Norwegen – Lofoten 2009 - OE6CUD

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Norwegen – Lofoten 2009 - OE6CUD

Norwegen Lofoten 2009

18.7. 15.8.2009

Urlaubszeit ist Reisezeit lautet unser Moto und so ist es nach zwei Jahren Pause wieder an der

Zeit auf Tour zu gehen. Unsere Reise führt uns heuer nach Norwegen - Lofoten. Gestartet sind

wir um 03:00 in Graz, auf der A9 geht es durch den Gleinalmtunnel Richtung Liezen - Wels,

dann wechseln wir auf die A25 nach Suben wo wir die Grenze nach Deutschland hatten. Die

Fahrt geht weiter auf der E45 nach Regensburg - Nürnberg - Würzburg - Fulda Kassel -

nach Bad Hersfeld Kirchheim wo wir die erste Nacht verbrachten. Ab dem Voralpenkreuz

begann es dann zu Regnen und hörte bis kurz vor Bad Hersfeld nicht auf. Nach kurzer suche im

ADAC Campingführer ließen wir uns laut GPS auf einen Campingplatz führen wo wir dann die

erste Nacht verbrachten.

Wieder ins Womo und weiter geht die Fahrt auf der E45 nach Kassel Göttingen - Hildesheim

- Hannover - Hamburg durch den Elbtunnel der 3325 m lang ist. Wir konnten von Glück

reden, dass wir keinen Stau hatten. Denn in Richtung Süden staute es sich gewaltig (ca. 13 km).

Bei Flensburg erreichen wir die Grenze nach Dänemark. Bis Kolding fährt man noch auf der

E45 und dann ging es weiter auf der E20 über Odense nach Nyborg. Am Strandcamping in

Nyborg machten wir uns es gemütlich. Auch genossen wir die Aussicht auf die Brücke, die von

der Insel Fyn auf die Insel Sjælland führt.

Weiter geht es über diese Brücke die wir gestern schon vom CP gesehen haben. Immer noch auf

der E20 geht es nach Kopenhagen über die Öresundbrücke (Øresundsbron). Diese ist 16 km

lang und Verbindet Kopenhagen (Dänemark) mit Malmö (Schweden). Ein gigantisches

Bauwerk, muss man einfach einmal gesehen haben. Weiter geht es nach Helsingborg wo wir

dann auf die E4 abzweigen nach Jönköping - Gränna am Vätternsee (ist Schwedens

zweitgrößter See).


Nach einer ruhigen Nacht ging es weiter auf der E4 mit unserer Fahrt von Gränna am Vätternsee

bis nach Linköping - Norrköping - Nyköping - Stockholm - Uppsala - Gävle wo wir uns

wieder einen CP suchten, den wir in Furuvik fanden. Die drei Sterne die hier angegeben wurden,

sind uns ein Rätsel, aber zum weiter empfehlen ist er nicht. Für eine Nacht geht es gerade noch.

Laute Besucher und auch der Sanitärbreicht waren nicht gerade atemberaubend, aber wir

schlafen Gott sei Dank in unseren eigenen Betten und zum Waschen muss ich auch nicht gerade

aus dem Wohnmobil!!!

So, weiter geht unsere Fahrt auf der E4 durch Schweden, vorbei an Söderhamn - Hudiksvall -

Sundsvall - Timrå - Härnösand - bei Utansjö überqueren wir eine Brück - Ömsköldsvik -

Nordmaling - Umeå und zu guter letzt hielten wir am CP Lufta in Åneset, wo wir einen netten

CP im Wald fanden, ruhige Wiesenstellplätze mit Stromanschluss, sogar wer möchte kann ins

Freibad springen. Das Wetter war den ganzen Tag wechselhaft mit hin und wieder mal ein paar

Tropfen Regen. Temperaturen so um die 18 Grad am Tag und in der Nacht da wird’s schon mal

etwas frischer bei 12 Grad. Durch Zufall sehen wir ein Grazer Fahrzeug und kommen mit zwei

Jungen Leuten ins Gespräch die von den Lofoten kamen. Wetter war so halb und halb mal Regen

und Nebel und dann wieder mal sonnige Tage dazwischen. Wir freuen uns auf jeden Fall auf die

Vesterålen und auf die Lofoten.

