Klimawandel und Umweltschutz: Die Lackiererei im Wandel der Zeit

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Klimawandel und Umweltschutz: Die Lackiererei im Wandel der Zeit

Wägesysteme viel verändert.

Der Lackierer kann heutzutage

viel bedarfsgerechter den

Farbton anmischen. Musste er früher

zum Beispiel einen halben Liter

anmischen, um das Mischungsverhältnis

exakt zu treffen, so

kann er heute teilweise auf hundert

Gramm genau ausmischen. Das

spart jede Menge Material und

schont, was die Entsorgung anbelangt,

zudem die Umwelt.

Verändert haben sich auch die

Lackierpistolen: Durch moderne

Technik entsteht weniger so genannter

Overspray, das heißt

Lacknebel, der am Objekt vorbei

geht, da der Auftragswirkungsgrad

von Lackierpistolen wesentlich

verbessert worden ist. Effekt:

Auch hier freuen sich Umwelt und

der Geldbeutel über den Fortschritt.

Ein Vorteil vor allem auch für

die direkte Nachbarschaft von

Lackierbetrieben stellen moderne

Abluftfilterungen und gesetzlich

vorgeschriebene Kaminhöhen

dar. Durch die Filtermatten in der

Lackierkabine und in den Füllerabsauganlagen

werden die staubförmigen

Emissionen um circa

95 % reduziert. Die Höhe der Abluftkamine

trägt ebenfalls zur Luftreinhaltung

bei, weil sich die Emissionen

besser verteilen. Heute ist

ein Maß von zehn Metern Kaminhöhe

Stand der Technik.

Da es heutzutage nicht mehr

erlaubt ist, Abwasser aus der

Werkstatt direkt in die Kanalisation

einzuleiten, gehören auch

Benzin- und Ölabscheider zum

Standard. Dies gilt insbesondere,

wenn ein Waschplatz betrieben

wird. In jedem Fall

muss eine Abscheideranlage, bestehend

aus Schlammfang, meis-

Einbau einer Ölabscheideranlage

(Schlammfang, Ölabscheider, Koaleszenzabscheider).

Quelle: Autohaus

tens Koaleszenzabscheider und

Probenentnahmeschacht, installiert

werden.

Grundsätzlich wird in den Lackierbetrieben

sehr viel weniger Abfall

produziert. Der trotzdem anfallende

Müll wird im Vergleich zu

früher immer besser getrennt und

später nach Möglichkeit als sortenreiner

Abfall der Wiederverwertung

zugeführt.

Inzwischen sparen viele Betriebe

„drehzahlgesteuert“ Energie, indem

sie einen Frequenzumformer

einsetzen. Mit dessen Hilfe können

die Lüftermotoren der Lackierkabine

stufenlos eingestellt

werden. So läuft die Kabine bei

Nebentätigkeiten, wie zum Beispiel

beim Entfetten oder Entstauben

des Fahrzeugs, nicht auf

vollen Touren. Man spart so nicht

nur Strom, sondern auch Heizenergie,

da Kabinenzuluft nicht erwärmt

werden muss. Ein Fre-

quenzumwandler bewirkt, dass die

Kabine nicht den ganzen Tag über

voll durchläuft. Am wirksamsten

arbeitet der Frequenzumformer,

wenn er über die Spritzluft geregelt

wird: Wird lackiert und damit

Spritzluft abgenommen, läuft

die Kabine auf voller Leistung.

Hört der Lackierer mit dem

Spritzen auf, läuft die Kabine noch

einige Minuten nach und stellt

sich dann automatisch über den

Frequenzumformer in den Standby-Modus.

Auch die Kabinenhersteller bieten

verschiedene technische Lösungen

an, die helfen, Energie

einzusparen: Die klassische Variante

ist die Wärmerückgewinnung,

aber auch zum Beispiel eine

Gasdirektbefeuerung hilft, den

Energieaufwand zu senken. Daneben

gibt es weitere interessante

Lösungen.

Tipp:

Druckluftanlage prüfen!

SIKKENS aktuell 2/2007

Werkstatt 27

Obwohl die Druckluftanlage heute viel

besser kontrolliert und gewartet wird,

sollte man ihr besonderes Augenmerk

schenken. Druckluft ist zwar ein sehr

komfortabler, aber auch ein sehr

teurer Energieträger. Durch jedes

kleinste Leck in der Druckluftanlage

kann rund um die Uhr Luft entweichen.

Um einen Defekt auszuschließen, stellt

man sich am besten nach Betriebsschluss,

wenn Ruhe eingekehrt ist, in

die Werkstatt: Hört man dann ein

leises Zischen, sollte man etwas unternehmen.

Im Produktbereich liefert Sikkens

mit dem neuen UV-Klarlack

Sikkens Autoclear UV eine weitere

Möglichkeit, Heizenergie zu

sparen, da die Trockenzeit drastisch

verkürzt werden konnte. ■

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