwierigkeitsgrad

von

Teilen. Es stellt auch einen

Unterschied dar, ob es Einzelteile

sind, oder ob mehrere gleiche

Teile kalkuliert werden sollen. Bei

Felgen kann man derzeit im

Markt von einen Komplettpreis

(Lackierung und Wassertransferdruck)

von 130,– Euro bis 200,–

Euro pro Felge (je nach Größe)

ausgehen. ■

SIKKENS aktuell 3/2005

Produkte

23


Werkstatt

24

Ab Oktober noch mehr Infos:

der neue Zubehörkatalog

Ab Oktober 2005 erscheint

der neue Zubehörkatalog von

Sikkens. Mit neuen Lieferanten,

mehr Produkten sowie einem

überarbeiteten und erweiterten

Info-Teil ist er noch umfangreicher

als bisher. Zusätzliche Erläuterungen

zu den Produkten oder

Produktgruppen machen die

neue Ausgabe noch informativer.

Alle neu aufgenommenen Produkte

wurden in den Sikkens

Schulungszentren auf die Eignung

und den Einsatz zusammen mit

Sikkens Reparaturlackprodukten

getestet. Der Katalog gilt für

Deutschland und Österreich und

wird über die Außendienstmitarbeiter

von Sikkens verteilt.

Außerdem kann er über die zuständigen

Distributionszentren

bezogen werden. ■

Sikkens empfiehlt: Meguiar’s Poliersystem

Neu im Zubehör-Sortiment von

Sikkens ist das Poliersystem von

Meguiar’s. Die Oberflächenpflegeserie

für das Auto verspricht,

Lackdefekte effizient zu entfernen

und Neulack sicher zu versiegeln.

Mit dem neuen Sortiment

von Meguiar’s bietet Sikkens

alles rund um die leistungsstarke

Lackpflege.

SIKKENS aktuell 3/2005

Ab Oktober noch informativer:

der neue Zubehörkatalog.

Im Sikkens Schulungszentrum in

Stuttgart wurde die Lackpflegeserie

im Vorfeld genauestens

unter die Lupe genommen. Das

Ergebnis: Hinter dem Namen

Meguiar’s stecken echte Hochleistungsprodukte.

Von Schleifpaste über Oberflächenreiniger

bis zum Polierschwamm

bietet das

Sortiment von Meguiar’s

alles, was der moderne

Lackierbetrieb braucht.

So entfernt beispielsweise

die Schleifpaste

M-8532 Cut

Compound 2.0

in Kombination

mit dem Lammfellpolierteller

W-7000 mühelos einen Schliff

mit 1500er Körnung. Mit dem

Schaumstoffpolierteller W-700

können Polier-Profis sogar eine

Schleifstelle von 3000er Körnung

verschwinden lassen. Für das

schlierenlose, perfekte Finish

empfiehlt sich die Hochglanzpolitur

M-8032 Speed Glaze.

Poliermittelrückstände können

mit der so genannten Trockenwäsche,

M-34 Final Inspection,

kratzfrei entfernt werden.

Meguiar’s hat sich seit über 100

Jahren auf die Oberflächenbehandlung

von Autos, Booten,

Flugzeugen und Zügen spezialisiert.

Was als kleine Fertigungsstätte

für Möbel begann, ist

heute eine der weltweit führenden

Hersteller von Produkten

rund um die Politurpflege. ■

Meguiar’s liefert Hochleistungsprodukte für den

modernen Lackierbetrieb.


Sauber in Sekundenschnelle

Der cleanpoint Pistolen-Waschautomat

von Herkules verspricht

in Zukunft noch mehr

Reinigungsleistung. Grund

ist das neue technische Herzstück:

die Power-Box. Sie ist

leicht zu bedienen und erzielt

mehr Leistung für optimale

Reinigungsergebnisse.

Der Name kommt nicht von ungefähr:

In dem kleinen Kraftpaket

steckt ganz schön viel Power. Im

Vergleich zu den gängigen Pistolen-

Waschautomaten wird in

der Herkules Power-Box in deutlich

geringerer Zeit und unter

höherem Druck mehr Reinigungsflüssigkeit

über die Pistole gespült.

Dabei garantiert die Power-

Box-Technik von Herkules eine

vollautomatische Reinigung. Über

einen Joystick können alle

Funktionen leicht und bequem

gesteuert werden.

Durch ihr kleines Format

und die neue Düsenanordnung

in ihrem Inneren

kann die Power-Box den

Reinigungsstrahl punktuell

auf das Objekt richten.

Eine exakt portionierte

Klarspülung, die ebenfalls

automatisch festgelegt

wird, sorgt anschließend

für absolute

Sauberkeit.

Auch von außen kann sich der

Herkules cleanpoint mit der

Power-Box sehen lassen. Verpackt

ist die Technik in

einem schicken Edelstahlgehäuse.

Eine Klarsichtscheibe ermöglicht

freien Blick auf die Kammer und

verhindert den Austritt von

Dämpfen. ■

Sata bringt den Wegwerf-Mischbecher

Schnelleres Arbeiten und

weniger Lösemittelverbrauch,

das verspricht der neue Einwegbecher

„Rapid Preparation

System“ (RPS) von Sata. Und

das Beste: Der Mischbecher

kann nach Gebrauch einfach

weggeworfen werden.

Vom Lackieren über das Nachfüllen

bis zum Aufbewahren

erfüllt der neue RPS sämtliche

Anforderungen von Profi-Lackierern

und Werkstätten. Der

neu konzipierte Mischbecher besteht

nur noch aus drei Teilen:

Becher, Deckel und Sieb. Das

macht ihn nicht nur anwenderfreundlicher,

sondern auch

leichter. 50 Gramm wiegt der

RPS-Becher, 70 % leichter als ein

herkömmlicher Pistolenbecher

laut Sata.

Der RPS kann ohne Adapter

auf alle Sata

Pistolen montiert

werden. Für

Spritzpistolen

anderer Hersteller

sind

Adapter lieferbar.

Da der RPS

Misch- und Lackier-

Lackieren leicht gemacht

mit dem neuen RPS.

becher in einem ist, entfallen zeitaufwändiges

Umfüllen und Vorsieben.

Auch der Becher selbst

Leichtes Handling, mehr Leistung:

die Power-Box-Technik.

kann mit Hilfe eines speziellen

Schnellwechselanschlusses rasch

und einfach ausgetauscht werden.

Im Handumdrehen wird

so die Farbe gewechselt oder

der neue Lack nachgefüllt.

Durch die leichte und

schnelle Handhabung

kann laut Hersteller

eine Verringerung

von unproduktivenReinigungsund

Vorbereitungszeiten um

bis zu 46 % erreicht werden. Da

die Becherreinigung wegfällt,

kann auch der Lösemittelverbrauch

erheblich reduziert

werden. ■

SIKKENS aktuell 3/2005

Werkstatt

25


Farbton

Komfort-Wagon: Fiat Croma

Fiat Croma

Purer Luxus: der neue Lexus

Mit der dritten Generation des

GS präsentiert Lexus ein Plus an

Luxus in der gehobenen Mittelklasse.

Stilvolles Design, modernste

Technologie und ein einzigartiges

Fahrerlebnis prägen

den neuen Lexus. Der GS hat eine

präzise und sportliche Straßen-

Lexus GS300/430

26 SIKKENS aktuell 3/2005

Der neue Fiat Croma verbindet

auf überzeugende Weise Kombi-

Charakteristika mit den Vorzügen

einer klassischen Limousine

sowie etlichen Van-Attributen.