Wir kommen unser Ziel (Vesterålen) von Tag zu Tag näher. Ab ins Womo und weiter geht die

Reise auf der E4 nach Skellefteå - Piteå Luleå wo wir leider eine Zwangspause machen

mussten. Noch vor meiner Reise hatte ich beim Wohnmobil noch zusätzlich ein Luftfedersystem

und Spurverbreitung von Goldschmidt eingebaut, beim abbiegen von der E4 auf die 97 hörte ich

ein lautes Geräusch an der Hinterachse, als ob wir einen Platten hätten. Wir blieben bei der


nächsten Abzweigung dann stehen um zu sehen wo das rumpeln an der Hinterachse her

kommt??? Den Wagenheber ausgepackt und das rechte Hinterrad aufgehoben und kontrolliert,

ob es beim drehen lärmt oder ob man was spürt, nichts zu merken, so jetzt das linke Rad

hochgehoben und da merkte ich, dass das Rad locker war. Wie ich die Abdeckung der Alufelge

abnahm, sah ich dass drei von fünf Muttern bereits abgebrochen waren. Ich löste noch die

anderen zwei Muttern und musste feststellen, dass die Radbolzen der Spurverbreitung

abgebrochen waren (nicht die Originalen vom Wohnmobil). Leider hat man in solchen Fall nicht

das richtige Werkzeug bei der Hand und somit musste ich bei einer kleineren Spedition mir das

richtige Werkzeug leihen um die Spurverbreitung demontieren zu können. Nach getaner Arbeit

bedankte ich mich mit vier Dosen GÖSSER Bier bei diesen netten Leuten (ich dachte die haben

Weihnachten und Silvester zu gleich als sie das Bier sahen). Nach ca. einer Stunde ging die

Reise weiter auf der E45 Richtung Boden über den Polarkreis nach Jokkmokk, wo wir einen

wunderschönen CP neben einen See fanden.

Nachdem die Nacht wieder mit Regen endete, nahmen wir die Reise wieder auf und fuhren

weiter die E45 /E10 nach Gällivare - Kiruna Riksgränsen wo wir die Norwegische Grenze

überschreiten, bis kurz vor Narvik zum CP Hersletta wo wir dann unsere Kilometer ermittelten.

Es waren stolze 3678 km bis Navik. Jetzt hat das Kilometerfessen endlich ein Ende und wir

können gemütlich und entspannt Norwegen genießen. Leider hat uns der Regen durch

Österreich, Deutschland und Schweden nie verlassen. Er war ständig unser Begleiter in diesen

Tagen. Wir hoffen, dass es von nun an besser wird. Wie heißt das Sprichwort: wenn Engel

reisen….


Ab heute haben wir Zeit Norwegen ein bisschen kennen zu lernen, die Landschaft und die Fjorde

und auch die kleinen Fischerdörfer. In Gällivare fahren wir auf die E10 nach Bogen und über

eine Brücke geht es dann auf die Vesterålen. Nun fahren wir den Fiskfjorden entlang nach

Kanstad - entlang des Gullesfjorden - durch den Sigerfjordtunnel - Sortland - Gavlfjorden

und Buknesfjorden nach Risoyhamm - entlang des Andfjorden nach Andenes wo wir als

erstes uns um die Ticket für die Walsafari bemühten. Nachdem wir nach langen schauen und

suchen dann doch die Hinweisschilder sahen, wo wir die Tickets bekommen, besorgten wir uns

für den nächsten Tag zwei Tickets für die Walsafari. Im Anschluss fuhren wir auf den CP den

wir schon bei Ankunft sahen. Am CP genossen wir die 24 Stunden Tageszeit mit Sonne und

herrlichen Temperaturen. Ein schöner Wiesenplatz wo man sich aussuchen konnte wo man

stehen will. Selbstverständlich mit Strom. Durch Zufall hörte ich Leute sprechen die über ein

ungesichertes W-Lan sprachen. Ich probierte es gleich mal mit dem Notebook, aber da war das

Signal im Wohnmobil doch etwas zu schwach. Aber außerhalb funktionierte es tadellos und wir

konnten über Skype bzw. über Echolink Gespräche führen. Natürlich war das Gratis und die Zeit

verging im nu.

Der heutige Tag begann schon mit wolkenlosem Himmel und Temperatur lag bei 18 Grad.

