Kanal, Bach, Gruben... - Geotex GmbH

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Kanal, Bach, Gruben... - Geotex GmbH

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GEOTEX ® GmbH

GEOTEX® GmbH • Untere Röde 13 • 36466

Dermbach/Rhön

Tel.: +49 (0) 36964-83622 • Fax: +49 (0) 36964-83624

info@geotex-gmbh.de • www.geotex-gmbh.de


Erosionsschutzmatte WGW40-E

Einsatzmöglichkeiten:

● Böschungssicherung mit Draineffekt (Erosionsschutz)

● Rekultivierung von Brachen, Flussufern und Dämmen

● Begrünungshilfe mit natürlichen Nährstoffdepots

Produktvorteile:

● Wasserspeicher:

Schafwolle kann Niederschlagswasser in der Größenordnung des

Vierfachen der Eigenmasse aufnehmen und speichern und langsam

an die Umgebung, das Saatgut, die Wurzeln von Pflanzen abgeben.

● Beschleunigtes Pflanzenwachstum

● Verdunstungsschutz für den Boden

● Erosionsschutz:

Ein Abspülen von Bodenbestandteilen, die zwischen den Mäandern

eingebracht sind oder sich unter der Geomatte befinden, wird verhindert.

● Integration von Pflanzensamen und zusätzliche Nährstoffdepots möglich.

● Günstiges Mikroklima mit Temperaturausgleich sowie Kälteschutz

● Nährstofflieferant: Für das Wachstum von Pflanzen werden beim

Verrotten der Wolle Nährstoffe abgegeben.

● Hervorragende Drainagewirkung und Ableitung von Regenwasser in die

vorhandenen Ableitesysteme (Kanal, Bach, Gruben...)

● Reines Naturprodukt, ökologisch absolut unbedenklich.

Verlegung Nach 5 Wochen


Erosionsschutzmatte WGW40-E

Herstellung:

Bei der Herstellung der Wollgewebematten wird die Rohwolle mit Hilfe

eines Reisers (einer Maschine aus der Textilindustrie) zu lockeren

Flocken verarbeitet. Aus mehreren Fäden im Inneren und den

Schafwollflocken außen herum entsteht ein langer Wollstrang. Dieser

wird durch einen Mantelfaden aus einem Baumwoll-Viskose-Gemisch in

Form gehalten. Der Strang hat einen Durchmesser von 2 bis 10 cm,

vorzugsweise 4 cm.

Dieser Wollstrang wird dann auf einem Holzrahmen mäanderförmig mit

Hanf/PP-TEX-Garn zu einer Matte verknüpft. Die Matten können in

Größe und Struktur den Gegebenheiten des jeweiligen Einsatzortes

angepasst werden. Außerdem kann jede Saatgutmischung in die

Gebinde eingearbeitet werden.


Erosionsschutzmatte WGW40-E

Zeitwahl:

Eine Verarbeitung ist jederzeit möglich, Ansaaten vorwiegend in der

Vegetationszeit, Gehölzpflanzungen nach Möglichkeit in der

Gehölzruhezeit.

Wirkungen:

Sofortiger Oberflächenschutz, das Gewebe hält so lange, bis die

Vegetation die Böschungsstabilisierung voll und ganz übernimmt.

GEOTEX – Wollprodukte sind elastisch und werden leicht durchwachsen.

Sie sind für einzelne Erd- und Bodenlebewesen durchgängig,

wasseraufnehmend-, speichernd und ableitend sowie luftdurchlässig und

verhindern somit einen Wasserrückstau. Außerdem verhindern GEOTEX-

Matten Steinschlag und die Wind- und Wassererosion der oberen

Bodenschicht.

Vorteile:

Sofortiger Oberflächenschutz, leichte Anwendung zu jeder Zeit,

vollkommenes Verrotten, Lebensdauer je nach Standort- und

Bodenverhältnissen ca. 2 - 6 Jahre.