Ergebnis ist der Komfort-Wagon,

ein innovatives,

geräumiges und bequemes

Fahrzeug. Neben dem über-

Fiat-Code Akzo-Code Farbname italienisch Farbname deutsch

249 FI249 Bianco Santarellina/Bianco Banchisa Ambientweiss

260 FI260:05 Azzurro Gentile Met. Dubblau Met.

266 FI266 Blu Nobile Met. Jazzblau Met.

272 FI272:05 Avorio Vanitoso Met. Spiritual Elfenbeinfarben Met.

284 FI284 Grigio Bel Tenebroso Met. Technograu Met.

293 FI293 Rosso Esuberante Met. Flamencorot Met.

601 FI601 Nero Cattivo/Nero Darkwaveschwarz

698 FI698:04 Grigio Sofisticato M./Grigio Tecno M. Loungegrau Met.

742 FI742 Marrone Sel Vaggio Met. Chilloutbraun Met.

lage und eine straffe Lenkung –

ideal für den anspruchsvollen

Fahrer. In den USA steht „Lexus“

für „Luxus“ – Toyotas Edel-

Limousine rollt dort erfolgreich

auf Augenhöhe mit E-Klasse und

A6. Lieferbar ist der Lexus in

folgenden Farben:

Lexus-Code Akzo-Code Farbname deutsch Farbname englisch

062 LEX062 Imperialweiss P. / Perlmutt P. Crystal White P.

074 LEX074 Glaciersilber Crystal Shine P. / Stahlblau P. Bluish Gray P.

1E0 LEX1E0 Rauchgrau P. M. / Anthrazit P. M. Flint P. M.

1F2 LEX1F2 Larimasilber M. / Premiumsilber M. Premium Silver M.

202 LEX202 Onyxschwarz / Schwarz Black Onyx

3R1 LEX3R1 Florentinerrot Crystal Shine P. / Kaminrot P. Red Crystal P.

4S7 LEX4S7 Nubiabeige P. / Sand P. Beige P.

6T7 LEX6T7 Olive M. Cypress M.

8P8 LEX8P8 Mingblau P. / Mitternachtsblau P. Dark Blue P.

9AB LEX9AB Manganviolet P. M. / Graphitblau P. M. Dark Purple P.M.

durchschnittlichen Raumangebot

überrascht das Auto durch seine

erhöhte Sitzposition. Sie garantiert

eine optimale Rundumsicht

und zusammen mit dem flachen

Wagenboden einen besonders

komfortablen Ein- und Ausstieg.

Lieferbar ist der Fiat Croma in

folgenden Farben:


Kommunikativ: Mazda 5

Innovativ, familienfreundlich, dynamisch

und komfortabel: So

präsentiert sich der Mazda 5 im

Segment der Kompaktvans. Dank

seines großzügigen Raumkonzepts

mit Platz für bis zu

sieben Personen ist der Mazda 5

Leistungsstark: Range Rover Sport

Mit dem Range Rover Sport

als fünfte Baureihe eröffnet

die Geländewagen-Marke

Land Rover sportlich

orientierten Kunden neue

Dimensionen. Dafür sorgen

allein schon die leistungsstarken

Motoren. Die

Spitzenmotorisierung der

Baureihe ist eine Weiterentwicklung

des 4,2-Liter V8-

Kompressormotors von Jaguar.

Er ermöglicht dem Topmodell

einen Spurt von 0 auf 100 km/h

in 7,6 Sekunden und eine – elek-

Range Rover Sport

tronisch abgeriegelte – Höchstgeschwindigkeit

von 225 km/h. Zu

haben ist der Range Rover Sport

in folgenden Farben:

Land Rover-Code Akzo-Code Farbname

603, NAL ROV603 Chawton White

697, PNF ROV697 Java Black Perl. / Russ Black Perl.

734, HZB ROV734 Giverny Green Met.

737, MVC ROV737 Zambezi Silver Met.

796, JGJ ROV9501 Buckingham Blue Perl.

811, EYS ROV9202 Vesuvius Orange Perl.

846, GAN ROV846 Maya Gold Met.

849, JEU ROV849 Cairns Blue Met.

899, CBK ROV9306 Rimini Red Perl.

904, HFY ROV904 Tonga Green Met.

962, MBH ROV9902 Arctic Frost Met.

Mazda 5

Mazda-Code Akzo-Code Farbname deutsch Farbname englisch

22R MAZ9215 Alaskasilber Met. Platinum Silver Met.

22V MAZ9213 Satinsilber Met. Sunlight Silver Met.

25E MAZ9350 Stratoblau P.M. Strato Blue P.M.

28B MAZ9277 Papuagrau Perl. Carbon Grey Perl.

30P MAZ9271 Macaurot Met. Cardinal Red Met.

32B MAZ9278 Eismeerblau Met. Stellar Silver Met.

32C MAZ9279 Haitiblau Perl. Phanton Blue Perl.

A3E MAZ3010 Klassischrot Classic Red CLE

A3F MAZ4145 Brillantschwarz Brilliant Black

A4D MAZ4376 Purweiß Arctic White

nicht nur ein Automobil für

kommunikative Menschen. Zwei

serienmäßig eingebaute Schiebetüren

sorgen auch für eine

in dieser Klasse unerreichte

Variabilität und ein Höchstmaß

an Bequemlichkeit.

Begeistert vom Leben:

Suzuki Swift

Der Swift vereint die innovative

Vorstellung von einem Kompaktauto

mit der aktuellen Suzuki-

Designsprache. Ein Stil, der bereits

von außen klar signalisiert,

dass der Swift neue Maßstäbe in

der kompakten Kleinwagenklasse

setzt. Er begeistert durch seine

attraktive Form, seine Geräumigkeit

und durch eine komfortable

und agile Fahrdynamik. In der Basisausstattung

bietet der Kleine

elektrische Fensterheber, Zentralverriegelung,

Radio mit Lenkradbedienung,

sechs Airbags und

ABS. Der Suzuki Swift ist in folgenden

Farben zu haben:

Suzuki Swift

Suzuki-Code Akzo-Code Farbname

ZCC SUZZCC Silky Silver Met.

ZCD SUZZCD Galactic Grey Met.

ZCE SUZZCE Cosmic Black Perl. Met.

ZCF SUZZCF Bright Red

ZCG SUZZCG Kashmir Blue Perl. Met.

ZCH SUZZCH Cat’s Eye Blue Met.

ZCJ SUZZCJ Xtreme Yellow Perl.

ZCL SUZZCL Spring Green Met.

ZCM SUZZCM Garnet Orange Met.

SIKKENS aktuell 3/2005

Farbton

27


Farbton

Farbtonbeurteilung im richtigen Licht

Wenn die Tage wieder kürzer

werden, bedeutet dies: In der

Lackiererei steht nur noch wenige

Stunden ausreichendes

Tageslicht zur Verfügung. Um

eine optimale Qualität zu erreichen,

ist jedoch eine gute und

tageslichtähnliche Beleuchtung

ein unbedingtes Muss.

Umso wichtiger ist es daher, nicht

ausreichendes Tageslicht durch

künstliche Beleuchtung nachzuempfinden.

Hierbei stellen sich

immer wieder die Fragen: Mit

welchen Beleuchtungsmitteln erreiche

ich ein tagesähnliches Licht?

Welches Licht ist geeignet und

welches nicht?

Generell sind die so genannte „De

Lux Leuchtstofflampen“ oder „Drei

Banden Leuchtstofflampen“ für

diesen Einsatz geeignet, da diese

eine sehr hohe Lichtausbeute haben.

Nicht geeignet sind Glüh-,

Halogen- oder Hochdruck-Entladungsleuchtkörper.

Die Qualität

von Leuchtstofflampen wird durch

die DIN5035 festgelegt, die die

notwendige Lichtfarbe und die

Farbwiedergabestufe vorschreibt.

28 SIKKENS aktuell 3/2005

wird in drei Stufen

eingeteilt:

tw = tageslichtweiß, entspricht einer Farbtemperatur

von über 5.000 Kelvin (K)

nw = neutralweiß, entspricht einer Farbtemperatur

von 3.300 bis 5.000 K

ww = warmweiß, entspricht einer Farbtemperatur

unter 3.300 K

InfoLichtfarbe

Farbwiedergabeindex nach DIN:

1A – > 90 2B – 60 bis 69

1B – 80 bis 89 3 – 40 bis 59

2A – 70 bis 79 4 – 20 bis 39

Die Lichtfarbe und der Farbwiedergabeindex

werden in der

Bezeichnung der Leuchtstofflampen

durch die drei letzten Ziffern

wiedergegeben. Dies sieht

dann zum Beispiel folgendermaßen

aus:

Osram Lumilux L58/954:

9xx =sehr hoher Farbwiedergabeindex

1A

x54 =Lichtfarbe entspricht

5.400 K

Philips TL – D 58W/865:

8xx =Wiedergabeindex 1B

x65 =Lichtfarbe entspricht

6.500 K

Zur Farbtonabprüfung müssen

Lampen mit dem Farbwiedergabeindex

von 1A > 90 eingesetzt

werden. Das heißt, nur

Leuchtstofflampen mit

der Bezeichnung 9xx

sind zulässig. Für normale

Arbeitsplätze reicht

die Lampenbezeichnung

8xx. Diese Lampen sind

zudem auch wirtschaft-

licher, preisgünstiger und haben

eine längere Lebensdauer.