Nachdem wir zusammengepackt hatten, fuhren wir in den Ort und stellten unser Wohnmobil auf

dem Parkplatz am Hafen, wo es zu den Walsafarischiffen geht. Wir mussten zum Ticketschalter

zurück, weil es vor der Walsafari eine einstündige Museumstour gab und wir starteten erst um

13:00 vom Hafen aus Richtung NNW. Das Wetter war immer noch auf unserer Seite, strahlender

Himmel und wir konnten die Hinfahrt zu den Gewässern wo sich die Wale aufhalten genießen.

Nach ca. einer Stunde wurde das Boot plötzlich langsamer und wir wurden aufgefordert genau

das Wasser zu beobachten wo es einen Blas von einen Wal zu sehen gibt. Das Boot drehte sich

immer so, dass der Wal auf der linken (Backboardseite) war. Es dauerte nicht lange, als wir den

ersten Blas (ist das ausatmen des Wales wo eine Fontaine im Wasser zu sehen ist). Der Wal

taucht für ca. 8 Min. auf und entleert seine Lungen um wieder in die Tiefsee abzutauchen, wo er

für ca. eine Stunde dann unten bleibt. In der Zeit wo er auf- und abtaucht frisst der Wal die ganze

zeit um sich eine dicke Fettschicht für den Winter anzufressen. Wir hatten das Glück, drei schöne

und eine halb aufgetauchte Schwanzflosse zu sehen. Anschließend ging es wieder zum Hafen

von Andenes zurück. Durch die günstige Lage von Andenes wird es wegen des Golfstromes

nicht kälter als vier Grad minus und das ist die richtige Temperatur für die Wale. Die Männchen

bevorzugen kältere Gewässer als die Weibchen die wegen dem Nachwuchs die wärmeren

Regionen bevorzugen. Alle 15 bis 20 Jahre zieht es die Männchen dann für die Paarung dann

auch in wärmere Gewässer und kehrt anschließend wieder nach Andenes zurück. Mit schönen

Eindrücken kehrten wir dann zum CP zurück und ließen die Seele baumeln.

Wir kamen mit einem Berliner ins Gespräch und da erfuhren wir dann, dass er sich das Womo

beim ADAC ausgeliehen hatte. Natürlich mussten wir fragen wie viel das Womo pro Tag kostet.

Na ja, es ist nicht gerade billig. Pro Tag € 126.--, das heißt für 26 Tage muss er € 3.276.--

bezahlen, dazu kommen noch Extrakosten für Tisch und Sessel die man sich auch noch leihen

kann. Also kein billiger Spaß, denn man braucht ja noch zusätzlich Geld für Essen, CP usw. Aber

wir haben festgestellt, dass die meisten Deutschen sich das Womo ausleihen und das sind die

Möchtegerncamper.


Nach so einen schönen Tag geht es jetzt wieder weiter südwärts zurück die 82 bis Sortland (liegt

auf der Insel Langøya der Inselgruppe der Vesterålen), weiter auf die 820 entlang des

Gavlfjorden nach Jennestad vorbei beim Eidsfjorden nach Reka, durch den

Ryggedalentunnel (1612 m und ist ein Naturtunnel) vorbei am Fischerdorf Nykvag und an das

westlichste gelegenste Fischerdorf nach Hovden. Ein ruhig und ein verschlafenes Fischerdorf.

Wir genießen die Ruhe und die Stille. Am späten Abend gesellte sich ein VW-Womo mit dem

Kennzeichen LN zu uns. Es waren Steirer und natürlich saßen wir dann bis zu den frühen

Morgenstunden zusammen. Da es leicht geregnet hatte, kamen wir in den Genuss, einen

wunderschönen Regenbogen zu sehen. Natürlich sofort die Kamera heraus und Bilder machen.

Das war Pflicht.