Anwendungsbereiche:

Hangsicherung, Oberbodensicherung auf Damm- und

Einschnittböschungen, Böschungsverbau, Erosionsschutz des Rohbodens

oder der Vegetationsschicht auf Steilböschungen, Geröll- oder

Felsböschungen, Deponien und Halden, Hochlagenbegrünung, Skipisten,

Lifttrassen, Wind- und Wassererosionsschutz auf ebenen oder flach

geneigten Flächen


GEOTEX® - Erosionsschutz mit

unbehandelter Schafwolle

Ökologie:

- der ungestörte Haushalt der Natur oder die Wechselbeziehung von

Lebewesen und Umwelt -

● Reines, nachwachsendes Naturprodukt

● Herstellung und Verarbeitung ohne Chemie und nur

mit geringstem Energieaufwand

● Einsparung der Ressourcen Wasser durch 4-fache Speicherfähigkeit

des Eigengewichts und Kondenswasseraufnahme (Tag/Nacht)

● Natürlicher Hang- und Erossionsschutz im Straßen- und

Landschaftsbau

● Keine zusätzliche Düngung erforderlich, kein zusätzliches ansähen

erforderlich

● Einbau auch bis pH-Wert 14 möglich

● Begrünung von Felsbruch und Schotter möglich

● Einbau ohne Maschineneinsatz

Ökonomie:

- Wirtschaftlichkeit oder rationelle Verwendung –

● Kein Abbau von Ressourcen, fördert die Nachhaltigkeit der Schafzucht

● Verarbeitung nur aus inländischer Produktion Transportkosten werden

minimiert, ohne chemische und biologische Zusatzstoffe

● Zusätzliche Bewässerung entfällt, erhebliche Wassereinsparung

● Keine Nachbesserungen, Reparaturen durch Auswaschungen,

Unterspülung (Schichtwasser) usw.

● Kostenreduzierung

- Stickstoffabbau ca. 3 - 5 Jahre

- enthält Lanolin als natürlichen Dünger

- Aufwand von Spritzbegrünung entfällt

- entsprechendes Saatgut wird den Wollsträngen beigefügt

● Kein Humusauftrag erforderlich

● Keine evtl. Rückbaukosten

● Um- oder Neubepflanzung jederzeit möglich


GEOTEX® - Erosionsschutz mit

unbehandelter Schafwolle

Referenzfirmen (Auszug):

- ASV Kassel

- Autobahndirektion Nordbayern

- Consultingges. für Umwelt und Infrastruktur mbH / MIBRAG

- DB Projektbau GmbH Nürnberg

- DEGES Berlin

- E.ON Kraftwerke GmbH

- KIRCHNER Baugesellschaft

- LBM Rheinland-Pfalz

- LMBV (Lausitzer- und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft

mbH

- Papenburg Baugesellschaft

- SCHAEFER KALK GmbH & Co. KG

- Staatl. Bauamt Nürnberg

- Straßenbauamt Südwestthüringen

- STRATEBAU GmbH, Würzburg


GEOTEX® -

Einbauanleitung

Erosionsschutzmatte WGW40-E

Für alle Erosionsschutzmaßnahmen ist die richtige Befestigung im

Untergrund von wesentlicher Bedeutung. Unebenheiten dürfen nicht

überspannt werden. Die Matten sind an den Untergrund anzupassen.

1. Entsprechende GEOTEX Wollgewebematte je nach Anforderung bzw. Einbauart

auswählen.

2. Matte ca. 0,5 m über Böschungskante führen und mit Klammern, Holzpflöcken

oder triebfähigen Stecklingen befestigen (2 - 5 Stück/m²). Auf guten

Bodenkontakt achten. Unebenheiten dürfen nicht überspannt werden! Mit

zusätzlichen Befestigungen Matte an Unebenheiten anpassen.

3. Mattenränder auf elastischen Stoß verlegen und im Stoßbereich, ebenso wie die

Enden der verlegten Fläche nageln.

optional:

4. Wollgewebematten mit Erdreich (Mutterboden) verfüllen und eine Besämung

entweder händisch oder im Anspritzverfahren aufbringen. Kein weiterer Dünger

erforderlich! Eventuell Kleber beimischen.