Um möglichst nahe an natürliches

Tageslicht zu kommen, ist die

Lichtfarbe über 5.000 K zu wählen

(x50). Geeignet sind also zum Beispiel

Lampen mit den Bezeichnungen:

854, 865, 954 oder 965.

Für Lackierereien, das heißt

Spritzkabinen und Nacharbeiten,

wird eine Beleuchtungsstärke von

1.000 Lux benötigt. Da die Beleuchtungsstärke

abhängig ist von

der Anzahl der Lampen, der Umgebung

und der Reflexion, sollte die

Anzahl der Leuchtmittel durch

Fachleute mit Beleuchtungsstärke-

Messgeräten vor Ort festgelegt

werden. Weiterhin ist zu beachten,

dass sich bei allen Leuchten die

Eine tageslichtähnliche Beleuchtung gibt den richtigen Farbton originalgetreu

wieder. Quelle: Philips AEG Licht

Beleuchtungsstärke im Laufe der

Zeit stark verringert. Daher

wird von Fachleuten ein Austauschen

der Leuchtmittel in

folgenden Zeiträumen empfohlen:

Farbabprüfungen: alle 12 Monate,

übrige Bereiche: alle 2 bis

4 Jahre. ■


Seminare für Unternehmerfrauen in Deutschland und Österreich

Wellness, Teamarbeit & Persönlichkeitsstruktur

Bereits seit 25 Jahren

treffen sich deutsche

und österreichische Unternehmerfrauen

aus Sikkens

Partnerbetrieben einmal im Jahr

zum Seminar mit Referentin

Sonja Etti. Ganz gezielt geht es

dabei um die Lösung von Fragen

aus dem privaten und beruflichen

Alltag der Unternehmerfrauen.

Mit viel Gruppenarbeit und praktischen

Anleitungen wurden bei

den beiden Juni-Veranstaltungen

Themen wie gewaltfreie Kommunikation,

Stärkung des Selbstbewusstseins

oder die Analyse von

Ansprüchen und Erwartungen erarbeitet.

Darüber hinaus führte

Sonja Etti die Teilnehmerinnen in

die Welt fernöstlicher Gymnastikübungen

ein: „Qi Gong“ bildete

einen festen Bestandteil des Seminars.

Neben dem Seminar gab

es genug Zeit, um sich im sehr attraktiven

Wellnessbereich des Hotels

„liebes Rot-Flüh“ im Tannheimer

Tal zu entspannen. Dabei

Drei rundum gelungene Seminare, bei denen konzentriert gearbeitet und in Teamaufgaben

interessante Einsichten gewonnen wurden und trotzdem genug Zeit für Erholung

und ausgelassene Stimmung blieb.

hatte jede Teilnehmerin die Gelegenheit,

eines der zahlreichen Wellnessangebote

auszuprobieren.

Ein festliches Abendprogramm

rundete die Seminartage ab.

Das etwas andere Unternehmerfrauenseminar:

EQ schlägt IQ.

Unter der Leitung von Kommunikationsexpertin

Rose-Martina

Bosler tagten neun deutsche

Sikkens Partnerkundinnen im Do-

rint Resort & Spa Hotel in Bad

Brückenau. Zwei Tage lang ging

es um die Persönlichkeitsstruktur:

die eigene, die des Gegenübers

und die Abstimmung des

Verhaltens auf die jeweilige Persönlichkeitsstruktur.

„Zu merken,

dass der andere auf Grund

seiner Persönlichkeitsstruktur gar

nicht anders reagieren kann, war

der große Aha-Effekt für die

Teilnehmerinnen“, erzählt Sandra

Wahler, Sikkens Marketing Services.


SIKKENS aktuell 3/2005

Service

29


Service

Sikkens Betriebsvergleich 2004 mit aktuellen Unternehmenskennzahlen

Immer eine Nasenlänge voraus

Unternehmenskennzahlen

sind eine wichtige

Basis für die Steuerung

eines Unternehmens. Richtig

aussagekräftig werden die

eigenen Kennzahlen jedoch erst,

wenn sie Vergleichswerten gegenübergestellt

werden. Der Sikkens

Betriebsvergleich ist dabei nicht

nur wichtige Orientierungshilfe

für die einzelnen Unternehmen,

sondern stellt außerdem aufschlussreicheBranchenvergleichsdaten

zur Verfügung.

„Wir gehen davon aus, dass sich

die Gruppe der Acoat selected

Partner, die am Betriebsvergleich

teilnimmt, besser entwickelt als

der Branchendurchschnitt“, so die

Einschätzung von Christine Stutz,

Leiterin Marketing Services. „Das

liegt vor allem daran, dass diese

Betriebe besonders aktiv am Markt

agieren und so besonders früh

neue Entwicklungen erkennen und

in ihre Unternehmensplanung einbeziehen.“

InfoUnterstützung mit

Sikkens PowerKontroll

Im letzten Jahr haben sich bereits drei

Gruppen gebildet, die am Sikkens

PowerKontroll-Programm teilnehmen.

Vier weitere Gruppen starten 2005:

25./26. Juli: Raum Leipzig

8./9. August: Raum Schwerin

10./11. August: Raum Mannheim

14./15. September: Raum Paderborn

Sollten sich in Österreich ebenfalls genügend

Interessenten für PowerKontroll

finden, wird es dort einen Zusatztermin

geben.

30 SIKKENS aktuell 3/2005

45,0%

40,0%

35,0%

30,0%

25,0%

20,0%

15,0%

10,0%

5,0%

0,0%

27,0%

26,8%

27,2%

Materialkosten in %

v. Umsatz

36,7%

34,3%

38,1%

Personalkosten in %

v. Umsatz

21,9%

25,6%

19,8%

Gemeinkosten in %

v. Umsatz

Durchschnitt weniger als 7 PK 7 und mehr PK

14,3%

13,3%

14,9%

Betriebsergebnis

in % v. Umsatz

Im Sikkens Betriebsvergleich werden die wichtigen Unternehmenskennzahlen der

teilnehmenden Acoat selected Partner im Vergleich dargestellt und analysiert.

Da viele Acoat selected Partner

seit mehreren Jahren kontinuierlich

am Betriebsvergleich teilnehmen,

kann dieser auch für 2004

wieder als 5-Jahres-Vergleich dargestellt

werden. Dies ermöglicht

einen unverfälschten Blick auf die

Entwicklung der Betriebe in den

Jahren 2000 bis 2004. Um die

Aussagekraft zu erhöhen und

gleichzeitig eine bessere Vergleichbarkeit

zu schaffen, wurden die

Zahlen in zwei Gruppen unterteilt:

Betriebe mit weniger als sieben

Produktivkräften (Gruppe 1) und

Betriebe mit sieben und mehr Produktivkräften

(Gruppe 2).

Ergebnis Betriebe


Das Partnerprogramm von

September bis November ’05

Was? Wann? Wo?