Müssen leider heute wieder einmal die gleiche Strecke nach Sortland retour und fahren durch

den Sigerfjord tunnel, (2,2 km) ist ein wunderschöner Naturtunnel, entlang dem Gullesfjorden

bis zum Kreisverkehr wo wir dann Richtung Svolvær fahren. Die neu errichtete Straße führt

durch viele und lange Tunnel. Sørdaltunnel (6338m) über die Brücken Austerstraumen

(196m) Vesterstraumen (305m) Indrefjordentunnel (1310 m) Storatunnel

Raftsundtunnel (1570 m) über die Raftsundbrücke - bei Hanoy verlassen wir die Vesterålen

und fahren auf die Lofoten Myrlandstunnel (1910 m) Falkfjordtunnel

Sloverfjordtunnel (3340 m) und da fahren wir unter dem Fjord durch Hattnestunnel vorbei

beim Austnesfjorden Svolvær und weiter auf der E10 nach Lyngvaer. Hatten wieder einen

wunderschönen Tag und viele Eindrücke mitgenommen.

Die E10 verlassen wir nicht so schnell und es geht nach Kleppstad, da überqueren wir den

Gimsoystraumen (Brücke 840 m) wo wir zum Vikingermuseum kamen. Die Wolken hingen tief

und so machten wir den Rundgang nicht. Bei Schönwetter kann man den ganzen Tag im

Vikingermuseum verbringen. Gestärkt mit Kaffee und Kuchen fahren wir nach Leknes durch

den Nappstraumentunnel (1780 m) der unter dem Fjord durchführt und biegen bei Kilanplass

zum 6 km entfernten Nusfjord ab. Schon die Fahrt dorthin, entlang einer 900 m lotrecht

aufsteigenden Felswand, ist ein Erlebnis, wie auch der Ort selbst. Die Lofoten - Fischerei ist

schuld daran, dass die roten Rorbu Hütten leer sind, die zum Ort gehören wie die Berge zum

Inselreich. Heute strömen die Touristen in „Massen“ herbei, um Quartier zu nehmen im Dorf,

das eigentlich ein einziges großes Museum ist. Nach ausgiebiger Besichtigung machten wir uns

auf dem CP Skagen bei Flakstad gemütlich, genießen die Sonnenstrahlen und machten einen

Spaziergang am Strand und ließen den Tag gemütlich ausklingen.


Keine Wolke am Himmel daher haben wir beschlossen, wir fahren noch einmal in den Nusfjord

und schauen uns das verträumte Fischerdorf bei Sonnenschein noch einmal an.

Immer noch auf der E10 geht es nach Ramberg über die Krakernbrua durch den

Fjosdalentunnel (1,6 km) Hamnoy Reine und um 13:00 haben wir die Ortstafel Å erreicht.

Natürlich mussten wir Fotos machen, denn jetzt hatten wir die südlichste Stelle der Lofoten

erreicht. Bis hierher haben wir bereits 7680 km hinter uns gebracht. Vor lauter Begeisterung sind

wir gleich in die Ortschaft gegangen und haben auch gleich ein Fischermuseum besichtigt. Da

uns der Magen schon langsam zum knurren begann, haben wir beschlossen, dass wir den CP in

Å beziehen werden. Nachdem wir uns gestärkt haben, sind wir nochmals in den Ort gegangen

und haben die Abendstimmung genossen. Das Wetter war ja auch traumhaft schön.

Nachdem wir den südlichsten Ort der Lofoten Å besucht haben geht es retour nach Moskenes,

wo wir uns um die Fährzeiten erkundigten, die nächste Fähre ist für 14:00 Uhr ausgeschrieben.

Da wir noch Zeit haben fuhren wir nach Reine um uns den Ort mal näher anzuschauen. Leider

waren wir sehr von Reine enttäuscht. Es ist nur die Außenansicht sehr schön, wenn man ins Dorf

geht ist eigentlich nichts Aufregendes zu sehen. Es ist ein richtiges Touristendorf geworden. Von

einem alten Fischerdorf ist nichts zu sehen. Wir fuhren anschließend zurück nach Moskenes um

auf die Fähre zu warten. Nach langen warten mussten wir feststellen, dass wir mit der Fähre

nicht mitfahren können, weil meine Kreditkarte nicht akzeptiert wurde. Somit war der Weg

wieder zurück über die Lofoten in Richtung Norden auf der E10. In Svolvær hielten wir am

Fährhafen und versuchten unser Glück. Es klappte und ab ging es für zwei Stunden Überfahrt

mit Zwischstopp in Skrova (einer kleinen Insel) nach Skutvik. Weiter auf der 81 nach Ulsvag

auf den CP.


