Forscher & Unternehmer: Kooperationen mit Mehrwert

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Forscher & Unternehmer: Kooperationen mit Mehrwert

Forscher & Unternehmer: Kooperationen mit Mehrwert

ACIB, das weltweit sichtbare österreichische Forschungs-

Kompetenzzentrum für industrielle Biotechnologie, kann auch am

Standort Innsbruck herausragende Projekte präsentieren. Allein in

Tirol wird von den Unternehmen und Forschungseinrichtungen ein

Projektvolumen von insgesamt rund 7,2 Mio. Euro bewegt, 30 neue,

hochqualifizierte Arbeitsplätze sind bisher entstanden.

(Innsbruck, 1. Juni 2012) Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) ist als K2-

Kompetenzzentrum ein Zusammenschluss von derzeit sieben Universitäten und 27

Projektpartnern, darunter bekannte Namen wie BASF, Sandoz, Biocrates Life Sciences, Ionimed,

Boehringer Ingelheim RCV, Jungbunzlauer, F. Hoffmann-LaRoche oder Novartis. Eigentümer

sind die Universitäten Innsbruck und Graz, die TU Graz, die Universität für Bodenkultur Wien

sowie Joanneum Research.

acib-Geschäftsführer Univ.-Prof. Dr. Anton Glieder: Wir setzen im Jahr rund 12 Mio. Euro an

Projektvolumen um und beschäftigen aktuell 170 Forscherinnen und Forscher an unseren

Standorten Graz, Wien und Tirol. Besonders wichtig für ein weltweit sichtbares Zentrum wie

das acib sind die Kooperationen mit den Universitäten, mit den Unternehmen sowie mit

Standort-Verantwortlichen aus der Politik , erklärt acib-Geschäftsführer Glieder. Auch in Tirol

wird unser Forschungszentrum vom Land in hervorragender Weise unterstützt, wofür ich mich

schon jetzt sehr herzlich bedanke!

Bedeutung des acib für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort

Tirol ist ein Standort, an dem die enge Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft

bereits zum Tagesgeschäft gehört , erläutert Wirtschaftslandesrätin Patrizia Zoller-Frischauf.

Dabei sind COMET-Forschungszentren wie das acib notwendige Leuchttürme, um die Leistung

vergleichsweise kleiner Standorte wie Österreich und Tirol international sichtbar zu machen und

die Überleitung universitärer Forschung in die Wirtschaft zu ermöglichen. Die Kooperation des

acib mit den Unternehmen sowie mit der Universität Innsbruck bezeichnet Zoller-Frischauf als

beispielhaft.

Das Land Tirol unterstützt diese Aktivitäten mit Förderungen in der Höhe von rund 1 Mio. Euro.

Die Wirtschaftspartner Sandoz, Biocrates und Ionimed haben Mittel in Höhe von rund 6,2

Millionen Euro zugesagt. Besonders erfreulich ist neben der langfristigen Wirkung durch den

entstehenden Technologievorsprung die unmittelbare Wirkung auf die Beschäftigung: So schafft

das acib bereits 30 neue hochqualifizierte Arbeitsplätze am Standort und sichert laufend hoch

attraktive Arbeitsplätze , freut sich Wirtschaftslandesrätin Zoller-Frischauf.

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An der Universität Innsbruck hat der Schwerpunkt Biochemie und Biotechnologie eine lange

Tradition. Für den Rektor, Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk, ist das acib ein

wesentlicher Partner und Treiber in der Umsetzung der Forschungsergebnisse. Und auch im

Rahmen des acib ist die Kooperation mit Unternehmens-Partnern von zentraler Bedeutung. Das

zentrale Unternehmen am Standort ist Sandoz in Kundl, einer der größten Entwickler und

Hersteller therapeutischer Proteine hochwirksamer Arzneimittel zur Behandlung einer Vielzahl

von Erkrankungen, von Blutarmut über Schuppenflechte bis hin zu verschiedenen Krebsarten.