Die 12 Geschworenen 11.09. – 13.09.2005 Cliff-Hotel, Ostseebad,

Sellin/Rügen

Last minute

Und plötzlich war ich Chef 19.09. – 21.09.2005 Lindner Hotel & Sporting Club,

Westerburg/Westerwald

Last minute

Studienreise Madrid 27.09. – 29.09.2005

(Sikkens Region 1 und 2)

PowerMarketing: 28.09.2005 Hotel St. Georg,

Telefonkommunikation mit Power Bad Aibling

PowerMarketing: 05.10.2005 Lindner Golfhotel Juliana,

Telefonkommunikation mit Power Wuppertal

PowerMarketing: 12.10.2005 Hotel Seminaris, Potsdam

Telefonkommunikation mit Power

Schlagfertigkeitstraining 14.10. – 15.10.2005 Reiters Avance Hotel,

Bad Tatzmannsdorf (A)

Vorrangig für österreichische Partner

Studienreise Madrid 18.10. – 20.10.2005

(Sikkens Region 3 und 4)

ausgebucht

ausgebucht

Management-Konferenz: 28.10. – 30.10.2005 Hotel Holiday Inn, München

(Sikkens Region 1 und 3)

PowerMarketing: 23.11. – 24.11.2005 Hotel Caroline Mathilde,

Werbebriefe mit Power Celle

Das kleine 1x1 der Betriebswirtschaft 14.11. – 15.11.2005 Parkhotel Castellani, Salzburg

(A)

Das kleine 1x1 der Betriebswirtschaft 16.11. – 17.11.2005 Hotel Freizeit In, Göttingen

Management-Konferenz: 18.11. – 20.11.2005 Hotel Holiday Inn, München

(Sikkens Region 2, 4, 5 und 6)

SIKKENS aktuell 3/2005

Service

31


Service

Erfolgreiche Regelung der Unternehmensnachfolge

– Fallbeispiele und Experten-Tipps

Erfolg versprechend: ein gesunder Betrieb

Reinhard Badura ist

seit vielen Jahren als

Betriebsberater für

Sikkens unterwegs. In dieser

Funktion hat er schon zahlreiche

Unternehmensübernahmen bei

Sikkens Partnerbetrieben miterlebt.

Von seinen Erfahrungen

aus diesen meist sehr individuellen

Prozessen erzählt er in

der vorliegenden Ausgabe von

„Sikkens aktuell“. Gleichzeitig

gibt er Tipps für alle, die die

Übergabe oder Übernahme

noch vor sich haben.

An sich ist eine Betriebsübergabe

ein ganz normales Geschäft, findet

Reinhard Badura. „Dieses Geschäft

muss wirtschaftlich betrachtet

und hinterleuchtet werden.

Das heißt, man muss dafür

sorgen, dass die Ware gut ist und

der Preis stimmt“, führt er aus.

„Steuerliche und gesetzliche Bestimmungen

können hier zunächst

einmal in den Hintergrund

gerückt werden. Viel wichtiger ist,

dass für beide Parteien eine Winwin-Situation

entsteht“, ist er

32 SIKKENS aktuell 3/2005

überzeugt. „Nur so kann die geplante

Übergabe zum Erfolg

führen.“

Das Problem ist, nach Ansicht

von Reinhard Badura, dass es

mehr Betriebe gibt, die einen

Nachfolger suchen als umgekehrt.

Es gibt also ein Überangebot.

Das zweite Problem ist,

dass die Abgebenden ihren Betrieb

verkaufen wollen und es nur

wenig Nachfolgewillige gibt, die

die Preisvorstellungen realisieren

können. Vor diesem Hintergrund

muss von beiden Seiten aus nach

umsetzbaren Lösungen gesucht

werden.

„Die Situation des Abgebenden

ist auf jeden Fall schwieriger als

die des Übernehmenden“, so

die Einschätzung von Reinhard

Badura. Er begründet dies

folgendermaßen: Ist der Abgebende

für die Sicherung der eigenen

Rente abhängig vom Weiterbestehen

des Betriebs, bedeutet

das für ihn, dass er auch

nach der Übergabe noch weiterhin

das Risiko trägt. Er muss

im Vorfeld sicherstellen, dass der

Nachfolger den Vertrag erfüllen

kann und das Unternehmen nicht

in eine Pleite führt. „Er muss sich

also zwei Dinge fragen: Traue ich

dem zu, meinen Betrieb zu füh-

ren? Und wie kann ich ihm das erleichtern?“,

präzisiert er.

Letzteres können die Senioren

ganz klar beeinflussen: „Der

Abgebende muss dafür sorgen,

dass sein Betrieb bis zum letzten

Tag gut läuft und einwandfrei da

steht. Je besser das Unternehmen

bis zum Schluss geführt

wird, umso größer ist die Sicherheit,

das die Übergabe erfolgreich

abgeschlossen werden

kann“, betont Badura. Die Erfahrung

lehrt ihn aber, dass viele

die Dinge schleifen lassen, wenn

sie ans Aussteigen denken. „Das

ist genau der falsche Weg, denn

damit legen sie ihren Nachfolgern

Steine in den Weg, die diese

unter Umständen zu Fall

bringen.“

Nicht nur im Übergabeprozess ist

die richtige innere Einstellung

entscheidend, findet der Sikkens

Betriebsberater: „Unternehmer

sein ist grundsätzlich eine Frage

der Mentalität.“ Dies sollte auch

Unternehmer sein ist grundsätzlich

eine Frage der Mentalität

bei der Wahl des richtigen Nachfolgers

bedacht werden. Er spricht

sich deshalb auch dafür aus, dass

der Junior im Familienbetrieb seine

Erfahrung möglichst in einem anderen

Betrieb machen sollte und

erst zur Übernahme wieder zurück

in den elterlichen Be-


trieb kommt. „In einem

fremden Betrieb kann er seine

tatsächlichen Führungsqualitäten

testen und weiß, dass die Mannschaft

ihm nicht nur folgt, weil der

Senior seine Finger noch mit im

Spiel hat“, weist Reinhard Badura

auf mögliche Fallstricke hin.

Wichtig: ein partnerschaftliches Verhältnis

Holger Tutsch, Karosserie-

und Fahrzeugbaumeister,

ist gerade

dabei, den elterlichen

Lackier- und Karosseriebaubetrieb

zu übernehmen. Im

Moment führt er das von Großvater

Kurt 1961 gegründete

Unternehmen noch gemeinsam

mit Vater Günter und Mutter

Elfi. Der Generationenwechsel

soll sich bei den Tutschs Schritt

für Schritt vollziehen.

„Ich möchte schön langsam in

meine neue Aufgabe hineinwachsen

und mir so die langjährige Erfahrung

meines Vaters aneignen“,

begründet Sohn Holger den gewählten

Weg. In den nächsten

vier Jahren wird er zum alleinigen

Geschäftsführer aufsteigen. Vater

Günter zieht sich in dieser Zeit

nach und nach aus dem Geschäftsleben

zurück und überträgt

seinem Sohn schon jetzt

immer mehr Aufgaben und Verantwortung.

„In der Regel sieht es

so aus, dass ich die Arbeit mache

und er mir dabei zuschaut, mir

Tipps gibt und Vorschläge macht“,

beschreibt Holger Tutsch das Arbeitsverhältnis.

„Toll ist, dass mein

Vater mich dabei von Anfang an

als gleichwertigen Partner behandelt

hat“, freut er sich. Seinen

Abschließend rät er allen jetzigen

Inhabern, sich frühzeitig Gedanken

zu machen, was sie mit ihrer

Zeit und ihrem Leben nach der

Betriebsübergabe anfangen wollen.

Dieser Schritt ist nicht von

heute auf morgen zu bewältigen,

sondern muss ebenso gewissen-

Vater beschreibt er

dabei nicht nur als

äußerst geduldig

und verständnisvoll:

„Er lässt mich auch

Dinge ausprobieren,

die er selbst so nicht

gemacht hätte, wie

zum Beispiel die

Schaltung des Sikkens

Werbespots im

regionalen Kino.“

Wichtig ist seiner

Meinung nach, dass

er auch seine eigenen

Erfahrungen machen kann.

„So kommen wir gemeinsam immer

auf ein gutes Ergebnis.“

A propos Ergebnis: Die Zeit,

die die Übernahme in Anspruch

nimmt, ist im Hause Tutsch zunächst

einmal zweitrangig. Im

Vordergrund steht die erfolgreiche

Übergabe des Betriebs.

