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Südwester Pfadfinder zwischen allen Fronten - Golf Dornseif

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Südwester Pfadfinder zwischen allen Fronten - Golf

Südwester Pfadfinder zwischen allen Fronten von Golf Dornseif Welche Rolle spielte die deutsche Pfadfinder-Bewegung vor dem Ersten Weltkrieg innerhalb Deutschlands, dann im Mandatsgebiet Südwestafrika, ausgerichtet an kolonialen Interessen und der Hoffnung auf Rückgewinnung der ehemaligen Schutzgebiete? Darüber ist kaum etwas bekannt, denn die Politik durchkreuzte alle Bestrebungen an unterschiedlichen Fronten in bewegten Zeiten auf groteske Weise. Am 4. März 1928 gründete man in der Alten Heimat den BUND DEUTSCHER KOLONIALPFADFIN- DER quasi als Traditionsverband einer Deutschen Jungenschaft, und im Juli des gleichen Jahres erschien die erste Ausgabe der Monatsschrift DER KOLONIALSPÄHER im Berliner Afrikahaus unter dem Dach der Deutschen Kolonialgesellschaft. Blättert man in dieser eigenartigen Publikation, so findet sich kaum ein Beitrag über die ehemaligen Schutzgebiete und die dortigen Lebensbedingungen während der Nachkriegszeit, sondern lediglich eine Berichterstattung über das Pfadfinder-Dasein während Fahrten und Lagertreffen in vielen westeuropäischen Ländern mit Gleichgesinnten. Aus dem Inhalt: Offiziere der Schutztruppe als Gründerväter Ein langer Schicksalsweg Der Deutsche Maidenbund Swakopmund Erinnerungen aus den Chroniken Horst Tsumeb und Grootfontein Rückblick und Ausblick 1990 Am 18. Januar 1931 hieß es im Bundesorgan unter anderem: „Zum zwanzigsten Mal jährt sich der Tag, an dem der Grundstein des deutschen Pfadfindertums gelegt wurde. Als 1909 die deutsche Bearbeitung des Buchs von Robert Baden-Powell SCOUTING FOR BOYS in Druck ging, dauerte es weitere zwei Jahre bis zur Bildung deutscher Pfadfinder-Gemeinschaften mit dem Reichsfeldmeister Maximilian Bayer, einem ehemaligen Hauptmann der Schutztruppe in Südwestafrika und Major im Ersten Weltkrieg an der Westfront, wo er den Tod fand ...“ Offiziere der Schutztruppe als Gründerväter Die Geschichte der deutschen Pfadfinder im Reich und in Südwest begann damit, dass der deutsche Mediziner Dr. Alexander Lion, vorübergehend Stabsarzt im Dienst der Schutztruppe, 1908 in der Londoner TIMES einen Artikel zum Thema SCOUTING AS A SPORT las und danach auf das Buch SCOUTING FOR BOYS von Robert Baden-Powell stieß. Doktor Lion, geboren 1870 in Berlin, war seinerzeit 38 Jahre alt. Die Eltern gehörten der jüdischen Gemeinde an, von der er sich mit 16 Jahren distanzierte: vor seiner späteren Eheschließung trat er zum römisch-katholischen Glauben über, um das „Karriere-Hindernis“ seiner Abstammung zu überwinden. Die Braut war Tochter eines Majors im gleichen Regiment wie der junge Unterarzt im aktiven Armeedienst. Im Jahre 1904 meldete sich Dr. Lion freiwillig zur Kaiserlichen Schutztruppe und leitete bis Mitte 1906 ein Feldlazarett in Deutsch-Südwestafrika. Bei dieser Gelegenheit lernte Lion den Hauptmann Maximilian Bayer kennen, Ordonnanzoffizier im Generalstab des Kommandos der Schutztruppe. Nach seiner Rückkehr in die Heimat wandte sich Lion brieflich an den britischen General Robert Baden- Powell und suchte ihn zu Gesprächen über das neuartige Pfadfindertum in England auf. Alsbald beschlossen die Kriegskameraden Lion und Bayer das Standardwerk Baden-Powells ins Deutsche zu übersetzen und erfanden die Bezeichnung PFADFINDER an Stelle von Boy Scouts.

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