Sandoz ist als größter Unternehmens-Partner in alle acib-Themenbereiche involviert, sowohl in

Chemie als auch in Biopharma. Für den Leiter der weltweiten Entwicklung von

Biopharmazeutika, Dr. Jörg Windisch, ist das acib die erfolgreichste Zusammenarbeit zwischen

Industrie und Universitäten für unsere Geschäftseinheit bisher . Windisch weiter: Die im acib

entwickelten Technologien zielen auf hohe Produktivität und Effizienz ab. Dies führt zur

Kostenführerschaft in der Herstellung und erlaubt es uns, die Medikamente den Patienten bei

höchster Qualität günstiger anzubieten und doch wettbewerbsfähig zu bleiben. Hohe

Produktivität und Effizienz sind auch wichtige Faktoren zur Erhaltung einer lebensfähigen

biotechnologischen Industrie am Standort Österreich, zu dem wir uns bekennen.

Der Unternehmenspartner Ionimed wiederum wurde vor sieben Jahren als Spin-off der

Universität Innsbruck gegründet. Ionimed ist heute ein Technologieprovider auf dem Gebiet der

Spurenanalytik in Echtzeit. Im acib-Konsortium können wir mit anderen Firmen wie Sandoz

und Boehringer und den Uni-Partnern unsere Technologie adaptieren und anwenden. Das Ziel

sind maßgeschneiderte Sensor-Lösungen für Biotechnologie-Kunden. Ein Beispiel dafür ist die

Entwicklung eines Sensors zur Atemluftmessung bei Bakterien und Hefen , erzählt Ionimed-

Geschäftsführer Univ.-Prof. Dr. Armin Hansel.

Über verräterische Atemluft und Viren im Dienst der Gesundheit

Eines der Forschungsprojekte am acib beschäftigt sich also mit der verräterischen Atemluft .

Dass die Atemluft verräterisch ist, wissen wir seit Erfindung der Alkomaten. Nun ist nach

mehrjähriger, gemeinsamer Forschung von acib und Firmenpartner Ionimed auch die

empfindliche Analyse der Luftbestandteile, also der Atemluft von Mikroorganismen, die in

einem Fermentationskessel Wirkstoffe herstellen, gelungen. Deren Gesundheitszustand lässt sich

damit erstmals in Echtzeit beobachten.

Die Analyse spürt einzelne Stoffe im direkten Zusammenhang mit dem Stoffwechsel der Zellen

auf. Mit dieser Information lassen sich die Prozesse gezielt optimieren und Prozesstechniker

können schnell in das Produktionsverfahren eingreifen, falls etwas nicht nach Plan läuft ,

erläutert Univ.-Prof. Dr. Karl Bayer, verantwortlicher Forscher am acib. Bayer weiter: Durch die

Anwendung unserer neuen Methode steigt die Sicherheit von pharmazeutischen Wirkstoffen,

während die Kosten sinken, weil Produktionsausfälle verhinderbar werden und Medikamente

schneller auf den Markt kommen und ökonomischer produziert werden können.

Im Projekt Npro wiederum werden Viren im Dienst der Gesundheit eingesetzt. Das an sich

harmlose Enzym Npro spielt beim Angriff des Schweinepest-Virus eine Hauptrolle.

Gleichzeitig lässt sich dieses Enzym aber perfekt für neue Herstellverfahren von Wirkstoffen

einsetzen. So zeigt die Forschung der Mikrobiellen GenetikerInnen an der Universität Innsbruck,

wie man aus harmlosen Teilen eines gefährlichen Virus etwas sehr Nützliches machen kann.

Zusammen mit StrukturbiologInnen der Universität Salzburg und mit Firmenpartner Sandoz

konnten im acib-Verbund nach achtjähriger Forschungsarbeit die Rätsel des Enzyms Npro

gelüftet werden.

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Die außergewöhnliche Fähigkeit von Npro, sich selbst abzuspalten, macht es zum idealen Vehikel

für das Herstellen von therapeutischen Proteinen. Durch dieses neue Wissen lässt sich das Enzym

auch verbessern und an neue pharmazeutische Anforderungen anpassen. Das führt zu

hochwertigeren Medikamenten, die sich gleichzeitig günstiger herstellen lassen. Für

Firmenpartner Sandoz ein klarer Wettbewerbsvorteil.