Alle sind sich einig, dass es

keinen Sinn macht, ins kalte

Wasser geworfen zu werden. Dass

er immer jemanden zum Fragen

hat, möchte Holger Tutsch zum

jetzigen Zeitpunkt auf keinen Fall

missen. Denn zuweilen ist die

neue Rolle als Geschäftsführer

doch noch etwas ungewohnt

für den Jungunternehmer. „Man

muss sehr viel Verantwortungs-

haft vorbereitet werden wie die

Übergabe selbst. „Nicht nur die

wirtschaftliche, auch die private

Seite des Ausstiegs aus dem Unternehmerdasein

will geplant sein,

damit die Geschäftsübergabe

nicht im Chaos endet“, so die Erfahrung

des Betriebsberaters. ■

Immer im partnerschaftlichen Dialog:

Vater Günter und Sohn Holger Tutsch.

bewusstsein haben und sich im

Klaren darüber sein, dass jede

Entscheidung ihre Folgen hat.“

Besonders bemerkenswert findet

er, dass sein Vater keinerlei Probleme

damit hat, seine Führungsposition

an ihn abzugeben: „Er

kann loslassen und traut mir

etwas zu. Das ist für mich das

Allerbeste!“ Sein Tipp an alle, die

vor einem ähnlichen Übergabeprozess

stehen: „Man muss das

partnerschaftlich angehen. Es darf

nicht jeder seinen Kopf durchsetzen

wollen. Denn aus der

vorhandenen Erfahrung kann

man nur gewinnen und sie für

die eigene Zukunft nutzen.“ ■

SIKKENS aktuell 3/2005

Service 33


Service

Prüfen: Ist das Vertrauen da?

Heinrich Deibler,

Spenglermeister, hat

den 1973 selbst

gegründeten Karosserie- und

Lackierfachbetrieb bereits an

seinen Nachfolger Manfred

Luger übergeben. Als geschäftsführenderGesellschafter

steht dieser dem Unternehmen

bereits seit fünf

Jahren vor. Heinrich Deibler

zog sich in den letzten Jahren

endgültig in den Ruhestand

zurück und überließ die Geschäftsleitung

komplett dem

viele Jahre als Meister angestellten

Manfred Luger.

Schon beim Einstellungsgespräch

hatte Heinrich Deibler darauf hingewiesen,

dass er einen Nachfolger

für seinen Betrieb sucht.

„Ich habe ihm damals schon gesagt,

dass ich nicht ewig arbeiten

will“, erinnert er sich zurück. „Wir

haben von Anfang an gut zu-

34 SIKKENS aktuell 3/2005

sammen gepasst und hatten die

gleiche Linie. Die führt Manfred

Luger nun weiter.“

Das Unternehmen läuft weiterhin

unter dem Namen seines Gründers.

„Deibler ist ein guter Name.

Und dieser gute Ruf soll auch

meinem Nachfolger zugute kommen“,

findet

der ehemalige

Geschäftsführer.

Aber nicht

nur die Außenwirkung

ist

wichtig für

eine erfolgreicheGeschäftsübergabe.

Das

Gespann Deibler-Luger hatte von

Anfang an eine schrittweise Übergabe

geplant: „Schließlich muss

man auch sehen, wie der Generationenwechsel

finanziell so organisiert

werden kann, dass sich

niemand übernimmt.“

Von Anfang an ein perfektes Team: Heinrich Deibler und Manfred Luger

Hinzu kommt, dass Heinrich

Deibler seinem Nachfolger in der

Übergangsphase möglichst viel

Rückhalt geben wollte. „Ich habe

so viele Kontakte, auch in der

Freizeit, dass ich nach wie vor

immer noch mit der Geschäftswelt

konfrontiert werde“, erzählt

er. „Und da setze ich mich wei-

Auch der Generationenwechsel

muss finanziell in

beiderseitigem Interesse

organisiert werden

terhin für ‚mein’ Unternehmen ein

und kümmere mich.“ Nach wie

vor schaut der ehemalige Inhaber,

oft gemeinsam mit seiner

Frau, regelmäßig in der Werkstatt

vorbei: Mit Manfred Luger

plaudert er dann über die aktuellen

Entwicklungen oder er

unterhält sich mit Mitarbeitern

und Kunden. „Wir haben ein sehr,

sehr gutes Verhältnis“, freut er

sich über den freundschaftlichen

und unbeschwerten Kontakt.

Dies machte es ihm auch leichter,

seinen Posten und sein Unternehmen

schließlich einem Dritten

zu überlassen. Heinrich Deibler

hatte sich bereits im Vorfeld

gedanklich mit diesem Thema

auseinandergesetzt. Leicht gefallen

ist es ihm aber auch, weil er

genau zu diesem Zeitpunkt die

Wohnung gefunden hat, auf die er

schon immer hingearbeitet hatte:

„Von einem Penthouse mit Blick

über ganz Wien habe ich schon

immer geträumt. Und genau das

kann ich jetzt mit aller


Zeit der Welt genießen“,

gerät er ins Schwärmen. So lange

er seine Firma hatte, war die

Wohnung nur zum Schlafen da.

Jetzt hat er zudem Zeit zum

Tennis und Golf spielen.

Hilfreich: Optimale Startbedingungen

Dr. Rüdiger Fromm ist

von Beruf Rechtsanwalt,Wirtschaftsprüfer

und Steuerberater mit

Sitz in Koblenz. Sein Spezialgebiet

ist die steueroptimierte

Regelung der Unternehmensnachfolge.

Für „Sikkens aktuell“

hat er die wichtigsten Fragen

und Antworten zu diesem

Thema zusammengefasst.

Das Wichtigste bei einer Unternehmensübergabe

ist die Übertragung

des Betriebs an den

Besten der Familie. Dies sollte zu

den besten Konditionen für alle

Mitglieder geschehen. Zu vermeiden

ist dabei Streit in der

Familie und jegliche Rechtsstreitigkeiten

mit Gesellschaftern.

Vermeidbare Steuern sollten

ebenfalls abgewendet werden.

Was damit genau gemeint ist,

wird im Folgenden erklärt.

Wenn die Unternehmensnachfolge

ansteht, muss gerade der

Mittelständler darauf achten,

dass er nicht nur den „bestgeeigneten“

Nachfolger ans Ruder

lässt. Er muss zugleich Sorge

„Man muss sich gut anschauen,

wem man sein Unternehmen

gibt“, betont er aber dennoch.

„Das Vertrauen muss da sein,

und man muss sich sicher sein,

dass der andere den Vertrag ein-

tragen, dass in der Familie Rücksicht

genommen wird auf die

schwere Aufgabe, die auf den

Nachfolger zukommt. Es muss

zum Beispiel Verständnis dafür

da sein, dass der Unternehmensnachfolger

in der heutigen

Zeit keine Nach-Steuern-Ausgleichungen

an „weichende Miterben“

ausführen kann, weil ihm

Die Nachfolgeregelung

muss steueroptimiert sein

dazu in der Regel das Kapital

fehlt. Außerdem muss die Nachfolgeregelung

steueroptimiert

sein, das heißt, vermeidbare

Steuerabflüsse sind unbedingt zu

vermeiden, weil sie den Nach-

halten kann. Dazu muss man

ihn sehr gut kennen und zum

Beispiel auch sein Umfeld mit offenen

Augen anschauen“, rät er

Unternehmern, die ans Aufhören

denken. ■

folger in der Konkurrenz zum Mitbewerber

schwächen.

Hier stellt sich sofort die Frage:

Wird der Betrieb entgeltlich oder

unentgeltlich übertragen oder

wird er nur verpachtet? Letzteres

ist vor allem dann ein guter

Mittelweg, wenn nicht genug Geld

vorliegt, um einen hohen Firmenwert

zu bezahlen. Beim Verkauf

eines Unternehmens muss der Erwerber

in der Regel Fremdmittel

am Markt aufnehmen. Diese

werden ihm oftmals nur zögerlich

bereitgestellt. Es ist darauf zu

achten, dass der Nachfolger in

jedem Fall einen so genannten

„Asset-Deal“ durchführt: Das

heißt, er kauft nicht die Anteile

eines Unternehmens, die er

möglicherweise nicht abschreiben

kann, sondern die Wirtschaftsgüter

des Unternehmens. Im

familiären Bereich wird oft die

unentgeltliche Übertragung des

Unternehmens gewählt: Die Versorgungsleistungen,

die im Gegenzug

gezahlt werden, sind dann

beim Empfänger zu versteuern.

Beim Zahlungspflichtigen (Nachfolger)

können sie aber steuerlich

geltend gemacht werden.

Um eine Nachfolge im Familienbetrieb

zu sichern, muss parallel

eine flankierende Regelung

SIKKENS aktuell 3/2005

Service 35


Service

der privaten Bereiche erfolgen.