5. Kombination mit Faschinenwalzen, Flechtwerk oder Steinwurf ist möglich.

GEOTEX®

Ein Beitrag zum Natur-,

Umwelt- und Klimaschutz!


GEOTEX® -

Einbauanleitung

Böschungsfaschine WBF 80 / 100

Für alle Erosionsschutzmaßnahmen ist die richtige Befestigung im

Untergrund von wesentlicher Bedeutung. Unebenheiten dürfen nicht

überspannt werden.

Einsatz:

- nach dem Aufbringen extra starker Humusschichten

- Sanierungen von Rutschungen

- Neubaumaßnahmen

Einbau:

- Untergrund wird abgezogen und leicht verdichtet

- GEOTEX® Wollfaschine hangseitig an eingeschlagenen Holzpflöcken (minimale

Einschlagtiefe 50 cm) oder Stahlbügelnägeln (minimale Einschlagtiefe 20cm) bzw.

triebfähigen Stecklingen befestigen

- beim ersten und letzten Pflock ist der Faschinenstrick um den Pflock zu wickeln und

ausreichend zu befestigen

- anschließend Humus einbringen

- man kann die Begrünung sich selbst überlassen, ansäen oder gezielt bepflanzen

GEOTEX®

Ein Beitrag zum Natur-,

Umwelt- und Klimaschutz!


Ausschreibungstext für LV

Pos.-Nr. Erosionsschutzmatte als Wollgewebematte liefern und einbauen

Erosionsschutzmatte als Wollgewebematte aus naturbelassener

Schafwolle wie WGW40-E der GEOTEX® GmbH oder gleichwertig,

mit integrierten Rasensamen und wolleigenen Stickstoffdepots liefern und

einbauen.

Anteil der offenen Fläche rd. 65%. Wolle chemisch unbehandelt.

Durchmesser der verknüpften Wollstränge ca. 4 cm. Verknüpfung aus

verrottbarem Hanf-/ PPTex- Gemisch. Haltbarkeit mind. 3 Jahre. Matten

ca. 0,5 m über Böschungskante führen, Wollstränge parallel zur

Böschungskante. Bei gutem Bodenkontakt mit Holz-/ Stahlnägeln o.ä.

Befestigen (2-5 Stück/m²). Unebenheiten mit zusätzlichen Befestigungen

anpassen.

Mattenränder auf elastischen Stoß verlegen und im Stoßbereich sowie die

Enden der verlegten Fläche nageln.

Saatgutmischung gemäß Ausschreibung.


GEOTEX® - Erosionsschutz mit

unbehandelter Schafwolle

Auszeichnungen auf verschiedenen Messen im

Bereich Innovation / Erfindung


Projekt: Erosionssicherung Dammböschung

Ort: Ettenhausen (Thüringen)

Verlegung der Matten: April 2008

Auftraggeber: Landratsamt Wartburgkreis

Mitte Mai 2008

Juli 2008


Projekt: Erosionssicherung / Begrünungshilfe

Einschnittböschung

Ort: B19 Ortsumfahrung Schwallungen

(Thüringen)

Verlegung der Matten: Mai 2008

Auftraggeber: Straßenbauamt Südwestthüringen

(Bundesrepublik Deutschland)

Problematik: Begrünung ohne Humusauftrag, gezielte

Ableitung von Oberflächenwasser

Mai 2008

Herkömmliche

Anspritzbegrünung

Mai 2009

GEOTEX WGW 40-E


Projekt: Erosionssicherung / Begrünungshilfe

Brückenkegel

Ort: BAB4 Ronneburg (Thüringen)

Verlegung der Matten: August 2008

Auftraggeber: DEGES (Bundesrepublik Deutschland)

Problematik: Begrünung auf Betonrecyclingmaterial ohne

zusätzlichen Humusauftrag, pH-Wert 12-14

August 2008

Oktober 2008


Projekt: Erosionssicherung / Begrünungshilfe

Ort: BAB71 AS Heldrungen "Schmücketunnel“

(Thüringen)