Das Wetter in der Früh war nicht berauschend, es war bewölkt und der Blick auf die Lofoten

zeigte, dass wir auf der falschen Seite waren, denn auf den Lofoten scheint die Sonne. Es geht

weiter südlicher auf der E6 bis Fauske und von dort fahren wir auf die R80 nach Bodø. Im

Hafen steht ein Hurtigrutenschiff. Das ist vielleicht ein tolles Schiff, da könnte man gleich

einsteigen. Bodø ist der Sitz des Militäroberkommandos für Nord Norwegen. Daher ist das

“Luftfahrtmuseum” sehenswert. Sonst ist in dieser Stadt nichts Besonderes zu sehen, außer

Stein- und Betonbauten. Anschließend suchten wir uns wieder einen CP und wurden nicht weit

vom Flugplatz fündig, den wir auch bezogen und eine angenehme ruhige Nacht verbrachten.

Fluglärm gab es keinen.

Die Sonne lacht wieder und wir verlassen Bodø. Wir fuhren auf der E6 wo uns bei der Ausfahrt

Fam. M. entgegen kam. Leider konnten wir nicht sofort stehen bleiben, so mussten wir bis zur

nächsten Einfahrt fahren, um umkehren zu können. Zum Glück sah Roland, dass wir doch

wenden konnten und wir hielten an einem kleinen Parkplatz an. Smal Talk folgte, wie Ihre und

unsere Reise verlaufen ist und wo die Reise noch hin gehen soll. Die Welt ist doch klein, durch

Zufall trafen wir die Fam. M., die bereits eine Woche vor uns die Reise angetreten hat. Nach

einer Weile stiegen wir alle ins Womo und jeder setzte seine Reise fort, unsere ging auf der E6

zum Polarkreis. Am Polarkreis geht am Tag der Sommersonnenwende die Sonne nicht unter.

Gebiete innerhalb des Polarkreises überschreiten nicht jeden Tag die Tag-Nacht-Grenze. In

Gebieten, die innerhalb der Polarkreise liegen, kommt es daher zur Polarnacht und zum Polartag.

Im Winter geht dort für mindestens einen Tag (mit zunehmender Breite mehr) die Sonne nicht

auf, im Sommer dagegen scheint für die gleiche Anzahl von Tagen die Mitternachtssonne, das

heißt, die Sonne geht nicht unter den Horizont. Nach 18 km erreichen wir in Krokstrand einen

netten und sehr sauberen privaten CP.


Da wir was vergessen haben, fuhren wir die 18 km wieder retour zum Polarkreis. Und wer Stand

am Parkplatz? Unsere Steirer die wir in Hovden getroffen haben. Na da kam Freude auf. Wir

tauschten unsere Erlebnisse aus und auf einmal kamen gleich zwei Reisebusse aus Deutschland

an. Hatten viel Spaß mit den Touristen, den kaum war der Reisebus zu Stillstand gekommen, gab

es bereits Sekt in Plastikflöten und das noch vor dem Reisebus. Nicht einmal auf der Linie des

Polarkreises wo man eigentlich Anstoßen sollte. Da konnten wir nur mehr lachen und

beobachten was diese Touristen machten. Nach längerem Gelächter unterhielten wir uns über

unseren Reiseverlauf und stellten fest, dass wir auch das gleiche für den nächsten Tag vor hatten.

Auf der E6 / 12 und R17 fuhren wir nach Stokkvagen. Einige hundert Meter erhebt sich auf

einem Felsen hoch über dem Fjord die Überreste des Gronsvika kystfort (Küstenfestung

Gronsvika) wo wir unseren Stellplatz hatten.

Mit der Fähre von Stokkvagen geht es über Onøy und Sleneset (kleine Inseln) nach Lovund.

Lovund ist für die großen Puffin (Papageientaucher) Brutkolonie auf dem felsigen Hang im

Norden der Insel bekannt. Bis zu zehn Meter tief graben sich die Meeresvögel mit ihren

Schnäbel ins Erdreich zwischen den Felsbrocken der Klippen, wo sie nur ein einziges Ei legen.

