Klimawandel und Umweltschutz: Die Lackiererei im Wandel der Zeit

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Klimawandel und Umweltschutz: Die Lackiererei im Wandel der Zeit

News

Rechtsexperte Gerhard Predeschly informiert

Thema:

Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG)

Info

In jeder Ausgabe von „Sikkens

aktuell“ informiert das

Unternehmen seine Kunden

über aktuelle Rechtsfragen.

Dieses Mal gibt Gerhard

Predeschly Auskunft über eine

wichtige Änderung im Arbeitsrecht.

Er erläutert das AllgemeineGleichbehandlungsgesetz

(AGG) und zeigt

mögliche Auswirkungen auf

die betriebliche Praxis auf.

Das seit August 2006 gültige

AGG hat Bedeutung für das gesamte

Zivilrecht. Im Arbeitsleben

schützt es Beschäftigte

vor Benachteiligungen am Arbeitsplatz:

Es sorgt dafür, dass

Rechtsanwalt Gerhard Predeschly

trat nach Studium in Tübingen und

Referendariat in Stuttgart Anfang

1980 in die überwiegend zivil- und

wirtschaftsrechtlich ausgerichtete

Kanzlei Heine ein. Seit 1984 ist er

Partner in der jetzigen Kanzlei Heine

Predeschly & Kollegen in Stuttgart.

Rechtsanwälte

Heine Predeschly & Kollegen

Feuerseeplatz 5, 70176 Stuttgart

Telefon +49 711 6153354

E-Mail:

info@heine-predeschly-kollegen.de,

Informationen:

12 SIKKENS www.heine-predeschly-kollegen.de

aktuell 2/2007

niemand aus Gründen wie zum

Beispiel der ethnischen Herkunft,

des Geschlechts, der Weltanschauung,

wegen einer Behinderung,

wegen des Alters oder wegen der

sexuellen Identität ungleich behandelt

wird. Nicht nur Arbeitnehmer

und Auszubildende

können das Gesetz in Anspruch

nehmen, sondern auch Stellenbewerber

und ausgeschiedene

Mitarbeiter haben die Möglichkeit,

vom Beschwerderecht Gebrauch

zu machen. Das Verbot der

Benachteiligung gilt für Arbeitgeber,

Vorgesetzte und Kollegen.

Es greift bereits während des

Bewerbungsverfahrens, setzt sich

fort bei den alltäglichen Beschäftigungs-

und Arbeitsbedingungen

und bezieht sich auch auf die Ausund

Weiterbildung, den beruflichen

Aufstieg und Lohnfragen.

Erlaubt ist eine unterschiedliche

Behandlung nur, wenn sachliche

Gründe vorliegen, wesentliche

berufliche Anforderungen vorausgesetzt

werden oder das Alter

Grenzen setzt. So kann zum Beispiel

die Neueinstellung eines

64-Jährigen abgelehnt werden,

wenn dieser aufwändig eingewiesen

werden muss und dies

vor dem Ruhestand betriebswirtschaftlich

nicht sinnvoll erscheint.

Ebenso ist die bevorzugte Einstellung

von Personen mit Berufserfahrung

zulässig, wenn die Einarbeitung

eines Anfängers zu

lange dauern würde, der Arbeitseinsatz

aber sofort erfolgen sollte.

Der Arbeitgeber kann sein Haftungsrisiko

bei Neuanstellungen

reduzieren, indem er für eine neutrale

Stellenausschreibung sorgt:

Korrekt ist eine geschlechtsneutrale

Anzeige ohne Anforderung

von Foto, Alters-, Geschlechts- und

Geburtsortangabe oder den Hinweis

auf eine bevorzugte Altersgruppe.

Die Auswahl des zukünftigen

Mitarbeiters muss dokumentiert

und diese Unterlagen

müssen aufbewahrt werden, um

eine neutrale Vorgehensweise beweisen

zu können. Mögliche Ansprüche

eines abgelehnten Bewerbers

können innerhalb von zwei

Monaten geltend gemacht werden.

Beide Parteien sollten ihren

Standpunkt und die zur Abhilfe

vorgeschlagenen Maßnahmen zu

Beweiszwecken auf jeden Fall

schriftlich festhalten.

Zum Schutz der eigenen Mitarbeiter

sollte jeder Betriebsinhaber

vorbeugend für den Aushang der

AGG sorgen und alle Angestellten

umfassend über die Unzulässigkeit

von Benachteiligungen informieren.

Empfehlenswert ist auch,

bestehende Arbeitsverträge und

Betriebsvereinbarungen auf AGG-

Ansprüche hin zu überprüfen: Vor

allem bei altersbedingten Gehaltsstufen,

unterschiedlicher Bezahlung

von Voll- und Teilzeitkräften

oder einer nicht einheitlichen Anzahl

an Urlaubstagen können

Benachteiligungen vorliegen.

Nur für Deutschland!

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