Weitere Informationen und Bildmaterial zum Download unter:

http://www.acib.at/index.php/wbPage/wbShow/USER295

Bildtext zu acib_Abluft_ptr_ms01.jpg & acib_Abluft_ptr_ms02.jpg: acib-Forscher Martin

Luchner testet die neue PTR-MS-Messmethode, mit der die Abluft von Mikroorganismen in der

biotechnolgischen Produktion untersucht werden kann, © acib

Bildtext zu acib_Npro_Struktur_01.jpg & acib_Npro_Modell_02.jpg: Ein im acib-Verbund

entschlüsseltes Enzym des Schweinepest-Virus entpuppte sich als ideales Produktionsvehikel für

die biotechnologische Industrie, © acib

Aktuelle Bilder zur Pressekonferenz finden Sie zum Download unter

http://www.schneider-photographie.com/acib_2012

Abdruck der Bilder mit Copyright-Angabe honorarfrei!

(Ende)

Ihre Gesprächspartner sind:

Patrizia Zoller-Frischauf, Landesrätin für Wirtschaft, Jugend und Familie

Univ.-Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Tilmann Märk, Rektor Universität Innsbruck

Dr. Jörg Windisch, Head Global Technical Development, Sandoz Biopharmaceuticals

Univ.-Prof. Dr. Armin Hansel, Geschäftsführer IONIMED Analytik GmbH

Univ.-Prof. Dr. Anton Glieder, Geschäftsführer acib GmbH

Univ.-Prof. Dr. Karl Bayer, Forschungszentrum acib

Pressekontakt/Rückfragen:

Franz Zuckriegl, MBA

acib Corporate Communications

Tel.: 0699/100.33.816

E-Mail: fz@21stchannels.com

http://www.acib.at

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Über das ACIB: Zahlen, Daten, Fakten

Das Austrian Centre of Industrial Biotechnology (acib) ist das österreichische K2-Zentrum für industrielle

Biotechnologie. Es ist als Kompetenzzentrum ein Zusammenschluss von derzeit sieben Universitäten und

27 Projektpartnern, darunter bekannte Namen wie BASF, DSM, Sandoz, Biocrates Life Sciences,

Ionimed, Boehringer Ingelheim RCV, Jungbunzlauer, F. Hoffmann-LaRoche, Novartis, Biomin, Lonza

oder VTU Technology. Eigentümer sind die Universitäten Innsbruck und Graz, die TU Graz, die

Universität für Bodenkultur Wien sowie Joanneum Research.

Das Kompetenzzentrum acib Austrian Centre of Industrial Biotechnology wird im Rahmen von COMET

Competence Centers for Excellent Technologies durch BMVIT, BMWFJ sowie durch die Länder

Steiermark, Wien und Tirol gefördert. Das Programm COMET wird durch die FFG abgewickelt.

Von der Biokatalyse bis zu den Wechselwirkungen von Enzymen und funktionalen Polymeren, vom

Zelldesign bis zum Metabolic Modeling erforschen und entwickeln rund 170 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter an den Standorten Graz, Wien und Innsbruck neue Lösungen für industrielle Biotechnologien.

Bis 2014 wird ein Forschungsvolumen von rund 60 Millionen Euro umgesetzt.

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Start am 1.1. 2010

Standorte: Graz, Wien, Innsbruck

Derzeit 170 MitarbeiterInnen (58 % weiblich)

Budget gesamt: 60 Mio. Euro für 5 Jahre (12 Mio. pro Jahr)

7 Forschungsbereiche (davon 2 innovative Junior Groups )

27 Unternehmenspartner

30 wissenschaftliche Großprojekte, davon rund ein Viertel strategisch (ohne Firmenpartner,

Projekt mit vordergründig wissenschaftlichem Ansatz) und drei Viertel mit Partnern

Dazu kommen derzeit zwei EU-Forschungsprojekte (Bionexgen und Kyrobio), ein drittes steht

kurz vor dem Abschluss

http://www.acib.at

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