Der größte Feind ist der Seeadler, der aus den Nestern die Eier klaut. Um den Papageientaucher

ganz nah zu sein, mussten die Männer in die Nähe der Höhlen kommen. Dort haben sie zwei

Stunden lang die Papageientaucher beobachtet und fotografiert. Ein tolles Erlebnis. Vor dem

Abstieg wurde noch kräftig gejausnet, dann ging es wieder zur Fähre zurück. Müde uns stolz

kamen wir wieder auf unseren Stellplatz an, wo wir eine nette Begebenheit mit einen Deutschen

Möchtegerncamper hatten. Der Stellplatz ist für ca. drei Plätze im grünen, wo sich ein silberner

Campingbus alleine ausbreitete und den ganzen Platz für sich beanspruchte. Nach höflicher

Nachfrage von Veronika ob er nicht Platz machen würde, bekam Veronika als Antwort,

Norwegen ist doch so groß, außerdem meinte er, er habe schon drei Schnäpse getrunken und

kann daher das Fahrzeug nicht mehr Umstellen. Wir haben uns unseren Teil gedacht.....Trotzdem

haben wir uns den Abend nicht vermiesen lassen und sind dann am Vorfeld des Stellplatzes

stehen geblieben.


Gleiche Strecke R17 retour bis Nesna, (50 km westlich von Mo i Rana) wo die Fähre nach

20minütiger Fahrzeit Levang erreichte. Weiter geht es auf dem Festland wo bald die

Helgelandsbru (1073m lang, 45m hoch) kurz vor Sandnessjøen in Sicht kam. Entlang der

Gebirgskette (der Sieben Schwestern) geht es zur nächsten Fähranleger in Tjøtta. Während der

60minütigen Passage genießen wir die herrliche Aussicht. In Forvik angekommen geht es 17 km

durch eine einsame und spröde Landschaft entlang dem Vevelstadsund zum Fähranleger

Anndalsvågen. Fährstrecke 15 Minuten nach Horn. Weiter 11 km auf dem Festland nach

Brønnøysund wo wir in Mosheim einen CP hatten.


Südlich vom Stadtzentrum fahren wir über die 550 m lange Bogenbrücke wo wir eine tolle

Aussicht auf Brønnøysund genießen. Gut beschildert geht es dann zum Torgattan an dessen

Fuß wir nun heranfahren. Am Parkplatz unterhalb des Berges ist eine Infotafel wo wir uns den

markierten Pfad anschauten. Der Aufstieg dauerte eine halbe Stunde, dann erreichten wir das

Loch, das einen Durchmesser von rund 25 m und eine Länge bzw. Tiefe von 169 m hat. War

schon beeindruckend diese Aussicht und diese Höhle. Nachdem wir uns beim Womo gestärkt

hatten fahren wir 40 km zum nächsten Fähranleger nach Vennesund. Die Fährüberfahrt dauert

20 Minuten nach Holm. Wir folgen der R17 vorbei am Lysfjord und dem Sørfjord zum CP

Svaberget am Simlestraum. Der heutige Tag wieder toll, hatten 22 Grad.


Durch wald- und seenreiche Binnenland fahren wir auf der R17 nach Namsos und dem 75 km

entfernten Steinkjer. Je weiter südlicher wir kommen umso wärmer wird es. (25 Grad) Auf der

E6 nach Verdalsora Skogen Stjørdal durch Tunnel und über die Autobahn bis 15 km vor

Trondheim. Kurz vor Trondheim gibt es eine gebührenpflichtige Autobahn (zwei Teilstücke je

Nok 30.--). Laut Reiseführer sollte es einen Stellplatz in der Nähe des Zentrums befinden.

Nachdem die Beschreibung im Reiseführer so schlecht war, die Beschilderung gänzlich fehlte,

fuhren wir laut unserem Navi 15 km wieder retour, wo wir uns auf einen CP stellten. Da wir

Internet am CP kostenlos hatten, informierten wir uns ausführlich wo dieser Bobilcamp in

Trondheim sich befindet. Siehe Link. Laut der Hompage von Trondheim gibt es keinerlei

Angaben über Adresse oder Koordinaten die man ins Navi eingeben kann. Orientiert haben wir

uns nach der Kirche (Lade Kirke), dort befindet sich gegenüber dieser Bobilcamp (kostenlose

Stellplatz für Womo und Wohnwagen).