So sollte zum Beispiel das

Vermögensnachfolgekonzept von

allen getragen werden. Das heißt,

es muss möglichst in einem Erbvertrag

mit Pflichtteilsverzicht

der Kinder vor Anfechtungen

abgesichert werden. Ist dieses

Optimum nicht zu erreichen,

muss wenigstens eine mit wirtschaftlichen

Sanktionen ausgestattete

testamentarische Regelung

greifen, die Unternehmen

und Nachfolger die Sicherheit

gewährt, nicht in Erbprozesse

verwickelt zu werden.

Diese Grundsätze gelten nicht nur

in der Familie, sondern auch und

gerade für fremde Betriebsübernehmer.

Es macht keinen Sinn,

einen Höchstpreis verlangen zu

wollen, den der Käufer keinesfalls

realisieren kann. Ein Unternehmensverkauf

ist nur möglich,

wenn dem Käufer zugleich die

36 SIKKENS aktuell 3/2005

Finanzierung gelingt. Dies ist

unter banktechnisch üblichen

Prämissen und Parametern zu

beurteilen.

Die finanzielle Absicherung der

Eltern erfolgt dadurch, dass

Teile des Betriebes, insbesondere

Immobilien, mittlerweile wieder

steuerneutral zurückgehalten

werden können. Dies hängt von

der Rechtsform des betriebenen

Unternehmens ab. Das kann in

Form der Betriebsaufspaltung

Info

Vormerken: Workshop „Unternehmensnachfolge“

Im März 2006 wird es in Zusammenarbeit

mit Rechtsanwalt

Dr. Rüdiger Fromm

drei Tagesworkshops zum

Thema „Sicherung des Lebenswerkes

eines Unternehmers

bei Scheidung, Tod und

Betriebsübergabe“ geben.

Veranstaltet werden die

Antwortfax 00 49 (0)711/ 89 51-6 50

Firma

Vorname/Name

Straße

PLZ/Ort

Datum/Unterschrift

E-Mail Adresse

■ Ja, ich interessiere mich

für den Workshop

„Unternehmensnachfolge“.

Bitte merken Sie mich vor

für folgende Veranstaltung:

■ 07. März 2006: Salzburg

■ 14. März 2006: Würzburg

■ 28. März 2006: Göttingen

Bitte schicken Sie mir detaillierte

Informationen und die Anmeldeunterlagen

zu.

(Bitte E-Mail Adresse in unteres

Feld eintragen)

passieren, indem das Besitzunternehmen

bei den Senioren verbleibt.

Es kann aber auch in Form

der Ausgliederung von Unternehmen

ins Sonderbetriebsvermögen

des Seniors erfolgen.

Die Einflussnahme der Senioren

kann gewahrt werden durch

Beiratsfunktionen. Diese muss so

abgesichert sein, dass nicht per

alleiniger Stimmrechtsmacht der

institutionalisierte Beirat beseitigt

werden kann. In jedem Fall

Workshops im Raum Salzburg,

Würzburg und Göttingen.

Kosten für das Seminar:

50 Punkte. „Dieses Angebot

richtet sich ausdrücklich nicht

nur an Senioren, sondern an

alle Inhaber“, betont Christine

Stutz, Leiterin Marketing

Services bei Sikkens. Im ersten

Teil des Workshops wird es zunächst

allgemeine Informationen

zum oben genannten

Thema geben. Im zweiten Teil

können die Teilnehmer konkrete

Fragen stellen.

muss darauf geachtet werden,

dass die Sicherheit der Senioren

dem unternehmerischen Bedürfnis

des Juniors, seine Vorstellungen

verwirklichen zu können,

vorrangig ist. Der Senior muss

auch für den Fall, dass das

Unternehmen des Juniors nicht

gelingt, seine Alterssicherheit

bewahren. Daneben hat der

Unternehmensnachfolger noch

dafür Sicherheit zu tragen, dass

im Fall des Scheiterns seiner

Ehe das Unternehmensvermögen

nicht berührt wird. ■


Internationale Acoat selected Junioren-Konferenz in Hannover/Wolfsburg

Blick über den (Landes-)

Tellerrand

Vom 1. bis

3. Juni 2005

trafen sich

Acoat selected Jungunternehmer

aus ganz

Europa in Hannover. Diskutiert

wurden aktuelle

Fragen zum Thema

Marktentwicklung in den

einzelnen Ländern. Daneben

stand ein Besuch

der Autostadt in Wolfsburg

und genug Zeit zum

Kennenlernen und Erfahrungsaustausch

auf dem Programm.

Nach der individuellen Anreise

am Mittwoch trafen sich die

Teilnehmer aus Großbritannien,

Polen, Spanien, Portugal, den

Beneluxländern und Deutschland

am Donnerstag zur Besichtigung

von Autostadt und Volkswagenwerk

in Wolfsburg. Bart Kaster,

General Manager Akzo Nobel

Car Refinishes Europa, begrüßte

die Nachwuchsunternehmer als

„Partner für die Zukunft“ und

forderte sie auf, die Veranstaltung

Bart Kaster, General Manager Akzo

Nobel Car Refinishes Europa, begrüßte

die Teilnehmer in der Autostadt

in Wolfsburg.

zum Ideenaustausch und zur

Netzwerkbildung zu nutzen.

Am Freitag tagten die Junioren

im Maritim Hotel Hannover und

beschäftigten sich in Kleingruppen

mit drei Fragen:

1. Einfluss von Schadenmanagement

und Gesetzgebung auf die

Anzahl der Reparaturwerkstätten?

Rund 80 Acoat selected Junioren aus ganz Europa trafen sich in

Hannover zum Workshop.

Info

Das Volkswagenwerk

Wolfsburg in Zahlen

Das Volkswagenwerk in Wolfsburg

ist mit 50.000 Mitarbeitern

das größte Automobilwerk

der Welt. Die überdachte

Fläche entspricht fast den Ausmaßen

des Fürstentums

Monaco. Um das Werk zu Fuß

zu besichtigen, benötigt man zwei bis

drei Wochen. Zur schnelleren Fortbewegung

sind deshalb insgesamt

5.500 Fahrräder im Einsatz. Für die

hausgroßen Pressen sind Fundamente

wie für einen kleinen Wolkenkratzer erforderlich.

Die Presskraft für eine Tür

beträgt 59.000 Kilonewton. Die Vibration

der Pressen spürt man noch in

1 km Entfernung. Gearbeitet wird von

Montag bis Freitag rund um die Uhr in

Dreierschichten. Dabei werden im

Karosseriebau nur noch 2 % der Arbeiten

manuell getätigt, 98 % erledigen

Roboter. 3.000 Autos laufen so täglich

vom Band, wobei die Produktion eines

einzelnen Autos rund 18 Stunden

dauert.

Der Einfluss von Schadenmanagement

unterscheidet sich von Land

zu Land stark, wird aber überall

weiter zunehmen. Die VOC-Gesetzgebung

wird die Zahl der

Autoreparaturlackbetriebe

SIKKENS aktuell 3/2005

Service

37


Service

weiter reduzieren. In Europa

gibt es zu viele Betriebe, der

Preisdruck ist enorm hoch.

2. Einfluss von Fahrzeugherstellern

und Vertragswerkstätten

auf den Reparaturmarkt?

Mit dem Verkauf von Komplettlösungen

und Mobilitätsgarantie

nehmen die Fahrzeughersteller

starken Einfluss auf

den Reparaturmarkt. Elektronische

Systeme, wie ABS

oder ESP, erfordern ein hohes

Maß an Know-how auch

bei den Werkstätten. Wichtig

sind deshalb Kooperationsvereinbarungen

zwischen Reparatur-

Werbung muss im

zweifachen Wortsinn

„ankommen“:

Sie muss die Zielgruppe emotional

erreichen und Gefallen

finden. Damit dies immer gelingt,

hat Sikkens für Partnerkunden

die PowerWerbemittel

2005 entwickelt.

Vier Aktionswerbepakete begleiten

die Acoat selected Betriebe

im jahreszeitlichen Rhythmus und

können bedarfsgerecht und individuell

zusammengestellt werden.

Die bunten Schoko-Dragees der

Herbstaktion bringen

Farbe in den ein oder

anderen grauen Oktobertag

und führen

die Kunden in „farbige

Versuchung“. Die farbenfrohen

Dragees

38 SIKKENS aktuell 3/2005

Info

Wussten Sie, …

.. dass im Volkswagenwerk in

Wolfsburg seit kurzem nur

noch Frauen die Fahrzeuge

vom Band zu den Lagerflächen

fahren? Eine Studie hat

ergeben, dass dadurch die

Unfallrate im Werk um 50 %

reduziert werden konnte.

werkstätten und Automobilherstellern.