Verlegung der Matten: September 2008

Auftraggeber: KIRCHNER Baugesellschaft / DEGES

(Bundesrepublik Deutschland)

Problematik: Erosionsschäden durch Oberflächenwasser,

hervorgerufen durch unbefestigte

Fahrbahnbankette

Nordböschung

September 2008

Juli 2009


Südböschung

September 2008

Juli 2009


Projekt: Erosionssicherung / Begrünungshilfe

Einschnittböschung

Ort: Melsungen / Günsterode (Hessen)

Verlegung der Matten: Mai 2009

Auftraggeber: ASV Kassel

Problematik: Oberbodensicherung der angrenzenden

Waldfläche

Mai 2009

August 2009


Projekt: Erosionssicherung / Begrünungshilfe

Erdstoffdeponie von OU Rengsdorf

Ort: Rengsdorf bei Koblenz (Rheinland-Pfalz)

Verlegung der Matten: Mai 2009

Auftraggeber: LBM Cochem - Koblenz

Problematik: gezielte Ableitung von Oberflächenwasser

(landwirtschaftliche Nutzfläche)

Mai 2009

Oktober 2009


Projekt: Erosionsschutz / Ertragssteigerung mit

WGW 40-P im Weinbau

Ort: Wingert Zell/Mosel (Rheinland-Pfalz)

Verlegung der Matten: Juni 2009

Auftraggeber: priv. Weinbauer

Juni 2009

Juni 2010


Projekt: Begrünung Kalihalde - exponierte Flächen

ohne nat. Begrünung

Ort: Unterbreizbach / Werk Werra (Thüringen)

Verlegung der Matten: Juni 2009

Auftraggeber: K+S KALI GmbH

Problematik: extreme Bodenverhältnisse

Juni 2009

Juli 2009


Projekt: Begrünung Haldenkörper

Ort: Ronneburg (Thüringen)

Verlegung der Matten: April 2009

Auftraggeber: WISMUT GmbH, NL Ronneburg

Problematik: Begrünung Haldenkörper ohne nat.

Sukzession aufgrund widriger

Standortbedingungen, Verhinderung

weiterer Auswaschungen

Juli 2009

November 2009


Projekt: Böschungssicherung

Ort: B466, südwestlich von Wassermungenau

(Bayern)

Verlegung der Matten: August 2009

Auftraggeber: Staatl. Bauamt Nürnberg

Problematik: gezielte Ableitung von überschüssigem

Oberflächenwasser aus angrenzender

landwirtschaftlicher Nutzfläche,

Herabsetzen der Fließgeschwindigkeit

August 2009

September 2009


Projekt: Erosionsschutz / Begrünung Bereich

Grenzkohlepfeiler

Ort: Braunkohletagebau Wulfersdorf (Sachsen-

Anhalt)

Verlegung der Matten: Oktober / November 2009

Auftraggeber: Lausitzer- und Mitteldeutsche

Bergbau-Verwaltungsgesellschaft mbH

(LMBV)

Problematik: keine nat. Sukzession auf anstehenden

tertiären Boden

Oktober 2009

Mai 2010


Projekt: Erosionsschutz / Böschungsbegrünung -

Pilotfläche

Ort: DB Strecke Nürnberg – Fürth (Bayern)

Verlegung der Matten: November 2009

Auftraggeber: DB Projektbau GmbH Nürnberg

September 2010

November 2009

mit WGW40-E

ohne WGW40-E


Projekt: Erosionsschutz / Böschungssicherung

Neubau Mainbrücke

Ort: Ochsenfurt – Goßmannsdorf (Bayern)

Verlegung der Matten: November 2009

Auftraggeber: STRATEBAU GmbH, Würzburg

November 2009

Mai 2010


Projekt: Erosionsschutz / Böschungssicherung

Ort: Autobahn A12-TE1 Vaulruz – Riaz (Schweiz)