Da der CP 15 km außer Trondheim war, folgten wir den Navi das uns zu dem Stellplatz

(Bobilcamp) führte. Eingabe im Navi war religiöse Stätte (Lade Kirke). Am Ziel angekommen

sahen wir in unmittelbarer Nähe den Bobilcamp, wo wir unser Womo abstellten und bei 29 Grad

in die Stadt gingen. Die Stadt Trondheim liegt in der Provinz (Fylke) Sør-Trøndelag. Sie liegt

an der Mündung des Flusses Nidelv in den Trondheimsfjord, zirka 70 km vom offenen Meer

entfernt. Besichtigung der Stadt, Nidaros Domkirke, Gamle Bybrua (alte Stadtbrücke) und

Speicherhäuser am Nidelv, eine kleine Wanderung auf den Mollenberg wo die Festung

Kristiansten steht. Hier hat man eine schöne Aussicht über Trondheim. Nach einem guten Essen

verließen wir die Stadt und fahren auf der E6 zum größten Skigebiet des Nordens nach Oppdal.


Oh Schreck lass nach, Nebel und nur mehr 10,5 Grad. Auf der 70 geht es weiter zum Fähranleger

Molde, nach 40 Minuten Überfahrt erreichen wir Eidsvag. Der E39 und E136 folgen wir in

Richtung Ålesund. 2 km vor Ålesund erreichten wir den CP Volsdalen. Nachdem wir unseren

Platz gefunden haben, gingen wir sofort zu fuß in die Stadt, solang es noch schön war. Ålesund

ist ihre schönste Stadt Norwegens. Als erstes bestiegen wir den Aussichtshügel Aksla (418 Stufen

und 189m hoch). Oben endlich angekommen, genossen wir den schönen und einzigartigen,

unvergesslichen Ausblick! Natürlich mit tollen Bildern im Fotoapparat stiegen wir wieder die

418 Stufen hinab. Eine kleine Stadtbesichtigung darf nicht fehlen, müde und hungrig kehrten wir

zum CP zurück. Wetter war bewölkt, teilweise sonnig aber kein Regen.


Die E136 retour, beim Innfjorden vorbei, durch den Innfjordtunnel (6,6 km) nach Åndalsnes.

Jetzt biegen wir in die R63 ein, Richtung Trollstigen. Nach 18 km und einer Verkehrstafel (mit

der Steigung von 10%) fahren wir die enge Straße und die engen Kurven, (nur 10 m Radius) die

13 Kehren hinauf, auf den 850 m hohen Trollstigen. Auf der Aussichtsplattform (Stigrøra)

angelangt, hat man einen wunderbaren Ausblick ins Tal, auf die umliegenden Bergketten

Trolltindan (1795m), Bispen (1450m), Kongen (1614m) sowie Dronningen (1568m) und auf die

direkt in die nahezu senkrecht abfallende Felswand gesprengte Straße. Von wo wir gerade

gekommen sind. Genug vom Bussen und Menschen fahren wir weiter bergab durchs Romsdal.

Wir hatten sehr viel Glück mit dem Wetter, den am Abend fing es an zu Regnen.


Als wir in der Früh aufwachten, trauten wir unseren Augen nicht. Die Berge mit Nebel

verhangen und es regnete leicht. Wir mussten weiter auf der R63 zum Fährhafen Linge. Die

10minütige Überfahrt nach Eidsdal verbrachten wir im Womo. Regen und nochmals Regen

fahren wir auf der R63 bzw. auf der Adlerstraße Richtung Geiranger. Am Aussichtspunkt

angelangt, wo man normalerweise den Geirangerfjord sehen kann, war außer Nebel und Regen

nichts zu sehen. Schade, Schade. Erst bei den Serpentinen, weit unten konnte man zwei

Kreuzfahrtschiffe sehen. Aber es schüttete wie aus Kübeln. Langsam schlichen wir uns durch

den Ort Geiranger und 17 km bis hinauf zum Djupvasshytta, wo die Straße bis zum Dalsnibba -

Sicht beginnt. Leider konnten wir außer Nebel nichts sehen. Umso weiter wir den Berg hinab

fuhren, umso besser wurde das Wetter. Doch wenn man sich umdrehte und in die Berge schaute,

war alles grau in grau. Auf der R15 fahren wir durch das Ottadal nach Lom wo wir die

Stabskirche besichten und dann nach Otta weiter fuhren.