3. Tätigkeitsfelder, auf die sich

die Betriebe konzentrieren müssen,

um ihre Marktposition zu

stärken?

Farbenfroher Herbstgruß

Die farbigste Versuchung,

seit es Sikkens gibt.

können als Give-away genutzt

oder per Mailing

an ausgewählte Direktkunden

verschickt werden.

Die einzelnen Bestandteile

des Pakets sind

ab Anfang September

verfügbar. Aus folgenden

Komponenten

kann der optimale

Werbeauftritt für den

eigenen Betrieb gemixt

werden:

Die Betriebe sollten die Zahl tatsächlich

verkaufter Stunden und

ihr Controllingsystem optimieren

und in Personal, Ausrüstung

und Neukundengewinnung investieren.

Besonders wichtig sind

ein kundenorientierter Service,

eine optimistische Grundeinstellung

und professionelle Arbeit.

„Nur die besten werden

überleben“, so die Überzeugung

der Junioren.

Die Teilnehmer aus Deutschland,

Spanien und Portugal schlossen

die Konferenz mit einer Besichtigung

des Sikkens Lackier- und

Karosseriebaubetriebs Autohaus

Kahle in Wolfsburg ab. ■

• Briefpapier Herbst

• Schoko-Dragees im Blisterstreifen

• Bedruckte Dragee-Verpackung

• Versandtasche

• Muster-Mailing auf CD ■


Trendsetter in Süddeutschland:

Acoat selected Partner Lambla aus Langenau

Neue Geschäftsidee:

Autopiercing

Acoat selected Partner

Ottmar Lambla

aus Langenau bei Ulm

ist begeistert: „Die Idee, ein

Auto zu piercen, ist der Renner“,

findet er. Seit April bietet er

seinen Kunden diesen ausgefallenen

Service und äußert

sich höchst zufrieden über das

neu erschlossene Geschäftsfeld.

„Das Gute am Autopiercing ist,

dass es nur mit angenehmen

Dingen verbunden ist, vergleichbar

mit dem Kauf eines Schmuckstücks

beim Juwelier“, begründet

Lambla das Interesse seiner Kunden.

„Der Auftraggeber kommt

nicht mit einem Schaden oder

einem Unfall zu uns, sondern mit

dem Wunsch, sich etwas ganz Besonderes

zu gönnen.“

Beim Autopiercing wird ein kleiner,

massiver Edelstahl-Zylinder mit

Sehr gute Erfahrungen hat Ottmar

Lambla auch beim Piercen von Kunststoffuntergründen

gemacht.

einem Durchmesser

von 70 Millimetern

und 20 oder 40 Millimeter

Tiefe an einer

beliebigen Stelle ins

Auto eingesetzt. Dazu

wird vom Fachbetrieb

ein Loch ins

Blech oder das entsprechendeKunststoffteil

gebohrt und

der Behälter fest und

diebstahlsicher am

Fahrzeug verschraubt.

Der Piercing-Zylinder

birgt das Lieblingsschmuckstück

des Kunden

und macht sein Auto

zum extravaganten Einzelstück.

Lambla hält für Interessenten

eine ganze Reihe individueller

Piercings bereit. Wer hier nicht

fündig wird, bringt sein Piercing-

Objekt selbst mit. Der Kreativität

sind keine Grenzen gesetzt. Auf

Vom Fachmann wird der Edelstahl-

Zylinder an einer beliebigen Stelle ins

Auto eingesetzt.

Wunsch kann das Piercing auch

mit Beleuchtung geliefert werden.

Informationen zum Autopiercing

gibt es direkt bei Ottmar Lambla

(Tel. +49 [0] 73 45/65 54) oder im

Internet unter www.brilliantmobile-design.de.


Beim Autopiercing erhält jedes Fahrzeug eine

individuelle Note und wird zum persönlichen

Schmuckstück des Kunden.

SIKKENS aktuell 3/2005

Forum

39


Forum

Aus alt mach neu

Nachdem der Zahn

der Zeit doch etwas

zu stark am in die

Jahre gekommenen Betriebsgebäude

genagt hatte, entschloss

sich Inhaber Edwin

Wetzel zum Neubau.

Der zieht nun mit modernem

Design nicht nur

alle Blicke auf sich,

sondern ist zudem drei

Mal größer als die alten

Hallen.

Die Mitarbeiterzahl hatte

sich seit der Betriebsgründung im

Jahre 1985 verdoppelt, die Bausubstanz

der ehemaligen Molkerei

ließ zunehmend zu wünschen

übrig. „Diese Umstände zwangen

uns, zu handeln“, berichtet Kfz-

Meister Edwin Wetzel. „Und so

entschieden wir uns für die Planung

und Errichtung eines Neubaus

an gleicher Stelle.“ Im Sep-

40 SIKKENS aktuell 3/2005

tember 2004 wurde die alte Werkstätte

komplett abgerissen. Und

schon ein halbes Jahr später

konnte die Mannschaft wieder

einziehen. Ende Mai 2005 wurde

nun offiziell die Eröffnung gefeiert.

„Das Raumangebot im neuen Gebäude

ist enorm“, freut sich der

10 Jahre Grimm & Partner

Mit einem Tag der offenen

Tür feierte der

Thüringer Fahrzeugbaubetrieb

Grimm & Partner

Mitte Juni sein zehnjähriges

Jubiläum. In den beiden

Niederlassungen in Suhl und

Erfurt werden Lkw-Aufbauten

hergestellt und repariert.

„Es war zwar sehr kalt, aber

wir hatten herrliches Wetter“,

freut sich Geschäftsführer Frank

Seiler. Und so fanden rund

250 Gäste den Weg in die Niederlassung

der Firma nach Erfurt.

Hauptattraktion war dort ein

65-Meter-Kran mit Aussichts-

Gondel und das Rallye-Fahrzeug

von DRM-Pilot Olaf Dobberkau.

Daneben gab es Produktpräsentationen

von Kunden und

Partnern, Kinderprogramm und

eine Präsentation der Firmengeschichte.

Die beiden heutigen Gesellschafter

Thomas Grimm und

Hoch hinaus: der Blick vom 60 Meter

hohen Kran auf Firmengebäude, Ausstellungs-Lkws

und das Rallyefahrzeug.

Der architektonisch interessante, farbig

gestaltete Neubau steht nun an

Stelle der ehemaligen Werkstatträume.

Besitzer. Es fasst neben dem

Herzstück, der Kfz-Werkstätte,

nun auch eine eigene Karosserieund

Lackierabteilung mit einer

modernen Lackierkabine, die vom

langjährigen Mitarbeiter Robert

Jacobs in eigener Regie geführt

wird. Platz hat nun außerdem ein

separater Bereich für Hagel- und

Parkschäden, ein großer Ausstellungsraum

im Obergeschoss

und als zusätzlicher Kundenservice

eine Bürstenwaschanlage. ■


Ein runder Geburtstag und drei

Generationen Strohl

Seit 60 Jahren betreut

der KarosserieundLackierfachbetrieb

Strohl, Sikkens Partner

der ersten Stunde, seine

Kunden. Inzwischen leitet Enkel

Michael Strohl mit seiner Frau

Birgit den vom Großvater

Wilhelm im Jahre 1945 gegründeten

Betrieb.

Viele Dinge haben sich im Laufe

der Zeit verändert. „Auch nach

dem Umzug 1975 in die heutigen

Geschäftsräume wurde immer

wieder an- und umgebaut, erweitert

und aufgestockt“, erinnert

sich Michael Strohl. „Selbstverständlich

wurde in diesem Zuge

immer auch modernisiert“, fügt er

hinzu. Mit der ISO-Zertifizierung

im November 2002 bekamen

Michael Strohl und sein Team von

offizieller Seite bestätigt, dass

sich das Unternehmen auf dem

richtigen Weg befindet. „Unser

Qualitätsmanagementsystem soll

uns nun zum einen helfen, den

bürokratischen Aufwand in einem

vernünftigen Rahmen zu halten.

