Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt? - Punktmacher GmbH

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Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt? | 16. April 2010

Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt?

Zusammenfassung des Workshops der wissensbilder akademie vom 16. April 2010


In zehn ausführlichen Schritten erklärten die

beiden Referenten den gut 60 Teilnehmern den

Weg raus aus der Verunsicherung.

Mehr Transparenz und Klarheit

beim Direktmarketing

Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt? | 16. April 2010

Workshop gibt wertvolle Tipps für Unternehmen

„Jetzt schlägt die Stunde der Juristen.“ „Datenschutz – Der Druck auf die Branche

wächst.“ Mit diesen und anderen Pressestimmen eröffnete Gaby Limbach, Etat-

Direktorin der pro-art werbeagentur, den wissensbilder akademie Workshop zum

Thema „Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt?“. Bereits am 01. September

2009 trat das neue Datenschutzgesetz in Kraft und besonders die Änderung zum

Einwilligungsvorbehalt bei Briefwerbung hat in der Branche für große Verunsicherung

gesorgt. Wie man jedoch auch zukünftig noch rechtlich einwandfrei

Adressen generieren und Kontakt zu potenziellen Kunden aufnehmen kann, wurde

mit Unterstützung von Dr. Dino Sikora, Rechtsanwalt in der Sozietät Döttelbeck,

Dr. Wemhöner & Partner, in diesem Workshop beleuchtet.

10 Schritte zu mehr Transparenz und Klarheit

Für ein besseres Verständnis erläuterte Gaby Limbach den interessierten Zuhörern

zunächst den Zweck und den Anwendungsbereich des Bundesdatenschutzgesetzes.

Es soll das Persönlichkeitsrecht jedes Einzelnen bei der Erhebung, Verarbeitung

und Nutzung seiner persönlichen Daten schützen. Im nächsten Schritt stellte die

Referentin die alte und die neue Form des Bundes datenschutzgesetzes gegenüber,

um den Teilnehmern die wesentlichen Ver änderungen vor Augen

zu führen.

Vor dem 01. September 2009 galt bei der Nutzung von Adressdaten das sogenannte

Opt-Out-Verfahren. Bis zum Widerspruch der Betroffenen konnten listenmäßig

erfasste Adressdaten genutzt werden. Nach neuem Recht gilt nun der Grundsatz

des Einwilligungsvorbehalts – das Opt-In-Verfahren. Nun ist die Zustimmung

des Betroffenen nötig. Grundsätzlich ist also ein Opt-In von den (potenziellen)

Kunden notwendig – aus tatsächlichen und juristischen Gründen ist eine Einholung

von Einwilligungen häufig jedoch nicht praktikabel. Aus diesem Grund gibt

es einige Ausnahmen vom Grundsatz, die man für den richtigen Umgang mit

Direktmarketingmaßnahmen zukünftig kennen muss.


„Nutzen Sie den aktuellen Handlungsbedarf,

um Ihre Kunden in den Mittelpunkt zu stellen!“

Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt? | 16. April 2010

Niemandem darf Werbung gegen seinen Willen gesendet werden

Im Weiteren stellte Dr. Dino Sikora das Widerspruchsrecht der beworbenen

Personen vor, auf das diese von Beginn an und in jedem weiteren Werbeschreiben

hingewiesen werden müssen. Ausführlich ging der Referent auf die besonders

wichtigen Einwilligungserklärungen ein. „Diese dürfen nicht irgendwo versteckt

oder schwierig formuliert werden“, klärte er die Teilnehmer über ihre Pflicht

auf, eine eindeutige und transparente Erklärung zu verfassen. Bei elektronischer

Werbung ist die Einwilligung zudem noch gesondert einzuholen.

Außerdem müssen die Opt-Ins adäquat dokumentiert werden und Dr. Dino Sikora

sprach die Empfehlung aus, schon jetzt alle Kundenkontaktpunkte für eine Opt-

In-Generierung zu nutzen. Zu den vorgestellten Kontrollinstitutionen und den

Bußgeldvorschriften bei Verstößen gegen das Gesetz merkte er an: „Von diesen

hören Sie hoffentlich nur heute hier bei uns und dann nie wieder.“ Abschließend

gab er den Zuhörern noch mit auf den Weg, dass sie nur Daten abfragen sollten, die

sie wirklich benötigen und solche zu löschen, die nicht mehr verwendbar sind. Dem

fügte Gaby Limbach hinzu: „Nutzen Sie den aktuellen Handlungsbedarf, um Ihre

Kunden in den Mittelpunkt zu stellen und nicht nachher einer von vielen zu sein,

der die Zustimmung der Betroffenen will. Damit können Sie das nötige Vertrauen

aufbauen und eine aktive Kundenbindung schaffen.