Verlegung der Matten: Juli 2010

Auftraggeber: CONSORTIUM UROM A12-TE1

Ziel: Böschungsstabilisierung durch Sicherung

des Oberboden durch Rücksetzen der

Ablaufgeschwindigkeit von

Oberflächenwasser

Juli 2010


Projekt: Erosionsrinnenverbau

Ort: Noppenkippe Peres im Tagebau Vereinigtes

Schleenhain (Sachsen)

Verlegung der Matten: Juli 2010

Auftraggeber: CUI mbH / MIBRAG

Ziel: Stabilisierung der Erosionsrinnen durch

gezielte Aufnahme und Ableitung von

Oberflächenwasser und dadurch

Verhinderung weiterer Bodenerosion,

Herabsetzung der Fließgeschwindigkeit

Juli 2010

September 2010


Projekt: Erosionsschutz / Böschungsstabilisierung

Ort: Rad- / Fußweg in Kastellaun (Rheinland-

Pfalz)

Verlegung der Matten: Mai 2010

Auftraggeber: Stadt Kastellaun

Ziel: Böschungssicherung und schnelle

Begrünung

August 2010

Nov 2009

Mit WGW40-E

Oktober 2010 – nach

dem 1. Schnitt

Ohne WGW40-E


Projekt: Erosionsschutz / Böschungssicherung

Ort: Kalksteinbruch in Hahnstätten (Rheinland-

Pfalz)

Verlegung der Matten: September 2010

Auftraggeber: SCHAEFER-KALK GmbH & Co. KG

Ziel: Oberbodensicherung und Renaturierung

September 2009


Projekt: Erosionsschutz / Böschungssicherung

Ort: Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog Niebüll

(Schleswig-Holstein)

Verlegung der Matten: September 2010

Auftraggeber: LKN - Landesbetrieb für Küstenschutz,

Nationalpark und Meeresschutz SH

Ziel: Böschungssicherung und Deichschutz

September 2010


Projekt: Erosionsschutz / Böschungssicherung

Ort: SÜ B292 bei Sinsheim (Baden-Württemberg)

Verlegung der Matten: Oktober 2010

Auftraggeber: Regierungspräsidium Heidelberg

Ziel: Böschungssicherung mit extensiver

Begrünung

Oktober 2010


Projekt: Erosionsschutz / Böschungssicherung

Ort: A3 Mainbrücke Randersacker (Bayern)

Verlegung der Matten: Dezember 2010

Auftraggeber: STRATEBAU GmbH Würzburg / Staatl.

Bauamt Würzburg

Ziel: ökol. Sicherung der Einschnittböschung

gegen Erosionsschäden durch zeitweise

austretendes

Schichtenwasser im Wasserschutzgebiet

Dezember 2010


LBM – Landesbetrieb Mobilität Rheinland-Pfalz

Neuartig: Schafwolle als Erosionsschutz

LBM setzt auf Schafwolle als Erosionsschutz

Der Landesbetrieb Mobilität setzt an der Ortsumgehung Rengsdorf Schafwolle als Erosionsschutz ein. Dies ist

ein neuartiges Verfahren, das an der B 256 erstmals angewandt wird.

Auf der steilen Böschung der Erdstoffdeponie sind sogenannte Geomatten befestigt. Diese Matten bestehen

aus unbehandelter Schafwolle. In die Schafwolle sind Gehölz- und Grassamen eingewebt. Auf diese Weise

konnte die Böschung schneller mit Pflanzen bewachsen. Bereits nach zwei Wochen spross erstes Grün durch

die Schafwolle. Fünf Monate später war von den ausgelegten Geomatten nichts mehr zu sehen. Die Wurzeln

der Pflanzen verhindern nun, dass die Erde abgespült wird. Die Matten sichern den Boden gleichzeitig davor,

dass die Böschung unterspült wird.

Die Schafwolle zeichnet sich durch ihre enorme Wasserspeicherfähigkeit aus. Sie eignet sich daher auch sehr

gut zur Begrünung von Felsbruch und Schotter. Wegen ihres geringen Gewichtes kann sie auch an

schwierigen Standorten problemlos aufgebracht werden.