Zum anderen unterstützt es uns

dabei, die zurückgehenden Erlöse

Sikkens Mitarbeiter Thomas Fass (rechts) gratuliert Inhaber Michael Strohl, der

1996 die Nachfolge seiner Eltern Hedwig und Wilhelm Strohl antrat.

Frank Seiler gründeten ihr

Unternehmen im Februar 1995.

Sie spezialisierten sich damals

durch effektives Handeln aufzufangen,

für die Zukunft zu

stabilisieren und wieder zu

steigern“, so der Geschäftsführer

des Acoat selected Betriebs. ■

bereits auf den Bereich Neuaufbau

und Reparatur von

Lkws. Seitdem wurden über

1.000 Pritschen-, Koffer-, Ladekran-,

Absetz-, Abroll- und Getränkeaufbauten

realisiert. Die

meisten dieser Lkws werden

seit 1997 auch gleich „inhouse“

beschriftet: „90 % der

Fahrzeuge verlassen unser Haus

nicht nur lackiert, sondern

werden auch gleich mit dem

jeweiligen Firmenlogo und der

entsprechenden Werbebotschaft

versehen“, berichtet Mitinhaber

Frank Seiler stolz. ■

SIKKENS aktuell 3/2005

Forum 41


Forum

Hinter die Kulissen geblickt

Am 23. und 24. April

luden die Autolackiererei

Förster

und Beling und das Autohaus

Rosier zu einem gemeinsamen

Tag der offenen Tür nach

Oldenburg. Neugierige Besucher

konnten an diesem

Wochenende einen Blick hinter

die Kulissen der Sikkens Partnerwerkstatt

werfen und das

neu eröffnete Toyota-Zentrum

bestaunen.

Der Spaß beim Pistengaudi und

Après-Ski war den Teilnehmern ins

Gesicht geschrieben.

42 SIKKENS aktuell 3/2005

Der Termin passte optimal: Der

letzte Schliff an der Toyota-Fahrzeughalle

der Firma Rosier

war getan,

und auch das

Wetter machte

mit. Chrom und

Sonne blitzten

um die Wette,

während die

großen und kleinen

Automobil-

Fans die Eröffnungsangebote

inspizierten oder

einfach das breite Familienprogramm

genossen.

Von den insgesamt 6.500 Besuchern

kam jeder auf seine

Kosten: ob bei der großen Fahrzeugschau

der Neu- und Gebrauchtwagen,

im Formel-1-

Simulator auf den Spuren

Schumis oder bei der Flugshow

mit Modellflugzeugen. Auch den

kleinsten Automobil-Freaks wur-

Pistengaudi und Après-Ski

Die Osterferien nutzte

der Juniorenstammtisch

der Region 3, um

gemeinsam mit Sikkens nach

Südtirol zu fahren.

Untergebracht waren die Skifahrer

in den Selbstversorger-Appartements

der „Residence Mugun“ in

Corvara. Auf Grund des sonnigen

Wetters und der milden Temperaturen

startete die Gruppe meist

früh am Morgen. „Die gut präparierten

Pisten waren dann noch

ausgezeichnet zu befahren“, erzählt

Sikkens Außendienstmitar-

de es nicht langweilig. Neben

dem Kinderanimations-Programm

und dem Luftballon-Weitflug-

Wettbewerb gab es ein besonderes

Highlight. Bei Förster und

Beling kam aus den Spritzpistolen

mal ausnahmsweise kein

Autolack, sondern Körperfarbe

für Airbrush-Tattoos. ■

Auch für die jüngsten Automobil-Fans

war einiges geboten.

beiter Andreas Kauert begeistert.

„Danach standen natürlich Après-

Ski und der schöne Wellnessbereich

im Hotel auf dem Programm.“

Nachdem sich alle ausgeruht hatten,

wurde abends gemeinsam gekocht

und im Anschluss bis spät in

die Nacht „Tabu“ gespielt. „Alle

Teilnehmer waren begeistert vom

fantastischen Skigebiet und der

gastfreundlichen Unterkunft“, freut

sich Organisator Andreas Kauert

und macht sich schon an die

Planung für Skiwochenende oder

Segeltörn im nächsten Jahr. ■


Öffentlichkeitsarbeit

bringt Umsatz

Ende letzten Jahres

wurde der KarosserieundLackierfachbetrieb

Gebrüder Eickhoff ISOzertifiziert.

Eine kleine Meldung

in der örtlichen Presse über

dieses für die Firma höchst erfreuliche

Ereignis wirkte wahre

Wunder: Inhaber Thomas Jordan

erlebte einen richtiggehenden

Auftrags-Boom.

Kleiner Artikel mit großer Wirkung:

ISO-Zertifizierung bei Eickhoff in Wort

und Bild. Info

„Wir haben schon viele Annoncen

in Zeitungen geschaltet“, erzählt

Karosseriebaumeister und Betriebsinhaber

Thomas Jordan.

„Aber die Resonanz auf die Bekanntgabe

unserer ISO-Zertifizierung

in der Presse war einfach umwerfend“,

erinnert er sich immer

noch ungläubig zurück. Der Fotograf

der Lokalzeitung hatte die

Rundum-Service fürs Fahrzeug gibt’s beim Solinger Reparaturlackbetrieb Eickhoff.

Urkundenübergabe im Bild festgehalten

und in einem einzigen Satz

den erfolgreichen Abschluss der

Zertifizierungsmaßnahmen gemeldet.

„Danach liefen bei

uns die Telefone heiß“, freut

sich Jordan noch immer über

den unerwarteten Erfolg.

Tipps für eine wirkungsvolle Öffentlichkeitsarbeit

• Aktueller Aufhänger: Nutzen

Sie aktuelle Ereignisse

oder Ergebnisse, um Ihr Unternehmen

und Ihre Dienstleistung

in der Öffentlichkeit

darzustellen.

• Persönlicher Kontakt: Bauen

Sie persönliche Kontakte

zu Vertretern der lokalen

Presse auf und versorgen

Sie diese regelmäßig mit aktuellen

Meldungen.

• In der Kürze liegt die

Würze: Texte sollten nicht

werblich, sondern in sachlichem

Ton und in kurzen,

prägnanten Sätzen formuliert

werden.

• Textaufbau: In Überschrift

und Vorspann der Pressemeldung

sollten alle wich-

Der Solinger Lackier- und Karosseriespezialist

Gebrüder Eickhoff

blickt auf 100 Jahre Firmengeschichte

zurück. 1989 übernahm

Thomas Jordan den Betrieb von

der Gründerfamilie. Er selbst gehört

seit seiner Lehre zum Unternehmen.

Die Firma Gebrüder Eickhoff

ist bereits seit den 70er

Jahren Sikkens und seit der

ersten Stunde Nobilas Partner.

In der Woche durchlaufen bis

zu 25 Fahrzeuge die auf

Reparaturlackierung spezialisierte

Werkstatt, die bereits

vor drei Jahren komplett auf

Wasserlack umgestellt hat. ■

tigen Informationen untergebracht

werden. Im Lauftext

werden diese noch einmal

näher erläutert.

• Die sieben Ws: Folgende Fragen

sollten Sie im ersten

Drittel Ihres Pressetextes

immer beantworten: Wer?

Wann? Wo? Was? Wie? Warum?

Woher (Quelle)?

• Gute Bildqualität: Liefern Sie

den Pressevertretern gestochen

scharfe Bilder in exzellenter

Qualität. Wichtig sind

hier ein durchdachter Bildaufbau

mit Unterbringung des

Firmenlogos, die richtige

Belichtung und möglichst

wenig komprimierte Digitalbilder,

die im „High Quality

Modus“ fotografiert wurden.

Forum

433


POWERED BY PASSION

Erfolg braucht Teamgeist.

Mit dem eigenen Team die Nase vorn haben. Dazu braucht es Power und Leidenschaft. Und

einen Partner, der alles für den gemeinsamen Erfolg gibt: Sikkens hat seine Innovationskraft

immer wieder unter Beweis gestellt: Zum Beispiel mit einem kompletten wasserbasierten

Lacksystem, das die kommenden VOC-Anforderungen heute schon erfüllt. Also: nicht warten,

starten! Mit Sikkens Richtung Erfolg. Mehr unter www.sikkenscr.de.

Sikkens macht Lackieren erfolgreich.

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