Da es letztlich aber doch auf den Einzelfall ankommt, zeigten die Referenten zum

Abschluss der Veranstaltung noch einige anschauliche Praxisbeispiele.

Fristen

>> Seit dem 01. September 2009 gilt das novellierte

Bundesdatenschutzgesetz

>> Seit dem 01. April 2010 gilt die Speicherpflicht zur Datenherkunft

für 2 Jahre

>> Adressdaten, die vor dem 01. September 2009 erhoben wurden, sind

nach altem Recht nur noch bis zum 01. September 2012 nutzbar


Was ist beim Direktmarketing noch erlaubt? | 16. April 2010

Die Datenschutznovelle kompakt: 10 Punkte, die Sie schon jetzt beachten sollten

>> Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter und nehmen Sie Schulungen wahr.

Gerne übernehmen wir dies für Sie.

>> Entwickeln Sie jetzt geeignete Methoden, um adäquate Opt-Ins einzuholen.

>> Durchleuchten Sie Ihre Datenbank und prüfen Sie, ob bereits rechtskonforme

Einwilligungen vorliegen.

>> Verifizieren Sie Opt-Ins, deren Status unklar ist oder nicht mehr den

Anforderungen der Datenschutznovelle genügt, und bringen Sie diese auf

den aktuellen Stand.

>> Passen Sie Ihre Geschäftsunterlagen an: Verwenden Sie auf Messen

entsprechend modifizierte Gesprächs- und Auftragsformulare zur Gewinnung

von Opt-Ins mit Ankreuzfeld für Briefwerbung (B-to-C-Bereich) oder auch für

eMail-Werbung (B-to-C und B-to-B).

>> Weisen Sie in jeder Direktmarketingmaßnahme auf das Widerspruchsrecht

des Empfängers hin.

>> Formulieren Sie die Einwilligung geradlinig und eindeutig! Der Betroffene

muss umfassend und klar über die beabsichtigte Verwendung seiner Daten und

die Tragweite seiner Einwilligung aufgeklärt werden.

>> Archivieren Sie alle Einwilligungen, um belegen zu können, welche Kunden

einem Kontakt per Mail oder Post zugestimmt haben.

>> Beachten Sie, dass das Internet zwar eine ergiebige Quelle zur Generierung

von Adressen ist, aber in diesem Sinne kein „allgemein zugängliches

Verzeichnis“. Überprüfen Sie darum die Urheberrechte der Herausgeber, bevor

Sie eine Adresse nutzen!

>> Seien Sie schnell! Noch werden Sie zu den ersten Unternehmen gehören,

die Ihre Kunden um eine Opt-In bitten.

Wenn Sie unser Kompetenzteam für Ihre persönliche Beratung anfordern

oder die Präsentation des Workshops noch einmal nachlesen möchten,

senden Sie einfach eine eMail an: info@wissensbilder.com

Disclaim

pro-art werbeagentur GmbH ist keine Rechtsberatung und darf in diesem Bereich auch nicht tätig

werden. Diese Darstellung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit und Richtigkeit und ersetzt

auch nicht eine juristische Prüfung im Einzelfall.


Die nächsten Veranstaltungstermine:

Pecha Kucha – Präsentieren 2.0

(Do. 17.06.2010 | 17:30 Uhr bis 19:00 Uhr)

Der Markenprozess

(Sa. 09.10.2010 | 09:00 Uhr | ganztags | Thomas Börgel)

pro-art werbeagentur GmbH | Sinninger Straße 44 | 48282 Emsdetten | Phone: +49 25 72 - 93 63 - 0 | Fax: +49 25 72 - 93 63 - 30

eMail: info@pro-art.to | www.pro-art.to

pro-art werbeagentur essen gmbh | Karolingerstraße 96 | 45141 Essen | Phone: +49 201 - 94 66 81 - 50 | Fax: +49 201 - 94 66 81 - 55

eMail: info@pro-art.to | www.pro-art.to

brandhelfer Marketing & Kommunikation GmbH

Kupfergraben 17 | 48282 Emsdetten | Phone: +49 25 72 - 92 05 - 19 | Fax: +49 25 72 - 92 05 - 15

eMail: info@brandhelfer.de | www.brandhelfer.de

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