Schon nach 2 Wochen sprießt das erste

Grün durch die Schafwolle.

www.lbm.rlp.de

Mai 2010

Fünf Monate später ist von der

Schafwolle

nichts mehr zu sehen


Gehäkelte Schafwolle hilft beim Straßenbau

Straßenbauamt befestigt steile Hänge mit Naturprodukt - 1000 Tiere

für das Pilotprojekt geschoren

Gehäkelte Schafwolle am Straßenrand: Autofahrer werden sich in

nächster Zeit bei diesem Anblick noch öfter ungläubig die Augen

reiben. Doch die tierische Idee macht ernsthaft Sinn: Mit der Wolle

lassen sich steile Hänge gut befestigen und zum Blühen bringen.

WASSERMUNGENAU - Ein Schal aus Schurwolle, ein Merino-Pullover, eine kuschelweiche Matratze - all das hat

der Mensch bislang blökenden Viehherden auf saftigen Wiesen zu verdanken. Auch als Lieferant von

Dämmmaterial ist das Schaf bestens bekannt. Doch neuerdings kommen das Tier und sein Naturprodukt auch auf

ganz andere Art zum Einsatz: Das staatliche Bauamt in Nürnberg hat mit der Wolle von rund 1000 Schafen jetzt

erstmals eine Böschung im Landkreis Roth befestigt. Ein Pilotprojekt in Bayern, das für blühende Wegesränder

sorgen soll - und nebenbei für zufriedene Schäfer in der Region.

Auch anderswo ist man auf das Wollknäuel als Wunderwerk der Natur gekommen: Pendler auf der Autobahn 73

bei Nürnberg können das tierische Produkt seit neuestem auf ihrem Weg in die Arbeit bestaunen. Auf einem

Teilstück an dem Bahndamm Richtung Fürth hat die Deutsche Bahn es ebenso auf einen Versuch mit Schafwolle

auf nackter Erde ankommen lassen. Schon bald soll es hier grünen und blühen, die Wolle unter den Pflanzen

verschwinden und nach spätestens sieben Jahren verrotten.

Glück auf ganzer Länge

Die Stränge aus Wolle machen besonders an steilen Stellen Sinn, wirbt der Hersteller Geotex. Wenn die Erde auf

die Fahrbahn zu rutschen droht oder starker Regen neue Hänge einfach wegspülen. In solchen Fällen würden die

mit Schnur und Nägel befestigten Schutzmatten Erosion verhindern. Befürchtete Erdrinnen, durch die das Wasser

schießt und Humus wie Samen wegschwemmt, sind damit Vergangenheit, sagt Winfried Lintner, Mitarbeiter von

Geotex.

Schafwolle scheint das Patentrezept: Bei Regen sauge sie sich wie ein Schwamm mit Wasser voll und gebe die

Feuchtigkeit regelmäßig wieder ab. Außerdem könnten sich in den Schlaufen Samen fangen und Pflanzen somit

besser anwachsen. Zugleich wirkt Schafwolle durch ihren hohen Stickstoffgehalt wie Dünger.

Ein tierisches Beispiel aus Wassermungenau: Durch den kleinen Ort im Kreis Roth führt die Bundesstraße 466.

Seit die kurvige Strecke im vergangenen Sommer entschärft und umgebaut wurde, wollte die Böschung nicht

mehr halten. Die Mitarbeiter des Bauamts Nürnberg griffen deshalb in ihrer Not erstmals zur Schafwolle. In

endlosen Schleifen legten sie die Schnüre auf die Erde und streuten Samen darüber. Inzwischen, ein halbes Jahr

später, wachsen hier nun Gras, Nesseln, Löwenzahn und Disteln.

