Texte zur FD_5_Produktives_Ueben_im_Mathematikunterricht

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Texte zur FD_5_Produktives_Ueben_im_Mathematikunterricht

J. Schäfer Texte zur Fachdidaktik Mathematik (5): Leitidee Zahl: Produktives Üben im Mathematikunterricht November 2005

basieren auf mathematisch reichhaltigen Kontexten (mit oder ohne Wirklichkeitsbezug),

die es erlauben, allgemeine Lernziele zu verfolgen;

bieten unterschiedliche Problemstellungen mit verschiedenen Schwierigkeitsgraden,

die im Idealfall – auf dem jeweiligen Niveau – im ersten Schuljahr wie auch

in der Lehrerausbildung eingesetzt werden können und als Herausforderungen erlebt

werden;

Sind innerhalb eines Problemkontextes offen genug, um Bearbeitungen einzelner

Kinder auf unterschiedlichen Niveaus im Sinne einer natürlichen Differenzierung

zu ermöglichen.

„Produktive Aufgabensysteme bilden eine Beziehungsstruktur für zusammengehörige Aufgaben.

Sie ermöglichen eine produktive Auseinandersetzung mit mathematischen Inhalten.

Üben wird damit auch als Aneignung neuen Wissens und nicht bloß als Festigung

schon gelernten Wissens verstanden.“ (STEINBRING 1997).

Beispiele für produktive Übungsformen:

• Anna-Zahlen

• Figurierte Zahlen (z. B. Rechteck- und Quadratzahlen, Dreieckszahlen usw.)

• Geometrische Aufgabenstellungen

• Magische Quadrate, Zauberdreiecke usw.

• Minustürme

• Päckchen mit Pfiff

• Rechendreiecke

• Zahlenketten; Triff die 50

• Zahlenmauern, Mal-Plus-Häuser, Einmaleinssterne usw.

Die veränderte Rolle der Lehrperson

Mit dem Paradigmenwechsel in der Mathematikdidaktik verändert sich auch die Rolle

der Lehrerinnen und Lehrer bei der Planung und Gestaltung von Unterricht. Dies betrifft

vor allem die Entwicklung folgender Fähigkeiten zum Anregen von entdeckendem

und problemorientiertem Lernen:

· herausfordernde Problemsituationen finden;

· die Wege der Kinder ernst nehmen und verstehen, um sie produktiv für das Kind

und die Entwicklung fachspezifischer Konventionen nutzen zu können;

· das Verstehen mathematischer Konventionen intendieren und nicht das Übernehmen;

· die Lernprozesse des einzelnen Kindes durch geeignete Hilfsmittel und Arbeitsmaterialien

unterstützen, nicht aber den Lernweg vorgeben;

· Kommunikation als ein gemeinsames Nachdenken über mathematische Fragestellungen

im Unterricht fördern;

· soziales Miteinander statt Einzelarbeit als Kontrollinstanz initiieren.

... und was sagen die neuen Bildungspläne dazu?

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