Heute scheint wieder die Sonne. Leider können wir nicht mehr zum Geirangerfjord retour fahren,

da die Zeit schon knapp geworden ist. Daher fahren wir weiter auf der E6 nach Lillehammer

und Hamar bis nach Oslo. Kurz vor Oslo gibt es zwei Mautpflichtige Abschnitte auf der

Autobahn wo man je 20.-- NOK bezahlen muss. Am CP Ekeberg (liegt südöstlich vom Oslo-

Fjord im Ortsteil Ekeberg) suchten wir uns noch einen schönen Platz. Von diesem CP hat man

eine wunderbare Aussicht auf Oslo. Bevor wir die Sonne genießen müssen wir uns noch den

Oslopass besorgen. Mit diesem Pass kann man 24 Stunden sämtliche Museum, Fähren und

Linienbusse gratis benutzen. Kostenpunkt pro Person 220.--NOK. Das zahlt sich wirklich aus.

Am Abend genossen wir noch die Lichter von Oslo.

Unser Womo bleibt heute am CP stehen und wir fahren mit dem Linienbus in die Stadt. Und

haben den ganzen Tag Zeit um die Stadt zu besichtigen. Langsam gingen wir durch die

Fußgängerzone und gelangen zum Parlamentsgebäude (Stortinget), zur Universität und

schließlich zum Königlichen Schloss. Nach Besichtigung von außen, geht es zum Hafen mit dem

Rathaus, dem Passagierschiff Emerald Princess. Voller Begeisterung dass das Schiff bei der

Akershus-Festung lag, gingen wir dann auf die Festung. Von dort konnte man die Emerald

Princess noch besser sehen. Natürlich besichtigten wir auch die Festung und das ganz genau.

Zurück am Hafen fuhren wir mit einem kleinen Boot auf die andere Seite von Oslo wo wir die

Schiffe Fram, RA II und Kon Tiki und das Fischermuseum besichtigen konnten. Dann hatten wir

das Glück, dass die Color Line (Fähre) aus dem Hafen auslief und man konnte diese Fähre auch

noch bewundern. Vom Hunger geplagt fahren wir wieder mit dem Boot zurück und gingen am

Hafen essen. Gemütlich spazierten wir dann zur Haltestelle und fuhren mit dem Linienbus

wieder zum CP.


Richtung Süden geht es auf der E6 weiter. Südlich von Oslo haben wir wieder die Mautautobahn

(20.--NOK). Natürlich heute scheint wieder die Sonne und wir fahren bis Halen wo wir wieder

eine Autobahngebühr (20.--NOK) bezahlen müssen. Um 08:48 erreichen wir Sverige

(Schweden). Weiter geht es auf der E6 nach Uddevalla Göteborg Kungsbacka Varberg

Falkenberg Halmstad Ängelholm zum Anlegehafen Helsingborg (Schweden). 20 Minuten

Überfahrt mit der Fähre nach Helsingør (Dänemark) und weiter geht es auf der E47 nach

Kopenhagen, mit immer wieder einen Stau ging es zäh nach Køge und zum Anlegehafen

Rødbyhavn. Nach einer Stunde Überfahrt kamen wir in Puttgarden auf der Insel Fehmarn

(Deutschland) an. Dort suchten wir uns gleich einen CP.

Heute wird es ein langer und km-fressender Tag. Auf der B207 geht es weiter auf die E47 nach

Lübeck, dann biegen wir auf die E22 nach Schwerin ab. Für die Autobahn mussten wir € 2,30

bezahlen, (ganz ungewohnt für Deutschland) weiter haben wir Bundesstraßen und Autobahn bis

nach Berlin Potsdam Leipzig. Leider haben wir auf der Autobahn immer wieder einen

sinnlosen Stau, dadurch kamen wir nur im Schritttempo weiter und das zehrte an den Nerven.

Endlich in Nürnberg angekommen geht die Reise weiter nach Regensburg Suben Wels

Liezen St.Michael durch den Gleinalmtunnel nach Graz.

Insgesamt gefahrene Kilometer 8825 km

Einmal Norwegen immer wieder Norwegen, dieses Land ist einzigartig, das Licht, die Ruhe, die

Sauberkeit und die Leute. Wir werden sicher wieder dieses schöne Land bereisen.

Eure Reiseleiter

Judith und Chris

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