Grünes Gewissen

Das Pilotprojekt sei zwar anfänglich »deutlich teurer» als die bisherigen Lösungen gewesen, sagt Thomas

Fechner vom Straßenbauamt. Aber ersten Erfahrungen zufolge mache sich die Investition dauerhaft bezahlt,

verspricht der Hersteller guten Gewissens. Kokosmatten als Alternative dazu hätten zum Beispiel jede Menge

Nachteile: Sie würden oft vom Regen unterspült. zudem wären sie chemisch behandelt und kämen aus Asien.

Der regionale Gedanke steht für den Erfinder der Schafswoll-Matten, Jan Holland-Moritz, auch im Vordergrund.

Zumal er mit Schafen mehr verbindet als lediglich warme Wolle. Die Tiere sind in der Landschaftspflege

unersetzlich, weiß er aus seiner Heimat, der Rhön.

In Franken stößt er mit seinem Patent bereits auf Begeisterung: Viele Schäfer wüssten mit ihre Wolle einfach nicht

mehr wohin, sagt Friedrich Belzner, stellvertretender Vorsitzender des Landesverbands der Schafhalter. Die Wolle

sei auch nichts mehr wert. Viele Schäfer verbuddelten das Abfallprodukt bereits als Dünger in ihrem Garten. Der

Jung-Unternehmer Holland-Moritz würde die Wolle lieber an Straßenrändern wiedersehen und knüpft nun erste

Kontakte zu fränkischen Schafhaltern. Schafe im Altmühltal oder auf den Steigerwaldhöhen gibt es schließlich

genug...

Johanna Säuberlich © NÜRNBERGER NACHRICHTEN

16.4.2010


Versuchsreihe

Schafwolle im Straßenbau

Wülste von Schafwolle schützen Böschungen wirksamer als alles andere vor Bodenerosion und

garantieren zugleich das beste Pflanzenwachstum. Zu diesem überraschenden Ergebnis kommt

ein großangelegter Feldversuch der Landesanstalt für Wein -und Gartenbau (LWG) in

Veitshöchheim.

Stand: 27.05.2010

An den Steilhängen des Autobahnkreuzes Biebelried an der A3 sind insgesamt 54 Teststreifen angelegt.

Hier erproben die Mitarbeiter der LWG gemeinsam mit Ingenieuren des Süddeutschen

Kunststoffzentrums (SKZ) in den kommenden zwei Jahren acht verschiedene Erosionsschutzsysteme

und zwei Begrünungsvarianten. Unter den Testobjekten sind Böschungsmatten aus Kunststoffen und

Kokos, mal mit, mal ohne integriertes Saatgut. Sie sollen den nackten Boden vor Wind und Wasser

schützen.

Auch in den Laboren wird geforscht

Zeitgleich forschen die Ingenieure in den Laboren von SKZ und LWG. Materialprüfungen und

Testberegnungen geneigter Flächen sollen Aufschluss darüber geben, an welchen Standorten die

unterschiedlichen Erosionsschutzsysteme am besten eingesetzt werden können.

Schafwolle enthält natürlichen Dünger

"Bisher hat die Schafwolle am besten abgeschnitten", sagt Jochen Böker von der LWG. Die zu dicken

Wülsten gesponnene Rohwolle böte gleich mehrere Vorteile: "Zum einen speichert das Material sehr viel

Wasser und bremst rutschende Erde," erklärt Böker. Selbst ein Starkregen könne den wertvollen Boden

kaum noch abschwemmen. "Zum anderen bestehen die Haare der Schafe aus Horn, aus bestem Dünger

also. Selbst nährstoffhungrige Pflanzen gedeihen hier prächtig."

Neue Vermarktungsmöglichkeit für Schäfer

Von den Forschungsergebnissen könnten langfristig auch die Schäfer profitieren. Sie hätten die

Möglichkeit, die Wolle ihrer meist zur Landschaftspflege eingesetzten Schafe als Erosionsschutz zu

vermarkten, anstelle sie als Müll zu entsorgen. Für Textilien ist die Wolle der heimischen Rassen nämlich

zu kratzig.

http://www.br-online.de/studio-franken/aktuelles-aus-franken/schafwolle-erosionsschutz-2010-kw19-

ID1274964089770.xml


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